Polynt Composites Germany GmbH
Kieselstraße 2, 56357 Miehlen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Bürger seit 17.10.2022 | Prokura |
Nicole Stöß seit 22.1.2019 | Geschäftsführer |
Klaudia Maria Gollysch seit 22.1.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
POLYNT S.P.A. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Polynt Composites Germany GmbHMiehlenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft Die Polynt Composites Germany GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Polynt S.p.A. in Scanzorosciate, Italien. Der Geschäftsbereich Composites fasst die Produktbereiche Harz (duroplastische Polymerlösungen), Gelcoats und Compounds (SMC/BMC) zusammen. Die Polynt Composites Germany GmbH produziert Halbzeuge, genannt SMC (Sheet Moulding Compounds), für die folgenden Anwendungsbereiche:
Zudem ist die Polynt Composites Germany GmbH im Raum Deutschland-Österreich-Schweiz und in den Benelux-Ländern zuständig für den Vertrieb der gesamten Produktpalette der Polynt-Gruppe, somit auch für Anhydride, Weichmacher, Harze und Spezial-Ester-Produkte - unsere sogenannten Handelsprodukte. 2. Wirtschaftsbericht Im Jahr 2023 konnten wir die Absatzmenge um 9 % zum Vorjahr steigern. Dabei konnten wir sowohl im ersten als auch im zweiten Halbjahr ein Wachstum erzielen. Auch Anfang 2023 war der Markt noch weiter mit anhaltenden Rohstoffpreiserhöhungen sowie der insgesamt zu beobachtenden Verteuerung von Verbrauchsgütern konfrontiert. Im Jahr 2023 musste preispolitisch die Verfügbarkeit gesichert werden, so wie auch schon im Jahr 2022. Dies zog sich bis Mitte 2023 hin und ging mit erhöhten Lagerbeständen und der Diversifizierung in der Lieferantenstruktur einher. Bis Mitte 2023, wie auch schon im Jahr 2022, wirkten die energiepolitischen Preiserhöhungen den Bestrebungen entgegen, die Rohstoffe lokal zu beschaffen. Dies hat im Jahr 2023 insgesamt zu einer weiteren Globalisierung in der Rohstoffbetrachtung geführt. Rohstoffe aus dem EU-Raum waren deutlich teuer, sodass man weiter auf Nicht-EU-Quellen zurückgreifen musste, um das Preisniveau für die Kunden halten zu können. In Bereich der Elektrobranche haben wir den Marktanteil weiter verteidigt, aber keinen Zugewinn erzielen können. In der Baubranche kam es aufgrund der hohen Zinspolitik, die von unterschiedlichen Weltbanken geführt wird, zu einer deutlichen Abnahme in der Bautätigkeit und im Ausbau der Infrastruktur sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor. Dagegen ist der Transportsektor sehr stark gewachsen. Das war hauptsächlich bedingt durch die weitere Umsetzung der E-Mobilität in Europa und den Bau von mehr E-Autos. Hier haben wir fast eine Verdreifachung der Produktionsmenge für die Fertigung von Teilen für E-Autos. Ein weiterer positiver Effekt war ein sich stabil darstellendes Geschäft im Bahnbereich. Durch eine durchweg starke Preisorientierung konnte somit auch, basierend auf dem Produktmix, ein hoher Verkaufserlös erzielt werden. Somit konnten die Umsatzerlöse im Transportsektor zum Vorjahresniveau nahezu verdoppelt werden. Ungebrochen waren die Verfügbarkeitsprobleme, denen mit einer weiterhin flexiblen Lieferanten- und Rohstoffstrategie begegnet werden musste. Dies führte intern teilweise zu stark erhöhtem Arbeitsaufwand. Zudem sank die Lieferzuverlässigkeit aller Lieferanten durch Lieferkettenthemen als auch durch personelle Engpässe bei den Logistikunternehmen. Dies führte als weitere Konsequenz unterjährig zu höheren Lagerbeständen, die zum Ende des Geschäftsjahres aber im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert wurden. Nach wie vor stellt die wesentliche unternehmerische Steuergröße der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern dar. Beide signifikanten Parameter konnten im Jahr 2023 deutlich über dem Vorjahresniveau, als auch über die Planungsgrößen hinaus abgeschlossen werden. Entgegen der allgemeinen wirtschaftlichen Stimmung in der Kunststoffindustrie, sowie der chemischen Industrie allgemein, konnte der Standort in Miehlen 2023 seine wirtschaftlich gute Situation weiter ausbauen. 2.1. Betriebliche Aspekte a) Produktion Die Produktionsmenge für GF-SMC lag in 2023 um 5 % über der Planmenge und in Summe auch um 12,5 % höher als im Vorjahr. Ebenso konnte die Produktivität an den Fertigungslinien auf das höchste Niveau der letzten 20 Jahre gehoben werden. Dies liegt insbesondere darin begründet, dass die durchschnittlichen Auftragsvolumen zugenommen haben und eine stärkere Kampagnenfertigung umgesetzt werden konnte. b) Qualität Im Jahr 2023 konnte der bisher positive Trend der qualitativen Gesamtsauffälligkeiten (GDL= global diseffection level) nicht fortgeführt werden. Somit wurde das selbstgesetzte Ziel von maximal 1,05 % Gesamtbeanstandungen auf gefertigtem Material mit 1,75 % deutlich überschritten. Insbesondere die Reklamationsentwicklungen und der damit einhergehende Retouren Index zeigten im Jahr 2023 einen negativen Einfluss. Maßgeblich hierfür war ein Automotivkunde, da es während der Serienbelieferung zu einer Problematik mit einer Verpackungseinheit kam und jegliche prozesstechnischen Auffälligkeiten zu einer Fehlermeldung führten. Dies konnte zum 3. Quartal gelöst werden, hatte sich jedoch bereits weitgehend in den Q-Indices manifestiert. Im Bereich der Qualitätsbeobachtungen ist allgemein eine deutliche Tendenz hinsichtlich der SMC-Verarbeitung als auch der Güteakzeptanz bei den Kunden ersichtlich. Der überwiegende Teil der Kundenbeanstandungen lässt sich auf verarbeitungstechnische Probleme in der SMC-Verarbeitung beziehen. Dies hat teilweise auch den Hintergrund, dass sich bei Kunden gerade im Jahr 2023 Zuständigkeiten verändert haben. Durch diese personellen Veränderungen müssen im verarbeitungstechnischen Bereich somit zunächst neue Kompetenzen aufgebaut werden. Aber auch standortintern sind, durch rohstoffseitige Veränderungen hinsichtlich der Agilität der Arbeitsprozesse und die daraus resultierenden Prozessführungen, Anpassungen notwendig geworden. Die erhöhten Ansprüche an die Oberflächengüte der gefertigten Materialien sind kein neuer Trend, sondern begleiten den Werkstoff schon seit Jahren. Durch den direkten Werkstoffvergleich mit Alternativen wie thermoplastische Materialien ist die Erwartungshaltung der Kunden ungebrochen hoch. Im Jahr 2023 konnten wieder diverse Kunden zu Lieferantenaudits am Standort begrüßt werden. Erfolgreich konnte die ISO 9001:2015 Zertifizierung erneuert werden. c) Personal Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahr 2023 insg. 92 Personen. Um Produktionsspitzen abzudecken, wurde auch in diesem Jahr temporär Personal von Personaldienstleistern eingesetzt. Im Jahr 2023 ist es gelungen, die offenen Positionen durchgängig zu besetzen. Insgesamt ist die Fluktuation der Mitarbeiter auf einem erfreulich niedrigen Niveau. d) Investitionen Insgesamt wurden TEUR 1.332 am Standort investiert. Die im Vorjahr vorbereitenden Tätigkeiten im Bereich des Projektes Lagerhallenerweiterung fanden im Jahr 2023 ihre Umsetzung. Ebenso wurde intensiv mit den involvierten Lieferanten das Projekt zur Großrollenverpackungserweiterung im Bereich der SMC- Linie 2 vorangetrieben. Dieses Projekt findet im Jahr 2024 seinen finalen Abschluss und ermöglicht eine 100%ige Ausweitung zur bisherigen Großrollenfertigung. Um den Kundenanforderungen gerecht zu werden, konnte im Jahr 2023 auf ein Sonderinvestitionsbudget von weiteren TEUR 230 zurückgegriffen werden, um die Anschaffung weiterer Verpackungseinheiten zu realisieren. Im Bereich der Infrastruktur wurde im Berichtszeitraum ebenfalls in notwendige Maßnahmen zum Feuerschutz und in den Ausbau des IT-Netzwerkes investiert. e) Sicherheit/Umweltschutz Um den Standortstandard in den Bereichen Arbeitssicherheit-, Abfall, Strahlenschutz, Gefahrstoff und Brandschutz durchgängig aufrecht zu erhalten fanden auch in 2023 mit den Beauftragten regelmäßige Besprechungen statt. Daraus notwendige und unmittelbar durchzuführende Investitionen konnten zeitnah umgesetzt werden. In 2023 wurden am Standort einige umweltrelevanten Ziele definiert und umgesetzt. Das Monitoring und die Maßnahmenverfolgung erfolgten über den abteilungsübergreifenden Regelkreis. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir den stetig steigenden Mengen des pastösen Abfalles aus der Produktion. Auf diese entfallen inzwischen 50 % der Gesamtkosten aus der Entsorgung. Hier gilt es für die Zukunft neue Lösungen zu finden, insbesondere durch weiterhin steigende Preise in der Entsorgungswirtschaft. Im Berichtsjahr 2023 konnte am Standort in Miehlen erstmalig die Umweltzertifizierung gemäß ISO 14001:2015 erfolgreich durchgeführt werden. Innerhalb der Polynt Gruppe konnte die Datenerhebung für die im Jahr 2022 eingeführte ESG (Environmental, Social and Governance) erfolgreich weitergeführt werden. Diese dient als Grundlage für den im Konzern eingeführten und umgesetzten Nachhaltigkeitsbericht. 2.2. Ertragslage Umsatz-/Erlösentwicklung 2023 wurde ein Umsatz von TEUR 45.426 erzielt, was eine Steigerung von 3,6 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Strategie, nachhaltig neue Projekte zu generieren und mit partnerschaftlich verbundenen Kunden weiter auszubauen, konnte in 2023 weiter fortgeführt werden. Diese Vorgehensweise bewährt sich weiterhin als positive und zielführende Maßnahme für das angestrebte Wachstum. Ein für den Standort signifikantes Automotivprojekt baute den prognostizierten Serienbedarf aus, so dass sich die hierdurch erzielten Mengenzuwächse positiv auf die Umsatzsituation ausgewirkt haben. In den Umsatzerlösen enthalten ist ein prozentualer Kommissionsanteil für den Vertrieb der Handelsprodukte. Hier ist ein Rückgang zu erkennen, da sich im Jahr 2023 das Marktumfeld deutlich schwieriger gestaltet hat und insgesamt hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Aufwandsentwicklung Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand durch Umsatzerlöse und Bestands-veränderung) reduzierte sich auf rund 60,1 % (i.Vj. 63 %). Sie ist nach wie vor ein wesentlicher Kostenfaktor für den Standort. Maßgeblich für die Reduzierung der Materialeinsatzquote war das sinkende Preisniveau der Rohstoffe besonders im Bereich der Glasfasern, Harze und Füllstoffe. Der Personalaufwand verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr, trotz der jährlichen Lohn- und Gehaltsanpassung, um 2 %. Dieses war dadurch bedingt, dass 3 niederländische Kollegen in eine Polyntgesellschaft im Heimatland gewechselt sind und dort auch kostenseitig geführt werden. Der sonstige Fixkostenanteil stieg im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr, blieb aber leicht unter dem Budgetwert. Ergebnisentwicklung Das Ergebnis vor Steuern lag als Resultat der oben beschriebenen Effekte bei TEUR 5.955 nach TEUR 4.270 im Vorjahr. Nach Abzug der Steuern erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 4.327 nach TEUR 2.884 im Vorjahr. 2.3. Finanz- und Vermögenslage Finanzsituation Durch die verbesserte und gute Liquiditätslage konnten wir im Jahr 2023 ein von der Muttergesellschaft kurzfristig, für die Durchführung von Investitionstätigkeiten, zur Verfügung gestelltes Darlehen innerhalb des Jahres zurückzahlen. Ebenso nimmt die Gesellschaft seit dem Jahr 2021 am Cash-Pool Verfahren des Konzerns teil. Vermögensentwicklung Das Anlagevermögen hat sich gegenüber 2022 durch Investitionen von TEUR 1.332, Abschreibungen von TEUR 957 um TEUR 373 auf TEUR 8.530 erhöht. Das gestiegene Umlaufvermögen ist im Wesentlichen bedingt durch das hohe Guthaben bei den Kreditinstituten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr leicht zu. Der Hauptbestandteil der Forderungen basiert auf längeren Zahlungszielen ausländischer Kunden. Das Geschäftsergebnis wurde bereits um alle zweifelhaften Forderungsbestände bereinigt, weitere kritische Forderungsbestände sind aus Sicht der Gesellschaft derzeit nicht auszumachen. Der Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen etwas unter dem Vorjahr. Die Lieferantenverbindlichkeiten reduzierten sich ebenso im Vergleich zum Vorjahreswert. Durch den Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 10.951 in Verbindung mit dem Gewinn des aktuellen Jahres und einer insgesamt höheren Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr veränderte sich die Eigenkapitalquote von 62,6 % auf 73,7 % zum 31. Dezember 2023. 3. Prognose, Chancen- und Risikobericht Besondere Risiken sind im Laufe des Jahres 2023 durch die volatile Wirtschaftslage entstanden und werden auch in 2024 ihre Fortsetzung finden. Kunden im Bereich der Energiewirtschaft und der Elektro-Branche konnten auf einen guten Absatzmarkt im ersten Halbjahr blicken, was sich dann auch in den Umsatzergebnissen der Gesellschaft widerspiegelte. Daneben begannen die Großunternehmen im Energiesektor mit werkstoffspezifischen Benchmarks, so dass laufende Lieferprojekte im Jahr 2024 neu ausgeschrieben werden können. Der insgesamt doch gesättigte Elektro-Markt führt alle Lieferanten somit in eine verschärfte Bewertungssituation, die mit deutlichen Preiskonfrontationen einhergeht. Zudem gehen gerade in diesem Bereich die Unternehmen aktiv mit den europäischen Forderungen des Green Deal um. Diese werden durch die Polynt Composites Germany GmbH mit ihren Entwicklungstätigkeiten unterstützt. Dazu nehmen wir auch an Projektkonsortien teil, um zukunftsfähige Re-Use und Recyclingkonzepte auszuarbeiten. Das stark nachgefragte Themenfeld "Biobasierende-SMC Materiallösungen" hat weiter an Bedeutung gewonnen. Hierunter versteht man die Betrachtung der unterschiedlichsten Produktkonzepte wie biobasierende Matrixsysteme aus der konzerninternen Produktpalette, Füllstoffe aus recycelten GFK-Abfällen oder die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen als mögliche Verstärkungskonzepte. Diese Anforderungen konnten wir im Jahr 2023 in unseren Kundenanfragen auf Prototypenebene bereits umsetzen. Eine weitere Entwicklung und industrielle Veränderung findet in der Automotiv-Industrie durch die fortschreitende E-Mobilitätsbewegung statt. Dadurch sind in 2023 insbesondere auch bei den OEM ́s strategische Maßnahmen im Bereich der Batteriesysteme und der E-Drive Aktivitäten aufgegriffen worden. Der weitere Ausbau in diesem Bereich führte auch bei unserer Gesellschaft zu einer steigenden Nachfrage. Allerdings ist die Erwartungshaltung in dieser Branche maßgeblich davon geprägt, dass die Lieferanten die notwendigen Informationen zur Potentialanalyse eigenständig erbringen. Dies bedingt höhere Entwicklungs- und Vorserienkosten für die Polynt Composites Germany GmbH. Im Gegensatz dazu konnten im Bereich der privaten Bau-Industrie und dem Maschinenbau kaum mehr Zuwächse verzeichnet werden. Dies führte in diesen Marktsegmenten zu Potentialverlusten. Auch im Jahr 2023 nahm die Polynt Composites Germany GmbH an einem IW-Zukunftspanel Benchmark des Instituts der deutschen Wirtschaft mit Sitz in Bonn teil, um die Gesellschaft zu den Zukunftsthemen einschätzen zu können. Ebenso werden durch die unterschiedlichen Branchenverbände weitere Markteinschätzungen teilweise im monatlichen Rhythmus abgefragt, um ein engmaschigeres Bild der wirtschaftlichen Situation zu erhalten. Hieraus lassen sich für die Gesellschaft die notwendigen strategische Handlungsfelder ableiten. Der IWF und die OECD gehen in Ihren letzten Voraussagen für die Weltwirtschaft für das Jahr 2024 von einem Wachstum von 2,9 % (IWF) und 2,7 % (OECD) aus. Für den Euroraum prognostizieren Sie dabei ein Wachstum von 1,2 % (IWF) und 1,1 % (OECD) und die Voraussage für Deutschland liegt jeweils bei einem Anstieg von 0,9 %. Dabei deutet sich zunehmend an, dass die Weltwirtschaft vor einer längeren Phase unterdurchschnittlichen Wachstums steht. Die mittelfristigen Aussichten für das Wirtschaftswachstum sind so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Länder mit mittlerem und niedrigem Einkommen sind relativ stärker betroffen mit der Folge, dass der Aufholprozess zu einem höheren Lebensstandard langsamer als zuvor verläuft. Risiken bestehen dadurch, dass sich der Krieg in der Ukraine und der Nahost-Konflikt verschärfen könnten und die Preise für Lebensmittel und Brennstoffe weiter in die Höhe treiben. Der jüngste Anstieg der Rohstoffpreise könnte sich fortsetzen und zu einer erneuten Krise der Lebenshaltungskosten und in der Rohstoffversorgung führen. Da die Reallöhne in vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie liegen, könnte es dort, wo die Arbeitsmärkte angespannt sind, Spielraum für eine Erholung der Realeinkommen geben. Sollte dies der Fall sein, würde dies einen Aufwärtsdruck auf die Inflation ausüben, sofern sich die Gewinnmargen der Unternehmen nicht entsprechend verringern. Daher werden wir im Jahr 2024 einen erhöhten Fokus auf die Rohstoffe bezüglich deren Beschaffung, Herkunft und Unbedenklichkeit richten, welcher in Abwägung der Preissituation ausbalanciert werden muss. Insgesamt werden die Anstrengungen erhöht werden, die Prozesse weiter effizient zu gestalten, um dem Kostendruck stand halten zu können. Damit einhergehend ist geplant, die Produktionsmengen weiter auszubauen, Kampagnenfertigungen zu forcieren und die internen Kosten zu optimieren. Unser Ziel ist es, bezüglich der Umsatzerlöse und des Ergebnisses nach Steuern in 2024 ein ähnliches Niveau wie in diesem Geschäftsjahr zu erreichen.
Miehlen, den 21 März 2024 Polynt Composites Germany GmbH gez. Nicole Stöß Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die Firma Polynt Composites Germany GmbH mit Sitz in Miehlen ist beim Amtsgericht Koblenz unter der Nummer HRB 20782 im Handelsregister eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens beibehalten. Die Polynt Composites Germany GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Rechtsfolgen der Merkmale für große Gesellschaften treten im Berichtsjahr noch nicht ein. Größenabhängige Erleichterungen des § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer von Software wird mit drei bis fünf Jahren und die von Lizenzen mit fünf Jahren veranschlagt und linear abgeschrieben. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Entwicklungskosten werden nicht aktiviert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern für die wesentlichen Sachanlagen betragen:
Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert. Fertige Erzeugnisse und Waren sind zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten auf der Basis auftragsbezogener Rezepturen unter der Anwendung der Durchschnittsmethode bewertet. In die Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigung- und Materialgemeinkosten einbezogen. Für die in den Vorräten liegenden Abverkaufsrisiken wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird mit der Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Im Geschäftsjahr wurde für die Bildung der Pauschalwertberichtigung ein Prozentsatz von 1 % (i. Vj. 1%) berücksichtigt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Betrachtung notwendig ist, und entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Für die bestehende Pensionsverpflichtung erfolgte unverändert zum Vorjahr die Bewertung auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method). Dabei wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß von 1,83 % (i. Vj. 1,78 %) sowie eine Inflationsrate und eine Rentenanpassung von 2,3 % (i. Vj 2,3 %) zugrunde gelegt. Die Rückstellung wurde gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der letzten zehn Jahre abgezinst. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB aus der Umbewertung der Pensionsrückstellung beträgt EUR 4.642. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Anlage (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und dem Cash Pool. 3. Latente Steuern Gemäß § 274 Abs. 1 HGB hat die Gesellschaft ein Wahlrecht, aufgrund der zeitlichen Buchungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz, die insbesondere im Anlagevermögen auftreten, aktive latente Steuern anzusetzen. Die Gesellschaft hat das Ansatzwahlrecht nicht ausgeübt. 4. Eigenkapital Mit Gesellschafterbeschluss vom 03. April 2023 ist beschlossen worden, den Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von TEUR 2.884 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Das Eigenkapital hat sich im Jahr 2023 somit wie folgt entwickelt:
Gemäß § 253 Abs. 6 HGB unterliegt ein Betrag aus der Bewertungsänderung bei der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 21) einer Ausschüttungssperre. 5. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Kundenboni und Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere für Prämien und Boni an Mitarbeiter. 6. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter (verbundenes Unternehmen) in Höhe von TEUR 111 (i. Vj. TEUR 521) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und betragen TEUR 970 (i. Vj. TEUR 658). Die Gesellschaft hat 4 (i. Vj. vier) Altersteilzeitvereinbarungen zum 31. Dezember 2023. Die Aufwendungen für einen Erfüllungsrückstand hat die Gesellschaft insolvenzfest abgesichert. Der Erfüllungsrückstand für vier Altersteilzeitverträge der Arbeitnehmer wurde einem Treuhänder ausbezahlt und entsprechend hat die Gesellschaft in ihrer Bilanz zum 31. Dezember 2023 eine Forderung gegen einen Treuhänder in Höhe von TEUR 184 (i. Vj. TEUR 160) mit der korrespondierenden Verpflichtung in gleicher Höhe gegenüber dem Arbeitnehmer saldiert. Des Weiteren bietet die Gesellschaft ihren Arbeitnehmern an, in bestimmtem Umfang den Gegenwert von erbrachten Arbeitsleistungen in Langzeitkonten einzubringen und so Ansprüche auf Arbeitsentgelt für Zeiten einer Freistellung von der Arbeitsleistung im Rahmen von Wertguthaben aufzubauen. Die Gesellschaft hat die Wertkontenansprüche ihrer Mitarbeiter rückgedeckt und insolvenzfest abgesichert. Entsprechend hat die Gesellschaft Wertguthaben der Arbeitnehmer einem Treuhänder ausbezahlt und somit wird zum 31. Dezember 2023 eine Forderung gegen den Treuhänder in Höhe von TEUR 403 (i. Vj. TEUR 196) mit der in gleicher Höhe gebildeten Verpflichtung gegenüber dem Arbeitnehmer saldiert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 12 (i. Vj. TEUR 6). 2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 7 (i. Vj. TEUR 7) im Zusammenhang mit den Zuführungen zu der Pensionsrückstellung enthalten. 3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 91 (i. Vj. TEUR 132) enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen An Verpflichtungen aus operativen Miet- und Leasingverträgen werden in den folgenden Geschäftsjahren TEUR 405 fällig, davon TEUR 191 im Jahr 2024. 2. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter inklusive Geschäftsführer und 5 Auszubildender im Geschäftsjahr betrug:
3. Geschäftsführung und Aufsichtsrat Geschäftsführerin der Polynt Composites Germany GmbH im Geschäftsjahr 2023 war
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023 ein Aufsichtsrat bestellt, dem folgende Herren angehören:
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit keine Vergütung vonseiten der Gesellschaft. 4. Beziehungen zu Mutterunternehmen und Konzernabschluss Zum 31. Dezember 2023 ist die POLYNT S.p.A., Scanzorosciate/Italien, alleiniger Gesellschafter der Polynt Composites Germany GmbH und stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Oberste Konzerngesellschaft ist die Speciality Chemicals International Ltd., London/Großbritannien, die den Konzernabschluss für den größten Kreis aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Die Konzernabschlüsse sind jeweils am Sitz der Gesellschaften in Scanzorosciate und London erhältlich. 5. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres bis zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses 2023 sind mit Ausnahme der im Lagebericht beschriebenen allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen keine besonderen Ereignisse eingetreten, die eine Auswirkung auf die Bilanz- oder Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2023 hätten haben können. 6. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr auf neue Rechnung vorzutragen.
Miehlen, den 21. März 2024 Polynt Composites Germany GmbH gez. Nicole Stöß - Geschäftsführung - Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigenAbschlussprüfers An die Polynt Composites Germany GmbH, Miehlen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Polynt Composites Germany GmbH, Miehlen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Polynt Composites Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 22. März 2024 NICON
GmbH
gez. Nickel, Wirtschaftsprüfer gez. Langhoff, Wirtschaftsprüfer Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 4.327.055,05 EUR wird in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der Jahresabschluss wurde im Umlaufverfahren am 22.03.2024 und 04.04.2024 festgestellt. |
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