Flaregames GmbH
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Flaregames GmbHKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr 20161. Grundlagen der GesellschaftDie Flaregames GmbH ("flaregames") ist Entwickler und Publisher von Spielen für mobile Endgeräte (Mobiltelefone, Tablets) mit Sitz in Karlsruhe, flaregames unterhält Beziehungen zu Entwicklungsstudios weltweit. flaregames fokussiert sich im Kern auf Strategie- und Rollenspiele mit tiefen Spieleinhalten und begeistert Spieler auf der ganzen Welt mit Spielen wie z.B. Royal Revolt 2, Nonstop Knight und Zombie Gunship Survival, flaregames erreicht die Spieler-Communities weltweit durch die Veröffentlichung der Spiele auf den App-Plattformen von Apple (iOs), Google (Android) und Microsoft (Windows Phone/Store) sowie auf Facebook (FB Canvas). Insbesondere in Asien vergibt flaregames Sub-Lizenzen, um die dort weiter fragmentierte Spielerbasis zu erreichen. Alle Spiele von flaregames sind kostenlos zugänglich (free-to-play); der Umsatz ergibt sich hauptsächlich aus In-App-Verkäufen und Werbeeinnahmen in den Spielen. flaregames verfolgt einen Portfolio-Ansatz, um den finanziell zu erwartenden Erfolg zu optimieren bei einer gleichzeitig engen Kontrolle potentieller Risiken durch Diversifikation, flaregames verfolgt sowohl während der Entwicklungszeit als auch während des Betriebs eines Spiels einen stringenten Produktionsprozess, um erforderliche Budgets und Zeitperioden aktiv zu managen. Durch die Ausweitung der Entwicklung von Spielen in Kooperation mit Drittentwicklern wurde eine Anpassung des Produktions-Frameworks, in Weiterentwicklung von Software- Entwicklungsprozessen, durchgeführt. Durch diese Anpassung sollen der finanzielle Einsatz gesenkt, das Risiko von Fehlentwicklungen minimiert sowie die Entwicklungszeit bis zur Veröffentlichung im Schnitt verkürzt werden. Im Zuge dessen wurden auch die bisherigen Bestandsspiele, insbesondere aber die bereits laufenden Spieleentwicklungen einer internen Neueinschätzung unterzogen, die zukünftigen Cash-flow-Rückflüsse aus den unterschiedlichen Spielen neu bewertet und ggf. die Einstellung des Vertriebs bzw. der Weiterentwicklung beschlossen. Die hieraus folgenden Restbuchwertabgänge und Abschreibungen hatten maßgeblichen Einfluss auf das Geschäftsjahresergebnis. Neben der Arbeit an den jeweiligen Spielen entwickelt flaregames intern auch kontinuierlich die proprietäre Publishing-Plattform weiter. Diese Plattform sichert die Kontinuität und hohe Qualität der notwendigen Publishing-Services im Betrieb der Spiele. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der globale Spielemarkt in 2016 wird auf ein Gesamtumsatzvolumen von US$ 101,1 Mrd. geschätzt, wobei der Mobile Spiele Markt ca. 38 % ausmacht (Quelle: Newzoo, 2017 Global Games Market Report). Mit einem prognostizierten durchschnittlichen jährlichen Wachstum in den Jahren 2016 bis 2020 von ca. 13,7 % wird erwartet, dass der Mobile Spiele Markt deutlich schneller wächst als der Gesamtspielemarkt (6,2 %). Damit liegt das Tätigkeitsfeld der flaregames in einem sehr wachstumsstarken Marktsegment. Durch diese Marktwachstumsprognosen des Mobile Spiele Marktes werden monatlich eine Vielzahl neuer Spieleveröffentlichungen getriggert. Darüber hinaus werden durch eine größere Anzahl an Mitbewerbern die notwendigen Marketingkosten zur Veröffentlichung von Spielen auf dem Mobilen Spiele Markt tendenziell größer. Dieser Kostendruck auf der Marketingseite erfordert eine Sophistizierung bei der Auswahl und Nutzung der jeweils besten Marketingkanäle. 2.2. Geschäftsverlauf Ein wichtiger Fokus der Gesellschaft lag in diesem Jahr auf der Ergänzung des Spiele-Portfolios und der dann folgenden Weiterentwicklung der Portfoliospiele. Hierzu wurden aktiv mehr als 200 Spielekonzepte gesichtet, von denen schlussendlich im Laufe des Jahres 2016 fünf zum aktiv verfolgten Portfolio hinzugefügt wurden. Bei der Auswahl des Spiele-Portfolios wird insbesondere auch dem großen Wettbewerb Rechnung getragen und besonderes Augenmerk auf innovative Spielideen und hohe Zielproduktionsqualität gelegt, um sich von Wettbewerbern zu differenzieren. Im Mai und Juni 2016 veröffentlichte flaregames erfolgreich die neuen Spiele Olympus Rising und Nonstop Knight auf den globale App-Plattformen von Apple und Google. Olympus Rising ist hierbei eine Entwicklung des Schwesterunternehmens Keen Flare GmbH (Frankfurt, Deutschland) und Nonstop Knight eine Entwicklung des assoziierten Unternehmens Kopla Games Oy (Tampere, Finnland). Beide Spiele erhielten große Anerkennung durch Partner und Spieler und generierten signifikante Umsätze im verbleibenden Jahr 2016. Olympus Rising wurde zusätzlich im Oktober 2016 auf der globalen App-Plattform von Microsoft (Windows Phone/Store) veröffentlicht. Im Dezember wurde durch einen Sub-Lizenznehmer das Spiel Nonstop Knight auf Android-Plattformen in China veröffentlicht. Darüber hinaus lag ein Schwerpunkt in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der neuen und der Bestandsspiele und in deren Live-Betrieb. Parallel zur Erweiterung des Spieleportfolios wurde die notwendige Publishing Plattform weiterentwickelt und an die neuen Anforderungen angepasst bei gleichzeitigem Sicherstellen einer zukünftigen Skalierbarkeit. Im Juni 2016 hat flaregames auf Basis eines direkten Investments (<50%) der Muttergesellschaft flaregames Holding GmbH die im Jahr 2015 begonnene Geschäftsbeziehung mit Kopla Games Oy weiter intensiviert. 2.3. Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung)
Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr 2016 auf T€ 18.821 und liegen damit ca. 63 % über denen des Vorjahrs mit T€ 11.567. Hierbei erwirtschafteten die Bestandsspiele Royal Revolt 2 und Evoker sowie die 2016 neu herausgegebenen Spiele Olympus Rising und Nonstop Knight den Großteil der Erlöse. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte flaregames ca. 89 (Vorjahr 91) Mitarbeiter. Der Personalaufwand ist entsprechend von im Vorjahr T€ 5.111 leicht auf T€ 4.762 gesunken. Im gestiegenen Materialaufwand von T€ 19.023 (Vorjahr T€ 15.057) ist insbesondere die Ausweitung der Entwicklung von Spielen mit Third-Party Entwicklern reflektiert. Die Abschreibungen des Berichtsjahres in Höhe von T€ 8.384 umfassen neben planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (T€ 3.115; Vorjahr: T€ 1.336) auch außerplanmäßige Abschreibungen (im Wesentlichen auf immaterielle Vermögensgegenstände) in Höhe von T€ 4.231. Letztere sind maßgeblich bedingt durch die Neubewertung der zu erwartenden Umsatzrealisierung bzw. der hieraus voraussichtlich erzielbaren Cash-flows sowohl der Bestands- und der neuen Spiele als auch der noch nicht fertig entwickelten Spiele, die teilweise nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Wesentlicher Posten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist mit T€ 8.919 die Restbuchwertausbuchung eingestellter Spieleentwicklungen, die keine Aussicht auf zukünftige Umsatzrealisierungen und die Erzielung positiver Cash-flows mehr haben. Insgesamt ist so im Berichtsjahr ein Fehlbetrag in Höhe von T€ 10.637 eingetreten, nachdem im Vorjahr ein Überschuss in Höhe von T€ 645 erzielt werden konnte. 2.4. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2016 auf T€ 33.079 (Vorjahr: € 25.696). Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von T€ 5.869 im Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2016 auf T€ 16.506 maßgeblich durch die außerplanmäßigen Abschreibungen und Restbuchwertabgänge erhöht. Bilanz (Kurzfassung)
Das Anlagevermögen, das hauptsächlich aus selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen besteht, hat sich im Berichtsjahr von im Vorjahr T€ 16.636 auf T€ 13.491 verringert. Zugängen von T€ 13.121 (davon aktivierte Eigenleistungen aus der Erstellung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände T€ 12.694) stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 3.115, außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 4.231 sowie Restbuchwertabgänge in Höhe von T€ 8.919 gegenüber. Das Umlaufvermögen, das hauptsächlich aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen besteht, hat sich im Berichtsjahr von im Vorjahr T€ 3.071 auf T€ 2.923 verringert. Auf der Passivseite sind insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf T€ 2.703 (Vorjahr: T€ 1.292) und gegenüber verbundenen Unternehmen auf T€ 27.737 (Vorjahr: T€ 23.661) angestiegen. 2.5. Finanzlage Die Entwicklung der liquiden Mittel der Gesellschaft spiegelt die Investitionstätigkeit in das bestehende und zukünftige Spieleportfolio von flaregames sowie weitere Investitionen in Sachanlagevermögen wider. Die notwendigen Mittel hierzu wurden seitens der Muttergesellschaft über Gesellschafterdarlehen bzw. über externe Fremdkapitalfinanzierung bei einem deutschen Kreditinstitut bereitgestellt. Insgesamt war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Berichtszeitraum zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die nachstehende verkürzte Kapitalflussrechnung stellt den Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit der Gesellschaft und die sich daraus ergebende Veränderung des Finanzmittelbestands dar. Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)
3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht3.1. Chancen Portfolio - Das Portfolio von flaregames beinhaltet eine Bandbreite an Spielen, die das Potenzial haben, signifikante globale Erfolge zu werden. Personal - Durch den gezielten Aufbau von erfahrenem Personal in den Bereichen Produkt, Marketing und Operations konnte die flaregames wichtiges Industriewissen vereinen und wird zukünftig hiervon profitieren können. Darüber hinaus wurde die Skalierungsfähigkeit der Organisation durch gezielt eingegangene Beziehungen zu Service-Outsourcing Partnern verbessert. Neue Vertriebswege - Im Geschäftsjahr ging flaregames Publishing- und Marketing-Partnerschaften mit Gesellschaften in Asien ein, um die Marktabdeckung erfolgreicher Titel zu erweitern. Die Kenntnisse aus diesen Partnerschaften sollen künftig auf neue Titel übertragen werden, so dass das globale Marktpotenzial der Spiele ausgeschöpft werden kann. Darüber hinaus ist eine Erweiterung des Portfolios an Distributionsplattformen geplant, um insbesondere Zugang zu weiteren Nutzern in Asien zu gewinnen. 3.2. Risiken Markt- und Wettbewerbsrisiken - Der Markt für Mobile Spiele ist ein rasant wachsender und sich verändernder Markt, der einen verschärften Wettbewerb mit sich bringt. Dies erhöht den Druck zu qualitativ hochwertigen Spielen und damit verbundenen steigenden Entwicklungskosten. Darüber hinaus kann sich ein hoher Wettbewerb negativ auf die vom einzelnen Spiel erzielbaren Umsätze und notwendigen Marketingkosten auswirken. Durch die Abhängigkeit von der Vermarktung der Spiele auf den mobilen App-Plattformen von Apple, Google und Microsoft besteht eine Abhängigkeit von diesen Geschäftspartnern und deren Fähigkeit, die Plattformen für die Spieler weltweit attraktiv zu halten. Eine sich verringernde Reichweite einzelner Plattformen könnte zu einer größeren Fragmentierung der Vertriebskanäle und damit potenziell zu höheren Vertriebskosten führen. Auch könnte eine Änderung der Geschäftsbedingungen der App-Plattformen Nachteile für flaregames mit sich bringen. flaregames wird weiterhin die Marktveränderungen und Trends beobachten und dynamisch in der Entwicklung und Vermarktung der Spiele reagieren. Arbeitsmarkt - Durch die globale Ausrichtung des Geschäfts steht flaregames im globalen Wettbewerb mit Entwicklern und Publishern weltweit und es könnte im Recruiting-Bereich zu einem zunehmenden Mangel an ausreichend qualifiziertem Personal kommen, flaregames begegnet diesem Risiko durch Schaffung eines attraktiven Arbeitsumfeldes sowie durch gezielte Recruiting-Maßnahmen. Entwicklungsrisiken - Die von flaregames im aktiven Portfolio gemanagten Spiele unterliegen alle dem Risiko, dass Investitionen in Entwicklung (vor globaler Veröffentlichung) und Live-Betrieb (nach globaler Veröffentlichung) nicht durch spätere Umsätze zurückverdient werden, flaregames verfolgt einen stringenten Entwicklungsprozess mit kontinuierlicher paralleler Marktvalidierung, um diesem Risiko entgegenzutreten. Abhängigkeit von einzelnen Titeln - Durch die Konzentration des monetären Erfolges von Mobile-Spielen auf eine insgesamt kleine Anzahl von erfolgreichen Developern und Publishern besteht das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen sehr erfolgreichen Titeln. Im Geschäftsjahr 2016 hat flaregames weitere Titel unterzeichnet, um dieser Abhängigkeit entgegenzuwirken. Rechtliche Risiken - Durch die globale Natur der Industrie ist flaregames mittelbar von rechtlichen Initiativen einzelner Länder und vom Verhalten der anderen Akteure in dieser Industrie abhängig. Dies könnte möglicherweise zu Einschränkungen in den Veröffentlichungskanälen führen, flaregames beobachtet diese Entwicklungen in der Industrie genau und wird bei gegebenem Anlass mit Gegenmaßnahmen hierzu reagieren. Gesamteinschätzung - Die Gesellschaft sieht sich gut aufgestellt, die bestehenden Risiken ausreichend zeitnah zu erkennen und möglichen negativen Auswirkungen entgegenzuwirken. Wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken bestehen nach Einschätzung von flaregames nicht, solange die Muttergesellschaft der flaregames, flaregames Holding GmbH bzw. ab September 2017 Platin 1409. GmbH willens und in der Lage ist, neuerliche planmäßige Verluste der Gesellschaft sowie das weitere Unternehmenswachstum über umfangreiche Gesellschafterdarlehen zu finanzieren und die Liquidität sicherzustellen. 3.3. Prognose Grundannahme der aktuellen Planung und Prognose ist, dass flaregames ein kontinuierliches Marktwachstum für den globalen Markt für Computerspiele, die auf mobilen Endgeräten gespielt werden, erwartet. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Bereitschaft für Spielinhalte zu zahlen insbesondere in den stark wachsenden BRIC-Ländern ansteigen wird. Der Trend des ansteigenden Wettbewerbs durch eine ebenso wachsende Anzahl an Entwicklern wird nachhaltig bestehen bleiben. Allerdings werden die Eintrittsbarrieren für kleinere reine Entwicklungsstudios durch die weiter fortschreitende Etablierung großer MobileSpieleherstellermarken und durch die weiter ansteigenden notwendigen Marketingaufwendungen zur erfolgreichen Veröffentlichung größer. Für das Jahr 2017 erwarten wir durch die globale Veröffentlichung weiterer Spiele und den kontinuierlichen Betrieb unserer Bestandsspiele ein Gesamtumsatzwachstum von größer 25 % gegenüber dem Jahr 2016. Ein Anstieg der Akquisitions-Kosten zum Erreichen neuer Kunden ist im Zusammenhang mit den erwarteten Spiel-Releases zu erwarten. Im Geschäftsjahr 2017 wird flaregames eine Erweiterung des aktiv verfolgten Spieleportfolios anstreben. Dadurch wird auch in den Folgejahren ein Wachstum deutlich über dem des Gesamtmarktes erzielbar sein. Generell wird mit einem Anstieg der notwendigen Entwicklungskosten für global konkurrenzfähige Spiele gerechnet. Die im Lagebericht getroffenen Aussagen zur Entwicklung der Gesellschaft reflektieren Informationen, die zum Zeitpunkt der Erstellung bekannt sind. Abweichende Entwicklungen sowie eintretende Risiken und Chancen während des Geschäftsjahres 2017 können das Betriebsergebnis beeinflussen.
Karlsruhe, den 22. Dezember 2017 Klaas Kersting, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2016Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016
Anhang für das Geschäftsjahr 2016Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Flaregames GmbH, Karlsruhe, wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 13./18. Oktober 2010 gegründet und ist unter der Nummer HR B 710752 in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und unter Berücksichtigung des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt, soweit nicht die durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) geänderten Vorschriften zur Rechnungslegung zwingend Abweichungen zur Folge hatten. Aufgrund der weiter gefassten neuen Definition der Umsatzerlöse ist es neben einer Ausweitung der Umsatzerlöse in der Folge auch zu einem erweiterten Begriffsverständnis des Materialaufwandes. Zur besseren Vergleichbarkeit im Zeitablauf wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Dies hat auf zu folgenden Änderungen geführt:
Bei der Ausweisänderung handelt es sich im Wesentlichen mit T€ 3.183 um Kosten der User Akquise, mit T€ 2.878 um Paymentkosten, mit T€ 624 um Rechenzentrumskosten, mit T€ 274 um Lizenzkosten und mit T€ 224 um Miet- und Mietnebenkosten. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeIn Anbetracht der bestehenden Gesellschafterdarlehen, die die bisherigen Verluste sowie das für die Zukunft geplante weitere Unternehmenswachstum finanzieren und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherstellen, sowie den unverändert positiven Zukunftserwartungen erfolgt die Bilanzierung und Bewertung im Jahresabschluss nach wie vor unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten. Das handelsrechtliche Saldierungsverbot gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurde beachtet. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es wurde unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips bewertet, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden unter Anwendung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB in der Bilanz aktiviert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt. Die einzelnen Positionen der Bilanz wurden wie folgt bewertet: Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Herstellungskosten angesetzt, welche einen angemessenen Teil der Kosten der allgemeinen Verwaltung beinhalten. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter (Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 netto) werden in einen Jahressammelposten eingestellt und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter unter € 150,00 werden sofort als Aufwand erfasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Soweit erforderlich, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungen wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen ungewissen Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag gebildet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt und, soweit nicht verzinst, bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abgezinst. Angaben zur BilanzDie Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Geschäftsjahresabschreibung ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2016 aufgewendeten Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf T€ 12.694. Dieser Betrag entfällt in voller Höhe auf Entwicklungskosten für Spiele, die als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert wurden. Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Aufgrund der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von € 12.665.530 (Vorjahr: T€ 15.318). Die sonstigen Rückstellungen des Geschäftsjahres wurden für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses gebildet; sie betragen EUR 17.000. Die Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag die folgenden Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch die Abtretung von Außenständen gegen die Betreiber der Smartphone-App-Plattformen besichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 27.504.417 (Vorjahr: T€ 23.485) sowie darüber hinaus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber anderen verbundenen Unternehmen in Höhe von € 232.257 (Vorjahr: T€ 176) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 77.504 (Vorjahr: T€ 70). Passive latente Steuern ergeben sich grundsätzlich aus der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (per 31. Dezember 2016: T€ 12.666). Aktive latente Steuern können im Zusammenhang mit steuerlichen Verlustvorträgen gebildet werden. Die festgestellten steuerlichen Verluste betragen per 31. Dezember 2015 für die Körperschaftsteuer T€ 20.061 und für die Gewerbesteuer T€ 19.954. Die steuerlichen Verluste erhöhen sich im Geschäftsjahr 2016 um weitere T€ 7.964 (Körperschaftsteuer) bzw. T€ 7.870 (Gewerbesteuer). Unter Anwendung des unternehmensindividuellen Steuersatzes von 30,875% ergibt sich bei Gesamtdifferenzbetrachtung ein Aktivüberhang der latenten Steuern. In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB unterbleibt in der Bilanz ein Ausweis aktiver latenter Steuern. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 0 (Vorjahr: T€ 2) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 44.623 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von € 129.154 (Vorjahr: T€ 86) enthalten. Als Geschäftsvorfälle von außergewöhnlicher Bedeutung und/oder Größenordnung sind die Kündigung zweier Verträge zur gemeinsamen Weiterentwicklung von Spielen und in diesem Zusammenhang die Ausbuchung der bislang aktivierten Entwicklungskosten von T€ 4.845 bei gleichzeitiger Einbuchung von vertraglich vereinbarten Erstattungsansprüchen mit vorsichtig geschätzten Beträgen von zusammen T€ 562 zu nennen. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von T€ 2.234 aus zwei Mietverträgen mit 8- bzw. 3-jähriger Restlaufzeit. Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr durchschnittlich 88,5 Mitarbeiter (Vorjahr: 90,75). Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Klaas Kersting (Kaufmann), Karlsruhe. Da nur ein Geschäftsführer bestellt ist, wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Als Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind der erfolgreiche Launch der beiden neuen Spiele Zombie Gunship Survival und Nonstop Chuck Norris zu nennen. Im Juni 2017 hat flaregames Holding GmbH ein weiteres direktes Investment in Kopla Games Oy vorgenommen und damit die Mehrheit an der finnischen Gesellschaft übernommen. Im September 2017 wurde über das Vermögen der ehemaligen Muttergesellschaft, flaregames Holding GmbH, ein Insolvenzverfahren eröffnet. Im Zuge der Verwertung der Vermögensgegenstände der flaregames Holding GmbH wurden u.a. die Beteiligung der flaregames Holding GmbH an der flaregames GmbH sowie die Forderungen der flaregames Holding GmbH gegenüber der flaregames GmbH an die Holdinggesellschaft Platin 1409. GmbH veräußert. Platin 1409. GmbH tritt hiermit umfänglich in die Rolle des Kapitalgebers an die flaregames GmbH ein, um die hier aufgestellte Geschäftsplanung umsetzen zu können. Es ist daher auch im Jahr 2017 nicht mit Liquiditätsengpässen zu rechnen. Ansonsten sind seit dem 31. Dezember 2016 keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen erwartet wird, dass sie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen.
Karlsruhe, den 22. Dezember 2017 Klaas Kersting, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2016
In den Abschreibungen des Geschäftsjahres sind außerplanmäßige Abschreibungen auf selbst- geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von € 4.231.504 enthalten, die in Folge von Neueinschätzungen zu den zukünftig erzielbaren Cashflows aus den einzelnen Spielen vorzunehmen waren. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 201der Flaregames GmbH, KarlsruheWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Flaregames GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Überzeugung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Flaregames GmbH, Karlsruhe. Der Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften, steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken ist darauf hinzuweisen, dass die Finanzierung der bislang aufgelaufenen Verluste sowie des geplanten weiteren Unternehmenswachstums von der Beibehaltung der gewährten und ggf. der Gewährung weiterer Gesellschafterdarlehen abhängig ist, um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen. Wir verweisen insoweit auf die Darstellung der Geschäftsführung im Lagebericht unter der Überschrift 3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht - 3.1. Risiken - Gesamteinschätzung.
Neu-Isenburg, 22. Dezember 2017 HRB
Treuhand GmbH
Schulter, Wirtschaftsprüfer Ludwig, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses und Beschluss über die ErgebnisverwendungDie Gesellschafterversammlung hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 in ihrer Sitzung am 28. Dezember 2017 festgestellt und beschlossen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von € 10.637.391,44 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von € 5.914.063,17, insgesamt € 16.551.454,61 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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