Beteiligungsgesellschaften
MAGELLAN Maritime Services GmbHLiquidiert
20095 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carsten Jans seit 3.4.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAGELLAN Maritime Service GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Lagebericht zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.20121. Tätigkeit der GesellschaftDer Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der im Jahr 1995 gegründeten Magellan Maritime Services GmbH (kurz: MAGELLAN) liegt im An- und Verkauf von neuen, zunehmend auch gebrauchten Seefrachtcontainern und deren Verwaltung für private und gewerbliche Investoren; ihre Geschäftstätigkeit entfaltet die Gesellschaft dabei ohne einen Gruppen- oder Konzernhintergrund allein mit den Mitteln und der Ausstattung als verbundunabhängiges Mittelstandsunternehmen. Die Tätigkeit umfasst ein mit Dritten in teilweise längerjährigen Vertragsverhältnissen eingebundenes, umfangreiches Container-Vermietgeschäft mit international agierenden Linienreedereien, die Container und Containerzubehör weltweit von MAGELLAN anmieten. Folgerichtig werden mit den Umsatzerlösen sowohl solche aus Containerverkäufen ausgewiesen, für die im Materialaufwand ein wesentlicher Teilbetrag als Einkaufsaufwand zum Ausweis kommt, als auch die Mieterlöse aus der Vermarktung der von den Investoren geleasten Containern, mit deren Nutzung ein nennenswerter Anmietungsaufwand als Leistungsbezug von Dritten in der jährlichen Erfolgsrechnung verbunden ist. Die Linienreedereien werden nach bestimmten Sicherheitskriterien ausgewählt, wobei von MAGELLAN die zur Verfügung gestellten Container kontingentweise festgelegt werden. Der in diesem Zusammenhang kundenseitig abgeschlossene, feste Mietvertrag regelt im Einzelnen die Konditionen der Zurverfügungstellung der Container sowie die Mietbedingungen, wobei diese Konditionen in der Regel allein durch den Weltmarkt vorgegeben werden. Die MAGELLAN erarbeitet auf der Basis dieses Mietvertrages mit Reedereien auf der Ausgangsumsatzseite ein verbindliches Angebot zur Beschaffungsseite über Kaufpreis und über zukünftige Garantiemieten für den einzelnen Investor als Leasinggeber, über deren Gesamtheit die Gesellschaft in einer vertraglich mehrjährigen Bindung den Containerkapazitäten-Bedarf für das Vermietgeschäft zu einem großen Anteil refinanziert. Mit Zustandekommen eines kombinierten Kauf- und Verwaltungsvertrages veräußert die MAGELLAN die i.W. von den Herstellern direkt beschafften Neu-Container an einzelne Investoren und verpflichtet sich zugleich zur Zahlung der für die Rücküberlassung vereinbarten, rglm. vierteljährlich zu leistenden Raten. Im Hinblick auf einen stets lieferfähig vorgehaltenen Poolbestand an (auch zunehmend eigenen) Containern gelingt es der MAGELLAN regelmäßig auch in saisonal nachfragestärkeren Monaten eines Jahres, diese Spitzen an Direktinvestment-Nachfragen abzudecken. Mit dem Einsetzen von Container-Rückläufen, die aus den MAGELLAN-Investments der Vorjahre 2006/2007 verstärkt ab 2012 stattfanden, wird der Geschäftsbereich Gebrauchtcontainer mit größer werdendem Anteil neben denjenigen des Neu-Equipments treten. MAGELLAN entschied sich, den Umfang dieser Rückkauf-Container (als sog. "2. Generation"/"F2") in sich anschließende, rglm. nochmals mittelfristige Carrier-Vermietungen zu bringen bzw. deren Finanzierung durch sog. "F2"-Investoren und daran anschließende Verwaltung zu ermöglichen, um zunächst die Anzahl der in 2012 zurückgeführten Container aus auslaufenden Miet- und Verwaltungsverträgen ohne beidseitige Anschlussbindung zu begrenzen. Das vorrangige Ziel auf Basis des sich zwischenzeitlich seit 2012 eingependelten Altersmixes des Neu-/Gebraucht-Equipments ist inzwischen, alle in 2013 zurückgeführten Container nicht erneut an Investoren als Gebrauchtcontainer-Investment ("F2") anzubieten, sondern - aufgrund der in 2007/2008 äusserst günstigen Beschaffungskosten als noch maßgebliche Kalkulationsgröße - diese Container lediglich für eigene Rechnung an die Reedereien durch Mietzeitverlängerung in Beschäftigung zu halten und somit zu einer weiteren Ergebnisverbesserung des Unternehmens beizutragen. 2. GeschäftsverlaufDie führenden Containerproduzenten waren sich - erwartungsgemäß - wieder einmal einig. Die Preisschraube wurde zwar im 2. Quartal 2012 kräftig angezogen, erreichte aber nicht das befürchtete Allzeithoch aus 2010. Zudem wurden die Herstellungskapazitäten kurz gehalten, d.h. die Hersteller produzierten auch weiterhin weitestgehend mit einem 1-Schicht-System. Neuesten Zahlen zufolge rechneten die Produzenten in diesem Jahr mit Neubauten von lediglich ca. 2,6 Mio. TEU (im 1.Halbjahr 1,6 Mio. TEU), bei einer maximal verfügbaren Gesamtkapazität von annähernd 5,5 Mio. TEU. Zum Teil steigende Rohstoffkosten, insbesondere aber steigende Lohnkosten für Arbeiter machen das Leben der Hersteller nicht leicht; deren Orderbücher erfuhren seit September 2012 einen signifikanten Rückgang. Dies ist jedoch nicht ungewöhnlich nach Beendigung der Hochsaison in der Containerschifffahrt im Herbst des Jahres. Hinzu kam, dass sowohl Linienreedereien als auch Containervermieter im vergangenen Jahr 2011 30 Prozent weniger Altcontainer in den handelnden Gebrauchtmarkt disponiert haben, was zu einem Engpass in diesem Segment geführt hat und die Preise im Zweitmarkt nach oben katapultieren ließ. Dieser Trend hielt in 2012 unvermindert an. MAGELLAN hatte sich vorausschauend rechtzeitig über die Jahreswende 2011/12 Produktionskapazitäten und günstige Einkaufspreise gesichert. Einhergehend mit der Durchsetzung und Sicherung global verbesserter Vertriebskosten- und Herstellerkonditionen sowie günstiger Zwischenfinanzierungen ausländischer Finanzierer, war das Unternehmen in der Lage, durchgehend attraktive Konditionen beim Verkauf der Container gegenüber Investoren anbieten zu können - was eine relativ hohe Nachfrage der Investoren zufolge hatte - und sicherte sich über die damit verbundene Anmietung seitens MAGELLAN zugleich sein weiteres, nicht unerhebliches Wachstum ab. Die Linienreedereien waren zu Beginn des Jahres 2012 äußerst zögerlich, da sich Unsicherheit in Bezug auf die weitere Entwicklung breit machte. Der Druck auf die Frachtraten, die Auslastung der in Fahrt befindlichen und immer größer werdenden Tonnage, die steigenden Treibstoffkosten: diesen Problemen versuchten die Operateure entgegenzuwirken. Im Klartext: Sparen, wo es nur ging, und die eigene Liquidität verbessern. Gespart wurde auch am Container-Equipment. Zunächst wurden vorzugsweise bestehende Verträge mit Vermietern zu deutlich günstigeren Konditionen verlängert. Das trug zum Teil mit dazu bei, dass sich der Bestand an Zweitmarktcontainern spürbar verringerte, da die Leasing-Industrie kaum oder keine Container in den Handel frei gab. Die Folge: Die Containerindustrie erlebte wieder einmal eine Verknappung an Containern, wenngleich auch nicht so extrem wie im Zeitraum 2010. Seit Beginn des 2. Quartals 2012 verzeichneten die Vermieter einen deutlichen Anstieg neu vermieteter Container. Dieser Trend hielt bis August an. Mit Ende der Hochsaison im September ließ die Vermietleistung allgemein wieder nach, was dem normalen Verlauf entspricht. Der Auslastungsgrad der Containerleasinggesellschaften lag relativ hoch, teils bis zu 98 Prozent. Waren zu Jahresbeginn die Mietraten noch relativ niedrig, bei geringer Nachfrage, so stiegen sie im Verlaufe der darauffolgenden Monate mit steigender Nachfrage um bis zu 30 Prozent kontinuierlich an. MAGELLAN konnte sich gegenüber der großen Konkurrenz am Vermietmarkt deutlich behaupten und im Verlaufe des 2. und 3. Quartals alle aufgelegten Containerkontingente vollständig und zu akzeptablen Konditionen vermieten. In 2012 anstehende auslaufende Mietverträge wurden erfolgreich verlängert. Die Auslastung der MAGELLAN-Vermietflotte gegenüber Linienreedereien lag zum Jahresende bei 100 Prozent. 3. Lage des UnternehmensVermögenslage Die Steigerung der Vermögensbindung in den Aktiva der Bilanzsumme reflektiert die Zunahme des Geschäftsumfanges der MAGELLAN. Die im operativen Umlaufvermögen, welches mit rd. 90 (Vj. 93)% der um Steuerlatenz-Posten bereinigten AKTIVA-Summe die Bilanz prägt, herausragenden Forderungen aus Leistungsbeziehungen betrafen im Wesentlichen die Mietansprüche gegenüber nutzenden, international agierenden Container-Carriern und die (im noch stichtagszufälligen Bankkonteneingangstransit der ersten Folgejahres-Tage abgewickelten) Investoren-Außenstände. Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind in den laufenden Positionen erneut - wie im Vorjahr - auf einem eher erwartbar geringen Niveau geblieben; einmalig ragte im Vorjahr noch ein SteuerVZ-Erstattungsvolumen aus mehreren Jahren bis 2011 heraus, welches im Laufe des Berichtsjahres schon wieder abgebaut bzw. verrechnet worden war, Ende 2012 ein nennenswertes Voranmeldungsguthaben. Die Liquidität stand auch nach dem Stichtag in angemessener Relation zur Geschäftsgröße der Gesellschaft insgesamt und zu den laufend kurzfristig fällig werdenden Verpflichtungen. Im Zuge des BilMoG-Überganges auf erstmals seit 2010 vollumfänglich zu beachtende HGB-Neuregelungen grenzte die Gesellschaft für bestimmte Sachverhalte die zugeordneten Aktiven latenten Steuern ab; deren erfolgswirksame Ersterfassung zog erforderliche Ausschüttungssperren für Teile der Rücklagen nach sich, obwohl die Gesellschaft zum 31.12.2010 noch nicht mit einem - insoweit wirtschaftlich betrachtet freiverwendbar - überhaupt schon buchmäßig positiven Eigenkapital mit T€ -611 ausgestattet blieb, was damals einer Eigenkapitalquote an der bereinigten Bilanzsumme von rd. -9,4% entsprach. Im Vorjahr erhöhte sich das zu Buchwerten auszuweisende, negative Eigenkapital noch auf rd. T€ -2.412, um erst in 2012 mit nunmehr TEUR 1.013 (+4,8% Bilanzsummenanteil) ebenso deutlich positiv zu werden. Mittels unverändert thesaurierter Ergebnisse in 2013, zugleich geplant auch für später ab 2014 sollen diese Eigenmittel mit zur Hauptquelle des mit steigender Tendenz spürbar einsetzenden Geschäftsfinanzierungsbedarfs werden. Die Verpflichtungen im operativen Geschäft resultieren zum Stichtag im Wesentlichen aus den Mietgutschriften aus bestehenden Verträgen für das IV. Quartal an die Investoren, im Übrigen aus Containerhersteller- und Finanzierer-Positionen. Zum operativen Bereich gehören auch die geschäftsüblich in den Folgejahren aus den bestehenden Containerverwaltungsverträgen resultierenden Mietkostenbelastungen, für deren Abdeckung die Gesellschaft ausreichend vorsichtig bemessene Teile von bereits realisierten Vorteilen und von noch anfallenden Überschüssen zuordnet und im Umfang des insoweit verbleibend kalkulierten Kostenüberhangvolumens eine Erfüllungsrückstand-Rückstellung gebildet hat. Deren Fristigkeiten decken mit den periodenbezogen abgezinst erfassten Nennbeträgen aus den Anfangsjahren (nach Ablauf der 2006er Kontingente hier: seit 2007/2008) noch eine berücksichtigte Restvertragslaufzeit zu unverändert rd. 2,5 Jahren ab; der seit 2012 hinzutretende Gebrauchtcontainer-Einsatz zu Vermietungen (rglm. unter fünf Jahren) ließ diesen gewichteten Durchschnitt kaum kürzer werden. Die Abzinsung zu 4% (Vj. 6%) bewirkte über die Zinssatz-Reduzierung einen einmaligen Mehraufwand zu rd. TEUR 552. Soweit kundenseitig noch nicht sämtliche Container-Verkaufsverträge zum Bilanzstichtag dokumentiert und damit deren Verkaufserfolge im Sinne des Handelsrechtes noch nicht schon zum Stichtag realisiert waren, wurden die hierauf vor Jahresende liquiditätswirksam vereinnahmten Beträge grds. als von Investoren erhaltene Anzahlungen behandelt; im Hinblick auf ein überhaupt eher vernachlässigbares Restvolumen jedoch sind sie unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen passiviert. Unter diesen werden auch üblicherweise zum Stichtag ausstehende Vertriebs- und Finanzierungsbesorgungsprovisionen/-vergütungen ausgewiesen, deren Ausgleich in den ersten Wochen des Folgejahres erfolgte. Deren nochmaliger Anstieg im Stichtagsvergleich 2012/2011 beruht insbesondere auf der (nur rechnerisch deutlich gegenüber Ende 2011) zuletzt noch erhöhten Nachfrage im 4. Quartal 2012 ("Jahresendrallye"), deren zugehöriger Vertriebsaufwand noch periodengerecht erfolgswirksam zu passivieren war, ohne - hinsichtlich darin wirtschaftlich betrachtet enthaltener, eher investiver Komponenten als konkrete Ausgaben für die periodenbezogen nahe Zukunft - auch Teilsummen davon aktivisch abgrenzen zu dürfen. Diese Vertriebsausgaben konnten gegenüber 2011 relativ gesenkt werden. Mit einem relativen Anteil von nur noch rd. 46 (Vj. 76; VVj. 74)% an der bereinigten Bilanzsumme haben die finanziell kurzfristigen Verpflichtungen einen der Struktur der AKTIVA-Positionen durchaus fristengerechten, insoweit zum Umlaufvermögen angemessenen Umfang. Finanzlage Die Finanzlage zum Jahresende ist im Stichtagsvergleich nochmals verbessert, auch soweit Einmaligkeiten des Bilanzierungszeitpunktes berücksichtigt werden. In den Bilanzzahlen und -relationen spiegeln sich - unverzerrt von Verbundeffekten im Ausweis von Verrechnungskonto-Beziehungen mangels solcher zu nahestehenden Unternehmen - die fremdüblichen Geschäftsaktivitäten sowohl in den Deckungskennziffern als auch in den Verschuldungsgraden wider und zeigen in der Entwicklung die Wachstumstendenz der Gesellschaft. Die Liquidität beträgt zum Bilanzstichtag T€ 11.067 (Vj. 5.948). Ertragslage Die Umsatzerlöse erhöhten sich aufgrund der insbesondere im 3. und 4. Quartal 2012 auf den Containerkapazitäten-nachfragenden Transportmärkten anhaltend steigend sich durchgesetzten Trends nach weitestgehender Überwindung der Einflüsse der Finanzmarktkrise, in deren Folge im von MAGELLAN bedienten alternativen Beschaffungsmarkt der Kunden, für den diese das abgeforderte Eigenkapital kaum mehr darstellen konnten, die Vermietungsvertragserlössummen einerseits und die refinanzierenden Investment-Platzierungen andererseits bei der MAGELLAN um insgesamt T€ +23.235 (+52%) auf T€ 67.838 nochmals deutlich stiegen. Gleichzeitig erhöhten sich die Material- und die Anmietungsaufwendungen einschl. Währungsdifferenzen und Vertriebskosten unterproportional um nur T€ +15.691 (+35%). Unter Einbeziehung der genannten Vertriebsaufwendungen, welche einen überwiegenden Teil der allein dadurch gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausmachen, realisierte die Gesellschaft ein Betriebsergebnis im Berichtszeitraum vor Abschreibungen zu T€ +5.125 (Vj. -1.949), d.h. ins positive verändert gegenüber dem Vorjahr um T€ +7.074; die Finanzierung des vorgehaltenen Mindestvolumens an Containerkapazitäten im vermieteten Anlage- wie im Umlaufvermögen des Handels- und Investmentbereiches über das Eigenkapital der Gesellschaft profitierte im Übrigen besonders und noch stärker von vorteilhaften Zwischenfinanzierungen internationaler Finanzierer. 4. Chancen und RisikenDie Perspektiven für die Weltwirtschaft zeigen sich nach der Krise an den Finanzmärkten weiterhin verbessert. Gleichzeitig befinden sich die Zinsen auf einem historischen Tief. In der derzeitigen Erholungsphase zog der Containerumschlag moderat an und verzeichnete in 2012 ein Wachstum von 4 Prozent gegenüber 7,5 Prozent im Vorjahresvergleich. Da die Globalisierung unverändert fortschreitet und derzeit insbesondere die exportorientierten Wirtschaften Deutschlands, Chinas und des asiatischen Raums sehr dynamisch wachsen, kann von einer andauernden Nachfrage nach Transportcontainern ausgegangen werden. Entgegen dem allgemeinen Trend konnten die Häfen in den USA und Australien einen starken Anstieg der Umschlagzahlen verzeichnen. In 2012 hatte Amerika eine überraschend gute wirtschaftliche Leistung gezeigt und die besten Erwartungen übertroffen. Wie in den Vorjahren, so wurde auch in 2012 die Produktion von Neucontainern deutlich zurückgefahren. Trotzdem bestand zum Jahresende ein Equipmentüberhang von mehr als 600.000 TEUs. Dies und das zu diesem Zeitpunkt abwartende Verhalten aller Linienreedereien führte über die Jahreswende 2012/13 dazu, dass die Herstellungspreise deutlich nach unten korrigiert wurden. Dadurch eröffneten sich für MAGELLAN erneut Marktchancen, zu günstigen Konditionen Containerkontingente zu erwerben. Bedingt durch die erschwerte Kreditvergabe der Banken und anhaltende Liquiditätsschwäche der Reedereien eröffnet sich hier die Möglichkeit für die Leasingbranche, dass Reedereien verstärkt auf Leasingequipment zurückgreifen, anstatt selbst ihre Neubauflotte über Kredite zu finanzieren. Bei bestehender Nachfrage nach Containern eröffnet sich MAGELLAN beschaffungsseitig die Chance, im Vergleich zu den niedrigen Zinsen am Finanzmarkt und folglich niedrigverzinslichen Konkurrenz-Angeboten an Kapitalanlagen den Investoren eine attraktive Rendite im Rahmen des Kaufes und der Verwaltung von Containern anbieten zu können. Besonders profitieren sollte die Gesellschaft auch von den größeren Rückkauf-Kontingenten ab 2013 an den dann aus den nächsten MAGELLAN-Investments vertragsfrei werdenden Investoren-Containern (der sog. "2. Generation"), an deren Angebot auf den alternativen Gebrauchtcontainermärkten die Reedereien ebenfalls interessiert sein dürften. Aufgrund der jahrelangen Erfahrung streut die MAGELLAN das Vermietungs-Risiko auf wenige, große internationale Linienreedereien und gewinnt damit ein größtmögliches Maß an Sicherheit. Bei Ausfall eines Mietpartners auf der Kundenseite wird MAGELLAN alle Möglichkeiten nutzen, um diese Transportcontainer an eine andere Gesellschaft zu vermieten. Bei Ausfall von MAGELLAN selbst als Mieter des eingesetzten Equipments gehen alle Rechte aus den Kundenvertragsverhältnissen mit den Carriern auf die bereitstellenden Investoren über. Aufgrund der zwischenzeitlich ergangenen Rechtsprechung und der Gesetzgebung sind die steuerlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich der rechtlichen und wirtschaftlichen Zurechnung der Container sowie der steuerlichen Einkünftequalifizierung der Containervermietung gefestigt. Die Garantiemietverpflichtungen gegenüber den Investoren (im nominellen Vertragsvolumen der verbliebenen Regel-Laufzeiten ab 2013 bis restlich plangemäß längstens 2017: TEUR 44.966/Vj. bis 2016: TEUR 35.174) werden über die Verwaltungslaufzeit durch die festen Mieteinnahmen und die prognostizierbar gesicherten sonstigen Überschüsse der MAGELLAN vertraglich bzw. operativ verdient abgedeckt; für einen eventuellen Lastenüberhang sind zudem angemessen dotierte Rückstellungen gebildet. Die aus Eigenhandels- und Zwischenvermietungsgeschäften zusätzlich erwirtschafteten, operativen Betriebsergebnisse nehmen unverändert einen nachhaltig nennenswerten Erfolgsanteil an den Überschüssen aus allen Geschäftsaktivitäten ein und helfen, das im Markt nicht ausschließbare finanzielle Risiko im internationalen Containergeschäft jederzeit abgedeckt zu halten. Marktanalysen begleiten die Entscheidungen der Gesellschaft zu verschiedenen Zeitpunkten in strategischer und operativer Hinsicht und machen die Zahlen der MAGELLAN wirtschaftlich beurteilbar; die daraus erzielten Erkenntnisse bestätigen ein Fortbestehen der Gesellschaft. Das Folgejahr 2013 ist - schon jetzt überschaubar - über die MAGELLAN seit 2004/5 betrachtet - erneut das Beste seit Bestehen der heute aufgebauten Geschäftsfelder des Unternehmens. Das Investitionsvolumen der Kaufkunden in 2013 wird mehr als T€ 79.000 betragen; erwartbar ist ein auch buchmäßig wieder nachhaltig positiv ausweisbares Eigenkapital. Die Gesellschaft erwartet für das bevorstehende Planjahr 2014 hochgerechnet noch deutlich positivere Betriebsergebnisse. Die Anmietung von Gebrauchtcontainern (konsequente Folge mangels vorangehend Investoren-seitiger Vermarktung) wird durch MAGELLAN im Jahr 2013 ausgesetzt und erst ab Herbst 2014 wieder steigen. Größere und hierunter zu nennende, bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Auf spekulative Geschäftsaktivitäten verzichtet die Geschäftsführung auch weiterhin, was insbesondere im Hinblick auf hohe Abwicklungspositionen in der Kursparität EURO/US-Dollar dem stattdessen weitestgehend kursgesicherten Container-Einkauf zugutekommt. 5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem BilanzstichtagEs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag bekannt. Auf den Umstand des plangemäß verlaufenden Rückkaufes von Containern von den bisherigen Investoren ist hingewiesen; die dadurch steigende Mittelbindung bisher dafür vorgehaltener Liquiditäten im Anlage- und im Umlaufvermögen (der Eigenverwaltung/-vermietung bzw. des Gebrauchthandels) wird Ausdruck des weiteren Wachstums der Gesellschaft sein.
Hamburg, den 10. September 2013/24. März 2015 MAGELLAN Maritime Services GmbH Carsten Jans, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2012AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2012
Anhang zum 31. Dezember 2012I. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in dessen ab 2010 anzuwendender Fassung gemäß Bilanzmodernisierungsgesetz ("BilMoG") aufgestellt; die Regelungen der §§ 264 ff HGB für Kapitalgesellschaften wurden angewendet, wobei für die größenbedingt erweitert rechnungslegende Gesellschaft die wenigen Erleichterungsvorschriften der §§ 276 und 288 HGB für sog. "mittelgroße Kapitalgesellschaften" im Sinne des § 267 HGB weitestgehend genutzt wurden. Die Geschäftsführung geht bei der Anwendung der Bewertungsgrundsätze unverändert von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Sinne des § 252 Abs. 2 Nr.2 HGB aus. II. Erläuterungen der JahresabschlusspostenAKTIVA A. Anlagevermögen Sachanlagen Die Zusammensetzung des Anlagevermögens ist aus einem intern geführten Bestandsverzeichnis ersichtlich; das Verzeichnis wird unterjährig um Neuzugänge und Abgänge und um Abschreibungen vervollständigt. Zur Wahrung der Übersichtlichkeit werden die Entwicklung des Anlagevermögens und die auf die einzelnen Anlageposten entfallenden Abschreibungen des Geschäftsjahres in einer gesonderten Anlage zur Bilanz dargestellt. Von der Möglichkeit der sofortigen Abschreibung Geringwertiger Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 150,00 gemäß § 6 Abs. 2 EStG wurde in der Vergangenheit im vollen Umfang Gebrauch gemacht; bei ihnen wurden im Verzeichnis die Anschaffungskosten im Zugangsjahr sogleich in voller Höhe als Abgang berücksichtigt. Der enthaltene Bestand an im Fremdvermietungsgeschäft eingesetzten Bürocontainern wird als Solcher von beweglichen Einzel-Anlagegütern mit planmäßig linearen Abschreibungen nach HGB fortentwickelt; eine auf Zugangsjahre seit 2007 auf Anschaffungen in 2008 damals handelsbilanziell zusätzlich auf beide Jahre verteilt vorgenommene steuerliche Sonderabschreibung nach § 7g EStG n.F. beeinflusste in übergangsweise letztmalig in 2009 erlaubter Weise die Wertansätze der Anlagen hier in der Handelsbilanz. Eine einmalig handelsrechtlich zulässige Zuschreibung in 2010 nahm rechnerisch diesen Einfluss wieder (einschl. passiver Steuerlatenz-Bildung) - ergebniswirksam als damals Außerordentlichen Ertrag - umkehrend zurück; im Berichtsjahr vorgezogen fiel - mit absehbarer Wahrnehmung eines Kaufoptionsrechtes seitens des Mieters in 2013 - ein Außerordentlicher Aufwand zur Korrektur dieser damaligen Zuschreibung periodenfremd an. Die übrige Geschäftsausstattung blieb vom Wegfall des Bewertungsprinzips der sog. Umgekehrten Maßgeblichkeit schon in 2009 und sodann des erstmals ab 2010 anzuwendenden HGB in der Fassung des BilMoG wertmäßig unberührt. Seit 2009 konnten die steuerlichen Voraussetzungen dieser Begünstigungsvorschrift größenbedingt zunächst nicht mehr eingehalten werden; für 2011 und jedenfalls dessen Folgejahr, d.h. aktuell für das Berichtsjahr verzichtete die Gesellschaft auf eine wieder möglich gewordene Sonderabschreibung bzw. nennenswerte IAB-Bildung, holte lediglich eine solche Begünstigung für 2010 nach. Finanzanlagen Die KapG-Beteiligung an einer damals zur Vertriebsunterstützung vorgesehenen Gesellschaft im Ausland zu Kosten der Mindesteinlagen an - ursprünglich bei Gründung geflossenen - Barleistungen besteht nur noch formell in unveränderter Minderheitshöhe unter 20%. B. Umlaufvermögen I. Vorräte Die Vorräte - nahezu ausschließlich an Handelscontainern - wurden unter Beachtung des Niederwertprinzips grundsätzlich zu Einstandspreisen bewertet. Ihr Umfang stieg deutlich im Zugang des einsetzenden Kaufs von Anmietungscontainern aus ihren mehrjährig bisher gebundenen Vertragsverhältnissen gegenüber den dies anbietenden Investor-Vermietern. II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegenüber Investoren und Linienreedereien, kleineren Umfangs gegenüber übrigen Leistungspartnern wurden grds. zum Nominalwert angesetzt; Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren zum Bilanzstichtag im Hinblick auf Ausfallrisiken in notwendiger, individuell pauschalierter Saldohöhe vorgenommen. Unter den Sonstigen Vermögensgegenständen sind restlich auch noch Steuererstattungen erfasst. III. Guthaben bei Kreditinstituten Der Ausweis erfolgte lt. Kontoauszug zum Stichtag, die Umrechnung der enthaltenen USD-Konten mit dem Tageskurs zum 30.12. des Geschäftsjahres. C. Rechnungsabgrenzungsposten Die Abgrenzungen betreffen im Wesentlichen Versicherungsprämienausgaben für das Folgejahr. Vertriebsausgaben mit wirtschaftlicher Veranlassung im Bereich zukünftig einnahmesichernder, mittel- und langfristiger Kundenvermietungs- und Verwaltungsverträge durften handelsbilanziell nicht abgegrenzt werden. D. Aktive latente Steuern Die den Anlass für diese Abgrenzungen gebenden Sachverhalte liegen in Postenunterschieden, im Wesentlichen von (nur steuerlichen) Rechnungsabgrenzungsposten-Bildungen/-Belassungen; auf steuerlich zukünftig nutzbare Verlustvorträge wurden - das Wahlrecht nutzend - weder Steuerlatenzen aktivisch abgegrenzt, noch solche mit passivischen Latenzen saldierend verrechnet. PASSIVA A. Eigenkapital Im Hinblick auf schon einzubeziehende Rücklagenbildungen und Ausschüttungen (u.ä.) noch vor dem Stichtag wurde die Bilanz in dieser PASSIVA-Position nach Ergebnisverwendung aufgestellt. B. Rückstellungen Bei der Bemessung der Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen; nennenswerte Teile der Rückstellungen sind in abgezinster Höhe - dabei einen annahmegemäß mehrjährigen Inanspruchnahme-Verlauf unterstellend - zum Ansatz gekommen. Die Erfüllungsbeträge aller Verpflichtungen und berücksichtigten Belastungen sind bis längstens drei Jahre nach Stichtag zur Abrechnung kommend angenommen. Im Ansatz enthalten sind unter den Sonstigen Rückstellungen im Einzelnen:
C. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Sonstigen Verbindlichkeiten wurden alle zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber Gesellschaftern bestehen letztere zu EUR 41.360,26 (Vj. EUR 7.924,08). D. Passive latente Steuern Der in Teilen beibehaltene Ansatz erfolgte aus Anlass eines (nur steuerbilanziell) schon in einem Vorjahr vollzogenen Sonderabschreibungsvorganges zum Sachanlagevermögen; hinzu kam in kleinem Umfang seit 2011, im Berichtsjahr zusätzlich schon nennenswert insgesamt für 2010 nachgeholt eine Latenz für eine IAB-Bildung auf begünstigte Investitionen; die Abgrenzung - wie auch diejenige auf der AKTIVA-Seite - wurde zum Gesamtsteuersatz von 32,3% des Ergebnisunterschiedes gebildet. Der Posten wirkt (mindernd) zugunsten der Ausschüttungssperre im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB, welche durch den damaligen Zuschreibungsertrag (im Vorjahr) ausgelöst wurde. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 3 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse sind zum höchsten Anteil solche aus Verkaufsaktivitäten, daneben auch solche aus mittel- und langfristigen Vermietungen mit Neu- und Gebrauchtcontainern eines weitestgehend angemieteten, mit entsprechenden Erwerbsausgaben bzw. Nutzungsentgelten im Materialaufwand verbundenen Containerbestandes. Einschließlich unwesentlich hoher Sonstiger betrieblicher Erträge - abgesehen von den darunter erfassten Kursgewinnen - ist das Rohergebnis deutlich über demjenigen des Vorjahres, auch über dem des (bereinigt: nur einmalig positiven) Erfolges für das Vor-Vorjahr angefallen. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die erlöskorrelierend unterproportional gestiegenen (Beschaffungs- und) Vertriebsaufwendungen für das operative Handels-, aber überwiegend jedoch für das über Inlandsagenturen getätigte Investmentgeschäft; unsaldiert - mit niedrigeren, im Vorjahr noch höheren laufenden Kursgewinnen (TEUR 224,0/442,9) - sind darunter auch Kursverluste (TEUR 297,3/210,5) erfasst. Das Finanzergebnis ist weniger geprägt vom Übergang zu einer zinsgünstigeren Zwischenfinanzierung im Bezug auf Neucontainer-Beschaffungen, eher durch die - trotz geringerem Zinssatz - im Jahresvergleich betragshöhere Rückstellungsaufzinsung. Die ertragsabhängigen Steuern betreffen - neben der (Vj.: allein die) Änderung der Steuerlatenz-Aktivierung (unverändert zu rd. 32% Gesamtsteuersatz) im Jahresvergleich der darin einbezogenen Postenunterscheide bei den (nur stl.) Rechnungsabgrenzungen für Vertriebsausgaben - im Übrigen die laufende Belastung des Ergebnisses. III. Sonstige Angaben1. Angabe zu den Tätigkeitsbereichen Die Gesellschaft weist unter den Umsatzerlösen in den wesentlichen beiden Geschäftsfeldern sowohl die Erlöse aus dem (überwiegend noch: NEU-) Containerverkauf im Ausland einerseits als auch die - meist kontingentweise fakturierten - Mieterlöse aus der - sich rglm. an den Verkauf unmittelbar vertrags- und festlaufzeitgebunden anschließenden - Containerverwaltung andererseits aus. Die Größenrelationen beider Tätigkeiten zueinander sind jährlich abhängig von den stärker schwankenden Verkaufserlösen, da die den Mieteinnahmen zugrundeliegenden Mehrjahresverträge ihre Bestandsänderung nur in einem Durchschnittseffekt in den Erlössummen widerspiegeln lassen. Korrespondierend mit diesen Erlöskomponenten sind unter den Materialaufwendungen sowohl die Container-Einkaufs-/einsatzlasten als auch die Mietaufwendungen (nebst operativ-zugehöriger Nebenkosten) für die in der Verwaltung bewegten Einheiten erfasst. Das Gesamt-Rohergebnis - als Saldo im Wesentlichen der beiden vorstehend erläuterten Tätigkeitsbereiche - umfasst dabei ebenso noch nicht den mit den Einkäufen verbundenen Währungsdifferenzen-Überhang wie auch nicht die mit den Verkäufen geschäftsüblich zusammenhängenden Vertriebskosten (u.a. an Vermittlungsprovisionen gegenüber Dritten), welche den wesentlichen Teil der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausmachen. 2. Fristigkeiten und Besicherungen a) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sie haben mit Ausnahme eines Darlehens zu EUR 12.683,17 und vom abgezinst angesetzten Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG zu EUR 757,46 sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. b) Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2012
c) Verbindlichkeitenbesicherung Die Verbindlichkeiten gegenüber Containervermietern (betr. rglm. die Letztquartals-Gutschriften) sind in der Weise wirtschaftlich besichert durch AKTIVA/Forderungen der Gesellschaft, als dass für den Fall des Ausfalls der MAGELLAN als Zahlungsverpflichteten deren eigene Ansprüche aus Forderungen an Mieterlösen gegenüber den Kunden/Carriern auf die Vermieter übergeleitet werden. Darüber hinaus bestehen lediglich die geschäftsüblichen Besicherungen der enthaltenen Lieferantenpositionen durch das GmbH-Vermögen, insbesondere Eigentumsvorbehalte. Unter den Sonstigen Verbindlichkeiten bestanden - teilweise wirtschaftlich erst kurz vor dem Vorjahresstichtag entstanden - auch solche gegenüber dem FA aus VZ-Erst-Festsetzungen, welche durch Veranlagung mit Bescheid im Folgejahr rechtlich entstanden. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den Anmietungs-/Verwaltungsverträgen Die unter der Verwaltung bei der Gesellschaft stehenden, von ihr im Wesentlichen mehrjährig fest angemieteten Investoren-Container nutzt das Unternehmen gegen quartalsweise gutzuschreibende Mieten; die bis zum Ende der - aus Stichtagssicht durchschnittlich noch mit einer Laufzeit einer nach den vergangenen Zugangsjahren - sich gewichtet ergebenden Vertragsrestdauer zu etwa 3,5 bis 4 Jahre für den Gesamtbestand noch zu leistenden Mietratensummen der Folgejahre belaufen sich nominell auf rd. TEUR 56.235 (Vj. TEUR 35.174). Für die Beträge der Zukunftsjahre - jeweils abgezinst im Umfang gekürzt sodann um die bereits üblich in angemessener Höhe zurückgestellten Summen (TEUR 11.269; Vj. TEUR 5.813) - ergibt sich ein hierunter angabepflichtiges Verpflichtungsvolumen zu rechnerisch rd. TEUR 44.966 (Vj. TEUR 29.361) aus Sicht des Bilanzstichtages. 4. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Mangels Einbindung in eine Unternehmensgruppe geben die Abschlusszahlen alle bestehenden und zustande gekommenen Geschäftsbeziehungen, Maßnahmen und Sachverhalte mit ihrem jeweiligen Niederschlag im Abschluss als solche aus Geschäften nur mit/gegenüber fremden Dritten wieder. 5. Weitere angabepflichtige Informationen Mangels zum Jahresende undokumentiert verbliebener Verkaufscontainer-Abgänge waren alle Zahlungszuflüsse dafür aus Verkaufsverträgen von Direktinvestoren zu periodengleich fakturierten Umsatzerlösen geworden; insoweit kamen keine Erhaltenen Anzahlungen zum PASSIVA-Ausweis. 6. Geschäftsführung Alleiniger Geschäftsführer ist Herr Carsten Jans, Kaufmann. 7. Vorschlag über die Ergebnisverwendung Die erwartbar schon unterjährig im Berichtsjahr aus operativen Erfolgen wieder bilanziell deutlich positiv absehbaren Rücklagen-/Bilanzergebnis-Größen unterliegen beschlussgemäß schon seit dem Vorjahr einer vorrangig freiwilligen Mehr-Rücklagenbildungspflicht; diese Dotierung würde das dauerhaft zur Verfügung stehende Eigenmittel-Volumen auf TEUR 750,0 stellen. Das Jahresergebnis soll - zusammengefasst mit dem Restergebnisvortrag und gekürzt um eine Vorabausschüttung für 2012 schon in 2012 - im Saldo als Bilanzgewinn auf 2013 vorgetragen werden.
Hamburg, den 26. August 2013/24. März 2015 Die Geschäftsführung Carsten Jans Angabe der Feststellung des nach Abschlussprüfungsvermerk-Erteilung vorliegenden Abschlusses: Der ungekürzt aufgestellte Jahresabschluss nebst Lagebericht 2012 war bisher noch nicht festgestellt; die gesetzliche Abschlussprüfung nach § 317 HGB betreffend die ihr ungekürzt für 2012 aufgestellt unterliegenden Unterlagen dauerte noch an. Mit Vorliegen des am 24. März 2015 bekanntgegebenen Vermerks des Abschlussprüfers wurde der Jahresabschluss 2012 in der (geänderten) Fassung vom selben Tage auch am 24. März 2015 festgestellt. Den vorstehend in jeweils gekürzter Fassung 2013 offengelegten Unterlagen, insbesondere Bilanz (mit Anlagenspiegel, mit Anhang-Angaben) ("eingeschränkter Postenausweis") und GuV ("Rohergebnis"), wurde in ihrer jeweils ungekürzt aufgestellten Fassung der - der Geschäftsführung am 24. März 2015 bekanntgegebene - nachfolgende Vermerk des Abschlussprüfers erteilt: "Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar."
Bad Oldesloe, den 21. Oktober 2014 PRIOR
GMBH
gez.: Dipl.-Kfm. Horst-Dieter Pohl, Wirtschaftsprüfer |
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