Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 715192
Vorher
Timeout Jugendhilfe gGmbH
Eingetragen
31.8.2016
Branche
Organisationen der Bildung, Wissenschaft und ForschungAllgemeine und politische ErwachsenenbildungÖffentliche Verwaltung des Umwelt- und Naturschutzes
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: (1) Die Gesellschaft (nachstehend auch "Körperschaft" genannt) verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. (2) Zweck der Gesellschaft ist die Förderung von a) Wissenschaft und Forschung, b) Jugendund Altenhilfe, c) Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe, d) Naturschutz und Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes und der Naturschutzgesetze der Länder und des Umweltschutzes, e) Hilfe für Flüchtlinge, Vertriebene und Menschen mit Behinderungen. Weiter verfolgt die Körperschaft mildtätige Zwecke im Sinne des § 53 Abgabenordnung. (3) Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch: a) Förderung, Betrieb und Unterhaltung von Einrichtungen zur Bildung und Erziehung, insbesondere einer Schule, Kindergärten, Jugendhilfe-Einrichtungen für Schulverweigerer und möglicher weiterer Bildungsstätten und Einrichtungen, die diesem Zweck dienen; b) Förderung der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie der Systementwicklung in allen Bereichen des Bildungswesens, insbesondere betreffend neue Lern- und Unterrichtskonzepte, Lernumgebungen und Lernhilfen; c) Neuund Weiterentwicklung von innovativen Strukturen und darauf aufbauenden Maßnahmen in der Arbeitswelt mit entsprechender Konzeptentwicklung und Modellversuchen; d) Durchführung und Förderung von Projekten und Forschungsvorhaben auf den Gebieten der Human- und Sozialwissenschaften, insbesondere auf den Gebieten, die in Abs. 2 b) und c) genannt sind, einschließlich des Kinderschutzes; e) Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation von Forschungsergebnissen in Lehre, Aus- und Fortbildung sowie Praxis; f) Publikationen auf diesen Gebieten in Medien aller Art, Betrieb einer Akadamie, Veranstaltung von Symposien, Kolloquien, Tagungen, Fortbildungen, Podiumsdiskussionen; g) Erhalten und Verbessern von Lebensgrundlagen einer artenreichen Pflanzen- und Tierwelt durch Maßnahmen zur Erhaltung der Biodiversität sowie Schutz, Sicherung und Neugestaltung von Lebensräumen, z.B. durch die Anlage von artenreichen Magerwiesen und Streuobstwiesen mit alten Sorten; Haltung alter Tierrassen; Informations-Vermittlung und Ausstellungen zu ökologischen Themen; h) Die Beschaffung von Mitteln für die Verwirklichung der steuerbegünstigten Zwecke einer anderen steuerbegünstigten Körperschaft im In- und Ausland (§ 58 Nr. 1 AO), oder auch durch die teilweise Zuwendung ihrer Mittel an eine solche Körperschaft (§ 58 Nr. 2 AO). Dies geschieht durch Zuwendungen sowie auch durch Förderdarlehen (zinslos, zinsverbilligt oder ohne übliche Sicherheiten).

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Manuel Da Pian
seit 7.11.2025
Prokura
Silvia Hofmann
seit 7.11.2025
Prokura
Daniel Götte
seit 31.8.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

NameAnteil
20.00%
M***** D* P***
20.00%
I***** T******************
20.00%

Gesellschafter
Beta

4 von 5 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
D***** G****
20.00%
M***** D* P***
20.00%
I***** T******************
20.00%
M****** L***********
20.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

timeout Stiftung gGmbH

Freiburg im Breisgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Timeout Stiftung gGmbH

Freiburg im Breisgau

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell

Gründungsidee von timeout war es, mit dem anfänglichen Fokus auf Schulverweigerer einen praktischen Beitrag zur Inklusion junger Menschen in eine Gesellschaft zu leisten, die viele Menschen marginalisiert, stigmatisiert und ungeschützt zurücklässt. Dieses Motiv veranlasste Bürgerinnen und Bürger dazu, im Jahre 2002 unter dem Leitbild "Niemanden zurücklassen!" den timeout e.V. zu gründen. Schulverweigerern sollte ein geschützter Ort für ihre individuelle Entwicklung und die Erweiterung eines Möglichkeitsraumes eröffnet werden, in dem sie ihre besonderen Begabungen entwickeln, ihren Neigungen folgen und ihre Ziele erreichen können.

In den 22 Jahren seit Gründung hat das Unternehmen, das seit dem Jahre 2016 in der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH geführt wird, sein Angebot stetig und manchmal in Sprüngen in Freiburg und in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen erweitert und vertieft.

Unter dem Dach der Stiftung versammeln sich heute Wohngruppen der stationären Jugendhilfe, Wohnungen für ambulant betreutes Jugendwohnen, Kindergärten, eine Werkrealschule, Notschlafstellen für unbegleitete minderjährige Ausländer, ein landwirtschaftlicher Betrieb und das Thurner Wirtshaus.

II. Leistungsbereiche und organisatorische Struktur

1. Leistungsbereiche

Die Gesellschaft versammelt als Sozialdienstleisterin unter ihrem Dach vier Haupt-Leistungsbereiche:

Stationäre, sowie ambulante Jugendhilfe einschließlich Angebotsformen für unbegleitete minderjährige Ausländer ("umA") und Sozialpädagogisch begleitete Arbeitsweisungen (SpbA);

Kindertagesstätten, insbesondere Natur-Kitas;

eine genehmigte Werkrealschule für von uns betreute junge Menschen und Dritte;

Thurner Wirtshaus (bis zum November 2022 mit angeschlossenem Hotel).

2. Weitere Leistungsbereiche

In den Bereich der Jugendhilfe fallen neben den zentralen Leistungen der vollstationären Betreuung junger Menschen nach den §§ 27, 33 ff. SGB VIII auch die Angebote der Sozialen Landwirtschaft.

3. Organisation der Betreuung von umAs

Die Gesellschaft hat für die gute und interkulturell wirksame Integration unbegleiteter minderjähriger Flüchtender ein besonderes Organisationsmodell entwickelt und mit Erfolg praktiziert.

Es besteht wesentlich in der Einbindung von gut integrierten Menschen, die selbst geflohen waren und sowohl Deutsch als auch die Sprache der Geflüchteten sprechen, in die Betreuungsteams.

4. Standorte

Die Gesellschaft wendet sich aus pädagogischen und moralischen Grundsätzen grundsätzlich gegen die Unterscheidung deutscher und ausländischer junger Menschen, welche eine implizite Diskriminierung enthält. Im Folgenden wird diese Unterscheidung gleichwohl getroffen, soweit sie aus § 42a SGB VIII zwingend folgt und soweit geflohene junge Menschen eine differenzierte Betreuung benötigen.

Stationäre Gruppen für inländische junge Menschen unterhält die Gesellschaft in

Breitnau,

Norsingen,

St. Märgen,

Vörstetten.

Kindertagesstätten befinden sich im Berichtszeitraum in

Freiburg,

Ballrechten-Dottingen,

Ehrenkirchen,

Hinterzarten und

Münstertal.

Gruppen für umAs und Notschlafstellen wurden eingerichtet in

Freiburg,

Norsingen,

St. Märgen,

Titisee-Neustadt.

5. Organisationsstruktur

Die Gesamtleitung obliegt dem geschäftsführenden Gesellschafter Daniel Götte, der von zwei Stabsstellen unterstützt wird, der Stabsstelle Geschäftsleitung und Verwaltung und der Stabsstelle Recht und Organisation.

Die Verantwortung für die Leistungsbereiche liegt bei BereichsleiterInnen. Sechs besonders qualifizierte MitarbeiterInnen im Fachdienst nehmen für die BereichsleiterInnen interne Beratungsaufgaben wahr. Die Leitung der Jugendhilfe liegt bis auf Weiteres beim Geschäftsführer und soll mittelfristig an eine/n Bereichsleiter/in Jugendhilfe übertragen werden.

Die Verwaltungsleiterin berichtet an den Geschäftsführer. Außerdem berichten der Personalleiter, der Leiter Facility und die Inhaberin der Stelle "Beschwerdemanagement" direkt an den Geschäftsführer.

Allen MitarbeiterInnen steht in Krisensituationen ein Sorge- und Nachsorgeteam zur Verfügung.

III. Rechtliche Struktur

Die Gesellschaft mit fünf GesellschafterInnen ist als gemeinnützig anerkannt. Nach der einvernehmlichen Einziehung eines Geschäftsanteils am 19.10.2023 hält die Gesellschaft den eingezogenen Geschäftsanteil als eigenen.

Im Dezember 2022 hatte die Gesellschaft im Wege eines Share Deals die in Norsingen domizilierte miteinander leben GmbH (ml) mit dinglicher Wirkung im Januar 2023 erworben. Aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 28.08.2023 und der Versammlungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom 28.08.2023 wurde die ml mit der Gesellschaft verschmolzen (Verschmelzung zur Aufnahme). Die Verschmelzung ist rechtlich wirksam geworden mit der Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister der beteiligten Gesellschaften am 30.08.2023; sie wirkt wirtschaftlich und steuerrechtlich auf den 01.01.2023 zurück.

Mit Gesellschaftsvertrag vom 08.11.2023 hat die Gesellschaft zusammen mit der CS holding GmbH die "kidmodu GmbH" mit dem Sitz in Waldkirch gegründet; sie wurde am 08.01.2024 im Handelsregister des Amtsgerichtes Freiburg eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist im Wesentlichen die Herstellung und der Vertrieb von multifunktional einsetzbaren mobilen Holzmodulen zur Verwendung als beheizbare Schutzhütten für Kindertagesstätten in der Stadt und auf dem Land. Die beiden Gründungsgesellschafterinnen halten je 50% des Stammkapitals.

Die Geschäftsführung wird von einem Aufsichtsrat beraten.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Berichtsjahr von dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, der anhaltenden Inflation und dem Arbeitskräftemangel in fast allen Branchen geprägt.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das preisbereinigte BIP 2023 nur um 0,7 % höher. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,4% auf 5,7%, die Inflationsrate sank um 1% auf 5,9%.

Diese Entwicklung wurde allgemein als Ausdruck globaler Krisenphänomene wahrgenommen.

2. Auch im Berichtsjahr hat sich trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung die Lage für Sozialdienstleister im Bereich der Jugendhilfe und der Kindertagesstätten trotz der knappen Mittel öffentlicher Haushalte gegenüber dem Vorjahr nicht verschlechtert. Hierfür erkennen wir drei Ursachen.

Insbesondere der Krieg in Syrien, die Machtübernahme durch die Taliban im August 2021 in Afghanistan und die Flüchtenden aus der Ukraine und anderen Ländern;

die immer noch anhaltenden psychischen Folgen der Covid-Krise insbesondere für die aus dem gewohnten Alltag gerissenen Kinder und Jugendlichen und

die günstigen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für eine am Ziel der Inklusion orientierten Kinder- und Jugendhilfe (siehe gleich)

haben Sozialdienstleister und insbesondere die freien Träger der Jugendhilfe auch 2023 vor Herausforderungen gestellt, die sich in einem Schub öffentlicher Aufträge insbesondere im Bereich der Erstaufnahme und Inobhutnahme minderjähriger unbegleiteter Ausländer (umA) und dem damit verbundenen Druck zeigten, bestehende Leistungsangebote innerhalb kürzester Zeit zu intensivieren und zu erweitern.

II. Politische Rahmenbedingungen

Mit dem Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz - KJSG) vom 3. Juni 2021 wurden "die völkerrechtlichen Verpflichtungen aus dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (VN-Behindertenrechtskonvention - VN-BRK), dem Übereinkommen über die Rechte des Kindes der Vereinten Nationen (VN-Kinderrechtskonvention - VN-KRK) sowie dem Haager Übereinkommen vom 19. Oktober 1996 über die Zuständigkeit, das anzuwendende Recht, die Anerkennung, Vollstreckung und Zusammenarbeit auf dem Gebiet der elterlichen Verantwortung und der Maßnahmen zum Schutz von Kindern umgesetzt, indem

die Kinder- und Jugendhilfe ... an den Zielen der VN-BRK ausgerichtet wird,

die individuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt personenzentrierter sozialer Dienstleistungen zur Förderung der individuellen Fähigkeiten und Potentiale gerückt wird, um Inklusion, Selbstbestimmung und die Entscheidung, in der Gemeinschaft zu leben, zu ermöglichen,

die das Zustimmungserfordernis bei Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in einem anderen Vertragsstaat nach dem Haager Kinderschutzübereinkommen (KSÜ) unterstrichen wird." (Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 17.12.2020, S. 57).

Im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien vom 07.12.2021 wurde beschlossen, die mit dem KJSG begonnene Politik fortzusetzen.

Auf der Ebene der Länder und der Kommunen - der Auftraggeberinnen der Gesellschaft - wurden die aus Politik und Bundesgesetz folgenden Vorgabe trotz knapper Mittel weitgehend umgesetzt.

III. Zwischenergebnis Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen haben sich für die timeout Stiftung gGmbH als günstig erwiesen.

Die steigenden Energiekosten erreichten auch die Gesellschaft, die als Sozialdienstleisterin hiervon jedoch nicht schwerwiegend beeinträchtigt wurde.

Im Zeitpunkt der Berichterstellung kann insgesamt festgestellt werden, dass die Gesellschaft diese günstigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen auch zu nutzen wusste.

IV. Geschäftsverlauf

1. Allgemeine Bemerkungen

Auch das Jahr 2023 war, wie schon das Vorjahr, geprägt von einer Vielzahl von Faktoren, die in ihrer Ursache nicht steuerbar, in ihren Auswirkungen aber einen erheblichen Impact auf das operative Geschäft aller Sozialdienstleister hatten. Das Berichtsjahr war insbesondere durch unseren Einsatz in der Stadt Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald bei der Schaffung zusätzlicher Aufnahme- und Betreuungskapazitäten für umAs bestimmt.

2. Neue Unterkünfte für unbegleitete minderjährige Ausländer

Bereits Ende Oktober 2022 hatten wir uns entschlossen, unser Hotel am Thurner aufzugeben und die Hotelzimmer für Zwecke der Jugendhilfe umzuwidmen. Ebenfalls bereits im 4. Quartal 2022 konnten wir aufgrund guter Beziehungen zu einem Bauträger und Architekten langfristige Mietverträge über zwei Häuser in Freiburg abschließen. Mit der Stadt Freiburg vereinbarten wir außerdem, als Dienstleister die Alltagsbetreuung in einer Notschlafstelle für ankommenden minderjährige Flüchtende zu betreiben. Per Saldo gelang es uns so, vielen jungen Geflüchteten einen geschützten Raum und sicheren Ort zu geben.

Im Berichtsjahr konnten wir alle Plätze, sowohl im Bereich der klassischen Jugendhilfe nach den §§ 34 ff. SGB VIII, als auch die Plätze für die Inobhutnahme von umAs nach § 42a SGB VIII vollständig besetzen. Teilweise mussten wir umAs zur Bewältigung temporärer Notlagen behelfsmäßig unterbringen. In den Notschlafstellen hatten wir mit starken Schwankungen zwischen ruhigen Phasen und Überbelegungen zu kämpfen.

Aus Vertraulichkeitsgründen sind wir gehalten, die statistischen Auswertungen der Jugendämter nicht zu veröffentlichen. Wir können aber zusammenfassend sagen, dass sich die Zahl der Neuzugänge von umAs zwischen Januar und Dezember des Berichtsjahres mehr als verdoppelt hat.

Wir sind daher seit Mitte 2023 dabei, zusätzliche Unterkünfte für mindestens 32 junge Menschen zu schaffen und im Berichtszeitpunkt zuversichtlich, dass uns dies bis Mitte 2024 gelingen wird.

Um die Entwicklung in diesem Bereich darzustellen, seien nur zwei Zahlen genannt:

Am 01.01.2023 betreuten wir 20 umAs, am 31.12.2023 waren es 68.

3. Personal

Es gelang uns, auch im Jahre 2024 weitere pädagogische Fachkräfte und für die intermediäre Betreuung geeignete, gut integrierte und mehrsprachige Ausländer in einem Umfang zu gewinnen, dass heute alle Stellen besetzt sind. Auch in der Verwaltung sind wir für die wachsenden Aufgaben gerüstet.

Im Januar des Berichtsjahres beschäftigten wir noch 166 Mitarbeiter, am Ende des Jahres waren es bereits 210, wie die nachfolgende Tabelle zeigt.

MitarbeitererInnen Januar 2023 Dezember 2023 Durchschnitt
166 100% 210 127% 188

4. Bauleitplanung St. Märgen, am Thurner

Wenig erfreulich war die Entwicklung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens nach § 12 BauGB am Thurner. Wegen starker Widerstände aus dem Gemeinderat und der Bevölkerung mussten wir dieses im 4. Quartal aufgeben.

Da wir jedoch im Geschäftsjahr unsere außerordentlich fruchtbare Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg ausbauen konnten, sind wir sehr zuversichtlich, dass wir den wachsenden Bedarf an Plätzen für junge Menschen, gleich welcher Herkunft, durch bauliche Maßnahmen hier werden decken können. Auch im Landkreis Lörrach haben sich bereits im Berichtsjahr gute Perspektiven abgezeichnet, die inzwischen in konkrete Verhandlungen mit dem Kreisjugendamt mündeten.

Im 1. Quartal dieses Jahres haben wir die Konsequenz aus den politisch und sozialpsychologisch ungünstigen Rahmenbedingungen im Hochschwarzwald gezogen und den Sitz des Unternehmens nach Freiburg verlegt.

5. Zusammenfassung

Zusammenfassend können wir feststellen, dass wir im Berichtsjahr trotz unvorhersehbarer Herausforderungen die Gesellschaft nicht nur auf Kurs halten, sondern die Krise als Chance für einen großen Sprung nach vorne nutzen konnten.

Dies reflektiert sich in den Kennzahlen, wie wir sie aus dem Jahresabschluss ableiten wie folgt.

V. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Die Vermögenslage hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das Vermögen, insbesondere in Form Liquider Mittel und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, und die Bilanzsumme sind aufgrund der Geschäftsausweitung bei verbesserter Rentabilität um 1.955 TEUR gestiegen.

Wesentliche Bilanzposten 2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR in TEUR in %
AKTIVSEITE
Anlagevermögen 6.009 6.043 -34 -0,6
Langfristiges Umlaufvermögen 15 3 12 400,0
Liquide Mittel 1.115 50 1.065 2.130,0
Übrige 1.376 464 912 196,6
Summe Aktivseite 8.515 6.560 1.955 29,8
PASSIVSEITE
Eigenkapital inkl. Sonderposten 3.590 2.177 1.413 64,9
langfristiges Fremdkapital 3.344 3.726 -382 -10,3
kurzfristiges Fremdkapital 1.479 592 887 149,8
Übrige 102 65 37 56,9
Summe Passivseite 8.515 6.560 1.955 29,8

Das Anlagevermögen ist zu 115% (im Vorjahr: 97%) von Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital gedeckt.

2. Liquidität

Die Liquidität des Unternehmens konnte deutlich verbessert werden:

2023 2022
Liquidität 1. Grades Liquide Mittel / kurzfristiges Fremdkapital 75% 8%
Liquidität 2. Grades (Liquide Mittel + kurzfr. Forderungen) / kurzfristiges Fremdkapital 163% 79%
Liquidität 3. Grades (Liquide Mittel + kurzfr. Forderungen + Vorräte) / kurzfristiges Fremdkapital 168% 86%

Bei den Liquiditätsgraden gelten aus Sicht von Banken und Investoren tendenziell folgende Ausprägungen als günstig oder gut:

Liquidität 1. Grades = 20-50%

Liquidität 2. Grades = 120-130%

Liquidität 3. Grades = 150-200%

Hiernach beurteilen wir die Liquidität zum Stichtag als ausgezeichnet. Unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Kreditlinien war unsere Zahlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt gesichert.

3. Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote konnte um 9% auf 42,2% gesteigert werden und wird von uns vor dem Hintergrund der anhaltenden Expansionspläne und dem wachsenden Bedarf nach Fremdfinanzierung oder Mezzanine-Kapital als sehr gut beurteilt. Dasselbe gilt für die anderen Indikatoren, welche die nachfolgende Übersicht zeigt:

2023 2022
Eigenkapitalquote Eigenkapital (inkl. Sonderposten) / Gesamtkapital 42,2% 33,2%
Zuschussquote Sonderposten / Sachanlagevermögen 1,2% 1,0%
Verschuldungsgrad Fremdkapital / Eigenkapital (inkl. Sonderposten) 134,3% 198,3%
Anlagendeckung Eigenkapital (inkl. Sonderposten) / Anlagevermögen 59,7% 36,0%

4. Ertragslage

Wir betrachten die Ertragslage im Hinblick die unter Ziffer IV. dargestellten besonderen Herausforderungen im Berichtsjahr als gut.

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Betriebsertrag 12.726 5.936 6.790 114,4
Betriebsaufwand 11.213 5.873 5.340 90,9
- davon Personalaufwand 7.586 4.253 3.333 78,4
- davon Abschreibungen 331 228 103 45,2
- davon Instandhaltungen 222 118 105 89,0
Betriebsergebnis 1.513 63 1.450 2.301,6
Finanzergebnis -101 -92 -9 -9,8
Jahresüberschuss 1.412 -29 1.441 -4.969,0

Die signifikante Steigerung aller Posten der Ertragslage gegenüber dem Vorjahr erklärt sich, wie bereits ausgeführt, im Wesentlichen aus dem Wachstum der Gesellschaft - sowohl durch die Integration der miteinander leben GmbH wie auch durch den eigenen Ausbau von Angeboten. So wurde der Jahresüberschuss nicht zuletzt durch Kostendegressionseffekte infolge des Wachstums in den Bereichen Jugendhilfe und Kindertagesstätten möglich.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Prognose

1. Quantitative Prognosefaktoren

Wir erwarten für die Geschäftsjahre 2024/2025 folgende Umsätze, die wir den Plan- und IST-Umsätzen für das Berichtsjahr gegenüberstellen.

Umsatzerlöse (in TEUR) 2023 2024 2025
Plan Ist
Bereiche
Jugendhilfe 8.400 10.380 10.834 11.994
Kitas 1.100 1.293 2.651 3.491
Schule 500 498 536 574
Gastronomie (wGB) 300 210 344 361
Sonstige 0 140 141 142
Summe 10.300 12.520 14.506 16.562

Die Planzahlen wurden aus einer detaillierten Gesamtplanung abgeleitet, welcher Szenarien zugrunde lagen, die dem steigenden Bedarf an Plätzen der stationären Jugendhilfe für deutsche und geflüchtete junge Menschen in Freiburg und in den Landkreisen Freiburg, Lörrach, Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald entsprechen.

Negative Auswirkungen aus einem Großbrand am 09.03.2024, als der Ostflügel unseres Gebäudekomplexes am Thurner weitgehend zerstört wurde, erwarten wir nur in geringem Umfang. Der Sachschaden wird nach diesseitiger Auffassung weitgehend von unserem Versicherer, dem Badischen Gemeinde-Versicherungs- Verband gedeckt werden. Etwas anderes könnte nur dann gelten, wenn die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben würden, dass das Brandereignis auf ein der Gesellschaft zurechenbares grob fahrlässiges Verhalten zurückzuführen ist; dafür bestehen nach unserer Kenntnis keine Anhaltspunkte.

Der nicht versicherte Betriebsausfall konnte wirtschaftlich weitgehend dadurch aufgefangen werden, dass wir die aus dem beschädigten Gebäudeteil evakuierten 12 Jugendlichen in einer von uns angemieteten großen Wohnung in Ehrenkirchen unterbringen konnten. Unser Schaden ergibt sich insofern als entgangener Gewinn daraus, dass wir diese Wohnung nicht anderweitig für das sogenannte Betreute Jugendwohnen nutzen können; dieser temporäre Ausfall einer Gewinnchance fällt gegenüber Ertragschancen in unseren anderen Geschäftsfeldern nur unwesentlich ins Gewicht, weil wir bei der Allokation unserer personellen Ressourcen nach wie vor flexibel sein können und werden.

Den Bereich Kindertagesstätten wollen wir deutlich ausbauen und damit einer gesteigerten Nachfrage nach Kita-Plätzen in allen Teilen Deutschlands gerecht werden.

Gemäß unseren Planungsansätzen rechnen wir damit, dass wir auch in den kommenden Jahren ausreichend Überschüsse erwirtschaften werden, um das Wachstum in allen Unternehmensbereichen finanzieren zu können. Für das Jahr 2024 gehen wir dabei von einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.000 TEUR aus.

Die betriebswirtschaftliche Auswertung im Berichtszeitpunkt zeigt, dass die vorstehenden Prognosewerte plausibel sind.

2. Qualitative Prognose

a) Personal

Wir werden im Jahre 2024 die Personalsituation weiter stabilisieren und erwarten, dass wir in der "Produktion" unserer Dienstleistungen und in der Verwaltung alle Stellen mit gut qualifizierten MitarbeiterInnen besetzen können.

b) Wettbewerbsposition

Wir werden uns in den Jahren 2024 ff. als ernstzunehmender Mitbewerber neben den Anbietern in kirchlicher Trägerschaft und anderen größeren Sozialdienstleistern weiter behaupten und verstetigen.

c) Shared Services

In den Jahren 2024 und 2025 werden wir die internen Abteilungen

Rechnungswesen,

Recht und Betriebswirtschaft,

Verwaltung

Facility und

Logistik

weiter in der Weise qualifizieren und zu internen Dienstleistungseinheiten ausbauen, dass wir verstärkt drei Effekte nutzen können:

Verbesserung der internen Leistungserbringung,

Erbringung der Leistungen auch an Dritte,

Erleichterung der künftigen Übernahme von Kitas oder Einrichtungen der freien Jugendhilfe

Im Berichtsjahr haben wir bereits für zwei Träger die Verwaltung übernommen.

II. Chancen und Risken

1. Chancen

Die Chancen für die Gesellschaft ergeben sich zunächst aus den günstigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, wie sie unter Ziffer B.I. dargestellt wurden.

Auch für die Jahre 2024/2025 erkennen wir anhaltende Wachstumschancen sowohl im Bereich der Jugendhilfe als auch bei den Kitas.

Dieser Erfolg ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass die Gesellschaft auch im Berichtsjahr tatkräftig und effizient auf die weiter gestiegenen Anforderungen der Kommunen reagieren konnte. Wir werden inzwischen neben den großen kirchlichen Trägern der freien Jugendhilfe als gleichrangiger Wettbewerber und von den kommunalen Jugendämtern als "systemrelevant" anerkannt.

Anerkennung bei den Kommunen erwarb die Gesellschaft auch durch die Übernahme mehrerer Kindertagesstätten, die aufgrund der regelmäßig ehrenamtlich strukturierten und nur bedingt effizienten Führungsstruktur einen starken Träger gesucht und in uns gefunden haben. Wir erwarten daher auch in diesem Bereich Wachstum und aufgrund der durch die Führung zahlreicher Kindertagesstätten möglichen Kostendegression und verschiedener Synergieeffekte eine stabile Ausweitung dieses Geschäftsfeldes.

2. Risiken

ergeben sich für die Gesellschaft

a)

aus den möglichen Friktionen bei der Transformation des Unternehmens und Verstetigung der Prozesse, insbesondere hinsichtlich der Rekrutierung und Einarbeitung von hochqualifiziertem Personal und

b)

der Finanzierung des außerordentlich raschen Wachstums

c)

im Hinblick darauf, dass der Zustrom minderjähriger unbegleiteter Flüchtlinge weiter anhält, aber die Akzeptanz weiter Bevölkerungskreise vor allem im ländlichen Raum nicht nur gegenüber Asylbewerbern, sondern auch gegenüber minderjährigen Geflüchteten abnimmt und daher unfreundliche Aktivitäten und Blockaden gegen die freien Träger der Jugendhilfe befürchtet werden müssen;

d)

aus der bundesweit zu beklagenden finanziellen Unterversorgung der kommunalen Haushalte, die mit zeitlichen Verzögerungen auch Auswirkungen auf unsere Ertragssituation haben könnte.

e)

Wegen der aus dem Brandereignis vom 09.03.2024 etwa resultierenden Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen unter C.I.1.

3. Gegensteuerung

a) Personal und Finanzierung

Es ist uns im Berichtsjahr gelungen, im Bereich unserer Dienstleistungen alle Stellen mit gut bis hochqualifizierten hoch motivierten MitarbeiterInnen zu besetzen. Das war nicht zuletzt dadurch möglich, dass wir, ohne tariflich gebunden zu sein, Löhne und Gehälter nach TVöD bezahlen und den MitarbeiterInnen zahlreiche Benefits gewähren, zum Beispiel kostenlose Mittagsmahlzeiten. Auch die unter Ziffer A.II.3 beschriebene Einbindung langjährig integrierter Flüchtender in die Betreuungsteams hat zu einer stabilen Personalstruktur mit geringer Fluktuation beigetragen.

Auch unsere Verwaltung konnten wir an die neuen Anforderungen anpassen. Dort sind inzwischen insgesamt alle Stellen besetzt und MitarbeiterInnen mit allen Qualifikationen tätig, die für das wachsende Unternehmen gebraucht werden.

b) Finanzierung

Das Wachstum der Gesellschaft konnte aus dem durch die gute Ertragslage gewonnen Working Capital zwischenfinanziert werden. Hierdurch haben sich zugleich unsere Bonität und mit ihr unsere Möglichkeiten verbessert, Fremdkapital, Spenden und Mezzanine-Kapital zu beschaffen. Unsere Hausbank hat in Anerkennung unserer Leistungen daher auch ohne Weiteres den Bau einer neuen Unterkunft für bis zu 32 junge Menschen finanziert.Die Baukosten beziffern wir auf 1,9 Mio. Euro; die Fertigstellung ist für das letzte Quartal 2024, spätestens für das erste Quartal 2025 geplant.

c) Poltische und sozialpsychologische Risiken

Dem politisch und ideologisch motivierten Widerstand gegen unsere Arbeit treten wir durch ständige Aufklärung, Transparenz und vielfältige Überzeugungsarbeit entgegen.

Zugleich verstärken wir unsere Aktivitäten in denjenigen Landkreisen und Städten, in denen wir damit rechnen können, willkommen zu sein oder doch wohlwollend gefördert zu werden, wenn wir als Sozialdienstleister unternehmerisch aktiv werden.

d) Abnahme der Belegung mit minderjährigen Flüchtenden

Dieser Gefahr wirken wir vor allem dadurch entgegen, dass wir die baulichen Voraussetzungen für die Betreuung so gestalten,

dass sie auch für Zwecke der vollstationären Betreuung im Bereich der klassischen Jugendhilfe und

für die Vermietung an MitarbeiterInnen (Werkmietverträge), Studierende und Auszubildende geeignet sind. Durch Werkmietverträge erreichen wir gleichzeitig eine höhere Bindung der MitarbeiterInnen.

Außerdem planen wir langfristig auch eine

Diversifikation unseres Leistungsangebots in Richtung einer intergenerativen Betreuung auch von alten Menschen in größeren Wohneinheiten zusammen mit jungen betreuten Menschen und MitarbeiterInnen.

Schließlich haben wir mit der Gründung der kidmodu GmbH (siehe oben Ziffer A.III) unser Leistungsangebot durch unsere Beteiligung mittelbar im Bereich der Ausrüstung von Kindertagesstäten im gesamten Bundesgebiet erweitert. Weil wir davon ausgehen, dass die Tagesbetreuung von Kindern aus ökonomischen Gründen volkswirtschaftlich von überragender Bedeutung ist, erwarten wir auch von unseren Aktivitäten in diesem Geschäftsfeld eine Stabilisierung und Sicherung des Unternehmens im Ganzen.

Nach allem gehen wir davon aus, dass wir bei großen Chancen mit Risiken zu rechnen haben, auf die wir vorbereitet sind und die wir gut kontrollieren können.

 

St. Märgen, den 07. Mai 2024

gez. Daniel Götte, Geschäftsführer

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.400,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.458.650,44 5.359.161,44
2. technische Anlagen und Maschinen 1.615,00 2.722,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 499.404,77 379.590,77
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 282.444,52
5.959.670,21 6.023.918,73
III. Finanzanlagen 49.980,00 17.800,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6250,00 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
fertige Erzeugnisse und Waren 67.617,95 43.535,07
II. Forderungem und sonstige Vermögensgegenstände 1.314.706,42 419.697,66
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.752,53 0,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.114.910,13 50.331,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.214,08 3.316,82
Summe Aktivseite 8.515.098,79 6.559.999,82

PASSIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.500,00 25.500,00
eigene Anteile -5.100,00 0,00
ausgegebenes Kapital 20.400,00 25.500,00
II. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 3.500.584,17 2.088.885,98
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zuwendungen 69.270,00 62.860,00
C. Rückstellungen 265.017,89 52.570,00
D. Verbindlichkeiten 4.558.089,44 4.264.777,24
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.120.863,22 4.028.762,82
E. Rechnungsabgrenzungsposten 101.737,29 65.406,60
Summe Passivseite 8.515.098,79 6.559.999,82

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

timeout Stiftung gGmbH

Freiburg im Breisgau

2023 2022
EUR EUR
1. Rohgewinn 11.556.981,92 5.391.690,81
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.315.629,40 3.534.587,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.270.617,84 718.780,97
7.586.247,24 4.253.368,16
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 330.821,64 228.370,86
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.115.212,08 837.634,43
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 501,99 178,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 101.842,70 91.708,62
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.160,78 -26,33
8. Ergebnis nach Steuern 1.426.521,03 -19.186,93
9. sonstige Steuern 14.882,84 10.137,45
10. Jahresüberschuss 1.411.698,19 -29.324,38

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

Timeout Stiftung gGmbH

Freiburg im Breisgau

1. Allgemeine Angaben

Die timeout Stiftung gGmbH hat Ihren Sitz in Freiburg im Breisgau. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter Handelsregisternummer HRB 715192 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den maßgeblichen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen den Vermerken ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft nimmt teilweise die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Gesellschafften in Anspruch.

Der vorliegende Jahresabschluss ist, soweit nachfolgend nicht anderweitig dargestellt, unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen aufgestellt.

Durch notariellen Vertrag vom 28.08.2023 hat die miteinander leben GmbH mit Sitz in Ehrenkirchen, vormals eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter HRB 706552 ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung nach §§ 2 Nr. 1, 46 ff. UmwG auf die timeout Stiftung gGmbH übertragen. Die Übertragung des Vermögens erfolgte im Innenverhältnis mit Wirkung zum 01.01.2023 (Verschmelzungsstichtag). Die Verschmelzung erfolgte dabei gemäß § 54 Abs. 1 S. 3 UmwG ohne Kapitalerhöhung bei der übernehmenden Gesellschaft. Der Ansatz der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte gemäß § 24 UmwG zu Buchwerten, entsprechend der Schlussbilanz des übertragenden Rechtsträgers zum 31.12.2022. Die Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister der übernehmenden timeout Stiftung gGmbH erfolgte am 30. August 2023 (Wirksamwerden der Verschmelzung).

Aufgrund dieser Verschmelzung ist die Vergleichbarkeit der Bilanz teilweise eingeschränkt. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit sind daher nachfolgend die Werte der im Zuge der Ausgliederung zugegangenen Vermögensgegenstände und Schulden der wesentlichen Bilanzposten dargestellt:

Wert zum 01.01.2023 ohne Verschmelzung Zugang aufgrund Verschmelzung Wert zum 01.01.2023 nach Verschmelzung
Anlagevermögen TEUR 6.043 TEUR 79 TEUR 6.122
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände TEUR 420 TEUR 84 TEUR 504
Liquide Mittel TEUR 50 TEUR 63 TEUR 113
Rückstellungen TEUR 53 TEUR 36 TEUR 89
Verbindlichkeiten TEUR 4.265 TEUR 44 TEUR 4.309

Der Effekt der Verschmelzung auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:

Posten Werte 2023 gemäß Jahresabschluss davon aus Übernahme von miteinander leben Werte 2023 analog der Struktur Vorjahr
Gesamterträge TEUR 12.730 TEUR 1.745 TEUR 10.985
Materialaufwand TEUR 1.169 TEUR 188 TEUR 981
Personalaufwand TEUR 7.586 TEUR 493 TEUR 7.093
Sonstige Aufwendungen TEUR 2.563 TEUR 313 TEUR 2.250

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern werden auf Grundlage der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer geschätzt und orientieren sich an den amtlichen AfA-Tabellen der Finanzverwaltung.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände wurde auf 5 Jahre festgesetzt.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten sowie Außenanlagen wurde zwischen 12 und 50 Jahre festgelegt. Für Technische Anlagen und Maschinen gelten grundsätzlich Nutzungsdauern von 10 bis 15 Jahren. Für die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden Nutzungsdauern zwischen 3 und 20 Jahren festgesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert von bis zu EUR 800,00 pro Anlagegut (ohne Umsatzsteuer) wurden in Anlehnung an die steuerliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst.

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die fertigen Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Der Sonderposten aus Zuschüssen und Zuwendungen betrifft passivierte verlorene Zuschüsse, die unter der auflösenden Bedingung einer zweckgerichteten Mittelverwendung gegeben wurden. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer des jeweils bezuschussten Anlagegutes.

Die sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen und in ausreichendem Umfang gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Eine Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Zugänge aus Verschmelzung Buchwert Zugänge aus Verschmelzung hins. AHK
Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 7.000,00 0,00 0,00 27.875,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.174.723,82 90.169,12 27.525,00 56.605,45
2. technische Anlagen und Maschinen 11.263,14 0,00 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 794.554,58 252.806,69 51.895,00 193.376,89
4. geleistete Anzahlungen im Bau 2.824.444,52 93.814,73 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 7.262.986,06 436.790,54 79.420,00 249.982,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 0,00 6.250,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 17.800,00 32.180,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 7.287.786,06 468.970,54 79.420,00 277.857,38
Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 27.875,04 0,00 7.000,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 127.841,83 6.449.340,22
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 11.263,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.019,31 1.000,00 1.106.718,85
4. geleistete Anzahlungen im Bau 247.417,42 -128.841,83
Summe Sachanlagen 382.436,73 0,00 7.567.322,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 6.250,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 49.980,00
Summe Anlagevermögen 410.311,77 0,00 7.624.302,21
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge aus Verschmelzung hins. Abschreibung Zugänge Abgänge
Euro Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.600,00 27.875,04 1.400,00 27.875,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 815.562,38 29.080,45 146.046,95 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 8.541,14 0,00 1.107,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 414.963,81 141.481,89 182.267,69 131.399,31
4. geleistete Anzahlungen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.239.067,33 170.562,34 329.421,64 131.399,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.244.667,33 198.437,38 330.821,64 159.274,35
Abschreibungen
Umbuchungen Zuschreibungen Stand 31.12.2023
Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 7.000,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 990.689,78
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 9.648,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 607.314,08
4. geleistete Anzahlungen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 0,00 1.607.652,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 0,00 1.614.652,00
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.458.650,44
2. technische Anlagen und Maschinen 1.615,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 499.404,77
4. geleistete Anzahlungen im Bau 0,00
Summe Sachanlagen 5.959.670,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 6.250,00
Summe Finanzanlagen 49.980,00
Summe Anlagevermögen 6.009.650,21

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten sind aus der beigefügten Fälligkeitenübersicht ersichtlich.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

Art der Verpflichtung Gesamtbetrag Bis zu 1 Jahr Mehr als 1 Jahr Mehr als 5 Jahre
(TEUR) (TEUR) (TEUR) (TEUR)
Mietverträge 1.291 216 1.075 450
Gesamt 1.291 216 1.075 450

Fälligkeitenübersicht zum 31.12.2023

Gesamt 31.12.2023 bis zu 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
AKTIVSEITE
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.752,53 13.752,53 0,00
im Vorjahr 0,00 0,00 0,00
Gesamt 1.314.706,42 1.299.584,99 15.121,43 0,00
im Vorjahr 419.697,66 416.785,66 2.912,00 0,00
PASSIVSEITE
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.120.863,22 776.632,81 3.344.230,41 2.312.475,05
im Vorjahr 4.028.762,82 302.469,64 3.726.293,18 2.297.988,80
davon aus Steuern 85.716,78 85.716,78
im Vorjahr 62.789,91 62.789,91
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 64.019,70 64.019,70
im Vorjahr 43.485,32 43.485,32
Gesamt 4.558.089,44 1.213.859,03 3.344.230,41 2.312.475,05
im Vorjahr 4.264.777,24 538.484,06 3.726.293,18 2.297.988,80
davon gesicherte Beträge Art und Form der Sicherheit
EUR
AKTIVSEITE
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
im Vorjahr
Gesamt
im Vorjahr
PASSIVSEITE
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.120.863,22 Buchungsschuld, Grundpfandrecht, Sicherungsübereignung
im Vorjahr
davon aus Steuern
im Vorjahr
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
im Vorjahr
Gesamt
im Vorjahr

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Außergewöhnliche Aufwendungen

Aus der Verschmelzung der miteinander leben GmbH ergibt sich ein negativer Differenzbetrag zwischen dem Buchwert der untergehenden Geschäftsanteile und dem Buchwert des übernommenen Reinvermögens in Höhe von TEUR 187. Dieser wurde als außergewöhnlicher Aufwand unter dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

Des Weiteren ergaben sich im Berichtsjahr außergewöhnliche Aufwendungen aus dem Abgang der Planungskosten für das Lerndorf mit Schule und Unterkunft am Thurner in St. Märgen in Höhe von TEUR 247, da die Umsetzung dieses Bauprojekt nicht mehr weiterverfolgt wird.

5. Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 186 Arbeitnehmer beschäftigt: Die Arbeitnehmer setzen sich zusammen aus:

Verwaltung 23
Hauswirtschaft 5
Jugendhilfe 104
Kindergarten 34
Schule 11
Wirtshaus 9
Summe 186

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren:

Herr Daniel Götte

Herr Knut Wuhler (bis zum 30.06.2023)

Die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung sind in zulässiger Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Herr Wilfried Rahe, selbständiger Berater, Vorsitzender

Frau Dr. Barbara Junne, Mitarbeiterin Helmut-Schmidt-Universität

Herr Dietmar Herrmann, Geschäftsführer Albert Schulz GmbH

Die Aufsichtsräte sind ehrenamtlich (unentgeltlich) tätig.

Nachtragsbericht

Negative Auswirkungen aus einem Großbrand am 09.03.2024, als der Ostflügel unseres Gebäudekomplexes am Thurner weitgehend zerstört wurde, erwarten wir nur in geringem Umfang. Der Sachschaden wird nach diesseitiger Auffassung weitgehend von unserem Versicherer, dem Badischen Gemeinde- Versicherungs-Verband gedeckt werden. Etwas anderes könnte nur dann gelten, wenn die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben würden, dass das Brandereignis auf ein der Gesellschaft zurechenbares grob fahrlässiges Verhalten zurückzuführen ist; dafür bestehen nach unserer Kenntnis keine Anhaltspunkte.

Der nicht versicherte Betriebsausfall konnte wirtschaftlich weitgehend dadurch aufgefangen werden, dass wir die aus dem beschädigten Gebäudeteil evakuierten 12 Jugendlichen in einer von uns angemieteten großen Wohnung in Ehrenkirchen unterbringen konnten. Unser Schaden ergibt sich insofern als entgangener Gewinn daraus, dass wir diese Wohnung nicht anderweitig für das sogenannte Betreute Jugendwohnen nutzen können; dieser temporäre Ausfall einer Gewinnchance fällt gegenüber Ertragschancen in unseren anderen Geschäftsfeldern nur unwesentlich ins Gewicht, weil wir bei der Allokation unserer personellen Ressourcen nach wie vor flexibel sein können und werden.

 

Freiburg, den 07.05.2024

Daniel Götte

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

In dem vorstehenden, zur Offenlegung verkürzten Jahresabschluss (Bilanz) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 326 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die timeout Stiftung gGmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der timeout Stiftung gGmbH, Freiburg im Breisgau, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der timeout Stiftung gGmbH für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren.

Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg, den 17. Mai 2024

ADJUVARIS GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Christian Hättich, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 12. Juni 2024.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

22 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.