4. Freiburger Solarfonds KG
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manuel Da Pian seit 7.11.2025 | Prokura |
Silvia Hofmann seit 7.11.2025 | Prokura |
Daniel Götte seit 31.8.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 20.00% | |
M***** D* P*** | 20.00% |
I***** T****************** | 20.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
4 von 5 Anteilseignern sichtbar
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
timeout Stiftung gGmbHFreiburg im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Timeout Stiftung gGmbHFreiburg im BreisgauA. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftsmodell Gründungsidee von timeout war es, mit dem anfänglichen Fokus auf Schulverweigerer einen praktischen Beitrag zur Inklusion junger Menschen in eine Gesellschaft zu leisten, die viele Menschen marginalisiert, stigmatisiert und ungeschützt zurücklässt. Dieses Motiv veranlasste Bürgerinnen und Bürger dazu, im Jahre 2002 unter dem Leitbild "Niemanden zurücklassen!" den timeout e.V. zu gründen. Schulverweigerern sollte ein geschützter Ort für ihre individuelle Entwicklung und die Erweiterung eines Möglichkeitsraumes eröffnet werden, in dem sie ihre besonderen Begabungen entwickeln, ihren Neigungen folgen und ihre Ziele erreichen können. In den 22 Jahren seit Gründung hat das Unternehmen, das seit dem Jahre 2016 in der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH geführt wird, sein Angebot stetig und manchmal in Sprüngen in Freiburg und in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen erweitert und vertieft. Unter dem Dach der Stiftung versammeln sich heute Wohngruppen der stationären Jugendhilfe, Wohnungen für ambulant betreutes Jugendwohnen, Kindergärten, eine Werkrealschule, Notschlafstellen für unbegleitete minderjährige Ausländer, ein landwirtschaftlicher Betrieb und das Thurner Wirtshaus. II. Leistungsbereiche und organisatorische Struktur 1. Leistungsbereiche Die Gesellschaft versammelt als Sozialdienstleisterin unter ihrem Dach vier Haupt-Leistungsbereiche:
2. Weitere Leistungsbereiche In den Bereich der Jugendhilfe fallen neben den zentralen Leistungen der vollstationären Betreuung junger Menschen nach den §§ 27, 33 ff. SGB VIII auch die Angebote der Sozialen Landwirtschaft. 3. Organisation der Betreuung von umAs Die Gesellschaft hat für die gute und interkulturell wirksame Integration unbegleiteter minderjähriger Flüchtender ein besonderes Organisationsmodell entwickelt und mit Erfolg praktiziert. Es besteht wesentlich in der Einbindung von gut integrierten Menschen, die selbst geflohen waren und sowohl Deutsch als auch die Sprache der Geflüchteten sprechen, in die Betreuungsteams. 4. Standorte Die Gesellschaft wendet sich aus pädagogischen und moralischen Grundsätzen grundsätzlich gegen die Unterscheidung deutscher und ausländischer junger Menschen, welche eine implizite Diskriminierung enthält. Im Folgenden wird diese Unterscheidung gleichwohl getroffen, soweit sie aus § 42a SGB VIII zwingend folgt und soweit geflohene junge Menschen eine differenzierte Betreuung benötigen. Stationäre Gruppen für inländische junge Menschen unterhält die Gesellschaft in
Kindertagesstätten befinden sich im Berichtszeitraum in
Gruppen für umAs und Notschlafstellen wurden eingerichtet in
5. Organisationsstruktur Die Gesamtleitung obliegt dem geschäftsführenden Gesellschafter Daniel Götte, der von zwei Stabsstellen unterstützt wird, der Stabsstelle Geschäftsleitung und Verwaltung und der Stabsstelle Recht und Organisation. Die Verantwortung für die Leistungsbereiche liegt bei BereichsleiterInnen. Sechs besonders qualifizierte MitarbeiterInnen im Fachdienst nehmen für die BereichsleiterInnen interne Beratungsaufgaben wahr. Die Leitung der Jugendhilfe liegt bis auf Weiteres beim Geschäftsführer und soll mittelfristig an eine/n Bereichsleiter/in Jugendhilfe übertragen werden. Die Verwaltungsleiterin berichtet an den Geschäftsführer. Außerdem berichten der Personalleiter, der Leiter Facility und die Inhaberin der Stelle "Beschwerdemanagement" direkt an den Geschäftsführer. Allen MitarbeiterInnen steht in Krisensituationen ein Sorge- und Nachsorgeteam zur Verfügung. III. Rechtliche Struktur Die Gesellschaft mit fünf GesellschafterInnen ist als gemeinnützig anerkannt. Nach der einvernehmlichen Einziehung eines Geschäftsanteils am 19.10.2023 hält die Gesellschaft den eingezogenen Geschäftsanteil als eigenen. Im Dezember 2022 hatte die Gesellschaft im Wege eines Share Deals die in Norsingen domizilierte miteinander leben GmbH (ml) mit dinglicher Wirkung im Januar 2023 erworben. Aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 28.08.2023 und der Versammlungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom 28.08.2023 wurde die ml mit der Gesellschaft verschmolzen (Verschmelzung zur Aufnahme). Die Verschmelzung ist rechtlich wirksam geworden mit der Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister der beteiligten Gesellschaften am 30.08.2023; sie wirkt wirtschaftlich und steuerrechtlich auf den 01.01.2023 zurück. Mit Gesellschaftsvertrag vom 08.11.2023 hat die Gesellschaft zusammen mit der CS holding GmbH die "kidmodu GmbH" mit dem Sitz in Waldkirch gegründet; sie wurde am 08.01.2024 im Handelsregister des Amtsgerichtes Freiburg eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist im Wesentlichen die Herstellung und der Vertrieb von multifunktional einsetzbaren mobilen Holzmodulen zur Verwendung als beheizbare Schutzhütten für Kindertagesstätten in der Stadt und auf dem Land. Die beiden Gründungsgesellschafterinnen halten je 50% des Stammkapitals. Die Geschäftsführung wird von einem Aufsichtsrat beraten. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Berichtsjahr von dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, der anhaltenden Inflation und dem Arbeitskräftemangel in fast allen Branchen geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das preisbereinigte BIP 2023 nur um 0,7 % höher. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,4% auf 5,7%, die Inflationsrate sank um 1% auf 5,9%. Diese Entwicklung wurde allgemein als Ausdruck globaler Krisenphänomene wahrgenommen. 2. Auch im Berichtsjahr hat sich trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung die Lage für Sozialdienstleister im Bereich der Jugendhilfe und der Kindertagesstätten trotz der knappen Mittel öffentlicher Haushalte gegenüber dem Vorjahr nicht verschlechtert. Hierfür erkennen wir drei Ursachen.
haben Sozialdienstleister und insbesondere die freien Träger der Jugendhilfe auch 2023 vor Herausforderungen gestellt, die sich in einem Schub öffentlicher Aufträge insbesondere im Bereich der Erstaufnahme und Inobhutnahme minderjähriger unbegleiteter Ausländer (umA) und dem damit verbundenen Druck zeigten, bestehende Leistungsangebote innerhalb kürzester Zeit zu intensivieren und zu erweitern. II. Politische Rahmenbedingungen Mit dem Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz - KJSG) vom 3. Juni 2021 wurden "die völkerrechtlichen Verpflichtungen aus dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (VN-Behindertenrechtskonvention - VN-BRK), dem Übereinkommen über die Rechte des Kindes der Vereinten Nationen (VN-Kinderrechtskonvention - VN-KRK) sowie dem Haager Übereinkommen vom 19. Oktober 1996 über die Zuständigkeit, das anzuwendende Recht, die Anerkennung, Vollstreckung und Zusammenarbeit auf dem Gebiet der elterlichen Verantwortung und der Maßnahmen zum Schutz von Kindern umgesetzt, indem
Im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien vom 07.12.2021 wurde beschlossen, die mit dem KJSG begonnene Politik fortzusetzen. Auf der Ebene der Länder und der Kommunen - der Auftraggeberinnen der Gesellschaft - wurden die aus Politik und Bundesgesetz folgenden Vorgabe trotz knapper Mittel weitgehend umgesetzt. III. Zwischenergebnis Rahmenbedingungen Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen haben sich für die timeout Stiftung gGmbH als günstig erwiesen. Die steigenden Energiekosten erreichten auch die Gesellschaft, die als Sozialdienstleisterin hiervon jedoch nicht schwerwiegend beeinträchtigt wurde. Im Zeitpunkt der Berichterstellung kann insgesamt festgestellt werden, dass die Gesellschaft diese günstigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen auch zu nutzen wusste. IV. Geschäftsverlauf 1. Allgemeine Bemerkungen Auch das Jahr 2023 war, wie schon das Vorjahr, geprägt von einer Vielzahl von Faktoren, die in ihrer Ursache nicht steuerbar, in ihren Auswirkungen aber einen erheblichen Impact auf das operative Geschäft aller Sozialdienstleister hatten. Das Berichtsjahr war insbesondere durch unseren Einsatz in der Stadt Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald bei der Schaffung zusätzlicher Aufnahme- und Betreuungskapazitäten für umAs bestimmt. 2. Neue Unterkünfte für unbegleitete minderjährige Ausländer Bereits Ende Oktober 2022 hatten wir uns entschlossen, unser Hotel am Thurner aufzugeben und die Hotelzimmer für Zwecke der Jugendhilfe umzuwidmen. Ebenfalls bereits im 4. Quartal 2022 konnten wir aufgrund guter Beziehungen zu einem Bauträger und Architekten langfristige Mietverträge über zwei Häuser in Freiburg abschließen. Mit der Stadt Freiburg vereinbarten wir außerdem, als Dienstleister die Alltagsbetreuung in einer Notschlafstelle für ankommenden minderjährige Flüchtende zu betreiben. Per Saldo gelang es uns so, vielen jungen Geflüchteten einen geschützten Raum und sicheren Ort zu geben. Im Berichtsjahr konnten wir alle Plätze, sowohl im Bereich der klassischen Jugendhilfe nach den §§ 34 ff. SGB VIII, als auch die Plätze für die Inobhutnahme von umAs nach § 42a SGB VIII vollständig besetzen. Teilweise mussten wir umAs zur Bewältigung temporärer Notlagen behelfsmäßig unterbringen. In den Notschlafstellen hatten wir mit starken Schwankungen zwischen ruhigen Phasen und Überbelegungen zu kämpfen. Aus Vertraulichkeitsgründen sind wir gehalten, die statistischen Auswertungen der Jugendämter nicht zu veröffentlichen. Wir können aber zusammenfassend sagen, dass sich die Zahl der Neuzugänge von umAs zwischen Januar und Dezember des Berichtsjahres mehr als verdoppelt hat. Wir sind daher seit Mitte 2023 dabei, zusätzliche Unterkünfte für mindestens 32 junge Menschen zu schaffen und im Berichtszeitpunkt zuversichtlich, dass uns dies bis Mitte 2024 gelingen wird. Um die Entwicklung in diesem Bereich darzustellen, seien nur zwei Zahlen genannt: Am 01.01.2023 betreuten wir 20 umAs, am 31.12.2023 waren es 68. 3. Personal Es gelang uns, auch im Jahre 2024 weitere pädagogische Fachkräfte und für die intermediäre Betreuung geeignete, gut integrierte und mehrsprachige Ausländer in einem Umfang zu gewinnen, dass heute alle Stellen besetzt sind. Auch in der Verwaltung sind wir für die wachsenden Aufgaben gerüstet. Im Januar des Berichtsjahres beschäftigten wir noch 166 Mitarbeiter, am Ende des Jahres waren es bereits 210, wie die nachfolgende Tabelle zeigt.
4. Bauleitplanung St. Märgen, am Thurner Wenig erfreulich war die Entwicklung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens nach § 12 BauGB am Thurner. Wegen starker Widerstände aus dem Gemeinderat und der Bevölkerung mussten wir dieses im 4. Quartal aufgeben. Da wir jedoch im Geschäftsjahr unsere außerordentlich fruchtbare Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg ausbauen konnten, sind wir sehr zuversichtlich, dass wir den wachsenden Bedarf an Plätzen für junge Menschen, gleich welcher Herkunft, durch bauliche Maßnahmen hier werden decken können. Auch im Landkreis Lörrach haben sich bereits im Berichtsjahr gute Perspektiven abgezeichnet, die inzwischen in konkrete Verhandlungen mit dem Kreisjugendamt mündeten. Im 1. Quartal dieses Jahres haben wir die Konsequenz aus den politisch und sozialpsychologisch ungünstigen Rahmenbedingungen im Hochschwarzwald gezogen und den Sitz des Unternehmens nach Freiburg verlegt. 5. Zusammenfassung Zusammenfassend können wir feststellen, dass wir im Berichtsjahr trotz unvorhersehbarer Herausforderungen die Gesellschaft nicht nur auf Kurs halten, sondern die Krise als Chance für einen großen Sprung nach vorne nutzen konnten. Dies reflektiert sich in den Kennzahlen, wie wir sie aus dem Jahresabschluss ableiten wie folgt. V. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Vermögenslage Die Vermögenslage hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das Vermögen, insbesondere in Form Liquider Mittel und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, und die Bilanzsumme sind aufgrund der Geschäftsausweitung bei verbesserter Rentabilität um 1.955 TEUR gestiegen.
Das Anlagevermögen ist zu 115% (im Vorjahr: 97%) von Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital gedeckt. 2. Liquidität Die Liquidität des Unternehmens konnte deutlich verbessert werden:
Bei den Liquiditätsgraden gelten aus Sicht von Banken und Investoren tendenziell folgende Ausprägungen als günstig oder gut:
Hiernach beurteilen wir die Liquidität zum Stichtag als ausgezeichnet. Unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Kreditlinien war unsere Zahlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt gesichert. 3. Kapitalstruktur Die Eigenkapitalquote konnte um 9% auf 42,2% gesteigert werden und wird von uns vor dem Hintergrund der anhaltenden Expansionspläne und dem wachsenden Bedarf nach Fremdfinanzierung oder Mezzanine-Kapital als sehr gut beurteilt. Dasselbe gilt für die anderen Indikatoren, welche die nachfolgende Übersicht zeigt:
4. Ertragslage Wir betrachten die Ertragslage im Hinblick die unter Ziffer IV. dargestellten besonderen Herausforderungen im Berichtsjahr als gut.
Die signifikante Steigerung aller Posten der Ertragslage gegenüber dem Vorjahr erklärt sich, wie bereits ausgeführt, im Wesentlichen aus dem Wachstum der Gesellschaft - sowohl durch die Integration der miteinander leben GmbH wie auch durch den eigenen Ausbau von Angeboten. So wurde der Jahresüberschuss nicht zuletzt durch Kostendegressionseffekte infolge des Wachstums in den Bereichen Jugendhilfe und Kindertagesstätten möglich. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht I. Prognose 1. Quantitative Prognosefaktoren Wir erwarten für die Geschäftsjahre 2024/2025 folgende Umsätze, die wir den Plan- und IST-Umsätzen für das Berichtsjahr gegenüberstellen.
Die Planzahlen wurden aus einer detaillierten Gesamtplanung abgeleitet, welcher Szenarien zugrunde lagen, die dem steigenden Bedarf an Plätzen der stationären Jugendhilfe für deutsche und geflüchtete junge Menschen in Freiburg und in den Landkreisen Freiburg, Lörrach, Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald entsprechen. Negative Auswirkungen aus einem Großbrand am 09.03.2024, als der Ostflügel unseres Gebäudekomplexes am Thurner weitgehend zerstört wurde, erwarten wir nur in geringem Umfang. Der Sachschaden wird nach diesseitiger Auffassung weitgehend von unserem Versicherer, dem Badischen Gemeinde-Versicherungs- Verband gedeckt werden. Etwas anderes könnte nur dann gelten, wenn die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben würden, dass das Brandereignis auf ein der Gesellschaft zurechenbares grob fahrlässiges Verhalten zurückzuführen ist; dafür bestehen nach unserer Kenntnis keine Anhaltspunkte. Der nicht versicherte Betriebsausfall konnte wirtschaftlich weitgehend dadurch aufgefangen werden, dass wir die aus dem beschädigten Gebäudeteil evakuierten 12 Jugendlichen in einer von uns angemieteten großen Wohnung in Ehrenkirchen unterbringen konnten. Unser Schaden ergibt sich insofern als entgangener Gewinn daraus, dass wir diese Wohnung nicht anderweitig für das sogenannte Betreute Jugendwohnen nutzen können; dieser temporäre Ausfall einer Gewinnchance fällt gegenüber Ertragschancen in unseren anderen Geschäftsfeldern nur unwesentlich ins Gewicht, weil wir bei der Allokation unserer personellen Ressourcen nach wie vor flexibel sein können und werden. Den Bereich Kindertagesstätten wollen wir deutlich ausbauen und damit einer gesteigerten Nachfrage nach Kita-Plätzen in allen Teilen Deutschlands gerecht werden. Gemäß unseren Planungsansätzen rechnen wir damit, dass wir auch in den kommenden Jahren ausreichend Überschüsse erwirtschaften werden, um das Wachstum in allen Unternehmensbereichen finanzieren zu können. Für das Jahr 2024 gehen wir dabei von einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.000 TEUR aus. Die betriebswirtschaftliche Auswertung im Berichtszeitpunkt zeigt, dass die vorstehenden Prognosewerte plausibel sind. 2. Qualitative Prognose a) Personal Wir werden im Jahre 2024 die Personalsituation weiter stabilisieren und erwarten, dass wir in der "Produktion" unserer Dienstleistungen und in der Verwaltung alle Stellen mit gut qualifizierten MitarbeiterInnen besetzen können. b) Wettbewerbsposition Wir werden uns in den Jahren 2024 ff. als ernstzunehmender Mitbewerber neben den Anbietern in kirchlicher Trägerschaft und anderen größeren Sozialdienstleistern weiter behaupten und verstetigen. c) Shared Services In den Jahren 2024 und 2025 werden wir die internen Abteilungen
weiter in der Weise qualifizieren und zu internen Dienstleistungseinheiten ausbauen, dass wir verstärkt drei Effekte nutzen können:
Im Berichtsjahr haben wir bereits für zwei Träger die Verwaltung übernommen. II. Chancen und Risken 1. Chancen Die Chancen für die Gesellschaft ergeben sich zunächst aus den günstigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, wie sie unter Ziffer B.I. dargestellt wurden. Auch für die Jahre 2024/2025 erkennen wir anhaltende Wachstumschancen sowohl im Bereich der Jugendhilfe als auch bei den Kitas. Dieser Erfolg ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass die Gesellschaft auch im Berichtsjahr tatkräftig und effizient auf die weiter gestiegenen Anforderungen der Kommunen reagieren konnte. Wir werden inzwischen neben den großen kirchlichen Trägern der freien Jugendhilfe als gleichrangiger Wettbewerber und von den kommunalen Jugendämtern als "systemrelevant" anerkannt. Anerkennung bei den Kommunen erwarb die Gesellschaft auch durch die Übernahme mehrerer Kindertagesstätten, die aufgrund der regelmäßig ehrenamtlich strukturierten und nur bedingt effizienten Führungsstruktur einen starken Träger gesucht und in uns gefunden haben. Wir erwarten daher auch in diesem Bereich Wachstum und aufgrund der durch die Führung zahlreicher Kindertagesstätten möglichen Kostendegression und verschiedener Synergieeffekte eine stabile Ausweitung dieses Geschäftsfeldes. 2. Risiken ergeben sich für die Gesellschaft
3. Gegensteuerung a) Personal und Finanzierung Es ist uns im Berichtsjahr gelungen, im Bereich unserer Dienstleistungen alle Stellen mit gut bis hochqualifizierten hoch motivierten MitarbeiterInnen zu besetzen. Das war nicht zuletzt dadurch möglich, dass wir, ohne tariflich gebunden zu sein, Löhne und Gehälter nach TVöD bezahlen und den MitarbeiterInnen zahlreiche Benefits gewähren, zum Beispiel kostenlose Mittagsmahlzeiten. Auch die unter Ziffer A.II.3 beschriebene Einbindung langjährig integrierter Flüchtender in die Betreuungsteams hat zu einer stabilen Personalstruktur mit geringer Fluktuation beigetragen. Auch unsere Verwaltung konnten wir an die neuen Anforderungen anpassen. Dort sind inzwischen insgesamt alle Stellen besetzt und MitarbeiterInnen mit allen Qualifikationen tätig, die für das wachsende Unternehmen gebraucht werden. b) Finanzierung Das Wachstum der Gesellschaft konnte aus dem durch die gute Ertragslage gewonnen Working Capital zwischenfinanziert werden. Hierdurch haben sich zugleich unsere Bonität und mit ihr unsere Möglichkeiten verbessert, Fremdkapital, Spenden und Mezzanine-Kapital zu beschaffen. Unsere Hausbank hat in Anerkennung unserer Leistungen daher auch ohne Weiteres den Bau einer neuen Unterkunft für bis zu 32 junge Menschen finanziert.Die Baukosten beziffern wir auf 1,9 Mio. Euro; die Fertigstellung ist für das letzte Quartal 2024, spätestens für das erste Quartal 2025 geplant. c) Poltische und sozialpsychologische Risiken Dem politisch und ideologisch motivierten Widerstand gegen unsere Arbeit treten wir durch ständige Aufklärung, Transparenz und vielfältige Überzeugungsarbeit entgegen. Zugleich verstärken wir unsere Aktivitäten in denjenigen Landkreisen und Städten, in denen wir damit rechnen können, willkommen zu sein oder doch wohlwollend gefördert zu werden, wenn wir als Sozialdienstleister unternehmerisch aktiv werden. d) Abnahme der Belegung mit minderjährigen Flüchtenden Dieser Gefahr wirken wir vor allem dadurch entgegen, dass wir die baulichen Voraussetzungen für die Betreuung so gestalten,
Außerdem planen wir langfristig auch eine
Schließlich haben wir mit der Gründung der kidmodu GmbH (siehe oben Ziffer A.III) unser Leistungsangebot durch unsere Beteiligung mittelbar im Bereich der Ausrüstung von Kindertagesstäten im gesamten Bundesgebiet erweitert. Weil wir davon ausgehen, dass die Tagesbetreuung von Kindern aus ökonomischen Gründen volkswirtschaftlich von überragender Bedeutung ist, erwarten wir auch von unseren Aktivitäten in diesem Geschäftsfeld eine Stabilisierung und Sicherung des Unternehmens im Ganzen. Nach allem gehen wir davon aus, dass wir bei großen Chancen mit Risiken zu rechnen haben, auf die wir vorbereitet sind und die wir gut kontrollieren können.
St. Märgen, den 07. Mai 2024 gez. Daniel Götte, Geschäftsführer BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023timeout Stiftung gGmbHFreiburg im Breisgau
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023Timeout Stiftung gGmbHFreiburg im Breisgau1. Allgemeine Angaben Die timeout Stiftung gGmbH hat Ihren Sitz in Freiburg im Breisgau. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter Handelsregisternummer HRB 715192 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den maßgeblichen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen den Vermerken ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Die Gesellschaft nimmt teilweise die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Gesellschafften in Anspruch. Der vorliegende Jahresabschluss ist, soweit nachfolgend nicht anderweitig dargestellt, unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen aufgestellt. Durch notariellen Vertrag vom 28.08.2023 hat die miteinander leben GmbH mit Sitz in Ehrenkirchen, vormals eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter HRB 706552 ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung nach §§ 2 Nr. 1, 46 ff. UmwG auf die timeout Stiftung gGmbH übertragen. Die Übertragung des Vermögens erfolgte im Innenverhältnis mit Wirkung zum 01.01.2023 (Verschmelzungsstichtag). Die Verschmelzung erfolgte dabei gemäß § 54 Abs. 1 S. 3 UmwG ohne Kapitalerhöhung bei der übernehmenden Gesellschaft. Der Ansatz der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte gemäß § 24 UmwG zu Buchwerten, entsprechend der Schlussbilanz des übertragenden Rechtsträgers zum 31.12.2022. Die Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister der übernehmenden timeout Stiftung gGmbH erfolgte am 30. August 2023 (Wirksamwerden der Verschmelzung). Aufgrund dieser Verschmelzung ist die Vergleichbarkeit der Bilanz teilweise eingeschränkt. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit sind daher nachfolgend die Werte der im Zuge der Ausgliederung zugegangenen Vermögensgegenstände und Schulden der wesentlichen Bilanzposten dargestellt:
Der Effekt der Verschmelzung auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:
2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern werden auf Grundlage der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer geschätzt und orientieren sich an den amtlichen AfA-Tabellen der Finanzverwaltung. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände wurde auf 5 Jahre festgesetzt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten sowie Außenanlagen wurde zwischen 12 und 50 Jahre festgelegt. Für Technische Anlagen und Maschinen gelten grundsätzlich Nutzungsdauern von 10 bis 15 Jahren. Für die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden Nutzungsdauern zwischen 3 und 20 Jahren festgesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert von bis zu EUR 800,00 pro Anlagegut (ohne Umsatzsteuer) wurden in Anlehnung an die steuerliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst. Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten angesetzt. Der Sonderposten aus Zuschüssen und Zuwendungen betrifft passivierte verlorene Zuschüsse, die unter der auflösenden Bedingung einer zweckgerichteten Mittelverwendung gegeben wurden. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer des jeweils bezuschussten Anlagegutes. Die sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen und in ausreichendem Umfang gebildet. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt 3. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Eine Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2023
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten sind aus der beigefügten Fälligkeitenübersicht ersichtlich. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
Fälligkeitenübersicht zum 31.12.2023
4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Außergewöhnliche Aufwendungen Aus der Verschmelzung der miteinander leben GmbH ergibt sich ein negativer Differenzbetrag zwischen dem Buchwert der untergehenden Geschäftsanteile und dem Buchwert des übernommenen Reinvermögens in Höhe von TEUR 187. Dieser wurde als außergewöhnlicher Aufwand unter dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Des Weiteren ergaben sich im Berichtsjahr außergewöhnliche Aufwendungen aus dem Abgang der Planungskosten für das Lerndorf mit Schule und Unterkunft am Thurner in St. Märgen in Höhe von TEUR 247, da die Umsetzung dieses Bauprojekt nicht mehr weiterverfolgt wird. 5. Sonstige Angaben Anzahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 186 Arbeitnehmer beschäftigt: Die Arbeitnehmer setzen sich zusammen aus:
Organe der Gesellschaft Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren:
Die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung sind in zulässiger Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
Die Aufsichtsräte sind ehrenamtlich (unentgeltlich) tätig. Nachtragsbericht Negative Auswirkungen aus einem Großbrand am 09.03.2024, als der Ostflügel unseres Gebäudekomplexes am Thurner weitgehend zerstört wurde, erwarten wir nur in geringem Umfang. Der Sachschaden wird nach diesseitiger Auffassung weitgehend von unserem Versicherer, dem Badischen Gemeinde- Versicherungs-Verband gedeckt werden. Etwas anderes könnte nur dann gelten, wenn die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben würden, dass das Brandereignis auf ein der Gesellschaft zurechenbares grob fahrlässiges Verhalten zurückzuführen ist; dafür bestehen nach unserer Kenntnis keine Anhaltspunkte. Der nicht versicherte Betriebsausfall konnte wirtschaftlich weitgehend dadurch aufgefangen werden, dass wir die aus dem beschädigten Gebäudeteil evakuierten 12 Jugendlichen in einer von uns angemieteten großen Wohnung in Ehrenkirchen unterbringen konnten. Unser Schaden ergibt sich insofern als entgangener Gewinn daraus, dass wir diese Wohnung nicht anderweitig für das sogenannte Betreute Jugendwohnen nutzen können; dieser temporäre Ausfall einer Gewinnchance fällt gegenüber Ertragschancen in unseren anderen Geschäftsfeldern nur unwesentlich ins Gewicht, weil wir bei der Allokation unserer personellen Ressourcen nach wie vor flexibel sein können und werden.
Freiburg, den 07.05.2024 Daniel Götte BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSIn dem vorstehenden, zur Offenlegung verkürzten Jahresabschluss (Bilanz) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 326 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: An die timeout Stiftung gGmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der timeout Stiftung gGmbH, Freiburg im Breisgau, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der timeout Stiftung gGmbH für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg, den 17. Mai 2024 ADJUVARIS
GmbH & Co. KG
gez. Christian Hättich, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 12. Juni 2024. |
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