Stammdaten

Register
Amtsgericht Tostedt HRB 2942
Vorher
GASTROBACK Warenhandelsgesellschaft mbH
Eingetragen
1.2.1988
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzGroßhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
1. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Elektrogeräten und mit Waren aller Art. 2. Die Gesellschaft darf alle Maßnahmen treffen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. 3. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften zu errichten, andere ihr ähnliche Unternehmen zu erwerben oder sich an solchen zu beteiligen. 4. Gegenstand der Gesellschaft kann auch sein, Organ im Rahmen eines steuerlichen Organschaftsverhältnisses zu sein. Die Gesellschafterversammlung kann die Geschäftsführung ermächtigen, einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abzuschließen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Kirschenmann
seit 31.1.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Andreas Kirschenmann
Deinste
15.750 €
50.00%
Elbe Wealth Management GmbH
Germany
15.750 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GASTROBACK GmbH

Hollenstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die GASTROBACK GmbH wurde im Oktober 1987 von einem kleinen Kreis von Handelsvertretern gegründet und hat ihren Sitz in Hollenstedt/Niedersachsen. Seitdem arbeiten wir zusammen mit unseren Partnern auf der ganzen Welt an Produkten und Lösungen für den anspruchsvollen Kunden in der Gastronomie und im Haushalt. Dabei stehen Design, hochwertige Materialien, professionelle Funktion, Qualität und Sicherheit im Mittelpunkt.

Das Geschäft der GASTROBACK GmbH lässt sich in folgende Hauptgeschäftsfelder mit den wichtigsten Produktbereichen unterteilen:

1. Elektrokleingeräte für den Haushalt in folgenden Untergruppen:

A. Espresso-/Kaffeemaschinen, Milchaufschäumer und Wasserkocher

B. Frucht-, Entsafter und Mixgeräte

C. Koch-, Grill- und Backgeräte

D. sonstige Küchenhelfer

E Lifestyle Produkte aus anderen Warengruppen

F. Luftreiniger

2. Geräte für den Einsatz in der

A. Dosierspender Gastronomie:

B. Profigeräte

Der Markt für Elektrokleingeräte wird in Deutschland von einer Vielzahl von Absatzkanälen bestimmt, wobei insbesondere folgende Hauptabsatzkanäle festzustellen sind:

• Elektro-Fachhandel inkl. Fachmärkte

• Kooperationen

• Lebensmitteleinzelhandel

• Cash & Carry-Märkte

• Warenhäuser

• Versandhandel online und offline

• Direktvertrieb über den eigenen Onlineshop

Zu den wichtigsten Anbietern von Elektrokleingeräten zählen Groupe SEB Deutschland mit den Marken WMF, KRUPS, ROWENTA, MOULINEX und TEFAL sowie Philips, Braun, BSH (Bosch/Siemens), Delonghi, und Ninja . Hinzu kommt eine immer stärker werdende Konkurrenz durch Handelsmarken, Eigenmarken großer Kunden und No-Name-Produkte im unteren und mittleren Preissegment.

Charakteristisch für die Handelslandschaft im Elektrokleingerätebereich sind seit einigen Jahren die Verlagerung zugunsten des Internetgeschäftes. Dieser Wandel impliziert einen Wandel in produktpolitischer wie auch marketingstrategischer Hinsicht.

Die GASTROBACK verfügt über ein hochwertiges, selektives Vertriebssystem für die den Markenkern definierende Produktlinie "Advanced". Der Vertrieb erfolgt über den Fachhandel und alle relevanten und verfügbaren nationalen und internationalen Vertriebsstrukturen sowie über den eigenen Onlineshop. Es besteht ein bundesweites Vertriebsnetz zur Betreuung aller Handelspartner.

Nach dem schweren Konjunktureinbruch durch die Coronakrise in 2020 von -4,9 % hat sich die deutsche Wirtschaft in 2021 und 2022 wieder leicht erholt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg in 2021 und 2022 um 2,7 % bzw. 1,8 % und ist preisbereinigt im Geschäftsjahr gemäß des Sachverständigenrates für Wirtschaft um 0,2 % zurückgegangen. Der Rückgang wird vom Sachverständigenrates für Wirtschaft insbesondere auf die unerwartet schleppende Erholung der Weltwirtschaft zurückgeführt. Die schwache Entwicklung im Handelsbereich ist gemäß der Sachverständigen maßgeblich auf einen postpandemischen Nachholeffekt zurückzuführen, der zu einem temporär höheren Dienstleistungskonsum führte und derzeit abklingt. Eine vollständige Weitergabe der durch die Energie- und Lieferkettenkrise gestiegenen Einkaufspreise war im Handelsbereich aufgrund der schwachen Nachfrage nur bedingt möglich.

Mit Beginn des Ukraine Krieges und den Auswirkungen auf die Energiepreise brach das Konsumklima in Deutschland stark ein. Die auch in 2023 weiterhin bestehende Verunsicherung der Menschen und die weiterhin hohe Inflationsrate führen zu einer deutlichen Zurückhaltung der Verbraucher bei der Anschaffung von CE Produkten. Im Jahr 2023 kam der Konflikt im Jemen hinzu, der zu einer Störung der Schifffahrt und erneut gestiegenen Frachtkosten führte.

Inzwischen hat sich die schwache Konjunktur in Deutschland weiter fortgesetzt. Die Konsumenten sind immer noch verunsichert und zurückhaltend.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Geschäftsverlauf

Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 6.059 um TEUR 678 auf TEUR 6.737 erhöht.

Wir schlossen das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag vor Ertragsteuern von TEUR 335 ab.

Dies ist neben dem schlechten Konsumklima vor allem auf die generell gestiegenen und nicht auf die Kunden zeitnah umlegbaren Einkaufspreise, den extrem hohen Seefrachtraten für Importe aus Asien und den relativ schwachen Euro im Berichtszeitraum zurückzuführen.

Insgesamt kann die wirtschaftliche Lage des Unternehmens weiterhin als zufriedenstellend bezeichnet werden.

Am 18.09.2020 wurde der Geschäftsanteil der Foppes Holding GmbH per Gesellschafterbeschluss aus wichtigem Grund eingezogen. Für den Geschäftsanteil war die Gesellschaft zur Zahlung einer Abfindung in Raten in den Jahren 2021 bis 2023 verpflichtet. Das in diesem Zusammenhang anhängige Klageverfahren ist inzwischen abgeschlossen und die Einziehung ist gerichtlich bestätigt und somit wirksam.

Die letzte Rate der Abfindung wurde inzwischen gezahlt.

2.2. Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung in 2023 stellt sich wie folgt dar:

2023 Vorjahr
Rohergebnis 6.737 TEUR 6.059 TEUR
Betriebsergebnis (nach Abschreibung) -316 TEUR -1.250 TEUR
Finanzergebnis -16 TEUR -113 TEUR
Ergebnis vor Steuern -355 TEUR -1.364 TEUR
Jahresfehlbetrag -318 TEUR -1.145 TEUR

Das Rohergebnis verzeichnet gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung um 11,2%. Die Materialaufwandsquote hat sich von 61,1 % auf 58,2 % verringert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus den gesunkenen Einkaufspreisen.

Insgesamt reichte die Umsatz- und Materialaufwandsentwicklung nicht aus, das im Vorjahr prognostizierten noch positive Jahresergebnis, zu erreichen.

Unsere Gesellschaft bezieht einen Großteil der Waren aus dem außereuropäischen Ausland und ist damit Wechselkursrisiken ausgesetzt.

2.3. Finanzlage

Die GASTROBACK GmbH verfügt über eine gute Finanzkraft. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Netto-Finanzmittelbestand TEUR 3.168 (Vorjahr: TEUR 2.618). Die Gesellschaft ist daher in der Lage, fällige Verbindlichkeiten jederzeit auszugleichen und notwendige Investitionen in neue Produkte und Technologien vorzunehmen.

Nennenswerte sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Mietverträgen und Einkaufsverpflichtungen.

Ferner wurde der Geschäftsanteil der Foppes Holding GmbH (vormals 20%) mit Vereinbarung vom 18.09.2020 aus wichtigem Grund eingezogen. Hieraus entstand für das Unternehmen die Verpflichtung zur Zahlung einer Abfindung in Höhe von TEUR 3.062, die inzwischen vollständig aus Eigenmitteln gezahlt wurde.

2.4. Vermögenslage

Die GASTROBACK GmbH verfügt über eine gute Bilanzstruktur. Die Eigenkapitalquote beträgt 78,5 % (Vorjahr: 78,9 %). Die Verringerung resultiert aus dem Jahresfehlbetrag.

Die Aktivseite der Bilanz weist im Wesentlichen kurzfristig gebundenes Vermögen aus, das (bezogen auf die Bilanzsumme) zu 39,6 % (Vorjahr: 47,9 %) aus Handelswaren und zu 27,7 % (Vorjahr: 26,3 %) aus Warenforderungen besteht. Der Anteil der flüssigen Mittel an der Bilanzsumme beträgt 18,7 % (Vorjahr: 15,1%).

3. Chancen- und Risikobericht

Kürzere Reaktionszeiten, schnellere Produktzyklen und die ständige Anpassung an die Marktbedürfnisse sind zwangsläufig mit unternehmerischen Risiken verbunden. Um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und notwendige Gegenmaßnahmen zu ergreifen, hat die GASTROBACK GmbH ein Risikomanagementsystem eingeführt, zu dem im Wesentlichen folgende Bestandteile gehören:

• Die Planung der Umsatzerlöse und Kosten sowie die laufende Kontrolle dieser Daten durch die Geschäftsführung.

• Die ständige Beobachtung und Analyse der Märkte, auf denen das Unternehmen tätig ist.

• Die permanente Überwachung der Kundenforderungen in der Debitorenbuchhaltung durch kontinuierliches gerichtliches und außergerichtliches Mahnwesen.

• Die fortlaufende Überprüfung des genehmigten Kreditlimits und der Liquidität.

• Die Abdeckung einiger Hauptrisiken über geeignete Versicherungen, um mögliche Schäden aus nicht beeinflussbaren Faktoren zu minimieren.

• Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

Zu den für unsere Gesellschaft wichtigen allgemeinen Risiken gehören vor allem solche, die sich aus der konjunkturellen Entwicklung der Märkte sowie aus dem nationalen- und geopolitischen Umfeld ergeben.

Auch im Berichtszeitraum wurde die erfolgreiche Produktstrategie durch Neuentwicklungen fortgesetzt. Die Marke ist gut etabliert und konnte im Markt durch erfolgreiche Marketingmaßnahmen vor allem im Social-Media-Bereich gut unterstützt werden.

Die Entwicklung der Exportmärkte zeigte sich zudem ebenfalls positiv.

Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir aufgrund der soliden Finanzsituation und den guten Fortschritten bei der Einführung neu entwickelter Produkte nicht von einer Bestandsgefährdung aus. Die in Vorjahren begonnene Steigerung unserer Distributionsmaßnahmen und des Produktsortiments wird fortgesetzt, wodurch wir uns die Erschließung neuer Marktsegmente erhoffen.

In den rechtlichen und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen sehen wir zurzeit keine wesentlichen Risiken.

Risiken können sich aber aus der fortschreitenden Konzentration und Globalisierung im Handel für die GASTROBACK GmbH ergeben. Hierbei ist insbesondere der Preisdruck zu nennen.

Im politischen Umfeld sehen wir für den Standort Deutschland erhebliche Risiken aufgrund der allgemeinen Wirtschaftspolitik und den zunehmenden Bürokratielasten, die aus Berlin und Brüssel auf die Unternehmen zukommen. Auch der Fachkräftemangel ist inzwischen in unserer Region ein erhebliches Problem.

Sollte sich der aktuelle Konjunkturabschwung fortsetzen, sehen wir auch für das nächste Geschäftsjahr nur sehr begrenzte Chancen für eine Umsatzsteigerung.

Das schwache Konsumklima hat sich zwar in 2024 fortgesetzt, hinzu kommen aber Kostensteigerungstendenzen vor allem bei den Personalkosten.

Aus diesem Grund wurde 2024 mit einem Programm zur Kostensenkung bei Zulieferern und Dienstleistern begonnen.

Maßgeblich für unseren Erfolg ist die Qualität unserer Produkte. Aus diesem Grund liegt ein erhebliches Augenmerk darauf, die hohen Qualitätsstandards weiterzuentwickeln und kontinuierlich neue Produkte zu entwickeln.

Konkret ist davon auszugehen, dass die aktuell noch zu hohe Inflationsrate, das gestiegene Zinsniveau, die stark erhöhten Energiepreise sowie der andauernde Ukraine-Krieg das Konsumklima weiter dämpfen. Sollte es hier zu einer Lösung kommen, wird sich dies direkt positiv auf die Wirtschaft auswirken. Bei der anstehenden Bundestagswahl mit anschließender Regierungsbildung stehen Entlastungen für die Wirtschaft im Fokus, was sich auch auf unser Geschäft deutlich positiv auswirken könnte.

Zum Berichtszeitpunkt sind darüber hinaus keine weiteren Risiken bekannt, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GASTROBACK GmbH im Geschäftsjahr 2023 wesentlich belastet haben sowie in naher Zukunft belasten werden oder den Bestand der Gesellschaft gefährden können. Risiken aus laufenden oder anstehenden Rechtsstreitigkeiten sind uns nicht bekannt.

4. Prognosebericht

Allgemein wird im Einzugsbereich der GASTROBACK GmbH für die nähere Zukunft ein allenfalls marginales Wachstum des Absatzes von Konsumgütern im Einzelhandel erwartet. Die Gesellschaft wird der Entwicklung durch Umstrukturierungen in der Angebotspalette, insbesondere durch die Aufnahme verbesserter Produkte, sowie der Stärkung des Markennamens begegnen.

Durch eine weitere Intensivierung von Vertriebsmaßnahmen, Pflege der bestehenden Kundenbeziehungen und der Teilnahme, auch in digitaler Form, an den wichtigsten Branchenmessen in Frankfurt (Ambiente) und Berlin (IFA) soll eine weitere positive Entwicklung unterstützt werden.

Die Entwicklung hängt jedoch stark von der geopolitischen Lage ab. Mit Beginn des im Februar 2022 begonnenen Ukraine-Konflikts hat sich das wirtschaftliche Bild stark gewandelt. Die hohen Energiepreise haben zu einem starken Konsumrückgang geführt. Hinzu kommen Kostensteigerungen und der schwache Euro, was zu negativen Effekten auf die Ertragslage geführt hat.

Wesentliche Veränderungen in unserer Geschäftstätigkeit, die sich auf die Lage der GASTROBACK GmbH auswirken würden, erwarten wir nicht. Insgesamt beurteilen wir die zukünftige Geschäftsentwicklung trotz der allgemeinen Rahmenbedingungen noch leicht optimistisch.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung in 2023 erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz etwas unter dem des Jahres 2023 aber mit einem verbesserten Jahresergebnis.

 

Hollenstedt, 29.01.2025

gez. Andreas Kirschenmann

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 611.331,42 572.337,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 46.781,42 12.365,00
II. Sachanlagen 564.550,00 559.972,00
B. Umlaufvermögen 16.287.380,74 16.631.207,56
I. Vorräte 6.994.205,16 8.364.664,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.124.477,17 5.647.347,92
III. Wertpapiere 1.000,00 1.000,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.167.698,41 2.618.194,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 81.839,51 95.805,86
Bilanzsumme, Summe Aktiva 16.980.551,67 17.299.350,42

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.333.513,10 13.651.907,00
I. gezeichnetes Kapital 31.500,00 31.500,00
II. Gewinnrücklagen 315.000,00 315.000,00
III. Gewinnvortrag 13.305.407,00 14.450.281,28
IV. Jahresfehlbetrag -318.393,90 -1.144.874,28
B. Rückstellungen 1.162.521,38 1.352.010,67
C. Verbindlichkeiten 2.484.517,19 2.295.432,75
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 908.237,30 778.355,92
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.576.279,89 1.517.076,83
Bilanzsumme, Summe Passiva 16.980.551,67 17.299.350,42

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.736.986,70 6.058.707,24
2. Personalaufwand 2.747.321,98 2.744.566,62
a) Löhne und Gehälter 2.287.918,61 2.291.457,99
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 459.403,37 453.108,63
3. Abschreibungen 175.809,40 184.221,82
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 175.809,40 184.221,82
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.130.342,24 4.380.317,18
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.014,62 2.970,17
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27.791,25 116.315,79
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -16.514,54 -221.433,00
8. Ergebnis nach Steuern -315.749,01 -1.142.311,00
9. sonstige Steuern 2.644,89 2.563,28
Jahresfehlbetrag 318.393,90 1.144.874,28

Anhang

I. Allgemeines

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Tostedt unter der Nummer HR B 2942 eingetragen.

Der Jahresabschluss der GASTROBACK GmbH ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften wurden im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses teilweise und für die Offenlegung vollumfänglich in Anspruch genommen.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden gemäß den §§ 266 HGB und 275 Abs. 2 HGB i. V. m. § 276 HGB gegliedert.

Soweit die §§ 266 und 275 HGB den Ausweis von Davon-Vermerken in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung vorsehen, wurden diese Angaben zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses im Anhang vorgenommen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird ein Festwertansatz gemäß § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Die Waren werden zu Anschaffungs- zzgl. Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips und unter Berücksichtigung von Abschlägen wegen mangelnder Vermarktungsfähigkeit bei ausgelisteten Produkten bewertet. Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen werden mit dem Nennwert bilanziert. Geleistete Anzahlungen in Fremdwährung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung angesetzt. Für konkrete Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet, sofern erforderlich.

Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten bzw. zum Barwert.

Die sonstigen Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält zum Stichtag vorausbezahlte Aufwendungen für zukünftige Jahre.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bilanziert.

Die Bemessung der Rückstellungen erfolgt unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrags bemessen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Aus der Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten resultierende Gewinne und Verluste sind ergebniswirksam erfasst.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens der GASTROBACK GmbH ist im beiliegenden Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2) und betrafen Mitarbeiterdarlehen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 437), Bonusverpflichtungen (TEUR 286) und Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen (TEUR 116).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 908 (Vorjahr TEUR 778) und die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.576 (Vorjahr TEUR 1.517) sind ungesichert und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten:

Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 12
(Vorjahr: TEUR 13)
Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 141
(Vorjahr: TEUR 133

IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechung

Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten beinhaltet Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 53). Periodenfremde Erträge werden in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 1) ausgewiesen und betreffen im Wesentlichen Differenzen aus Kontenabstimmungen.

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 3).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 140). Periodenfremde Aufwendungen beinhalten Aufwendungen in Höhe von TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 237) und betreffen im Wesentlichen Rückvergütungen für die Geschäftsjahre 2020 bis 2022.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 3).

Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 318 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

V. Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen wesentliche Verpflichtungen aus zwei Mietverträgen mit einem verbleibenden Gesamtvolumen in Höhe von TEUR 744. Der jährliche Verpflichtungsbetrag beläuft sich auf TEUR 249. Darüber hinaus bestehen Abnahmeverpflichtungen für Waren am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.045.

Angaben über die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die GASTROBACK GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 48 Mitarbeiter, darunter 46 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und 2 geringfügig Beschäftigte. Die Berechnung erfolgte gemäß § 267 Abs. 5 HGB.

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Andreas Kirschenmann, Deinste, Geschäftsführer der GASTROBACK GmbH, geführt.

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

 

Hollenstedt, 29. Januar 2025

gez. Andreas Kirschenmann

Anlagespiegel

Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 244.367,34 0,00 0,00 244.367,34
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 44.149,42 0,00 44.149,42
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 244.367,34 44.149,42 0,00 288.516,76
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 37.019,91 0,00 0,00 37.019,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 316.847,30 73.430,00 0,00 390.277,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.003.431,44 99.995,40 31.430,31 1.071.996,53
Summe Sachanlagen 1.357.298,65 173.425,40 31.430,31 1.499.293,74
Summe Anlagevermögen 1.601.665,99 144.144,82 31.430,31 1.787.810,50
kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 232.002,34 9.733,00 0,00 241.735,34 2.632,00 12.365,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 44.149,42 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 232.002,34 9.733,00 0,00 241.735,34 46.781,42 12.365,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 28.302,91 585,00 0,00 28.887,91 8.132,00 8.717,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 159.674,30 48.757,00 0,00 208.431,30 181.846,00 157.173,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 609.349,44 116.734,40 28.659,31 697.424,53 374.572,00 394.082,00
Summe Sachanlagen 797.326,65 166.076,40 28.659,31 934.743,74 564.550,00 559.972,00
Summe Anlagevermögen 1.029.328,99 166.076,40 28.659,31 1.176.479,08 611.331,42 572.337,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.02.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GASTROBACK GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GASTROBACK GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GASTROBACK GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Celle, 29. Januar 2025

Weilep audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Jan-Henning Weilep, Wirtschaftsprüfer

gez. Thomas Monecke, Wirtschaftsprüfer

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