Voith Industrial Services GmbHLiquidiert

85614 Kirchseeon, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 137642
Vorher
Hörmann Industrietechnik GmbH
Eingetragen
19.6.2001
Branche
Reparatur und Instandhaltung von MaschinenBau von Industrieanlagen, außer GebäudenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Unterhaltung und Betrieb eines Unternehmens, das sich mit folgenden Tätigkeiten befaßt: Planung, Errichtung, Wartung, Überholung, Reparatur, Ergänzung, Modernisierung, sowie De- und Remontage (insbesondere Umsetzung) von elektrotechnischen Anlagen, elektronischen Anlagen, mechanischen Anlagen; Betreiben von Anlagen, die der Fertigung von Gütern dienen; Neben- und Hilfsleistungen an Betriebsstätten Dritter; An- und Verkauf von Anlagen und Maschinen jeder Art; Stahlbau und Haustechnik; gewerbliche Überlassung von Arbeitnehmern

Historie

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Management

NameRolle
Christian Geissler
seit 7.5.2013
Prokura
Peter Klingler
seit 6.2.2013
Prokura
Dominik Bartmuss
seit 13.6.2012
Prokura
Alfons Ebel
seit 12.3.2012
Prokura
Wolfgang Salzmann
seit 13.12.2011
Prokura
Alexander Bonk
seit 13.10.2011
Prokura
Prokura
Reiner Roloff
seit 4.1.2011
Prokura
Werner Weinmann
seit 2.11.2010
Prokura
Thomas Leitner
seit 2.11.2010
Prokura
Wolfgang Plapp
seit 2.11.2010
Prokura
Jochen Wilstermann
seit 20.10.2010
Geschäftsführer
Frank Siebler
seit 2.3.2009
Prokura
Wolfgang Dr. Mauz
seit 30.7.2008
Geschäftsführer
Ursula Martin
seit 10.1.2007
Prokura
Dietmar Rettig
seit 28.7.2006
Prokura
Adelheid Dürrer
seit 28.7.2006
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Voith Industrial Services GmbH

(vormals: Hörmann Industrietechnik GmbH)

Kirchseeon

Jahresabschluss zum 30. September 2011

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2010/11

der Voith Industrial Services GmbH, Kirchseeon

1. Unternehmensprofil

Die Voith Industrial Services GmbH (vormals Hörmann Industrietechnik GmbH) ist einer der wenigen technischen Dienstleister, der sein Angebot konsequent auf die Fertigungsindustrie abgestimmt hat. Da die Automobilindustrie seit Gründung des Unternehmens der wesentliche Kundenkreis ist, beziehen sich die Angebote der Gesellschaft vor allem auf die Fertigungen in der Automobilzuliefer- und Automobilherstellerindustrie in den Bereichen der Metallverarbeitung, spanabhebenden Produktion oder Fertigungen mit einem hohen automatisierten Montageaufwand.

Das Angebot der Voith Industrial Services GmbH umfasst entlang des Lebenszyklus alle Gewerke der Elektrotechnik, der De- und Remontage von Fertigungsanlagen, ihre Modernisierung und Optimierung und alle damit verbundenen konstruktiven und ausführenden Arbeiten im leichten und technologischen Stahlbau. Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Planung, Konstruktion, Ausführung und Optimierung von Anlagen im Bereich des Karosserierohbaus, das heißt Schweißtechnik respektive andere "fügetechnische" Verfahren und Anlagen aus der Fördertechnik als Bindeglied zwischen den einzelnen Produktionsschritten. Ferner ist die Voith Industrial Services GmbH im Werkzeugbau und Toolmanagement engagiert.

Übernommen werden diese Aufgaben im Wesentlichen in den Leistungsspektren "Servicegeschäft" und "Lösungsgeschäft" (untergeordnet im Leistungsspektrum "Betreibergeschäft") und dabei in unterschiedlichen Beauftragungsformen:

Lösungsgeschäft:

Projektgeschäft: In der Investitionsphase von Fertigungseinrichtungen werden komplette Anlagen oder Abschnitte dieser Anlagen als Gesamtkonzept bearbeitet und errichtet.

Servicegeschäft:

Tagesgeschäft: Täglich einzeln verhandelte Kleinaufträge, in der Regel als fester Rahmenvertragspartner des Kunden.

Standortdienstleistungen: Die im Tagesgeschäft und im Projektgeschäft eingesetzten hochqualifizierten Mitarbeiter sind die Basis, um die vorher beschriebenen Anlagen zu warten oder im Zuge von Outsourcing deren Betrieb für den Kunden zu übernehmen. Dies geschieht in immer größeren Abschnitten und hat sich in den letzten Jahren als eines der wesentlichen Geschäftsfelder der Voith Industrial Services GmbH und ihrer Töchter entwickelt.

Betreibergeschäft:

Teile- oder Komponentenfertigung: Nicht nur das Instandsetzen, Instandhalten und Betreiben von Anlagen, sondern, wenn auch untergeordnet, die Übernahme von einzelnen Produktionsschritten oder der Fertigung von Teilprodukten hat sich aus dieser Dienstleistung entwickelt.

Innerhalb Deutschlands verfügt Voith Industrial Services GmbH über eine starke lokale Präsenz. Über 20 dezentrale Standorte, Niederlassungen und technische Büros wurden jeweils im Umfeld der großen Automobilwerke errichtet. An den ausländischen Automobilstandorten wird die Leistung durch selbständige Tochtergesellschaften der Voith Industrial Services GmbH erbracht.

Dies sind folgende Gesellschaften:

Voith Industrial Services Kft. (vormals Hörmann Györ Kft.), Ungarn,

Voith Industrial Services GmbH (vormals Hörmann Industrietechnik GmbH), Österreich,

Voith Industrial Services s. r. o. (vormals Hörmann Slovakia spol. s r. o.), Slowakische Republik

Voith Industrial Services s. r. o. (vormals Hörmann CZ spol. s. r. o.), Tschechische Republik,

Ferner gibt es die inländische Tochtergesellschaft Voith Engineering Services GmbH. Diese Gesellschaft ist seit Anfang 2004 Tochterunternehmen und wurde aus der Hörmann Rawema GmbH durch Teilung ausgegründet. Sie hat ihren Sitz in Chemnitz und beschäftigt rund 140 Techniker und Ingenieure in den Bereichen Fahrzeugplanung, Fertigungsplanung, Fabrikplanung und Entwicklung von Systemen zur Betriebsdatenerfassung und Fertigungssteuerung.

Darüber hinaus war die Voith Industrial Services Sp. z. o. o. (vormals Hörmann Serwis Polska sp. z o. o), Polen, als Tochtergesellschaft existent. Die im Jahr 2006 gegründete Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2010/2011 an die Voith Industrial Services Beteiligungen GmbH mit Sitz in Stuttgart veräußert.

2. Vorgänge von besonderer Bedeutung im Geschäftsjahr

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2010/11 hat der Konzernbereich Voith Industrial Services seine Geschäftsbereiche von bislang fünf auf vier Divisionen überführt, um einerseits seinen Kundenfokus weiter zu stärken und andererseits seine Kompetenzen für einzelne Industrien zu bündeln. Als Spezialist im automobilen Sektor wurden die Geschäftsaktivitäten ebenso wie die Automobil-Aktivitäten der Schwestergesellschaften in der Division Automotive zusammengefasst.

In diesem Zusammenhang wurde die vormals Hörmann Industrietechnik GmbH zum 1. Oktober 2010 umfirmiert in die Voith Industrial Services GmbH.

Im Zusammenhang mit der Neuorganisation erfolgte eine kundenorientierte Zuordnung der Standorte sowie die Zusammenfassung der Standorte mit Fokus Automation in Leitungsbereiche. Zur Verbesserung eines gemeinsamen Auftrittes sowie des Leistungsspektrums im Sinne des Kunden wurde die Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft Voith Industrial Services Ltd. & Co. KG, Stuttgart, unter einheitlicher Leitung des Vorsitzenden der beiden Geschäftsführungen, Herrn Dr. Wolfgang Mauz, intensiviert und optimiert.

Herr Marcus Herrmann ist zum 30. September 2011 aus der Geschäftsführung ausgeschieden, um im Konzernbereichsverbund von Voith Industrial Services weiterführende Aufgaben zu übernehmen.

Zur weiteren Unterstützung des Wachstums der strategisch wichtigen technischen Dienstleistungen im Automotive-Sektor lag im GJ 2010/11 der Fokus auf Rekrutierung von Fachkräften. Daneben wurden durch vereinzelte Restrukturierungsmaßnahmen Personalanpassungen an verschiedenen Standorten umgesetzt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Im Rahmen einer gesellschaftsrechtlichen Neuausrichtung ist die Beteiligung an der Voith Industrial Services Sp. z. o. o. (vormals Hörmann Serwis Polska sp. z o. o), Polen, an die Voith Industrial Services Beteiligungen GmbH mit Sitz in Stuttgart veräußert worden. Des Weiteren hat sich der Kapitalanteil an der Voith Industrial Services s. r. o. (vormals Hörmann Slovakia spol. s r. o.) aufgrund einer Verschmelzung mit der DIW Service, s. r. o. mit Sitz in Bratislava, Slowakische Republik, von 100% auf 9,09% verringert. Der Anteil der Stimmrechte beträgt 40%, zudem stehen der Voith Industrial Services GmbH 40% des Gewinns sowie 40% der Liquidationserlöse zu. Der Anteilswert blieb von dem Zusammenschluss unberührt.

Im Geschäftsjahr 2010/11 konnten weitere Erfolge der Exzellenz-Initiativen verzeichnet werden. Dabei sind die fortlaufenden Maßnahmen im Bereich der Arbeitssicherheit hervorzuheben, die zu einer deutlichen Reduktion der Unfallhäufigkeit geführt haben. Spürbare Verbesserungen wurden auch in der Projektabwicklung und im Einkauf erzielt.

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurde die Einführung von Navision Dynamics 5.0 - Projekt CENA "Collaboration und Effizienz mit NAvision" erfolgreich abgeschlossen. An allen Standorten der Voith Industrial Services GmbH sind die Module Controlling und Projektmanagement, Materialmanagement und Zeitwirtschaft implementiert. Dies wird zukünftige Maßnahmen und Aktivitäten im Rahmen der Exzellenz-Initiativen unterstützen.

3. Geschäftsverlauf

Überblick

Von der Erholung der internationalen Märkte konnten insbesondere die deutschen Automobilhersteller und Zulieferer profitieren. Die globale PKW-Nachfrage ist zum Jahresende 2010 kräftig angezogen, ebenso legte die Produktion von Nutzfahrzeugen kräftig zu. Dieser Aufwärtstrend setzte sich auch zu Beginn des Jahres 2011 fort und es wird erwartet, dass der Trend für das Kalenderjahr anhalten wird. Die Voith Industrial Services GmbH konnte in diesem konjunkturell positiven Umfeld die Gesamtleistung (Gesamtleistung = Umsatzerlöse abzüglich/zuzüglich Bestandsveränderung zuzüglich aktivierte Eigenleistungen) im GJ 2010/11 deutlich steigern. Der positive Verlauf spiegelt sich auch im operativen Ergebnis PfO (PfO = Profit from operations = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ohne Berücksichtigung der Zinsaufwendungen und -erträge sowie der Erträge aus Beteiligungen (inkl. Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen) und Abschreibungen auf Finanzanlagen sowie Restrukturierungs-Aufwand) wieder, welches überproportional angestiegen ist. Der geplante PfO für 2010/11 wurde deutlich übertroffen und liegt über dem Erwartungswert der strategischen Planung.

Das positive Ergebnis ist insbesondere auf die konsequente, strategische Ausrichtung auf die Automobil- und Zulieferindustrie und auf ein gutes Kundenmanagement sowie auf die selektiven Maßnahmen der Strukturanpassungen in den Vorjahren zurückzuführen.

Die Annahme von Verlustaufträgen konnte durch die Anwendung eines Risiko-Managementsystems verhindert werden. Durch ein aktives Projektmanagement und die Fokussierung auf das Kerngeschäft konnte eine weitere Reduktion der Projektabwertungen erzielt werden. Die entstandenen Verluste konnten durch positive Effekte kompensiert werden.

Die positiven, konjunkturellen Rahmenbedingungen führten zu überplanmäßigen Abrufen von Leistungen und Zusatzaufträgen aus langjährigen Dienstleistungsverträgen (=Servicegeschäft) mit den Automobilherstellern. Zudem konnte aufgrund der regen Investitionstätigkeit in der Automobilindustrie das Projektgeschäft weiter ausgebaut werden.

4. Geschäftsentwicklung in Zahlen

Auftragsbestand

Der rechnerische Auftragsbestand zum 01. Oktober 2010 in Höhe von 24,7 Mio. € hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2010/2011 um 3,9 Mio. € auf 28,6 Mio. € erhöht. Der Auftragseingang für das gesamte Geschäftsjahr 2010/2011 liegt rund 32,0 Mio. € über Plan. Hauptgrund für diese positive Abweichung ist ein unerwartet hoher Auftragseingang an fast allen Standorten der Voith Industrial Services GmbH. Dies betrifft insbesondere das Lösungsgeschäft Chemnitz, Neckarsulm und Kassel sowie das Servicegeschäft Chemnitz, Werkservice Nord und Leipzig.

Ertragslage

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2010/2011 ist mit 121.178 T€ um 12.254 T€ höher als der Umsatz des vorangegangenen Jahres. Gleichzeitig haben sich die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Vergleich zum Vorjahr um 10.663 T€ erhöht. Die anderen aktivierten Eigenleistungen betragen rund 33 T€. Damit konnte im Geschäftsjahr 2010/2011 die Gesamtleistung um 24.553 T€ bzw. 22,9% auf 131.874 T€ (im Vorjahr 107.320 T€) gesteigert werden.

Der Jahresüberschuss liegt bei 6.650 T€ (Vorjahr 1.748 T€).

Die Umsatzrentabilität (Jahresüberschuss zu Umsatzerlöse) im Geschäftsjahr 2010/2011 beträgt 5,5% (Vorjahr 1,6%).

Der Materialaufwand hat sich im Verhältnis zur Gesamtleistung überproportional erhöht. Die Materialaufwandsquote stieg von 43,8% im Vorjahr auf 48,0. Die Erhöhung ist mit 2,9%-Punkte auf materialintensivere Aufträge und mit 1,3%-Punkte auf erhöhte Fremdvergabe zurückzuführen. Der Anteil des Personalaufwandes an der Gesamtleistung beträgt 38,5% und liegt damit um 4,4% unter dem Vorjahresniveau. Der Personalaufwand ist im laufenden Jahr belastet mit Abfindungen und Zuführungen zu Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 203 T€ (Vorjahr 1.181 T€). Insgesamt ist der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 4.714 T€ gestiegen. Dies ist zurückzuführen auf gestiegene durchschnittliche Mitarbeiterzahlen, Lohn- und Gehaltsanpassungen sowie erhöhte Personalrückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr unterproportional zur Gesamtleistung um 610 T€ erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Forderungsverluste auf 577 T€ (Vorjahr 1 T€) zurückzuführen. Andere Kosten, wie z.B. die Kfz-Kosten (+ 268 T€), die Reisekosten (+ 262 T€) und die Konzernumlagen (+235 T€) haben sich proportional zur Gesamtleistung erhöht. Gegenläufig haben sich u.a. die Telekommunikationskosten entwickelt, die auf Grund eines neuverhandelten Vertrages um 209 T€ reduziert werden konnten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 2.295 T€ auf 5.450 T€ erhöht. Dies resultiert aus dem Anstieg der Erträge aus der Veräußerung von Finanzanlagen auf 1.671 T€ (Vorjahr 394 T€). Weiterhin sind im Unterschied zum Vorjahr Erträge aus der Weiterberechnung von Aufwendungen für übergeordneten Tätigkeiten in Höhe von 1.241 T€ enthalten.

Das Finanzergebnis (Erträge aus Beteiligungen, Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen, sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen) liegt mit 1.024 T€ um 177 T€ über dem Vorjahr.

Die Erträge aus Beteiligungen auf Grund von Ausschüttungen haben sich um 88 T€ auf 523 T€ erhöht. Ebenso haben sich die Erträge auf Grund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Voith Engineering Services GmbH um 42 T€ auf 385 T€ erhöht. Die Zinsen und ähnlichen Erträge haben sich wegen des leicht gestiegenen Zinsniveaus und dem höheren durchschnittlichen Finanzforderungen aus dem Cash-Pooling um 106 T€ erhöht. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 59 T€ erhöht. Dies ist auf die Zinsanteile der Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen zurückzuführen, die auf Grund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes erstmals als Zinsaufwand ausgewiesen wurden.

Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 93 T€ entstanden durch die Neubewertung der Pensions- und ATZ- Rückstellungen im Zuge der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes.

Trotz eines Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 7,3 Mio. € hat die Gesellschaft nur Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag von 456 T€, was sich vor allem auf die Nutzung der Verlustvorträge sowie den weitgehend steuerfreien Erträgen aus dem Verkauf der polnischen Tochtergesellschaft zurückführen lässt.

5. Standortbezogene Ereignisse

Werkservice Nord

Der Werkservice Nord konnte mit seinen Standortdienstleistungen für den Hauptkunden VW erst in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres von der boomenden Automobilindustrie profitieren. Nach anfänglichen Verlusten aufgrund von verschobenen Instandhaltungsmaßnahmen und Umbauten bedingt durch die hohe Nachfrage und der fortlaufenden Produktion konnte der Auftragsbestand sukzessive abgearbeitet werden. Umsatz und positives Betriebsergebnis entwickelten sich über Plan. Mit dem Ausbau der Aktivitäten im Bereich Elektroinstallation wurde begonnen. Erste Erfolge zeigen sich mit dem Erhalt einer Elektro-Rahmenvereinbarung von VW. Es ist zusätzlich geplant, die Kompetenz im Bereich Inbetriebnahme und Konstruktion weiter auszubauen. Dies soll die Ergebnissituation nachhaltig verbessern sowie das geplante Wachstum unterstützen.

Autostadt

Durch die Erweiterung des Leistungsportfolios und die Übernahme von weiteren Bereichen sowie durch die Abrechnung gewinnhaltiger Zusatzaufträge konnte der Standort Autostadt Wolfsburg den Umsatz steigern und ein positives Betriebsergebnis über Plan erzielen. Für das neue Geschäftsjahr stehen die Ausgliederung und die Vergabe von weiteren Aktivitäten durch den Kunden Autostadt an. Mit Beginn des GJ 2011/12 wird der Vertrag des technischen Dienstleisters neu ausgeschrieben. Der aktuelle Vertrag der Voith Industrial Services GmbH läuft zur Mitte des kommenden GJ aus.

Projektgeschäft Nord

Aufgrund von Unterauslastung und hohen Verlusten aus weiteren Abwertungen defizitärer Projekte des Vorjahres konnte sich der Standort nicht wie geplant entwickeln. Die Finanzziele wurden in Gesamtleistung und Ertrag verfehlt.

Zur Neuausrichtung des Standortes wurden entsprechende Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören u.a. der Ausbau und die Fokussierung auf den Bereich Automatisierung sowie die Einbindung in den Verbund der Automatisierungs-Standorte. Im Zuge der Reorganisation des Standortes wurde der Instandhaltungsauftrag bei der Daimler AG in Bremen in einen eigenen Standort überführt.

Die hohe Nachfrage nach Dienstleistungen in der Automatisierung wird die Auslastung im neuen GJ verbessern, einhergehend mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung.

Chemnitz Automation

Der erfolgreiche Trend der Vorjahre konnte am Standort fortgeschrieben werden. Umsatz und Betriebsergebnis lagen über den Planungen. Dazu haben ein gutes Projektmanagement und die erfolgreiche Schlussrechnung von Projekten in China beigetragen. Der Ausblick für das neue GJ ist ebenfalls positiv. Durch den Erhalt eines Großauftrages von VW ist eine gute Auslastung bis in das GJ 2011/12 hinein gesichert.

Chemnitz Instandhaltung und Montagen (IuM)

Der Standort entwickelt sich mit Leistung und Ergebnis weiter äußerst positiv und konnte insgesamt die Planungen deutlich übertreffen.

Die Bereiche Werkzeuginstandhaltung und Toolmanagement sowie der Bereich der De- und Remontage von Transferstraßen und Bearbeitungszentren haben wesentlich zum Erfolg beigetragen. Die Auslastung liegt an der Kapazitätsgrenze. Die Wiedergewinnung der Aufträge Toolmanagement und Instandhaltung für das VW Motorenwerk in Chemnitz mit einer Laufzeit von drei Jahren sowie dem Abschluss einer Rahmenvereinbarung für De- und Remontagen mit einem namhaften Sondermaschinenhersteller bieten eine gute Ausgangssituation für zusätzliches Projektgeschäft.

Ein Vertrag zur Trommelkörperfertigung wurde aufgrund der ungünstigen Bedingungen und der Preissituation zum 31.12.2011 gekündigt. Der Kunde ist an einer Fortführung der Lieferantenbeziehung interessiert. Sollte keine neue Vereinbarung mit dem Kunden erzielt werden, ist eine Einstellung der Fertigung vorgesehen.

Der Bereich Chemnitz Stahlbau wurde mit Beginn des Geschäftsjahres in den Bereich Chemnitz luM integriert. Aufgrund fehlender Großaufträge wurde das Planziel in Umsatz und Ertrag nicht erreicht. Für das neue GJ wird aufgrund steigender Anfragen und aussichtsreicher Projektangebote eine Verbesserung erwartet.

Der integrierte Standort Kölleda konnte auch im GJ 2010/11 die Planvorgaben sowohl in der Gesamtleistung als auch im PfO übertreffen. Die ausschließlich für den Kunden Motorenwerk MDC durchgeführten Leistungen im Bereich Toolmanagement sind mit weiteren Zusatzdienstleistungen neu ausgeschrieben worden. Die Verhandlungen befinden sich im Endstadium. Der aktuelle Vertrag läuft zum Ende des Kalenderjahres 2011 aus.

Ludwigsfelde

Durch die Erweiterung des Dienstleistungsvertrages mit der Daimler AG in Marienfelde sowie dem Erhalt eines neuen Instandhaltungsvertrages im BMW Motorradwerk, Berlin, konnte die Gesamtleistung am Standort deutlich gesteigert werden. Ebenso positiv entwickelte sich der Bereich De- und Remontage. Hier konnten neue Aufträge hinzugewonnen werden.

Trotz gesteigerter Leistung über Plan blieb das Ergebnis aufgrund von Anlaufverlusten beim Kunden BMW und Daimler weit hinter den Erwartungen zurück. Nach Erreichung des Regelbetriebes unter Zugrundelegung der vereinbarten Leistungsinhalte wird eine positive Entwicklung erwartet.

Neckarsulm

Mit Beginn des GJ 2010/11 wurden die Automatisierungsaktivitäten des Kunden AUDI am Standort Neckarsulm gebündelt. Der Bereich Automatisierung des Standortes Ingolstadt wurde in Neckarsulm integriert. Die übrigen Bereiche (u.a. technisches Gebäudemanagement) wurden an den Standort Ingolstadt ausgegliedert.

Mit erfolgreichem Abschluss eines Großprojektes bei AUDI und dem Erhalt eines neuen Großauftrages beim Kunden VW konnten die für das Geschäftsjahr geplanten Ziele hinsichtlich Gesamtleistung und PfO übertroffen werden. Die hohe Auslastung wird voraussichtlich bis zum Ende den neuen Geschäftsjahres anhalten. Zum weiteren Ausbau der Automatisierung ist die Gewinnung von zusätzlichen qualifizierten Fachkräften notwendig.

Stuttgart

Der Standort entwickelt sich besser als der Plan. Der Bereich Automatisierung wurde dem Standort Rastatt angeschlossen. Die Aktivitäten in der Datentechnik sind durch einen hohen Fremdleistungsanteil gekennzeichnet. Dadurch wird das Ergebnis am Standort belastet. Im GJ 2011/12 stehen neue Ausschreibungen im Bereich Datentechnik an, die bei Erhalt des Zuschlages eine wesentliche Verbesserung der Ergebnissituation erwarten lassen.

Rastatt

Der Standort konnte auch im GJ 2010/11 im Zuge des Baureihenwechsels beim Kunden Daimler, Rastatt, weitere Zusatzaufträge generieren. Daneben gingen die Automatisierungsaktivitäten des Standortes Stuttgart über. Umsatz und Ertrag haben im Vergleich zum Vorjahr weiter zugelegt und lagen über Planniveau.

Ingolstadt

Der Standort Ingolstadt profitierte im Geschäftsjahr weiterhin von den Investitionsaktivitäten des Kunden AUDI sowie den damit verbundenen Erweiterungen von Zulieferern im Umkreis von Ingolstadt. Der bedeutende Installationsauftrag für die Produktionshalle für den neuen AUDI A3 verläuft planmäßig. Die im Projektverlauf zu verzeichnenden Materialpreissteigerungen konnten durch Substitution teilweise kompensiert werden. Der ursprüngliche Auftragswert von rund 11 Mio. € wird deutlich überschritten werden. Das voraussichtliche Fertigstellungsdatum wird Ende 2011 liegen. Der Kunde AUDI plant eine zweite Ausbaustufe zu der Produktionshalle im gleichen Umfang. Die Ausschreibung wird zu Beginn des neuen GJ erfolgen.

Die Betriebsstätte Brüssel konnte nicht an die positive Entwicklung der Vorjahre anknüpfen. Das Planergebnis wurde aufgrund einer Kundeninsolvenz und der damit verbundenen Forderungsausfälle verfehlt.

Daneben wurde das Ergebnis am Standort Ingolstadt durch weitere Verluste von Altaufträgen im Non-Automotive-Segment belastet.

Insgesamt ist es aufgrund der sehr guten Auslastung und der guten Auftragslage anderer Bereiche gelungen, die entstandenen Verluste im Projektgeschäft auszugleichen und die Planziele zu übertreffen.

Kassel

Der Standort Kassel konnte die Gesamtleistung im GJ 2010/11 deutlich ausbauen. Dazu haben im Wesentlichen der Erhalt eines Großauftrages zur Gebäudeelektroinstallation sowie der erfolgreiche Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit dem Kunden VW beigetragen. Das Ergebnis liegt auf Vorjahresniveau.

Eisenach

Das Geschäft mit dem Hauptkunden Opel verlief in 2010/11 stabil. Aufgrund der Entscheidung für die Fertigung eines neuen Modells wurden die Instandhaltungsmaßnahmen auf ein Mindestmaß reduziert. Der Modellwechsel ermöglicht dem Standort Zusatzaufträge im Rahmen der geplanten Erweitungsmaßnahmen sowie des laufenden Betriebes zu generieren.

Die Zusammenarbeit mit der Firma Bosch entwickelt sich in allen Bereichen weiter positiv. Zum weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit werden sukzessive zusätzliche Fertigungshallen angemietet sowie Kapazitäten aufgestockt.

Im Einklang mit der wirtschaftlichen Erholung verbesserte sich die Situation der Betriebsstätte in Erfurt. Die Ertragssituation ist jedoch noch nicht zufriedenstellend. Weitere Maßnahmen sind im neuen GJ umzusetzen.

München

Der Standort München konnte in Summe sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis die Vorjahreswerte erreichen. Bei den diesjährigen Ausschreibungen im technischen Gebäudemanagement des Kunden BMW wurde trotz innovativer Konzepte das angepeilte Auftragsvolumen nicht realisiert. Ein bestehendes Rahmenvertragspaket ging an den Wettbewerb und ein weiteres wurde um 5 Jahre verlängert. Die Organisationsstruktur wurde der Auftragssituation angepasst.

Regensburg

Bedingt durch den Verlust bzw. Beendigung eines Großauftrages von BMW am Standort Dingolfing zum 31.12.2010 wurde die bisherige Betriebstätte nach Landshut verlagert. Dies führte im Jahresverlauf zu einer deutlichen Reduzierung der Gesamtleistung und einem entsprechend rückläufigen Ergebnis unter Plan. Der Bereich wurde entsprechend neu aufgestellt und angepasst.

Teilweise kann der Verlust des Auftrages durch die Gewinnung von Projekten beim Kunden BMW kompensiert werden. Eine weitere Entwicklung der Geschäftsaktivitäten in Ostbayern wird ebenso vorangetrieben. Erste Erfolge können bereits verzeichnet werden.

Leipzig

Im GJ 2010/11 konnte die Gesamtleistung am Standort deutlich ausgebaut werden. Insbesondere der BMW-Rahmenvertrag mit dem Leistungsspektrum Instandhaltung, technisches Gebäudemanagement und Logistik hat durch die durchgängige Berücksichtigung im GJ zum Wachstum beigetragen. Der Regelbetrieb mit der vollständigen Übernahme der Leistungspakete ist erfolgreich gestartet. Das Geschäft mit dem Kunden Porsche verlief planmäßig auf einem guten Niveau.

Der geplante Ausbau von den beiden Werken der Hauptkunden BMW und Porsche bietet neben den laufenden Zusatzaufträgen weiteres Wachstumspotential für den Standort Leipzig.

Bremen

In Bremen wurde das Hochlaufen der Anlagen im Rahmen des Instandhaltungsauftrages beim Kunden Daimler erfolgreich abgeschlossen. Der Auftrag geht nun in den Regelbetrieb über. Aufgrund der erfolgreichen Anlaufphase und der sich abzeichnenden Geschäftspotentiale vor Ort in Bremen wurde ein neuer Standort etabliert.

6. Personal- und Sozialentwicklung

Mitarbeitergewinnung und -bindung

Um qualifizierte Fachkräfte im Unternehmen zu halten, wurden im Geschäftsjahr 2010/2011 verschiedene Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung durchgeführt. So wurden 38 Auszubildende im gewerblich technischen und im kaufmännischen Bereich, welche ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, an ihren Ausbildungsstandorten in Arbeitsverhältnisse übernommen. Befristete Arbeitsverhältnisse wurden vorzeitig in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt.

Mitarbeiter, welche sich in Eigeninitiative fortbilden möchten, werden finanziell durch Zuschüsse und mit individuellen Arbeitszeitmodellen unterstützt.

Wir sind weiterhin auf starkem Wachstumspfad und dazu benötigen wir vor allem qualifiziertes Personal. Deshalb haben wir uns im Bereich Recruiting verstärkt und gehen auch neue Wege zur Personalgewinnung.

Ausbildung

Wir legen größten Wert auf die Ausbildung eigenen kaufmännischen und technischen Nachwuchses, nicht zuletzt, um auf diesem Wege einen Teil des eigenen Bedarfs an Fachkräften zu decken. Diese permanente Ausbildung, Förderung und Schulung verstehen wir als Zukunftssicherung unseres Unternehmens und als selbstverständliche Wahrnehmung einer gesellschaftlichen Aufgabe. Auch in diesem Geschäftsjahr kommt die Voith Industrial Services GmbH ihrer Ausbildungsverantwortung nach und liegt mit einer Ausbildungsquote von 10,19% über dem deutschen Durchschnitt. Insgesamt bilden wir derzeit 137 junge Menschen aus. Im Jahr 2011 wurden 45 Ausbildungsplätze neu vergeben.

Personalentwicklung

Im Rahmen der einheitlichen Personalentwicklungsprogramme auf Ebene VI respektive Voith GmbH wurden in diesem Geschäftsjahr die Schwerpunkte auf die Bereiche Leadership, Mitarbeitergespräch und Förderung von Talenten gelegt. Neben der fachlichen Weiterbildung insbesondere im Projekt-, Risk- und Claim-Management, fanden auch in diesem Geschäftsjahr zahlreiche weitere Veranstaltungen und Workshops statt.

Haustarifverträge

Ein entscheidender Faktor für unseren unternehmerischen Erfolg waren auch im Geschäftsjahr 2010/2011 der Abschluss und die Umsetzung von moderaten Haustarifverträgen in den Regionen Sachsen und Brandenburg, Bayern, Niedersachsen und Thüringen sowie die Umsetzung der Flächentarifverträge in den Regionen Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

7. Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beläuft sich auf 70.474 T€ (Vorjahr 56.377 T€).

Der Anstieg der Bilanzsumme um 14.097 T€ resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen auf das um 14.917 T€ auf 63.685 T€ erhöhte Umlaufvermögen. Das Vorratsvermögen hat sich nach der Berücksichtigung der erhaltenen Anzahlungen im Vergleich zum Vorjahr um 6.149 T€ auf 19.344 T€ erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte haben sich korrespondierend mit dem Anstieg der Gesamtleistung um 2.118 T€ bzw. 18,3% auf 13.688 T€ erhöht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 6.784 T€ auf 29.646 T€ gestiegen. Dies resultiert vor allem aus der mit der Ergebnissituation einhergehenden Erhöhung der Cash-Pool Forderungen gegen die Voith GmbH. Die Forderungen gegen beteiligte Unternehmen (Vorjahr: 294 T€) wurden vollständig ausgeglichen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 223 T€ erhöht, insbesondere auf Grund erhöhter Forderungen gegen Warenkreditversicherungen.

Auf der Passivseite spiegelt sich die Erhöhung der Bilanzsumme vor allem in einem Anstieg des Eigenkapitals um 6.650 T€ auf 38.495 T€ wider. Es ergibt sich eine leicht gesunkene Eigenkapitalquote in Höhe von 54,6% (Vorjahr 56,5%). Darüber hinaus haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wegen vermehrter Materialeinkäufe für neu gewonnene Großprojekte um 3.862 T€ auf 15.113 T€ erhöht. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 2.090 T€ auf 11.812 T€ ist vor allem auf die hohe Auslastung sowie die gute Ergebnissituation und dem hiermit verbundenen Anstieg im Bereich der Personalrückstellungen zurückzuführen.

8. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 974 T€ (Vorjahr 821 T€) getätigt. Davon entfallen 270 T€ auf immaterielle Vermögensgegenstände (Einführung Navision 5.0 131 T€, Navision Lizenzen 58 T€) und 704 T€ auf Sachanlagen.

9. Entwicklungschancen und Risiken der Zukunft

In den vergangenen Monaten haben wichtige Konjunkturindikatoren sowie die Prognosen führender Wirtschaftsinstitute eine deutliche Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums für das Jahr 2012 angezeigt. Es verbleiben zudem weitere Konjunkturrisiken aufgrund der Verschuldungsproblematik, insbesondere in verschiedenen europäischen Ländern, und der Instabilität der Finanzmärkte.

Die auch für die Voith Industrial Services GmbH entscheidenden deutschen Schlüsselindustrien Automobil- und Maschinenbau zeigen trotz der sich abzeichnenden konjunkturellen Abkühlung aktuell kein nachlassendes Geschäft. Das anfänglich rasante Wachstum der Automobilindustrie hat sich normalisiert und es wird für 2011 aufgrund der weiterhin guten Auftragseingänge ein neuer Produktionsrekord erwartet. Die bisherigen Absatzprognosen unserer Kunden sagen ein weiteres, leichtes Wachstum für 2012 voraus.

Die Voith Industrial Services GmbH geht von der Annahme aus, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich moderat entwickeln werden, aber in einem noch stärkeren Maße der Volatilität der Finanzmärkte unterliegen können.

Um auf kurzfristige Marktentwicklungen entsprechend reagieren zu können, hat die Voith Industrial Services GmbH in den letzten Jahren ihre Kapazitätsflexibilität (= Überstunden- und Freizeitkonten eigener Mitarbeiter, zudem befristete Mitarbeiter und Arbeitnehmerüberlassung) mit einer durchschnittlichen Zielgröße von rund 20% ausgebaut. Diese Kapazitätsflexibilität lässt Anpassungen an die jeweilige Marktsituation zu.

Im Konzernbereichsverbund Voith Industrial Services lag und liegt die Rolle der Voith Industrial Services GmbH im Bereich der Automobilindustrie. Dieser strategische Schwerpunkt wird in einem verstärktem Maße durch die Vernetzung und übergreifende Zusammenarbeit insbesondere mit dem Schwesterunternehmen Voith Industrial Services Ltd. & Co. KG, Stuttgart, sowie den europäischen Schwestergesellschaften im Verbund der Division Automotive weiter ausgebaut werden. Aktivitäten außerhalb des Kerngeschäftes werden gemäß der strategischen Ausrichtung zurückgefahren.

Als Ableitung aus der strategischen Ausrichtung von Voith Industrial Services GmbH werden bestimmte Geschäftsfelder wie die Aktivitäten im Bereich Tool-Management, Automation sowie De- und Remontagen verstärkt ausgebaut. Es sind weitere Spezialisierungen im Bereich der Dienstleistungen entlang der Produktionskette und in einzelnen Wertschöpfungsbereichen der Automobilhersteller vorgesehen.

In der Automobilbranche ist ein verstärkter Trend zur Vergabe von größeren Gewerken zu beobachten. Durch die enge Verbindung zu unseren Schwester-Unternehmen schaffen wir die Möglichkeit, ein Komplettangebot hochwertiger Leistungen anzubieten. Unsere Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar, insbesondere wenn durch erhöhten Kostendruck Outsourcing-Überlegungen auf Kundenseite verfolgt werden. Der Druck auf die Kostensituation in der Produktion des Kunden wird in den Folgejahren weiterhin bestehen und dazu führen, dass die Fertigungskosten sich weiterhin international einem Weltmarktniveau angleichen. Dies ist in vielen Fällen nur durch den Einsatz von Dienstleistern möglich und rechtfertigt aus Sicht des Managements die Erwartung, dass der Bereich Dienstleistung keineswegs an Bedeutung verlieren wird sondern weiterhin an Bedeutung zunehmen wird. Ein Trend wird dabei die Ausgliederung kompletter Abteilungen seitens potentieller Kunden sein.

In der eigenen Wertschöpfungskette heißt das allerdings auch, dass einfachere Arbeiten weiterhin und in Zukunft immer häufiger nicht vom Unternehmen selbst mit eigenen Kräften sondern durch den Einsatz beauftragter Subunternehmer abgewickelt werden müssen.

Regionale Wettbewerber werden im Gegensatz zu großen Komplettanbietern weiterhin zu den Verlierern der fortschreitenden Globalisierung gehören. Daher wird Voith Industrial Services GmbH, wie bereits erwähnt, auch im Geschäftsjahr 2011/12 den Ausbau ihrer Kompetenz im Bereich der technischen Dienstleistung sowie Bündelungspotentiale nutzen und prozessuale Schnittstellenprobleme eliminieren.

Je nach Entwicklung der Geschäftsaktivitäten in diversen Regionen respektive Gewerken kann der regelnde Eingriff durch selektive Kapazitätsanpassungen oder Zusammenführung von Standorten fortgesetzt werden. Im Vordergrund steht dabei allerdings weiterhin die Renditesteigerung der jeweiligen Einheiten. International werden nach wie vor Synergien im Voith Industrial Services - Verbund (Standorte, Kunden, Mitarbeiter) ausgeschöpft.

Hinsichtlich eines Risikomanagement-Systems baut die Voith Industrial Services GmbH durch Einbettung in den Konzernverbund der Voith GmbH die einheitlichen Geschäftsgrundsätze, die eine Identifikation, Bewertung, Steuerung und Dokumentation von Risiken in einem detaillierten Qualitäts-, Risiko- und Umweltmanagementsystem umfassen aus. Dieses System arbeitet mit Maßstäben, die mögliche Ertrags- und Vermögensrisiken einschließen und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten und ergriffene Sicherungsmaßnahmen berücksichtigen. Durch ein standardisiertes Berichtswesen wird sichergestellt, dass alle Leitungs- und Aufsichtsorgane zu jeder Zeit und transparent über die laufende und zukünftige Geschäftsentwicklung informiert sind, um möglichen Risiken frühzeitig entgegenwirken zu können. Das Verständnis für die Risiko-Managementprozesse, sowie deren Einhaltung wird für das folgende Geschäftsjahr 2011/12 auch weiterhin im Fokus stehen. Ziel ist es, die Annahme von Verlustaufträgen zu verhindern.

Ein Internes Kontrollsystem ist integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse der Voith Industrial Services GmbH. Die Konzern-Revision der Voith GmbH überwacht als unabhängiger konzerninterner Bereich im Rahmen von periodischen Prüfungen das Interne Kontrollsystem sowie Betriebs- und Geschäftsabläufe.

Daneben ist die Voith Industrial Services GmbH an das Compliance Management System im Konzernverbund der Voith GmbH angeschlossen. Die Basis bildet der Verhaltenskodex der Voith-Unternehmensgruppe. Der Kodex erläutert das Handeln nach Voith-Werten und gibt den Mitarbeitern eine Richtschnur hinsichtlich der richtigen Verhaltensweisen im beruflichen Umfeld. Jedem Mitarbeiter wird ein persönliches Exemplar ausgehändigt, Zudem werden Mitarbeiter und Führungskräfte im Rahmen von fortlaufenden Schulungen und Unterweisungen in die Thematik Compliance eingeführt und entsprechend sensibilisiert.

Risiken aus veränderten Währungsverhältnissen sind für Voith Industrial Services GmbH nahezu ohne Einfluss. Sicherungsmaßnahmen werden derzeitig nicht betrieben, können allerdings durch die Zunahme an internationalen Projekten im Geschäftsjahr 2011/12 eingeleitet werden. Durch die Mitgliedschaft im Konzernverbund der Voith GmbH ist eine Absicherung der Währungsrisiken jederzeit möglich.

Rohstoffseitige Kursschwankungen werden sowohl intern als auch im Konzernverbund der Voith GmbH analysiert und gegebenenfalls ereignisgesteuert gesichert.

Etwaige Liquiditätsrisiken werden durch die bestehende Eingliederung in das Cash Pooling der Voith GmbH ausgeschlossen.

Die Voith Industrial Services GmbH unterliegt Ausfallrisiken bei Forderungen. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft insbesondere durch Bonitätsprüfungen, Abschluss von Warenkreditversicherungen sowie einem ausgeprägten permanenten Mahnwesen. Für darüber hinausgehende Risiken werden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. In Zeiten der schwachen konjunkturellen Rahmenbedingungen reagiert die Voith Industrial Services GmbH auf Limitreduzierungen oder -streichungen von Seiten der Warenkreditversicherung durch Anpassung der Zahlungsbedingungen.

Die Voith Industrial Services GmbH geht, wie eingangs erwähnt, von einer moderaten Entwicklung des Umfelds aus, wobei die Volatilität tendenziell zunehmen wird. Dabei agiert die Voith Industrial Services GmbH vorausschauend mit Augenmaß und wird vertriebsseitig wie auch dispositiv/kapazitiv regelnd eingreifen.

Die eingeleiteten und umgesetzten Maßnahmen sowie die erwarteten Impulse aus der strategischen Ausrichtung können die Entwicklung der Ertragslage aufgrund der angenommenen Marktlage im Geschäftsjahr 2011/12 ausgleichen. Zusätzlich ergebnisstützend wird sich der Abschluss der Einführung von Navision Dynamics 5.0 sowie die Fortführung und weitere Umsetzung der im Jahr 2009 im Konzernverbund der Voith GmbH gestarteten Initiative "Operational Excellence" zur Optimierung von Effektivität und Effizienz auswirken.

Aus heutiger Sicht wird von einer Gesamtleistung in Höhe von 135.185 T€ bei einem PfO von 6.084 T€ ausgegangen.

Für das folgende Geschäftsjahr 2012/13 sehen wir auf Basis des heutigen Kenntnisstands eine Gesamtleistung von 139.572 T€ und einen PfO von 6.959 T€.

Die Prognosen können von dem tatsächlichen Geschäftsverlauf abweichen.

Über die geschilderten Vorgänge hinaus trat nach Abschluss des Geschäftsjahres 2010/11 keine Entwicklung von besonderer Bedeutung ein.

 

Kirchseeon, den 18. November 2011

Dr. Wolfgang Mauz, Geschäftsführer, Vorsitzender

Dr. Christoph Michael Jaschinski, Geschäftsführer

Jochen Wilstermann, Geschäftsführer

Bilanz zum 30. September 2011

Aktiva

30-9-2011 30-9-2010
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 643.074,75 564.412,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 27.110,72
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 643.074,75 17.276,00 608.799,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 691.144,83 709.272,51
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.608.704,24 4.299.849,07 4.218.813,10 4.928.085,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.566.044,39 1.794.689,40
2. Beteiligungen 24.030,72 1.590.075,11 24.030,72 1.818.720,12
6.532.998,93 7.355.605,01
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 850.053,83 801.008,75
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 44.712.859,52 34.050.182,39
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 673.351,01 545.652,02
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -26.892.023,12 19.344.241,24 -22.201.517,76 13.195.325,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.687.827,13 11.570.141,69
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (i. Vj. EUR 8.522,07)--
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 29.645.939,59 22.861.519,42
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (i. Vj. EUR 2.080.000,00)--
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 294.342,24
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (i. Vj. EUR 294.342,24)--
4. Sonstige Vermögensgegenstände 987.952,58 44.321.719,30 765.072,45 35.491.075,80
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 59.063,23 (i. Vj. EUR 47.196,64)--
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 19.233,87 82.056,35
63.685.194,41 48.768.457,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 255.553,87 252.803,34
70.473.747,21 56.376.865,90

Passiva

30-9-2011
EUR
  30-9-2010
EUR
A. Eigenkapital  
I. Gezeichnetes Kapital 12.071.500,00   12.071.500,00
II. Kapitalrücklage 27.001.980,45   27.001.980,45
III. Andere Gewinnrücklagen 2.958.415,27   2.958.415,27
IV. Bilanzverlust -3.536.742,70   -10.186.664,23
38.495.153,02   31.845.231,49
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 18.200,00   30.900,00
C. Rückstellungen  
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 431.402,00   266.538,00
2. Steuerrückstellungen 399.029,78   78.627,24
3. Sonstige Rückstellungen 11.811.595,41   9.722.088,94
12.642.027,19   10.067.254,18
D. Verbindlichkeiten  
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19.986,77   37.280,84
--davon mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr EUR 19.986,77 (i. Vj. EUR 37.280,80)--  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.112.989,52   11.250.709,13
--davon mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr EUR 15.112.989,52 (i. Vj. EUR 11.250.709,13)--  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 985.622,53   591.153,58
--davon mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr EUR 985.622,53 (i. Vj. EUR 591.153,58)--  
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.197.604,58   2.554.336,68
--davon mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr EUR 3.197.604,58 (i. Vj. EUR 2.554.336,68)--  
--davon aus Steuern EUR 1.166.993,16 (i. Vj. EUR 708.035,54)--  
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 925,68 (i. Vj. EUR 0,00)--  
19.316.203,40   14.433.480,23
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.163,60   0,00
70.473.747,21   56.376.865,90

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011

2010/11 2009/10
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 121.178.304,77 108.923.982,31
2. Erhöhung (i. Vj. Verringerung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 10.662.677,13 -1.615.544,29
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 32.550,54 11.858,14
131.873.532,44 107.320.296,16
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.450.126,73 3.155.359,86
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -33.457.303,27 -24.088.148,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -29.818.218,59 -63.275.521,86 -22.886.924,91 -46.975.073,55
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -42.208.490,74 -38.092.506,38
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -8.525.006,48 -50.733.497,22 -7.926.631,80 -46.019.138,18
--davon für Altersversorgung EUR 31.976,22 (i. Vj. EUR 47.476,52)--
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.547.522,65 -1.527.849,16
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.481.750,40 -14.871.882,90
9. Erträge aus Beteiligungen 522.843,87 434.671,93
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 520.440,80 (i. Vj. EUR 432.268,86)--
10. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 385.216,07 342.859,18
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 221.205,47 115.203,41
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 197.419,35 (i. Vj. EUR 86.104,78)--
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -105.545,54 -46.481,66
--davon an verbundene Unternehmen EUR 7.570,47 (i. Vj. EUR 5.884,82)--
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 7.309.086,91 1.927.965,09
14. außerordentliche Aufwendungen -93.366,00 0,00
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -455.754,40 -74.990,04
16. Sonstige Steuern -110.044,98 -104.785,91
17. Jahresüberschuss 6.649.921,53 1.748.189,14
18. Verlustvortrag -10.186.664,23 -11.934.853,37
19. Bilanzverlust -3.536.742,70 -10.186.664,23

Anhang für das Geschäftsjahr 2010/11

der Voith Industrial Services GmbH

(1.10.2010 - 30.9.2011)

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wird mit Beginn des Geschäftsjahres 2010/2011 angewendet. Die Vorjahreszahlen wurden nach Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Entsprechend wurden die §§ 252 Abs. 1 Nr. 6, 265 Abs. 1 und 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB auf Grund der durch das BilMoG geänderten Vorschriften im Jahresabschluss 2010/2011 nicht angewandt.

Im Übrigen wurde die Form der Darstellung im Jahresabschluss beibehalten, sofern nicht Anpassungen auf Grund des BilMoG erfolgten.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert. EDV-Software wird planmäßig linear pro rata temporis über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Die Gegenstände des Anlagevermögens mit Ausnahme der Grundstücke werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Anschaffungs- und Herstellungskosten bis 150 Euro im Zugangsjahr direkt im Aufwand erfasst. Bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 150 Euro bis 1.000 Euro wird die lineare Abschreibungsmethode mit einer Abschreibungsdauer von fünf Jahren angewandt.

Sind Gründe für eine dauerhafte Wertminderung gegeben, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Zuschreibungen auf Grund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen im Rahmen der Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Sind Gründe für eine dauerhafte oder vorübergehende Wertminderung gegeben, werden die Beteiligungsansätze auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine Wertminderung entfallen sind.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mit den Anschaffungskosten oder zum geringeren Wiederbeschaffungspreis bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. In Abhängigkeit von der Lagerdauer werden Wertabschläge vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie produktionsnahe Verwaltungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Soweit die Herstellungskosten bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. In Abhängigkeit von der Lagerdauer werden bei den fertigen Erzeugnissen Wertabschläge vorgenommen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden, soweit wie möglich, offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen, geleisteten Anzahlungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Soweit notwendig, wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen wurde berücksichtigt, dass die Forderungen teilweise durch eine Warenkreditversicherung gesichert sind.

Unter der Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen gegen Unternehmen ausgewiesen, für die die Voraussetzungen der Vollkonsolidierung im Rahmen des Konzernabschlusses der Voith GmbH vorliegen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden zum Nennwert angesetzt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelt, gebildet und aufgelöst. Die Auflösung erfolgt in Höhe der anteiligen Abschreibung der geförderten Anlagengegenstände.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und der Berücksichtigung erwarteter Rentensteigerungen ermittelt. Die Zinssätze entsprechen den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB, entsprechend der Vereinfachungsregelung für eine mittlere Restlaufzeit von 15 Jahren.

Vermögensgegenstände, die die Voraussetzungen als Planvermögen zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen erfüllen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und sind mit der jeweiligen individuellen Verpflichtung verrechnet worden.

Die aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG resultierenden Unterschiedsbeträge aus der Neubewertung der ATZ- und Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens wurde in voller Höhe im Geschäftsjahr 2010/2011 über den außerordentlichen Aufwand zugeführt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen sowie Jubiläumsrückstellungen werden grundsätzlich nach der gleichen Methodik wie die Pensionsrückstellungen bewertet.

Die langfristigen Rückstellungen werden mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter der Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen ausgewiesen, für die die Voraussetzungen der Vollkonsolidierung im Rahmen des Konzernabschlusses der Voith GmbH vorliegen.

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie auf körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge ermittelt. Die Ermittlung erfolgt sowohl für den Organträger Voith Industrial Services GmbH als auch für deren Organgesellschaft. Aktive und passive latente Steuern werden, soweit wie möglich, verrechnet. Ein Passivüberhang wird bilanziert. Das Wahlrecht zum Ansatz eines aktiven Überhangs bei den latenten Steuern wird von Voith Industrial Services GmbH nicht ausgeübt.

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet, soweit deren Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden am Bilanzstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips zum historischen Kurs oder zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist auf der Folgeseite im Anlagespiegel dargestellt.

Bruttoanlagespiegel für das Geschäftsjahr vom 1.10.2010 bis zum 30.9.2011

Anschaffungs- und Herstellkosten
Vortrag zum
1.10.2010
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand zum
30.9.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.780.558,82 270.488,89 17.276,00 38.849,22 2.029.474,49
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.161.546,77 0,00 0,00 0,00 1.161.546,77
3. Geleistete Anzahlungen 17.276,00 0,00 -17.276,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.959.381,59 270.488,89 0,00 38.849,22 3.191.021,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.700.344,46 0,00 0,00 0,00 1.700.344,46
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.824.374,20 703.877,65 0,00 436.968,60 15.091.283,25
Summe Sachanlagen 16.524.718,66 703.877,65 0,00 436.968,60 16.791.627,71
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.128.794,20 0,00 0,00 228.645,01 1.900.149,19
2. Beteiligungen 24.030,72 0,00 0,00 0,00 24.030,72
Summe Finanzanlagen 2.152.824,92 0,00 0,00 228.645,01 1.924.179,91
Summe Anlagevermögen 21.636.925,17 974.366,54 0,00 704.462,83 21.906.828,88
Abschreibungen
Vortrag zum
1.10.2010
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand zum
30.9.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.216.146,26 209.102,70 0,00 38.849,22 1.386.399,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.134.436,05 27.110,72 0,00 0,00 1.161.546,77
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.350.582,31 236.213,42 0,00 38.849,22 2.547.946,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 991.071,95 18.127,68 0,00 0,00 1.009.199,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.605.561,10 1.293.181,55 0,00 416.163,64 11.482.579,01
Summe Sachanlagen 11.596.633,05 1.311.309,23 0,00 416.163,64 12.491.778,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 334.104,80 0,00 0,00 0,00 334.104,80
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 334.104,80 0,00 0,00 0,00 334.104,80
Summe Anlagevermögen 14.281.320,16 1.547.522,65 0,00 455.012,86 15.373.829,95
Buchwerte
30.9.2011
EUR
30.9.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 643.074,75 564.412,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 27.110,72
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 17.276,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 643.074,75 608.799,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 691.144,83 709.272,51
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.608.704,24 4.218.813,10
Summe Sachanlagen 4.299.849,07 4.928.085,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.566.044,39 1.794.689,40
2. Beteiligungen 24.030,72 24.030,72
Summe Finanzanlagen 1.590.075,11 1.818.720,12
Summe Anlagevermögen 6.532.998,93 7.355.605,01

2 Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen verminderten sich um die 100 %ige Beteiligung an Voith Industrial Services Sp.z.o.o. (vormals Hörmann Serwis Polska Sp.z.o.o.). Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr veräußert.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen in Höhe von TEUR 606 und Finanzforderungen in Höhe von TEUR 29.040 (davon Forderungen aus dem Cash-Pooling TEUR 26.547).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 59 enthalten. Die Forderungen enthalten keine Forderungen gegen Gesellschafter.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten folgende antizipative Forderungen, die zum Abschlussstichtag noch nicht rechtlich entstanden sind:

Erstattungsanspruch Körperschaftsteuer Slowakei für das Kalenderjahr 2011: TEUR 23.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft zum 30. September 2011 beträgt TEUR 12.072 und ist vollständig erbracht.

Gesellschafter 30.9.2011
Voith Industrial Services Beteiligungsverwaltungs GmbH 100,0 %

Der Bilanzverlust zum 30. September 2011 in Höhe von TEUR -3.537 setzt sich wie folgt zusammen:

Verlustvortrag aus Vorjahren TEUR -10.187
Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2010/11 TEUR 6.650
Bilanzverlust zum 30. September 2011 TEUR -3.537

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2007 wurde mit der Voith Engineering Services GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag im Rahmen einer Organschaft abgeschlossen. Es wurden keine steuerlichen Umlagen vereinbart.

5. Sonderposten für Investitionszuschüsse

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse ist nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelt, eingestellt und aufgelöst worden. Die Auflösung beträgt planmäßig TEUR 13. Sie erfolgt in Höhe der anteiligen Abschreibung der geförderten Anlagengegenstände.

6. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen lagen folgende Prämissen zu Grunde:

(durchschnittlicher) Zinssatz: 5,13 %

Erwartete Inflationsrate/Rententrend: 2,00 - 3,00 %

Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen sind nicht zu berücksichtigen, da es sich um Verpflichtungen gegenüber einem ausgeschiedenen Mitarbeiter bzw. um gehaltsunabhängige Verpflichtungen handelt.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 680. Er wird mit Vermögensgegenständen (Rückdeckungsversicherungen) im Wert von TEUR 249 verrechnet, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen.

Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen TEUR 249 und entsprechen bei Rückdeckungsversicherungen dem bilanzierten Zeitwert.

Es werden Erträge aus Planvermögen in Höhe von TEUR 10 sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 47 verrechnet. Der Saldo in Höhe von TEUR 37 wird im Posten Lohn und Gehalt (TEUR 17) sowie als Zinsaufwand (TEUR 20) in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen, aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes sowie die Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung der verrechneten Vermögensgegenstände werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Alle übrigen Komponenten der Pensionsaufwendungen werden im Personalaufwand erfasst.

Die zum 1.1.2010 auf Grund der geänderten Vorschriften des HGB erforderliche Zuführung zur Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von TEUR 86 wurde im Berichtsjahr in voller Höhe erfasst und wird im außerordentlichen Aufwand ausgewiesen.

7. Rückstellungen

Der wesentliche Teil der sonstigen Rückstellungen betrifft:

Rückstellungen für
Freizeit TEUR 2.385
Urlaub TEUR 1.819
Gewinnbeteiligungen TEUR 1.438
Umsatzstorno/Boni TEUR 1.233
Weihnachtsgeld TEUR 940
Ausstehende Rechnungen TEUR 821
Noch anfallende Kosten TEUR 715
Berufsgenossenschaft u. Schwerbehindertenabgabe TEUR 686
Altersteilzeit TEUR 266
Restrukturierung TEUR 257
Löhne & Gehälter TEUR 199
Gewährleistung TEUR 190
Drohverlustrückstellung TEUR 140

Die zum 1.1.2010 auf Grund der geänderten Vorschriften des HGB erforderliche Zuführung zur Rückstellung für Altersteilzeit von TEUR 7 wurde im Berichtsjahr in voller Höhe erfasst und wird im außerordentlichen Aufwand ausgewiesen.

8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 30. September 2011:

Stand 30.9.2011
EUR
davon mit einer Restlaufzeit
(in EUR)
bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren von mehr als fünf Jahren
1. Erhaltende Anzahlungen auf Bestellungen 19.986,77 19.986,77 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.112.989,52 15.112.989,52 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 985.622,53 985.622,53 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.197.604,58 3.197.604,58 0,00 0,00
19.316.203,40 19.316.203,40 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten sind zum 30.9.2011 nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten enthalten keine antizipativen Verbindlichkeiten, die zum Abschlussstichtag noch nicht rechtlich entstanden sind.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen keine gegenüber Gesellschaftern.

9. Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in folgenden Posten:

Geschäfts- oder Firmenwert

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Sachanlagen

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Freizeitguthaben und nicht genommenen Urlaub

Vorräte

Rückstellungen für drohende Verluste

Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in den folgenden Posten:

Beteiligungen

Es bestehen in Höhe von TEUR 850 gewerbesteuerliche und in Höhe von TEUR 2.270 körperschaftsteuerliche Verlustvorträge. Auf Grund der Planungsrechnung der Gesellschaft erwartet die Geschäftsführung, dass die Verluste im nächsten Geschäftsjahr mit steuerpflichtigen Gewinnen vollständig verrechnet werden können.

Die latenten Steuern werden mit einem Körperschaftsteuersatz (inklusive Solidaritätszuschlag) von 15,8 % sowie mit einem Gewerbesteuersatz von 14,0 % bewertet.

Per Saldo ergibt sich ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Das Wahlrecht zum Ansatz eines aktiven Überhangs bei den latenten Steuern wurde von der Voith Industrial Service GmbH nicht ausgeübt.

C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Unterteilt nach geographischen Gesichtspunkten ergibt sich folgende Zusammensetzung:

Inlandsumsätze TEUR 109.787
Auslandsumsätze TEUR 12.641
./. Erlösschmälerungen TEUR -1.250
TEUR 121.178

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.676 (Vorjahr TEUR 1.255) enthalten:

Erträge aus der Veräußerung von Anteilen an verbundenen Unternehmen TEUR 1.671
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 749
Sonstige periodenfremde Erträge TEUR 256
TEUR 2.676

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr TEUR 11).

3. Außerplanmäßige Abschreibungen

In dem am 30.9.2011 endenden Geschäftsjahr wurden folgende außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen:

Geschäfts- oder Firmenwert TEUR 25

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 148 (Vorjahr TEUR 106) enthalten:

Zuführung Einzelwertberichtigung TEUR 134
Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen TEUR 11
Zuführung Pauschalwertberechtigung TEUR 3

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr TEUR 45).

5. Zinsergebnis

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind keine (Vorjahr TEUR 1) periodenfremde Zinsaufwendungen enthalten.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind periodenfremde Zinserträge in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 6) enthalten.

Die Zinserträge enthalten wie im Vorjahr keine Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr TEUR 0).

6. Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 93 (Vorjahr TEUR 0) resultieren aus der Umstellung auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des BilMoG zum 1.10.2010 und betreffen folgende Posten:

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen TEUR 86
Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen TEUR 7
93

7. Forschungs- und Entwicklungskosten

Im Geschäftsjahr 2010/2011 sind keine Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen.

8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 29) sowie periodenfremde Steuererträge in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr TEUR 6).

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Gesellschaft Sitz Anteil
in %
Währung 30.9.2011 Eigenkapital Jahresüberschuss-/Jahresfehlbetrag 2010/11
Voith Industrial Services Kft. Györ, Ungarn 100 TEUR 1.075 728
Voith Industrial Services s.r.o. Kosmonosy, Tschechische Rep. 100 TEUR 246 169
Hörmann Portugal Technica e Inovacao Industrial Lda. Palmela, Portugiesische Rep. 99,9 *) . *) .
Voith Industrial Services s.r.o. (vormals Hörmann Slovakia spol. s.r.o.) Bratislava, Slowakische Rep. 9,09 (i.Vj. 100) TEUR 4.187 1.230
Voith Industrial Services GmbH Steyr, Österreich 100 TEUR 609 236
Voith Engineering Services GmbH Chemnitz, Deutschland 100 TEUR 1.047 vor Ergebnisabführung TEUR 385

Die Angaben des Eigenkapitals und des Jahresüberschusses bzw. -fehlbetrages beziehen sich auf 100 %.

*) Am 18. Januar 2005 wurde das Insolvenzverfahren der Gesellschaft beschlossen.

Die Angaben im Anhang nach § 285 S. 1 Nr. 11 HGB hinsichtlich der Höhe des Anteils am Kapital, Eigenkapital und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres beziehen sich auf die jeweiligen nationalen handelsrechtlichen Jahresabschlüsse. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt zum Stichtagskurs, die Umrechnung des Jahresüberschusses bzw. Jahresfehlbetrages zum Durchschnittskurs.

Die Voith Industrial Services s.r.o. wurde durch Aufnahme der DIW Service s.r.o. verschmolzen. Der Gesellschaftsanteil hat sich von 100 % auf 9,09 % verringert. Die Gesellschaft hält allerdings 40 % der Stimm- und Gewinnbezugsrechte.

2. Beteiligungen

Bei der Beteiligung handelt es sich um die Markasit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG in Mainz. Der Stimmrechtsanteil beträgt 23,5 %, der Kapitalanteil 94,0 %. Die Gesellschaft hat einen nicht durch Vermögenseinlage gedeckten Fehlbetrag zum 31.12.2010 von EUR 195.048,44. Der Anteil am Gesellschaftskapital und der Buchwert zum 30.9.2011 betragen unverändert EUR 24.030,72.

3. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die folgende Übersicht zeigt die Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, wobei nur Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar nicht in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden und in einen Konzernabschluss einbezogene Unternehmen angegeben werden:

Nahe stehendes Unternehmen Art des Geschäfts Wert des Geschäfts
Beteiligungsunternehmen Markasit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG Mietvertrag (Gesellschaft ist Mieter) Miete für GJ 2010/2011: TEUR 261; sonstige finanzielle Verpflichtung für die unkündbare Zeit bis zum Jahr 2021: TEUR 1.955.
Beteiligungsunternehmen Markasit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG Festverzinsliches Darlehen (Gesellschaft ist Kreditgeber) Darlehensbetrag TEUR 294, Verzinsung 6,63 % p.a. Rückzahlung am 30.06.2011 erfolgt.

4. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Operating-Leasing-Verträge

Die Gesellschaft hat eine Reihe von Verträgen für die Miete von Räumlichkeiten sowie von Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Gegenüber dem Kauf ergeben sich Vorteile aus der geringeren Kapitalbindung und der höheren Flexibilität. Nachteile ergeben sich aus Sicht der Gesellschaft aus den unkündbaren Mietzeiträumen. Eine Aufstellung der sich hieraus ergebenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, enthält der Anhangspunkt D.5.

5. Haftungsverhältnisse, finanzielle Verpflichtungen aus außerbilanziellen Leasing-Geschäften und sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung

a) Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet für Verbindlichkeiten der ehemaligen Tochtergesellschaft Hörmann Tracoinsa S.L. in Höhe von TEUR 49. Die Haftung besteht gegenüber einer spanischen Sozialbehörde. Eine Inanspruchnahme aus den von uns eingegangenen Haftungsverhältnissen ist nicht zu erwarten, da die Sozialbehörde seit einigen Jahren keine Ansprüche gegen die Gesellschaft erhoben hat und es nach wie vor keine Anzeichen dafür gibt, dass sie dies zukünftig tun wird.

Für die im Zeitpunkt der Wirksamkeit einer Abspaltung begründeten Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 182 haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch. Diesbezüglich sind sämtliche Verbindlichkeiten bezahlt worden, so dass die Gesellschaft nicht mit einer Inanspruchnahme rechnet.

Die Gesellschaft hat einige Mitarbeiter beschäftigt, bei denen im Arbeitsvertrag auf einen Tarifvertrag der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) Bezug genommen wurde. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat am 14. Dezember 2010 (1 ABR 19/10) entschieden, dass diese nicht tariffähig ist. Damit sind sämtliche Tarifverträge, die die Tarifgemeinschaft abgeschlossen hat, rückwirkend unwirksam. Eine Inanspruchnahme durch Nachforderungen von Gehalt oder Sozialversicherungsbeiträgen ist jedoch eher unwahrscheinlich einzuschätzen, da bisher keine Ansprüche gegen die Gesellschaft erhoben wurden. Das potentielle Risiko einer Inanspruchnahme hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, da das Risiko derzeit bei nur rund EUR 0,1 Mio. gesehen wird.

b) finanzielle Verpflichtungen aus außerbilanziellen Leasing-Geschäften und sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung zum 30. September 2011 sind zu nennen:

voraussichtliche Verpflichtungen aus Mietverträgen für Geschäftsräume (netto) ca. TEUR 6.020
davon verbundene Unternehmen TEUR 0
davon beteiligte Unternehmen TEUR 1.955
voraussichtliche Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattung (netto) ca. TEUR 2.182
davon verbundene Unternehmen TEUR 311
davon beteiligte Unternehmen TEUR 0
voraussichtliche Verpflichtungen aus Leasingverträgen für technische Anlagen und Maschinen (netto) ca. TEUR 374
davon verbundene Unternehmen TEUR 0
davon beteiligte Unternehmen TEUR 0
Summe TEUR 8.576

6. Geschäftsführung und Beirat

Geschäftsführer:

Zur Geschäftsführung sind bestellt:

Name Verantwortungsbereich
Herr Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Mauz Vorsitzender der Geschäftsführung
Herr Dipl.-Ing. Dr. Christoph Michael Jaschinski (ab 01.10.2010) Vertrieb/Business Development
Herr Dipl.-Kfm. Jochen Wilstermann (ab 01.10.2010) Kaufmännische Leitung
Ab 01.10.2010 und bis zum 30.09.2011:
Herr Dipl.-Betriebswirt Marcus Herrmann Tochtergesellschaften

Herr Dipl.-Ing. Gerwin Gädigk und Herr Dipl.-Wirt.-Ing. Björn Lamprecht sind mit Wirkung zum 30.09.2010 aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Die laufenden Gesamtbezüge der aktiven Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr 2010/2011 auf TEUR 1.117.

Es wird von der Schutzklausel nach § 286 (4) HGB hinsichtlich der Rückstellungen für Pensionszusagen für ausgeschiedene Organmitglieder Gebrauch gemacht.

Beiratsmitglieder:

Beiratsvorsitzender: seit 01.01.2011
Herr Markus Glaser-Gallion, Mitglied der Geschäftsführung der Voith Industrial Services Holding Verwaltungs GmbH, Heidenheim, Vorsitzender
vom 01.10.2010 - 31.12.2010
Herr Dr. oec. Norbert Klapper, Mitglied der Geschäftsführung der Voith Turbo Beteiligungs GmbH, Heidenheim
Stellvertretender Vorsitzender: bis 30.09.2010
Herr Holger Aurnhammer, Mitglied der Geschäftsführung der Voith Industrial Services Process Verwaltungs GmbH, Stuttgart
Mitglieder: seit 01.10.2010
Frau Dipl. Betriebswirtin (FH) Claudia Joost, Leiterin Personal VI Automotive, Stuttgart
bis 30.09.2010
Herr Dr. Christian Beer, Mitglied der Geschäftsführung der Voith Industrial Services GmbH, Mainhausen/Zellhausen und der Voith Industrial Services GmbH, Stuttgart
bis 30.09.2010
Herr Heinz Runte, Geschäftsführer der Hörmann Holding GmbH & Co. KG, Kirchseeon
bis 30.09.2010
Herr Dipl.-Ing. Hans-Jochen von Bomhard, Geschäftsführer der Hörmann Automotive Components GmbH, Gustaysburg
vom 01.01.2010 bis 31.12.2010
Herr Werner Weinmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Voith Industrial Services Verwaltungs Limited, Birmingham, UK und Mitglied der Geschäftsführung der Voith Demir Endüstri Hizmetleri A.S., Istanbul, Türkei

Beiratsvergütungen wurden nicht bezahlt.

7. Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres 2010/2011 waren im Durchschnitt 1.292 Arbeitnehmer beschäftigt.

Die Aufgliederung der Mitarbeiter nach Gruppen stellt sich wie folgt dar:

Auszubildende 117
Gewerbliche Arbeitnehmer 803
Angestellte 372
davon ohne aktive Bezüge 33
davon leitende Angestellte 22
davon Geschäftsführer 4
1.292

8. Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers gliedert sich wie folgt auf:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 112
Steuerberatungsleistungen 38
150

9. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Voith GmbH, Heidenheim an der Brenz, einbezogen. Der Konzernabschluss des Mutterkonzerns wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Voith Industrial Services GmbH, Kirchseeon, ist gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit.

 

Kirchseeon, 18. November 2011

Dr. Wolfgang Mauz, Geschäftsführer

Dr. Christoph Michael Jaschinski, Geschäftsführer

Jochen Wilstermann, Geschäftsführer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 15.03.2012

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Voith Industrial Services GmbH, Kirchseeon, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 18. November 2011

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Huber, Wirtschaftsprüfer

Hachmann, Wirtschaftsprüfer

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