Stammdaten

Register
Amtsgericht Schweinfurt HRB 3838
Eingetragen
12.12.2000
Branche
Herstellung von Mineralölerzeugnissen und von fossilen BrennstoffenGroßhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Alle mit dem Mineralölgeschäft zusammenhängenden und verwandten Tätigkeiten, insbesondere die Herstellung, die Verarbeitung, die Entwicklung und der Vertrieb einschließlich der Ein- und Ausfuhr von Produkten auf Mineralöl- und synthetischer Basis, ferner die Lagerung sowie die Vermittlung dieser Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Dr. Thordsen
seit 13.6.2017
Geschäftsführer
Jürgen Ludwig
seit 13.6.2017
Prokura
Bernd Heinickel
seit 4.12.2002
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ML LUBRICATION GMBH

Schweinfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Geschäftsmodell

Basierend auf den Wurzeln eines 1896 gegründeten Familienunternehmens gehen die Anfänge der ML LUBRICATION (ML) auf das Jahr 1981 zurück. Gründungsgedanke des Unternehmens war die Idee, die im Raum Schweinfurt ansässige Wälzlagerindustrie mit hochspezialisierten Schmierstoffen zu versorgen. Seit dem Jahr 2000 unter dem heutigen Namen im Bereich der Schmierstoffindustrie tätig, hat sich die ML zu einem global agierenden Unternehmen entwickelt. Über ein weltweites Netzwerk von Vertriebs- und lizenzierten Produktionspartnern kann die ML so dem Wunsch ihrer Kunden nach globaler Versorgung und Service gerecht werden.

ML entwickelt, produziert und vertreibt Fertigungshilfsstoffe für die metallverarbeitende Industrie. Das breit gefächerte Sortiment, unsere Produktpalette umfasst mehr als 700 Produkte, enthält eine Vielzahl an Kühlschmierstoffen, Korrosionsschutzmitteln und zahlreiche andere Spezialprodukte zur spangebenden und spanlosen Bearbeitung. Unser Unternehmen ist in strategisch bedeutsamen Nischen und hochwertigen Geschäftsfeldern gut positioniert.

Administration, Labor, Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik und Vertrieb werden zentral vom Standort Schweinfurt aus gesteuert. Diese räumliche Verknüpfung sorgt für eine Optimierung der Abläufe und eine permanente Qualitätssicherung auf allen Fertigungsebenen.

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung

Das globale Wirtschaftswachstum ist laut Internationalem Währungsfonds (IWF) im Jahr 2023 mit 3,1 % gegenüber dem Vorjahr (3,5 %) insbesondere auf Grund der weitreichenden Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine weiter gesunken. Für 2024 rechnet der IWF gemäß einer aktualisierten Konjunkturprognose vom April 2024 mit einem Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung von ebenfalls 3,1 %. Im Euroraum legte die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023  nur noch um 0,5 % (Vorjahr 3,4 %) zu, dennoch hat sich die Industrieproduktion robust entwickelt. Die deutsche Wirtschaft musste einen Rückgang von ./. 0,3 % (Vorjahr + 1,8 %) verkraften. Im Geschäftsjahr 2024 rechnet der IWF nun mit einem verhaltenen Wachstum des BIP von 0,5 % für Europa und einen leichten Anstieg von 0,2 % für Deutschland. Sämtliche Prognosen stehen auch heute noch unter dem Vorbehalt der weltweiten geopolitischen Unwägbarkeiten.

Nach Einschätzung der Kline-Studie aus dem Jahr 2023 wird die globale Schmierstoffnachfrage in einem Betrachtungszeitraum von 2023 bis 2027 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 1,0 % leicht zunehmen. Überdurchschnittliche Wachstumsraten werden dabei v.a. in Mittel- und Südamerika (insbesondere in Mexiko und Brasilien) sowie im Bereich Asien-Pazifik (insbesondere in Indien, Thailand und mit Abstrichen China). Für die EMEA-Staaten (Europa, mittlerer Osten und Afrika) wird eine stabile Entwicklung erwartet. Nach einer Marktstudie von Mordor Intelligence soll der Schmierstoffmarkt im Prognosezeitraum 2024 - 2026 um durchschnittlich 1,66 % wachsen, größtes Segment ist dabei die Automobilindustrie. Dabei hält der positive Nachfragetrend zu höherwertigen Schmierstoffen weiter an, der durch neue technische Standards, insbesondere in industrialisierten Ländern, unterstützt wird.
Geschäftsentwicklung und Lage der Gesellschaft

Aufgrund weiterer inflationsbedingter Preiserhöhungen konnten wir unsere Umsatzerlöse im Berichtsjahr um rd. 10 % steigern. Insofern sind unsere optimistischen Erwartungen hinsichtlich der Umsatzerlöse aus dem Vorjahr eingetroffen. Im Gegensatz zu unserer Prognose aus dem Vorjahr hat sich allerdings die Materialeinsatzquote wegen nachlassender Rohstoffpreise wieder verbessert, so dass sich das betriebliche Rohergebnis um 3.436 TEuro kräftig auf 18.360 TEuro erhöht hat. Gleichzeitig sind jedoch die übrigen betrieblichen Aufwendungen (inkl. Personalaufwand und Abschreibungen)  um 1.602 TEuro auf 13.779 TEuro spürbar gestiegen. Das lag insbesondere an dem deutlich erhöhten Personalaufwand von plus 747 TEuro und den um 301 TEuro gestiegenen Reparaturaufwendungen. Relativ zu den Umsatzerlösen hat sich der Anteil der übrigen betrieblichen Aufwendungen leicht um 0,8 %-Punkte erhöht. Daraus resultiert im Berichtsjahr insgesamt ein ordentliches EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) in Höhe von 4.581 TEuro, das in Folge des überproportional gestiegenen Rohergebnisses deutlich über dem des Vorjahres (2.746 TEuro) liegt.

Das Finanzergebnis beträgt ./. 61 TEuro, so dass folglich ein Gesamtergebnis vor Steuern von 4.520 TEuro (Vorjahr 2.688 TEuro) ausgewiesen werden konnte. Mit einem Jahresüberschuss von 3.205 TEuro nach 1.900 TEuro im Vorjahr verlief das Geschäftsjahr trotz der weltweiten Imponderabilien recht zufriedenstellend, die Umsatzrendite liegt mit 5,8 % über dem Vorjahresniveau (3,8 %) auf einem nun annehmbaren Level. Alles in Allem konnte die Prognose des Vorjahres nicht nur eingehalten, sondern übertroffen werden.

Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr bei Abschreibungen von 884 TEuro und Zugängen von 593 TEuro auf 8.876 TEuro (Vorjahr 9.169 TEuro) um 293 TEuro reduziert. Der Anteil des Anlagevermögens an der im Vorjahresvergleich leicht gestiegenen Bilanzsumme ist von 39,5 % auf 36,7 % zurückgegangen.

Dagegen hat sich das Umlaufvermögen mit 15.316 TEuro im Vergleich zum Vorjahr (14.045 TEuro) merklich um 1.271 TEuro erhöht, was vor allem auf die um 712 TEuro angewachsenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen ist. Anlage- und Umlaufvermögen saldiert führten schließlich zu einer Erhöhung der Bilanzsumme um 978 TEuro (+ 4,2 %) auf 24.192 TEuro.

Das ausgewiesene Eigenkapital erhöhte sich absolut um 2.205 TEuro auf 18.334 TEuro nach 16.129 TEuro im Vorjahr. Nunmehr weist das Unternehmen zum Bilanzstichtag eine komfortable Eigenkapitalquote von 75,8 % (Vorjahr: 69,5 %) auf. Damit steht dem Unternehmen zur Abfederung der künftigen Unwägbarkeiten weiterhin ein ausreichend großes Finanzpolster zur Verfügung. Davon unabhängig verfügt das Unternehmen über Bankkreditlinien in Höhe von insgesamt 1.500 TEuro, auf die bei Bedarf jederzeit zurückgegriffen werden kann.

Der cash flow hat sich mit 4.936 TEuro im Vergleich zum Vorjahr (2.554 TEuro) erwartungsgemäß sehr positiv entwickelt und der  Finanzmittelbestand hat sich um 1.031 TEuro ebenfalls erhöht. Fällige Zahlungsverpflichtungen konnten jederzeit erfüllt und gewährte Skonti vollumfänglich genutzt werden.

Ausblick / Prognose / Investitionen

Auf Grund der negativen geopolitischen Rahmenbedingungen (hohe Energiepreise, verstärkte Sanktionen, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und schließlich der Krieg im Gazastreifen, zunehmende Handelskonflikte und Protektionismus) haben sich die Konjunkturaussichten im laufenden Jahr eingetrübt. In den ersten vier Monaten des Jahres 2024 mussten wir einen Umsatzrückgang von rd. 4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen, wir konnten dabei jedoch unsere Rohertragsmarge halten, so dass wir vor diesem Hintergrund im laufenden Jahr in absoluten Zahlen mit einem in etwa gleichbleibendem Ergebnis rechnen. Die Planzahlen für 2024 werden bezüglich des Umsatzes und voraussichtlich auch der Ergebniskennzahlen (EBIT, Jahresüberschuss, cash flow) auf dem Niveau des Wertes von 2023 liegen. Im Bereich der Kosten werden die Personalaufwendungen auf Grund von Inflationsausgleichszahlungen voraussichtlich wieder kräftig anziehen und auch der Druck auf die Rohertragsmarge wird sich verstärken. Bei einer weiterhin vorsichtigen und vorsorglichen Ausschüttungspolitik soll die Eigenkapitalquote auf dem hohen Niveau gehalten werden.

Zur Effizienzsteigerung unserer Mischtechnologie haben wir im Jahr 2023 mobile Wärmekammern angeschafft, die hierfür notwendigen Investitionskosten beliefen sich auf rd. 120 TEuro.

Im Jahr 2023 konnten unsere Aktivitäten, nach den starken pandemiebedingten Einschränkungen in den Aufbau eigener Labor- und Mischkapazitäten vor Ort in USA und Asien mit Hilfe unserer Schwesterfirmen ML Lubrication USA Inc. und ML Lubrication Shanghai Co. Ltd. zu investieren, fortgesetzt werden. Im laufenden Jahr werden wir diesbezüglich unsere Bemühungen weiterhin fortsetzen und uns auch in Indien etablieren.

Grundsätzlich bleibt oberste Priorität, die Sicherung unserer Liquidität.

Forschung und Entwicklung / Innovationen

Im Laufe des Jahres 2023 trat nach den krisengeschüttelten Vorjahren trotz des im Oktober ausgebrochenen Gaza-Konflikts endlich eine gewisse Beruhigung auf den Rohstoffmärkten ein, so dass die Personalressourcen im Bereich F & E deutlich weniger für die Suche nach Alternativrohstoffen und neuen Lieferanten eingesetzt werden mussten.

Die freigewordenen Personalkapazitäten wurden zum weiteren Ausbau der Produktpalette im Umformbereich sowie zur Diversifizierung des Lieferprogramms in Richtung neuer Anwendungsbereiche eingesetzt im Rahmen unserer Strategie zur Kompensation der Transformation der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität. Beispielsweise wurden Entwicklungsprojekte zum Aufbau einer eigenen Produktlinie für Lebensmittelschmierstoffe und zur Entwicklung eines Abschreckmediums auf Polymerbasis begonnen.

Im Bereich der nachhaltigen Kühlschmierstoffe konnte ein weiteres Produkt auf der Basis eines recycelten Mineralöls entwickelt und erfolgreich in den Praxisversuch gebracht werden.

Der im Jahr 2022 begonnene Ausbau des Labors und des Technikums konnte in der ersten Hälfte des Jahres erfolgreich abgeschlossen werden. Zur Überwachung der Kühlschmierstoff-Versuchsanlage im Technikum wurde eine Online-Sensoreinheit beschafft und installiert, um auch mit dieser modernen Technologie Erfahrungen sammeln zu können.

Risiken und Chancen

Zum jetzigen Zeitpunkt und in absehbarer Zeit sind für ML keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken zu erkennen. Insgesamt sind die Risiken moderat und im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Auch die Gesamtsumme der Risiken gefährdet aus heutiger Sicht nicht den Fortbestand der Firma.

a) Risiken Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken (Konjunkturzyklen) ergeben sich mit den weiterhin bestehenden Folgewirkungen des russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und schließlich des entflammten Krieges im Gazastreifen verstärkt auftretende Risiken im Beschaffungsbereich (insbesondere Verfügbarkeit von Rohstoffen und stark steigende Einkaufs- und Energiepreise) und im Absatzbereich (intensiver Wettbewerb auf den Absatzmärkten sowie Ausfall- und Vorratsrisiken). Ein zunehmender Protektionismus und Handelskonflikte sorgen ebenfalls für eine wachsende Unsicherheit.
Finanzrisiken werden durch eine hohe Eigenkapitalquote und den von uns verwendeten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten begegnet und sind als überschaubar einzuschätzen. Forderungsausfallrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Über liquide Mittel und freie Kreditlinien hinaus werden keine weiteren Finanzinstrumente zur Absicherung aller wichtigen Arten von Transaktionen und Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken verwendet.

b) Chancen Die Stabilität und Ausstattung unserer Bilanz bilden ein tragfähiges Fundament für die weitere Entwicklung. Positiv wirken sich der geringe Anteil an Fixkosten und der hohe Materialanteil aus, die es erlauben, flexibel mit dem Umsatz zu atmen. Nichtsdestotrotz hinterlassen die erheblichen Auswirkungen des Ukrainekrieges und auch des Gaza-Krieges sowie die stärker werdenden Handelskonflikte bei ML Spuren. Kommt es in der zweiten Jahreshälfte 2024 zu einer extremen Energie- und Rohstoffverknappung, sind aus heutiger Sicht die Folgeerscheinungen nicht abzusehen und können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung der ML auswirken.

Im Übrigen jedoch ermöglichen die in das "Human-Kapital" getätigten Investitionen unser Produktportfolio zu erweitern und zu optimieren sowie unsere Vertriebsaktivitäten zu verstärken, um so den bestehenden Kundenkreis zu stabilisieren, international auszuweiten und gleichzeitig zu einer verbesserten Kundenzufriedenheit beizutragen.

Weiterhin eröffnen sich neue Chancen durch den stetigen Auf- und Ausbau unserer Vertriebsorganisation in Nordamerika und Asien bei gleichzeitigem Aufbau von eigenen Labor- und Mischkapazitäten vor Ort zur verstärkten Erschließung der dortigen Wachstumsmärkte. Aus heutiger Sicht sehen wir dem Geschäftsverlauf in 2024 recht verhalten entgegen, da die weiteren Auswirkungen der oben erwähnten Kriege und Konflikte nicht zweifelsfrei abgeschätzt werden können. Dabei vertrauen wir jedoch insbesondere auf unser bewährtes Nischenmodell. Bedrohte Lieferketten, verstärkt auftretende Unwägbarkeiten bei der Beschaffung von geeigneten Rohstoffen mit stabiler Qualität und in ausreichender Quantität  erfordern ein permanent straffes und flexibel geführtes Einkaufsmanagement.

 

Schweinfurt im Juni 2024


Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 8.875.886,57 9.168.869,34
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 206.110,83 41.419,10
II. Sachanlagen 8.669.734,97 9.127.409,47
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.181.000,97 6.455.053,97
2. technische Anlagen und Maschinen 1.290.217,50 1.574.277,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.188.516,50 1.095.603,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.000,00 2.475,00
III. Finanzanlagen 40,77 40,77
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 40,77 40,77
B. Umlaufvermögen 15.255.683,33 13.999.233,96
I. Vorräte 7.863.367,44 7.853.432,85
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 257.635,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.709.442,54 5.918.518,32
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.650.923,10 1.938.855,65
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.058.519,44 3.979.662,67
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 682.873,35 227.282,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 60.363,65 46.110,49
Aktiva 24.191.933,55 23.214.213,79

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 18.334.283,34 16.129.113,40
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen 3.000.000,00 3.000.000,00
III. Gewinnvortrag 11.629.113,40 10.728.170,16
IV. Jahresüberschuss 3.205.169,94 1.900.943,24
B. Rückstellungen 1.746.725,26 899.774,70
C. Verbindlichkeiten 4.110.924,95 6.185.325,69
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.479.230,00 3.456.803,20
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.631.694,95 2.728.522,49
Passiva 24.191.933,55 23.214.213,79

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 18.359.682,83 14.923.224,77
2. Personalaufwand 6.763.184,80 6.016.674,92
a) Löhne und Gehälter 5.641.497,29 5.073.303,21
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.121.687,51 943.371,71
davon für Altersversorgung 54.439,84 50.241,82
3. Abschreibungen 883.749,79 657.747,24
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 883.749,79 657.747,24
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.131.571,67 5.502.414,57
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   2.394,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 61.053,28 60.174,22
davon an verbundene Unternehmen 4.418,06 14.062,50
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.293.765,78 765.639,14
8. Ergebnis nach Steuern 3.226.357,51 1.922.968,68
9. sonstige Steuern 21.187,57 22.025,44
10. Jahresüberschuss 3.205.169,94 1.900.943,24

Anhang

ML LUBRICATION GMBH
Amtsgericht Schweinfurt HR B 3838
A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB auf. Dabei wurde im Berichtsjahr vom Wahlrecht, die Anhebung der Schwellenwerte für die Unternehmensgrößenklassen gem. dem Zweiten Gesetz zur Änderung des DWD-Gesetzes sowie zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vorzeitig anzuwenden, Gebrauch gemacht.

Der vorliegende Jahresabschluss ist mit Ausnahme der im Anhang genannten Sachverhalte grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs-, Ansatz- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Auf den Jahresabschluss fanden sowohl die generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB als auch die besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274, 276-278 HGB, Anwendung.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bzw. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Gebäude werden linear mit 3 % bzw. 4 % abgeschrieben. Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear und teilweise geometrisch-degressiv über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten einzeln oder auf der Basis der FiFo-Methode (bei Großtanks) bewertet. Erhebliche Wertunterunterschiede zum Marktpreis am Bilanzstichtag bestehen nicht.

Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewer­tet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Ferti­gungs- und Materialgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist.

Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen werden mit ihren hingegebenen bzw. empfangenen Beträgen angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden unter Anwendung des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werdengrundsätzlich mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden - soweit vorhanden - mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Abzinsung erfolgt - soweit einschlägig - mittels Nettomethode.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Beträgt die Restlaufzeit der zugrundeliegenden Forderung bzw. Verbindlichkeit mehr als ein Jahr werden die Anschaffungskosten nicht über- bzw. unterschritten.

Bei den Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen wird eine Beteiligung ausgewiesen, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung ist. Unter Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Absatz 3 Nr. 1 HGB wurde auf die Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB verzichtet.

Bei einem in den Vorjahren erworbenen Grundstück droht ohne das Verschulden der Gesellschaft die Nichtigkeit des zugrundeliegenden Kaufvertrags gem. § 134 BGB i. V. m. § 75 Absatz 1 Satz 2 GO, auch wenn die Gesellschaft als Eigentümerin im Grundbuch eingetragen ist. Einem im Falle der Nichtigkeit drohenden Herausgabeanspruch steht ein korrespondierender Schadensersatzanspruch gegenüber. Da von beiden Vertragsparteien eine einvernehmliche Lösung angestrebt wird, bleibt die Gesellschaft Eigentümerin des Grundstücks.

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist auf der folgenden Seite dargestellt.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS vom 01.01.2023 bis 31.12.2023


Anschaffungs- / Herstellungskosten

Stand 01.01.2023
Zugang
Umbuchung
Abgang
Stand 31.12.2023

Euro
Euro
Euro
Euro
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen und Rechte an solchen Werten
510.255,32
49.679,88
18.459,60
0,00
578.394,80
2. geleistete Anzahlungen
18.459,60
169.360,33
-18.459,60
0,00
169.360,33

528.714,92
219.040,21
0,00
0,00
747.755,13
 II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
9.193.716,46
0,00
0,00
0,00
9.193.716,46
2. technische Anlagen und Maschinen
3.569.091,29
18.724,72
0,00
0,00
3.587.816,01
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3.394.485,03
345.477,09
0,00
0,00
3.739.962,12
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
2.475,00
10.000,00
0,00
2.475,00
10.000,00

16.159.767,78
374.201,81
0,00
2.475,00
16.531.494,59
 III. Finanzanlagen





Anteile an verbundene Unternehmen
40,77
0,00
0,00
0,00
40,77

40,77
0,00
0,00
0,00
40,77

16.688.523,47
593.242,02
0,00
2.475,00
17.279.290,49

Abschreibungen

Stand 01.01.2023
Zugang
Abgang
Stand 31.12.2023

Euro
Euro
Euro
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen und Rechte an solchen Werten
487.295,82
54.348,48
0,00
541.644,30
2. geleistete Anzahlungen
0,00
0,00
0,00
0,00

487.295,82
54.348,48
0,00
541.644,30
 II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2.738.662,49
274.053,00
0,00
3.012.715,49
2. technische Anlagen und Maschinen
1.994.813,79
302.784,72
0,00
2.297.598,51
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.298.882,03
252.563,59
0,00
2.551.445,62
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00

7.032.358,31
829.401,31
0,00
7.861.759,62
 III. Finanzanlagen




Anteile an verbundene Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00

0,00
0,00
0,00
0,00

7.519.654,13
883.749,79
0,00
8.403.403,92

Buchwert
Buchwert

31.12.2023
31.12.2022

Euro
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände


1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen und Rechte an solchen Werten
36.750,50
22.959,50
2. geleistete Anzahlungen
169.360,33
18.459,60

206.110,83
41.419,10
 II. Sachanlagen


1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
6.181.000,97
6.455.053,97
2. technische Anlagen und Maschinen
1.290.217,50
1.574.277,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.188.516,50
1.095.603,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
10.000,00
2.475,00

8.669.734,97
9.127.409,47
 III. Finanzanlagen


Anteile an verbundene Unternehmen
40,77
40,77

40,77
40,77

8.875.886,57
9.168.869,34


2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In Höhe von TEuro 2.447 (Vorjahr: TEuro 1.811) haben die Forderungen eine voraussichtliche Restlaufzeit von über einem Jahr.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von Euro -,-- (Vj. Euro 20.000,00) enthalten.

Im Berichtsjahr bestehen Forderungen, die rechtlich erst nach dem Stichtag entstehen in Höhe von Euro 1.799,00 (Vj.: Euro -1.222,76).

4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023


Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit länger als ein Jahr
davon Restlaufzeit mehr als fünf Jahre
Gesamtbetrag
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
Art und Form der Sicherheit
(Vorjahr kursiv)
Euro
Euro
Euro
Euro
Euro

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
527.850,00
1.951.380,00
555.540,00
2.479.230,00
2.479.230,00
Buchgrundschuld

977.573,20
2.479.230,00
555.540,00
3.456.803,20


3. sonstige Verbindlichkeiten
1.631.694,95
0,00
0,00
1.631.694,95
--


2.728.522,49
0,00
0,00
2.728.522,49



2.159.544,95
1.951.380,00
555.540,00
4.110.924,95
2.479.230,00


3.706.095,69
2.479.230,00

6.185.325,69



Abgesehen von branchenüblichen Eigentumsvorbehalten sind die übrigen ausgewiesenen Ver­bindlichkeiten nicht weiter besichert.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen Euro 14.038,84 (Vj. Euro 6.038,84) auf verbundene Unternehmen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 252.534,41 (Vj. Euro 329.434,01), im Rahmen sozialer Sicherheit in Höhe von Euro 0,00 (Vj. Euro 263,00) und gegenüber Gesellschafter (verbundene Unternehmen) in Höhe von Euro 0,00 (Vj. Euro 825.000,00) enthalten.

C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Rohergebnis

Im Rohergebnis werden Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 45.310,93 (Vj. Euro 27.847,21) ausgewiesen.

2. Personalaufwand

Für Altersversorgung wurde ein Betrag von Euro 54.439,84 (Vj. Euro 50.241,82) aufgewendet.

3. sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 46.952,07 (Vj. Euro 54.327,60) enthalten. Auf die Gesellschafterin (verbundenes Unternehmen) entfällt ein Bezug von Beratungs- und Verwaltungsdienstleistungen in Höhe von TEuro 108.

4. Steuern vom Einkommen und Ertrag

In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB werden aktive latente Steuern nicht in der Bilanz angesetzt.

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB sind nicht zu vermerken.

Es bestehen mit folgender Ausnahme keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen oder nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind.

Mit Vertrag vom 6.12.2023 wurde ein Kundenstamm erworben, die Anschaffungskosten betragen TEuro 200. Der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums erfolgte am 8.1.2024. Daneben besteht ein bislang schwebend unwirksamen Grundstückskaufvertrag in Höhe von TEuro 440
2. Geschäftsführung

Geschäftsführer

Herr Bernd Heinickel, Betriebswirt (VWA) und CFO
Herr Dr. Oliver Thordsen, Chemiker und CTO

Auf die Angaben gem. § 285 Nr. 9 HGB wurde unter Bezugnahme auf § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

3. Mutterunternehmen

Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB ist die HERON Investor GmbH mit Sitz in Dittelbrunn (Amtsgericht Schweinfurt HRB 3834).

4. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 89 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 62 Angestellte und 27 gewerbliche Arbeitnehmer.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Schweinfurt, den 31.3.2024

gez. Bernd Heinickel

gez. Dr. Oliver Thordsen


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 09.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


Der vorstehende Jahresabschluss ist zur Offenlegung bestimmt und nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ML LUBRICATION GMBH
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ML LUBRICATION GMBH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ML LUBRICATION GMBH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Neustadt, den 14.6.2024

Ossig Main-Rhön-Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Beuerlein
Wirtschaftsprüfer

Heiko Werner
Wirtschaftsprüfer

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