Kampffmeyer Mühlen GmbHLiquidiert

21107 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 23707
Eingetragen
18.6.1968
Branche
Mahl- und SchälmühlenGroßhandel mit Mehl und GetreideproduktenHerstellung von Futtermitteln für Nutztiere

Historie

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Management

NameRolle
Markus Green
seit 2.10.2019
Geschäftsführer
Frank Alfred Markmann
seit 26.10.2018
Geschäftsführer
Christoph Klöpper
seit 25.8.2015
Geschäftsführer
Dirk Cornils
seit 31.5.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GoodMills Group GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
40000000
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

GoodMills Deutschland GmbH

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018

Konzernlagebericht für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018

der GoodMills Deutschland GmbH, Hamburg,

1. Grundlagen des Konzerns

Die GoodMills Deutschland GmbH (Goodmills) ging im September 2014 im Wege eines Formwechsels aus der ehemaligen VK Mühlen Aktiengesellschaft hervor. Die Unternehmensgruppe führt mit Diamant, Aurora, Rosenmehl, Goldpuder und Gloria fünf der bekanntesten Mehl-Marken sowie mit Müller's Mühle eine der bekanntesten Marken im Bereich der Hülsenfrüchte in Deutschland und ist im Geschäft mit Großkunden und Endverbrauchern breit aufgestellt. Die GoodMills Deutschland GmbH ist hundertprozentige Tochter der Good-Mills Group in Wien, welche in sieben europäischen Ländern (Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien) tätig ist und insgesamt 2,8 Millionen Tonnen Getreide vermahlt. In Europa gilt die GoodMills Group als das größte Mühlenunternehmen; weltweit als eines der größten vier. Verwaltet wird die GoodMills Group von der LLI (LEIPNIK LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG), welche wiederum zur Raiffeisen-Holding in Wien gehört.

In der GoodMills Deutschland GmbH waren mit Herrn Gunnar Steffek und Herrn Markus Green im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 zwei Geschäftsführer bestellt. Gemeinsam leiten sie aus der Unternehmenszentrale in Hamburg den Geschäftsbereich Mühlen mit sieben Mühlenstandorten in Deutschland sowie die Geschäftsbereiche GoodMills Innovation und Müller's Mühle.

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Der GoodMills Deutschland Konzern ist in die Bereiche

Kampffmeyer Milling Group ("Mühlen Inland"),

Müller's Mühle ("Hülsenfrüchte, Reis und Nährmittel"),

GoodMills Innovation ("Spezialmehle") sowie

Übrige

aufgegliedert.

Die "Kampffmeyer Milling Group" liefert Mahlprodukte für die Weiterverarbeitung an das Bäckerhandwerk, die Brotindustrie und die gesamte Nahrungsmittelindustrie sowie an den Lebensmitteleinzelhandel ("LEH"). Eine dieser Mühlen ist auf die Vermahlung von Hartweizen spezialisiert und beliefert in erster Linie Teigwarenproduzenten. Die einheitliche strategische Ausrichtung aller Mühlenstandorte wird als "Kampffmeyer Milling Group" kommuniziert.

Im Bereich "Müller's Mühle" sind die Geschäftsaktivitäten von Müller's Mühle mit Hülsenfrüchten und Reis sowie Nährmittel wie Couscous und Bulgur angesiedelt. Die Gesellschaft beliefert schwerpunktmäßig den Lebensmitteleinzelhandel, den Großverbraucher-Bereich und Weiterverarbeiter. Der Bereich Müller's Mühle umfasst zudem die Verkaufsorganisation Aurora Mühlen GmbH (LEH).

GoodMills Innovation (GMI) liefert getreidebasierte Produkte bzw. "Spezialmehle", die entweder geeignet sind, die Rezepturen der weiterverarbeitenden Kunden zu optimieren oder durch innovative Produktkonzepte deren Wertschöpfung zu erhöhen.

Der Bereich "Übrige" beinhaltet neben der Hauptverwaltung in Hamburg eine deutsche Grundstückverwaltungsgesellschaft. In diese Gesellschaft wurden an Konzernunternehmen verpachtete Grundstücke im Geschäftsjahr 2013/2014 aus dem Konzern ausgelagert.

1.2 Steuerungssystem

Die zentrale Steuerungsgröße des unternehmensintern eingesetzten Steuerungssystems ist der Rohertrag, der sich als Differenz aus den Umsatzerlösen, den Bestandsveränderungen sowie dem Materialaufwand ermittelt. Der Rohertrag gilt somit als "Maßgröße" und ist für die betriebliche Erfolgsmessung entscheidend.

1.3 Produktentwicklung

Die Produktentwicklung im Business-to-Business Bereich der Kampffmeyer Milling Group richtet sich an den unterschiedlichen Bedürfnissen ihrer Kunden aus. Durch kontinuierliche Anpassungen der Getreide- und Vermahlungsmischungen werden gezielt kundenspezifisch nachgefragte Produkte entwickelt. Gemeinsam werden solche Neuentwicklungen an die kundenseitigen Fertigungsbedingungen angepasst und für kleine bzw. große Innovationen genutzt. Im Bereich der funktionalisierten Getreidemahlerzeugnisse hat sich der GoodMills Deutschland Konzern mit der GoodMills Innovation GmbH über Jahre hinweg ein spezielles Know-how erarbeitet. Eine der Kernkompetenzen ist die Entwicklung maßgeschneiderter Mischungen und Ingredienzen verbunden mit anwendungstechnischer Beratung der Kunden beim Einsatz der Erzeugnisse von GoodMills Innovation auf deren industriellen Anlagen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft entwickelt sich weiterhin positiv, trotz protektionistischer Tendenzen in der Weltwirtschaft. Im ersten Halbjahr 2018 erhöhte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,9 % gegenüber der Vorperiode. Zuvor war das BIP im ersten Halbjahr 2017 um 1,6 % und im zweiten Halbjahr 2017 um 1,1 % gestiegen.

Wichtige binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte entfalten unverändert ihre Wirkung: Die Beschäftigung und Einkommen erhöhen sich weiter kräftig. Insbesondere in den Dienstleistungsbereichen nimmt die Wertschöpfung weiter zu und die Bauwirtschaft boomt.

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im September 2018 um 2,3 % höher als im September 2017. Maßgeblich beeinflusst wurde die Inflationsrate - wie in den Vormonaten - durch den Preisanstieg bei Energieprodukten. Im September 2018 verteuerten sich Energieprodukte gegenüber September 2017 um 7,7 %. Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie hätte die Inflationsrate im September 2018 bei 1,6 % gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich von September 2017 bis September 2018 mit 2,8 % überdurchschnittlich, was jedoch vor allem auf Preiserhöhungen bei Gemüse, Molkereiprodukten und Eiern, Obst sowie Fisch und Fleischwaren zurückzuführen ist. Der Einzelhandelspreis für Markenmehle der Type 405 betrug im September 2018 je 1kg-Kleinpackung durchschnittlich 94 Cent und ist damit unverändert im Vergleich zum September des Vorjahres. Der durchschnittliche Preis für Handelsmehle von 35 Cent im September 2018 liegt um 3 Cent über dem Wert im September 2017 (32 Cent), was einer Preissteigerung von 9,4 % entspricht.

2.1.1 Vermahlung

Die Vermahlung von Brotgetreide (inkl. Durum) in Deutschland stieg im GJ 2017/2018 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % auf 8,92 Millionen Tonnen (Mio. to). Hierbei handelt es sich um vorläufige Zahlen des VGMS (Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft). Die Vorjahreswerte für das GJ 2016/2017 wurden seitens des VGMS nachträglich auf einen Wert von 8,90 Millionen Tonnen angepasst.

Die Vermahlung des GoodMills Deutschland Konzerns übertrifft mit 1.266.000 Tonnen das Vorjahresniveau von 1.242.000 to (+24.000 to, +1,9%). Der Marktanteil des GoodMills Deutschland Konzerns liegt mit 14,2 % um 0,2 %-Punkte leicht über dem Wert des Vorjahres von 14,0 %.

Brotgetreidevermahlung in Deutschland Angaben in 1.000 to Inland
GJ 17/18 1) 8.921
GJ 16/17 8.897
Veränderung 24
Veränderung in % 0,3 %
Brotgetreidevermahlung GoodMills Deutschland Konzern
GJ 17/18 1.266
Marktanteil 1) 14,2 %
GJ 16/17 1.242
Marktanteil 14,0 %

1) Quelle: Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft VGMS e.V.

Die Zahlen sind vorläufig und exklusive Vermahlungsmenge zur Stärkeherstellung

2.1.2 Beschaffung

Die für das Geschäftsjahr 2017/2018 bedeutende Weizenernte 2017 war in Deutschland mit 24,312 Mio. to nahezu identisch zum Vorjahr (24,331 Mio. to) und lag somit in etwa im langjährigen Mittel. Die Roggenernte von ca. 2,770 Mio. to lag um etwa 0,4 Mio. to unter dem Wert der Ernte 2016 (ca. 3,173 Mio. to)

Weltweit war die Ernte 2017 mit 758,74 Mio. to Weizen um etwa 6,6 Mio. to größer als die Ernte 2017 und deutlich über dem langjährigen Mittel. Die erzeugten Mengen hatten teils differenzierte Qualitäten. Diese konnten durch eine Verschiebung der Warenströme ausgeglichen werden.

Hinsichtlich der Ernte des Jahres 2018 verweisen wir auf die Prognoseberichterstattung in Abschnitt 3.1.

Die EU hatte mit 141,899 Mio. to Weizen eine gegenüber dem Vorjahr (135,664 Mio. to) höhere Produktion, aber aufgrund eines gestiegenen Verbrauchs eine knappere Versorgungsbilanz. Die hohe Nachfrage nach Weizen führte in der EU zu großen Warenstromverschiebungen. Innerhalb der EU kam es in der Folge zu einem deutlichen Bestandsabbau, was die Bereitstellung aller erforderlichen Qualitäten teilweise erschwerte. Ein vergleichsweise hoher Anteil an Futterroggen trug zu einer Reduzierung des Angebots für die Mühlen bei.

Grundsätzlich betrachtet ist die Getreideproduktion weltweit im Berichtszeitraum komfortabel, mit Engpässen in einzelnen Kulturen und Regionen. Der Ausgleich von Angebot und Nachfrage ist logistisch gleichwohl möglich. Die gute Verteilung der Bestände über die wichtigsten Exportregionen auf der Welt lässt die Herkunftsmärkte untereinander um die Kunden konkurrieren, vor allem die GUS Staaten gewinnen weiter an Bedeutung.

Die Getreidepreise an der Börse bewegten sich im Verlauf des GJ bis zum Beginn der Ernte 2018 in einem engen Korridor seitwärts. Die Notierungen für den Weizenpreis an der Euronext (Matif) lagen zum Start des Geschäftsjahres Anfang Oktober 2018 im Bereich 160 bis 170 Euro pro Tonne. Vor dem Hintergrund einer sehr guten Versorgungsbilanz testeten die Kurse auch die Bereiche um 160 Euro pro Tonne. Mit den ersten Meldungen von drohenden Ernteausfällen durch Dürre und Unwetter sowie möglichen Qualitätsrisiken begann ein kurzzeitiger aber starker Anstieg der Preise. Besonders der physische Markt setzte teilweise seinen Handel aus.

2.1.3 Absatzmärkte Mühlen Inland

Der Absatzmarkt der Mühlen befindet sich nach wie vor im Wandel. Die Zahl der Kleinbetriebe im Bäckerhandwerk nimmt weiterhin ab, wohingegen die industriellen Backbetriebe ihre Position ausbauen und die Lebensmittelindustrie an Bedeutung gewinnt. Die voranschreitende Konzentration auf der Abnehmerseite setzt die Mühlenbranche unter erheblichen Wettbewerbsdruck. Im Einkaufsverhalten ist in den letzten Jahren eine Marktanteilsverschiebung vom Fachhandel hin zu Discount-Bäckereien/Backstationen und Supermärkten zu beobachten sowie in Supermärkten ein relativer Bedeutungsgewinn von Backstationen gegenüber abgepacktem SB-Brot. Der Umsatzanteil von Bäckereien und Konditoreien am Brot- und Backwarenmarkt liegt nach Daten der IFH Köln nur noch bei 32,1%, während vor allem Discounter ihren Marktanteil ausbauen konnten.

Die Umsatzentwicklung des Mehlmarkts im deutschen LEH ist insgesamt positiv mit einem Umsatzwachstum von 2,0%.

Der B2B-Vertrieb von Mehl an Bäckereihandwerk, Brotindustrie und Nahrungsmittelindustrie sowie von Mühlennachprodukten an die Mischfutterindustrie stieg im GJ 2017/2018 um knapp 36.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Trotz der weiterhin hohen Wettbewerbsintensität konnten Absatzmengen hinzugewonnen werden.

Der Mehlmarkt im deutschen Lebensmitteleinzelhandel ("LEH") umfasst im GJ 2017/2018 (01.07.2017 bis 30.06.2018) ein Absatzvolumen von 311.808 to. Dies entspricht einem Rückgang von -16.619 to (-5,1%) im Vergleich zum Vorjahr 2016/2017 mit 328.427 to.

Die Verteilung der Marktanteile zwischen Handelsmarken (74,1%) und Marken (25,9%) hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum pro Marke entwickelt (+2,4 %-Punkte). Der Bereich der Handelsmarken umfasst im GJ 2017/2018 ein Absatzvolumen von 230.965 to und liegt um -14.985 to (-6,1%) hinter dem Vorjahr zurück. Das Markengeschäft im Mehlmarkt liegt im GJ 2017/18 mit einem Volumen von 80.843 to um -1.634 to (-2,0%) unter dem Vorjahreswert.

Reis- und Hülsenfrüchte

Der Hülsenfruchtmarkt im Segment trockene Hülsenfrüchte umfasste im 1. Halbjahr 2018 (MAT 06.2018) ein Gesamtvolumen von rund 16.690 to und war damit um 72,5 to (-0,43 %) kleiner als im Vorjahr. Der Hülsenfruchtmarkt generierte einen Gesamtumsatz von knapp EUR 52,8 Mio. Das stärkste Segment der Hülsenfrüchte sind die Linsen mit einem Volumen von 10.677 to und einem Marktanteil (MA) von 63,97 % (+0,84 % Punkte gegenüber dem Marktanteil im Vorjahr), gefolgt von Erbsen mit einem Volumen von 4.071 to und einem MA von 24,39 % (-0,5 %-Punkte vs. Vorjahr) sowie Bohnen mit 1.839 to und einem MA von 11,02 % (+0,46 %-Punkte vs. Vorjahr). Die Beliebtheit von Linsen ist damit zu erklären, dass Linsen die am einfachsten und schnellsten zu verarbeitenden Hülsenfrüchte sind, die zudem noch am variantenreichsten in der Küche verwendet werden können. Die hauptsächlichen Gerichte sind bei Hülsenfrüchten weiterhin die Eintöpfe, aber auch moderne Rezepte wie Linsensalate oder Dips halten immer mehr Einzug in die heutigen Küchen.

Der Reismarkt im deutschen Lebensmitteleinzelhandel war im 1. Halbjahr 2018 (MAT 06.2018) 135.932 to groß, was ein Wachstum von 3.115 to (+2,35 %) bedeutet und einen Umsatz von knapp EUR 309,17 Mio. generierte (+ 6,9% zum Vorjahr.) Die stärkste Sorte ist Langkornreis mit einem Absatzvolumen von rund 63.717 to (-2,8% zum VJ) und hat damit einem MA von 46,9 %, gefolgt von der Kategorie Reis-Spezialitäten (z.B. Basmati und Jasmin Reis) mit einem Volumen von 49.327 to und einem MA von 36,3 % sowie Rundkornreis mit 13.431 to und einem MA von 9,6 %. Die Handelsmarken als Hersteller beherrschen weiterhin den Markt mit einem Marktanteil von 52,5 % (+0,4 %). Aldi liegt mit 16,9 % (-0,7%) MA an zweiter Stelle. Die Spitze der Markenanbieter bilden Mars und Euryza. Mars (Uncle Bens) ist Marktführer mit 14,6 % MA und einem Volumen von rund 19.932 to, gefolgt von Euryza (Oryza und Reisfit) mit einem MA von 9,8 % mit einem Volumen von 13.337 to.

Der Couscous-Markt im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH+DM) generiert im abgelaufenen MAT 06.2018 ein Absatzvolumen von rund 3.619 to und hat zum Vorjahreszeitraum um rund 876 to verloren (-19,5%). Der Umsatz schrumpft auf über 13,0 Mio. Euro (-14,5% vs. Vorjahr). Der Bereich der Handelsmarken liegt bei 1.348,1 to und schrumpft im Marktanteil auf 37,3% (VJ-Zeitraum 44,7%).

Der Bulgur-Markt umfasst im Lebensmitteleinzelhandel 1.323,9 to im MAT 06.2018 (-459 to, -25,7% zum VJ). Der Umsatz im Bulgur-Markt schrumpft auf etwa 5,3 Mio. Euro (-15,2 % vs. Vorjahr). Die Handelsmarken liegen dabei mit 463,7 to und einem Anteil von 53,0 % an erster Position.

Funktionelle Mehle

Die GoodMills Innovation veredelt mit physikalischen und biologischen Verfahren die Funktionalität von Getreidemahlerzeugnissen. Der Absatzschwerpunkt liegt in Europa, weltweite Exporte finden lediglich für absolute Spezialartikel statt. Viele dieser funktionellen Mehle werden für einzelne Kunden "customised" hergestellt. Es gibt keine Statistiken, welche die Größe dieser Spezialmärkte abbilden. Entsprechend gibt es keine Marktdaten, welche als Referenz verwendet werden könnten. Grundsätzlich werden die Ingredients im Bereich der pflanzlichen Lebensmittel eingesetzt, welches ein insgesamt stabiler bis leicht wachsender Markt ist. Die Schwierigkeiten der GMI-Kunden liegt darin, Fachpersonal zu akquirieren; mit der Tendenz, dass Entwicklungsleistungen outgesourct werden zu Herstellern wie der GMI.

2.2 Geschäftsverlauf des GoodMills Deutschland Konzerns

2.2.1 Kampffmeyer Milling Group

Da die Milling Group ein striktes Rohwarenrisikomanagement betreibt, haben die zuvor beschriebenen Entwicklungen im Hinblick auf die Beschaffung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres gehabt.

Die Vermahlung von Brotgetreide in Deutschland stieg im GJ 2017/2018 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % auf 8,92 Mio. to. Die Vermahlungsmenge der Mühlen der Kampffmeyer Milling Group übertraf mit 1.266.000 Tonnen das Vorjahresniveau von 1.242.000 to (+24.000 to, +1,9%). Der Marktanteil der KMG liegt mit 14,2 % um 0,2 %-Punkte leicht über dem Wert des Vorjahres von 14,0 %

Im Absatz-Ranking der Marken ist Diamant die stärkste Mehlmarke im deutschen LEH mit einem Marktanteil ("MA") von 4,7 % (14.721 to), gefolgt Rosenmehl mit einem MA von 4,3% (13.409 to). Es folgen von Aurora mit einem MA von 3,8 % (11.745 to) und Goldpuder mit einem MA von 2,7 % (+8.497 to). Gloria spielt nur eine geringe Rolle mit einem MA von 0,3 % (1.083 to).

Der Marktanteil von Diamant zeigt einen leichten Rückgang von -0,1 %-Punkte (-1.777 to). Der MA von Rosenmehl dank des Volumenwachstums +580 to auf 4,3 % gestiegen (+0,4 %-Punkte). Der Marktanteil von Aurora ist um -0,2 %-Punkte (-1.415 to) gesunken, ebenso ist der Marktanteil von Goldpuder um -0,4 %-Punkte (-742 to) zurückgegangen. Auch Gloria verliert leicht an Volumen (-88 to), weshalb der MA aufgrund des Mengenverlusts auf 0,3% (-0,1 %-Punkte) sinkt.

Die GoodMills Deutschland GmbH führt nach wie vor mit ihren Marken (ausgenommen der Eigenmarken) das Ranking der Markenmehle im deutschen LEH an.

2.2.2 Müller's Mühle

Die Müller's Mühle GmbH ist der Spezialist für Lebensmittel auf Basis natürlicher, pflanzlicher Rohstoffe von höchster Qualität. Die Marke mit ihren Produkten wie Hülsenfrüchte, Reis und Getreideprodukten (u. a. Couscous, Bulgur) steht für eine moderne und ausgewogene Ernährung.

Zahlreiche Ernährungstrends wie kohlenhydratarme Ernährung, vegetarisch oder vegan, aber auch Convenience Food (einfach und schnell zu verarbeitende Lebensmittel) beeinflussen zunehmend das Ess- und Kochverhalten in Deutschland. Auch die Nachfrage nach glutenfreien Lebensmitteln wächst. Deshalb liegt Müller´s Mühle mit seinen Hülsenfrüchten, aber auch mit Couscous und Bulgur weiterhin voll im Trend.

Auf dem Reismarkt verzeichnet Müller's Mühle einen Marktanteil von 0,3 % mit einem Absatzvolumen von rund 373 to, was einem Rückgang von 232 to entspricht (-0,2 %-Punkte).

Müller's Mühle ist mit einem Marktanteil am Gesamtabsatzvolumen von 30,3 % (+1,9 %-Punkte zum Vorjahreszeitraum) Marktführer auf dem Hülsenfruchtmarkt. Kleinere Markenhersteller wie Transimpex mit 6,7 % MA (-1,5 %-Punkte), Alnatura mit 4,4 % MA oder Wurzener mit 5,4 % MA (+0,7 %-Punkte) liegen deutlich hinter dem Marktführer Müller's Mühle zurück. Größter Wettbewerber ist der Private Label mit einem MA von 18,8 % sowie sonstige Hersteller (Aldi) mit 22,2 % MA.

Auf dem Couscous-Markt ist Müller´s Mühle mit einem Volumen von 675 to und einem Marktanteil von 18,7 % die zweitplatzierte Marke nach Baktat (19,3 %). Müller's Mühle wächst dabei um +3,2 %-Punkte, während Baktat nur +1,2%-Punkte hinzugewinnen kann.

Bei Bulgur konnte Müller's Mühle deutlich Marktanteile hinzugewinnen (+6,8%-Punkte) und ist hier Markenführer mit einem Anteil von 23,2% vor Baktat mit einem Anteil von 13,3%.

2.2.3 GoodMills Innovation (GMI)

Die GMI ist ein Hersteller von funktionellen Mehlen (sog. "functional flours"), welche einen technologischen, einen gesundheitlichen oder einen geschmacklichen Mehrwert bieten. Soweit das Bäckerhandwerk über den Großhandel beliefert wird, ist der Absatzmarkt Deutschland. Für die sonstigen Ingredients ist der Hauptabsatzmarkt die Lebensmittelindustrie in Europa, und in bestimmten Spezialanwendungen (z.B. Snacks) ist der Absatzmarkt grundsätzlich global angelegt. Damit wandelt sich die GMI über die Jahrzehnte von einem rein deutschen Anbieter von Fertigmehlen für Handwerksbäcker zu einem internationalen Player von hochinnovativen Ingredients.

Die GMI hat sich auch im aktuellen Geschäftsjahr auf die innovative Funktionalisierung von Getreidemahlerzeugnissen konzentriert. In diesem Marktumfeld ist der Wettbewerb zwar international ausgeprägt, allerdings befinden sich die Anbieter nur in Ausnahmefällen in einem verlustreichen Preiswettbewerb.

Das Geschäftsjahr 2017/18 war geprägt durch ein Volumenwachstum von 17,8% in bestehenden Produktsegmenten und durch neue Innovationen. Die Clean Label-Mehle und Compounds für den Back- und Kochbereich entwickelten sich weiter positiv.

2.3 Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Ertragslage Gesamtkonzern

Der Konzernumsatz liegt um 3,3 % über dem Vorjahreswert. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen:

in TEUR Außenumsätze
Mühlenprodukte GJ 2017/18 318.772
GJ 2016/17 310.024
Reis, Hülsenfrüchte, Nährmittel GJ 2017/18 54.229
GJ 2016/17 57.689
Spezialmehle GJ 2017/18 58.895
GJ 2016/17 50.580
Konzern GJ 2017/18 431.896
GJ 2016/17 418.293

Ursächlich für die Umsatzsteigerung in 2017/2018 ist ein höheres Absatzvolumen in den Geschäftsbereichen "Mühlen Inland" sowie "Spezialmehle".

Der Rohertrag stieg gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,3 Mio. auf EUR 117,3 Mio. (Vorjahr: EUR 114,9 Mio.). Der Anstieg des Rohertrags resultiert im Wesentlichen aus dem Geschäftsbereich GoodMills Innovation ("Spezialmehle") aufgrund eines höheren Absatzvolumens. Der Geschäftsbereich Kampffmeyer Milling Group ("Mühlenprodukte") erzielte hingegen nahezu einen Rohertrag auf Vorjahresniveau, da u.a. eine schlechtere Getreideausbeute die positive Absatz- und Erlösentwicklung kompensierte. Der Rohertrag der Müller's Mühle ("Reis, Hülsenfrüchte, Nährmittel") liegt aufgrund eines reduzierten Absatzvolumens unter dem Wert des Vorjahres.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um EUR 4,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf EUR 5,1 Mio. resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall von Vorjahreserträgen aus der Auflösung von Rückstellungen im Zuge des eingestellten Kartellverfahrens Müller's Mühle in Höhe von EUR 2,3 Mio. sowie aus der Neubewertung von Verpflichtungen für Personalmaßnahmen in Höhe von EUR 2,6 Mio.

Die Abnahme der Personalaufwendungen um EUR 0,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf EUR 41,5 Mio. resultiert im Wesentlichen aus dem Abbau von Stellen innerhalb der Kampffmeyer Milling Group. Die Personalaufwendungen von Müller's Mühle und GMI haben sich hingegen infolge eines Stellenaufbaus erhöht.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2017/2018 in Höhe von EUR 8,7 Mio. liegen um EUR 0,1 Mio. über den Abschreibungen des Vorjahres. Das etwas höhere Abschreibungsniveau resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in der Kampffmeyer Milling Group im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 1,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf EUR 59,0 Mio. ist insbesondere auf höhere Frachtkosten zurückzuführen infolge einer höheren Ausbringungsmenge und einer gestiegenen Abwicklung durch externe Dienstleister.

Das Konzern-Betriebsergebnis vor Steuern und dem Finanzergebnis hat sich im Wesentlichen aufgrund der zuvor beschriebenen Effekte im Vergleich zum Vorjahr um EUR 3,0 Mio. auf EUR 13,4 Mio. reduziert (Vorjahr: EUR 16,4 Mio.). Das um nicht operative Sondereffekte (im Wesentlichen für Grunderwerbsteuer und Beratungskosten) von in Summe EUR +0,9 Mio. bereinigte Konzern-Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2017/2018 liegt mit EUR 14,3 Mio. leicht über dem Vorjahresniveau von EUR 14,2 Mio.

Der Zinsaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum infolge der Wiederaufnahme der ABS-Finanzierung und einer daraus resultierenden geringeren Inanspruchnahme des Konsortialkredits im abgelaufenen Geschäftsjahr um EUR 0,2 Mio. auf EUR -1,3 Mio. weiter reduziert.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von EUR 6,5 Mio. entsprechen dem Saldo von Erträgen der Auflösung von Rückstellungen für die laufende Besteuerung in Höhe von EUR 4,9 Mio., laufenden Ertragsteuern in Höhe von EUR -0,5 Mio. sowie aus latenten Steueraufwendungen in Höhe von EUR -10,9 Mio. Die im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für Ertragsteuern konnten insbesondere infolge einer höheren Anrechnung von Verlustvorträgen aufgelöst werden.

Das Konzernergebnis liegt mit EUR 5,8 Mio. infolge der dargestellten Effekte um EUR 4,5 Mio. unter dem Ergebnis des Vorjahres vor Ergebnisanteilen von Minderheitengesellschaftern. Das mit EUR 15 Mio. bis EUR 17 Mio. prognostizierte Konzern-Betriebsergebnis wurde mit EUR 13,4 Mio. unterschritten.

In ihrem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017/2018 weist die GoodMills Deutschland GmbH einen Jahresfehlbetrag/Bilanzverlust in Höhe von EUR 2,5 Mio. aus. Die Geschäftsführung schlägt dem Gesellschafter, der GoodMills Group GmbH, vor, diesen auf neue Rechnung vorzutragen.

Kampffmeyer Milling Group

Der Rohertrag ging gegenüber dem Vorjahr lediglich um EUR 0,1 Mio. auf EUR 73,9 Mio. (Vorjahr: EUR 74,0 Mio.) zurück. Der Rückgang des Rohertrags resultiert im Wesentlichen aus geringeren Ausbeuten aufgrund einer unterdurchschnittlichen Getreidequalität bei einer parallel gesteigerten Absatzmenge in der Kampffmeyer Milling Group.

Der Geschäftsbereich Kampffmeyer Milling Group weist ein gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,1 Mio. geringeres Betriebsergebnis von EUR 10,8 Mio. aus (Vorjahr: EUR 12,9 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen durch die unter den Erläuterungen zur Ertragslage des Gesamtkonzerns dargestellten Sondereffekte des Vorjahres bedingt. Bereinigt um nicht operative Sondereffekte aus der Neubewertung von Rückstellungen für Personalmaßnahmen des Geschäftsjahres 2016/2017 von insgesamt EUR +1,4 Mio. liegt das Betriebsergebnis der Kampffmeyer Milling Group mit EUR 10,8 Mio. um EUR -0,6 Mio. unter dem bereinigten Vorjahreswert von EUR 11,5 Mio. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis liegt unter den in der Prognose formulierten Erwartungen.

Müller's Mühle

Der Rückgang des Rohertrags um EUR 0,3 Mio. auf einen Wert von EUR 17,4 Mio. resultiert aus einem geringeren Absatzvolumen gegenüber dem Vorjahr. Der Personalaufwand stieg bereinigt um nicht operative Effekte aus dem Vorjahr bedingt durch eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl um EUR 0,6 Mio. an. Hingegen konnte der Saldo aus sonstigen Erträgen und Aufwendungen um EUR 0,6 Mio. verbessert werden. Insgesamt erreicht die Müller's Mühle ein um nicht operative Sondereffekte bereinigtes Betriebsergebnis von EUR 2,5 Mio., welches um EUR -0,2 Mio. unter dem Vorjahresergebnis liegt. Das Betriebsergebnis der Müller's Mühle liegt unter den in der Prognose formulierten Erwartungen. Inklusive der nicht operativen Sondereffekte erzielt der Geschäftsbereich Müller's Mühle ein gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,6 Mio. geringeres Betriebsergebnis von EUR 2,5 Mio. (Vorjahr: EUR 5,1 Mio.). Der Rückgang ist maßgeblich durch die Vorjahreserlöse aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 2,3 Mio. im Zuge der Einstellung der Kartelluntersuchung bei Müller's Mühle bedingt.

GoodMills Innovation

Die GoodMills Innovation konnte wiederholt sowohl ihren Absatz in Tonnen (+6,9%) als auch die Gesamtleistung um EUR 8,9 Mio. (+17,5%) im Vergleich zum Vorjahr steigern. Dazu wurden insbesondere Investitionen in neue Kapazitäten ausgenutzt als auch bestehende Produktbereiche ausgeweitet. Infolgedessen konnte der Rohertrag um EUR 2,8 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf EUR 26,1 Mio. gesteigert werden. Die Personalkosten (inkl. fremde Arbeitskräfte) sind mit EUR 0,6 Mio. (+5,3%) nur deutlich unterproportional gewachsen. Trotz auch ansonsten steigender Kosten wie u.a. der Vertriebsaufwendungen mit EUR 1,0 Mio. und der Verwaltungsaufwendungen mit EUR 0,2 Mio. konnte das Betriebsergebnis um 22,8% auf EUR 4,9 Mio. erhöht werden (Vorjahr EUR 4,0 Mio.).

2.3.2 Finanzlage

Die einzelnen Cash Flows des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Kapitalflussrechnung 1.10.2017 -30.9.2018
TEURO
1.10.2016 -30.9.2017
TEURO
Cash Flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 41.742 -23.723
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -34.574 -463
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 24.177 -12.619
Veränderungen des Finanzmittelfonds 31.345 -36.805
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 131 36.936
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 31.476 131

Der positive Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit von EUR 41,7 Mio. resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Konzernjahresergebnis in Höhe von EUR 5,8 Mio. vor Bereinigung um Abschreibungen in Höhe von EUR 8,7 Mio. und sonstiger nicht zahlungswirksamer Erträge und Aufwendungen in Höhe von EUR 1,5 Mio. sowie aus dem Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Umfang von EUR 26,2 Mio., im Wesentlichen infolge der Wiederaufnahme des ABS-Finanzierungsprogramms. Gegenüber dem Vorjahr konnte der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit um EUR 65,5 Mio. verbessert werden. Die wesentliche Ursache liegt in dem Aussetzen des ABS-Finanzierungsprogramms im Vorjahr und einem dem entsprechend ausgebliebenen Mittelzufluss im Geschäftsjahr 2016/2017.

Der negative Cash Flow aus der Investitionstätigkeit von EUR -34,6 Mio. ergibt sich im Wesentlichen aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von EUR 34,8 Mio. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit verringerte sich um EUR 34,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund um EUR 19,1 gestiegener Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie den Einzahlungen in Höhe von EUR 15,0 Mio. aus der Rückführung eines Darlehens an den Gesellschafter im Vorjahr.

Der positive Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit von EUR 24,2 Mio. konnte gegenüber dem Vorjahr um EUR 36,8 Mio. verbessert werden. Hierzu haben im Wesentlichen Einzahlungen aus der Aufnahme langfristiger Kredite in Höhe von EUR 50,0 Mio. im Zusammenhang mit dem Mühlenneubau in Krefeld beigetragen. Weitere wesentliche Effekte resultieren aus der Tilgung kurzfristiger Kredite von EUR 13,6 Mio., der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus der ABS-Finanzierung um EUR 6,7 Mio. sowie der Auszahlung an Minderheitengesellschafter in Höhe von EUR 23,1 Mio. im Zusammenhang mit dem Erwerb dieser Anteile sowie einer Dividende. Einer Einzahlung des Gesellschafters in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 11,4 Mio. steht die im abgelaufenen Geschäftsjahr an diesen geleistete Dividendenzahlung von EUR 7,2 Mio. gegenüber. Die Finanzierung wird im GoodMills Deutschland Konzern grundsätzlich zentral gesteuert. Um Liquiditätsüberschüsse von Tochterunternehmen kostengünstig im Konzern nutzen zu können, wird in Deutschland ein Cash-Pool betrieben.

Der GoodMills Deutschland Konzern finanzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zum einen über einen Konsortialkredit mit einer Kreditlinie von EUR 60,0 Mio. Hiervon waren am Abschlussstichtag EUR 21,3 Mio. in Anspruch genommen, sodass eine freie Kreditlinie in Höhe von EUR 38,7 Mio. verbleibt. Des Weiteren finanzierte sich die GMD über ein Langfristdarlehen in Höhe von EUR 50,0 Mio. im Zusammenhang mit dem Mühlenneubau in Krefeld, das im Geschäftsjahr 2017/2018 ausgezahlt wurde und dessen nicht beanspruchter Anteil als liquide Mittel auf Sperrkonten für Investitionen in den Neubau von Krefeld zur Verfügung steht. Ferner existiert ein Rahmenvertrag über eine ABS-Finanzierung mit einem maximalen Volumen von EUR 50,0 Mio., die zu Beginn des Geschäftsjahres 2017/2018 wieder aufgenommen wurde (Inanspruchnahme zum 30. September 2018: EUR 35,1 Mio.). Darüber hinaus existieren zwei Kontokorrentkreditlinien über je EUR 2 Mio. (Margin-Verpflichtung resultierend aus den Warentermingeschäften an der Matif). Der Konsortialkreditvertrag hatte am Abschlussstichtag eine Restlaufzeit von 1,5 Jahren, der Vertrag über die ABS Finanzierung verfügte über eine Restlaufzeit von einem Jahr. Auflagen im Zusammenhang mit der Finanzierung der bestehenden Kartellbußen existieren nicht mehr.

Die Finanzverbindlichkeiten valutieren nahezu ausschließlich in Euro. Der Saldo aus den kurz- und langfristigen Krediten gegenüber den finanzierenden Banken erhöhte sich um EUR 34,2 Mio., darüber hinaus erfolgte eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus der ABS-Finanzierung um EUR 6,7 Mio.

Zum 30. September 2018 belaufen sich die liquiden Mitteln auf EUR 29,3 Mio. gegenüber einem Bestand von EUR 0,1 Mio. zum 30. September 2017.

Die im Rahmen der bestehenden Finanzierungsverträge getroffenen Vereinbarungen, insbesondere die Covenants wurden von GoodMills im Geschäftsjahr 2017/2018 eingehalten. Die Gesellschaften des Konzerns waren im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Durch die in den Vorjahren der Gesellschaft zugeflossenen Gesellschaftermittel und die vorhandenen Finanzierungslinien sind die erwarteten Bußgeldzahlungen aus abgeschlossenen und noch laufenden Kartellverfahren vollständig finanziert. Die Finanzierung der GoodMills Deutschland Gruppe ist somit über einen Zeitraum von zwölf Monaten hinausgehend gesichert.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzstruktur stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:

Die Konzernbilanzsumme hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um EUR 25,7 Mio. auf EUR 285,4 Mio. erhöht.

In den Aktiva haben sich die immateriellen Vermögenswerte und die Sachanlagen um EUR 26,1 Mio. auf EUR 164,8 Mio. im Wesentlichen um die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen von EUR 34,8 Mio. abzüglich der laufenden Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von EUR 8,7 Mio. erhöht. Aus Zuschreibungen für Beteiligungen resultiert eine Erhöhung der Buchwerte in Höhe von EUR 4,9 Mio. Zu den Investitionen verweisen wir auf Abschnitt 2.4.4.

Entgegen dem Vorjahr werden am Abschlussstichtag keine aktiven latenten Steuern (Vorjahr EUR 8,2 Mio.) bilanziert. Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen bzw. Verlustvorträge werden nur angesetzt, sofern ihre Realisierbarkeit in der näheren Zukunft hinreichend gesichert erscheint. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018 besteht ein Überhang an passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen in Höhe von EUR 3,5 Mio.

Die Vorräte haben sich um EUR 1,1 Mio. auf EUR 45,7 Mio. reduziert, insbesondere infolge einer geringeren Bevorratung der Müller's Mühle mit Basmati-Reis zum Stichtag 30.09.2018 im Vergleich zum Vorjahr.

Die übrigen Vermögenswerte haben sich gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt EUR 66,8 Mio. erhöht (Vorjahr EUR 62,8 Mio.). Einem Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen infolge der Wiederaufnahme des ABS-Finanzierungsprogramms steht eine Erhöhung der liquiden Mittel im Zuge der Aufnahme eines Langfristdarlehens im Zusammenhang mit dem Mühlenneubau in Krefeld per 30.09.2018 auf EUR 29,3 Mio. (Vorjahr EUR 0,1 Mio.) gegenüber. Noch nicht beanspruchte Mittel aus dem Langfristdarlehen liegen als Liquidität auf Sperrkonten zur Verfügung.

Auf der Passivseite führte das positive Konzernjahresergebnis von EUR 5,8 Mio. sowie ein positiver Effekt aus der Anpassung der Neubewertungsrücklage für die Beteiligungen Primavera und Ceralia von EUR +4,9 Mio. saldiert mit der Auszahlung für den Erwerb der bisherigen Minderheitenanteilen am Geschäftsbereich GoodMills Innovation sowie einer Dividende an die bisherigen Minderheitengesellschafter in Summe von EUR -23,1 Mio. per Saldo zu einer Reduzierung des Eigenkapitals um EUR 6,7 Mio. auf EUR 102,4 Mio. und einem Rückgang der Eigenkapitalquote zum Stichtag auf 35,9 % (Vorjahr: 42,0 %). Die langfristigen Rückstellungen liegen bei EUR 51,5 Mio. um EUR 3,8 Mio. unter dem Vorjahreswert, im Wesentlichen infolge des Verbrauchs von Rückstellungen für Pensionszahlungen sowie der Neubewertung von Rückstellungen für Personalmaßnahmen. Aufgrund der beschriebenen Aufnahme des Langfristdarlehens in Höhe von EUR 50,0 Mio. haben sich die langfristigen Schulden auf EUR 105,1 Mio. (Vorjahr EUR 55,5 Mio.) erhöht. Die kurzfristigen Schulden sind hingegen gesunken, da durch die Wiederaufnahme des ABS-Finanzierungsprogramms der Konsortialkredit teilweise zurückgeführt werden konnte.

Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aufgrund der beschriebenen Entwicklungen - im Wesentlichen der deutlich positive Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie das über dem Vorjahr liegende bereinigte Konzern-Betriebsergebnis - im abgelaufenen Geschäftsjahr bis zum heutigen Zeitpunkt weiterhin als positiv zu sehen. Auch für die nächsten Jahre geht die Geschäftsführung von einer weiteren positiven Entwicklung der Gruppe aus.

2.4 Wesentliche finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 Rohertrag

Der Rohertrag des GoodMills Deutschland Konzerns in Höhe von EUR 117,3 Mio. hat sich im Geschäftsjahr 2017/2018 im Vergleich zum Vorjahr (EUR 114,9 Mio.) um EUR 2,3 Mio. erhöht. Der Anstieg des Rohertrags resultiert im Wesentlichen aus dem Geschäftsbereich GMI aufgrund eines höheren Absatzvolumens. Der Geschäftsbereich Kampffmeyer Milling Group erzielte hingegen nahezu einen Rohertrag auf Vorjahresniveau, da u.a. eine schlechtere Getreideausbeute den positiven Absatzeffekt gegenüber Vorjahr aufbrauchte. Der Rohertrag im Geschäftsbereich Müller's Mühle liegt unter dem Wert des Vorjahres aufgrund eines geringeren Absatzvolumens.

Gegenüber der Prognose in Höhe von EUR 124,8 Mio. fällt der Rohertrag um EUR 7,5 Mio. geringer aus. Die negative Abweichung im Vergleich zur Prognose entfällt im Wesentlichen auf eine geringere Durchschnittsmarge im Geschäftsbereich Kampffmeyer Milling Group. Die Ursachen liegen in schlechteren Getreidequalitäten, einem intensiven Wettbewerbsumfeld mit geringeren Durchschnittsmargen pro Tonne sowie einem unter der Prognose liegenden Absatz im Markengeschäft. Darüber hinaus liegt der Rohertrag des Geschäftsbereichs Müller's Mühle absatzbedingt unter dem prognostizierten Wert. Der Rohertrag der GMI erreichte hingegen die Prognose.

2.4.2 Produktion

Im Geschäftsjahr 2017/2018 hat der GoodMills Deutschland Konzern 1.361.500 to Getreide, Reis und Hülsenfrüchte verarbeitet und liegt damit leicht über dem Vorjahr von 1.332.000 to (+29.224 to, +2,2%) und unter Planniveau (-16.000 to, -1,2%). Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr 2016/2017 resultiert aus einem höheren Auftragsvolumen der Weichweizenmühlen (+27.200 to), einem höheren Volumen der GMI (+5.300 to) sowie einem etwas geringeren Volumen bei der Müller's Mühle (-3.000 to).

2.4.3 Absatz- und Umsatzentwicklung

Insgesamt wurden im Konzern 1.379.200 to Getreide, Reis und Hülsenfrüchte abgesetzt. Dies entspricht einer Steigerung von +32.000 to gegenüber dem Absatzniveau aus dem Vorjahr und +2.800 to über den Erwartungen aus der Prognose.

Infolge des höheren Absatzvolumens gegenüber dem Vorjahr ist es auch zu einem Anstieg der Erlöse gekommen. Der Konzernumsatz ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um EUR 13,6 Mio. auf EUR 431,9 Mio. angewachsen. Gegenüber der Prognose ist der Konzernumsatz um EUR 8,0 Mio. niedriger ausgefallen, was sich durch geringere Absatzpreise im Geschäftsbereich Kampffmeyer Milling Group sowie ein geringeres Absatzvolumen im Geschäftsbereich Müller's Mühle begründet.

Bei den Absatzkanälen des GoodMills Deutschland Konzerns haben sich im Berichtsjahr keine Veränderungen ergeben. Der Großteil des Geschäftes mit Mehl wird durch Kontrakte mit den großen Abnehmern (Preise, Menge) fixiert. Solche Kontrakte können sich auf einen Zeitraum von einem Monat bis zu einem Jahr - in Ausnahmefällen sogar darüber hinaus - erstrecken. Eine Risikoreduzierung für solche Lieferverpflichtungen in die Zukunft hinein geschieht durch korrespondierende Gegendeckung entweder mit der Rohware oder über geeignete Derivate. Neben Futures werden auch OTC-Warentermingeschäfte (Finanzderivate) eingesetzt. Es ist ein Risikorahmen definiert, innerhalb dessen sich die GoodMills bewegt.

2.4.4 Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Konzern EUR 34,8 Mio. in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen investiert.

Im Bereich des immateriellen Anlagevermögens wurden insgesamt EUR 2,5 Mio. investiert, wobei es sich überwiegend um Leistungen und Lizenzen in Bezug auf das konzernweite ERP-System handelt.

Zu den Investitionsschwerpunkten im Bereich des Sachanlagevermögens von insgesamt EUR 32,3 Mio. gehörten im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen im Rahmen des Neubauprojekts Mühle Krefeld (EUR 24 Mio.), Erweiterungsinvestitionen bei der GMI (EUR 1,4 Mio.), die Erneuerung von Palettierern im Lager der Müller's Mühle (EUR 0,9 Mio.), Ersatzinvestitionen im Bereich der Endverpackung in Landshut (EUR 0,7 Mio.) und die Erneuerung der Getreidereinigung in Hamburg (EUR 0,4 Mio.).

2.4.5 Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2017/2018 insgesamt 621 Mitarbeiter (Vorjahr: 629) und 20 Auszubildende (Vorjahr: 18) im GoodMills Deutschland Konzern beschäftigt.

Stichtagsbezogen waren zum 30. September 2018 623 Mitarbeiter (Vorjahr: 630) und 26 Auszubildende (Vorjahr: 24) beschäftigt.

Umgerechnet auf Vollzeitkräfte einschließlich der Geschäftsführung und Auszubildender ergeben sich daraus im Durchschnitt 607 Vollzeitkräfte (Vorjahr: 606).

Bezogen auf den Stichtag 30. September 2018 ergibt sich für den GoodMills Deutschland Konzern eine Mitarbeiteranzahl von 617 Vollzeitkräften (Vorjahr: 618).

Der Krankenstand der Mitarbeiter lag bei 4,7 % (Vorjahr 4,5 %). Das Durchschnittsalter der Belegschaft beträgt 45 (Vorjahr 46) Jahre. Im GoodMills Deutschland Konzern sind unverändert 25 % der Belegschaft Frauen.

Als zusätzliche Altersvorsorge wird den Mitarbeitern eine Mitgliedschaft in der Müllerei-Pensionskasse angeboten.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Entgegen den positiven Prognosen vor der Ernte war die Getreideernte 2018 äußerst differenziert. Die Dürre in Deutschland und weiten Teilen Nordeuropas führten zu einem massiven Einbruch der Erträge. Die Bilanzen der EU sind äußerst angespannt und können nur über Warenstromänderung und hohe Preise ausgeglichen werden.

Die Qualität des Weizens ist in Europa nahezu flächendeckend gut, auffällig ist das Fehlen schwacher Qualitäten. In Deutschland sind die Unterschiede in den Qualitäten gegenüber dem letzten Jahr deutlich homogener. Die Versorgung mit den geforderten Qualitäten und Mengen stellt einzelne Regionen vor logistische und damit preisliche Herausforderungen. Die Nachfrage nach deutschem Weizen ist in Anbetracht der weltweit guten Versorgung und der hohen Preise aktuell nahezu Null. Die deutschen Weizenpartien sind preislich und qualitativ nicht attraktiv.

Die Roggenqualität der Ernte ist unkritisch. Dagegen ist die Versorgungsbilanz nur schwer einzuschätzen. Die sehr kleine Erntemenge trifft auf einen hohen Bedarf in vielen Bereichen außerhalb der Mehlproduktion.

Aufgrund von hohen Überkapazitäten bleibt die Müllereibranche unverändert wettbewerbsintensiv. Die weitere Kundenkonzentration nutzt ihre steigende Einkaufsmacht in diesem Marktgefüge. Daher bleiben zunächst weitere Kostensenkungen ein notwendiges und probates Mittel. Andererseits muss es Ziel der GoodMills Deutschland GmbH sein, vertriebliche Verhandlungserfolge zu erzielen sowie die Kundenstruktur und den Produktmix zu optimieren, um so die angestrebten Bruttomargen zu erreichen.

Eine verlässliche Prognose für das Ergebnis des Geschäftsjahres 2018/2019 ist vor diesem Hintergrund naturgemäß schwierig und mit Unsicherheiten verbunden. Die Branche sieht sich nach wie vor der Herausforderung gegenüber, die niedrigen Margen zu erhöhen. Es fällt der Mühlenbranche insgesamt schwer, kosten- und insbesondere auch risikodeckende Verkaufspreise für Mehl zu erzielen.

Kampffmeyer Milling Group

Neben einem konstanten Absatzvolumen der Weichweizenmühlen der Kampffmeyer Milling Group wird gemäß der aktuellen Prognose für 2018/19 eine gesteigerte Durchschnittsmarge prognostiziert. Folglich wird sich der absolute Rohertrag margenbedingt moderat gegenüber dem Berichtsjahr 2017/18 erhöhen. Hierzu werden im B2B-Geschäft wie auch im B2C-Geschäft gesteigerte Margen beitragen, die im Wesentlichen durch verbesserte Produktionsausbeuten generiert werden. Neben der Steigerung des Rohertrags werden erhöhte Aufwendungen und geringere sonstige betriebliche Erträge prognostiziert. Als Resultat erwartet der GoodMills Deutschland Konzern für den Mühlenbereich für das Geschäftsjahr 2018/2019 ein leicht verbessertes Betriebsergebnis gegenüber dem Berichtsjahr.

Der Mühlenneubau in Krefeld wird im kommenden Geschäftsjahr weiterhin einen Schwerpunkt der Investitionstätigkeit der Kampffmeyer Milling Group darstellen.

Müller's Mühle

Für den Bereich Müller's Mühle erwartet die GoodMills Deutschland GmbH gemäß der aktuellen Prognose für 2018/19 eine leicht gesteigerte Absatzmenge und verbesserte Durchschnittsmarge pro Tonne. Der absolute Rohertrag wird sich folglich moderat über dem Berichtsjahr 2017/18 bewegen. Da die Kosten jedoch steigen, ergibt sich ein prognostiziertes Betriebsergebnis für 2018/19 leicht über dem Berichtsjahr 2017/18.

GoodMills Innovation

Die GMI rechnet im kommenden Jahr erneut mit einem signifikanten Umsatzwachstum. Durch bereits neu geschaffene Kapazitäten wird ein höheres Volumen an innovativen Produkten produziert werden können, die nun auch die Bedarfe der großen industriellen Backwarenhersteller decken können. Das Absatzvolumen soll eine Steigerung um 19 % gegenüber dem Berichtsjahr erreichen. Infolgedessen steigt der absolute Rohertrag deutlich an. Die erhöhte Absatzmenge hat gestiegene Transportkosten und Personalkosten für die Abwicklung des gestiegenen Geschäftsvolumens zur Folge. Insgesamt wird dennoch von einer deutlichen Steigerung des Betriebsergebnisses gegenüber dem Berichtsjahr ausgegangen.

GoodMills Deutschland Konzern

Ausgehend von einem um Sondereinflüsse bereinigten Betriebsergebnis von EUR 14,3 Mio. im Geschäftsjahr 2017/2018 strebt die Gruppe für 2018/2019 ein konstant positives Betriebsergebnis im Bereich von EUR 13 bis 15 Mio. an.

Für das kommende Geschäftsjahr wird eine nahezu konstante Verarbeitung von Getreide, Reis und Hülsenfrüchten gegenüber dem Vorjahr (GJ 2017/2018: 1,3 Mio. to) erwartet. Die erwartete moderate Steigerung des Rohertrags soll im Wesentlichen über eine verbesserte Ausbeute im B2B sowie B2C sowie über ein höheres Absatzvolumen der GMI realisiert werden.

Im GoodMills Deutschland Konzern werden die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen des Geschäftsjahres 2018/2019 deutlich höher als im abgelaufenen Geschäftsjahr (GJ 2017/2018: rd. EUR 33,2 Mio.) prognostiziert. Die größten Einzelmaßnahmen entfallen dabei auf Investitionen für den Mühlenneubau in Krefeld sowie die GoodMills Innovation für weitere Erweiterungsvorhaben in den Bereichen Produktion und Rohwarenlager.

Die Anzahl der Mitarbeiter wird sich gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018 im Wesentlichen aufgrund der bei der GoodMills Innovation geplanten Produktionsausweitung erhöhen.

Weitere kontinuierliche Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität des Konzerns, der Optimierung des Vertriebs in der Kampffmeyer Milling Group sowie die kontinuierliche Optimierung der zentralen sowie dezentralen Steuerung werden der GoodMills Deutschland GmbH in den Folgejahren gemäß der aktuellen Prognose der Geschäftsführung nachhaltig positive Konzernergebnisse einbringen.

3.2 Chancen- und Risikobericht

3.2.1 Risikopolitische Grundsätze

Verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln wird von dem Bestreben getragen, das Verhältnis von Chancen und Risiken zu optimieren. Der systematische Umgang mit Risiken und deren Begrenzung im Rahmen eines effizienten Risikomanagementsystems ist ein wesentliches Instrument, die sich bietenden Chancen optimal zu nutzen und die Zielerreichung nachhaltig sicherzustellen. Im Rahmen ihrer Konzernleitungsfunktion bestimmt die Geschäftsführung die für alle Mitarbeiter verbindlichen risikopolitischen Grundsätze. Das Risikomanagement ist Bestandteil aller aufbau- und ablauforganisatorischen Maßnahmen.

3.2.2 Risikobewertung

Die Risikobewertung erfolgt anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit und des möglichen finanziellen Ausmaßes eines Risikos auf Basis unterschiedlicher Ausprägungen (worst case, most likely case, best case). Zur Gewährleistung einer einheitlichen Bewertung der Risiken innerhalb des GoodMills Deutschland Konzerns und der Vergleichbarkeit der Ergebnisse werden die Risiken nach fest definierten Kriterien bewertet.

Die Maßstäbe der Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des möglichen finanziellen Ausmaßes von Risiken werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.

3.2.3 Bestandsgefährdende Risiken

Eine Bestandsgefährdung tritt für die GoodMills Deutschland GmbH annahmegemäß ein, wenn das potenzielle Schadensausmaß eines Risikos oder mehrerer Risiken eine bestimmte, von der Geschäftsführung in Abstimmung mit den Mitgliedern des Risk Boards definierte Schwelle überschreitet. Die Bestandsgefährdung kann durch einzelne Risiken direkt oder durch die Kumulation bzw. Wechselwirkung von Risiken entstehen. Daher ist die Identifizierung und Bewertung aller wesentlichen Risiken von höchster Bedeutung. Hierin besteht die Chance, das potentielle Schadensausmaß so gering wie möglich zu halten.

3.2.4 Kartellverfahren

Die GoodMills Deutschland hat im von der französischen Kartellbehörde geführten Kartellverfahren in 2012 einen Bußgeldbescheid über rd. EUR 17 Mio. erhalten. Für einen Teil der Buße wurde mit den französischen Behörden zunächst eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen. Die Höhe des verhängten Bußgelds ist nach Auffassung des Managements im Verhältnis zu den der GoodMills Deutschland GmbH zur Last gelegten Vorwürfen bei weitem überzogen. Aus diesem Grund wurde gegen den Bußgeldbescheid Klage erhoben. Am 20. November 2014 ist das erstinstanzliche Urteil in diesem Verfahren ergangen, das die Höhe des Bußgeldes von EUR 17 Mio. bestätigt hat. Nach diesem Urteil hat die Gesellschaft zum 30. September 2014 für dieses Verfahren zu dem bereits aufwandswirksam erfassten Betrag von EUR 10,0 Mio. weitere EUR 7 Mio. zurückgestellt. Die verhängte Buße ist somit im Konzernabschluss der Gesellschaft in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt.

Gegen das erstinstanzliche Urteil vom 20. November 2014 wurde am 4. Juni 2015 Revision eingelegt. In einem Urteil vom 8. November 2016 hat das französische Revisionsgericht die Entscheidung der Vorinstanz widerrufen, da die Teilnahme der GoodMills Deutschland GmbH an dem Wettbewerbsverstoß nicht hinreichend bewiesen sei, und hat den Fall zurück an die Vorinstanz verwiesen. In einer Anhörung am 28. Februar 2017 wurde über den weiteren Zeitplan entschieden. Ein Urteil wird im Dezember 2018 erwartet. Eine mögliche Reduzierung der Buße in einem Revisionsverfahren ist denkbar.

Unter Berücksichtigung der bereits gezahlten Raten beläuft sich die verbleibende Rückstellung zum 30. September 2018 auf EUR 11,1 Mio. Für die noch zu zahlende Buße wurde nach dem Urteil im November 2014 eine Ratenzahlungsvereinbarung mit einer Stundung über 10 Jahre vereinbart. Auf Basis des Urteils vom 8. November 2016 wurde eine weitere Reduzierung der Ratenzahlungen von halbjährlich EUR 0,7 Mio. auf halbjährlich EUR 0,2 Mio. vereinbart.

Im ungarischen Kartellverfahren wurde die zunächst gerichtlich aufgehobene Buße von rd. EUR 0,7 Mio. in dem anschließenden durch die ungarische Behörde angestrengten Revisionsverfahren bestätigt und seitens GoodMills an die ungarische Behörde gezahlt. Gegen dieses zweitinstanzliche Urteil wurde beim obersten Gerichtshof Beschwerde eingelegt. Dieses Verfahren dient der Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit der bereits rechtskräftigen Entscheidung. Dieses Beschwerdeverfahren vor dem Verfassungsgericht wurde zugelassen und befindet sich in der Entscheidungsphase. Diese Phase kann erfahrungsgemäß bis zu zwei Jahre dauern, es gibt diesbezüglich keine bindende Frist für das Verfassungsgericht.

Kartellbußen aus abgeschlossenen und noch laufenden Verfahren gegen die Gesellschaft sind auf Basis der vorliegenden Bescheide der Kartellbehörden vollständig im Konzernabschluss zum 30. September 2018 abgebildet und hinsichtlich der erwarteten Zahlungen finanziert.

Die GoodMills Deutschland GmbH kann das Risiko nicht ausschließen, dass die bestands- bzw. rechtskräftigen Bußgelder, laufende Schadenersatzverfahren sowie Verfahrens- und Beratungskosten zu einem späteren Zeitpunkt von den im Abschluss erfassten Rückstellungen abweichen werden.

Zur Minimierung des Risikos aus Kartellverstößen und künftigen Kartellverfahren werden von der GoodMills Deutschland GmbH regelmäßige Compliance Schulungen mit Mitarbeitern der Gruppe durchgeführt, um für eine entsprechende Sensibilisierung der Mitarbeiter zu sorgen.

3.2.5 Absatzmarkt

In der Mühlenwirtschaft bestehen seit Jahren hohe Kapazitätsreserven, die nach wie vor jederzeit zu einem starken Preis- und Mengendruck führen können. Um diesen Risiken des Absatzmarktes zu begegnen, ist es das strategische Ziel der GoodMills Deutschland GmbH, durch ein professionelles Key Account Management die Beziehungen zu den wichtigen Großabnehmern zu stabilisieren bzw. zu festigen. Darüber hinaus unternimmt die GoodMills Deutschland GmbH fortlaufende Anstrengungen, sowohl ihren Produkt- (Commodity/Spezialmehle) als auch ihren Absatzkanalmix (B2B, B2C) risikooptimal auszubalancieren.

Eine weitere Herausforderung ist die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel mit dem daraus resultierenden Kräfte-Ungleichgewicht hinsichtlich der Verhandlungsposition bei Preisen und Konditionen. Dem begegnet die GoodMills Deutschland GmbH damit, dass sie dem Handel seine Möglichkeiten zur Wertschöpfung mit ihren Marken besser und mit mehr Nachdruck aufzeigt.

3.2.6 Forderungsausfallrisiko

Es besteht das gewöhnliche Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diesem wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem begegnet, das alle Geschäftsbereiche umfasst und somit eine Minimierung des Risikos gewährleistet. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und diese laufend kontrolliert. Zusätzlich besteht für den Großteil des Forderungsvolumens eine Kreditausfallversicherung.

3.2.7 Beschaffungsmarkt

Die Rohstoffkosten sind mit einem Anteil von über 70 % in der Produktkalkulation der dominierende Faktor für die Ergebnisentwicklung. Um Preis, Menge und Qualität sicherzustellen, liegt dem Rohstoffeinkauf eine Richtlinie zu grunde, die sich im Wesentlichen am Absatz orientiert. Die Versorgung der einzelnen Standorte mit Rohstoffen wird üblicherweise durch Einkaufskontrakte sichergestellt. Ist dies nicht möglich, nutzt die GoodMills Deutschland GmbH Finanzinstrumente, die an Warenterminbörsen, z.B. der Euronext (Matif) in Paris, gehandelt werden. Sie bedient sich derartiger Finanzinstrumente, um sich gegen Schwankungen der Rohstoffpreise abzusichern.

3.2.8 Schadensrisiken

Zu den wesentlichen Schadensrisiken gehören Feuer, Explosion, Produktschaden sowie Produkt- und Umwelthaftpflichtschäden. Für eventuelle Schadensfälle hat die GoodMills Deutschland GmbH neben dem entsprechenden Versicherungsschutz Notfallpläne entwickelt, die wie der Versicherungsschutz regelmäßig überprüft werden. Zusätzlich wird die betriebliche Sicherheit durch regelmäßige Wartungs- und Inspektionsarbeiten sowie externe Revisionen gewährleistet.

3.2.9 Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Konzern ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Zinsrisiken und im geringen Umfang auch Währungsrisiken ausgesetzt. Im Falle einer Absicherung gegen diese Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese Finanzinstrumente werden nur dann eingesetzt, wenn sie durch ein Grundgeschäft unterlegt sind. Die GoodMills Deutschland GmbH verweist hierzu auch auf die Darstellung des Risikomanagements von Finanzinstrumenten in Textziffer 9 des Konzernanhangs. Das Finanzierungsrisiko wurde durch den Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrags am Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 deutlich reduziert.

3.2.10 Investitionen

Entscheidungen über Investitionen sind wegen des hohen Kapitaleinsatzes und der langfristigen Bindung mit Chancen und Risiken behaftet. Vorbereitung und Umsetzung solcher Entscheidungen folgen festgelegten Konzernrichtlinien. Die Investitionsphase wird durch externe und interne Berater bzw. geeignete Fachleute begleitet. Genehmigungs- sowie Umsetzungsprozesse unterliegen bei der GoodMills Deutschland GmbH im Branchenvergleich höchsten Standards.

3.2.11 Gesamtbild der Risikolage im Konzern

Zur Erfüllung der Unternehmensziele sowie zur Erhaltung des Substanz- und Ertragswertes des GoodMills Deutschland Konzerns ist es von wesentlicher Bedeutung, sämtliche Risiken, welche die Zielerreichung oder im Extremfall den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig zu erkennen und ihnen durch wirksame Maßnahmen effektiv zu begegnen. Durch die regelmäßige Prüfung und Aktualisierung der Maßstäbe besteht für den Konzern die Chance, das Ausmaß eines Risikos so gering wie möglich zu halten.

Die Gesamtchancen- und Risikosituation ergibt sich für den GoodMills Deutschland Konzern aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und den daraus abgeleiteten Chancen. Um die Beherrschung dieser Risiken zu gewährleisten, haben wir ein Risikomanagementsystem geschaffen. Die größten Risiken für den Konzern können sich aus einer negativen Absatz- und Beschaffungsmarktentwicklung von hergestellten Produkten und den dazu benötigten Rohstoffen, aus dem Bereich Produktsicherheit, den laufenden Kartellverfahren sowie zukünftigen Compliance-Risiken ergeben.

Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Einzelrisiken, die den Fortbestand des GoodMills Deutschland Konzerns gefährden. Dasselbe gilt für die Gesamtbetrachtung aller Risiken.

 

Hamburg, 16. November 2018

Gunnar Steffek

Markus Green

Konzernbilanz zum 30. September 2018

AKTIVA

Angaben
in TEUR
Anhang 30.09.2018 30.09.2017
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 7.1 27.844 26.317
Sachanlagen 7.1 136.918 112.308
Finanzanlagen 7.2, 9 8.131 3.264
Latente Steueransprüche 7.3 0 8.201
172.893 150.090
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 7.4 45.711 46.790
Forderungen 7.5 21.292 52.414
Sonstige Vermögenswerte 7.7 4.556 3.151
Ertragsteuerforderungen 1.150 211
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 7.6 9.428 5.867
Derivative Finanzinstrumente 7.8 1.079 1.011
Liquide Mittel 7.9 29.277 131
112.493 109.575
285.386 259.665

Passiva

Angaben
in TEUR
Anhang 30.09.2018 30.09.2017
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 7.10 54.502 54.502
Kapitalrücklage 7.11 66.277 54.877
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital 7.12 6.390 7.777
übriges Konzerneigenkapital 7.13 -24.785 -14.993
Anteile der Gesellschafter des Mutterunternehmens 102.384 102.163
Minderheitenanteile am Kapital 7.14 0 6.924
102.384 109.087
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen 7.15, 7.16 49.451 52.793
Latente Steuerschulden 7.3 3.528 126
Sonstige Rückstellungen 7.15 2.064 2.481
Finanzverbindlichkeiten 7.17 49.881 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 138 138
105.062 55.538
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 7.18 12.901 12.648
Finanzverbindlichkeiten 7.19 21.258 36.962
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.20 26.305 26.920
Sonstige Verbindlichkeiten 7.21 2.644 2.828
Ertragsteuerverbindlichkeiten 1.460 6.051
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7.22 12.680 7.929
Derivative Finanzinstrumente 7.23 692 1.702
77.940 95.040
285.386 259.665

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018

Angaben
in TEUR
Anhang 2017/2018 2016/2017
Umsatzerlöse 8.1 431.896 418.293
Bestandsveränderungen 1.316 738
Gesamtleistung 433.212 419.031
Sonstige betriebliche Erträge 8.2 5.106 9.644
Materialaufwand 8.3 315.875 304.105
Personalaufwand 8.4 41.449 41.743
Abschreibungen 8.5 8.652 8.543
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.6 58.968 57.910
Beteiligungsergebnis 8.7 199 143
Zinserträge 8.7 78 142
Zinsaufwendungen 8.7 1.336 1.539
Ergebnis vor Ertragsteuern 12.315 15.120
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.8 6.502 3.882
Konzernergebnis 5.813 11.238
Zurechnung des Ergebnisses an die
Gesellschafter der GoodMills Deutschland GmbH 5.813 10.292
Minderheitengesellschafter 0 946

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018

Angaben
in TEUR
2017/2018 2016/2017
Konzernergebnis 5.813 11.238
Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von Pensionsrückstellungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne + / Verluste - 202 3.259
Steuereffekt -15 556
187 3.815
187 3.815
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder werden können
Gewinne und Verluste aus der Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
Veränderung der unrealisierten Gewinne + / Verluste - -33 -40
realisierte Gewinne - / Verluste + -7 -13
Steuereffekt 11 17
-29 -36
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten bei einer Absicherung von Rohstoffpreisschwankungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne + / Verluste - 1.654 451
realisierte Gewinne - / Verluste + 408 169
Ineffektivität Gewinne - / Verluste + -41 -83
Steuereffekt -637 -168
1.384 369
Gewinne und Verluste aus der Aufwertung von zur Veräußerung gehaltener Beteiligungen
Veränderung der unrealisierten Gewinne + / Verluste - 4.932 0
Steuereffekt -77 0
4.855 0
6.210 333
Sonstiges Ergebnis 6.397 4.148
Gesamtergebnis 12.210 15.386
Zurechnung des Gesamtergebnisses an die
Gesellschafter der GoodMills Deutschland GmbH 12.210 14.440
Minderheitengesellschafter 0 946

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital
T€
Kapitalrücklage
T€
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
T€
Stand am 1.10.2016 54.502 55.928 16.434
Gewinnausschüttungen 0 0 -20.000
0 0 -20.000
Konzernergebnis 0 0 10.292
sonstiges Ergebnis 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 10.292
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0 -1.051 1.051
Stand am 30.09.2017 54.502 54.877 7.777
Stand am 1.10.2017 54.502 54.877 7.777
Gewinnausschüttungen 0 0 -7.200
0 0 -7.200
Konzernergebnis 0 0 5.813
sonstiges Ergebnis 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 5.813
Zuführung Kapital-RL 0 11.400 0
sukzessiver Erwerb 0 0 0
0 11.400 0
Stand am 30.09.2018 54.502 66.277 6.390
Mutterunternehmen
davon Ausgleichsposten aus sukzessiven Erwerben
T€
übriges Konzerneigenkapital davon Rücklage aus der Bewertung von zur Veräußerung gehaltenen Beteiligungen
T€
davon Rücklage aus der Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
T€
Stand am 1.10.2016 0 0 101
Gewinnausschüttungen 0 0 0
0 0 0
Konzernergebnis 0 0 0
sonstiges Ergebnis 0 0 -36
Gesamtergebnis 0 0 -36
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0 0 0
Stand am 30.09.2017 0 0 65
Stand am 1.10.2017 0 0 65
Gewinnausschüttungen 0 0 0
0 0 0
Konzernergebnis 0 0 0
sonstiges Ergebnis 0 4.855 -29
Gesamtergebnis 0 4.855 -29
Zuführung Kapital-RL 0 0 0
sukzessiver Erwerb -16.189 0 0
-16.189 0 0
Stand am 30.09.2018 -16.189 4.855 36
Mutterunternehmen
übriges Konzerneigenkapital
davon Neubewertungsrücklage Pensionsrückstellungen
T€
davon Rücklage aus Sicherungsgeschäften Matif
T€
Summe übriges Konzerneigenkapital
T€
Stand am 1.10.2016 -19.106 -136 -19.141
Gewinnausschüttungen 0 0 0
0 0 0
Konzernergebnis 0 0 0
sonstiges Ergebnis 3.815 369 4.148
Gesamtergebnis 3.815 369 4.148
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0 0 0
Stand am 30.09.2017 -15.291 233 -14.993
Stand am 1.10.2017 -15.291 233 -14.993
Gewinnausschüttungen 0 0 0
0 0 0
Konzernergebnis 0 0 0
sonstiges Ergebnis 187 1.384 6.397
Gesamtergebnis 187 1.384 6.397
Zuführung Kapital-RL 0 0 0
sukzessiver Erwerb 0 0 -16.189
0 0 -16.189
Stand am 30.09.2018 -15.104 1.617 -24.785
Mutterunternehmen Minderheitengesellschafter Konzern
Summe Anteile der Gesellschafter des Mutterunternehmens Minderheitenkapital Konzerneigenkapital
T€ T€ T€
Stand am 1.10.2016 107.723 5.978 113.701
Gewinnausschüttungen -20.000 0 -20.000
-20.000 0 -20.000
Konzernergebnis 10.292 946 11.238
sonstiges Ergebnis 4.148 0 4.148
Gesamtergebnis 14.440 946 15.386
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0 0 0
Stand am 30.09.2017 102.163 6.924 109.087
Stand am 1.10.2017 102.163 6.924 109.087
Gewinnausschüttungen -7.200 -2.400 -9.600
-7.200 -2.400 -9.600
Konzernergebnis 5.813 0 5.813
sonstiges Ergebnis 6.397 0 6.397
Gesamtergebnis 12.210 0 12.210
Zuführung Kapital-RL 11.400 0 11.400
sukzessiver Erwerb -16.189 -4.524 -20.713
-4.789 -4.524 -9.313
Stand am 30.09.2018 102.384 0 102.384

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG VOM 1. OKTOBER 2017 bis 30. SEPTEMBER 2018

in TEUR Anhang 1.10.2017 -30.9.2018 1.10.2016 -30.9.2017
Konzernergebnis 7.12 5.813 11.238
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 8.5 8.652 8.543
Abnahme(-)/Zunahme(+) der langfristigen Rückstellungen 7.15 -3.758 -9.526
Latente Steuern 7.3 11.602 1.160
Erhöhung(+)/Verminderung(-) nicht zahlungswirksamer Aufwendungen und Erträge 7.13 1.466 4.146
Gewinne(-)/ Verluste(+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens aus dem fortgeführten Geschäftsbereich -151 191
Zunahme(-)/Abnahme(+) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie sonstiger Vermögenswerte 7.4 - 7.7 26.229 -40.433
Zunahme(+)/Abnahme(-) der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Schulden 7.17 - 7.22 -8.110 958
Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit 41.742 -23.723
davon aufgegebene Geschäftsbereiche
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 7.1 -32.291 -14.162
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 7.1 -2.536 -1.530
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 7.2 -859 -642
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 7.1 188 157
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 7.2 924 714
Einzahlungen aus der Tilgung von Gesellschafterdarlehen 0 15.000
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -34.574 -463
davon aufgegebene Geschäftsbereiche
Auszahlungen an fremde Gesellschafter -23.113 0
Einzahlungen aus Kapitalzuführungen 7.11 11.400 0
Auszahlungen an Aktionäre 7.12 -7.200 -20.000
Tilgung langfristiger Kredite 0 -29.565
Aufnahme langfristiger Kredite 7.17 50.000 0
Einzahlungen im Zusammenhang mit dem ABS-Finanzierungsprogramm 7.17 6.713 0
Aufnahme/Verminderung der kurzfristigen Kredite 7.19 -13.623 36.946
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 24.177 -12.619
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 31.345 -36.805
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 131 36.936
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 31.476 131
Zusätzliche Angaben
Im Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit sind folgende Zahlungsströme enthalten:
Erhaltene Ertragsteuern 78 127
Gezahlte Ertragsteuern -304 -1.563
Erhaltene Zinsen 12 121
Gezahlte Zinsen -889 -875

Anhang zum Konzernabschluss zum 30. September 2018

1. Grundlagen des Konzernabschlusses

Die GoodMills Deutschland GmbH (nachstehend Gesellschaft, GM DE GmbH oder GmbH genannt) ist die geschäftsleitende Holding des GoodMills Deutschland Konzerns mit Sitz am Haulander Hauptdeich 2 in Hamburg, Deutschland, eingetragen im Handelsregister Hamburg unter HRB 133482. Der Konzern ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung hochwertiger und anwendungsindividueller Getreidemahlerzeugnisse. Der Konzernabschluss ist in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB in der Fassung des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes vom 11.04.2017 anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt worden. Es werden grundsätzlich alle bis zum Tag der Aufstellung des Konzernabschlusses von der EU übernommenen IFRS angewendet, sofern nicht der jeweilige IFRS eine Anwendung erst auf nach dem 1. Oktober 2016 beginnende Geschäftsjahre vorsieht.

Die Gesellschaft ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der GoodMills Group GmbH, Wien, Österreich, die ihrerseits wiederum eine 100%-ige Tochtergesellschaft der LEIPNIK LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft (LLI), Wien, Österreich, ist. Die GM DE GmbH und ihre Tochtergesellschaften werden im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der LLI einbezogen. Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den der Konzern der GM DE GmbH einbezogen ist, stellt die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H., Wien, Österreich, als oberste Muttergesellschaft auf. Zwischen der GM DE GmbH und der obersten Muttergesellschaft bestehen keine Geschäftsbeziehungen.

Das Geschäftsjahr der Muttergesellschaft beginnt am 1. Oktober eines Jahres und endet am 30. September des darauffolgenden Jahres. Damit entspricht das Geschäftsjahr der GM DE GmbH dem der GoodMills Group GmbH und dem der LLI. Die einbezogenen Tochtergesellschaften haben gleichlautende Geschäftsjahre.

2. Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bei der Kapitalflussrechnung ist der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode aufgestellt. Die übrigen beiden Cash Flows werden direkt dargestellt. Der Konzernabschluss ist in der funktionalen Währung Euro (EUR) aufgestellt und in Einheiten von Tausend-Euro (TEUR) dargestellt, da den meisten Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt.

Die bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses angewandten grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unten aufgeführt und nach den gleichen Grundsätzen wie im Vorjahr fortgeführt worden, soweit nicht neue oder überarbeitete IFRS eine abweichende Bilanzierung oder Bewertung bedingen.

Die nachfolgend beschriebenen Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen mit einer möglichen Auswirkung auf den Konzernabschluss der GoodMills Deutschland GmbH waren im Konzernabschluss zum 30. September 2018 erstmals verpflichtend umzusetzen:

Mit der Änderung des IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" werden die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens verbessert. Das Unternehmen macht Angaben über die Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte werden ebenfalls in die Angaben einbezogen (z.B. Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften).

Es werden zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, währungskursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und übrige Änderungen angegeben.

Die Angaben werden in Form einer Überleitungsrechnung vom Anfangsbestand in der Bilanz bis zum Endbestand in der Bilanz dargestellt.

Die Änderungen des IAS 12 Ertragsteuern verdeutlichen die Bilanzierung der latenten Steueransprüche für nicht realisierte Verluste bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten. Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der GoodMills Deutschland GmbH.

Durch die Annual Improvements to IFRSs (2014-2016) wurden drei IFRSs geändert, von denen nur die des IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" in 2017 anzuwenden war. In IFRS 12 wird klargestellt, dass die Angaben nach IFRS 12 grundsätzlich auch für solche Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen gelten, die als zur Veräußerung gehalten im Sinne des IFRS 5 klassifiziert werden; eine Ausnahme hiervon bilden die Angaben nach IFRS 12.B10-B16 (Finanzinformationen).

Diese Änderung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der GoodMills Deutschland GmbH.

Die nachfolgend beschriebenen Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen mit einer möglichen Auswirkung auf den Konzernabschluss der GoodMills Deutschland GmbH sind zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses bereits in EU-Recht übernommen und erstmals in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Der IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden" einschließlich der Änderungen des IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme".

Der Änderungsstandard enthält über Klarstellungen hinausgehend zwei weitere Erleichterungen zur Reduzierung der Komplexität und der Kosten der Umstellung auf den neuen Standard. Diese betreffen Wahlrechte bei der Darstellung von Verträgen, die entweder zu Beginn der frühesten dargestellten Periode abgeschlossen sind oder die vor Beginn der frühesten dargestellten Periode geändert wurden.

Der Konzern hat sein Implementierungsprojekt für die Bilanzierung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden abgeschlossen. Wir erwarten keine wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Praxis unter IAS 18.

Der Konzern hat sich dazu entschieden, beim Übergang auf IFRS 15 die modifiziert retrospektive Methode, nach der die kumulierten Anpassungsbeträge zum 1. Oktober 2018 erfasst werden, in seinem Konzernabschluss anzuwenden.

Der IFRS 9 "Finanzinstrumente" ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39.

IFRS 9 enthält einen neuen Einstufungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte, welcher das Geschäftsmodell (held-to-collect, held-to-collect and- sell, other), in dessen Rahmen die Vermögenswerte gehalten werden, sowie die Eigenschaften ihrer Cashflows (SPPI Kriterium) widerspiegelt. Die Finanzinstrumente des Konzerns wurden entsprechend inventarisiert, den Geschäftsmodellen zugeordnet und die Bewertungskategorien nach IFRS 9 festgelegt. Die wesentliche Veränderung für die GoodMills Deutschland liegt in der Umkategorisierung der in das ABS Programm einbezogenen Forderungen, welche künftig als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" erfasst werden müssen. Da der beizulegende Zeitwert aufgrund der hohen Kundenbonität sowie den derzeitig nahezu vernachlässigbaren Abzinsungssätzen näherungsweise dem derzeitigen Buchwert der Forderungen entspricht, erwartet der Konzern aus der Umklassifizierung jedoch keine signifikanten quantitativen Effekte.

Für die Ermittlung von Wertminderungen ersetzt der Standard das Modell der Berücksichtigung eingetretener Verluste (incurred loss model) durch das Modell der Berücksichtigung erwarteter Verluste (expected loss model). Das neue Wertminderungsmodell gilt für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden. Nach IFRS 9 werden Wertberichtigungen entweder auf der Grundlage der erwarteten 12-Monats-Kreditausfälle oder auf der Grundlage der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit des Vermögenswerts bewertet. Hierbei ist in jedem Fall eine Berücksichtigung zukunftsgerichteter, makroökonomischer Informationen erforderlich. Die Erfassung der Wertminderung in Höhe des gesamten über die Restlaufzeit erwarteten Verlusts hat für jene Instrumente zu erfolgen, deren Ausfallrisiko sich seit Zugang signifikant erhöht hat. Durch die aus IFRS 9 resultierende Umklassifizierung der Forderungen LuL in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" sind diese aus dem Anwendungsbereich des neuen Wertminderungskonzeptes ausgeschlossen. Bei der GoodMills Deutschland GmbH verbleiben somit die Liquiden Mittel sowie die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Anwendungsbereich der Wertminderungsvorschriften. Angesichts der hohen Bonität der Vertragspartner sowie der definitionsgemäß kurzfristigen Verfügbarkeiten bzw. Vertragslaufzeiten ist die für diese Vermögenswerte künftig zu erfassende Wertminderung nach heutigem Kenntnisstand von unwesentlicher Höhe. Die Auswirkungen der Neuregelungen werden somit als gering eingestuft.

Im Bereich der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen geht der Konzern derzeit davon aus, dass alle bestehenden designierten Sicherungsbeziehungen die Vorschriften des IFRS 9 erfüllen und fortgeführt werden können. Ab dem 01. Oktober 2018 wird die GoodMills Deutschland die durch den IFRS 9 neu geschaffenen Designationsmöglichkeiten für finanzielle Sicherungsbeziehungen ausschöpfen und die Matif-Komponente der Warentermingeschäfte als isolierte Risiko-Komponente in das Hedge Accounting designieren. Hieraus ist eine Reduktion von bisher auftretenden Ineffektivitäten aus Rohstoff-Sicherungsbeziehungen zu erwarten. Darüber hinaus wird die GoodMills Deutschland GmbH ab dem 01. Oktober 2018 ihre Sicherungsaktivitäten im Bereich der Wechselkursrisiken als Cashflow Hedges designieren.

Letztendlich führt IFRS 9 neue Ausweisvorschriften und Anhangangaben ein, insbesondere zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen, zum Kreditrisiko und zu erwarteten Kreditausfällen. Zum momentanen Zeitpunkt erfolgt im Konzern die Identifizierung der erforderlichen Datenbasis und der Abgleich mit dem bisherigen Verfahren.

IFRIC 22 adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen. Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist danach der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert bzw. Schuld erstmals erfasst wird.

Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung dieser neuen Interpretation auf den Konzernabschluss der GoodMills Deutschland GmbH wird derzeit geprüft.

Im Rahmen des "annual improvement project - Improvements to IFRS (2014-2016)" wurden neben der bereits genannten Änderung des IFRS 12 Änderungen an zwei weiteren Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS/IAS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Betroffen sind die Standards IFRS 1 und IAS 28.

Darüber hinaus betreffen eine Reihe von Änderungen einzelner Standards die Standards IFRS 2, IFRS 4 und IAS 40.

Diese Änderungen von Standards haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der GoodMills Deutschland GmbH.

Die nachfolgend beschriebenen Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen mit einer möglichen Auswirkung auf den Konzernabschluss der GoodMills Deutschland GmbH sind zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses bereits in EU-Recht übernommen und erstmals in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen.

IFRS 16 "Leasingverhältnisse" ersetzt die vorhandenen Regelungen zu Leasingverhältnissen, inklusive IAS 17 Leasingverhältnisse, IFRIC 4 Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, SIC 15 OperatingLeasingverhältnisse und SIC 27 Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen.

Der Standard ist erstmalig anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist erlaubt, wenn das Unternehmen IFRS 15 vor oder am Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 16 anwendet.

IFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (right-of-use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem derzeitigen Standard - das heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse einstufen.

Der Konzern hat eine erste Beurteilung der möglichen Auswirkungen auf seinen Konzernabschluss abgeschlossen, eine detaillierte Beurteilung ist noch nicht abgeschlossen.

Bislang wurde als wesentlichste Auswirkung identifiziert, dass der Konzern neue Vermögenswerte und Schulden für seine Operating-Leasingverhältnisse über Warenlager und Produktionsstätten erfassen wird. Zum 30. September 2018 betragen die künftigen Mindestleasingzahlungen für nicht kündbare Operating-Leasingverhältnisse (auf nicht abgezinster Basis) EUR 6,7 Mio., die Zinssätze für Immobilien betragen 1,52% und für Mobilien 2,0%.

Darüber hinaus wird sich die Art der Aufwendungen, die mit diesen Leasingverhältnissen verbunden sind, jetzt ändern, da IFRS 16 die linearen Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse durch einen Abschreibungsaufwand für Nutzungsrechte (right-of-use assets) und Zinsaufwendungen für Schulden aus dem Leasingverhältnis ersetzt.

Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanzierungs-Leasingverhältnisse des Konzerns erwartet.

Als Leasingnehmer kann der Konzern den Standard nach einem der nachstehenden Ansätze anwenden:

retrospektiver Ansatz oder

modifizierter retrospektiver Ansatz mit optionalen praktischen Vereinfachungsregeln.

Der Leasingnehmer wendet die gewählte Methode stetig auf alle seine Leasingverhältnisse an.

Der Konzern beabsichtigt, IFRS 16 erstmalig zum 1. Oktober 2018 unter Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode anzuwenden. Aus diesem Grund wird der kumulative Effekt aus der Anwendung von IFRS 16 als eine Anpassung der Eröffnungsbilanzwerte der Gewinnrücklagen zum 1. Oktober 2018 erfasst ohne eine Anpassung der Vergleichsinformationen.

Die Anpassungen des IFRS 9 "Finanzinstrumente" betreffen eine begrenzte Anpassung der für die Klassifikation von finanziellen Vermögenswerten relevanten Beurteilungskriterien. Finanzielle Vermögenswerte mit einer negativen Vorfälligkeitsentschädigung ("prepayment feature with negative compensation") dürfen unter bestimmten Voraussetzungen zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis anstatt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.

Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

Die nachfolgend beschriebenen Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen mit einer möglichen Auswirkung auf den Konzernabschluss der GoodMills Deutschland GmbH sind zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses noch nicht in EU-Recht übernommen worden und sind, vorbehaltlich der Übernahme in EU-Recht frühestens erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen:

Die Änderungen des IAS 28 "Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen" enthalten eine Klarstellung, dass IFRS 9 auf langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden ist, deren Bilanzierung nicht nach der Equity-Methode erfolgt (Erstanwendung voraussichtlich für ab 01. Januar 2019 beginnende Geschäftsjahre).

IFRIC 23 "Uncertainty over Income Tax Treatments" ergänzt die Regelungen in IAS 12 hinsichtlich der Berücksichtigung von Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von Sachverhalten und Transaktionen. (Erstanwendung voraussichtlich für ab 01. Januar 2019 beginnende Geschäftsjahre).

Durch die Annual Improvements to IFRSs (2015-2017) wurden vier IFRSs geändert. Die Änderungen betreffen Klarstellungen und Änderungen in Bezug auf die bestehenden Regelungen. Betroffen sind die Standards IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23. (Erstanwendung voraussichtlich für ab 01. Januar 2019 beginnende Geschäftsjahre).

IFRS 17 "Versicherungsverträge" ersetzt IFRS 4 "Versicherungsverträge" und macht damit erstmals einheitliche Vorgaben für den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung von und Anhangangaben zu Versicherungsverträgen, Rückversicherungsverträgen sowie Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung (Erstanwendung voraussichtlich für ab 01. Januar 2021 beginnende Geschäftsjahre).

Die Änderungen von IFRS 10 und IAS 28 adressieren eine bekannte Inkonsistenz zwischen den Vorschriften des IFRS 10 und des IAS 28 (2011) für den Fall der Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen bzw. der Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen (Erstanwendung auf unbestimmte Zeit verschoben).

Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung dieser neuen Standards bzw. Änderungen bestehender Standards und Interpretationen auf den Konzernabschluss der GoodMills Deutschland GmbH werden derzeit geprüft.

3. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben der GoodMills Deutschland GmbH alle jene Gesellschaften einbezogen, bei denen die GoodMills Deutschland GmbH unmittelbar oder mittelbar über die wirtschaftliche Kontrolle verfügt. Die Abbildung des sukzessiven Erwerbs von Minderheitenanteilen erfolgt ergebnisneutral im übrigen Eigenkapital unter Bildung einer entsprechenden Rücklage in Höhe der Differenz zwischen dem Kaufpreis für den Erwerb der Minderheitenanteile und deren Buchwert am letzten Abschlussstichtag abzüglich der bis zum Erwerbszeitpunkt an die Minderheiten gezahlten Dividenden.

Grundsätzlich ausgenommen hiervon sind solche Tochtergesellschaften, die für sich allein und insgesamt von untergeordneter Bedeutung für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind. Zum Bilanzstichtag werden 6 (30.9.2017: 9) Unternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Folgende Gesellschaften sind in den Konzernabschluss einbezogen:

Name Sitz Konzernanteil
%
Unternehmen
GoodMills Deutschland GmbH Hamburg M
Kampffmeyer Mühlen GmbH Hamburg 100,00 T
Müller´s Mühle GmbH Gelsenkirchen 100,00 T
AURORA MÜHLEN GMBH Hamburg 100,00 T
VK Grundbesitz GmbH Hamburg 100,00 T
GoodMills Innovation GmbH Hamburg 100,00 T

M = Mutterunternehmen

T= Tochterunternehmen

Im Geschäftsjahr wurde mit Wirkung zum 01.10.2017 die Aurora Mühle Hamburg GmbH sowie die Nordland Mühlen GmbH auf die GoodMills Deutschland GmbH verschmolzen. Im gleichen Zusammenhang wurde ebenfalls die Mecklenburger Elde-Mühlen GmbH auf die Kampffmeyer Mühlen GmbH verschmolzen.

Mit notariellem Kaufvertrag vom 20. Oktober 2017 hat die GoodMills Deutschland GmbH den von der Palsgaard A/S mit Sitz in Juelsminde, Dänemark, gehaltenen 40 %-Anteil an der GoodMills Innovation GmbH, Hamburg, erworben und hält nunmehr 100% der Anteile an der GoodMills Innovation GmbH. Der Kaufvertrag stand unter der aufschiebenden Bedingung der Zustimmung durch das Bundeskartellamt in Bonn sowie die Bundeswettbewerbsbehörde der Republik Österreich. Diese wurden am 23.11.2017 sowie am 28.11.2017 erteilt. Die Kaufpreiszahlung erfolgte vereinbarungsgemäß am 7. Dezember 2017. Im weiteren Verlauf wurde zwischen der GoodMills Deutschland GmbH und der GoodMills Innovation GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften Kampffmeyer Mühlen GmbH, Müller`s Mühle GmbH, AURORA MÜHLEN GMBH, GoodMills Innovation GmbH und VK Grundbesitz GmbH haben die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB ganz in Anspruch genommen.

4. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs die Werte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Gemäß IFRS werden Geschäftswerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst. Eine spätere Wertaufholung findet nicht statt.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt.

Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern angewandten anzugleichen.

5. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer innerhalb von 5 Jahren abgeschrieben, der Amortisationssatz beträgt 20%. Immaterielle Vermögenswerte, deren Nutzungsdauer unbestimmt ist (z.B. bestimmte Marken und Geschäftswerte), werden seit dem 1. Januar 2003 nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Sie werden mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit geprüft bzw. auch dann, wenn Ereignisse eine Wertminderung auslösen könnten.

Aufgrund der geplanten Umstellung in den Mühlenstandorten der Gruppe wurde im Geschäftsjahr ein SAP Inhouse-Rollout-Team etabliert. Die selbst erstellten immateriellen Vermögengegenstände werden mit den anteiligen Kosten angesetzt und in den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau ausgewiesen, da das Projekt zum Stichtag noch nicht in Betrieb genommen wurde.

Sachanlagen

Die Bestimmung des Bruttowertes ergibt sich aus den Aufwendungen, die geleistet werden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, soweit sie dem Vermögenswert einzeln zugeordnet werden können. Zu den Anschaffungskosten gehören auch die Nebenkosten sowie die nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen sind abzusetzen.

Nach dem erstmaligen Ansatz als Vermögenswert ist eine Sachanlage zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und der kumulierten Wertminderungsaufwendungen anzusetzen. Staatliche Zuschüsse und Zulagen werden von den Anschaffungskosten gekürzt. Fremdkapitalkosten, die der Anschaffung oder Herstellung so genannter qualifizierter Vermögenswerte (Bau neuer Produktionsstätten bzw. wesentlicher Ergänzungsinvestitionen mit einer Bauzeit von mehr als einem Jahr) zugerechnet werden können, werden bis zur Fertigstellung als Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten aktiviert. Der Fremdkapitalkostensatz ermittelt sich als gewogener Durchschnitt der Fremdkapitalkosten der aufgenommenen Fremdfinanzierung. Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die allgemeinen Aktivierungskriterien wie Nutzenzufluss und Bestimmbarkeit der zurechenbaren Kosten erfüllt sind.

Die Abschreibung erfolgt in der Weise, dass die Kosten oder der Wertansatz von Vermögenswerten, mit Ausnahme von Grundstücken oder Anlagen im Bau, über deren voraussichtliche Nutzungsdauer linear auf folgender Grundlage verteilt werden:

Gebäude 2,5%
Technische Anlagen und Maschinen 4 - 10%
Büro- und Geschäftsausstattung 10 - 25%

Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene bilanzierte Vermögenswerte werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer auf derselben Grundlage wie eigene Vermögenswerte oder, falls diese kürzer ist, über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses abgeschrieben.

Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten unter Berücksichtigung eines Geschäfts- oder Firmenwerts

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern gemäß den Vorschriften des IAS 36 die Buchwerte seiner Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf bei diesen Vermögenswerten gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang des eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer, noch nicht nutzbaren immateriellen Vermögenswerten sowie zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, werden jedes Jahr Wertminderungstests durchgeführt. Dies gilt auch bei Anzeichen für eine Wertminderung.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungswert und dem Wert des erwarteten Mittelzuflusses aus der Nutzung des Vermögenswertes. Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes (oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Bei anschließender Umkehrung einer Wertminderung wird der Buchwert des Vermögenswertes (oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) auf den neu geschätzten erzielbaren Betrag erhöht. Eine Umkehrung des Wertminderungsaufwandes wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Leasingverhältnisse

Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene Vermögenswerte werden als Vermögenswerte des Konzerns mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, falls dieser niedriger ist, zu Beginn des Leasingverhältnisses erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasing erfasst. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und Verminderung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Zu den Finanzinstrumenten gehören sowohl die originären Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Finanzforderungen und Finanzverbindlichkeiten als auch die derivativen Finanzinstrumente.

Finanzielle Vermögenswerte

Die Bilanzierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgen nach IAS 39. Demnach werden finanzielle Vermögenswerte in der Konzernbilanz angesetzt, wenn dem GoodMills Deutschland Konzern ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten/Schulden erfolgen zum Handelstag. Dies ist der Tag des Kaufs oder Verkaufs eines Vermögenswertes/einer Schuld, an dem die Vertragsbedingungen eine Lieferung des Vermögenswertes/der Schuld innerhalb des für den betroffenen Markt üblichen Zeitrahmens vorsehen.

Die Kategorisierung hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab und erfolgt bei Zugang.

Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Unverzinsliche oder unterverzinsliche Forderungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cash Flows angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den nachstehenden Kategorien:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial Instruments Held for Trading): Änderungen des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte dieser Kategorie werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung bzw. Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Darunter fallen die derivativen Finanzinstrumente, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert werden müssen. Im GoodMills Deutschland Konzern ist dieser Kategorie ein Zinscap und Rohstofftermingeschäfte zur Einstandspreisoptimierung zugeordnet. Von der Fair Value Option wird im GoodMills Deutschland Konzern kein Gebrauch gemacht.

bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Held-to-Maturity Investments): Dies können an einem aktiven Markt notierte Fremdkapitalinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit sein, sofern sie objektiv eine feste Laufzeit (Endfälligkeit) aufweisen und die Rückzahlung des Investments außer in Fällen von Bonitäts- oder Liquiditätsproblemen des Emittenten nicht gefährdet ist. Zusätzlich muss die Absicht und Fähigkeit des Unternehmens bestehen, den Wert bis zur Endfälligkeit zu halten. Die Bewertung erfolgt in den Folgeperioden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten. Derzeit sind im GoodMills Deutschland Konzern keine Finanzinstrumente dieser Kategorie zugeordnet.

Kredite und Forderungen (Loans and Receivables): Notwendige Voraussetzung für die unter diese Kategorie fallenden Vermögenswerte und Schulden sind feste oder bestimmbare Zahlungen und die fehlende Notierung an einem aktiven Markt. Des Weiteren darf weder eine kurzfristige Veräußerungsabsicht bestehen, noch die Option zur Designation als veräußerbarer Wert genutzt werden oder die Rückzahlung des Instruments aus anderen Gründen als eines Bonitäts- oder Liquiditätsproblems des Schuldners gefährdet sein. Die Finanzinstrumente dieser Kategorie werden zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im GoodMills Deutschland Konzern sind dieser Kategorie die sonstigen Ausleihungen, die Forderungen und die sonstigen finanziellen Vermögenswerte zugeordnet.

Die Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" stellt im GoodMills Deutschland Konzern die Residualgröße der originären finanziellen Vermögenswerte dar, die in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen und keiner anderen Kategorie zugeordnet wurden. Darunter fallen festverzinsliche Wertpapiere, die der Absicherung einer Rentenverpflichtung dienen. Unrealisierte Verluste und Gewinne werden bis zur Realisierung direkt in der Neubewertungsrücklage des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt in den Folgeperioden zu ihrem beizulegenden Zeitwert. Des Weiteren entfallen in diese Kategorie Anteile an verbundenen Unternehmen, die nicht konsolidiert werden, sowie Beteiligungen an Unternehmen mit einer Beteiligungsquote von unter 50%, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht nach der "at equity-Methode" bewertet werden oder für die aufgrund fehlenden maßgeblichen Einflusses eine Bewertung nach "at-equity-Methode" nicht in Frage kommt. Soweit die Ermittlung eines beizulegenden Zeitwertes nicht verlässlich bestimmbar ist, erfolgt die Bewertung mit fortgeführten Anschaffungskosten. Hinsichtlich der abweichend zum Vorjahr nunmehr möglichen verlässlichen Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes für zwei Beteiligungen und der Auswirkungen auf den Konzernabschluss wird auf Abschnitt 7.2 verwiesen.

In den Finanzanlagen wurden bisher die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 91 (Vorjahr TEUR 109) gegenüber der Provinzial Versicherung aus der Gesellschaft Eidermühle GmbH, die auf die Kampffmeyer Mühlen GmbH im Jahre 2013 verschmolzen wurde, geführt. Im Zuge einer einheitlichen Bilanzierung wird dieser Sachverhalt nun saldiert mit der Rückstellung für Altersteilzeit ausgewiesen.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. In Fällen, wo objektive oder substanzielle Hinweise auf eine Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten vorliegen, werden entsprechende Wertberichtigungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und auf separaten Wertberichtigungskonten ausgewiesen.

Bei diesen finanziellen Vermögenswerten einschließlich der als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Wertpapiere des Anlagevermögens können objektive Hinweise für eine Wertminderung im Folgenden bestehen:

erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten oder der Gegenpartei;

Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen;

erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Kreditnehmer in Insolvenz oder in ein sonstiges Sanierungsverfahren geht.

Bei Wegfall der Gründe für eine Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung. Sofern es sich nicht um Eigenkapitalinstrumente der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" handelt, erfolgt diese erfolgswirksam.

Vorräte

Vorräte sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der Methode des gewichteten Durchschnitts berechnet. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis abzüglich aller geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung sowie der Kosten für Marketing, Verkauf und Vertrieb dar.

Die fertigen und auch die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich anteiliger Abschreibungen auf das Anlagevermögen bewertet. Aus dem Herstellungsprozess kommt es in Übereinstimmung mit IAS 23 nicht zu einer Aktivierung der Zinsen. Zusätzlich werden anteilige produktionsbezogene Verwaltungsgemeinkosten in die Bewertung einbezogen. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern erforderlich erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren Nettoveräußerungserlös. Das Niederstwertprinzip orientiert sich ausschließlich am Absatzmarkt für die aus den Rohstoffen hergestellten Erzeugnisse.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten keine Zinsen und sind zum Nominalwert, vermindert um angemessene Wertberichtigungen für geschätzte uneinbringliche Beträge angesetzt. Dabei entsprechen die Nominalwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden über ein Wertberichtigungskonto erfasst. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderungen berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab.

Mit Abschluss eines Rahmenforderungsverkauf- und -verwaltungsvertrag vom 19. September 2013 mit Vertragsänderung vom 25. September 2015 mit der Belvedere Financing S.A., Luxembourg wird der GoodMills Deutschland GmbH und deren Tochtergesellschaften die Möglichkeit eingeräumt, während der Laufzeit des Rahmenvertrags regelmäßig dem Vertragspartner Handelsforderungen und dazugehörige Sicherheiten aus dem eigenen Geschäftsbetrieb zum Ankauf und zur Abtretung anzubieten. Die jeweils angebotenen Forderungen und die dazugehörigen Sicherheiten sollen bestimmte Auswahlkriterien erfüllen. Bei der Kaufpreisberechnung werden Abschläge für Ausfall- und Forderungsverwässerungsrisiken sowie Finanzierungs- und sonstige Kosten der Gesellschaft in Rechnung gestellt. Die einbehaltenen Abschläge werden zum überwiegenden Teil als sonstige finanzielle Vermögenswerte in der Bilanz ausgewiesen. Die vom Konzern verkauften und abgetretenen Forderungen werden weiterhin für den Käufer eingezogen und verwaltet.

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung gegen Risiken aus Währungs-, Rohstoffpreis- und Zinsschwankungen ein. Diese Strategie ist Bestandteil des Risikomanagements und hat zum Ziel, Wertänderungs- oder Zahlungsstromrisiken aus einem Grundgeschäft durch Abschluss eines Gegengeschäfts zu kompensieren. In einem geringen Umfang werden darüber hinaus derivative Finanzinstrumente auch zur Einstandspreisoptimierung eingesetzt. Dabei kommen ausschließlich marktgängige Instrumente mit ausreichender Marktliquidität zum Einsatz. Des Weiteren handelt es sich bei den Kontrakten fast ausschließlich um standardisierte Rahmenverträge für Finanztermingeschäfte. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt einer ständigen Risikokontrolle.

Das Risiko zukünftig steigender Zinszahlungen für einen Teil des Konsortialkredits wird durch einen Zinscap gesichert.

Fest kontrahierte Rohstoffeinkaufskontrakte werden durch Devisentermingeschäfte gegen Verluste aus Wechselkursschwankungen gesichert.

Der GoodMills Deutschland Konzern sichert einen Teil seines Rohstoffeinkaufs über Warenfutures gegen das Risiko steigender Preise ab, wenn die physisch tatsächlich benötigte Menge nicht anderweitig durch Rohstoffeinkaufskontrakte gesichert werden kann. Steigt der Einkaufspreis für Rohstoffe, so steigt korrespondierend dazu der Wert des Termingeschäfts. Mit dem Erlös aus dem Verkauf des Termingeschäfts wird der höhere Bezugspreis für die tatsächliche physische Lieferung bezahlt, sodass sich für den GoodMills Deutschland Konzern im Ergebnis ein Einkaufspreis ergibt, der dem zum Zeitpunkt des Abschlusses des Sicherungsgeschäfts entspricht. Als Grundgeschäft ist der geplante Einkauf von Rohstoffen zum benötigten Zeitpunkt anzusehen. Es handelt sich somit um eine hochwahrscheinlich erwartete Transaktion.

Derivate werden erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu jedem Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert fortgeschrieben.

Der beizulegende Zeitwert des Derivats kann positiv oder negativ sein. Kann der beizulegende Zeitwert eines Derivats nicht aus einem Marktpreis abgeleitet werden, so wird er nach anerkannten Bewertungsverfahren ermittelt. Als Eingangsparameter für diese Modelle werden, soweit wie möglich, die am Bilanzstichtag beobachteten relevanten Marktpreise und Zinssätze verwendet, die von anerkannten Quellen bezogen werden.

Hedge Accounting

Sicherungsbeziehungen werden nach den Regeln des Hedge Accountings gemäß IAS 39 abgebildet, wenn die Anforderungen an ihre Dokumentation sowie die Bestimmung der Effektivität erfüllt sind. GM DE GmbH designiert einzelne Derivate zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos fester Verpflichtungen und von Zahlungsströmen für künftige Rohstoffeinkäufe.

Um die Effektivität des jeweiligen Sicherungsgeschäfts im Währungsbereich zu gewährleisten, erfolgt prospektiv ein qualitativer Test in Form einer Abstimmung der bewertungsrelevanten Kontraktspezifika von Grund- und Sicherungsgeschäft (Critical Term Match). Eine retrospektive Beurteilung der Effektivität findet mittels Dollar-Offset-Verfahren statt. Die Effektivitätsmessungen der Rohstofftermingeschäfte erfolgen sowohl im prospektiven als auch im retrospektiven Test auf Basis von Regressionsanalysen.

Die Absicherung des Währungsrisikos einer bilanzunwirksamen Verpflichtung wird entsprechend dem Wahlrecht gemäß IAS 39.87 als Fair Value Hedge klassifiziert. Die aus dem Sicherungsgeschäft resultierenden Gewinne oder Verluste werden sofort ergebniswirksam erfasst. Korrespondierend dazu wird die auf das abgesicherte Risiko entfallende Wertänderung des Grundgeschäfts ebenfalls ergebniswirksam vereinnahmt.

Die Absicherung von Preisänderungsrisiken aus der Beschaffung von Rohstoffen wird als Cash Flow Hedge bilanziert. Mittels der im Cash Flow Hedge Accounting designierten Rohstoffsicherungsgeschäfte werden Zahlungsströme für künftige Rohstoffeinkäufe für die kommenden 24 Monate gesichert. Dabei wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments nach Berücksichtigung latenter Steuern in einer "Rücklage aus Sicherungsgeschäften Matif" im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil des Bewertungsergebnisses wird hingegen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Für die den gesicherten Zahlungsströmen zu grunde liegenden Geschäfte ändern sich die allgemeinen Bilanzierungsregeln nicht. Nach Beendigung der Sicherungsbeziehung werden die in der Rücklage erfassten Beträge immer dann in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, wenn Ergebnisse im Zusammenhang mit dem Grundgeschäft erfolgswirksam werden.

Liquide Mittel

Liquide Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Umrechnungskurs am Bilanzstichtag bewertet. Erträge und Aufwendungen, die sich aus der Umrechnung ergeben, werden erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erfasst.

Die für die GM DE GmbH wesentlichen Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
Land 1 EUR = 30.9.2018 30.9.2017 2017/2018 2016/2017
Polen PLN 4,2774 4,3042 4,2436 4,2931
USA USD 1,1576 1,1806 1,1906 1,1046

Zur Absicherung von bestimmten Währungsrisiken schließt der Konzern Termingeschäfte ab, die in der oben beschriebenen Weise bilanziert werden.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten derivativer Finanzinstrumente zusammen. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der GoodMills Deutschland Konzern eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode (Financial Liabilities at Amortised Cost), wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und werden zu ihrem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen werden entsprechend den Regelungen des IAS 19 bewertet. Die Verpflichtungen der Gesellschaft aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden für jeden leistungsorientierten Plan separat und nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Dabei werden zunächst die in der laufenden Periode und die in früheren Perioden von den Arbeitnehmern -im Austausch für die erbrachten Arbeitsleistungen - erdienten Versorgungsleistungen geschätzt. Diese Versorgungsleistungen werden in einem nächsten Schritt unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method) diskontiert, um den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung, die sogenannte Bruttopensionsverpflichtung, zu ermitteln. Von der Bruttopensionsverpflichtung wird das Planvermögen mit seinem beizulegenden Zeitwert abgezogen. Hieraus ergibt sich die anzusetzende Nettoschuld beziehungsweise der anzusetzende Nettovermögenswert.

Die Gesellschaft bestimmt den Nettozinsaufwand (Nettozinsertrag) durch Multiplikation der Nettoschuld (des Nettovermögenswertes) zu Periodenbeginn mit dem der Diskontierung der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung am Periodenbeginn zugrunde liegenden Zinssatz. Der Diskontierungszinssatz wird auf der Grundlage von Renditen bestimmt, die am jeweiligen Stichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Währung und Laufzeit der zugrunde gelegten Anleihen stimmen mit der Währung und den voraussichtlichen Fristigkeiten der nach Beendigung der Arbeitsverhältnisse zu erfüllenden Versorgungsverpflichtungen überein.

Der Ermittlung der Nettoschuld (des Nettovermögenswertes) liegt zu jedem Abschlussstichtag ein versicherungsmathematisches Gutachten eines qualifizierten versicherungsmathematischen Gutachters zugrunde.

Die Neubewertungskomponente umfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung.

Sämtliche Neubewertungseffekte erfasst die Gesellschaft sofort im sonstigen Ergebnis, wohingegen die übrigen Komponenten des Nettopensionsaufwands (Dienstzeit- und Nettozinskomponente) im Gewinn oder Verlust der Periode Berücksichtigung finden.

Übrige Rückstellungen werden insoweit erfasst, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit mehr als 50% betragen muss. Die Bewertung erfolgt auf Basis des Erfüllungsbetrages mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit oder bei Gleichverteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten mit dem Erwartungswert der Erfüllungsbeträge. Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen werden erfasst, wenn der Konzern einen detaillierten, formalen Restrukturierungsplan aufgestellt hat, der den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist.

Fremdkapitalkosten

Alle Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie angefallen sind, grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Fremdkapitalkosten, die der Anschaffung oder Herstellung qualifizierter Vermögenswerte (Bau neuer Produktionsstätten bzw. wesentlicher Ergänzungsinvestitionen mit einer Bauzeit von mehr als einem Jahr) zugerechnet werden können, werden bis zur Fertigstellung als Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 534 (Vorjahr: TEUR 86) aktiviert, der Finanzierungskostensatz beträgt 1,44%.

Forschung und Entwicklung

Kosten für Forschung und Entwicklung werden im Jahr der Aufwendungen voll der Erfolgsrechnung belastet. Entwicklungskosten für neue Produkte werden nicht aktiviert, da ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen erst nachzuweisen ist, wenn die Produkte schon von dem Markt angenommen worden sind.

Gewinnrealisierung

Erlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren werden realisiert, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden ist und der Gefahren- und Eigentumsübergang erfolgt ist. Rabatte und Preisnachlässe werden berücksichtigt.

Dividendenerträge aus Finanzinvestitionen sowie Zinserträge werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens und auf Grundlage der geltenden bzw. bis zum Bilanzstichtag angekündigten Steuersätze berechnet.

Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in den IFRS- und Steuerbilanzen der konsolidierten Gesellschaften, auf Konsolidierungsvorgänge und auf steuerliche Verlustvorträge berechnet. Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die im Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes Geltung haben. Latente Steuern werden erfolgswirksam erfasst, soweit der zugrunde liegende Geschäftsvorfall nicht außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst wurde.

Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen bzw. Verlustvorträge werden nur angesetzt, sofern ihre Realisierbarkeit hinreichend gesichert erscheint.

Auf temporäre Unterschiede, die aus der Zeitwertbilanzierung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben resultieren, werden latente Steuern bilanziert. Latente Steuern werden auf in der Folgebewertung entstehende temporäre Unterschiede bei derivativen Geschäfts- oder Firmenwerten nur dann angesetzt, wenn die derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte steuerlich geltend gemacht werden können.

Verwendung von Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses fordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Diese Beurteilungen des Managements können sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, auf die Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angabe der Eventualschulden auswirken. Sämtliche Schätzungen sowie Beurteilungen im Rahmen der Bilanzierung und Bewertung werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen als vernünftig zu beurteilen sind.

Die GoodMills Deutschland GmbH ist noch von Verfahren der Kartellbehörde in Frankreich betroffen. Die hierfür im Konzernabschluss erfasste Rückstellung macht eine Einschätzung der wahrscheinlichen Höhe des Bußgelds erforderlich, das bestandskräftig - gegebenenfalls nach Durchführung gerichtlicher Verfahren - festgesetzt werden wird. Die Einschätzung ist somit mit einer erhöhten Unsicherheit verbunden.

Im Zusammenhang mit Kartellverstößen in Deutschland schätzt die Gesellschaft das Risiko aus aktuellen und künftig möglichen Schadenersatzansprüchen als unwahrscheinlich ein und hat daher keine Rückstellungen für mögliche Schadenersatzverpflichtungen diesbezüglich im Konzernabschluss gebildet.

Nutzungsdauern im Anlagevermögen werden aufgrund der auf Erfahrungen beruhenden, betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern festgelegt und in regelmäßigen Abständen anhand der tatsächlichen Verwendungen im Unternehmen überprüft.

Bei Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen ist u. a. der Abzinsungsfaktor eine wichtige Schätzgröße, der sich an den am Bilanzstichtag beobachteten Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmens- und Bankanleihen orientiert. Daneben werden analytisch abgeleitete Annahmen über Pensionseintrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Gehalts- und Rentenerhöhung getroffen.

Die Werthaltigkeit und Beurteilung von Geschäfts- oder Firmenwerten und nicht planmäßig abgeschriebenen immateriellen Vermögenswerten erfolgt auf Basis von Prognoserechnungen für die Cash Flows der Zahlungsmittel generierenden Einheiten.

Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit die Realisierung künftiger Steuervorteile wahrscheinlich ist, wobei die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation für die Nutzung der Steuervorteile von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen kann.

Kapitalmarktannahmen und Zukunftsprognosen sowie die Buchwerte der Vermögenswerte bzw. Schulden sind bei den jeweiligen Bilanzposten erläutert.

Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Sollten sich Rahmenbedingungen entgegen unserer ursprünglichen Annahme verändern, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Tritt dieser Fall ein, erfolgt eine Anpassung der Annahmen. Es ist insoweit möglich, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine Anpassung des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird.

6. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des GoodMills Deutschland Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird nach Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Während die Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit indirekt aus den Veränderungen der einzelnen Positionen der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet werden, sind die Zahlungsströme aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit direkt ermittelt worden. Der Finanzmittelfonds enthält Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

Der Finanzmittelfonds enthält am Abschlussstichtag Guthaben aus im Zusammenhang mit dem Mühlenneubau in Krefeld aufgenommenen Darlehen in Höhe von EUR 31,4 Mio. Diese Beträge sind insofern hinsichtlich ihrer Verwendungsfähigkeit eingeschränkt.

Der positive Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit von EUR 41,7 Mio. ergibt sich im Wesentlichen durch den Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Umfang von EUR 26,2 Mio., im Wesentlichen infolge der Wiederaufnahme des ABS-Finanzierungsprogramms. Positiv wirkte sich zudem das Konzernergebnis in Höhe von EUR 5,8 Mio. aus, bereinigt um nicht zahlungswirksame Sachverhalte wie Abschreibungen von EUR 8,7 Mio. sowie der Veränderung der langfristigen Rückstellungen in Höhe von EUR -3,8 Mio. Gegenüber dem Vorjahr ist der Cash Flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit somit um EUR 65,5 Mio. verbessert. Die wesentliche Ursache liegt in der vollständigen Rückführung der ABS-Finanzierung im Vorjahr und dem entsprechenden Mittelabfluss zum 30. September 2017.

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit von EUR -34,6 Mio. ergibt sich im Wesentlichen aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von EUR 34,8 Mio. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit liegt um EUR 34,1 Mio. unter dem Vorjahres-Cash Flow, im Wesentlichen aufgrund geringerer Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen des Vorjahres in Höhe von EUR -19,1 Mio. sowie Einzahlungen aus der Rückführung eines Darlehens durch Muttergesellschaft im Geschäftsjahr 2016/2017 in Höhe von EUR +15,0 Mio.

Der positive Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit von EUR 24,2 Mio. setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der Aufnahme langfristiger Kredite in Höhe von EUR 50,0 Mio., der Tilgung kurzfristiger Kredite von EUR -13,6 Mio., der Erhöhung der Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem ABS-Finanzierungsprogramm um EUR 6,7 Mio. sowie Auszahlungen für die bisherigen Minderheiten am Geschäftsbereich GoodMills Innovation in Höhe von insgesamt EUR 23,1 Mio. für den Erwerb deren vollständigen Anteile sowie eine Dividendenzahlung. Die Finanzierung wird im GoodMills Deutschland Konzern grundsätzlich zentral gesteuert. Um Liquiditätsüberschüsse von Tochterunternehmen kostengünstig im Konzern nutzen zu können, wird in Deutschland ein Cash-Pool betrieben.

Im Vorjahr wurden zum Stichtag keine Forderungen verkauft, somit ist diese Position nicht mit dem Vorjahr vergleichbar.

Die Zinsauszahlungen betrugen TEUR 889 (Vorjahr: TEUR 875), die Zinseinzahlungen TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 121). Die Steuerzahlungen hatten eine Höhe von TEUR 304 (Vorjahr: TEUR 1.563), die Einzahlungen aus Steuern hatten eine Höhe von TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 127). Diese Zahlungen sind sämtlich der betrieblichen Tätigkeit zugeordnet worden.

In der folgenden Tabelle wird eine Überleitung der Bewegungen der Schulden sowie des Eigenkapitals auf die Cash Flows aus Finanzierungstätigkeiten dargestellt:

Schulden
in TEUR Konzernanhang Verbindlichkeiten aus der ABS-Finanzierung Finanzverbindlichkeiten
Bilanz zum 1. Oktober 2017 0 36.962
Veränderungen des Cash Flows aus Finanzierungstätigkeiten - -
Auszahlungen für Divdenden an fremde Gesellschafter - -
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen von fremden Gesellschaftern 7.13, 7.14 - -
Einzahlungen des Gesellschafters in die Kapitalrücklage 7.11. - -
Gezahlte Dividenden 7.12 - -
Einzahlungen aus der Aufnahme langfristiger Kredite 7.17 - 50.000
Einzahlungen im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der ABS-Finanzierung 7.22 6.713 -
Auszahlungen für die Tilgung kurzfristiger Kredite 7.19 - -13.504
Auszahlungen für Transaktionskosten im Zusammenhang mit der Aufnahme von Darlehen 7.17 - 119
Gesamtveränderungen des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit 6.713 36.377
Änderungen des beizulegenden Zeitwertes 7.13 0 0
Sonstige Änderungen 1) bezogen auf das Eigenkapital Konzernergebnis - - -
Gesamte sonstige Änderungen bezogen auf Schulden 0 0
Gesamte sonstige Änderungen bezogen auf Eigenkapital - -
Bilanz zum 30. September 2018 6.713 73.339
Eigenkapital
in TEUR Gezeichnetes Kapital/ Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Übriges Konzerneigenkapital Nicht beherrschende Anteile Gesamt
Bilanz zum 1. Oktober 2017 109.379 7.777 -14.993 6.924 146.049
Veränderungen des Cash Flows aus Finanzierungstätigkeiten - - - - -
Auszahlungen für Divdenden an fremde Gesellschafter - - - -2.400 -2.400
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen von fremden Gesellschaftern - - -16.189 -4.524 -20.713
Einzahlungen des Gesellschafters in die Kapitalrücklage 11.400 - - - 11.400
Gezahlte Dividenden - -7.200 - - -7.200
Einzahlungen aus der Aufnahme langfristiger Kredite - - - - 50.000
Einzahlungen im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der ABS-Finanzierung - - - - 6.713
Auszahlungen für die Tilgung kurzfristiger Kredite - - - - -13.504
Auszahlungen für Transaktionskosten im Zusammenhang mit der Aufnahme von Darlehen - - - - -119
Gesamtveränderungen des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit 11.400 -7.200 -16.189 -6.924 24.177
Änderungen des beizulegenden Zeitwertes 0 0 6.397 0 6.397
Sonstige Änderungen 1) bezogen auf das Eigenkapital Konzernergebnis - 5.813 - - 5.813
Gesamte sonstige Änderungen bezogen auf Schulden - - - - 0
Gesamte sonstige Änderungen bezogen auf Eigenkapital 0 5.813 0 0 5.813
Bilanz zum 30. September 2018 120.779 6.390 -24.785 0 182.436

1) Sonstige Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungen hat es im Geschäftsjahr 2017/2018 nicht gegeben.

Die Verbindlichkeiten aus der ABS-Finanzierung werden im Konzernabschluss innerhalb der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Finanzverbindlichkeiten enthalten die lang- und kurzfristigen Beträge zum Abschlussstichtag.

7. Erläuterungen zur Bilanz

7.1 Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der Bilanzposten des Anlagevermögens sind in gesonderten Aufstellungen am Schluss des Konzernanhangs dargestellt.

Der Konzern weist zum Stichtag zwei Markenrechte in den immateriellen Vermögenswerten mit einem Buchwert von EUR 18,4 Mio. aus. Alle Markenrechte sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen bilanziert. Eine planmäßige Abschreibung erfolgt nicht, da die Erfahrung der Vergangenheit gezeigt hat, dass der Verkauf unserer Produkte unter den Marken ihren Bekanntheitsgrad bereits soweit erhalten, dass unbestimmte Nutzungsdauern unterstellt werden können.

Der Nutzungswert für diese Marken wurde unter Anwendung der sog. Mehrgewinn-Methode ermittelt. Dafür wurden die künftig erwarteten Cash Flows aus den Mengen, die unter der Marke verkauft werden ermittelt, davon abgezogen wurden die Cash Flows, die sich bei alternativem Verkauf des Mehls als Nicht-Marke-Produkt ergeben würde, um so die auf die jeweilige Nutzung der Marke entfallenden zusätzlichen Cash Flows abzuleiten. Die Ableitung der Mengen erfolgte auf Basis der Gesamtunternehmensplanung des GoodMills Deutschland Konzerns. Die künftigen zusätzlichen Cash Flows wurden entsprechend der Gesamtunternehmensplanung auf Basis einer Deckungsbeitragsrechnung für die kommenden fünf Jahre detailliert geplant, für die Folgejahre erfolgt eine Fortschreibung der Unternehmensplanung auf Basis des letzten Planjahres. Die jährlichen Cash Flows wurden mit einem Kapitalkostensatz von 4,68% (Vorjahr: 4,39%) abgezinst. Bei der ewigen Rente wurde ein Wachstumsabschlag von 0,85 (Vorjahr: 0,85) berücksichtigt. Wesentliche Faktoren bei der Planung sind dabei die Annahmen zur künftigen Entwicklung der Absatzmengen und der Umsatzerlöse. Hierbei geht der Konzern bis zum Ende des Detailplanungszeitraums von einem Anstieg der Absatzmengen um insgesamt 9,7% bzw. 10,2% sowie um einen Anstieg der Umsatzerlöse um insgesamt 21% bzw. 19,6% für die beiden Marken aus. Der Werthaltigkeitstest wurde für beide Marken durchgeführt und führte zu keinem Abwertungsbedarf.

Soweit der Gesellschaft Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte, führt sie für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der dieser Vermögenswert zuzuordnen ist, einen Wertminderungstest gemäß IAS 36 zur Ermittlung des erzielbaren Betrags in Form eines Nutzungswertes durch. Entsprechendes gilt im Hinblick auf den Wegfall von in der Vergangenheit vorgenommenen Wertminderungen. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit werden dabei die Bereiche "Kampffmeyer Milling Group" (Mühlengeschäft Inland), "Müller's Mühle" (Hülsenfrüchte, Reis und Nährmittel) und "GoodMills Innovation" (Spezialmehle) definiert. Bis zum Geschäftsjahr 2015/2016 waren die jeweiligen Mühlenstandorte des GoodMills Deutschland Konzerns als zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert worden. Diese Definition wurde im Geschäftsjahr 2016/2017 aufgrund der zunehmend zentralen Kundenbetreuung und Belieferung von Kunden durch mehrere Standorte geändert.

Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben sich im Geschäftsjahr 2017/2018 weder Anhaltspunkte für Wertminderungen noch für den Wegfall von in der Vergangenheit erfassten Wertminderungen ergeben. Dementsprechend wurden keine Wertminderungstests für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten einschließlich der diesen zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte nach IAS 36 durchgeführt und keine entsprechenden Nutzungswerte ermittelt. Die Überprüfung der Werthaltigkeit für immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer, noch nicht nutzbaren immateriellen Vermögenswerten sowie zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, hat ebenfalls zu keinem Wertberichtigungsbedarf im abgelaufenen Geschäftsjahr geführt.

Im Eigentum des Konzerns stehende Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von TEUR 45.039 (Vorjahr: TEUR 24.764) sowie Technische Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Buchwert von TEUR 60.056 (Vorjahr: TEUR 53.409) wurden zur Absicherung von Verbindlichkeiten des Konzerns verpfändet. Insbesondere wurden sie als Sicherheit für Bankdarlehen gegeben. Die mit Grundpfandrechten, dem restlichen Sachanlagevermögen, den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Ansprüchen aus der Kreditversicherung besicherten Darlehen valutieren am Stichtag 30. September 2018 mit TEUR 71.258 (Vorjahr: TEUR 36.782). Der Konzern ist nicht dazu berechtigt, diese Vermögenswerte als Sicherheit für andere Verbindlichkeiten zu verpfänden oder sie mit Ausnahme der Vorräte an ein anderes Unternehmen zu verkaufen.

7.2 Finanzanlagen

In der nachstehenden Tabelle sind die zum Zeitwert bewerteten Finanzanlagen aufgeführt.

30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen 488 458
Beteiligungen 5.265 333
zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 2.340 2.326
Genossenschaftsanteile und Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 38 147
8.131 3.264

Bei den Beteiligungen handelt es sich um zwei im Vorjahr noch zu fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 235 bewerteten Minderheitsbeteiligungen. Für diese war zum Abschlussstichtag eine verlässliche Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes möglich. Die Werterhöhung um TEUR 4.932 auf TEUR 5.167 wurde erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Unter Berücksichtigung latenter Steuern wird in diesem Zusammenhang eine Rücklage aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten in Höhe von TEUR 4.855 ausgewiesen. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgte im Rahmen einer Multiple-Bewertung auf Grundlage der jeweils erwarteten künftigen Ergebnisse vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie eines aus beobachtbaren Markttransaktionen für eine entsprechende Peer Group abgeleiteten EBIT-Multiple von 9,6. Die künftig erwarteten EBIT-Größen wurden als bestmögliche Schätzung als Mittelwert aus den nachhaltigen EBIT-Größen der vergangenen drei Geschäftsjahre dieser Beteiligungen abgeleitet. Informationen, welche die künftige Ergebnisentwicklung der Beteiligungen wesentlich beeinflussen könnten, wurden berücksichtigt, soweit diese bekannt sind.

Bei den aufgeführten Wertpapieren handelt es sich um Finanzinvestitionen in festverzinsliche Wertpapiere, die der Absicherung einer Rentenverpflichtung dienen. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Wertpapiere basieren auf veröffentlichten Marktpreisen und entsprechen zum Stichtag den Buchwerten.

7.3 Latente Steuern

in TEUR 30.09. Aktive latente Steuern 2018 Passive latente Steuern 2018 Aktive latente Steuern 2017 Passive latente Steuern 2017
Immaterielle Vermögenswerte 0 2.707 0 2.327
Sachanlagen 492 4.634 6.787 2.610
Vorräte 0 57 0 95
Vermögenswerte 194 0 733 5
§6b Rücklage 0 15.750 0 1.567
Pensionsrückstellungen 7.006 806 7.059 402
Sonstige Rückstellungen 81 0 144 0
Preissicherungsgeschäfte 723 800 578 410
Verbindlichkeiten 4 813 12 608
Übrige 0 0 0 0
8.500 25.567 15.313 8.024
Verlustvortrag 13.539 0 786 0
Saldierung -22.039 -22.039 -7.898 -7.898
0 3.528 8.201 126

Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in den IFRS- und Steuerbilanzen der konsolidierten Unternehmen, auf Konsolidierungsvorgänge und auf steuerliche Verlustvorträge berechnet. Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die im Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes Geltung haben. Dabei wurde im aktuellen Geschäftsjahr ein gemischter Steuersatz von 31,50% (i. Vj. 31,34 %) zugrunde gelegt, der sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15,0% (i. Vj: 15,00%), dem Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,50% (i.Vj. 5,50%) und einem gemeindespezifischen Gewerbesteuermischsatz von 15,67% (i. Vj. 15, 51%) zusammensetzt.

Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen bzw. Verlustvorträge werden nur angesetzt, sofern ihre Realisierbarkeit in der näheren Zukunft hinreichend gesichert erscheint. Im aktuellen Jahr besteht ein Überhang an passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 3.528. Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 786 auf TEUR 13.539 erhöht. Es bestehen am Abschlussstichtag keine aktiven latenten Steuern auf Zinsvorträge.

Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und temporäre Differenzen werden bilanziert, sofern deren Realisierung in der näheren Zukunft hinreichend gesichert erscheint. Es bestehen am Abschlussstichtag körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 46.364 (i. Vj. TEUR 6.138) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 42.998 (i. Vj. TEUR 3.494), von denen im Konzern in den nächsten Geschäftsjahren voraussichtlich TEUR 44.153 körperschaftsteuerliche und TEUR 41.795 gewerbesteuerliche Verlustvorträge zur Verrechnung mit künftigem zu versteuerndem Ergebnis der Unternehmen verwendet werden können. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.211 (i. Vj. TEUR 2.753) und auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 1.203 (i. Vj. TEUR 1.878) wurden mangels Realisierbarkeit keine aktiven latenten Steuern gebildet. Die Vortragsfähigkeit der aktivierten steuerlichen Verlustvorträge im Inland ist nach derzeitiger Rechtslage unbeschränkt möglich. Die Erhöhung der Verlustvorträge resultiert im Wesentlichen aus der Anpassung der § 6b EStG-Rücklage im Rahmen der Erstellung der Steuererklärung des Jahres 2016 in 2018. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionszusagen werden nach Anwendung des IAS 19 in vollem Umfang ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst, sodass auch die darauf entfallenden latenten Steuern erfolgsneutral zu behandeln sind. Die erfolgsneutralen latenten Steueransprüche auf Pensionsrückstellungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 15 auf TEUR 7.006 (i.Vj. TEUR 7.059) gesunken.

Die passiven latenten Steuern, die aus mit dem Eigenkapital verrechneten Wertpapiergeschäften resultieren, betragen im Geschäftsjahr TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 28). Die Erhöhung zum Vorjahr in Höhe von TEUR 66 entlastet das sonstige Ergebnis.

Zusätzlich beinhalten die latenten Steuerverbindlichkeiten einen Betrag von TEUR 744 (i. Vj. TEUR 107), der aus direkt mit dem Eigenkapital verrechneten Preissicherungsgeschäften resultiert und erfolgsneutral eingestellt wurde.

7.4 Vorräte

30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 26.924 29.717
2. Unfertige Erzeugnisse 1.469 1.476
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 16.903 15.597
4. Geleistete Anzahlungen 415 0
45.711 46.790

Für den Fall niedrigerer Nettoveräußerungserlöse werden Abwertungen im Regelfall in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Im Geschäftsjahr wurden Vorräte mit einem Buchwert von TEUR 2.518 (Vorjahr: TEUR 2.349) zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Der Gesamtbestand der erfolgswirksam im Materialaufwand vorgenommenen Wertberichtigungen während des gesamten Geschäftsjahres beträgt TEUR 241 (Vorjahr: TEUR 226).

Die Rohstoffe werden in handelsüblichem Umfang unter verlängertem Eigentumsvorbehalt geliefert.

Die im Eigentum des Konzerns stehenden Vorräte mit einem Buchwert von TEUR 45.296 (Vorjahr: TEUR 46.092) wurden zur Absicherung von Verbindlichkeiten des Konzerns verpfändet.

7.5 Kurzfristige Forderungen

30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.107 52.154
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 185 260
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
21.292 52.414

Der Konzern hat mit Vertrag vom 19. September 2013 mit der Ergänzung vom 25. September 2015 im Rahmen eines ABS-Programms zum Stichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 35,1 Mio. (30.9.2017: EUR 0 Mio.) verkauft und um diesen Betrag den Forderungsbestand reduziert. Die vom Konzern verkauften und abgetretenen Forderungen werden weiterhin für den Käufer eingezogen und verwaltet.

Bei der Kaufpreisberechnung werden Abschläge für Ausfall- und Forderungsverwässerungsrisiken sowie Finanzierungs- und sonstige Kosten der Gesellschaft in Rechnung gestellt.

Im Bestand der Kundenforderungen von EUR 21,1 Mio. (30.9.2017: EUR 52,2 Mio.) sind Wertberichtigungen von EUR 2,3 Mio. (30.9.2017: EUR 2,3 Mio.) enthalten. Die Buchwerte entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit annähernd dem Marktwert.

Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden individuell auf Grundlage ihrer jeweiligen Umstände einzeln ermittelt. Darüber hinaus werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit vergleichbaren Risikoeigenschaften zusammengefasst und in Anbetracht historisch belegter Erfahrungen bezüglich der Ausfälle innerhalb dieser Gruppen gemeinsam auf Wertminderungen untersucht. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die eine individuelle Wertminderung festgestellt wurde, werden nicht in die gemeinsame Überprüfung einbezogen.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.443 (30.9.2017: TEUR 4.700), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine Wertminderungen gebildet, da keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Schuldner festgestellt wurden und mit einer Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird. Die betreffenden Forderungen sind im Durchschnitt 33 Tage alt (30.9.2017: 32 Tage).

Die ausgewiesenen Forderungen sind zum Teil kreditversichert. Der Wert der versicherten Forderungen beträgt zum 30. September 2018 TEUR 14.334 (30.9.2017: TEUR 44.379).

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die im Eigentum des Konzerns stehenden Forderungen mit einem Buchwert von TEUR 20.731 (30.09.17: TEUR 50.790) sowie etwaige Ansprüche aus der Kreditversicherung in Höhe von TEUR 12.184 (Vorjahr: TEUR 44.091) wurden zur Absicherung von Verbindlichkeiten des Konzerns verpfändet.

7.6 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Wie oben beschrieben, wurden im Zuge des Forderungsverkaufs zur Bildung entsprechender Reserven Abschläge für Ausfall- und Forderungsverwässerungsrisiken sowie Finanzierungs- und sonstige Kosten der Gesellschaft bei der Kaufpreisermittlung in Rechnung gestellt und von der Kaufpreiszahlung einbehalten. In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind in diesem Zusammenhang Forderungen in Höhe der erwarteten künftigen Auszahlung aus den am Abschlussstichtag verkauften Forderungen in Höhe von TEUR 6.256 (30.9.2017: TEUR 0) aktiviert.

7.7 Sonstige Vermögenswerte

In den sonstigen Vermögenswerten sind Vorteile aus festen Verpflichtungen zur Zahlung eines bestimmten Betrages für Rohstoffeinkäufe in Fremdwährung in Höhe von TEUR 12 (30.9.2017: TEUR 363) aktiviert. Die Aktivierung erfolgt korrespondierend zu den Devisentermingeschäften, die als Fair Value Hedges in einer Sicherungsbeziehung zu den Verpflichtungen aus Rohstoffeinkäufen stehen.

7.8 Derivative Finanzinstrumente (positive Zeitwerte)

Die derivativen Finanzinstrumente betreffen Devisen- und Rohstofftermingeschäfte sowie einen Zinscap und stellen sich wie folgt dar.

30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Rohstofftermingeschäfte zur Rohstoffpreissicherung 908 974
Rohstofftermingeschäfte zur Einstandspreisoptimierung 2 0
Devisentermingeschäfte 169 36
Zinscap 0 1
1.079 1.011

Folgende Devisentermingeschäfte mit positiven Zeitwerten werden ausgewiesen:

Währung Nominalwert 30.09.2018
TEUR
Marktwert 30.09.2018
TEUR
Nominalwert 30.09.2017
TEUR
Marktwert 30.09.2017
TEUR
Kauf USD 7.932 169 3.448 28
Verkauf USD 0 0 973 8
7.932 169 4.421 36

Der Konzern setzt Devisentermingeschäfte ausschließlich zur Absicherung gegen künftige Währungsverluste beim Erwerb und Verkauf von Rohstoffen und Waren in Fremdwährung ein. Diese Sicherungsbeziehung wird als Fair Value Hedge designiert. Die Fälligkeit dieser Termingeschäfte richtet sich nach dem erwarteten Fremdwährungsstrom der Gesellschaft.

Folgende Rohstofftermingeschäfte mit positiven Zeitwerten zur Rohstoffpreissicherung werden ausgewiesen:

Währung Nominalwert 30.09.2018
TEUR
Marktwert 30.09.2018
TEUR
Nominalwert 30.09.2017
TEUR
Marktwert 30.09.2017
TEUR
Kauf EUR 10.802 606 26.749 413
Verkauf EUR 7.459 302 7.555 561
18.261 908 34.304 974

Folgende Rohstofftermingeschäfte mit positiven Zeitwerten zur Einstandspreisoptimierung werden ausgewiesen:

Währung Nominalwert 30.09.2018
TEUR
Marktwert 30.09.2018
TEUR
Nominalwert 30.09.2017
TEUR
Marktwert 30.09.2017
TEUR
EUR 4.146 2 0 0
4.146 2 0 0

Zum Bilanzstichtag bestand folgender Cap mit ausgeglichenem bzw. positivem Zeitwert:

Nominalwert 30.9.2018
TEUR
Marktwert 30.9.2018
TEUR
Nominalwert 30.9.2017
TEUR
Marktwert 30.9.2017
TEUR
25.000 0 25.000 1

Der Cap wird von dem Konzern ausschließlich zur Absicherung steigender Zinsen abgeschlossen.

7.9 Liquide Mittel

Die Position betrifft Schecks, Bankguthaben und Kassenbestände und umfasst Bargeld und kurzfristige Einlagen, die vom Konzern gehalten werden. Der Buchwert dieser Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

In den Liquiden Mittel sind Bankguthaben in Höhe von EUR 31,4 Mio. mit kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten bei den betreffenden Kreditinstituten in Höhe von EUR 2,2 Mio. saldiert ausgewiesen. Die Bankguthaben wurden im Zusammenhang mit dem Mühlenneubau in Krefeld aufgenommen und sind insofern hinsichtlich ihrer Verwendungsfähigkeit eingeschränkt.

7.10 Gezeichnetes Kapital

Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Darstellung in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Das Stammkapital der GoodMills Deutschland GmbH ist eingeteilt in einen Geschäftsanteil in Höhe von nominal EUR 54.501.798,00. Die Alleingesellschafterin der GoodMills Deutschland GmbH ist die GoodMills Group GmbH mit Sitz in Wien.

30.9.2018
TEUR
30.09.2017
TEUR
voll eingezahltes Stammkapital: 54.502 54.502

Gewinnausschüttung

Zum 30.09.2018 weist das Mutterunternehmen in ihrem handelsrechtlichen Jahresabschluss einen Bilanzverlust EUR 2,45 Mio. aus. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, diesen Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

7.11 Kapitalrücklage

2018
TEUR
2017
TEUR
Stand 01.10. 54.877 55.928
Gesellschaftertransaktionen 0 0
Einzahlung durch Gesellschafter 11.400 0
Entnahme und Verrechnung mit dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital 0 -1.051
Stand 30.09. 66.277 54.877

7.12 Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

2018
TEUR
2017
TEUR
Stand 01.10. 7.777 16.434
Konzernergebnis Anteil Muttergesellschaft 5.813 10.292
Gewinnausschüttungen -7.200 -20.000
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0 1.051
Stand 30.09. 6.390 7.777

7.13 Übriges Konzerneigenkapital

Ausgleichsposten aus sukzessiven Erwerben

Der Ausgleichsposten aus sukzessiven Erwerben in Höhe von TEUR -16.189 (Vorjahr: TEUR 0) resultiert aus dem Erwerb des bisherigen 40 %-Minderheitenanteils am Geschäftsbereich GoodMills Innovation im abgelaufenen Geschäftsjahr und entspricht dem gezahlten Kaufpreis nach Abzug des Minderheitenanteils am Reinvermögen des Geschäftsbereichs im Erwerbszeitpunkt.

Rücklage aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten

Diese Rücklage in Höhe von TEUR 4.855 (Vorjahr TEUR 0) resultiert aus der erfolgsneutralen Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren Anteilen an Minderheitsbeteiligungen aufgrund deren Bewertung zum beizulegenden Zeitwert am Abschlussstichtag (vgl. Abschnitt 7.2). Bei der Dotierung der Rücklage wurden latente Steuern berücksichtigt.

Neubewertungsrücklage

Die Neubewertungsrücklage resultiert aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten und dem erfolgsneutral erfassten Anteil der Pensionsrückstellungen. Bei der Veräußerung von neubewerteten Finanzinvestitionen wird der auf diese Transaktion entfallende Anteil der Neubewertungsrücklage realisiert und erfolgswirksam erfasst.

30.09.2018
TEUR
30.09.2017
TEUR
Rücklage aus der Neubewertung von EK-Instrumenten (Beteiligungen) FVOCI 4.855 0
Rücklage aus der Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (Wertpapiere) 36 65
Neubewertungsrücklage Pensionsrückstellungen -15.104 -15.291
-10.213 -15.226

Die Neubewertungsrücklage Pensionsrückstellungen hat sich wie folgt entwickelt:

2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Stand zum Beginn des Geschäftsjahres -15.291 -19.106
Erhöhung aus der Neubewertung 202 3.259
darauf entfallende latente Steuern -15 556
Kumulierter, bei Veräußerung in die Gewinn- und Verlustrechnung überführter Gewinn/Verlust 0 0
darauf entfallende latente Steuern 0 0
Fremdanteil 0 0
Stand zum Ende des Geschäftsjahres -15.104 -15.291

Rücklage aus Sicherungsgeschäften Matif

Die Rücklage aus Sicherungsgeschäften umfasst Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil von Cash Flow Hedges. Der kumulierte, in die Rücklage eingestellte Gewinn oder Verlust aus dem Sicherungsgeschäft wird in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, wenn auch das gesicherte Geschäft das Ergebnis beeinflusst.

Die Rücklage aus Sicherungsgeschäften hat sich zu den Stichtagen wie folgt entwickelt:

30.09.2018
TEUR
30.09.2017
TEUR
Rücklage aus der Bewertung von Preissicherungsgeschäften 1.617 233
1.617 233
2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 233 -136
Verlust/Gewinn aus Cash Flow Hedges
Verluste/Gewinne offene und geschlossene Geschäfte Matif 1.654 33
darauf entfallende latente Steuern -521 -10
Überführung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Verluste/Gewinne offene und geschlossene Geschäfte Matif 408 169
darauf entfallende latente Steuern 13 -53
Ineffektivität Matif -41 -83
darauf entfallende latente Steuern -129 26
Ausbuchung wg. Wegfall Grundgeschäft 1 418
darauf entfallende latente Steuern -1 -131
Anteil Fremde 0 0
Stand zum Ende des Geschäftsjahres 1.617 233

Für die im Cash Flow Hedge Accounting designierten Sicherungsbeziehungen im Bereich der Rohstofftermingeschäfte wurden Erträge aus Ineffektivitäten in Höhe von TEUR 41 (30.9.2017: Erträge aus Ineffektivitäten in Höhe TEUR 83) festgestellt und ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

7.14 Minderheitenanteile am Kapital

Der Posten enthält die Anteile Konzernfremder am Eigenkapital voll konsolidierter Gesellschaften. Infolge der Übernahme sämtlicher Minderheitenanteile am Geschäftsbereich GoodMills Innovation im abgelaufenen Geschäftsjahr sind am Abschlussstichtag keine Minderheitenanteile am Kapital der Gesellschaft zu zeigen (30.9.2017: TEUR 6.924).

7.15 Langfristige Rückstellungen

01.10.17
TEUR
Verbrauch
TEUR
Zinseffekt
TEUR
Auflösung
TEUR
Pensionsverpflichtungen 52.793 3.822 661 0
Sonstige Rückstellungen
- Vorruhestandzahlungen 101 62 0 0
- Jubiläum 277 16 0 0
- Sonstige 2.103 153 -26 633
2.481 231 -26 633
55.274 4.053 635 633
Zuführung
TEUR
Neubewertung
TEUR
30.9.2018
TEUR
Pensionsverpflichtungen 21 -202 49.451
Sonstige Rückstellungen
- Vorruhestandzahlungen 61 0 100
- Jubiläum 2 0 263
- Sonstige 410 0 1.701
473 0 2.064
494 -202 51.515

In den Sonstigen Rückstellungen sind Beträge für Personalmaßnahmen im Zusammenhang mit der Schließung bis zum 31.12.2020 des Standortes in Köln in Höhe von TEUR 1.527 enthalten.

7.16 Altersversorgungspläne

Die Pensionszusagen im GoodMills Deutschland Konzern bestehen ausschließlich in Form von leistungsorientierten Direktzusagen. Dabei wurden gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung der GoodMills Deutschland GmbH Einzelzusagen in insgesamt wesentlichem Umfang erteilt. Wir verweisen auch auf die Erläuterungen in Abschnitt 12 des Konzernanhangs. Diese Zusagen sind hinsichtlich ihrer Höhe regelmäßig abhängig von der Dauer des jeweiligen Dienstverhältnisses als auch der Höhe der Bezüge. In Einzelfällen wurden Festzusagen erteilt. Die nicht als Einzelzusage erteilten Pensionszusagen wurden im Rahmen verschiedener Versorgungspläne erteilt, welche die Bemessung der Rentenleistung in Abhängigkeit der jeweiligen Durchschnittsbezüge über einen definierten Zeitraum vor Renteneintritt vorsehen und zum 1. Januar 1982 geschlossen wurden. Die Rentenleistungen sind zum 31. Dezember 1996 für alle Mitarbeiter insofern fixiert worden, als dass deren Höhe in Anwendung des jeweiligen Pensionsplans auf diesen Zeitpunkt ermittelt und festgesetzt wurde. Für noch aktive Anwärter erhöht sich der so festgesetzte Leistungsbetrag ab dem Jahr 1998 um 1,0% p.a. Die Versorgungspläne sehen die Zahlung einer Hinterbliebenenrente in Höhe von 60% des Rentenbetrags vor.

Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Pensionsplänen ist die Gesellschaft verschiedenen Risiken ausgesetzt, insbesondere den allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinssatzänderungsrisiko.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen beruht auf den folgenden Parametern:

30.9.2018 30.9.2017
Diskontierungszins 1,34% 1,30%
Lohn-/Gehaltstrend 2,75% 2,75%
Rententrend 1,60% 1,60%

Am 20. Juli 2018 hat die Heubeck-Richttafeln-GmbH neue biometrische Rechnungsgrundlagen (Sterbetafeln) zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen veröffentlicht, die im Konzernabschluss der GoodMills Deutschland GmbH erstmals zum 30. September 2018 umgesetzt wurden.

Die Veränderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Zum 01.10. 52.793 59.475
Dienstzeitaufwand (ergebniswirksam) 21 25
Zinsaufwand (ergebniswirksam) 661 403
im laufenden Geschäftsjahr ergebniswirksam erfasste Veränderungen der Verpflichtung 682 428
Im laufenden Geschäftsjahr ergebnisneutral erfasste versicherungsmathematische Verluste (+) / Gewinne (-) -202 -3.259
Gezahlte Leistungen -3.822 -3.851
Zum 30.9. 49.451 52.793

Die ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste haben sich wie folgt entwickelt:

TEUR TEUR
Zum 01.10. 22.437 25.696
Im laufenden Geschäftsjahr erfasste versicherungsmathematische Verluste (+) / Gewinne (-) -202 -3.259
Zum 30.9. 22.235 22.437

Im Berichtsjahr und im Vorjahr ergaben sich erfahrungsbedingte Anpassungen des Barwerts der Versorgungsansprüche wie folgt:

2017/2018
TEUR
2016/2017
TEUR
Erfahrungsbedingte Anpassungen -715 100

Im Berichtsjahr und im Vorjahr ergaben sich die folgenden versicherungsmathematischen Gewinne, die aus Veränderungen der finanziellen Annahmen entstehen:

Finanzielle Anpassungen 2017/2018
TEUR
2016/2017
TEUR
Barwert der Versorgungsansprüche -195 -3.359

Im Berichtsjahr sind darüber hinaus versicherungsmathematische Verluste aus Veränderungen bei den demographischen Annahmen in Höhe von TEUR 708 entstanden.

Für das Geschäftsjahr 2018/2019 werden Auszahlungen an Pensionäre in Höhe von TEUR 3.716 (Vorjahr: TEUR 3.854) erwartet.

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Leistungsverpflichtung beträgt 10 Jahre (Vorjahr: 10,2 Jahre).

Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse stellt die Auswirkungen auf die Höhe der Leistungsverpflichtung am Abschlussstichtag aufgrund einer isolierten Veränderung bei einzelnen maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen dar, wie sie bei vernünftiger Betrachtungsweise erwartet werden kann:

Sensitivitätsanalyse zum 30.9.2018
Erhöhung des Diskontierungszins um 0,75 %-Punkte Absinken des Diskontierungszins um 0,75 %-Punkte Erhöhung des Rententrends um 0,25%-Punkte Erhöhung der Lebenserwartung um 1 Jahr
Barwert der Versorgungsansprüche 46.030 53.356 50.564 52.039
Differenz zum Bilanzausweis -3.421 3.905 1.113 2.588
Sensitivitätsanalyse zum 30.9.2017
Erhöhung des Diskontierungszins um 0,75 %-Punkte Absinken des Diskontierungszins um 0,75%-Punkte Erhöhung des Rententrends um 0,25%-Punkte Erhöhung der Lebenserwartung um 1 Jahr
Barwert der Versorgungsansprüche 49.068 57.051 54.001 55.525
Differenz zum Bilanzausweis -3.725 4.258 1.208 2.732

Da den Sensitivitätsanalysen die durchschnittliche Duration der erwarteten Versorgungsverpflichtungen zugrunde liegt und folglich die erwarteten Auszahlungszeitpunkte unberücksichtigt bleiben, führen sie nur zu näherungsweisen Informationen beziehungsweise Tendenzaussagen.

Die gebuchten Aufwendungen für Defined Contributions Plans im Berichtsjahr betragen TEUR 2.897 (30.9.2017: TEUR 2.850).

7.17 Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Die GMD finanziert sich über ein Langfristdarlehen in Höhe von EUR 50,0 Mio., das im Geschäftsjahr 2017/2018 aufgenommen wurde und dessen nicht beanspruchter Anteil als liquide Mittel zur Verfügung steht. Ferner existiert ein Rahmenvertrag über eine ABS-Finanzierung mit einem maximalen Volumen von EUR 50,0 Mio., die zu Beginn des Geschäftsjahres 2017/2018 wieder aufgenommen wurde (Inanspruchnahme zum 30. September 2018: EUR 35,1 Mio.).

Gegenläufig sind in der Position abgegrenzte Transaktionskosten in Höhe von TEUR 119 enthalten.

7.18 Kurzfristige Rückstellungen

1.10.2017
TEUR
Verbrauch
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
30.9.2018
TEUR
Sonstige Rückstellungen
Kartellstrafe 11.096 0 0 0 11.096
Drohverluste 12 12 0 24 24
Sonstige 1.540 55 25 321 1.781
12.648 67 25 345 12.901

Die ausgewiesene Rückstellung für Kartellstrafen betrifft schwebende Kartellverfahren in Frankreich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist entsprechend der vereinbarten Ratenzahlung keine Abschlagzahlung für das französische Kartellverfahren geleistet worden. Es wird erwartet, dass ein Urteil am 06.12.2018 in Frankreich erfolgen wird.

7.19 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 21.258 36.962

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten sind wie folgt gesichert:

rechtliches Sachanlagevermögen TEUR 105.095 (davon Grundpfandrechte TEUR 67.575),

Vorräte TEUR 45.296, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 20.731

(davon Ansprüche aus der Kreditversicherung TEUR 12.184).

Der GoodMills Deutschland Konzern finanzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zum einen über einen Konsortialkredit mit einer Kreditlinie von EUR 60,0 Mio. Hiervon waren am Abschlussstichtag EUR 21,3 Mio. in Anspruch genommen, sodass eine freie Kreditlinie in Höhe von EUR 38,7 Mio. verbleibt.

Der durchschnittliche Zinssatz für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, dessen Ermittlung sich auf Stichtagswerte bezieht und die abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte berücksichtigt, belief sich auf 1,40%. Neben dem Konsortialkredit sind in den kurzfristigen Bankverbindlichkeiten laufende Finanzverbindlichkeiten enthalten.

Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen annähernd ihren Buchwerten.

7.20 Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Art der Verbindlichkeiten 30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.826 26.302
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 473 610
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6 8
Gesamtbetrag 26.305 26.920

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen offene Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

7.21 Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten werden Nachteile aus festen Verpflichtungen zur Zahlung eines bestimmten Betrages für Rohstoffeinkäufe in Fremdwährung in Höhe von TEUR 212 (30.9.2017: Nachteil TEUR 36) passiviert. Die Passivierung erfolgt korrespondierend zu den Devisentermingeschäften, die als Fair Value Hedges in einer Sicherungsbeziehung zu den Verpflichtungen aus Rohstoffeinkäufen stehen.

Ferner umfassen die sonstigen Verbindlichkeiten Rückstellungen für ausstehenden Urlaub in Höhe von TEUR 998 (30.9.2017: TEUR 920) und Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 1.361 (30.9.2017: TEUR 1.536).

7.22 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von TEUR 3.533 (30.9.2017: TEUR 5.647), kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 1.176 (30.9.2017: TEUR 1.004), Verpflichtungen aus der Gewährung von Boni in Höhe von TEUR 916 (30.9.2017: TEUR 1.049) und aus Verbindlichkeiten gegenüber dem ABS-Finanzierer Belvedere Financing S.A., Luxembourg, TEUR 6.713 (Vorjahr TEUR 0).

7.23 Derivative Finanzinstrumente (negative Zeitwerte)

Die derivativen Finanzinstrumente betreffen Devisen- sowie Rohstofftermingeschäfte, für die teilweise oder vollumfänglich Hedge Accounting gemäß IAS 39 angewendet wird.

30.9.2018
TEUR
30.09.2017
TEUR
Rohstofftermingeschäfte zur Rohstoffpreissicherung 680 1.124
Rohstofftermingeschäfte zur Einstandspreisoptimierung 0 324
Devisentermingeschäfte 12 254
692 1.702

Folgende Devisentermingeschäfte mit negativen Zeitwerten werden ausgewiesen:

Währung Nominalwert 30.09.2018
TEUR
Marktwert 30.09.2018
TEUR
Nominalwert 30.09.2017
TEUR
Marktwert 30.09.2017
TEUR
Kauf USD 543 4 4.871 253
Verkauf USD 1.381 8 3 0
1.924 12 4.874 253

Der Konzern setzt Devisentermingeschäfte ausschließlich zur Absicherung gegen künftige Währungsverluste beim Erwerb und Verkauf von Rohstoffen und Waren in Fremdwährung ein. Diese Sicherungsbeziehung wird als Fair Value Hedge designiert. Die Fälligkeit dieser Termingeschäfte richtet sich nach dem erwarteten Fremdwährungsstrom der Gesellschaft.

Folgende Rohstofftermingeschäfte mit negativen Zeitwerten zur Rohstoffpreissicherung werden ausgewiesen:

Währung Nominalwert 30.09.2018
TEUR
Marktwert 30.09.2018
TEUR
Nominalwert 30.09.2017
TEUR
Marktwert 30.09.2017
TEUR
Kauf EUR 14.101 547 21.074 -971
Verkauf EUR 2.712 133 5.419 -153
16.813 680 26.493 -1.124

7.24 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten

Restlaufzeit Summe
unter 1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
30.9.2018
TEUR
1. Verpflichtungen aus Operating Leasing 1.679 53 2.831
(1.393) (2.206) (238) (3.837)
2. sonstige finanzielle Verpflichtungen 1.763 1.932 3.705 7.400
(1.223) (1.496) (3.094) (5.813)
Gesamtbetrag 2.862 3.611 3.758 10.231
(2.616) (3.702) (3.332) (9.650)

Die Verpflichtungen aus Operating Leasing sind Verpflichtungen aus Standardleasingverträgen von Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Sie betreffen die Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.831 aus folgenden Leasingverträgen: Leasing von Flurförderzeugen TEUR 542, Leasing von PKW TEUR 1.454, Leasing von LKW TEUR 401, Leasing von Büromaschinen TEUR 417 und sonstige Leasingverträge TEUR 16.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 7.400 beinhalten Verpflichtungen aus Miet-, Erbbau- und Gestattungsverträgen in Höhe von TEUR 4.953, Verpflichtungen aus Beratungsverträgen in Höhe von TEUR 1.086 und sonstige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.362.

8. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

8.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen:

in TEUR Außenumsätze
Mühlenprodukte 1.10.2017-30.9.2018 318.772
1.10.2016-30.9.2017 310.024
Reis, Hülsenfrüchte, Fertiggerichte 1.10.2017-30.9.2018 54.229
1.10.2016 -30.9.2017 57.689
Spezialmehle 1.10.2017-30.9.2018 58.895
1.10.2016-30.9.2017 50.580
Konzern 1.10.2017-30.9.2018 431.896
1.10.2016-30.9.2017 418.293

8.2 Sonstige betriebliche Erträge

2017/2018
TEUR
2016/2017
TEUR
Erträge aus Fremdwährungssicherungsgeschäften (Fair Value Hedge) 598 898
Erträge aus Grundgeschäften (Fair Value Hedge) 648 1.090
Erträge aus OTC-Warentermingeschäften 0 9
Erträge aus freistehenden Derivaten 745
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden 2.203 6.070
Erträge aus Schadensfällen 191 127
Erträge aus Anlagenabgängen 163 51
Währungs- und Umrechnungsgewinne 1 8
sonstige Erträge 557 1.391
5.106 9.644

8.3 Materialaufwand

2017/2018
TEUR
2016/2017
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 307.051 295.380
Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.824 8.725
315.875 304.105

Für die im Cash Flow Hedge Accounting designierten Sicherungsbeziehungen im Bereich der Rohstofftermingeschäfte wurden Erträge aus Ineffektivitäten in Höhe von TEUR 41 (30.9.2017: Erträge aus Ineffektivitäten in Höhe TEUR 83) festgestellt und ergebniswirksam im Materialaufwand erfasst.

8.4 Personalaufwand

2017/2018
TEUR
2016/2017
TEUR
Löhne und Gehälter 34.615 35.035
Soziale Abgaben 6.288 6.116
Altersversorgung 546 592
41.449 41.743

Durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr

Im Durchschnitt waren im Konzern 621 Mitarbeiter (Vorjahr: 629) beschäftigt, die wie im Vorjahr nur auf das Inland entfallen.

8.5 Abschreibungen

2017/2018
TEUR
2016/2017
TEUR
Planmäßige Abschreibungen 8.652 8.543
außerplanmäßige Abschreibungen 0 0
8.652 8.543

Im Geschäftsjahr sind wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen angefallen.

8.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2017/2018
TEUR
2016/2017
TEUR
Aufwendungen Vertrieb 32.502 31.312
Aufwendungen Betrieb 8.046 7.481
Aufwendungen Instandhaltung 5.867 5.714
Aufwendungen Verwaltung 7.085 7.426
Mindestleasingzahlungen aus Operating Leasing 1.826 1.971
Aufwendungen aus Fremdwährungssicherungsgeschäften (Fair Value Hedge) 581 1.200
Aufwendungen aus Grundgeschäften (Fair Value Hedge) 666 788
Aufwendungen aus freistehenden Derivaten 0 743
Währungs- und Umrechnungsverluste 1 26
Wertberichtigungen auf Forderungen 42 62
Aufwendungen aus Anlagenabgängen 12 242
sonstige Aufwendungen 2.340 945
58.968 57.910

Im Zusammenhang mit den Erträgen und Aufwendungen aus Grund- und Sicherungsgeschäften von Fair Value Hedges ergibt sich folgender Nettosaldo:

2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Sonstige betriebliche Erträge
Erträge aus Sicherungsgeschäften 599 898
Erträge aus den Grundgeschäften 647 1.090
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen aus Sicherungsgeschäften 581 1.200
Aufwendungen aus den Grundgeschäften 665 788
Nettosaldo (+Ertrag/-Aufwand) 0 0

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betragen in Summe TEUR 924 (Vorjahr: TEUR 894) und sind sowohl Bestandteil des Personalaufwandes und als auch der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Angabe gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB für folgende Leistungen des Abschlussprüfers der Gesellschaft angefallen: Abschlussprüfung TEUR 334 (Vorjahr: TEUR 266), andere Bestätigungsleistungen TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 94), Steuer- und Rechtsberatungsleistungen TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 205) sowie sonstige Leistungen TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 10).

8.7 Finanzergebnis

2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2 3
Aufwendungen aus Garantiedividenden 0 0
Aufwendungen aus Verlustübernahmen 0 0
Erträge aus Beteiligungen 197 140
Beteiligungsergebnis 199 143
Erträge aus Finanzanlagevermögen 23 22
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 56 121
davon verbundene Unternehmen 0 64
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -676 -1.137
davon verbundene Unternehmen -7 -10
Zinsanteil der Zuführung zur Pensionsrückstellung -661 -403
Zinsergebnis -1.258 -1.397
Finanzergebnis gesamt -1.059 -1.254
2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Zinsergebnis -1.258 -1.397
davon:
Kredite und Forderungen 56 118
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 220 162
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte -1 -2
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet mit fortgeführten Anschaffungskosten -1.336 -1.128
-1.061 -850
Beteiligungsergebnis 199 143
davon:
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2 3
Aufwendundungen aus Verlustübernahmen 0 0
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 197 140

8.8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Ertragsteuern werden die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie aus Gewerbesteuer und den entsprechenden ausländischen Einkommen- bzw. Ertragsteuern zusammen.

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands für die Geschäftsjahre 2017/2018 und 2016/2017 setzen sich wie folgt zusammen:

2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Inland 517 2.110
Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für Vorjahre -4.899 208
Latente Steuern aus zeitlichen Unterschieden 23.637 -24
Latente Steuern aus Verlustvorträgen -12.753 1.588
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Konzern 6.502 3.882

Die inländischen Ertragsteuern werden mit 31,50% (2016/2017: 31,34%) des geschätzten steuerpflichtigen Gewinns für das Geschäftsjahr berechnet.

Die Überleitungsrechnung zwischen dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand und dem erwarteten Ertragsteueraufwand auf Basis des IFRS-Konzernergebnisses und des anzuwendenden Steuersatzes der Konzernobergesellschaft GM DE GmbH in Höhe von 31,50% (Vorjahr: 31,34%) für die Geschäftsjahre 2017/2018 und 2016/2017 setzt sich folgendermaßen zusammen:

2017/18
TEUR
2016/17
TEUR
Ergebnis vor Steuern 12.315 15.120
Ertragsteuern zum erwarteten Ertragsteuersatz von 31,50% (2016/17: 31,34%) 3.879 4.739
Steuersatzänderung -9 316
Abweichende Steuersätze 0 33
laufenden und latente Steueraufwendungen/ -erträge für Vorjahre 2.488 208
Steuerfreie Erträge und Gewerbesteuerliche Kürzungen -52 -2
nicht abzugsfähige Aufwendungen und gewerbesteuerliche Hinzurechnungen 365 304
Ansatzkorrektur latente Steuern 0 -1.687
Sonstige Abweichungen -169 -29
6.502 3.882

Bei in Deutschland ansässigen Unternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft fällt Körperschaftsteuer in Höhe von 15% (Vorjahr: 15%) sowie ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% (Vorjahr: 5,5%) der geschuldeten Körperschaftsteuer an. Zusätzlich unterliegen diese Gesellschaften der Gewerbesteuer, deren Höhe sich in Abhängigkeit gemeindespezifischer Hebesätze bestimmt und für das laufende Geschäftsjahr 15,67% (Vorjahr: 15,51%) beträgt.

Die latenten Steueraufwendungen für Vorjahre resultieren im Wesentlichen aus der Anpassung der § 6b EStG-Rücklage im Rahmen der Steuererklärung 2016 im laufenden Geschäftsjahr. Gegenläufig ergeben sich laufende Steuererträge aufgrund der entstandenen steuerlichen Verlustvorträge für das Jahr 2016.

Die nicht abzugsfähigen Aufwendungen beinhalten Steuereffekte in Zusammenhang mit Dividenden sowie gewerbesteuerliche Hinzurechnungen.

9. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Im Folgenden werden die Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien dargestellt:

Wertansatz Bilanz nach IAS 39
Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert zum 30.09.18
TEUR
Fortgeführte AKo
TEUR
Fair Value erfolgsneutral
TEUR
Fair Value erfolgswirksam
TEUR
Aktiva
A. Langfristige Vermögenswerte
übrige Finanzanlagen 8.131
davon Anteile an verbundenen Unternehmen AfS 488 488
davon Beteiligungen AfS 333 333 4.932
davon Wertpapiere des Anlagevermögens AfS 2.340 2.340
davon Genossenschaftsanteile und Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen LaR 38 38
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen LaR 21.292 21.292
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 9.428 9.428
Derivative Finanzinstrumente 1.079
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.077 908 169
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 2
Liquide Mittel n.a. 29.277 29.277
Passiva
A. Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten FLAC 49.881 49.881
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
B. kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten FLAC 21.258 21.258
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 26.305 26.305
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 12.680
davon übrige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 12.680 12.680
Derivative Finanzinstrumente 692
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 692 680 12
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT
Davon aggregiert nach Bewer-
tungskategorien gem. IAS 39:
Kredite und Forderungen (LaR) 30.758 30.758
zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte(AfS) 3.161 821 7.272
Financial Asset Held for Trading (FAHfT) 2
Financial Liability Held for Trading (FLHfT)
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) 110.124 110.124
Bewertungskategorie nach IAS 39 Nicht von IFRS 7 erfasste Finanzinstrumente
TEUR
Fair Value zum 30.09.18
TEUR
Aktiva
A. Langfristige Vermögenswerte
übrige Finanzanlagen 8.131
davon Anteile an verbundenen Unternehmen AfS 488
davon Beteiligungen AfS 5.265
davon Wertpapiere des Anlagevermögens AfS 2.340
davon Genossenschaftsanteile und Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen LaR 38
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen LaR 21.292
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 9.428
Derivative Finanzinstrumente 1.079
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.077
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT
Liquide Mittel n.a. 29.277
Passiva
A. Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten FLAC 49.881
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
B. kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten FLAC 21.258
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 26.305
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 12.680
davon übrige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 12.680
Derivative Finanzinstrumente 692
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 692
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT
Davon aggregiert nach Bewer-
tungskategorien gem. IAS 39:
Kredite und Forderungen (LaR) 30.758
zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte(AfS) 8.093
Financial Asset Held for Trading (FAHfT)
Financial Liability Held for Trading (FLHfT)
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) 110.124
Wertansatz Bilanz nach IAS 39
Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert zum 30.09.17
TEUR
Fortgeführte AKo
TEUR
Fair Value erfolgsneutral
TEUR
Fair Value erfolgswirksam
TEUR
Aktiva
A. Langfristige Vermögenswerte
übrige Finanzanlagen 3.264
davon Anteile an verbundenen Unternehmen AfS 458 458
davon Beteiligungen AfS 333 333
davon Wertpapiere des Anlagevermögens AfS 2.326 2.326
davon Genossenschaftsanteile und Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen LaR 147 147
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen LaR 52.414 52.414
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 5.867 5.867
Derivative Finanzinstrumente 1.011
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.010 974 36
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 1 1
Liquide Mittel n.a. 131 131
Passiva
A. Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten FLAC 0 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
B. kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten FLAC 36.962 36.962
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 26.920 26.920
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7.930
davon übrige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 7.930 7.930
Derivative Finanzinstrumente 1.702
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 959 706 253
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 743 743
Davon aggregiert nach Bewer-
tungskategorien gem. IAS 39:
Kredite und Forderungen (LaR) 58.428 58.428
zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte(AfS) 3.117 791 2.326
Financial Asset Held for Trading (FAHfT) 1 1
Financial Liability Held for Trading (FLHfT) 743 743
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) 71.812 71.812
Bewertungskategorie nach IAS 39 Nicht von IFRS 7 erfasste Finanzinstrumente
TEUR
Fair Value zum 30.09.17
TEUR
Aktiva
A. Langfristige Vermögenswerte
übrige Finanzanlagen 3.264
davon Anteile an verbundenenUnternehmen AfS 458
davon Beteiligungen AfS 333
davon Wertpapiere des Anlagevermögens AfS 2.326
davon Genossenschaftsanteile und Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen LaR 147
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen LaR 52.414
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 5.867
Derivative Finanzinstrumente 1.011
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.010
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 1
Liquide Mittel n.a. 131
Passiva
A. Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten FLAC 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
B. kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten FLAC 36.962
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 26.920
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7.930
davon übrige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 7.930
Derivative Finanzinstrumente 1.702
davon Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 959
davon Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 743
Davon aggregiert nach Bewer-
tungskategorien gem. IAS 39:
Kredite und Forderungen (LaR) 58.428
zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte(AfS) 3.117
Financial Asset Held for Trading (FAHfT) 1
Financial Liability Held for Trading (FLHfT) 743
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) 71.812

Für Kredite und Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gibt es keine liquiden Märkte. Für Kredite und Forderungen wird angenommen, dass der Marktwert dem Buchwert entspricht.

Für die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgte die Bestimmung des Fair Value mittels EBIT-Multiple-Modell, sofern auf Grundlage der verfügbaren Informationen nach Auffassung der Gesellschaft eine verlässliche Bestimmbarkeit gegeben ist (vgl. Abschnitt 7.2.). Darüber hinaus erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten, wenn der Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann, da es für diese Finanzinstrumente keinen aktiven Markt gibt und eine verlässliche Ermittlung des Marktwerts nur im Rahmen von konkreten Verkaufsverhandlungen möglich wäre. Es besteht keine Veräußerungsabsicht für Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen.

Im Übrigen erfolgt die Fair Value Ermittlung anhand der Discounted Cash Flow-Methode, wobei die individuellen Bonitäten und sonstigen Marktgegebenheiten in Form von marktüblichen Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads bei der barwertigen Ermittlung berücksichtigt werden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben generell eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, so dass der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

Für die verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Während die Bewertung von Finanzinstrumenten nach IAS 39 vorgenommen wird, ordnet der Konzern die zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente zur dreistufigen Fair-Value-Hierachie gemäß IFRS 7 wie folgt zu:

Level 1:

In diesem Level werden Finanzinstrumente ausgewiesen, bei denen die Fair Value-Ermittlung auf der Grundlage von quotierten Preisen auf aktiven Märkten erfolgt. Im Konzern fallen hierunter börsennotierte Wertpapiere und börsengehandelte Warentermingeschäfte.

Level 2:

Hier werden Finanzinstrumente ausgewiesen, bei denen die wesentlichen Inputparameter zur Fair Value-Ermittlung ausschließlich am Markt beobachtbar sind. Der Konzern weist in diesem Level nicht börsengehandelte Devisen- und Rohstoffderivate aus.

Level 3:

Finanzinstrumente, bei denen die wesentlichen Inputparameter zur Fair Value-Ermittlung nicht am Markt beobachtbar sind, sind in diesem Level auszuweisen. Als Finanzinstrumente des Level 3 werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete Minderheitsbeteiligungen ausgewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der einzelnen Klassen von Finanzinstrumenten zu den entsprechenden Leveln der Fair Value-Hierarchie:

Zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente Fair Value 30.09.2018
TEUR
Level 1
TEUR
Level 2
TEUR
Level 3
TEUR
AKTIVA
Wertpapiere des Anlagevermögens (AfS) 2.340 2.340
Beteiligungen 5.167 5.167
Derivative Finanzinstrumente 1.079 908 171
8.586 3.248 171 5.167
PASSIVA
Derivative Finanzinstrumente 692 680 12
692 680 12
Zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente Fair Value 30.09.2017
TEUR
Level 1
TEUR
Level 2
TEUR
Level 3
TEUR
AKTIVA
Wertpapiere des Anlagevermögens (AfS) 2.326 2.326
Derivative Finanzinstrumente 1.011 974 37
3.337 3.300 37
PASSIVA
Derivative Finanzinstrumente 1.702 1.124 578
1.702 1.124 578

Im Hinblick auf die Ermittlung der Fair Values für Beteiligungen würden sich bei einem gegenüber den Erwartungen um +/- 10% abweichenden künftigen EBIT der betreffenden Beteiligungen ceteris paribus um insgesamt TEUR 532 höhere bzw. geringere Fair Values zum 30.09.2018 ergeben. Eine Abweichung des im Rahmen der Bewertung verwendeten EBIT-Multiple um +/- 1 würde ceteris paribus zu einer Erhöhung bzw. Verminderung dieser Fair Values um insgesamt TEUR 555 führen.

Der Konzern erfasst mögliche Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Transfers zwischen den verschiedenen Leveln der Fair Value-Hierarchie vorgenommen.

Es bestehen keine wesentlichen Saldierungspotentiale von Finanzinstrumenten aufgrund von Nettingvereinbarungen.

Die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

30.09.2018
TEUR
Zins fix
TEUR
Zins variabel
TEUR
Tilgung
TEUR
Gesamt
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten (FLAC) 91.306 -2.658 -36 -91.306 -94.000
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisenderivate 12 -12 -12
OTC-Warentermingeschäfte
börsengehandelte Warentermingeschäfte (Futures) 680 -680 -680
Cash Flows bis zu 1 Jahr
Zins fix
TEUR
Zins variabel
TEUR
Tilgung
TEUR
Summe
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten (FLAC) -718 -36 -41.237 -41.991
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisenderivate -12 -12
OTC-Warentermingeschäfte
börsengehandelte Warentermingeschäfte (Futures) -645 -645
Cash Flows innerhalb 2-5 Jahren
Zins fix
TEUR
Zins variabel
TEUR
Tilgung
TEUR
Summe
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten (FLAC) -1.940 -12.571 -14.511
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisenderivate
börsengehandelte Warentermingeschäfte (Futures) -35 -35
Cash Flows >5 Jahre
Zins fix
TEUR
Zins variabel
TEUR
Tilgung
TEUR
Summe
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten (FLAC) -2.314 -37.498 -39.812
Buchwert Summe Cash Flows
30.09.2017
TEUR
Zins fix
TEUR
Zins variabel
TEUR
Tilgung
TEUR
Gesamt
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten (FLAC) 71.812 -24 -71.812 -71.836
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisenderivate 253 -253 -253
OTC-Warentermingeschäfte 324 -324 -324
börsengehandelte Warentermingeschäfte (Futures) 1.124 -1.122 -1.122
Cash Flows 2018
Zins fix
TEUR
Zins variabel
TEUR
Tilgung
TEUR
Summe
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten (FLAC) -24 -71.812 -71.836
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisenderivate -253 -253
OTC-Warentermingeschäfte -324 -324
börsengehandelte Warentermingeschäfte (Futures) -842 -842
Cash Flows 2019-2023
Zins fix
TEUR
Zins variabel
TEUR
Tilgung
TEUR
Summe
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten (FLAC)
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisenderivate
börsengehandelte Warentermingeschäfte (Futures) -280 -280

Es wird nicht erwartet, dass die Zahlungsmittelabflüsse in der Fälligkeitsanalyse zu wesentlich abweichenden Stichtagen oder mit wesentlich abweichenden Beträgen auftreten werden.

Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien setzen sich wie folgt zusammen:

aus der Folgebewertung Nettoergebnis
aus Dividenden und Effektivzinsen
TEUR
zum Fair Value
TEUR
Währungsumrechnung
TEUR
Wertberichtigung
TEUR
davon erfolgswirksam 30.09.2018
TEUR
davon erfolgsneutral
TEUR
Kredite und Forderungen (LaR) 56 25 81
Held for Trading (HfT) 744 744
zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte(AfS) 220 4.946 220 4.946
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte -1 -1
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) -1.353 -1.353
-1.077 5.689 25 -309 4.946
aus der Folgebewertung Nettoergebnis
aus Dividenden und Effektivzinsen
TEUR
zum Fair Value
TEUR
Währungsumrechnung
TEUR
Wertberichtigung
TEUR
davon erfolgswirksam 30.09.2017
TEUR
davon erfolgsneutral
TEUR
Kredite und Forderungen (LaR) 118 -27 91
Held for Trading (HfT) -744 -744
zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte(AfS) 162 -40 162 -40
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) -1.128 -18 -1.110
-848 -784 -18 -27 -1.601 -40

Das Nettoergebnis ergibt sich aus folgenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:

Nettoergebnis 30.09.2018 davon erfolgswirksam
TEUR
Sonstige betriebliche Erträge
TEUR
Sonstige betriebliche Aufwendungen
TEUR
Finanzergebnis
TEUR
Kredite und Forderungen (LaR) 81 67 -42 56
Held for Trading (HfT) 744 745 0 -1
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 220 220
finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) -1.353 1 -1 -1.353
-308 813 -43 -1.078
Nettoergebnis 30.09.2017 davon erfolgswirksam
TEUR
Sonstige betriebliche Erträge
TEUR
Sonstige betriebliche Aufwendungen
TEUR
Finanzergebnis
TEUR
Kredite und Forderungen (LaR) 91 35 -62 118
Held for Trading (HfT) -744 -744
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 162 162
finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) -1.110 8 -26 -1.128
-1.601 43 -832 -848

Die Altersstruktur der überfälligen Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Buchwert 30.09.2018
TEUR
davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig
TEUR
Genossenschaftsanteile 38 38
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.107 18.288
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 185 185
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligunsverhältnis besteht
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 9.428 9.428
zum 30.09.2018 30.758 27.939
davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
weniger als 30 Tage
TEUR
Zwischen 31 und 60 Tagen
TEUR
Zwischen 61 und 90 Tagen
TEUR
Zwischen 91 und 180 Tagen
TEUR
Zwischen 181 und 360 Tagen
TEUR
Mehr als 360 Tage
TEUR
Genossenschaftsanteile
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.319 67 35 19 3
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligunsverhältnis besteht
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
zum 30.09.2018 2.319 67 35 19 3
Buchwert 30.09.2017
TEUR
davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig
TEUR
Genossenschaftsanteile und Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 147 147
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 52.154 47.297
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 260 260
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligunsverhältnis besteht
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.867 5.867
zum 30.09.2017 58.428 53.571
davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
weniger als 30 Tage
TEUR
Zwischen 31 und 60 Tagen
TEUR
Zwischen 61 und 90 Tagen
TEUR
Zwischen 91 und 180 Tagen
TEUR
Zwischen 181 und 360 Tagen
TEUR
Mehr als 360 Tage
TEUR
Genossenschaftsanteile und Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.630 21 11 34 4
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligunsverhältnis besteht
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
zum 30.09.2017 4.630 21 11 34 4

Die Veränderungen der Wertminderungen haben sich wie folgt entwickelt:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.09.2018
TEUR
30.09.2017
TEUR
Stand zum 01.10. 2.332 2.343
Wertminderungen von Forderungen im aktuellen Wirtschaftsjahr 42 46
Aufgrund von Uneinbringlichkeit abgeschriebene Beträge 0 -23
Wertaufholungen -63 -34
Stand zum 30.09. 2.311 2.332

Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden gebildet, wenn der Ausgleich der Forderung zweifelhaft ist. Das ist der Zeitpunkt, in dem ein Mahnbescheid beantragt oder ein Auftrag an ein Inkassobüro vergeben wird. In der Regel haben die Kunden eine hohe Bonität. Uneinbringliche Forderungen werden unter Berücksichtigung der Umsatzsteuerkorrektur, eventueller Erstattungen der Kreditversicherung und bereits gebildeter Wertberichtigungen erfolgswirksam abgeschrieben.

10. Risikomanagement, Finanzderivate und weitere Angaben zum Kapitalmanagement

10.1 Grundsätze des Risikomanagements

Der GoodMills Deutschland Konzern unterliegt hinsichtlich der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Getreidepreise sowie aus Schwankungen der Wechselkurse und der Zinssätze. Darüber hinaus bestehen insbesondere Ausfallrisiken im Hinblick auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen-, sowie Liquiditätsrisiken.

Es ist Unternehmenspolitik, diese Risiken ständig zu beobachten, zu quantifizieren und abzusichern. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen und Schwankungen der Cash Flows durch Veränderungen von Wareneinstands- und Verkaufspreisen sowie von Wechselkursen und Zinssätzen zu vermeiden. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur Risiken gesichert, die Auswirkungen auf den Cash Flow des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d.h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. OTC-Warentermingeschäfte werden zur Preisoptimierung eingesetzt. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden von der Geschäftsführung festgelegt. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen den jeweiligen Fachabteilungen des Konzerns und sind in verschiedenen Konzernrichtlinien niedergelegt, die den Umgang mit Rohstoff-, Zins- und Währungsrisiken genau festlegen. Eine Risikokonzentration wird so vermieden.

10.2 Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, sich jederzeit Finanzmittel beschaffen zu können, um eingegangene finanzielle Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu begleichen. Als wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt eine Finanzplanung. Auf dieser Grundlage werden der Finanzierungsbedarf einschließlich der im Rahmen des bestehenden ABS-Vertrags zu verkaufenden Forderungen und die erforderlichen Kreditlinien bei den Banken ermittelt.

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Kreditlinien bei Banken sowie durch die Überwachung der prognostizierten und tatsächlichen Cash Flows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

Risiken aus derivativen finanziellen Verbindlichkeiten in Form von Devisentermingeschäften ergeben sich grundsätzlich nicht, da diese als Sicherungsgeschäft im Fair Value Hedge Accounting dienen. Für diese Fälle besteht lediglich ein hypothetisches Risiko für den Fall, dass das Grundgeschäft zu dem das Sicherungsgeschäft abgeschlossen wurde, entfällt. Sollte dies eintreten, müsste unverzüglich das Sicherungsgeschäft aufgelöst bzw. durch eine entsprechende Gegenposition glattgestellt werden.

Es ergeben sich keine Risiken aus börsennotierten Warentermingeschäften (Futures), da diese immer in einem Sicherungszusammenhang mit einem Grundgeschäft stehen.

10.3 Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung der Marktrisiken Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse und Rohstoffpreise in Frage.

Der Wareneinkauf unterliegt aufgrund der starken Getreidepreisschwankungen einem ständigen Wertänderungsrisiko. Deshalb werden diese grundsätzlich durch entsprechende Getreidekontrakte mit fest vereinbarten Preisen abgesichert, um das Preisrisiko zu minimieren. Es wird versucht, diese Einkaufskontrakte fristenkongruent mit entsprechenden Verkaufskontrakten abzuschließen. Ist es nicht möglich, Getreidekontrakte abzuschließen, werden Sicherungsgeschäfte über die Warenterminbörse getätigt. Kontrollierte Risikopositionen werden nur in sehr begrenztem Umfang eingegangen, sodass sich keine weiteren Preisrisiken aus der Veränderung der Rohstoffpreise ergeben.

Die Getreidepreisschwankungen werden für Zwecke der internen Steuerung auf Basis eines Value at Risk überwacht. Dieser wird auf Basis historischer Daten berechnet. Der Value at Risk gibt den maximal möglichen Verlust auf Basis einer Wahrscheinlichkeit von 95% für einen Risikohorizont von 36 Monaten wieder. Zum 30. September 2018 betrug der Value at Risk EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.).

Das Preisrisiko Reis- und Hülsenfrüchte sowie Nährmittel wird auf Basis eines Market-to-Market-Modells überwacht. Zum 30. September 2018 ergab sich aus der Bewertung zu aktuellen Marktpreisen eine offene Risikoposition von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.).

10.4 Währungsrisiko

Währungsrisiken entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Demnach bleiben wechselkursbedingte Differenzen, welche aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung resultieren, unberücksichtigt.

Die Währungsrisiken des GoodMills Deutschland Konzerns resultieren im Wesentlichen aus operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cash Flows des Konzerns beeinflussen.

Im operativen Bereich werden die Aktivitäten der einzelnen Konzernunternehmen mehrheitlich in der jeweiligen funktionalen Währung abgewickelt. Aus diesem Grund wird das Währungsrisiko des GoodMills Deutschland Konzerns als gering eingeschätzt. Einige Konzernunternehmen sind dennoch Fremdwährungsrisiken durch Zahlungen außerhalb der funktionalen Währung ausgesetzt. Die Wechselkursrisiken innerhalb des Konzerns stellen sich zum Bilanzstichtag, basierend auf den Nominalwerten, wie in der folgenden Tabelle aufgeführt dar.

Währungsrisiken Nominalwerte am Stichtag 30.9.2018
Alle Angaben
in TEUR
festkontrahierte Einkaufskontrakte -6.008
Devisentermingeschäfte 6.008
Summe 0
Währungsrisiken Nominalwerte am Stichtag 30.9.2017
Alle Angaben
in TEUR
festkontrahierte Einkaufskontrakte 453
Devisentermingeschäfte -453
Summe 0

Die Devisentermingeschäfte dienen der Absicherung des Währungsrisikos insbesondere aus schwebenden Einkaufskontrakten. Änderungen des jeweiligen EUR-Wechselkurses führen nicht zu Währungsrisiken, da sich Änderungen der Wechselkurse im Grund- und Sicherungsgeschäft gegenseitig kompensieren.

Der Konzern setzt Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Risikos ein, welches aus künftigen Ein- und Verkäufen entsteht. Die wesentlichen Positionen stellen Kaufverträge über Rohstoffe in USD dar. Sie werden als Fair Value Hedge bilanziert.

Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente, zu denen die flüssigen Mittel, Forderungen, verzinsliche Wertpapiere, verzinsliche Schulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und unverzinsliche Verbindlichkeiten gehören, sind grundsätzlich direkt in funktionaler Währung denominiert oder werden mittels Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Die zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Fair Value Hedges dienen der Sicherung von festen Verpflichtungen und gleichen die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften in der Gewinn- und Verlustrechnung fast vollständig aus. Demnach haben Währungskursänderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Jahresüberschuss bzw. das Eigenkapital.

10.5 Zinsrisiko

Der Konzern ist Zinsrisiken ausgesetzt, da die Konzernunternehmen Finanzmittel zu variablen Zinssätzen aufnehmen. Das Risiko wird durch den Konzern gesteuert, indem ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Mittelaufnahmen eingehalten wird. Dies erfolgt auch unter Verwendung von Zinssicherungsinstrumenten. Die Sicherungsmaßnahmen werden regelmäßig beurteilt, um sie auf die Zinserwartung und die gewünschte Risikobereitschaft abzustimmen. Danach werden die Sicherungsstrategien ausgewählt, die den Zinsaufwand über die Zinszyklen hinweg sichern.

Verzinsung Buchwerte
30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
fix verzinst
Vermögenswerte
- Wertpapiere 2.340 2.326
2.340 2.326
Summe fix verzinst 2.340 2.326
fix verzinst
Schulden
- Finanzverbindlichkeiten 49.881 0
49.881 0
Summe fix verzinst -49.881 0
variabel verzinst
Schulden
- Finanzverbindlichkeiten 21.258 36.962
21.258 36.962
Summe variabel verzinst -21.258 -36.962

Für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten wird die Sensitivitätsanalyse unter der Annahme erstellt, dass der Betrag der ausstehenden Verbindlichkeit zum Bilanzstichtag für das gesamte Jahr ausstehend war. Im Rahmen der internen Berichterstattung über das Zinsrisiko an die Leitungsgremien wird dabei ein Anstieg bzw. ein Absinken des Zinses um 50 Basispunkte unterstellt. Dies stellt die Einschätzung der Geschäftsführung hinsichtlich einer begründeten, möglichen Änderung der Zinsen dar.

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Im Übrigen werden alle originären Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, so dass sie keinem Zinsänderungsrisiko nach IFRS 7 unterliegen.

Für den Fall, dass die Zinsen 50 Basispunkte höher/niedriger gewesen wären und alle anderen Variablen konstant gehalten würden,

würde der Jahresüberschuss um TEUR 51 absinken/TEUR 51 ansteigen (30.9.2017: Rückgang um TEUR 97 /Anstieg um TEUR 101). Dies ist hauptsächlich auf Zinsrisiken durch die Aufnahme von Mitteln zu variablen Sätzen durch den Konzern zurückzuführen, und

würde das Eigenkapital des Konzerns um TEUR 57 absinken bzw. um TEUR 57 ansteigen (30.9.2017: Rückgang um TEUR 51 /Anstieg um TEUR 51). Dies ist das Ergebnis von Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der zur Veräußerung verfügbaren festverzinslichen finanziellen Wertpapiere.

10.6 Ausfallrisikomanagement

Unter dem Ausfallrisiko versteht man das Risiko eines Verlustes für den Konzern, wenn eine Vertragspartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen.

Zum 30. September 2013 wurden erstmals Forderungen im Rahmen einer ABS Finanzierung verkauft, seitdem wird ein entsprechend niedrigeres Forderungsvolumen ausgewiesen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die vom Management des Konzerns auf der Grundlage von Vergangenheitserfahrungen und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Zur Absicherung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat der GoodMills Deutschland Konzern ein EDV-gestütztes System entwickelt, das das Ausfallrisiko bereits bei der Auftragsannahme minimiert. Zusätzlich besteht zur Absicherung des verbleibenden Restrisikos der Zahlungseingänge soweit möglich ein Versicherungsschutz. Eine Überwachung des Ausfallrisikos erfolgt kundenindividuell nach Fälligkeitsstruktur der Forderungen.

Es besteht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos, entsprechend ist die Geschäftsführung der Überzeugung, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig ist.

Bei derivativen Finanzinstrumenten beschränkt sich das Kreditrisiko auf Geschäfte mit positiven Marktwerten und bei diesen auf die Wiederbeschaffungskosten. Derivatgeschäfte werden fast ausschließlich auf Grundlage von standardisierten Rahmenverträgen für Finanztermingeschäfte abgeschlossen. Vertragspartner sind Kreditinstitute, die von externen Ratingagenturen ein gutes Rating erhalten haben. Forderungen gegen Broker an Warenterminbörsen werden über gesicherte Konten abgewickelt, ein Bonitätsrisiko des Brokers besteht nicht.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben.

maximales Ausfallrisiko

Buchwerte davon kreditversichert
Kredite und Forderungen (LaR) 30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
30.9.2018
TEUR
30.9.2017
TEUR
Genossenschaftsanteile und Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen
Forderungen der inländischen Standorte 38 147 0 0
38 147 0 0
Forderungen
Forderungen der inländischen Standorte 21.292 52.414 14.334 44.228
21.292 52.414 14.334 44.228
sonstige finanzielle Forderungen -kurzfristig-
Forderungen der inländischen Standorte 9.428 5.867 0 0
9.428 5.867 0 0
Summe Loans and Receivables
Forderungen der inländischen Standorte 30.758 58.428 14.334 44.228
30.758 58.428 14.334 44.228
Liquide Mittel
Inländische Standorte 29.277 131 0 0
29.277 131 0 0

10.7 Angaben zum Kapitalmanagement

Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements des Konzerns ist, die zukünftige wachstumsfördernde Kapitalbereitstellung für die einzelnen Unternehmenseinheiten unter Berücksichtigung von laufenden Markt-, Kredit- und operationellen Risiken zu gewährleisten. Das Kapitalmanagement bezieht sich auf das gesamte Eigenkapital. Dieses wird für jede rechtliche Einheit geregelt. Das starke Finanzprofil sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns tragen hierzu bei.

Grundlage für die Optimierung der Kapitalstruktur des Konzerns bildet die Eigenkapitalausstattung, die somit als wichtiges Steuerungsinstrument der Fremdfinanzierung fungiert. Auf Ebene des Gesamtkonzerns wird auf Basis der Rechnungslegungsvorschriften nach den IFRS in Abhängigkeit von bilanzierten Vermögenswerten und Schulden eine Eigenkapitalquote festgelegt und überwacht. Das im Konzernabschluss mit TEUR 102.384 (30.9.2017: TEUR 109.087) ausgewiesene Eigenkapital und die sich daraus ergebende Eigenkapitalquote von rund 35,9% (30.9.2017: rund 42,0%) erfüllen diese Vorgaben.

Es bestehen keine satzungsmäßig auferlegten Kapitalerfordernisse.

11. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach dem Bilanzstichtag.

Am 20. Juli 2018 hat die Heubeck-Richttafeln-GmbH neue biometrische Rechnungsgrundlagen (Sterbetafeln) zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen veröffentlicht, die im Konzernabschluss der GoodMills Deutschland GmbH erstmals zum 30. September 2018 umgesetzt wurden. Am 4. Oktober 2018 hat die Heubeck-Richttafeln-GmbH zur Bereinigung inkonsistenter Datengrundlagen eine korrigierte Fassung dieser biometrischen Rechnungsgrundlagen veröffentlicht. Nach Einschätzung der Heubeck-Richttafeln-GmbH führt die Anwendung der korrigierten Sterbetafeln im Vergleich zu der im Juli 2018 veröffentlichten Rechnungsgrundlage zu einer Reduktion der Pensionsrückstellungen um durchschnittlich rund 0,5%. Wesentliche Auswirkungen einer Korrektur der biometrischen Rechnungsgrundlagen im Konzernabschluss der GoodMills Deutschland GmbH im Geschäftsjahr 2018/19 werden daher nicht erwartet.

12. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und den konsolidierten Tochterunternehmen wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert. Weitere wesentliche Geschäftsvorfälle mit Tochterunternehmen haben sich nicht ereignet: so betragen die Umsatzerlöse mit diesen Gesellschaften weniger als 1,0% der Konzernumsatzerlöse.

Geschäftsbeziehungen mit der Muttergesellschaft, der GoodMills Group GmbH, Wien, Österreich, und den mit dieser Gesellschaft verbundenen Unternehmen sind von untergeordneter Bedeutung.

13. Sonstige Angaben

Vergütungen für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

a.) Angaben gemäß IAS 24.17

Angaben
in TEUR
Geschäftsführung und Aufsichtsrat
2017/2018 2016/2017
Kurzfristig fällige Leistungen 732 640

b.) Ergänzende Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB i. V. m. § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB

Angaben
in TEUR
2017/2018 2016/2017
Gesamtbezüge aktiver Organmitglieder
Geschäftsführung 696 604
Aufsichtsrat 36 36
Gesamtbezüge früherer Organmitglieder und von deren Hinterbliebenen
Geschäftsführung 319 353

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene sind insgesamt TEUR 8.334 (Vorjahr: TEUR 9.358) zurückgestellt.

Freigabe der Veröffentlichung

Die Geschäftsführung der GM DE GMBH hat den Konzernabschluss am 16. November 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Die Billigung soll am 26. November 2018 erfolgen.

14. Organe

Mitglieder des Aufsichtsrates der GoodMills Deutschland GmbH sind:

1.

Herr DI Josef Di etrich, Wien, Österreich, Vorsitzender bis 22.08.2018

Chairman Executive Board der GoodMills Group GmbH, Wien, Österreich

2.

Herr DDr. Leonhard Gollegger, Wien, Österreich, Vorsitzender ab 23.08.2018

Executive Director der GoodMills Group GmbH, Wien, Österreich

3.

Herr Alois Dendl, Ergolding

Müller, Kampffmeyer Mühlen GmbH, Ergolding

4.

Herr Thomas Galus, Gelsenkirchen

Maschinenführer, Müller's Mühle GmbH, Gelsenkirchen

5.

Herr Dr. Hans-Jörg Gebhard, Eppingen

Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenbauer e.V., Würzburg

6.

Herr DI Rafał Salomon, Wien, Österreich

Executive Director der GoodMills Group GmbH, Wien, Österreich

Geschäftsführung

Gunnar Steffek, Hauptgeschäftsführer

Markus Green, kfm. Geschäftsführer

 

Hamburg, den 16. November 2018

Gunnar Steffek

Markus Green

Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns

zum 30. September 2017

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.10.2016
T€
Kurs-effekte
T€
Zugänge
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
Stand am 30.09.2017
T€
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte, Lizenzen und Werte 33.114 0 762 52 2 33.926
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 467 0 0 0 0 467
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 137 0 768 -62 0 843
33.718 0 1.530 -10 2 35.236
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 73.294 0 4.011 196 491 77.010
2. Technische Anlagen und Maschinen 240.445 0 2.934 432 187 243.624
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.099 0 1.212 49 610 15.750
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.911 0 6.005 -667 210 7.039
5. Finanzierungsleasing 0 0 0 0 0 0
330.749 0 14.162 10 1.498 343.423
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 828 0 0 0 0 828
2. Beteiligungen 359 0 0 0 0 359
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.400 0 639 0 714 2.325
4. Genossenschaftsanteile und Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 144 0 3 0 0 147
3.731 0 642 0 714 3.659
368.198 0 16.334 0 2.214 382.318
Abschreibungen
Stand am 01.10.2016
T€
Kurseffekte
T€
Zugänge
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
Stand am 30.09.2017
T€
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte, Lizenzen und Werte 7.503 0 1.076 0 2 8.577
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 343 0 0 0 0 343
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
7.846 0 1.076 0 2 8.920
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 37.245 0 1.240 0 357 38.128
2. Technische Anlagen und Maschinen 175.707 0 5.490 0 186 181.011
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.846 0 737 0 607 11.976
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
5. Finanzierungsleasing 0 0 0 0 0 0
224.798 0 7.467 0 1.150 231.115
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 370 0 0 0 0 370
2. Beteiligungen 25 0 0 0 0 25
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0
4. Genossenschaftsanteile und Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0 0 0 0 0 0
395 0 0 0 0 395
233.039 0 8.543 0 1.152 240.430
Buchwerte
Stand am 30.09.2017
T€
Stand am 30.09.2016
T€
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte, Lizenzen und Werte 25.350 25.611
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 124 124
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 843 137
26.317 25.872
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 38.882 36.049
2. Technische Anlagen und Maschinen 62.613 64.738
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.774 3.253
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.039 1.911
5. Finanzierungsleasing 0 0
112.308 105.951
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 458 458
2. Beteiligungen 334 334
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.325 2.400
4. Genossenschaftsanteile und Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 147 144
3.264 3.336
141.889 135.159

Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns zum 30. September 2018

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.10.2017
T€
Kurseffekte
T€
Zugänge
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
Stand am 30.09.2018
T€
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte, Lizenzen und Werte 33.926 0 179 0 113 33.992
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 467 0 0 0 0 467
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 843 0 2.357 0 0 3.200
35.236 0 2.536 0 113 37.659
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 77.010 0 551 52 349 77.264
2. Technische Anlagen und Maschinen 243.624 0 2.964 4.268 17 250.839
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.750 0 1.144 55 891 16.058
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.039 0 27.633 -4.375 2 30.295
5. Finanzierungsleasing 0 0 0 0 0 0
343.423 0 32.292 0 1.259 374.456
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 828 0 30 0 0 858
2. Beteiligungen 359 0 4.932 0 1 5.290
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.325 0 825 0 810 2.340
4. Genossenschaftsanteile und Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 147 0 4 0 113 38
3.659 0 5.791 0 924 8.526
382.318 0 40.619 0 2.296 420.641
Abschreibungen
Stand am 01.10.2017
T€
Kurseffekte
T€
Zugänge
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
Stand am 30.09.2018
T€
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte, Lizenzen und Werte 8.577 0 1.009 0 113 9.473
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 343 0 0 0 0 343
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
8.920 0 1.009 0 113 9.816
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 38.128 0 1.232 0 349 39.011
2. Technische Anlagen und Maschinen 181.011 0 5.600 0 17 186.594
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.976 0 811 0 854 11.933
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
5. Finanzierungsleasing 0 0 0 0 0 0
231.115 0 7.643 0 1.220 237.538
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 370 0 0 0 0 370
2. Beteiligungen 25 0 0 0 0 25
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0
4. Genossenschaftsanteile und Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0 0 0 0 0 0
395 0 0 0 0 395
240.430 0 8.652 0 1.333 247.749
Buchwerte
Stand am 30.09.2018
T€
Stand am 30.09.2017
T€
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte, Lizenzen und Werte 24.520 25.350
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 124 124
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.200 843
27.844 26.317
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 38.253 38.882
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.245 62.613
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.125 3.774
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 30.295 7.039
5. Finanzierungsleasing 0 0
136.918 112.308
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 488 458
2. Beteiligungen 5.265 334
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.340 2.325
4. Genossenschaftsanteile und Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 38 147
8.131 3.264
172.893 141.889

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GoodMills Deutschland GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der GoodMills Deutschland GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der GoodMills Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 23. November 2018

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heckert, Wirtschaftsprüfer

Tauchen, Wirtschaftsprüfer

Billigung des Konzernabschlusses

Die Billigung des Konzernabschlusses der GoodMills Deutschland GmbH zum 30. September 2018 erfolgte am 26. November 2018.

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Aktueller Abdruck
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5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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