Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 670652
Eingetragen
28.2.1974
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Funkfernwirksystemen für die industrielle Anwendung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Roels
seit 22.3.2019
Prokura
Geschäftsführer
Dorothee Helene Roels
seit 22.3.2019
Geschäftsführer
Jochen Dr.-Ing. Antes
seit 22.3.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Brendel Holding GmbH & Co. KG
Germany
25.600 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HBC-radiomatic GmbH

Crailsheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für 2023

A. Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr 2023

1. Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die HBC-radiomatic GmbH wurde am 10.12.1973 gegründet und hat ihren Sitz in Crailsheim. Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der HBC-radiomatic GmbH liegt in der Herstellung und dem Vertrieb von hochwertigen Funksystemen für die drahtlose Steuerung von Kranen und industriell genutzten Maschinen.

2. Gesamtwirtschaft und Branche

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 geschrumpft. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt fiel auf den Wert von -0,3% gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Statistisches Bundesamt, Bericht zum Bruttoinlandsprodukt 2023 vom 15.01.2024). Gebremst wurde die Wirtschaft in allen Bereichen durch hohe Preise, hohen Kosten für Finanzierung und geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Da es für unsere Geschäftstätigkeit keine eigenständige Branche gibt, dienen die Entwicklungen der Bauinvestitionen und Ausrüstungsinvestitionen als beste Indikatoren. Ebenso ist als ein stark vom Export abhängiges Unternehmen der Blick auf den Außenhandelsbericht wichtig.

Im Baugewerbe führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen ggü. den Vorjahren im Hochbau zu einem deutlichen Rückgang. Preisbereinigt konnte das Jahr 2023 u.a. aufgrund der Steigerung der Produktion im Tiefbau und Ausbaugewerbe mit einem leichten Plus von 0,2% abgeschlossen werden, wobei Bauinvestitionen im Jahr 2023 weiterhin deutlich sanken.

In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde preisbereinigt um 3% mehr investiert als im Vorjahr, jedoch führt man dies v.a. auf Effekte der geförderten Elektromobilität zurück. Das verarbeitende Gewerbe hingegen schließt das Jahr mit einem Rückgang von 0,4%. Gestiegene Energiekosten werden oftmals als einer der entscheidenden Gründe angeführt. Zwar zählt sich die HBC-radiomatic GmbH nicht zu den energieintensiven Unternehmen, bedient aber einige (Groß-)Kunden aus diesen Industriezweigen, die mit Investitionszurückhaltung reagieren.

Der Außenhandelsbericht zeigt, dass das Handelsvolumen im Jahr 2023 insgesamt geschrumpft ist. Gegenüber dem Vorjahr 2022 haben sich preisbereinigt die Warenexporte mit -1,8% negativ entwickelt.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in unserem Unternehmen und den verschiedenen Absatzregionen, in denen wir tätig sind, wider. Zu unseren Hauptabsatzmärkten gehören vor allem Deutschland und das europäische Ausland. Daneben gelten China und Nordamerika als die größten Absatzmärkte.

Vom Umsatz entfielen 44% (Vj. 45%) auf Deutschland, 26% auf EU-Länder (Vj. 25%) sowie 31% auf Drittländer (Vj. 31%), wobei der tatsächliche Exportanteil, d.h. Ausfuhr aus Deutschland, auf mindestens 70% geschätzt wird.

Die Umsatzverteilung hat sich im Jahr 2023 unwesentlich verändert, was wiederum zeigt, dass alle Weltregionen gleichermaßen mit der wirtschaftlichen Situation konfrontiert sind. Das Unternehmen arbeitet in vielen Ländern mit eigenständigen Vertriebs- und Servicepartnern zusammen, deren Größe, Finanzsituation und Investitionsfähigkeit von teilweise sehr individuellen Faktoren abhängig sind.

3. Auftragslage / Produktion

Das Jahr 2023 war zu Beginn des Jahres gekennzeichnet von einer nach wie vor hohen Auftragslast bei sich gleichzeitig stabilisierender Materialverfügbarkeit.

Die Materialverfügbarkeit war in den Vorjahren zu einer der Hauptrisiken geworden. Aufgrund weltweit instabiler Lieferketten und allgemeiner Materialverknappung planten vor allem größere Kunden und Händler ihre Bedarfe frühzeitig und platzierten Rahmenbestellungen in höheren Volumina, um ihre eigene Planungs- und Lieferfähigkeit zu erhöhen, in vielen Fällen über die eigentlich erkennbare Marktnachfrage hinaus. Dieser Trend schwenkte im Jahr 2023 aufgrund der schwächelnden Wirtschaft in Deutschland und dem europäischen Ausland deutlich um: der Auftragseingang war im Geschäftsjahr 2023 stark rückläufig und ließ den Auftragsbestand zum Jahresende auf die Hälfte des Vorjahreswerts schrumpfen. Viele Stornierungen für bereits bestätigte Aufträge konnten durch Umplanungen abgewendet werden, in einigen wenigen Fällen waren aber Komplettstornierungen für langfristig geplante Lieferungen unausweichlich.

4. Forschung und Entwicklung

Um Marktentwicklungen und dem Anspruch der Technologieführerschaft weiterhin gerecht zu werden, sind im Bereich Forschung & Entwicklung Budgets für die Produktneu- und -weiterentwicklung zur Verfügung gestellt und im Vergleich zum Vorjahr erhöht worden.

Im Jahr 2023 stiegen die Aufwendungen für F&E um über 13% auf 2.701 T€. Während allgemeine Kostensteigerungen wie z.B. gestiegene Personalkosten eine große Rolle spielen, entfiel ein großer Teil dieser Aufwendungen auch auf Modernisierung von Entwicklungs- und Prüfprozessen. Anders als anderen Herstellern ist es unserem Unternehmen in den vergangenen Jahren gelungen, die Jahre der Materialverknappung ohne Produktionsunterbrechungen zu meistern und Liefertermine entsprechend einzuhalten. Dies war v.a. durch eine schlanke und agile Entwicklungsorganisation möglich, die Nachentwicklungen und Re-Designs in kürzester Zeit realisierten. Das Unternehmen baut seine Entwicklungstätigkeiten kontinuierlich weiter aus, um kundenindividuelle Lösungen für alle in Frage kommenden Anwendungsbereiche weltweit anbieten zu können, nicht zuletzt auch, um unabhängiger von bewährten, aber unter Druck geratenen Bestandsmärkten zu werden und neue Industriezweige und Märkte zu erschließen.

5. Personal und Sozialbereich

Zum Geschäftsjahresende waren bei der HBC-radiomatic 301 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vj. 289). Seit Ende der Covid-Pandemie ist der allgemeine Fachkräftemangel in Deutschland, vor allem aber auch in der äußerst krisenfesten Region Hohenlohe, deutlich spürbarer als zu Vor-Pandemie-Zeiten.

Das Unternehmen unternimmt sehr große Anstrengungen im Bereich der Stärkung der Arbeitgebermarke, der Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung. Der innerbetrieblichen Aus- und Weiterbildung messen wir durch viele hochwertige Zusatzangebote noch mehr Bedeutung bei. Die Ausbildungsquote lag 2023 mit durchschnittlich 29 Auszubildenden und Studenten bei 9% und ist somit unverändert hoch, um den künftigen qualifizierten Personalbedarf weiter zu decken. Die Ausbildung schließt technische wie kaufmännische Ausbildungsberufe sowie berufsbegleitende weiterführende Programme (Studium, Techniker o.ä.) mit ein. Seit dem Ausbildungsjahr 2023/24 bildet das Unternehmen sowohl am Crailsheimer Standort als auch in Dortmund aus.

Das Unternehmen investiert erheblich in freiwillige Sozialleistungen und Mitarbeiter Benefits. Im Fokus liegen dabei Benefits, die Familien entlasten und der eigenen Gesundheit und Vorsorge dienen. Neben monetären Leistungen investiert das Unternehmen auch in viele lokale Kooperationen wie z.B. Kinderbetreuung, Gesundheit und Sportangebote, Fahrradleasing u.v.m.

Im Jahr 2022 wurden bisherige Gleitzeitmodelle unternehmensweit angepasst, um weiterhin flexible Arbeitsmodelle zu ermöglichen. Das Arbeiten im Home Office wurde in eine unternehmensweite Standardregelung überführt. In 2023 begann das Unternehmen verstärkt mit überregional angelegten Personalmarketingkampagnen, um qualifiziertes Personal auch standortunabhängig zu beschäftigen.

6. Qualitätsmanagement

Die Gesellschaft LGA InterCert GmbH (TÜV Rheinland) führte 2023 ein Überwachungsaudit gemäß der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001:2015 mit Erfolg durch. Dem Unternehmen wurde wiederholt eine positive Entwicklung im Hinblick auf Prozesse, Methoden und Systeme bestätigt.

Innerbetriebliche Maßnahmen werden unter anderem im Zuge des sog. KVP-Gedankens (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) unter Einbezug von Ideen aus der Belegschaft umgesetzt.

7. Umweltschutz

Das Unternehmen trifft entsprechende Vorkehrungen um geltende Verpflichtungen und Regelungen im Bereich des Umweltschutzes (z.B. RoHS und REACH) einhalten zu können. Darüber hinaus bietet HBC-radiomatic Leistungen für Kunden an, wie z.B. die ordnungsgemäße Rücknahme und Verschrottung von Elektronikkomponenten (z.B. Akkus).

B. Geschäftsverlauf und Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit sehr guten Ergebnissen ab. Neben einer deutlichen Umsatzsteigerung um 13.874 T€ auf 95.380 T€ konnte das Unternehmen auch (Fix-)Kostensteigerungen trotz aller Widrigkeiten im vertretbaren Rahmen begegnen und gleichzeitig zukunftsweisende Projekte realisieren, die zum einen der Standortsicherung dienen und zum anderen den standortübergreifenden, nachhaltigen Unternehmenserfolg sichern. Der Unternehmenserfolg wird dabei am Rohertrag und Jahresergebnis gemessen.

2. Ertragslage

Der Rohertrag, ermittelt aus Umsatzerlösen zuzüglich Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand, erhöht sich aufgrund starken Umsatzzuwächsen und negativen Bestandsveränderungen bei gleichzeitig unterproportional steigendem Materialaufwand von 42.524 T€ um 20% auf 51.142 T€. Er liegt damit im prognostizierten Bereich.

Der Personalaufwand ist aufgrund einer Erhöhung der absoluten Mitarbeiterzahl, Bonuszahlungen und einer allgemeinen Gehaltserhöhung an die Mitarbeiter um 3.432 T€ auf 26.041 T€ gestiegen. Das entspricht einem prozentualen Anstieg von 15%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken hingegen um -13% insbesondere aufgrund von geringeren Aufwendungen für Messeteilnahmen von 10.661 T€ auf 9.251 T€.

Das Ergebnis vor Steuern wird im Geschäftsjahr zudem auch deutlich beeinflusst durch Erträge aus Beteiligungen i. H. v. 1.735 T€ (Vj. 17 T€) und Zinserträgen i. H. v. 388 T€. Das Ergebnis vor Steuern liegt somit bei 36% (Vj. 23%) des Rohertrags. Unter Berücksichtigung von Steuern und Abgaben verbleibt ein Jahresüberschuss von 13.366 T€ (Vj. 2.305 T€). Der Jahresüberschuss lag damit, anders als prognostiziert, über Vorjahresniveau. Die Prognose hatte den Sondereffekt der außerplanmäßigen Erträge aus Beteiligungen im Jahr 2023 nicht mitberücksichtigt und die Kostenentwicklung verlief in 2023 erfreulicher als geplant.

3. Finanzlage

Die Liquiditätslage des Unternehmens ist im Berichtsjahr 2023 gut, da ein hoher Bestand an liquiden Mitteln ohne Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten vorliegt. Investitionen konnten im Geschäftsjahr weiterhin ohne Aufnahme von Fremdmitteln finanziert werden, wobei die Investitionsquote aufgrund der wirtschaftlich speziellen Situation deutlich reduziert war. Ein Großteil des Sachanlagevermögens wird gepachtet.

Zur Finanzierung nutzt die HBC-radiomatic GmbH ausschließlich Eigenkapital sowie kurzfristiges Fremdkapital. Der Finanzmittelfond der HBC-radiomatic GmbH, bestehend aus liquiden Mitteln und Wertpapieren des Umlaufvermögens, resultiert im Wesentlichen aus der operativen Geschäftstätigkeit und erhöhte sich im Geschäftsjahr um 50%.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der HBC-radiomatic GmbH beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 41.804 T€. Sie hat sich somit gegenüber dem Vorjahr (35.110 T€) um 19% erhöht. Diese Erhöhung ist vor allem auf ein deutlich höheres Umlaufvermögen (Erhöhung des Finanzmittelfonds) zurückzuführen. Dieser Effekt überkompensiert die Verringerung in den Vorräten von 6.281 T€ auf 3.351 T€.

Die Struktur des Vermögens verändert sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich. Vom Gesamtvermögen entfallen 2023 8,8% (Vj. 10,4%) auf das Anlagevermögen, 90,8% (Vorjahr: 89,3%) auf das Umlaufvermögen sowie 0,4% (Vj. 0,3%) auf Abgrenzungsposten.

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöht sich durch den Jahresüberschuss und nach Ausschüttungen an die Gesellschafter auf 28.851 T€. Die Eigenkapitalquote liegt bei 69% (Vj. 70%).

In der Gesamtbetrachtung wird die Entwicklung der Lage der Gesellschaft als weiterhin gut eingeschätzt.

C. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Im Laufe des Jahres 2023 war der ifo-Geschäftsklimaindex deutlich gesunden und stagnierte bis Beginn des Jahres 2024 auf niedrigem Niveau. Seit dem Frühjahr 2024 scheinen sich die Aussichten zu bessern, jedoch wird vielerorts betont, dass Aufträge bislang weiterhin ausblieben (Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland Bericht Mai 2024). Vor allem der Abschwung in der Baubranche, aber auch in verwandten Industriezweigen, aufgrund der fehlenden Investitionsbereitschaft ist ein zentrales Thema. Hohe Energie und Beschaffungspreise belasten seit Monaten die deutsche Konjunktur ebenso wie hohe Finanzierungskosten. Doch dies sind nicht die einzigen Sorgen. Sowohl die demographische Entwicklung in Deutschland und der Fachkräftemangel als auch überbordende Bürokratie und Auflagen haben sich (trotz anderslautender Ankündigungen aus der Politik) weiter verstärkt und sind auch bei der HBC-radiomatic Hauptargumente, die viele unternehmensstrategische Entscheidungen mit beeinflussen.

Obwohl die Unternehmensführung in den vergangenen Jahren viel in den Kapazitätsaufbau an allen deutschen Standorten investiert hat, unternimmt sie regelmäßig Standortanalysen und verfolgt seit Jahren eine Strategie der Dezentralisierung und Diversifizierung über alle in- und ausländische Standorte hinweg. Im Jahr 2023 hatte sie die Standortfaktoren für ein mittelständisches Industrieunternehmen in Deutschland so schlecht eingeschätzt wie nie zuvor.

Für die Auftragslage zeichnet sich für das Unternehmen in 2024 ein gemischtes Bild ab. Einerseits bleiben Aufträge von deutschen Großkunden aus der Baumaschinenbranche seit einiger Zeit aus; Bedarfsmeldungen sind drastisch nach unten korrigiert worden. In anderen Branchen des verarbeitenden Gewerbes hingegen, wie z.B. bei Spezialfahrzeug- oder Spezialmaschinenherstellern mit hohem Exportanteil, zeichnet sich eine positivere Stimmung ab. Hier profitieren sowohl deutsche Hersteller als auch das internationale Partnernetzwerk von aufstrebenden Märkten wie z.B. in Südamerika, in der Türkei und in Australien. Der chinesische Markt erholt sich nach zwei sehr schwachen Jahren erstmals wieder.

Insgesamt liegt die Auftragslage deutlich unter Vorjahresniveau, da Bestelleingänge seit dem 4. Quartal 2022 gesunken sind. Zu einem großen Teil ist dieser Rückgang im Standardproduktbereich vor allem auf eine Umkehr des sog. "Bull-Whip-Effekts" zurückzuführen, also dem Effekt, der in Zeiten der Materialknappheit in den vergangenen Jahren zu einem Hochschaukeln von Bedarfen entlang einer mehrstufigen Lieferkette führte. Aber der absolute Tiefpunkt scheint überwunden zu sein, sodass mit Ausblick auf das zweite Halbjahr 2024 vorsichtig optimistisch mit einer Besserung der Auftragslage im Standardbereich gerechnet werden darf.

Um dem damit verbundenen Risiko rückläufiger Bestelleingänge und damit Umsatzerlöse entgegenzuwirken, investiert das Unternehmen in den stark wachsenden Märkten kräftig in die Entwicklung der Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Höhere Anforderungen in der Maschinensicherheit, (Teil-) Autonomes Fahren und intelligente HMI ("Human Machine Interface")-Konzepte sind nur ein Teil der Anforderungen des Markts, denen HBC-radiomatic mit seiner Innovationskraft und Alleinstellungsmerkmalen im Produktangebot begegnen kann. Seit dem Ende der Covid-Pandemie nimmt HBC-radiomatic stärker an weltweit stattfindenden Messen, Fachtagungen und Marketingevents teil als jemals zuvor - mit dem klaren Fokus, das Unternehmen neben den großen Leitmessen auch auf fachspezifischen und ggf. kleineren Veranstaltungen möglichst lokal und zielgruppengerecht zu präsentieren. Begleitet werden diese Bemühungen mit einem konsequenten Ausbau im Bereich des Onlinemarketings. Trotz größerem Kostendruck verzichtet das Unternehmen im Jahr 2024 auf weitere Anpassungen der Verkaufspreise, um diese Chancen zu nutzen.

Insgesamt ist zum Ende des Jahres 2024 davon auszugehen, dass das Umsatzniveau des Vorjahres für das laufende Geschäftsjahr nicht erreicht werden kann. Die Unabhängigkeit der Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens von einzelnen Großkunden und Absatzregionen kann jedoch weiter gestärkt, die Kundenbasis insgesamt verbreitert werden.

Im Zuge des Risikomanagements wurden einige Schwerpunktthemen identifiziert und Maßnahmen getroffen, die möglichen Standortnachteilen entgegenwirken sollen. Die ausreichende und termingerechte Materialverfügbarkeit ist nach wie vor ein Risikofaktor, der sich gegenüber den Vorjahren mittlerweile jedoch abgeschwächt hat. Im Bereich der Beschaffung wurde ein globales Einkaufswesen etabliert und in 2023 weiter ausgebaut, deren Ziel es ist, mit Hilfe von verbundenen Unternehmen v.a. den Bezug über globale Lieferketten zu verbessern. Um das Risiko schwankender Marktnachfragen durch bedarfsgerechte Reaktion auf Marktnachfragen zu minimieren, investiert das Unternehmen stark in die Umsetzung einer dezentralen und (teil-)automatisierten Produktionsstrategie, welche sowohl innerdeutsche als auch ausländische Betriebsstätten mit einbezieht. In diesem Zusammenhang wurde in 2023 der Standort in Crailsheim erweitert. Im Juni 2024 konnten die für die im Winter 2022/23 im sächsischen Erzgebirgskreis eröffnete Produktionsstätte in ihre neuen Räumlichkeiten umziehen. Das eng darauf abgestimmte Logistikkonzept, welches eine optimale Lagerhaltung und schlanker gestaltete Materialkreisläufe zulässt, befindet sich im 3. Quartal 2024 in der finalen Umsetzung.

Um dem wachsenden Risiko der IT-Sicherheit zu begegnen, unternimmt das Unternehmen in diesem Bereich große Anstrengungen in diverse IT-Strukturprojekte und weltweite Kampagnen, die der Digitalisierung und gleichermaßen der Absicherung der Geschäftsprozesse dienen. Dazu gehören neben technisch notwendigen Vorkehrungen zur Absicherung vor allem auch eine global angelegte Awareness-Kampagne, die seit dem 2. Halbjahr 2023 mit den Mitarbeitern an allen Standorten und dem weltweiten Händlernetzwerk durchgeführt wird.

Aufgrund der in unseren Produkten verbauten Technik und im Hinblick auf gegenüber bestimmten Ländern geltenden Sanktionen haben wir seit jeher Maßnahmen zur Exportkontrolle definiert, um sicherzustellen, dass diese Technik nicht in sanktionsbehaftete Länder gelangt. Diese Maßnahmen richten sich auch auf die Aufdeckung und Verhinderung möglicher Umgehungstransaktionen.

Im Bereich der Energiesicherheit und Klimafreundlichkeit hat die HBC-radiomatic im Jahr 2022 erstmalig Ziele formuliert, deren Erreichung mit definierten Maßnahmen weiterhin verfolgt werden. Neue Räumlichkeiten, die nach höchsten Standards der Energieeffizienz gebaut wurden, konnten sowohl am Crailsheimer Standort als auch im erzgebirgischen Stollberg bezogen werden. Bei Änderungen in Raumnutzungskonzepten sowie Ertüchtigung von vorhandenen Immobilien werden jährlich Ziele zur Reduzierung des Strombedarfs festgelegt. Im Laufe des Jahres 2024 werden weitere Maßnahmen, die schlussendlich auch dem Zweck der gesetzlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung dienen, auf den Weg gebracht.

Durch die aktuelle konjunkturelle Situation insbesondere im deutschsprachigen Raum, und dabei insbesondere in der für uns relevanten Baubranche, und die damit einhergehenden rückläufigen Bestelleingänge rechnen wir für das Jahr 2024 mit einem deutlichen Rückgang des Rohertrags sowie des Jahresüberschusses.

Aufgrund der sehr guten Eigenkapitalsituation sowie unseres Finanzmanagements ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein Liquiditätsrisiko erkennbar. Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Wertpapiere sowie kurzfristige Verbindlichkeiten.

Im Debitorenbereich besteht derzeit kein nennenswertes Ausfallrisiko, welches den Unternehmenserfolg nachhaltig beeinflussen könnte. Das Unternehmen betreibt jedoch in diesen Zeiten ein sehr striktes Forderungsmanagement, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Zahlungsausfälle der Kunden auf ein Minimum zu begrenzen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Es sind Instrumente zur Lieferantenbewertung und Einhaltung von Compliance-Regularien implementiert.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Es sind derzeit keine größeren Ausfallrisiken abschätzbar, welche die zukünftige Entwicklung des Unternehmens langfristig und dauerhaft beeinträchtigen oder den Fortbestand gefährden können. Die HBC-radiomatic GmbH nimmt permanente Analysen der aktuellen Marktverhältnisse in Zusammenhang mit den monatlich erstellten Umsatzberichten und Kennzahlenanalysen vor. Zudem werden regelmäßig Wechselkursrisiken und allgemeine wirtschaftspolitische Entwicklungen, die zusätzlich auf das Geschäft Einfluss nehmen könnten, berücksichtigt.

 

Crailsheim, den 18. Juli 2024

Die Geschäftsführung der HBC-radiomatic GmbH

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.667.054,86 3.664.712,86
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 132.186,00 129.841,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 132.186,00 129.841,00
II. Sachanlagen 3,00 6,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,00 5,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
III. Finanzanlagen 3.534.865,86 3.534.865,86
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 534.865,86 534.865,86
2. sonstige Ausleihungen 3.000.000,00 3.000.000,00
B. Umlaufvermögen 37.941.464,95 31.336.317,96
I. Vorräte 3.350.539,37 6.280.888,75
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.027.565,37 5.880.763,75
2. fertige Erzeugnisse und Waren 322.974,00 400.125,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.283.121,79 7.529.736,89
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.703.260,38 5.412.576,89
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.514.330,89 730.575,62
3. sonstige Vermögensgegenstände 65.530,52 1.386.584,38
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 26.175,00 26.175,00
III. Wertpapiere 9.872.826,20 9.640.806,15
1. sonstige Wertpapiere 9.872.826,20 9.640.806,15
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.434.977,59 7.884.886,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 195.975,72 109.384,30
Aktiva 41.804.495,53 35.110.415,12

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 28.850.856,79 24.484.825,96
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Bilanzgewinn 28.825.256,79 24.459.225,96
davon Gewinnvortrag 24.459.225,96 26.154.564,75
B. Rückstellungen 8.510.443,41 8.974.587,00
1. Steuerrückstellungen 3.540.209,41 5.238.854,00
2. sonstige Rückstellungen 4.970.234,00 3.735.733,00
C. Verbindlichkeiten 4.443.195,33 1.651.002,16
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 258.437,95 241.582,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 258.437,95 241.582,86
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 740.420,33 328.941,82
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 740.420,33 328.941,82
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.915.666,42 653.522,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.915.666,42 653.522,86
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.528.670,63 426.954,62
davon aus Steuern 1.254.124,98 6.086,29
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 193.783,80 5.721,51
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.528.670,63 426.954,62
Passiva 41.804.495,53 35.110.415,12

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 95.380.498,07 81.506.878,33
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 77.151,00 -227.182,00
3. sonstige betriebliche Erträge 857.301,85 922.744,34
4. Materialaufwand 44.161.479,34 39.210.332,64
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 42.310.797,15 37.502.723,28
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.850.682,19 1.707.609,36
5. Personalaufwand 26.040.577,18 22.608.623,76
a) Löhne und Gehälter 21.842.740,13 18.770.877,31
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.197.837,05 3.837.746,45
davon für Altersversorgung 169.350,52 167.905,27
6. Abschreibungen 254.629,62 197.808,52
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 254.629,62 197.808,52
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.250.902,88 10.661.169,14
8. Erträge aus Beteiligungen 1.735.278,89 17.053,21
davon aus verbundenen Unternehmen 1.735.278,89 17.053,21
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 388.020,69 45.567,58
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.558,00 18.032,39
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 69.269,81 259.859,19
davon an verbundene Unternehmen 34.136,81 30.859,19
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.109.064,65 7.419.766,77
13. Ergebnis nach Steuern 13.396.467,02 2.343.833,05
14. sonstige Steuern 30.436,19 39.171,84
15. Jahresüberschuss 13.366.030,83 2.304.661,21
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 24.459.225,96 26.154.564,75
17. Ausschüttung 9.000.000,00 4.000.000,00
18. Bilanzgewinn 28.825.256,79 24.459.225,96

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Sitz der HBC-radiomatic GmbH ist in Crailsheim. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 670652 eingetragen.

Die Gesellschaft ist zum 31.12.2023 unverändert als große Kapitalgesellschaft einzuordnen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige, nutzungsbedingte lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige, nutzungsbedingte lineare Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände (3 bis 10 Jahre) entsprechend vorgenommen.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro werden im Anlagenspiegel ausgewiesen und in voller Höhe abgeschrieben. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden im Jahr der Anschaffung als Abgang erfasst.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern Wertminderungen zum Bilanzstichtag eingetreten sind, werden diese berücksichtigt.

Die fertigen Erzeugnisse sind mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden für erkennbare Einzelrisiken gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung angemessen berücksichtigt.

Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit dem Börsenwert am Bilanzstichtag, jedoch höchstens mit den Anschaffungskosten, bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer, eine Steuerentlastung als aktive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Finanzanlagen

An folgenden Unternehmen besteht eine Beteiligung im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB:

Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligung Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
HBC-radiomatic Inc., Hebron, USA 100 % 11.205 T€ 2.337 T€
HBC-radiomatic Iberica s.r.l., Barcelona, Spanien 100 % 1.877 T€ 241 T€
HBC-radiomatic Schweiz AG, Neuenhof, Schweiz 100 % 5.148 T€ 521 T€
HBC-radiomatic Pvt. Ltd., Indien ( *) 100 % 1.101 T€ 256 T€

( *) Geschäftsjahr 01.04.2022 bis 31.03.2023

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 1.514 T€ aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Restlaufzeit der sonstigen Vermögensgegenstände beträgt für einen Teilbetrag von 26 T€ mehr als ein Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen, in Höhe von 23 T€ (Vj. 17 T€) enthalten.

Eigenkapital

Der Bilanzgewinn hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:

Bilanzgewinn zum 1. Januar 2023 24.459 T€
Jahresüberschuss 2023 13.366 T€
Gewinnausschüttung 2023 ./. 9.000 T€
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 28.825 T€

Die Geschäftsführung hat empfohlen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Garantie- und Gewährleistung (778 T€), Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (3.236 T€) sowie Verpflichtungen gegenüber Handelspartnern (590 T€).

Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben alle eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 1.818 T€ (Vj. 646 T€) gegenüber Gesellschaftern. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.732 T€ (Vj. 426 T€) enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten verschiedene Miet-, Pacht-, Nutzungs- und Leasingverträge für Gebäude, Fahrzeuge, immaterielle Vermögensgegenstände, Telefonanlagen und Büromaschinen, deren Kündigungstermine bzw. Laufzeitende im Zeitraum der Wirtschaftsjahre 2024 bis 2033 liegen. Die Zahlungsverpflichtungen aus den Verträgen betragen 22.992 T€, wovon 2.722 T€ innerhalb des Jahres 2024 und 20.269 T€ innerhalb 2 bis 10 Jahren fällig sind. Die Zahlungsverpflichtungen bestehen in Höhe von 16.320 T€ gegen verbundene Unternehmen.

Des Weiteren besteht ein Bestellobligo für zum Stichtag eingegangene Bezugsverpflichtungen in Höhe von 589 T€.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Es bestehen diverse Miet- und Leasingverträge für Gebäude, Fahrzeuge, Telefonanlagen und Büromaschinen, die zu einer Verbesserung der Liquiditätssituation führen. Risiken bestehen in den höheren Finanzierungskosten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden mit der Herstellung und dem Vertrieb von hochwertigen Funksystemen für die drahtlose Steuerung von Kranen und industriell genutzten Maschinen erzielt.

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten

Inland 40.926 T€ (Vj. 36.242 T€)
Ausland 54.454 T€ (Vj. 45.265 T€)

Sonstige betriebliche Erträge

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen 332 T€ (Vj. 677 T€) auf die Auflösung von Rückstellungen, 431 T€ (Vj. 208 T€) auf Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens und 94 T€ (Vj. 37 T€) auf sonstige und periodenfremde Erträge.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen 32 T€ (Vj. 34 T€) periodenfremde Aufwendungen und 25 T€ (Vj. 19 T€) die Spenden.

Sonstige Angaben

Personal

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 315 (Vj. 302) Arbeitnehmer beschäftigt. Hiervon entfielen 155 (Vj. 147) auf Angestellte und 160 (Vj. 155) auf gewerbliche Arbeitnehmer. Außerdem bestanden durchschnittlich 29 (Vj. 32) Ausbildungsverhältnisse.

Geschäftsführung

Geschäftsführerinnen der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

• Frau Dorothee Roels, Diplom-Kauffrau

• Frau Dr.-Ing. Friederike Brendel, Diplom-Ingenieurin

Die Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB werden unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Konzernverhältnisse

Die Brendel Verwaltungs GmbH, Crailsheim, ist oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft und stellt einen Konzernabschluss auf. Die Gesellschaft wird in diesen Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Prüfungshonorar

Die Honorare des Abschlussprüfers RWT Crowe GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, für Dienstleistungen setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Abschlussprüfungsleistungen 38
Sonstige Leistungen 3
Gesamt 41

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

HBC-radiomatic GmbH, Crailsheim

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.023.444,46 121.659,10 15.485,00 0,00 1.129.618,56 893.603,46
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.023.444,46 121.659,10 15.485,00 0,00 1.129.618,56 893.603,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73.876,85 0,00 29.381,10 0,00 44.495,75 73.871,85
2. technische Anlagen und Maschinen 16.872,64 0,00 0,00 0,00 16.872,64 16.871,64
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 135.318,52 135.318,52 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 90.749,49 135.318,52 164.699,62 0,00 61.368,39 90.743,49
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 534.865,86 0,00 0,00 0,00 534.865,86 0,00
2. sonstige Ausleihungen 3.000.000,00 0,00 0,00 0,00 3.000.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen 3.534.865,86 0,00 0,00 0,00 3.534.865,86 0,00
Summe Anlagevermögen 4.649.059,81 256.977,62 180.184,62 0,00 4.725.852,81 984.346,95
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 119.311,10 15.482,00 0,00 997.432,56 0,00 132.186,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 119.311,10 15.482,00 0,00 997.432,56 0,00 132.186,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 29.378,10 0,00 44.493,75 0,00 2,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 16.871,64 0,00 1,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.318,52 135.318,52 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 135.318,52 164.696,62 0,00 90.743,49 0,00 3,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 534.865,86
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.000.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.534.865,86
Summe Anlagevermögen 254.629,62 180.178,62 0,00 1.058.797,95 0,00 3.667.054,86

sonstige Berichtsbestandteile

Unterzeichner:

 

Crailsheim, den 18. Juli 2024

Dorothee Roels, Geschäftsführerin

Dr.-Ing. Friederike Brendel, Gschäftsführerin

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HBC-radiomatic GmbH, Crailsheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HBC-radiomatic GmbH, Crailsheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HBC-radiomatic GmbH, Crailsheim, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. April 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlagen für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 31. Juli 2024

RWT Crowe GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Tilman Just, Wirtschaftsprüfer

gez. Cornelia Schütze, Wirtschaftsprüferin

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