Fenrix GmbH
Lehmkuhlenfeld 9, 38444 Wolfsburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Jobst Oehmichen seit 1.10.2025 | Geschäftsführer |
Michael Manteufel seit 11.4.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kasai (Germany) GmbHWolfsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen des Unternehmens Kasai (Germany) GmbH (im Folgenden auch "KGE" oder "die Gesellschaft") ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Kasai Kogyo Co. Ltd., Kanagawa, Japan (im Folgenden "Kasai Kogyo"), einem japanischen Automobilteilehersteller. Gegenstand des Unternehmens sind Herstellung und Vertrieb von Produkten für die Automobilindustrie. Die Hauptaktivitäten gliedern sich in Planung, Entwicklung und Fertigung von Automobilinnen- und -außenteilen (Teileumsatz). Des Weiteren zählen Logistiktätigkeiten, wie die Montage vorgefertigter Zusammenbauteile und der Transport zum Kunden, zu den Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft (Logistikumsatz). KGE fertigt in Wolfsburg Tür- und Karosserieverkleidungen für Automobile und liefert die Teile vor allem an europäische Automobilhersteller. Die Gesellschaft hat sich auf die Herstellung folgender Produktgruppen spezialisiert:
B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Basierend auf dem Statistischen Bundesamt (Destatis) war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, extremen Energiepreiserhöhungen, verschärften Material- und Lieferengpässen, massiv steigenden Preisen für Nahrungsmittel sowie dem Fachkräftemangel und der andauernden, wenn auch im Jahresverlauf nachlassenden Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 ein nominales Wachstum verzeichnen. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2022 um 0,7 % höher. Im Vergleich zum Vorjahr ist das BIP um 1,9 % gestiegen. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Angesichts der Inflation sahen sich die Hersteller mit Herausforderungen wie Unterbrechungen der Lieferkette, Arbeitskräftemangel und steigenden Kosten für Teile und Komponenten konfrontiert. Im Jahr 2022 wurden in Deutschland insgesamt 2,65 Millionen Neuwagen (Pkw) zugelassen. Dies entspricht einem Anstieg von 1,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Trotz der Auswirkungen des Ukraine-Krieges und des Chipmangels konnte der Automobilmarkt in Deutschland also ein leichtes Wachstum verzeichnen. Die Störung der Supply Chain, die durch Engpässe bei Halbleitern sowie Kabeln und Kabelbäumen verursacht wurde, hatte erhebliche Auswirkungen auf die Automobilindustrie. Die Verknappung von Halbleitern war ein großes Problem, das zu Produktionsverzögerungen und Produktionseinschränkungen führte. Dieser Mangel wurde durch die COVID-19-Pandemie noch verschärft, die die Fertigungsprozesse verzögerte. Die Automobilindustrie, die in hohem Maße von Halbleitern für verschiedene Fahrzeugkomponenten abhängig ist, wurde besonders hart getroffen. S&P Global Mobility schätzt, dass im Jahr 2022 3 Millionen Fahrzeuge der globalen Leichtfahrzeugproduktion verloren gegangen sind. Der Krieg in der Ukraine erschwerte die Lieferketten weiter, insbesondere für Kabelbäume, da die Ukraine ein wichtiger Lieferant dieser Komponenten ist. Der Konflikt führte zu Produktionsstopps und Verzögerungen, was sich auf die Verfügbarkeit wichtiger Teile für die Fahrzeugherstellung auswirkte. Während der oben erwähnte Aufschwung als Industriezweig ein Trend ist, bestehen in der Automobileindustrie insgesamt Risiken wie Engpässe bei der Versorgung mit Bauteilen, steigende Energiekosten, steigende Rohstoffkosten, Fachkräftemangel und steigende Arbeitskosten. 2. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft Das operative Geschäft wird insbesondere anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) gesteuert. Die Umsatzerlöse beliefen sich im Jahr 2022 auf T€ 44.676 (Vorjahr: T€ 46.650) und es wurde ein EBIT in Höhe von T€ -6.264 (Vorjahr: T€ -4.823) erzielt. Im Lagebericht 2021 wurde für das Jahr 2022 prognostiziert, dass der Umsatz leicht unter dem des Vorjahres und das EBIT leicht unter dem des Vorjahres liegen würde. Tatsächlich sank der Umsatz im Einklang mit dieser Prognose leicht um 4 %, das EBIT jedoch um 30 % und damit deutlich stärker als laut den Prognosen. Die Entwicklung der Umsatzerlöse steht im Einklang mit der Störung der Supply Chain, die bereits in den branchenspezifischen Rahmenbedingungen erläutert wurden. Die Mängel von Zulieferteilen wirkten sich auf die Produktion des Hauptkunden aus, sodass sich die Umsatzerlöse rückläufig entwickelten. Der starke Rückgang des EBITs ist einerseits auf die unvorhergesehen hohe Inflation und ihre Auswirkungen auf die Material- sowie Personalaufwendungen zurückzuführen. Andererseits wurden Erträge aus Kompensationszahlungen durch den Hauptkunden für die erheblich geringeren Produktionsmengen geplant, die zum Stichtag nicht abschließend verhandelt und damit nicht realisiert wurden. a) Vermögenslage Die Aktivseite ist durch eine Anlagequote von 5 % (Vorjahr: 8 %) gekennzeichnet. Der Restbuchwert des Anlagevermögens betrug zum 31.12.2022 T€ 673 (Vorjahr: T€ 1.104) und beinhaltet überwiegend Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung i.H.v. T€ 346 (Vorjahr: T€ 626) sowie Grundstücke und Bauten i.H.v. T€ 107 (Vorjahr: T€ 142). Das Umlaufvermögen beträgt am Jahresende 2022 T€ 13.907 (Vorjahr: T€ 13.710) und umfasst insbesondere Vorräte T€ 3.815 (Vorjahr: T€ 2.882), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen T€ 5.296 (Vorjahr: T€ 4.427), sonstige Forderungen T€ 902 (Vorjahr: T€ 1.308) sowie flüssige Mittel T€ 3.874 (Vorjahr: T€ 5.073). Die Vorräte sind um 32 % zum Vorjahr angestiegen. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Werkzeuge, Formen und Fertigerzeugnisse. Die Forderungen sind aufgrund eines Anstiegs der Verkäufe gegen Ende des Geschäftsjahres gestiegen. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital von T€ 3.111 auf T€ 1.778 gesunken. Unterjährig wurde eine Kapitalerhöhung von insgesamt T€ 5.000 durchgeführt. Als gegenläufiger Effekt ist der Jahresfehlbetrag i.H.v. T€ 6.333 (Vorjahr: T€ 4.884) zu nennen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Umschuldung auf die Muttergesellschaft um T€ 4.000 auf T€ 3.000 (Vorjahr: T€ 7.000) gesunken. Schließlich sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 4.087; Vorjahr: T€ 2.789) durch die verlängerte Produktionszeit zum Jahresende im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, während die sonstigen Rückstellungen (T€ 1.558; Vorjahr: T€ 1.769) im Wesentlichen durch die Auflösung von Rückstellungen aus ausstehenden Rechnungen zurückgegangen sind. Insgesamt ist die Bilanzsumme um T€ 244 von T€ 14.843 auf T€ 14.599 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. b) Finanzlage b1) Investitionen Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 132 (Vorjahr: T€ 137) und betrafen im Wesentlichen Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen von T€ 63 (Vorjahr: T€ 0). Die laufenden Abschreibungen übersteigen mit T€ 563 die getätigten Investitionen. b2) Kapitalstruktur Die Kapitalstruktur ist durch eine Eigenkapitalquote von 12 % (Vorjahr: 21 %) gekennzeichnet. Hauptursächlich für diese Relation ist der Jahresfehlbetrag 2022 in Höhe von T€ 6.333. Es wurde zu Beginn der Geschäftstätigkeiten in 2019 eine Bareinzahlung in die Kapitalrücklage durch die Muttergesellschaft Kasai Kogyo in Höhe von T€ 11.000 gemäß Gesellschafterbeschluss vom 29.08.2019 geleistet. Es erfolgten seither weitere Einzahlungen in die Kapitalrücklage im Jahre 2020 und 2021 um jeweils T€ 5.000. In diesem Geschäftsjahr wurde schließlich eine Einzahlung in die Kapitalrücklage um weitere T€ 5.000 im Juni 2022 seitens der Muttergesellschaft Kasai Kogyo durchgeführt. Damit summieren sich die Einzahlungen in die Kapitalrücklage durch die Muttergesellschaft seit der Gründung der KGE bis heute auf eine Kapitalrücklage von insgesamt T€ 26.000. b3) Liquidität Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 bestanden keine mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen mit T€ 7.262 (Vorjahr: T€ 9.963) im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten T€ 3.000 (Vorjahr: T€ 7.000) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen T€ 4.087 (Vorjahr: T€ 2.789). Ein Darlehen in Höhe von T€ 4.000 wurde mit der Muttergesellschaft (Kasai Kogyo) abgeschlossen und ist durch die Prolongierung (de facto) mittelfristig. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft aus Darlehen belaufen sich daher auf T€ 4.000 (Vorjahr: T€ 0). Das Verhältnis von Umlaufvermögen T€ 13.907 (Vorjahr: T€ 13.710) zu kurzfristigen Verbindlichkeiten (T€ 7.262, Vorjahr: T€ 9.963) beträgt zum 31. Dezember 2022 192 % (Vorjahr: 138 %). Kurzfristig fälligen Verpflichtungen stehen somit Vermögensgegenstände entsprechender Fristigkeit gegenüber. Die Liquiden Mittel haben sich von T€ 5.073 auf T€ 3.874 in diesem Geschäftsjahr entwickelt: Der negative Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit in Verbindung mit der schwierigen wirtschaftlichen Situation wurde durch die Einzahlung in die Kapitalrücklage von T€ 5.000 sowie höhere Lieferantenverbindlichkeiten teilweise kompensiert. c) Ertragslage Die Ergebnisstruktur kann der folgenden wirtschaftlichen Erfolgsrechnung entnommen werden:
Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr T€ 44.676 (Vorjahr: T€ 46.650). Sie entfallen zum überwiegenden Teil (86 %) auf den Teileumsatz. Der Geschäftsverlauf des Unternehmens unterlag im Berichtsjahr hohen Schwankungen. Zu Beginn des Jahres kam es bedingt durch die Auswirkungen des Halbleiter-Engpasses zu einem Rückgang der Kundenproduktion. Der russische Einmarsch in der Ukraine führte beim Hauptkunden zum Verlust der Produktion in Kaluga (Russland) und zu weiteren negativen Auswirkungen auf die Versorgung mit einigen Komponenten, wodurch sich die Produktion an den Kundenstandorten in Wolfsburg insbesondere in den Monaten März und April vorübergehend verringerte und aussetzte. Darüber hinaus sind aufgrund des Shanghai-Lockdowns durch die Corona- Pandemie die Abrufe der Kunden im April weiter zurückgegangen. Im Laufe des Jahres stabilisierte sich die Kundennachfrage, wobei sich das Umsatzniveau nicht auf das Niveau vor der Pandemie erholte. Der Anteil der Materialaufwendungen an der Gesamtleistung (Betriebsleistung) hat sich aufgrund höherer Materialpreise und des gestiegenen Werkzeugaufwands von 84 % auf 87 % erhöht. Das Rohergebnis beträgt T€ 5.761 (Vorjahr: T€ 7.364). Die Personalkosten sind im Vergleich zu 2021 um T€ 884 gestiegen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass eine einmalige Zahlung beschlossen und als Maßnahme gegen die Inflation in den Tarifsystemen, denen wir angehören, gezahlt wurde. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen T€ 3.332 (Vorjahr: T€ 3.693) sind im Wesentlichen Mietaufwendungen T€ 1.293 (Vorjahr: T€ 1.328), Fracht- und Logistikkosten T€ 502 (Vorjahr: T€ 432) und Aufwendungen aus konzerninternen Weiterverrechnungen für Managementtätigkeiten T€ 298 (Vorjahr: T€ 452) enthalten. Die Aufwendungen aus konzerninternen Verrechnungen für Managementtätigkeiten sanken im Vergleich zum Vorjahr um rund 34 %, bedingt durch eine personelle Veränderung und eine geringere Anzahl von Mitarbeitern, die von der Konzernzentrale entsandt wurden. Die Abschreibungen sind zum Vorjahr um T€ 87 gesunken. Insgesamt beträgt der Jahresfehlbetrag nach den genannten Effekten T€ 6.333. d) Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Für die Kasai (Germany) GmbH als einen Automobilzulieferer mit wesentlichem Bezug zur Volkswagen AG hängt die wirtschaftliche Lage folglich stark von deren Produktion ab. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie waren im Jahr 2022 zwar weniger gravierend als im Jahr 2021, was aber nicht zu einer vollständigen Erholung der Kundenproduktion geführt hat. Darüber hinaus hat die russische Invasion in die Ukraine unsere Lieferungen für Fahrzeugmodelle, die für den russischen Markt vorgesehen waren, gestoppt, was zu einem geringeren Umsatz geführt hat. Schließlich hatte die Knappheit der Kabelbäume auf dem Markt eine negative Auswirkung auf die Produktionsauslastung bei der Volkswagen AG, sodass die Umsatzerlöse der Kasai (Germany) GmbH insbesondere in den Monaten März und April 2022 negativ beeinflusst wurden. Durch die derzeit schwierige Nachfragesituation besteht eine finanzielle Abhängigkeit gegenüber der Konzernmuttergesellschaft, um die notwendigen Mittel für die operative Tätigkeit aufrechtzuerhalten. C. Chancen- und Risikobericht 1. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Der Automarkt und damit unser Hauptkunde Volkswagen AG ist - wie der Großteil der Wirtschaft - derzeit stark von der Inflation, einschließlich der steigenden Treibstoffpreise, betroffen, obwohl die Pkw-Neuzulassungen im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 % gestiegen sind. Laut dem Statistischen Bundesamt ist das nominale BIP in Deutschland im Kalenderjahr 2023 deutlich gestiegen. Dies war jedoch auf die Inflation zurückzuführen, und preisbereinigt fiel die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 in eine Rezession, wobei das reale BIP um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr zurückging. Trotz dieser wirtschaftlichen Situation lagen die Pkw-Neuzulassungen im Jahr 2023 um 7 % höher als im Vorjahr. Für das Jahr 2024 wird von einem leichten Wirtschaftswachstum ausgegangen (z.B. ifo-Institut preisbereinigtes Wachstum von 0,4 % in 2024). Alle Wirtschaftsforschungsinstitute, die ihre BIP-Prognosen im März 2024 aktualisiert haben, haben ihre Prognosen für 2024 jedoch zum Teil deutlich nach unten korrigiert. Nichtsdestotrotz zeigt der aktuelle Bericht des VDA, dass die Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2024 um 5 % über dem Vorjahreswert lagen. Das Absatzniveau von vor der Krise ist aber noch nicht wieder erreicht. Der Zuwachs bei den Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr ist allein auf das niedrige Zulassungsniveau der Vorjahre zurückzuführen und deutet nicht darauf hin, dass die anziehende Konjunktur zu einem Aufwärtstrend bei den Zulassungen geführt hat. Aufgrund des Krieges in der Ukraine, steigender Energiepreise und einer Rekordinflation war die wirtschaftliche Erholung im Jahr 2022 weniger stark ausgeprägt und es kam sogar zu einer Rezession im Jahr 2023. Um die eigenen Risiken zu minimieren, beobachten wir das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die spezifischen Bedingungen unserer Hauptkunden sehr genau. Dadurch sollen bei Bedarf Maßnahmen frühzeitig eingeleitet werden, um Auswirkungen auf unsere Ertragslage infolge geringerer Beauftragungsvolumina, bspw. durch ein entsprechendes Kostenmanagement, zu minimieren. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der gesamtwirtschaftlichen Risiken schätzen wir als mittel ein. 2. Chancen und Risiken aus operativem Geschäft Ein wesentliches Risiko für die KGE besteht in der stark auf die Automobilindustrie fokussierten Kundenstruktur. Ein Wandel in der Automobilindustrie kann zu schwer vorhersehbaren Anpassungen im Produktportfolio führen. Diesem Risiko begegnet Kasai mit einem kontinuierlichen Dialog mit unseren Kunden und einer intensiven Marktbeobachtung. Die aktuellen Trends in der Automobilbranche ereignen sich zum Beispiel im Bereich Elektromobilität, autonomes Fahren oder Konnektivität. Die KGE erwirtschaftet den größten Teil des Umsatzes aus den Automobilinnenausstattungen und die Zulieferung dieser Teile ist durch langfristige Lieferverträge mit dem Hauptkunden über die kommenden Jahre gesichert. Ferner ist die Nachfrage nach Automobilinnenausstattungen von den genannten Trends nur geringfügig betroffen. Daher schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als gering ein. Unsere Kunden erwarten von uns als ein Unternehmen mit einer JIS-Produktion (just-in-sequence) eine Teilelieferung exakt zu dem Zeitpunkt und in der Reihenfolge, in der sie benötigt wird. Kurzfristig erforderliche Anpassungen der Produktion können zur Folge haben, dass wir die Erwartungen nicht vollumfänglich erfüllen können. Dadurch können unsere Margen negativ beeinflusst werden, bspw. bei personellen Engpässen, technischen Schwierigkeiten oder Qualitätsproblemen. Ein kontinuierliches Ressourcenmanagement, eine fortlaufende Kommunikation mit unseren Kunden und der Einsatz von EDI (electronic data interchange) helfen, dieses Risiko zu minimieren. Zudem ermöglichen flexible Arbeitszeitkontenregelungen und ein teilweiser Einsatz von externen Kapazitäten, vorübergehend schwankende Auslastungssituationen nahezu reibungslos auszugleichen. Somit ist die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos aus Sicht von KGE als gering einzustufen. Schließlich besteht aus den Lieferengpässen für wesentliche Einbauteile an Fahrzeugen ein weiteres Risiko. Fehlen Einbauteile für die Produktion, kann die Produktion der Fahrzeuge bei Volkswagen nicht durchgeführt werden, sodass auch die Produktion von KGE betroffen wäre. Angesichts der weltweit angespannten Logistikkapazitäten und Verfügbarkeitsproblemen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos aus Sicht von KGE als hoch eingestuft. Aufgrund erwähnter Lieferengpässe ergibt sich ein absatzwirtschaftliches Risiko. Des Weiteren ergibt sich aus der aktuellen Russland-Ukraine-Konfliktsituation eine weitere Unsicherheit. Steigende Einkaufspreise bei Rohstoffen und erhöhte Energiepreise, die sich mittelbar in steigenden Logistikkosten niederschlagen können, sind die Folge. Eine insgesamt gestiegene Inflationsrate kann sich negativ auf den Fahrzeugabsatz auswirken und somit auf den Umsatz der KGE. Dieser Kostendruck und die Umsatzgefährdung würden die Margen und somit das Ergebnis von KGE negativ beeinflussen. KGE ist darauf bedacht, dieses Risiko durch kontinuierliches Ressourcenmanagement und stetige Kommunikation mit Lieferanten und Kunden zu minimieren. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für dieses Risiko schätzen wir ebenfalls als hoch ein. Aufgrund der erhöhten Risiken, die mit diesen Kostensteigerungen verbunden sind, wurden die Verhandlungen mit den Kunden in Bezug auf Häufigkeit und Inhalt ab Ende des Geschäftsjahres 2022 weiter verstärkt, einschließlich organisatorischer Änderungen in den zuständigen Abteilungen. Die Kommunikation mit den Kunden und Lieferanten wird stetig weiter ausgebaut. Die erfolgreiche Umsetzung der erwähnten Faktoren bietet gleichzeitig Chancen, denn eine zuverlässige Just-in-Sequence-Produktion fördert Kundenbindung und führt zu Effizienzsteigerungen. Die umfangreichen Produktionsleistungen von KGE, einschließlich Qualitätskontrolle und JIS-Lieferung, werden von den Kunden geschätzt und haben zu Nominierungen für weitere Projekte geführt. Zusätzlich zu dem bestehenden Produktportfolio von Türverkleidungen, Kofferraumseitenwänden und Radhausschalen wurden Aufträge für Mittelkonsolen und Dachhimmel für vier Fahrzeugmodelle erteilt, und diese Produkte gingen ab August 2023 schrittweise in die Serienproduktion. Wenn dieses gute Verhältnis zu den Kunden, das auf der Produktions- und Lieferleistung einer erweiterten Produktpalette beruht, aufrechterhalten werden kann, stellt dies eine Chance im Sinne eines guten Umfelds für Auftragserwerb dar. 3. Finanzwirtschaftliche Risiken Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit unterliegen wir finanzwirtschaftlichen Risiken wie Ausfallrisiken für Kundenforderungen, Liquiditätsrisiken und Wechselkursrisiken. Zur Minimierung des Risikos von Zahlungsausfällen werden, insbesondere bei Neukunden, Bonitätsprüfungen durchgeführt. Die Kundenforderungen werden überwiegend im Rahmen der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Die KGE wurde hauptsächlich durch zwei kurzfristige Bankdarlehen finanziert, von denen eines im Laufe des Jahres 2022 in ein Mutter-Tochter-Darlehen der Muttergesellschaft (Kasai Kogyo) umgeschuldet wurde. Das letzte verbleibende kurzfristige Bankdarlehen wurde im Jahr 2023 ebenfalls in ein Mutter-Tochter-Darlehen der Muttergesellschaft umgeschuldet. Aufgrund der noch nicht vollständig erholten Nachfrage und der steigenden Kosten vor dem Hintergrund der Inflation und der erhöhten Energiepreise besteht eine schwierige finanzielle Situation und somit eine finanzielle Abhängigkeit von der Muttergesellschaft. Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 5.000 durch die Muttergesellschaft durchgeführt. Das Darlehen der Muttergesellschaft, welches sich im Geschäftsjahr 2023 vorübergehend auf T€ 10.000 belief, wurde teilweise (T€ 5.000) in Form einer freiwilligen Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage eingestellt. Im Geschäftsjahr 2024 kam es zu drei weiteren Darlehen der Muttergesellschaft in Höhe von jeweils T€ 1.000. Zusätzlich wurden im Juni 2024 weitere T€ 4.000 in Form einer freiwilligen Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage eingestellt. Durch die genannten Kapitalerhöhungen und Darlehen der Muttergesellschaft sowie die Zusicherung zukünftiger Unterstützung durch weitere Kapitalerhöhungen und Darlehen sind derzeit keine wesentlichen Liquiditätsrisiken erkennbar. Das Risiko aus Währungsschwankungen für Fremdwährungsgeschäfte ist insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Sollte das Transaktionsvolumen in Fremdwährungen zukünftig steigen, werden wir zur Risikovermeidung und zu Sicherungszwecken relevante Finanzinstrumente nutzen. Hierzu beobachten wir die Finanzmarktlage genau und stehen mit unseren Hausbanken in regelmäßigem Austausch. Die Finanzlage von KGE wird regelmäßig überwacht. Sie ist insgesamt geordnet und birgt derzeit keine wesentlichen Risiken. Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken schätzen wir als gering ein. 4. Personalrisiken und -chancen Der Erfolg von KGE hängt maßgeblich von engagierten und gut qualifizierten Mitarbeitern ab. Es besteht ein Risiko, solche Mitarbeiter nicht langfristig an die Gesellschaft binden bzw. nicht akquirieren zu können. Diesem Risiko begegnen wir mit einer Positionierung als attraktiver Arbeitgeber und setzen unser internationales Netzwerk zur Gewinnung von Talenten ein. Das Netzwerk der gesamten Kasai-Gruppe bietet uns hierbei die Chance, hochqualifizierte Mitarbeiter auch aus dem Ausland zu akquirieren. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos schätzen wir als gering ein. 5. Sonstige Chancen und Risiken Risiken in Bezug auf unsere IT-Infrastruktur werden vor dem Hintergrund gesetzlicher Anforderungen und insbesondere entsprechend der Konzern-Richtlinie analysiert. Ein kontinuierliches Monitoring ermöglicht die Identifikation potenzieller Risiken und eine zeitnahe Umsetzung notwendiger Maßnahmen zur Risikominimierung. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos schätzen wir als gering ein. Ferner bestehen IT-bezogene Risiken hinsichtlich der kundenbezogenen Schnittstellen. Hier können durch Ausfall oder sonstige Störungen des Systems Risiken im operativen Geschäftsablauf bestehen. 6. Gesamteinschätzung und bestandsgefährdende Risiken Durch die Auswirkungen des Kriegs zwischen der Ukraine und Russland, der Lieferengpässe sowie die Auswirkungen aus der Inflation auf die Automobilindustrie waren die Absatzzahlen rückläufig, sodass in dem Jahr 2022 ein negatives Ergebnis erwirtschaftet wurde. Auch wenn sich im Jahr 2023 die Absatzzahlen deutlich verbessert haben, so wird nach wie vor ein Verlust erwirtschaftet. Die Gesellschaft ist aktuell nicht in der Lage, aus eigener Kraft die zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs erforderlichen Zahlungsmittel zu erwirtschaften. Sie ist damit auf die finanzielle Unterstützung der Muttergesellschaft angewiesen. Zudem hängt die künftige wirtschaftliche Entwicklung stark von den Absätzen an die Volkswagen AG ab. Bei der Generierung von Folgeaufträgen, insbesondere bei der Einführung von neuen Fahrzeugmodellen, besteht durch die starke Konkurrenzsituation eine Unsicherheit, ob der Zuschlag zugunsten der KGE ausfällt. Eine verlässliche Prognose der zukünftigen Entwicklung ist aktuell nicht möglich. Allerdings haben die neu akquirierten Projekte und die Auftragsannahmeaktivitäten das Risiko in dieser Hinsicht verringert. Von daher wird die Finanzierung der KGE durch eine harte Patronatserklärung der Muttergesellschaft - befristet bis zum 31. Dezember 2026 - besichert. Nach Auslaufen dieser Patronatserklärung ist die Gesellschaft weiterhin auf die Unterstützung des Konzerns angewiesen, insofern besteht eine Bestandsgefährdung. Die Finanzlage der Muttergesellschaft ist durch die bestehende Liquidität bzw. durch die Darlehen bei japanischen Banken gesichert. Der Konzern sah sich ebenfalls mit schwerwiegenden Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds konfrontiert, wie z.B. Produktionskürzungen und turbulente Produktion bei ihren Haupt-OEM-Kunden aufgrund der Corona-Pandemie und der weltweiten Halbleiter-Engpässe, wodurch ein erheblicher Umsatzrückgang und ein erheblicher Betriebsverlust aufgrund der gestiegenen Fixkostenbelastung ab 2020 zu verzeichnen waren. Die jüngsten Quartalsergebnisse des Konzerns zeigten eine Verbesserung der Leistung bei verschiedenen Standorten, während der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr den dritten Betriebsverlust in Folge verzeichnete, was die Beschaffung von Finanzmitteln durch neue Kreditaufnahmen erschwerte. Hinzu kam, dass die Muttergesellschaft die Covenants-Bedingung bei dem bestehenden Darlehen der Risona Bank, Ltd. nicht erfüllte. Die Nicht- Einhaltung der Covenants und die dadurch ausgelöste sofortige Rückzahlungsverpflichtung des Darlehens wurde durch die genannte Bank nicht eingefordert. Um die finanzielle Lage des Konzerns zu stabilisieren, schloss der Konzern mit Nissan Motor Co Ltd. eine Zuteilung neuer Aktien durch Dritte (Gesamtbetrag: 6 Mrd. JPY) und mit der Risona Bank, Ltd. einen Debt-Debt-Swap (DDS, Gesamtbetrag: 6 Mrd. JPY) ab. Als Ergebnis der oben genannten Änderungen werden zusätzliche liquide Mittel bereitgestellt und damit die Finanzlage des Konzerns gestärkt. Darüber hinaus wird die Darlehensvereinbarung mit der Risona Bank, Ltd. aktualisiert, sodass die Nichterfüllung der Covenants-Bedingung aufgelöst und eine Rückzahlung bis 2028 (neue Covenants- Bedingungen) vereinbart wird. Damit bestehen hinsichtlich der Erfüllbarkeit der harten Patronatserklärungen gegenüber KGE keine Unsicherheiten. Im Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss der Muttergesellschaft zum 31.3.2024 erfolgte kein Hinweis mehr auf eine Bestandsgefährdung des Konzerns. Aufgrund der genannten Gründe bestehen bestandsgefährdende Risiken hinsichtlich der Fortführungsprognose, welches durch die existierende und bis zum 31.12.2026 befristete Patronatserklärung der Muttergesellschaft besichert ist. D. Prognosebericht Laut IWF betrug das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 3,3 %. Das Wachstum im Jahr 2024 wird mit 3,2 % und im Jahr 2025 mit 3,3 % prognostiziert. Die globale Erholung verläuft stetig, aber langsam. Die globale Inflation wird voraussichtlich stetig zurückgehen, von 6,8 % im Jahr 2023 auf 5,9 % im Jahr 2024 und 4,5 % im Jahr 2025, wobei die Industrieländer früher als die Schwellen- und Entwicklungsländer zu ihren Inflationszielen zurückkehren dürften. Laut der VDA-Pressekonferenz wird bei den Pkw-Neuzulassungen für den deutschen Markt ein Rückgang von einem Prozent auf 2,8 Mio. Einheiten für das Jahr 2024 prognostiziert. Das ist etwa ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Laut dem aktuellen Bericht der VDA sind im ersten Halbjahr des Jahres 2024 die Pkw-Neuzulassungen auf dem deutschen Pkw-Markt gestiegen, auch aufgrund eines im historischen Vergleich nach wie vor schwachen Vorjahresniveaus. In den ersten sechs Monaten wurden insgesamt 1,47 Mio. Pkw neu zugelassen, gut 5 % mehr als noch im ersten Halbjahr des Vorjahres. Trotz des jüngsten Anstiegs der Pkw-Registrierungen bleibt der Abstand zum Vorkrisenniveau weiterhin hoch: Das aktuelle Volumen liegt rund 20 % unter dem Absatzniveau von 2019. Zusammen mit den IWF-Prognosen für das Wirtschaftswachstum geben die VDA-Prognosen keinen Anlass zu Optimismus hinsichtlich des Kundenabsatzes im Geschäftsjahr 2024. Allerdings zeichnet sich eine langsame, aber stetige Erholung der Weltwirtschaft ab, einschließlich der Prognosen, dass die Inflation zurückgehen wird. Diese Entwicklung der Kundenumsätze muss in Verbindung mit der Wirtschaftslage genau beobachtet werden. Schließlich gehen wir davon aus, dass die Neuzulassungen auf dem deutschen Pkw-Markt sich weiter an das Vor-Pandemie-Niveau in 2019 annähern und damit weiterwachsen. KGE wird ihre Ausrichtung auf innovative Technologien und qualitativ hochwertige Produkte fortsetzen. Innerhalb der Kasai-Gruppe werden wir eine strategische Rolle annehmen und die Geschäftsaktivitäten in der europäischen Region verstärken. Unser Profil als verlässlicher Partner für Automobilhersteller werden wir schärfen. Dabei werden wir dem Credo der gesamten Kasai-Gruppe unverändert treu bleiben: "Sicherheit und Komfort sind die wichtigsten Faktoren, die der Innenraum bieten kann." Wie bereits erwähnt, bewirken die Corona-Pandemie, der Krieg zwischen Russland und der Ukraine und die Entwicklung der weltweiten Inflation Unsicherheiten sowohl im Hinblick auf die künftige Entwicklung der gesamten Wirtschaft als auch der Automobilindustrie. Eine verlässliche Quantifizierung der Entwicklung von Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft im Jahr 2024 ist somit mit erheblichen Prognoseunsicherheiten verbunden. Zum Aufstellungszeitpunkt ist bereits das Geschäftsjahr 2023 abgelaufen, sodass hier die Prognose für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 aufgezeigt wird. Die Umsatzerlöse in 2023 betrugen 61,9 Mio. € (2022: 44,7 Mio. €) und das EBIT betrug -4,0 Mio. € (2022: -6,3 Mio. €). Der signifikante Anstieg des Umsatzes ist auf die Veränderung der Absatzmengen zurückzuführen, die seit 2022 (197.539) in 2023 (327.685) deutlich gestiegen sind. Die Gründe dafür sind, dass es nach den Corona-Auswirkungen im Jahr 2021 im Jahr 2022 weiterhin Probleme mit der Halbleiterknappheit gab und dass die Produktion im März und April 2022 aufgrund des Mangels an Kabelbaumkomponenten bei VW infolge des russischen Einmarsches in der Ukraine praktisch zum Stillstand kam. Im Jahr 2023 hat sich diese Situationen entspannt und die Produktion ist auf das erwartete Niveau zurückgekehrt. Zusätzlich ist die Serienproduktion für neu gewonnene Projekte im August 2023 gestartet. Im Jahr 2023 betrugen die Rohstoffkosten 83,8 % des Umsatzes, was im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 (89,7 %) eine deutliche Verbesserung darstellt. Anders als in 2022 konnten die gestiegenen Einkaufskosten an den Hauptkunden weitergegeben werden, sodass sich die Bruttomarge erhöhte. Die Personalaufwendungen beliefen sich in 2023 auf 8,4 Mio. € (2022: 8,8 Mio. €). Die Kosten im Personalbereich konnten nach Umstrukturierungen in einigen Abteilungen gesenkt werden. Einige Führungspositionen, die auf natürliche Weise frei wurden, wurden ferner von Managern aus dem Schwesterwerk in Großbritannien übernommen. Die Personalaufwendungen konnten niedrig gehalten und gleichzeitig konnten Synergien aus dem Wissenstransfer innerhalb des Konzerns geschaffen werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) beliefen sich im Jahr 2023 auf 3,5 Mio. € und sind durch das gestiegene Geschäftsvolumen im Vergleich zu 2022 leicht gestiegen (2022: 3,3 Mio. €). Die jüngste Prognose für 2024 zeigt, dass sich die Umsatzerlöse für das Jahr auf etwa 83,7 Mio. € belaufen werden und das Unternehmen ein negatives EBIT von etwa -3,7 Mio. € für das Jahr erwirtschaften wird. Dies ist eine weitere Verbesserung im Vergleich zu den Ergebnissen des Jahres 2023. Der erhebliche Anstieg der Umsatzerlöse basiert primär auf der ganzjährigen Produktion der im August 2023 gestarteten Projekte. Weitere Projekte für die Geschäftsjahre 2024 und später wurden ebenfalls vereinbart und wir sind bestrebt weitere Nominierungen zu generieren. Des Weiteren planen wir mit Umsatzerlösen aus den retrospektiven Preisverhandlungen mit unserem Hauptkunden für entgangene Gewinne in der Vergangenheit, die sich positiv auf die Ertragslage in 2024 auswirken werden. In 2024 werden ferner die Rohmargen voraussichtlich 83,6 % des Umsatzes betragen, was eine leichte Verbesserung zu 2023 darstellt. Diese Verbesserung in Verbindung mit dem deutlichen Umsatzanstieg soll zu einem Anstieg der Bruttomarge im Jahr 2024 führen, wodurch sich der erwartete Verlust für 2024 verringert. Die Personalaufwendungen werden 2024 voraussichtlich etwa gleich hoch sein wie in 2023, d.h. 8,6 Mio. € betragen. Die neue Organisationsstruktur in Verbindung mit dem Schwesterwerk in Großbritannien wird weiter fortgeführt. Für die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) in 2024 wird ein Wert von etwa 3,8 Mio. € prognostiziert, was im Vergleich zu 2023 nur einen geringen Anstieg bedeutet, der wiederum auf die Umsatzentwicklung zurückzuführen ist. Für das Geschäftsjahr 2025 planen wir mit weiter stark steigenden Umsatzerlösen, da Fahrzeugteile, die unterjährig in 2024 in die Serienproduktion gegangen sind, nun in 2025 über das gesamte Jahr produziert werden. Die verbesserte Margenstruktur bei den neuen Serienprodukten sowie die konstanten Fixkosten im Bereich Personal und Produktion führen ferner zu einer verbesserten Profitabilität. Wir planen in 2025 insgesamt mit einem leicht positiven EBIT im höheren sechsstelligen Bereich. Diese Prognose steht unter der Prämisse, dass sich Lieferengpässe von Halbleitern oder sonstigen wesentlichen Zulieferteilen nicht wie in den vergangenen Umfängen wiederholen. Ferner basiert die Prognose auf der Einschätzung, dass sich keine wesentlichen Veränderungen im Preisniveau ereignen. Auf die bereits diskutierten geopolitischen Risiken wird in diesem Zusammenhang verwiesen. Auch wenn sich unsere Planung auf die vorab kommunizierten Abrufmengen von der Volkswagen AG für das Geschäftsjahr 2025 orientiert, hängt unsere Planung stark von den tatsächlichen Abrufmengen des Automobilherstellers ab. Diese können durch die tatsächliche Nachfrage nach den Fahrzeugmodellen von Volkswagen variieren.
Wolfsburg, den 25. Oktober 2024 Yuki Miyauchi Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Die Kasai (Germany) GmbH mit Sitz in Wolfsburg ist gemäß § 267 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzuordnen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuches (§§ 238 HGB ff.) - insbesondere den ergänzenden Vorschriften des zweiten Abschnitts für Kapitalgesellschaften (§§ 264 HGB ff.) - sowie unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbHG erstellt worden. Die Vorjahresvergleichszahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021. Die Kasai (Germany) GmbH mit Sitz in Wolfsburg ist beim Amtsgericht Braunschweig unter der Handelsregisternummer HRB 207974 eingetragen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung des Unternehmens (Going concern) aufgestellt. Die Fortführung des Unternehmens ist durch die harte und bis zum 31. Dezember 2026 befristete Patronatserklärung der Muttergesellschaft gesichert. Die Bewertung der einzelnen Bilanzpositionen richtet sich nach folgenden Grundsätzen: Aktiva Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich der Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode (pro rata temporis) anhand der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer der einzelnen Anlagen ermittelt. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen wird ein Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Er wurde beginnend in 2019 analog zu § 253 HGB über 10 Jahre pro rata temporis abgeschrieben, da die verlässliche Bestimmung einer anderen Laufzeit nicht möglich war. Zum Ende des Geschäftsjahres 2020 wurde der Geschäfts- oder Firmenwert einer wertmäßigen Prüfung unterzogen. Unter Berücksichtigung der laufenden Ergebnisse und der Planung der kommenden vier Geschäftsjahre wurde der Geschäfts- oder Firmenwert außerplanmäßig auf Grund einer dauernden Wertminderung auf einen Erinnerungswert von EUR 1,00 abgeschrieben. Für abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ist eine außerplanmäßige Abschreibung vorzunehmen, soweit Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren Wert anzusetzen sind, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Die weiteren immateriellen Vermögensgegenstände werden über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt (pro rata temporis). Bei dem Gebäude liegen 6 bis 25 Jahre, bei den technischen Anlagen und Maschinen 6 bis 8 Jahre und bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre als Nutzungsdauern zugrunde. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt die Bewertung überwiegend auf Basis der Einstandspreise zum gleitenden Durchschnittswert. In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden neben den Einzelkosten (direkt zurechenbare Kosten) auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Soweit Bewertungsrisiken vorliegen, sind zur verlustfreien Bewertung angemessene Abschläge vorgenommen worden. Unter den Vorräten (unfertige Erzeugnisse) werden im laufenden Geschäftsjahr Werkzeuge und Formen i.H. von TEUR 1.025 ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 45). Die Forderungen werden grundsätzlich zum Nennwert abzüglich ausreichender Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als Saldo der eingebuchten Rechnungsbeträge und der vom Hauptkunden erhaltenen Sammelüberweisungen ausgewiesen, da das Schnittstellensystem zur Auszifferung im Geschäftsjahr ausgefallen war. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach darstellen, wurden Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite gebildet. Der Ansatz erfolgt zu Nennwerten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag. Passiva Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert und ist voll eingezahlt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und sonstigen ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Rückstellung für Sterbegeld, die Rückstellung für Altersteilzeit und die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze in Form eines Gutachtens ermittelt. Für alle drei Rückstellungen dienten als biometrische Grundlage die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Die Rückstellung für Sterbegeld wird nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Es wird eine Restlaufzeit der Verpflichtungen von 7 Jahren angenommen. Somit ergibt sich ein Abzinsungssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) von 1,44 % (Vorjahr: 1,35 %). Einkommenssteigerungen werden wie im Vorjahr mit 2 % p.a. unterstellt. Bei der Rückstellung für Altersteilzeit wird nach dem Barwertverfahren eine mittlere Restlaufzeit der abgeschlossenen Verpflichtungen wie im Vorjahr von 1 Jahr angenommen. Somit ergibt sich ein Abzinsungssatz gemäß RückAbzinsV von 0,43 % (Vorjahr: 0,30 %). Einkommenssteigerungen werden wie im Vorjahr mit 2 % p.a. unterstellt. Bei der Rückstellung für Jubiläen wird das modifizierte Teilwertverfahren zu Grunde gelegt. Es wird eine Restlaufzeit der Verpflichtung von 15 Jahren angenommen. Es ergibt sich ein Abzinsungssatz gemäß RückAbzinsV von 1,44 % (Vorjahr: 1,35 %). Auch hier werden wie im Vorjahr Einkommenssteigerungen mit 2 % p.a. angenommen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden nicht abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Kurs zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit danach darstellen, wurden Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite gebildet. Aktive latente Steuern resultieren aus höheren steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen im Vergleich zu den handelsrechtlichen Wertansätzen des Geschäfts- oder Firmenwertes sowie aus höheren handelsrechtlichen Wertansätzen von Schuldposten im Vergleich zu den steuerrechtlichen Wertansätzen von sonstigen Rückstellungen. Von dem Wahlrecht der Bilanzierung des Überhangs aktiver latenter Steuern wird kein Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. III. Erläuterungen zur Bilanz Der Anlagespiegel zur Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Jahresfehlbetrag 2022 in Höhe von EUR 6.332.910,91 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2022 Eigenkapital in Höhe von EUR 1.777.664,90 aus. Die Gesellschafterversammlung vom 21. Juni 2022 hat eine Erhöhung der Kapitalrücklage von EUR 5.000.000,00 auf insgesamt EUR 26.000.000,00 in Form einer Bareinlage beschlossen. Der Geldzufluss fand am 24. Juni 2022 statt. In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen enthalten: Urlaubsansprüche in Höhe von EUR 80.663,90 (Vorjahr: TEUR 64), Jubiläumsverpflichtungen von EUR 127.821,00 (Vorjahr: TEUR 109), Jahresarbeitszeitkonten von EUR 32.761,82 (Vorjahr: TEUR 3), Altersteilzeitverpflichtungen von EUR 207.199,00 (Vorjahr: TEUR 298), Preisnachlässe von EUR 593.811,31 (Vorjahr: TEUR 654), Abfindungsverpflichtungen von EUR 121.000,00 (Vorjahr: TEUR 0), Inflationsausgleichszahlung von EUR 193.750,00 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Rechts- und Beratungskosten von EUR 56.250,00 (Vorjahr: TEUR 78). Für Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten: Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022:
Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2021:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch Bürgschaften der Gesellschafterin. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 4.053.849,84 (Vorjahr: TEUR 82) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin und stellen zum einen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 53.849,84 und zum anderen Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von EUR 4.000.000,00 dar. Das Darlehen der Muttergesellschaft der Kasai (Germany) GmbH ist am 30.06.2022 geflossen. Die Rückzahlung des Darlehens war zunächst auf den 28.04.2023 valutiert (Zinssatz: 0,7 % pro Jahr). Das Darlehen wurde auf den 31.12.2024 prolongiert und der Zinssatz beträgt 4,18 % pro Jahr. Das Darlehen der Muttergesellschaft ist mit einem Rangrücktritt belegt. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 93.773,21 (Vorjahr: TEUR 92) und Verbindlichkeiten gegenüber Belegschaftsmitgliedern in Höhe von EUR 1.892,74 (Vorjahr: TEUR 1). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Von den Umsatzerlösen in Höhe von EUR 44.676.079,16 (Vorjahr: TEUR 46.650) entfallen EUR 41.971.936,33 (Vorjahr: TEUR 45.818) auf den Bereich Automobilinnenausstattung (Interieur), EUR 2.355.732,82 (Vorjahr: TEUR 106) auf den Bereich Automobilaußenausstattung oder Teileumsatz (Exterieur) sowie EUR 348.410,01 (Vorjahr: TEUR 726) auf Sonstiges. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von EUR 725.528,13 (Vorjahr: TEUR 129) sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 587.514,43 (Vorjahr: TEUR 16), periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 30.466,97 (Vorjahr: TEUR 6) sowie Kursgewinne in Höhe von 13.453,19 (Vorjahr: TEUR 6) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 3.332.088,30 (Vorjahr: TEUR 3.693) enthalten EUR 2.552,80 (Vorjahr: TEUR 3) aus der Währungsumrechnung, EUR 122.434,92 (Vorjahr: TEUR 118) aus Versicherungen, EUR 298.322,37 (Vorjahr: TEUR 452) aus Weiterbelastungen von verbundenen Unternehmen, periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 11.804,03 (Vorjahr: TEUR 24) sowie Werbemaßnahmen in Höhe von TEUR 24.920,00 (Vorjahr: TEUR 106). Die periodenfremden Aufwendungen resultieren hauptsächlich aus Nachzahlungen für Energiekosten für das Vorjahr. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 6) Aufwendungen aus der Aufzinsung von den sonstigen Rückstellungen des Sterbegelds und ähnlichen Verpflichtungen sowie Zinsaufwendungen durch das Darlehen der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 48). V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat keine finanziellen Verpflichtungen aus Haftungsverhältnissen gegenüber verbundenen oder nicht verbundenen Unternehmen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
VI. Sonstige Angaben Name und Sitz des Mutterunternehmens Kasai Kogyo Co., Ltd, mit Sitz in 3316 Miyayama, Samukawa-Machi Koza-Gun, Kanagawa, 253-0106, Japan, registriert im japanischen Handelsregister. Die Geschäfte der Gesellschaft wurden durch folgende Geschäftsführer geführt:
Mit Ausnahme zweier Geschäftsführer erhielten im Geschäftsjahr 2022 die Geschäftsführer keine Bezüge seitens der Gesellschaft. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt somit die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9 HGB. Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 155 (Vorjahr: 163) Mitarbeiter beschäftigt. Im Einzelnen:
Nach dem Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung soll der ausgewiesene Jahresfehlbetrag von EUR 6.332.910,91 auf neue Rechnung vorgetragen werden. Gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB unterbleibt die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 17 HGB. Die Gesellschaft ist ein unmittelbar verbundenes Tochterunternehmen der Kasai Kogyo Co., Ltd, 3316 Miyayama, Samukawa-Machi Koza-Gun, Kanagawa, 253-0106, Japan, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschafterin stellt einen Konzernabschluss für den größten bzw. kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den der Jahresabschluss der KGE einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird im japanischen EDINET (Electronic Disclosure of Investor's NETwork) unter der Nummer E02174 veröffentlicht. VII. Nachtragsbericht Stand Oktober 2024 beträgt die Gesamtsumme des Darlehens der Muttergesellschaft der Kasai (Germany) GmbH EUR 6.500.000,00. Das Rückzahlungsdatum des Betrags von EUR 4.000.000,00 wurde auf den 31. Dezember 2024 und das Rückzahlungsdatum des Betrags von EUR 1.000.000,00 wurde auf den 30. Dezember 2024 angepasst. Das Rückzahlungsdatum des Betrags von EUR 1.500.000,00 wurde auf den 28. Dezember 2024 festgelegt. Die Gesellschafterversammlung vom 19. Dezember 2023 hat eine Erhöhung der Kapitalrücklage von EUR 5.000.000,00 auf insgesamt EUR 31.000.000,00 in Form einer freiwilligen Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB durch die Umwandlung einer Teilforderung aus Darlehensrückzahlungsansprüchen beschlossen. Weiterhin hat die Gesellschafterversammlung am 24. Juni 2024 beschlossen, die Kapitalrücklage durch eine freiwillige Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB um EUR 4.000.000,00 auf insgesamt EUR 35.000.000,00 zu erhöhen. Auch diese Erhöhung erfolgt durch die Umwandlung einer Teilforderung aus Darlehensrückzahlungsansprüchen. Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich neben der Kapitalerhöhung und der Darlehensgewährung durch die Muttergesellschaft keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung gemäß § 285 Nr. 33 HGB ereignet. VIII. Bestandsgefährdende Risiken Für die wesentliche Unsicherheit in Bezug auf bestandsgefährdende Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht unter dem Abschnitt C 6. "Gesamteinschätzung und bestandsgefährdende Risiken". Die Muttergesellschaft Kasai Kogyo Co., Ltd, Kanagawa, Japan, hat sich mit der harten und bis zum 31. Dezember 2026 befristeten Patronatserklärung verpflichtet die Gesellschaft mit zusätzlicher Liquidität oder sonstigen finanziellen Mitteln auszustatten.
Wolfsburg, den 25. Oktober 2024 Die Geschäftsleitung der Kasai (Germany) GmbH Yuki Miyauchi Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kasai (Germany) GmbH, Wolfsburg Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kasai (Germany) GmbH, Wolfsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kasai (Germany) GmbH, Wolfsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Die Gesellschaft verwendet zwecks Fakturierung der Aufträge das in der Automobilindustrie übliche Gutschriftverfahren. Die Zuordnung der fakturierten Umsatzerlöse zu den Zahlungseingängen durch den Kunden erfolgt über eine kundenspezifische EDV-Lösung (den sogenannten Gutschriftsmonitor), welche seit Mai 2020 ausgefallen ist. Das Vorhandensein, der Ausweis sowie die Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 5.296 sind nicht abschließend prüfbar, weil uns keine ausreichend belastbaren Nachweise zur Verfügung gestellt werden konnten. In diesem Zusammenhang können das Vorhandensein, der Ausweis und die Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund nicht zugeordneter Einzahlungen von Kunden, die Vollständigkeit der Verbindlichkeiten aufgrund möglicherweise nicht bilanzierter erhaltener Anzahlungen und die Vollständigkeit der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund von möglicherweise nicht gebildeten Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht abschließend geprüft und beurteilt werden. Auch durch alternative Prüfungshandlungen konnten wir keine hinreichende Sicherheit über die aufgeführten Posten und Sachverhalte gewinnen. Hierdurch werden möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung beeinträchtigt. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Abschnitt VIII. "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt C. 6. "Gesamteinschätzung und bestandsgefährdende Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft aufgrund der durch die Auswirkungen des Kriegs zwischen der Ukraine und Russland, der Lieferengpässe und der Inflation bedingten rückläufigen Absatzzahlen an die Volkswagen AG aktuell nicht in der Lage ist, aus eigener Kraft die zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs erforderlichen Zahlungsmittel zu erwirtschaften. Es besteht somit eine finanzielle Abhängigkeit von der Muttergesellschaft. Ferner besteht eine wesentliche Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Geschäftsentwicklung, die maßgeblich von dem Zuschlag von Folgeaufträgen bei Einführung von neuen Fahrzeugmodellen des Hauptkunden abhängt. Die Erreichung von Folgeaufträgen ist angesichts der starken Konkurrenzsituation mit einer wesentlichen Unsicherheit behaftet. Die Muttergesellschaft hat mit einer harten Patronatserklärung rechtsverbindlich zugesagt, die Gesellschaft finanziell zu unterstützen, so dass sie bis zum 31. Dezember 2026 in der Lage ist, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Sollte diese Zusage nicht über den 31. Dezember 2026 hinaus verlängert werden, ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. Wie in Abschnitt VIII. "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang sowie Abschnitt C. 6. "Gesamteinschätzung und bestandsgefährdende Risiken" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 25. Oktober 2024 Deloitte
GmbH
Norbert Graetz, Wirtschaftsprüfer Kou Watanabe, Wirtschaftsprüfer |
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