OPTIFILE GmbH
Am Fliegerhorst 2, 86456 Gablingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lisa Maria Theiml seit 7.12.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
H**** M****** | 10.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 90.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Umwelt Service Mannert GmbHGersthofenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2019
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Umwelt Service Mannert GmbH, Gersthofen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Umwelt Service Mannert GmbH, Gersthofen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Umwelt Service Mannert GmbH, Gersthofen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, 03. Dezember 2020 Dr.
Hille Zirch & Partner mbB
Gez. Paul Hairbucher, Wirtschaftsprüfer Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2019
Konzernkapitalflussrechnung 2019
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019Umwelt Service Mannert GmbHGersthofen
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20191. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der Umwelt Service Mannert GmbH, Gersthofen zum 31. Dezember 2019 wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Umwelt Service Mannert GmbH mit Sitz in Gersthofen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter der Handelsregisternummer HRB 25607 eingetragen. Die im Konzernabschluss erfassten Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen unterliegen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien. Der Konzernabschluss der Umwelt Service Mannert GmbH für das Wirtschaftsjahr 2019 wurde nach den Vorschriften des HGB sowie des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Sämtliche Angaben, bei denen ein Auswahlrecht zwischen Bilanz / Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang besteht, wurden aus Gründen der Übersichtlichkeit und Klarheit in den Anhang verlagert. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der Umwelt Service Mannert GmbH, Gersthofen (nachfolgend auch Muttergesellschaft), werden grundsätzlich alle Unternehmen einbezogen, die die Voraussetzungen des § 290 Abs. 2 HGB erfüllen. Es wurden neben der Muttergesellschaft folgende Unternehmen (alle mit Sitz in Gersthofen mit Ausnahme der Firma OPTIFILE GmbH mit Sitz in Gablingen) nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
Die Firma novorauM GmbH & Co. KG wurde erstmals zum 31.12.2019 in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft wurden in 2019 neu gegründet. Beteiligungen an nicht vollkonsolidierten Unternehmen, bei denen die Umwelt Service Mannert GmbH direkt oder indirekt zwischen 20 % und 50 % der Stimmrechte zustehen und bei denen sie einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt, werden nach der Equity-Methode bewertet und im Anlagegitter als "Beteiligungen an assoziierten Unternehmen" ausgewiesen. Im Konzernabschluss zum 31.12.2019 handelt es sich hierbei um folgende Beteiligung:
Die REICO Beteiligungs- und Geschäftsführung GmbH, an der die Umsema Umwelt Service Mannert GmbH zu 20 % beteiligt ist (Neugründung in 2019 mit einem Stammkapital von EUR 25.000,00), wurde in den Konzernabschluss nicht einbezogen, da die Beteiligung von untergeordneter Bedeutung ist (Gesellschaft ist nicht aktiv tätig). 3. Konsolidierungsgrundsätze Die Geschäftsjahre der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stimmen überein und entsprechen dem Geschäftsjahr der Muttergesellschaft. Der Konzernabschluss wird gem. § 299 Abs. 1 HGB auf den gemeinsamen Stichtag 31. Dezember aufgestellt. Die Erstkonsolidierung zum 01.01.2014 erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Absatz 1 HGB. Bei mehrstufigen Beteiligungen erfolgte die Neubewertung beginnend auf der untersten Stufe. Der Wertansatz der einbezogenen Tochterunternehmen wird dabei mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Grundsätzlich lagen der Neubewertung einzelne Marktpreise im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zu Grunde. Soweit keine Marktpreise verfügbar waren, erfolgte die Neubewertung des Anlagevermögens pauschaliert unter der Annahme, das zwischen 10 % und 50 % der kumulierten Abschreibungen zum 31. Dezember 2013 werthaltige stille Reserven umfassen. Die Abschreibung der aus der Neubewertung aktivierten Beträge erfolgt nach der geschätzten Restnutzungsdauer der jeweiligen aktivierten Vermögensgegenstände. Die Erstkonsolidierung der novorauM GmbH & Co. KG erfolgte zum 02.04.2019 (Gründung der Gesellschaft). Es ergaben sich daher keine Abweichungen zu den Buchwerten des Einzelabschlusses. Das auf die anderen Gesellschafter entfallende Kapital wurde der Position "Nicht beherrschende Anteile" innerhalb des Eigenkapitals zugeführt; ebenso aus Folgekonsolidierungen resultierende Ergebnisauswirkungen, die auf die anderen Gesellschafter entfallen. Latente Steuerauswirkungen wurden im Rahmen der Neubewertung ebenfalls berücksichtigt und passive latente Steuern abgegrenzt. Die aus der Erstkonsolidierung entstandenen passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 1.750 werden gesondert unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In den passiven Unterschiedsbeträgen sind keine aktiven Unterschiedsbeträge enthalten. Der passivische Unterschiedsbetrag wird gem. § 309 Absatz 2 Nr. 1 2. Halbsatz HGB jährlich über einen Zeitraum von 6 Jahren aufgelöst, letztmalig in 2019. Die assoziierten Unternehmen werden im Rahmen der Equity-Bilanzierung nach der Buchwertmethode gem. § 312 Absatz 1 HGB angesetzt. Die Anschaffungskosten für die Equity-Gesellschaften betragen insgesamt TEUR 362. Bei der Erstkonsolidierung ergab sich ein passivischer Unterschiedsbetrag von TEUR 440, der im Jahr 2014 vollständig erfolgswirksam verbucht wurde. Hinsichtlich der jeweiligen Anteile am Kapital und an den Stimmrechten an Gesellschaften, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, verweisen wir auf die oben genannte Beteiligung ARGE DiFi Dienstleistungen GbR. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegeneinander aufgerechnet (§ 303 HGB). Die Umsätze zwischen Konzernunternehmen und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen (§ 305 HGB) werden eliminiert. Konzerninterne Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden hier eliminiert, wenn sie gemäß § 304 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung sind. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen gemäß den HGB-Vorschriften aufgestellt. Bewertungswahlrechte werden im Einzel- und Konzernabschluss einheitlich ausgeübt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet bei allen in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 einbezogenen Gesellschaften das Gesamtkostenverfahren Anwendung. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird ebenfalls nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemäß § 255 HGB aktiviert und um planmäßige und sofern erforderlich um außerplanmäßige Abschreibungen reduziert. Die planmäßigen Abschreibungen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgen grundsätzlich unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände, die vor dem 31.12.2017 angeschafft wurden, werden sowohl degressiv als auch linear abgeschrieben. Sobald die lineare Methode zu höheren Abschreibungen führt, wird auf die lineare Methode umgestellt. Nach dem 01.01.2018 angeschaffte Vermögensgegenstände werden ausschließlich linear abgeschrieben. Die Zugänge des Wirtschaftsjahres werden ab Zugangsmonat pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Teilweise werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 und unter EUR 1.000,00 in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre aufgelöst. Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens unter dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die in den Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen werden rückgängig gemacht, soweit die Gründe hierfür nicht mehr bestehen. Das Finanzanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten angesetzt, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, sofern der beizulegende Zeitwert zum Stichtag die Anschaffungskosten unterschreitet. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden zu Anschaffungskosten, ggf. erhöht bzw. vermindert um die anteiligen, noch nicht vereinnahmten Ergebnisse der Gesellschaft, bewertet. Das Umlaufvermögen wird ebenfalls zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemäß § 255 HGB aktiviert. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu (Konzern-) Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Tagespreis zum Bilanzstichtag. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Beim Ansatz der Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens wird das strenge Niederstwertprinzip beachtet. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschluss-Stichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschluss-Stichtag darstellen. Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird nach § 301 Abs. 3 HGB in einem gesonderten Posten unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Er wird jährlich über einen Zeitraum von 6 Jahren aufgelöst. Für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Schulden am Bilanzstichtag werden angemessene Rückstellungen gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, wenn ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB). Dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB bei den langfristigen Personalrückstellungen pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Verbindlichkeiten sind jeweils mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem Kurs der Erstbuchung bewertet. Verluste aus Kursänderungen sind stichtagsbezogen berücksichtigt. In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschluss-Stichtag ausgewiesen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschluss-Stichtag darstellen. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel am Ende des Anhanges zu entnehmen. Die Forderungen sowie Sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf EUR 878.116,79 (VJ EUR 571.562,82) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und in Höhe von EUR 656.533,86 (VJ EUR 384.344,96) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Es bestehen Forderungen gegenüber Gesellschaftern von EUR 784.182,34 (VJ EUR 439.962,01). Die Entwicklung des Eigenkapitals im Konzern ist aus anhängendem Eigenkapitalspiegel ersichtlich. Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von EUR 0 (VJ TEUR 291) hat sich aufgrund der erfolgswirksamen Auflösung in Höhe von TEUR 291 vermindert. Die Zusammensetzung des Postens und die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben sich wie folgt:
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Berechnung der Rentenverpflichtung zum Bilanzstichtag ist auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens der Allianz Lebensversicherungs AG erfolgt. Bei der Berechnung wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck sowie ein Rechnungszins von 1,97 % zugrunde gelegt. Die Verbindlichkeiten sind wie folgt strukturiert:
6. Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung Nach Tätigkeitsbereichen aufgeteilt, setzen sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen:
Die Sonstigen betrieblichen Erträge betreffen Anlagenabgänge, Rückstellungsauflösungen und andere Erträge. Darin ist auch der Betrag aus der Auflösung des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung von TEUR 292 enthalten. Im Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersversorgung von EUR 11.158,80 (VJ EUR 12.664,24) enthalten. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen vor allem Abschreibungen auf Forderungen, Betriebs- und Instandhaltungsaufwendungen sowie die Aufwendungen für Verwaltung und Vertrieb. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Zum Abschlussstichtag 31.12.2019 bestehen Unterschiede zwischen Handelsbilanzwerten und Steuerbilanzwerten, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Aktive latente Steuern betreffen immaterielle Vermögensgegenstände, Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten und sonstige Rückstellungen. Die Steuersätze zur Berechnung der latenten Steuern belaufen sich auf einheitlich 30 %. Die Ermittlung der bilanzierten latenten Steuern erfolgte auf der Basis der für 2019 geltenden Gesetzeslage. Die passiven latenten Steuern von TEUR 11 (TEUR 25) ergeben sich aus Unterschieden zwischen HB I und HB II bei den Immateriellen Vermögensgegenständen sowie den Sachanlagen. Die sich aus der zukünftigen planmäßigen Auflösung ergebende Be- und Entlastung mit Körperschaft- und Gewerbesteuer wurde auf der Basis der aktuellen Steuersätze mit 30 % berechnet. Entsprechend § 274 Abs. 2 HGB erfolgte keine Abzinsung. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung 2019 erfassten latenten Steueraufwendungen belaufen sich auf insgesamt TEUR 11. Steuerliche Überleitungsrechnung: Das handelsrechtliche Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt TEUR 2.340. Bei einem Konzernsteuersatz von 30 % ergibt sich ein erwarteter Ertragsteueraufwand in Höhe von TEUR 702. Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand beträgt TEUR 770. Der effektive Konzernsteueraufwand beträgt damit ca. 32 %. Die Abweichung beruht insbesondere auf den latenten Steuern (TEUR 11 aufgrund der Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung). 7. Erläuterung zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung stellt anhand von Zahlungsströmen (Cashflow) aus laufender Geschäftstätigkeit, aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit die Veränderung des Finanzmittelfonds dar. Die Kapitalflussrechnung wird unter Beachtung des DRS 21 aufgestellt. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die Flüssigen Mittel in Höhe von TEUR 2.119 (VJ TEUR 3.091). Diese bestehen aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Davon werden die jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 28 (VJ TEUR 74) abgezogen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird hierbei anhand von Veränderungen der Bilanzposten ermittelt. 8. Sonstige Angaben a) Haftungsverhältnisse Mit Ausnahme branchenüblicher Lieferanteneigentumsvorbehalte bestanden keine weiteren aus der Bilanz nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse. b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Das Abschlussprüferhonorar beträgt TEUR 15 und betrifft ausschließlich die Konzernabschlussprüfung. Als Geschäftsführer der Gesellschaft ist bestellt: Herr Markus Müller, Kaufmann, Friedberg (seit 01.01.2019). Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB (Gesamtbezüge Organe) wird Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 336 Mitarbeiter beschäftigt. Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 9. Nachtragsbericht Durch die weltweite Corona Krise und die damit verbundenen Beschränkungen mussten die Unternehmen des Konzern vor allem in den Monaten März bis Mai teilweise Umsatzeinbußen hinnehmen, die nur teilweise durch den guten Saisonstart zu Beginn des Jahres ausgeglichen werden konnten. Das 2. Halbjahr zeigt wieder Umsatzentwicklungen auf Planniveau; es wird deshalb weiterhin von einem guten Geschäftsjahr 2020 ausgegangen, dass dennoch im Ergebnis hinter dem Geschäftsjahr 2019 liegen wird. Insbesondere bei einem drohenden 2. Lockdown Ende des Jahres müssten die Prognosen weiter nach unten korrigiert werden. 10. Befreiung von der Pflicht zur Offenlegung eines Jahresabschlusses Folgende inländische Konzerngesellschaften in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft bzw. Personengesellschaft machten im Berichtsjahr von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des § 264b HGB Gebrauch:
Gersthofen, 24. November 2020 gez. Markus Müller, Geschäftsleitung Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019Umwelt Service Mannert GmbHGersthofenAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Lagebericht zum 31. Dezember 2019der Umwelt Service Mannert GmbH, GersthofenINHALTSVERZEICHNIS A. Grundlagen des Konzerns B. Wirtschaftsbericht C. Ertragslage D. Finanzlage E. Vermögenslage F. Prognose-, Chancen- und Risikobericht G. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten H. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess A. Grundlagen des Konzerns Die Umwelt Service Mannert ist ein regional, breit aufgestellter Entsorgungskonzern in der Rechtsform einer GmbH mit Hauptfirmensitz in Gersthofen bei Augsburg. Ausgehend vom zentralen Firmensitz in Gersthofen entwickelten sich Betriebsstätten unserer Unternehmen in München (Garching), Nürnberg (Schwabach) sowie Frankfurt/Main, ebenso mehrere Logistikstandorte flächendeckend in Bayern. Mit unserem spezialisierten Firmenverbund bieten wir Dienstleistungen rund um die Themen Umwelt, Entsorgung, Abwasser, Industrieservice und Toilettensysteme an. Ebenso übernehmen wir im hiervon getrennten Sektor Datenmanagement Leistungen in den Bereichen der Daten- und Aktenarchivierung, Digitalisierung und Daten- und Aktenvernichtung. Diese Aktivitäten bündeln wir unter einer von modernen Management-Strukturen und Werten geprägten Dachorganisation, damit unsere Tochterfirmen ihre operativen Leistungen durch optimale Rahmenbedingungen tagtäglich kompetent ausführen können. Die Gesellschaft unternimmt im betriebsüblichen Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung des vorhandenen Fuhrparks sowie Neueinführungen. Der Konzern umfasst eine Gruppe von bayerischen Mittelstandunternehmen mit über 300 Mitarbeitern, welche unter der Führung der Holding-Gesellschaft Umwelt Service Mannert GmbH stehen. Im Konsolidierungskreis befinden sich neben der Muttergesellschaft und Verwaltungsgesellschaften weitere operativ tätige Gesellschaften. Mit dem Großteil dieser Gesellschaften besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Die Umwelt Service Mannert GmbH nimmt zur wirtschaftlicheren und sachgerechteren Erfüllung der Unternehmensführung der Unternehmen im Konsolidierungskreis folgende zentrale Aufgaben war:
KONZERNSTRUKTUR
HM Verwaltungs GmbH: (vormals Mannert Verwaltung-Beratung GmbH) Ist eine reine Verwaltungs GmbH ohne operative Umsätze und Tätigkeiten. Documentus Bayern GmbH: (vormals Reisswolf Bayern Akten- und Datenvernichtung GmbH) Agiert als langjähriger Spezialist für die Vernichtung von sensiblen Daten und Datenträgern in allen Formen mit zwei operativen Standorten mit eigenständigen Betriebsstätten und Vernichtungsanlagen in Garching bei München und Schwabach bei Nürnberg. Sowie eine zertifizierte Umladestation für Materialien zur Akten- und Datenvernichtung in Gersthofen. Diese ist zertifiziert nach DIN 66399 sowie im Rahmen aller Vorgaben des BDSG durch eine geschlossene und geprüfte Sicherheitskette in Logistik und Bearbeitung. Zudem beinhaltet der Geschäftszweck weitere Entsorgungs- und Serviceleistungen im Rahmen des Office-Waste-Service für den Kunden in Verwaltung und Büro. Die documentus Bayern GmbH hat zum 01.11.2019 für das erweiterte Dienstleistungsportfolio Archivierung und Digitalisierung eine neue Betriebstätte mit einen hochmodernen Dokumentenmanagementzentrum in Gablingen bei Augsburg (im Eigentum der Umwelt Service Mannert GmbH) in Betrieb genommen und ist damit mit einem umfassenden Angebot an Datenschutzdienstleistungen in den vier Bereichen Digitalisierung, Archivierung, Beratung und Vernichtung für ein breites Kundenspektrum tätig. Reisswolf Bayern Archivservice GmbH: Ist Dienstleister in der Archivierung und Lagerung von Akten- und Datenbeständen. Dies in effizienter und logischer Umsetzung eines Archivmanagements mit einer webbasierten Software, welche durch den Kunden, wie auch die Archivservice GmbH, mobil und transparent bearbeitet werden kann. Sie agiert über ein mehrfach gesichertes System incl. Brand-, Feuchtigkeits- und Zutrittskontrolle. Die gesamten Arbeitsschritte beruhen auf den Vorgaben des BDSG und eines branchenspezifischen Qualitätsmanagementsystems. Zum 01.11.2019 wurde das Archivgeschäft der Gesellschaft durch Übertrag von Mitarbeiterverträgen, Kundenverträgen und Lieferantenverträgen von der documentus Bayern GmbH übernommen. Mit dem Übertrag wurde zeitgleich ein Markenwechsel von REISSWOLF zu documentus vollzogen. Documentus Bayern Archiv GmbH: ist eine reine Verwaltungs GmbH ohne operative Umsätze und Tätigkeiten. Reisswolf Bayern Aktenvernichtung GmbH: ist eine reine Verwaltungs GmbH ohne operative Umsätze und Tätigkeiten. Fischer + Hohner GmbH: Die Gesellschaft agiert als ganzheitlicher Entsorgungspartner für Industrie, Handel und Gewerbe vom Standort Gersthofen aus. Das Unternehmen teilt sich auf 3 Dienstleistungssparten auf: Bereich Entsorgung: Tätigkeiten im Rahmen der Sammlung, Logistik, Sortierung und Entsorgung bzw. Verwertung aller Abfall- und Wertstoffarten. Hierzu steht am Standort Gersthofen ein BlmSchV-genehmigtes Recyclingcenter für die Bearbeitung und Sortierung dieser Materialien zur Verfügung. Mit einer eigenen Sparte werden fachgerecht und mit dem Know-how aus dem Gefahrstoff- und Gefahrgutmanagement, Leistungen in Sammlung, Sortierung/Verpackung und Logistik gefährlicher Abfälle (Sondermüll) angeboten. Bereich Gastro-Entsorgung: Durch ein für diese Branche umfassendes Dienstleistungspaket steht für Restaurants und alle Gastrobetriebe ein alles umfassender Entsorgungspartner zur Verfügung. Dabei wird die Entsorgung von Speiseresten (durch eine eigene BlmSchV-genehmigte Umladestation) die Entsorgung und Wartung von Fettabscheideranlagen, die Rohr- und Kanalreinigung, wie auch die Entsorgung von Wertstoffen aus der Gastronomie aus einer Hand ohne Subleistungen erbracht. Bereich Abwasser: Für die Reinigung, Entsorgung, Wartung, Generalinspektion und Sanierung von Kanal- und Abscheider Anlagen steht ein jeweiliges Dienstleistungspaket zur Verfügung. Dieses wird durch eigenen Fuhrpark für die Kanal-TV Inspektion, für die Logistik mittels Saug-/Spülfahrzeugen, Kanalreinigungs-LKW incl. Wasserrückgewinnung abgebildet. Für Kanalsysteme werden zudem unterschiedliche Sanierungsmethoden und -verfahren angeboten. Die Rückstände aus Abscheider Anlagen sowie Öl/Wasser/Schlammgemische werden in der betriebseigenen BlmSchV- genehmigten Abwasserbehandlungsanlage aufbereitet und recycelt. ARGE DiFi Dienstleistungen: Die Gesellschaft agiert als Arbeitsgemeinschaft zwischen der Fischer + Hohner GmbH und der DIW Instandhaltung GmbH. Die DiFi ist Servicepartner für Großunternehmen im Umwelt- und Reinigungsbereich. So entstehen in unterschiedlichen Segmenten des Facility-Managements zusammenhängende Leistungsbereiche, welche im Zusammenhang mit Umwelt-, Entsorgungs-, Gefahrstoffmanagement eine hohe und in Qualitätsmanagementsystemen gelebte Dienstleistung darstellen. Neben der Ausführung der Dienstleistung, werden die Beauftragten-Funktionen für Umwelt, Abfall, Gefahrstoff und Gefahrgut übernommen. mobi Sanitärsysteme GmbH; Das Serviceangebot umfasst die Vermietung von mobilen WC Systemen. Toiletten, Toilettencontainern, Toilettenwägen, VIP-Toilettenwägen für Bau, Veranstaltung-/Eventbereich und Privat. Durch eine zuverlässige Reinigungs- und Servicequalität entstanden Lagerstandorte und Logistikleistungen flächendeckend in ganz Bayern. Optifile GmbH: Die Optifile begleitet Unternehmen innerhalb des Wandels in das digitale Zeitalter, damit alle Informationen zu jeder Zeit sofort abrufbar sind. Informationsanalyse, Digitalisierungen und elektronische Datenübertragung sind hier die Haupttätigkeitsfelder. Die operativen Tätigkeiten der Optifile GmbH wurden Anfang 2019 in die Reisswolf Bayern Archivservice GmbH komplett integriert. novorauM GmbH & Co. KG: ist eine reine Immobiliengesellschaft ohne operative Tätigkeit. Die Umwelt Service Mannert GmbH und ihre Tochtergesellschaften sind mit über 300 Mitarbeitern an drei Standorten tätig und bedienen Kunden im gesamten Raum Bayern. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Handelskonflikte, kriselnde Autobranche und Brexit-Chaos wirken sich auch auf die deutsche Wirtschaft aus. Sie ist 2019 so langsam gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt der größten Volkswirtschaft Europas legte nur noch um 0,6 Prozent zu. Ein kleineres Plus gab es zuletzt 2013 mit 0,4 Prozent. 2018 hatte es noch zu 1,5 Prozent gereicht, 2017 sogar zu 2,5 Prozent. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete im Jahr 2019 eine deutlich verringerte Wachstumsrate von 2,9 % (Vorjahr: 3,6 %). Trotz starker Unterschiede zwischen den verschiedenen Regionen sowie zwischen Industrienationen und Schwellenländern zeigt sich der sichtbare Trend eines sich abschwächenden Wachstums. Der Trend zeigt sich auch in der gesamten Eurozone, insbesondere bei den wichtigen Volkswirtschaften Deutschland, Italien sowie Frankreich, deren BIP-Wachstum sich auf 1,2 % abschwächte (Vorjahr: 1,9 %). Branchenbezogene Entwicklung Documentus Bayern GmbH Die deutsche Papierindustrie befindet sich weiterhin in einem Strukturwandel und hat im vergangenen Jahr einen weiteren Rückgang der Produktionsmengen verkraften müssen. Vor allem die Nachfrage nach grafischen Papieren, die zum Bedrucken, Beschreiben oder Kopieren benötigt werden, war weiter rückläufig. Neben allgemeinen konjunkturellen Einflüssen führen ein verändertes Mediennutzungsverhalten der Verbraucher und die zunehmende Nutzung digitaler Medien zu einem spürbaren Nachfragerückgang bei den grafischen Papieren. Bei den Verpackungspapieren können bereits seit einigen Jahren Produktionssteigerungen verbucht werden. Am 25.05.2018 ist die EU-DSGVO in Kraft getreten, die den Datenschutz in Europa neu geregelt hat und die Sensibilität für Datenschutz stetig erhöht. Dabei stieg die Verantwortlichkeit für Fremddaten erheblich. Zum Ausdruck kommt dies durch eine Vervielfachung des möglichen Bußgeldrahmens für die Überwachungsbehörden. In Bayern überprüft zudem die zuständige Überwachungsbehörde die Umsetzung des Datenschutzes von Patientendaten in Krankenhäusern nach BayKG intensiv. In der Folge kann eine Vernichtung von Patientendaten in Krankenhäusern nur noch vor Ort im Krankenhaus stattfinden. Auf Grund des genannten Ordnungsrahmens, öffentlichkeitswirksamer Ahndungen sowie steigender Datenschutzsensibilität der Kunden entwickelt sich der Markt stetig. Diesem Bedarf folgend wird das Angebot der documentus Bayern GmbH ständig erweitert und auf die Anforderungen der Kunden angepasst. Evtl, sinkende Papiermengen für kommende Jahre fangen wir durch die Entwicklung der Qualitätshelden Archivierung, Digitalisierung und Datenschutz-Beratung auf. • Reisswolf Bayern Archivservice GmbH Eine steigende Flut von Dokumentationspflichten und entsprechenden Aufbewahrungspflichten aus unterschiedlichen Rechtsbereichen erfordern sowohl einen erhöhten Platzbedarf als auch ein geeignetes Management, um die erforderliche Transparenz zu behalten. Der Bereich Archivierung wird auch in Zukunft einen hohen Stellenwert einnehmen. Zum 01.11.2019 wurde das Archivgeschäft der Reisswolf Bayern Archivservice GmbH durch Übertrag von Mitarbeiterverträgen, Kundenverträgen und Lieferantenverträgen von der documentus Bayern GmbH übernommen. Mit dem Übertrag wurde zeitgleich ein Markenwechsel von REISSWOLF zu documentus vollzogen. • Fischer + Hohner GmbH Die Fischer + Hohner GmbH agiert als ganzheitlicher Entsorgungspartner für Industrie, Handel und Gewerbe vom Standort Gersthofen aus. Das Unternehmen teilt sich auf 3 Dienstleistungssparten auf: Entsorgung / Gastro-Entsorgung / Abwasser. Mit ihren Aktivitäten in Südbayern ist sie mit teils flächendeckenden Dienstleistungen vertreten. Die generelle Entwicklung im Entsorgungsmarkt im Jahr 2019 zeigt sich als stabiler Markt und sorgt daher für einen weiteren Ausbau von Mengen und Umsatz. Im Bereich Entsorgung (Recycling, Logistik, Wertstoffe) herrscht vor allem bei Großkunden ein andauernder, harter Verdrängungswettbewerb innerhalb der Entsorgungsbranche. Zuwächse sind teils nur durch harte Preiskämpfe möglich. Im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Kosten - / Nutzungsrechnung ist durch Fischer+Hohner daher nicht Wachstum um jeden Preis, sondern gesundes Wachstum in dieser Branche angestrebt. Die Verwertungssituation und der Abnahmemarkt für Wertstoffe und Gewerbeabfälle ergeben nicht zuletzt aufgrund der neuen Gewerbeabfallverordnung starke Engpässe und Abnahmeschwierigkeiten, so müssen teils auch kostspieligere Verwertungs- und Entsorgungswege gefunden werden, um die Entsorgungssicherheit der Kunden zu gewährleisten. Im Bereich Gastro-Entsorgung sind 2019 die Verwertungspreise und Preise unserer Kunden deutlich gestiegen. Neue Gesetzgebungen im Bereich der Biogas-Anlagen verteuern den Output. Daher sind Preisanpassungen dauerhaft zu vollziehen und ein Mittel der Gesundung und der Ausweitung. Im Bereich Abwasser ist eine steigende Zahl an Ausschreibungen und Angebotsstellungen zu verzeichnen. Insgesamt wird durch Zertifizierungsstellen deutlich mehr Wert auf umweltrechtliche und gesetzeskonforme Situation von Abwasseranlagen bei Industriebetrieben, Werkstätten, Tankstellen usw. gelegt. Wir sind bestrebt unser Know-How und den Auftragsdurchsatz parallel zu erhöhen. • mobi Sanitärsysteme GmbH Die Firma mobi Sanitärsysteme GmbH ist als Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Vermietung von mobilen Toiletten und Toilettenwagen spezialisiert. Das Unternehmen ist ausschließlich im süddeutschen Raum tätig. Als 100 %iges Tochterunternehmen der Umwelt Service Mannert GmbH ist mobi seit fast 25 Jahren im regionalen Markt etabliert. Über mehrere Servicestandorte in Bayern und Hessen wird ein zuverlässiger Reinigungsservice gewährleistet. Es werden funktionale Lösungen angeboten, bei denen vor allem anschlussunabhängige Toilettenkabinen zum Einsatz kommen. Zu den Kundengruppen zählen in erster Linie Bauunternehmen aber auch Kommunen und Veranstalter. Auf Grund der wachsenden Hygienebedürfnisse der Kunden entwickelt sich der Markt stetig. Es ist festzustellen, dass auf Baustellen neben den mobilen Toilettenkabinen zunehmend Sanitärcontainer mit Frischwasser- und Abwasseranschluss gefordert werden. Diese Container sind bisher nicht im Angebotsportfolio der mobi Sanitärsysteme GmbH. Durch das anhaltende Wirtschaftswachstum sowie die niedrigen Zinsen setzte sich der Bauboom auch im Jahr 2019 fort. Geschäftsverlauf Die Umwelt Service Mannert GmbH blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück. Mit einem Konzernumsatz von TEUR 27.752 (+ 7%) haben wir die Prognose für das Geschäftsjahr (+ 6%) leicht übertroffen. Der Konzernjahresüberschuss stieg um TEUR 459 auf TEUR 1.570. Hier konnten die Prognosen für das Geschäftsjahr (+12%) ebenfalls übertroffen werden. Als Holdinggesellschaft ist die Umwelt Service Mannert nicht operativ tätig. Der Geschäftsverlauf der Gruppe entspricht daher dem Geschäftsverlauf der vier Unternehmenssegmente. • documentus Bayern GmbH Die documentus Bayern GmbH blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück. Unsere Prognosen haben sich erfüllt und wir konnten zum Vorjahr eine Umsatz- und Ergebnissteigerung erwirtschaften. Wir erzielten ein Ergebnis von TEUR 1.113; dies stellt eine Steigerung zum Vorjahr (TEUR 919) um ca. 21% dar. Die Umsatzrendite verbesserte sich von ca. 7,6 % auf ca. 8,2 %. Der Gesamtumsatz lag durch die zweimonatige Einbeziehung des Archivgeschäftes rund 9 % über Plan. Die Gesellschaft erzielte im Jahr 2019 einen Außenumsatz von TEUR 12.890. Der Dienstleistungsumsatz Akten- und Datenträgervernichtung konnte gegenüber dem Vorjahr um ca. 19 % gesteigert werden. Die Vermarktungserlöse aus Sekundärrohstoffen sind mengenbedingt um ca. 2 % und preisbedingt um ca. 7,8 % gesunken. Die Umsätze der Archivierung wurden erstmals für die Monate November und Dezember 2019 bei der documentus Bayern GmbH ausgewiesen und konsolidiert. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 187 gesunken. Dies liegt überwiegend an der Senkung der Fremdleistungskosten. Die Personalkosten stiegen zum Vorjahr (TEUR 3.933) um TEUR 637 auf TEUR 4.570. Die Erhöhung ergibt sich vor allem aus dem Anstieg der Mitarbeiterzahl und den im Jahr 2019 durchgeführten Lohnsteigerungen. Die Abschreibungen sanken zum Vorjahr (TEUR 677) um TEUR 145 auf TEUR 532. Dies liegt vor allem an den Geringwertigen Wirtschaftsgütern. Durch die Erstausstattung an elektronischen Schlössern im Jahr 2017 und 2018 fiel der Investitionsbedarf für das Jahr 2019 und die damit verbundenen Abschreibungen geringer aus. Im Rahmen des vollzogenen Markenwechsels des Archivgeschäftes sowie der Inbetriebnahme der neuen Betriebsstätte Gablingen fielen erhebliche Kosten für das Umflaggen von Gebäuden, LKW- Werbung, Containern, Sicherheitsbehältern, Arbeitskleidung und Marketing an. Insgesamt lässt sich für das Wirtschafsjahr 2019 ein positiver Geschäftsverlauf feststellen. • Reisswolf Bayern Archiv Service GmbH Der Miet-und Dienstleistungsumsatz der REISSWOLF Bayern Archivservice GmbH ist im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben. Durch den Übertrag des Archivgeschäftes zum 01.11.2019 auf die documentus Bayern GmbH liegt der Außenumsatz 43% unter dem Vorjahreswert. ■ Fischer + Hohner GmbH Der Außenumsatz stieg im Geschäftsjahr 2019 um TEUR 321 auf TEUR 9.068 zum Vorjahr über alle Aktivitäten um 4 % und wurde somit weiter ausgebaut. Der Anstieg beruht auf einer guten Geschäftsentwicklung, vor allem in den Bereichen Abwasser und Entsorgung. Dennoch lagen wir im Geschäftsjahr 2019 in der Umsatz- und Ertragsentwicklung besonders in der Sparte Abwasser leicht unter unseren Planwerten, da wir Kapazitäten und Leistungsumfänge nicht wie geplant steigern konnten. • mobi Sanitärsysteme GmbH Der Außenumsatz der mobi Sanitärsysteme GmbH wurde im Jahr 2019 um 14 % gesteigert und belief sich auf TEUR 4.891. Der Umsatzzuwachs begründet sich vor allem durch das Wachstum der Bauwirtschaft und des Veranstaltungsbereiches. Wie in den Jahren zuvor ist festzustellen, dass auch im Jahr 2019 ein starker Wettbewerb in der Vermietung von mobilen Toiletten gegeben war. Trotz boomender Auftragslage mussten die Angebotspreise teilweise reduziert werden. Umsatz und Ertrag lagen über Plan. Durch die Steigerung der Geschäftstätigkeit, dem Ausbau der einzelnen Servicestandorte und der Erneuerung von Servicefahrzeugen mussten Investitionen in Höhe von TEUR 600 getätigt werden. Neben den neuen Servicefahrzeugen wurden vor allem neue Toilettenkabinen und Toilettenwagen angeschafft. C. Ertragslage Die in den Konzernabschluss der Umwelt Service Mannert GmbH einbezogenen Unternehmen realisierten in 2019 einen Konzernumsatz von insgesamt TEUR 27.752 (VJ: TEUR 25.924), der zu 100% in Deutschland erzielt wurde. Der Umsatz setzt sich wie folgt zusammen:
Insgesamt konnten die Konzern-Umsatzerlöse um 7% gesteigert werden. Aufgrund der guten Konjunktur und der damit verbundenen Nachfrage ergab sich für die Gesellschaften auch die Möglichkeit, Aufträge mit guten Preisen zu verbuchen. Bei der documentus Bayern GmbH wurde die Umsatzsteigerung überwiegend durch die Dienstleistung im Bereich der Aktenvernichtung erzielt. Die Papiererlöse konnten nicht gesteigert werden, da der Papierpreis zum Vorjahr im Durchschnitt um 10 Euro pro Tonne gesunken ist. Die Reisswolf Bayern Archivservice GmbH wurde zum 01.11.2019 durch Übertrag von Mitarbeiterverträgen, Kundenverträgen und Lieferantenverträgen von der documentus Bayern GmbH übernommen. Im Bereich der mobi Sanitärsysteme GmbH konnte durch die gute Baukonjunktur ein Umsatzwachstum von TEUR 599 (14%) zum Vorjahr verzeichnet werden. Die Fischer + Hohner GmbH konnte den Umsatz um TEUR 321 (+ 4%) zum Vorjahr steigern. Diese Steigerung resultiert überwiegend aus einem erhöhten Auftragsvolumen und unserer sehr guten Stoffstromlogistik. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Konzerns erhöhten sich von TEUR 1.243 auf TEUR 2.849. Enthalten sind in dieser Position unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Einzelwertberichtigungen sowie passiven Unterschiedsbeträgen, Erträge aus Schadensersatzleistungen und Sachanlageabgängen. Der Materialaufwand in der Konzern-GuV ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 132 gesunken. Fremdleistungen und Transportleistungen konnten gesenkt werden. Der Personalaufwand nahm im Konzern im Berichtsjahr um TEUR 960 (ca. 8 %) zu. Die Erhöhung ergibt sich vor allem aus dem Anstieg der Mitarbeiterzahl und Lohnsteigerungen. Im Berichtsjahr wurden in der Umsema-Gruppe durchschnittlich 342 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter setzte sich zusammen aus gewerblich Beschäftigten, angestellt Beschäftigten und Aushilfen. Die Konzern-Abschreibungen sanken um TEUR 566 auf TEUR 2.043. Im Berichtsjahr liefen weniger GWG (Behälter, Schlösser) in die Abschreibung. Ebenfalls liefen bei mobi Sanitärsysteme weniger Toiletten in den Sammelposten. Im Jahr 2019 lief bei documentus Bayern GmbH die Abschreibung für die Vernichtungsanlage aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 2.078 auf TEUR 11.061 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 8.983). Größere Positionen waren hier KFZ-Aufwendungen und Reparaturen/ Instandhaltungen. Durch die gute Auftragslage konnte mehrere neue Fahrzeuge in Betrieb genommen werden, bei documentus Bayern wurde der 2. mobile Aktenvernichter in Betrieb genommen. Das Ergebnis vor Steuern auf Konzernebene stieg von TEUR 1.514 im Jahr 2018 um TEUR 903 auf TEUR 2.418 im Jahr 2019. Der Konzernjahresüberschuss 2019 beläuft sich auf TEUR 1.570 und hat sich damit zum Vorjahr um TEUR 459 erhöht. Insgesamt lässt sich für das Wirtschaftsjahr 2019 ein sehr positiver Geschäftsverlauf feststellen. D. Finanzlage Eigenkapital Das wirtschaftliche Eigenkapital der Umsema Gruppe beträgt für das Geschäftsjahr 2019 TEUR 17.701 (Vorjahr: TEUR 16.509). Bezogen auf die Bilanzsumme TEUR 33.832 (VJ: TEUR 32.101) ist die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr 2019 mit 52 % um 1 Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Fremdkapital Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um TEUR 395 auf TEUR 11.408 gestiegen. Bei der Muttergesellschaft wurde eine Nachfinanzierung für den Bau des Dokumentenmanagementzentrums in Gablingen getätigt. Im Jahr 2019 wurden altersbedingt zu ersetzende LKW sowie benötigte Behälter und mobile Toiletten für Neukunden angeschafft. Bei den Tochtergesellschaften wurden nur in geringem Umfang Toiletten (mobi Sanitärsysteme GmbH) und Behälter (documentus Bayern GmbH) neu finanziert. Neu angeschaffte LKWs wurden durch Sale and lease back finanziert. Bei allen Gesellschaften wurden die laufenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Jahresvergleich weiter getilgt. Nicht erforderliche Finanzierungsmittel wurden aus frei verfügbarem Cashflow zurückgeführt. Liquidität und Cashflow Zur Sicherstellung der Finanzierung der Gruppe wurde mit Hausbanken ein Finanzierungsrahmen und Kontokorrentlinien ausgehandelt. Die Rahmen und Linien sind überwiegend revolvierend ausgestaltet und waren zum Jahresende und zum Zeitpunkt der Beendigung der Aufstellung des Konzernjahresabschlusses nicht ausgeschöpft. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren zu jeder Zeit sichergestellt. Im Rahmen des Cash-Managements stand den Unternehmen der Umsema-Gruppe neben den in Höhe von TEUR 184 vereinbarten und nicht ausgeschöpften Linien wie im Vorjahr ein relevantes Guthaben zur Verfügung. Die jährliche Liquiditätsplanung für die gesamte Unternehmensgruppe gibt zusätzlich Sicherheit, da diese laufend mit der IST-Liquidität verglichen wird. Sollten hier Engpässe erkennbar werden, kann sofort reagiert werden. Aus laufender Geschäftstätigkeit stand 2019 ein Cash Flow in Höhe von TEUR 3.578 zur Verfügung, welcher TEUR 2.809 über dem Vorjahreswert lag. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Jahr 2019 bei TEUR - 4.336. Die Auszahlungen für Investitionen in Höhe von TEUR -5.135 (VJ: TEUR -4.338) resultierten überwiegend aus Zugängen des Anlagevermögens. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich 2019 auf TEUR -168. Der Bestand an liquiden Mittel hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 972 auf TEUR 2.119 verringert. Der Bau des neuen Datenmanagementzentrums in Gablingen wurde im Jahr 2019 teilweise aus laufender Liquidität finanziert. E. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Unternehmensgruppe stieg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.731 auf TEUR 33.832 (VJ: TEUR 32.101) an. Bei der documentus Bayern GmbH stieg die Bilanzsumme um TEUR 735 an, vor allem aufgrund des Anstiegs im Sachanlagevermögen. Die Reisswolf Bayern Archivservice GmbH hat eine Senkung der Bilanzsumme zu verzeichnen, die überwiegend auf das Umlaufvermögen zurückzuführen ist. Die geleistete Anzahlungen (Regalanlage DMZ Gablingen) wurden im Berichtsjahr über Leasing finanziert. Bei der Fischer + Hohner GmbH hingegen hat sich die Bilanzsumme zum Vorjahr marginal verändert. Das Anlagevermögen hat sich durch die laufenden Abschreibungen verringert. Die mobi Sanitärsysteme GmbH hat eine geringere Bilanzsumme als im Vorjahr. Das Anlagevermögen hat sich durch die laufenden Abschreibungen verringert. Dem deutlichen Zugang des Sachanlagevermögens des Konzerns durch den Bau des Datenmanagementzentrums um TEUR 2.791 (+ 13%) standen die planmäßigen Abschreibungen auf Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten gegenüber, die die Zugänge des Geschäftsjahres deutlich übertrafen. Der Rückgang des Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der flüssigen Mittel aufgrund des Baus des Datenmanagementzentrums. Da alle Firmen im Konzern reine Dienstleistungen erbringen, spielen Vorräte eine untergeordnete Rolle. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch die Umsatzerhöhung zum Vorjahr um TEUR 272 gestiegen. Mit dem anhaltenden Aufschwung macht uns das Zahlungsverhalten unserer Kunden immer weniger Sorgen. Die Forderungsverluste bleiben weiterhin gering. Die Summe des Eigenkapitals erhöhte sich von TEUR 16.509 im Jahr 2018 auf TEUR 17.701 im Jahr 2019. Es ergab sich eine Eigenkapitalquote zur Bilanzsumme von 52 % (VJ: 51%). Der Gesamtbetrag der Rückstellungen stieg per 31.12.2019 auf TEUR 1.700 und lag damit um TEUR 38 über dem Vorjahresniveau von TEUR 1.662. Die Steuerrückstellungen sind um TEUR 199 zum VJ (TEUR 107) gestiegen. Die sonstigen Rückstellungen konnten gesenkt werden. Die Summe der Verbindlichkeiten stieg um TEUR 754 zum Vorjahr (TEUR 13.450). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen um TEUR 395. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um TEUR 318. Dies lag überwiegend an offene Rechnungen für den Bau des Datenmanagementzentrums bei der Holding sowie einer offenen Anzahlungsrechnung bei documentus Bayern für ein Fahrzeug. F. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risiko und Chancen Allgemeine Chancen und Risiken Dem Wettbewerb und Preiskampf am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz begegnen wir mit dem weiteren Ausbau unseres Serviceangebots. Eine strategische Ausrichtung unter der Dachorganisation der Umwelt Service Mannert GmbH ermöglicht qualifiziertes Arbeiten im Hinblick auf Knowhow und hohe technische Spezialisierung im Tagesgeschäft. Mit einheitlicher kaufmännischer Leitung, einer einheitlichen Strategie im Hinblick auf Qualitäts- und Umweltmanagement sowie einer hochwertigen IT-Vernetzung werden unsere Risiken minimiert. Wir bilden junge Menschen in unseren Betrieben aus und sehen hier eine große Chance, dass diese Auszubildenden ihre Entwicklung, ihr erlangtes unternehmensspezifisches Wissen nach der Ausbildungszeit in unsere Aufgaben und Dienstleistungen erfolgreich einbringen können. Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Mit langjährigen Lieferanten bestehen größtenteils Rahmenverträge. Chancen und Risiken des operativen Geschäfts / Konjunkturrisiko Neben dem üblichen Risiko, dass Verträge nicht verlängert werden, schätzen wir die Risiken im operativen Geschäft relativ gering ein. Durch die Vielzahl der Kunden und unserem stetig verbesserten Service ist Neukundengewinnung und auch Erhalt unserer Stammkunden gut umsetzbar. Um die Wachstumschancen zu wahren, wird laufend an der Qualität unserer Dienstleistungen gearbeitet und es werden neue Sparten wie z.B. Digitalisierung und Datenschutz-Beratung ausgebaut. Personalrisiko Für die Gruppe besteht ein in der Branche übliches Personalrisiko. Vor allem im gewerblichen Bereich wird es zunehmend schwieriger, geeignetes Personal zur rekrutieren. Im gewerblichen Bereich setzen wir auf die duale Ausbildung und bilden neben Industriekaufleuten auch Berufskraftfahrer aus. Durch unsere Firmenleitlinien, die den Mitarbeiter in den Fokus richten und durch diverse Aktivitäten steigern wir jährlich unsere Mitarbeiterzufriedenheit und das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Gruppe. Gesamtrisiko Das Gesamtrisiko für das Jahr 2020 liegt im Wesentlichen darin, einzelne Sparten der Gruppe weiter auszubauen. Es besteht die Chance, dass Ergebnis- und Umsatzziele übertroffen werden, da der Bauboom weiter anhält und außerdem durch unser Qualitätsmanagement, das täglich am kontinuierlichen Verbesserungsprozess arbeitet, um noch wirtschaftlicher tätig zu sein. Prognose für das Jahr 2020 Die Prognosen für das Jahr 2020 waren bei Erstellung des Wirtschaftsplanes positiv. Die Geschäftsleitung ging davon aus, dass sich der Konzernumsatz um ca. 10% zum Vorjahr erhöht und das Konzernergebnis ebenfalls weiter erhöht werden kann. Durch die weltweite Corona Krise und die damit verbundenen Beschränkungen mussten die Unternehmen des Konzern vor allem in den Monaten März bis Mai in gewissen Sparten Umsatzeinbußen hinnehmen, die nur teilweise durch den guten Saisonstart im Januar und Februar ausgeglichen werden konnten. Das 2. Halbjahr ist auf Planniveau angelaufen; wir gehen deshalb weiterhin von einem guten Geschäftsjahr 2020 aus, das dennoch im Ergebnis hinter dem Geschäftsjahr 2019 liegen wird. Insbesondere bei einem drohenden 2. Lockdown Ende des Jahres müssten wir unsere Prognosen weiter nach unten korrigierten. Prognose-, Chancen- und Risikobericht der operativen Firmen Documentus Bayern GmbH: Zahlreiche Neukunden, die im Jahr 2019 gewonnen werden konnten, bestätigen die Firmenphilosophie einer service- und sicherheitsorientierten Dienstleistung. Durch eine stetige Verdichtung im Servicegebiet soll die Wirtschaftlichkeit verbessert und die Umsatzrentabilität weiter gesteigert werden. Dabei wird im Jahr 2020 der Fokus auf Cross-Selling für die integrierten Dienstleistungen Archivierung und Neuausrichtung in der Digitalisierung liegen. Der 2018 für die Aktenvernichtung und 2019 für die Archivierung vollzogene Markenwechsel von Reisswolf auf documentus ist Chance und Risiko zugleich für die weitere Geschäftsentwicklung. Ein Risiko stellt ein potenzieller Wettbewerb unter der ehemals eigenen Marke Reisswolf dar, gleichzeitig bietet die neue Marke documentus die Weitung des Dienstleistungsportfolios, vor allem in Richtung Digitalisierung und Consulting. Eine große Chance bieten die im Jahr 2019 eingegliederten Sparten Archivierung und Digitalisierung. Durch die Inbetriebnahme des neuen Dokumentenmanagementzentrums mit ausreichend Kapazitäten für Digitalisierung und Archivierung kann vor allem die Sparte Digitalisierung weiter ausgebaut und somit das Umsatzwachstum sichergestellt werden. Documentus Bayern hat im Oktober 2019 ein weiteres mobiles Vernichtungsfahrzeug für die Vernichtung von besonders sensiblen Daten bei Kunden vor Ort (z.B. Pflicht bei Patientendaten in bayerischen Krankenhäusern) in Betrieb genommen. Dies ist eine weitere Chance uns vom Wettbewerb abzuheben und bietet Möglichkeiten zur Kundenneugewinnung. Die europaweite Verknappung an Fahrern stellt ein deutliches Risiko der Leistungsfähigkeit für unserer Gesellschaft dar, auch im Berichtsjahr 2019 fielen die Lohnsteigerungen für Fahrer überdurchschnittlich hoch aus. Die gestiegenen Kosten und Logistik-Anforderungen (Tracking) werden zum Jahreswechsel 2019/2020 mit einer Kundenpreiserhöhung an die Kunden weitergegeben. Die Prognosen für das Jahr 2020 waren bei Erstellung des Wirtschaftsplanes positiv. Wir gingen von einer Steigerung des Umsatzes und des Betriebsergebnisses aus. Durch die weltweite Corona-Krise und die damit verbundenen Beschränkungen mussten wir vor allem im 2. Quartal Umsatzeinbußen im Dienstleistungsbereich hinnehmen, die wir nur teilweise durch den guten Saisonstart im Januar und Februar ausgleichen konnten. Das 2. Halbjahr ist auf Planniveau angelaufen; wir gehen deshalb weiterhin von einem guten Geschäftsjahr 2020 aus, das dennoch im Ergebnis hinter dem Geschäftsjahr 2019 liegen wird. Insbesondere bei einem drohenden 2. Lockdown Ende des Jahres müssten wir unsere Prognosen weiter nach unten korrigierten. Fischer+Hohner GmbH: Die eingeschlagenen Strukturierungsmaßnahmen und die noch konsequentere Ausrichtung unseres Geschäftsbetriebes in den 3 Säulen Abwasser, Gastro und Entsorgung werden in unserer Erwartung im Jahr 2020 den guten Trend weiterführen und zu einem noch positiveren Ertragsergebnis führen. Durch die Corona-Krise hatten wir zum Ende des ersten und im zweiten Quartal 2020 hohe Einbrüche im Gastro-Sektor, welche wir nur durch Kurzarbeit ausgleichen konnten. In der Sparte Entsorgung wollen wir in abgestimmter Form und Abstimmung mit Verwertern die Situation mit einer eigenen Recycling-Halle verändern, um die Kostensituation deutlich zu optimieren. Zusätzlich soll der Kundenstamm gesund ausgebaut werden, um die Sparte Entsorgung wirtschaftlich gestalten zu können. Der Bereich Abwasser hat, wie die gesamte Branche zeigt, sehr gute Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten. Hier wollen wir die Umsätze steigern, parallel hierzu die Kompetenz und Mitarbeiter ausbauen und die Qualität der Prozesse steigern. mobi Sanitärsysteme GmbH: Die weitere Geschäftsentwicklung hängt in starkem Maße von der Entwicklung der Bauwirtschaft ab. Langfristig niedrige Zinsen und ein hoher Wohnungsbedarf stellen weiterhin ein positives Umfeld dar. Durch das Coronavirus sind bisher keine größeren Auswirkungen auf die Auftragslage in der Bauwirtschaft festzustellen. Bedingt durch das Coronavirus ist einen höherer Hygienebedarf gegeben. Dahingehend bieten sich zusätzliche Möglichkeiten. Der Veranstaltungsbereich ist im Frühjahr 2020 durch die durch Corona bedingten Maßnahmen der Regierung nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. In diesem Bereich drohen Umsatzausfälle für das Jahr 2020. Der Arbeitsmarkt hat sich durch Corona bedingt etwas entspannt. Die Rekrutierung von Personal stellt sich etwas positiver dar. Das Risiko kein geeignetes Fahrpersonal zu finden, hat sich aktuell reduziert. Im Jahr 2019 wurden erstmalig Servicefahrzeuge mit 3,5 Tonnen eingesetzt. Mit diesen Fahrzeugen konnten positive Erfahrungen gemacht werden. Diese Fahrzeuge werden wir in Zukunft verstärkt einsetzen. Der Preisverfall der letzten Jahre hat sich auch im Jahr 2019 fortgesetzt. Große Marktteilnehmer unterbieten die Preise zum Teil deutlich. Ein gewisses Risiko in Bezug auf Ertrag und Umsatzzuwachs ist zu sehen. Gute Chancen sehen wir weiterhin im neuen Servicegebiet Frankfurt. Hier planen wir weiteres Personal einzustellen und uns am örtlichen Markt zu etablieren. Es erfolgt ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen der mobi Sanitärsysteme GmbH und der Umwelt Service Mannert GmbH. Ein umfangreiches Berichtswesen stellt die monatlichen Unternehmenszahlen detailliert dar. In regelmäßigen Besprechungen werden die Ist-Zahlen mit der Planung abgeglichen. Abweichungen und Risiken werden sofort erkannt und bewertet. G. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Bankguthaben. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Holding ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Liquiditätsrisiko Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird jährlich ein ausführlicher Liquiditätsplan erstellt und laufend verfolgt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Alle Investitionen werden für das kommende Geschäftsjahr im Rahmen der Wirtschaftsplanung rechtzeitig aufgestellt und bei tatsächlicher Anschaffung durch einen internen Investitionsantrag (Bedarf, Umsatzsteigerung, Ersatz) von der Umwelt Service Mannert GmbH einzeln genehmigt. Ausfall- und Bonitätsrisiken Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung mit einem Großkunden wird stets dessen Bonität abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügen die Unternehmen über ein zentrales Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen. Bei allen Firmen wird der Mahnlauf in 2- wöchigem Rhythmus durchgeführt. Vom Erlass eines Mahnbescheides bis hin zur Zwangsvollstreckung ist unser Debitorenmanagement geschult, um diese im Haus zeitnah durchzuführen und zu verfolgen. H. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess In der Gruppe sind alle wesentlichen Grundzüge eines internen Kontrollsystems eingeführt und etabliert. Für die wesentlichen Prozesse sind Soll-Konzepte entwickelt sowie Wirtschaftspläne inkl. Personalbedarfsplanung, Budget- und Investitionsvorgaben erstellt. Alle wirtschaftlichen Entwicklungen werden im zentralen Controlling monatsscharf verfolgt und in einem zentralen MIS Management-Informationssystem den Leitungsfunktionen kommentiert übermittelt. Somit wird durch das zentrale Controlling jegliche Änderung erfasst und innerhalb der regelmäßigen Kommunikationsstruktur mit den Geschäftsführern, teils auch mit Bereichsleitern in operative Weichenstellungen umgesetzt. Innerhalb eines aktiven Qualitätsmanagementsystems finden alle operativen und strategischen Aufgaben ihre Umsetzung in Organisations- und Arbeitsanweisungen. Alle Prozesse im Unternehmensverbund sind in Arbeitsanweisungen niedergeschrieben und dadurch im Qualitätsmanagement organisiert. Dadurch werden eine effiziente Arbeitsweise und einheitliche Vorgehensweise sichergestellt. Das Prinzip der Funktionstrennung wird neben den papierhaften Prozessen auch in unserem Softwaresystem Navision über Berechtigungskonzepte und entsprechend gestaltete Work-Flow- Prozesse stringent fortgesetzt. Die Überwachung der Einhaltung interner Vorgaben und Arbeitsanweisungen wird über Revisionstätigkeiten sichergestellt.
Gersthofen, im November 2020 Umwelt Service Mannert GmbH gez. Markus Müller, Geschäftsleitung |
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