Schreiber Stiftung gemeinnützige Gesellschaft mbH
Selbe AdresseOrganisationen der Bildung, Wissenschaft und Forschung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Adrian Jung seit 16.12.2022 | Geschäftsführer |
Gerald Schreiber seit 14.11.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Gerald SchreiberSchreiber Holding GmbH | 85.00% |
J**** B*****Heureka GmbH | 15.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
davero dialog GmbHErlangenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DAVERO DIALOG GMBH, ERLANGEN1. Grundlagen des Unternehmens Wir sind Experten für die Übernahme und Betreuung von komplexen Geschäftsprozessen im Bereich Customer Care und Business Process Outsourcing. Unsere Auftraggeber kommen vorrangig aus den Branchen Versicherungen, Banken, Krankenkassen und aus der Energiewirtschaft. Wir achten darauf, Abhängigkeiten von einzelnen Unternehmen zu vermeiden. In den Hauptbranchen bedienen wir jeweils mehrere Unternehmen. Wir stehen seit vielen Jahren für Qualität, Zuverlässigkeit und eine auf Empathie ausgerichtete Kommunikation. Das setzt inhaltlich und mental geschultes Personal voraus. Hard- und Software sind jeweils auf dem neuesten Stand durch permanente Investitionen. Als inhabergeführtes Unternehmen orientieren wir uns seit 1988 an unserem Leitgedanken, der auf höchstem Qualitätsanspruch, Kontinuität, Nachhaltigkeit und Wertschätzung beruht. Unsere knapp 700 Mitarbeitenden sorgen für ein emotionales, individuelles, auf die jeweilige Marke abgestimmtes Kundenservice Erlebnis. Für die Endkunden ist es wichtig die richtige Information schnell, richtig und freundlich zu bekommen. In den vergangenen 35 Jahren hat sich das Unternehmen und die Branche, in der wir tätig sind, stetig weiterentwickelt und verändert. Es gilt, neue Trends aufzunehmen und in erfolgreiche Geschäftsmodelle umzusetzen. davero gelingt es nachhaltig, ihre Nische als Qualitätsanbieter zu behaupten, innovative Dienstleistungen qualitativ hochwertig zu entwickeln und zu realisieren und damit den Auftraggebern immer wieder neue Impulse zu geben. davero ist ein erfahrener Business-Prozess-Outsourcer mit hoher Reputation. Man nimmt uns als verlässlichen, fairen Partner wahr und überträgt uns komplexe und sensible Aufgaben. Das Angebot umfasst Beratungsleistungen und die Durchführung jedweder Kundenkorrespondenz auf allen Kommunikationskanälen. Der ständigen Schulung und Weiterbildung unserer erfahrenen Mitarbeitenden kommt dadurch eine hohe Bedeutung zu. Ebenso der Mitarbeitendenwertschätzung, damit wir das Wissen erhalten und uns qualitativ noch tiefer in die Auftraggeber Prozesse einarbeiten können. Datenschutz und Qualitätsmanagement werden laufend ISO zertifiziert. In allen Unternehmensbereichen ist damit der Focus auf Datenschutz und Qualität gesichert. davero genießt bei ihren Auftraggebern, im Wettbewerb und als Arbeitgeber in der Öffentlichkeit einen exzellenten Ruf. Gründe dafür sind die seit Jahrzehnten verlässlichen Leistungen für unsere Auftraggeber, die erfolgreiche Markenstrategie und das positive Wirken nach Innen in das Unternehmen hinein. Mitarbeitendenwertschätzung ist seit langem eines der Top-Themen für die Führung von Mitarbeitenden. Unsere Mitarbeitenden sind unser wichtigstes Kapital. Und so behandeln wir sie auch. Wir schaffen ein angenehmes Arbeitsumfeld, bilden uns laufend weiter und gehen anständig miteinander um. Wir betreuen unsere Stammkunden und erschließen neue Auftraggeber mit anspruchsvollen Aufträgen. Dazu bauen wir unser Leistungsportfolio laufend aus. Mit unseren Auftraggebern sind wir ständig im engen Austausch, informieren über neue Möglichkeiten und können deshalb auf neue Anforderungen schnell reagieren. 2. Rahmenbedingungen Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar. Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende nach ersten, vorläufigen Informationen des Statistischen Bundesamtes preis-, saison- und kalenderbereinigt um rund 1/4 % gegenüber dem Vorquartal gesunken. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Rückgang des BIP um 0,3 %. Dieses Ergebnis war weitgehend erwartet worden. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Damit lag er immer noch etwas unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Auch die staatlichen Konsumausgaben waren mit -1,7 % gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Darin spiegelt sich die Normalisierung der Staatsausgaben nach der deutlichen Ausweitung während der Corona-Pandemie. Die Bruttoanlageinvestitionen gingen mit -0,3 % etwas zurück, vor allem da die Bauinvestitionen infolge der gestiegenen Finanzierungs- und Materialkosten im Jahresdurchschnitt 2023 preisbereinigt erneut um rund zwei Prozent sanken. Dagegen konnten die Investitionen in Maschinen und Anlagen mit +3,0 % deutlich zulegen. Dazu dürften neben den immer noch hohen Auftragsbeständen und der guten Eigenkapitalausstattung der Unternehmen auch steigende - durch staatliche Maßnahmen gestützte - Investitionen in die Transformation beigetragen haben. Die Exporte nahmen infolge der schwachen Nachfrage aus dem Ausland um 1,8 % ab. Die Importe fielen im Zuge der schwachen Binnennachfrage mit -3,0 % sogar noch kräftiger, weshalb der Außenhandel rechnerisch +0,6 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitrug. Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der konjunkturellen Schwächephase robust; die Erwerbstätigkeit nahm im Jahresverlauf weiter zu (+0,7 %) und erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand von knapp 46 Mio. Personen. Ebenfalls positiv ist die Entwicklung der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte zu werten, die im Jahr 2023 um +5,9 % spürbar zunahmen. Sowohl die Arbeitnehmerentgelte (+6,7 %) als auch die Unternehmens- und Vermögenseinkommen (+6,5 %) lagen dabei deutlich im Plus. Gestützt wurden die Einkommensentwicklung neben spürbaren Lohnsteigerungen auch von staatlichen Entlastungsmaßnahmen zur Abmilderung des inflationsbedingten Kaufkraftverlustes wie den Energiepreisbremsen, der Möglichkeit zu steuerfreien Inflationsausgleichsprämien und Erhöhungen der Sozialleistungen (Wohngeld, Bürgergeld, Erhöhung Kindergeld). Diese Maßnahmen kamen insbesondere den unteren Einkommensgruppen zugute. Angesichts der zuletzt weiter schwachen Frühindikatoren, anhaltender und neu hinzugekommener geopolitischer Krisen, die zu steigenden Transportkosten und Verzögerungen in Lieferketten führen können, sowie temporär administrativ erhöhter Verbraucherpreise zu Jahresbeginn ist auch für das erste Quartal dieses Jahres noch nicht mit einer konjunkturellen Trendwende zu rechnen. Bei einem Rückgang der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer allmählichen Belebung der Weltwirtschaft dürften sich zentrale Belastungsfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland aber im Verlauf dieses Jahres verringern und eine vor allem binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzen. Im Oktober bewegte sich die weltweite Industrieproduktion seitwärts, nach geringen Zuwächsen in den beiden Vormonaten. Die stark gestiegenen Zinsen und der noch nicht abgeschlossene Abbau der hohen Lagerhaltung im Nachgang der Lieferkettenstörungen lasteten weiterhin auf der Industriekonjunktur. Auch die globalen Einkaufsmanagerindizes verharrten im Dezember in vielen wichtigen deutschen Handelspartnerländern Deutschlands unterhalb der Wachstumsschwelle. Der Stimmungsindikator von S&P Global hat sich im Dezember weiter erholt und liegt nun mit 51 Punkten leicht über der Wachstumsschwelle. Während sich die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe von 49,3 auf 49,0 Punkte etwas eintrübte, verbesserte sie sich bei den Dienstleistern um einen Punkt auf 51,6 Zähler. Der Welthandel legte im Oktober gegenüber dem Vormonat weiter leicht zu (+0,4 %) und auch für den November deutet der RWI/ISL-Containerumschlag-Index mit einem leichten (saisonbereinigten) Anstieg von 123,7 auf 124,5 Punkte auf eine verhaltene Expansion hin. Allerdings ging der Nordrange-Index für europäische Häfen gleichzeitig recht deutlich zurück (von 103,7 auf 101,0 Punkte). Für den Dezember signalisieren aktuelle Schiffsbewegungsdaten des Kiel Trade Indicators (KTI) dagegen insgesamt wieder eine rückläufige Welthandelsaktivität. Dazu haben auch die Angriffe auf Frachter im Roten Meer beigetragen, die infolge der Umleitung von Schiffen um Afrika zu einem Einbruch der Containertransporte durch das Rote Meer und deutlich längeren Transportzeiten führen. Insgesamt ist gemäß den Prognosen internationaler Organisationen in diesem Jahr aber nach Abschluss der Lagerkorrekturen und damit wieder steigendem Neugeschäft mit einer moderaten Erholung des Welthandelsvolumens zu rechnen (2023: 0,5 %, 2024: 3,1 %) - auch wenn das Welt-BIP weiterhin mit einer Zuwachsrate von rund 3 % nur unterdurchschnittlich expandieren dürfte. In den westlichen Volkswirtschaften dürfte sich das Wirtschaftswachstum im Zuge der Abkühlung in den USA und der Erholung in den EU-Ländern nach der starken Betroffenheit durch die Energiepreiskrise annähern. Dagegen ist in Asien eine Divergenz zwischen den sich abschwächenden Expansionsraten in China und Japan einerseits und den recht kräftig wachsenden übrigen asiatischen Ländern andererseits, allen voran Indien, zu erwarten. Alles in allem dürfte die Nachfrage nach deutschen Exportgütern nach der ausgeprägten Schwäche im abgelaufenen Jahr in diesem Jahr wieder spürbar zunehmen. Im November sind die nominalen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen ggü. dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt erstmals seit dem Frühjahr 2023 deutlich gestiegen (+1,9 %, Oktober: +0,1 %). Auch im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich lagen sie mit 1,1 % im Plus. Dazu trugen insbesondere die Lieferungen in die EU-Länder außerhalb des Euroraums bei (+5,9 %). Die nominalen Einfuhren von Waren und Dienstleistungen erholten sich mit einer Zunahme um 1,3 % ggü. dem Vormonat (Oktober: -0,1 %) ebenfalls spürbar. Im Zweimonatsvergleich drehten die Importe ebenfalls erstmals seit Juni 2023 ins Plus (+0,9 %). Bei den Außenhandelspreisen machen sich nach wie vor die Preisrückgänge für Energieimporte bemerkbar. Während die Einfuhrpreise ggü. November 2022 mit -9,0 % merklich zurückgingen, haben sie ggü. dem Vormonat saisonbereinigt stagniert. Gleichzeitig gaben die Ausfuhrpreise im Vormonatsvergleich um 0,2 % etwas nach, vor allem aufgrund von rückläufigen Preisen der Exporte des Verarbeitenden Gewerbes. Die Terms of Trade verschlechterten sich insgesamt um 0,2 % ggü. dem Vormonat. Der monatliche Handelsbilanzüberschuss ist im Zuge der stärkeren Ausweitung der Exporte im Vergleich zu den Importen von 16,4 Mrd. Euro im Oktober auf 17,6 Mrd. Euro im November gestiegen. Kumuliert ist der Handelsbilanzüberschuss im Zeitraum Januar bis November 2023 mit 159,8 Mrd. Euro mehr als doppelt so hoch wie der Vorjahreswert im gleichen Zeitraum (76,3 Mrd. Euro). Die Frühindikatoren sind am aktuellen Rand volatil und senden gemischte Signale für die weitere Entwicklung. Die Auftragseingänge aus dem Ausland sind seit dem Sommer in der Tendenz abwärtsgerichtet, wobei zuletzt insbesondere die Nachfrage aus dem Euroraum weiter deutlich rückläufig war. Die ifo Exporterwartungen haben sich im Dezember wieder von -4,1 auf -6,7 Punkte verschlechtert, nachdem sie sich zuvor zwei Monate in Folge aufgehellt hatten. Neben den Unternehmen im Maschinenbau rechnen nun auch wieder die Automobilhersteller mit geringeren Aufträgen aus dem Ausland. Die Schiffbewegungsdaten des Kiel-Trade-Indikators signalisieren für den Berichtsmonat Dezember aktuell einen Rückgang der realen deutschen Exporte (-1,9 % ggü. Vm). Die November-Daten für den deutschen Außenhandel stellen zwar einen Lichtblick für die exportorientierte deutsche Industrie dar, mit einer raschen Trendwende ist angesichts der insgesamt noch schwachen Indikatoren Lage aber nicht zu rechnen. Die Mehrzahl, der vom ifo Institut befragten Unternehmen geht nach wie vor von rückläufigen Exporten in den kommenden Monaten aus und auch Containerumschlags- und Schiffsbewegungsdaten bleiben verhalten. Zudem sind die Risiken für den Welthandel infolge der Krisensituation im Roten Meer und damit verbundenen höheren Transport- und Frachtkosten zuletzt eher gestiegen. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ging nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im November gegenüber dem Vormonat um 0,7 % zurück. Damit setzte sich die seit Frühjahr letzten Jahres zu verzeichnende abwärts gerichtete Tendenz weiter fort. Im November kam es in der Industrie und im Baugewerbe wieder zu Rückgängen (-0,5 % bzw. - 2,9 %), während der Bereich Energie erneut ein deutliches Plus meldete (+3,9 %). Innerhalb der Industrie waren im November in den einzelnen Wirtschaftszweigen unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten: Die gewichtigen Bereiche Kfz und Kfz-Teile sowie elektrische Ausrüstungen meldeten Abnahmen ihrer Ausbringung um 0,6 % bzw. 3,3 %; auch bei pharmazeutischen Erzeugnissen (3,8 %) sowie Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und optischen Erzeugnissen (-5,7 %) kam es zu Rückgängen. Bei dem gewichtigen Bereich Maschinenbau hingegen gab es eine Zunahme um +1,1 %, ebenso wie bei den energieintensiven Industriezweigen insgesamt (+3,1 %), die sich wie folgt auf die fünf Bereiche verteilte: chemische Erzeugnisse (+5,1 %), Kokerei und Mineralölverarbeitung (+3,2 %), Papier und Pappe (+2,6 %), Glas, Glaswaren und Keramik (+1,8 %) sowie Metallerzeugung und -bearbeitung (+0,5 %). Die Industrieproduktion lag im November 1,9 % unter ihrem durchschnittlichen Niveau im dritten Quartal, so dass für das vierte Quartal insgesamt erneut ein spürbares Minus zu erwarten ist. Die Auftragseingänge nahmen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im November gegenüber dem Vormonat leicht zu (+0,3 %), nachdem sie im Oktober merklich zurückgegangen waren (-3,8 %). Erneut stützte die Nachfrage aus dem Inland (+1,4 %) - insbesondere nach Investitionsgütern (+3,4 %) - während Bestellungen aus dem Ausland aufgrund der anhaltenden Orderrückgänge aus dem Euroraum weiter abwärtsgerichtet waren (-0,4 %). Auch der um Großaufträge bereinigte Auftragseingang war gegenüber dem Vormonat leicht rückläufig (-0,6 %). In den meisten Wirtschaftszweigen gingen mehr Aufträge ein, wobei insbesondere die gewichtigen Bereiche Kfz (+4,7 %), chemische Erzeugnisse (+ 3,7 %), elektrische Ausrüstungen (+4,8 %) und der Maschinenbau (+3,9 %) deutlich höhere Bestellungen als im Vormonat verzeichneten. Dagegen kam es beim volatilen sonstigen Fahrzeugbau nach dem starken Anstieg im Vormonat zu einem kräftigen Rückprall (-32,1 %). Auch die Bestellungen in den Bereichen Metallerzeugung (-7,1 %) und pharmazeutische Erzeugnisse (-4,7 %) fielen im Vergleich zum Vormonat geringer aus. Während sich bei den Auftragseingängen aus dem Inland in zentralen Bereichen zuletzt eine Stabilisierung andeutet, belastet die schwache Auslandsnachfrage, insbesondere aus dem Euroraum, weiterhin die Industriekonjunktur. Frühindikatoren senden derzeit gemischte Signale, wobei sich die Stimmung in den Unternehmen zuletzt wieder etwas eingetrübt hat. Mit einer schnellen Trendwende der Industriekonjunktur kann daher nicht gerechnet werden. Im weiteren Jahresverlauf dürfte aber vor dem Hintergrund der erwarteten binnenwirtschaftlichen Belebung und wieder anziehender Exporte eine Erholung der Industrieproduktion einsetzen. Die realen Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz sind im November gegenüber dem Vormonat um 2,2 % deutlich gesunken, nachdem sie im Oktober spürbar im Plus lagen (+1,3 %). Im Vergleich zum Vorjahresmonat meldete der Einzelhandel im November ein reales Umsatzminus von 2,0 %, wobei sich die hohen Preissteigerungen weiterhin bemerkbar machten. Der Handel mit Lebensmitteln ging im November im Vergleich zum Vormonat real um 0,4 % zurück. Infolge der starken Verteuerung von Lebensmitteln sind in dieser Sparte des Einzelhandels, seit mehr als 2,5 Jahren im Vorjahresvergleich überwiegend reale Umsatzrückgänge zu verzeichnen, die sich zuletzt aber verringert haben. Preise für Nahrungsmittel steigen weiterhin überdurchschnittlich stark an, auch wenn sich ihr Preisauftrieb gegenüber dem Vorjahresmonat weiter abgeschwächt hat (Dezember:+4,5 %). Der Umsatz im Internet- und Versandhandel verringerte sich im November um 1,5 % (-1,8 % ggü. Vorjahr). Bei den Pkw-Neuzulassungen ergab sich im Dezember im Vormonatsvergleich eine leichte Zunahme um 1,4 %; auch im aussagekräftigeren Zwei-Monatsvergleich haben sich die Neuzulassungen - nach hohen Schwankungen in den Vormonaten - stabilisiert (+0,2 %). Neuzulassungen von Pkw durch Privatpersonen sind im Dezember kräftig um 10,3 % gestiegen und auch in der Zwei-Monats-Betrachtung mit +7,3 % deutlich aufwärtsgerichtet. Pkw-Neuzulassungen von Unternehmen und Selbstständigen sind dagegen im Dezember zum vierten Mal in Folge gesunken (-3,5 %). Gründe für diese volatile Entwicklung dürften vor allem Vorzieheffekte im Zusammenhang mit dem Auslaufen der Umweltprämie sein, die für gewerbliche Zulassungen Ende August und für Privatpersonen am 18. Dezember beendet wurde. Frühindikatoren für die Entwicklung des privaten Konsums geben aktuell ein uneinheitliches Bild. Laut Prognose der GfK wird sich das Konsumklima im Januar noch einmal verbessern, nachdem es sich zwischen September und November leicht verschlechtert hatte. Die ifo Geschäftserwartungen im Einzelhandel haben sich im Dezember eingetrübt (-2,8 Punkte) und liegen weiterhin im negativen Bereich. Auch die Beurteilung der aktuellen Lage hat sich verschlechtert. Das Weihnachtsgeschäft bewertete der Einzelhandel vor den Feiertagen zuletzt als enttäuschend. Während sich die Konsumstimmung bei den privaten Haushalten also tendenziell verbessert, wird die Geschäftslage im Einzelhandel nach Umfragen von ifo und Handelsverband HDE eher als unbefriedigend bewertet. Bei weiter steigenden Einkommen und rückläufigen Inflationsraten dürfte aber mit einer Erholung des privaten Konsums im Verlauf dieses Jahres zu rechnen sein. Die Inflationsrate (Preisniveauanstieg binnen Jahresfrist) belief sich im Dezember voraussichtlich auf 3,7 %. Im November hatte die Rate noch bei 3,2 % gelegen. Maßgeblich für den Anstieg der Rate war ein Basiseffekt aufgrund der sog. Dezember-Soforthilfe zum Jahresende 2022, die vor einem Jahr dämpfend auf den Verbraucherpreisindex gewirkt hatte. Die Kernrate (ohne Energie und Nahrung) ging im Dezember weiter zurück auf 3,5 % (Nov.: +3,8 %) und lag damit infolge des Basiseffekts bei Energie nur geringfügig unter der Inflationsrate. Im Jahresdurchschnitt 2023 betrug der Anstieg der Verbraucherpreise voraussichtlich 5,9 % (Kernrate: +5,1 %). Nahrungsmittel verteuerten sich im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat erneut überproportional (+4,5 %), allerdings ließ der Preisauftrieb hier ebenfalls weiter nach (Nov.: +5,5 %). Die Energiepreise sind nach zwei Rückgängen im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat infolge des Basiseffekts wieder um 4,1 % gestiegen (Nov.: -4,5 %; Okt: -3,2 %). Im Bereich der Dienstleistungen hat sich der Preisauftrieb mit +3,2 % weiter leicht abgeschwächt (Nov.: +3,4 %). Auch auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen ist weiter eine nachlassende Preisdynamik zu beobachten. Die Erzeugerpreise sind im November 2023 um 7,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Im Oktober hatte die Rate bei -11,0 % gelegen. Ausschlaggebend war wie schon in den Vormonaten vor allem ein Basiseffekt durch die hohen Preissteigerungen im Vorjahr aufgrund der Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Im Vergleich zum Vormonat nahmen die Erzeugerpreise im November um 0,5 % ab. Die Einfuhrpreise lagen im November um 9,0 % deutlich unter dem Vorjahresmonat (-0,1 % ggü. Vormonat). Die Verkaufspreise im Großhandel sind im November im Vorjahresvergleich um 3,6 % gefallen. Auch im Vergleich zum Vormonat kam es zu einer Abnahme (-0,2 %). An den Spotmärkten entwickelten sich zuletzt die Preise für Erdgas wieder rückläufig. Aktuell liegt der TTF Base Load mit rd. 30 €/MWh etwa 55 % unter dem Niveau vom November 2022. Gegenüber dem Vormonat ist ein Rückgang von rd. 20 % zu verzeichnen. Die Markterwartungen deuten darauf hin, dass die Erdgaspreise in den kommenden Quartalen unter 50 €/MWh bleiben werden. Zu Beginn dieses Jahres wird die Entwicklung der Inflation spürbar durch steuerliche und fiskalische Maßnahmen geprägt. Zum einen laufen temporäre Maßnahmen aus, die im Zuge der Corona- und Energiekrise zur Entlastung von privaten Haushalten implementiert worden waren (Absenkung Umsatzsteuersätze in Gastronomie und für Gas- und Fernwärme, Preisbremsen für Strom und Gas, etc.). Zum anderen dürften Maßnahmen im Zuge der Konsolidierungserfordernisse der öffentlichen Haushalte preissteigernd wirken (Anhebung CO 2 -Bepreisung, Wegfall Zuschuss Netzentgelte bei Strom, Anhebung Luftverkehrssteuer). Im weiteren Verlauf des Jahres dominieren aber weiterhin inflationssenkende Faktoren wie Preisrückgänge auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen aufgrund gesunkener Energie- und Erzeugerpreise an den Märkten, geldpolitische Straffung der EZB, angemessene Tarifabschlüsse sowie Normalisierung der Gewinnmargen der Unternehmen. Der Arbeitsmarkt wies zum Jahresende bei günstiger Witterung einen saisonüblichen Verlauf auf. Die registrierte Arbeitslosigkeit erhöhte sich in Ursprungszahlen wie im Dezember üblich gegenüber dem Vormonat um 31.000 Personen. Saisonbereinigt (sb) bedeutet das einen geringfügigen Anstieg um 5.000. Die Erwerbstätigkeit legte im letzten Berichtsmonat November gegenüber Vormonat merklich zu (sb +22.000 Personen). Ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamts zufolge erreichte sie im Jahresdurchschnitt 2023 mit 45,9 Mio. Personen einen neuen Höchststand. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg im Oktober deutlich (sb +34.000). Die Kurzarbeit erhöhte sich im Oktober zwar leicht, die Anzeigen für Dezember waren aber erneut rückläufig. Frühindikatoren entwickelten sich durchweg etwas besser. Die Zahl der offiziellen gemeldeten Stellen stieg erstmals seit Mitte 2022 wieder an. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland hat wieder leicht zugenommen, vor allem im Dienstleistungsbereich. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer verbesserte sich ebenfalls, auch wenn die Arbeitslosigkeit noch etwas steigen dürfte. Die günstigeren Frühindikatoren deuten noch nicht auf eine grundsätzliche Trendwende hin. Eine Besserung der Aussichten ist ab Frühjahr zu erwarten, wenn auch die Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen dürfte. Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen ist nach endgültigen Ergebnissen im Oktober 2023 von 1.557 auf 1.481 bzw. um 4,9 % gegenüber dem Vormonat gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es einen Anstieg von 19,0 %. Von Januar bis Oktober 2023 lag die Anzahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen um 24,1 % höher als im Vergleichszeitraum 2022. Der vergleichsweise deutliche Anstieg ist auf Basiseffekte (historisch niedrige Insolvenzzahlen bis Mitte 2022 durch Corona-Sondereffekte) sowie ein wirtschaftlich herausforderndes Umfeld zurückzuführen. Dennoch bewegen sich die Insolvenzzahlen nach wie vor etwas unter dem Mittelwert der Jahre 2016-2019, der Abstand hat sich im Oktober 2023 wieder vergrößert (September: -4,4 %; Oktober: -9,5 % ggü. dem jeweiligen Monatsmittelwert 2016-2019). Auf erhöhtem Niveau bleibt die Zahl der von einer Insolvenz betroffenen Beschäftigten, die im Oktober immer noch 54,3 % (September: +91 %) über dem Vorjahresmonat liegt. Bezogen auf den bisherigen Jahresverlauf (Januar bis Oktober) beträgt der Anstieg ggü. dem Vorjahreszeitraum sogar rd. 123 % sowie ggü. dem Vor-Corona-Mittelwert für Januar bis Oktober 46,2 %. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus den gemeldeten Unternehmensinsolvenzen sind im Oktober 2023 um rd. 97 % ggü. dem Vorjahresmonat und im Jahresverlauf 2023 um 95 % ggü. 2022 gestiegen. Die Zahlen zeigen, dass aktuell größere Unternehmen stärker von Insolvenzen betroffen sind. Der Frühindikator IWH-Insolvenztrend zeigt für Dezember 2023 einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen von 10,3 % ggü. dem Vormonat November. Im Vorjahresvergleich ist ein Anstieg um 22,6 % zu verzeichnen (November: +20,9 %). Es ist der höchste Dezember-Wert seit Beginn der Datenerfassung im IWH-Insolvenztrend im Jahr 2016. Das vierte Quartal 2023 war damit voraussichtlich das insolvenzstärkste Quartal des vorigen Jahres, obwohl das vierte Quartal normalerweise die wenigsten Insolvenzen eines Jahres aufweist. Laut IWH dürfte sich der Anstieg der Insolvenzzahlen auch in diesem Jahr noch fortsetzen. Entwicklung der Branche Durch die Einführung von künstlicher Intelligenz kommt es in der Customer Care Branche zu eruptiven Anpassungsprozessen. Einfachere Sachverhalte werden den Kunden automatisiert von Avataren Chatbots und auf Selfhelp Pages im Internet angeboten. Erste Unternehmen behaupten bis zu 70 % ihrer Callcenter-Mitarbeitenden einsparen zu können. Diese Revolution lies börsennotierte Customer Care Giganten um bis zu 50 % an Wert verlieren. In unserer Branche kommt es weiterhin zu gegenseitigen Aufkäufen. Weltweite Dienstleister mit über 8 Milliarden Euro Umsatz bilden die Spitze der Größen-Rankings. Der Zwang durch die Pandemie, Mitarbeitende in alternierende Telearbeit zu beschäftigen ist umgesetzt. Das bedeutet, dass sich die Dienstleister weitgehend virtualisiert haben. Somit wird die Rekrutierung über die eigene Region hinaus möglich. Der Mitarbeitendenmarkt wird nahezu von allen Marktteilnehmern bundesweit genutzt. Durch die Bevölkerungsentwicklung stehen immer weniger Mitarbeitendenpotenziale zur Verfügung, um die sich bundesweit viele Unternehmen bemühen. Der Bindung vorhandener Mitarbeitenden, der Differenzierung als Unternehmen sowie der Bindung neuer Mitarbeitenden kommen damit eine hohe Bedeutung zu. Die Loyalität sinkt, die Fluktuationsquoten steigen. 3. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage des Unternehmens Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2023 zeigen deutlich die wirtschaftliche Erholung der davero. Bestehende und neue Auftraggeber vertrauen auf davero. Die Gewinnung weiterer Auftraggeber ist nicht im Hauptfokus. Wir wachsen im Wesentlichen mit Bestandskunden. Die Herausforderungen liegen im Gewinnen und Binden intelligenter Mitarbeitender einerseits und im Übernehmen komplexerer Aufgaben von den Auftraggebern andererseits. Durch den Ukrainekrieg und die damit einhergehende Inflation steigen die Lohnkosten weiterhin deutlich stärker als in den Vorjahren. Durch die Einführung des Bürgergelds seitens der Politik kommen wir weiter unter Druck, uns durch kontinuierlich steigende Löhne abzuheben. Es ist weitgehend gelungen, die Kostensteigerungen im Rahmen unserer Verträge an unsere Auftraggeber weiterzugeben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der komplette Außenauftritt erneuert. Website, Unternehmenslogo und Farben wurden deutlich verjüngt. davero tritt frischer mit neuen Angeboten im Markt auf. Wir werden in der Branche noch deutlicher wahrgenommen. Hierzu kommt, dass wir stärker im Bereich Social Media präsent sind, sowohl mit davero als auch einzelnen Personen, die davero verkörpern. davero ist es wieder gelungen, neue Auftraggeber zu gewinnen und bestehende Aufträge weiter auszubauen. Alle relevanten Verträge der davero befinden sich in langfristigen und stabilen, vertragsrechtlichen Konstrukten. Die finanzielle Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar: Geschäftsergebnis Die insgesamt planmäßig verlaufende Geschäftsentwicklung hat zu einem Jahresergebnis von TEUR 420 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.055 geführt. Dabei betrug die Betriebsleistung TEUR 28.517 (Vorjahr: TEUR 29.377) und der Betriebsaufwand TEUR 27.814 (Vorjahr: TEUR 27.804). Damit verminderte sich das Betriebsergebnis von TEUR 1.573 auf TEUR 703 um TEUR 870. Vermögenslage Die insgesamt planmäßig erwartete Vermögenslage stellt sich wie folgt dar: Das langfristig gebundene Vermögen blieb gegenüber dem Vorjahr relativ konstant und betrug TEUR 460 (Vorjahr: TEUR 510). Im Jahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 174 getätigt. Es wurden für immaterielle Vermögensgegenstände TEUR 80 und für Sachanlagen TEUR 94 investiert. Für 2024 sind weitere Investitionen in Technologien geplant. Das kurzfristig gebundene Vermögen erhöhte sich von TEUR 3.251 auf TEUR 3.353 um TEUR 102. Finanzlage Unsere stabile Finanzlage stellt sich wie folgt dar: Das Eigenkapital stieg von TEUR 1.255 auf TEUR 1.675 um TEUR 420. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 38,13 % (Vorjahr: 31,11 %). Das kurzfristige Fremdkapital verminderte sich von TEUR 2.780 um TEUR 63 auf TEUR 2.717. Die liquiden Mittel stiegen um TEUR 305 von TEUR 274 auf TEUR 579. Die davero dialog GmbH war jederzeit in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Ertragslage Die Umsatzerlöse nahmen im Jahr 2023 um TEUR 614 von TEUR 28.871 im Vorjahr auf TEUR 28.257 im Berichtsjahr ab. Diese Minderung der Umsatzerlöse entspricht der Unternehmensplanung sowie korrespondierend hierzu der Auftragsentwicklung. Mit TEUR 260 verminderten sich die sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 506) um TEUR 246. Der Materialaufwand stieg um TEUR 1.347 von TEUR 4.349 auf TEUR 5.696. Der Personalaufwand sank um TEUR 1.538 von TEUR 19.944 im Vorjahr auf TEUR 18.406 im Berichtsjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von TEUR 3.333 um TEUR 166 auf TEUR 3.499. Beurteilung der Geschäftsentwicklung für das Jahr 2023 Die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2023 hat die Ziele, die sich das Management gesteckt hat, positiv erfüllt. 4. Prognosebericht Nach dem schwachen Jahresendquartal ist auch zu Jahresbeginn 2024 keine spürbare konjunkturelle Belebung der deutschen Wirtschaft erkennbar. Zwar haben die Industrieproduktion und - infolge der günstigen Witterung - der Bau zu Jahresbeginn positiv tendiert. Auch der deutsche Warenhandel, insbesondere der Export, startete mit deutlichen Zuwächsen in das neue Jahr. Diese Entwicklungen stellen aber zum Teil eine Gegenbewegung zu den deutlichen Rückgängen zum Jahresende 2023 dar. Gleichzeitig waren die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe - ohne Berücksichtigung der hohen monatlichen Schwankungen durch Großaufträge - im Januar in der Tendenz weiter abwärtsgerichtet und auch die Einzelhandelsumsätze entwickelten sich zu Jahresbeginn erneut rückläufig. Stimmungsbasierte Frühindikatoren zeigen aktuell noch keine nachhaltige Trendumkehr an. Die Stimmung in den Unternehmen hat sich laut ifo Geschäftsklima im Februar zwar leicht aufgehellt. Dabei bewerten die Unternehmen den Ausblick auf die kommenden Monate positiver, die Beurteilung der Lage verharrt aber weiter auf niedrigem Niveau. Vor dem Hintergrund verlängerter Lieferzeiten infolge der Angriffe auf Schiffe im Roten Meer und den Streik bei der Bahn haben laut ifo Institut auch die Materialengpässe wieder etwas zugenommen. Bei der Stimmung der privaten Haushalte in Deutschland, abgebildet im GfK-Konsumklima und dem HDE-Konsumbarometer, deutet sich zuletzt eine Bodenbildung an. Allerdings bleibt die Anschaffungsneigung trotz der gestiegenen Einkommenserwartungen auf einem niedrigen Niveau, während die Sparneigung den höchsten Stand seit Juni 2008 erreicht. Angesichts der insgesamt noch schwachen Indikatoren Lage und der weiter hohen Unsicherheit der privaten Haushalte sowie der Unternehmen gehen die meisten Wirtschaftsforschungsinstitute in ihren jüngsten Konjunkturprognosen für das erste Quartal 2024 von einem erneuten, leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts aus. Erst im weiteren Jahresverlauf ist im Zuge weiter rückläufiger Inflationsraten, steigender Löhne und Einkommen, einer anhaltend stabilen Arbeitsmarktentwicklung und zunehmenden Impulsen von der Außenwirtschaft mit einer spürbaren konjunkturellen Belebung zu rechnen. Im Dezember nahm die weltweite Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat um +0,5 % zu, im Vorjahresvergleich lag sie damit um 2,5 % im Plus. Die weltweite Industriekonjunktur, die sich infolge der erhöhten Unsicherheit durch geopolitische Konflikte, der nachwirkenden Zinserhöhungen und der auslaufenden pandemiebedingten Stützungsmaßnahmen im vergangenen Jahr schwach entwickelte, scheint sich damit langsam zu stabilisieren. Auch die Einkaufsmanagerindizes in wichtigen Handelspartnerländern Deutschlands haben sich etwas aufgehellt, z.B. in den USA und im Euroraum. Sie signalisieren aber vielerorts noch keine nachhaltige konjunkturelle Belebung. Der Stimmungsindikator von S&P Global hat im Februar seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und liegt nun mit 52,1 Punkten über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dabei verbesserte sich die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe (von 50,0 auf 50,3 Punkte) und auch die Dienstleister blicken etwas optimistischer in die Zukunft (+0,1 Punkte auf 52,4 Punkte). Die Normalisierung der globalen Nachfrage scheint damit weiter voranzuschreiten. Der Welthandel nahm im Dezember um 1,0 % gegenüber dem Vormonat zu, nachdem es im November zu einer Unterbrechung des Aufwärtstrends gekommen war. Aktuelle Frühindikatoren weisen auf eine weitere Stabilisierung des globalen Handels hin. Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index ist im Januar (saisonbereinigt) von 125,7 auf 126,5 Punkte gestiegen, was allerdings ausschließlich auf chinesische Häfen zurückzuführen war, wo der Index durch das chinesische Neujahrsfest verzerrt ist. In allen anderen Weltregionen zeigte sich ein Rückgang, so auch beim Nordrange-Index für europäische Häfen. Dieser sank von 101,5 auf 99,4 Punkte, was vor allem auf die Angriffe im Roten Meer zurückzuführen sein dürfte, weil viele Frachtschiffe den Umweg um Afrika fahren. Im weiteren Jahresverlauf ist mit einer Erholung des Welthandels zu rechnen. Nach Abschluss der Lagerkorrekturen und einer Normalisierung der Nachfrage, die sich nach der Pandemie von Gütern hin zu (weniger handelsintensiven) Dienstleistungen verschoben hatte, dürfte der Welthandel wieder mit ähnlichen Raten wie die Wertschöpfung zunehmen. Im Januar sind die nominalen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen - nach einem Rücksetzer im Dezember - gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt wieder deutlich gestiegen (+3,7 %, Dezember: -5,0 %). Der Zuwachs bei den Güterexporten ging vor allem auf den Handel mit EU-Ländern zurück (+8,9 %), aber auch in die Staaten außerhalb der EU wurde mehr exportiert (+3,1 %). Auch die nominalen Einfuhren von Waren und Dienstleistungen nahmen nach dem spürbaren Rückgang im Dezember wieder etwas zu (+1,1 %, Dezember: -6,3 %). Diese Erholung war vom Güterhandel mit EU-Staaten getragen, wo die Importe um 10,8 % im Vergleich zum Vormonat zunahmen. Im Handel mit Drittstaaten gingen sie um 4,5 % zurück. Der monatliche Handelsbilanzüberschuss ist infolge der stärkeren Zunahme der Ausfuhren ggü. den Einfuhren saisonbereinigt von 19,6 Mrd. Euro im Dezember auf 23,9 Mrd. Euro im Januar gestiegen. Aktuelle Frühindikatoren senden vorsichtig positive Signale für eine Stabilisierung des Außenhandels. Die ifo Exporterwartungen haben sich im Februar leicht aufgehellt (von -8,5 Punkte auf -7,0). Während sich die Exporterwartungen in der Elektrobranche verbesserten, blieben sie bei den gewichtigen Kfz-Herstellern gedämpft; im Maschinenbau sanken sie sogar auf den niedrigsten Wert seit Juni 2020. Bei den Auftragseingängen aus dem Ausland deutet sich - bei hohen Schwankungen - eine Bodenbildung an; sie lagen trotz des kräftigen Rückgangs im Januar ggü. dem Vormonat (-11,4 %) im weniger volatilen Dreimonatsvergleich mit 2,2 % im Plus. Aus dem Euroraum gingen von November bis Januar ggü. August bis Oktober 2023 sogar 9,7 % mehr Bestellungen ein. Nach einem Rücksetzer beim deutschen Außenhandel im Dezember weisen die Zuwächse bei Aus- und Einfuhren im Januar in eine positive Richtung. Die zuletzt vorsichtig positiven Signale von den Frühindikatoren stützen die Erwartung der Jahresprojektion einer moderaten Erholung der Exporte im weiteren Jahresverlauf. Risiken bestehen aber weiterhin aufgrund anhaltender geopolitischer Spannungen und einer wirtschaftlichen Abkühlung in wichtigen Handelspartnerländern wie China. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe wurde im Januar preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,0 % gegenüber dem Vormonat ausgeweitet. Damit wird der erste spürbare Anstieg seit elf Monaten verzeichnet. Die Industrie erhöhte mit einem Plus von 1,1 % zum ersten Mal seit Mai 2023 ihren Ausstoß. Im Baugewerbe waren vor dem - auch witterungsbedingten - Anstieg um 2,7 % drei Monate lang Rückgänge zu verzeichnen. Demgegenüber verringerte sich die Energieproduktion um 3,7 % nach einem aufwärtsgerichteten Schlussquartal 2023. Die Wirtschaftszweige innerhalb der Industrie entwickelten sich sehr unterschiedlich: Maßgebliche Produktionsausweitungen waren in den Bereichen Chemische Erzeugnisse (+4,7 %), Nahrungs- und Futtermittel (+5,9 %) sowie bei Produzenten von elektrischer Ausrüstung (+1,0 %) und Maschinenbauern (+0,7 %) zu verzeichnen. Dagegen wurde der Ausstoß im gewichtigen Bereich Kfz und Kfz-Teile deutlich heruntergefahren (-7,6 %). Auch die Produktion von Metallerzeugnissen (-1,6 %) und pharmazeutischen Erzeugnissen (-0,6 %) wurde gedrosselt. Die Auftragseingänge sind im Januar gegenüber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt deutlich zurückgegangen (-11,3 %), nachdem sie im Dezember kräftig zugelegt hatten (+12,0 %). Sowohl im Inland (-11,2 %) als auch aus dem Ausland (-11,4 %) waren Orderrückgänge zu verzeichnen. Aus dem Euroraum kam es nach einem durch Großaufträge bedingten überdurchschnittlichen Plus im Dezember (+34,3 %) zu einer Gegenbewegung (-25,7 %); ohne Großaufträge ergab sich ein Minus von 2,1 % (Dezember: +0,9 %). Die Nachfrage aus den übrigen Ländern expandierte mit +1,6 % leicht. Der Rückgang der Auftragseingänge zum Jahresbeginn erstreckte sich dabei über die Mehrzahl der Einzelbereiche des Verarbeitenden Gewerbes: Besonders deutlich waren diese bei elektrischen Ausrüstungen (-33,2 %), Metallerzeugnissen (-14,5 %) und pharmazeutischen Erzeugnissen (-9,4 %). Aber auch die gewichtigen Wirtschaftszweige Maschinenbau (-4,7 %) und chemische Erzeugnisse (-0,3 %) lagen im Minus. Orderzuwächse konnten dagegen im Bereich Kfz/Kfz-Teile (+4,2 %) - vor allem infolge von Bestellungen aus dem Nicht-Euroraum - verbucht werden. Frühindikatoren wie der LKW-Maut Index wie auch Stimmungsindikatoren wie der ifo Geschäftsklimaindex oder der Einkaufsmanagerindex (EMI) deuten eine allmähliche Bodenbildung, aber noch keine spürbare Belebung bei der Industriekonjunktur an. Die realen Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz sind im Januar gegenüber dem Vormonat um 0,4 % gesunken, nachdem sie bereits in den vorangegangen zwei Monaten rückläufig waren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat meldete der Einzelhandel im Januar ein reales Umsatzminus von 1,5 % (Dezember: -0,7 %). Positiv entwickelte sich der Handel mit Lebensmitteln mit einem Zuwachs zum Vormonat um real 1,3 % (-0,2 % ggü. Vj). Der Umsatz im Internet- und Versandhandel erhöhte sich im Januar um 1,9 % (-3,2 % ggü. Vj.). Bei den PKW-Neuzulassungen durch Privatpersonen ergab sich im Februar im Vormonatsvergleich ein Plus von 2,3 % (Januar: -17,0 %). Neuzulassungen von Pkw insgesamt sind im Februar um 5,4 % und in der aussagekräftigeren Zwei-Monats-Betrachtung um 3,6 % gesunken. Frühindikatoren für die Entwicklung des privaten Konsums geben aktuell ein eher verhaltenes Bild. Lt. Prognose der GfK wird das Konsumklima im März geringfügig auf -29,0 Zähler steigen, nachdem es im Februar den schlechtesten Wert seit März 2023 (-30,6 Punkte) aufwies. Dabei steht einer sprunghaft gestiegenen Einkommenserwartung eine anhaltend hohe Sparneigung gegenüber. Für Februar wurden -29,6 Punkten angegeben (-4,2 Punkte ggü. Vm). Das ifo Geschäftsklima im Einzelhandel (inkl. Kfz) ist im Februar um -1,0 Punkte auf den niedrigsten Wert seit November 2022 gefallen und verharrt weiter im deutlich negativen Bereich (-27,6 Punkte). Die Beurteilung der aktuellen Lage hat sich zum dritten Mal in Folge verschlechtert, während die Erwartungen leicht anzogen. Insgesamt bewegen sich die Frühindikatoren überwiegend seitwärts und dies auch nur auf sehr niedrigem Niveau. Eine Trendwende im Einzelhandel ist angesichts der negativen Stimmungslage noch nicht in Sicht. Bei steigenden Löhnen, rückläufigen Inflationsraten und einer robusten Arbeitsmarktsituation dürfte aber mit einer Erholung des privaten Konsums im weiteren Verlauf des Jahres zu rechnen sein. Die Inflationsrate (Preisniveauanstieg binnen Jahresfrist) wies im Februar mit 2,5 % den niedrigsten Wert seit Juni 2021 auf. Die Kernrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) verharrte bei 3,4 %. Nahrungsmittel verbuchten mit 0,9 % die niedrigste Teuerung gegenüber dem Vorjahresmonat seit Dezember 2020. Bisher war deren Preissteigerung seit Kriegsausbruch stets überproportional ausgefallen (Jan.: +3,8 %). Die Energiepreise sind gegenüber dem Vorjahresmonat erneut gesunken, zuletzt um 2,4 % (Jan.: -2,8 %). Im Bereich der Dienstleistungen blieb der Preisauftrieb mit +3,4 % unverändert. Auch auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen ist eine weiter nachlassende Preisdynamik zu beobachten. Die Erzeugerpreise sind im Januar 2024 um 4,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Im Dezember hatte die Rate bei -5,1 % gelegen. Ausschlaggebend waren die Preisrückgänge bei Energie. Im Vergleich zum Vormonat nahmen die Erzeugerpreise im Januar geringfügig um 10,2 % zu. Die Einfuhrpreise lagen im Dezember um 8,5 % deutlich unter dem Vorjahresmonat (-1,1 % ggü. Vormonat). Die Verkaufspreise im Großhandel sind im Februar im Vorjahresvergleich um 3,0 % gefallen. Gegenüber dem Vormonat verringerten sie sich leicht (-0,1 %). An den Spotmärkten entwickelten sich zuletzt die Preise für Erdgas wieder rückläufig. Aktuell liegt der TTF Base Load mit rd. 25 €/MWh knapp 50 % unter dem Niveau des Vorjahres. Gegenüber dem Vormonat ist ein Rückgang von 3,4 % zu verzeichnen. Die Markterwartungen deuten darauf hin, dass die Erdgaspreise in den kommenden Quartalen um die 30 €/MWh bleiben werden. Vor diesem Hintergrund dürften die inflationsdämpfenden Faktoren in Form rückläufiger Preise auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen, gesunkener Energiepreise, der geldpolitischen Straffung der EZB, angemessener Tarifabschlüsse sowie einer Normalisierung der Gewinnmargen der Unternehmen im weiteren Jahresverlauf bestehen bleiben. Der Arbeitsmarkt zeigt sich angesichts der konjunkturellen Schwächephase weiterhin insgesamt robust: Die registrierte Arbeitslosigkeit erhöhte sich im Februar saisonbereinigt (sb) um 11.000 Personen. Damit setzte sich der Trend der letzten Monate fort. Geflüchtete wirken sich hier nicht mehr aus. Die Erwerbstätigkeit legte im Januar kräftig zu (sb um +54.000 Personen). Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg im Dezember um 19.000 Personen (sb). Die konjunkturelle Kurzarbeit lag im Dezember weiterhin bei rund 180 Tausend Personen. Frühindikatoren entwickelten sich im Februar schwächer. So hat die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen laut ifo Beschäftigungsbarometer erneut abgenommen. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer dagegen stagnierte: Etwas bessere Aussichten zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit hielten sich mit etwas schwächeren Aussichten hinsichtlich der Beschäftigung die Waage. Die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten Stellen ging im Februar merklich zurück. Angesichts des Fachkräftemangels könnte dies aber auch auf mangelnde Vermittlungsaussichten seitens der Unternehmen zurückzuführen sein. Dass die Arbeitsnachfrage nach wie vor hoch ist, zeigt die jüngste Veröffentlichung der IAB-Stellenerhebung: Sie weist für das vierte Quartal 2023 weiterhin eine Zahl von rund 1,7 Millionen offenen Stellen aus. Insgesamt entwickelt sich der Arbeitsmarkt weiterhin zweigeteilt: Arbeitgeber halten ihre Beschäftigten, daher ist das Risiko, arbeitslos zu werden, gering. Gleichzeitig wird es für Arbeitssuchende schwerer, eine Stelle aufzunehmen. Eine Erholung ist erst im Zuge einer konjunkturellen Belebung im weiteren Jahresverlauf zu erwarten. Der Frühindikator IWH-Insolvenztrend weist für Februar 2024 einen erkennbaren Anstieg der Unternehmensinsolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften, um 10,8 % ggü. dem Vormonat Januar auf 1.193 Fälle, aus. Dabei handele es sich laut IWH um den höchsten Wert seit Beginn der IWH-Datenerhebung im Jahr 2016. Dieser liegt rd. 42 % über dem Vorjahresmonat und rd. 28 % über dem Februar-Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Die Zahl der betroffenen Beschäftigten (größte 10 % der Unternehmen) ging nach IWH-Daten im Vergleich zum Januar etwas zurück, liegt aber dennoch knapp 90 % höher als der Februar-Mittelwert der Jahre 2016-2019. Für die kommenden Monate erwartet das IWH weiter steigende Insolvenzzahlen, gleichzeitig sei dies kein Ausdruck einer "dramatischen Insolvenzwelle" wie in der ersten Hälfte der 2000er Jahre, als die Zahl bei bis zu 2.000 pro Monat lag. 5. Branchen- und Marktentwicklung Sowohl die Branche als auch der Markt, in dem sich davero wirtschaftlich betätigt, verändern sich durch KI schlagartig. Unsere Chance im Wettbewerb zu bestehen, sehen wir darin, Unternehmen bei deren Digitalisierung zu beraten und zu begleiten. Wir sind als langjähriger, verlässlicher Partner bekannt. Unsere Entscheidungswege sind kurz und schnell. Wir unterstützen damit Großunternehmen, die uns als Labor für ihre zukünftigen Anwendungen einsetzen. Unsere Customer Experts werden durch ausgefeilte Software und KI unterstützt, sodass wir qualitativ beste Dienstleistung erbringen können. davero bedient seine Auftraggeber in Kombination mit Technologiepartnern schnell und zukunftsweisend. Dazu suchen wir uns im Markt die besten Technologie Partner heraus. Konsequenzen für die Unternehmenssteuerung davero setzt weiterhin auf eine strategische Marktbearbeitung, die sich zusammensetzt aus Präsenz in der Öffentlichkeit mit persönlichem Vertrieb, durch Fachmessen, eigene Veranstaltungen sowie PR. Hinzugekommen ist eine ausgeprägte Social Media Strategie. Im Innenverhältnis haben wir ein ausgefeiltes Controlling System im Einsatz, sodass wir in Echtzeit die Wirtschaftlichkeit eines jeden Auftrags bewerten können. Im engen Austausch mit den Führungskräften können die jährlich dedizierten Ziele besprochen werden. Dies hilft uns alle Mitarbeitenden in allen Ebenen für die Zielerreichung zu gewinnen. Unsere diversifizierten Dienstleistungen, die nicht dem Wettbewerb des Massenmarktes unterliegen, helfen uns, unsere Einzigartigkeit im Markt nachzuweisen. Die auf Qualität ausgerichtete Unternehmensphilosophie, die transparent für unsere Kunden und unsere Mitarbeitenden ist, trägt zum Unternehmenserfolg bei. Vertrauensvolle, langfristige Kundenbeziehungen mit motivierten, gut ausgebildeten Mitarbeitenden sind weiterhin unsere Ziele. Die Gewinnung und Weiterbildung gut vorgebildeter junger Nachwuchsführungskräfte ist für uns besonders wichtig, weil sie die Zukunft des Unternehmsens nachhaltig prägen. Zur Verstärkung der Geschäftsführung wurde ein weiterer Geschäftsführer bestellt. Ziel ist es, den Kundendialog der Zukunft für unsere Kunden zu entwickeln. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Die aktuellen Auftraggeber-Verhältnisse lassen umsatzseitig ein erfolgreiches Jahr 2024 vermuten. Wir gehen von einem weiteren Wachstum des Unternehmens im laufenden Geschäftsjahr aus. Jedoch bleiben die Erträge vorerst noch unter den Erwartungen. Verträge müssen weiterhin angepasst werden. Die Abgabepreise steigen. Alternierende Telearbeit ist etabliert. davero wird in den kommenden Monaten alle Prozesse auf 99 % alternierende Telearbeit anpassen. 6. Chancen- und Risikobericht Risiko- und Chancenmanagement Die Ereignisse Covid, Ukrainekrieg, Energiekrise, Bürgergeld und Fachkräftemangel wirken sich auf die Ertragssituation negativ aus. Wir spüren jedoch bereits deutliche Erholung. Alternierende Telearbeit hat sich etabliert. Künstliche Intelligenz ist fester Bestandteil von Kundenbetreuung. Ziele der Auftraggeber sind weiterhin die Kostensenkung und das Einsparen menschlicher Ressourcen Automatisierung ist im vollen Gang. Wir begleiten unsere Kunden in diesem Prozess aktiv und nutzen die Chancen für neue Geschäftsfelder. Unsere Veranstaltungen werden von allen Auftraggebern zahlreich gebucht und in nachgelagerten Befragungen mit Bestnoten bewertet. Die Online-Kommunikation mit Auftraggebern und Mitarbeitenden ist überaus erfolgreich etabliert. Welche Auswirkungen das auf der Langstrecke hat wissen wir noch nicht. Herausfordernd bleibt nach wir vor die Frage, wie sich Mitarbeitendenloyalität stärken lässt. Positiv ist zu erwähnen, dass durch die alternierende Tätigkeit Büroflächen umfangreich und dauerhaft reduziert werden konnten. Risiken Marktrisiken Marktrisiken resultieren daraus, dass die gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung länger durch stetig steigende Kosten ungünstig verläuft. Der Konflikt Ukraine/Russland, Nahostkrieg und die abgekühlte Wirtschaftslage in Deutschland bringen weiterhin Unsicherheit, Kostensteigerungen, Inflation und klimabezogene Auswirkungen sind noch nicht abschätzbar. Wettbewerbsrisiken Großkonzerne im Bereich Customer Care könnten weiter Preisdruck machen. Preisentwicklungsrisiken Eine Verschärfung der Wettbewerbssituation kann die Preisentwicklung negativ beeinflussen und ist durch Maßnahmen nur schwer aufzufangen. Negative Preisentwicklungen belasten die Umsatz- und Ertragsentwicklung nachhaltig und führen zu Ergebnisabschmelzungen. Das Argument, dass Deutsch nur in Deutschland in hoher Qualität gesprochen wird, wird durch immer bessere SprachenApps und verfügbare Software aufgeweicht. Menschen in kostengünstigeren nearshore Ländern übernehmen weitere deutsche Aufgaben. Mit Energie drängen vor allem osteuropäische Dienstleister mit niedrigen Preisen in den deutschen Markt. Risiken aus Bestandskundengeschäft Die wirtschaftliche oder strategische Neuausrichtung einer oder mehrerer unserer Bestandskunden können zu einem Wegbrechen von Bestandsgeschäft führen. Z. B. müssen Krankenkassen Kosten einsparen. Der Konflikt Ukraine/Russland, die Abkehr von Abhängigkeiten von China und die damit verbundenen Folgen sind noch nicht abschätzbar. Risiken aus den angebotenen Dienstleistungen Durch regulatorische Maßnahmen könnten bestehende Dienstleistungen komplizierter werden. Nicht alle Bevölkerungsgruppen kommen beispielsweise mit elektronischer Unterschrift zurecht. Damit könnten Kunden unserer Auftraggeber verloren werden. Personalrisiken Qualifizierte und engagierte Mitarbeitende bilden eine entscheidende Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Alternierende Telearbeit hat insofern den Nachteil, dass es schwieriger ist, bei Neueinstellungen eine Bindung zum Unternehmen zu erreichen. Loyalität zum Unternehmen entsteht durch die Führungskräfte. Durch schwindende persönliche Kontakte wird die Führungsaufgabe erschwert. Eine bundesweite Rekrutierung aller Marktteilnehmer schafft gleichermaßen Chancen und Risiken. Wir haben bereits bundesweit Wettbewerb. Projektrisiken Bei bestehenden Auftraggebern könnten durch Fusionen Vergaben an Dienstleister neu geregelt werden. Durch schnell eingeführte Automatisierung könnten Leistungen obsolet werden. Risiken aufgrund der Nutzung von fremden Technologien Die notwendige Nutzung fremder Technologien birgt das Risiko, im Falle eines Ausfalls der fremdgenutzten IT-Systeme unsere Dienstleistungen vorübergehend oder längerfristig nicht erbringen zu können. Auch eine Fehlplanung bzw. -bewertung der eingesetzten Softwarelizenzen birgt ein gewisses Risiko. Informationstechnologie Die Geschäftsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation basieren auf komplexen IT-Systemen. In diesem Zusammenhang ist die Vertraulichkeit von internen und externen Daten von elementarer Bedeutung. Ein Verlust der Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität von Daten und Informationen, z. B. durch (Cyber-)Angriffe, kann zu Manipulationen und/oder zu einem unkontrollierten Abfluss von Daten und Know-how führen. Risiken aufgrund von Vertragsverletzungen Im Rahmen bestehender Verträge könnten sich Risiken aufgrund der Verletzung vertraglicher Verpflichtungen ergeben, insbesondere aufgrund der Schlecht- bzw. Nichtleistung im Rahmen bestehender Vertragsverpflichtungen. Chancen Die größte Chance und zugleich Herausforderung, im Wettbewerb erfolgreich zu agieren, besteht darin, neue Mitarbeitende zu gewinnen, die Fluktuation und Krankheitsquote zu senken und neue Auftraggeber mit höheren Preisen zu gewinnen. Bestehende Auftraggeber, die unsere exzellenten Dienstleistungen schätzen, werden Verträge mit uns verlängern. Der Personalmangel führt dazu, dass schlechtbezahlte Leistungen durch neue wirtschaftlichere Auftraggeber ersetzt werden. Diese Situation führt dazu, dass sich die Beziehungen zwischen Dienstleistern und Auftraggebern vertiefen, denn der Wechsel des Dienstleisters birgt die Gefahr, dass ein vermeintlich billigerer Wettbewerber gar nicht in der Lage ist, das Personal zu stellen. Die davero dialog GmbH hat schon in der Vergangenheit bewiesen, dass sie sich durch Qualität und Kontinuität auszeichnet und Leistungen anbietet, die im Markt nicht vergleichbar sind. Uns ist es in der Vergangenheit gelungen, unsere Auftraggeber von der Exzellenz unserer Dienstleistungen zu überzeugen. Wir setzen deshalb weiterhin auf Weiterempfehlungen durch zufriedene Kunden. Um exzellente Dienstleistungen zu erbringen, bedarf es kluger Führungskräfte, die den Markt und unsere Auftraggeber kennen und verstehen sowie einer Strategie, die an den Erfolg unserer Auftraggeber angelehnt ist. Und letztlich werden Mitarbeiter benötigt, die Lust am gemeinsamen Unternehmen haben, die ihre Persönlichkeit mit Empathie in den jeweiligen Auftrag einbringen und hinter unserem Unternehmen und seiner Philosophie stehen. Diese Rahmenbedingungen für die Zukunft - auch bei sich entwickelnden Marktherausforderungen - zu erhalten und auszubauen, stellt die Herausforderung, aber auch die Chance unseres Unternehmens dar. Wir sind überzeugt davon, die Erfolgsgeschichte der letzten 30 Jahre auch in der Zukunft fortschreiben zu können. Wettbewerb Die Entwicklung des Wettbewerbs im Call-Center Bereich der letzten Jahre nutzt der Strategie der davero insofern, als dass wir uns um komplexe Aufgaben bemühen. Die Konsolidierung des deutschen Call-Center-Marktes und das Entstehen immer größerer internationaler Player im Markt führen dazu, dass die Nischen der kleineren Anbieter größer werden. Überdies haben wir bereits in den letzten Jahren unsere Nische durch die Verbreiterung unseres Angebotes und die Diversifikation unserer Dienstleistungen erweitert und sind strategische Partnerschaften eingegangen. davero ist für die aktuelle Wettbewerbssituation gerüstet. Die Marke davero ist neu aufgeladen und macht unser Interesse an der Zukunft absolut deutlich. Dienste und Innovationen Die Digitalisierung ermöglicht neue Dienstleistungen, die wir anbieten. Man nimmt uns als innovativen Partner wahr und so können wir neue Umsatzpotenziale heben. Verlängerte Wertschöpfungsketten und komplexe Verzahnung der Prozesse in enger Kooperation mit den Auftraggebern schaffen Systeme, die langfristig angelegt sind. Somit wird auch der Wechsel für Auftraggeber schwieriger, weil wir in strategisch wichtigen Feldern Wissen aufbauen, das den Auftraggebern selbst verloren geht. Konjunktur und Branche Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, Europa und den USA spielt uns als Outsourcer in die Hände. Die Chance besteht darin Unternehmen, die ihre Kosten flexibilisieren wollen zu unterstützen. Outsourcing-Projekte könnten leichter gewonnen werden. IT-Infrastruktur Die IT-Infrastruktur stellt die wesentliche Arbeitsgrundlage für die Erbringung hochwertiger Dienstleistungen dar, daher wird der Stand der Technik regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Wir investieren laufend. Gesamtbewertung der Chancen- und Risikosituation Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung sämtlicher Risikokategorien. Im Jahr 2023 war die Gesamtrisikosituation im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil. Die Gesamtrisikosituation wird insgesamt als akzeptabel eingestuft. Aus heutiger Sicht sieht die Geschäftsführung den Bestand der Gesellschaft nicht als gefährdet an. Für die Gesellschaft bestehen weder zum Abschlussstichtag noch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses bestandsgefährdende Risiken. Wir sind der Überzeugung, dass wir auch in Zukunft Herausforderungen meistern und Chancen nutzen können. Die davero dialog GmbH hat sich in den 35 Jahren ihres Bestehens am deutschen Markt einen exzellenten Ruf erarbeitet. Die Marke davero wird weiter fokussiert und im Markt dauerhaft platziert. Das Management ist sich der Herausforderungen eines sich immer schnellen verändernden Markts bewusst und reagiert hierauf mit entsprechenden Strategien. Innovationskraft, Umsetzungsgeschwindigkeit und verlässliche Qualität sind dabei von besonderer Bedeutung. 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Nach Schluss des Geschäftsjahres sind keine besonderen Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind. 8. Forschung und Entwicklung Forschungskooperationen sind für uns dann spannend, wenn es uns gelingt, damit direkt Auftraggeber zu binden. Hierzu sind wir in mehreren konkreten Gesprächen.
Erlangen, 28. März 2024 mit Änderungen vom 23. April 2024 gez. Gerald Schreiber, Geschäftsführer gez. Jutta Birzer, Geschäftsführerin gez. Adrian Jung, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023DAVERO DIALOG GMBH, ERLANGENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DAVERO DIALOG GMBH, ERLANGENA. ALLGEMEINE ANGABEN 1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2. Grundsätzliche Angaben Der Jahresabschluss 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a, 276-277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt. 3. Darstellungsstetigkeit und Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr Die Form der Darstellung der Bilanzposten sowie der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend dem Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2022 nicht vollumfänglich beibehalten. Im Bereich des Personaufwandes wurden zwischen den Posten "Löhne und Gehälter" sowie "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und Unterstützung" Umgliederungen vorgenommen. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die im Vorjahr unter den "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" ausgewiesen wurden, werden im aktuellen Geschäftjahr in die "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" umgliedert. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Die Vorjahresbeträge sind mit den Zahlen des Berichtsjahrs vergleichbar. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungsmethoden Gliederung Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Ansatzwahlrechte Die Ansatzwahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. 2. Bewertungsmethoden Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: ANLAGEVERMÖGEN Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Sachanlagen Ausbauten, Anbauten sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den zulässigen Höchstsätzen. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den zulässigen Höchstsätzen. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter wurden im Zugangsjahr auf einem Sammelposten aktiviert, welcher über 5 Jahre abgeschrieben wird. UMLAUFVERMÖGEN Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Geleistete Anzahlungen sind zu den Nennwerten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken - soweit erforderlich - sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Bei den verbleibenden Forderungen ist eine Pauschalwertberichtigung abgesetzt, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN sind zu Anschaffungskosten bewertet. RÜCKSTELLUNGEN Steuerrückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag dotiert. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Laufzeit der Rückstellungen am Bilanzstichtag beträgt weniger als 12 Monate oder der Betrag der Rückstellung ist nicht wesentlich. Es wurden daher keine Abzinsungen vorgenommen. VERBINDLICHKEITEN Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und sonstige Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN sind zum verrechenbaren Rückzahlungsbetrag angesetzt. PASSIVE LATENTE STEUERN beruhen auf Differenzen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz im Bereich des Anlagevermögens in Höhe von EUR 58.313,00 und einer pauschalen Steuerquote von 32 %. Die passiven latenten Steuern betragen EUR 18.660,00. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im nachfolgenden Anlagenspiegel (Anlage 3/8) dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.1 Restlaufzeiten
2.2 Forderungen gegen Gesellschafter In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 4.956,68 (Vorjahr: EUR 1.241,62) enthalten. 3. Gewinn- oder Verlustvortrag Der Gewinnvortrag in Höhe von EUR 1.054.968,25 stand im Jahr 2023 vollumfänglich zur Ausschüttung zur Verfügung. 4. Verbindlichkeiten 4.1 Restlaufzeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4.2 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 780.413,65 (Vorjahr: EUR 113.559,97) enthalten. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Periodenfremdes Ergebnis Periodenfremde Erträge Die Position "Sonstige betriebliche Erträge" beinhaltet sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 21.771,53 (Vorjahr: EUR 23.199,61). Periodenfremde Aufwendungen Die Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" beinhaltet sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 200.781,23 (Vorjahr: EUR 7.038,29). 2. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen Die Position "Sonstige betriebliche Erträge" beinhaltet Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 49.588,15 (Vorjahr: EUR 23.874,87). 3. Auflösung/Zuführung latente Steuern Die Position "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" enthält eine Auflösung/Zuführung zu den passiven latenten Steuern in Höhe von EUR -6.043,00 (Vorjahr: EUR 5.243,80). E. SONSTIGE ANGABEN 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen: Verpflichtungen aus künftigen Miet- und Leasingverträgen mit einer Gesamtverpflichtung in Höhe von TEUR 1.290:
Verpflichtungen aus künftigen Miet- und Pachtverträgen mit einer Gesamtverpflichtung in Höhe von TEUR 4.160:
2. Haftungsverhältnisse Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse:
Mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften wird nicht gerechnet. 3. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer nach Gruppen während des Geschäftsjahres
4. Organe 4.1 Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren im Berichtsjahr: - Jutta Birzer, Oberreichenbach, Kauffrau - Gerald Schreiber, Nürnberg, Kaufmann - Adrian Jung, Memmelsdorf, Jurist Die Geschäftsführer Jutta Birzer und Gerald Schreiber sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 4.2 Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder Die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. 5. Vorgänge von besonderer Bedeutung Der weiterhin schwebende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine bringt neue Herausforderungen mit sich. Es ist augenblicklich nicht abschätzbar, wie sich bereits getroffene und künftige wirtschaftliche Sanktionen auf Branche, Auftraggeber oder Mitarbeiter auswirken werden. 6. ErgebnisverwendungsbeschlussGesellschafterbeschluss vom 08.04.2024: Von dem Gewinnvortrag zum 01.01.2024 wird an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Beteiligung am Stammkapital der Gesellschaft ein Betrag in Höhe von insgesamt brutto EUR 1.000.000,00 am 02.05.2024 ausgeschüttet. F. UNTERSCHRIFT GEM. § 245 HGB davero dialog GmbH, Erlangen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023
Erlangen, 28. März 2024 mit Änderungen vom 23. April 2024 gez. Gerald Schreiber, Geschäftsführer gez. Jutta Birzer, Geschäftsführerin gez. Adrian Jung, Geschäftsführer
Bei den anderen Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung beinhalten die Abgänge in den Anschaffungs- und Herstellungskosten einen Betrag von EUR 870.775,91, der sich aus der Bereinigung des Anlagevermögens aus den Positionen geringwertige Anlagegüter und GWG-Sammelposten ergibt. Entsprechendes gilt für die Auflösung bei den aufgelaufenen Abschreibungen (EUR 865.242,91). Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die davero dialog GmbH, Erlangen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der davero dialog GmbH, Erlangen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der davero dialog GmbH, Erlangen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, 03. Mai 2024 STEIN GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Christiane Stein, Wirtschaftsprüferin Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 06. Mai 2024 festgestellt. |
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