Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 168204
Eingetragen
24.6.2015
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieAmbulante Betreuungsdienste für ältere MenschenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Aufbau, Betrieb, Weiterentwicklung und Vermarktung von digitalen sozialen Netzwerken zur Nachbarschaftspflege und -hilfe

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Benita Maria Krahforst
seit 25.11.2025
Geschäftsführer
Philipp Witzmann
seit 4.10.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (15)

Ungelöste Beteiligungen (12)

Gesellschafter
Beta

11 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 11 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Germany
144.957 €
87.04%
WWWg Wer Worldwide Wagt gewinnt GmbH
Germany
7.868 €
4.72%
DTM Deutsche Tele Medien Beteiligungen GmbH
Germany
3.161 €
1.90%
T*** B*****
3.051 €
1.83%
NWZ Digital Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
1.895 €
1.14%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Good Hood GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Unternehmensgegenstand der Gesellschaft sind der Aufbau, der Betrieb, die Weiterentwicklung und die Vermarktung von digitalen sozialen Netzwerken zur Nachbarschaftspflege und -hilfe.

Die Gesellschaft betreibt die Online-Nachbarschaftsplattform nebenan.de in Deutschland.

Wesentliche Erlösquellen der Gesellschaft sind der Vertrieb von Profilseiten für lokale Gewerbetreibende, Werbeanzeigen, nachbarschaftsbezogene Kampagnen und Aktionen mit Partnern aus der Wirtschaft und die Zusammenarbeit mit Kommunen und gemeinnützigen Organisationen. Darüber hinaus fördern Nutzer:innen der Plattform die nachbarschaftlichen Aktivitäten der Gesellschaft mit einmaligen oder monatlichen Förderbeiträgen (Schenkungen).

Marktentwicklung sowie Entwicklung der Gesellschaft

Das Jahr 2023 war wirtschaftlich durch eine makroökonomisch angespannte Wirtschaftslage bestimmt, verursacht durch die langfristigen Folgen des Krieges in der Ukraine und einer hohen Inflation.

Das lokale Gewerbe und insbesondere der lokale Einzelhandel stehen - verstärkt durch die wirtschaftliche Lage und wegen fortschreitender Marktkonzentration bei großen Unternehmen und Unternehmensketten sowie des steigenden Volumens des Onlinehandels - weiterhin vor großen Herausforderungen.

Die Nachfrage nach Nachbarschaftsplattformen ist in dem Zielmarkt Deutschland weiterhin hoch, die Zahl der Nutzer:innenregistrierungen steigt wie geplant an. Weiter entsteht auf lokaler und regionaler Ebene eine Vielzahl von digitalen Angeboten. Die überwiegende Zahl dieser Angebote wächst aber nur langsam oder wird nach und nach wieder eingestellt.

Die Anzahl der Gewerbetreibenden mit kostenlosen und kostenpflichtigen Profilen hat sich vervielfacht und es konnten immer mehr private Nachbar:innen als freiwillige Förderer:innen mit regelmäßigen Schenkungen gewonnen werden.

Schwerpunkte der operativen Tätigkeit waren die Erschließung und Durchdringung weiterer Nachbarschaften sowie die Aktivierung der Menschen in ihren Nachbarschaften, die technische Weiterentwicklung der Plattform sowie die Ausweitung der Angebote für Gewerbetreibende, Werbetreibende, Kommunen und gemeinnützige Organisationen.

Geschäftsverlauf

Wesentliche Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung sind der Umsatz und das Jahresergebnis.

Der Fokus im Geschäftsjahr 2023 lag auf der Etablierung bestehender Geschäftsmodelle am Markt. Die Umsatzerlöse durch Werbeeinnahmen und das Angebot für lokale Gewerbetreibende sind im Vergleich zu 2022 signifikant gestiegen. Die Förderbeiträge stiegen aufgrund der wachsenden Nutzer:innenzahl. Das Unternehmen investiert weiter in die Erschließung neuer Nachbarschaften, in Personalressourcen und die technische Weiterentwicklung der Plattform. Den gesamten Erträgen im Geschäftsjahr 2023 i.H.v. TEUR 5.659 (Vorjahr TEUR 5.518) stehen Aufwendungen i.H.v. TEUR 10.535 (Vorjahr TEUR 11.997) gegenüber, sodass sich ein Jahresfehlbetrag i.H.v. von TEUR 4.876 (Vorjahr TEUR 6.479) ergibt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um TEUR 4.499 auf TEUR 3.451 gesunken.

Auf der Aktivseite resultiert dies hauptsächlich aus der Verringerung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 5.391 auf TEUR 1.184, welcher eine Erhöhung der Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 627 auf TEUR 988 sowie eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 144 auf TEUR 669 entgegensteht. Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrifft eine Geldanlagevereinbarung mit der Gesellschafterin, welche aufgrund des liquiditätsbedarfs entsprechend zurückgeführt wurde. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert aus zum Jahresende abgeschlossenen Projekten. Das Umlaufvermögen entspricht einem Anteil von ca. 94 % der Bilanzsumme und besteht im Wesentlichen aus den drei genannten Posten sowie den sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 400).

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital aufgrund des Jahresfehlbetrags von TEUR 6.808 auf TEUR 1.932 reduziert. Die Eigenkapitalquote liegt somit bei 56 % (Vorjahr: 86 %). Den kurzfristigen Lieferforderungen stehen kurzfristige Lieferverbindlichkeiten von TEUR 241 EUR entgegen, welche sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 74 erhöht haben. In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind die Abgrenzungen von Umsätzen um TEUR 119 angestiegen.

Finanzlage

Durch die in den Finanzierungsrunden eingebrachten Mittel verfügt die Gesellschaft trotz des negativen operativen Cashflows über ausreichend liquide Mittel, um ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und den eingeschlagenen Wachstumspfad weiter zu verfolgen.

Zur Finanzierung der weiteren Wachstumsstrategie, bis die Gesellschaft nachhaltig ein positives Geschäftsergebnis erwirtschaftet, wurde mit Vertrag vom 21. Dezember 2023 ein Wandeldarlehen seitens bestehender Gesellschafter zugesagt. Die Auszahlung des Darlehens erfolgte am 4. Januar 2024. Mit dieser Finanzierungsmaßnahme ist die weitere Finanzierung der Gesellschaft über das kommende Geschäftsjahr hinaus sichergestellt.

Ertragslage

Zu den bestehenden Produkten für lokale Gewerbe sowie für Institutionen und Kommunen wurde im Geschäftsjahr das Geschäft mit Werbeanzeigen intensiviert. Das Förderer:innenprogramm für Nutzer:innen der nebenan.de-Plattform wurde erfolgreich ausgebaut. Aus diesen Erlöskanälen konnten im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 3.571 (+19 % zum Vorjahr) und sonstige betriebliche Erträge i.H.v. TEUR2.001 (-21% zum Vorjahr) erzielt werden. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge ist auf Auflösung von Rückstellungen im Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen.

Diese Ausweitung des Geschäfts wurde durch Investitionen in das Personal, die IT-Plattform und die Infrastruktur des Unternehmens sowie durch Maßnahmen zur Erschließung weiterer Nachbarschaften ermöglicht.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sanken von TEUR 1.368 auf TEUR 1.089. Im Wesentlichen sind das Einsparungen im Zusammenhang mit der Entwicklung der Plattform .

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer:innen im Geschäftsjahr sank von 185 auf 128. Der Personalaufwand mit TEUR 7.626 liegt, aufgrund der Mitarbeiterstruktur, gesteigerter durchschnittlicher Wochenstundenanzahl sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen, nahezu auf dem Niveau des Vorjahres von TEUR 7.678.

Die Raumkosten sind im Geschäftsjahr aufgrund der Staffelmiete um TEUR 19 auf TEUR 343 gestiegen. Die Aufwendungen im Bereich Marketing wurden um TEUR 812 auf TEUR 713 reduziert. Rechts- und Beratungskosten, die im Vorjahr bei TEUR 82 lagen, sanken auf TEUR 13. Insgesamt verringerten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.120 auf TEUR 1.771.

Der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 4.876 liegt unter dem Jahresfehlbetrag aus dem Vorjahr i.H.v. TEUR 6.479.

Die Gesellschaft schätzt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vor dem Hintergrund des anhaltenden Wachstums der Geschäftstätigkeit als gut ein.

Chancen und Risiken der Entwicklung

Die Chancen für die weitere nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft werden als gut eingeschätzt. Die Nachfrage nach digitalen Angeboten zur Vernetzung von Nachbarschaften ist weiterhin hoch, wie die steigenden Zahlen bei Neuregistrierungen und wiederkehrenden Nutzer:innen zeigen. Insbesondere kleine und mittlere Gewerbe suchen nach einfachen und kostengünstigen Wegen, ihr Angebot in ihrer Nachbarschaft zu kommunizieren. Weitere nachbarschafts- und zielgruppenspezifische Angebote können die Wachstums- und Entwicklungschancen der Nachbarschaftsplattformen verbessern. Die Krisen in den vergangenen Jahren (Corona-Pandemie, Krieg in der Ukraine, Inflation) haben das Potenzial der digitalen Vernetzung von Nachbarschaften für die Menschen, wie für kleine und mittlere Gewerbe, verdeutlicht.

Risiken in der Unternehmensentwicklung sind zum einen der Einstieg weiterer Wettbewerber bzw. dass ein Wettbewerber in hohem Umfang Marktanteile gewinnt. Zum anderen ergeben sich durch die gesamtwirtschaftliche Lage weitere Risiken, die weiter zu signifikanten Rückgängen der weltweiten Wirtschaft führen können. Gleichzeitig entstehen für die Good Hood GmbH Chancen durch die steigende Nachfrage nach Angeboten, die nachbarschaftliches Engagement und Solidarität durch Kontakt und Kommunikation über digitale Kanäle ermöglichen und fördern. Diese Chancen werden zurzeit als mittel bis hoch eingeschätzt. Die Risiken werden als gering eingestuft.

Weitere operative Risiken sind der Ausfall der Plattforminfrastruktur über einen längeren Zeitraum oder Fälle von Cyberkriminalität. Diesen Risiken wird durch Aufbau und Weiterentwicklung eines robusten und sicheren IT-Systems begegnet. Die Gesellschaft stuft diese Risiken als gering bis mittel ein.

Zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung sowohl von Geschäftschancen als auch von Risiken steht die Geschäftsführung in regelmäßigem Austausch mit den Leiter:innen der operativen Bereiche und Teams. So können zielgerichtete Maßnahmen besprochen und entschieden werden, um Chancen zu nutzen, bzw. Risiken zu vermeiden oder zu reduzieren. Ebenso steht die Geschäftsführung im regelmäßigen Austausch mit dem Board der Gesellschafter:innen.

Risiken in Bezug auf Personal und den operativen Betrieb der Nachbarschaftsplattform, welche als gering eingeschätzt werden, wird durch zielgerichtetes Recruiting und den Abschluss von Serviceverträgen mit leistungsstarken Hostinganbietern und Payment Service Providern begegnet.

Aufgrund des weiterhin verfolgten Wachstums der Gesellschaft besteht grundsätzlich das Risiko eines weiteren Finanzierungsbedarfs der Gesellschaft. Aufgrund der zur Finanzlage dargestellten weiteren Finanzierungsmaßnahme sowie der Gesellschafterstruktur schätzen wir das Finanzierungsrisiko als gering ein.

Insgesamt ist die Gesellschaft für die kommenden Herausforderungen gut aufgestellt. Den bestehenden Marktrisiken und operativen Risiken wird durch den Ausbau der Nutzer:innenbasis und die Stärkung der Ertragskraft, bei gleichzeitigem zielgerichteten Kostenmanagement, begegnet.

Voraussichtliche Entwicklung

Die Gesellschaft verfolgt im Geschäftsjahr 2024 weiterhin ihre Wachstumsstrategie, im deutschen Markt (nebenan.de) weitere Nachbarschaften zu erschließen und in diesen und in bestehenden Nachbarschaften die Zahl der Nutzer:innen zu erhöhen. Die bestehenden Erlöskanäle mit lokalem Gewerbe, Werbeanzeigen für Unternehmen und Organisationsprofilen für Kommunen und gemeinnützige Organisationen sowie die freiwilligen Förderungen durch Nutzer:innen werden wie geplant weiter ausgebaut. Hinzu kommen verstärkt Projekte und Initiativen, die, gemeinsam mit reichweitenstarken Partnern, lokale Gewerbe stärken sollen.

Zur Umsetzung dieser Ziele wird weiter in die technische Weiterentwicklung der Plattform sowie in den Ausbau der Nutzer:innenbasis investiert. Daneben werden die personellen Ressourcen durch Kapazitätsausbau, aber insbesondere durch die Akquisition von Expertise und Seniorität gestärkt.

Auch im Jahr 2024 wird ein starkes Wachstum der Umsatzerlöse und Erträge aus der freiwilligen Förderung geplant. Aufgrund des weiterhin starken Wachstums und der daraus resultierenden Aufwendungen und der geplanten Investitionen gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 weiterhin von einem Jahresfehlbetrag aus, welcher im Vergleich zum Jahr 2023 deutlich negativer ausfallen wird.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 154.563,63 174.793,62
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 38.374,63 40.749,62
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 3,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 38.374,63 40.746,62
II. Sachanlagen 91.189,00 109.044,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.189,00 109.044,00
III. Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen 3.241.663,05 7.732.993,82
I. Vorräte 630,25 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.252.785,39 7.372.214,18
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.183.704,49 6.574.384,36
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 231.466,49 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.069.080,90 797.829,82
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 67.547,34 67.547,34
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 988.247,41 360.779,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 54.574,77 41.700,64
Summe Aktiva 3.450.801,45 7.949.488,08

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.932.242,18 6.808.410,76
I. Gezeichnetes Kapital 80.990,00 80.990,00
II. Kapitalrücklage 42.320.822,41 42.320.822,41
III. Verlustvortrag 35.593.401,65 29.114.284,82
IV. Jahresfehlbetrag 4.876.168,58 6.479.116,83
B. Rückstellungen 492.443,09 268.972,00
C. Verbindlichkeiten 630.974,82 595.868,54
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 700,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 700,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 630.974,82 595.168,54
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 630.974,82 595.168,54
D. Rechnungsabgrenzungsposten 395.141,36 276.236,78
Summe Passiva 3.450.801,45 7.949.488,08

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.483.109,81 4.150.084,30
2. Personalaufwand 7.626.200,31 7.678.072,16
a) Löhne und Gehälter 6.413.423,44 6.444.139,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.212.776,87 1.233.932,70
davon für Altersversorgung 4.855,34 3.062,35
3. Abschreibungen 48.749,83 53.328,32
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 48.749,83 53.328,32
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.771.110,38 2.891.488,92
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 5,29 2.943,88
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 87.082,13 145,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 300,00 6.456,73
7. Ergebnis nach Steuern -4.876.168,58 -6.479.116,83
8. Jahresfehlbetrag 4.876.168,58 6.479.116,83

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss der Good Hood GmbH wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Good Hood GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Berlin (Charlottenburg)
Register-Nr.: 168204

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände liegt zwischen 3 und 13 Jahren.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Für erkennbare Risiken werden angemessene Wertkorrekturen erfasst

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 222.310,20 0,00 222.310,20
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.413,62 0,00 1.499,99
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 268.723,82 0,00 223.810,19
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 430.988,40 30.022,83 0,00
Summe Sachanlagen 430.988,40 30.022,83 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 25.000,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 724.712,22 30.022,83 223.810,19
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 44.913,63
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 44.913,63
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 461.011,23
Summe Sachanlagen 0,00 461.011,23
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 530.924,86
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 222.307,20 0,00 222.307,20 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.667,00 872,00 0,00 0,00 6.539,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 227.974,20 872,00 222.307,20 0,00 6.539,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 321.944,40 47.877,83 0,00 0,00 369.822,23
Summe Sachanlagen 321.944,40 47.877,83 0,00 0,00 369.822,23
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 549.918,60 48.749,83 222.307,20 0,00 376.361,23
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 3,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 38.374,63 40.746,62
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 38.374,63 40.749,62
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 91.189,00 109.044,00
Summe Sachanlagen 0,00 91.189,00 109.044,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 25.000,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 154.563,63 174.793,62

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden in den Jahren 2015 und 2016 aktiviert und wurde über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben.

Dies betrifft die Ursprungsplattform "nebenan.de", sowie die Apps zur Plattform auf iOS- und Androidsystemen.

Ab dem Wirtschaftsjahr 2017 erfolgten keine Aktivierungen. Der Aufwand ist zu 100% als Betriebsausgabe erfasst.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende größere Beträge enthalten:

- Mietkaution (über einen Jahr) 67.547,34 EUR
- Guthaben PayMent-Provider Stripe 27.866,64 EUR
- Guthaben nufin GmbH (moss - virtuelle Kreditkarten) 267.697,14 EUR

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Personalkosten aus einem Mitarbeiter-Bonus-Programm in Höhe von 316.620,26 EUR (Vorjahr 67.960,00 EUR), aus Vergleichen mit Mitarbeitern in Höhe von 94.357,83 EUR, sowie einer zu erwartenen Nachzahlung in Höhe von 30.000,00 Euro im Rahmen einer laufenden Sozialversicherungsprüfung. Daneben bestehen Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten, Künstlersozialkasse, Berufsgenossenschaft, sowie für Aufbewahrungsverpflichtungen.

Da die Laufzeit der Rückstellungen weniger als 12 Monate beträgt, ist eine Abzinsung nicht vorzunehmen.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 437.278,54 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

- Mieträume - Laufzeit bis 31.12.2024 437.278,54 EUR

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0,00
Angestellte 125,50
leitende Angestellte 2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 127,50
vollzeitbeschäftige Angestellte 108,75
teilzeitbeschäftige Angestellte 4,00
Werkstudenten 14,75

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Philipp Witzmann ausgeübter Beruf: Kaufmann
Weitere Geschäftsführer: Till Behnke (bis 30.06.2023) ausgeübter Beruf: Kaufmann
Ina Remmers (bis 30.06.2023) ausgeübter Beruf: Kauffrau

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Angaben zu den Vergütungen der Geschäftsführer unterbleiben gem. §286 Abs. 4 HGB.

Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da dies für die Kapitalgesellschaft von untergeordneter Bedeutung ist im Rahmen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Konzernzugehörigkeit

Die Good Hood GmbH ist ein Unternehmen der Burda-Gruppe. Sie wird in den Konzernabschluss der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung für den kleinsten Kreis von Unternehmen und der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft, jeweils mit Sitz in Offenburg, für den größten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Bundesanzeiger offengelegt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Vertrag vom 21. Dezember 2023 wurde seitens der Gesellschafter ein Wandeldarlehen zur weiteren Finanzierung der Gesellschaft zugesagt. Die Auszahlung des Darlehens erfolgte am 4. Januar 2024.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzverlust in Höhe von -40.469.570,23 EUR, bestehend aus dem Jahresfehlbetrag in Höhe von 4.876.168,58 EUR und dem Verlustvortrag in Höhe von 35.593.401,65 EUR, auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, 28. März 2024

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. die Geschäftsführung

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht. Bei der Offenlegung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB Gebrauch gemacht.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Good Hood GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Good Hood GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Good Hood GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg im Breisgau, den 28. März 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Laubert, Wirtschaftsprüfer

gez. Bormann, Wirtschaftsprüfer

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