Robert Bosch Power Tools GmbH
Max-Lang-Straße 40, 70771 Leinfelden-Echterdingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henning Jansen seit 10.2.2025 | Prokura |
Thomas Trache seit 3.5.2024 | Prokura |
Lukas Rehling seit 6.12.2023 | Prokura |
Daniel Baur seit 4.10.2023 | Prokura |
Sebastian Schott seit 25.9.2023 | Prokura |
Thomas Donato seit 13.6.2023 | Geschäftsführer |
Katharina Dr. Hartl seit 13.6.2023 | Geschäftsführer |
Volker Erhard Bürglen seit 17.11.2021 | Prokura |
Peter Svejkovsky seit 22.2.2021 | Prokura |
Thomas Alexander Baader seit 22.2.2021 | Prokura |
Jens Wagner seit 4.11.2019 | Prokura |
Lennart de Vet seit 14.1.2019 | Geschäftsführer |
Matthias Klatt seit 6.4.2018 | Prokura |
Randolf Eugen Alfred Klaus Dr. Müller seit 6.4.2018 | Prokura |
Bernd Müller seit 17.11.2016 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
sia Abrasives Deutschland GmbHAufgelöst | 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Robert Bosch Power Tools GmbHLeinfelden-EchterdingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017I. Grundlagen des Unternehmens1. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Robert Bosch GmbH, Stuttgart, und gehört innerhalb der Bosch-Gruppe zum Geschäftsbereich "Power Tools". Der Geschäftsbereich ist ein weltweit führender Anbieter von Elektrowerkzeugen, Elektrowerkzeug-Zubehör und Messtechnik. Weltweit sind rund 20 000 Mitarbeiter an 34 Standorten in 18 Ländern beschäftigt. 2. Gesellschaftsrechtliche Veränderungen Am 1./2. Dezember 2016 wurde mit der Robert Bosch GmbH ein Vertrag über die Errichtung einer atypisch stillen Gesellschaft geschlossen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 ist die Robert Bosch GmbH zu 67,9 % am Handelsgewerbe der Gesellschaft beteiligt. Vertragsgemäß erbrachte die Robert Bosch GmbH zu Beginn des Jahres eine Einlage von 75,0 Mio. €, die unter der Kapitalrücklage erfasst wurde. Am 8./9. Dezember 2016 wurde mit der Robert Bosch GmbH ein Betriebspachtvertrag geschlossen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 übertrug die Robert Bosch GmbH den Geschäftsbereich "Power Tools" mit sämtlichen Vermögensgegenständen (mit Ausnahme des Anlagevermögens) und Verbindlichkeiten auf die Robert Bosch Power Tools GmbH. Das Anlagevermögen wird seit diesem Zeitpunkt von der Robert Bosch GmbH gepachtet. Die Übertragung hat zu deutlichen Veränderungen in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung der Robert Bosch Power Tools GmbH geführt, die wir ebenfalls im Anhang erläutern. Seit dem 30. Mai 2017 (Datum der konstituierenden Sitzung) hat die Robert Bosch Power Tools GmbH einen mitbestimmten Aufsichtsrat mit 12 Mitgliedern. 3. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Gesellschaft ist sowohl Auftragsfertiger (Contract Manufacturer) als auch produktverantwortliche Einheit mit Vertriebs- und Logistikfunktion. Als Auftragsfertiger (Contract Manufacturer) innerhalb des Bosch-Konzerns werden die Verrechnungspreise zwischen den Unternehmen mit Hilfe des Cost-Plus-Verfahrens (Kostenaufschlagmethode) ermittelt. Als produktverantwortliche Einheit (Entrepreneur) trägt die Gesellschaft die Chancen und Risiken aus dem laufenden Betrieb. Der Verrechnungspreis wird über das Resale-Minus-Verfahren festgelegt. Zudem umfasst die Gesellschaft die Vertriebsorganisation Deutschland, die zu Marktpreisen an externe Kunden verkauft. 4. Steuerungssystem Den wirtschaftlichen Erfolg messen wir an der nachhaltigen Ertragskraft der Gesellschaft. Wesentliche Steuerungsgrößen für die Wertschaffung sind Umsatzwachstum, Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) sowie als interner Indikator der Operative Wertbeitrag. Er wird analog zum EBIT ermittelt, zusätzlich werden aber die kalkulatorischen Kapitalkosten abgezogen. Zur Steuerung des Unternehmens werden für diese Steuerungsgrößen Abweichungsanalysen durchgeführt, Kosten- und Leistungsdaten verglichen sowie Kosten und Leistungen durch Plan-Ist-Vergleiche ausgewertet. Zentrales internes Berichtsinstrument ist ein monatlicher Geschäftsbericht, der einen zeitnahen Überblick über die Kennzahlen der Gesellschaft gibt. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Berichtsjahr erzielte die Weltwirtschaft mit einem realen Zuwachs von rund 3,7 % ein höheres Wachstum als im Vorjahr. Ursächlich hierfür war nicht nur die gute Entwicklung einiger Krisenländer der Eurozone, sondern auch die konjunkturelle Entwicklung in den Schwellenländern. Die Entwicklung trotzt besonderen Belastungsfaktoren. Hierfür anzuführen sind mit geopolitischen Entwicklungen verbundenen Unsicherheiten, wie beispielsweise die Auswirkungen der Brexit-Verhandlungen, die aktuelle politische Lage in der Türkei, die schwer abschätzbaren Auswirkungen der US-Außenpolitik, insbesondere die Einführung von neuen Einführzöllen sowie der anhaltendende Konflikt in Syrien. Auch die anhaltende konjunkturelle Verlangsamung der Chinesischen Wirtschaft kann sich als Herausforderung erweisen. Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2017 um preisbereinigt 2,2 % in einem unruhigen außenwirtschaftlichen Umfeld solide gewachsen, nach einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,9 % im vorangegangenen Jahr. Damit ist die deutsche Wirtschaft seit 2010 kontinuierlich gewachsen. Die Entwicklung wurde rechnerisch von der Binnennachfrage getragen. Vor allem die privaten Konsumausgaben sowie die Bauinvestitionen, aber auch die Bruttoanlageninvestitionen legten kräftig zu. Der Geschäftsbereich Power Tools erzielte im Geschäftsjahr 2017 mit 4,7 Milliarden Euro mehr Umsatz als je zuvor. Das Wachstum entspricht wechselkursbereinigt fünf Prozent, nominal vier Prozent. Hiermit wurde der Trend der vergangenen Jahre fortgesetzt und der Umsatz mit einem langjährigen Fokus auf aufstrebende Märkte erneut gesteigert. Weltweit ist Bosch mit Elektrowerkzeugen in mehr als 30 Ländern zweistellig gewachsen, darunter China, Indien und Russland. Rund 85 % des Gesamtumsatzes entfielen auf das Ausland. 2. Lage des Unternehmens Bei der Würdigung der Lagebeurteilung ist zu berücksichtigen, dass der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 aufgrund der zu Beginn des Geschäftsjahres erfolgten Überführung des Geschäftsbereichs Power Tools aus der Robert Bosch GmbH in die Robert Bosch Power Tools GmbH im Rahmen eines Betriebspachtvertrags nur eingeschränkt vergleichbar ist. a) Ertragslage Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen an externe Kunden und Bosch Regionalgesellschaften. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Umsatzerlöse deutlich gesteigert. Sie belaufen sich auf 2.789,1 Mio. € gegenüber 207,5 Mio. € im Vorjahr. Der Zuwachs resultiert überwiegend aus der Erweiterung der Produktpalette aufgrund der bereits erläuterten gesellschaftsrechtlichen Veränderungen. Daneben hat auch ein hohes Wachstum zur Erhöhung des Umsatzes beigetragen. In den Umsatzerlösen ist die Weiterbelastung von Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 95,7 Mio. € gem. Betriebspachtvertrag an die Robert Bosch GmbH als Eigentümerin des Intellectual Properties enthalten (in Tabelle unter Position "Ersatzteile und Sonstiges"). Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Umsatzerlöse wie folgt entwickelt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 37.376 T€ im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf Währungskursgewinne von 17.313 T€, Erträge aus Rückstellungsauflösungen von 11.695 T€ und Gewinnen aus Devisentermingeschäften in Höhe von 6.294 T€ zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 718.137 T€ deutlich angestiegen (Vorjahr: 11.461 T€). Ursächlich hierfür sind in erster Linie die höheren Vertriebs- und Verwaltungskosten von 467 Mio. € und die Pacht aus dem Betriebspachtvertrag von 176 Mio. € aufgrund der Übertragung des Geschäftsbereichs "Power Tools" aus der Robert Bosch GmbH. Daneben gab es gestiegene Währungskursverluste von 28.736 T€ und Verluste aus Devisentermingeschäften 9.263 T€, die zu höheren Aufwendungen führten. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betragen in 2017 vor Weiterverrechnung an die Robert Bosch GmbH 114,9 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €). Bezogen auf den Umsatz lag damit die Quote der Forschungs- und Entwicklungskosten bei 4,1 % und über derjenigen des Vorjahres von 0,7 %. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung erzielte die Gesellschaft ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) in Höhe von 42,8 Mio. € (Vorjahr: 10,0 Mio. €). Dies ist auf erhöhte Umsatzerlöse sowie zum Umsatzwachstum unterproportional gestiegener Material- und Personalaufwendungen zurückzuführen. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Gesellschaft finanziert ihren Geschäftsbetrieb grundsätzlich aus selbst erwirtschafteten Mitteln. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das Cash-Pooling-Verfahren der Robert Bosch GmbH integriert (Clearing-Konto bei der Robert Bosch GmbH). Die Gesellschaft ist dadurch jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. c) Vermögenslage Das Bilanzbild hat sich durch die Übertragung des Geschäftsbereichs "Power Tools" von der Robert Bosch GmbH auf die Robert Bosch Power Tools GmbH signifikant verändert. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag hat sich die Bilanzsumme auf 709,2 Mio. € (Vorjahr: 56,3 Mio. €) erhöht. Das Anlagevermögen ist zu 100 % durch das Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: 92,9 %) und macht 2,8 % (Vorjahr: 33,0 %) der Bilanzsumme aus. Der anteilsmäßige Rückgang des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist damit zu erklären, dass zum 1. Januar 2017 der Geschäftsbereich "Power Tools" mit allen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten auf die Robert Bosch Power Tools GmbH übertragen wurde. Folglich hatte sich die Bilanzsumme deutlich erhöht. Vom Übertrag ausgenommen war das Anlagevermögen, welches im Eigentum der Robert Bosch GmbH verblieben ist und von der Gesellschaft gepachtet wird. Die Investitionstätigkeit in Höhe von 6,5 Mio. € entfiel im Wesentlichen auf technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anlagen im Bau. Das Umlaufvermögen hat sich zum Stichtag auf 689,2 Mio. € (Vorjahr: 37,7 Mio. €) deutlich erhöht. Ursächlich hierfür waren höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Vorräte betragen zum Stichtag 303,6 Mio. € (Vorjahr: 23,2 Mio. €). Von der Robert Bosch GmbH wurden zum 1. Januar Vorräte in Höhe von 296,1 Mio. € übertragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 80,4 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Hierin enthalten sind zum 1. Januar übertragene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 86,0 Mio. €. Im Laufe des Jahres wurden die Forderungen um 5,9 Mio. € reduziert. Der deutliche Anstieg gegenüber Vorjahr resultiert aus dem geänderten Geschäftsmodell, d.h. die Gesellschaft ist nicht nur reiner Contract Manufacturer wie im Vorjahr, sondern umfasst eine Vertriebsorganisation mit direkter Fakturierung an externe Kunden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Stichtag 287,8 Mio. € (Vorjahr: 13,8 Mio. €). Zum 1. Januar wurden Forderungen gegen verbundene Unternehme in Höhe von 220,9 Mio. € übertragen. Unter Berücksichtigung des Sondereffekts erhöhten sich die Forderungen um rd. 53 Mio. €. Die Erhöhung ist auf gestiegenen Forderungen aus Finanz-Clearing von 34 Mio. €, Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Robert Bosch GmbH von 11 Mio. € sowie Forderungen aus Lieferung und Leistungen von 8 Mio. € zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 13,6 % (Vorjahr: 30,7 %). Der Rückgang ergibt sich aus der Übertragung aller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von der Robert Bosch GmbH auf die Robert Bosch Power Tools GmbH zum 1. Januar 2017 und daraus resultierend einer signifikanten Erhöhung der Bilanzsumme. Die Rückstellungen betragen zum Stichtag 276,5 Mio. € (Vorjahr: 18,0 Mio. €). Zum 1. Januar wurden Rückstellungen in Höhe von 201,7 Mio. € übertragen. Unter Berücksichtigung des Sondereffekts erhöhten sich die Rückstellungen um 56,8 Mio. €. Ursächlich für die Erhöhung sind gestiegene Pensionsrückstellungen von 27,6 Mio. €, sonstige Rückstellungen von 20,6 Mio. € und Steuerrückstellungen von 8,6 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 76,8 Mio. € (Vorjahr: 4,5 Mio. €). Hierin enthalten sind 64,9 Mio. € aus der Übertragung zum 1. Januar. Damit haben sich die Verbindlichkeiten inklusive dieses Sondereffekts um 7,4 Mio. € erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich auf 226,4 Mio. € erhöht (Vorjahr: 16,1 Mio. €). Darin enthalten ist die Teilgewinnabführung von 8,8 Mio. €. Zum 1. Januar wurden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 206,3 Mio. € übertragen. Unter Berücksichtigung des Sondereffekts stiegen die Verbindlichkeiten um 4,0 Mio. € an. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag 32,1 Mio. € (Vorjahr: 51 T€). Zum 1. Januar wurden sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 6,5 Mio. € übertragen. Nach Übertragung haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten um 25,6 Mio. € erhöht und beinhalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten von 12,5 Mio. € und kreditorische Debitoren Dritte von 17,5 Mio. €. 3. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Verlauf Die gegenüber Vorjahr gestiegenen Umsatzerlöse in 2017 entsprachen mit 2.789,1 Mio. € den Erwartungen, was an der guten Branchenkonjunktur und der erhöhten Nachfrage nach den Produkten unseres Unternehmens lag. Die Gesellschaft erzielte einen positiven Jahresüberschuss (vor Gewinnabführung) in Höhe von 13,0 Mio. €, prognostiziert waren 55,0 Mio. €. Der Grund hierfür waren im Wesentlichen höhere Währungskursverluste von 11,4 Mio. €, Ausgleichszahlungen an Bosch-interne Rechtseinheiten aufgrund steuerlicher Erfordernisse wegen Produktverantwortung am Jahresende von 12,7 Mio. € und einer am Jahresende gebildeten Rückstellung für Restrukturierungskosten der Fertigung am Standort Leinfelden von 14,6 Mio. €. Ungünstige Einmaleffekte aufgrund Betriebspachtvertrag von 81,0 Mio. € (sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebspacht von 176,0 Mio. € und gegenläufig Weiterbelastung von Forschungs- und Entwicklungskosten von 95,0 Mio. €) waren in der Prognose für das Gesamtjahr 2017 berücksichtigt und sind ein Grund, weshalb der Jahresüberschuss gegenüber Vorjahr trotz deutlich gestiegenem Umsatz nicht höher ausgefallen ist. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Umweltschutz, Ressourcenschonung und Arbeitssicherheit sind für Bosch seit jeher von hoher Bedeutung. Wir haben für den Umwelt- und Arbeitsschutz drei wesentliche Themenfelder identifiziert: Klimaschutz durch Energieeffizienz, nachhaltige Produktion durch Ressourcenschonung sowie Arbeitssicherheit. Dazu haben wir uns Ziele anhand der Kennzahlen relative CO 2-Emission, Unfallrate sowie relative Abfallmenge und relativer Wasserverbrauch gesetzt. Sowohl die CO 2-Emissionen (Reduzierung um 2,4% gegenüber Vorjahr) als auch die Abfallmenge (Reduzierung um 8,9% gegenüber Vorjahr) und der Wasserverbrauch (Reduzierung um 1,4% gegenüber Vorjahr) konnten in 2017 reduziert werden. Sicherheit bei der täglichen Arbeit ist neben Qualität, Liefertreue und Effizienzverbesserungen ein Kernanliegen an allen Bosch-Standorten. Mit dem Programm "Safety Basics" führen wir einen intensiven Dialog zwischen Führungskräften und Beschäftigten. Wir konnten 2017 die Unfallrate weiter auf 3,6 Unfälle pro eine Million Arbeitsstunden gegenüber 4,5 Unfällen im Vorjahr verbessern. III. PrognoseberichtFür das Geschäftsjahr 2018 erwartet die Robert Bosch Power Tools GmbH einen Umsatzanstieg im mittleren einstelligen prozentualen Bereich. Die wachsende Weltwirtschaft verstärkt die guten Absatzprognosen, was sich in einer guten Auftragslage niederschlägt. Dadurch ist ein Ergebniszuwachs im niedrigen einstelligen prozentualen Bereich zu erwarten. Insbesondere in aufstrebenden Märkten kann ein Zuwachs erwartet werden. Hierfür wird die Produktpalette erweitert. Diese zeichnet sich durch maßgeschneiderte Produkte aus, die auf die Bedürfnisse aufstrebender Märkte abgestimmt ist. Hierbei ist neben Verfügbarkeit und Service besonders wichtig, dass die Produkte zu erschwinglichen Preisen angeboten werden können. Auch in industrialisierten Ländern wird ein Zuwachs erwartet. Unterstützt wird dieser durch die hohe Innovationskraft. Im Jahr 2018 werden über 100 Produktneuheiten, alleine in Deutschland auf den Markt kommen. IV. Risiko- und ChancenberichtDie Robert Bosch Power Tools GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Bosch-Gruppe einbezogen. Dieses besteht aus einer Vielzahl von Komponenten, die ein System von Richtlinien, das Planungswesen, die Berichterstattung sowie Instrumente zur Risikoanalyse und Überwachung betreffen. Das Risikomanagement umfasst hierbei die Betrachtung von kurz-, mittel- und langfristigen Risiken und Chancen. Das Berichtswesen ist klar strukturiert und schließt alle Geschäftseinheiten einschließlich der Zentrale ein. Ungünstige Entwicklungen werden proaktiv identifiziert, beurteilt und mit geeigneten Maßnahmen begegnet. Wesentliche Risiken wie Haftpflicht-, Betriebsunterbrechungs-, Personen und Sachschäden sind versichert. Gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben sich aus der konjunkturellen Entwicklung, insbesondere einem allgemeinen Rückgang des Weltwirtschaftswachstums bzw. nachlassender Konjunktur. Darüber hinaus zählen auch schwankende Rohstoffpreise und Wechselkursentwicklungen im erweiterten Sinne zu den gesamtwirtschaftlichen Risiken. Branchenspezifische Risiken umfassen allgemeine Marktrisiken, das Preisrisiko sowie ggf. Gesetzesänderungsrisiken. Zu den wesentlichen Risiken im Einkauf zählen Lieferengpässe bei Zulieferern, Lieferantenausfälle infolge von Insolvenzen, ungeplant hohe Lagerbestände, Preisrisiken sowie Qualitätsrisiken. Der Geschäftsbereich gewährleistet seinen Kunden die Qualität der hergestellten Produkte. Auch um Zahlungen aus Gewährleistungszusagen zu vermeiden, werden sämtliche Produkte gründlichen Tests und Qualitätsprüfungen im Rahmen der Prozesse des Qualitätsmanagements unterzogen. Die Risiken der Gesellschaft werden durch die Geschäftsführung regelmäßig einer Prüfung unterzogen. Nach Einschätzung der Geschäftsführung bestehen gegenwärtig keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Dasselbe gilt für die Gesamtbetrachtung aller Risiken. Im engen Zusammenhang mit den dargestellten Risiken verbinden sich auch Chancen für das Unternehmen aus einer entgegengesetzten und vorteilhaften Entwicklung der Risikobezugsgrößen. Die Erfolgschancen des Unternehmens ergeben sich insoweit aus Abweichungen von den Planungsannahmen insbesondere hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung und deren Auswirkungen auf die Auftragslage und die Preisbildung an den Absatz- und Beschaffungsmärkten. Des Weiteren ergeben sich Chancen aus Erhöhung der Produktivität im indirekten Bereich aufgrund Prozessoptimierung und Effizienzsteigerungen sowie bei Fixkosten durch strikte Budgeteinhaltung und Budgetreduzierungen. Erklärung zur Unternehmensführung Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat eine Zielgröße für den nach § 52 Abs. 2 GmbHG festzulegenden Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung sowie die Frist zu dessen Erreichung festgelegt. Bis zum Jahr 2021 wurde im Aufsichtsrat ein Frauenanteil von 5/12 und in der Geschäftsführung von 0 % als Zielgröße festgelegt. Die Gesellschaft ist selbstverständlich bestrebt, die Beschäftigung von Frauen auch in der Geschäftsführung zu fördern. Aufgrund der Anzahl von nur 3 Geschäftsführern wurde aber darauf verzichtet einen höheren Frauenanteil fest zu legen. Im Geschäftsjahr 2017 werden die Vorgaben bereits mit 5 von 12 Frauen im Aufsichtsrat und 0 von 3 Frauen in der Geschäftsführung eingehalten. Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat bisher keine Zielgrößen für den nach § 36 Satz 1 und 3 GmbHG festzulegenden Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung und die Frist zu dessen Erreichung festgelegt. V. Bericht über ZweigniederlassungenZweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Leinfelden-Echterdingen, den 4. Juni 2018 Robert Bosch Power Tools GmbH Henning von Boxberg, Geschäftsführer Henk Becker, Geschäftsführer Christof Ziegler, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017I. Allgemeine AngabenGegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Erzeugnissen der Elektrotechnik, der Elektronik, des Maschinenbaus, der Feinmechanik und Optik sowie von Eisen-, Metall und Kunststofferzeugnissen und von verwandten Waren, insbesondere von Werkzeugen, Elektrowerkzeugen, Gartengeräten, Messgeräten und des Zubehörs zu derartigen Waren und Geräten, sowie die Erbringung von ergänzenden Dienstleistungen. Der Sitz Gesellschaft ist Leinfelden-Echterdingen. Das Registergericht befindet sich beim Amtsgericht in Stuttgart und ist unter der Nummer HRB 756628 eingetragen. Die Robert Bosch Power Tools GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG)aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages waren nicht zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. Die Robert Bosch GmbH ist aufgrund des am 2. Dezember 2016 geschlossenen Vertrags über die Errichtung einer atypisch stillen Gesellschaft ab dem 1. Januar 2017 am Handelsgewerbe der Gesellschaft atypisch still beteiligt. Mit Betriebspachtvertrag vom 8./9. Dezember 2016 wurde dieser Geschäftsbereich mit allen Vermögenswerten (mit Ausnahme des Anlagevermögens) und Verbindlichkeiten auf die Gesellschaft mit Wirkung zum 1. Januar 2017 übertragen. Die Verpachtung des Anlagevermögens beginnt unmittelbar im Anschluss an die Errichtung der atypisch stillen Gesellschaft am Handelsgewerbe der Pächterin zum 1. Januar 2017. Die Übertragung hat zu deutlichen Veränderungen in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung der Robert Bosch Power Tools GmbH geführt. Folglich ist der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 mit dem Vorjahresabschluss nicht vergleichbar. Die folgende Übersicht gibt einen Überblick über die übernommenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Übernahmezeitpunkt 1. Januar 2017.
Gemäß dem Vertrag über die Errichtung einer atypisch stillen Gesellschaft zwischen der Robert Bosch GmbH und der Robert Bosch Power Tools GmbH ist dem stillen Gesellschafter, der Robert Bosch GmbH, das im handelsrechtlichen Jahresabschluss ausgewiesene Jahresergebnis in Höhe der entsprechenden Beteiligungsquote von 67,9 % zuzurechnen. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der Robert Bosch GmbH wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 beendet. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeEntgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen umfassen neben den Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Gemeinkosten und Abschreibungen sind auf Basis der bei normaler Beschäftigung und unter wirtschaftlichen Bedingungen anfallenden Kosten ermittelt. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden nach der linearen, beim beweglichen Anlagevermögen bis zum 31. Dezember 2007 nach der degressiven, ab 1. Januar 2008 nach der linearen, ab 1. Januar 2009 wieder nach der degressiven und ab 1. Januar 2010 wieder nach der linearen Methode bemessen. Bei der erstmaligen Anwendung des BilMoG zum 1. Januar 2010 wurde das Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB zur Fortführung der bisherigen Wertansätze unter Anwendung der degressiven Abschreibungsmethode in Anspruch genommen. Die degressive Abschreibung dieser Vermögensgegenstände, deren Restbuchwerte sich zum 31. Dezember 2017 auf insgesamt T€ 8 belaufen, wird daher fortgeführt. Im Vergleich zur linearen Methode ergeben sich dabei Mehrabschreibungen von T€ 30 im Geschäftsjahr 2017. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen zeitanteilig unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Den planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens, deren Anschaffungskosten mindestens € 150 betragen und € 1.000 nicht übersteigen, wird ein Sammelposten gebildet. Dieser wird über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150 € werden im Jahr des Zugangs aufwandswirksam erfasst. Erhaltene Zuschüsse der öffentlichen Hand für 1999 bis 2004 sind von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens gemäß § 255 Abs. 1 HGB. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB unter Berücksichtigung der handelsrechtlichen Wertuntergrenze. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Der Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegen(über) verbundene(n) Unternehmen wurde zum 31. Dezember 2017 unter Verzicht von Aufrechnungen vorgenommen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen, laufzeitadäquaten Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden aufgrund der Neuregelung zur Bewertung der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen in § 253 Abs. 2 S. 1 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum Stichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 3,68 % (Vorjahr: 4,01%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Gehalts- und Rentensteigerungen (3,0 % bzw. 1,75 % gemäß § 16 Abs. 2 BetrAVG und 1,0 % gemäß § 16 Abs. 3 BetrAVG) sowie die erwartete Mitarbeiterfluktuation (2,0 %) zugrunde gelegt. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Für den handelsrechtlichen Ansatz wurden die Aufstockungsbeträge als Zahlungen mit Entlohnungscharakter klassifiziert. In diesem Falle ist eine Rückstellung für künftige Aufstockungsleistungen über den Zeitraum anzusammeln, in dem diese Entlohnung vereinbarungsgemäß vom Arbeitnehmer erdient wird. Die Rückstellungen enthalten entsprechend bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungs- und Aufstockungsverpflichtungen. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundlegung des von der Bundesbank zum Stichtag veröffentlichten Rechnungszinssatzes bei einer angenommen Restlaufzeit von 2 Jahren von 1,33 % (Vorjahr: 1,67 % und auf der Grundlage der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % berücksichtigt. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren sowie grundlegenden Annahmen der Berechnung gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellung wurde mit dem von der deutschen Bundesbank zum Stichtag veröffentlichte durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 2,80 % (Vorjahr: 3,23 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % sowie die erwartete Mitarbeiterfluktuation (2,0 %) berücksichtigt. Erfolgswirkungen aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes zwischen zwei Abschlussstichtagen werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:
Latente Steuern Mit Beendigung des Ergebnisabführungsvertrags mit der Robert Bosch GmbH zum 31. Dezember 2016 endete die körperschafts- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der Robert Bosch GmbH. Seit dem 1. Januar 2017 werden die tatsächlichen und latenten Steuern unmittelbar bei der Robert Bosch Power Tools GmbH ausgewiesen. Latente Steuern werden für Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und steuerlichen Ergebnis ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden. Zum 31. Dezember 2017 wurden aktive latente Steuern ermittelt. Das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, die aktiven latenten Steuern anzusetzen, wurde nicht in Anspruch genommen. Bei der Ermittlung wurde ein Steuersatz in Höhe von 18 % zugrunde gelegt. Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Vorräten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen sowie Rückstellungen, insbesondere Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. III. Erläuterungen zu BilanzpostenAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten betragen zum 31. Dezember 2017 T€ 80.359 (Vorjahr: T€ 257). Die Übertragung zum 1. Januar 2017 betrug T€ 86.005. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus:
Aus der Übertragung zum 1. Januar 2017 resultieren T€ 220.892 an Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Forderungen gegen den Gesellschafter, die Robert Bosch GmbH, bestehen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 12.407 (Vorjahr: T€ 9.841), Finanzclearing in Höhe von T€ 33.563 (Vorjahr: T€ 0) und umsatzsteuerlicher Organschaft in Höhe von T€ 12.111 (Vorjahr: T€ 1.082). Sonstige Vermögensgegenstände werden zum 31. Dezember 2017 in Höhe von T€ 17.434 (Vorjahr: T€ 397) ausgewiesen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände resultieren aus:
Aus der Übertragung zum 1. Januar 2017 resultieren T€ 4.500 an Sonstigen Vermögensgegenständen. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TDM 15.000; ausgewiesen wird der in Euro umgerechnete Betrag von T€ 7.669. Der Gesellschafter, die Robert Bosch GmbH, hat gemäß dem Vertrag zur Errichtung einer atypisch stillen Gesellschaft zu Beginn des Geschäftsjahres eine Einlage in Höhe von T€ 75.000 erbracht, die in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt wurde. Gemessen an der Beteiligungsquote von 67,9 % wurde im Geschäftsjahr 2017 ein Teilgewinn in Höhe von T€ 8.808 an die Robert Bosch GmbH abgeführt. Das verbleibende Ergebnis in Höhe von T€ 4.164 wird dem Eigenkapital gutgeschrieben. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 115.339 (Vorjahr: T€ 11.118). Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurden T€ 76.639 an Pensionsverpflichtungen von der Robert Bosch GmbH übertragen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren bzw. aus den vergangenen sieben Jahren beträgt zum Stichtag T€ 12.546 (Vorjahr: T€ 1.021) und unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
Aus der Übertragung zum 1. Januar 2017 resultieren T€ 125.079 an sonstigen Rückstellungen. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen enthalten die zu erwartende Zahlungen an Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von T€ 8.586 (Vorjahr: T€ 0). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten betragen T€ 76.819 (Vorjahr: T€ 4.479). Aus der Übertragung zum 1. Januar 2017 resultieren T€ 64.872 an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus:
Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter Robert Bosch GmbH aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 17.524 (Vorjahr: T€ 1.251) und aus der Teilgewinnabführung in Höhe von T€ 8.808 (Vorjahr: Ergebnisabführung von T€ 9.365). Aus der Übertragung zum 1. Januar 2017 resultieren T€ 206.349 an Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Sonstige Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 32.110 (Vorjahr: T€ 51). Diese beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten T€ 12.541 sowie Kreditorischen Debitoren Dritte T€ 17.462. Aus der Übertragung zum 1. Januar 2017 resultieren T€ 6.475 an sonstigen Verbindlichkeiten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Produkten und Regionen wie folgt auf: Umsätze nach Regionen
Umsätze nach Produkten
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen T€ 11.894 (Vorjahr: T€ 199), aus Währungskursgewinnen T€ 17.510 (Vorjahr: T€ 197) sowie aus Gewinnen aus Devisentermingeschäften und Derivaten T€ 6.294 (Vorjahr: T€ 0). Es sind keine außergewöhnlichen Erträge im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB angefallen. Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich aus Löhnen und Gehältern in Höhe von T€ 255.284 (Vorjahr: T€ 36.137) sowie Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung in Höhe von T€ 50.782 (Vorjahr: T€ 7.207) zusammen. Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen T€ 8.084 (Vorjahr: T€ 628). Im Geschäftsjahr wurde eine Restrukturierungsrückstellung für das Werk Leinfelden in Höhe von Mio. € 14,6 gebildet, die im Personalaufwand erfasst wurde. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Einzelnen so zusammen:
Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB ist die Pacht aus dem Betriebspachtvertrag (näheres s. unter I. Allgemeine Angaben) in Höhe von Mio. € 176 zu nennen. Periodenfremde Aufwendungen, die nicht von untergeordneter Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 32 HGB sind, gibt es nicht. Wechselkursverluste sind in Höhe von T€ 28.908 (Vorjahr: T€ 172) entstanden. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen T€ 4.761 (Vorjahr: T€ 631). Diese setzen sich aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 4.276 (Vorjahr: T€ 525) sowie aus Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 485 (Vorjahr: T€ 106) zusammen. V. Sonstige AngabenArbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
Durch die Übertragung zum 1. Januar 2017 gehören zusätzlich zu den Standorten Sebnitz und Ravensburg auch die Standorte Leinfelden, Murrhardt und Willershausen zur Robert Bosch Power Tools GmbH. Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehören an:
Aufsichtsrat Gemäß §19 Mitbestimmungsgesetz wurden in den Aufsichtsrat gewählt: am 11. Mai 2017 als Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner:
Am 4. Mai 2017 als Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer:
Gesamtbezüge Für die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführen wird die Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Die Aufsichtsratsmitglieder des Anteilseigener haben auf ihre Vergütung verzichtet, an die Mitglieder der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat wurden Gesamtbezüge von T€ 33 gewährt, die in 2018 ausbezahlt werden. Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung wird ebenso die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen gibt es keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen Miet- und Pachtverträge das Verwaltungs- und Fertigungsgebäude in Ravensburg, die Verwaltungsgebäude in Stuttgart und Leinfelden-Echterdingen, das Lager in Hohwald und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker, IV-Anlagen). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahe stehende Unternehmen gelten. Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Über das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer wird gem. § 285 Nr. 17 HGB keine Angaben gemacht, da diese im Konzernabschluss der Robert Bosch GmbH enthalten ist. Gewinnverwendung Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 in Höhe von T€ 12.972 (Vorjahr: T€ 9.365) wird aufgrund der atypischen stillen Beteiligung zu 67,9 % an die Robert Bosch GmbH abgeführt. Der verbleibende Gewinn in Höhe von T€ 4.164 wird auf neue Rechnung fortgeschrieben. Nachtragsbericht Es ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die Robert Bosch Power Tools GmbH wird in den Konzernabschluss der Robert Bosch GmbH (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen, der entsprechend den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt wird. Der Konzernabschluss der Robert Bosch GmbH wird beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und ist über das Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de) abrufbar.
Leinfelden-Echterdingen, den 4. Juni 2018 Robert Bosch Power Tools GmbH Henning von Boxberg, Geschäftsführer Henk Becker, Geschäftsführer Christof Ziegler, Geschäftsführer Anlagespiegel
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Robert Bosch Power Tools GmbH, Leinfelden-Echterdingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Robert Bosch Power Tools GmbH, Leinfelden-Echterdingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Robert Bosch Power Tools GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 4. Juni 2018 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marcus Nickel, Wirtschaftsprüfer ppa. Manuel Prinz, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 27.06.2018 festgestellt. Anlagegemäß §§ 21 ff. des Gesetzes zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern (EntgTranspG) zum Lagebericht der Robert Bosch Power Tools GmbH: Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit. I. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkung Bosch schätzt die Vielfalt an unterschiedlichen Denkweisen, Erfahrungen und Lebensentwürfen seiner Mitarbeitenden. Daher ist das Diversity-Management fester Bestandteil der Unternehmensstrategie und -kultur. Vielfalt ist seit jeher einer der Werte, auf die Bosch baut - sie wird als Bereicherung und Quelle des langfristigen Unternehmenserfolgs gesehen. Als eines der ersten Unternehmen hat Bosch bereits 2007 die Charta der Vielfalt unterzeichnet und seither zahlreiche Preise für seine Diversity-Aktivitäten erhalten - unter anderem 2012 für das familienfreundlichste Großunternehmen Deutschlands. Eine Dimension des Diversity-Managements bei Bosch beschäftigt sich mit der Gleichberechtigung der Geschlechter. Um die Gleichstellung zu fördern unterstützt Bosch seine Mitarbeiterinnen mit speziellen Angeboten. Schon im Rekrutierungs- und Stellenbesetzungsprozess wird auf die Förderung von Frauen Wert gelegt. Nach der Einstellung erfolgt die Förderung beispielsweise durch ein Mentorenprogramm für Frauen, zielgruppengerechte Veranstaltungen an den Standorten sowie umfassende Weiterbildungsangebote. Hervorzuheben ist auch das "Business Women´s Program", ein umfassendes Seminarprogramm für Fach-, Projekt- und Führungsfrauen. So können Mitarbeiterinnen neue Impulse für ihre persönliche und berufliche Weiterentwicklung erlangen und werden in ihrer Handlungskompetenz gestärkt. Neben externen Frauennetzwerken unterstützt Bosch das interne Mitarbeiternetzwerk women@bosch bei seinen Aktivitäten und bietet Frauen so die Möglichkeit, mit anderen Boschlerinnen geschäftsbereichsübergreifend in Kontakt zu kommen und Erfahrungen auszutauschen. Ein wichtiger Einflussfaktor auf die Karriereentwicklung von Frauen ist die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Um diese zu verbessern bietet Bosch eine Vielzahl an Angeboten. 2012 wurden beispielsweise die Leitlinien für eine flexible und familienbewusste Arbeitskultur eingeführt, an denen sich seitdem alle Führungskräfte und Mitarbeitenden orientieren. 2014 folgten vereinfachte Regelungen für mobiles Arbeiten. Alle Mitarbeitenden können seitdem Arbeitsort und -zeit frei wählen, sofern es ihre Tätigkeit zulässt. Ergebnisorientierung steht dabei über einer Präsenzkultur. Neben der flexiblen und mobilen Arbeit fördert Bosch verschiedenste Arbeitszeitmodelle wie Teilzeit oder Jobsharing und organisiert die Tandemsuche hierfür über ein spezielles Onlinetool. Auch durch die Vermittlung von Pflege- und Kinderbetreuungsangeboten sowie die Bereitstellung von lokalen Kinderbetreuungsangeboten unterstützt das Unternehmen seine Mitarbeitenden. Familienzeit, beispielsweise zur Pflege von Angehörigen, kann außerdem als Karrierebaustein anerkannt werden und einen anderen Baustein ersetzen (zum Beispiel einen Auslandsaufenthalt). Mehr Informationen zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben erhalten die Mitarbeitenden in speziellen Veranstaltungen und bei persönlichen Beratungsterminen. Zudem ist das zentrale Diversity-Projektteam dafür verantwortlich, weltweit umfangreiche Angebote im Zeichen der Vielfalt anzubieten. II. Maßnahmen zur Herstellung der Entgeltgleichheit für Frauen und Männern Die Entgeltgleichheit für unsere Mitarbeitenden im Tarifbereich ist grundsätzlich durch die tarifvertragliche Bindung gegeben. Die Tarifvereinbarungen unterscheiden nicht zwischen Frauen und Männern. Die Festlegung von Eingruppierungen bezieht sich dabei ausschließlich auf Funktionen und nicht auf das Geschlecht. Eingruppierungen werden von Bewertungsexperten festgelegt. Bei Vorliegen von Reklamationsfällen wird durch eine Bewertungskommission entschieden, welche paritätisch mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern besetzt ist. Die Vorgesetzten führen regelmäßig Mitarbeitergespräche und Mitarbeiterentwicklungsgespräche um die berufliche Entwicklung der Tarifmitarbeiterenden zu fördern. In diesem Rahmen werden konkrete Maßnahmen zur weiteren Förderung und der beruflichen Entwicklung gemeinsam mit den Mitarbeitenden getroffen. Im Außertariflichen Bereich werden die Positionen nach einer globalen einheitlichen Vergütungsrichtlinie bewertet um eine Vergleichbarkeit der Funktionen über die Unternehmensbereiche sicherzustellen. Auch bei diesen Positionen gibt es keine Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Die Außertariflichen Mitarbeiter werden jedes Jahr hinsichtlich Performance und Potenzial nach einheitlichen Kriterien bewertet. In Gesprächen mit den nächsthöheren Vorgesetzten und der Personalabteilung werden individuelle berufliche und persönliche Weiterentwicklungen, bis hin zur langfristigen Karriereplanung unabhängig vom Geschlecht getroffen. Regelmäßige standardisierte Überprüfungen unserer Gehaltsstrukturen ergeben, dass bei Stellen mit vergleichbaren Anforderungen, Berufserfahrung und Leistung keine generellen geschlechterspezifischen Gehaltsunterschiede bestehen. Die Vergütungsregelungen und Entgelttabellen sind für die Mitarbeiter einsehbar. Ein standardisiertes Verfahren, um dem Auskunftsverlangen entsprechend den Vorschriften aus dem EntgTransG gerecht zu werden, ist eingerichtet. III. Nach Geschlecht aufgeschlüsselte Beschäftigtenzahlen 2016
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