Casalonga Deutschland GmbH
Selbe AdressePatentanwaltskanzleien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Alois Hubert Pöpsel seit 8.4.2022 | Geschäftsführer |
Leon Thaddäus Müller seit 25.1.2022 | Geschäftsführer |
Bernd Förtsch seit 10.1.2022 | Geschäftsführer |
Marion Lummer seit 15.7.2010 | Prokura |
Sonja Röner seit 15.7.2010 | Prokura |
Daniela Glocker seit 15.7.2010 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Finanzen Verlag GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die Finanzen Verlag GmbH verlegt Zeitschriften in den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und Politik, die gedruckt und digital verbreitet werden, betreibt Internetportale und bietet - zum Teil mit Partnern - weitere mit diesen Themen verbundene Produkte und Dienstleistungen an. Die Zeitschriften adressieren in erster Linie aufgeklärte Privatpersonen und werden sowohl im Abonnement als auch im Einzelhandel vertrieben. Eine weitere wichtige Erlösquelle ist der Verkauf von Insertionsraum. Die Internetportale refinanzieren sich ausschließlich über Werbeerlöse. Zu den Kunden zählen in diesem Bereich zahlreiche bedeutende Unternehmen der internationalen Finanzwirtschaft sowie einige Markenartikelhersteller. Ein Teil der Erlöse wird zudem mit dem Verkauf von Lizenzen (Sonderdrucke, Gütesiegel, Finanzprodukte), Sonderheften und der Organisation von Veranstaltungen erzielt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2020 war im Zuge der Corona-Maßnahmen durch diverse Einschränkungen der Bewegungs-, Reise und Gewerbefreiheit gekennzeichnet. Die Börsen reagierten - international wie auch in Deutschland - mit einem heftigen Absturz von bis zu 40 Prozent. Der Finanzen Verlag führte als prophylaktische Maßnahme in den Monaten April und Mai Kurzarbeit durch (Reduktion der Heftumfänge und Arbeitszeiten um 15 Prozent). Durch die schnelle Erholung der Börsen erlangten die Anleger (und damit die Leser unserer Publikationen) jedoch ihr Vertrauen zurück, so dass es nicht nur zu einer Kompensation der anfänglichen Verkaufsrückgänge kam, sondern zu einer Steigerung der Vertriebsumsätze gegenüber dem Vorjahr. Zu dem erhöhten Informationsbedürfnis trug auch die Flut von sogenannten Neobrokern bei, die im vergangenen Jahr neu in den Markt eintraten und den Anlegern die beratungsfreie Umsonst-Exekution von Wertpapieraufträgen anbieten. Sowohl der Heftverkauf als auch die Insertionen entwickelten sich dadurch entgegen den zunächst gehegten Befürchtungen positiv. 2. Geschäftsverlauf Der Finanzen Verlag hat im Geschäftsjahr 2020 seine relative Marktposition sowohl im Vertriebs- als auch im Anzeigengeschäft als Nummer 2 nach der Verlagsgruppe Handelsblatt (Handelsblatt, Wirtschaftswoche) gehalten. Absolut entwickelte sich das Geschäft trotz der Lockdowns zufriedenstellend. Der Vertrieb digitaler Publikationen stieg im Vergleich zum Vorjahr erneut kräftig an. Der Geschäftsbereich Sonderveröffentlichungen, Lizenzen und Veranstaltungen konnte sich auf Vorjahresniveau halten. Die Anzeigenerlöse stiegen ebenfalls. Die positive Entwicklung des vierten Quartals 2019 setzte sich damit wie erhofft fort. 3. Lage Die Aussichten des Unternehmens stellen sich aktuell sehr befriedigend dar. Die Börsenerholung nach dem Lockdown-bedingten scharfen Einbruch im März hat sich vor dem Hintergrund der fortdauernden Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank auch 2021 fortgesetzt. Vertriebs- und Vermarktungserlöse konnten abermals gesteigert werden. Dem unglücklicherweise während des ersten Lockdowns gestarteten neuen Angebots für Frauen - "Courage" und "courage-online.de" - kommt bei der künftigen Verbreiterung der Leserschaft eine besondere Bedeutung zu. Obwohl die Markteinführung mitten in den Lockdown fiel, wurde das (zunächst) zweimonatlich erscheinende Magazin sowohl im Vertriebs- als auch im Anzeigenmarkt erfreulich positiv aufgenommen. Die Eigenkündigung der beiden Redaktionsleiterinnen, die im Sommer 2021 in einem anderen Verlag ein Konkurrenzprodukt lancierten, zum 31. März 2021 konnte mühelos aufgefangen werden. Die 2016 vorgenommene Diversifikation des thematischen Portefeuilles durch "Tichys Einblick" hat sich bewährt. Die positive Auflagenentwicklung sowohl im Einzelverkauf als auch im Abonnement hat sich 2019 fortgesetzt und ist auch 2020 weiter deutlich steigend. Die zuletzt durchgeführten Preiserhöhungen konnten problemlos im Markt umgesetzt werden. a. Ertragslage Die wesentlichen Ergebnisquellen sind nach wie vor die Vertriebs- und Anzeigenerlöse der Publikationen. Sonderwerbeformen werden seit dem Lockdown besonders stark nachgefragt. Sie sind einerseits zwar aufwendig in der Realisierung, ermöglichen anderseits aber noch auskömmliche Margen. Die Verkaufsaktivitäten in diesem Bereich werden entsprechend verstärkt. Mit Lizenzerlösen zum Beispiel aus dem Verkauf von Testsiegeln lassen sich auch in Zukunft Einnahmen realisieren, denen nur vergleichsweise geringe Mehraufwände gegenüberstehen. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind 2020 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 7% (TEUR 1.237) gestiegen. Die Vertriebserlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 314 (3%) gestiegen. Erfreulich ist die Entwicklung im Bereich der Digital-Ausgaben, hier stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 61% (TEUR 299). Die Anzeigenerlöse sind gegenüber 2019 um 17% auf TEUR 3.807 gestiegen. Das Geschäft mit Sonderveröffentlichungen und Lizenzen konnte umsatzmäßig zulegen (TEUR 340, +8%). Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts lässt sich festhalten, dass die Umsatzerlöse im Jahr 2021 deutlich verbessert sind und sich das Ergebnis nochmals verbessert hat. Der Personalaufwand ist aufgrund von Anpassungen bei den Gehältern im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um TEUR 30 / 0,5% gestiegen. Die Beschäftigungslage ist derzeit als gut zu bezeichnen. Im Vergleich zum Vorjah wurden zwei Mitarbeiter weniger beschäftigt. Abschreibungen auf den Kundenstamm der in 2016 verschmolzenen Tochtergesellschaft FV Börsen Verlag (EUR 383) sowie erworbene Domainrechte (TEUR 125) haben das Ergebnis in 2020 in Höhe von TEUR 508 belastet und werden dies noch bis einschließlich 2021 (Kundenstamm) bzw. 2026 (Domain) belasten. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Abschreibungen auf Finanzanlagen verschlechtert und lag bei TEUR -499 (Vorjahr TEUR -236). Auf Grund der teilweisen Auflösung der im Vorjahr gebildeten latenten Steuern ergab sich ein Steueraufwand in Höhe von TEUR 300. Das Ergebnis hat sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr um rd. TEUR 863 verbessert. Das Jahr 2020 schließt mit einem erfreulichen Gewinn von TEUR 340 ab. Es ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts absehbar, dass das Ergebnis 2021 erneut positiv ausfallen wird. b. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft hat sich im Jahresverlauf 2020 deutlich verbessert. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die langfristigen Verbindlichkeiten wurden im Jahr 2020 um TEUR 417,5 abgebaut. Der Cash-Flow aus laufender Tätigkeit nach DRS 21 betrug im Geschäftsjahr TEUR 937 nach TEUR 173 im Vorjahr. Die Liquidität der Gesellschaft war im vergangenen Geschäftsjahr und ist auch 2021 jederzeit gewährleistet. c. Vermögenslage Die kurzfristigen Forderungen, Wertpapiere des Anlagevermögens, eine Kreditzusage des Gesellschafters und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 5.901 auf TEUR 4.774 verringert. Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 340 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 233 auf 8 Prozent der Bilanzsumme vermindert. Zur Finanzierung der Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken. Zum Bilanzstichtag bestehende Darlehen an Gesellschafter und andere Kapitalgeber konnten in 2020 weiter reduziert werden. Die Darlehen an andere Kapitalgeber sind im ersten Halbjahr 2020 vollständig zurückgezahlt worden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich auf 6,5% der Bilanzsumme verringert (Vorjahr 16,8). Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Lieferverpflichtungen aufgrund der Vorauszahlungen von Abonnementkunden in Höhe von TEUR 2.241 enthalten (Vorjahr: 2.213). 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, den vereinfachten Cash-Flow sowie den EBITDA heran. Bei den Mitarbeitern sind zwei Geschäftsführer mitgezählt. Den vereinfachten Cash-Flow berechnen wir aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen. Der Umsatz pro Mitarbeiter betrug TEUR 232 und ist damit um 10% gestiegen. Der vereinfachte Cash-Flow (Berechnung: Jahresüberschuss +/- Ab/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens) betrug TEUR 1.444 nach TEUR 329 im Vorjahr. III. Prognosebericht Für das Jahr 2021 ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts trotz der Einschränkungen des Verkaufs an Flughäfen und Bahnhöfen während der Lockdown-Wiederholungen mit einem Umsatzzuwachs zu rechnen. Dazu haben alle Objekte und Geschäftsarten beigetragen. Gleichzeitig ist es gelungen, die Kosten nachhaltig (durch die Reduktion der margenschwachen Airline-Exemplare) zu senken, so dass die Geschäftsführung von einem deutlich positiven Ergebnis ausgeht, das sich auch in den Folgejahren fortschreiben lassen sollte. Umsatz- und Ergebnisentwicklung hängen auch 2021 und 2022 maßgeblich von der Börsensituation ab. In der Vergangenheit bestand eine starke positive Korrelation zwischen der Entwicklung der maßgeblichen Indizes auf der einen Seite und der Entwicklung von Anzeigenaufkommen und Auflagen andererseits. Es besteht deshalb begründeter Optimismus, dass sich die seit Ende 2019 durch neue Anzeigenkunden und durch ein Anziehen der Einzelverkäufe begonnene positive Umsatz- und Ertragsentwicklung nicht nur bis zum Jahresende 2021, sondern auch in den kommenden Jahren fortsetzen sollte. Die positive Resonanz auf unser neues Angebot für Frauen, Courage, wird zwar 2021 noch die Kostenrechnung belasten, sollte aber mittelfristig zu signifikanten Erlösbeiträgen führen. Die erheblichen Investitionen in den Digital-Shop des Finanzen Verlages haben sich auch 2020 ausgezahlt und lieferten während des Lockdowns im März/April 2020 besonders erfreuliche Erlösbeiträge. Die positive Entwicklung des Epaper-Verkaufs hat sich 2021 fortgesetzt. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Sollten sich an den Finanzmärkten wieder einmal nachhaltige Abwärtstendenzen zeigen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Da derzeit angesichts der seit Frühjahr 2021 sich verfestigenden Preissteigerungstendenzen eine Diskussion geführt wird, ob die Zentralbanken in aller Welt einheitlich die Wirtschaft weiter mit großer Liquidität versorgen oder eine straffere Geldpolitik einleiten sollen, erachten wir dieses Risiko heute für höher als noch vor einem Jahr. Als problematisch könnte sich auch weiterer Konsolidierungsdruck bei Banken und Kapitalverwaltungsgesellschaften erweisen. Derzeit ist dieser im Wachstumsmarkt Vermögensveranlagung jedoch nicht zu erkennen, so dass wir dieses Risiko als gering einschätzen. Vergleichbares gilt für die Regulierung. Sollten bestimmte Geschäftsarten an den Wertpapiermärkten für Privatanleger verboten werden oder steuerlich völlig unattraktiv werden, entstünden aus der abnehmenden Zahl von Produktgebern erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken. Die angespannte Situation in der Papierindustrie hat derzeit erheblich Preissteigerungstendenzen zur Folge. Daraus resultieren Ertragsrisiken. Manche Qualitäten sind derzeit überhaupt nicht verfügbar, was dazu führte, dass ein geplanter Relaunch des Titels Börse Online ins Jahr 2022 verschoben werden musste. Ähnliches gilt für den Personalmarkt. Zahlreiche Verlage reduzieren die Zahl ihrer Beschäftigten, so dass bei Abgängen im Finanzen Verlag zu vertretbaren Konditionen für qualifizierten Ersatz in Redaktionen und kaufmännischen Abteilungen gesorgt werden kann. Ertragsorientierte Risiken Die Wettbewerbsrisiken haben sich im vergangenen Jahr nicht geändert. Da unser Anzeigenkombinationstarif für Kunden attraktive Kostenvorteile bietet, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Mehrjahresvergleich eher gesunken sind. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile - insbesondere auch durch Courage - mittelfristig weiter ausdehnen zu können. Da sich im Zeitverlauf der Anteil der Anzeigenerlöse an den Gesamterlösen vermindert hat, kommt diesem Risiko allerdings heute weniger Gewicht zu als in der Vergangenheit. Von der Post bereits angekündigte Preiserhöhungen für die Zustellung unserer Produkte an die Abonnenten werden auch künftig Druck auf die Erträge ausüben. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken, insbesondere Liquiditätsrisiken, sind derzeit nicht zu erkennen. Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. 2. Chancenbericht Die einsetzende Renaissance von Aktien, Fonds und Zertifikaten als Folge der Nullzinspolitik der EZB kann sowohl im Vertriebs- als auch im Anzeigenmarkt zu weiteren Erlössteigerungen führen. Die mit "Tichys Einblick" gestartete Themendiversifikation bietet die Möglichkeit der Erschließung eines neuen Marktsegmentes. Das Angebot für Frauen bietet eine ähnliche Zielgruppenerweiterung. Bei positiver Börsenentwicklung wird der Bereich Finanzprodukte nennenswerte Erlösbeiträge liefern können. Im Laufe des Jahres 2021 wurden bereits zahlreiche neue Produkte aufgelegt. Weitere Kooperationen sind hier in Anbahnung. Da der Wettbewerb im Jahr 2020 die Preise zum Teil erheblich erhöht hat, bestehen über die bei Euro am Sonntag im April durchgeführte Preisanhebung (von 4,50 € auf 4,90 €) und Börse Online (im Jahr 2021 von 4,90 € auf 5,40 €) hinaus Preiserhöhungsspielräume. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem Wiederaufflammen politischer Krisen und Störungen im Finanzsystem, welche sich in Anleger-Attentismus und daraus resultierend einem zurückhaltenden Buchungsverhalten im Anzeigengeschäft sowie Kaufzurückhaltung am Kiosk und im Abonnement niederschlagen würde. Diese werden jedoch wie in der Vergangenheit immer nur vorübergehender Natur sein, zumal das Thema Kapitalanlage und private kapitalgedeckte Altersvorsorge aufgrund der demographischen Entwicklung und des fortdauernden Nullzinsumfeldes in den kommenden Jahren immer weiter in den Vordergrund rücken wird. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nur für den Fall erkennbar, dass es zu einem dauerhaften Einbruch an den Finanzmärkten käme, der zu fortlaufenden Verlusten führen würde. Langfristig dürfte sich die Ertragslage durch die nachhaltige Etablierung unserer digitalen Medienangebote aufgrund der starken Kostensenkungseffekte bei Herstellung und Verbreitung weiter verbessern. Hier profitieren wir zusätzlich von der stark zunehmenden Zahlungsbereitschaft für digitale Bezahlmodelle. Je größer und unüberschaubarer das Inhalte-Angebot, desto größer die Nachfrage nach kuratierten (kostenpflichtigen) Inhalten. Da es uns gelungen ist, skalierbare Vergütungsmodelle im Bereich des digitalen Content-Marketing durchzusetzen, werden wir auch von den ansonsten sinkenden Durchschnittserlösen pro Nutzer im Online Werbemarkt nicht voll betroffen sein. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine chancenorientierte Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung im Anzeigenbereich informieren wir uns stets über die Bonität unserer Kunden.
München, den 12. November 2021 Finanzen Verlag GmbH Dr. Frank-B. Werner, Geschäftsführer Dieter Thilo Fischer, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangAllgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Finanzen Verlag GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: Finanzen Verlag GmbH Firmensitz laut Registergericht: München Registereintrag: Handelsregister Registergericht: München Register-Nr.: 186096 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Ausleihungen zum Nennwert - sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Aktive latente Steuern wurden auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe einer vorsichtigen Schätzung auf die in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich mindestens zu nutzenden Verlustvorträge gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 285.666,40 (Vorjahr: Euro 432.208,69). Der Ausweis erfolgt unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Es liegt eine Rangrücktrittserklärung des Gesellschafters vor. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 300.000,00 Euro. Es handelt sich um den Ansatz aktiver latenter Steuern. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Der Posten sonstige Rückstellungen enthält in Höhe von Euro 323.600,00 eine Rückstellung für Urlaubsverpflichtungen. Diese hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Aufgrund der Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Anstieg der Krankheits- und Kinderbetreuungstage mussten Urlaube zurückgestellt werden, um die Personaldecke nicht weiter auszudünnen. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Die gesamten Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als 5 Jahren. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 420.177,57. Es handelt sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Diese sind durch Pfandrechte an unbeweglichen Sachen besichert. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 1.369.536,00 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Die sonstigen bestehenden finanziellen Verpflichtungen bestehen im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von Euro 542.044,09 (Vorjahr: Euro 247.832,50) vorgenommen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer
Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer Das Darlehen wurde im Geschäftsjahr vollständig getilgt. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 % der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Die Angaben bezüglich der Münchner Finanz-Veranstaltungs GmbH, der artpartners GmbH sowie der Euro Akademie GmbH betreffen die Jahresabschlüsse 2019, die Jahresabschlüsse 2020 sind noch nicht erstellt. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahresende Nach dem Geschäftsjahresende haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Bilanzgewinn beträgt Euro 55.819,16 . Dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
München, den 12.11.2021 Dr. Frank-Bernhard Werner Dieter Thilo Fischer Außerplanmäßige Abschreibungen beim Anlagevermögen und beim Umlaufvermögen zur Vorwegnahme künftiger Wertschwankungen1.1.2020 - 31.12.2020Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 542.044,09 EUR. 1.1.2019 - 31.12.2019Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 247.832,50 EUR. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.11.2021 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Finanzen Verlag GmbHPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Finanzen Verlag GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Finanzen Verlag GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
München, 12. November 2021 REWIGES
Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH
Steffen Braun, Wirtschaftsprüfer |
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