Stammdaten

Register
Amtsgericht Iserlohn HRB 3922
Vorher
ERCO Leuchten GmbH
Eingetragen
8.10.1974
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Lampen und LeuchtenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Leuchten, Leuchtenzubehör und elektronischen Steuerungen. Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen berechtigt, die geeignet erscheinen, den Unternehmensgegenstand unmittelbar oder mittelbar zu fördern. Sie ist insbesondere berechtigt, im In- und Ausland Zweigniederlassungen oder Tochtergesellschaften zu errichten, gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu erwerben, sich an solchen Unternehmen zu beteiligen, sie zu pachten oder solche Unternehmen ganz oder teilweise unter einheitlicher Leitung zusammenzufassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Wolfgang Nickles
seit 3.8.2023
Geschäftsführer
Marcus Schramm
seit 29.5.2012
Geschäftsführer
Michael Masuch
seit 23.2.2012
Prokura
Urs Müller-Ortolf
seit 20.4.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (7)

NameAnteil
27.00%
26.50%
K*** N******* M****
12.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Maack GmbH
Germany
20.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ERCO GmbH

Lüdenscheid

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ERCO GMBH, LÜDENSCHEID

1. Grundlagen

Der ERCO Konzern befasst sich mit der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Leuchten und Leuchtensystemen. Die ERCO GmbH besteht aus der Produktion und den Serviceabteilungen, die die Hauptverwaltung der ERCO Gruppe bilden. Sie besitzt als Muttergesellschaft (direkt und indirekt) die Anteile an weltweit 11 (Vertriebs-) Tochtergesellschaften und einer Zwischen-Holding in den Niederlanden.

Die Gruppe ist weltweit aufgestellt. Die Produktion erfolgt in Deutschland durch die ERCO GmbH und der Vertrieb über die in- und ausländischen Vertriebstochtergesellschaften. Die ERCO Gruppe verfügt über ein konzernweites, SAP-basiertes Controlling und Rechnungswesen. Wesentliche Steuerungsgrößen sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern. Darüber hinaus werden zur Steuerung Kennzahlen aus den Bereichen Vertrieb, Produktion und Einkauf, der Qualitätssicherung sowie Personal verwendet.

Die ERCO GmbH befasst sich mit der Weiterentwicklung und Produktion von Leuchten und Leuchtensystemen. Die Entwicklungsaktivitäten befassen sich insbesondere mit der Entwicklung von digitalen Leuchten. In der Entwicklungsabteilung sind ca. 70 Mitarbeiter beschäftigt. Die Entwicklungstätigkeiten orientieren sich an der langjährigen, an den jeweiligen Gegebenheiten des Marktes ausgerichteten, Produktroadmap.

Eine neu in den Markt eingeführte Produktfamilie ist der Axis Vitrinenstrahler, der alle Anforderungen einer anspruchsvollen Vitrinenbeleuchtung erfüllt: Hohe Lichtqualität, vielseitige Montagemöglichkeiten sowie wechselbare Linsen und Filter. Darüber hinaus werden marktübliche Standards in Bezug auf Lichtstromerhalt, Farbort und Farbwiedergabe übertroffen.

Eine weitere wichtige Neuerung ist die neue Generation der Strahlerfamilie Optec New. Dieser Strahler wurde im Rahmen des Entwicklungszieles "Lighting Durability: 20 Jahre Service Life" konzipiert und steht für langlebige, wirtschaftliche und nachhaltige Lichtlösungen. Zur bewährten, hocheffizienten Lichttechnik für mehr Lux pro Watt auf der zu beleuchtenden Zielfläche kommt ein Design, das dank hochwertiger Komponenten auf Langlebigkeit ausgerichtet ist. Durch die Möglichkeit von Upgrades und Updates bleibt Optec zudem anpassungsfähig. Wie seine Vorgänger deckt Optec New alle Anforderungen an Lichtqualität in Shops, Galerien und Museen ab, natürlich auch an bestehenden Schienenanlagen. Das System aus wechselbaren Optiken und passendem Zubehör bietet hohe Flexibilität in der Anwendung.

Die preiswerte Deckeneinbauleuchte Skim verbindet ein attraktives Erscheinungsbild mit hoher Lichtqualität und einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis, konzipiert für Büros, Foyers und Verkehrszonen sowie im Retail oder der Hotellerie. Mehrere Baugrößen, Leistungsstufen und Lichtverteilungen machen Skim zu einer ästhetischen Alternative zu konventionellen Leuchten. Je nach projektierter Lichtverteilung bietet Skim entweder eine besonders wirtschaftliche Grundbeleuchtung mit großen Leuchtenabständen oder empfiehlt sich als normkonforme Arbeitsplatzbeleuchtung.

Weitere Neuerungen sind Ergänzungen bei Deckeneinbaustrahlern, Bodeneinbauleuchten, Strahlern sowie bei dem im letzten Jahr in den Markt eingeführten Lichtbandsystem Invia.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut Berechnung des IMF hat das Wachstum des weltweiten realen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2023 3,2 % gegenüber dem Vorjahr betragen, nach einem Wert von 3,5 % im Vorjahr. Für 2024 und 2025 prognostiziert der IMF ein gleichbleibendes Wachstum von je 3,2 %, die Unsicherheit aufgrund der geopolitischen Spannungen ist weiterhin spürbar. Auch der eher verhaltene Ausblick für die chinesische Volkswirtschaft hat hier Auswirkungen.

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,12 Billionen Euro, nominal ist das BIP damit gegenüber 2022 (3,87 Billionen Euro) kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings an der hohen Inflation, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession.

Laut Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15.01.2024 kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Der Leuchtenmarkt in Deutschland entwickelte sich 2023 verglichen mit dem Vorjahr nicht positiv (Umsatzerlöse -7,1 %). Die für ERCO relevanten Bereiche der Innen- und Außenbeleuchtung entwickelten sich unterschiedlich: beim Umsatz lt. Statistik des Zentralverbands der Deutschen Elektroindustrie (ZVEI) mit -2,7 % (Innenraum) und 1,0 % (Außenraum). Die Auftragseingänge fielen im Innenraumbereich um 1,6 % und wuchsen im Außenraum um 3,6 %, alle Zahlen verglichen mit dem Jahr 2022. Auch hier zeigt sich, dass die Branche eher verhalten in das Jahr 2024 startet.

2.2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse der ERCO GmbH fielen leicht von 90,5 Mio. € in 2022 auf 89,4 Mio. € in 2023. Dies bedeutet einen Rückgang von 1,2 % gegenüber dem Vorjahr und lag unterhalb unserer Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023.

Einige Märkte blieben zum Teil deutlich und aus unterschiedlichen Gründen hinter unseren Erwartungen zurück (Nordische Länder, Großbritannien, Belgien/Niederlande und die Schweiz). Andere Länder wiesen zum Teil zweistellige prozentuale Wachstumsraten beim Umsatz auf und übertrafen teilweise ihr ursprünglich gesetztes Ziel. Hierzu zählen die Märkte in Zentral- und Ost-Europa, Frankreich und Italien.

Das Ergebnis vor Steuern der ERCO GmbH beträgt + 3.935 Tsd. € nach einem Gewinn von 484 Tsd. € im Vorjahr. Die Gründe für die Erholung gegenüber dem Vorjahr werden im weiteren Verlauf des Berichts erläutert.

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren bei der ERCO GmbH 531 Mitarbeiter (ohne Geschäftsleitung und ohne Auszubildende) beschäftigt, gegenüber 536 im Vorjahr. Die durchschnittlichen Personalkosten je Mitarbeiter fielen leicht von 75.585 € in 2022 auf 75.296 € im Jahr 2023, trotz tariflicher Erhöhungen sowie der Inflationsausgleichsprämie. Die Gründe für den leichten Rückgang liegen in der Auflösung von Rückstellungen im Personalkostenbereich (Altersteilzeit, Pensionen etc.).

Weitere wichtige Entwicklungen im Geschäftsjahr 2023:

Nach wie vor ist es für das Unternehmen schwierig, offene Stellen zeitnah mit qualifiziertem Personal zu besetzen. Das gilt insbesondere auch für Facharbeiterpositionen in den Montage- und Fertigungsbereichen. Um potenzielle Bewerber zu erreichen, greifen wir verstärkt auf Social Media Kanäle zurück. Die Fluktuation entwickelte sich positiv und lag unter dem Niveau des Vorjahres.

Im Bereich Personalentwicklung wurde in diesem Jahr verstärkt an der Weiterentwicklung unseres Ausbildungskonzepts gearbeitet. Dies bedeutet die Stärkung der betriebsinternen Ausbildung aber auch das Ausbildungsmarketing. In diesem Zusammenhang ist ERCO, namentlich die Auszubildenden selbst, nun mit einem eigenen Instagram Channel unterwegs, um so gezielt Jugendliche anzusprechen. Im Jahr 2023 haben insgesamt 7 Auszubildende ihre Ausbildung bei ERCO erfolgreich beendet, und 10 neue Ausbildungsplätze wurden geschaffen und besetzt. Zur Aufarbeitung der Mitarbeiterbefragung 2022 wurden im Frühjahr 2023 insgesamt 30 Workshops mit den Mitarbeitern und Führungskräften durchgeführt, um aus den gewonnenen Erkenntnissen entsprechende Maßnahmen abzuleiten.

Im Bereich der internationalen HR-Arbeit fanden die letzten Trainings des auf drei Jahre angelegten Leadership Trainings für das mittlere Management der Vertriebstochtergesellschaften statt. Ebenfalls gab es auch wieder ein entsprechendes Trainingsformat für das Top Management.

Das Marketing konnte die zwei Markteinführungen im Januar und Juli 2023 erfolgreich begleiten. Hierzu wurden wieder Produkt-Videos zur Produktvermarktung, Video-Logs begleitend zur Produkteinführung sowie ein Konfigurator und Planungshilfen erstellt. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Vorbereitung der für unsere Branche weltweit führenden Messe Light and Building im März 2024 in Frankfurt, die erfolgreich gestaltet werden konnte. Darüber hinaus wurden diverse lokale Messeveranstaltungen zusammen mit unseren Tochtergesellschaften weltweit durchgeführt.

Der Einkauf und Auftragsservice konnten sich erfolgreich beim Projekt Bestandssenkung in der Fabrik einbringen, insbesondere durch Reduzierung hoher Lagerbestände an Mechanikbauteilen sowie bei elektronischen Bauteilen und Kaufbetriebsgeräten und Prüfung der Supply-Chain auf kleinere Bestelllosgrößen. Weiterhin ist zu erwähnen, dass durch die Neuausschreibung des Strombedarfs für das Jahr 2024 ein Tranchen-Stromversorgungsvertrag abgeschlossen wurde. Hierdurch profitiert ERCO von den sinkenden Preisen am Strommarkt im laufenden Geschäftsjahr.

Der strategisch wichtige Bereich ERCO Individual, der für alle kundenspezifischen Produktentwicklungen verantwortlich ist, konnte im vergangenen Jahr unter anderem folgende Projekte realisieren: Finish National Opera, Sprengel Museum, WDR Filmhaus, Olympiabad München. Insgesamt wurde in diesem Bereich ein Marktumsatz von ca. 31,3 Mio. € im Jahr 2023 generiert, dieser Wert lag im Rahmen unserer Erwartungen.

Im Bereich Finanzen stand die Begleitung und Unterstützung von Restrukturierungsprozessen in mehreren Tochtergesellschaften sowie das weitere Ausrollen von SAP Concur im Vordergrund. Der Schwerpunkt im Controlling Bereich lag in der Sicherstellung des Einhaltens der Kosteneinsparungsprogramme zur Sicherung der Profitabilität. Ein aktives Kostenmanagement und die Fokussierung auf einen regelmäßigen Forecast ermöglichten eine flexible Handhabung der angespannten wirtschaftlichen Lage. Weitere wesentliche Beiträge waren die inhaltliche, wertmäßige und analytische Begleitung des Strategieprozesses und die neu eingeführten Budgetkonferenzen. Mit Hilfe der Einführung der Environmental Product Declaration konnte zudem die Berechnung des CO 2 -Fußabdrucks verfeinert und verbessert werden. Um zukünftig mit volatilen Märkten effizient umzugehen, wurde weiterhin an der Digitalisierung der Controlling Prozesse gearbeitet und ein Projekt zur Einführung einer integrierten Konzernsteuerung begonnen.

Der Bereich Quality Excellence führte ein Programm zur Integration und Koordination aller qualitätsrelevanten Prozesse im Unternehmen ein. Weiter wurde ein Kennzahlencockpit als Grundlage zur Ableitung qualitätsverbessernder Maßnahmen und Projekte aufgebaut sowie Projekte im Bereich Design Verification Lichttechnik, Qualität im Software-Umfeld, Qualität bei der Prüfprozessplanung und beim Qualitätskostenmanagement durchgeführt. Die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Überwachungsaudits der Managementsysteme DIN EN ISO 9001:2015, 50001:2018 und 14001:2015 waren weitere Themen in diesem Bereich. Erfreulicherweise wurden die Audits ohne Abweichungen und Beanstandungen bestanden.

2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Rohergebnis der ERCO GmbH fiel von 69.480 Tsd. € auf 68.936 Tsd. €. Dies bedeutet ein Minus von 0,8 % gegenüber dem Vorjahr, im Wesentlichen aufgrund der niedrigeren Umsatzerlöse.

Insgesamt belief sich der Materialaufwand auf 23.265 Tsd. € nach 23.408 Tsd. € in 2022. Sowohl die Rohertragsquote als auch die Materialeinsatzquote blieben mit 74,8 % bzw. 25,2 % im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Der Personalaufwand fiel von 40.513 Tsd. € auf 39.982 Tsd. € in 2023 aus den bereits genannten Gründen. Der Anteil der Personalkosten an den Umsatzerlösen blieb mit 44,7 % nahezu konstant zum Vorjahr (44,8 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf insgesamt 22.751 Tsd. € und sanken damit um 1.428 Tsd. € im Vergleich zu 2022. Die Abschreibungen betrugen 6.163 Tsd. € und stiegen damit gegenüber dem Vorjahr um 272 Tsd. €. Insbesondere bei Frachten, Aufwendungen für Leiharbeit, Rechts- und Beratungskosten sowie bei Währungsbewertungen wurden niedrigere Aufwendungen verzeichnet. Die restlichen Positionen entwickelten sich weitestgehend stabil zum Vorjahr.

Das Betriebsergebnis stieg von -1.102 Tsd. € in 2022 auf 40 Tsd. € in 2023. Das Finanzergebnis betrug 3.895 Tsd. € und setzt sich insbesondere aus der Ergebnisabführung der ERCO Leuchten GmbH, Ausschüttungen der Tochtergesellschaften und Abschreibungen auf Finanzanlagen zusammen.

Schließlich beträgt der Jahresüberschuss der ERCO GmbH 3.965 Tsd. € nach 66 Tsd. € in 2022.

Das Umlaufvermögen verminderte sich von 41,7 Mio. € auf 39,5 Mio. € in 2023, vor allem aufgrund niedrigerer Bestände bei Rohmaterialien.

Die Bilanzsumme fiel von 78,9 Mio. € auf 74,1 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund niedrigerer materieller Vermögensgegenstände, geringerer Bestände an Rohstoffen sowie gesunkener ausstehender Forderungen zum Jahresende.

Das Eigenkapital stieg in 2023 nach Ausschüttung an die Gesellschafter in Höhe von 600 Tsd. € von 47,4 Mio. € im Vorjahr auf 50,7 Mio. €. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 beträgt 68,5 % nach 60,0 % in 2022.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen 3.308 Tsd. € nach 5.588 Tsd. € im Vorjahr. Die Schwerpunkte lagen wiederum bei Werkzeugen und weiterem technischen Equipment, sowie bei geleisteten Anzahlungen. Die Investitionen konnten vollständig aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Die Liquiditätssituation ist nach wie vor durch die ERCO Holding B.V. gesichert. Der Saldo des Cash-Pool Kontos bei der ERCO Holding B.V. belief sich auf -4.719 Tsd. € per 31.12.2023. Das Guthaben bei Kreditinstituten betrug 988 Tsd. € ebenfalls per 31.12.2023.

2.4. Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsjahres

Insgesamt ist festzustellen, dass vor allem aufgrund von Ausschüttungen und Gewinnabführungen der ERCO Tochtergesellschaften ein positives Ergebnis in 2023 für die ERCO GmbH zu verzeichnen ist. Das Betriebsergebnis war knapp positiv. Die leicht rückläufige Entwicklung der Umsatzerlöse konnte durch ein erfolgreiches Kostenmanagement kompensiert werden. Die Entwicklung der Umsatzerlöse und Erträge lag unterhalb unserer Ziele für das Geschäftsjahr. Wir halten nach wie vor an unserer grundsätzlichen wachstumsorientierten Strategie für die kommenden Jahre fest und unterstreichen dies durch eine weiterhin hohe Innovationstätigkeit in Form von Neueinführungen zahlreicher Produkte in 2024 (s. Abschnitt Grundlagen), weitere Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie durch die planmäßigen Neueinstellungen von Vertriebsmitarbeitern weltweit, auch wenn sich die Besetzung der Stellen durch qualifizierte Mitarbeiter in vielen Bereichen schwierig gestaltet. Die Wachstumsziele für das nächste Jahr sind im gesamten Unternehmen kommuniziert. Allerdings gestalten sich die Rahmenbedingungen aufgrund von zu erwartenden Kostensteigerungen in einigen Bereichen (Personalkosten, sowie Marketing und Energie) und geopolitischen Problemen in bestimmten Absatzmärkten weiterhin herausfordernd.

3. Chancen- und Risikobericht

Die wirtschaftlichen Chancen und Risiken und ihre potenziellen Auswirkungen werden im Rahmen des Risikomanagements erhoben und analysiert. Die ERCO GmbH ist im Rahmen ihrer Tätigkeit folgenden allgemeinen Risiken ausgesetzt:

3.1. Risiken

3.1.1. Umfeld-/Branchenrisiken

Risiken bei der zukünftigen Entwicklung von ERCO sehen wir weiterhin in der globalen wirtschaftlichen Situation, die durch unterschiedliche Faktoren in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sein kann. Das weltweite Wirtschaftswachstum wird mit gleichbleibenden Wachstumsraten von 3,2 % in den kommenden Jahren eher zurückhaltend prognostiziert. Deutschland ist nach Korrektur der Inflationsentwicklung 2023 in eine Rezession gerutscht, und auch für 2024 kann nicht mit einer nachhaltigen Erholung der wirtschaftlichen Situation gerechnet werden. Hohe Energiekosten und eine ausufernde Belastung der Unternehmen durch bürokratische Anforderungen tragen nicht zu einer Verbesserung bei. Die für ERCO wichtige Baubranche wird durch die hohen Zinsen und verschlechterte Rahmenbedingungen ebenfalls beeinträchtigt.

Die Umsatzerlöse in China entwickelten sich in 2023 für ERCO positiv und sind wieder auf dem Niveau von 2019. Die Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten mit Verknappungen und weiteren Preissteigerungen durch beeinträchtigte Lieferketten stellen ein Risiko für ERCO dar, die Situation gestaltet sich allerdings zur Zeit eher entspannt. Die immer noch nicht gelöste Situation um Taiwan mit dem Risiko eines Angriffs durch China stellt einen weiteren geopolitischen Brandherd dar, der massive Auswirkungen auf unsere Beschaffungs- und auch Absatzmärkte haben kann.

Die weltweite wirtschaftliche Situation ist durch den Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine nach wie vor angespannt und sorgt auf der wirtschaftlichen Ebene für Verunsicherungen. Die internationale Staatengemeinschaft verurteilt den russischen Angriff, reagiert mit zahlreichen Sanktionen gegen Russland und unterstützt die Ukraine durch Waffen- und Hilfslieferungen. Der veränderte wirtschaftliche Umgang mit Russland ist in Deutschland vor allem nach wie vor auf dem Energiemarkt spürbar und führt zu deutlich höheren Kosten für Strom und Gas, auch wenn es uns gelungen ist, die Versorgungssicherheit weiterhin zu gewährleisten. Als Absatzmarkt hat Russland keine Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung von ERCO.

Ein weiteres Risiko ist die Entwicklung der Inflation im Euroraum und weltweit, auch wenn hier in den letzten Monaten eine Entspannung eingetreten ist. Die ursprünglich früher erwarteten Zinssenkungen sind aber zumindest in den USA durch die amerikanische Zentralbank auf den Herbst 2024 verschoben worden. Die hohen Tarifabschlüsse in 2023 und 2024 bergen das Risiko, dass hieraus eine Lohn-/Preisspirale resultiert, die den Kostendruck auf ERCO weiter erhöht. Es besteht das Risiko, dass, wie in 2023, die Kostensteigerungen in vielen Bereichen nicht adäquat in Form von Preiserhöhungen an den Markt weitergegeben werden können. Dies kann den Kostendruck weiter erhöhen und die Ergebnissituation von ERCO negativ beeinflussen. Daher ist das geplante Umsatzwachstum bei ERCO ein entscheidender Faktor für die zukünftige Entwicklung der Unternehmensgruppe.

3.1.2. Finanzwirtschaftliche Risiken

a) Forderungsverluste

Konzernweit wird das Risiko von Forderungsverlusten durch unser Forderungsmanagement minimiert. Der Verkauf der Produkte der ERCO GmbH an die Endkunden erfolgt über die Vertriebstochtergesellschaften. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Vertriebsgesellschaften unterliegen einer ständigen Überwachung durch die Muttergesellschaft.

Im Bereich der Verwendung von Finanzinstrumenten gibt es im Vergleich zu den Vorjahren kaum Änderungen zu berichten. Die Situation bei den Zahlungseingängen ist trotz der oben beschriebenen allgemeinen Risiken weiterhin als stabil zu bewerten. Das Mahnwesen arbeitet weltweit nach den von der Muttergesellschaft ausgearbeiteten Vorgaben, die Regeln des Risikomanagements bei Neukunden werden ebenfalls befolgt. Vorkasse und Akkreditive werden als Sicherungsinstrumente von allen Tochtergesellschaften eingesetzt, so dass wir nach wie vor keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen haben. Die Zahlungseingänge weltweit unterliegen weiterhin einer besonderen Beobachtung zentral in der "factory" in Lüdenscheid, damit bei Veränderungen Maßnahmen mit den Tochtergesellschaften vereinbart und kurzfristig umgesetzt werden können. Die Risikostreuung in den Märkten bleibt unverändert hoch.

b) Schwankungen von Währungsumrechnungskursen

Die Verkäufe werden zu einem großen Teil in Euro fakturiert. Dies verringert somit das Risiko von Wechselkursschwankungen. Die finanzwirtschaftlichen Risiken im Zusammenhang mit Schwankungen der Währungsparitäten werden im Rahmen eines zentralisierten Fremdwährungskursmanagements verwaltet. Mittelfristige Wechselkursrisiken werden durch Derivate als Sicherungsinstrument begrenzt. Durch eine Kursveränderung des Euros ergeben sich allerdings Effekte auf das Preisniveau unserer Produkte auf dem Weltmarkt, was sowohl Chance als auch Risiko bedeutet. Die bisher eingesetzten Möglichkeiten zur Absicherung von Zahlungseingängen in Fremdwährung werden in Form von Devisentermingeschäften weiter fortgeführt.

c) Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko wird zentral über das Cash-Management-System mit der ERCO Holding B.V. als Cash-Pool-Führer überwacht. Durch den Einbezug in das Cash-Management-System mit der ERCO Holding B.V. werden liquide Mittel zur Verfügung gestellt, um alle Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Liquiditätsengpässe bestehen trotz der oben beschriebenen Risiken und Entwicklungen zur Zeit nicht. Die Entwicklung der Liquiditätssituation wird im Rahmen des Risikomanagements durch das Topmanagement permanent überwacht und im Finanzbereich weiterhin rollierend im Zeitraum von Vier-Monats-Fenstern sowie in Form einer Jahresübersicht geplant und kontrolliert.

3.1.3. Personalrisiken

Personalrisiken bestehen, wie bereits berichtet, vor allem im Verlust von qualifizierten Mitarbeitern und dem damit entstehenden Verlust von Know-how, besonders verschärft durch die angespannte Verkehrssituation in unserer Region aufgrund der langjährigen Brückensperrung auf der A45 bei Lüdenscheid, die ebenfalls zur erschwerten Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern beiträgt. Wir streben eine langfristige Betriebszugehörigkeit unserer Fach- und Führungskräfte an. Wir bieten unseren Mitarbeitern umfangreiche Weiterbildungsmaßnahmen und ein leistungsgerechtes Vergütungssystem zur langfristigen Bindung. Die Fluktuation hat sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelt, hier besteht aber nach wie vor eine besondere Herausforderung in den nächsten Jahren für ERCO.

Bezüglich der Risiken bei der zukünftigen Entwicklung von ERCO verweisen wir auf den Punkt Umfeld-/Branchenrisiken. Die für die ERCO GmbH bedeutsamsten Risiken sehen wir nach wie vor in der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere auf den Beschaffungsmärkten und dem durch die Inflation ausgelösten Kostendruck.

3.2. Chancen

Die wesentliche Chance für unsere Geschäftstätigkeit sehen wir in der technologischen Ausrichtung auf innovative Leuchten und Leuchtensysteme sowie der weiteren Stärkung im Bereich der kundenindividuellen Sonderanfertigungen.

Auch durch die Produktneueinführungen und durch die geplanten und zum Teil bereits erfolgten Personalneueinstellungen ist in 2024 und in den darauf folgenden Jahren die Chance zu erneutem Umsatzwachstum gegeben. Die konsequente Weiterentwicklung im Bereich der kundenspezifischen Produktentwicklungen, verbunden mit dem flexiblen und projektbezogenen Preissystem, wird weiterhin sehr positiv aufgenommen. Daher sind wir zuversichtlich, in den nächsten Jahren erfolgreich den Markt bearbeiten und nach der leicht negativen Entwicklung der Umsatzerlöse im Jahr 2023 im aktuellen Jahr wieder wachsen zu können. Durch das konsequente Kostenmanagement haben wir die Ertragslage positiv gestalten können, dies muss im laufenden Jahr und in den kommenden Geschäftsjahren fortgeführt werden.

Die ERCO Nachhaltigkeitsziele werden unter der Marke: ERCO Greenology® konsequent verfolgt. Wir wollen mit unseren effektiven Lichtwerkzeugen Licht dort einsetzen, wo es gebraucht wird. Unsere Leuchten sind Teil der Architektur und unterstützen daher deren flexible und langlebige Nutzung. Sie tragen dazu bei, dass Gebäude so wenig Energie und andere Ressourcen wie möglich verbrauchen. Auch in diesem Bereich wollen wir Impulse im Markt setzen und versprechen uns hiervon eine positive Resonanz.

In 2022 startete ein umfangreiches Programm zur Reduzierung des Stromverbrauchs vor allem in der Fertigung von ERCO, das in 2023 fortgesetzt wurde. Die wichtigsten Maßnahmen waren die Erneuerung der Drucklufterzeugung (Aufbereitung und Abwärmenutzung), die Reduzierung des Wärmebedarfs durch Senkung der Raumtemperaturen und diverse Beleuchtungsmaßnahmen. Hierdurch konnte bei einer Investitionssumme von 65 Tsd. € eine jährliche Energieeinsparung von ca. 850 Tsd. kwH erreicht werden (Vergleich zu 2022).

Über 80 % der Umsatzerlöse von ERCO werden mit LED-Leuchten erzielt, die, im Vergleich zu früherer analoger Beleuchtung, eine Reduktion bei der verbrauchten Strommenge von bis zu 90 % beim Kunden erreichen. Darüber hinaus sind unsere Leuchten so konzipiert, dass für vergleichbare Beleuchtungsaufgaben möglichst wenige Leuchten benötigt werden, mit dem entsprechenden Effekt auf den Energie- und Ressourcenverbrauch (s. auch oben das erwähnte Entwicklungsprogramm: Lighting Durability).

4. Voraussichtliche Entwicklung

Nach den in 2023 unter unseren Erwartungen liegenden Entwicklungen beim Umsatz und Auftragseingang liegen die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2024 unterhalb des Vorjahres und erreichen noch nicht das Budget. Die Auftragseingänge liegen deutlich oberhalb der Werte des ersten Quartals 2023 (+10 %), erreichen allerdings das Budget (noch) nicht. Wir sind zuversichtlich, den Rückstand zu unseren Wachstumszielen in den meisten unserer Vertriebstochtergesellschaften im weiteren Verlauf des Jahres aufzuholen oder zumindest deutlich zu verkürzen, so dass wir an unseren Zielen für das Jahr 2024 festhalten.

Für 2024 haben wir für die ERCO Gruppe in enger Abstimmung mit unseren Tochtergesellschaften ein Budget für Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis entwickelt, das bei allen genannten Kennzahlen eine Verbesserung gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 darstellt. Das Budget sieht für ERCO als Gruppe insgesamt und auch für die Muttergesellschaft wie in 2023 einen Gewinn vor. Sowohl die Umsatzerwartungen unserer Tochtergesellschaften als auch der Wert der zur Zeit mit Chancen gewichteten Angebote im Markt unterstützen diese Erwartung. Dies lässt eine weiterhin stabile Ergebnissituation in 2024 trotz der beschriebenen Risiken erwarten.

Die Beschaffungssituation kann weithin als stabil bezeichnet werden, auch wenn Risiken aufgrund von Verknappungen, Preiserhöhungen und steigender Lieferzeit bestehen. Insgesamt zeigt sich die Situation jedoch weniger herausfordernd als in den vergangenen beiden Jahren.

Die Mitarbeiteranzahl war in 2023 leicht fallend, wir erwarten in 2024 eine gleichbleibende Entwicklung, trotz der beschriebenen Risiken. An der Vereinbarung mit dem Betriebsrat der ERCO GmbH bezüglich Einstellung von Leiharbeitern zum Ausgleich von Beschäftigungsschwankungen halten wir nach wie vor fest.

Insgesamt ist festzustellen, dass sich die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2024 noch nicht im Rahmen unserer Erwartungen entwickeln. Die Auftragseingänge zeigen eine positive Tendenz. Die Sortimentspolitik und die Neuentwicklung von Produkten werden auch in 2024 weiter verfolgt.

Das in den letzten Jahren konsequent umgesetzte und erfolgreiche Kostenmanagement wird auch in diesem Jahr fortgeführt und hat gerade in der derzeitigen Marktsituation eine hohe Bedeutung für die weitere Entwicklung von ERCO. Am System der integrierten Konzernsteuerung zur Überwachung der Ziele in den jeweiligen Märkten, bei den Produkten und Clustern wird gearbeitet. Das System zur Ermittlung der Auswirkung von Projekten und Maßnahmen auf das Ergebnis muss weiterhin genutzt werden. Die wichtigsten Risiken für ERCO werden nach wie vor im Rahmen unseres erweiterten Risikomanagementsystems erfasst und konsequent nachverfolgt.

5. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB

Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben hat die Geschäftsführung der ERCO GmbH für die oberste und zweite Führungsebene Zielgrößen für den Frauenanteil festgelegt und Fristen zu deren Erreichung bestimmt. Als Zielgröße auf der ersten und zweiten Ebene des Managements wurde ein Frauenanteil von null Prozent festgelegt. Die Zielgröße wird dadurch begründet, dass beide Ebenen aktuell mit langjährig bei ERCO tätigen Personen besetzt sind und ein Wechsel in naher Zukunft nicht geplant ist. Die Geschäftsführung beabsichtigt aber, neu zu besetzende Positionen der ersten und zweiten Führungsebene zukünftig bei vergleichbarer Eignung vorrangig mit Frauen zu besetzen.

 

Lüdenscheid, den 28. März 2024

ERCO GMBH

gez. O. Gabriel

gez. T. H. Maack

gez. W. Nickles

gez. K. Pawlik

gez. M. Schramm

gez. M. O. Schreiter

Geschäftsführung

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

ERCO GMBH, LÜDENSCHEID

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN 34.356.294,37 37.103
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.527.056,45 1.435
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.522.738,00 1.402
2. Geleistete Anzahlungen 4.318,45 33
II. Sachanlagen 16.540.931,66 19.080
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 567.515,79 594
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.745.600,31 14.245
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.346.368,00 2.456
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 881.447,56 1.785
III. Finanzanlagen 16.288.306,26 16.588
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.288.306,26 16.588
B. UMLAUFVERMÖGEN 39.543.041,52 41.704
I. Vorräte 21.333.571,46 22.955
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.975.999,01 14.050
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.404.232,09 6.266
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.953.340,36 2.639
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.120.650,43 17.466
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.892,09 9
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.029.872,64 11.686
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.054.885,70 5.771
III. Wertpapiere 1.100.549,02 1.101
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 988.270,61 182
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 184.860,00 94
74.084.195,89 78.901

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
T€
A. EIGENKAPITAL 50.730.736,98 47.365
I. Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 20.000
II. Gewinnrücklagen 26.765.575,77 27.299
1. Satzungsmäßige Rücklagen 2.598.374,09 2.598
2. Andere Gewinnrücklagen 24.167.201,68 24.701
III. Jahresüberschuss 3.965.161,21 66
B. RÜCKSTELLUNGEN 15.593.460,53 15.391
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.586.557,00 9.907
2. Steuerrückstellungen 881.093,25 203
3. Sonstige Rückstellungen 5.125.810,28 5.281
C. VERBINDLICHKEITEN 7.759.998,38 16.145
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.971.993,44 2.480
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.932.237,84 12.220
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 138.669,05 117
4. Sonstige Verbindlichkeiten 717.098,05 1.328
- davon aus Steuern: € 438.045,09 (Vorjahr: T€ 414)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 1.735,17 (Vorjahr: T€ 5)
74.084.195,89 78.901

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
2022
T€
1. Umsatzerlöse 89.412.888,66 90.464
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 479.695,27 565
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.028.511,71 1.057
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.279.480,87 801
5. Materialaufwand -23.264.567,39 -23.408
6. Personalaufwand -39.982.384,41 -40.513
7. Abschreibungen -6.162.884,75 -5.890
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -22.750.579,52 -24.178
9. Betriebsergebnis 40.160,44 -1.102
10. Erträge aus Beteiligungen 4.020.371,57 2.435
11. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 1.082.958,67 1.389
12. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 19.445,40 0
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 153.870,55 0
14. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -956.198,84 -1.013
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -425.436,65 -1.225
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 29.990,07 -388
17. Ergebnis nach Steuern 3.965.161,21 96
18. Sonstige Steuern 0,00 -30
19. Jahresüberschuss 3.965.161,21 66
20. Bilanzgewinn 3.965.161,21 66

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ERCO GMBH, LÜDENSCHEID

(1) Allgemeine Angaben

Die ERCO GmbH hat ihren Sitz in Lüdenscheid und ist unter der Nummer HRB 3922 im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn eingetragen. Der Jahresabschluss 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. In den Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden Gemeinkosten anteilig berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Geringwertige Anlagengüter mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert dauerhaft unter den Anschaffungskosten liegt, wird dieser angesetzt.

Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens enthalten. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen Rechnung getragen.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet. Liegt der Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag unter den Anschaffungskosten, werden entsprechende Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC) unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (i. Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Mit Ausnahme der dienstzeitabhängigen Erhöhung ist für die Zeit der Anwartschaft keine zusätzliche Dynamik berücksichtigt, da die Zusage feste Euro-Beträge vorsieht. Erwartete Rentensteigerungen werden mit 2,0 % (i. Vj. 2,0 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wird mit altersabhängigen Prozentsätzen berücksichtigt.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes bei der Bewertung der Pensionsverpflichtung werden im Finanzergebnis gezeigt.

Wertpapiergebundene Pensionszusagen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, soweit dieser den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Leistungskongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als leistungskongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs entspricht dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung).

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet.

Bei der Bildung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr wird keine Abzinsung vorgenommen.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wird für Erfüllungsrückstände beim sogenannten Blockmodell und für Aufstockungsleistungen gebildet.

Die Jubiläumsrückstellung wurde bei Anwendung der Heubeckschen Richttafeln 2018G zum Barwert nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung eines Rechnungszinssatzes von 1,74 % und einer erwarteten Fluktuation der Mitarbeiter von 0-2 % (je nach Alter) zum 31. Dezember 2023 ermittelt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

In Fremdwährung bestehende kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit den Devisenkassamittelkursen zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Gesellschaft hat das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 HGB in der Form ausgeübt, dass keine aktiven latenten Steuern auf den Aktivüberhang der temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten zu den steuerlichen Wertansätzen gebildet wurden. Temporäre Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 geführt hätten, bestehen bei den erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen, dem Sachanlagevermögen, den Rechnungsabgrenzungsposten sowie den Pensions- und sonstigen Rückstellungen. Der anzuwendende Steuersatz für die Berechnung der latenten Steuern beträgt 33,29 %.

(3) Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel wiedergegeben.

Finanzanlagen

Der Anteilsbesitz ergibt sich aus der folgenden Aufstellung:

Tochtergesellschaften (HGB-Werte):

Name und Sitz der Gesellschaft Währung Anteilsquote
%
Eigenkapital
'000
Ergebnis'23
'000
ERCO Leuchten GmbH, Lüdenscheid EUR 100 2.047 1.083
ERCO Lighting Ltd., London GBP 100 1.200 40
ERCO Illuminación S.A., Molins de Rei EUR 100 4.715 2
ERCO Lighting Inc., Edison USD 100 3.196 688
ERCO Lighting AB, Stockholm SEK 100 4.675 -10.315
ERCO Lighting GmbH, Wien EUR 100 874 376
ERCO Lighting Pte. Ltd., Singapur EUR 100 4.270 1.140
ERCO Holding B.V., Naarden EUR 100 12.034 -43
ERCO Illuminazione S.r.l., Mailand EUR 100 2.756 228
ERCO Lumières E.U.R.L., Paris EUR 100 667 -660
ERCO Lighting B.V., Naarden EUR 100 794 -650
ERCO Lighting AG, Zürich CHF 100 1.372 -106

Beteiligungen:

Name und Sitz der Gesellschaft Währung Anteilsquote
%
Eigenkapital
'000
Ergebnis '23
'000
Light and Licht Ltd., Tokio JPY 35 216.383 14.857

Die Devisenkassamittelkurse zum Bilanzstichtag lauten wie folgt:

0,86905 GBP

1,1050 USD

11,0960 SEK

0,9260 CHF

156,33 JPY

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von TEUR 4.202 (i. Vj. TEUR 3.965) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.083 (i. Vj. TEUR 1.389) Forderungen aus der Ergebnisübernahme, sowie in Höhe von TEUR 9.947 (i. Vj. TEUR 10.298) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Zum 31. Dezember 2023 sind Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 1.101 zur Sicherung eines Avalrahmens an die Commerzbank AG verpfändet.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, sonstigen Rückstellungen sowie dem aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Die aktiven latenten Steuern wurden nicht aktiviert. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 33,29 % zugrunde gelegt.

Eigenkapital

Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 19. August 2023 wurde ein Betrag in Höhe von EUR 600.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet. Dieser setzt sich aus dem Ergebnis 2022 (65.975,25 €) und einer Entnahme aus den Gewinnrücklagen (534.024,75 €) zusammen.

Pensionsrückstellungen

Die zu bilanzierende Pensionsrückstellung ist mit einem Durchschnittszinssatz der vergangenen 10 Jahre ermittelt worden. Die sich gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ergebende Differenz bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes und des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes beträgt TEUR 68. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre, die jedoch so lange nicht zum Tragen kommt wie frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags vorhanden sind. Die Berechnung erfolgte mit einem Zinssatz von 1,82 % (10-Jahres-Durchschnitt) für den Ausweis in der Bilanz und von 1,74 % (7-Jahres-Durchschnitt) zur Berechnung des Differenzbetrages.

Bei Versorgungsansprüchen, die sich nach den Zeitwerten des leistungskongruent gebildeten Deckungsvermögens bemessen, wurden die sich ergebenden Pensionsrückstellungen mit dem Zeitwert des bestehenden Deckungsvermögens verrechnet. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht der Pensionsverpflichtung und beträgt TEUR 11.873. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 11.381.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 11.381
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 11.873
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 19.554
Verrechnete Aufwendungen 744
Verrechnete Erträge 91

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten unter anderem rückständigen Urlaub, Verpflichtungen aus Altersteilzeitverhältnissen, Jubiläumsverpflichtungen und sonstige Personalaufwendungen sowie dem Geschäftsjahr zuzurechnende, aber noch nicht berechnete Aufwendungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Bezeichnung Stand 31.12.2023
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen 1.972 1.972 0,00 0,00
Vorjahr (2.480) (2.480) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.932 4.932 0,00 0,00
Vorjahr (12.220) (12.220) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 856 856 0,00 0,00
Vorjahr (1.445) (1.445) (0,00) (0,00)
Gesamt 7.760 7.760 0,00 0,00
Vorjahr (16.145) (16.145) (0,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 213 (i. Vj. TEUR 166) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 4.719 (i. Vj. TEUR 12.053) Verbindlichkeiten aus Cashpooling.

(4) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden mit dem Verkauf von Leuchten und Leuchtensystemen (TEUR 88.248, i. Vj. TEUR 89.388) sowie sonstigen Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.165, i. Vj. TEUR 1.076) erzielt.

Die Umsatzerlöse teilen sich in folgende geographische Märkte auf:

2023
TEUR
2022
TEUR
Bundesrepublik Deutschland 20.906 21.780
Übrige EU-Länder 32.519 29.314
Übriges Ausland 35.988 39.370
89.413 90.464

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus staatlichen Zuschüssen aufgrund der Energiepreisbremse in Höhe von 793 Tsd. € sowie aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 221 (i. Vj. TEUR 488), in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 298 (i. Vj. TEUR 999) enthalten.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von insgesamt TEUR 212. Diese enthalten u. a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Gewinne aus Anlageverkäufen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 48 Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens.

Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beinhalten die Anpassung des Beteiligungsbuchwerts an der ERCO Lighting AB, Stockholm/Schweden in Höhe von TEUR 956.

Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinserträgen sind Zinsen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen sowie sonstigen langfristigen Rückstellungen von TEUR 97 (i. Vj. TEUR 0) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen sowie sonstigen langfristigen Rückstellungen von TEUR 29 (i. Vj. TEUR 1.020) enthalten.

(5) Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter

Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und ohne Auszubildende) verteilt sich auf:

2023 2022
Stammhaus
Produktion 245 239
Forschung und Entwicklung 72 71
Verwaltung 214 226
531 536

(6) Haftungsverhältnisse / sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung für einen Betriebsmittelkreditrahmen von EUR 1,1 Mio. zugunsten des Tochterunternehmens ERCO Lighting GmbH, Wien und von EUR 1,5 Mio. zugunsten des Tochterunternehmens ERCO Lighting Pte. Ltd., Singapur. Der Kreditrahmen wurde zum 31. Dezember 2023 nicht in Anspruch genommen.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Fällig innerhalb eines Jahres 3.819 3.826
Fällig innerhalb von zwei bis fünf Jahren 13.983 14.002
Fällig nach fünf Jahren 34.428 3.443
52.230 21.271
Bestellobligo 7.883 11.104
60.113 32.375
Davon gegenüber verbundenen Unternehmen 51.643 20.657

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen insbesondere die Mietverträge für die Produktions- und Verwaltungsgebäude.

Beziehungen zu nahestehenden Personen

Die Gesellschaft hat die Produktions- und Verwaltungsgebäude langfristig von der Gesellschafterin angemietet. Der Mietaufwand betrug im Geschäftsjahr TEUR 3.443. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern der Muttergesellschaft von TEUR 139 ausgewiesen.

Zusammensetzung der Organe

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind die folgenden Personen:

- Olivier Gabriel (seit 01.01.2024), Chief Commercial Officer (CCO),

- Tim Henrik Maack, Chairman,

- Wolfgang Nickles (seit 01.03.2023), Chief Financial Officer (CFO),

- Kay Pawlik, Mitglied der Geschäftsführung,

- Marcus Schramm, Chief Technical Officer (CTO),

- Mark Oliver Schreiter, Chairman.

Mitglieder des Beirats waren im Geschäftsjahr die folgenden Personen:

- Thomas Hinderer,

Ehemaliger CEO Eckes Granini Group, Vorsitzender des Beirats,

- Angelique Renkhoff-Mücke,

Vorstandsvorsitzende Warema Renkhoff SE,

- Johann Weber,

Aufsichtsrat und ehemaliger Vorstandsvorsitzender Zollner Elektronik AG.

Der Beirat erhielt in 2023 eine Vergütung in Höhe von TEUR 93.

Abschlussprüferhonorar

Hinsichtlich der Angabe über das Abschlussprüferhonorar nach § 285 Nr. 17 HGB verweisen wir auf den Anhang zum Konzernabschluss der Maack GmbH.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Maack GmbH, Lüdenscheid, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Es haben sich keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ereignet, über die zu berichten wäre.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsleitung schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn einen Betrag von EUR 1.200.000,00 an den Gesellschafter auszuschütten.

 

Lüdenscheid, den 31. März 2024

ERCO GmbH

gez. O. Gabriel

gez. T. H. Maack

gez. W. Nickles

gez. K. Pawlik

gez. M. Schramm

gez. M. O. Schreiter

Geschäftsführung

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31. Dez. 2023
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.257.531,25 413.100,39 71.193,99 -380.721,85 5.361.103,78
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Geleistete Anzahlungen 33.058,33 42.454,11 -71.193,99 0,00 4.318,45
5.290.589,58 455.554,50 0,00 -380.721,85 5.365.422,23
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.947.722,06 4.517,50 0,00 -634.321,17 7.317.918,39
Technische Anlagen und Maschinen 88.187.214,64 1.007.127,70 2.662.641,93 -1.697.688,80 90.159.295,47
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.421.228,83 537.391,24 0,00 -621.685,96 10.336.934,11
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.784.870,72 1.759.218,77 -2.662.641,93 0,00 881.447,56
108.341.036,25 3.308.255,21 0,00 -2.953.695,93 108.695.595,53
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 22.301.732,26 956.198,84 0,00 -300.000,00 22.957.931,10
Beteiligungen 120.225,17 0,00 0,00 0,00 120.225,17
22.421.957,43 956.198,84 0,00 -300.000,00 23.078.156,27
136.053.583,26 4.720.008,55 0,00 -3.634.417,78 137.139.174,03
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.855.216,25 342.758,38 -359.608,85 3.838.365,78
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.855.216,25 342.758,38 -359.608,85 3.838.365,78
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.354.022,27 30.701,50 -634.321,17 6.750.402,60
Technische Anlagen und Maschinen 73.941.731,33 5.158.652,63 -1.686.688,80 77.413.695,16
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.965.103,83 630.772,24 -605.309,96 7.990.566,11
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
89.260.857,43 5.820.126,37 -2.926.319,93 92.154.663,87
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.713.426,00 956.198,84 0,00 6.669.624,84
Beteiligungen 120.225,17 0,00 0,00 120.225,17
5.833.651,17 956.198,84 0,00 6.789.850,01
98.949.724,85 7.119.083,59 -3.285.928,78 102.782.879,66
NETTOBUCHWERTE AKTIVIERTE FK-ZINSEN IM GESCHÄFTSJAHR
31. Dez. 2023
31. Dez. 2022
31. Dez. 2023
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.522.738,00 1.402.315,00 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00
Geleistete Anzahlungen 4.318,45 33.058,33 0,00
1.527.056,45 1.435.373,33
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 567.515,79 593.699,79 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 12.745.600,31 14.245.483,31 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.346.368,00 2.456.125,00 0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 881.447,56 1.784.870,72 0,00
16.540.931,66 19.080.178,82
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 16.288.306,26 16.588.306,26
Beteiligungen 0,00 0,00
16.288.306,26 16.588.306,26
34.356.294,37 37.103.858,41

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ERCO GmbH

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der ERCO GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ERCO GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Entgegen § 285 Nr. 9 Buchstabe a) und b) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer sowie die Gesamtbezüge der früheren Geschäftsführer und die für diese Personengruppe gebildeten Pensionsrückstellungen nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wuppertal, den 13. Juni 2024

Breidenbach und Partner PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Eisenberg, Wirtschaftsprüfer

gez. Wendlandt, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

Die Feststellung erfolgte am 07.09.2024.

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