Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 30982
Eingetragen
28.8.2020
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Gegenstand
Verwaltung eigenen Vermögens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Detlef Heinz Kehler
seit 3.5.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Jens Erik Hilgerloh
seit 28.8.2020
Geschäftsführer
Melanie Lammers
seit 28.8.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Charly Autovermietung GmbH Solingen
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Charly Autovermietung GmbH

Solingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
T€ T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 70.326,00 244
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.229.459,00 2.079
3. Geleistete Anzahlungen 516.199,64 65
1.815.984,64 2.388
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.995.581,88 8.755
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.236.903,20 834
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 289.031,23 49
12.521.516,31 9.638
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 52.522,97 53
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 175.094,35 214
3. Beteiligungen 52.500,00 53
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 119.549,36 169
5. Sonstige Ausleihungen 292.529,89 297
692.196,57 786
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.783.139,63 968
2. Fahrzeuge und Waren 216.369.556,62 201.973
3. Geleistete Anzahlungen 1.793.902,97 2.231
220.946.599,22 205.172
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 71.679.951,82 67.940
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.617,23 273
3. Sonstige Vermögensgegenstände 19.598.841,88 19.893
91.283.410,93 88.106
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.285.076,98 3.797
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.012.490,11 1.831
335.557.274,76 311.718

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
T€ T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Gewinnrücklage
andere Gewinnrücklagen 722.989,72 2.562
III. Gewinnvortrag 18.156.526,24 15.002
IV. Jahresüberschuss 7.502.646,82 3.182
V. Nicht beherrschende Anteile 7.044.305,98 5.561
33.451.468,76 26.332
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 5.202.760,45 2.209
2. Sonstige Rückstellungen 10.577.630,21 11.106
15.780.390,66 13.315
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 245.020.974,42 184.129
2. Erhaltene Anzahlungen 1.518.780,56 36
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.500.889,83 71.496
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 120.200,00 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 7.153.329,44 8.681
279.314.174,25 264.342
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.810.051,09 7.729
E. Passive latente Steuern 201.190,00 0
335.557.274,76 311.718

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

01.01. - 31.12.2022 01.01. - 31.12.2021
T€ T€
1. Umsatzerlöse 267.164.495,69 192.622
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 269.486,20 0
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.024.339,40 271.458.321,29 2.203 194.825
4. Aufwendungen für Werbekostenzuschüsse und Fahrzeuge 197.546.660,98 145.271
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 22.495.009,95 15.958
b) Soziale Abgaben 4.033.635,72 26.528.645,67 2.921 18.879
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.744.085,43 1.561
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 23.260.403,47 16.618
8. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 135.838,03 168
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 8.821,42 4
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 474.298,21 284
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 49.764,30 147
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.469.197,50 3.940
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.704.968,62 2.402
14. Ergebnis nach Steuern 11.773.552,98 6.463
15. Sonstige Steuern 2.213.405,65 2.116
16. Konzernjahresüberschuss 9.560.147,33 4.347
17. Nicht beherrschende Anteile 2.057.500,51 1.165
18. Jahresüberschuss 7.502.646,82 3.182

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben und Vorbemerkungen

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht: Charly Autovermietung GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Solingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Wuppertal
Register-Nr.: HRB 20862

2. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss der Charly Autovermietung GmbH umfasst den Teilkonzernabschluss der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT, Solingen, an dem der Gesellschaft die unmittelbare Mehrheit der Stimmrechte (72,83 %) zusteht. Für diese Tochtergesellschaft wird ein befreiender Konzernabschluss erstellt. Weiterhin werden die Lammerloh GmbH, Solingen, sowie die Jainy GmbH, Solingen, an der die Charly Autovermietung GmbH jeweils zu 100 % beteiligt ist und die penguin Beteiligungs GmbH, Solingen, an der die Charly Autovermietung GmbH mit 80 % beteiligt ist, in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Angaben über die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie die Gesellschaften gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB ergeben sich aus einer gesonderten Angabe im Anhang.

Die Geschäftsanteile an der Auto-Rent Systems GmbH, Wülfrath, werden aufgrund des Wahlrechts nach § 310 Abs. 1 HGB und der Ausübung eines maßgeblichen Einflusses auf diese Gesellschaft unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Der im Konzernabschluss ausgewiesene Anteil am Kapital und an den Stimmrechten beträgt 50 %.

Die Europa Service Holding B.V., Weert / Niederlande, erstellt als Mutterunternehmen mit zwei Tochterunternehmen einen Teilkonzernabschluss, der in den Teilkonzernabschluss der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT, Solingen, einbezogen wird.

Folgende Gesellschaften werden nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind:

Transport 51 GmbH, Solingen,

Fliesenleger Meisterbetrieb Quadrat GmbH, Solingen,

Europa Service Otomotive Ltd., Sirketi, Istanbul / Türkei,

Europa Service Magyarorszàg Kft., Budapest / Ungarn.

Zusammen sind die Gesellschaften ebenfalls nicht nach § 296 Abs. 2 S. 2 HGB in den Konzernabschluss einzubeziehen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind.

3. Konsolidierungsgrundsätze

3.1 Stichtag der Konsolidierung

Der Konzernabschluss wurde auf den 31. Dezember 2022 aufgestellt. Der in den Konzernabschluss einbezogene Teilkonzernabschluss der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT, Solingen, sowie die Jahresabschlüsse der drei vorstehend genannten Gesellschaften wurden ebenfalls auf den 31. Dezember 2022 aufgestellt.

3.2 Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erstkonsolidierungen nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 HGB.

Im Berichtsjahr hat sich der Stimmrechtsanteil an dem wesentlichen Tochterunternehmen STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT, Solingen, durch den Erwerb weiterer Aktien erhöht. Dieser Erhöhung steht der Erwerb eigener Aktien durch die Gesellschaft sowie eine Kapitalerhöhung entgegen, sodass sich die Anteile unter Berücksichtigung der eigenen Aktien von 73,08 % auf 72,83 % vermindert hat.

Aus der Erstkonsolidierung in 2017 und den Folgekonsolidierungen in 2018 und 2019 ermittelt sich aus der Konsolidierung der Beteiligungsansätze mit dem Eigenkapital der Tochterunternehmen ein negativer Unterschiedsbetrag. Dieser wird, soweit er auf Gewinnvorträge der Tochterunternehmen aus der Zeit vor Konzernzugehörigkeit entfällt, unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Der übersteigende Betrag wurde zunächst unter dem Posten Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Durch den Erwerb eigener Aktien eines Tochterunternehmens in den Geschäftsjahren 2020 und 2022 und dem Erwerb weiterer Aktien an diesem Tochterunternehmen, wurde dieser Posten aufgelöst und der übersteigende Konzernanteil bei den Gewinnrücklagen gekürzt. Die sich aus den vorgenannten Sachverhalten ergebenden Veränderungen innerhalb des Eigenkapitals sind im Konzern-Eigenkapitalspiegel gesondert dargestellt.

Aus einem Erwerb nach Erstkonsolidierung ermittelt sich ein Firmenwert von T€ 3.297. Aus einem Hinzuerwerb im Geschäftsjahr 2021 ermittelt sich ein weiterer Firmenwert von T€ 950. Beide Werte werden über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

3.3 Quotenkonsolidierung

Der Konzern hat für das gemeinschaftlich geführte Unternehmen, die Auto-Rent Systems GmbH, von dem Wahlrecht nach § 310 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und die Beteiligung nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

3.4 Equity Bilanzierung

Das assoziierte Unternehmen wird nach der Buchwertmethode in den Konzernabschluss einbezogen.

Bei der Auto-Rent Systems GmbH betragen die auf die Konzernmutter entfallenen Anschaffungskosten T€ 75. Nach Verrechnung mit dem anteiligen Konzerneigenkapital der Gesellschaft verbleibt ein passiver Unterschiedsbetrag von T€ 139, der aufgrund des Ergebnischarakters mit den Gewinnrücklagen aus der Kapitalkonsolidierung verrechnet wurde.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Konzernabschlusses.

3.5 Schuldenkonsolidierung

Sämtliche Forderungen und Schulden, die die einbezogenen Gesellschaften gegeneinander ausweisen, wurden verrechnet.

3.6 Eliminierung von Aufwendungen und Erträgen

Sämtliche Aufwendungen und Erträge der einbezogenen Gesellschaften untereinander wurden eliminiert.

3.7 Latente Steuern

Im Konzernabschluss werden keine latenten Steuern nach § 306 HGB ausgewiesen.

3.8 Zwischengewinneliminierung

Die sich aus einem konzerninternen Verkauf von Anlagevermögen in Vorjahren ergebenden anteiligen Abschreibungen der erwerbenden Gesellschaft wurden zum Bilanzstichtag eliminiert (T€ 13).

4. Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses

Der vorliegende Konzernabschluss ist grundsätzlich nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 298 Abs. 1 HGB i.V.m. §§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB).

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

5. Währungsumrechnung

Fremdwährungsposten wurden - soweit im Konzernjahresabschluss enthalten - mit dem Devisenkassamittelkurs verbucht.

6. Bilanzierungsmethoden

Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind - mit Ausnahme der Saldierungspflicht für bestimmte Aktiva und Passiva - nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden, die Rechnungsabgrenzungsposten sowie die latenten Steuern wurden in der Konzernbilanz - soweit vorhanden - gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben.

7. Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Konzerns ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet, sofern nicht § 254 HGB anzuwenden ist. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Konzernabschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind - mit Ausnahme von evtl. vorhandenen Währungskursgewinnen gem. § 256a Satz 2 HGB - nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Konzernabschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten werden wie folgt bewertet:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene EDV-Software wurde zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert im Wesentlichen aus der Erst- und Folgekonsolidierung eines in 2018 bzw. 2021 erworbenen Unternehmens. Der dabei ermittelte Geschäfts- oder Firmenwert wird mit einer Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Sie beinhalten neben den an Dritte gezahlte Aufwendungen für neue ERP-Software des Konzerns auch die unter den anderen aktivierten Eigenleistungen aufgeführten Beträge für eigene Mitarbeiter.

Sachanlagen

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger nutzungsbedingter Abschreibungen bewertet.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen im Wesentlichen den Neubau einer Immobilie.

Die Anlagegegenstände werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Soweit in den Vorjahren die degressive Abschreibung steuerlich möglich war, wurde diese fortgeführt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die den Betrag von € 250,00 netto, nicht aber den Betrag von € 800,00 netto überschreiten, werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern bis € 250,00 netto werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Finanzanlagen

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt grundsätzlich zu den ursprünglichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert der Beteiligungen.

Die Anteile an einem assoziierten Unternehmen werden mit dem anteiligen Eigenkapital zuzüglich der anteiligen Ergebnisse abzüglich erfolgter Ausschüttungen ausgewiesen.

Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt grundsätzlich zu den ursprünglichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert der Beteiligungen.

Die Bewertung der Wertpapiere des Anlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu den ursprünglichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert der Wertpapiere.

Die Bewertung der sonstigen Ausleihungen erfolgt zum Nennwert.

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren (Fahrzeuge) erfolgte hierbei unter Berücksichtigung der tatsächlichen Anschaffungskosten, vermindert um die zeitanteilige Differenz zwischen den Anschaffungskosten und den vertraglich vereinbarten jeweiligen Rückgabepreisen der Fahrzeuge.

Die geleisteten Anzahlungen wurden mit dem Nennwert aktiviert.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit ihrem Nennwert bewertet. Erkennbaren Einzelrisiken wurde durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Für das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgte ebenfalls zum Nennwert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten enthält ausschließlich Auszahlungen des Berichtsjahres, die Aufwendungen für die Folgejahre darstellen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Die übrigen Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung sowie der Steuerentlastung werden nicht abgezinst.

8. Erläuterungen zur Bilanz

Das Anlagevermögen sowie die Abschreibungen haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden die unter 5. Sonstige Angaben aufgeführten nicht den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ausgewiesen.

Die Vorräte enthalten mit T€ 2.783 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, mit T€ 216.370 Fahrzeuge und Waren sowie mit T€ 1.794 geleistete Anzahlungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2022
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 71.680
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4
Sonstige Vermögensgegenstände 19.599
91.283

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten mit T€ 2.671 Werbekostenzuschüsse (WKZ) der Industrie aus Fahrzeugkäufen. Diese Forderungen sind zu rd. 26 % rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstanden und in dieser Höhe in der passiven Rechnungsabgrenzung enthalten.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Unter diesem Posten wird eine Forderung gegen ein nicht in den Konzernabschluss einbezogenes verbundenes Unternehmen ausgewiesen, die den sonstigen Vermögensgegenständen zuzuordnen ist.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind als wesentliche Posten Forderungen aus Umsatzsteuer enthalten. Daneben wird eine Forderung gegen Gesellschafter (T€ 5.588) ausgewiesen, deren Restlaufzeit über ein Jahr beträgt. Im Geschäftsjahr hat sich das Verrechnungskonto um T€ 1.213 erhöht und um T€ 1.313 reduziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme der vorstehend genannten Forderung gegen Gesellschafter und in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Forderungen von T€ 2.073 Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Stammkapital der Charly Autovermietung GmbH beträgt zum Bilanzstichtag € 25.000,00.

Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen werden nach Änderungen des Konsolidierungskreises mit T€ 723 ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten als wesentliche Positionen Rückstellungen für Personalkosten (T€ 4.310), ausstehende Rechnungen (T€ 2.976), Schäden an Leasingfahrzeugen (T€ 1.561) und WKZ (T€ 1.391).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:

Gesamtbetrag 31.12.2021 davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr davon Restlaufzeit über ein Jahr davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
T€ T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 245.021 239.107 5.914 3.036
2. Erhaltene Anzahlungen 1.519 1.519 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.501 25.501 0 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 120 120 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 7.153 6.695 458 16
- davon aus Steuern (i. V. T€ 3.349) (1.306) (1.306) 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (i. V. T€ 5) (27) (27) 0 0
279.314 272.942 6.372 3.052

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit T€ 224.674 die Konzernfinanzierung aus dem am 12. August 2022 abgeschlossenen syndizierten Kredit. Neben der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT, Solingen, ist die EUROPA SERVICE Mobility Partners Aktiengesellschaft, Solingen, als weiterer Darlehensnehmer dem Kreditvertrag beigetreten. Zusätzlich haften diese beiden Gesellschaften zusammen mit weiteren verbundenen Unternehmen gesamtschuldnerisch für von der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT aufgenommenen Bankdarlehen. Die Darlehen sind durch Sicherungsübereignung von Fahrzeugen und der Sicherungszession von Forderungen besichert.

Daneben bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zur Finanzierung von Immobilien, die durch Grundpfandrechte gesichert sind (T€ 5.895).

Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang Sicherheiten.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren aus abweichenden Wertansätze der Immobilien des Mutterunternehmens aufgrund des Ansatzes einer Rücklage nach § 6b EStG. Der Posten wurde im Geschäftsjahr nach unternehmensindividuellen Steuersätzen (32,45 %) gebildet. Er wird nach Fertigstellung der Immobilie über die individuelle Nutzungsdauer der Immobilie aufgelöst.

9. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sie werden mit rd. 25 % im europäischen Ausland erzielt.

Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 267.164 resultieren aus Verkaufs- und Vermietungsumsätzen (T€ 236.079) sowie aus Werbekostenzuschüssen (T€ 31.085).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand enthält mit T€ 201 Steueraufwand aus latenten Steuern.

10. Sonstige Angaben

Personal

Konzernweit werden durchschnittlich 1.148 Mitarbeiter beschäftigt; davon 769 geringfügig Beschäftigte.

Außerbilanzielle Geschäfte

In den unter den Vorräten der Gesellschaft ausgewiesenen Fahrzeugen und Waren von T€ 216.370 besteht in Höhe von T€ 190.019 gegenüber den Fahrzeugherstellern eine Buy-Back-Verpflichtung in Höhe des Buchwertes der Fahrzeuge.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zur Gewährleistung des Unternehmenszwecks bestehen eine Vielzahl von Leasingverträgen mit Herstellern bzw. deren Banken über Fahrzeuge, denen teilweise Mieterlöse aus der Überlassung dieser Fahrzeuge an Partnerunternehmen gegenüberstehen. Diese betragen zum Bilanzstichtag T€ 6.957.

Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Raummietverträgen in Höhe von T€ 3.597.

Geschäftsführung des Mutterunternehmens

Herr Diplom-Ökonom Jens Erik Hilgerloh, Kaufmann, Solingen,

Herr Jannis Calvin Hilgerloh, B.A./Automobilhandel, Solingen,

Frau Melanie Reichert, MBA, Oyten.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt in Anwendung von § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB.

Honorar des Abschlussprüfers

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers nebst deren Tochtergesellschaften, wurden im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von T€ 183 erfasst. Sie entfallen mit T€ 173 auf Abschlussprüferleistungen und mit T€ 10 auf sonstige Leistungen.

In den Konzernabschluss der Charly Autovermietung GmbH zum 31. Dezember 2022 einbezogene Gesellschaften:

Die Charly Autovermietung GmbH (Mutterunternehmen) bzw. deren Tochtergesellschaften halten folgende unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen:

%
Jainy GmbH, Solingen * 100,0
Lammerloh GmbH, Solingen * 100,0
penguin Beteiligungs GmbH, Solingen * 80,0
STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT, Solingen 72,83
EUROPA SERVICE Mobility Partners Aktiengesellschaft, Solingen (ehemals Europa Service Autovermietung Aktiengesellschaft, Solingen * 100,0
STAR CAR GmbH Kraftfahrzeugvermietung, Hamburg * 100,0
UNIX-Rent Autovermietung GmbH, Solingen * 100,0
Europa Service Italien s.r.l., Mailand / Italien 100,0
STARCAR Mobility GmbH, Solingen * 100,0
Drive-CarSharing GmbH, Solingen * 100,0
Euro Autopfand GmbH, Solingen * 100,0
Your Look GmbH, Solingen * 100,0
HIRE Immobilien GmbH & Co. KG, Solingen * 100,0
MAXI IT-Systems GmbH, Solingen * 100,0
Europa service rent a car GmbH, Monheim am Rhein * 100,0
Europa Service rent a car Solingen SL, Santa Ponça, Calvià/Spanien 100,0
Picky Auto Abo GmbH, Solingen * 100,0
Europa Service Holding B. V., Weert /Niederlande 85,7
Europa Service Rental Solutions B.V. 100,0
Europa Service Fleet B.V. 100,0

* = Die Gesellschaften nehmen Erleichterungen der § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch.

Die Europa Service Holding B. V., Weert / Niederlande, erstellt einen Teilkonzernabschluss, der entsprechend der niederländischen Vorschriften offengelegt wird.

Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds umfasst zum Bilanzstichtag den Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten des Konzerns.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Solingen, den 16. November 2023

Jens E. Hilgerloh, Geschäftsführer

Jannis C. Hilgerloh, Geschäftsführer

Melanie Reichert, Geschäftsführerin

Konzern - Anlagespiegel zum 31. Dezember 2022

Anschaffungskosten
1.1.2022 Zugänge Abgang Umbuchungen 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.226.766,19 12.000,00 0,00 0,00 1.238.766,19
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.382.365,41 0,00 0,00 0,00 4.382.365,41
3. geleistete Anzahlungen 65.459,98 450.739,66 0,00 0,00 516.199,64
5.674.591,58 462.739,66 0,00 0,00 6.137.331,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.736.264,09 2.453.870,86 0,00 0,00 12.190.134,95
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.435.447,45 894.405,39 109.994,26 0,00 4.219.858,58
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 48.705,00 240.326,23 0,00 0,00 289.031,23
13.220.416,54 3.588.602,48 109.994,26 0,00 16.699.024,76
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 113.629,43 0,00 0,00 0,00 113.629,43
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 213.842,34 0,00 0,00 0,00 213.842,34
3. Beteiligungen 52.500,00 0,00 0,00 0,00 52.500,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 254.582,55 0,00 0,00 0,00 254.582,55
5. sonstige Ausleihungen 297.168,27 0,00 4.638,38 0,00 292.529,89
931.722,59 0,00 4.638,38 0,00 927.084,21
19.826.730,71 4.051.342,14 114.632,64 0,00 23.763.440,21
Wertberichtigungen
1.1.2022 Zugang Zuschreibung Abgang 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 983.278,19 185.162,00 0,00 0,00 1.168.440,19
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.303.476,41 849.430,00 0,00 0,00 3.152.906,41
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.286.754,60 1.034.592,00 0,00 0,00 4.321.346,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 980.811,75 213.741,32 0,00 0,00 1.194.553,07
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.601.748,91 495.752,11 0,00 114.545,64 2.982.955,38
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.582.560,66 709.493,43 0,00 114.545,64 4.177.508,45
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 61.106,46 0,00 0,00 0,00 61.106,46
2. Anteile an assoziierten Unternehmen -413,98 39.161,97 0,00 0,00 38.747,99
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 85.268,89 49.764,30 0,00 0,00 135.033,19
5. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
145.961,37 88.926,27 0,00 0,00 234.887,64
7.015.276,63 1.833.011,70 0,00 114.545,64 8.733.742,69
Nettobuchwerte
31.12.2022 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.326,00 243.488,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.229.459,00 2.078.889,00
3. geleistete Anzahlungen 516.199,64 65.459,98
1.815.984,64 2.387.836,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.995.581,88 8.755.452,34
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.236.903,20 833.698,54
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 289.031,23 48.705,00
12.521.516,31 9.637.855,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 52.522,97 52.522,97
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 175.094,35 214.256,32
3. Beteiligungen 52.500,00 52.500,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 119.549,36 169.313,66
5. sonstige Ausleihungen 292.529,89 297.168,27
692.196,57 785.761,22
15.029.697,52 12.811.454,08

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
T€ T€
Laufende Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis 9.560 4.347
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.833 1.640
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 4.236 7.003
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0 0
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -21.133 -33.152
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -46.637 12.118
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang des Anlagevermögens 0 0
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 4.995 3.656
- Sonstige Beteiligungserträge -184 -129
+/- Aufwendungen/Erträge aus außerordentlichen Posten 0 0
+/- Ertragsteueraufwand /-ertrag 5.705 2.402
+ Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
- Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
-/+ Ertragsteuerzahlung -7.476 -2.248
= Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -49.101 -4.363
Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens 0 23
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -4.051 -3.920
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 0
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 0
+ Einzahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten 0 0
+ Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
- Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
+ Erhaltene Zinsen 474 284
+ Erhaltene Dividenden 184 129
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -3.393 -3.484
Finanzierungstätigkeit
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Minderheitsgesellschaftern 0 0
+ Einzahlungen von Gesellschaftern und Minderheitsgesellschaftern 0 0
- Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter 0 0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 63.435 16.551
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -2.543 -6.095
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 0 0
- Auszahlungen an Gesellschafter 0 0
+ Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
- Auszahlungen aus dem Erwerb eigener Aktien eines Tochterunternehmens 0 0
- Gezahlte Zinsen -5.469 -3.940
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter -565 -222
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 54.858 6.294
+/- konsolidierungskreisbedingte Veränderungen -1.876 -664
= Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 488 -2.217
-/+ Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.797 6.014
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.285 3.797
Zusammensetzung Finanzmittelfonds
Anfangsbestand
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.797 6.014
- jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
= Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.797 6.014
Endbestand
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.285 3.797
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 0
- jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.285 3.797
Veränderung des Finanzmittelfonds 488 -2.217

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile Rücklagen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Gewinnvortrag
Stand am 31. Dezember 2020 25.000,00 0,00 2.405.970,74 14.223.541,63
Umgliederung Jahresergebnis Vorjahr 789.861,05
Ausschüttung
Änderungen im Konsolidierungskreis 156.403,46 -11.299,40
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31. Dezember 2021 25.000,00 0,00 2.562.374,20 15.002.103,28
Umgliederung Jahresergebnis Vorjahr 3.182.189,59
Ausschüttung
Änderungen des Konsolidierungskreises -1.839.384,48 -27.766,63
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.Dezember 2022 25.000,00 0,00 722.989,72 18.156.526,24
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile
Konzernjahresüberschuss der dem Mutterunternehmen zuzurechnunen ist Summe Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinne/Verluste Summe
Stand am 31. Dezember 2020 789.861,05 17.444.373,42 5.184.334,34 242.468,90 5.426.803,24
Umgliederung Jahresergebnis Vorjahr -789.861,05 0,00 242.468,90 -242.468,90 0,00
Ausschüttung 0,00 -221.715,00 -221.715,00
Änderungen im Konsolidierungskreis 145.104,06 -809.316,16 -809.316,16
Konzernjahresüberschuss 3.182.189,59 3.182.189,59 1.164.737,36 1.164.737,36
Stand am 31. Dezember 2021 3.182.189,59 20.771.667,07 4.395.772,08 1.164.737,36 5.560.509,44
Umgliederung Jahresergebnis Vorjahr -3.182.189,59 0,00 1.164.737,36 -1.164.737,36 0,00
Ausschüttung 0,00 -564.795,00 -564.795,00
Änderungen des Konsolidierungskreises -1.867.151,11 -8.908,97 -8.908,97
Konzernjahresüberschuss 7.502.646,82 7.502.646,82 2.057.500,51 2.057.500,51
Stand am 31.Dezember 2022 7.502.646,82 26.407.162,78 4.986.805,47 2.057.500,51 7.044.305,98
Konzerneigenkapital
Summe
Stand am 31. Dezember 2020 22.871.176,66
Umgliederung Jahresergebnis Vorjahr 0,00
Ausschüttung -221.715,00
Änderungen im Konsolidierungskreis -664.212,10
Konzernjahresüberschuss 4.346.926,95
Stand am 31. Dezember 2021 26.332.176,51
Umgliederung Jahresergebnis Vorjahr 0,00
Ausschüttung -564.795,00
Änderungen des Konsolidierungskreises -1.876.060,08
Konzernjahresüberschuss 9.560.147,33
Stand am 31.Dezember 2022 33.451.468,76

Konzern-Lagebericht 2022

Charly Autovermietung GmbH

Inhaltsverzeichnis:

A. Grundlagen des Konzerns

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

II. Geschäftsverlauf

III. Lage

1. Ertragslage

2. Finanzlage

3. Vermögenslage

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

b) Personal

c) Umweltschutz

d) Steuerung der Gesellschaft

5. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

A. Grundlagen des Konzerns

Die Charly Autovermietung GmbH ist eine Kapitalgesellschaft nach deutschem Recht. Als Mutterge-sellschaft der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT, an der sie zu 72,83 % beteiligt ist, erstellt die Gesellschaft einen befreienden Konzernabschluss.

Die STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT ist eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie fungiert als Muttergesellschaft und Holding des STARCAR EUROPA SERVICE GROUP - Konzerns. Dieser bildet seit dem Zusammenschluss von STAR CAR GmbH Kraftfahrzeugvermietung und EUROPA SERVICE Mobility Partners Aktiengesellschaft eine leistungsstarke Einheit. Die STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT erstellt einen Teilkonzernabschluss sowie einen Teilkonzernlagebericht, auf dessen Basis dieser Konzernlagebericht aufbaut.

Hauptgeschäftsgegenstand der EUROPA SERVICE Mobility Partners Aktiengesellschaft sind der An- und Verkauf von Kraftfahrzeugen sowie deren Vermietung und damit zusammenhängende Mobilitätslösungen. Hierbei konzentrieren sich ihre Vertriebsaktivitäten schwerpunktmäßig auf kleinere und mittlere Autovermietunternehmen sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland.

Geschäftsgegenstand der STAR CAR GmbH Kraftfahrzeugvermietung ist schwerpunktmäßig die Vermietung von Kraftfahrzeugen. Neben dem Privatkundengeschäft bietet STAR CAR Geschäftskunden individuelle Verträge für Kurz- und Langzeitmieten an bis hin zu kompletten Flottenlösungen. STAR CAR verfügt hierbei über ein bundesweites Stationsnetz.

Die STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT übernimmt innerhalb der Gruppe zentrale Führungsaufgaben und ist für die strategische sowie finanzielle Steuerung des STARCAR EUROPA SERVICE GROUP -Konzerns verantwortlich. Zudem erfüllt sie wichtige Finanzierungsfunktionen und schließt sowohl auf nationaler wie auch internationaler Ebene Rahmenvereinbarungen mit Automobilherstellern und -importeuren ab. Der Vorstand der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft und den Konzern unmittelbar eingebunden.

Die Charly Autovermietung GmbH betreibt den Handel mit und die Vermietung von Kraftfahrzeugen. Weiterhin ist der Zweck der Gesellschaft die Verwaltung von eigenem Vermögen und der Erwerb von Vermögensbeteiligungen sowie die Verwaltung und Vermietung von eigenen Immobilien.

Zum 31.12.2022 verfügte die Charly Autovermietung GmbH mittelbar und unmittelbar über folgende relevante Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen im In- und Ausland:

Name Sitz Kapitalanteil
STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AG Solingen (Rechtssitz) 72,83% der Namensaktien hält die Charly Autovermietung GmbH
EUROPA SERVICE Mobility Partners Aktiengesellschaft Solingen 100% der Geschäftsanteile hält die STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AG
Europa Service rent a car GmbH Monheim am Rhein 100% der Geschäftsanteile hält die STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AG
Europa Service Holding B.V. Weert (Niederlande) 85,7% der Geschäftsanteile hält die Europa Service rent a car GmbH
Picky Auto Abo GmbH Solingen 100% der Geschäftsanteile hält die Europa Service rent a car GmbH
Your Look GmbH Solingen 100% der Geschäftsanteile hält die Europa Service rent a car GmbH
HIRE Immobilien GmbH & Co. KG Solingen 50% der Geschäftsanteile hält Your Look GmbH
50% der Geschäftsanteile hält die Charly Autovermietung GmbH
Euro Autopfand GmbH Solingen 100% der Geschäftsanteile hält die Europa Service rent a car GmbH
STAR CAR GmbH Kraftfahrzeugvermietung Hamburg 100% der Geschäftsanteile hält die STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AG
STARCAR Mobility GmbH Solingen 100% der Geschäftsanteile hält die STAR CAR GmbH Kraftfahrzeugvermietung
Drive-CarSharing GmbH Solingen 100% der Geschäftsanteile hält die STARCAR Mobility GmbH
UNIX-Rent Autovermietung GmbH Solingen 100% der Geschäftsanteile hält die STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AG
Auto-Rent Systems GmbH Wülfrath 50% der Geschäftsanteile hält die UNIX-Rent Autovermietung GmbH
MAXI IT-Systems GmbH Solingen 100% der Geschäftsanteile hält die STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AG
Europa Service Italia s.r.l. Milano Mailand (Italien) 100% der Geschäftsanteile hält die STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AG
Europa Service rent a car Solingen SL Santa Ponça, Calvià (Spanien) 50% der Geschäftsanteile hält die STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AKTIENGESELLSCHAFT und 50% der Geschäftsanteile hält die Euro Autopfand GmbH
penguin Beteiligungs GmbH Solingen 80% der Geschäftsanteile hält die Charly Autovermietung GmbH
Jainy GmbH Solingen 100% der Geschäftsanteile hält die Charly Autovermietung GmbH
Lammerloh GmbH Solingen 100% der Geschäftsanteile hält die Charly Autovermietung GmbH

Des Weiteren bestanden zum 31.12.2022 noch Mehrheitsbeteiligen der Europa Service rent a car GmbH an der Europa Service otomotive ltd. Sirketi, Türkei, und an der Europa Service Magyarország Kftl Budapest, Ungarn. Seitens der Charly Autovermietung GmbH bestanden zum 31.12.2022 noch Mehrheitsbeteiligen an der Fliesenleger Meisterbetrieb Quadrat GmbH, Solingen, und der Transport 51 GmbH, Solingen. Diese Gesellschaften werden aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft konnte sich im Jahr 2022 trotz Energiekrise und Lieferkettenproblemen behaupten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Wichtigste Stütze war der private Konsum. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Wirtschaftsbereiche wie Handel, Dienstleistungen und Verkehr profitierten vom Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Neue Belastungen durch die Energiekrise infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine prägten gleichwohl die wirtschaftliche Entwicklung. Die Bundesregierung reagierte hierauf u.a. mit weiteren Entlastungspaketen, um den extrem steigenden Energiekosten entgegenzuwirken und Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Wirtschaft zu entlasten (Quelle: Statistisches Bundesamt vom 13. Januar 2023). Nach einem robusten Wachstum in Europa in der ersten Jahreshälfte 2022 ließ die Wachstumsdynamik im dritten Quartal auch EU-weit nach, allerdings etwas weniger als erwartet. Insgesamt stieg im Jahr 2022 das reale BIP in der Europäischen Union und der Eurozone um rund 3,5 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Statistisches Bundesamt vom 07.06.2023).

Die Inflationsrate liegt als Folge des Kriegs in der Ukraine und extremen Preisanstiegen für Energie-produkte und Nahrungsmittel auf historisch hohem Niveau. In Deutschland haben sich die Verbrau-cherpreise im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 % gegenüber 2021 erhöht. Im Euroraum lag die Infla-tion im Jahr 2022 noch höher bei 9,2 % (Quelle: Statistisches Bundesamt vom 17. Januar 2023, eu-rostat vom 18. Januar 2023). Zu Bekämpfung der Inflation und Sicherstellung der Preisstabilität hat die Europäische Zentralbank (EZB) seit Juli 2022 eine Zinswende vollzogen und den Leitzins sukzessive angehoben. Der Leitzins in der Eurozone erhöhte dabei von 0,5 % im Juli 2022 auf zuletzt 4,5% im September 2023 (Quelle: www.finanzen.net/zinsen/leitzins/historisch).

Die Kfz- Zulassungszahlen in Deutschland haben sich im Berichtszeitraum erholt. In der Jahresbilanz stehen insgesamt 2,65 Millionen Neuwagen, das sind 1,1 % mehr als 2021. 64,1 % (-0,9 %) der Neuwagen wurden gewerblich und 35,9 % (+4,9 %) privat zugelassen. Mit 49,6 % rund die Hälfte aller Pkw-Neuzulassungen des Jahres 2022 mit alternativen Antrieben (Elektro, Hybrid, Plug-In, Brennstoffzelle, Gas, Wasserstoff) ausgestattet und damit 15,6 % mehr als im Vorjahr (Quelle: Kraftfahrzeugbundesamt Jahresbilanz 2022).

Die Entwicklungen im Gebrauchtwagenmarkt, der über Monate hinweg durch Preissteigerungen geprägt war, stagnierte zuletzt mit der Tendenz zu sinkenden Preisen im Jahresverlauf 2023. Hohe Inflationsraten sowie Zinssteigerungen führen zu einer auch im Gebrauchtwagenmarkt spürbaren Kaufzurückhaltung innerhalb des Privatkundensektors.

Die Nachfrage nach Fahrzeugen im privaten Sektor hat bereits im Jahr 2022 deutlich nachgelassen und dieser Trend setzt sich, nicht zuletzt auch durch die veränderte Förderung von Plug-In- und Elektrofahrzeugen, zu Beginn des Jahres 2023 fort.

Die Autovermieter-Branche hat Corona hinter sich gelassen, doch eine nachhaltige Trendwende in Bezug auf die Fahrzeugvolumina hat auch 2022 nicht gebracht.

II. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf und das Jahresergebnis für das Jahr 2022 lagen über den Erwartungen.

Bei der Fahrzeugvermietung hat sich die Ertragslage im Berichtszeitraum deutlich verbessert. Grund hierfür ist, dass die Preissystematik im B2C-Segment strukturell und prozessual neu aufgestellt wurde und nun statt in starren Tarifklassen in einem dynamischen Pricing abgerechnet wird. Hierdurch konnte eine spürbare Verbesserung der Deckungsbeiträge generiert werden. Zudem konnten höhere Mietfahrzeugvolumina aufgrund der allgemeinen Fahrzeugknappheit zu attraktiven Mietraten eingesetzt werden. Auch hierdurch ließen sich zusätzliche Deckungsbeiträge generieren.

Die Umsatzerlöse aus dem Kerngeschäft der WKZ-Erwirtschaftung sind im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

Im Fahrzeughandel trugen das zunächst noch moderate Zinsumfeld im Berichtsjahr bei gleichzeitig angestiegenen Preisen im Fahrzeughandel zum positiven Ergebnis bei. Die Diversifikation des Netzwerks an Einkaufsquellen und die Stärkung der Vertriebsaktivitäten im In- und Ausland stabilisierten die Geschäftstätigkeit trotz weiterhin herausforderndem Marktumfeld (Corona-Pandemie, Halbleiterkrise).

Insgesamt konnte ein Konzernjahresüberschuss von T€ 9.560 realisiert werden.

III. Lage

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 267.164 resultieren aus Vermiet- und Verkaufsumsätzen (T€ 236.079), sowie aus Werbekostenzuschüssen (T€ 31.085).

Die Mitarbeiterzahl im In- und Ausland hat sich von 1.073 zum 31.12.2021 auf 1.148 zum 31.12.2022 entwickelt. Damit einhergehend haben sich die Personalaufwendungen von T€ 18.879 im Vorjahr auf T€ 26.529 im Berichtsjahr erhöht.

Aufgrund des nach der Corona-Pandemie wieder gesteigerten Fahrzeugbestandes und den dazugehörigen Finanzierungsmaßnahmen hat sich der Zinsaufwand im Geschäftsjahr 2022 von T€ 3.940 auf T€ 5.469 erhöht. Die Erhöhung der Leitzinsen trägt ebenfalls zu diesem deutlichen Anstieg bei.

Die Gesamtertragslage mit einem Konzernjahresüberschuss von T€ 9.560 liegt daher deutlich über dem Vorjahr (T€ 4.347) und der Vorjahresprognose. Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Umsatzerlöse bei einer gesunkenen Materialintensität zurückzuführen.

2. Finanzlage

Unter der Führung der STARCAR EUROPA SERVICE GROUP AG wurde 2022 eine Konsortialfinanzierung in Höhe von bis zu 240 Millionen Euro mit einer Laufzeit von zunächst drei Jahren eingedeckt, von der weitere Gruppengesellschaften über einen Cash-Pool partizipieren und als Garanten haften. Die EUROPA SERVICE Mobility Partners Aktiengesellschaft wurde als zusätzlicher Darlehensnehmer in die Konsortialfinanzierung aufgenommen. Damit ist die Liquiditätslage auf Gruppenebene solide begründet und Liquiditätsengpässe nicht zu erwarten.

Das Eigenkapital lag mit T€ 33.451 im Wesentlichen ergebnisbedingt um T€ 7.119 über dem Vorjahr.

Die Finanzlage des Unternehmens ist weiterhin durchgehend stabil. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend liquide Mittel auf dem Niveau des Vorjahres.

3. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahresabschluss wie folgt entwickelt:

Die Bilanzsumme hat sich um T€ 23.839 (7,6 %) auf T€ 335.557 erhöht. Dies ist durch das insgesamt gestiegene Geschäftsvolumen zu erklären. Die Erhöhung entfällt auf der Aktivseite mit T€ 15.775 auf die Vorräte des Konzerns. Innerhalb der Passiva haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um T€ 60.892 erhöht. Dieser Erhöhung steht die Minderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 45.995 entgegen.

Die Vorräte beinhalten mit einem Gesamtwert von T€ 220.947 im Wesentlichen Fahrzeuge und geleistete Anzahlungen. Den Fahrzeugen stehen zur Finanzierung dieser sowie der Zwischenfinanzierung von Forderungen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von T€ 245.021 gegenüber.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus der Gesellschaft weiterhin auf den WKZ-berechtigten Fahrzeugkäufen, dem Fahrzeughandel und dem Vermietgeschäft.

b) Personal

Die Verwaltung des Konzerns erfolgt im Wesentlichen durch Mitarbeiter der EUROPA SERVICE Mobility Partners Aktiengesellschaft.

Über sämtliche Konzerngesellschaften hinweg besteht seitens der jeweiligen Geschäftsleitung ein hoher Anspruch an die Kunden- und Dienstleistungsorientierung ihrer Mitarbeiter, um den wandelnden Kundenbedürfnissen nach einer möglichst flexiblen und bedarfsgerechten Mobilität bestmöglich gerecht zu werden.

Dementsprechend kommt der Personalarbeit ein hoher und strategisch wichtiger Stellenwert innerhalb der Unternehmensgruppe zu. Sie umfasst ein qualifiziertes Bewerber-Auswahlverfahren sowie umfassende, auf den individuellen Bedarf der Mitarbeiter abgestimmte Aus- und Weiterbildungsprogramme. Feedback-Instrumente wie Mitarbeitergespräche und -befragungen dienen einer kontinuierlichen Personalentwicklung, die auf die Erfordernisse der stetig wachsenden Unternehmensgruppe einerseits und an die Bedürfnisse des beruflichen Alltags der Mitarbeiter andererseits ausgerichtet ist.

c) Umweltschutz

Der Vermietfuhrpark der operativ tätigen Tochtergesellschaft umfasst überwiegend Fahrzeuge, die nicht älter als 6 (PKW) bzw. 24 Monate (Nutzfahrzeuge) alt sind und damit den aktuellen umweltpolitischen Vorgaben bzw. Abgasnormen entsprechen. Darüber hinaus werden zunehmend Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride eingesetzt.

d) Steuerung der Gesellschaft und Corporate Governance

Entsprechend den bestehenden Anforderungen zur Sicherstellung von Compliance und Corporate Governance in Unternehmen wurden geeignete Maßnahmen getroffen, um unternehmensgefährden-de Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Das auf die Unternehmensgröße abgestimmte interne Überwachungssystem (Controlling) ermöglicht es, wesentliche Risiken, die besonderen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, rechtzeitig zu identifizieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Negative Abweichungen werden kommuniziert und Gegenmaßnahmen erarbeitet. Darüber hinaus wurde ein eigenständiger Bereich etabliert, in der sich die Zuständigkeit für Compliance und Corporate Governance auf Ebene der STARCAR EUROPA SERVICE Gruppe bündelt, um noch stärker präventiv, systematisch und compliant zu agieren.

5. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

Der Konzernjahresüberschuss liegt oberhalb dem des Vorjahres und mit T€ 9.560 über den Erwartungen. Die für das Konzernergebnis wesentlichen Geschäftsfelder Fahrzeugvermietung, WKZ-Erwirtschaftung und Fahrzeughandel konnten dazu trotz herausforderndem Marktumfeld, positiv beitragen. Auch das zunächst noch moderate Zinsumfeld bei gleichzeitig gestiegenen Preisen im Fahrzeughandel und Vermietgeschäft trugen zum positiven Ergebnis bei.

C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine lassen sich weiterhin nur schwer abschätzen. Die deutsche Wirtschaft erfuhr hierdurch bereits im zurückliegenden Winterhalbjahr einen kräftigen Rücksetzer. Als Folge der hohen Inflation schwächte sich die Nachfrage spürbar ab. In diesem Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 0,4% zurückgehen und im kommenden Jahr um 1,4% zunehmen. Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen von durchschnittlich 6,0% in diesem Jahr auf 2,6% im kommenden und 1,9% im übernächsten Jahr (Quelle: ifo Konjunkturprognose vom 07.September 2023).

In der Automobilindustrie zeigt sich aktuell eine sukzessive Verbesserung der Versorgungslage mit Vor- und Zwischenprodukten. So konnte der Bereich Kfz und Kfz-Teile im Dezember 2022 doch merklich um +3,3 % expandieren. In den ersten zehn Monaten stieg die Fertigung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf knapp 3,5 Mio. Pkw. Trotz der positiven Tendenz der vergangenen Monate liegt der deutsche Pkw-Markt aktuell noch gut 22 Prozent hinter dem Volumen von 2019 zurück (Quelle: Verband der Automobilindustrie - Pressemitteilung vom 03. November 2023).

Der Gebrauchtwagenmarkt, der über Monate hinweg durch Preissteigerungen geprägt war, stagniert und die Preismechaniken von Angebot und Nachfrage greifen. Hohe Inflationsraten sowie Zinssteigerungen können im Gebrauchtwagenmarkt zu einer spürbaren Kaufzurückhaltung führen. Dem Trend Auto-Abo wird weiterhin Rechnung getragen und eigens dafür erworbene Fahrzeuge werden dem Kanal zugeführt und erweitern das Portfolio.

Möglichen Zinsänderungsrisiken aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtlage unterliegt auch die STARCAR EUROPE SERVICE GROUP, da die aktuelle Zinsentwicklung auf die Finanzierung des Fahrzeugbestandes Einfluss nimmt. Diesem möglichen Risiko wurde im Geschäftsjahr 2023 durch den Abschluss von zusätzlichen Finanzinstrumenten zur Zinsbegrenzung der Konsortialfinanzierung in substanziellem Umfang entgegengewirkt.

Nach Wegfall aller pandemiebedingten Reiseeinschränkungen hat sich die Reisetätigkeit national wie international bereits in 2022 wieder erholt. Diese Revitalisierung wird sich im Jahr 2023 weiter fortsetzen. So prognostiziert die European Travel Commission (ETC) für 2023 eine Steigerung der globalen internationalen Ankünfte von 25,1 % und für 2024 von 24,7 %. Für Europa wird eine Steigerung der internationalen Ankünfte von 9,7 % in 2023 und 18,2 % in 2024 erwartet. (Quelle: Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes - Trendreport Tourismus 2023). Von dieser Entwicklung wird auch Deutschland als wichtige europäische Destination profitieren. Trotz Inflation nahmen sich 29 % der Bundesbürger vor, zu verreisen. Laut einer weiteren Umfrage wollten 40 % der Deutschen die Anzahl ihrer Urlaube im Ausland reduzieren, was der Inlandsnachfrage zugutekommen kann (Quelle: statista vom 30.08.2023 - Statistiken zum Reiseverhalten der Deutschen). Auch der wiederkehrende Trend zu Geschäftsreisen dürfte sich 2023 weiter fortsetzen, nachdem die Corona-Pandemie weltweit an Bedeutung verloren hat.

Vor diesem Hintergrund beurteilt die Geschäftsführung der Charly Autovermietung GmbH die Geschäftsentwicklung des Konzerns zum gegenwärtigen Zeitpunkt wie folgt:

Für den Bereich der WKZ-Erwirtschaftung wird mit stabilen Umsatz- und Ertragszahlen gerechnet, da für das Jahr 2023 ähnliche Volumen der WKZ-berechtigten Fahrzeuge wie im Vorjahr geplant sind.

Im Bereich Fahrzeughandel ist davon auszugehen, dass aufgrund der stark gesunkenen Privatkundennachfrage sowie der stabiler werdenden Versorgungssituation in den Lieferketten wieder vermehrt Neufahrzeuge, auch als Spot-Deals, auf den Markt kommen werden. Aufgrund der Herausforderungen im Markt ist mit weiteren Preissteigerungen wie im abgelaufenen Berichtsjahr nicht mehr zu rechnen.

Die Nachfrage im Vermietgeschäft gegenüber dem End- und Firmenkunden wird sich wieder auf dem Niveau vor der Pandemie einpendeln, bei tendenziell stabilen Vermietraten. Jedoch können Vermietraten auch kurzfristig nachgeben, um beispielsweise auf Trends innerhalb des Wettbewerbsumfelds zu reagieren. Das Reise- und Urlaubssegment soll mittelfristig als Geschäftskanal stärker erschlossen werden. Hierbei dürften Knotenpunkte der Mobilität eine zentrale Rolle einnehmen, um den Mietkunden eine noch bessere Möglichkeit der Mobilität anzubieten. Der Ausbau des Stationsnetzwerks bleibt zentraler Bestandteil der Wachstumsstrategie und wird weiter forciert.

Die Geschäftsführung erwartet unter Zugrundelegung der genannten Faktoren und Rahmenbedingungen auch für das Jahr 2023 ein positives Ergebnis nach Steuern, das aber das aufgrund von Marktbesonderheiten außergewöhnlich gute Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 deutlich unterschreiten wird.

 

Solingen, den 16. November 2023

Jens Erik Hilgerloh, Geschäftsführer

Jannis Calvin Hilgerloh, Geschäftsführer

Melanie Reichert, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Konzernabschlussprüfers

An die Charly Autovermietung GmbH, Solingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Charly Autovermietung GmbH, Solingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Charly Autovermietung GmbH, Solingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 17. November 2023

QUADRILOG WIRTSCHAFTSPRÜFUNG GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Imkamp, Wirtschaftsprüfer

Dirk Schiffers, Wirtschaftsprüfer

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