Metso Lindemann GmbHLiquidiert

40231 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 521
Vorher
Svedala Lindemann GmbH
Eingetragen
23.1.1948
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Bau- und Baustoffmaschinen
Gegenstand
Die Konstruktion sowie der Bau von Maschinen und Anlagen für die Schrott-, Metall- und Abfallaufbereitung sowie die Wertstoffrückgewinnung, hierzu gehörige Ersatz- und Zubehörteile, Forschung und Beratung auf diesem Gebiet sowie der Verkauf, Service und der Aufbau der Agentur für die hergestellten Maschinen und Anlagen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Michael Simon
seit 25.11.2011
Prokura
Martin Bousch
seit 6.4.2011
Prokura
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Metso Lindemann GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Lagebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nachdem sich die Weltwirtschaft 2010 nach dem verheerenden Einbruch teilweise erholt hatte, hat sich die positive Tendenz in 2011 fortgesetzt. Wie auch in 2010 wurden regionale Unterschiede in der Wachstumsdynamik deutlich. So können Europa und USA die Verluste der Vorjahre im Vergleich zu den Schwellenländern noch nicht aufholen.

Parallel zur Weltwirtschaft konnte auch die weltweite Stahlproduktion ihren positiven Trend aus 2010 fortsetzen. Wurde in 2010 ein Anstieg der Stahlproduktion von 15 % festgestellt, stieg die Nachfrage in 2011 abermals an, jedoch mit 4 % nicht in dem gleichen Tempo wie im Jahr zuvor. So betrug die Stahlproduktion weltweit in 2011 insgesamt 1.490 Millionen Tonnen (im Vorjahr 1.429 Millionen Tonnen). Insgesamt ist das Niveau um 11 % höher als das Niveau in 2008 vor dem durch die Finanz- und Kreditkrise verursachten Einbruch der Weltwirtschaft.

Es zeigen sich jedoch nach wie vor sehr große regionale Unterschiede. Dies gilt insbesondere für die Märkte in Asien und Südamerika im Vergleich zum Rest der Welt. In diesen Regionen liegen die jährlichen Wachstumsraten nach wie vor zwischen 7 % und 10 %. Hervorzuheben ist der Einfluss von China auf die weltweite Stahlproduktion mit einem Anteil am Gesamtmarkt von derzeit 46 %. Ohne China wäre die weltweite Stahlproduktion nur um 2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Der Schrottpreis hat sich seit 2009 generell positiv entwickelt. Das daraus resultierende Preisniveau ermöglicht den Schrotthändlern eine gesunde Basis für profitable Geschäfte. Jedoch ist der Markt sehr volatil und konjunkturabhängig. So konnten auch in 2011 große Schwankungen festgestellt werden. Nachdem 2011 stark angefangen hatte, brach im vierten Quartal 2011 Nervosität mit negativem Einfluss auf die Schrottpreise im Markt aus.

(Quelle: Eurofer.eu)

Die Metso Lindemann GmbH zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Maschinen, Anlagen und Services in der Schrott aufbereitenden Branche. Die Geschäftsentwicklung hängt somit entscheidend von den genannten Faktoren ab. 2011 hat einen guten Auftragseingang im Maschinen- und Servicebereich gezeigt - jedoch trug die nervöse Stimmung im vierten Quartal dazu bei, dass bei der Investitionstätigkeit unserer Kunden ein negativer Trend festgestellt werden musste. Der Markt hat immer noch eine relativ geringe Auslastung der Schrottverarbeitungskapazitäten, welches mittel- oder langfristig einen Effekt haben wird.

Wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr 2011

Im September 2011 hat Metso seine neue Strategie vorgestellt. Das Recycling Business mit Metso Lindemann GmbH wird nicht mehr im Segment "Energy and Environmental Technology", sondern als separate Geschäftseinheit geführt. Metso prüft seitdem alternative Strategien, wie z.B. einen Verkauf.

Geschäftsverlauf

Die Metso Lindemann GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 88,1 Mio. EUR nach 102,9 Mio. EUR im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung ist jedoch eine Erhöhung der Gesamtleistung um 20 % von 83,7 Mio. EUR auf 100,6 Mio. EUR zu verzeichnen. Die Erholung der Weltwirtschaft wirkte sich durch die langen Produktionszeiten der Maschinen erst im zweiten Halbjahr 2011 aus. Dies ist in allen Märkten und wesentlichen Produktgruppen zu verzeichnen. Das Exportgeschäft ist mit einer Quote von 85 % (Vorjahr: 80 %) auch in 2011 der wesentliche Umsatzträger.

Durch die Erholung im Stahl- und Schrottmarkt nach der Wirtschafts- und Finanzkrise konnte in 2011 der Auftragseingang insbesondere aufgrund eines sehr starken ersten Halbjahres deutlich um 46 % auf 124 Mio. EUR (85 Mio. EUR im Vorjahr) gesteigert werden. Diese Steigerung resultiert aus dem Anstieg im Neumaschinengeschäft von 47 Mio. EUR im Vorjahr auf 85 Mio. EUR in 2011.

Das Kundendienstgeschäft stabilisierte sich aufgrund unseres weltweiten Servicenetzes im Rahmen der Metso-Organisation weiterhin. Der Auftragseingang konnte um 6 % auf 40 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mit 38 Mio. EUR gesteigert werden. Entsprechend betrug der Umsatz 40 Mio. EUR, was einer Steigerung um 7 % entspricht (Vorjahr 37 Mio. EUR). Damit konnte wieder das Umsatzniveau aus dem Jahr 2009 erreicht werden.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Aufgrund der Reduzierung des Umsatzes wird im abgelaufenen Geschäftsjahr ein negatives Betriebsergebnis von -0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR) ausgewiesen.

Die Bilanzsumme liegt mit 84,0 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund der geringen Investitionstätigkeit reduziert sich das Anlagevermögen. Im Umlaufvermögen erhöhen sich die fertigen Erzeugnisse und Waren bei gleichzeitigem Anstieg der Forderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind insgesamt u.a. aufgrund der höheren Forderung aus Verlustübernahme gegen die Muttergesellschaft angewachsen. Gegenläufig wirkt der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen aufgrund der Produktion von Schredderanlagen.

Die liquiden Mittel - bestehend aus Kassenbestand und Bankguthaben sowie Cashpool-Forderungen - haben sich vor allem aufgrund der deutlich höheren erhaltenen Anzahlungen von 24,6 Mio. EUR auf 34,4 Mio. EUR erhöht. Ihr Anteil an der Bilanzsumme ist damit von 29,2 % auf 40,1 % gestiegen.

Insgesamt verbleibt die Eigenkapitalquote im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der Verlustübernahme der Muttergesellschaft und der im Vergleich zum Vorjahr kaum veränderten Bilanzsumme mit 49,0 % auf dem Niveau des Vorjahres.

Das negative Ergebnis liegt aufgrund des allgemein schwierigen wirtschaftlichen Umfelds im Rahmen unserer Erwartungen. Die Kennzahlen zu Liquidität und Eigenkapital unterstreichen die solide Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft.

Investitionen

Die hohen Investitionen der Vorjahre und die erst Ende 2010 gestiegene Nachfrage machten in 2011 zusätzliche Investitionen für die Erweiterung oder Optimierung der Fertigungsprozesse über die investierten 0,6 Mio. EUR hinaus entbehrlich. Neue Projekte für 2012 und Folgejahre sind jedoch bereits in Vorbereitung.

Produktentwicklung

Die Aufwendungen für Weiter- und Neuentwicklungen unserer Produkte betrugen im Berichtsjahr 2011 insgesamt 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR).

Materialaufwand

Der Materialaufwand des Geschäftsjahres 2010 betrug 53,7 Mio. EUR nach 38,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2010. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine trotz rückläufiger Umsatzerlöse um 20 % gestiegene Gesamtleistung zurückzuführen. Im Zuge der Erholung nach der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise ist im Vergleich zu den vorangegangenen Geschäftsjahren im Geschäftsjahr 2011 eine erhebliche Beruhigung der Beschaffungsmärkte, insbesondere im Hinblick auf die Lieferzeiten, zu verzeichnen. Dies führt auch zu stabileren Preisen, die die Planungssicherheit deutlich erhöhen.

Durch eine global ausgerichtete Beschaffungspolitik werden wir auch im kommenden Geschäftsjahr weiter daran arbeiten, Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu vermindern bzw. zu vermeiden.

Personalentwicklung

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten hat sich im Berichtsjahr auf 373 Mitarbeiter (Vorjahr: 438 Mitarbeiter) reduziert. Der gesamte Personalaufwand betrug 26,0 Mio. EUR (Vorjahr: 25,4 Mio. EUR).

Risikobericht

Die Metso Lindemann GmbH ist Mitglied im Konzernverbund der finnischen Metso Oyj. Innerhalb des Konzerns wurde ein sogenanntes Metso Compliance Program installiert, welches auf den Grundsätzen von SOX 404 basiert. Die Einhaltung dieser Grundsätze wird regelmäßig geprüft und zertifiziert. Eine Überprüfung zur Einhaltung dieser Grundsätze erfolgte zuletzt im Mai 2010 und bestätigte die Einhaltung dieser Konzernvorgaben.

Es gilt, durch frühzeitige Erkennung, Bewertung und Vorbeugung Risiken zu beherrschen.

Wir beobachten kontinuierlich unsere Beschaffungsmärkte, Lieferanten werden einer Auditierung unterzogen. Dieser Bewertungsprozess wird künftig noch weiter verfeinert, um Schwachpunkte unserer Lieferanten noch frühzeitiger als bisher zu erkennen und dadurch bedingte Fehlplanungen für unsere Produktionsprozesse zu vermeiden.

Für unsere Produktionsbereiche gilt die Zielsetzung einer hohen Auslastung bei einer ständigen Verfügbarkeit unserer Anlagen. Durch Investitionen und Verbesserungen der Abläufe wird die Effizienz im Produktionsbereich ständig optimiert. Regelmäßige Wartungen und Grundüberholungen unserer Maschinen sichern deren Verfügbarkeit.

Die Arbeitssicherheit und der damit verbundene Gesundheitsschutz für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genießen unsere vorrangige Priorität. Intensive praxisbezogene Gespräche und Schulungen werden von unseren Führungskräften und den Mitarbeitern vor Ort regelmäßig durchgeführt, um das Sicherheitsverhalten ständig optimieren zu können. Die Anzahl der meldepflichtigen Betriebsunfälle betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 17 (Vorjahr: 23). Wir werden auch weiterhin sämtliche erdenklichen Maßnahmen durchführen, um die Anzahl der Arbeitsunfälle zu reduzieren.

Die Entwicklung unserer Debitorenkonten wird tagesaktuell verfolgt. Nennenswerte Forderungsausfälle waren nicht zu verzeichnen. Fremdwährungsrisiken werden grundsätzlich mittels Kurssicherungen abgesichert. Dies geschieht auf Grundlage der Richtlinien des Corporate Treasury unseres Mutterkonzerns. Dieses Rahmenwerk setzt die globalen Ziele des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements und definiert die Risikoprofile. Dabei schließt das Corporate Treasury Kurssicherungsgeschäfte auf den Zahlungstermin und den Fremdwährungsbetrag ab. Grundlage für die Rechnung ist immer das zugrundeliegende Warengeschäft. Das Warengeschäft umfasst sowohl die Lieferung von Neumaschinen als auch von Ersatzteillieferungen. Von Metso Lindemann GmbH direkt durchgeführte Auslandsgeschäfte, das heißt nicht über Metso-Gesellschaften abgewickelte Geschäfte, werden gegen Akkreditive oder auf der Grundlage von Vorkasse abgewickelt.

Geldanlagen tätigen wir ausschließlich im Rahmen des Cashpoolings im Konzern zu variablen Zinssätzen.

Im Bereich der EDV werden von uns die strikten Vorgaben seitens unseres Mutterkonzerns eingehalten. Vorsorgemaßnahmen gegen mögliche Ausfälle unseres Servicezentrums und zur Absicherung unserer operativen Systeme bestehen. Die betriebswirtschaftlichen und gesetzlichen Anforderungen an die eingesetzte Software werden regelmäßig erfüllt.

Für sämtliche rechtlichen Risiken sind angemessene Rückstellungen gebildet worden. Gerichts-, Schieds-, Patentverfahren oder Schadenersatzforderungen, die einen bedeutenden Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Metso Lindemann GmbH haben, sind nicht anhängig oder angedroht.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen für die Metso Lindemann GmbH nicht.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Solche Ereignisse sind nicht eingetreten.

Ausblick auf die Geschäftsjahre 2012 und 2013

Die allgemeine Belebung der Wirtschaft hat sich vor allem im Auftragseingang des ersten Halbjahres 2011 deutlich bemerkbar gemacht. In diesem Zeitraum wurden nach der Wirtschaftskrise und der daraus resultierenden Zurückhaltung verstärkt Maschinen nachgefragt. Ab der zweiten Jahreshälfte 2011 ist jedoch eine Stagnation festzustellen. Entsprechend wird der Umsatz in 2012 voraussichtlich nur leicht über dem des Vorjahres liegen. Jedoch erwarten wir dank der durchgeführten Kapazitätsanpassungen und Kostensenkungen in den Folgejahren die Rückkehr zu positiven Ergebnissen.

Dank an die Belegschaft

Der Erfolg der Metso Lindemann GmbH ist zu einem Großteil auf das Engagement und die Leistungsbereitschaft jedes einzelnen Mitarbeiters zurückzuführen. Zu dieser Leistung sei allen Beschäftigten herzlich gedankt.

Die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat war konstruktiv. Auch in Situationen unterschiedlicher Auffassungen haben wir uns nahezu immer auf eine einvernehmliche Entscheidung zum Wohle des Unternehmens einigen können. Den Mitgliedern des Betriebsrates sei an dieser Stelle gedankt.

 

Düsseldorf, den 25. Mai 2012

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

  Anhang 31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte   1.329 1.186
2. Geleistete Anzahlungen   0 267
  (1) 1.329 1.453
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke und Bauten   3.019 3.137
2. Technische Anlagen und Maschinen   6.267 7.363
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   1.398 1.545
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   0 63
  (2) 10.684 12.108
III. Finanzanlagen      
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen (3) 215 186
    12.228 13.747
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   3.839 4.905
2. Erzeugnisse und Waren   40.868 28.493
3. Geleistete Anzahlungen   1.500 687
4. Erhaltene Anzahlungen (innerhalb eines Jahres fällig)   -23.998 -9.360
    22.209 24.725
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   5.821 8.591
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen   41.198 35.275
(davon aus Lieferungen und Leistungen)   (3.500) (10.706)
(davon gegen Gesellschafter)   (4.203) (1.127)
3. Sonstige Vermögensgegenstände   1.413 502
    48.432 44.368
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   899 1.080
    71.540 70.173
C. Rechnungsabgrenzungsposten   208 209
    83.976 84.129

Passiva

     
  Anhang 31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   6.187 6.187
II. Kapitalrücklage   15.714 15.714
III. Gewinnrücklagen      
Andere Gewinnrücklagen   19.270 19.270
  (4) 41.171 41.171
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (5) 14.739 12.900
2. Steuerrückstellungen (6) 612 0
3. Sonstige Rückstellungen (7) 11.085 14.026
    26.436 26.926
C. Verbindlichkeiten (sämtlich innerhalb eines Jahres fällig)      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   6.364 5.408
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   9.088 9.422
(davon aus erhaltenen Anzahlungen)   (7.387) (7.644)
(davon aus Lieferungen und Leistungen)   (1.701) (1.778)
(davon gegenüber Gesellschafter)   (0) (0)
3. Sonstige Verbindlichkeiten   917 1.202
(davon aus Steuern)   (571) (370)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit)   (2) (1)
    16.369 16.032
    83.976 84.129

Gewinn- und Verlustrechnung

  Anhang 2011
TEUR
2010
TEUR
1. Umsatzerlöse (8) 88.117 102.919
2. Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen   -73.172 -87.682
3. Bruttoergebnis vom Umsatz   14.945 15.237
4. Vertriebskosten   -8.327 -8.178
5. Allgemeine Verwaltungskosten   -7.939 -6.335
6. Sonstige betriebliche Erträge (11) 1.719 1.052
(davon Erträge aus der Währungsumrechnung)   (100) (684)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (11) -647 -991
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung)   (325) (455)
8. Betriebsergebnis   -249 785
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   13 0
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   136 6
(davon aus verbundenen Unternehmen)   (136) (3)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (11) -1.028 -1.010
(davon an verbundene Unternehmen)   (0) (0)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen)   (892) (953)
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -1.128 -219
13. Außerordentliche Aufwendungen (12) -2.463 -908
14. Außerordentliches Ergebnis   -2.463 -908
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (13) -612 0
16. Erträge aus Verlustübernahme (14) 4.203 1.127
17. Jahresergebnis   0 0

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Umsatzkostenverfahren verwendet.

Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2007 bestand mit der Metso Minerals Holding (Deutschland) GmbH, Mannheim, als Gesellschafterin ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der Vertrag kann ordentlich erstmals nach Ablauf von fünf Jahren unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Geschäftsjahresende gekündigt werden. Wird er nicht gekündigt, so verlängert er sich bei gleicher Kündigungsfrist um jeweils ein Geschäftsjahr. Mit der Verschmelzung der Metso Minerals Holding (Deutschland) GmbH auf ihre Tochtergesellschaft Metso Minerals Deutschland GmbH, Bochum, rückwirkend zum 1. Januar 2011 ist diese neue alleinige Gesellschafterin der Metso Lindemann GmbH geworden und der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag auf diese als Gesamtrechtsnachfolgerin der Metso Minerals Holding (Deutschland) GmbH übergegangen.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wird unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Die Gesellschaft hatte ihren Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2010 erstmals unter Anwendung der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB aufgestellt. Aus der Umstellung auf die neuen Vorschriften ergaben sich zum 1. Januar 2010 Bewertungsänderungen, die im Vorjahr in Höhe von T€ 908 zu außerordentlichen Aufwendungen geführt hatten. Diese Effekte resultierten aus Neubewertungen der Rückstellungen für Pensionen (T€ 821) und der sonstigen Rückstellungen für Altersteilzeit (T€ 87).

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Die Abschreibungen werden im Rahmen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter, das sind Anlagegüter mit Anschaffungskosten von über EUR 150 bis zu EUR 1.000, werden seit 2008 pauschal mit 20 % je Jahr abgeschrieben. Davor sind diese Anlagegüter bei Anschaffungskosten von bis zu EUR 410 im Jahr des Zugangs zu 100 % abgeschrieben und ihr Abgang im selben Jahr unterstellt worden.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden in Höhe des Rückdeckungskapitals aktiviert.

Unter den Vorräten sind die Posten "unfertige Erzeugnisse" und "fertige Erzeugnisse und Waren" im Posten "Erzeugnisse und Waren" zusammengefasst. Auf diese Weise werden wir der Tatsache besser gerecht, dass Erzeugnisse teilweise weiterverarbeitet werden und teilweise zur Veräußerung bestimmt sind.

Die erhaltenen Anzahlungen von Dritten werden zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens- und Finanzlage offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abwertungen auf niedrigere Einkaufspreise. Zur Deckung von Risiken bei Lagerreichweiten von über 12 Monaten werden Abwertungen von 100 % vorgenommen. Darüber hinaus werden bei mangelnder Brauchbarkeit sowie Minderqualitäten aus technischen Gründen weitere Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Bewertung der Erzeugnisse erfolgt zu Standardkosten unter Einrechnung der Einzelkosten, der notwendigen Gemeinkosten und angemessener Teile der allgemeinen Verwaltungskosten. Für Wertminderungen wegen Ungängigkeit und mangelnder Brauchbarkeit sowie zur Berücksichtigung von Verlusten in Aufträgen erfolgen Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bilanziert und sind wie im Vorjahr in vollem Umfang kurzfristig. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch Vornahme von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalbetrag angesetzt; Fremdwährungsguthaben werden zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag auf EUR umgerechnet.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Pensionsverpflichtungen sind durch Pensionsrückstellungen gedeckt, die die Gesellschaft auf Grundlage versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 5,14 % p.a. zum 31. Dezember 2011 bzw. 5,15 % p.a. zum 31. Dezember 2010. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden unverändert zum Vorjahr ein Gehaltstrend von 3,0 % p.a., ein Rententrend von 2,5 % p.a. sowie eine Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 3,0 % p.a. berücksichtigt.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die Rückstellung für Altersteilzeit umfasst die Erfüllungsrückstände, die bei Anwendung des Blockmodells auftreten, sowie die Aufstockungen für Anwärter auf Basis einer betrieblichen Schätzung der Inanspruchnahme von Altersteilzeit. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 5,14 % p.a. zum 31. Dezember 2011 bzw. 5,15 % p.a. zum 31. Dezember 2010 sowie auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach IDW RS HFA 3. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden im Vorjahr ein Gehaltstrend von 3,0 % p.a. sowie eine Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 3,0 % p.a. berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2011 waren diese Trends bzw. Entwicklungen nicht zu berücksichtigen.

Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtung aus Altersteilzeit dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 5,14 % p.a. zum 31. Dezember 2011 bzw. 5,15 % p.a. zum 31. Dezember 2010 und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden unverändert zum Vorjahr ein Gehaltstrend von 3,0 % p.a. sowie eine Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 3,0 % p.a. berücksichtigt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten und sonstige erkennbare Risiken werden Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Für Garantiefälle werden für den Bereich Maschinen wie im Vorjahr 1,9 % und für den Bereich Ersatzteile 0,75 % vom Umsatz pauschal zurückgestellt. Darüber hinaus erfolgen zusätzliche Rückstellungen für höhere erkennbare Risiken.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die kurzfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr kurzfristig.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die temporären Differenzen der Organgesellschaft Metso Lindemann GmbH werden in die Steuerabgrenzung des Organträgers Metso Deutschland GmbH, Pfungstadt, einbezogen, so dass im Jahresabschluss der Metso Lindemann GmbH keine latenten Steuern gebildet werden.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Entwicklung des Anlagevermögens

(1) Immaterielle Vermögensgegenstände

(TEUR) Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte gel. Anzahlungen immat. Vermögen Gesamt
Anschaffungskosten      
Stand 01.01.2011 4.067 267 4.334
Zugänge 130 0 130
Abgänge -2 0 -2
Umbuchung 267 -267 0
Stand 31.12.2011 4.462 0 4.462
Abschreibungen      
Stand 01.01.2011 2.881 0 2.881
Zugänge 254 0 254
Abgänge -2 0 -2
Stand 31.12.2011 3.133 0 3.133
Buchwerte 31.12.2011 1.329 0 1.329

(2) Sachanlagen

(TEUR) Grundstücke
und Bauten
Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungskosten          
Stand 01.01.2011 12.145 25.211 7.861 63 45.280
Zugänge 5 167 341 0 513
Abgänge 0 -289 -432 -63 -784
Stand 31.12.2011 12.150 25.089 7.770 0 45.009
Abschreibungen          
Stand 01.01.2011 9.008 17.848 6.316 0 33.172
Zugänge 123 1.262 467 0 1.852
Abgänge 0 -288 -411 0 -699
Stand 31.12.2011 9.131 18.822 6.372 0 34.325
Buchwerte 31.12.2011 3.019 6.267 1.398 0 10.684

(3 ) Finanzanlagen

(TEUR) Anteile an verbundenen Unternehmen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen Gesamt
Anschaffungskosten      
Stand 01.01.2011 4.200 186 4.386
Zugänge 0 29 29
Abgänge 0 0 0
Stand 31.12.2011 4.200 215 4.415
Abschreibungen      
Stand 01.01.2011 4.200 0 4.200
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Stand 31.12.2011 4.200 0 4.200
Buchwerte 31.12.2011 0 215 215

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Svedala Lindemann Recycling Equipment Inc., Charlotte/USA, mit einem Kapitalanteil von 100 %. Die Gesellschaft hat keine operative Tätigkeit.

(4) Eigenkapital

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Metso Minerals Deutschland GmbH (im Vorjahr mit der Metso Minerals Holding (Deutschland) GmbH) wurde das negative Jahresergebnis der Gesellschaft ausgeglichen.

(5) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 15.727 (Vorjahr: TEUR 16.108). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 988 (Vorjahr: TEUR 745) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB n.F. verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen klassifiziert.

Der sich ergebende Betrag der Zinszuführungen von TEUR 794 (Vorjahr: TEUR 886) ist im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.

Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen der Versicherer.

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von TEUR 3.284. Die Gesellschaft machte im Vorjahr von dem Wahlrecht des Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und beabsichtigte, den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von 4 Jahren zu verteilen. Im vorigen Geschäftsjahr 2010 wurden demnach TEUR 821 als außerordentliche Aufwendungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Abweichend von der ursprünglichen Vorgehensweise wurde im Geschäftsjahr 2011 der gesamte verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 2.463 den Pensionsrückstellungen zugeführt und als außerordentliche Aufwendungen im Jahresabschluss erfasst. Zum Abschlussstichtag am 31. Dezember 2011 besteht insoweit keine Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen mehr (im Vorjahr: TEUR 2.463).

(6) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen von TEUR 612 (Vorjahr: TEUR 0) berücksichtigen Steuernachzahlungen aufgrund der im Geschäftsjahr 2011 abgeschlossenen steuerlichen Betriebsprüfung der Veranlagungszeiträume 2004 bis 2007 (vororganschaftliche Zeit).

(7) Sonstige Rückstellungen

Wesentliche Einzelposten sind die Rückstellungen für Garantieleistungen mit TEUR 3.668 (Vorjahr: TEUR 5.370), für Nachlaufkosten in Höhe von TEUR 1.994 (Vorjahr: TEUR 2.629), für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 1.076 (Vorjahr: TEUR 1.381), für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 916 (Vorjahr: TEUR 1.214) sowie für ausstehende Urlaubsansprüche in Höhe von TEUR 616 (Vorjahr: TEUR 649).

Verpflichtungen aus Altersteilzeit bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 2.093 (Vorjahr: TEUR 2.194). Diese wurden mit Deckungsvermögen von TEUR 1.177 (Vorjahr: TEUR 980) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB n.F. verrechnet. Als Deckungsvermögen wurde der verpfändete Geldmarktfonds bei der Commerzbank AG klassifiziert.

Die Aufwendungen in Form von Zinszuführungen betragen TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 111) und sind im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.

Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt. Er liegt unter den Anschaffungskosten.

Der sich aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Altersteilzeitverpflichtungen ergebene Differenzbetrag zwischen dem Bilanzausweis zum 31. Dezember 2009 und dem Wert der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 in Höhe von TEUR 87 wurde im Vorjahr 2010 als außerordentlicher Aufwand und damit ergebniswirksam behandelt.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen TEUR 271 (Vorjahr: TEUR 224), aus Leasingverträgen TEUR 227 (Vorjahr: TEUR 246). Das Bestellobligo aus offenen Bestellungen beläuft sich auf TEUR 16.023 (Vorjahr: TEUR 13.400). Weiterhin bestehen Rücknahmeverpflichtungen für zwei Maschinen von TEUR 260 (Vorjahr: zwei Maschinen für TEUR 362).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8 ) Umsatzerlöse

(TEUR) Gliederung nach Tätigkeitsbereichen 2011 2010
Maschinen 45.484 65.051
Ersatzteile 36.422 33.936
Montagen, Sonstiges 6.211 3.932
  88.117 102.919
(TEUR) Gliederung nach Regionen 2011 2010
Europäische Union 57.418 66.017
Übriges Europa 13.424 19.140
Übersee 17.275 17.762
  88.117 102.919

(9 ) Materialaufwand

(TEUR) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und 2011 2010
Betriebsstoffe und für bezogene Waren 52.206 37.691
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.483 1.140
  53.689 38.831

(10 ) Personalaufwand

(TEUR) 2011 2010
Löhne und Gehälter 21.298 20.316
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 4.360 5.110
(davon für Altersversorgung) (531) (1.370)
  25.658 25.426

(11 ) Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.292 (Vorjahr: TEUR 283) enthalten, die hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.176; Vorjahr: TEUR 204) resultieren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 34). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aufgrund der im Geschäftsjahr 2011 abgeschlossenen steuerlichen Betriebsprüfung von TEUR 115.

(12) Außerordentliche Aufwendungen

Aufgrund der Anwendung des BilMoG ergeben sich im außerordentlichen Ergebnis gezeigte Umstellungseffekte bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.463 (Vorjahr: TEUR 821). Im Vorjahr waren ferner TEUR 87 aufgrund von Umstellungseffekten bei den Rückstellungen für Altersteilzeit enthalten.

(13 ) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 612 resultieren ausschließlich aus der im Geschäftsjahr 2011 abgeschlossenen steuerlichen Betriebsprüfung der Veranlagungszeiträume 2004 bis 2007 (vororganschaftliche Zeit).

(14 ) Erträge aus Verlustübernahme

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird das negative Jahresergebnis von TEUR -4.203 (Vorjahr: TEUR -1.127) vollständig durch die Metso Minerals (Deutschland), Bochum (im Vorjahr durch die Metso Minerals Holding (Deutschland), Mannheim), ausgeglichen.

E Sonstige Angaben

Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt

Anzahl 2011 2010
Produktion 157 219
Vertrieb 34 34
Kundendienst 74 85
Verwaltung 26 32
Qualitätswesen 7 8
Materialbereich 46 31
Zwischensumme 344 409
Auszubildende 29 29
  373 438

Finanzinstrumente

Für einen Teil der abgeschlossenen Verträge mit Kunden in Fremdwährung bestehen bei der Konzernmuttergesellschaft Devisentermingeschäfte.

Die Derivate werden mit den sich gegenläufig verhaltenen Fremdwährungstransaktionen in Bewertungseinheiten (Mikro-Hedge) zusammengefasst. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grund- und Sicherungsgeschäfte bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Die ineffektiven Anteile der Sicherungsbeziehungen, also sich nicht ausgleichende Wertänderungen sowie nicht gesicherte Fremdwährungspositionen, werden nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen behandelt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt.

Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisentermingeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf TEUR 6.730 (Vorjahr: TEUR 5.296) bei beizulegenden Zeitwerten von TEUR -447 (Vorjahr: TEUR -23). Sie sind jeweils fällig im Jahr 2012 und blieben aufgrund der jeweils hoch wirksamen Sicherungsbeziehungen bilanziell außer Ansatz.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011 beträgt TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 271) und betrifft mit TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 49) Abschlussprüfungsleistungen und mit TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 222) Steuerberatungsleistungen.

Geschäftsführung

Herr Johann-Michael Lampertz, Hergenrath/Belgien

Herr August Gerald Martijn van Keulen, Düsseldorf (ab dem 7. März 2012)

Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde von der Befreiung gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die laufenden Pensionen und Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer beliefen sich auf TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 169) bzw. TEUR 1.378 (Vorjahr: TEUR 1.341).

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der Metso Corporation (Metso Oyj), Helsinki/Finnland, einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Internet unter www.metso.com erhältlich.

 

Düsseldorf, den 25. Mai 2012

Metso Lindemann GmbH

Die Geschäftsführung

Johann-Michael Lampertz

August Gerald Martijn van Keulen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Metso Lindemann GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 25. Mai 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernd Wagner, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martin Both, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses: 18.06.2012

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