Megaflex Schaumstoff GmbHLiquidiert

Forster Straße 62, 03172 Guben, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 6401
Eingetragen
23.6.2005
Branche
Herstellung von MatratzenHerstellung von PolstermöbelnHerstellung von Büromöbeln
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von PUR-Weichschaumstoffen, Möbelteilen, Matratzen und Formteilen sowie die Lieferung von Systemen für die Caravanindustrie

Historie

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Management

NameRolle
Ulrich Wilms
seit 13.9.2012
Geschäftsführer
Rolf Löhr
seit 18.9.2007
Geschäftsführer
Karsten Wilhelm Löhr
seit 23.6.2005
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Megaflex Schaumstoff GmbH

Guben

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

Geschäftsumfeld und Geschäftstätigkeit

Das Wachstum der Weltwirtschaft blieb im Jahr 2014 hinter den allgemeinen Erwartungen zurück und konnte sich lediglich auf dem Niveau des Vorjahres halten. Geografisch gab es deutliche Unterschiede, da die USA weiterhin vom wirtschaftlichen Aufschwung profitierten, während europaweit nicht zuletzt durch die kriselnden südeuropäischen Länder der Wirtschaftsmotor nur zögerlich ansprang. Finanzkrise und anhaltend hohe Arbeitslosigkeit wirkte in einzelnen Ländern noch nach und auch das rasante Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern nahm an Intensität ab. Ein stabiler Arbeitsmarkt gilt als wichtiger Faktor für die Bereitschaft der Bürger, Geld auszugeben. China verzeichnete weiterhin ein hohes, wenn auch abgeschwächtes Wachstum. Positive Impulse für die Weltwirtschaft kamen vor allem von der weiterhin expansiven Geldpolitik der Industrieländer sowie vom sinkenden Ölpreis, der den privaten Konsum stärkte. Für die deutsche Wirtschaft brachte das Jahr 2014 laut dem Statistik-Portal "euro-stat" einen starken Anstieg sowohl der Im- als auch der Exporte, wobei nach einem Einbruch Anfang 2014 insbesondere die zweite Hälfte des Jahres deutliche Wachstumsimpulse zeigte. Dieser Trend setzte sich auch im 1. Quartal 2015 weiter fort, in dem das Volumen der deutschen Exporte preisbereinigt um 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal anstieg. Die Importe nach Deutschland nahmen im gleichen Zeitraum preisbereinigt um 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu.

Die Konsumfreude der Verbraucher in Deutschland ist deutlich positiver als in den meisten anderen europäischen Ländern. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens GfK erreichte der Konsumklimaindex zuletzt den höchsten Stand seit 13 Jahren. Befeuert durch einen stabilen Arbeitsmarkt, eine niedrige Inflation und kaum noch existierende Zinsen geben die Verbraucher ihr Geld im großen Stil aus - die Sparneigung liegt auf einem historischen Tiefststand. Die Deutschen gaben im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld aus als 2013, wobei Schwerpunkte im privaten Wohnungsbau und im "Erlebniskonsum" (insbesondere Reisen) lagen.

Die Ausgaben der Privathaushalte dürften auch 2015 preisbereinigt um 1,5 Prozent zulegen, womit der private Konsum damit genauso stark wachsen dürfte wie das Bruttoinlandsprodukt. Ob der Einzelhandel hiervon allerding stark profitieren kann, ist fraglich, da der Trend weiterhin in Ausgaben für Immobilien, Renovierungen und Reisen liegt.

Die Megaflex als rohstoffverarbeitender Schaumstoffproduzent ist nach wie vor von der Verfügbarkeiten der benötigten Ressourcen abhängig. Neben schwankenden Preisen, die bislang durchweg an die Abnehmer weitergegeben werden konnten, war die Beschaffungslage der Rohstoffe durch Produktionsausfälle in einzelnen Chemieanlagen verschärft worden. Versorgungsstörungen, erheblich verzögerte Lieferungen oder nicht ausreichende Liefermengen sind in der Branche inzwischen keine Seltenheit mehr. Eine weitere Begleiterscheinung der angespannten Rohstoffsituation ist eine erhebliche Verteuerung der Vormaterialien. Die Megaflex setzt seit Jahren auf zuverlässige inländische Lieferanten, mit denen langfristige Abnahmevereinbarungen getroffen werden. Etwaige Spitzen konnten wir bislang problemlos auf internationalen Märkten beschaffen, so dass Kundenaufträge jederzeit im gewünschten Umfang erfüllt werden konnten.

Dieses für die Gesellschaft positive wirtschaftliche Umfeld hatte zur Folge, dass 2014 hinsichtlich Umsatz und Ergebnis als bisher bestes Geschäftsjahr in die Unternehmensgeschichte eingeht.

Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 35.347) um mehr als 10 % auf TEUR 38.945 gesteigert werden. Während der Inlandsumsatz im Jahresvergleich nahezu identisch blieb, konnten die Lieferungen an ausländische Kunden deutlich ausgeweitet werden und machen nunmehr einen Anteil von rd. 45 % an den gesamten Umsatzerlösen aus. Neben einer Steigerung beim Umsatz an Blockware um 8,6 % konnte der Bereich Zuschnitte und Konfektionierung nochmals um 12,7 % zulegen.

Erfreuliche Entwicklungen der Absatzpreise bei gleichzeitiger Erhöhung der Fertigungstiefe führten zu einer weiteren prozentualen Verringerung des Wareneinsatzes auf nunmehr 71,02 % nach 71,15 % im Vorjahr. Dies wiederum bedeutete eine Erhöhung des Rohertrags um TEUR 1.163 auf TEUR 11.370, der damit 29,90 % der Umsatzerlöse ausmachte (Vorjahr: 28,88 %).

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung und Auszubildende) wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr als Folge der getätigten Investitionen in die Konfektionierung und Matratzenfertigung von 189 auf 210 (+ 11 %) erhöht. Entsprechend erhöhten sich die Personalaufwendungen, deren Anteil an der betrieblichen Leistung bei 12 % verharrte.

Im Rahmen der Finanzplanung haben wir ein in 2014 fälliges Mezzanine-Darlehen teilweise zurückgeführt und zwei langfristige Darlehensabsprachen mit Endfälligkeiten von 2021 und 2022 mit deutlich reduzierten Zinsmargen getroffen. Im Hinblick auf die in 2015 zu tätigenden Investitionen beinhalten diese Vereinbarungen zudem Zinssicherungsgeschäfte, die uns für die gesamte Laufzeit einen Festzinssatz und damit eine klare Kalkulationsbasis garantieren. Durch die planmäßige Reduzierung der Verbindlichkeiten im Jahresverlauf und die Umfinanzierung konnte der Zinsaufwand deutlich von TEUR 670 auf TEUR 492 gesenkt werden.

Obwohl die Sachanlagen und damit auch die Abschreibungen im Gleichschritt um 5 % zulegten, konnte das operative Ergebnis nach Zinsen wie schon im Vorjahr nochmals verdoppelt werden und beziffert sich nunmehr auf TEUR 1.548 nach TEUR 769 zum 31.12.2013. Mit TEUR 1.215 wurde der bislang höchste Jahresüberschuss nach Steuern erzielt. Die Steigerung im Jahresvergleich (+ TEUR 445) fällt etwas geringer aus als der entsprechende Wert beim operativen Ergebnis und erklärt sich aus dem Wegfall eines einmaligen außerordentlichen Ertrages im Vorjahr (TEUR 197) und dem erhöhten Ertragsteueranteil des abgelaufenen Geschäftsjahres (TEUR 439 ggü. TEUR 282 in 2013).

Die Ertragslage stellt sich zusammenfassend im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2014 2013 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 38.945 99 35.347 101 3.598
Bestandsveränderung 162 1 ./. 198 ./. 1 360
Gesamtleistung 39.107 100 35.149 100 3.958
sonstige betriebliche Erträge 39 0 69 0 ./. 30
  39.146 100 35.218 100 3.928
Materialaufwand 27.776 71 25.011 71 2.765
Rohertrag 11.370 29 10.207 29 1.163
Personalaufwand 4.503 12 4.211 12 292
Abschreibungen 790 2 751 2 39
sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige Steuern 4.038 10 3.808 11 230
  9.331 24 8.770 25 561
Ergebnis vor Zinsen 2.039 5 1.437 4 602
Zinsmehraufwand 491 1 668 2 ./.177
operatives Ergebnis 1.548 4 769 2 779
neutrale Erträge incl. Investitionszuschüsse / -zulagen 106 0 86 0 20
außerordentliche Erträge 0 0 197 1 ./. 197
Ertragsteuern (incl. latente Steuern) 439 1 282 1 157
Jahresergebnis 1.215 3 770 2 445

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geprägt von einer um rd. 8 % erhöhten Bilanzsumme, die aus der Zunahme des Anlagevermögens (+ TEUR 516), der Vorräte (+ TEUR 460) sowie der Bankguthaben (+ TEUR 208) resultiert. Die Forderungen hingegen sind nahezu konstant geblieben. Da der gesamte Jahresüberschusses thesauriert wurde, konnte das Eigenkapital auf TEUR 5.928 gesteigert werden und macht nunmehr 38 % der Bilanzsumme aus, nachdem im Jahr zuvor ein Wert von 33 % zu Buche stand. Der Anstieg der Rückstellungen bezieht sich fast ausschließlich auf die für das Geschäftsjahr 2014 zu entrichtenden Körperschafts- und Gewerbesteuern.

Die Vermögenslage zeigt im Vergleich der letzten beiden Geschäftsjahre folgendes Bild:

31.12.2014 31.12.2013 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Aktiva          
Anlagevermögen 10.914 70 10.398 72 516
langfristig gebundene Vermögenswerte 10.914 70 10.398 72 516
Vorräte 2.672 17 2.212 16 460
Forderungen 1.040 7 1.077 7 ./.37
Kassen- und Bankbestände 961 6 753 5 208
Rechnungsabgrenzungsposten 9 0 14 0 ./. 5
kurzfristig gebundene Vermögensgegenstände 4.682 30 4.056 28 626
  15.596 100 14.454 100 1.142
Passiva          
Eigenkapital 5.928 38 4.713 33 1.215
mittel- und langfristige Fremdmittel 4.866 31 1.796 12 3.070
lang- und mittelfristige Mittel 10.794 69 6.509 45 4.285
Rückstellungen 724 5 382 3 342
Bank- und Kaufleasingverbindlichkeiten 1.460 9 5.717 39 ./.4.257
übrige Verbindlichkeiten 2.618 17 1.846 13 772
kurzfristige Schuldposten 4.802 31 7.945 55 ./. 3.143
  15.596 100 14.454 100 1.142

Die Fremdmittel konnten durch die Umfinanzierungsmaßnahmen bei gleichzeitiger Verlängerung der Laufzeiten reduziert werden, so dass kurz- und mittelfristige Schuldposten nunmehr einen Anteil von jeweils 31 % an der Bilanzsumme ausmachen.

Zum Jahresende 2014 deckt das Eigenkapital 54 % (Vorjahr: 45 %), die lang- und mittelfristigen Mittel erfreuliche 99 % des Anlagevermögens nach 63 % im Jahr zuvor.

Die Herkunft und die Verwendung der Finanzmittel stellen sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wie folgt dar:

2014 2013
TEUR TEUR
Jahresergebnis 1.215 770
Abschreibungen und Abgänge im Anlagevermögen 1.000 1.004
Zunahme (Abnahme) der Vorräte ./. 461 284
Abnahme (Zunahme) der Forderungen (inkl. RAP) 43 ./. 184
Zunahme der Rückstellungen 342 62
Zunahme (Abnahme) der Verbindlichkeiten (incl. latente Steuern) 771 ./. 412
Mittelherkunft aus laufender Geschäftstätigkeit 2.910 1.524
Investitionen im Anlagevermögen ./. 1.516 ./. 1.055
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ./. 1.516 ./. 1.055
Ausschüttungen an die Gesellschafter 0 ./. 48
Aufnahme / Tilgung Bank- / Leasingkredite ./. 1.187 169
Mittelverwendung (-herkunft) aus der Finanzierungstätigkeit ./. 1.187 121
zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittel bestandes 207 590
Finanzmittelbestand am Jahresanfang 754 164
Finanzmittelbestand am Jahresende 961 754

Risiken und Chancen

Der Megaflex ist es in den letzten Jahren gelungen, sich durch einen erweiterten Produktmix und der Optimierung von Produktionsabläufen von großen Konjunkturschwankungen unabhängiger zu machen. Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unseren Hauptabsatzmärkten lassen mittelfristig keine negativen Auswirkungen auf unsere geschäftliche Entwicklung erkennen. Sollten sich jedoch die weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten wieder verstärken und sich dadurch die Konjunktur abschwächen, könnte dies jedoch die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für uns dann Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Die Wettbewerbsrisiken sind in den von uns belieferten Branchen unverändert. Es gibt keine erkennbaren Konsolidierungs- und Konzentrationstendenzen. Sicherlich hat das in 2014 durch die EU-Kommission verhängte Bußgeld wegen nachgewiesener verbotener Preisabsprachen von vier Schaumstoffherstellern die gesamte Branche wachgerüttelt und vorsichtiger gemacht. Wir gehen davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken dadurch zukünftig eher sinken werden und wir unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen können.

Um zukünftig die Wachstumschancen des Marktes nutzen zu können, haben wir schon vor Jahren die Erweiterung des Produktionsstandortes Guben ins Auge gefasst. Für das Geschäftsjahr 2015 planen wir Investitionen in eine neue Schaumstofffabrik mit zugehöriger Infrastruktur im Volumen von etwa EUR 15 Millionen, für die ein Investitionszuschuss aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) beantragt wurde. Mit der Realisierung der neuen Anlage wird eine der modernsten Produktionsanlagen weltweit errichtet, die alle Anforderungen an Energieeffizienz und Umweltauflagen erfüllt. Hierdurch werden wir in der Lage sein, Produktion, Lagerhaltung und Konfektion nochmals zu optimieren. Ziel ist es, auf möglichst alle Anforderungen des Marktes zu reagieren, da unsere Produkte aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen und Diversifikation echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten sollten. Der mittelfristige Fokus der Megaflex wird auf dem weiteren Kapazitätsausbau in den bestehenden Märkten liegen.

Darüber hinaus erwarten wir für unser Unternehmen keine ergänzenden allgemeinen Risiken für die zukünftige Entwicklung. Als inhabergeführtes Familienunternehmen gehört das kaufmännische Vorsichtsprinzip nach wie vor zu unseren Kernprinzipien. Wie in der Vergangenheit versuchen wir, Risiken frühzeitig zu erkennen und diese im Rahmen von geschäftspolitischen und strategischen Maßnahmen entsprechend zu minimieren.

Ausblick

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015 konnten Volumen und Ertrag gegenüber dem schon sehr guten Vorjahreszeitraum nochmals gesteigert werden. Unsere Kunden stellen das Unternehmen durch diversifizierte Aufgabenstellungen an unsere Produktlinien vor immer neue Herausforderungen, die wir gemeinsam erfolgreich bewältigen und uns für die Zukunft positiv stimmen.

Wir sind zuversichtlich, dass dieser erfreuliche Trend auch im weiteren Verlauf des Jahres beibehalten werden kann. Umsätze erwarten wir moderat wachsend bei mindestens gleichbleibendem operativem Ergebnis als Folge ansteigender Personalkosten nach Einführung des Mindestlohnes bei gleichzeitiger Erhöhung der Fertigungstiefe.

 

Guben, im April 2015

Megaflex Schaumstoff GmbH

Rolf Löhr, geschäftsführender Gesellschafter

Karsten Löhr, Geschäftsführer

Ulrich Wilms, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2014

AKTIVA

31.12.2013
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.056,00 14.375,00
II. Sachanlagen 10.906.629,42 10.383.421,78
  10.913.685,42 10.397.796,78
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte 2.672.296,88 2.211.513,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.039.763,08 1.077.053,83
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 960.994,61 753.601,00
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 9.363,80 14.136,18
  15.596.103,79 14.454.101,05

PASSIVA

   
31.12.2013
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL    
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 1.500.000,00 1.500.000,00
III. Bilanzgewinn 3.928.325,30 2.713.112,59
  5.928.325,30 4.713.112,59
B. RÜCKSTELLUNGEN 723.622,89 381.452,19
C. VERBINDLICHKEITEN 8.885.168,65 9.295.306,32
(Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) (3.631.412,86) (5.000.460,00)
D. Passive latente Steuern 58.986,95 64.229,95
  15.596.103,79 14.454.101,05

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2014

2013
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis   11.475.722,83 10.291.981,16
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 3.789.526,11   3.533.433,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 713.330,59   677.508,01
davon für Altersversorgung: EUR 8.470,00      
    4.502.856,70 4.210.941,72
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   789.927,66 750.654,90
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   3.995.368,97 3.766.388,49
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 905,05   2.524,40
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 491.772,45   670.252,94
    490.867,40 667.728,54
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   1.696.702,10 896.267,51
8. Außerordentliche Erträge   0,00 196.864,98
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   438.937,29 281.993,01
10. Sonstige Steuern   42.552,10 41.331,11
11. Jahresüberschuss   1.215.212,71 769.808,37
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   2.713.112,59 1.991.304,22
13. Ausschüttung   0,00 48.000,00
14. Bilanzgewinn   3.928.325,30 2.713.112,59

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014 (Anlagenspiegel)

Stand 01.01.2014 Brutto Zugänge Brutto Abgänge Brutto Stand 31.12.2014 Brutto
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten und ähnliche Rechte 55.619,03 0,00 0,00 55.619,03
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.948.084,75 76.515,79 0,00 7.024.600,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.161.735,98 1.086.054,10 0,00 5.247.790,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.552.123,34 101.703,77 304.122,08 2.349.705,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.722,08 252.096,64 0,00 257.818,72
  13.667.666,15 1.516.370,30 304.122,08 14.879.914,37
  13.723.285,18 1.516.370,30 304.122,08 14.935.533,40
Abschreibungen kumuliert Stand 31.12.2014 Netto Stand 01.01.2013 Netto Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten und ähnliche Rechte 48.563,03 7.056,00 14.375,00 7.319,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.162.732,84 5.861.867,70 5.992.783,70 207.431,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.556.699,08 3.691.091,00 2.961.019,00 355.982,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.253.853,03 1.095.852,00 1.423.897,00 219.194,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 257.818,72 5.722,08 0,00
  3.973.284,95 10.906.629,42 10.383.421,78 782.608,66
  4.021.847,98 10.913.685,42 10.397.796,78 789.927,66

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Megaflex Schaumstoff GmbH ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Ausweise sowie die Bewertungen erfolgen unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wird der Vermerk im Anhang gewählt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich der Vornahme steuerrechtlicher Maßnahmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten angesetzt. Zinsanteile sind nicht einbezogen.

Die Forderungen sind nach Berücksichtigung der erkennbaren Risiken zu Nominalwerten bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle weiteren, ungewissen Verbindlichkeiten gebildet.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Abschreibungen des Geschäftsjahres

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2014 sind je Position der Bilanz dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr mit Ausnahme eines Betrages von EUR 14.830,80 mit einer Laufzeit von größer 5 Jahren.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Versicherungsbeiträge für das Folgejahr.

Bilanzgewinn

Aus dem Vorjahr wurde in den Jahresabschluss 2014 ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.713.112,59 vorgetragen, der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2014 beträgt EUR 1.215.212,71. Der Bilanzgewinn ergibt sich danach zum 31.12.2014 mit EUR 3.928.325,30.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen Ertragsteuern der Geschäftsjahre 2013 und 2014. Aufgrund der in Vorjahren unterschiedlichen Behandlung von Investitionszuschüssen in der Handels- und in der Steuerbilanz sind ergänzend passive latente Steuern ausgewiesen; der Unterschiedsbetrag gegenüber dem Vorjahresausweis ist saldierend unter der Position 'Steuern vom Einkommen und vom Ertrag' erfasst.

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten an wesentlichen Einzelposten:

  TEUR
Urlaubsansprüche, Überstundenausgleich 99
ausstehende Rechnungen 37
Beiträge zur Berufsgenossenschaft 40
Gewährleistungen 27
Erstellung und Prüfung Jahresabschluss 19

Verbindlichkeiten

Die Fristengliederung der Verbindlichkeiten ist wie folgt:

1 Jahr 2 bis 5 Jahre > 5 Jahre gesamt
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 552.506,21 1.935.267,22 1.143.639,43 3.631.412,86
Verbindlichkeiten aus Mietkauf 907.321,09 1.778.725,96 9.127,19 2.695.174,24
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.249.698,69 0,00 0,00 2.249.698,69
Sonstige Verbindlichkeiten 308.882,86 0,00 0,00 308.882,86
  4.018.408,85 3.713.993,18 1.152.766,62 8.885.168,65

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen das Inland mit einem Anteil von ca. 55 % (VJ: 60 %) und das Ausland mit ca. 45 % (VJ: 40 %).

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind wesentlich Investitionszulagen auf Investitionen des Geschäftsjahres 2013 mit TEUR 106 sowie Versicherungsentschädigungen mit TEUR 10 enthalten.

Personalaufwand

Der Personalaufwand beinhaltet Löhne und Gehälter mit TEUR 3.790, Sozialabgaben mit TEUR 631 sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft mit TEUR 74.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Wesentliche Einzelposten dieser Position sind:

  TEUR
Treibstoffe 856
Raumkosten 528
Versand- und Vertriebskosten 564
Mietleasing 368
Kfz- Kosten 290
Reparaturen, Instandhaltungen 225
Versicherungen, Beiträge 214
Factoringkosten und -gebühren 93

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Ausweis beinhaltet die Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2014 in Saldierung mit der Veränderung der passiven latenten Steuern.

Sonstige Angaben

Finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft sind sämtlich im Jahresabschluss erfasst. Vertragliche Bindungen mit ausschließlich mittelfristiger Laufzeit bestehen aus Darlehen, Kauf- und Mietleasing insbesondere von LKW, anderen Transportmitteln und Maschinen sowie für Sicherheitsdienste und Feuerwehrvorhaltung.

Im Rahmen der Refinanzierung eines in 2014 fälligen Darlehens hat die Gesellschaft ein langfristiges, annuitätisch zu tilgendes Darlehen über TEUR 2.500 sowie, in Unterlegung durch einen entsprechend ausgestalteten Zins-Swap, ein langfristiges, in Abhängigkeit von der Entwicklung des 3-Monats-Euribor zu verzinsendes Darlehen über TEUR 1.500 aufgenommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch Buchgrundschulden auf das Immobilienvermögen der Gesellschaft sowie durch Sicherungsübereignungen von Forderungen und Vorratsbeständen.

Mitarbeiter

Der durchschnittliche Stand der Mitarbeiter belief sich ohne Geschäftsführung und Auszubildende in 2014 auf

- Verwaltung 18
- Produktion, Versand 192
  210

Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter und Organe

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden zum Bilanzstichtag mit TEUR 3, Forderungen gegen Geschäftsführer mit TEUR 0,6.

Hinsichtlich der Offenlegung der Geschäftsführerbezüge macht die Gesellschaft von der Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt den Vortrag des Bilanzgewinns auf neue Rechnung vor.

Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Rolf Löhr, Bärenklau, Herrn Karsten Löhr, Peitz, und Herrn Ulrich Wilms, Guben, geführt.

 

Guben, im April 2015

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Megaflex Schaumstoff GmbH, Guben, für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, den 30. April 2015

Kalus & Winkelmann GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. H. Winkelmann, Wirtschaftsprüfer

Protokoll der Gesellschafterversammlung

der Megaflex Schaumstoff GmbH, Guben

Am heutigen Tage, den 17.12.2015 traten die Gesellschafter der Megaflex Schaumstoff GmbH um 16.00 Uhr in den Geschäftsräumen der Gesellschaft unter Verzicht auf Formen und Fristen zu der ordentlichen Gesellschafterversammlung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2014 zusammen und beschlossen einstimmig was folgt:

1.

Der von der Kalus & Winkelmann GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft geprüfte und mit Datum vom 30. April 2015 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31.12.2014, endend mit einer Bilanzsumme von EUR 15.596.103,79 und einem Bilanzgewinn von EUR 3.928.325,30 wird festgestellt.

2.

Der vorgenannte Bilanzgewinn in Höhe von EUR 3.928.325,30 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

3.

Den Geschäftsführern der Gesellschaft, Herrn Rolf Löhr, Herrn Karsten Löhr und Herrn Ulrich Wilms, wird für das Geschäftsjahr 2014 Entlastung erteilt.

 

Guben, den 17.12.2015

Rolf Löhr (Gesellschafter)

Daniel Löhr (Gesellschafter)

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