MSW Moselstahlwerk GmbH
Eltzstraße 65, 54293 Trier, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans Peter Walter seit 21.6.2019 | Geschäftsführer |
Wolfgang Markus Weber seit 21.3.2013 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MSW Moselstahlwerk GmbHTrierJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Betätigungsfeld und Konzernzugehörigkeit Unsere Gesellschaft ist am einzigen Standort der Gesellschaft in Trier mit 72 Mitarbeitern in der Drahtherstellung tätig und produziert für die Badische Stahlwerke GmbH (BSW), Kehl, im Rahmen der Lohnfertigung Walzdraht aus beigestellten Knüppeln. Der Walzdraht wird im Wesentlichen als Vormaterial an weiterverarbeitende Drahtbetriebe geliefert. Deren Endprodukte werden dann größtenteils an das Bauhauptgewerbe geliefert. Die hierfür notwendigen Produktionsmittel (Gebäude, Maschinen und Anlagen) haben wir gepachtet. Seit Ende des Geschäftsjahres 2023 gehören wir zur Unternehmensgruppe der Südwest Beteiligungen GmbH. Aus dem Gesellschafterwechsel ergaben sich keine wesentlichen Änderungen in der wirtschaftlichen Tätigkeit für unsere Gesellschaft. 2. Forschung und Entwicklung Unser Hauptaugenmerk liegt hier in der weiteren Optimierung der Produktionsabläufe. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz, Rohergebnis und das Ergebnis vor Steuern. Diese werden in Abschnitt II. Wirtschaftsbericht Ziffer 3.a) für das abgelaufene Geschäftsjahr kommentiert und in Abschnitt IV. Prognosebericht und Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 behandelt. Ein wichtiger nichtfinanzieller Leistungsindikator ist unsere Umwelt- und Energiepolitik. Als Gradmesser dient uns hierbei die Zertifizierung unseres Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001. Das Energiemanagementsystem umfasst alle Maßnahmen, um einen minimalen Energieverbrauch sicherzustellen. Im Hinblick auf den Umweltschutz wurden die in der emissionsschutzrechtlichen Genehmigung aufgeführten Grenzwerte eingehalten. II. Wirtschaftsbericht 1. Konjunkturelle Rahmenbedingungen Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums stellt sich die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage zum Jahreswechsel 2023/2024 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar. Nach Informationen des Statistischen Bundesamts ergibt sich für das Gesamtjahr 2023 ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 %. Die Inflationsrate belief sich im Jahresverlauf auf 5,9 %, im Dezember 2023 lag sie bei 3,7 %. Die europäische Wirtschaft hat in 2023, vor dem Hintergrund der hohen Lebenshaltungskosten, der schwachen Auslandsnachfrage und der Straffung der Geldpolitik, an Dynamik verloren. In der Winterprognose 2024 der Europäischen Kommission wurde das Wachstum sowohl in der EU als auch im Euro-Währungsgebiet für das Jahr 2023 von 0,6 % (Wert aus der Herbstprognose) auf 0,5 % korrigiert. Laut einer Pressemitteilung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie ergibt sich für das Gesamtjahr 2023 für alle Betriebe ein Umsatzminus von preisbereinigt 5 %. Die nominal schwachen Zuwächse waren stark preisgetrieben und wurden durch die starken Materialpreissteigerungen aufgezehrt. Im Wohnungsbau gab es einen Umsatzeinbruch von real 12 %. Im Wirtschaftsbau und auch im Öffentlichen Bau seien die Umsätze um real 1 % zurückgegangen. Nach einer im Dezember 2023 veröffentlichten Prognose von EUROCONSTRUCT wurde ein Rückgang der europäischen Bautätigkeit von 1,7 % für das Jahr 2023 prognostiziert. 2. Geschäftsverlauf Das vergangene Geschäftsjahr war vor diesem gesamtwirtschaftlichen Hintergrund herausfordernd. Hinzu kamen die Folgen des Schaltschrankbrands in der elektrischen Anlage des Werks, der sich Ende September 2022 ereignete, und des Cyberangriffs im April 2023. Erst nach Ostern 2023 konnte wieder produziert werden. Innerhalb dieses schwierigen Umfeldes sowie aufgrund der schwachen Konjunkturlage waren unsere Produktionsmengen, wie auch schon im Vorjahr, deutlich niedriger als in vorangegangenen Jahren. Unsere Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der Lohnumwandlung rd. 117.000 t (Vorjahr: rd. 153.000 t) Walzdraht produziert. 3. Lage Der Vorjahresvergleich ist aufgrund des geschilderten Geschäftsverlaufs nur eingeschränkt aussagekräftig. a) Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich bei wesentlich niedrigerer Produktionsmenge vor allem aufgrund von Preisanpassungen für die Lohnumwandlung im Zusammenhang mit gesunkenen Energiekosten um T-EUR 14.644 verschlechtert. Der angesichts der Beistellung des Materials vorwiegend Energiekosten betreffende Materialaufwand sank deutlich auf T-EUR 6.645 (Vorjahr: T-EUR 19.223). In Relation zu den geringeren Umsatzerlösen verbesserte sich die Materialaufwandsquote auf 57,1 % (Vorjahr: 73,1 %). Für 2023 ergab sich damit ein gegenüber dem Vorjahr um T-EUR 2.066 niedrigerer Rohertrag von T-EUR 4.993. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich insbesondere wegen Versicherungsentschädigungen für den erwähnten Brandschaden in Höhe von ca. T-EUR 6.953 auf T-EUR 7.263 (Vorjahr: T-EUR 2.018). Somit beträgt das Rohergebnis T-EUR 12.256. Der Personalaufwand in Höhe von T-EUR 4.020 liegt bei einer im Jahresdurchschnitt rückläufigen Mitarbeiterzahl um T-EUR 103 unter dem Vorjahresniveau von T-EUR 4.123. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T-EUR 8.034 (Vorjahr: T-EUR 4.864) haben sich vor allem aufgrund einer Ausgleichszahlung für im Rahmen der Lohnumwandlung nicht produzierte Mengen sowie gestiegenen Instandhaltungsaufwendungen um T-EUR 3.170 erhöht. Das Zinsergebnis beträgt T-EUR +81 (Vorjahr: T-EUR -1). lnsgesamt weisen wir ein gegenüber dem Vorjahr um T-EUR 191 höheres Ergebnis vor Steuern von T-EUR 253 aus. Nach Abzug von Ertragsteuern in Höhe von T-EUR 185 ergibt sich ein Gewinn in Höhe von T-EUR +68 (Vorjahr: T-EUR +38). b) Vermögens- und Finanzlage Unser Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 T-EUR 4.322 (Vorjahr: T-EUR 4.254). Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 65,3 % (Vorjahr: 78,3 %) bezogen auf die gestiegene Bilanzsumme. Wesentliche Gründe für die um T-EUR 1.185 höhere Bilanzsumme sind auf der Aktivseite der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T-EUR 2.036; gegenläufig hierzu haben sich die sonstigen Vermögensgegenstände/RAP um T-EUR 844 bzw. die liquiden Mittel um T-EUR 2.474 erhöht. Auf der Passivseite hat sich das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft durch den Jahresüberschuss 2023 um T-EUR 68 verbessert. Die Rückstellungen sind mit T-EUR 845 um T-EUR 396 höher ausgewiesen als im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen um T-EUR 740 auf T-EUR 1.272 gestiegen. Die Finanzierung unserer Gesellschaft erfolgt nach wie vor im Wesentlichen über das Eigenkapital. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Bankverbindlichkeiten. Die finanziellen Verpflichtungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit erfüllt werden. Der Cashflow beträgt im Berichtsjahr auf Basis des Jahresüberschusses unter Hinzurechnung der Abschreibungen auf Anlagevermögen T-EUR 98 (Vorjahr: T-EUR 65). 4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Das vergangene Geschäftsjahr war geprägt von den ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem Produktionsstillstand bis Ostern 2023 aufgrund des Brandschadens. Der Geschäftsverlauf kann deshalb hinsichtlich Produktionsmengen und Umsatzvolumen nicht als zufriedenstellend gesehen werden. Unter Berücksichtigung der Versicherungsentschädigungen war das Jahresergebnis akzeptabel. III. Chancen- und Risikobericht 1. Branchenbezogene Risiken Die BSW, für die wir Lohnfertigung betreiben, wie auch die weiterverarbeitenden Betriebe bewegen sich in einem extrem zyklischen Markt mit starken Preisschwankungen auf der Bezugs- und der Absatzseite. Auf der Angebotsseite bestehen nach wie vor Überkapazitäten. Eine Einschätzung der zukünftigen Entwicklung ist auch über einen kurzfristigen Zeitraum daher nur sehr eingeschränkt möglich. 2. Energiepolitische Risiken Am 1. Januar 2021 begann die vierte Handelsperiode des Europäischen Treibhausgas-Emissionshandelssystems, die bis einschließlich 2030 dauert. In der nächsten Zuteilungsperiode für die Jahre ab 2026 bis 2030 rechnen wir mit einer deutlichen Verknappung der kostenlos zugeteilten Emissionsberechtigungen durch das Umweltbundesamt. Wir gehen davon aus, spätestens ab dem Jahr 2030 mit Zukäufen kalkulieren zu müssen. Die Energiewende in Deutschland stellt die energieintensive Industrie in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen. Die Bundesregierung hat sich am 9. November 2023 (Strompreispaket) u.a. darauf verständigt, die Strompreiskompensation fortzuführen und auszuweiten, um die energieintensive Industrie angesichts der anhaltend hohen Strompreise weiter zu entlasten. Die temporäre Absenkung der Stromsteuer auf den EU-Mindeststeuersatz von 0,5 €/MWh für Unternehmen des produzierenden Gewerbes wurde im Januar 2024 umgesetzt. Die energieintensive Industrie muss auch weiterhin von den Entlastungstatbeständen profitieren, ansonsten könnte die Ertragssituation im internationalen Wettbewerb signifikant negativ beeinträchtigt werden. Infolge des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Rechtmäßigkeit des Bundeshaushalts entfallen zukünftig die Zuschüsse aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds in Höhe von 5,5 Mrd. Euro auf bundesweite Gebühren der vier großen Übertragungsnetzbetreiber. Insofern haben sich die Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber in 2024 um weit mehr als die Hälfte erhöht. Inwiefern wir die höheren Netzkosten an unsere Kunden weitergeben können, lässt sich nicht abschätzen. Insgesamt schätzen wir diese Risiken als mittel ein. 3. Regulatorische Risiken Wir erwarten anhaltenden regulatorischen und gesellschaftlichen Druck zur Erreichung einer umweltfreundlichen Energieerzeugung, eines emissionsfreien Energieverbrauchs sowie einer klimaneutralen Ressourcen- und Rohstoffbasis. Dies könnte unsere Wettbewerbsfähigkeit erheblich beeinflussen. Wir schätzen dieses Risiko als mittel ein. 4. Konjunkturelle Risiken und Chancen Der Ausblick zur weiteren Entwicklung der Wirtschaft ist nach wie vor mit großen Unsicherheiten behaftet. Auch wenn die Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken ist und voraussichtlich im Geschäftsjahr 2024 weiter sinken wird, ist der Ausblick zur weiteren Entwicklung der Wirtschaft vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen mit großen Unsicherheiten behaftet. Eine weitere Eskalation der aktuellen geopolitischen Konflikte könnte zu Beeinträchtigungen globaler Lieferketten und damit zu Einschränkungen bei der Energie- und Rohstoffversorgung führen. Chancen eröffnen sich insbesondere bei einem stärkeren Nachfragewachstum infolge einer besseren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als angenommen. 5. IT-Risiken Unsere Gesellschaft ist hinsichtlich der vorhandenen betrieblichen Abläufe in hohem Maße von einer funktionierenden IT-Landschaft abhängig. Ein Ausfall oder auch nur eine wesentliche Einschränkung der eingesetzten IT kann insofern erheblichen Einfluss auf unsere betrieblichen Abläufe haben. Das Risiko einer solchen IT-Störung hat sich in der jüngsten Vergangenheit in der deutschen Wirtschaft und damit auch für unsere Gesellschaft durch einen massiven Anstieg von Cyberkriminalität deutlich erhöht. So war auch unsere Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 einem schädlichen Angriff ausgesetzt, dessen Folgen und die Schadensbehebung derzeit so gut wie abgeschlossen sind. Wir schätzen die Risiken aus der IT-Abhängigkeit sowie die hieraus drohenden Konsequenzen eines Ausfalls als hoch ein. Aus der Erfahrung des vergangenen Cyberangriffs und unseren daraufhin getroffenen Maßnahmen der Schadensbehebung und -begrenzung schätzen wir diese allerdings nicht als bestandsgefährdend ein. 6. Produktionsrisiken Dem Risiko eines ungeplanten längerfristigen Stillstandes unserer wesentlichen Anlagen beugen wir durch geplante Instandhaltungsintervalle und Anlagenkontrollen vor. Potentielle Schäden und den damit verbundenen Produktionsausfall sowie andere Schadensereignisse haben wir durch entsprechende Versicherungen abgesichert. So konnte der in 2022 entstandene Brandschaden in 2023 durch die Versicherung zufriedenstellend abgewickelt werden. Die finanziellen Folgen aus einem Produktionsausfall sehen wir in Verbindung mit unseren Vorsorgemaßnahmen als beherrschbar an. 7. Personalrisiken Viele Unternehmen bekommen derzeit einen enormen Fachkräftemangel zu spüren, wie eine Befragung von Personalleitern durch das ifo-Institut ergeben hat. Auch für uns gestaltet sich die Personalfindung mittlerweile schwieriger. Da bislang die offenen Stellen - wenn auch in manchen Fällen im Vergleich zu den Vorjahren verzögert - besetzt werden konnten, schätzen wir dieses Risiko als gering ein. 8. Gesamtbild der Chancen- und Risikolage Insgesamt hat sich die Chancen- und Risikolage im Vergleich zum Vorjahr nicht grundlegend verändert. Darüber hinaus gehende außerordentliche Chancen und Risiken für unsere Gesellschaft sehen wir derzeit nicht. Auch sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken für unsere Gesellschaft. Durch ein auf die besonderen Erfordernisse unserer Gesellschaft ausgerichtetes Berichtswesen wird die Einhaltung der Planvorgaben ständig überwacht und monatlich sowohl an die Geschäfts- als auch an die Konzernleitung berichtet. Durch das interne Berichtswesen sowie Kosten- und Leistungsvergleiche mit anderen Gesellschaften des Konzernverbundes und dem Hauptauftraggeber BSW sind die Entscheidungsträger im Unternehmen und Konzern in der Lage, mögliche negative Entwicklungen zeitnah zu erkennen und frühzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten. IV. Prognosebericht (Ausblick) In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024, der im Februar veröffentlicht wurde, erwartet die Bundesregierung ein minimales Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,2 %. Das ist deutlich weniger als noch in der Herbstprojektion angenommen. Im Oktober 2023 war die Bundesregierung von einem möglichen BIP-Wachstum um 1,3 % ausgegangen. Nach Ansicht der Bundesregierung kommt Deutschland langsamer aus der Krise als erhofft. Als Faktoren wurden die geopolitischen Veränderungen seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, aber auch die Inflation genannt. Mit Ausblick auf das laufende Jahr sei ausgehend von den Entwicklungen des vergangenen Jahres 2023 von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage auszugehen. Die Inflation ist im Jahresverlauf 2023 deutlich zurückgegangen und lag im Januar 2024 bei 2,9 %. Für das laufende Jahr wird mit einem Rückgang auf 2,8 % gerechnet. Nach einem gedämpften Wachstum im vergangenen Jahr ist die EU-Wirtschaft schwächer als erwartet in das Jahr 2024 gestartet. In der von der Europäischen Kommission im Februar 2024 vorgelegten Winterprognose wird das Wachstum sowohl in der EU als auch im Euro-Währungsgebiet für 2024 von 0,9 % (Wert aus der Herbstprognose) auf 0,5 % in der EU und von 1,2 % auf 0,8 % im Euro-Währungsgebiet korrigiert. Im Ausblick 2024 vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie wird, obwohl der Bedarf an Bauleistungen ungebrochen hoch ist, ein weiterer preisbereinigter Umsatzrückgang von 3,5 % erwartet. Der Verband rechnet für 2024 im Wohnungsbau mit einem Umsatzeinbruch von real 12 %. Eine leichte Entspannung sei hingegen im Wirtschaftsbau zu erwarten, wo von einem realen Umsatzplus von 2 % ausgegangen wird. Auch im Öffentlichen Bau wird mit einem leichten Plus von 1 % gerechnet. EUROCONSTRUCT prognostiziert für das Jahr 2024, dass sich der Rückgang der europäischen Bautätigkeit von 1,7 % in 2023 noch verstärken wird. Für die Jahre 2025 und 2026 wird ein moderates Wachstum von jeweils rund 1,5 % erwartet. Wir sind trotzdem zuversichtlich, dass die von uns in Lohnfertigung hergestellten etablierten Produkte ihre Stellung im Markt behaupten können. Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir bei einer deutlich über dem Vorjahr liegenden Produktionsmenge auch mit wesentlich höheren Umsatzerlösen und einem etwas höheren Rohergebnis. Aktuell gehen wir davon aus ein positives Ergebnis vor Steuern auf dem Niveau des Vorjahres - welches allerdings von Versicherungsentschädigungen geprägt war - erreichen zu können. Aufgrund der finanziellen und wirtschaftlichen Eingliederung unserer Gesellschaft in die Südwest Beteiligungen-Unternehmensgruppe sehen wir uns auch kurz- und mittelfristig gut gerüstet.
Trier, den 21. Mai 2024 MSW Moselstahlwerk GmbH Geschäftsführung Markus Weber Hans Walter BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeines Der Jahresabschluss der MSW Moselstahlwerk GmbH, Trier, (Amtsgericht Wittlich, HRB 42360) zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Ursachen der eingeschränkten Vergleichbarkeit liegen im Wesentlichen in einer zeitlich eingeschränkten Produktionstätigkeit und damit verringerter Leistungserbringung und verschiedenen aperiodischen bzw. außergewöhnlichen Aufwands- und Ertragspositionen sowie im Gesellschafterwechsel und der damit einhergehenden Veränderung des Kreises der verbundenen Unternehmen. B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Jahr 2023 ist in der folgenden Übersicht dargestellt:
Das Anlagevermögen ist auf der Grundlage der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Geringwertige bewegliche Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs-/Herstellungskosten EUR 250,00 aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, werden entsprechend der steuerlichen Regelung in einem Sammelposten erfasst, der mit 20 % p. a. abgeschrieben wird. Ihr Abgang wird nach vollständiger Abschreibung unterstellt. Für Werkzeuge sowie Ersatz- und Reserveteile ist ein Festwert angesetzt, der unter der Position Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen wird. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte eine Überprüfung und Anpassung des Festwerts. Die Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht ein niedrigerer beizulegender Stichtagswert anzusetzen war. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen oder niedrigeren Anschaffungskosten, ggf. vermindert um gebotene Wertberichtigungen, aktiviert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten unentgeltlich zugeteilte Schadstoffemissionsrechte, die mit dem Erinnerungswert von EUR 1,00 ausgewiesen werden. In korrespondierender Höhe ist ein Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Schadstoffemissionsrechte gebildet. Der Zeitwert der zum Bilanzstichtag noch vorhandenen unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte für 29.553 Stück beläuft sich auf EUR 77,25/Stück, d. h. auf insgesamt EUR 2.282.969,25. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem Beträge für Urlaubsansprüche/Zeitkontenguthaben (T-EUR 111), ausstehende Rechnungen (T-EUR 200) sowie Instandhaltung/Jahresrevision für gepachtetes Anlagevermögen (T-EUR 411). Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden ggf. mit dem jeweiligen Tageskurs eingebucht. Eventuelle Kursänderungen zum Bilanzstichtag werden berücksichtigt. Außergewöhnliche Aufwands- und Ertragsposten: In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Versicherungsentschädigungen für einen in 2022 entstandenen Brandschaden in Höhe von T-EUR 6.593 enthalten. Gegenläufig sind in verschiedenen Aufwandsposten (insb. in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und dem Personalaufwand) damit zusammenhängende Kosten enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist eine Kostenbelastung wegen Unterschreitung von vereinbarten Produktionsmengen in Höhe von T-EUR 2.551 enthalten. C. Sonstige Angaben I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/außerbilanzielle Geschäfte
In diesen sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind Verpflichtungen für Dienstleistungen in Höhe von T-EUR 540 (davon verbundene Unternehmen: T-EUR 540) enthalten. Außerdem werden wir für Betriebspacht von der MSW Anlagen GmbH, Eberbach, (= verbundenes Unternehmen) belastet. Im Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem Aufwand in Höhe von ca. T-EUR 1.632. Das Pachtverhältnis ermöglicht uns die Produktionstätigkeit am Standort Trier. II. Unternehmensorgane Geschäftsführung im Berichtsjahr: Herr Markus Weber, Geschäftsführer Herr Hans Walter, Geschäftsführer III. Weitere Angaben Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 61 Lohnempfänger und 10 Gehaltsempfänger beschäftigt. Mutterunternehmen ist seit dem 27. Dezember 2023 die MSW Anlagen GmbH, Eberbach. Übergeordnetes Mutterunternehmen, das einen Konzernabschluss erstellt, ist die Südwest Beteiligungen GmbH, Eberbach. Der Konzernabschluss der Südwest Beteiligungen GmbH wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.
Trier, den 21. Mai 2024 MSW Moselstahlwerk GmbH Geschäftsführung Markus Weber Hans Walter sonstige Berichtsbestandteilesonstige Berichtsbestandteile Hinweis GewinnverwendungsbeschlussDie Gesellschafterversammlung der MSW Moselstahlwerk GmbH hat am 26. Juli 2024 die Gewinnverwendung wie folgt beschlossen: Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages per 01.01.2023 von EUR 1.253.689,45 ergibt sich ein Bilanzgewinn von EUR 1.322.116,71, der auf neue Rechnung vorgetragen wird. Feststellung des Jahresabschlusses Die Gesellschafterversammlung der MSW Moselstahlwerk GmbH hat am 26. Juli 2024 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. BestätigungsvermerkBescheinigung Den vollständigen Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der MSW Moselstahlwerk GmbH, Trier, haben wir geprüft. Für die Offenlegung nimmt die Gesellschaft die gemäß § 327 HGB eingeräumten größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch. Diesem einzureichenden Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 erteilen wir folgende Bescheinigung: In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir am 22. Mai 2024 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MSW Moselstahlwerk GmbH, Trier Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MSW Moselstahlwerk GmbH, Trier, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MSW Moselstahlwerk GmbH, Trier, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, den 22. Mai 2024 FALK
GmbH & Co KG
Dr. Martin Ziegler, Wirtschaftsprüfer Andreas Heinzel, Wirtschaftsprüfer |
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