BIT Analytical Instruments GmbHLiquidiert

Am Kronberger Hang 3, 65824 Schwalbach am Taunus, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Königstein HRB 5380
Eingetragen
29.11.2000
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
Die Fabrikation und der Vertrieb von medizinischen Geräten und Laborgeräten, der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an inländischen und ausländischen Unternehmen mit gleichem oder ähnlichem Unternehmensgegenstand.

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Eck
seit 10.5.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MEC Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Messer Cutting Systems GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

BIT Analytical Instruments GmbH

Schwalbach am Taunus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BIT Analytical Instruments GmbH, Schwalbach am Taunus, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 12. Februar 2016

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Keller, Wirtschaftsprüfer

Horbach, Wirtschaftsprüfer

Gewinn- und Verlustrechnung für 2015

EUR EUR 2014
EUR
1. Umsatzerlöse 40.054.978,93   38.279.568,06
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.051.811,16   665.031,83
3. Sonstige betriebliche Erträge 757.968,48   388.866,94
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 226.934,65 (Vj. TEUR 132)      
    39.761.136,25 39.333.466,83
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -20.138.045,84   -19.856.824,84
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.435.907,03   -1.570.888,31
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -9.555.547,37   -9.182.728,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.020.606,99   -1.880.575,96
davon für Altersversorgung EUR 352.639,05 (Vj. TEUR 293)      
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -549.690,84   -496.510,26  
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.039.713,17   -2.564.800,17
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 156.194,28 (Vj. TEUR 65)      
    -36.739.511,24 -35.552.327,78
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00   1.300.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. TEUR 1.300)      
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.591,77   6.528,51
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 13.591,77 (Vj. TEUR 7)      
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen -90.368,68   -60.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 90.368,68 (Vj. TEUR 60)      
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -692.534,15   -568.891,21
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 678.690,15 (Vj. TEUR 547)      
    -769.311,06 677.637,30
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   2.252.313,95 4.458.776,35
13. Außerordentliche Aufwendungen      
davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EUR 0,00 (Vj. TEUR 13)   0,00 -12.981,00
14. Außerordentliches Ergebnis   0,00 -12.981,00
15. Sonstige Steuern      
16. Aufgrund des Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne   -2.252.313,95 -4.445.795,35
17. Jahresüberschuss   0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

I. Allgemeine Erläuterungen

BIT Analytical Instruments GmbH entwickelt, produziert und vertreibt medizinische Geräte und Laborgeräte. Die Entwicklung der Geräte erfolgt an den Standorten in Deutschland, Frankreich und den USA. Produktionsstätten für medizinische Geräte gibt es in Deutschland und USA. Des Weiteren bedient sich die Gesellschaft einer zum Konzern gehörenden Produktionsstätte in China. Die französische Tochtergesellschaft produziert zudem Reagenzien, die für die Eigenentwicklungen benötigt werden. Während in Frankreich neben der Entwicklung von Geräten auch Baugruppen und wie erwähnt Reagenzien produziert und vertrieben werden ist die japanische Tochtergesellschaft eine reine Vertriebsgesellschaft. An allen Tochtergesellschaften hält die BIT GmbH einen Anteil von 100%.

II. Grundsätze der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Gemessen an den Größenkriterien des § 267 HGB handelt es sich bei der Gesellschaft um eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

III. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer bzw. die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Das HGB sieht grundsätzlich ein Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens vor. Von diesem Wahlrecht macht BIT GmbH keinen Gebrauch. Die Kosten für die Entwicklung wurden im Material- und Personalaufwand gebucht.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Materielles Anlagevermögen bis 150,00 EUR wird noch im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Vermögensgegenstände bis 1.000 EUR unterliegen einer 5-jährigen Abschreibungsdauer. Bei materiellem Anlagevermögen ab 1.000 EUR liegen die Abschreibungsdauern zwischen 3 und 14 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden zusätzlich vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigen beizulegenden Werten - sofern notwendig - bilanziert.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die Bewertung der Gegenstände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Herstellungskosten beinhalten neben den zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten, sowie Abschreibungen. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht aktiviert.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Für Schrauben und Kleinteile wurden Festwerte gebildet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von den handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen (Vorjahr 0 TEUR). Pauschalwertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr nicht gebildet. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 298 TEUR (Vorjahr: 1.549 TEUR).

Liquide Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzes bewertet. Die Bewertung erfolgte nach dem versicherungsmathematischen Verfahren der laufenden Einmalprämien unter Verwendung der "Richttafeln 2005G". Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren wie er von der deutschen Bundesbank veröffentlicht wird verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,5 % berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle am Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Latente Steuern sind aufgrund des bestehenden Organschaftsverhältnisses mit der Muttergesellschaft Messer Cutting Systems GmbH (MCS) nicht berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

IV. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Anteile an verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 21.788 TEUR (Vorjahr: 21.878 TEUR).

In den Finanzanlagen ist u.a. die in 2010 gegründete BIT Japan Ltd. enthalten. Der Kapitalanteil der BIT beträgt 100%. Diese Beteiligung wurde aufgrund fehlender Kundenstruktur zu 100% abgewertet. Eine Teilabwertung (60 TEUR) erfolgte bereits im Vorjahr.

Beteiligungen der BIT Analytical Instruments GmbH zum 31.12.2015 Beteiligung
in %
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis
in TEUR *
BIT C2 Diagnostics SA 100% 6.632 38
BIT Group USA, Inc. 100% 6.421 208
BIT Japan Ltd. 100% -252 -239

Die C2 Diagnostics SA ist in den Finanzanlagen mit 16.332 TEUR (Vorjahr: 16.332 TEUR) enthalten. Zudem ist der 100% Anteil an der BIT Group USA, Inc. enthalten. Dieser verändert sich im Vergleich zum Vorjahr nicht und beträgt 5.455 TEUR.

* nach Steuern

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der BIT Japan Ltd. keine (Vorjahr: 1.327 TEUR), gegenüber der C2 Diagnostics SA in Höhe von 216 TEUR (Vorjahr: 124 TEUR) und gegenüber der BIT Group USA Inc. in Höhe von 82 TEUR (Vorjahr: 99 TEUR).

Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 298 TEUR (Vorjahr: 1.549 TEUR), welche aufgrund ihrer Entstehung zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig sind. Wir haben gem. § 265 Abs. 3 HGB dem Ausweis bei den verbundenen Unternehmen Vorrang gegeben.

in TEUR 31.12.2015 31.12.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.412 1.005
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 298 1.549
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 37 17
Gesamt 4.747 2.572

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 37 TEUR (Vorjahr: 17 TEUR) handelt es sich um Mietkautionen in Höhe von 17 TEUR, um debitorische Kreditoren sowie um überzogenen Verdienst.

Rechnungsabgrenzungsposten

Diese betragen 5 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR). Es handelt sich dabei um Vorauszahlungen für Dienstleistungen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 872 TEUR (Vorjahr: 1.581 TEUR) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für nachlaufende Kosten in Höhe von 193 TEUR (Vorjahr: 290 TEUR), die Rückstellung für die Jahresprämie für Mitarbeiter und Erfolgsbeteiligung in Höhe von 192 TEUR (Vorjahr: 625 TEUR), die Rückstellungen für Gewährleistung in Höhe von 73 TEUR (Vorjahr: 177 TEUR) und die Rückstellung für Überstunden in Höhe von 181 TEUR (Vorjahr: 157 TEUR). Für Drohverluste aus einem langfristigen Liefervertrag wurde keine Rückstellung mehr gebildet (Vorjahr: 195 TEUR).

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten bestehen in Höhe von 3.786 TEUR (Vorjahr: 4.393 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen nach Gewinnabführung an die Gesellschafterin MCS 17.829 TEUR (Vorjahr: 13.831 TEUR), Besicherungen bestehen nicht.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 132 TEUR (Vorjahr: 199 TEUR), welche aufgrund ihrer Entstehung zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig sind. Wir haben gem. § 265 Abs. 3 HGB dem Ausweis bei den verbundenen Unternehmen Vorrang gegeben.

in TEUR 31.12.2015 31.12.2014
Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit bis 5 Jahre Gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit bis 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten            
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 125   125 901   901
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 3.786   3.786 4.393   4.393
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.829   17.829 13.831   13.831
Sonstige Verbindlichkeiten 158   158 187   187
Gesamt 21.898   21.898 19.312   19.312

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse TEUR 2015 2014
Ersatzteile 8.059 6.767
Geräte 28.789 27.783
Service 484 150
Entwicklung 2.723 3.580
Gesamt 40.055 38.280
nach Regionen TEUR 2015 2014
Inland 6.263 5.757
übrige EU Länder 31.275 29.396
Übriges Europa 29 23
Nordamerika 1.047 892
Übrige Länder 1.441 2.212
Gesamt 40.055 38.280

Im Materialaufwand enthalten sind Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 1.436 TEUR (Vorjahr: 1.861 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 758 TEUR (Vorjahr: 389 TEUR) bestehen hauptsächlich aus periodenfremden Erträgen aus Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 402 TEUR (Vorjahr: 134 TEUR), aus Kursgewinnen in Höhe von 227 TEUR (Vorjahr: 132 TEUR) und Lagerhaltungsgebühr in Höhe von 95 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).

Zinserträge betrugen 14 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR), Zinsaufwendungen sind in Höhe von 693 TEUR (Vorjahr: 569 TEUR) angefallen, davon waren Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen 679 TEUR (Vorjahr: 547 TEUR).

3. Sonstige Angaben

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von 22.239 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 3.841
Bestellobligo aus erteilten Einkaufsaufträgen 18.398
Gesamt 22.239

Das Bestellobligo hat eine Laufzeit von bis zu zehn Jahren. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2016 und 2021.

Finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht.

Außer diesen Verpflichtungen bestehen keine nicht in der Bilanz enthaltenen und für die Beurteilung der Finanzlage notwendigen Geschäfte.

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahlen

Während des Geschäftsjahres 2015 waren durchschnittlich 181 (Vorjahr: 176) Arbeitnehmer beschäftigt:

Produktion 89
produktionsnahe Bereiche 43
Entwicklung 25
Verkauf 5
Administration 8
Summe 170
Auszubildende/Praktikanten 11
Gesamt 181

Haftungsverhältnisse

Die BIT Analytical Instruments GmbH hat ein Garantieversprechen abgegeben, für die von der MEC Holding GmbH geschlossene Darlehensvereinbarung mit der HSBC Trinkaus & Burkhart AG und der Commerzbank AG über einen Konsortialkredit ("Senior Facility Agreement") in Höhe von 48.000 TEUR sowie für die von der MEC Holding GmbH platzierten Anleihen (12.500 TEUR und 51.000 TUSD.) bei Nichteinhaltung der Vertragsbedingungen (Covenant Terms) auf erste Anforderung eine Zahlung zu leisten. Aus der Darlehensvereinbarung waren zum 31. Dezember 2015 durch die MEC Holding GmbH, Bad Soden, keine Beträge in Anspruch genommen worden. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme dieses Haftungsverhältnisses wird vom Management aufgrund der voraussichtlichen Einhaltung der Vertragsbedingungen als gering eingestuft.

Honorare Abschlussprüfer

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar der Abschlussprüfer braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angabe im Konzernabschluss des Mutterunternehmens MIG Holding GmbH einbezogen wird.

Geschäftsführung

Geschäftsführer sind Herr Dipl.-Ing. Marius Balger, Herr Thomas Eck und Herr Gotthard von Falkenhausen. Das Geschäftsführergehalt von Herrn Balger wird von der BIT USA Inc. entrichtet. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den befreienden Konzernabschluss der MIG Holding GmbH, Königstein im Taunus, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird von der MEC Global GmbH, Bad Soden, aufgestellt. Die BIT GmbH ist somit von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gem. § 291 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist am Konzernsitz in Königstein i. T. erhältlich.

 

Schwalbach/Taunus, den 29. Januar 2016

BIT Analytical Instruments GmbH

Die Geschäftsführung

Marius Balger

Thomas Eck

Gotthard von Falkenhausen

Lagebericht für 2015

1. Lage der Gesellschaft und Geschäftsverlauf

Die BIT Analytical Instruments GmbH (im Folgenden: BIT) ist Service Anbieter auf dem Diagnostikmarkt. Sie entwickelt und fertigt im Auftrag von Dritten Medizingeräte, insbesondere In-vitro-Diagnostikgeräte, mit deren Hilfe Substanzen in Körperflüssigkeiten des Patienten nachgewiesen werden können. Zum Kundenkreis gehören Diagnostik-Firmen, die sich die System-Kompetenz von BIT im Rahmen der One-Stop-Solution (Entwicklung - Fertigung - After Sale Service aus einer Hand) zu Nutze machen möchten. BIT ist für diese Kunden Entwicklung-, Fertigungs- und Servicepartner. Des Weiteren ist BIT in Deutschland Produktionsstätte für die Geräte der französischen Tochtergesellschaft.

In Deutschland und Europa gibt es u.a. an der Börse notierte Wettbewerber, die vollautomatische Analysesysteme für den gleichen Kundenkreis entwickeln und produzieren. Weitere Wettbewerber gibt es in den USA, Australien und Asien. Aufgrund der Unternehmenskonzentration auf dem Diagnostikmarkt gibt es Schnittmengen sowohl auf dem Absatz- als auch auf dem Beschaffungsmarkt.

BIT ist wie in den Vorjahren neben Europa in USA und Asien präsent. Neben Nordamerika als wichtigster Markt ist Asien aufgrund finanzieller Stärke und wachsender Population Wachstumsmarkt für Medizintechnik. Allerdings wird nach Einschätzung des IWF das Weltwachstum eher moderat sein. Laut Prognose des IWF wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Industrieländer im laufenden Jahr um 2,0 (bisher: 2,1) Prozent steigen und im kommenden um 2,2 (2,4) Prozent. Vor allem in den USA und der Eurozone dürfte nach Einschätzung des IWF das Wachstum anziehen.

Alle Dienstleistungen der BIT werden gemäß der Vorschriften der US-Nahrungs- und Arzneimittelbehörde (FDA) sowie nach ISO 13485 und 9001 erbracht: Es handelt sich dabei um Durchführbarkeitsstudien, Konzeptstudien, Modulentwicklungen (Mechanik, Fluidik, Optik und Bildverarbeitung, Elektronik und eingebettete Software), Instrumentenentwicklung (einschließlich eingebetteter Benutzer- und GUI-Software) sowie die komplette Systementwicklung (einschließlich Verifizierung).

BIT musste durch den Wegfall eines asiatischen Kunden Umsatzeinbußen im Bereich Entwicklung hinnehmen. Da absehbar war, dass in absehbarer Zeit kein neues Projekt akquiriert werden konnte, hat sich die Geschäftsleitung dazu entschlossen, einen Teil der in der Entwicklung arbeitenden Belegschaft zu entlassen und die freiwerdende Fläche anderen fertigungsnahen Bereichen zur Verfügung zu stellen. Der betroffenen Belegschaft wurde eine Abfindung gezahlt. Die Anzahl der Mitarbeiter im Bereich Entwicklung ist von 35 zu Beginn des Jahres auf 19 zum Jahresende gesunken. BIT hat die Anteile an der japanischen Gesellschaft aufgrund fehlender Kunden in 2015 vollständig abgewertet.

Der Umsatz ist trotz der Auftragslage in der Entwicklung gegenüber dem Vorjahr um 4,6% oder 1.775 TEUR gestiegen und beträgt 40.055 TEUR (2014: 38.280 TEUR). Die Umsatzsteigerung resultiert wie im Vorjahr hauptsächlich aus erhöhtem Fertigungsumsatz mit bestehenden Kunden.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist insgesamt durch den Einsatz von Zeitarbeitskräften in der Fertigung aber auch in anderen Bereichen um 16 auf 192 (Vorjahr 176) gestiegen.

2. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1 Die Ertragslage

BIT erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz nach Rabatten in Höhe von 40.055 TEUR (Vorjahr 38.280 TEUR). Die Anzahl der produzierten Geräte ist gegenüber dem Vorjahr von 2.551 auf 2.766 Stück gestiegen, insbesondere aufgrund der Gerätemenge für den Hauptkunden. Der Umsatz mit verbundenen Unternehmen betrug 4.076 TEUR (Vorjahr 4.695 TEUR). Der Materialaufwand betrug 21.574 TEUR (Vorjahr 21.756 TEUR). Das EBITDA beträgt 3.481 TEUR (Vorjahr 5.511 TEUR) und der Gewinn vor Steuern und vor Gewinnabführung 2.252 TEUR (Vorjahr 4.446 TEUR). Im Verhältnis zum Umsatz beträgt das EBITDA 8,7 % (Vorjahr: 14,4 %).

Der Personalaufwand betrug 11.576 TEUR (Vorjahr: 11.063 TEUR). Die Miet- und Leasingaufwendungen sind um 47 TEUR auf 807 TEUR gesunken (Vorjahr: 854 TEUR). Erträge aus Beteiligungen wurden in 2015 keine erzielt TEUR (Vorjahr: 1.300 TEUR).

Nach wie vor ist das Geschäft in der Fertigung durch den Umsatz mit dem Hauptkunden und den daraus resultierenden Margen geprägt. Hier konnte BIT einen weiteren Umsatzzuwachs erzielen. Der Entwicklungsumsatz besteht hauptsächlich aus der Abwicklung bestehender Entwicklungsaufträge und aus Dienstleistungen für die US-Gesellschaft.

2.2 Die Finanzlage

Aufgrund eines bestehenden Gewinnabführungsvertrages mit der Messer Cutting Systems GmbH führt BIT den kompletten Gewinn nach Steuern an die Muttergesellschaft ab. Mit der Muttergesellschaft ist ein Cash-Pooling vereinbart. Die Darlehensverbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt insgesamt nach Abführung des Gewinns 17.697 TEUR (Vorjahr: 13.632 TEUR), insbesondere bedingt durch eine Erhöhung des Working Capitals im Geschäftsjahr.

Die Gesellschaft ist mit einer Kapitalrücklage in Höhe von 11.000 TEUR (Vorjahr: 11.000 TEUR) ausgestattet. Nach Abführung des Gewinns beträgt das Eigenkapital 11.025 TEUR (Vorjahr 11.025 TEUR) oder 31,9 % (Vorjahr 33,8 %) der Bilanzsumme.

2.3 Die Vermögenslage

Wesentliche Aktiva sind mit 1.306 TEUR Sachanlagen (Vorjahr: 1.768 TEUR) sowie Vorräte in Höhe von 6.340 TEUR (Vorjahr 6.367 TEUR), die Forderungen gegenüber Dritten betragen 4.412 TEUR (Vorjahr: 1.005 TEUR), bedingt durch vorzeitige Geldeingänge im Vorjahr. Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber Dritten erfolgten keine.

Die Passivseite ist geprägt durch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten in Höhe von 3.786 TEUR (Vorjahr 4.393 TEUR) und sonstigen Rückstellungen in Höhe von 872 TEUR (Vorjahr 1.581 TEUR). Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer geringeren Bonusrückstellung und aus der Reduzierung der Rückstellung für Gewährleistung. Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 17.829 TEUR (Vorjahr 13.831 TEUR).

2.4 Die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Insgesamt betrachtet ist die Lage nach wie vor gut. Forderungsausfälle gibt es keine. Die bestehende Darlehnsvereinbarung mit der MEC Holding GmbH gewährleistet Zahlungsfähigkeit. Risiken, bestehenden Verpflichtungen nicht nachkommen zu können, liegen derzeit nicht vor.

Die Vorjahresprognose konnte hinsichtlich des Umsatzes eingehalten werden, hinsichtlich des Ergebnisses allerdings nicht. Dies liegt im Wesentlichen an um 1.300 TEUR reduzierten Beteiligungserträgen sowie an erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

2.5 Investitionen

Das Investitionsvolumen betrug 521 TEUR (Vorjahr: 328 TEUR) und resultiert im Wesentlichen aus der Einführung eines neuen ERP-Systems. Wesentliche Investitionsverpflichtungen bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

3. Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft

Trotz des Auftragsrückganges in der Entwicklung rechnet BIT mit neuen Aufträgen in naher Zukunft. Die Fertigung ist gut ausgelastet. Bereits bestehende Fertigungsaufträge werden zu einer Erweiterung der Kapazität in den ersten sieben Monaten führen. Um diesen Produktionsschwankungen gerecht zu werden und zusätzliche Kosten der Mehrarbeit zu vermeiden hat die Geschäftsführung unter Zustimmung der Belegschaft eine betriebliche Vereinbarung getroffen. Ziel ist es allerdings, mit Kunden eine auf monatsebene gleichmäßige Fertigung von Gerätestückzahlen zu vereinbaren, um Produktionsspitzen und somit zusätzliche Kosten zu vermeiden.

Der Schwerpunkt liegt trotz der derzeitigen Auftragssituation im Bereich R&D weiterhin in der Entwicklung von medizinischen Geräten, die benötigt wird, um nachhaltig und langfristig die Produktion zu sichern.

Da auch bei dieser Gesellschaft der Entwicklungsumsatz durch Vertragsbeendigung durch den Kunden weggefallen ist wird im ersten Halbjahr 2016 mit geringerer Auslastung für Dienstleistungen an die Tochtergesellschaft gerechnet. Bislang ist es BIT noch nicht gelungen, die in den Vorjahren prognostizierten wesentlichen Entwicklungsprojekte zu akquirieren und zur Serienproduktion zu bringen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich die Auftragslage durch stetige weltweite Kundenakquisition durch das Verkaufsteam in der zweiten Jahreshälfte verbessern wird.

4. Chancen und Risiken

BIT ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der MEC-Gruppe mit eingebunden. Dieses wird im Lagebericht der Messer Cutting Systems GmbH ausführlich erläutert.

Externe und interne Risiken frühzeitig zu erkennen, richtig zu bewerten und entsprechende Maßnahmen einzuleiten sind für einen langfristigen Unternehmenserfolg unabdingbar. Finanzielle Risiken aus Währungsschwankungen bestehen aufgrund teilweiser Faktura in US Dollar. Es wurden keine derivativen Finanzinstrumente, wie Sicherungsgeschäfte, zur Absicherung aus Änderungen von Währungskursen eingesetzt. Währungsrisiken auf dem Beschaffungsmarkt sind von untergeordneter Bedeutung, da ein Großteil der Beschaffung im Euroraum erfolgt. Finanzielle Risiken sind bedingt durch die Zeitspanne zwischen der Entwicklung bis hin zur Serienfertigung und Auslieferung des Gerätes an den Kunden. Dieser Zeitraum kann durchaus 18 Monate überschreiten. Eine Verringerung des Zahlungsausfallrisikos wird durch Vorauszahlungen durch den Auftraggeber oder durch Abrechnung einzelner Projektphasen innerhalb des Entwicklungszeitraumes erzielt.

Der Bestand an originären Finanzierungsinstrumenten wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist aus der Bilanz ersichtlich. Zur Verbesserung des Cash Flow und zur Verringerung des Working Capitals nutzt BIT teilweise die Möglichkeit, Forderungen zu verkaufen.

Insgesamt ist das finanzielle Risiko durch effizientes Cash-Management und unterjährige Zielsetzungen reduziert. Durch die Cash-Konzentration innerhalb des Konzerns kann BIT stets auf genügend liquide Mittel zurückgreifen. Ausfallrisiken bei Forderungen bestehen; durch intensive Prüfung des Kunden vor Auftragsbeginn kann das Risiko jedoch minimiert werden. Pauschalabwertungen werden, wie in den Vorjahren, nicht vorgenommen.

Risiken von Preisänderungen auf dem Absatzmarkt wird vertraglich entgegengewirkt. Dennoch bestehen Risiken aufgrund Rechnungstellung in Fremdwährung sowohl auf dem Absatz- als auch auf dem Beschaffungsmarkt. Fremdwährungsrisiken können auch durch zeitliche Verzögerungen langfristiger Lieferverträge auf beiden Märkten entstehen. BIT reduziert Risiken auf dem Absatzmarkt u.a. durch Anzahlungen des Kunden bzw. durch Rechnungstellung an den Kunden je nach Projektfortschritt.

Auch können auf dem Markt knapp werdende Materialien sich verteuern. BIT beobachtet daher sog. "abgekündigte Bauteile" und beschafft diese im Auftrag des Kunden, um die Bedarfe der Folgejahre zu sichern.

Versicherungstechnische Risiken sind über die Gruppen-Versicherung der MEC Holding abgesichert. So existieren neben der Haftpflichtversicherung, welche Schäden - verursacht durch eventuell defekte Geräte - versichert, auch Versicherungen der Gebäude, Maschinen und Warenbestände, sowie eine Betriebsunterbrechungsversicherung.

Das unternehmerische Risiko liegt aber auch in einer möglichen Verzögerung in der Entwicklungs- oder Projektarbeit, welche zu Schadenersatzforderungen des Auftraggebers führen könnte. Ein Risiko ist auch bei Entwicklungsfehlern möglich. So muss eine Absicherung für den Fall, dass sich bereits im Markt befindliche Geräte des Kunden als fehlerhaft erweisen, gegeben sein. BIT ist auch gegen diese Risiken hinreichend versichert.

Kundenbezogene Risiken liegen im Risiko der Kundenabhängigkeit beim Abzug von Aufträgen, sowie in der kundenseitigen möglichen Fehleinschätzungen des Absatzmarktes, sowie in der Konzentration auf dem Diagnostikmarkt. Zudem ist die Abhängigkeit von einem Hauptkunden grundsätzlich mit einem Risiko verbunden. Allerdings wurde die Anzahl der zu produzierenden Gerätetypen des Hauptkunden durch neue Fertigungsaufträge erweitert, wodurch sich das kundenbezogene Risiko etwas verringert.

Grundsätzlich ist es Ziel von BIT, Entwicklungsaufträge mit anschließender Fertigung abzuschließen, um den Kunden längerfristig als Vertragspartner zu binden. Bestehende Kundenbeziehungen sind längerfristig ausgerichtet. So ist eine Verlagerung von zu fertigenden Medizingeräten eines durch Normen und Regelungen geprägten Zulassungsprozesses auf dem Markt für den Kunden mit zeitintensivem und erheblichem Dokumentations- und Änderungsaufwand verbunden. Für BIT ist dadurch eine erhöhte Kundenbindung gegeben.

Eine Kundenbindung wird auch dadurch erreicht, dass BIT sich i.d.R. mit der Entwicklung eines Gerätes auch die Rechte daran sichert, d.h. eine spätere Verlagerung zu einem anderen Fertiger ist somit nahezu ausgeschlossen. Außerdem wird BIT den Umsatzanteil mit jungen Unternehmen, die einem höheren Zahlungsausfallrisiko ausgesetzt sind, zum Zweck der Risikominimierung unter 10% halten.

Um sich gegen Risiken eigenentwickelter oder gefertigter Geräte, die im Markt eingesetzt werden, abzusichern, wurden Rückstellungen für Gewährleistungen gebildet. Des Weiteren existiert u.a. eine Produkthaftpflichtversicherung, welche im Falle einer Rückrufaktion der im Markt eingesetzten Geräte absichert. Garantieverpflichtungen lagen zum Jahresende nicht vor.

In internes Kontrollsystem ist existent. So sind das Vier-Augen-Prinzip, die Trennung von Berechtigungen innerhalb des ERP-Systems und umfangreiche Unterschriftenrichtlinien Bestandteile dieses Systems.

5. Prognosebericht

Der In-vitro-Diagnostikmarkt ist in den vergangenen Jahrzehnten stetig gewachsen. In der Branche wird mit einem weiteren Wachstum gerechnet. Die Budgetierung im Gesundheitssektor erfolgt generell eher langfristig, daher treten kurzfristige Nachfrageschwankungen selten auf. Die Medizintechnik ist daher krisenresistenter als andere Branchen. Die rasch anwachsende Weltbevölkerung und der demographische Wandel verbunden mit steigendem Bedarf an medizintechnischen Produkten und Leistungen tragen dazu bei. BIT rechnet mit weiterem Wachstum durch Neukundengeschäft basierend auf den erwähnten Eigenentwicklungen, die zu einer Zeitersparnis führen.

Die Umsatz- und Ergebniserwartung für das Geschäftsjahr 2016 liegt in einer ähnlichen Größenordnung wie 2015. Es wird erwartet, dass sich der Umsatz im Folgejahr mit Tochtergesellschaften um ca. 40% gegenüber 2015 erhöhen wird. Dies ist auch bedingt durch neue Produkte.

Erwartet werden insbesondere Entwicklungsaufträge aus dem asiatischen Markt verbunden mit anschließendem Fertigungsvolumen. BIT wird nur in Ausnahmefällen von reinen Entwicklungsaufträgen absehen, da zur nachhaltigen Sicherung der Erträge sowohl die Fertigung als auch der After Sales Service essentiell sind.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, gab es keine.

 

Schwalbach im Taunus, den 29. Januar 2016

Die Geschäftsführung

Marius Balger

Thomas Eck

Gotthard von Falkenhausen

Bilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

EUR EUR 31.12.2014
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   348.865,00 22.036,00
II. Sachanlagen      
1. Technische Anlagen und Maschinen 87.532,00   164.930,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.180.299,00   1.496.262,00
3. Gel. Anz. Und Anlagen im Bau 38.000,00   107.000,00
    1.305.831,00 1.768.192,00
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen   21.787.552,88 21.877.921,56
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.195.311,24   4.185.517,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 417.206,45   1.389.798,51
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 685.302,09   764.521,19
4. Geleistete Anzahlung auf Vorräte 42.385,14   26.680,76
    6.340.204,92 6.366.517,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.412.411,49   1.005.468,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 297.673,68   1.549.098,20
3. Sonstige Vermögensgegenstände 37.167,22   17.433,68
    4.747.252,39 2.572.000,59
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   149,04 481,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten   4.836,85 7.107,99
    34.534.692,08 32.614.256,62

Passiva

     
  EUR EUR 31.12.2014
EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00   25.000,00
II. Kapitalrücklage 11.000.000,00   11.000.000,00
    11.025.000,00 11.025.000,00
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 739.631,00   696.569,00
2. Sonstige Rückstellungen 871.562,00   1.580.954,33
    1.611.193,00 2.277.523,33
C. Verbindlichkeiten      
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 125.500,00   900.831,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.786.123,67   4.393.176,93
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.829.100,74   13.830.951,72
4. Sonstige Verbindlichkeiten 157.774,67   186.773,64
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 29.059,90 (Vj. TEUR 22)      
    21.898.499,08 19.311.733,29
    34.534.692,08 32.614.256,62

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