Stammdaten

Register
Amtsgericht Düren HRB 5182
Vorher
SIG Combibloc Vermögensverwaltungs-GmbH
Eingetragen
27.8.2007
Branche
Herstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und PappeHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitung
Gegenstand
Die Herstellung, Ankauf, Vertrieb, Verarbeitung und Veredelung von Papier, Karton, Pappe, Kunststoff und ähnlichen Produkten, insbesondere die Herstellung von Gefäßen aus Papier, Karton und Kunststoff und von beschichteten Papieren sowie der Ankauf und Vertrieb von Geräten, Maschinen und Apparaten aller Art, insbesondere von Füll- und Verschließeinrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maria Molokova
seit 3.11.2025
Geschäftsführer
Lukas Lück
seit 1.10.2025
Prokura
Tobias Schlarb
seit 1.10.2025
Prokura
Deborah Untheim
seit 1.10.2025
Prokura
Helene Mensler
seit 28.9.2023
Prokura
Volker Bubacz
seit 6.7.2023
Prokura
Prokura
Gerald Scholtz
seit 4.4.2023
Prokura
Geschäftsführer
Klaus Zauner
seit 20.12.2018
Prokura
Robert Kummer
seit 22.4.2015
Prokura
Marcel Müllers
seit 19.9.2013
Prokura
Georg Philippen
seit 19.9.2013
Prokura
Markus J. Böhm
seit 16.6.2009
Geschäftsführer
Stefan Dr. Breu
seit 14.5.2009
Geschäftsführer
Peter Grümmer
seit 28.8.2008
Prokura
Achim Inden
seit 28.8.2008
Prokura
Gerhard Nieländer
seit 27.8.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
SIG Austria GmbHAUT
89.00%
SIG Services AGCHE
11.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SIG Euro Holding GmbH
Germany
30.700.000 €
89.00%
SIG Services AG
Switzerland
3.794.382 €
11.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SIG Combibloc GmbH

Linnich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Darstellung des Unternehmens

SIG ist ein führender Anbieter von nachhaltigen, innovativen und vielseitigen Verpackungslösungen. Wir arbeiten partnerschaftlich mit unseren Kunden zusammen, um Lebensmittel auf sichere, nachhaltige und bezahlbare Weise zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern in aller Welt zu bringen. Wir sind ein Systemanbieter, der Standbeutel, Kartonpackungen und Bag-in-Box abdeckt. Dank unserer vielseitigen Technologie und unserer Fähigkeit zur Produktinnovation können wir unseren Kunden Kategorie und Kanal übergreifende Lösungen anbieten und flexibel und schnell auf die Bedürfnisse der Verbraucher und des Marktes eingehen.

Die SIG wurde 1853 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Neuhausen, Schweiz.

In Linnich und Lutherstadt Wittenberg befindet sich jeweils eine Packstoffproduktionsstätte der weltweit neun Produktionsstandorte der SIG-Gruppe, in denen aseptische Kartonpackungen hergestellt, bedruckt und als flache Kartonmäntel zu den Kunden ausgeliefert werden. Bei den Kunden werden sie auf Füllmaschinen von SIG befüllt.

Die SIG Combibloc GmbH und ihre Tochtergesellschaften werden in den nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der SIG Group AG, Neuhausen am Rheinfall, Schweiz, einbezogen.

Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld

Im Jahr 2023 stand die Weltwirtschaft weiterhin im Einfluss der Inflation und der Erhöhung der Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner aktualisierten Prognose mit einem Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 um 3,2% und erwartet für das Jahr 2025 ebenfalls ein Wachstum von 3,2%.

Für die deutsche Wirtschaft war das Bruttoinlandsprodukt 2023 preisbereinigt um 0,2% niedriger als im Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es sogar zu einer Rezession. Im Jahr 2024 soll das BIP um 0,2% steigen.

Geschäftsverlauf

Im Allgemeinen ist der Geschäftsverlauf weitgehend unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen, dies zeigt sich auch im von Inflation geprägten Jahr 2023. Die Umsatzerlöse bleiben nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung erholte sich deutlich. Dies ist im Wesentlichen auf eine Normalisierung der erhöhten Energiekosten aus 2022 sowie Preisanpassungen zurückzuführen. Die Preisanpassungen sind dabei auf einen Nachholeffekt der im Vergleich zur Zeit vor dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine erhöhten Rohmaterial- und Energiekosten zurückzuführen. Des Weiteren hat die Gesellschaft Dividendenzahlungen von den Beteiligungen aus Dubai und Saudi-Arabien erhalten, die sich ebenfalls positiv auf den erhöhten Jahresüberschuss vor Gewinnabführung ausgewirkt haben.

Packstoffabsatz und -umsatz

Der Gesamtabsatz erreichte 10.271 Mio. Packungen und liegt damit unter dem Vorjahresniveau von 11.196 Mio. Packungen. In den Absatzgebieten Westeuropa und dem Nahen Osten entwickelte sich der Gesamtabsatz leicht rückläufig und liegt mit 7.603 Mio. Packungen leicht unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr 7.728 Mio. Packungen). Der Absatz von konzerninternen Lieferungen sank ebenfalls von 3.468 Mio. Packungen auf 2.668 Mio. Packungen. Der Hauptgrund für den Rückgang der konzerninternen Lieferungen liegt an dem neuen Produktionswerk in Mexiko.

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 828,0 Mio. € liegt leicht unter dem des Vorjahres (828,7 Mio. €). Der signifikante Umsatzanstieg im Packstoffbereich hängt insbesondere mit gestiegenen Verkaufspreisen zusammen. Gegenläufig haben sich jedoch der Füllmaschinenumsatz und der Intercompany-Umsatz entwickelt, was dazu beigetragen hat, dass der Gesamtumsatz deutlich unter der Erwartung des Managements gelegen hat.

Market Area Europa

Der Absatz im Segment haltbarer Milch entwickelte sich auch nach dem sehr starken Vorjahr weiterhin positiv. Dies wird primär durch neu installierte Kapazität in Deutschland und Belgien getrieben. Der Markt für NCSD (non carbonated softdrinks) verzeichnete rückläufige Mengen in einem stark inflationsgetriebenen Umfeld.

Geographisch herauszuheben waren folgende Entwicklungen:

Erfolgreiches Wachstum insbesondere in Deutschland getrieben durch neue Füllmaschinen Projekte.

Mengenwachstum in Belgien durch Neugeschäft im Bereich haltbare Milch.

Analyse der Ertragslage

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBT).

Die Gesamtleistung liegt mit 835,0 Mio. € leicht unter dem Vorjahr von 837,7 Mio. €. Dabei lagen alle drei Bestandteile der Gesamtleistung unterhalb des Vorjahres, wobei der Umsatz hauptsächlich aufgrund eines geänderten Umsatzmixes zwischen Packstoff und Füllmaschinenverkauf und geringeren Intercompany-Umsätzen leicht gesunken ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Mio. € auf 5,3 Mio. €. Hauptursache für die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge sind gestiegene Währungskursgewinne und die erstmals vereinnahmten Erträge aus dem Entlastungsbetrag der Energiepreisbremse.

Der Materialaufwand inklusive der Energiekosten lag im Geschäftsjahr 2023 bei 511,7 Mio. € (Vorjahr 567,4 Mio. €). Die Reduzierung ist auf gesunkene Beschaffungskosten und einen geänderten Produktmix (Packstoff und Füllmaschinen) zurückzuführen. Der Personalaufwand liegt bei 95,8 Mio. € und somit um 5,7 Mio. € unter dem Vorjahr. Dabei entfallen 6,7 Mio. € auf gesunkene Altersvorsorgekosten, 1,8 Mio. € auf gesunkene Restrukturierungskosten und 2,8 Mio. € auf gestiegene Löhne, Gehälter und Sozialversicherungskosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 5,4 Mio. € auf 131,0 Mio. € erhöht. Hierbei sind hauptsächlich die Kosten für die Gewährleistungsrückstellung und die Verwaltungsgemeinkosten gestiegen.

Die Erträge aus Beteiligungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 14,7 Mio. € auf 15,4 Mio. € erhöht. Die Steigerung resultiert vorwiegend aus den Dividendenzahlungen der SIG Combibloc FZCO und der Al Obeikan SIG Combibloc Company Ltd. Aufgrund der gestiegenen Zinssätze haben sich auch die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sowie die Zinsen und ähnliche Aufwendungen erhöht, so dass sich das Finanzergebnis um 16,8 Mio. € auf 17,5 Mio. € verbessert hat.

Unter Berücksichtigung der vorgenannten Effekte ergibt sich ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 102,3 Mio. €, was einer Umsatzrentabilität von 12,3% entspricht und somit deutlich über dem Vorjahr liegt (3,8%). Das erzielte Jahresergebnis 2023 entspricht den Erwartungen des Managements.

Analyse der Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen hat sich von 122,9 Mio. € auf 147,7 Mio. € erhöht. Dabei wurden Investitionen in Höhe von 41,2 Mio. € (Vorjahr 19,3 Mio. €) getätigt, die die Abschreibungen von 16,3 Mio. € (Vorjahr 14,7 Mio. €) übertroffen haben. Schwerpunktmäßig wurde in die Bereiche technische Anlagen und Maschinen, vermietete Füllmaschinen und in das neue Packaging Development Center investiert, wobei ein Teil der Projekte zum Bilanzstichtag nicht abgeschlossen werden konnte und deshalb unter den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau ausgewiesen wurde.

Im Bereich des Umlaufvermögens erhöhte sich der Vorratsbestand um 25,1 Mio. € auf 79,1 Mio. € (Vorjahr 54,0 Mio. €). Dabei verringerte sich der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen hauptsächlich aufgrund der Verringerung der Risikobestände zum Jahresende um 3,3 Mio. € auf 15,3 Mio. € (Vorjahr 18,6 Mio. €). Die unfertigen Erzeugnisse stiegen hingegen um 4,0 Mio. € auf 11,8 Mio. € (Vorjahr 7,8 Mio. €). Der Grund für den Anstieg der unfertigen Erzeugnisse war, dass aufgrund eines geplanten Produktionsstillstands im 1. Quartal 2024 Vorprodukte für das 1. Quartal 2024 bereits im Dezember 2023 gefertigt wurden. Die Hauptursache für die Erhöhung des Vorratsbestands lag bei den fertigen Erzeugnissen und Waren im Bereich der Füllmaschinen. Aufgrund der in der Umsetzung befindlichen Füllmaschinenprojekte hat sich der Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren zum Bilanzstichtag von 27,5 Mio. € auf 51,9 Mio. € erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 4,8 Mio. € auf 8,3 Mio. € gesunken (Vorjahr 13,1 Mio. €). Hauptursache hierfür waren höhere Forderungsverkäufe im Vergleich zum Vorjahresstichtag. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 22,7 Mio. € auf 37,3 Mio. € gestiegen, da die Zahlung der Intercompany-Gesellschaft, die für die Abwicklung des Factoring-Verfahrens innerhalb der SIG-Gruppe zuständig ist, zum Jahresende ausgeblieben ist. Die Zahlung erfolgte Anfang Januar 2024. Die Forderungen gegen Gesellschafter verzeichnen einen Anstieg um 59,1 Mio. € auf 338,1 Mio. € (Vorjahr 279,0 Mio. €). Die Erhöhung der Forderungen gegen die Gesellschafter resultiert hauptsächlich aus höheren Forderungen aus dem konzerninternen Cash-Pooling.

Aufgrund der vorgenannten Effekte hat sich die Bilanzsumme um 126,4 Mio. € auf 613,9. Mio. € erhöht (Vorjahr 487,5 Mio. €).

Das Eigenkapital liegt wegen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages unverändert bei 241,2 Mio. €. Dabei hat sich die Eigenkapitalquote aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 49,5 % auf 39,3 % reduziert.

Die Rückstellungen erhöhten sich um insgesamt 10,5 Mio. € auf 97,2 Mio. € (Vorjahr 86,7 Mio. €). Dabei haben sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 1,3 Mio. € reduziert und die sonstigen Rückstellungen um 11,8 Mio. € erhöht. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen lag an der Erhöhung der Rückstellung für ausstehende Rechnungen und an der Rückstellung für Gewährleistungsrisiken.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich von 158,6 Mio. € auf 274,7 Mio. €. Die Erhöhung ergibt sich hauptsächlich aus der gestiegenen Gewinnabführung an den Gesellschafter und die Verbindlichkeit aus erhaltenen Anzahlungen für die in der Umsetzung befindlichen Füllmaschinenprojekte.

Der aus dem handelsrechtlichen Jahresabschluss abgeleitete Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2023 123,3 Mio. € (Vorjahr 70,5 Mio. €). Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus dem höheren Jahresüberschuss vor Gewinnabführung. Nach Berücksichtigung des Cash-Flows aus der Investitionstätigkeit von -41,1 Mio. € (Vorjahr -18,8 Mio. €) sowie des Cash-Flows aus der Finanzierungstätigkeit von -82,2 Mio. € (Vorjahr -51,7 Mio. €) ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 eine Reduzierung der flüssigen Mittel in Höhe von 26 Tsd. €.

Fortsetzung des Investitionsprogramms zur Sicherung unserer Marktposition

Es wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von rd. 41,1 Mio. € vorgenommen (Vorjahr 19,2 Mio. €). Davon entfallen 13,3 Mio. € auf von unserem Unternehmen vermietete Füllmaschinen. Die verbleibenden 27,8 Mio. € betreffen insbesondere Investitionen mit folgenden Schwerpunkten:

Anschaffung einer neuen Druckmaschine (Werk Linnich)

Bau des Packaging Development Centers (Werk Linnich)

Retrofit Beschichtungsanlage (Werk Wittenberg)

Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289f Abs. 4 HGB

Aufgrund des am 01.05.2015 in Kraft getretenen Gesetzes "für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" wurden § 36 GmbHG und § 52 Abs. 2 GmbHG geändert. Diese Vorschriften legen fest, dass bei einer mitbestimmten Gesellschaft in der Rechtsform der GmbH Frauenanteile für den Aufsichtsrat, die Geschäftsführungsebene und die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführungsebene zu bestimmen sind.

Im Einklang mit den angeführten Bestimmungen wurden daher folgende Beschlüsse gefasst:

1.

Mit der Berufung einer Frau in den Aufsichtsrat der SIG Combibloc GmbH im Jahr 2018 wurde eine Frauenquote von 17% erreicht und seitdem aufrechterhalten. Die Gesellschafter sind bemüht, je nach Verfügbarkeit und Eignung eine oder mehrere Frauen aufzunehmen. Die Gesellschafterversammlung der SIG Combibloc GmbH hat die zunächst bis zum 31.12.2023 festgelegte Zielgröße für die Frauenquote im Aufsichtsrat der SIG Combibloc GmbH bis zum 31.12.2024 vorsichtshalber weiterhin mit 17% angesetzt.

2.

In der Geschäftsführung wurde mit dem Eintritt von Frau Johanna Matthijsse mit Wirkung zum 01.02.2021 eine Frauenquote von 100% erreicht. Durch den im Geschäftsjahr 2022 stattgefundenen Wechsel in der Geschäftsführung hat sich die Frauenquote auf 50% reduziert, so dass die festgelegte Zielgröße zum 31.12.2023 erreicht wurde. Die Gesellschafterversammlung der SIG Combibloc GmbH hat die zunächst bis zum 31.12.2023 festgelegte Zielgröße für die Frauenquote in der Geschäftsführung der SIG Combibloc GmbH bis zum 31.12.2024 vorsichtshalber weiterhin mit 50% angesetzt.

3.

Die Geschäftsführung der SIG Combibloc GmbH hat die Zielgröße für die Frauenquote in der ersten der Geschäftsführung nachgeordneten Führungsebene bis zum 31.12.2023 mit 20% festgelegt. Per 31.12.2023 ist eine Quote von 25% erreicht worden. Die Geschäftsführung der SIG Combibloc GmbH hat die Zielgröße für die Frauenquote in der ersten der Geschäftsführung nachgeordneten Führungsebene bis zum 31.12.2024 mit 25% festgelegt.

4.

Die Geschäftsführung der SIG Combibloc GmbH hat die Zielgröße für die Frauenquote in der zweiten der Geschäftsführung nachgeordneten Führungsebene bis zum 31.12.2023 mit 15% festgelegt. Per 31.12.2023 ist eine Quote von 21% erreicht worden. Die Geschäftsführung der SIG Combibloc GmbH hat die Zielgröße für die Frauenquote in der zweiten der Geschäftsführung nachgeordneten Führungsebene bis zum 31.12.2024 mit 21% festgelegt. Hier gibt es das Bemühen, die Frauenquote bei entsprechender Verfügbarkeit und Eignung zu erhöhen.

Die vorgenannten Beschlüsse tragen der Rechtslage in Deutschland im Hinblick auf die SIG Combibloc GmbH und deren konkrete Situation Rechnung. Als Teil der SIG-Gruppe weisen wir auf die Diversitätsstrategie hin, welche wir als Unternehmensgruppe verfolgen. Eine vielfältige Belegschaft mit gleichen Chancen für alle Mitarbeiter weltweit hat für die SIG-Gruppe einen hohen Stellenwert.

Forschung und Entwicklung

Grundlagenforschung und Entwicklung werden nach wie vor von einer eigenen Entwicklungsgesellschaft ausgeführt, die im Konzernverbund angesiedelt ist. Dabei wird von unserem Unternehmen Unterstützung, z.B. bei notwendigen Tests zur Entwicklung der Serienreife, geleistet.

Die Strategie hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht geändert, so dass die wesentlichen Projekte, die auch die SIG Combibloc GmbH betreffen, die folgenden sind:

Wie bereits in den Lageberichten der letzten Jahre mitgeteilt, mussten bis zum 3. Juli 2024 die Kappen und Deckel von Getränkebehältern, die unter die Einweg-Kunststoffrichtlinie (SUP) fallen, fest mit der Verpackung verbunden sein (Artikel 6). Die Kappen und Deckel müssen während der vorgesehenen Verwendungsphase des Produkts an Einweg-Kunststoffgetränkebehältern befestigt bleiben ("angebunden"). Die Verpflichtung gilt für alle in der Europäischen Union vertriebenen Getränkekartons. Unsere F&E Abteilung hat angebundene Verschlüsse entwickelt. Wir haben für alle Verschlussvarianten der unterschiedlichen Formate 'Linked Caps' entwickelt und alle Kunden fristgerecht bis zum Juli 2024 umgestellt.

Auch im Geschäftsjahr 2023 hat sich die SIG Combibloc GmbH auf die erfolgreiche Vermarktung nachhaltiger Produkte konzentriert. Dem wachsenden Marktinteresse an aluminiumfreien Produkten wurde weiteren Produkteinführungen seitens der Kunden und weiteren Entwicklungsprojekten Rechnung getragen. So wurde insbesondere Fokus auf die Entwicklung für die Formate MidiBloc, Dome und Vita gelegt. Außerdem wurden diverse upgrade Kits für die Smile Maschinen entwickelt, um die Performance weiter zu verbessern.

Mit Erfolg hat die SIG Combibloc GmbH in Europa das Kleinformat combismile in Finnland für pflanzenbasierte Produkte und in den Niederlanden für Fruchtsäfte eingeführt. Im Geschäftsjahr 2024 wird eine weitere Linie im Milchbereich für Sahneprodukte und Molke Drinks in Österreich eingeführt.

Einer der größten deutschen Molkereien hat eine unserer Füllmaschinen aus der neuen Füllmaschinengeneration Neo Vita in Betrieb genommen. In dem Zusammenhang hat der Kunde auch unsere neue Verpackungsinnovation SIG Vita in den deutschen Markt gebracht.

Kommunikation

Der Schwerpunkt der externen, aber auch internen Kommunikation lag erneut im Thema Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit mit unseren aluminiumfreien Verbundstrukturen SIG Terra Alu-free und Alu-free+Full Barrier und den umweltfreundlichen PE Beschichtungen Alu-free+Forest-based polymers. Zusätzlich wurden die Markteinführungen für Packungsinnovationen in neuen Kategorien promotet, wie zum Beispiel SIG Dome und SIG Smile. Ein weiteres Wachstumsfeld sind aseptische und autoklavierte Food-Produkte.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Geschäftstätigkeit und den Geschäftserfolg der Gesellschaft bedeutsame nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind die Schaffung neuer und die Erhaltung bzw. der Ausbau von bestehenden Kundenbeziehungen durch ein ausgeprägtes Qualitätsmanagement-System, die Förderung und Entwicklung des vorhandenen Humankapitals unter Berücksichtigung der bestehenden Arbeitnehmerbelange sowie das Umweltmanagement.

Umweltstrategie und -ziele

Die SIG Gruppe hat Verantwortung zum Herzstück der Unternehmensstrategie gemacht und sich auf die Fahne geschrieben, alles dafür zu tun, als Unternehmen verantwortungsvoll und ethisch zu handeln und Produkte aus Rohstoffen aus verantwortungsvollen Quellen herzustellen.

Hierzu hat die SIG-Gruppe einen umfassenden Fahrplan auf den Weg gebracht, um ein "Net Positive"-Unternehmen zu werden. "Net Positive" bedeutet, dass SIG mehr für Gesellschaft und Umwelt tut, als es davon in Anspruch nimmt. SIG bezeichnet dies als Way Beyond Good (im Internet unter: www.sig.biz). Er ist Bestandteil der SIG- Unternehmensstrategie und soll unseren Kunden und auch unserem Unternehmen dabei helfen, den steigenden Anforderungen in Bezug auf nachhaltiges Handeln gerecht zu werden - insbesondere in den sich rasch verändernden Märkten.

Daten und Fakten der Unternehmensleistung 2023 in Bezug auf Gesellschaft und Umwelt können dem unterdessen veröffentlichten Annual Report 2023 der SIG Gruppe, welcher auch Daten zum Corporate Sustainability Reporting beinhaltet, entnommen werden. Der Annual Report 2023 wird auf der Unternehmens-Homepage (https://www.sig.biz/en/responsibility/cr-reports) zur Verfügung gestellt.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagement und internes Kontrollsystem

Das Handeln der SIG-Gruppe ist auf die Nutzung von Chancen bei gleichzeitiger Kontrolle der damit einhergehenden Risiken ausgerichtet. Aus diesem Grunde ist in der SIG-Gruppe die Steuerung von Chancen und Risiken integraler Bestandteil des SIG gruppenweiten Systems der Unternehmensführung. Kernelemente der Steuerung sind das Risikomanagement-System (RMS) und das Interne Kontrollsystem (IKS). Der Schwerpunkt des RMS liegt auf der Risikoerkennung (Identifikation von Risiken), Risikobewertung (Beurteilung und Quantifizierung von Risiken einschl. Risikoaggregation zur Ermittlung der möglichen Risikoauswirkungen und deren Wahrscheinlichkeitsverteilung), Risikokontrolle (Maßnahmen zur Risikovermeidung, zum Risikotransfer und zur Risikominderung) und Risikoüberwachung (Sicherstellung der Wirksamkeit des RMS). Hierzu werden in regelmäßigen Konferenzen zur Geschäftsentwicklung Risiken identifiziert und analysiert sowie entsprechende Gegenmaßnahmen vereinbart, deren Durchführung im Hinblick auf Wirksamkeit regelmäßig überprüft wird. Zudem hat die SIG-Gruppe für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass sich finanzielle Folgen von möglicherweise eintretenden Risiken in Grenzen halten.

Zentrale Bestandteile des RMS, das auf sämtliche wesentliche Risiken der SIG-Gruppe abzielt, sind der Planungs- und Controlling-Prozess, regelmäßige Workshops mit dem Vorstand der SIG-Gruppe, das konzerninterne Regelwerk und das Berichtswesen. Darüber hinaus wird das RMS durch das IKS ergänzt, in dessen Mittelpunkt die Implementierung von Kontrollen und Prozessen steht, um zu gewährleisten, dass ein regelungskonformer Jahresabschluss erstellt wird. Dazu tragen verschiedene prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bei, die sicherstellen, dass unter Berücksichtigung des Prinzips der Funktionstrennung bzw. des Vier-Augen-Prinzips die Risiken von dolosen Handlungen reduziert werden.

Die gruppeninterne Revision überwacht sowohl die Funktionsfähigkeit des internen Steuerungs- und Überwachungssystems als auch die Einhaltung organisatorischer Sicherungsmaßnahmen und prüft in regelmäßigen Abständen die Wirksamkeit des Internen Kontroll- bzw. Risikomanagement-Systems. Die Erkenntnisse aus diesen Prüfungen finden im kontinuierlichen Prozess zur Verbesserung unseres IKS und RMS, die auf der Grundlage anerkannter Rahmenwerke (z.B. COSO) basieren, Berücksichtigung.

Risiken

Dem Trend zu Konkurrenzprodukten z. B. PET begegnen wir durch Intensivierung der Produktentwicklung in Bezug auf verbesserte Funktionalität und durch den weiteren Ausbau der besseren Umwelteigenschaften der Kartonverpackung durch die anhaltende Optimierung des gesamten Produktportfolios. Herauszuheben sind hierbei die Erweiterung und stetige Verbesserung von Aluminium-freien Produkten.

Beschaffungsrisiken bei den Rohstoffen werden so weit wie möglich durch Sicherungsmaßnahmen einer konzerninternen Beschaffungsgesellschaft begegnet. Für das Risiko des Ausfalls von Produktionsanlagen sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen worden. Das IT-System wird von einer konzerninternen Servicegesellschaft betrieben, die Vorkehrungen gegen Ausfälle getroffen hat. Das Risiko des Forderungsausfalls wird als gering angesehen, da große Teile der Forderungen an ein Factoring-Institut verkauft werden und die wesentlichen Risiken an dieses übergehen.

Die erwartete wirtschaftliche Entwicklung der SIG-Gruppe gibt aktuell keinen Hinweis auf bestandsgefährdende Risiken.

Chancen

Die SIG-Gruppe sieht vor allem in den diversen Nachhaltigkeitsprojekten und -initiativen die größten Chancen. Konkrete Projekte sind zum Beispiel 'Linked Caps' (Verschlüsse, welche mit der Packung verbunden sind), aluminiumfreie Verpackungen und der Weg zur Klimaneutralität. (z.B. die Anbindungen von Photovoltaik-Anlagen an unsere Produktionsstandorte in Linnich und Wittenberg im Jahr 2023).

Ausblick

Inflation und volatiles Marktumfeld werden auch weite Teile von 2024 beeinflussen. Weitere Folgen der anhaltenden, wenn auch schwächer werdenden Inflation sowie Folgen makroökonomischer Entwicklungen sind weiterhin schwer abzusehen. Aufgrund der Robustheit unserer Geschäftsmodells, gehen wir insgesamt von einer stabilen bzw. leicht steigenden Absatzmenge aus. Die derzeit bekannten makroökonomischen Instabilitäten werden nach gegenwärtigen Erwartungen keine oder sehr geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Während der Drittumsatz auf gleichbleibendem Niveau erwartet wird, ist von einem leicht steigenden konzerninternen Umsatz auszugehen. Das operative Ergebnis wird für 2024 nach deutlicher Steigerung im Vorjahr auf einem vergleichbaren Niveau erwartet. Des Weiteren rechnen wir mit niedrigeren Dividendenzahlungen von Beteiligungen und einem Rückgang des Finanzergebnis, was zu einem insgesamt leicht niedrigerem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung führen wird.

 

Linnich, 5. August 2024

SIG Combibloc GmbH

Geschäftsführung

Johanna Matthijsse

Michael Herzog

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31. Dez 23
EUR
31. Dez 22
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 120.145 36.130
2. Geleistete Anzahlungen 0 76.043
120.145 112.173
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.428.690 24.127.697
2. Technische Anlagen und Maschinen 40.344.137 33.399.136
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.501.571 16.094.412
4. Vermietete Erzeugnisse 12.291.388 4.570.620
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.672.088 22.297.359
125.237.874 100.489.224
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.477.195 1.477.195
2. Beteiligungen 20.299.554 20.299.554
3. Sonstige Ausleihungen 540.928 540.928
22.317.677 22.317.677
Anlagevermögen 147.675.696 122.919.074
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.321.674 18.613.699
2. Unfertige Erzeugnisse 11.846.710 7.842.934
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 51.899.854 27.518.635
79.068.238 53.975.268
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.328.396 13.122.194
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 37.306.112 14.632.299
3. Forderungen gegen Gesellschafter 338.123.064 279.018.928
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.427.932 2.718.428
386.185.504 309.491.849
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 202.741 228.647
Umlaufvermögen 465.456.483 363.695.764
C. Rechnungsabgrenzungsposten 785.595 858.405
Bilanzsumme Aktiva 613.917.774 487.473.243

PASSIVA

31. Dez 23
EUR
31. Dez 22
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 34.494.382 34.494.382
II. Kapitalrücklage 206.741.314 206.741.314
Eigenkapital 241.235.696 241.235.696
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen 756.450 870.437
C. Rückstellungen
1. Rücktellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 52.812.794 54.113.109
2. Sonstige Rückstellungen 44.408.905 32.571.509
Rückstellungen 97.221.699 86.684.618
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 635
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 33.577.615 11.246.414
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.946.930 19.551.359
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 40.975.667 38.576.401
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 161.861.670 60.902.652
6. Sonstige Verbindlichkeiten 25.342.047 28.368.225
- davon aus Steuern 817.845 852.563
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 9.357
Verbindlichkeiten 274.703.929 158.645.686
F. Rechnungsabgrenzungsposten 0 36.806
Bilanzsumme Passiva 613.917.774 487.473.243

Gewinn- u. Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

EUR 2023 EUR 2022
1. Umsatzerlöse 827.964.546 828.715.137
2. Erhöhung (+) oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.528.562 4.126.186
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4.520.614 4.900.311
4. Gesamtleistung 835.013.722 837.741.634
5. Sonstige betriebliche Erträge 5.275.696 2.665.009
6. Materialaufwand 511.673.141 567.405.381
7. Personalaufwand 95.778.003 101.479.205
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgengstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 16.338.148 14.697.440
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 131.038.995 125.566.059
10. Betriebliches Ergebnis 85.461.131 31.258.558
11. Erträge aus Beteiligungen 15.428.903 742.110
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.837.329 2.938.882
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.749.398 3.001.506
14. Finanzergebnis 17.516.834 679.486
15. Ergebnis vor Steuern 102.977.965 31.938.044
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 252.074 13.974
17. Ergebnis nach Steuern 102.725.891 31.924.070
18. Sonstige Steuern 474.566 648.436
19. Jahresüberschuss vor Gewinnabführung 102.251.325 31.275.634
20. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -102.251.325 -31.275.634
21. Jahresüberschuss nach Gewinnabführung 0 0

Anhang 2023

Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist unter der Nr. HRB 5182 in das Handelsregister des Amtsgerichts Düren eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Linnich.

An der Kapitalgesellschaft sind die Gesellschafter mit den nachstehenden Kapitalanteilen wie folgt beteiligt:

EUR
SIG Euro Holding GmbH, Linnich (D) - 89% 30.700.000
SIG Services AG, Neuhausen (CH) - 11% 3.794.382
34.494.382

Der vorliegende Jahresabschluss der SIG Combibloc GmbH wurde nach den Vorschriften des HGB sowie des GmbHG aufgestellt

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gliederungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz und einzelne davon-Vermerke der Bilanz- und der Gewinn- und Verlustrechnung ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Handels- und Steuerbilanz enthalten somit zu identischen Herstellungskosten bewertete Sachanlagen. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennwert bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird nach der Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird handelsrechtlich die steuerliche Regelung des § 6 Abs. 2 EstG analog angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungskosten für den einzelnen Vermögensgegenstand EUR 800,00 netto nicht übersteigen.

Übersicht über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern in Jahren:

Kategorie ND
Gebäude 5 - 33
Produktionsmaschinen 5 - 25
Sonstige Techn. Anlage und Maschinen 3 - 20
Vermietete Füllmaschinen 2 - 10
Andere Anlagen / BGA 3 - 25
Software 3 - 5

Von der öffentlichen Hand gewährte Investitionszuschüsse und -zulagen werden als Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände aufgelöst.

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird demjenigen Vertragspartner zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasinggegenstand verbunden sind. Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken (Finance Lease), die mit dem Eigentum am Leasing-Gegenstand verbunden sind, so hat der Leasingnehmer den Leasinggegenstand zu bilanzieren. Der Leasinggegenstand wird im Zugangszeitpunkt mit seinem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen bewertet und über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Zugleich wird in Höhe des Buchwertes zum Zugangszeitpunkt eine Leasingverbindlichkeit angesetzt, die in den Folgeperioden nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben wird.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Ausleihungen grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Vorräte werden mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind mit Hilfe des Durchschnittswertverfahrens unter Berücksichtigung des Lifo-Verbrauchsfolgeverfahrens unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Bei der Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den direkt zurechenbaren und aktivierungspflichtigen Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt worden. Ebenfalls werden anteilige Verwaltungsgemeinkosten berücksichtigt, soweit sie auf die Fertigung entfallen. Darüber hinaus gehende Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist mit dem Betrag zum 31. Dezember 2023 bilanziert, der Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Investitionszuschüsse werden zur Förderung von Investitionen gewährt. Diese Zuschüsse werden in einem gesonderten Passivposten nach den Eigenkapital ausgewiesen und anteilig analog zur Abschreibung ertragswirksam aufgelöst.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten nach den Richttafeln Heubeck 2018 G nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelt. Sie wurden zum 31. Dezember 2023 gem. Art. 75 Abs. 6 EGHGB i. V. m. § 253 Abs. 2 HGBn. F. mit dem zum Zeitpunkt der Ermittlung der Pensionsrückstellungen für den Dezember 2023 erwarteten von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,82 % p.a. (Vorjahr 1,78 % p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,80 % (Vorjahr 2,80 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,30 % (Vorjahr 2,30 %) zugrunde gelegt sowie eine unveränderte Fluktuation in Höhe von 2,0 % p. a. unterstellt.

Der von der Deutschen Bundesbank im Dezember 2023 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, beträgt 1,74 % (Vorjahr 1,44 %).

Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wird unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten nach den Richttafeln Heubeck 2018 G auf Grundlage der Verlautbarung IDW RS HFA 3 vom 19.06.2013 unter Berücksichtigung der HGB-Vorschriften gebildet. Dabei wurden folgende Bewertungsannahmen getroffen: Rechnungszinsfuß 1,01 % p.a. (Vorjahr 0,48 % p.a.) und Dynamik der anrechenbaren Bezüge 2,80 % p.a. (Vorjahr 2,80 % p.a.).

Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wird unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten nach den Richttafeln Heubeck 2018 G unter Anwendung der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected-Unit-Credit-Method) und unter Berücksichtigung der HGB-Vorschriften gebildet. Dabei wurden folgende Bewertungsannahmen getroffen: Fluktuation 2,0 % p.a., Rechnungszinsfuß 1,74 % p.a. (Vorjahr 1,44 % p.a.), Dynamik der anrechenbaren Bezüge 2,80 % p.a. (Vorjahr 2,80 % p.a.).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Bewertung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden bei Erfassen des Geschäftsvorfalls mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Zum Bilanzstichtag werden gem. § 256a HGB Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden das Anschaffungswertprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) und das Imparitätsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) nicht beachtet.

Die Gesellschaft bilanziert aufgrund des Organschaftsverhältnisses als Organgesellschaft keine eigenen latenten Steuern.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel in der Anlage I zum Anhang dargestellt.

Unter der Position vermietete Erzeugnisse werden die langfristig an Kunden vermieteten Füllmaschinen mit den entsprechenden Zusatzkomponenten im Interesse eines besseren Einblicks in die Vermögenslage gesondert ausgewiesen.

Das Sachanlagevermögen enthält Vermögensgegenstände, die im Rahmen von Mietkaufverträgen (Sale and Lease Back) an Leasinggesellschaften veräußert und von diesen zurückgemietet worden sind.

Finanzanlagen

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung
%
Eigenkapital in 000'
LW
Jahresergebnis in 000'
LW
SIG Combibloc S.à.r.l. EUR 100 362 328
Courbevoie / Frankreich
SIG Combibloc B.V. EUR 100 223 154
Hengelo/ Niederlande
Al Obeikan SIG Combibloc Company Ltd. * SAR 50 258.922 78.494
Riyadh/ Saudi Arabien
SIG Combibloc AB * SEK 100 760 268
Elslöv / Schweden
SIG Combibloc S.A. EUR 100 906 369
Madrid/ Spanien
SIG Combibloc FZCO EUR 50 68.042 27.269
Dubai/ VAE

* Stichtagskurse: SAR =4,05631 SEK = 11,46615

Vorräte

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.322 18.614
Unfertige Erzeugnisse 11.846 7.843
Fertige Erzeugnisse und Waren 51.900 27.518
79.068 53.975

Die Anwendung der Bewertungsmethode nach § 256 Satz 1 HGB führte im Vergleich zu einer Bewertung mit dem letzten vor dem Abschlussstichtag bekannten Marktpreis zu folgenden Unterschiedsbeträgen:

Niedrigerer Wertansatz aufgrund Lifo-Verfahren

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.355 4.526
Fertige Erzeugnisse und Waren 304 174
3.659 4.700

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es existieren zum Bilanzstichtag, wie zum Vorjahresstichtag, keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen, wie zum Vorjahresstichtag, ausschließlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, und haben, wie zum Vorjahresstichtag, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter haben eine Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr und entfallen auf Forderungen im Rahmen des konzerninternen Cash-Pooling, sonstigen Darlehen und damit verbundenen Zinsforderungen in Höhe von insgesamt TEUR 337.026 (Vorjahr TEUR 272.358) sowie auf Forderungen aus Steuerverrechnungen im Rahmen der Organschaft in Höhe von TEUR 1.086 (Vorjahr TEUR 6.659) und aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 2).

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 TEUR 34.494 (Vorjahr TEUR 34.494).

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage hat, wie zum Vorjahresstichtag, einen Bestand von TEUR 206.741.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (TEUR 53.581; Vorjahr TEUR 54.903) sowie die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 2.489; Vorjahr 1.914) sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert. Diese Vermögensgegenstände wurden gem. § 246 Abs. 2 Satz HGB mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Wert des verrechneten Deckungsvermögens (ermittelt je nach Anlageform nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bzw. aufgrund von Kurswerten zum Stichtag) für Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt TEUR 768 (Vorjahr TEUR 790) und für Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen TEUR 80 (Vorjahr TEUR 80). Hiervon betreffen TEUR 305 (Vorjahr TEUR 307) Vermögensgegenstände, deren Wertansatz wie im Vorjahr ca. TEUR 50 über den Anschaffungskosten liegt und damit in dieser Höhe grundsätzlich der Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre unterliegen. Da die frei verfügbaren Rücklagen der Gesellschaft jedoch höher sind, kommt diese Sperre nicht zur Anwendung.

Gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB n. F. war die Neufassung von § 253 HGB erstmalig im Jahresabschluss 2016 anzuwenden. Die hieraus sich ergebende Rückstellung für Pensionen in Höhe von TEUR 53.520 (Vorjahr TEUR 54.826) liegt um TEUR 747 (Vorjahr TEUR 3.483) unter dem Ansatz, der sich zum 31.12.2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittssatzes ergeben hätte. Obwohl dieser Betrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n. F. grundsätzlich für Ausschüttungen gesperrt ist, wurde der Betrag im Rahmen der Ergebnisabführung berücksichtigt, da er keiner Abführungssperre unterliegt.

Der Effekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurde im Finanzergebnis erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, Gewährleistungsansprüche, Verkaufsförderung und ausstehende Rechnungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel (Anlage II zum Anhang) im Einzelnen dargestellt.

Die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen betreffen in der Realisationsphase befindliche Füllmaschinenprojekte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 40.976 (Vorjahr TEUR 38.576).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen mit TEUR 102.251 (Vorjahr TEUR 31.276) auf die Gewinnabführung für das Kalenderjahr 2023, mit TEUR 3.449 (Vorjahr TEUR 4.090) auf Dienstleistungen und Konzernumlagen und mit TEUR 56.161 (Vorjahr TEUR 25.537) auf Verbindlichkeiten im Rahmen des Cash-Pooling.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten für den Rückerwerb von veräußertem Anlagevermögen im Rahmen von Mietkaufverträgen in Höhe von TEUR 1.988 (Vorjahr TEUR 3.140) enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Miet- und Leasingverpflichtungen 1.347 1.060
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 4.094 14.320
Bestellobligo für Großreparaturen 395 347
5.836 15.727

Aus Liquiditätsgründen werden bestimmte Vermögensgegenstände gemietet bzw. geleast. Besondere Risiken ergeben sich hieraus nicht.

Sonstige Sachverhalte

In Einzelfällen müssen Füllmaschinen wegen geänderter Kundengewohnheiten oder technischer Fortschritte von SIG Combibloc ausgetauscht oder nach Rückkauf zurückgenommen werden. Diese Füllmaschinen werden in der Regel technisch angepasst und wiederverkauft. Bei der Rücknahme werden diese Maschinen in den Vorräten aktiviert. Die sich aus der Rücknahme ergebenden Erfolgsrisiken werden jährlich bewertet (Barwert) und bei Bedarf zurückgestellt. Für den Rückkauf einzelner Maschinen ist im Jahresabschluss, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeit ausgewiesen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Umsatz Inland Dritte 259.266 281.780
Umsatz EU Länder Dritte 317.269 288.226
Umsatz Drittland Dritte 57.584 54.428
Umsatz Dritte 634.119 624.434
Umsätze verbundene Unternehmen 193.846 204.281
Gesamtumsatz 827.965 828.715

Aufgrund von erheblichen Wettbewerbsnachteilen unterbleibt die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gemäß § 286 (2) HGB.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten keine Erträge (Vorjahr TEUR 1) aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil. Des Weiteren beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge periodenfremde Erträge (im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen) in Höhe von TEUR 450 (Vorjahr TEUR 425). Die Erträge aus Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 1.885 (Vorjahr TEUR 354). Die Erträge aus Anlagenabgängen liegen bei TEUR 52 (Vorjahr TEUR 746) und aus Schadensfällen bei TEUR 9 (Vorjahr TEUR 437). Desweitern sind Erträge aus dem Entlastungsbetrag der Energiepreisbremse in Höhe von TEUR 2.128 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

Materialaufwand

2023
TEUR
2022
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 507.488 563.247
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.185 4.158
511.673 567.405

Personalaufwand

2023
TEUR
2022
TEUR
Löhne und Gehälter 80.277 79.690
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 15.501 21.789
- davon für Altersversorgung 924 7.596
95.778 101.479

Abschreibungen

Im Gesamtbetrag der Abschreibungen in Höhe von TEUR 16.338 (Vorjahr TEUR 14.697) sind, wie im Vorjahr, keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 9 aus dem Abgang von Anlagevermögen (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

Weiterhin enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen konzerninterne Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 61.097 (Vorjahr TEUR 61.891) sowie Vertriebskosten in Höhe von TEUR 38.029 (Vorjahr TEUR 37.660). Aufwendungen aus Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 226 (Vorjahr TEUR 205) enthalten. Der Rest entfällt im Wesentlichen auf Gewährleistungen, Instandhaltungskosten, sonstige Personalnebenkosten und auf Verwaltungsaufwendungen. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr TEUR 28) enthalten.

Finanzergebnis

In den Erträgen aus Beteiligungen sind TEUR 15.429 (Vorjahr TEUR 742) aus verbundenen Unternehmen und den beiden Beteiligungen enthalten.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.824 (Vorjahr TEUR 2.925) enthalten. Der von verbundenen Unternehmen in Rechnung gestellte Zinsaufwand liegt im Berichtsjahr bei TEUR 6.707 (Vorjahr TEUR 1.962) und ist in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten.

Ein sich aus den Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens ergebender Ertrag in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr Aufwand TEUR 12) wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zusammen mit den Zinszuführungen aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen und ähnlichen langfristigen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 983 (Vorjahr TEUR 920) unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Der Saldo beläuft sich auf TEUR 968 (Vorjahr TEUR 932).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der ausgewiesene Ertragssteueraufwand entfällt ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Er betrifft ausnahmslos ausländische Quellensteuer.

Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Energiepreisrisiken hat die SIG Combibloc GmbH Electricity Commodity Swaps abgeschlossen. Das zugrundeliegende Nominalvolumen beträgt insgesamt TEUR 3.355 (VJ TEUR 0) bei einem negativen beizulegenden Zeitwert von TEUR 989 (VJ TEUR 0). In Höhe des negativen beizulegenden Zeitwerts wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet, die in den sonstigen Rückstellungen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist. Der beizulegende Zeitwert wurde mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft betreibt mit einem ausländischen Partner das Factoring von überwiegend kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Packstoffbereich. Dadurch werden Teile des Umlaufvermögens zur schnelleren Beschaffung liquider Mittel eingesetzt. Die Ausnutzung der Factoring-Linien führt während der Dauer der Vereinbarungen zu einer nachhaltigen Verbesserung der Liquidität und Verminderung der Ausfallrisiken. Die eingeräumten und ausgenutzten Factoring-Linien bewegen sich regelmäßig im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die veräußerten Forderungen werden ausgebucht, da die wesentlichen Risiken, insbesondere das Ausfallrisiko, durch das Factoringinstitut getragen werden. SIG garantiert den Bestand der Forderung dem Grunde nach.

Organe

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

 

Samuel Sigrist, Zug, Schweiz, Vorsitzender

Chief Executive Officer CEO, SIG Group AG

 

Rodrigo Steinvorth, Neuss,

Vice President Global Production & CIS, SIG International Services GmbH

 

Holger Dickers, Mönchengladbach,

Senior Advisor, SIG Euro Holding GmbH

 

Petra Gerber, Bingen am Rhein,

Environmental Affairs & Product related Services, SIG International Services GmbH

 

Elmar Mehlhase, Heinsberg,

Betriebsrat, SIG Combibloc GmbH

 

Bert Küster, Lutherstadt Wittenberg,

Feuerwehrmann, SIG Combibloc GmbH

Geschäftsführung

 

Johanna Matthijsse, Amersfoort (Niederlande)

President & General Manager Europe

 

Michael Herzog, Achern,

Director Finance Europe

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Es wird von der Befreiungsmöglichkeit nach § 286 (4) HGB Gebrauch gemacht.

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf TEUR 10 (VJ TEUR 8).

Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Die Bezüge für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 562 (VJ TEUR 515). Der Gesamtbetrag der für diesen Personenkreis gebildeten Rückstellungen für Pensionen beträgt TEUR 5.307 (VJ TEUR 5.450).

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Gewerbliche Mitarbeiter 858 845
Angestellte 338 330
1.196 1.175

Zusätzlich waren im Geschäftsjahr 2023 im Jahresdurchschnitt 76 (Vorjahr 87) Auszubildende beschäftigt.

Honorar des Abschlussprüfers

Insgesamt belaufen sich die mit dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 vereinbarten Honorare auf TEUR 142. Sie entfallen mit TEUR 132 (Vorjahr TEUR 121) auf Abschlussprüfungsleistungen und mit TEUR 10 (Vorjahr TEUR 19) auf andere Bestätigungsleistungen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die für den Jahresabschluss von Relevanz wären.

Konzernverhältnisse

Seit August 2019 ist die SIG Euro Holding GmbH Mehrheitsgesellschafter der SIG Combibloc GmbH.

Mit Wirkung zum 01.01.2020 wurde ein neuer Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Dieser regelt die Leitung der SIG Combibloc GmbH und die Gewinn- und Verlustübernahme. Für die Verlustübernahme gelten die Vorschriften des § 302 des Aktiengesetzes in seiner jeweils gültigen Fassung. Dieser Vertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Parteien unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten auf das Ende eines jeden Geschäftsjahres der Gesellschaft, frühestens auf den 31.12.2024, gekündigt werden.

Die SIG Combibloc GmbH und ihre Tochtergesellschaften werden in den nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der SIG Group AG, Neuhausen am Rheinfall, Schweiz, einbezogen. . Die SIG Group AG ist seit dem 28. September 2018 bei der "SIX Swiss Exchange" der Schweizer Börse mit Sitz in Zürich, unter dem Ticker "SIGN:SWX" gelistet.

Die SIG Group AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss (Annual Report) kann bei der SIX Swiss Exchange unter dem Ticker "SIGN:SWX" abgerufen werden und wird zudem auf der Unternehmens-Homepage (https://www.sig.biz/en/responsibility/cr-reports) der SIG Group AG zur Verfügung gestellt.

Der befreiende Konzernabschluss der SIG Group AG wird zudem an die das deutsche Unternehmensregister führende Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt.

Die SIG Combibloc GmbH ist somit gemäß §§ 292 i. V. m. 291 Abs. 2 Nummer 1 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit.

 

Linnich, 5. August 2024

SIG Combibloc GmbH

Geschäftsführung

Johanna Matthijsse

Michael Herzog

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
in EUR
Stand 1. Jan 23 Zugänge des Geschäftsjahres Umbuchungen Abgänge Stand 31. Dez 23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.132.227 36.704 70.194 0 5.239.125
2. Geleistete Anzahlungen 76.043 0 -76.043 0 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 5.208.270 36.704 -5.849 0 5.239.125
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 133.421.575 8.416.941 676.864 54.454 142.460.926
2. Technische Anlagen und Maschinen 300.965.210 3.541.541 9.911.886 2.849.101 311.569.536
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattg 99.279.060 1.752.381 1.595.377 825.399 101.801.419
4. Vermietete Erzeugnisse 61.060.622 9.860.256 24.095 6.447.245 64.497.728
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.297.359 17.577.101 -12.202.373 0 27.672.088
Sachanlagen 617.023.826 41.148.222 5.849 10.176.199 648.001.698
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.477.195 0 0 0 1.477.195
2. Beteiligungen 20.299.554 0 0 0 20.299.554
3. Sonstige Ausleihungen 540.928 0 0 0 540.928
Finanzanlagen 22.317.677 0 0 0 22.317.677
Anlagevermögen 644.549.774 41.184.926 0 10.176.199 675.558.501
Aufgelaufene Abschreibungen
in EUR
Stand 1. Jan 23 Zugänge des Geschäftsjahres Umbuchungen Abgänge Stand 31. Dez 23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.096.097 29.219 -6.336 0 5.118.980
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 5.096.097 29.219 -6.336 0 5.118.980
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 109.293.878 2.792.812 0 54.454 112.032.236
2. Technische Anlagen und Maschinen 267.566.074 6.500.628 -77.770 2.763.533 271.225.399
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattg 83.184.648 4.851.906 84.106 820.812 87.299.848
4. Vermietete Erzeugnisse 56.490.002 2.163.583 0 6.447.245 52.206.340
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Sachanlagen 516.534.602 16.308.929 6.336 10.086.044 522.763.823
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
Finanzanlagen 0 0 0 0 0
Anlagevermögen 521.630.699 16.338.148 0 10.086.044 527.882.803
Buchwerte
in EUR
Stand 31. Dez 22 Stand 31. Dez 23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.130 120.145
2. Geleistete Anzahlungen 76.043 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 112.173 120.145
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.127.697 30.428.690
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.399.136 40.344.137
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattg 16.094.412 14.501.571
4. Vermietete Erzeugnisse 4.570.620 12.291.388
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.297.359 27.672.088
Sachanlagen 100.489.224 125.237.874
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.477.195 1.477.195
2. Beteiligungen 20.299.554 20.299.554
3. Sonstige Ausleihungen 540.928 540.928
Finanzanlagen 22.317.677 22.317.677
Anlagevermögen 122.919.074 147.675.696

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten per 31.12.2023 (TEUR)

31. Dezember 2023
bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 33.577 0 0 33.577
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.947 0 0 12.947
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 40.976 0 0 40.976
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 161.862 0 0 161.862
Sonstige Verbindlichkeiten 24.371 971 0 25.342
- davon:
aus Steuern (818) (0) (0) (818)
im Rahmen der sozialen Sicherheit (0) (0) (0) (0)
Summe: 273.733 971 0 274.704
31. Dezember 2022
bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 0 0 1
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.247 0 0 11.247
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.551 0 0 19.551
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.576 0 0 38.576
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 60.903 0 0 60.903
Sonstige Verbindlichkeiten 26.380 1.988 0 28.368
- davon:
aus Steuern (853) (0) (0) (853)
im Rahmen der sozialen Sicherheit (9) (0) (0) (9)
Summe: 156.658 1.988 0 158.646

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SIG Combibloc GmbH, Linnich

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SIG Combibloc GmbH, Linnich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SIG Combibloc GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 3. September 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Herting, Wirtschaftsprüfer

ppa. Andreas Seifert, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023

der SIG Combibloc GmbH, Linnich

Während des Geschäftsjahrs 2023 wurde der Aufsichtsrat durch Berichte und Erläuterungen der Geschäftsführung über die Lage und die wesentlichen Geschäftsvorgänge der SIG Combibloc GmbH (nachfolgend auch "Gesellschaft") regelmäßig und umfassend unterrichtet. Es wurden insgesamt zwei Aufsichtsratssitzungen abgehalten.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand mit den Vertretern der Gesellschaft über die Führung der Geschäfte der Gesellschaft in regelmäßigem Kontakt und koordinierte die laufende Beratungs- und Überwachungsfunktion des Aufsichtsrats.

Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lag dem Aufsichtsrat vor.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Gesellschaft für das abgelaufene Geschäftsjahr geprüft und den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2023 wird gebilligt.

Die Feststellung des von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschlusses obliegt nach dem Gesetz der Gesellschafterversammlung.

Es wird der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, den Jahresabschluss festzustellen und der Geschäftsführung der Gesellschaft Entlastung zu erteilen.

 

Linnich, den 13.09.2024

Für den Aufsichtsrat der SIG Combibloc GmbH

Ann-Kristin Erkens, Vorsitzende

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 10. Oktober 2024 festgestellt.

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