SIG Euro Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maria Molokova seit 3.11.2025 | Geschäftsführer |
Lukas Lück seit 1.10.2025 | Prokura |
Tobias Schlarb seit 1.10.2025 | Prokura |
Deborah Untheim seit 1.10.2025 | Prokura |
Helene Mensler seit 28.9.2023 | Prokura |
Volker Bubacz seit 6.7.2023 | Prokura |
Agnes Brigitte Goldschmidt seit 4.4.2023 | Prokura |
Gerald Scholtz seit 4.4.2023 | Prokura |
Johanna Eke Matthijsse seit 17.3.2021 | Geschäftsführer |
Klaus Zauner seit 20.12.2018 | Prokura |
Robert Kummer seit 22.4.2015 | Prokura |
Marcel Müllers seit 19.9.2013 | Prokura |
Georg Philippen seit 19.9.2013 | Prokura |
Markus J. Böhm seit 16.6.2009 | Geschäftsführer |
Stefan Dr. Breu seit 14.5.2009 | Geschäftsführer |
Peter Grümmer seit 28.8.2008 | Prokura |
Achim Inden seit 28.8.2008 | Prokura |
Gerhard Nieländer seit 27.8.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SIG Austria GmbH | 89.00% |
SIG Services AG | 11.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SIG Combibloc GmbHLinnichJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023Darstellung des UnternehmensSIG ist ein führender Anbieter von nachhaltigen, innovativen und vielseitigen Verpackungslösungen. Wir arbeiten partnerschaftlich mit unseren Kunden zusammen, um Lebensmittel auf sichere, nachhaltige und bezahlbare Weise zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern in aller Welt zu bringen. Wir sind ein Systemanbieter, der Standbeutel, Kartonpackungen und Bag-in-Box abdeckt. Dank unserer vielseitigen Technologie und unserer Fähigkeit zur Produktinnovation können wir unseren Kunden Kategorie und Kanal übergreifende Lösungen anbieten und flexibel und schnell auf die Bedürfnisse der Verbraucher und des Marktes eingehen. Die SIG wurde 1853 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Neuhausen, Schweiz. In Linnich und Lutherstadt Wittenberg befindet sich jeweils eine Packstoffproduktionsstätte der weltweit neun Produktionsstandorte der SIG-Gruppe, in denen aseptische Kartonpackungen hergestellt, bedruckt und als flache Kartonmäntel zu den Kunden ausgeliefert werden. Bei den Kunden werden sie auf Füllmaschinen von SIG befüllt. Die SIG Combibloc GmbH und ihre Tochtergesellschaften werden in den nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der SIG Group AG, Neuhausen am Rheinfall, Schweiz, einbezogen. Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes UmfeldIm Jahr 2023 stand die Weltwirtschaft weiterhin im Einfluss der Inflation und der Erhöhung der Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner aktualisierten Prognose mit einem Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 um 3,2% und erwartet für das Jahr 2025 ebenfalls ein Wachstum von 3,2%. Für die deutsche Wirtschaft war das Bruttoinlandsprodukt 2023 preisbereinigt um 0,2% niedriger als im Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es sogar zu einer Rezession. Im Jahr 2024 soll das BIP um 0,2% steigen. GeschäftsverlaufIm Allgemeinen ist der Geschäftsverlauf weitgehend unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen, dies zeigt sich auch im von Inflation geprägten Jahr 2023. Die Umsatzerlöse bleiben nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung erholte sich deutlich. Dies ist im Wesentlichen auf eine Normalisierung der erhöhten Energiekosten aus 2022 sowie Preisanpassungen zurückzuführen. Die Preisanpassungen sind dabei auf einen Nachholeffekt der im Vergleich zur Zeit vor dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine erhöhten Rohmaterial- und Energiekosten zurückzuführen. Des Weiteren hat die Gesellschaft Dividendenzahlungen von den Beteiligungen aus Dubai und Saudi-Arabien erhalten, die sich ebenfalls positiv auf den erhöhten Jahresüberschuss vor Gewinnabführung ausgewirkt haben. Packstoffabsatz und -umsatz Der Gesamtabsatz erreichte 10.271 Mio. Packungen und liegt damit unter dem Vorjahresniveau von 11.196 Mio. Packungen. In den Absatzgebieten Westeuropa und dem Nahen Osten entwickelte sich der Gesamtabsatz leicht rückläufig und liegt mit 7.603 Mio. Packungen leicht unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr 7.728 Mio. Packungen). Der Absatz von konzerninternen Lieferungen sank ebenfalls von 3.468 Mio. Packungen auf 2.668 Mio. Packungen. Der Hauptgrund für den Rückgang der konzerninternen Lieferungen liegt an dem neuen Produktionswerk in Mexiko. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 828,0 Mio. € liegt leicht unter dem des Vorjahres (828,7 Mio. €). Der signifikante Umsatzanstieg im Packstoffbereich hängt insbesondere mit gestiegenen Verkaufspreisen zusammen. Gegenläufig haben sich jedoch der Füllmaschinenumsatz und der Intercompany-Umsatz entwickelt, was dazu beigetragen hat, dass der Gesamtumsatz deutlich unter der Erwartung des Managements gelegen hat. Market Area Europa Der Absatz im Segment haltbarer Milch entwickelte sich auch nach dem sehr starken Vorjahr weiterhin positiv. Dies wird primär durch neu installierte Kapazität in Deutschland und Belgien getrieben. Der Markt für NCSD (non carbonated softdrinks) verzeichnete rückläufige Mengen in einem stark inflationsgetriebenen Umfeld. Geographisch herauszuheben waren folgende Entwicklungen:
Analyse der Ertragslage Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBT). Die Gesamtleistung liegt mit 835,0 Mio. € leicht unter dem Vorjahr von 837,7 Mio. €. Dabei lagen alle drei Bestandteile der Gesamtleistung unterhalb des Vorjahres, wobei der Umsatz hauptsächlich aufgrund eines geänderten Umsatzmixes zwischen Packstoff und Füllmaschinenverkauf und geringeren Intercompany-Umsätzen leicht gesunken ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Mio. € auf 5,3 Mio. €. Hauptursache für die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge sind gestiegene Währungskursgewinne und die erstmals vereinnahmten Erträge aus dem Entlastungsbetrag der Energiepreisbremse. Der Materialaufwand inklusive der Energiekosten lag im Geschäftsjahr 2023 bei 511,7 Mio. € (Vorjahr 567,4 Mio. €). Die Reduzierung ist auf gesunkene Beschaffungskosten und einen geänderten Produktmix (Packstoff und Füllmaschinen) zurückzuführen. Der Personalaufwand liegt bei 95,8 Mio. € und somit um 5,7 Mio. € unter dem Vorjahr. Dabei entfallen 6,7 Mio. € auf gesunkene Altersvorsorgekosten, 1,8 Mio. € auf gesunkene Restrukturierungskosten und 2,8 Mio. € auf gestiegene Löhne, Gehälter und Sozialversicherungskosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 5,4 Mio. € auf 131,0 Mio. € erhöht. Hierbei sind hauptsächlich die Kosten für die Gewährleistungsrückstellung und die Verwaltungsgemeinkosten gestiegen. Die Erträge aus Beteiligungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 14,7 Mio. € auf 15,4 Mio. € erhöht. Die Steigerung resultiert vorwiegend aus den Dividendenzahlungen der SIG Combibloc FZCO und der Al Obeikan SIG Combibloc Company Ltd. Aufgrund der gestiegenen Zinssätze haben sich auch die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sowie die Zinsen und ähnliche Aufwendungen erhöht, so dass sich das Finanzergebnis um 16,8 Mio. € auf 17,5 Mio. € verbessert hat. Unter Berücksichtigung der vorgenannten Effekte ergibt sich ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 102,3 Mio. €, was einer Umsatzrentabilität von 12,3% entspricht und somit deutlich über dem Vorjahr liegt (3,8%). Das erzielte Jahresergebnis 2023 entspricht den Erwartungen des Managements. Analyse der Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen hat sich von 122,9 Mio. € auf 147,7 Mio. € erhöht. Dabei wurden Investitionen in Höhe von 41,2 Mio. € (Vorjahr 19,3 Mio. €) getätigt, die die Abschreibungen von 16,3 Mio. € (Vorjahr 14,7 Mio. €) übertroffen haben. Schwerpunktmäßig wurde in die Bereiche technische Anlagen und Maschinen, vermietete Füllmaschinen und in das neue Packaging Development Center investiert, wobei ein Teil der Projekte zum Bilanzstichtag nicht abgeschlossen werden konnte und deshalb unter den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau ausgewiesen wurde. Im Bereich des Umlaufvermögens erhöhte sich der Vorratsbestand um 25,1 Mio. € auf 79,1 Mio. € (Vorjahr 54,0 Mio. €). Dabei verringerte sich der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen hauptsächlich aufgrund der Verringerung der Risikobestände zum Jahresende um 3,3 Mio. € auf 15,3 Mio. € (Vorjahr 18,6 Mio. €). Die unfertigen Erzeugnisse stiegen hingegen um 4,0 Mio. € auf 11,8 Mio. € (Vorjahr 7,8 Mio. €). Der Grund für den Anstieg der unfertigen Erzeugnisse war, dass aufgrund eines geplanten Produktionsstillstands im 1. Quartal 2024 Vorprodukte für das 1. Quartal 2024 bereits im Dezember 2023 gefertigt wurden. Die Hauptursache für die Erhöhung des Vorratsbestands lag bei den fertigen Erzeugnissen und Waren im Bereich der Füllmaschinen. Aufgrund der in der Umsetzung befindlichen Füllmaschinenprojekte hat sich der Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren zum Bilanzstichtag von 27,5 Mio. € auf 51,9 Mio. € erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 4,8 Mio. € auf 8,3 Mio. € gesunken (Vorjahr 13,1 Mio. €). Hauptursache hierfür waren höhere Forderungsverkäufe im Vergleich zum Vorjahresstichtag. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 22,7 Mio. € auf 37,3 Mio. € gestiegen, da die Zahlung der Intercompany-Gesellschaft, die für die Abwicklung des Factoring-Verfahrens innerhalb der SIG-Gruppe zuständig ist, zum Jahresende ausgeblieben ist. Die Zahlung erfolgte Anfang Januar 2024. Die Forderungen gegen Gesellschafter verzeichnen einen Anstieg um 59,1 Mio. € auf 338,1 Mio. € (Vorjahr 279,0 Mio. €). Die Erhöhung der Forderungen gegen die Gesellschafter resultiert hauptsächlich aus höheren Forderungen aus dem konzerninternen Cash-Pooling. Aufgrund der vorgenannten Effekte hat sich die Bilanzsumme um 126,4 Mio. € auf 613,9. Mio. € erhöht (Vorjahr 487,5 Mio. €). Das Eigenkapital liegt wegen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages unverändert bei 241,2 Mio. €. Dabei hat sich die Eigenkapitalquote aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 49,5 % auf 39,3 % reduziert. Die Rückstellungen erhöhten sich um insgesamt 10,5 Mio. € auf 97,2 Mio. € (Vorjahr 86,7 Mio. €). Dabei haben sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 1,3 Mio. € reduziert und die sonstigen Rückstellungen um 11,8 Mio. € erhöht. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen lag an der Erhöhung der Rückstellung für ausstehende Rechnungen und an der Rückstellung für Gewährleistungsrisiken. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich von 158,6 Mio. € auf 274,7 Mio. €. Die Erhöhung ergibt sich hauptsächlich aus der gestiegenen Gewinnabführung an den Gesellschafter und die Verbindlichkeit aus erhaltenen Anzahlungen für die in der Umsetzung befindlichen Füllmaschinenprojekte. Der aus dem handelsrechtlichen Jahresabschluss abgeleitete Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2023 123,3 Mio. € (Vorjahr 70,5 Mio. €). Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus dem höheren Jahresüberschuss vor Gewinnabführung. Nach Berücksichtigung des Cash-Flows aus der Investitionstätigkeit von -41,1 Mio. € (Vorjahr -18,8 Mio. €) sowie des Cash-Flows aus der Finanzierungstätigkeit von -82,2 Mio. € (Vorjahr -51,7 Mio. €) ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 eine Reduzierung der flüssigen Mittel in Höhe von 26 Tsd. €. Fortsetzung des Investitionsprogramms zur Sicherung unserer Marktposition Es wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von rd. 41,1 Mio. € vorgenommen (Vorjahr 19,2 Mio. €). Davon entfallen 13,3 Mio. € auf von unserem Unternehmen vermietete Füllmaschinen. Die verbleibenden 27,8 Mio. € betreffen insbesondere Investitionen mit folgenden Schwerpunkten:
Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289f Abs. 4 HGBAufgrund des am 01.05.2015 in Kraft getretenen Gesetzes "für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" wurden § 36 GmbHG und § 52 Abs. 2 GmbHG geändert. Diese Vorschriften legen fest, dass bei einer mitbestimmten Gesellschaft in der Rechtsform der GmbH Frauenanteile für den Aufsichtsrat, die Geschäftsführungsebene und die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführungsebene zu bestimmen sind. Im Einklang mit den angeführten Bestimmungen wurden daher folgende Beschlüsse gefasst:
Die vorgenannten Beschlüsse tragen der Rechtslage in Deutschland im Hinblick auf die SIG Combibloc GmbH und deren konkrete Situation Rechnung. Als Teil der SIG-Gruppe weisen wir auf die Diversitätsstrategie hin, welche wir als Unternehmensgruppe verfolgen. Eine vielfältige Belegschaft mit gleichen Chancen für alle Mitarbeiter weltweit hat für die SIG-Gruppe einen hohen Stellenwert. Forschung und EntwicklungGrundlagenforschung und Entwicklung werden nach wie vor von einer eigenen Entwicklungsgesellschaft ausgeführt, die im Konzernverbund angesiedelt ist. Dabei wird von unserem Unternehmen Unterstützung, z.B. bei notwendigen Tests zur Entwicklung der Serienreife, geleistet. Die Strategie hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht geändert, so dass die wesentlichen Projekte, die auch die SIG Combibloc GmbH betreffen, die folgenden sind:
KommunikationDer Schwerpunkt der externen, aber auch internen Kommunikation lag erneut im Thema Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit mit unseren aluminiumfreien Verbundstrukturen SIG Terra Alu-free und Alu-free+Full Barrier und den umweltfreundlichen PE Beschichtungen Alu-free+Forest-based polymers. Zusätzlich wurden die Markteinführungen für Packungsinnovationen in neuen Kategorien promotet, wie zum Beispiel SIG Dome und SIG Smile. Ein weiteres Wachstumsfeld sind aseptische und autoklavierte Food-Produkte. Nicht-finanzielle LeistungsindikatorenFür die Geschäftstätigkeit und den Geschäftserfolg der Gesellschaft bedeutsame nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind die Schaffung neuer und die Erhaltung bzw. der Ausbau von bestehenden Kundenbeziehungen durch ein ausgeprägtes Qualitätsmanagement-System, die Förderung und Entwicklung des vorhandenen Humankapitals unter Berücksichtigung der bestehenden Arbeitnehmerbelange sowie das Umweltmanagement. Umweltstrategie und -zieleDie SIG Gruppe hat Verantwortung zum Herzstück der Unternehmensstrategie gemacht und sich auf die Fahne geschrieben, alles dafür zu tun, als Unternehmen verantwortungsvoll und ethisch zu handeln und Produkte aus Rohstoffen aus verantwortungsvollen Quellen herzustellen. Hierzu hat die SIG-Gruppe einen umfassenden Fahrplan auf den Weg gebracht, um ein "Net Positive"-Unternehmen zu werden. "Net Positive" bedeutet, dass SIG mehr für Gesellschaft und Umwelt tut, als es davon in Anspruch nimmt. SIG bezeichnet dies als Way Beyond Good (im Internet unter: www.sig.biz). Er ist Bestandteil der SIG- Unternehmensstrategie und soll unseren Kunden und auch unserem Unternehmen dabei helfen, den steigenden Anforderungen in Bezug auf nachhaltiges Handeln gerecht zu werden - insbesondere in den sich rasch verändernden Märkten. Daten und Fakten der Unternehmensleistung 2023 in Bezug auf Gesellschaft und Umwelt können dem unterdessen veröffentlichten Annual Report 2023 der SIG Gruppe, welcher auch Daten zum Corporate Sustainability Reporting beinhaltet, entnommen werden. Der Annual Report 2023 wird auf der Unternehmens-Homepage (https://www.sig.biz/en/responsibility/cr-reports) zur Verfügung gestellt. Chancen und Risiken der zukünftigen EntwicklungRisikomanagement und internes Kontrollsystem Das Handeln der SIG-Gruppe ist auf die Nutzung von Chancen bei gleichzeitiger Kontrolle der damit einhergehenden Risiken ausgerichtet. Aus diesem Grunde ist in der SIG-Gruppe die Steuerung von Chancen und Risiken integraler Bestandteil des SIG gruppenweiten Systems der Unternehmensführung. Kernelemente der Steuerung sind das Risikomanagement-System (RMS) und das Interne Kontrollsystem (IKS). Der Schwerpunkt des RMS liegt auf der Risikoerkennung (Identifikation von Risiken), Risikobewertung (Beurteilung und Quantifizierung von Risiken einschl. Risikoaggregation zur Ermittlung der möglichen Risikoauswirkungen und deren Wahrscheinlichkeitsverteilung), Risikokontrolle (Maßnahmen zur Risikovermeidung, zum Risikotransfer und zur Risikominderung) und Risikoüberwachung (Sicherstellung der Wirksamkeit des RMS). Hierzu werden in regelmäßigen Konferenzen zur Geschäftsentwicklung Risiken identifiziert und analysiert sowie entsprechende Gegenmaßnahmen vereinbart, deren Durchführung im Hinblick auf Wirksamkeit regelmäßig überprüft wird. Zudem hat die SIG-Gruppe für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass sich finanzielle Folgen von möglicherweise eintretenden Risiken in Grenzen halten. Zentrale Bestandteile des RMS, das auf sämtliche wesentliche Risiken der SIG-Gruppe abzielt, sind der Planungs- und Controlling-Prozess, regelmäßige Workshops mit dem Vorstand der SIG-Gruppe, das konzerninterne Regelwerk und das Berichtswesen. Darüber hinaus wird das RMS durch das IKS ergänzt, in dessen Mittelpunkt die Implementierung von Kontrollen und Prozessen steht, um zu gewährleisten, dass ein regelungskonformer Jahresabschluss erstellt wird. Dazu tragen verschiedene prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bei, die sicherstellen, dass unter Berücksichtigung des Prinzips der Funktionstrennung bzw. des Vier-Augen-Prinzips die Risiken von dolosen Handlungen reduziert werden. Die gruppeninterne Revision überwacht sowohl die Funktionsfähigkeit des internen Steuerungs- und Überwachungssystems als auch die Einhaltung organisatorischer Sicherungsmaßnahmen und prüft in regelmäßigen Abständen die Wirksamkeit des Internen Kontroll- bzw. Risikomanagement-Systems. Die Erkenntnisse aus diesen Prüfungen finden im kontinuierlichen Prozess zur Verbesserung unseres IKS und RMS, die auf der Grundlage anerkannter Rahmenwerke (z.B. COSO) basieren, Berücksichtigung. Risiken Dem Trend zu Konkurrenzprodukten z. B. PET begegnen wir durch Intensivierung der Produktentwicklung in Bezug auf verbesserte Funktionalität und durch den weiteren Ausbau der besseren Umwelteigenschaften der Kartonverpackung durch die anhaltende Optimierung des gesamten Produktportfolios. Herauszuheben sind hierbei die Erweiterung und stetige Verbesserung von Aluminium-freien Produkten. Beschaffungsrisiken bei den Rohstoffen werden so weit wie möglich durch Sicherungsmaßnahmen einer konzerninternen Beschaffungsgesellschaft begegnet. Für das Risiko des Ausfalls von Produktionsanlagen sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen worden. Das IT-System wird von einer konzerninternen Servicegesellschaft betrieben, die Vorkehrungen gegen Ausfälle getroffen hat. Das Risiko des Forderungsausfalls wird als gering angesehen, da große Teile der Forderungen an ein Factoring-Institut verkauft werden und die wesentlichen Risiken an dieses übergehen. Die erwartete wirtschaftliche Entwicklung der SIG-Gruppe gibt aktuell keinen Hinweis auf bestandsgefährdende Risiken. Chancen Die SIG-Gruppe sieht vor allem in den diversen Nachhaltigkeitsprojekten und -initiativen die größten Chancen. Konkrete Projekte sind zum Beispiel 'Linked Caps' (Verschlüsse, welche mit der Packung verbunden sind), aluminiumfreie Verpackungen und der Weg zur Klimaneutralität. (z.B. die Anbindungen von Photovoltaik-Anlagen an unsere Produktionsstandorte in Linnich und Wittenberg im Jahr 2023). Ausblick Inflation und volatiles Marktumfeld werden auch weite Teile von 2024 beeinflussen. Weitere Folgen der anhaltenden, wenn auch schwächer werdenden Inflation sowie Folgen makroökonomischer Entwicklungen sind weiterhin schwer abzusehen. Aufgrund der Robustheit unserer Geschäftsmodells, gehen wir insgesamt von einer stabilen bzw. leicht steigenden Absatzmenge aus. Die derzeit bekannten makroökonomischen Instabilitäten werden nach gegenwärtigen Erwartungen keine oder sehr geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Während der Drittumsatz auf gleichbleibendem Niveau erwartet wird, ist von einem leicht steigenden konzerninternen Umsatz auszugehen. Das operative Ergebnis wird für 2024 nach deutlicher Steigerung im Vorjahr auf einem vergleichbaren Niveau erwartet. Des Weiteren rechnen wir mit niedrigeren Dividendenzahlungen von Beteiligungen und einem Rückgang des Finanzergebnis, was zu einem insgesamt leicht niedrigerem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung führen wird.
Linnich, 5. August 2024 SIG Combibloc GmbH Geschäftsführung Johanna Matthijsse Michael Herzog Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- u. Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023Allgemeine HinweiseDie Gesellschaft ist unter der Nr. HRB 5182 in das Handelsregister des Amtsgerichts Düren eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Linnich. An der Kapitalgesellschaft sind die Gesellschafter mit den nachstehenden Kapitalanteilen wie folgt beteiligt:
Der vorliegende Jahresabschluss der SIG Combibloc GmbH wurde nach den Vorschriften des HGB sowie des GmbHG aufgestellt Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gliederungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz und einzelne davon-Vermerke der Bilanz- und der Gewinn- und Verlustrechnung ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Handels- und Steuerbilanz enthalten somit zu identischen Herstellungskosten bewertete Sachanlagen. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennwert bewertet. Das Sachanlagevermögen wird nach der Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird handelsrechtlich die steuerliche Regelung des § 6 Abs. 2 EstG analog angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungskosten für den einzelnen Vermögensgegenstand EUR 800,00 netto nicht übersteigen. Übersicht über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern in Jahren:
Von der öffentlichen Hand gewährte Investitionszuschüsse und -zulagen werden als Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände aufgelöst. Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird demjenigen Vertragspartner zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasinggegenstand verbunden sind. Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken (Finance Lease), die mit dem Eigentum am Leasing-Gegenstand verbunden sind, so hat der Leasingnehmer den Leasinggegenstand zu bilanzieren. Der Leasinggegenstand wird im Zugangszeitpunkt mit seinem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen bewertet und über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Zugleich wird in Höhe des Buchwertes zum Zugangszeitpunkt eine Leasingverbindlichkeit angesetzt, die in den Folgeperioden nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben wird. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Ausleihungen grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Vorräte werden mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind mit Hilfe des Durchschnittswertverfahrens unter Berücksichtigung des Lifo-Verbrauchsfolgeverfahrens unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bei der Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den direkt zurechenbaren und aktivierungspflichtigen Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt worden. Ebenfalls werden anteilige Verwaltungsgemeinkosten berücksichtigt, soweit sie auf die Fertigung entfallen. Darüber hinaus gehende Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist mit dem Betrag zum 31. Dezember 2023 bilanziert, der Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Investitionszuschüsse werden zur Förderung von Investitionen gewährt. Diese Zuschüsse werden in einem gesonderten Passivposten nach den Eigenkapital ausgewiesen und anteilig analog zur Abschreibung ertragswirksam aufgelöst. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten nach den Richttafeln Heubeck 2018 G nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelt. Sie wurden zum 31. Dezember 2023 gem. Art. 75 Abs. 6 EGHGB i. V. m. § 253 Abs. 2 HGBn. F. mit dem zum Zeitpunkt der Ermittlung der Pensionsrückstellungen für den Dezember 2023 erwarteten von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,82 % p.a. (Vorjahr 1,78 % p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,80 % (Vorjahr 2,80 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,30 % (Vorjahr 2,30 %) zugrunde gelegt sowie eine unveränderte Fluktuation in Höhe von 2,0 % p. a. unterstellt. Der von der Deutschen Bundesbank im Dezember 2023 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, beträgt 1,74 % (Vorjahr 1,44 %). Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wird unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten nach den Richttafeln Heubeck 2018 G auf Grundlage der Verlautbarung IDW RS HFA 3 vom 19.06.2013 unter Berücksichtigung der HGB-Vorschriften gebildet. Dabei wurden folgende Bewertungsannahmen getroffen: Rechnungszinsfuß 1,01 % p.a. (Vorjahr 0,48 % p.a.) und Dynamik der anrechenbaren Bezüge 2,80 % p.a. (Vorjahr 2,80 % p.a.). Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wird unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten nach den Richttafeln Heubeck 2018 G unter Anwendung der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected-Unit-Credit-Method) und unter Berücksichtigung der HGB-Vorschriften gebildet. Dabei wurden folgende Bewertungsannahmen getroffen: Fluktuation 2,0 % p.a., Rechnungszinsfuß 1,74 % p.a. (Vorjahr 1,44 % p.a.), Dynamik der anrechenbaren Bezüge 2,80 % p.a. (Vorjahr 2,80 % p.a.). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Bewertung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden bei Erfassen des Geschäftsvorfalls mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Zum Bilanzstichtag werden gem. § 256a HGB Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden das Anschaffungswertprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) und das Imparitätsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) nicht beachtet. Die Gesellschaft bilanziert aufgrund des Organschaftsverhältnisses als Organgesellschaft keine eigenen latenten Steuern. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel in der Anlage I zum Anhang dargestellt. Unter der Position vermietete Erzeugnisse werden die langfristig an Kunden vermieteten Füllmaschinen mit den entsprechenden Zusatzkomponenten im Interesse eines besseren Einblicks in die Vermögenslage gesondert ausgewiesen. Das Sachanlagevermögen enthält Vermögensgegenstände, die im Rahmen von Mietkaufverträgen (Sale and Lease Back) an Leasinggesellschaften veräußert und von diesen zurückgemietet worden sind. Finanzanlagen Angaben zum Anteilsbesitz
* Stichtagskurse: SAR =4,05631 SEK = 11,46615 Vorräte
Die Anwendung der Bewertungsmethode nach § 256 Satz 1 HGB führte im Vergleich zu einer Bewertung mit dem letzten vor dem Abschlussstichtag bekannten Marktpreis zu folgenden Unterschiedsbeträgen: Niedrigerer Wertansatz aufgrund Lifo-Verfahren
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es existieren zum Bilanzstichtag, wie zum Vorjahresstichtag, keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen, wie zum Vorjahresstichtag, ausschließlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, und haben, wie zum Vorjahresstichtag, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter haben eine Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr und entfallen auf Forderungen im Rahmen des konzerninternen Cash-Pooling, sonstigen Darlehen und damit verbundenen Zinsforderungen in Höhe von insgesamt TEUR 337.026 (Vorjahr TEUR 272.358) sowie auf Forderungen aus Steuerverrechnungen im Rahmen der Organschaft in Höhe von TEUR 1.086 (Vorjahr TEUR 6.659) und aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 2). Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 TEUR 34.494 (Vorjahr TEUR 34.494). Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage hat, wie zum Vorjahresstichtag, einen Bestand von TEUR 206.741. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (TEUR 53.581; Vorjahr TEUR 54.903) sowie die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 2.489; Vorjahr 1.914) sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert. Diese Vermögensgegenstände wurden gem. § 246 Abs. 2 Satz HGB mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Wert des verrechneten Deckungsvermögens (ermittelt je nach Anlageform nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bzw. aufgrund von Kurswerten zum Stichtag) für Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt TEUR 768 (Vorjahr TEUR 790) und für Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen TEUR 80 (Vorjahr TEUR 80). Hiervon betreffen TEUR 305 (Vorjahr TEUR 307) Vermögensgegenstände, deren Wertansatz wie im Vorjahr ca. TEUR 50 über den Anschaffungskosten liegt und damit in dieser Höhe grundsätzlich der Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre unterliegen. Da die frei verfügbaren Rücklagen der Gesellschaft jedoch höher sind, kommt diese Sperre nicht zur Anwendung. Gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB n. F. war die Neufassung von § 253 HGB erstmalig im Jahresabschluss 2016 anzuwenden. Die hieraus sich ergebende Rückstellung für Pensionen in Höhe von TEUR 53.520 (Vorjahr TEUR 54.826) liegt um TEUR 747 (Vorjahr TEUR 3.483) unter dem Ansatz, der sich zum 31.12.2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittssatzes ergeben hätte. Obwohl dieser Betrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n. F. grundsätzlich für Ausschüttungen gesperrt ist, wurde der Betrag im Rahmen der Ergebnisabführung berücksichtigt, da er keiner Abführungssperre unterliegt. Der Effekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurde im Finanzergebnis erfasst. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, Gewährleistungsansprüche, Verkaufsförderung und ausstehende Rechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel (Anlage II zum Anhang) im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen betreffen in der Realisationsphase befindliche Füllmaschinenprojekte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 40.976 (Vorjahr TEUR 38.576). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen mit TEUR 102.251 (Vorjahr TEUR 31.276) auf die Gewinnabführung für das Kalenderjahr 2023, mit TEUR 3.449 (Vorjahr TEUR 4.090) auf Dienstleistungen und Konzernumlagen und mit TEUR 56.161 (Vorjahr TEUR 25.537) auf Verbindlichkeiten im Rahmen des Cash-Pooling. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten für den Rückerwerb von veräußertem Anlagevermögen im Rahmen von Mietkaufverträgen in Höhe von TEUR 1.988 (Vorjahr TEUR 3.140) enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus Liquiditätsgründen werden bestimmte Vermögensgegenstände gemietet bzw. geleast. Besondere Risiken ergeben sich hieraus nicht. Sonstige Sachverhalte In Einzelfällen müssen Füllmaschinen wegen geänderter Kundengewohnheiten oder technischer Fortschritte von SIG Combibloc ausgetauscht oder nach Rückkauf zurückgenommen werden. Diese Füllmaschinen werden in der Regel technisch angepasst und wiederverkauft. Bei der Rücknahme werden diese Maschinen in den Vorräten aktiviert. Die sich aus der Rücknahme ergebenden Erfolgsrisiken werden jährlich bewertet (Barwert) und bei Bedarf zurückgestellt. Für den Rückkauf einzelner Maschinen ist im Jahresabschluss, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeit ausgewiesen. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
Aufgrund von erheblichen Wettbewerbsnachteilen unterbleibt die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gemäß § 286 (2) HGB. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten keine Erträge (Vorjahr TEUR 1) aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil. Des Weiteren beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge periodenfremde Erträge (im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen) in Höhe von TEUR 450 (Vorjahr TEUR 425). Die Erträge aus Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 1.885 (Vorjahr TEUR 354). Die Erträge aus Anlagenabgängen liegen bei TEUR 52 (Vorjahr TEUR 746) und aus Schadensfällen bei TEUR 9 (Vorjahr TEUR 437). Desweitern sind Erträge aus dem Entlastungsbetrag der Energiepreisbremse in Höhe von TEUR 2.128 (Vorjahr TEUR 0) enthalten. Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen Im Gesamtbetrag der Abschreibungen in Höhe von TEUR 16.338 (Vorjahr TEUR 14.697) sind, wie im Vorjahr, keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 9 aus dem Abgang von Anlagevermögen (Vorjahr TEUR 0) enthalten. Weiterhin enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen konzerninterne Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 61.097 (Vorjahr TEUR 61.891) sowie Vertriebskosten in Höhe von TEUR 38.029 (Vorjahr TEUR 37.660). Aufwendungen aus Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 226 (Vorjahr TEUR 205) enthalten. Der Rest entfällt im Wesentlichen auf Gewährleistungen, Instandhaltungskosten, sonstige Personalnebenkosten und auf Verwaltungsaufwendungen. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr TEUR 28) enthalten. Finanzergebnis In den Erträgen aus Beteiligungen sind TEUR 15.429 (Vorjahr TEUR 742) aus verbundenen Unternehmen und den beiden Beteiligungen enthalten. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.824 (Vorjahr TEUR 2.925) enthalten. Der von verbundenen Unternehmen in Rechnung gestellte Zinsaufwand liegt im Berichtsjahr bei TEUR 6.707 (Vorjahr TEUR 1.962) und ist in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten. Ein sich aus den Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens ergebender Ertrag in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr Aufwand TEUR 12) wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zusammen mit den Zinszuführungen aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen und ähnlichen langfristigen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 983 (Vorjahr TEUR 920) unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Der Saldo beläuft sich auf TEUR 968 (Vorjahr TEUR 932). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der ausgewiesene Ertragssteueraufwand entfällt ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Er betrifft ausnahmslos ausländische Quellensteuer. Sonstige AngabenDerivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Energiepreisrisiken hat die SIG Combibloc GmbH Electricity Commodity Swaps abgeschlossen. Das zugrundeliegende Nominalvolumen beträgt insgesamt TEUR 3.355 (VJ TEUR 0) bei einem negativen beizulegenden Zeitwert von TEUR 989 (VJ TEUR 0). In Höhe des negativen beizulegenden Zeitwerts wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet, die in den sonstigen Rückstellungen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist. Der beizulegende Zeitwert wurde mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die Gesellschaft betreibt mit einem ausländischen Partner das Factoring von überwiegend kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Packstoffbereich. Dadurch werden Teile des Umlaufvermögens zur schnelleren Beschaffung liquider Mittel eingesetzt. Die Ausnutzung der Factoring-Linien führt während der Dauer der Vereinbarungen zu einer nachhaltigen Verbesserung der Liquidität und Verminderung der Ausfallrisiken. Die eingeräumten und ausgenutzten Factoring-Linien bewegen sich regelmäßig im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die veräußerten Forderungen werden ausgebucht, da die wesentlichen Risiken, insbesondere das Ausfallrisiko, durch das Factoringinstitut getragen werden. SIG garantiert den Bestand der Forderung dem Grunde nach. Organe Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Geschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Es wird von der Befreiungsmöglichkeit nach § 286 (4) HGB Gebrauch gemacht. Bezüge des Aufsichtsrats Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf TEUR 10 (VJ TEUR 8). Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Die Bezüge für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 562 (VJ TEUR 515). Der Gesamtbetrag der für diesen Personenkreis gebildeten Rückstellungen für Pensionen beträgt TEUR 5.307 (VJ TEUR 5.450). Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Zusätzlich waren im Geschäftsjahr 2023 im Jahresdurchschnitt 76 (Vorjahr 87) Auszubildende beschäftigt. Honorar des Abschlussprüfers Insgesamt belaufen sich die mit dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 vereinbarten Honorare auf TEUR 142. Sie entfallen mit TEUR 132 (Vorjahr TEUR 121) auf Abschlussprüfungsleistungen und mit TEUR 10 (Vorjahr TEUR 19) auf andere Bestätigungsleistungen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die für den Jahresabschluss von Relevanz wären. Konzernverhältnisse Seit August 2019 ist die SIG Euro Holding GmbH Mehrheitsgesellschafter der SIG Combibloc GmbH. Mit Wirkung zum 01.01.2020 wurde ein neuer Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Dieser regelt die Leitung der SIG Combibloc GmbH und die Gewinn- und Verlustübernahme. Für die Verlustübernahme gelten die Vorschriften des § 302 des Aktiengesetzes in seiner jeweils gültigen Fassung. Dieser Vertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Parteien unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten auf das Ende eines jeden Geschäftsjahres der Gesellschaft, frühestens auf den 31.12.2024, gekündigt werden. Die SIG Combibloc GmbH und ihre Tochtergesellschaften werden in den nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der SIG Group AG, Neuhausen am Rheinfall, Schweiz, einbezogen. . Die SIG Group AG ist seit dem 28. September 2018 bei der "SIX Swiss Exchange" der Schweizer Börse mit Sitz in Zürich, unter dem Ticker "SIGN:SWX" gelistet. Die SIG Group AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss (Annual Report) kann bei der SIX Swiss Exchange unter dem Ticker "SIGN:SWX" abgerufen werden und wird zudem auf der Unternehmens-Homepage (https://www.sig.biz/en/responsibility/cr-reports) der SIG Group AG zur Verfügung gestellt. Der befreiende Konzernabschluss der SIG Group AG wird zudem an die das deutsche Unternehmensregister führende Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt. Die SIG Combibloc GmbH ist somit gemäß §§ 292 i. V. m. 291 Abs. 2 Nummer 1 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit.
Linnich, 5. August 2024 SIG Combibloc GmbH Geschäftsführung Johanna Matthijsse Michael Herzog Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten per 31.12.2023 (TEUR)
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SIG Combibloc GmbH, Linnich Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SIG Combibloc GmbH, Linnich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SIG Combibloc GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 3. September 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Michael Herting, Wirtschaftsprüfer ppa. Andreas Seifert, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023der SIG Combibloc GmbH, LinnichWährend des Geschäftsjahrs 2023 wurde der Aufsichtsrat durch Berichte und Erläuterungen der Geschäftsführung über die Lage und die wesentlichen Geschäftsvorgänge der SIG Combibloc GmbH (nachfolgend auch "Gesellschaft") regelmäßig und umfassend unterrichtet. Es wurden insgesamt zwei Aufsichtsratssitzungen abgehalten. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand mit den Vertretern der Gesellschaft über die Führung der Geschäfte der Gesellschaft in regelmäßigem Kontakt und koordinierte die laufende Beratungs- und Überwachungsfunktion des Aufsichtsrats. Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lag dem Aufsichtsrat vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Gesellschaft für das abgelaufene Geschäftsjahr geprüft und den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2023 wird gebilligt. Die Feststellung des von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschlusses obliegt nach dem Gesetz der Gesellschafterversammlung. Es wird der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, den Jahresabschluss festzustellen und der Geschäftsführung der Gesellschaft Entlastung zu erteilen.
Linnich, den 13.09.2024 Für den Aufsichtsrat der SIG Combibloc GmbH Ann-Kristin Erkens, Vorsitzende Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 10. Oktober 2024 festgestellt. |
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