Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 228080
Vorher
Blitz 16-467 GmbHAutoliv ADS GmbHZenuity GmbHVeoneer System Software GmbHArriver Software GmbH
Eingetragen
5.9.2016
Branche
Entwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Entwicklung von Softwaretechnologie für die Automobilindustrie und andere Industriezweige.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Schmickler
seit 29.1.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Arriver ABSWE
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Arriver AB
Sweden
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Arriver Software GmbH

Unterschleißheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Arriver Software GmbH hat ihren Sitz in Unterschleißheim und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 228080 eingetragen.

Der Bereich Elektronik und im Speziellen die Sparten Fahrerassistenz sowie Autonomes Fahren erfuhren in der Vergangenheit einen starken Zuwachs und stellen auch in der Zukunft Wachstumsbereiche dar.

Die Gesellschaft gehörte bis zum 1. April 2022 zum Arriver Teilkonzern der Veoneer Gruppe, der an Qualcomm Technologies Inc, San Diego /USA veräußert wurde. Die Gesellschaft selbst ist seit dem 1. April 2022 eine 100% Tochter der Arriver AB, Stockholm, Schweden.

Oberstes Mutterunternehmen und herrschendes Unternehmen ist QUALCOMM Incorporated, ein in den USA eingetragenes Unternehmen. QUALCOMM Incorporated ist das Mutterunternehmen des kleinsten und größten Kreises von Unternehmen, die in den Konzernabschluss zum 30. September 2023 einbezogen werden. Der Konzernabschluss von QUALCOMM Incorporated ist über den Corporate Secretary, 5775 Morehouse Drive, San Diego, CA 92121-1714 verfügbar.

Die Umsätze der Gesellschaft werden zum größten Teil mit der Durchführung und Unterstützung von Software-Entwicklungsprojekten für andere Gruppengesellschaften erzielt. Die Gesellschaft ist im Kern ein Ingenieur-Dienstleister, der sich mit der Entwicklung von Software für autonomes Fahren beschäftigt. Ziel der Forschung und Entwicklung ist es, die Wachstumschancen auf dem Gebiet Software für Fahrerassistenz bzw. Autonomes Fahren zu nutzen und damit die Position im Wettbewerb zu stärken.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 6. Juli 2022 wurde die Satzung der Gesellschaft angepasst und beschlossen, dass im Folgenden das Geschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 30. September dauert.

Daher sind im Folgenden die Vorjahreszahlen insbesondere der Gewinn- und Verlustrechnung nur bedingt vergleichbar, da sie sich auf ein 9-monatiges Rumpfgeschäftsjahr beziehen und das aktuelle Geschäftsjahr 12 Monate umfasst.

II. Bericht über die wirtschaftliche Lage

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums.

Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie. Während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Wirtschaftsleistung im aktuellen Jahr schrumpfen und im kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den 2010er-Jahren.

Die aktuelle Entwicklung ist angesichts der im vergangenen Jahr stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung nicht überraschend. Ein noch tieferer Einbruch konnte durch die umfangreichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Umstellung der Energieversorgung und zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise verhindert werden.

(Quelle: Sachverständingenrat-Jahresgutachten 2023/24: https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf)

Allgemeine wirtschaftliche Lage der Branche

Die Automobilindustrie gehört in vielen Industrienationen zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts werden Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge in immer größerer Zahl hergestellt. Im Jahr 2022 fertigte die weltweite Automobilindustrie 82,64 Millionen Fahrzeuge.

(Quelle: Statista 2023/24: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1255759/umfrage/kfz-absatz-weltweit/)

Umsatzwachstum in der deutschen Automobilindustrie - innerhalb der deutschen Automobilindustrie wurde im Jahr 2023 ein Gesamtumsatz von rund 564,2 Milliarden Euro erzielt. Das waren etwa 58 Milliarden Euro mehr als noch im Jahr zuvor. Etwa 171,2 Milliarden Euro entfielen dabei auf den Inlandsumsatz, etwa 393,1 Milliarden Euro auf den Auslandsumsatz. Deutschland gehört zusammen mit China, Japan und den USA zu den größten Autoproduzenten weltweit.

(Quelle: Statista 2023/24: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/160479/umfrage/umsatz-der-deutschen-automobilindustrie/)

Die Transformation der deutschen Automobilindustrie ist im vollen Gange, die Branche ist auf dem Weg in eine digitale nachhaltige Mobilität der Zukunft. Um die Entwicklungen in Feldern wie autonomes Fahren, datengetriebene Geschäftsmodelle, digitalisierte und nachhaltige Produktion sowie den Umstieg auf alternative Antriebe voranzubringen, sind Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) von entscheidender Bedeutung.

Von 2024 bis 2028 werden die Hersteller und Zulieferer der deutschen Automobilindustrie weltweit rund 280 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren. Der Fokus der Investitionen liegt auf der Transformation, insbesondere der Elektromobilität inklusive Batterietechnik, autonomes Fahren sowie Digitalisierung. Damit investieren die Hersteller und Zulieferer in diesem Zeitraum rechnerisch jährlich weltweit 56 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung - sie erhöhen ihre FuE-Ausgaben also weiter (Verband Der Automobilindustrie, Februar, 2024).

Mit dem immer stärker werdenden Fokus auf Software und Künstliche Intelligenz im Fahrzeug kommen die größten Konkurrenten der Automobilunternehmen jetzt zunehmend aus dem Technologie-Sektor. Die elektrische und elektronische (E/E) Fahrzeugarchitektur orientiert sich zunehmend an Trends aus der Computerindustrie. Software-basierte Produktinnovationen und Services werden heute zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal: Das autonome Fahren ist eines der prominentesten Beispiele für fortschrittliche Softwareentwicklung und ein Schlüssel für radikale Veränderungen im Ökosystem der Mobilität.

(Quelle: Deloitte - Entwicklungen und Erfolgsfaktoren in der Automobilindustrie: https://www2.deloitte.com/de/de/pages/consumer-industrial-products/articles/automotive-trends.html?icid=nav2_automotive-trends)

Die Experten erwarten ein Jahr voller Durchbrüche und transformativer Erfahrungen, auch wenn die Branche trotz einer Verlangsamung der Wachstumsraten für 2024 auf Kurs ist, bis 2026 den Meilenstein von 100 Millionen verkauften Einheiten zu erreichen, sowohl für Pkw als auch für Nutzfahrzeuge.

Die 5G-Technologie wird die Automobilindustrie transformieren und sie wird eingesetzt, um die Automatisierung, Sicherheit und Effizienz zu verbessern. Das Fahrerlebnis im Auto wird durch schnellere Datenübertragung, Kommunikation mit geringer Latenz sowie verbesserte Navigations- und Infotainment-Systeme gesteigert. Der Automobilsektor wird in den nächsten Jahren voraussichtlich eine jährliche Wachstumsrate von 30-35% bei der Einführung von 5G verzeichnen. 5G wird auch das ermöglichen, was unter anderem als "Auto als vernetzte Wohnlösung" bezeichnet wird, wobei das Auto zukünftig ein Bestandteil eines vernetzten Zuhauses, des vernetzten Arbeitsplatzes, der vernetzten Energieversorgung, der vernetzten Stadt und mehr wird.

(Quelle: Forbes - Global Automotive Market Predictions for 2024: https://www.forbes.com/sites/sarwantsingh/2024/01/11/global-automotive-market-predictions-for-2024/)

Leistungsindikatoren

Das Unternehmen ist auf die Einnahmen aus Cost-Plus Vereinbarungen mit der Arriver Software AB, Schweden, angewiesen. Das Unternehmen erhält im Rahmen der Cost-Plus Vereinbarungen monatliche Erstattungen für die direkten und indirekten Kosten.

Die relevanten wesentlichen Kennzahlen für das interne Controlling und das Managementsystem können wie folgt zusammengefasst werden:

Geschäftsjahr 2022/2023 Vorjahrprognose
Umsatzerlöse sowie sonstige betriebliche Erträge TEUR 45.696 TEUR 37.000 - TEUR 47.000
Direkte und indirekte Kosten (ohne Berücksichtigung des Finanzergebnisses, der Wechselkurseffekte und sonstiger betrieblicher Erträge) TEUR 42.953 TEUR 35.000 - TEUR 45.000
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) TEUR 2.612 TEUR 5.000 - TEUR 7.000

(EBIT: Ergebnis vor Zinsaufwendungen und Zinserträgen sowie vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstigen Steuern)

Insgesamt sind wir mit dem Verlauf des Geschäftsjahres zufrieden. Unsere Prognosen für die Umsatzerlöse sowie sonstige betriebliche Erträge, sowie die direkten und indirekten Kosten konnten wir erreichen. Das EBIT liegt wegen gestiegener unrealisierten Währungumrechnungen, sowie Gemeinkosten, welche nicht über Cost-Plus Vereinbarungen weiterbelastet werden können, unter der Prognose.

Der Anstieg in den Personalkosten ist insbesondere auf den Aufbau von Personal zurückzuführen, sowie die gestiegenen Gehälter und Ziel-Boni für Mitarbeiter zurückzuführen.

Da die Umsätze der Arriver Software GmbH auf der Grundlage der Cost-Plus-Vereinbarung mi der Arriver AB erzielt werden, hat der Anstieg der vorgenannten Kosten zu einem entsprechenden Anstieg der Umsatzerlöse geführt und unsere vorjährige Prognose damit erreicht. Beim Vorsteuerergebnis ging man analog der Umsatzerlöse ebenfalls von einem Anstieg aus. Dieser Anstieg wurde erreicht, blieb jedoch auf Grund der vorgenannten Faktoren hinter unseren Erwartungen zurück. Die Gesellschaft ist mit dem Verlauf des Geschäftsjahres zufrieden.

Die Gesellschaft wird nicht nach Nicht-finanziellen Leistungsindikatoren gesteuert.

III. Geschäftsentwicklung

Vermögens- und Ertragslage

Das Anlagevermögen stieg um EUR 6.052.552 und betrug EUR 14.443.174 gegenüber EUR 8.390.622 im Vorjahr. Das Anlagevermögen zum 30. September 2023 umfasste immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 4.967.449 mit entgeltlich erworbenen Software in Höhe von EUR 316.037 und einem Geschäfts- oder Firmenwert von EUR 4.651.412, sowie Sachanlagen in Höhe von EUR 9.475.725. Der Anstieg des Anlagevermögens ist auf die Neuanschaffung von Betriebsausstattung in Höhe von EUR 9.696.658 zurückzuführen.

Das Umlaufvermögen inkl. des Rechnungsabgrenzungsposten lag bei EUR 15.184.015 (Vorjahr: EUR 24.846.464). Ein wesentlicher Teil basiert mit EUR 11.291.659 (Vorjahr: EUR 10.945.973) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Zum Bilanzstichtag liegen keine flüssige Mittel vor (Vorjahr EUR 10.860.218). Dies ist im Wesentlichen auf die Auszahlung eines Darlehens der Qualcomm Technologies Inc. in Höhe von EUR 7.000.000 an die Gesellschaft kurz vor Ende des vorherigen Geschäftsjahres und somit einen ungewöhnlich hohen Bestand an flüssigen Mitteln zum Ende des vorherigen Geschäftsjahres zurückzuführen. Des Weiteren ist die Gesellschaft ab diesem Geschäftsjahr in das Cashpooling des Konzerns eingebunden. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beliefen sich auf EUR 2.170.376 (Vorjahr: EUR 608.373). Der Anstieg ist im Wesentlichen zu mehrperiodischen Vorauszahlungen gegen Lieferanten zurückzuführen.

Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.307.923 auf EUR 10.565.200 erhöht. Die Eigenkapitalquote lag bei 34,6% (Vorjahr: 27,9%).

Die Rückstellungen betragen EUR 8.697.333 (Vorjahr EUR 1.610.836). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Zunahme der Steuerrückstellungen um EUR 827.265, sowie den Anstieg der sonstigen Rückstellungen, bedingt durch Personalrückstellungen in Höhe von EUR 2.640.607, Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen EUR 81.607,00, sowie die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 4.986.322 zurückzuführen, welche auf Grund der gesteigerten Geschäftsaktivität im laufenden Jahr, sowie durch das aktuelle Geschäftsjahr von 12 Monaten gegenüber dem Rumpfgeschäftsvorjahr von nur 9 Monaten, gegenüber dem Vorjahr angestiegen ist.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstige Verbindlichkeiten beliefen sich zum 30. September 2023 auf EUR 10.364.655 gegenüber EUR 22.286.408 im Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Begleichung des im Jahr 2022 gewährte Darlehen der Qualcomm Technologies Inc. zurückzuführen.

Die passiven latenten Steuerverpflichtungen aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 82.566 wurden aufgelöst und der Überhang an aktiven latenten Steuern aus dem Geschäftsjahr 2022/2023 wurden unter Ausübung des Wahlrechtes laut § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Die Umsatzerlöse resultieren aus Forderungen gegen die Arriver Software AB und werden monatlich im Verhältnis zu den tatsächlich anfallenden Aufwendungen berechnet und gebucht und dementsprechend nachfolgend beglichen.

Der Umsatz der Arriver Software GmbH lag im Berichtsjahr bei EUR 45.695.969 (Vorjahr: EUR 22.324.517). Der Anstieg ist wiederum auf das zum 1. April 2022 eingeführte Cost-Plus-Verfahren, sowie auf das aktuelle Geschäftsjahr von 12 Monaten gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr von nur 9 Monaten in 2022 zurückzuführen.

Es bestehen im Geschäftsjahr sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 38.633 im Vergleich zu EUR 529.155 im Vorjahr, die ausschließlich aus Erträgen aus Währungsumrechnung in Verbindung mit dem Erwerb der Arriver Software GmbH durch die Qualcomm Technologies Inc. am 1. April 2022 resultieren.

Der Materialaufwand hat sich auf EUR 1.635.049 (Vorjahr: EUR 696.180) erhöht, da im Vergleich zu dem Rumpfgeschäftsjahr von nur 9 Monaten im 2022 im aktuellen Geschäftsjahr ein höherer Bedarf an Aufwendungen für bezogene Leistungen in Verbindung mit der betrieblichen Tätigkeit des Unternehmens besteht.

Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr bei EUR 24.091.749 (Vorjahr: EUR 15.306.742) und ist der größte Aufwandsposten. Neben der erhöhten Mitarbeiterzahl von 192 im Rumpfgeschäftsjahr 2022 auf 198 im Geschäftsjahr 2022/2023, waren insbesondere gestiegene Gehälter und Ziel-Boni für Mitarbeiter, sowie das 12 Monate umfassende Geschäftsjahr, gegenüber dem vorangegangenen Rumpfgeschäftsjahr von nur 9 Monaten, Grund für den signifikanten Anstieg.

Die Abschreibungen erhöhten sich um EUR 2.458.564 von EUR 1.185.543 im Vorjahr auf EUR 3.644.107. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Zugänge zum Anlagevermögen und daraus resultierender Abschreibungen auf Sachanlagen, sowie bedingt durch das 12 Monate umfassende Geschäftsjahr, gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr von nur 9 Monaten höhere Abschreibung von EUR 547.225 für den Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb durch Qualcomm Technologies Inc. am 1. April 2022, zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Berichtsjahr um EUR 9.995.252 auf EUR 13.751.250 (Vorjahr: EUR 3.755.998). Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf Kosten in Verbindung mit verschiedenen Projekten bedingt durch die verstärkte Geschäftsaktivität im Geschäftsjahr 2022/2023, sowie bedingt durch das aktuelle Geschäftsjahr von 12 Monaten, gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr von nur 9 Monaten in 2022.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022/2023 belief sich auf EUR 1.307.923 gegenüber EUR 1.402.818 im Rumpfgeschäftsjahr 2022.

Finanzlage

Das Unternehmen ist abhängig von den Erlösen von Konzernunternehmen der Qualcomm Gruppe und wird auf Basis von Cost-Plus Vereinbarungen kontinuierlich voll finanziert. Die der Arriver Software GmbH hauptsächlich in Verbindung mit Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen entstandenen Kosten werden zuzüglich eines Gewinnaufschlags seitens Arriver Software AB, Sweden, beglichen. Neben der Finanzierung über das langfristige Darlehen der Qualcomm Technologies Inc. ist die Gesellschaft in das Cashpooling des Qualcomm-Konzerns eingebunden und verfügt stets über ausreichend liquide Mittel.

Investitionen

Die Zugänge zum Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2022/2023 beliefen sich insgesamt auf EUR 9.696.658. Diese betreffen EUR 6.747 für immaterielle Vermögensgegenstände und EUR 9.689.911 für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

IV. Erwartete Entwicklungen, Risiken, Chancen und Prognose

Der Bereich Elektronik und im Speziellen die Sparten Fahrerassistenz sowie Autonomes Fahren erfuhren in der Vergangenheit einen starken Zuwachs und stellen auch in der Zukunft Wachstumsbereiche dar.

Zum Stichtag des Geschäftsjahres 2022/2023 waren in der Gesellschaft 198 Mitarbeiter beschäftigt. Auf die Entwicklung entfallen hiervon zum Stichtag 194 Software-Entwickler, Ingenieure, Techniker und Fachkräfte.

Ziel der Forschung und Entwicklung ist es, die Wachstumschancen auf dem Gebiet Software für Fahrerassistenz bzw. Autonomes Fahren zu nutzen und damit die Position im Wettbewerb zu stärken.

Durch den Einsatz professioneller Methoden und Werkzeuge sowohl zur Vermeidung als auch zur Bewältigung von Schwierigkeiten in Projekten wird erfolgreich Risiken vorgebeugt. Hierzu gehört auch ein steigender Anteil von frühzeitigen Simulationen in der Produktentwicklung ("Virtual Engineering").

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der deutschen Volkswirtschaft ist im Jahr 2023 preisbedingt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Der Sachverständigenrat erwartet für das Jahr 2024 nur ein geringes BIP-Wachstum von 0,2 %. Allerdings ist davon auszugehen, dass die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf etwas an Fahrt gewinnt. So dürften die Inflation zurückgehen und die Nominallöhne steigen, sodass ein anhaltendes Wachstum der Realeinkommen im Verlauf des Jahres 2024 zu einer moderaten Belebung der privaten Konsumausgaben führt. Im Jahr 2025 ist darüber hinaus damit zu rechnen, dass die Investitionen das Wachstum stützen und die deutsche Volkswirtschaft um 0,9 % wachsen dürfte.

Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland hat sich weiter verlangsamt. Vor allem die Energie- und Importpreise sind deutlich gesunken, und die Geldpolitik wirkt restriktiv auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.

Der Sachverständigenrat rechnet beim nationalen Verbraucherpreisindex in den Jahren 2024 und 2025 mit Steigerungsraten von 2,4 % bzw. 2,1 %, nachdem die Inflation im vergangenen Jahr noch bei 5,9 % lag. Der erhöhte heimische Preisdruck infolge gestiegener Arbeitskosten verhindert allerdings eine schnellere Normalisierung der Inflationsraten. Bei der Kerninflation ist mit Raten von 3,0 % im Jahr 2024 und 2,4 % im Jahr 2025 zu rechnen. Die Inflation im EuroRaum ist ebenfalls deutlich zurückgegangen.

Der andauernde Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten stellen erhebliche Risikofaktoren für die Weltwirtschaft dar. Neben der Gefahr, dass die Energiepreise erneut steigen, ist die weitere geld- und fiskalpolitische Ausrichtung unsicher. Sollte sich der Rückgang der Inflation im EuroRaum am aktuellen Rand verlangsamen, könnte dies die Europäische Zentralbank (EZB) veranlassen, die ersten Leitzinssenkungen zu verschieben. In beiden Fällen dürfte sich die wirtschaftliche Erholung erneut verzögern, nicht zuletzt, da ein weiterer Anstieg der wirtschaftlichen Unsicherheit das Investitionsklima zusätzlich belasten dürfte.

(Quelle: Sachverständingenrat-Frühjahresgutachten 2024: https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fruehjahrsgutachten-2024.html)

Da die Nachfrage nach technischen Innovationen im Bereich der Fahrerassistenzsysteme bis hin zum Autonomen Fahren weiter steigt, sehen wir nach der Corona-Krise steigende Geschäftschancen für die Arriver Software GmbH. Wenn sich mittelfristig die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns mit steigenden Kundenprojekten verbessern wird, wird dies zusätzlich positive Effekte auf die Entwicklung am deutschen Standort haben.

Die zum 1. April 2022 erfolgte Übernahme durch Qualcomm Technologies Inc. beschleunigt die Entwicklung einer gemeinsamen Plattform aus Arriver Software und Qualcomm Chip-Satz weiter. Dadurch, aber auch durch die Integration in den Qualcomm Konzern wird sich das Geschäft der Gesellschaft weiter ausweiten und ihm weiterhin mehr Stabilität verleihen.

Risiken

Da das Unternehmen Servicegebühren von Unternehmen der Qualcomm Gruppe erhält, hängt die Auswirkung auf die Gesellschaft von den Auswirkungen der Risiken auf die gesamte Gruppe ab.

Die Qualcomm Gruppe ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Diese Risiken zu begrenzen und gleichzeitig die sich bietenden Geschäftschancen wahrzunehmen, ist die dringendste Aufgabe des konzernweiten Risikomanagements, in das die Arriver Software GmbH eingebunden ist. Innerhalb des Risikomanagements werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um unangemessene Risiken möglichst zu vermeiden.

Um Compliance-Risiken zu begrenzen hat der Qualcomm-Konzerns, die Funktion des Chief Compliance Officer eingerichtet und ein Whistleblower-Meldesystem geschaffen. Über substantielle Vorkommnisse werden Geschäftsführung und Gesellschafter zeitnah informiert. Durch die Bildung einer absteigenden Rangordnung werden die Risiken und Chancen der Gesellschaft entsprechend ihrer relativen Bedeutung dargestellt. Die Bedeutung ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung auf die Erreichung der Prognosen bzw. der angestrebten Ziele für das folgende Geschäftsjahr. Die durch Covid-19 verursachten Risiken haben sich aufgrund der weltweiten Einführung der Impfstoffe verringert, was dazu führte, dass das Risiko aus diesem Bericht gestrichen wurde. Weitere Änderungen bei den Risiken ergaben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht.

IT-Risiko

Das Geschäft und die Geschäftstätigkeit des Unternehmens können im Falle von Sicherheitsverletzungen oder anderen Veruntreuungen unseres geistigen Eigentums oder vertraulicher Informationen leiden.

Versuche anderer, unbefugten Zugriff auf die Informationstechnologiesysteme des Unternehmens zu erhalten, werden immer ausgefeilter. Diese Versuche, die mit industrieller oder anderer Spionage zusammenhängen könnten, umfassen unter anderem das verdeckte Einführen von Malware in Computer und Netzwerke und das Identifizieren autorisierter Benutzer. Das Unternehmen versucht, alle Sicherheitsvorfälle zu erkennen und zu untersuchen und deren Wiederholung zu verhindern. Der Diebstahl, die unbefugte Verwendung oder Veröffentlichung des geistigen Eigentums und / oder der vertraulichen Geschäftsinformationen des Unternehmens kann seine Wettbewerbsposition beeinträchtigen, den Wert seiner Investitionen in Forschung und Entwicklung und andere strategische Initiativen verringern und / oder sein Geschäft auf andere Weise beeinträchtigen. In dem Maße, in dem eine Sicherheitsverletzung zu einer unangemessenen Offenlegung von vertraulichen Informationen seiner Kunden führen würde, könnte das Unternehmen in Haftung genommen werden.

Das Unternehmen geht davon aus, weiterhin Ressourcen für die Sicherheit seiner Informationstechnologiesysteme bereitzustellen und gegebenenfalls externen Rat einzuholen, sofern notwendig. Unter Berücksichtigung der aufgeführten Faktoren schätzen wir das Risiko als gering ein.

Technologie- und Qualitätsrisiken

Die Branche unterliegt einem raschen technologischen Wandel, sich weiterentwickelnden Industriestandards und häufigen Produkteinführungen. Die Unternehmensgruppe muss umfangreiche Forschungs-, Entwicklungs- und andere Investitionen wie Akquisitionen in neue Produkte, Dienstleistungen und Technologien tätigen, um erfolgreich im Wettbewerb zu bestehen. Unser Wachstum hängt zum Teil von unserer Fähigkeit ab, unsere Technologien und Produkte auf neue und erweiterte Produktbereiche sowie Branchen und Anwendungen auszuweiten. Unser Wachstum hängt auch wesentlich von unserer Fähigkeit ab, neue und existierende Technologien zu entwickeln und patentieren zu lassen, sowie Produkte zu entwickeln und zu vermarkten.

Es werden ständig neue Innovationen und Projekte eingeführt und beobachtet, um verstecktes Potenzial der nächsten Generation aufzudecken. Diese Projekte sind darauf ausgerichtet, neue Konzepte und Verbesserungen zur Entwicklung der vorhandenen Technologien der nächsten Generation zu liefern. Im Ergebnis schätzen wir die Technologie- und Qualitätsrisiken des Unternehmens als gering ein.

Personalrisiken

Unser zukünftiger Erfolg hängt davon ab, ob es uns gelingt, unsere leitenden Angestellten und weiteres wichtiges Management- und technisches Personal zu finden, zu gewinnen, zu halten und zu motivieren. Die Umsetzung unserer Geschäftsstrategie erfordert spezialisierte Ingenieure und andere Talente, da unsere Umsätze in hohem Maße von Technologischen- und Produktinnovationen abhängig sind. Um unser Geschäft auf bestimmte neue und erweiterte Produktbereiche, Branchen und Anwendungen jenseits von Mobiltelefonen auszudehnen, müssen wir außerdem Ingenieure und anderes technisches Personal mit speziellen Fähigkeiten in diesen Bereichen gewinnen, halten und motivieren, und diese Fähigkeiten sind bei unseren Wettbewerbern ebenso sehr gefragt.

Die COVID-19-Pandemie hat uns dazu veranlasst, unsere Arbeitspraktiken zu ändern, einschließlich der Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit unserer Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten mussten. Nach der Wiedereröffnung unserer Büros arbeiteten wir zunächst mit einem hybriden Arbeitsmodell, was bedeutete, dass die Mehrheit unserer Mitarbeiter die Flexibilität hatte, zumindest zeitweise aus der Ferne zu arbeiten.

Im Geschäftsjahr 2023 haben wir Änderungen an unserem hybriden Arbeitsmodell umgesetzt, die dazu führen, dass die Mehrheit unserer Mitarbeiter den Großteil ihrer Arbeitszeit im Büro verbringen muss. Diese Anforderung einer stärkeren Anwesenheit im Büro entspricht möglicherweise nicht den Bedürfnissen oder Erwartungen unserer Mitarbeiter und könnte sich negativ auf unsere Fähigkeit auswirken, Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, insbesondere wenn sie im Vergleich zu den Telearbeitsrichtlinien anderer Unternehmen als ungünstiger wahrgenommen wird.

Qualifizierte und hochmotivierte Spezialisten und langjährige Führungskräfte bilden eine wichtige Basis für die Entwicklung und Produktion von qualitativ hochwertigen und innovativen Produktlösungen. Es könnte schwierig sein, auf regionaler Ebene hochqualifiziertes Personal anzuwerben. Wenn wir aufgrund eines der oben beschriebenen Faktoren oder aus anderen Gründen nicht in der Lage sind, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen oder zu halten oder die Mitarbeiterproduktivität nicht aufrechtzuerhalten, könnte dies negative Auswirkungen auf unser Geschäft haben.

Unter Berücksichtigung der aufgeführten Faktoren und dessen, dass sich das Management dieser Risken bewusst ist und diese entsprechend überwacht, schätzen wir das Personalrisiko des Unternehmens als gering ein.

Wettbewerbsrisiko

Unsere Branche unterliegt einem intensiven Wettbewerb in einem Umfeld des raschen technologischen Wandels. Unser Erfolg hängt zum Teil von unserer Fähigkeit ab, uns an diesen Wandel anzupassen und effektiv zu konkurrieren.

Der Wettbewerb kann sich verschärfen, wenn unsere derzeitigen Konkurrenten ihr Produktangebot erweitern, ihre Produkte verbessern oder die Preise ihrer Produkte im Rahmen einer Strategie zur Aufrechterhaltung bestehender Geschäfte und Kunden oder zur Gewinnung neuer Geschäfte und Kunden senken, wenn sich neue Möglichkeiten entwickeln und wenn neue Wettbewerber in die Branche eintreten.

Der Markt für Mitarbeiter in unserer Branche ist äußerst wettbewerbsintensiv, und Konkurrenten um Talente, insbesondere im technischen Bereich, versuchen zunehmend, unsere Mitarbeiter oder Bewerber einzustellen, und waren dabei in unterschiedlichem Maße erfolgreich. Darüber hinaus hat die zunehmende Verfügbarkeit von Remote-Arbeitsplätzen den Kreis der Unternehmen, die um unsere Mitarbeiter und Bewerber konkurrieren können, erweitert. Einige dieser Konkurrenten um Talente sind wesentlich größer als wir und/oder bieten eine höhere Vergütung oder andere Vorteile, die wir im Allgemeinen nicht bieten, wie z. B. die Möglichkeit, ständig von zu Hause zu arbeiten.

Unter Berücksichtigung der aufgeführten Faktoren und der entsprechenden Aufmerksamkeit des Managements auf diesen Risiken sowie entsprechender Überwachung schätzen wir das Wettbewerbsrisiko des Unternehmens als gering ein.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können sich für das Unternehmen vor allem in den Bereichen Beschaffung und Personal ergeben. Im Falle von Gerichtsverfahren kann das Geschäft von Arriver unter negativ ausgehenden Gerichtsverfahren leiden und es können zusätzliche Rechtskosten anfallen. Das Unternehmen sieht sich derzeit keinen wesentlichen Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt und stuft dieses Risiko daher als gering ein.

Inflationsrisiko

Der Inflationsdruck kann unsere Kosten, einschließlich der Personalkosten, erhöhen, die Nachfrage nach unseren Produkten oder denen unserer Kunden oder Lizenznehmer aufgrund höherer Preise für diese Produkte verringern oder zu einer Personalfluktuation führen, sofern unsere Vergütung nicht mit der Inflation Schritt hält, insbesondere wenn die Vergütung unserer Wettbewerber dies tut.

Unter Berücksichtigung der aufgeführten Faktoren schätzen wir das Inflationsrisiko des Unternehmens als gering ein.

Steuerliche Risiken

Die unzureichende Erfüllung von steuerlichen Verpflichtungen kann weltweit zu finanziellen Risiken führen. Durch die Einführung eines Vorauszahlungssystems sowohl für die Körperschaft- als auch für die Gewerbesteuer im Unternehmen wird die rechtzeitige und korrekte Erfüllung der steuerlichen Verpflichtungen sichergestellt. Die Arriver Software GmbH wird in allen steuerlichen Belangen von externen Steuerberatern unterstützt.

Insgesamt sind die steuerlichen Risiken für das Unternehmen gering.

Liquiditätsrisiko

Das Unternehmen ist keinen wesentlichen Finanzierungsrisiken ausgesetzt, die durch Währungs- und Zinsschwankungen entstehen. Das Unternehmen macht keinen Gebrauch von derivativen Finanzinstrumenten und folglich auch nicht von Sicherungsgeschäften.

Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist durch vertragliche Vereinbarungen mit Unternehmen innerhalb der Qualcomm-Gruppe gesichert. Auf Basis der aktuellen Geschäftspläne geht das Unternehmen davon aus, dass es aufgrund der momentanen Liquiditätslage und der erwarteten Cashflows aus den Cost-Plus Vereinbarungen flexibel ist und alle Working Capital- sowie sonstigen Kapitalansprüche im nächsten Geschäftsjahr und darüber hinaus erfüllen kann. Unter Berücksichtigung der aufgeführten Faktoren schätzen wir das Liquiditätsrisiko des Unternehmens als gering ein.

Preisrisiko

Das Unternehmen ist aufgrund der Cost-Plus Vereinbarungen mit der der obersten Konzerngesellschaft Qualcomm Inc. und Arriver Software AB "voll finanziert".

Unter Berücksichtigung der aufgeführten Faktoren schätzen wir das Preisrisiko des Unternehmens als gering ein.

Währungsrisiko

Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens bringt eine große Zahl von Zahlungsströmen in verschiedenen Währungen mit sich. Die im Rahmen der "Cost plus"-Struktur erzielten und von den Muttergesellschaften Qualcomm Inc., San Diego, USA und Qualcomm Technologies Inc., San Diego, USA erhaltenen Umsätze basieren auf dem US-Dollar, welche für das Unternehmen die größte Bedeutung haben. Außerdem werden in anderen Währungen Ausgaben von untergeordneter Bedeutung getätigt.

Ungünstige Wechselkurse zwischen dem Euro und dem US-Dollar könnten aufgrund der schwankenden Wechselkurse zwischen den vom Unternehmen und den von der Bank verwendeten Kursen zu zusätzlichen, nicht erstattungsfähigen realisierten Fremdwährungskosten führen.

Eine Absicherung von Fremdwährungsrisiken findet nicht statt, da eine entsprechende Absicherung auf der Ebene des indirekten Mehrheitsgesellschafters des Unternehmens, der Qualcomm Technologies Inc., USA, erfolgt.

Im Allgemeinen werden die Währungsrisiken als gering eingestuft.

Ukraine-Russland-Krise/nah-Ost Konflikt

Der anhaltende geopolitische Konflikt nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine sowie der Konflikt in Nah-Ost haben sich nicht wesentlich auf unsere Ertragslage ausgewirkt, da wir sowohl direkt als auch indirekt nur in geringem Umfang in Russland und der Ukraine oder im Nahen-Osten tätig sind.

Das Unternehmen erwartet derzeit keine signifikanten Auswirkungen auf die zukünftige Ertragslage aufgrund des Einmarsches Russlands in der Ukraine oder des Konflikts im Nahen-Osten, da die Qualcomm-Gruppe sowohl direkt als auch indirekt nur minimale Geschäfte in diesen Gebieten tätigt.

Gesamtrisiko

Im Berichtsjahr 2022/2023 gab es eine wesentliche Veränderung der Unternehmensstruktur in Form des Erwerbs durch Qualcomm Technologies Inc. Es werden in naher Zukunft keine Veränderungen erwartet.

Das oberste Mutterunternehmen geht davon aus, dass es trotz der weltweit unsicheren Wirtschaftslage gut aufgestellt ist. Um diese unsicheren Zeiten zu überstehen, werden wir uns weiterhin auf langfristige, strategische Ziele konzentrieren. Aufgrund des zunehmenden Interesses für fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (ADAS) und damit verbundene Softwaretechnologie besteht weiterhin eine starke Nachfrage nach Produkten des Unternehmens.

Für die Gesellschaft sehen wir daher, einzeln oder in Summe, keine bestandsgefährdenden Risiken.

Chancenbericht

Das oberste Mutterunternehmen QUALCOMM Incorporated investiert in Forschungs- und Entwicklungsprogramme und in Technologien der nächsten Generation, um weiterhin sein Portfolio an Produkten und geistigem Eigentum zu erweitern und neue Märkte für zukünftiges Wachstum zu eröffnen.

Es wird erwartet, dass die wachsende Produktion von Fahrzeugen mit integrierten ADAS-Funktionen im Zuge des steigenden Bewusstseins für Komfort und Sicherheit der Passagiere und der staatlichen Vorschriften, die Sicherheitsfunktionen vorschreiben, in den kommenden Jahren die Nachfrage auf dem Markt ankurbeln werden. Darüber hinaus trägt die steigende Akzeptanz von selbstfahrenden oder automatisierten Fahrzeugen weiter zum verstärkten Wachstum des Marktes bei. Auch die Dynamik der globalen Automobilindustrie verändert sich rasant.

In Anbetracht der vorstehenden Entwicklungsmöglichkeiten liegt eine Chance der Gruppe in dem anhaltenden Wachstum auf den globalen Märkten für das Gebiet Software für Fahrerassistenz bzw. Autonomes Fahren. Dies kann sich in der Zukunft indirekt positiv auf die Gesellschaft auswirken.

Prognosebericht

Dieser Lagebericht enthält Angaben und Prognosen, wie die gesetzlichen Vertreter die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft einschätzen. In diesem Bericht wird davon ausgegangen, dass diese Einschätzungen realistisch sind. Es ist jedoch möglich, dass zugrunde gelegte Annahmen nicht eintreten, die oben genannten Risiken die Ereignisse beeinflussen oder Unsicherheiten auftreten können, und damit zu wesentlichen Abweichungen von den erwarteten Umständen führen.

Wir gehen davon aus, dass sich der Umfang unserer betrieblichen Tätigkeit im Jahr 2023/2024 nicht wesentlich verändern wird.

Da die Umsatzerlöse aus den Kostenaufschlagsvereinbarungen erzielt werden und sich die Aufwendungen im Geschäftsjahr 2023/2024 durch den Erwerb von OpenSynergy GmbH am 23. Mai 2024 erhöhen werden, gehen wir von einem starken Anstieg der Umsatzerlöse und der direkten und indirekten Kosten aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird sich leicht steigern.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 werden Umsatzerlöse sowie sonstige betriebliche Erträge zwischen 47 und 57 Mio. EUR erwartet. Wir erwarten, dass die direkten Kosten und indirekte Servicekosten für das Geschäftsjahr 2023/2024 zwischen 45 und 55 Mio. EUR liegen und sich im Wesentlichen auf den Personalaufwand in Verbindung mit der Steigung der Mitarbeiterzahl beziehen. Des Weiteren erwarten wir basierend auf die aktuellen Zahlen ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in einer Bandbreite von 3 bis 7 Mio. EUR.

 

Unterschleißheim, 20 September 2024

Arriver Software GmbH

Die Geschäftsführung

Kathryn Elizabeth Turner

Christoph Schmickler

Bilanz zum 30. September 2023

AKTIVA

30.09.2023
EUR
30.09.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 316.037 620.228
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.651.412 5.198.637
4.967.449 5.818.865
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.948.091 -
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.527.634 2.319.947
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 251.810
9.475.725 2.571.757
14.443.174 8.390.622
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.291.659 10.945.973
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.721.980 2.431.900
13.013.639 13.377.873
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten - 10.860.218
13.013.639 24.238.091
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.170.376 608.373
29.627.189 33.237.087

PASSIVA

30.09.2023
EUR
30.09.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000 25.000
II. Kapitalrücklage 4.989.429 4.989.429
III. Gewinnvortrag 4.242.848 2.840.030
IV. Jahresüberschuss 1.307.923 1.402.818
10.565.200 9.257.276
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 988.797 161.533
2. Sonstige Rückstellungen 7.708.536 1.449.303
8.697.333 1.610.836
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 41.007 26.947
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.985.132 21.884.422
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.338.517 375.040
(davon aus Steuern 1,338,517; Vorjahr: 375,040)
10.364.656 22.286.408
E. PASSIVE LATENTE STEUERN - 82.566
29.627.189 33.237.087

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

1.10.2022 - 30.09.2023
EUR
1.01.2022 - 30.09.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 45.695.969 22.324.517
2. Sonstige betriebliche Erträge 38.633 529.155
45.734.602 22.853.672
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.635.049 696.180
44.099.553 22.157.492
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 20.566.591 13.459.056
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.525.158 1.847.686
24.091.749 15.306.742
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.644.107 1.185.543
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.751.250 3.755.998
2.612.447 1.909.210
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65.425 183
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 376.624 67.503
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 988.797 397.618
10. Ergebnis nach Steuern 1.312.451 1.444.271
11. Sonstige Steuern 4.527 41.453
12. Jahresüberschuss 1.307.923 1.402.818

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

I. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 288 HGB werden in Anspruch genommen. Bei der Offenlegung werden die Erleichterungen gemäß §§ 276, 327 HGB in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 6. Juli 2022 wurde die Satzung der Gesellschaft angepasst und beschlossen, dass das Geschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 30. September dauert.

Daher sind die Vorjahreszahlen insbesondere der Gewinn- und Verlustrechnung nur bedingt vergleichbar, da sie sich auf ein 9-monatiges Rumpfgeschäftsjahr beziehen und das aktuelle Geschäftsjahr 12-Monate umfasst.

II. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Arriver Software GmbH mit Sitz in Unterschleißheim im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 228080 eingetragen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Für den Geschäfts- oder Firmenwert resultierend aus dem Kaufvertrag mit Veoneer Germany GmbH von 1. April 2022 wird eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit dem Nennwert bzw. den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert.

Bei dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Wertberichtigungen vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden in voller Höhe abgeschrieben.

Flüssige Mittel und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert ausgewiesen

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbauverpflichtungen aus Mietverhältnissen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die Restmietdauer und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Latente Steuern werden auf Unterschiedsbeträge zwischen den Buchwerten der HGB und der Steuerbilanz gebildet, soweit sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich umkehren. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern saldiert. Das Unternehmen setzt den Überhang an aktiven latenten Steuern aus dem Geschäftsjahr 2022/2023 unter Berücksichtigung des Wahlrechts gem. § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht an.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Zeitpunkt des Zugangs mit dem tagesgültigen Geld- bzw. Briefkurs der Fremdwährung bewertet und mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen.

Seit dem 1. April 2022 werden sämtliche Umsatzerlöse nach der Cost-plus Vereinbarung mit der Arriver Software AB, Linköping, Schweden ("Technical Service Agreement") vereinnahmt. Der Umsatz wird monatlich in Bezug auf die im jeweiligen Monat tatsächlich angefallenen Aufwendungen berechnet, gebucht und in Rechnung gestellt.

IV. Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 4.651.411,85, welcher nach § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB aktiviert worden ist, resultiert aus der Übernahme von Vermögensgegenständen und Mitarbeitenden der Veoneer Germany GmbH, München, im Geschäftsjahr 2022. Da die Verweildauer der Mitarbeiter nicht verlässlich geschätzt werden kann, wird der Geschäfts- oder Firmenwert nach § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB linear über zehn Jahre abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von insgesamt EUR 13.013.639,00 (Vorjahr EUR 13.377.872,82) enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen (ausschließlich Arriver Software AB) in Höhe von EUR 11.291.658,62 (Vorjahr EUR 10.945.972,98), Umsatzsteuerforderung in Höhe von 718.979,53 (Vorjahr EUR 1.401.079,41), sowie die Mietkaution für das Büro mit einem Betrag von EUR 1.003.000,00 (Vorjahr EUR 1.003.000,00) mit einer Laufzeit von über einem Jahr.

Gegen die Gesellschafterin bestehen keine Forderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind in folgender Tabelle dargestellt:

Art der Forderung zum 30.09.2023 gesamt
EUR
bis 1 Jahr
EUR
> 1 Jahre < 5 Jahre
EUR
> 5 Jahre
EUR
gegen verbundene Unternehmen 11.291.658,62 11.291.658,62 0,00 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 1.721.979,53 718.979,53 0,00 1.003.000,00
Summe 13.013.639,00 12.010.638,15 0,00 1.003.000,00
Art der Forderung zum 30.09.2022 gesamt
EUR
bis 1 Jahr
EUR
> 1 Jahre < 5 Jahre
EUR
> 5 Jahre
EUR
gegen verbundene Unternehmen 10.945.972,98 10.945.972,98 0,00 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 2.431.899,84 1.428.899,84 0,00 1.003.000,00
Summe 13.377.872,82 12.374.872,82 0,00 1.003.000,00

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 25.000,00 bleibt gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Gewinnvortrag

Der Jahresüberschuss aus dem Rumpfgeschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 1.402.818,72 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Unter Verwendung des Jahresüberschusses 2022 entwickelte sich der Gewinnvortrag wie folgt:

Stand 1. Januar 2022 EUR 2.840.029,68
Jahresüberschuss 2022 EUR 1.402.818,72
Stand 30. September 2023 EUR 4.242.847,50

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen werden für noch nicht veranlagte Steuern in Höhe von EUR 988.797,31 (Vorjahr EUR 161.532,77) gebildet und betreffen mit EUR 424.395,00 Gewerbesteuer und EUR 564.402,31 Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten vornehmlich Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von EUR 2.640.606,91 (Vorjahr EUR 379.627,68), sowie die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 4.986.321,95 (Vorjahr EUR 1.069.675,43) und eine Rückstellung für Rückbauverpflichtungen in Höhe von EUR 81.607,00 (Vorjahr EUR 0,00).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 10.364.655,49 (Vorjahr EUR 22.286.408,47) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 41.007,11 (Vorjahr EUR 26.946,64), sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus einem Darlehen in Höhe von 8.775.066,88 (Vorjahr EUR 21.884.422,09). Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen aus den Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Lohnsteuer in Höhe von EUR 1.338.516,88 (Vorjahr EUR 375.039,74).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt auf:

30.09.2023
EUR
Qualcomm Technologies International Ltd. 8.775.066,88
Qualcomm Inc. 157.169,95
Qualcomm Technologies International GmbH 52.894,67
Summe 8.985.131,50

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Art der Verbindlichkeit zum 30.09.2023 gesamt
EUR
bis 1 Jahr
EUR
> 1 Jahre
EUR
> 5 Jahre
EUR
aus Lieferungen und Leistungen 41.007,11 41.007,11 0,00 0,00
gegenüber verbundenen Unternehmen 8.985.131,50 210.064,62 8.775.066,88 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 1.338.516,88 1.338.516,88 0,00 0,00
Summe 10.364.655,49 1.589.588,61 8.775.066,88 0,00
Art der Verbindlichkeit zum 30.09.2022 gesamt
EUR
bis 1 Jahr
EUR
> 1 Jahre
EUR
> 5 Jahre
EUR
aus Lieferungen und Leistungen 26.947,64 26.947,64 0,00 0,00
gegenüber verbundenen Unternehmen 21.884.422,09 14.884.422,09 7.000.000,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 457.606,04 457.606,04 0,00 0,00
Summe 22.368.974,77 15.368.975,77 7.000.000,000 0,00

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen keine.

Latente Steuerverpflichtungen

Passive Latente Steuern in Höhe von EUR 82.566,30 aus dem Vorjahr EUR bestanden im Wesentlichen aus den temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Verbindung mit der Jubiläumsrückstellung, sowie dem Geschäfts- oder Firmenwert, und wurden aufgelöst. Im aktuellen Geschäftsjahr ergaben sich aus den gleichen Gründen aktiven latenten Steuern, die nach dem Wahlrecht laut § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt sind. Die passiven latenten Steuern des Vorjahres in Höhe von EUR 82.566,30 wurden daher in voller Höhe aufgelöst.

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 45.695.968,65 (Vorjahr EUR 22.324.517,12) sind ausschließlich in Verbindung mit Cost-Plus Verträgen erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen EUR 38.633,20 (Vorjahr EUR 529.155,23), davon EUR 0,00 aus Währungsumrechnung (Vorjahr EUR 529.155,23).

Materialaufwand

Der Posten beträgt EUR 1.635.049,11 (Vorjahr EUR 696.179,94) und resultiert überwiegend Aufwendungen für bezogene Leistungen von anderen Dienstleistern.

Personalaufwand

Der Personalaufwand beträgt EUR 24.091.749,09 (Vorjahr EUR 15.306.741,74). Es bestehen keine Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung im Berichtsjahr und Vorjahr.

Abschreibungen

Es sind Abschreibungen in Höhe von EUR 3.644.107,18 (Vorjahr EUR 1.185.543,47) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 13.751.250,62 (Vorjahr EUR 3.755.997,54) und enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.352.118,73 (Vorjahr EUR 20.026,34).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge und Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von EUR 376.624.37 (Vorjahr EUR 67.502,57) beinhalten mit EUR 362.401,91 im Wesentlichen Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betragen EUR 65.425,48 (Vorjahr EUR 182,50). Zinserträge auf Basis von Verträgen mit verbundenen Unternehmen liegen nicht vor.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen EUR 988.797,31 (Vorjahr EUR 397.618,39) davon entfallen EUR 0,00 (Vorjahr EUR 82.566,30) Steueraufwand auf passive latente Steuern und EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00) auf aktive latente Steuern.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen erwachsen der Gesellschaft in den kommenden Jahren folgende Nettozahlungsverpflichtungen:

bis 1 Jahr
EUR
2 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
gesamt
EUR
Mietverträge: 928.528,56 3.249.849,96 0,00 4.178.378,52
Leasingverpflichtungen: 74.697,19 163.403,10 0,00 238.100,29
Summe 1.003.225,75 3.413.253,06 0,00 4.416.478,81

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.307.923,27 auf neue Rechnung vorzutragen.

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Angabepflichtige Transaktionen mit nahestehenden Personen lagen nicht vor.

Organe der Gesellschaft

Zu Geschäftsführern waren bestellt:

Junjie He, Karlsfeld, Deutschland (von 15. September 2021 bis 14. Februar 2023), Managing Director

Gordon Rowe, Reading, Vereinigtes Königreich (von 6. Juli 2022 bis 25. April 2023), Managing Director,

Senior Director, Finance

Giuseppe Rosso, München, Deutschland (von 3. Januar 2023 bis 29. September 2023), Managing Director

Kathryn Elizabeth Turner, Cambridgeshire, Vereinigtes Königreich (seit 25. April 2023), Director, Finance

Christoph Schmickler, Steinhöring, Deutschland (seit 29. September 2023), VP, Business Operations

Die Geschäftsführer erhalten für ihre Tätigkeit keine Bezüge von der Gesellschaft.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 198 (Vorjahr 192).

2023 2022
Entwicklung 194 188
Verwaltung 4 4
Summe 198 192

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird über ihre Gesellschafterin, Arriver AB, Stockholm, Schweden, wird in den Konzernabschluss der QUALCOMM Incorporated, San Diego, USA, einbezogen.

QUALCOMM Incorporated, San Diego, USA, ist die Muttergesellschaft der kleinsten und größten Unternehmensgruppe, in die die Gesellschaft zum 30. September 2023 konsolidiert wird. Der Konzernabschluss von QUALCOMM Incorporated, San Diego, USA, kann bei dem Direktionsbüro des Konzerns (5775 Morehouse Drive, San Diego, CA 92121-1714) angefordert werden.

Der Abschluss des obersten Mutterunternehmens kann bei der US-Wartpapier und Börsenaufsichtsbehörde (Registernummer: 0000804328) eingesehen werden.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben lagen nicht vor. Durch den am 23. Mai 2024 mit der OpenSynergy GmbH geschlossenen Vertrag über den Erwerb und die Abtretung von Vermögensgegenständen hat die Gesellschaft neben erworbenen Vermögensgegenständen auch 63 Mitarbeiter übernommen, sowie ein neues Büro in Berlin.

Im September 2024 hat die Arriver Software GmbH ein weiteres Programm zum Stellenabbau zur Kosteneinsparung initiiert. Die Kosten im Zusammenhang mit diesem Programm erwartet die Gesellschaft im niedrigen einstelligen Millionenbetrag.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, lagen nicht vor.

 

Unterschleißheim, 20 September 2024

Arriver Software GmbH

Die Geschäftsführung

Kathryn Elizabeth Turner

Christoph Schmickler

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
30.09.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 996.671 6.747 - - 1.003.418
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.472.249 - - - 5.472.249
Zwischensumme Immaterielle Vermögensgegenstände 6.468.921 6.747 - - 6.475.668
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.047.317 8.162.277 - 1.067.036 13.276.630
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 815.226 1.527.634 - (815.226) 1.527.634
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 251.810 - - (251.810) -
Zwischensumme Sachanlagen 5.114.352 9.689.911 - - 14.804.264
Summe Anlagevermögen 11.583.273 9.696.658 - - 21.279.932
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.09.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 376.443 310.938 - 687.381
2. Geschäfts- oder Firmenwert 273.612 547.225 - 820.837
Zwischensumme Immaterielle Vermögensgegenstände 650.055 858.163 - 1.508.219
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.542.595 2.785.944 - 5.328.539
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - - - -
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - -
Zwischensumme Sachanlagen 2.542.595 2.785.944 - 5.328.539
Summe Anlagevermögen 3.192.650 3.644.107 - 6.836.758
Buchwerte
30.09.2023
EUR
30.09.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 316.037 620.228
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.651.412 5.198.637
Zwischensumme Immaterielle Vermögensgegenstände 4.967.449 5.818.865
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.948.091 1.504.721
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.527.634 815.226
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 251.810
Zwischensumme Sachanlagen 9.475.725 2.571.757
Summe Anlagevermögen 14.443.174 8.390.622

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Arriver Software GmbH, Unterschleißheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Arriver Software GmbH, Unterschleißheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Arriver Software GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 20. September 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Ralph Jakobi, Wirtschaftsprüfer

Sebastian Stroner, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30.09.2023 wurde am 27.09.2024 festgestellt.

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