appellando GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Elmé Coetzer-Boersma seit 26.4.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FoodPLUS GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023der Firma FoodPLUS GmbH, KölnAKTIVA
PASSIVA
Köln, den 4. Juli 2024 FoodPLUS GmbH Markus Philipp Elmé Coetzer-Boersma Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023
Köln, den 4. Juli 2024 Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeines Die FoodPLUS GmbH, Köln, ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Köln. Sie ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Köln unter HRB 35211 eingetragen. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 Abs. 2 HGB wurden angewandt. Von den Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Die Sachanlagen werden auf eine Nutzungsdauer von drei bis zu sechs Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten unter Anwendung eines durchschnittlichen Stundensatzes auf Kostenbasis zuzüglich der berechneten Fremdleistungen bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert angesetzt und haben - wie im Vorjahr - eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Dem Ausfallrisiko wurden durch Einzelwertberichtigungen von TEUR 159 und einer Pauschalwertberichtigung von TEUR 49 Rechnung getragen. Die Wertpapiere betreffen Investment- und Aktienfonds sowie Aktien. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Kurswert zum Stichtag. Zum Bilanzstichtag wurde eine Wertaufholung in Höhe von EUR 67.855,28 und eine Abwertung in Höhe von EUR 723,67 vorgenommen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Die sonstigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nominalwert bilanziert. Das Eigenkapital ist zum Nominalwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag. Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft schon vorab geleistete Vergütungen. 3. Sonstige Angaben Anlagevermögen Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens wird auf den in der Anlage beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zur Anlage 3) verwiesen. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 100%-Beteiligung an der GLOBALG.A.P. North America, Inc., USA. Das verbundene Unternehmen ist im Jahr 2010 gegründet worden und vertritt die Interessen der Gesellschaft in den USA. Die Anschaffungskosten betrugen EUR 256.770,00. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TUSD 1.219. Das Ergebnis 2023 belief sich auf TUSD 51 1.
1 Der Umrechnungskurs zum 31. Dezember 2023
betrug 1 USD = 0,90595 EUR.
Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub (TEUR 45) und Rückstellungen aus Arbeitsverträgen (TEUR 122). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den EHI Retail Institute e.V., Köln, und betreffen in vollem Umfang Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen die alleinige Gesellschafterin, die EHI-Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln, und betreffen in vollem Umfang Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsdifferenzen von TEUR 17 (i. Vj. TEUR 15) ausgewiesen. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsdifferenzen von TEUR 6 (i. Vj. TEUR 6) ausgewiesen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten Miet- und Leasingverträge in Höhe von TEUR 43 (i. Vj. TEUR 53) und sind aus wirtschaftlichen Gründen eingegangen worden. Davon sind TEUR 32 innerhalb eines Jahres fällig und TEUR 11 im Zeitraum 2025 bis 2026. Mitarbeiter Im Kalenderjahr 2023 wurden durchschnittlich 119 (i. Vj. 109) Arbeitnehmer (Angestellte) beschäftigt. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB. Geschäftsführung Markus Philipp, Geschäftsführer für Personal, Finance, Operations & Compliance, Dormagen; Elmé Coetzer-Boersma, Geschäftsführerin für Product Development, IT & Integrity, Pretoria, Gauteng/Südafrika; Dr. Kristian Möller, Geschäftsführer für Sales, Marketing und Consumer Label, Brühl (bis 16.05.2023) 4. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 2.892.647,18 auf neue Rechnung vorzutragen.
Köln, den 4. Juli 2024 Markus Philipp Elmé Coetzer-Boersma Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023 der Firma FoodPLUS GmbH, 50672 Köln
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern in diesem Lagebericht die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. A. Grundlagen des Unternehmens GLOBALG.A.P. ist eine Marke für intelligente Lösungen die landwirtschaftliche Unternehmensführung betreffend, welche von der FoodPLUS GmbH in Köln in Zusammenarbeit mit Produzenten, Einzelhändlern und anderen Interessengruppen aus der gesamten Lebensmittelindustrie entwickelt wurde. Diese Lösungen umfassen eine Reihe von Standards für eine sichere, soziale und ökologisch verantwortungsvolle landwirtschaftliche Praxis. Der meistgenutzte Standard von GLOBALG.A.P. ist der Standard für die kontrollierte landwirtschaftliche Unternehmensführung (IFA) für Obst und Gemüse, Aquakultur, Zierpflanzenbau und mehr. Eine Kombination dieser Standards und das dazu gehörende Regelwerk bilden auch die Grundlage für das GGN-Label: Das Verbraucherlabel für zertifizierte, verantwortungsvolle Landwirtschaft und Transparenz. Die Hauptaufgaben der FoodPLUS GmbH umfassen die Koordination, Förderung und Verbreitung von Standards für die Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln, Futtermitteln und anderen pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen sowie die Entwicklung und Implementierung von Steuerungs-, Überwachungs- und Sanktionsmechanismen zur Sicherung der Einhaltung dieser Standards auf allen Stufen der Wertschöpfungskette, national und international. Die FoodPLUS GmbH, Köln, hat im Jahr 2021 eine Betriebsstätte in Wellington/Südafrika gegründet. Die operativen Tätigkeiten der Betriebsstätte wurden zum 01.01.2022 aufgenommen. Die wesentliche Geschäftstätigkeit der Betriebsstätte ist die Erbringung von Dienstleistungen für die FoodPLUS GmbH, Köln. B. Wirtschaftsbericht I. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1 Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 leicht gesunken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war geprägt von den nach wie vor hohen Preisen, ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7% höher. Auf europäischer Ebene spiegelt sich diese Entwicklung nicht wider. So legte das BIP im Euroraum im Jahr 2023 laut der vorläufigen Schätzung um 0,5% Prozent zu. Der Einzelhandelsumsatz in Deutschland ist nach vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 real um 3,1 Prozent zurückgegangen, nominal gab es ein deutliches inflationsbedingtes Wachstum von 2,4 Prozent. Der Online-Handel konnte im abgelaufenen Jahr seine Umsätze aus dem Vorjahr wieder erreichen, real bedeutet das aber einen Umsatzrückgang von 3,7 Prozent. Im Lebensmittelhandel zeigte sich die weiterhin hohe Inflation besonders deutlich. Hier ist der Abstand von nominalem Zuwachs und realem Rückgang des Umsatzes besonders hoch. Der Bereich Einrichtung, Haushalt und Baubedarf musste im Jahr 2023 als einziger Wirtschaftszweig des Einzelhandels auch nominal Umsatzrückgänge verzeichnen. Besondere Herausforderungen ergaben sich für die Handelsbranche vor allem durch weiterhin sehr hohe Energiekosten, steigende Einkaufspreise bei gleichzeitig sinkenden Margen und zunehmende Personalaufwendungen. Vor allem zeigten sich für den Handel deutliche Engpässe am Arbeitsmarkt, die bereits dazu führen, dass Betriebe die Öffnungszeiten einschränken, da die notwendigen Fachkräfte nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen.
1 Quelle:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
II. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der FoodPLUS GmbH aus der Sicht der Geschäftsführung ist entgegen der Planung schlechter verlaufen. Der Jahresfehlbetrag im Jahr 2023 betrug laut Jahresabschluss 1.734 TEUR und hat sich damit um 1.340 TEUR gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Laut Budget für das Jahr 2023 war mit dem deutlich niedrigeren Ergebnis für das Berichtsjahr zu rechnen. Der höhere Jahresfehlbetrag ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass sich der Materialaufwand überproportional um 1.232 TEUR (25,2 %) erhöht hat, vor allem lag das an den Mehrkosten für die Einführung unseres neuen Produktes IFA V 6, während die Umsatzerlöse nur um 4,3 % gestiegen sind. Darüber hinaus ist der Personalaufwand um 857 TEUR gestiegen, da sich gegenüber dem Vorjahr die Mitarbeiterzahl um durchschnittlich 10 Arbeitnehmer erhöht hat. III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Ertragslage Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatz und Ergebnis vor Ertragsteuern, die für die interne Steuerung der Gesellschaft verwendeten bedeutsamsten Leistungsindikatoren darstellen. Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 603 TEUR (4,3 %) auf 14.732 TEUR. Diese positive Entwicklung ist vor allem auf das deutliche Wachstum im Kerngeschäft CB Lizenzen (Certification Body) zurückzuführen, das einen Anstieg um 681 TEUR verzeichnete. Zusätzlich stiegen die Erlöse aus unserem Konsumentenlabel um 59 TEUR und aus Trainings um 90 TEUR. Dem gegenüber standen Rückgänge bei den Mitgliedsbeiträgen (-64 TEUR) und den Erlösen aus Entwicklungsprojekten (-155 TEUR) im Vergleich zum Vorjahr. Ergebnisentwicklung Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern von -1.831 TEUR im Vergleich zu -390 TEUR im Vorjahr. Der deutliche Rückgang des Ergebnisses vor Ertragsteuern resultiert im Wesentlichen aus den bereits oben genannten Faktoren. Der Umsatz stieg um 4,3 % im Vergleich zum Vorjahr, geplant war eine Umsatzsteigerung von 2 - 3 %. Umsatzseitig war das Ergebnis zufriedenstellend. Aufgrund der Verzögerungen bei der technischen Umsetzung unseres Hauptprodukts, IFA Version 6, entstanden zusätzliche Datenbankkosten von 324 TEUR im Vergleich zum Vorjahr. Diese Kosten konnten nicht gedeckt werden, da die notwendigen Preisanpassungen erst ab dem 01.08.2024 erfolgen können. Der Personalaufwand stieg um 13,2 % auf 7.334 TEUR. Dies ist hauptsächlich auf die Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl durch Neueinstellungen, die um 10 Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr stieg, zurückzuführen. Der Materialaufwand erhöhte sich um 1.232 TEUR. Ursächlich hierfür sind die gestiegenen Kosten für die Einführung unseres Hauptproduktes (+ TEUR 324) und ein Anstieg der Honorare um TEUR 870, im Wesentlichen verursacht durch mehr Trainingsaufwand für die neue Version 6 bezogen auf das Kerngeschäft CB Lizenzen. b) Vermögens- und Finanzlage Das Eigenkapital sank von TEUR 5.877 auf TEUR 4.143. Die Verringerung ergibt sich aus dem Jahresfehlbetrag des Berichtsjahres in Höhe von TEUR 1.734. Als Konsequenz verringert sich die Eigenkapitalquote von 75,9 % auf 68,6 %. Die Summe der Aktiva hat sich um TEUR 1.702 von TEUR 7.742 auf TEUR 6.040 verringert. Die Immateriellen Vermögensgegenstände sanken um TEUR 38. Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um TEUR 285. Die flüssigen Mittel sanken, im Wesentlichen aufgrund des negativen Jahresergebnisses, um TEUR 1.619. Der Jahresfehlbetrag wird zusammen mit dem Gewinnvortrag vorgetragen und wirkt sich negativ auf das Eigenkapital aus. Die gesamten Verbindlichkeiten haben sich stichtagsbedingt um TEUR 48 erhöht. Hier fanden alle Zahlungen nach Rechnungseingang zeitnah nach dem Bilanzstichtag statt. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erfolgte, wie in den Vorjahren auch, aus dem laufenden Cashflow. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jeder Zeit gegeben. Es bestanden keine Zins- und Liquiditätsrisiken. Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als zufriedenstellend. C. Chancen- und Risikobericht In der folgenden Betrachtung werden die Risiken absteigend nach ihrer Bedeutung für die FoodPLUS GmbH angegeben. Marktbezogene Chancen und Risiken Für das Geschäftsjahr 2024, wie auch für die Folgejahre, ist eine konsequente Fortsetzung der Wachstumsstrategie der FoodPLUS GmbH vorgesehen. Dadurch werden Umsatzzuwächse in den etablierten wie auch in neuen Geschäftsfeldern forciert. Chancen ergeben sich durch die aktualisierte Version unseres Hauptprodukts für die Erzeuger, die über Certification Bodys abgerechnet werden (IFA Version 6), dessen Inhalte risikobasierter und dynamischer werden. Dadurch kann der Auditumfang an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst werden, was dem Erzeuger unter Umständen einen Kostenvorteil ermöglicht. Ein allgemeines wirtschaftliches Risiko kann aufgrund der Energiekrise bestehen. Eine weiter zunehmende Inflation und eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums erscheinen wahrscheinlich. Insbesondere die Knappheit und Preissteigerungen bei Düngemitteln werden sich negativ auf unsere Erzeuger auf der landwirtschaftlichen Stufe auswirken. Unsere IFA Version 6 kann hier für eine agile Anpassung und risikobasierte Checklisten für eine Entlastung bei den Erzeugern sorgen. Positiv kann sich auf die Erzeuger allerdings auswirken, dass die landwirtschaftlichen Warenströme aus der Ukraine und Russland ersetzt werden müssen. Aufgrund der steigenden Zahl von zu erfüllenden Anforderungen an die Landwirtschaft, seien es Kundenanforderungen oder aber auch gesetzlichen Anforderungen, steigen die Kosten und Aufwände der Landwirte außerordentlich an. Dies führt in Europa bereits zu Protesten der Landwirte. Die negative Gesamtstimmung in der Branche könnte sich auch auf unser Geschäftsmodell auswirken. Dies wird eher nicht erwartet, aber beobachtet, um rechtzeitig reagieren zu können. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die Liquidität der Gesellschaft wird kontinuierlich beobachtet, um Chancen und Risiken daraus frühzeitig zu erkennen. Über den erwirtschafteten Cashflow wird die Liquiditätsversorgung sichergestellt. Es bestehen keine Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten. Die Gesellschaft hat Mittel in Wertpapiere investiert. Schwankungen des Wertpapiervermögens sind damit jederzeit möglich, auch in größerem Umfang. Das Depot der FoodPLUS hatte sich im Jahr 2022 zwar negativ entwickelt, die Buchverluste konnten aber zum Teil im Jahr 2023 ausgeglichen werden. Personalchancen und -risiken Bedingt durch die demografische Entwicklung und den immer intensiveren Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte können sich Engpässe bei der Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ergeben. Ein attraktives Arbeitsumfeld sowie regelmäßige Weiterbildungen schaffen Entwicklungsmöglichkeiten sowohl für die berufliche als auch die persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter und tragen somit zu einer langfristigen Bindung an die Gesellschaft bei. Rechtliche und steuerliche Risiken Rechtliche Risiken können vor allem aus arbeits- und zivilrechtlichen Verfahren resultieren. Im Berichtsjahr wurden die notwendigen Rückstellungen hierfür gebildet. Die Risiken werden regelmäßig geprüft und bei hinreichender Konkretisierung durch Bildung einer angemessenen Risikovorsorge berücksichtigt. Beurteilung der Gesamtrisiken Wesentliche Chancen und Risiken werden auf den obersten Verantwortungs- und Entscheidungsinstanzen regelmäßig im Rahmen eines rollierenden Forecast-Prozesses diskutiert und grundsätzliche Entscheidungen zur Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung getroffen, die durch die operativen Ebenen umgesetzt und durch das Controlling überwacht werden. Alle Führungskräfte sowie das Sales Team haben Zugriff auf tagesaktuelle Kostenberichte sowie Umsatzberichte und können somit zeitnah auf mögliche Entwicklungen reagieren. Aus derzeitiger Sicht ergeben sich keine erkennbaren Risiken für den Fortbestand und die Liquidität der Gesellschaft. Grundlegende Änderungen der Chancen- und Risikolage werden derzeit nicht erwartet. D. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar 2024 eine pessimistische Prognose für die deutsche Wirtschaft veröffentlicht. Die IWF-Ökonomen trauen der Volkswirtschaft für 2024 nur noch ein Miniwachstum von 0,5 Prozent zu. Damit wäre Deutschland das Schlusslicht in den sechs Wirtschaftsräumen und 16 Ländern, die der IWF insgesamt analysiert hat. Die Lage der Weltwirtschaft ist weiter angespannt. Der Einzelhandel in Deutschland/Europa hat sich als äußerst widerstandsfähig gezeigt und in den letzten drei Jahren seinen Umsatz trotz schwierigster Rahmenbedingungen kontinuierlich gesteigert. In den Corona-Jahren waren vor allem der Online-Handel und der Lebensmittelhandel Treiber des Wachstums, im Jahr 2022 war das Wachstum ausschließlich durch die starke Inflation bedingt. Der Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise dürfte seinen Höhepunkt überschritten haben, die Inflationsrate geht spürbar zurück und die Realeinkommen steigen. Gleichzeitig ist aber die Unsicherheit durch die vielen weltweiten Krisenherde enorm. Die finanzielle und die psychologische Belastung der Bürgerinnen und Bürger bleibt sehr hoch und es ist weiterhin mit einer schwachen Nachfrage zu rechnen. Gleichzeitig bleibt die Kostenbelastung für die Unternehmen im Handel weitgehend bestehen. Sollten diese Effekte aber schneller überwunden werden, eröffnen sich Chancen, so dass die aufgestaute Konsum- und Investitionsnachfrage für einen dynamischeren Aufschwung sorgen kann. Entwicklung der Gesellschaft Das Budget 2024 spiegelt, wie in den Vorjahren, ambitionierte Ziele wider, stellt aber zugleich auch eine aus Sicht der Geschäftsleitung realistische Grundlage dar. Vor allem basierend auf der neuen Version unseres Hauptprodukts (CB-Lizenzen) gehen wir für die Zukunft von einer positiven Entwicklung aus. Im Zuge der Einführung unseres weiterentwickelten Hauptproduktes (Version 6) werden wir weiterhin mehr Trainings Online sowie Trainings vor Ort durchführen können. Wir erwarten einen deutlichen Umsatzzuwachs für 2024 in der 2. Jahreshälfte, aufgrund der Preisanpassung, die ab dem 01.08.2024 durchgeführt wird. Ebenso gehen wir weiterhin von einer wachsenden Marktdurchdringung unseres B2C Labels aus, da sich hier mehr und mehr Einzelhändler, Retail-Konzerne und Produzenten mit unserem Produkt auszeichnen möchten. Insgesamt erwarten wir ein weiteres Wachstum bei den Umsatzzahlen auch durch Wachstum bei der Anzahl der Erzeuger, welche durch veränderte Warenströme und die Einführung von gesetzlichen Anforderungen an transparente Lieferketten zur Zertifizierung ermutigt werden. Das Jahr 2024 wird von deutlichen Investitionen, vor allem im Bereich IT mit einem neuen strategischen Partner geprägt sein, welche uns in die Lage versetzen werden, weitere an die spezifischen Bedingungen der Erzeuger angepasste Produkte zur Verfügung zu stellen und durch smarte IT-Systeme zu unterstützen. Die Kosten werden aufgrund des neuen strategischen IT-Partners bzgl. der Datenbank ab dem Jahr 2025 deutlich gesenkt werden. Aufgrund dieser Treiber gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einem Umsatzwachstum von ca. 11 % aus. Unter Berücksichtigung von Kostensteigerungen im Personalbereich und bei der Datenbank erwarten wir ein geringes positives Ergebnis für das Jahr 2024. Aufgrund der oben angesprochenen verbindlichen Einführung der neuen Version 6, des neuen strategischen IT-Partners und der Preisanpassung erwarten wir ab 2025 wieder ein deutlich steigendes positives Gesamtergebnis des Unternehmens.
Köln, den 4. Juli 2024 Markus Philipp Elmé Coetzer-Boersma Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FoodPLUS GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FoodPLUS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FoodPLUS GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 4. Juli 2024 HENKE
& DR. SAUER Partnerschaft mbB
Matthias Bauer, Wirtschaftsprüfer |
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