Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 15486
Eingetragen
25.4.2013
Branche
Bauträger für andere Gebäude und BauwerkeSpezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
a) Ausführung von Bauarbeiten jeglicher Art für eigene und fremde Rechnung, b) Erwerb, Veräußerung oder sonstige Verwertung und Vermietung von Grundstücken und Gebäuden sowie Erbringen von Gebäudedienstleistungen, c) Betrieb aller dem Baugewerbe dienenden Hilfsgeschäfte, insbesondere der Einkauf, die Herstellung und die Verwertung von Baustoffen, -materialien und -geräten, d) Entwurf, Planung und Berechnung von Bauwerken, e) Errichtung und Betrieb von Anlagen aller Art in der Umwelttechnik, f) Errichtung und Betrieb von Anlagen, die dem Güterverkehr dienen, g) Erwerb und Verwaltung von Beteiligungen an Gesellschaften, h) Erwerb, Errichtung und/oder Betrieb von Infrastruktureinrichtungen aller Art unter Einschluss von Verkehrsinfrastruktureinrichtungen (zum Beispiel Straßen, Tunnel, Brückenbauwerke, Häfen, Luft- und sonstige Verkehrsregelungseinrichtungen) und sozialen Infrastruktureinrichtungen (zum Beispiel Schulen, Hochschulen, sonstige öffentliche Einrichtungen, Gesundheitseinrichtungen, Freizeiteinrichtungen) sowie der Erwerb von Konzessionen zum Erwerb, zur Errichtung und/oder zum Betrieb solcher Infrastruktureinrichtungen sowie Erbringung von Dienstleistungen in Bezug auf solche Infrastruktureinrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Max Hildebrand
seit 22.4.2025
Vorstandsmitglied
Fabian Eppinger
seit 15.4.2020
Vorstandsmitglied
Lothar Urmoneit
seit 25.4.2013
Vorstandsmitglied

Gesellschafter
Beta

Keine Daten verfügbar

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LS Bau AG

Thannhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Darstellung der Geschäftstätigkeit

Die LS Bau AG ist dem Bauhauptgewerbe zuzuordnen und in den Bausparten Öffentlicher Bau und Wirtschaftsbau als Bau-Dienstleister tätig. Innerhalb des Unternehmens ordnen wir unser Leistungsspektrum den Geschäftsfeldern Straßen- und Tiefbau sowie Bauwerkserhaltung zu.

Die Leistungsschwerpunkte im Geschäftsfeld Straßen- und Tiefbau liegen im Straßen- und Wegebau, in Erschließungs- und Kanalbaumaßnahmen, Industrieflächenbau und Außenanlagen, Flussbau- und Gewässerrekultivierung sowie im Schwarzdeckenbau. Dabei sind wir überwiegend im regionalen Marktumfeld bis 70km tätig; projektspezifisch darüber hinaus innerhalb der Region Bayerns und im angrenzenden Baden-Württemberg.

Das Geschäftsfeld Bauwerkserhaltung ist auf die Sanierung von Brückenbauwerken und Tiefgaragen spezialisiert und überwiegend im südbayerischen Raum tätig.

Über die vorgelagerte Wertschöpfungsstufe mit einer eigenen stationären, leistungsfähigen Asphaltmischanlage und einer starken Partnerschaft im Firmenverbund mit der TCS Technik Center Schwaben GmbH als interner Dienstleister für Wartung und Reparaturen sowie mit der AVES GmbH als Produzent für Roh- und Zuschlagsstoffe und Entsorger von unbelastetem und belastetem Aushubmaterial, verfügen wir über bedeutsame Wettbewerbsvorteile innerhalb unseres zentralen Marktumfeldes.

1.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Soweit wir im Lagebericht auf die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen (1.2. und 1.3) sowie auf Prognose der Rahmenbedingungen und branchenspezifischen Perspektiven eingehen, stützen wir uns auf Informationen und Recherchen des Bayerischen Bauindustrieverbandes, welche uns im Rahmen unserer Mitgliedschaft freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde .

1.2.1 Global

Der Internationale Währungsfonds schätzt für das Jahr 2023 ein Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts um 3,1 %, nachdem die globale Wirtschaft im Vorjahr um 3,5 % gewachsen ist. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften schätzt der Internationale Währungsfonds ein Wachstum von 1,6 % in 2023, während er für Entwicklungsländer ein Plus von 4,1 % erwartet. Die Weltgesundheitsorganisation gab im Mai bekannt, dass sie die Corona-Pandemie nicht mehr als globalen Gesundheitsnotfall betrachten. Die globale Wirtschaft erholt sich von den Auswirkungen der Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und den hohen Lebenshaltungskosten. Die weltweite Ungleichheit wächst jedoch. Der Dienstleistungssektor hat sich schnell erholt, während sich der Industriesektor schwächer entwickelt. Die straffere Geldpolitik wirkt sich bremsend auf Investitionen aus. Die globale Inflationsrate sinkt voraussichtlich von 8,7 % in 2022 auf 6,8 % in 2023.1

In vielen Volkswirtschaften konnten private und staatliche Ausgaben den wirtschaftlichen Aufschwung stützen. Die zunehmende Dynamik war jedoch nicht überall zu spüren, da insbesondere im Euroraum das Wachstum aufgrund der schlechten Stimmung der Verbraucher besonders gedämpft war. Die sinkende Inflationsrate spiegelt das Abklingen der Preisschocks - insbesondere bei den Energiepreisen wider. Um die Inflationsrate auf ein niedrigeres Niveau zu senken, haben mehrere Zentralbanken die Leitzinsen deutlich angehoben. Dies führte zu hohen Hypothekenkosten, finanziellen Herausforderungen für Unternehmen bei der Refinanzierung ihrer Schulden, geringere Kreditverfügbarkeit und schwächere Investitionen in Immobilien. Gleichzeitig lockerten die fortgeschrittenen Volkswirtschaften ihre Finanzpolitik in 2023. Insbesondere die Vereinigten Staaten, wo das BIP bereits seinen Wachstumspfad vor der Pandemie überschritten hatte, wurde die Finanzpolitik stärker gelockert als im Euroraum sowie den Schwellen- und Entwicklungsländern.

1.2.2 Euroraum

Nach ersten Schätzungen von Eurostat nahm die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 0,5 % sowohl in der Eurozone als auch in der EU zu. Allerdings ist zu beachten, dass diese Berechnungen auf unvollständigen Daten beruhen und bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt revidiert werden. Im vierten Quartal 2023 bewegte sich das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt sowohl in der Eurozone als auch in der EU unverändert auf dem Niveau des Vorquartals. Auch in den ersten drei Quartalen waren saisonbereinigt nur geringe positive Wachstumsraten oder Rückgänge im Vergleich zum jeweiligen Vorquartal zu verzeichnen. Die europäische Wirtschaft hat somit weiter an Schwung verloren. Im vierten Quartal konnten Portugal (+ 0,8 %), Spanien (+ 0,6 %), Belgien und Lettland (+ 0,4 %) die positivste Entwicklung verzeichnen, während in Irland (- 0,7 %), Deutschland und Litauen (- 0,3 %) die Wirtschaftsleistung hingegen jeweils zurückging.2

Die Verbraucherpreise steigen seit 2021 stark an. Die jährliche Inflationsrate der Eurozone lag nach Berechnungen von Eurostat im Dezember 2023 bei 2,9 %, nach einem Plus von 2,4 % im November 2023. Dies war insbesondere auf die hohen Preissteigerungen für Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak (+ 6,1 %), Dienstleistungen (+ 4,0 %) und nicht-energieintensive Industrieprodukte (+ 2,5 %) zurückzuführen. Die Energiepreise sind im Vergleich zum Vorjahresmonat hingegen deutlich zurückgegangen (- 6,7 %). Die niedrigsten Inflationsraten verzeichneten Belgien und Italien (+ 0,5 %), während die höchsten Inflationsraten die Slowakei (+ 6,6 %), Österreich (+ 5,7 %) und Kroatien (+ 5,4 %) verzeichneten.3 Trotz umfangreicher Stützungsmaßnahmen und Kurzarbeitsprogramme sind die Folgen der Corona-Pandemie mit Verzögerung auch in den Jahren 2020 und 2021 am Arbeitsmarkt angekommen. So lag die Erwerbslosenquote in der EU im Dezember 2021 bei 6,4 %. Und im Dezember 2022 bei 6,1 %.4 Im Dezember 2023 lag die Erwerbslosenquote in der EU bei 5,9 %. Damit waren 12,9 Millionen Menschen ohne Arbeit. Die Quote war, wie schon in den beiden vorangegangenen Jahren, laut Angaben des Statistischen Bundesamtes in Spanien und Griechenland am höchsten. Mit 3,1 % hat Deutschland die geringste Jugenderwerbslosenquote der EU.5 Laut Kiel Trade Indicator6 des Institut für Weltwirtschaft Kiel ist der Welthandel im Dezember 2023 um 1,3 % preis- und saisonbereinigt eingebrochen. Denn die Angriffe auf Frachtschiffe im Roten Meer führten dazu, dass die in dieser Region transportierte Menge an Containern um über die Hälfte einbrach. Dies hat vielfältige Auswirkungen auf die Transportzeiten sowie die Frachtkosten zwischen Fernost und Europa. Denn die Schiffe müssen entsprechend um das Kap der Guten Hoffnung in Afrika umgeleitet werden, was die Transportzeit deutlich um bis zu 20 Tage verlängert. Während dies dazu führte, dass die Exporte der EU um 2,0 % und die Importe um 3,1 % gegenüber dem Vormonat rückläufig waren, sind die Exporte und Importe von China gegenüber dem Vormonat preisbereinigt gestiegen (+ 1,3 % bzw. + 3,1 %). Die positive Entwicklung in China dürfte laut Einschätzung des IfW Kiel auf das anstehende Neujahrsfest zurückzuführen sein.7

1.2.3 Deutschland

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ging das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt im Jahr 2023 um 0,3 % zurück. Preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %. Während die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen 2023 stagnierte, war die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal rückläufig.8

Die weiterhin hohen Preise sowie steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur. In den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief die Entwicklung sehr unterschiedlich. Auf der einen Seite konnten die meisten Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftlichen Aktivitäten ausweiten und damit die Gesamtwirtschaft stützen. Dabei fiel das Wachstum allerdings geringer aus als in den Jahren 2021 und 2022. Auf der anderen Seite ging die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe deutlich um 0,2 % zurück. Vorrangig war hierfür eine niedrigere Produktion im Bereich der Energieversorgung entscheidend. Das Verarbeitende Gewerbe (ohne Bau) lag im Jahr 2023 um 0,4 % unter dem Vorjahresniveau. Das Baugewerbe konnte insgesamt preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 % verzeichnen.9 Vor dem Hintergrund der hohen Verbraucherpreise nahm der private Konsum preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab. Der Staat reduzierte ebenfalls die Konsumausgaben um - 1,7 %, da die staatlich finanzierten Corona-Maßnahmen wegfielen. Die Bauinvestitionen gingen preisbereinigt um 2,1 % zurück. Andererseits nahm die Ausrüstungsinvestitionen (in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge) preisbereinigt um 3,0 % zu. Der Außenbeitrag fiel ebenfalls positiv aus und stützte das BIP. Denn während die Exporte um preisbereinigt 1,8 % sanken, nahmen die Importe preisbereinigt um 3,0 % ab.10 Die Zahl der Beschäftigten nahm insbesondere durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Im Jahr 2023 erbrachten durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätige mit Arbeitsort in Deutschland die Wirtschaftsleistung. Dies entspricht einem Anstieg um 0,7 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung nahm zu. Der Beschäftigungsaufbau fand fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.11 In den Jahren 2022 und 2023 setzte sich die in 2021 begonnene negative Entwicklung hoher Inflationsraten fort. Im Jahresdurchschnitt 2023 haben sich die Verbraucherpreise um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Die Inflationsrate fiel damit zwar geringer aus als in 2022 (+ 6,9 %), bewegt sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Ursächlich für die hohen Inflationsraten waren insbesondere die hohen Preisanstiege für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Krieges in der Ukraine und gestiegene Kosten für den Transport von Gütern. Zeitweise konnten die Preissteigerungen durch Entlastungsmaßnahmen abgemildert werden (wie beispielsweise dem Wegfall der EEG-Umlage, 9-Euro-Ticket, Trankrabatt, Deutschlandticket). Im Dezember 2023 lag die Inflationsrate bei + 3,7 % gegenüber Dezember 2022.12 Nach insgesamt acht Jahren mit Finanzierungsüberschüssen verzeichnete der deutsche Staat seit 2020 ein Finanzierungsdefizit. In 2023 lag das Finanzierungsdefizit nach vorläufigen Berechnungen bei 82,7 Milliarden Euro und damit um 14 Milliarden Euro unter dem Defizit des Vorjahres. In 2022 führten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und zur Stützung der deutschen Wirtschaft zu hohen Ausgaben. Auch in 2023 erfolgten hohe Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse. Auf der anderen Seite entfielen jedoch die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.13

1.3 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

1.3.1 Europa

In Europa hat sich die Baunachfrage in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt: So wuchs die Bauleistung in 19 europäischen Ländern in den Jahren zwischen 2014 und 2019 um insgesamt 15 %.14 Vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie ist das Bauvolumen im Jahr 2020 nach Berechnungen der Bauexperten von Euroconstruct insgesamt um 4,4 % gesunken. In 2021 konnte trotz starker Preissteigerungen, fehlender Baumaterialien und Vorprodukte eine Ausweitung der Bauaktivitäten um 5,6 % verzeichnet werden.15 Im Jahr 2022 war die Bautätigkeit gezeichnet von stark gestiegenen Energiepreisen und erschwerter Projektplanung. Es wurden Bauleistungen im Umfang von 2,09 Billionen Euro (in Preisen von 2022) erbracht. Die Preise für Bauleistungen erhöhten sich nach Angaben von Euroconstruct mit Raten im zweistelligen Bereich.16

Im Jahr 2023 schrumpfte das Bauvolumen nach Schätzungen auf 2,07 Bio. Euro (in Preisen von 2022). Dies entspricht einem Rückgang von 1,7 %. Rund vier Fünftel der Bauleistungen (1,6 Bio. Euro) entfielen auf den Hochbau, während ein Fünftel (450 Mrd. Euro) dem Tiefbau zuzuschreiben ist. Sowohl die Zinswende als auch die massiven Baupreissteigerungen und die Kaufkraftverluste der Privathaushalte führten in 2023 zu einer geringeren Hochbaunachfrage. Insbesondere die Wohnungsbauinvestitionen entwickelten sich vor dem Hintergrund größerer Finanzierungshürden negativ und schrumpften um rund 5 %. Dabei ist das Wohnungsbauvolumen aufgrund von verschlechterten Rahmenbedingungen in 16 von 19 Mitgliedsländern gesunken. Die Fertigstellungen im Wohnungsneubau sind voraussichtlich im Jahr 2023 um 90.000 Wohneinheiten auf 1,76 Mio. Wohnungen zurückgegangen.17 Im Gegensatz dazu entwickelte sich der Tiefbau positiv. Die Tiefbauinvestitionen nahmen im vergangenen Jahr um 3,8 % zu, während der Nichtwohnhochbau stagnierte. Der Neubau von Industriegebäuden konnte einen Zuwachs von 4,3 % verzeichnen. Die Neubaunachfrage nach Büro- und Geschäftsgebäuden bleib hingegen unter Druck.18

1.3.2 Deutschland

Der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten nahm im Gesamtjahr 2023 nominal um 3,5 % zu. Real entspricht dies einem Umsatzminus von 3,2 %. Der Rückgang lässt sich hauptsächlich auf die hohen Baumaterial-, Energie- und Zinskosten zurückzuführen, die wiederum die Nachfrage senken. Der nominale Auftragseingang lag für Januar bis Dezember 2023 bei 3,3 % im Vergleich zum Vorjahr, real war dies ein Minus von 4,4 %.19 Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes haben sich die Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes (inkl. MwSt.) im Jahresdurchschnitt 2023 um 6,5 % erhöht.20

Die Stimmung im deutschen Bauhauptgewerbe hat sich im Januar 2023 deutlich verschlechtert. Lauf Ifo-Konjunkturumfrage meldeten über 40 % der befragten Baufirmen im Dezember 2023 einen Auftragsmangel. 28 % meldeten einen Fachkräftemangel und 13 % führten Auftragsstornierungen als Grund dafür an, dass ihre Bautätigkeit behindert wurde. Einen Materialmangel meldeten im Dezember 2023 nur noch 2 % nach über 50 % im Mai 2022.21 Mit Blick auf die einzelnen Bausparten zeigt sich ein deutlicher realer Einbruch im Wohnungsbau. Während der baugewerbliche Umsatz (für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) von Januar bis Dezember 2023 um 11 % rückläufig war, sind die preisbereinigten Auftragseingänge um fast 20 % gesunken. Während sich der reale Umsatz im Wirtschaftstiefbau deutlich positiv entwickelte (+ 13,8 %), verzeichnete der Wirtschaftshochbau nur ein leichtes Plus (+ 0,9 %). Der Straßenbau verzeichnete einen realen Umsatzrückgang in Höhe von 6,5 %. Der Öffentliche Hochbau konnte hingegen eine positive Entwicklung verzeichnen.22

Öffentlicher Bau

Von Januar bis Dezember 2023 ist der nominale Umsatz im Öffentlichen Bau um 6,5 % gestiegen, der nominale Auftragseingang nahm im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,1 % zu. Ende September lag der Auftragsbestand mit 29,4 Mrd. Euro um 11,3 % über dem Vorjahreswert.23

Nach Angaben des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie ist der reale Umsatz im Öffentlichen Bau in 2023 um 1,6 % zurückgegangen. Die nominalen Baugenehmigungen im Öffentlichen Hochbau sind im Zeitraum von Januar bis November 2023 um 9,8 % gestiegen (real: + 3 %).24

Straßenbau

Während der Straßenbau für den Zeitraum von Januar bis Dezember 2023 nominal ein Auftragsplus von 3,9 % und ein nominales Umsatzplus von 3,5 % verzeichnete, lag der preisbereinigte Auftragseingang um 7,2 % und der preisbereinigte Umsatz um 6,5 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.25

Beschäftigung

Im Jahr 2023 haben die Unternehmen des Bauhauptgewerbes trotz der schwachen baukonjunkturellen Entwicklung im Jahresdurchschnitt die Zahl ihrer Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 % auf 928.000 erhöht. Im Vergleich zum Tiefstand im Jahr 2009 beträgt das Beschäftigungsplus 31,1 %.26

Für die Neueinstellungen haben sich die Bauunternehmen vorrangig auf den europäischen Arbeitsmarkt konzentriert. Der Anteil Erwerbstätiger aus anderen Europäischen Ländern (wie Rumänien, Polen, Türkei, Kroatien und Ungarn) stieg von 7,8 % im Jahr 2009 auf 23,6 % im Jahr 2023. Auch auf ausländische Subunternehmer wird zunehmend zurückgegriffen. Die temporär nach Deutschland entsandten Arbeitskräfte ausländischer Baufirmen ist auf 83.000 im Jahr 2022 gestiegen.27 Grund dafür ist die sehr geringe Arbeitslosenquote der Baufacharbeiter und Bauingenieure in Deutschland. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen ist deutlich höher als die Zahl der Arbeitslosen. Die Zahl der Auszubildenden im 1. Lehrjahr ist zwar von 2014 bis 2021 von 16.500 auf 21.000 gestiegen. Doch dies reicht nicht aus, um die Rentenabgänger auszugleichen. Im Jahr 2022 ist zudem die Zahl der begonnenen Ausbildungsverhältnisse auf 19.800 gesunken. Ende des Jahres gaben laut Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts über 28 % der befragten Bauunternehmen an, dass ihre Bautätigkeit aufgrund des Fachkräftemangels behindert wurde.28

Erzeugerpreise

Im Jahresverlauf 2023 zeigte sich zwar eine Entspannung bei den Baumaterialpreisen, das Preisniveau war teilweise dennoch weiterhin hoch. Der Erzeugerpreisindex29 für Baumaterialien, wie Bauholz, Glas und Stahl ging im Jahr 2023 deutlich im Vergleich zum Vorjahr zurück. Wohingegen bei anderen Baumaterialien, wie Bitumen und Zement, die Preise weiter stiegen. Der Erzeugerpreisindex für Energie lag im Jahresdurchschnitt 2023 um 103 % über dem Niveau von 2020. Der Erzeugerpreis für Betonstahl hat 2023 um 42 %, für Zement um 59 %, für Bitumen um 79 %, für Dämmwolle um 40 % und für Diesel um 54 % zugelegt.30

1.3.3 Bayern

Im Zeitraum von Januar bis Dezember 2023 haben die bayerischen Bauunternehmen (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) im Vergleich zum Jahr 2022 ein leichtes nominales Umsatzplus von 0,3 % erwirtschaftet. Der nominale Auftragseingang lag mit - 2,1 % unter dem Vorjahresniveau. Aufgrund der Preissteigerungen entspricht dies einem realen Umsatzminus von 5,9 % und einem realen Auftragsminus in Höhe von 9,3 %.31

Der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden stieg im November 2023 im Vergleich zum November 2022 um 3,3 %. Die Preisentwicklung hat somit deutlich an Dynamik verloren. Im Bereich der Rohbauarbeiten erhöhten sich die Preise im Vorjahresvergleich um 0,6 %, während die Ausbauarbeiten ein Plus von 5,4 % verzeichneten.32 Der Blick auf die Sparten zeigt, dass der reale Umsatzrückgang insbesondere auf den Wohnungsbau zurückzuführen ist. Dieser verzeichnete im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 ein Minus von 15,3 %. Auch der Hochbau ohne Wohnungsbau sowie der Straßenbau verbuchten jeweils ein Umsatzminus im Vergleich zum Vorjahr (- 9,1 % bzw. - 4,9 %). Lediglich der Tiefbau ohne Straßenbau konnte um + 10,3 % zulegen.

Die Zahl der Beschäftigten (für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) lag von Januar bis Dezember 2023 durchschnittlich bei 107.800, was einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,1 % entspricht.33

1.4 Auswirkung der Entwicklung der Rahmenbedingungen

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und insbesondere der branchenspezifischen Entwicklungen, konnten wir unseren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nochmals steigern. Die im Betrachtungszeitraum zwar rückläufigen, aber immer noch hohen Inflationsraten relativieren das nominale Umsatzwachstum jedoch und bremsen damit auch die Ergebnisentwicklung. Insgesamt konnten wir unseren Geschäftsverlauf trotz schwieriger Rahmenbedingungen stabil und zufriedenstellend gestalten.

1.5 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der LS Bau AG kann für das Jahr 2023 unter dem Gesichtspunkt eines positiven Gewinnausweises von 1.307,4 T€ (Vj. 1.103,5 T€) nach Steuern sowie einer Gesamtleistung von 42.273,4 T€ (Vj. 40.348,6 T€) vor dem Hintergrund der weltpolitischen Geschehnisse und insbesondere auch der wirtschaftspolitischen Entwicklungen in Deutschland mit deren Auswirkungen auf das Baugewerbe als zufriedenstellend eingestuft werden.

Der Start in die Bausaison verlief im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr witterungsbedingt eher schleppend, was zu einem Leistungsrückstand im ersten Quartal führte. Dieser konnte aber aufgrund stabiler Witterungsbedingungen im weiteren Jahresverlauf sowie einer ganzjährig konstanten Ausschreibungstätigkeit der öffentlichen Hand bereits zur Jahresmitte egalisiert werden. Ferner haben sich im Jahresverlauf die Energie- und Rohstoffpreise wieder stabilisiert. Zwar bewegen sich die Preise noch immer auf sehr hohem Niveau, jedoch wurden die Kalkulationsrisiken durch die Preisstabilisierung deutlich reduziert, was unserer Projektkalkulation wieder mehr Sicherheit und Planbarkeit verleiht. Das rasch gestiegene Zinsniveau, die veränderte Förderkulisse sowie die in weiten Teilen der deutschen Wirtschaft vorherrschende Unsicherheit über die zukünftige Konjunkturentwicklung führte aber, im Gegensatz zu den Ausschreibungen der öffentlichen Hand, zu einem deutlichen Investitionsrückgang im privaten Sektor und damit zu einer merklichen Reduzierung privater Bauprojekte im Marktraum der LS Bau AG. Bei der in den Medien oft zitierten Baukrise muss zwischen den Bereichen Hochbau und Tiefbau differenziert werden. Während sich die Konjunktur im Hochbau und insbesondere im Wohnungsbau über den Jahresverlauf konstant verschlechtert hat, zeigte sich der Tiefbau in seiner Entwicklung sehr robust. Entsprechend war auch der Geschäftsverlauf der LS Bau AG im Betrachtungszeitraum solide und wir konnten unsere Planungen erreichen und zum Jahresende hin noch leicht übertreffen.

Die Sparte Straßen- und Tiefbau hat aufgrund der oben dargestellten Faktoren und Entwicklungen einen soliden und zufriedenstellenden Geschäftsverlauf zu verzeichnen. Die geplanten Leistungs- und Ergebnisziele konnten erreicht werden. Da die Sparte das Kerngeschäft der LS Bau AG darstellt, ist der Geschäftsverlauf auch maßgebend für die gesamte Unternehmensentwicklung im Betrachtungszeitraum.

Die Bauwerkserhaltung blieb auch im Geschäftsjahr 2023 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Jedoch konnte die Sparte trotz deutlichen Leistungsrückstands einen positiven Beitrag zur Ergebnisentwicklung leisten. Ursächlich für das Umsatzdefizit ist das sehr überschaubare Ausschreibungsvolumen im Marktraum der LS Bau AG, welches im starken Kontrast zum vorherrschenden Bedarf an bauwerkserhaltenden Maßnahmen steht.

Auch im Jahr 2023 waren reine Asphaltbaumaßnahmen im schwäbischen Marktraum hart umkämpft. Trotzdem konnten wir einige größere Auftragslose akquirieren, die neben Bauleistungen als Subunternehmer sowie Aufträgen aus privaten Vergaben einen wichtigen Beitrag zur Auslastung unserer personellen Kapazitäten sowie unserer Asphaltmischanlage leisteten. In der Asphaltproduktion machten sich im Jahresverlauf einerseits die erneut gestiegenen Bitumenpreise sowie andererseits die aufgrund des Kohleausstieges stark steigenden Preise für den für die Asphaltproduktion wichtigen Energieträger Braunkohlestaub kostenseitig besonders bemerkbar und wirkten sich mindernd auf das Ergebnis aus.

Unsere Investitionsaktivitäten konzentrierten sich im Geschäftsjahr 2023 vor allem auf die Fertigstellung des Bauhofprojekts mit dessen Außenanlagen sowie auf verschiedene Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen im Bereich des Geräte- und Maschinenparks. Aufgrund der üppigen Investitionsaktivitäten der letzten Jahre können wir mit modernem und zeitgemäßem Equipment in die kommenden Bauperioden gehen. Der aktuelle Ausrüstungsstand bei Fahrzeugen und Gerätschaften gibt uns darüber hinaus die Möglichkeit, in etwaigen konjunkturellen Schwächephasen nicht auf dringende Investitionen angewiesen zu sein.

2. Ertragslage

in Tsd. Euro 01.01. - 31.12.2023 01.01. - 31.12.2022 Änderungen ggü. Vorjahr
Umsatzerlöse 34.894,60 38.865,90 -3.971,30
+ Bestandsveränderungen 7.001,90 613,60 6.388,30
+ aktivierte Eigenleistungen 376,90 869,10 -492,20
+ sonstige betriebliche Erträge 1.315,40 1.939,80 -624,40
- Materialaufwand -26.048,80 -24.156,00 -1.892,80
- Personalaufwand -11.565,50 -12.004,80 439,30
- Abschreibungen -2.042,00 -1.767,90 -274,10
- sonstige betriebliche Aufwendungen -2.028,60 -2.597,50 568,80
+ Finanzerträge 139,20 26,70 112,50
- Finanzaufwand -172,70 -253,80 81,10
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -496,50 -382,00 -114,50
EAT (Ergebnis nach Steuern) 1.373,90 1.153,20 220,70
- sonstige Steuern -66,50 -49,70 -16,80
Jahresergebnis 1.307,40 1.103,50 203,90
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 17.626,70 16.743,90 882,80
Bilanzgewinn 18.934,10 17.847,40 1.086,70

Die Gesamtleistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) erhöhte sich im Berichtsjahr um TEUR 1.924,8 (+ 4,8 %) auf TEUR 42.273,4 (Vj. TEUR 40.348,6). Die aktivierten Eigenleistungen haben sich um TEUR 492,2 verringert und beinhalten eigene Leistungen für den Bauhofneubau in Thannhausen. Der Materialaufwand hat sich um 7,8 % auf TEUR 26.048,8 erhöht und ist somit stärker gestiegen als die Leistung. Der Personalaufwand hingegen ist um 3,7 % auf TEUR 11.565,5 zurückgegangen. Die Verschiebung von Personal- zu Materialaufwand ist auf die stärkere Inanspruchnahme von Nachunternehmerleistungen zurückzuführen. Die geleisteten Produktivstunden haben sich dementsprechend um - 9,1 % auf 225.539 Std. verringert.

Die einzelnen Sparten tragen wie folgt zur Gesamtleistung und zum Jahresergebnis bei:

in Tsd. Euro Straßen- u. Tiefbau Bauwerkserhaltung
Nettobetriebsleistung 39.104,2 919,6
Spartenergebnis (Baustellenergebnis der Sparte vor Geschäftskosten) 4.653,3 19,7

Unsere Misch- und Recyclinganlage sowie sonstige Dienste (Asphaltverkauf an Dritte, Vermietung von Überkapazitäten, insbesondere Fuhrpark) weisen diesjährig ein negatives Ergebnis aus.

Die Materialintensität liegt im Berichtsjahr mit 62,2 % etwas über dem bereits sehr hohen Vorjahresniveau von 61,2 %. Ursächlich für diesen Anstieg dürfte insbesondere die Inflationsentwicklung im Berichtsjahr sein, die im Jahresverlauf an Dynamik verloren hat sich aber immer noch nicht vollumfänglich am Markt realisieren lässt. Zusätzlich zur starken Preissteigerung blieb das Marktumfeld stark umkämpft, so dass mit weiterhin geringen Margen kalkuliert werden musste.

Die Personalintensität liegt im Berichtsjahr mit 27,6 % unter dem Niveau des Vorjahres von 30,4 %. Einerseits verdanken wir das den bestehenden Tarifverträgen, die einen analogen Anstieg zur Inflation verhinderten. Andererseits verlagerten sich die Aufwendungen in den Materialbereich, da vermehrt Nachunternehmerleistungen beauftragt wurden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge zeigen sich um TEUR 624,4 schlechter als im Vorjahr. In dieser Position sind insbesondere Erlöse aus dem Verkauf von nicht mehr benötigtem Anlagevermögen (TEUR 465,3), aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen (TEUR 301,0), aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 258,0), aus Schadensersatzleistungen (TEUR 100,8), aus der Zuschreibung des Umlaufvermögens (TEUR 54,5) sowie aus Investitionszuschüssen (TEUR 4,6). Ebenfalls enthalten sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 33,2.

Das Finanzergebnis hat sich in Summe um TEUR 193,6 verbessert. Währen im Vorjahr Abschreibungen auf Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 83,1 nötig waren, beliefen sich diese im Berichtsjahr auf nur 6,3 TEUR. Die Zinsaufwendungen bewegen sich mit TEUR 166,4 auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Die Zinserträge konnten um TEUR 69,8 gesteigert werden. Hierfür war insbesondere die positive Zinsentwicklung am Kapitalmarkt verantwortlich.

Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich zum Vorjahr um TEUR 220,7 und konnte damit erneut gesteigert werden.

Der Rohgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

in Tsd. Euro 2023 2022 Veränderung
Gesamtleistung 42.273,4 40.348,6 1.924,8
Materialaufwand 26.048,8 24.156,0 1.892,8
Rohgewinn 16.224,6 16.192,6 32,0
Rohmarge [in %] 38,4 40,1 - 1,7

Die Rohmarge ist im Berichtszeitraum gesunken. Insbesondere gestiegene Preise am Beschaffungsmarkt können hierfür genannt werden. Auch die Verlagerung hin zu mehr Nachunternehmerleistungen verringern die Rohmarge.

3. Finanzlage

Der Finanzmittelbestand lag zum Ende der Periode bei 10.546,5 TEUR (Vj. 11.885,9 TEUR). Darin enthalten sind Wertpapiere in Höhe von TEUR 1.675,0 (Vj. TEUR 2.770,8) . Die Veränderung im Geschäftsjahr stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

in Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 11.885,90 13.985,00
+ Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.435,20 3.451,30
+ Cash-flow aus Investitionstätigkeit -3.985,70 -6.836,20
+ Cash-flow aus Finanzierungsfähigkeit 211,10 1.285,80
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.546,50 11.885,90

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit verringert sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.016,1 auf TEUR 2.435,2 (Vj. TEUR 3.451,3). Die durch Anzahlung gedeckten teilfertigen Leistungen betragen zum Stichtag 95,1 %. Im Einzelnen wurde der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit durch den ausgewiesenen Jahresüberschuss von TEUR 1.307,4, und die Zunahme der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva (TEUR 2.176,7) positiv beeinflusst. Negativ wirkten sich hingegen die Veränderung langfristiger Rückstellungen (TEUR 139,5) sowie die Zunahme der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva (TEUR 2.501,3) aus. Mit Blick auf die Zinsentwicklungen am Kapitalmarkt sind wir bestrebt unsere Mittel optimal einzusetzen und wägen zwischen Innen- und Außenfinanzierung unserer Investitionen entsprechend ab.

Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit enthält Einzahlungen aus Anlagenverkäufen in Höhe von TEUR 513,5. Demgegenüber stehen Auszahlungen für Investitionen in Höhe von TEUR 4.499,2. Die Investitionen wurden insbesondere in unseren Fuhr- und Maschinenpark sowie für den Neubau unseres Bauhofs in Thannhausen getätigt. Ein nicht unerheblicher Teil unserer Investitionen wird über Leasing abgewickelt und findet in dieser Darstellung keine Berücksichtigung.

Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit verringert sich durch die Auszahlung von Dividenden für das Geschäftsjahr 2022 an die Anteilseigner um TEUR 220,7. Für die abgeschlossenen Finanzierungsdarlehen bestehen aus der Aufnahme und Tilgung Zahlungsmittelzuflüsse in Höhe von TEUR 431,7.

Die zur Verfügung stehenden liquiden Mittel werden insbesondere für die Ausnutzung von Zahlungsanreizen in Form von Skonti genutzt. So wurden im Berichtsjahr Skonti in Höhe von TEUR 361,6 (Vj. TEUR 338,2) in Anspruch genommen. In Bezug auf den Materialaufwand verändert sich die Skontoausnutzung nicht und verbleibt bei 1,4 %.

Auf Grund der Liquiditätsentwicklung waren auch im Berichtsjahr keine Kontokorrentlinien notwendig, wobei diese zum Bilanzstichtag mit TEUR 3.500 zur Verfügung standen.

Der LS Bau AG steht zum Bilanzstichtag durch mehrere Bürgen ein Gesamt-Avalrahmen mit TEUR 17.500 zur Verfügung. Hiervon sind zum Bilanzstichtag TEUR 8.654,8 beansprucht.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt 37.777,0 TEUR (Vj. 34.221,3 TEUR).

Nachfolgend werden wesentliche Veränderungen von Vermögenskomponenten dargestellt:

in Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
%
Anlagevermögen 19.651,60 17.257,80 13,9
Umlaufvermögen 18.125,40 16.963,50 6,8
Eigenkapital 21.792,80 20.706,00 5,2
langfristiges Fremdkapital 3.680,00 4.099,60 -10,2
mittel- und kurzfristiges Fremdkapital 12.304,30 9.415,70 30,7

Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 2.393,8 auf TEUR 19.651,6 (Vj. TEUR 17.257,8) erhöht. Die Veränderung resultiert aus Zugängen für Ersatz- und Neuinvestitionen in Höhe von TEUR 4.499,3. Dabei entfielen TEUR 50,9 auf immaterielle Vermögensgegenstände, TEUR 1.928,1 auf Baumaschinen, Kleingeräte und sonstiges, TEUR 300,4 auf LKW und Anhänger, TEUR 274,0 auf PKW und Kleintransporter, TEUR 25,1 auf EDV, TEUR 345,9 auf Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie TEUR 1.572,2 auf Grundstücke, Bauten und technische Anlagen. Demgegenüber stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.031,2 sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 10,8. Des Weiteren gingen Anlagegüter mit einem Restbuchwert von TEUR 63,5 ab.

Weitere Teile des Maschinen- und Fuhrparks werden im Wege des Leasings finanziert. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen betragen zum Stichtag insgesamt TEUR 1.829,6 (Vj. TEUR 1.653,1), wobei hiervon TEUR 760,5 als kurzfristig und TEUR 1.069,1 als mittelfristig einzustufen sind.

Das Umlaufvermögen nimmt um TEUR 1.161,9 zu. Die Zunahme resultiert hauptsächlich aus der Zunahme der Vorräte um TEUR 1.096,3, der Zunahme von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 1.340,7, der Zunahme von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 64,4 sowie der Abnahme von Wertpapieren in Höhe von TEUR 1.095,8 und weiterer finanziellen Mittel in Höhe von TEUR 243,6.

Die Bilanzsumme ist zum Vorjahr um TEUR 3.555,7 gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt 57,7 % (Vj. 60,5 %) und wird durch die überwiegend thesaurierten Gewinne gestärkt.

Das langfristige Fremdkapital setzt sich aus den Pensionsrückstellungen (TEUR 1.714,2), die von der Leitenmaier Transport- und Baumaschinen Vermietungs GmbH im Zuge der Verschmelzung übernommen wurden, sowie langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten für die Finanzierung eines Verwaltungsgebäudes (TEUR 336,6) und den Umbau des Bauhofes (TEUR 879,3) zusammen.

Die Zunahme des mittel- und kurzfristigen Fremdkapitals lässt sich insbesondere durch die Zunahme der sonstigen Rückstellungen um TEUR 1.385,2, die Zunahme der passivierten, erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um TEUR 892,8 sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 711,9 erklären.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Unter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann festgestellt werden, dass zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts die wirtschaftliche Lage des Unternehmens als weiterhin gut und stabil anzusehen ist.

6. Chancen- und Risikobericht

6.1 Grundsätze

Jedes unternehmerische Handeln eröffnet neue geschäftliche Chancen, birgt aber in technischer, organisatorischer und personeller Implementierung auch eine Vielzahl von Risiken. Ziel der Geschäftsführung ist es, diese Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um den Wert des Unternehmens systematisch und nachhaltig für die Stakeholder und Shareholder zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Vorstand ergänzend zum bestehenden internen und externen Berichtswesen ein umfassendes Risikomanagementsystem installiert, mit dem externe und interne Risiken systematisch und kontinuierlich identifiziert, kontrolliert und berichtet werden.

6.2 Operative Risiken und Chancen der Geschäftsbereiche

Anhaltendes Kostenbewusstsein und die Forderung nach Qualität und Termintreue stellen die wesentlichen Herausforderungen unseres Geschäfts dar. Auftragsschwankungen durch volatile Ausschreibungstätigkeiten, insbesondere der öffentlichen Hand, aber auch die wirtschaftliche Stimmungslage privater Bauherren sowie witterungsbedingte Ausfallrisiken und die Verfügbarkeit von Fachkräften stellen weitere Herausforderungen dar, denen wir mit Weitblick begegnen müssen.

Soweit unser Geschäft unter normalen Branchen- und Rahmenbedingungen läuft, begegnen wir Projekt- und Kalkulationsrisiken über eine Angebotsselektion sowie einem straffen Projektmanagementsystem. Neben einer detaillierten Massenprüfung der ausgeschriebenen Leistung, gehören das 4-Augenprinzip, der konsequente Einsatz EDV-gestützter Angebots-, Auftrags- und Arbeitskalkulationen in Verbindung mit Bauzeiten- und Kapazitätsplänen und ein monatliches Reporting unseres Controllings zu den risikominimierenden Faktoren. Witterungsbedingte Ausfallrisiken und Auftragsschwankungen federn wir durch Arbeitszeitkonten und Saisonkurzarbeit im Rahmen tariflicher und gesetzlicher Vorgaben ab.

Chancen ergeben sich oftmals durch die genaue Kenntnis der Projektbedingungen und einer vorausschauenden Marktbeobachtung in Bezug auf den optimalen bzw. richtigen Einsatz unserer Kapazitäten. Eine hohe Qualitäts- und Termintreue, aber auch ein möglichst fairer und ehrlicher Umgang mit unseren Kunden erhöht die Aussichten für Anschlussaufträge, insbesondere im privaten Kundenbereich und reduziert Streitigkeiten sowie Gewährleistungs- und Bewertungsrisiken.

Fachlich kompetente und motivierte Mitarbeiter/-innen sehen wir als wichtigsten Erfolgsfaktor in unserem Unternehmen. Durch das altersbedingte Ausscheiden erfahrener Mitarbeiter steigt das Risiko erworbenes Know-how zu verlieren, ebenso durch die verschärfte Wettbewerbssituation um gute Mitarbeiter. Wir begegnen diesem Risiko mit gezielter Personalbindung und -entwicklung, Ausbildung von Nachwuchskräften sowie einem aktiven Personalmarketing.

Durch hohe Investitionen in eine wettbewerbsfähige Geschäftsausstattung, möglichst vielen regionalen Baustellen mit fairen Arbeitszeiten, guter Bezahlung und Offenheit im Umgang mit unseren Mitarbeitern, aber auch durch den im Jahr 2020 vollzogenen Einzug in ein modernes Verwaltungsgebäude sowie die Unterbringung ortsfremder Mitarbeiter in einem ansprechenden Wohnheim, erhöhen wir die Attraktivität als Arbeitgeber. Der Neubau unseres Bauhofs als zeitgemäße Arbeitsstätte sowie einem modernen Büro- und Betriebsgebäude soll an diese Entwicklung anknüpfen und nach der Fertigstellung die Arbeitgebermarke LS Bau AG weiter festigen.

Mit Einführung von Teilzeit- aber auch Homeoffice-Arbeitsplätzen sowie Flexibilisierung des Renteneintritts passen wir uns dem aktuell herrschenden Zeitgeist an und motivieren gute und verdiente Mitarbeiter. So ermöglichen wir bspw. beschäftigten Müttern die Fortführung ihrer beruflichen Tätigkeit oder tragen dem Wunsch einiger Mitarbeiter nach "work-life" Balance Rechnung.

Risiken bestehen in der Abhängigkeit einer einseitigen Kunden- und Lieferanten-/Nachunternehmerstruktur sowie einem eingeschränkten Leistungsangebot. Wir begegnen diesen Risiken über eine möglichst heterogene Kundenstruktur vieler öffentlicher und privater Auftraggeber, über eine Wertschöpfungskette von der Rohstoffgewinnung bis zur Verarbeitung auf den Baustellen sowie einem breiten Dienstleistungsangebot innerhalb der Firmengruppe. Auf der Beschaffungsseite arbeiten wir möglichst partnerschaftlich mit einer Reihe von Lieferanten und Nachunternehmern erfolgreich zusammen, behalten aber stets Optionen und Alternativen im Auge, um uns nicht in die Gefahr einer Abhängigkeit zu begeben.

Die Verbreiterung unserer Kundenbasis erfolgt insbesondere über den weiteren Ausbau unserer Sparte Bauwerkserhaltung. Durch umfangreich Investitionen in unsere Asphaltmischanlage sind wir sowohl für Neubauprojekte aber auch für den zunehmenden Anteil an Erhaltungsmaßnahmen im Bereich des Asphaltbaus gut gerüstet und begegnen mit den energieeffizienten Modernisierungsmaßnahmen zugleich den gestiegenen Energiepreisen.

6.3 Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen

Neue Kunden werden über Auskunfteien, Banken und Referenzen auf ihre Finanzkraft und Bonität hin überprüft, wobei öffentliche Auftraggeber als sichere Bonität gelten. Im Privatkundenbereich sichern wir etwaige Zahlungsausfälle gegen Zahlungsbürgschaften, Vorauskasse oder spezifische Kundenlimits ab. Finale Vergabeverhandlungen sowie relevante Vertragsprüfungen, insbesondere private Bauherren, erfolgen maßgebliche über die Geschäftsleitung unter Einhaltung des 4-Augen-Prinzips. Außerdem versuchen wir im Vorfeld hohe Projektrisiken zu erkennen und zu vermeiden. Dazu zählen auch schwierige Bauherren.

Liquiditätsrisiken minimieren wir durch eine nachhaltige Ertrags- und Gewinnpolitik, eine zeitnahe Abrechnung und ein stringentes Forderungsmanagement. Wir halten auf unseren Konten ein Liquiditäts-Polster von mindestens zwei Monatsumsätzen vor und verfügen darüber hinaus über ausreichende Kreditlinien von ca. einem Monatsumsatz.

Durch Inanspruchnahme von Krediten, Kreditlinien und Bürgschaften unterliegt die Gesellschaft erhöhten Zins- und Besicherungsrisiken. Durch eine vorausschauende Finanzierungspolitik in Verbindung mit einer offenen, möglichst persönlichen Finanzkommunikation, Verlässlichkeit unseres Tuns und Handelns sowie termingerechten Rückzahlungen versuchen wir das in uns gesetzte Vertrauen unserer Finanzgeber zu bestätigen. Ebenso führt die Thesaurierung unserer Gewinne zu einer beruhigenden Liquiditätsreserve und Stärkung unserer Eigenkapital- und Vermögensbasis und eröffnet uns Möglichkeiten zur Ausweitung und Gestaltung unseres Geschäfts, da wir seitens unserer Finanz- und Geschäftspartner als solides und verlässliches Unternehmen wahrgenommen werden.

Zudem können wir durch unsere gute Bonität und Liquidität zu optimalen Einkaufskonditionen verhandeln, zukunftsweisende Investitionsvorhaben leichter angehen und Krisen oder Auftragsschwankungen besser meistern.

6.4 Kostenrisiken und Chancen

Soweit erkennbar oder einschätzbar, berücksichtigen wir Preiserhöhungen unserer Lieferanten und Nachunternehmer in unseren Kalkulationen und treffen Projekt- und Jahresvereinbarungen. Langfristige Rahmen- oder Bauaufträge gestalten wir möglichst mit Preisgleitklauseln oder Wagniszuschlägen aus, um das Risiko einer Unterdeckung abzufedern. Anstehende tarifliche Lohn- und Gehaltserhöhungen preisen wir mit einem Vorhaltemaß in unsere Kalkulation ein. Volatile Zuschlagstoffe wie Bitumen sichern wir nach Möglichkeit über Festpreiskontrakte ab, um eine bessere Planungssicherheit für die Kalkulation langfristiger Projekte zu schaffen.

Die konsequente Überwachung der Geschäftsprozesse, aber auch die zunehmend informationstechnischen Risiken haben verstärkt Investitionen in die Hard- und Software-Anwendungssystemarchitektur angestoßen. Neben der Risikoreduzierung wie zeitnahe und lückenlose Verfügbarkeit von Daten und Informationen, ergeben sich vor allem durch die fortschreitende Digitalisierung der Geschäftsprozesse - bspw. Workflows in der Verarbeitung von Rechnungen und Korrespondenz, digitale Zeiterfassung- und Bauprozessoptimierungssysteme - Kostensenkungs- und Qualitätspotentiale. Durch eine unternehmensinterne "Projektgruppe Digitalisierung" wollen wir die Potentiale der Digitalisierung für unser Unternehmen ebenso ausschöpfen wie durch die Zusammenarbeit mit externen Spezialisten, die unsere Prozesse auf weitere Digitalisierungspotentiale prüfen. Für unsere Mitarbeiter aus dem technischen Bereich bieten wir Weiterbildungen zum BIM-Manager an, um der Baustelle der Zukunft mit der notwendigen Expertise begegnen zu können.

6.5 Haftungsrisiken und Chancen

Risiken aus dem Arbeits- und Umweltschutz begegnen wir durch ein proaktives Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS), was sich auf die Reduzierung von krankheits- und unfallbedingten Ausfallzeiten auswirkt. Den verschärften Anforderungen an den Umweltschutz tragen wir durch die Implementierung eines Abfallbeauftragten sowie laufenden Schulungen unseres Personals Rechnung.

Unterstützung erfährt unser Risikomanagement durch ein aktives, wertebasiertes und zertifiziertes Compliance- und Ethik-Managementsystem gemäß der Satzung EMB-Wertemanagement Bau e. V., was uns durch den anerkannten Compliance-Standard zudem Marktchancen bei privaten, aber auch öffentlichen Bauherrn eröffnet. Neben der Einhaltung von Recht und Gesetz schützt eine hohe Wertekompetenz und die Einhaltung von Verhaltensstandards unser Unternehmen und dessen verantwortliche Mitarbeiter vor unrechtmäßigem und unethischem Verhalten und den daraus folgenden Risiken und Konsequenzen. Insbesondere über die Offenlegung unserer Verhaltensstandards erreichen wir zudem eine neue Mitarbeitergeneration, der eine gelebte Wertekultur wichtig erscheint. Wir werden durch einen externen Auditor rezertifiziert und bestätigen damit unseren Status als audiertes Mitglied des EMB-Wertemanagement Bau e. V. regelmäßig alle drei Jahre.

Den erhöhten Anforderungen aus der europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, begegnen wir mit einem dynamischen Datenschutzmanagementsystem, bestehend aus internen Datenschutzkoordinatoren und externen Datenschutzbeauftragten.

Der Einsatz von Nachunternehmern bietet zahlreiche Chancen im Kosten- und Organisationsbereich, ist aber naturgemäß auch mit Risiken im Gewährleistungs-, Haftungs-, Bußgeld- und Schadensbereich und illegaler Beschäftigung verbunden. Durch ein effektives und selektives Nachunternehmermanagement-System, über klare Bausoll-Beschreibungen, zeitgemäßer und fairer Vertragsgestaltung, Qualitäts- und Personenkontrolle versuchen wir auf verlässliche und langjährige Partnerschaften zu bauen, um die genannten Risiken zu minimieren. Darüber hinaus werden unsere Nachunternehmer- und Lieferanteverträge jährlich zur Anpassung auf die sich laufend verändernde Rechtsprechung einer juristischen Prüfung unterzogen, deren Ergebnisse wir in unsere Vertragswerke einfließen lassen. Die notwendige Sensibilisierung der Mitarbeiter in den relevanten Unternehmensbereichen erreichen wir durch regelmäßige Schulungen.

Soweit wir Gewährleistungsrisiken aus Bauverträgen übernehmen, verfügen wir über ein Bürgen-Portfolio mit ausreichend Avalrahmen.

Damit wir Chancen und Risiken aus Arbeits-, Vertrags- und Baurecht, Marktentwicklung usw. rechtzeitig erkennen, greifen wir auf externe Fachkompetenzen wie bspw. auf Anwälte, Sachverständige oder Berater zu oder bringen uns über die Mitgliedschaft in wichtigen Verbänden aktiv ein.

6.6 Nachhaltigkeitsrisiken und Chancen

Die zunehmende gesellschaftliche und politische Sensibilisierung für Umweltfragen und Nachhaltigkeit bietet der Bauindustrie erhebliche Chancen. Der Trend zu grünen und energieeffizienten Gebäuden eröffnet neue Geschäftsmöglichkeiten für innovative Baustoffe und Technologien.

Denn Klima- und Umweltschutz werden vor dem Hintergrund der "UN-Agenda 2030"34 und des "European Green Deal"35 eines der wichtigsten Themen bleiben. Im Rahmen ihres "Green Deal" und des Programms "Fit for 55" will die EU-Kommission unter anderem die energetische Renovierungsquote mindestens verdoppeln36 und die europäischen CO 2 -Emissionen gegenüber 1990 um mindestens 55 Prozent reduzieren. Der Gebäudesektor spielt dabei eine zentrale Rolle. Um die ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen, müssen wir klimafreundlicher Leben, Arbeiten und Bauen. Hierfür müssen sowohl die Sanierungsquote als auch die damit verbundenen energetischen Investitionen erhöht werden. Neben Wohnhäusern müssen die Gebäude der öffentlichen Hand, aber auch Lagerhallen und Industriegebäude sowie Bürogebäude modernisiert werden. Auch der Ausbau der Radwege ist von großer Bedeutung für den Klimaschutz. Elektroautos benötigen die richtige Lade- und Straßeninfrastruktur. Darüber hinaus werden Ver- und Entsorger verstärkt in den Netzausbau investieren.

Die EU-Taxonomie, die seit Sommer 2020 in Kraft ist, spielt in diesem Rahmen die größte Rolle. Denn sie wird in Zukunft Investitionsentscheidungen maßgeblich beeinflussen.37 Das Bauhauptgewerbe betrifft die EU-Taxonomie einerseits im Bereich der Unternehmensfinanzierung und andererseits im Bereich der Projektfinanzierung. Für die Bauwirtschaft ist dies eine Chance und Gelegenheit neue Verfahren und Baumaterialien zu erforschen und einzusetzen sowie mit anderen Marktakteuren eng zusammenzuarbeiten, um ein gemeinsames und übergeordnetes Ziel zu erreichen.

Die steigende Komplexität im Bereich Nachhaltigkeit führt zu einer "Externalisierung" der Gesetzgebung. Die Parlamente können nicht mehr Schritt halten und Expertenwissen kann nicht mehr einfach in die Gremien gespiegelt werden. Teilweise übernehmen Vereine die komplette (Vor)arbeit. Es kann nicht Ziel sein, ein deutsches Steuerrecht 2.0 zu entwickeln. Hier ist auch die Industrie gefordert, über ihre Interessensvertretungen - ähnlich wie die Bauindustrieverbände - z. B. mit dem CO 2 -Schattenpreis eigene machbare Schritte anzugehen. Es versteht sich von selbst, dass diese Schritte spürbar und nutzbringend sein müssen; sie dürfen nicht in Greenwashing münden.

Für kleine Unternehmen gibt es einen neuen Entwurf in Sachen Nachhaltigkeit.38 Auch dieser wird - genau wie die Entwürfe und Richtlinien zu ESRS und Taxonomie - von der EFRAG bereitgestellt.39

Es gibt aktuell eine Entwicklung dahingehend, dass die Prüfung des Lageberichts in Sachen Nachhaltigkeit für einen Wirtschaftsprüfer zu einer sog. Vorbehaltsprüfung wird.

Das IDW hat in diesem Zusammenhang zwei bzw. drei Standards zum Thema Nachhaltigkeit im Entwurf erstellt.

• IDW EPS 352 (08.2022) - Prüfung der NFE im Rahmen der JAP

• Hinreichende Sicherheit (IDW EPS 990)

• Begrenzte Sicherheit (IDW EPS 991)

Trends in Richtung Holzbau, CO 2 -armer bzw. CO 2 -neutraler Beton, Recycling-Beton und Fassadenbegrünung sind vor diesem Hintergrund bereits deutlich erkennbar. Denn insbesondere die Recyclingfähigkeit, Dämmung und Verwendung nachhaltiger Baustoffe sind Grundpfeiler, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Der optimierte Energiebedarf von Bestandsgebäuden und Neubauten rückt in den Fokus. Hierbei nimmt die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus von der Planung, über das Bauen bis zum Betrieb eines Bauwerks eine tragende Rolle ein. Dabei müssen Energielieferung und Energieverbrauch mitgedacht werden.

Aufgrund von Extremwetterereignissen rückt klimaresilientes Bauen (einschließlich Küsten- und Hochwasserschutzeinrichtungen sowie Abwasser- und Entwässerungssysteme) immer mehr in den Fokus. Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat die Notwendigkeit dafür deutlich aufgezeigt. Zahlreiche Bauunternehmen haben kurzfristig Hilfe bei den anstehenden Aufräum-, Wiederaufbau- und Renovierungsarbeiten in den betroffenen Regionen geleistet. Auf lange Sicht wird der nationale Wiederaufbaufonds konkrete klimaresiliente Projekte vor Ort finanziell fördern, wobei kommunale Auftraggeber aufgefordert sind, unbürokratisch und flexibel zu handeln.

6.7 Berichterstattung über das Risikomanagement betreffend Finanzinstrumente

Die Risikobereitschaft der Gesellschaft ist als risikoavers einzustufen. In diesem Zusammenhang wird die Erfassung von Risiken betreffend Finanzinstrumente ab einer Wesentlichkeitsgrenze durchgeführt. Generell wird auf den Einsatz derivater Finanzinstrumente für Spekulationszwecke verzichtet. Soweit freie Finanzmittel zur Disposition stehen, werden diese für die Innenfinanzierung verwendet oder in einem überschaubaren Umfang in sichere und schnell verfügbare Anlageformen getätigt.

7. Prognosebericht

7.1 Prognose der Rahmenbedingungen

Jede Prognose zur zukünftigen Entwicklung ist mit Unsicherheiten behaftet. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die für die Abschätzung der künftigen Wirtschaftsentwicklung von Bedeutung, aber gleichzeitig unbekannt sind. Vor diesem Hintergrund sind die folgenden Ausarbeitungen der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Perspektiven zu sehen.

7.1.1 Global

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert in seinem World Economic Update im Januar 2024 für das laufende Jahr ein globales reales Wirtschaftswachstum von 3,1 % und für das kommende Jahr 2025 ein Plus von 3,2 %. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird ein Rückgang des Wachstums von 1,6 % im Jahr 2023 auf 1,5 % im Jahr 2024 erwartet. Für 2025 wird ein Anstieg auf 1,8 % prognostiziert. Damit liegt die erwartete Wachstumsrate unter dem langjährigen jährlichen Durchschnitt in Höhe von 3,58 % (2000 - 2019). Zurückzuführen ist dies auf ein geringes Produktivitätswachstum, die restriktive Geldpolitik sowie einen geringen finanzpolitischen Spielraum. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird hingegen ein Plus in Höhe von 4,1 % für 2024 und von 4,2 % im Jahr 2025 erwartet.40 Die Prognosen beruhen auf getroffenen Annahmen. Sollten sich andere Entwicklungen ergeben, werden die Aussichten entsprechend revidiert.

Der Internationale Währungsfonds erwartet weiterhin hohe Inflationsraten. Prognostiziert wird für das laufende Jahr 2024 eine globale Inflationsrate in Höhe von 5,8 % (2023: 6,8 %) und für das kommende Jahr 2025 in Höhe von 4,4 %. Es wird erwartet, dass die Inflationsraten in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften stärker rückläufig ist als in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Der IWF erwartet ein Plus des globalen Welthandels in Höhe von 3,3 % im Jahr 2024 sowie 3,6 % im Jahr 2025 und damit ebenfalls unter dem jährlichen Durchschnitt von 4,9 %. Dies liegt begründet in zunehmenden geopolitischen Spannungen und zunehmenden Handelsverwerfungen. Protektionistische Maßnahmen nehmen im internationalen Handel zu. Darüber hinaus rechnet der IWF mit sinkenden Preisen für Brennstoffe und andere Rohstoffe - Ölpreise dürften im Jahr 2024 um 2,3 % sinken. Zudem erwartet der IWF bis zum zweiten Halbjahr 2024 keine Zinssenkungen von Seiten der Federal Reserve Bank, der Europäischen Zentralbank sowie der Bank of England.

Risiken für eine schlechtere Entwicklung als derzeit prognostiziert, sind laut IWF:

- Starke Preiserhöhungen bei Rohstoffen aufgrund geopolitischer und wetterbedingter Schocks und Volatilitäten.

- Anhaltende Inflation bei restriktiver Geldpolitik.

- Nachlassendes Wachstum in China.

- Konsolidierung der öffentlichen Finanzen.

Andererseits können sich laut IWF auch positive Impulse für die globale Wirtschaft ergeben:

- Sollte die Inflationsrate schneller und stärker sinken als erwartet, dürften schnellere Zinsanpassungen erfolgen.

- Staaten könnten ihre expansive Finanzpolitik langsamer als erwartet zurücknehmen.

- Die chinesische Wirtschaft könnte sich schneller als erwartet erholen.

- Künstliche Intelligenz könnte in der mittleren Frist die Arbeitsproduktivität sowie die Einkommen erhöhen.

Die Vereinten Nationen heben die Herausforderungen bei den globalen Investitionstrends hervor, wobei eine Verlangsamung des Investitionswachstums sowohl in den Industrieländern als auch in den Entwicklungsländern festgestellt wurde. Während die Industrieländer weiterhin Investitionen in nachhaltige und technologieorientierte Sektoren wie grüne Energie und digitale Infrastruktur lenken, sehen sich die Entwicklungsländer mit Herausforderungen wie Kapitalflucht und geringeren ausländischen Direktinvestitionen konfrontiert. Geopolitische Spannungen beeinflussen diese Trends zusätzlich und wirken sich auf die Investitionsströme in den einzelnen Regionen aus.41

Die OECD merkt an ihrem Economic Outlook 2024 an, dass hohe geopolitische Spannungen kurzfristig ein erhebliches Risiko für die Wirtschaftstätigkeit und die Inflation darstellen. Insbesondere wenn der Konflikt im Nahen Osten die Energiemärkte stören sollte. Der anhaltende Druck auf die Dienstleistungspreise könnte ebenfalls für positive Inflationsüberraschungen sorgen. Das Wachstum könnte auch schwächer ausfallen als projiziert, wenn die nachwirkenden Effekte vergangener Leitzinserhöhungen stärker ausfallen als erwartet.42

7.1.2 Euroraum

Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für den Euroraum ein Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 von 0,9 % und für das Jahr 2025 ein Plus von 1,7 %.43 Die Aussichten sind somit weiterhin eingetrübt. Geopolitische Spannungen, der Konflikt im Nahen Osten und wichtige anstehende Wahlen erschweren derzeit verlässliche Prognosen. Vor dem Hintergrund sinkender Inflationsraten, einem entsprechenden Einkommenswachstum sowie einem robusten europäischen Arbeitsmarkt, der Erholung privater Konsumausgaben und einer Belebung der Auslandsnachfrage, dürfte sich die Wirtschaftstätigkeit stabilisieren.44

Die Europäische Zentralbank erwartet für das Jahr 2024 eine Inflationsrate von 2,7 % und im Jahr 2025 in Höhe von 2,1 %. Auf kurze Frist dürften allerdings das Auslaufen der Entlastungsmaßnahmen in einigen Mitgliedstaaten sowie höhere Frachtkosten aufgrund der Angriffe auf Containerschiffe im Roten Meer einen gewissen Preisdruck ausüben. Der Anstieg der Energiepreise dürfte sich im Jahr 2024 verstärken, weshalb die Gesamtinflation im laufenden Jahr nur langsam sinken wird. Dies ist darauf zurückzuführen, dass finanzpolitische Ausgleichsmaßnahmen im Bereich der Energie im Jahr 2024 zurückgenommen werden. In der zweiten Jahreshälfte 2025 rechnet die Zentralbank mit einer Gesamtinflation im Euroraum in Höhe des Zielwerts von 2,0 %.

Die restriktiven Finanzierungsbedingungen wirken sich zwar zunächst weiterhin dämpfend auf das BIP-Wachstum aus. Doch dieser Effekt dürfte ausgehend von den Markterwartungen hinsichtlich der künftigen Zinsentwicklung langsam nachlassen. Die Sparquote der privaten Haushalte dürfte dennoch zunächst hoch bleiben. Die Europäische Kommission nimmt an, dass die bilateralen Wechselkurse unverändert auf durchschnittlichem Niveau bleiben. Die Aussichten für den Außenhandel des Euroraums bleiben gedämpft, da die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Exporte unter Druck steht. Es wird prognostiziert, dass sich die Gesamtbeschäftigung im Zeitraum von 2024 bis 2026 bei + 0,4 % stabilisieren wird. Die Arbeitslosenquote dürfte im Schnitt bei 6,5 % im Jahr 2025 und bei 6,4 % im Jahr 2026 liegen.

Der aktuelle Nahostkonflikt dürfte je nach Szenario unterschiedliche wirtschaftliche Auswirkungen auf den Euroraum haben. Bleibt der Konflikt geografisch beschränkt - wie derzeit angenommen- dürften sich keine erheblichen Auswirkungen auf die Wirtschaft des Euroraums ergeben. Sollte es jedoch einer Verschärfung des Konflikts zu einer (teilweisen) Schließung der Straße von Hormus kommen, dürfte sich die Lage an den globalen Energiemärkten verschlechtern und es käme zu höheren Öl- und Gaspreisen (Negativszenario).45

7.1.3 Deutschland

Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für Deutschland ein Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 von 0,5 % und für das Jahr 2025 ein Plus von 1,6 %.46 Der Sachverständigenrat rechnet bisher mit einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 0,7 % für 2024. Allerdings hat das Gremium bereits jetzt angekündigt die Prognosen voraussichtlich im Mai nach unten zu revidieren.

Die deutsche Bundesregierung hält im Jahreswirtschaftsbericht 2024 fest, dass die Aussichten für das laufende Jahr deutlich schlechter seien als noch in der Herbstprojektion erwartet worden war. Sie geht nun davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt um real 0,2 % zunimmt. Im Herbst wurde noch mit einem Plus von 1,2 % gerechnet. Für 2025 prognostiziert sie ein Wirtschaftswachstum in Höhe von einem Prozent.47

Der BIP-Nowcast schätzt für das erste Quartal 2024 einen Zuwachs des BIP von 0,1 % (Stand 26. Januar 2024). Dabei handelt es sich um eine rein technische und modellbasierte Prognose der Wirtschaftsleistung, die unabhängig von der Einschätzung der Bundesregierung ist.48 Zu Jahresbeginn 2024 hat sich die Stimmung der deutschen Unternehmen laut Ifo Institut weiter verschlechtert. Die Unternehmen beurteilen sowohl ihre aktuelle Lage schlechter als auch ihre Erwartungen mit Blick auf die kommenden sechs Monate. Insgesamt ist der Ifo Geschäftsklimaindex von 86,3 Punkten im Dezember 2023 auf 85,2 Punkte im Januar 2024 gefallen. Die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe hat sich etwas aufgehellt. Die Stimmung im Handel hat sich hingegen deutlich verschlechtert. Auch der Dienstleistungssektor bewertet seine laufenden Geschäfte weniger gut und auch das Bauhauptgewerbe war mit seinen laufenden Geschäften erneut nicht zufrieden.49 Die Bundesbank rechnet mit Inflationsraten von + 2,7 % für 2024, + 2,5 % für 2025 sowie + 2,2 % für 2026. Zudem wird ein stabiles, hohes Beschäftigungsniveau erwartet. Mit dem Einsetzen einer wirtschaftlichen Erholung dürfte sich der Arbeitsmarkt im Verlauf des Jahres 2024 beleben. Das Beschäftigungsniveau ist allerdings bereits sehr hoch und der Mangel an Fachkräften dürfte weiter zunehmen. Daher rechnet die Bundesbank für 2025 und 2026 mit einem deutlich angespannteren Arbeitsmarkt. Das Arbeitsangebot dürfte in den kommenden Jahren zunehmend der begrenzende Faktor am Arbeitsmarkt sein.50 Die Bundesregierung weist in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 insbesondere auf den bestehenden starken Anpassungsdruck für den Wirtschaftsstandort Deutschland hinsichtlich der vom russischen Gas abhängigen energieintensiven Industrie, dem demografisch bedingten Arbeitskräftemangel sowie der bestehenden geopolitischen Risiken und dem Wettbewerbsdruck für Unternehmen hin. Um das Wachstum wirtschaftspolitisch zu stützen, sollen steuerliche Anreize im Wachstumschancengesetz verankert (insbesondere für nachhaltige Investitionen), Bürokratieabbau vorangetrieben, schnellere staatliche Entscheidungen getroffen und die (Verkehrs-)Infrastruktur mithilfe öffentlicher Investitionen modernisiert werden.51

7.2 Branchenspezifische Perspektiven

7.2.1 Europa

Euroconstruct rechnet mit einer moderaten Erholung der Bautätigkeit in Europa in den Jahren 2025 und 2026. Für das laufende Jahr 2024 erwartet das Netzwerk allerdings ein rückläufiges europäisches Bauvolumen um 2,1 %. Das Marktvolumen würde somit mit 2,03 Bio. Euro um 4 % über dem Wert von 2020 liegen. Während auf der einen Seite der Hochbau unter Druck steht, dürfte der Tiefbau angesichts staatlicher Unterstützung für Infrastrukturvorhaben weiterwachsen.52

Der Wohnungsbau dürfte im Jahr 2024 um 5,4 % schrumpfen, während angesichts nachlassender negativer Auswirkungen restriktiver Finanzierungsbedingungen und eines stärkeren Einkommenswachstums für 2025 mit einem leichten Plus in Höhe von 0,9 % und für 2026 mit einem Anstieg in Höhe von 1,3 % zu rechnen ist. Im laufenden Jahr werden voraussichtlich 1,55 Mio. Wohneinheiten fertiggestellt. Für 2026 wird erwartet, dass die Wohnungsfertigstellungen um 320.000 Einheiten, d. h. 15 % unter dem Niveau von 2022 liegen werden. Der Mehrfamilienhausbau wird voraussichtlich sowohl im Jahr 2024 als auch im Jahr 2025 sinken und im Jahr 2026 stagnieren.

Der Nichtwohnhochbau dürfte aufgrund der wirtschaftlichen Schwächephase, hohen Finanzierungskosten und eingeschränkter finanzieller Handlungsspielräume der öffentlichen Hand im Jahr 2024 stagnieren. Sowohl bei Geschäftsgebäuden als auch bei Bürogebäuden dürfte im Jahr 2026 noch nicht wieder das Niveau von 2020 erreicht werden. Der Gesundheitsbereich hingegen dürfte aufgrund staatlicher Programme in den einzelnen Ländern und dem gestiegenen Versorgungsbedarf wachsen.

Das Tiefbauvolumen dürfte im Dreijahreszeitraum 2024 bis 2026 um insgesamt 7,5 % zunehmen. Im Tiefbau positiv hervorzuheben sind Energie- und Eisenbahnbau sowie Wassermanagement. Denn neben der Priorisierung in den Länderhaushalten werden diese Segmente mithilfe von EU-Fonds finanziell unterstützt.

Die öffentliche Förderung für Bestandsmaßnahmen an bestehenden Wohngebäuden wurde insgesamt deutlich ausgeweitet. Gleichzeitig werden die energetischen Anforderungen kontinuierlich erhöht. Beispielsweise regelt in Frankreich das "Klima- und Resilienzgesetz", dass Wohnungen der Energieeffizienzklassen F und G bis 2028 schrittweise nicht mehr vermietet werden dürfen. Somit wird die Nutzung von schlecht isolierten Wohnungen verboten. Seit 2023 sind zudem bei bestimmten Altbauten Mieterhöhungen an energetische Gebäudeverbesserungen geknüpft.

7.2.2 Bauhauptgewerbe in Deutschland

Im Februar 2024 war die Stimmung der Baufirmen laut ifo-Konjunkturrumfrage im Vergleich zum Jahresbeginn 2023 deutlich schlechter. Der saisonbereinigte Geschäftsklimaindex lag bei - 35,4 Punkten. 40 Prozent der befragten Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als schlecht, während nur 13 % ihre aktuelle Lage als gut bewerteten. Auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate sind sehr pessimistisch. Rund 46 % erwarten zwar eine gleichbleibende Geschäftslage, doch 47 % rechnen mit einer ungünstigeren Geschäftslage. Ursächlich dürften hierfür vor allem fehlende Aufträge sein. So gaben 40 Prozent der befragten Bauunternehmen an, dass ihre Bautätigkeit im Februar 2024 durch einen Auftragsmangel behindert wurde. Auftragsstornierungen meldeten rund 11 Prozent.53

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwartet für 2024 einen realen Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe um rund 3,5 Prozent und einen Rückgang der Baupreise um 1 %.54

Wohnungsbau

Der Hauptverband erwartet für den Wohnungsbau einen realen Umsatzrückgang von 12 % im Jahr 2024 und 200.000 fertiggestellte Wohnungen. Die Probleme im Wohnungsbau dürften nur in geringem Umfang von Sanierungsmaßnahmen aufgefangen werden. Dennoch ist zu erwarten, dass die Sanierungsmaßnahmen im laufenden Jahr weiter zulegen. Die energetischen Standards der Neubauförderung (Effizienzhaus 55) wurden bereits zum 1. Januar 2023 angehoben. Die geplante Einführung des Effizienzhauses 40 als verpflichtender Standard ab dem 1. Januar 2024 wurde hingegen zunächst ausgesetzt.55

Die Bundesregierung hat verschiedene Maßnahmen beschlossen, um den Wohnungsbau zu stützen. Dennoch dürfte auch in Zukunft ein anhaltendes Problem die Zinsentwicklung auf dem Kapitalmarkt sein. Darüber hinaus meldete der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, dass über zwei Drittel der GdW-Wohnungsunternehmen in den Jahren 2024 und 2025 aufgrund der aktuellen Marktsituation keine Wohnungen mehr errichten können. Auch der soziale Wohnungsbau sei betroffen.

Wirtschaftsbau

Der Hauptverband erwartet für den Wirtschaftsbau insgesamt ein reales Umsatzwachstum von 2 % im Jahr 2024. Für den Wirtschaftsbau rechnet der HDB mit einem deutlichen Wachstum, während er für den Wirtschaftshochbau einen leichten Rückgang erwartet.56

Der Wirtschaftstiefbau dürfte durch Investitionen der Ver- und Entsorger in neue Stromtrassen gestützt werden. Zudem stellt der Bund für die Deutsche Bahn AG im Jahr 2024 10,8 Milliarden Euro für Investitionen in Neubau und Instandhaltung der Schienennetze zur Verfügung. Darüber hinaus erhält die DB eine Eigenkapitalaufstockung in Höhe von fast 5 Mrd. Euro.

Der Blick auf die Prognosen der Wirtschaftsforscher zeigt, dass die Wirtschaft insgesamt unter Druck steht. Vor diesem Hintergrund gaben in der Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zu Jahresbeginn 2024 nur 25 % der befragten Industrieunternehmen an, ihre Investition auszuweiten. 39 % planten keine Veränderung und 31 % planten eine Kürzung ihrer Investitionen. Da die Zinsabhängigkeit gewerblicher Investitionen jedoch deutlich geringer ist als im Wohnungsbau und sich die Gewinne der Unternehmen im vergangenen Jahr robust gezeigt haben, ist für den Wirtschaftshochbau insgesamt nur mit einem leichten Rückgang im Jahr 2024 zu rechnen.

Der "Deka Immobilien Monitor" analysiert die Entwicklungen der einzelnen Segmente im Wirtschaftshochbau. Aufgrund der gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten erwarten die Experten ein abnehmendes Neubauvolumen im deutschen Büromarkt. Sie rechnen für 2024 und 2025 mit einem durchschnittlichen Mietanstieg von jeweils rund 2 % in den BIG 7.57

Öffentlicher Bau

Der Hauptverband erwartet für den Öffentlichen Bau insgesamt ein reales Umsatzwachstum im Jahr 2024 von 1 %. Die Verabschiedung des Bundeshaushaltes 2024 hat sich lange verzögert. Geplant ist nun, dass der Bund in 2024 für Investitionen in Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und den kombinierten Verkehr mit über 10 Mrd. Euro nominal rund 4 % mehr zur Verfügung stellt als in 2023. Zwar besteht weiterhin ein großer Unterschied zwischen "armen" und "reichen" Kommunen, doch insgesamt sollen die kommunalen Steuereinnahmen mit 4,7 % nur leicht unterdurchschnittlich steigen. Nach einer Schätzung im Oktober 2023 sollen die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden in 2024 mit 927 Mrd. Euro das Ergebnis des Vorjahres um 5,4 % übertreffen.58

Die Entwicklung im laufenden Jahr wird neben der Preisentwicklung auch von der Zinsentwicklung abhängen. Denn Bund, Länder und Kommunen müssen zur Ausgabenfinanzierung Kredite am Kapitalmarkt aufnehmen.

Beschäftigung

Für das Jahr 2024 rechnet der HDB damit, dass das Bauhauptgewerbe die Zahl der Beschäftigten zum ersten Mal seit 2008 um 1 % (10.000 Personen) auf 917.000 Personen reduzieren wird. Denn aufgrund des Nachfrageeinbruchs planen die Bauunternehmen in den kommenden Monaten Personal abzubauen.59

Preise

Die Energiewende wird in Zukunft ein großer Treiber der Nachfrage nach Rohstoffen und somit auch ihrer Preise sein. Denn für die Energiewende werden Stahl, Seltene Erden, Kupfer und Aluminium benötigt. Diese Stoffe werden allerdings auch gleichzeitig in der Bauwirtschaft verwendet. Somit dürfte eine steigende Nachfrage auf ein knappes Angebot treffen. Daher wird von den meisten Experten erwartet, dass die Preise auf einem hohen Niveau verharren.

Vor dem Hintergrund der Preisberuhigung bei Baumaterialien liegen die Prognosen der Baupreise für das Jahr 2024 (für die gesamten Bauinvestitionen) im Durchschnitt der Wirtschaftsforschungsinstitute bei - 1,1 %. Für das Jahr 2025 rechnen sie mit einer stabilen Entwicklung.60

7.3 Prognose der Unternehmensentwicklung

Die Prognose der zukünftigen Ertragslage kann nachfolgender Übersicht entnommen werden:

in Tsd. Euro 2025 2024 Berichtsjahr
Leistung 42.000 39.500 42.273
Materialaufwand 26.000 24.500 26.049
Personalaufwand 12.000 11.800 11.566
EBIT 1.900 1.500 1.904

Der Zeitraum 2020 bis 2023 war durch die Auswirkungen von Corona-Krise und Ukraine-Konflikt geprägt und zeichnete sich wirtschaftlich vor allem durch eine sehr hohe Volatilität bei Energie- und Rohstoffpreisen aus. Die Preisentwicklung sowie die Verfügbarkeit hat sich zwischenzeitlich wieder stabilisiert und wir rechnen für das Jahr 2024 mit einer konstanteren Entwicklung im Bereich von Energie- und Rohstoffpreisen. Erschwert werden Prognosen aktuell durch die vorherrschende Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft, die unter anderem durch politische Entwicklungen hervorgerufen wurde.

Unsere Geschäftsprozesse laufen derzeit ohne größere Einschränkungen und ausgehend von den bislang bekannten und prognostizierten Rahmen- und Branchenbedingungen in Verbindung mit unserem derzeitigen Auftragsbestand, unserem Kundenportfolio, unserer Mitarbeiterstruktur, der regionalen Baukonjunktur sowie unseren laufenden Management-Maßnahmen erwarten wir folgende Unternehmensentwicklung.

7.3.1 Ausgangssituation und allgemeine Einschätzung

Die Planungen für das Jahr 2023 sahen eine Betriebsleistung von 40.300 T€ und ein Jahresergebnis (EBIT) vor Zinsen und Steuern von 1.298,3 T€ vor. Die anvisierten Ergebnisziele konnten aufgrund eines zufriedenstellenden Geschäftsverlaufs in Folge guter Witterungsbedingungen sowie eines konstanten Ausschreibungsvolumens erreicht und sogar leicht übertroffen werden. Vor dem Hintergrund der allgemein schwierigen Wirtschaftslage und der damit verbundenen Investitionszurückhaltung im privaten Sektor ist das erreichte Ergebnis als zufriedenstellend zu beurteilen. Ein solider Auftragsüberhang aus dem Vorjahr sowie ein stetiger Auftragseingang im Betrachtungszeitraum führten zu der nötigen Auslastung und sicherten damit die Grundlage für die Ergebnisentwicklung. Angesichts des zum Zeitpunkt der Berichterstellung akquirierten Auftragsbestands und der jüngst zunehmenden Ausschreibungstätigkeit sehen wir dem weiteren Jahresverlauf trotz des allgemein schlechten Geschäftsklimas im Baugewerbe vorsichtig optimistisch entgegen. Darüber hinaus wird sich die weitere Entwicklung der Leitzinsen sowie die allgemeinen Aussichten für die deutsche Wirtschaft auf die Investitionsfreude privater Auftraggeber auswirken. Wir gehen zum Zeitpunkt der Berichterstellung aber davon aus, dass wir die an die Konjunkturlage angepassten Leistungs- und Ergebnisziele, die wir im Rahmen unserer Planung im März 2024 definiert haben, erreichen werden.

7.3.2 Marktlage

Aktuell beträgt der gesicherte Auftragsbestand der LS Bau AG rund 14,5 Mio €. (Davon wurde im März bereits ein Teil realisiert, jedoch liegen die aktuellen Zahlen für März zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts noch nicht vor, weshalb eine Abgrenzung in Auftragsbestand und bereits erbrachte Leistung aktuell noch nicht erfolgen kann). Weitere ca. 5,5 Mio € Auftragsvolumen erwarten wir in Kürze aus bekannten Submissionsergebnissen. Die Summe aus gesichertem Auftragsbestand und erwartetem Auftragsvolumen entspricht bereits rund der Hälfte der für das Geschäftsjahr 2024 geplanten Leistung. Dementsprechend können wir bereits jetzt auf ein beruhigendes Auftragspolster aufbauen.

Festzustellen bleibt, dass sich die Marktlage im Marktraum der LS Bau AG nach einer kurzen Schwächephase zu Jahresbeginn wieder zu erholen scheint und das Ausschreibungsniveau aktuell wieder zunimmt. Die Region Bayerisch-Schwaben gilt gemeinhin zwar als umkämpfter, aber ausreichend finanzkräftiger Markt, was sich nun wieder verstärkt zeigt. Sinkende Inflationswerte deuten zudem darauf hin, dass die Leitzinsen in absehbarer Zeit wieder gesenkt werden, wovon wir uns einen Anstieg privater Investitionen erwarten.

Straßen- und Tiefbau/Asphaltbau

Die Sparte plant auf Basis eines Auftragsbestands (inklusive erwarteter Aufträge aus gewonnen Submissionen) in Höhe von 19,9 Mio €. Für das Wirtschaftsjahr 2024 wurde mit einer Nettobetriebsleistung von 36,0 Mio € geplant. Im Januar und Februar konnte in der Sparte eine Leistung von 2,7 Mio € erbracht werden. Der Auftragsbestand sorgt für Auslastung unserer Kapazitäten bis über die Jahresmitte hinaus. Von der erwarteten Auslastung wird auch unser Asphaltbau sowie unsere Asphaltmischanlage profitieren, wenngleich reine Asphalt-Sanierungsmaßnahmen weiterhin und wie fast üblich hart umkämpft sind.

Bauwerkserhaltung

Aktuell verzeichnet die Bauwerkserhaltung einen gesicherten Auftragsbestand von ca. 84 T€. In den ersten beiden Monaten des Jahres wurde in der Sparte noch keine Leistung erbracht. Die Planleistung der Sparte beläuft sich für das Geschäftsjahr 2024 auf 2,5 Mio €. Entsprechend ergibt sich durch den Auftragsbestand aktuell ein Erreichungsgrad von erst 3% der geplanten Jahresbauleistung. Aufgrund des allgemeinen Bedarfs an bauwerkserhaltenden Maßnahmen erwarten wir aber auch im Marktraum der LS Bau AG das benötigte Ausschreibungsvolumen, um unsere Ziele in der Sparte erreichen zu können.

Werksanlagen/Baumaschinenvermietung

Über den eigenen Bedarf hinaus werden freie Kapazitäten an Dritte vermarktet. Das betrifft vor allem Asphaltmischgut, Fuhr- und Gerätedienstleistungen sowie diverse Baustoffe aus unseren Produktionsstätten. Für 2024 sind hier Erlöse von 950 T€ geplant.

In Summe planen wir mit einer Jahresbauleistung von rund 39,5 Mio €.

7.3.3 Preis- und Kostenentwicklung

In unserer Planung für das Geschäftsjahr 2024 haben wir Kostensteigerungen für Material- und Fremdleistungen berücksichtigt.

Nachdem sich die Energiepreise nach den Verwerfungen durch die Krisen der letzten Jahre inzwischen auf einem hohen Niveau stabilisiert haben, gehen wir für das Jahr 2024 wieder von einer konstanteren Preisentwicklung aus.

Für die im Jahr 2024 anstehenden Tarifeinigungen für das Baugewerbe erwarten wir deutliche Anpassungen bei Löhnen und Gehältern in der Größenordnung von rund 5%, die wir in unseren Planungen für das Geschäftsjahr berücksichtigt haben.

7.3.4 Investitionen und Personal

Für das Jahr 2024 haben wir ein Investitionsbudget von 3,2 Mio € vorgesehen, das vor allem betriebsnotwendige Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen in unsere Transport- und Baumaschinen beinhaltet.

Es zeichnet sich bereits seit längerem ab, dass der Fachkräftemangel die zentrale branchenübergreifende Herausforderung der nächsten Jahre sein wird. Durch den konjunkturellen Abschwung im Baugewerbe und insbesondere im Hochbau wird die Dynamik dieser Entwicklung für den Moment gebremst. Allerdings gehen wir davon aus, dass der Fachkräftemangel aufgrund der Demographie auch in den kommenden Jahren ein entscheidender Wettbewerbsfaktor sein wird. Wir begegnen dieser Herausforderung durch flexible Zeitmodelle, um unseren Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, Beruf und Privates im Alltag miteinander in Einklang zu bringen. Darüber hinaus digitalisieren wir unsere Prozesse, um den Personalbedarf angesichts steigender Anforderungen durch zunehmende Bürokratisierung nicht weiter zu erhöhen. Diesen Bestrebungen sind jedoch bei aktuellem Stand der Technik Grenzen gesetzt, da die Wertschöpfung in unserer Brache nach wie vor durch die physische Leistungserbringung unserer Mitarbeiter auf den Baustellen erfolgt.

Mittel- und langfristige Aussichten

Bauen hat Zukunft und ist Grundlage für Wachstum und Wohlstand. Zusammen mit unseren Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern wollen wir weiterhin an der Mobilität und den Bauaufgaben der Zukunft mitarbeiten und mit ausgezeichneter Bauqualität, Termintreue und Komplettleistungen aus einer Hand angemessen an der Marktentwicklung teilhaben.

Am Bedarf an Wohnen und Infrastruktur wird sich aus unserer Sicht nichts Grundlegendes ändern, weshalb wir uns mit unserem Geschäftsmodell und den umgesetzten Investitionsprojekten der letzten Jahre gut für die Zukunft gewappnet sehen.

Trotz der aktuellen Schwächephase der deutschen Volkswirtschaft sowie der Unsicherheiten in Verbindung mit den politischen Spannungen sehen wir aufgrund der Aussicht auf sinkende Zinsen positive und zuversichtliche Signale für eine gesamtwirtschaftliche Erholung und erwarten uns auch in den folgenden Geschäftsjahren eine stetige und stabile Unternehmensentwicklung, was uns positiv in die Zukunft blicken lässt.

 

Thannhausen, den 10. April 2024

Der Vorstand der LS Bau AG, Thannhausen

Fabian Eppinger

Jürgen Fischer

1 Vgl. IWF (2024): World Economic Outlook Update, Moderating Inflation and Steady Growth Open Path to Soft Landing, January 2024 [https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024].

2 Vgl. Eurostat (2024): GDP stable in both the euro area and the EU, Press Release 15/2024, 30.01.2024.

3 Vgl. Eurostat (2024): Euro area annual inflation up to 2.9 %, Flash estimate - December 2023, Press Release 001/2024, 05.01.2024.

4 Vgl. Statistisches Bundesamt (2023): EU-weite Erwerbslosigkeit liegt im Dezember 2022 bei 6,1 %.

5 Vgl. Statistisches Bundesamt (2024): EU-weite Erwerbslosigkeit liegt im Dezember 2023 bei 5,9 %.

6 Der Kiel Trade Indicator schätzt die Handelsströme (Im- und Exporte, in realen Veränderungsraten, preisbereinigt) von 75 Ländern und Regionen weltweit, sowie des Handels insgesamt. Grundlage hierfür ist die Auswertung der Schiffsbewegungsdaten in Echtzeit.

7 Vgl. Kiel Institut für Weltwirtschaft (2024): Frachtmenge im Roten Meer bricht ein, News, 11.01.2024 [https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/aktuelles/kiel-trade-indicator-1-2024/].

8 Vgl. Statistisches Bundesamt (2024): Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorquartal, Pressemitteilung Nr. 038, 30.01.2024

9 Vgl. Statistisches Bundesamt (2024): Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken, Pressemitteilung Nr. 019, 15.01.2024.

10 Vgl. Statistisches Bundesamt (2024): Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken, Pressemitteilung Nr. 019, 15.01.2024.

11 Vgl. Statistisches Bundesamt (2024): Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken, Pressemitteilung Nr. 019, 15.01.2024.

12 Vgl. Statistisches Bundesamt (2024): Inflationsrate im Jahr 2023 bei + 5,9 %, Pressemitteilung Nr. 020, 16.01.2024.

13 Vgl. Statistisches Bundesamt (2024): Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken, Pressemitteilung Nr. 019, 15.01.2024.

14 Vgl. Dorffmeister, L. (2020): Bautätigkeit in Europa verliert deutlich an Dynamik. Ausgewählte Ergebnisse der EUROCONSTRUCT - Winterkonferenz 2019, in: Ifo-Schnelldienst, 2/2020, 12.02.2020.

15 Vgl. Dorffmeister, L. (2022): Europäische Bauwirtschaft bleibt trotz Ukraine-Krieg auf Expansionskurs. Ausgewählte Ergebnisse der EUROCONSTRUCT - Sommerkonferenz 2022, Ifo-Schnelldienst, 7/2022, 13.07.2022.

16 Vgl. Dorffmeister, L. (2023): Europäisches Bauvolumen wird bis 2024 moderat schrumpfen. Ausgewählte Ergebnisse der EUROCONSTRUCT - Sommerkonferenz 2023, Ifo-Schnelldienst, 7/2023, 12.07.2023.

17 Vgl. Dorffmeister, L. (2024): Europäische Baukonjunktur verliert 2024 weiter an Dynamik. Ausgewählte Ergebnisse der EUROCONSTRUCT - Winterkonferenz 2023, Ifo-Schnelldienst, 2/2024, 14.02.2024.

18 Vgl. Dorffmeister, L. (2024): Europäische Baukonjunktur verliert 2024 weiter an Dynamik. Ausgewählte Ergebnisse der EUROCONSTRUCT - Winterkonferenz 2023, Ifo-Schnelldienst, 2/2024, 14.02.2024.

19 Vgl. HDB (2024): Baukonjunkturelle Entwicklung in Deutschland, 26.02.2024.

20 Vgl. HDB (2022): Preisentwicklung im Bauhauptgewerbe, in: Auf den Punkt gebracht, 23.02.2024.

21 Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB, Ifo-Institut.

22 Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB, Statistisches Bundesamt.

23 Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB, Statistisches Bundesamt.

24 Vgl. HDB (2024): Baukonjunkturelle Lage: Weiterer Umsatzrückgang für 2024 erwartet, in: Branchendienst, 26.02.2024.

25 Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB, Statistisches Bundesamt.

26 Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB.

27 Vgl. HDB (2024): Baukonjunkturelle Lage: Weiterer Umsatzrückgang für 2024 erwartet, in: Branchendienst, 26.02.2024.

28 Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB, HDB (2024): Bauarbeitsmarkt - Eine statistische Analyse, Stand 30.01.2024.

29 Das Statistische Bundesamt ermittelt die Preisentwicklung in Deutschland mithilfe der Erzeugerpreisindizes gewerblicher Produkte. Die Erzeugerpreise werden monatlich - am 15. Des Berichtsmonats - erhoben. Sie repräsentieren nicht den Durchschnittswert eines Monats. Die Ergebnisse werden am 20. des Folgemonats veröffentlicht. Die Besonderheit des Erzeugerpreisindex besteht darin, dass in den Index neben Preisen aus Neuverträgen auch Preise aus langlaufenden Verträgen einfließen. Außerdem bildet der Index nur Preise, der in Deutschland erzeugten und im Inland verkauften Produkte ab. Im- und Exporte werden somit nicht berücksichtigt. Die Indizes werden ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen. Die befristete Senkung des Mehrwertsteuersatzes im zweiten Halbjahr 2020 macht sich daher nicht bemerkbar.

30 Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB, Statistisches Bundesamt.

31 Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB, Bayerisches Landesamt für Statistik.

32 Vgl. Bayerisches Landesamt für Statistik (2023): Baupreise für den Neubau von Wohngebäuden steigen um 3,3 Prozent, Pressemitteilung, 19.12.2023 [https://www.statistik.bayern.de/presse/mitteilungen/2023/pm352/index.html].

33 Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB, Bayerisches Landesamt für Statistik.

34 Vgl. UN (2015): Transforming our World: The 2030 Agenda for Sustainable Development, A/RES/70/1.

35 Vgl. Europäische Kommission (2019): Der europäische Green Deal, Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Europäischen Rat, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen, COM (2019) 640 final, Brüssel, 11.12.2019.

36 Vgl. Europäische Kommission (2020): Renovierungswelle: Verdopplung der Renovierungsquote zur Senkung von Emissionen, zur Ankurbelung der wirtschaftlichen Erholung und zur Verringerung von Energiearmut, Pressemitteilung, 14.10.2020.

37 Die Taxonomie definiert ein EU-weites Klassifizierungssystem für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten vor dem Ziel der Klimaneutralität bis 2050.

38 Vgl. DRSC (2024): EFRAG - EU Nachhaltigkeitsstandard für KMU

39 European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG), ein nicht demokratisch legitimiertes Gremium mit einem wesentlichen Einfluss auf die Nachhaltigkeitsentwicklung. Ein Verein belgischen Rechts.

40 Vgl. IWF (2024): World Economic Outlook Update. Moderating Inflation and Steady Growth Open Path to Soft Landing, January 2024, https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/wordl-economic-outlook-update-january-2024.

41 Vgl. UN (2024): World Economic Situation and Prospect 2024, 05.01.2024, [https://www.un.org/sustainabledeevelopment/blo/2024/01/overview-world-economic-situation-and-prospects-2024/].

42 Vgl. OECD (2024): OECD Economic Outlook, Interim Report February 2024: Strengthening the foundations for growth [https:// www.oecd-library.org/sites/0fd73462-en/index.html?itemId=/content/publication/ofd73462-en].

43 Vgl. IWF (2024): World Economic Outlook Update, Moderating Inflation and Steady Growth Open Path to Soft Landing, January 2024 [https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024].

44 Vgl. hier und im Folgenden EZB (2024): Gesamtwirtschaftliche Euroraum-Projektionen, Dezember 2023 [https://www.ecb.europa.eu/pub/projections/html/ecb.projections202312_eurosystemstaff~9a39ab5088.de.html#toc1].

45 Vgl. EZB (2024): Gesamtwirtschaftliche Euroraum-Projektionen, Dezember 2023 [https://www.ecb.europa.eu/pub/projections/html/ecb.pro-jections202312_eurosystemstaff~9a39ab5088.de.html#loc1].

46 Vgl. IWF (2024): World Economic Outlook Update, Moderating Inflation and Steady Growth Open Path to Soft Landing, January 2024 [https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024].

47 Vgl. BMWK (2024): Jahreswirtschaftsbericht 2024 - Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken, 21.02.2024 [https://bmwk.de/Redaktion/DE/Presse-mitteilung/2024/02/20240221-jahreswirtschaftsbericht-2024.html].

48 Vgl. BMWK (2024): BIP-Nowcast für das 4. Quartal 2023 und das 1. Quartal 2024, 26.01.2024 [https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/02/11-konjunktur-bip-now-cast-html].

49 Vgl. Ifo Institut (2024): ifo Geschäftsklimaindex gefallen Januar 2024, Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen im Januar 2024 [https://www.ifo.de/fakten/2024-01-25/ifo-geschaeftsklimaindex-gefallen-januar-2024].

50 Vgl. Deutsche Bundesbank (2023): Deutschland-Prognose der Bundesbank: Sinkende Inflation, aber noch keine Entwarnung, 15.12.2023 [https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/deutschland-prognose-der-bundesbank-sinkende-inflation-aber-noch-keine-entwarnung-920362].

51 Vgl. BMWK (2024): Jahreswirtschaftsbericht 2024 - Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken, 21.02.2024 [https://www.bmwk.de/Re-daktion/DE/Pressemitteilungen/2024/02/20240221-jahreswirtschaftsbericht-2024.html].

52 Vgl. hier und im Folgenden Dorffmeister, L. (2024): Europäische Baukonjunktur verliert 2024 weiter an Dynamik. Ausgewählte Ergebnisse der EUROCONSTRUCT - Winterkonferenz 2023, Ifo-Schnelldienst, 2/2024, 14.02.2024.

53 Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB, Ifo-Institut.

54 Vgl. HDB (2024): Baukonjunkturelle Lage: Weiterer Umsatzrückgang für 2024 erwartet, in: Branchendienst, 26.02.2024.

55 Vgl. hier und im Folgenden HDB (2024): Baukonjunkturelle Lage: Weiterer Umsatzrückgang für 2024 erwartet, in: Branchendienst, 26.02.2024.

56 Vgl. hier und im Folgenden HDB (2024): Baukonjunkturelle Lage: Weiterer Umsatzrückgang für 2024 erwartet, in: Branchendienst, 26.02.2024.

57 Vgl. Deka Marko Research (2024): Deka Immobilien Monitor, Ausgabe 2024, Stand 14.02.2024 [https://www.deka.de/site/dekade_deka-gruppe_site/get/documents/dekade/Publikationen/2024/Immobilien/Monitor/20240216_DekaImmobilienMonitor_2024.pdf].

58 Vgl. HDB (2024): Baukonjunkturelle Lage: Weiterer Umsatzrückgang für 2024 erwartet, in: Branchendienst, 26.02.2024.

59 Vgl. HDB (2024): Baukonjunkturelle Lage: Weiterer Umsatzrückgang für 2024 erwartet, in: Branchendienst, 26.02.2024.

60 Vgl. HDB (2023): Prognose der Wirtschaftsforschungsinstitute, Stand: 14.12.2023.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 19.651.604,20 17.257.847,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 54.918,94 34.517,32
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.918,94 34.517,32
II. Sachanlagen 19.596.685,26 17.223.329,73
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.905.459,92 5.994.015,13
2. technische Anlagen und Maschinen 5.394.240,79 3.342.644,39
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.160.236,79 3.176.208,49
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.136.747,76 4.710.461,72
B. Umlaufvermögen 17.964.221,74 16.866.664,05
I. Vorräte 3.495.851,26 2.399.559,81
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 892.159,50 756.633,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 17.929.171,00 10.927.254,00
3. geleistete Anzahlungen 1.717.315,03 690.605,31
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17.042.794,27 9.974.932,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.921.850,18 2.581.224,22
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.742.700,01 2.182.072,98
2. sonstige Vermögensgegenstände 179.150,17 399.151,24
III. Wertpapiere 1.674.987,93 2.770.805,50
1. sonstige Wertpapiere 1.674.987,93 2.770.805,50
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.871.532,37 9.115.074,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 161.170,33 96.824,81
Aktiva 37.776.996,27 34.221.335,91

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 21.792.759,43 20.706.023,81
I. Gezeichnetes Kapital 2.550.000,00 2.550.000,00
II. Kapitalrücklage 306.923,35 306.923,35
III. Gewinnrücklagen 1.736,32 1.736,32
1. gesetzliche Rücklage 1.736,32 1.736,32
IV. Bilanzgewinn 18.934.099,76 17.847.364,14
davon Gewinnvortrag 17.626.668,40 16.743.885,49
B. Rückstellungen 6.431.259,71 5.354.626,32
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.714.151,00 1.853.638,00
2. Steuerrückstellungen 412.172,51 581.270,67
3. sonstige Rückstellungen 4.304.936,20 2.919.717,65
C. Verbindlichkeiten 9.550.171,30 8.157.631,10
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.320.898,19 4.889.213,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 888.169,53 824.124,97
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.432.728,66 4.065.088,34
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.232.128,77 339.284,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.232.128,77 339.284,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.055.354,68 1.081.846,88
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.055.354,68 1.081.846,88
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.941.789,66 1.847.286,91
davon aus Steuern 1.267.898,90 1.135.562,39
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 40.041,46 18.197,97
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.941.789,66 1.847.286,91
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.805,83 3.054,68
Passiva 37.776.996,27 34.221.335,91

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 34.894.604,98 38.865.912,15
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 7.001.917,00 613.577,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 376.859,81 869.114,12
4. sonstige betriebliche Erträge 1.315.416,14 1.939.825,17
5. Materialaufwand 26.048.820,90 24.156.035,89
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 19.958.151,04 19.782.615,54
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.090.669,86 4.373.420,35
6. Personalaufwand 11.565.465,23 12.004.758,89
a) Löhne und Gehälter 8.183.861,31 8.476.415,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.381.603,92 3.528.343,37
davon für Altersversorgung 9.273,68 8.212,49
7. Abschreibungen 2.042.002,12 1.767.860,39
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.042.002,12 1.767.860,39
davon außerplanmäßige Abschreibungen 10.800,00
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.028.577,03 2.597.479,90
9. Erträge aus Beteiligungen 48.112,89 5.390,12
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 91.124,19 21.294,16
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 6.300,00 83.107,79
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 166.446,17 170.676,20
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 30.641,00 41.839,00
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 496.537,08 382.035,06
14. Ergebnis nach Steuern 1.373.886,48 1.153.158,60
15. sonstige Steuern 66.455,12 49.679,95
16. Jahresüberschuss 1.307.431,36 1.103.478,65
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 17.626.668,40 16.743.885,49
18. Bilanzgewinn 18.934.099,76 17.847.364,14

Anhang

der LS Bau AG

für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die LS Bau AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Memmingen unter der Registernummer HRB 15486 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Aktiengesellschaften sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. In Aufbau und Gliederung folgen Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt (§ 275 Abs. 2 HGB).

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Bilanzierung erfolgt unverändert im Vergleich zum Vorjahr unter Anwendung der folgenden Grundsätze und Methoden.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegegenstände werden planmäßig linear vorgenommen.

Sachanlagen

Sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegegenstände werden planmäßig linear vorgenommen.

Bei beweglichen Anlagegütern erfolgt die Abschreibung im Jahr des Zugangs pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter die ab dem 01.01.2018 angeschafft wurden werden mit Einzelanschaffungspreis von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 in einem Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EStG eingestellt und in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften pauschal mit 20 % p. a. abgeschrieben.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte zu den je nach Fertigstellungsgrad angefallenen Herstellungskosten. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, die Sonderkosten der Fertigung, ferner angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Zur verlustfreien Bewertung sind auf Einzelermittlung beruhende Abwertungen vorgenommen worden.

Für den geringen, seit mehreren Geschäftsjahren relativ gleichbleibenden Bestand an Kleinmaterial wurde ein auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert weiterhin (EUR 1.500,00) angesetzt.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag, die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Erfüllungsbetrag offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt, soweit den Anzahlungen Vorräte zugeordnet werden konnten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Wertpapiere

Unter diesem Posten sind Anleihen und Fondsanteile mit deren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Flüssige Mittel

Werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden gem. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem vorsichtig kaufmännisch bewerteten Erfüllungsbetrag gebildet. Es wurde das Teilwertverfahren angewendet. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellung wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Klaus Heubeck verwendet. Der Rückstellungsbetrag wurde gem. § 253 Abs. 2 HGB mit 1,82 % abgezinst. Aufgrund betragsmäßig festgelegter Pensionen sind keine Annahmen zur Gehaltsentwicklung vorgenommen worden. Als Rentenentwicklung wurde eine Steigerung von 5,00 % angenommen.

Bei der Berechnung des Abzinsungssatzes für Pensionsrückstellungen wurde unter Bezug auf das "Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" der Durchschnittszinssatz der letzten zehn Jahre herangezogen.

Unter Berücksichtigung des Abzinsungssatzes auf Basis des Durchschnittszinssatzes der letzten sieben Jahre ergibt sich eine Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 1.629.457. Bezüglich des Unterschiedsbetrages in Höhe von EUR 14.850 besteht eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden, die den Restlaufzeiten der Rückstellung entsprechenden durchschnittlichen Marktzinsen der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten

Sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.743 sind vereinbarungsgemäß innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 135 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 45 eine Restlaufzeit größer einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten antizipative Forderungen in Höhe von TEUR 47 und betreffen im Folgejahr abziehbare Vorsteuer sowie Gewerbesteuererstattungsansprüche.

Wertpapiere

Die unter den Wertpapieren ausgewiesenen Anleihen im Nominalwert von TEUR 1.000 wurden zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 1.000 erworben und werden zum Stichtag mit dem niedrigeren Zeitwert in Höhe von TEUR 994 bilanziert. Des Weiteren werden dort Fondsanteile mit dem zum Stichtag niedrigeren Zeitwert/Kurswert in Höhe von TEUR 681 ausgewiesen. Die ursprünglichen Anschaffungskosten beliefen sich auf TEUR 700.

Eigenkapital

Das Grundkapital setzt sich zusammen aus 5.100 Namensaktien im Nennwert von je 500,00 EUR. Bzgl. der Zusammensetzung des Bilanzgewinns wird auf die Angaben zur Ergebnisverwendung verwiesen.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag i. H. v. TEUR 17.627 enthalten.

Bezüglich des oben dargestellten Unterschiedsbetrages bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 14.850 ist die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB zu beachten.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Verpflichtungen aus noch nicht abgegoltenen Urlaubsansprüchen inkl. darauf entfallende Soziallasten (TEUR 413), Überstunden (TEUR 65), Tantiemen (TEUR 125) sowie Rückstellungen für Rechnungsabstriche (TEUR 101), Nacharbeiten (TEUR 756), ausstehende Rechnungen (TEUR 720) und Nachunternehmerleistungen (TEUR 1.920) enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag
TEUR
kleiner 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
größer 5 Jahre
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 5.320,9 888,2 2.466,9 1.965,8
erhaltene Anzahlungen 1.232,1 1.232,1 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 1.055,4 1.055,4 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.941,8 1.941,8 0,0 0,0
Summe 9.550,2 5.117,5 2.466,9 1.965,8

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.268 sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 40.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung des finanzierten Maschinenparks mit einem Restbuchwert in Höhe von TEUR 2.747,8, einer Grundschuld in Höhe von TEUR 2.570,0 auf das Grundstück Fl.-Nr. 1012 in Thannhausen sowie einer Grundschuld in Höhe von TEUR 2.000,0 auf das Grundstück Fl.-Nr. 1913 in Thannhausen gesichert.

IV. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) erstellt. Die Umsatzerlöse werden nahezu ausschließlich im Inland erzielt und entfallen in Höhe von TEUR 32.322 auf den Straßen- und Tiefbau, in Höhe von TEUR 933 auf den Bereich Maschinenhandel und -vermietung sowie in Höhe von TEUR 1.640 auf sonstige Tätigkeitsbereiche.

sonstige betriebliche Erträge

In dieser Position befinden sich insbesondere Erträge aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens i. H. v. TEUR 465, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 258, Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 301 sowie Erträge aus der Erstattung von Versicherungsschäden i. H. v. TEUR 101.

Abschreibungen

Für das Anlagevermögen wurden im Geschäftsjahr planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.031 vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden in Höhe von TEUR 11 vorgenommen.

Steuern

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen auf die gewöhnliche Geschäftstätigkeit. In geringerem Umfang gibt es Abweichungen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen. Der sich nach steuerlichen Grundsätzen ergebende Jahresüberschuss beträgt TEUR 1.236. Auf die Bildung aktiver latenter Steuern wurde verzichtet.

periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 45 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.

V. Sonstige Angaben

Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang geben entsprechend den gesetzlichen Vorschriften die wirtschaftliche Lage zutreffend wieder.

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag wurden für Vertrags- und Gewährleistungsbürgschaften in Höhe von TEUR 7.858 Kautionsversicherungen abgeschlossen. Mit einer Inanspruchnahme aus Gewährleistungsbürgschaften ist damit nicht zu rechnen. Der LS Bau AG steht zum Bilanzstichtag ein Avalrahmen mit TEUR 17.500 zur Verfügung.

Weitere Verpflichtungen bestehen nicht.

sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus diversen Mietverträgen ergibt sich eine jährliche Zahlungsverpflichtung über TEUR 359. Die Nebenkosten in Form des Gebäudeunterhalts sowie Strom, Wasser und Heizung sind von der LS Bau AG, Thannhausen zu tragen. Die Mietverträge verlängern sich um jeweils ein Jahr, wenn diese nicht 3 Monate vor Ablauf der Kündigungsfrist gekündigt werden.

kleiner 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
größer 5 Jahre
TEUR
sonstige finanzielle Verpflichtungen
- aus Leasingverträgen 760,5 1.069,1 0,0

Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Die Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt ergibt sich entsprechend der Ermittlung nach § 267 Abs. 5 HGB wie folgt:

2023
gewerbliche Arbeitnehmer 167
Angestellte 45
Auszubildende 15
Gesamt 227

Geschäftsführung

Die Vorstände der Gesellschaft im Berichtsjahr:

Herr Fabian Eppinger, Dipl.-Kfm., Gersthofen

Herr Jürgen Fischer, Dipl.-Ing. (FH), MBA, Augsburg Die Vorstände vertreten die Gesellschaft gemeinschaftlich.

Die Angabe der Gesamtbezüge gem. § 285 Nr. 9 Buchstabea HGB unterbleibt in Ausübung von § 286 Abs. 4 HGB.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft im Berichtsjahr:

Herr Armin Geiß, Unternehmensberater, Tapfheim (Vorsitzender)

Herr Gottfried Riederle, Bankkaufmann, Ursberg

Herr Leonhard Wiedemann, Geschäftsführer, Ustersbach

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.307.431,36 wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung EUR 1.000.000,00
Vortrag auf neue Rechnung EUR 307.431,36

Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 19.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Besondere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ereignet.

VI. Aufstellung und Unterzeichnung des Jahresabschlusses

Gemäß § 242 HGB hat die Geschäftsführung der Gesellschaft den Jahresabschluss aufzustellen und zu unterzeichnen.

 

Thannhausen, den 10. April 2024

Fabian Eppinger, Vorstand

Jürgen Fischer, Vorstand

Bruttoanlagenspiegel Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 501.245,11 50.947,40 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 501.245,11 50.947,40 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.466.229,81 139.509,98 0,00
technische Anlagen und Maschinen 8.956.934,64 1.928.067,10 437.002,91
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.895.919,20 796.941,50 818.549,18
geleistete Anzahlungen 4.710.461,72 1.583.817,36 0,00
Sachanlagen 28.029.545,37 4.448.335,94 1.255.552,09
Summe 28.530.790,48 4.499.283,34 1.255.552,09
Bruttoanlagenspiegel Umbuchungen
Euro
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 552.192,51
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 552.192,51
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.988.996,81 9.594.736,60
technische Anlagen und Maschinen 1.168.534,51 11.616.533,34
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 7.874.311,52
geleistete Anzahlungen -4.157.531,32 2.136.747,76
Sachanlagen 0,00 31.222.329,22
Summe 0,00 31.774.521,73
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 466.727,79 30.545,78 0,00 497.273,57 54.918,94
Immaterielle Vermögensgegenstände 466.727,79 30.545,78 0,00 497.273,57 54.918,94
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 472.214,68 217.062,00 0,00 689.276,68 8.905.459,92
technische Anlagen und Maschinen 5.614.290,25 1.030.062,76 422.060,46 6.222.292,55 5.394.240,79
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.719.710,71 764.331,58 769.967,56 4.714.074,73 3.160.236,79
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.136.747,76
Sachanlagen 10.806.215,64 2.011.456,34 1.192.028,02 11.625.643,96 19.596.685,26
Summe 11.272.943,43 2.042.002,12 1.192.028,02 12.122.917,53 19.651.604,20

Bericht des Aufsichtsrats für das Wirtschaftsjahr 2023

der LS Bau AG

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht sowie beratend begleitet. In allen Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäftstätigkeit, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage der Gesellschaft unterrichtet. Insgesamt fanden im Berichtszeitraum vier Sitzungen des Aufsichtsrates statt, in deren Verlauf durch den Vorstand ausführlich über Quartalszahlen, besondere Vorkommnisse, Planungen und Forecasts berichtet wurde. Genehmigungen zu Beschlussvorlagen des Vorstands erfolgten nach eingehender Prüfung vorgelegter Unterlagen unter Berücksichtigung einschlägiger Gesetze, der Satzung und Geschäftsordnung sowie nach intensiver Erörterung mit dem Vorstand. Die auf zielgerichtetem und verantwortungsvollem Handeln basierende Weiterentwicklung der LS Bau AG fußt unter anderem auf einer stets gepflegt offenen und fairen, von gegenseitigem Vertrauen geprägten und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, welche auch im Jahr 2023 Eckpfeiler des Erfolges der LS Bau AG bildeten. Sowohl mündlich als auch schriftlich kam der Vorstand seinen ihm obliegenden Berichtspflichten ausführlich nach. Weitergehende Prüfungsmaßnahmen waren durch den Aufsichtsrat zu keiner Zeit angezeigt.

Themen der Aufsichtsratssitzungen

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 vier Aufsichtsratssitzungen abgehalten.Im Rahmen dieser wurde der Aufsichtsrat quartalsbezogen durch den Vorstand über die Geschäftslage im Allgemeinen sowie die Markt- und Wettbewerbssituation im Wirkungsbereich der LS Bau AG informiert.

Darüber hinaus berichtete der Vorstand über Umsatz-, Beschäftigungs- und Ergebnisentwicklung, Rechts- und Schadensfälle, den Stand der Liquidität der Gesellschaft sowie den prognostizierten Forecast zum Jahresende des betrachteten Wirtschaftsjahres 2023.

Bemerkenswerte Abweichungen zur Planung 2023, die sich aus Soll / Ist - Vergleichen des Controllings ergaben, wurden durch den Vorstand nachvollziehbar und schlüssig erklärt.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen 2023 bildeten die aktuellen Investitionsplanungen des Geschäftsjahres, die Überarbeitung der Satzung der LS Bau AG in Bezug auf die Vertretungsbefugnis des Vorstands sowie Strategien zum betrieblichen Umgang mit dem Fachkräftemangel. Im Kontext des Wertemanagements legte der Vorstand Entwicklungen in aktuellen Rechtsangelegenheiten der LS Bau AG dar.

Veränderung im Vorstand

Im Betrachtungszeitraum gab es keine Änderungen im Vorstand der LS Bau AG.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Im Betrachtungszeitraum gab es keine Änderungen im Aufsichtsrat der LS Bau AG.

Jahresabschluss

Basierend auf den bemerkenswert guten Erfahrungen der vergangenen Jahre wurde die Beauftragung zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 erneut an die Dr. Werdich Wirtschaftstreuhand GmbH, Ulm erteilt. Der Wirtschaftsprüfer hat die Wirksamkeit und Ordnungsmäßigkeit des Risikofrüherkennungssystems sowie des internen Kontrollsystems testiert und keine Bestandsrisiken identifizieren können. Der mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Prüfungsbericht vom 10.04.2024 samt der Mitteilung über die Verwendung des Bilanzgewinns wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats ausgehändigt.Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Aufsichtsrats vom 03.05.2024 teil, stellte wesentliche Prüfungsergebnisse vor und beantwortet sich ergebende Fragen.

Der Aufsichtsrat erklärte nach eingehender Prüfung des Abschlussberichts, dass keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss 2023 bestehen und stellte diesen damit fest.

Dank an Vorstand und Mitarbeiter

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und der gesamten Belegschaft der LS Bau AG, die über ihr Handeln, ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft gepaart mit einem bemerkenswert hohen Maß an Disziplin, Ethik und Moral auch im Jahr 2023 als Garanten des Erfolges der LS Bau AG dienten.

Der Aufsichtsrat wünscht allen Mitarbeitern, dass der erfolgreich eingeschlagene Weg auch zukünftig weitergeführt und so auf dem inzwischen sehr soliden wirtschaftlichen Fundament der LS Bau AG aufgebaut werden kann.

 

Thannhausen, im April 2024

Armin Geiß, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LS Bau AG, Thannhausen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LS Bau AG, Thannhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LS Bau AG, Thannhausen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ulm, den 10. April 2024

Dr. Werdich Wirtschaftstreuhand GmbH

Prof. Dr. Hans Werdich, Wirtschaftsprüfer

Alexander Grohe, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

3 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.