R + S POWER solutions GmbHLiquidiert

36043 Fulda, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Fulda HRB 7343
Eingetragen
16.8.2018
Branche
Vermittlung von ArbeitskräftenSonstige Überlassung von ArbeitskräftenBefristete Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
ist die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern nach dem AÜG, der Abschluss oder die Vermittlung von Dienstoder Werkverträgen sowie Personalvermittlung und -weiterbildung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hubertus Berberich
seit 21.8.2024
Geschäftsführer
Michael Resch
seit 5.5.2020
Prokura
Oliver Back
seit 5.5.2020
Prokura

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

R + S Beteiligungs GmbH (vormals: M. Röhner Beteiligungs GmbH)

Fulda

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

Stand am 31.12.2019 Stand am 31.12.2018
Euro Euro
A. Anlagevermögen 24.897.482,66 28.530.412,33
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.485.875,32 16.460.021,95
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 604.888,06 657.125,29
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.782.891,76 15.732.311,66
3. Geleistete Anzahlungen 98.095,50 70.585,00
II. Sachanlagen 10.827.621,75 11.566.025,53
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.308.851,31 6.858.353,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 137.394,06 161.133,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.292.567,01 4.375.382,35
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 88.809,37 171.156,08
III. Finanzanlagen 583.985,59 504.364,85
1. Beteiligungen 16.392,17 16.392,17
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 567.353,42 487.732,68
3. Genossenschaftsanteile 240,00 240,00
B. Umlaufvermögen 91.832.172,81 123.371.370,84
I. Vorräte 23.286.374,89 45.565.033,40
1. in Ausführung befindliche Bauaufträge 13.512.508,03 35.094.915,33
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.773.481,27 10.469.850,72
3. Geleistete Anzahlungen 385,59 267,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 64.561.045,76 69.166.306,08
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 49.529.673,03 55.116.735,09
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 47.117,49 44.873,66
3. Sonstige Vermögensgegenstände 14.984.255,24 14.004.697,33
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 22.165,78 (i.V. EUR 25.526,56)
III. Flüssuge Mittel 3.984.752,16 8.640.031,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.480.671,45 1.929.029,26
D. Aktive latente Steuern 6.269.267,82 265.545,00
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 160.745,01 0,00
Summe 124.640.339,75 154.096.357,43

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Eigenkapital 0,00 2.195.416,98
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 17.848.754,84 17.848.754,84
III. Konzernverlust -18.517.947,32 -16.499.523,23
IV. Anteile Fremdgesellschafter 458.447,47 796.185,37
V. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 160.745,01 0,00
B. Rückstellungen 21.538.635,65 27.878.091,42
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 544.020,05 492.283,02
2. Steuerrückstellungen 718.335,58 1.433.100,01
3. Sonstige Rückstellungen 20.276.280,02 25.952.708,39
C. Verbindlichkeiten 103.101.704,10 123.987.722,36
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 48.156.802,66 62.987.002,39
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.745.548,77 2.711.902,44
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.968.548,81 33.914.643,30
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.000.000,00 4.000.000,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 18.230.803,86 20.374.174,23
D. Passive latente Steuern 0,00 35.126,67
Summe 124.640.339,75 154.096.357,43

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019

2019 2018
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 328.751.336,93 357.102.083,57
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 48.298.626,38 6.974.081,39
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 311.082,43 548.844,27
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.849.361,94 3.254.681,05
381.210.407,68 367.879.690,28
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 126.650.827,68 130.371.413,63
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 59.102.316,94 55.212.055,80
185.753.144,62 185.583.469,43
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 121.369.195,43 129.489.405,10
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 27.084.195,13 27.408.477,28
148.453.390,56 156.897.882,38
7. Abschreibungen Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.124.260,49 4.610.381,20
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 44.388.577,75 40.602.531,05
-2.508.965,74 -19.814.573,78
9. Erträge aus Beteiligungen 139.485,07 33.057,77
10. Erträge aus dem Finanzanlagevermögen 8,00 5,89
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 61.642,05 364.308,57
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.511.970,11 2.863.429,17
- Davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen Euro 68.228,00 (i. V. Euro 71.380,00)
-3.755.834,99 -2.169.056,94
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.492.500,41 669.893,57
- Davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern Euro 265.545,49 (i. V. Euro 84.558,73)
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern Euro 6.304.394,49 (i. V. Euro 1.348,48)
15. Ergebnis nach Steuern -772.300,32 -22.653.524,29
16. Sonstige Steuern 572.927,60 364.361,61
17. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 885.700,00 862.700,20
18. Jahresfehlbetrag -2.230.927,92 -23.880.586,10
19. Auf Fremdgesellschafter entfallender Gewinn 212.503,83 116.088,88
20. Konzernjahresfehlbetrag -2.018.429,09 -23.764.497,22
21. Verlustvortrag (i. V. Gewinnvortrag) -16.499.523,23 7.264.973,99
22. Konzernbilanzverlust -18.517.947,32 -16.499.523,23

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019

R + S Beteiligungs GmbH (vormals M. Röhner Beteiligungs GmbH)

1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der R + S Beteiligungs GmbH (vormals M. Röhner Beteiligungs GmbH) zum 31. Dezember 2019 wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des BilRUG aufgestellt.

Ergänzend waren die einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, wurden insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 293 Abs. 1 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft als Mutterunternehmen verpflichtet einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht zu erstellen.

Die R + S Beteiligungs GmbH hat ihren Sitz in Fulda. Sie wird geführt unter der Nummer HRB 7177 des Amtsgerichts Fulda.

2. Angaben zum Konsolidierungs- und Beteiligungskreis

2.1 Voll einbezogene Gesellschaften

Zum 31. Dezember 2019 sind, neben der Muttergesellschaft, folgende Gesellschaften nach der Methode der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der R + S Beteiligungs GmbH einbezogen worden.

Firmenname / Sitz Anmerkung Anteilsbesitz % Konzernzugehörigkeit
Franke + Pahl GmbH, Hamburg 1, 2 100,00 > 1 Jahr (seit 2016), 100 %ige Tochter der R+S Group AG
Neuenberg-Terrassen GmbH & Co. KG, Fulda 1 94,00 > 1 Jahr (seit 2014), 94 %ige Tochter der R+S Group AG
Newa Vertriebs GmbH, Sörgenloch 1, 2 100,00 > 1 Jahr (seit 2014), 100 %ige Tochter der R+S Group AG
R + S building solutions GmbH, Fulda 1, 2 100,00 > 1 Jahr (seit 2014), 100 %ige Tochter der R+S Group AG
R + S Group d.o.o., Banja Luka/Bosnien 100,00 > 1 Jahr (seit 2016), 100 %ige Tochter der R+S Group AG
R + S Group d.o.o., Slavonksi Brod/Kroatien 100,00 > 1 Jahr (seit 2016), 100 %ige Tochter der R+S Group AG
R + S Group Hungary Kft., Budapest/Ungarn 100,00 > 1 Jahr (seit 2016), 100 %ige Tochter der R+S Group AG
R + S Group Sp. Z.o.o., Wroclaw/Polen 100,00 > 1 Jahr (seit 2016), 100 %ige Tochter der R+S Group AG
R + S Objekt Erfurt Besitz GmbH & Co. KG, Fulda 1 94,00 > 1 Jahr (seit 2014), 94 %ige Tochter der R+S Group AG
R + S Objekt Lübeck Besitz GmbH & Co. KG, Fulda 1 94,00 > 1 Jahr (seit 2014), 94 %ige Tochter der R + S Stolze GmbH
R + S POWER solutions GmbH 1, 2 100,00 > 1 Jahr (seit 2018), 100 %ige Tochter der R + S Group AG
R + S solutions GmbH, Hanau 1, 2 100,00 > 1 Jahr (seit 2014), 100 %ige Tochter der R+S Group AG
R + S solutions Group d.o.o. Novi Sad, Novi Sad/Serbien 100,00 > 1 Jahr (seit 2017), 100 %ige Tochter der R + S Solutions Holding AG
R + S solutions Stuttgart GmbH, Stuttgart 1 80,00 > 1 Jahr (seit 2018), 80 %ige Tochter der R+S Group AG
R + S Stolze GmbH, Lübeck 100,00 > 1 Jahr (seit 2014), 100 %ige Tochter der R+S Group AG
R + S Verwaltungsgesellschaft mbH, Erfurt 1 100,00 > 1 Jahr (seit 2014), 100 %ige Tochter der R+S Group AG
R+S Group AG, Fulda 1, 2 100,00 > 1 Jahr (seit 2014), 100 %ige Tochter der M. Röhner Beteiligungs GmbH
Rubsam Beteiligungs Holding GmbH, Fulda 1, 2 90,00 > 1 Jahr (seit 2015), 90 %ige Tochter der R+S Group AG
RUBSAM Cura Vita GmbH & Co. KG. Fulda 1 90,00 > 1 Jahr (seit 2015), 100 %ige Tochter der Rübsam Beteiligungs Holding GmbH
RUBSAM Fachkräfte GmbH & Co. KG, Fulda 1 90,00 > 1 Jahr (seit 2015), 100 %ige Tochter der Rübsam Beteiligungs Holding GmbH
Rübsam Fachkräfte Verwaltung GmbH, Fulda 1 90,00 > 1 Jahr (seit 2015), 100 %ige Tochter der Rübsam Fachkräfte GmbH & Co. KG
RUF Gebäudetechnik GmbH, Kleinheubach 1 99,42 > 1 Jahr (seit 2014), 99,42 %ige Tochter der R+S Group AG
RUF + SOKO Gebäudetechnik GmbH, Kleinheubach 1 50,70 Gründung zum 11.05.2018,51 %ige Tochter der RUF Gebäudetechnik GmbH
Scholl Energie- und Steuerungstechnik GmbH, Fulda 1, 2 100,00 > 1 Jahr (seit 2014), 100 %ige Tochter der R+S Group AG
Solutions One Personalvermittlung, Fulda 1 100,00 >1 Jahr (seit 2014), 100 %ige Tochter der R+S Group AG
Stolze Incorporated, Philadelphia/USA 100,00 > 1 Jahr (seit 2014), 100 %ige Tochter der R + S Stolze GmbH
VVM Verwaltungs-, Vertriebs- und Marketing GmbH, Fulda 1, 2 100,00 > 1 Jahr (seit 2014), 100 %ige Tochter der R+S Group AG
WBZ Verwaltung GmbH, Fulda 1 90,00 > 1 Jahr (seit 2015), 100 %ige Tochter der Rübsam Beteiligungs Holding GmbH
WBZ - Weiterbildung mit Zukunft GmbH & Co. KG, Fulda 1 90,00 > 1 Jahr (seit 2015), 100 %ige Tochter der Rubsam Beteiligungs Holding GmbH

Anmerkungen:

1 Diese Gesellschaften machen aufgrund ihrer Einbeziehung in den Konzernabschluss der R + S Solutions Beteiligungs GmbH für das Geschäftsjahr 2019 teilweise von den Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB beziehungsweise § 264b HGB Gebrauch.
2 Diese Gesellschaften haben einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

Der Konzernabschluss der R + S Beteiligungs GmbH ist ein befreiender Konzernabschluss für die R+S Group AG, Fulda, sowie für die Rübsam Beteiligungs Holding GmbH, Fulda, die von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB i.V.m. § 291 Abs. 1 HGB Gebrauch machen.

Mit Wirkung zum 1. August 2019 wurden weitere 9 % an der Solutions One PersonaIvermittlung GmbH, Fulda, übernommen.

Weiterhin wird auf die Schutzklausel des § 313 Abs. 3 Satz 1 HGB verwiesen.

2.2 Assoziierte Gesellschaften

Zum 31. Dezember 2019 sind folgende Gesellschaften nach der Equity-Methode im Sinne des § 311 ff. HGB in den Konzernabschluss der R + S Beteiligungs GmbH einbezogen worden

Firmenname / Sitz Anteilsbesitz Konzernzugehörigkeit
%
Bachner & R + S solutions GmbH, Mainburg 50 > 1 Jahr (seit 2017), Beteiligung der R+S Group AG
hiko systems GmbH, Darmstadt 45 > 1 Jahr (seit 2017), Beteiligung der R+S Group AG
R + S Mesterheide Inhouse Broker GmbH, Fulda 49 > 1 Jahr (seit 2014), Beteiligung der R+S Group AG

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der assoziierten Gesellschaften entsprechen im Wesentlichen denen der R + S Beteiligungs GmbH

Mit Wirkung zum 1. März 2019 wurden weitere 11,67 % an der hiko Systems GmbH, Darmstadt, übernommen.

Zum 31. Dezember 2019 beträgt der im Buchwert der hiko systems GmbH enthaltene Unterschiedsbetrag 310.786,43 € und entfällt in voller Höhe auf den Geschäfts- oder Firmenwert. Der Firmenwert wird über eine Dauer von 10 Jahren, bis 2029 linear abgeschrieben.

Die Gesellschaft AM Allied Maintenance GmbH, Hamburg, wurde nicht nach der Equity-Methode einbezogen, da sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

3.1 Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften wurden die Abschlüsse der einzelnen Gesellschaften zur Einbeziehung in den Konzernabschluss nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien aufgestellt. Die Abschlüsse wurden grundsätzlich auf den 31. Dezember erstellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden Eigenkapitalanteil nach Zuordnung von stillen Reserven. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 30. April 2014 beziehungsweise zu dem unter Punkt 2.1 aufgeführten, späteren Zeitpunkt des Erwerbs.

Auf der Aktivseite entstandene Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwerte nach § 301 Abs. 3 S. 1 HGB ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsatzerlöse sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Im Konzern werden mehrere Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert, die über 10 - 15 Jahre abgeschrieben werden, da gemäß der, bei der Bewertung der Gesellschaften zugrundeliegenden Unternehmensplanungen von einer Nutzung über diesen Zeitraum ausgegangen wird. Wertminderungen wurde durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bei beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens mit geringem Wert (früher GWG) wurde wie folgt verfahren: Zugänge mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von 250,00 € wurden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand verbucht. Zugänge mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 250,00 € und 800,00 € wurden aktiviert und im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. In Vorjahren gebildete Sammelposten für GWG wurden fortgeführt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen mit dem Equity-Wert

Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die in Ausführung befindlichen Aufträge wurden mit den Material- und Lohneinzelkosten sowie entsprechenden Material- und Fertigungsgemeinkostenzuschlägen bewertet. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet, das heißt der verlustfreien Bewertung wird in den Fällen Rechnung getragen, in denen die Verkaufspreise die Herstellungskosten nicht decken.

Im Vorratsvermögen wurden erhaltene Anzahlungen auf Aufträge aktivisch von den entsprechenden Herstellungskosten der teilfertigen Aufträge abgesetzt.

Die in den Vorräten enthaltenen Waren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechend einzelwertberichtigt.

Liquide Mittel wurden zum Nennbetrag angesetzt. Sie bestanden überwiegend aus kurzfristig verfügbaren Bankguthaben.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Betrachtungsweisen gemäß § 274 HGB. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen pro Steuersubjekt wurden saldiert angesetzt. Aktive und passive latente Steuern verschiedener Steuersubjekte wurden unverrechnet ausgewiesen (§ 274 Abs. 1 Satz 3 HGB). Die Berechnung erfolgte mit einem Steuersatz von 29,13 %.

Im Berichtsjahr wurden erstmalig latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 6.041 T€ gebildet. Es wurden nur die latenten Steuern auf den Anteil der Verlustvorträge angesetzt, die in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich genutzt werden können.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Berechnung wurde auf Basis des versicherungsmathematischen modifizierten Teilwertverfahrens durchgeführt.

Die Steuerrückstellungen beinhalteten zum Abschlussstichtag die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurden gebildet, wenn am Bewertungsstichtag die voraussichtlich bis zum Projektende auflaufenden Kosten die Abrechnungssumme übersteigen. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen Rückstellungen.

Die Berechnung der Jubiläumsrückstellung erfolgte nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode). Es wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Abzinsung erfolgte mit einem Zinssatz von 1,97 % (Vorjahr: 2,32 %). Es wurde ein Gehaltstrend von 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %), ein BBG-Trend von 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) und eine durchschnittliche Fluktuation von 35,00 % (Vorjahr: 35,00 %) zur Berechnung herangezogen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Es wurden Zinsswaps zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus variabel verzinslichen Darlehen verwendet. Den Zinsswaps lagen Grundgeschäfte mit vergleichbaren, gegenläufigen Risiken (Mikro-Hedge) zugrunde, auf die identische Faktoren einwirkten. Die Zinsrisiken der Grundgeschäfte waren durch die Sicherungsgeschäfte in vollem Umfang abgesichert. Die Sicherungsgeschäfte wiesen keine zusätzlichen Risiken auf, die das Grundgeschäft nicht enthält. Da sich die gegenläufigen Entwicklungen bei der Darlehensverzinsung und bei der Verzinsung der Zinsswaps ausgeglichen haben, waren die Darlehen und die Zinsswaps als Einheit wirtschaftlich betrachtet wie ein festverzinsliches Darlehen anzusehen.

3.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bisher üblichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden in den folgenden Fällen geändert:

Der Ausweis der Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und für noch zu erbringende Leistungen in Höhe von 1.929 T€ erfolgt im Berichtsjahr erstmalig unter sonstigen Rückstellungen. In den Vorperioden wurden diese Sachverhalte mit dem positiven Auftragsbestand saldiert ausgewiesen. Bei analogem Ausweis hätten in 2018 5.953 T€ unter den Rückstellungen ausgewiesen werden müssen.

Die Methodenänderungen beeinflussen die für einen Leser des Jahresabschlusses typischen Kennzahlen. Im Einzelnen sind zu nennen:

die Bilanzsumme und somit die Eigenkapitalquote

3.3 Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährung in Euro

Der Konzernabschluss enthielt auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet worden. Haben diese eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, ist das Realisationsprinzip nach § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht anzuwenden.

4. Angaben zur Bilanz

4.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind aus dem folgenden Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.

Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte gliederten sich zum Bilanzstichtag wie folgt:

31.12.2019 Nutzungsdauer
EUR Jahre
Geschäfts- oder Firmenwerte aus Einzelabschlüssen
aus Verschmelzungen 88.033,00 15
aus Einbringungen 399.850,00 15
Geschäfts- oder Firmenwerte aus Konsolidierung
Konsolidierung Rübsam-Gruppe, Fulda 2.263.768,64 10
Konsolidierung Newa Vertriebs GmbH, Sörgenloch 344.803,09 10
Konsolidierung Scholl Energie- und Steuerungstechnik GmbH, Fulda 1.271.648,72 10
Konsolidierung RUF Gebäudetechnik GmbH, Kleinheubach 1.874.549,46 10
Konsolidierung Franke + Pahl GmbH, Hamburg 6.482.076,37 10
Konsolidierung Solutions One Personalvermittlungs GmbH, Fulda 58.162,48 10
12.782.891,76

4.2 Vorräte

Das Vorratsvermögen beinhaltete:

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
in Ausführung befindliche Bauaufträge 184.450.324,47 136.151.698,09
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -170.937.816,44 -101.056.782,76
fertige Erzeugnisse und Waren 9.773.481,27 10.469.850,72
geleistete Anzahlungen 385,59 267,35
23.286.374,89 45.565.033,40

4.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 49.529.673,03 55.116.735,09
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 47.117,49 44.873,66
sonstige Vermögensgegenstände 14.984.255,24 14.004.697,33
64.561.045,76 69.166.306,08

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hatten eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalteten im Wesentlichen Steuerrückforderungen, kurzfristige Darlehensforderungen und debitorische Kreditoren.

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr betrugen 2.065.662,22 € (Vorjahr: 285.915,31 €).

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Rahmen einer Globalzession 48.583 T€ zur Sicherung von Bankdarlehen abgetreten. Des Weiteren sind sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 4.744 T€ zur Sicherung von Bankdarlehen abgetreten.

4.4 4.4 Guthaben bei Kreditinstituten

Es sind Bankguthaben in Höhe von 2.436 T€ zur Sicherung von Bankdarlehen verpfändet.

4.5 Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern wurden im Wesentlichen auf Verlustvorträge in Höhe von 6.041 T€ (Vorjahr: 0 T€) gebildet.

Des Weiteren auf unterschiedliche Wertansätze der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen in Handels- und Steuerbilanz sowie auf Grund unterschiedlicher Gewinnverwendungen von Personenhandelsgesellschaften.

EUR
Stand 1. Januar 2019 265.545,00
Zuführung 6.003.722,82
Stand 31. Dezember 2019 6.269.267,82

4.6 Eigenkapital

Die Veränderung des Eigenkapitals ist im Konzerneigenkapitalspiegel gesondert dargestellt.

4.6.1 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der R + S Beteiligungs GmbH betrug zum 31. Dezember 2019 50.000,00 € (Vorjahr: 50.000,00 €).

4.6.2 Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen betrugen zum Stichtag 17.848.754,84 € (Vorjahr: 17.848.754,84 €).

Diese beinhalten den technischen passiven Unterschiedsbetrag von 6.308.062,53 € aus der Erstkonsolidierung des R+S Group AG - Teilkonzerns. Die Einbringung der Anteile an der R+S Group AG in die Muttergesellschaft erfolgte im Rahmen einer Sacheinlage zum 30. April 2014.

4.6.3 Bilanzergebnis

Das Bilanzergebnis entwickelte sich wie folgt:

EUR
Jahresfehlbetrag 2019 2.230.927,92
auf Fremdgesellschafter entfallender Gewinn -212.503,83
Verlustvortrag 16.499.523,23
Konzernbilanzverlust zum 31. Dezember 2019 18.517.947,32

4.6.4 Ausschüttungssperre

Es bestand eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 228.708,00€ aus den Abschlüssen der einbezogenen Gesellschaften.

4.7 Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das modifizierte Teilwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz (Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre) 2,79 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Heubeck-Richtafeln 2018G

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergab sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 228.708,00 €.

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

EUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 2.260.234,00
Zeitwert des Deckungsvermögens -1.716.213,95
Stand zum 31. Dezember 2019 544.020,05

Die Bewertung des verrechneten Deckungsvermögens erfolgte zu beizulegenden Zeitwerten. Aus den Zinsaufwendungen der Pensionen und den Erträgen aus der Zuführung zum Deckungsvermögen ergab sich insgesamt ein Ertrag von 102.626,97 € (Vorjahr: 58.737,59 €).

4.8 Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalteten im Wesentlichen Rückstellungen für Körperschaftsteuer in Höhe von 257.717,51 € (Vorjahr: 353.782,44 €) und Gewerbesteuer in Höhe von 194.201,07 € (Vorjahr: 858.900,57 €) für noch nicht veranlagte Besteuerungszeiträume, einschließlich einer Risikovorsorge für die aktuell laufende Betriebsprüfung, sowie sonstige Steuern in Höhe von 266.417,00 € (Vorjahr: 220.417,00 €).

4.9 Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen waren zum Abschlussstichtag im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, Nachlaufkosten und Gewährleistungen, Restrukturierungen sowie Abschluss und Prüfung enthalten.

4.10 Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Restlaufzeiten Davon gesicherte Beträge Art der Sicherheiten
Summe bis 1 Jahr größer 1 Jahr davon größer 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 48.156.802,66 24.142.605,04 24.014.197,62 1.628.613,32 48.156.802,66 1, 5
VJ 62.987.002,39 28.134.801,30 34.852.201,09 1.780.204,44 2.487.002,39
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.745.548,77 1.745.548,77 0,00 0,00
VJ 2.711.902,44 2.711.902,44 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.968.548,81 25.389.175,22 5.579.373,59 0,00 6
VJ 33.914.643,30 29.417.623,92 4.497.019,38 0,00
gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.000.000,00 0,00 4.000.000,00 0,00
VJ 4.000.000,00 0,00 4.000.000,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 18.230.803,86 14.782.812,82 3.447.991,04 0,00
VJ 20.374.174,23 17.492.050,42 2.882.123,81 0,00
davon aus Steuern (8.329.111,46)
VJ (10.662.347,93)
davon im Rahmen sozialer Sicherheit (236.856,25)
VJ (200.729,38)
Summe 103.101.704,10 66.060.141,85 37.041.562,25 1.628.613,32
VJ 123.987.722,36 77.756.378,08 46.231.344,28 1.780.204,44

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Buchgrundschuld
2 = Sicherungsübereignung von Anlagevermögen
3 = Sicherheitsabtretung an übertragbaren Rechten
4 = Sicherungsübereignung Vorräte
5 = Sicherheitsabtretung Forderungen
6 = Branchenüblich wurden Eigentumsvorbehalte vereinbart.
7 = Bürgschaften durch Gesellschafter

Eine Abzinsung der langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgte nicht, da auf Grund der komplexen Struktur und der nicht feststehenden Fälligkeit eine Abzinsung nicht möglich war.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen wie im Vorjahr vollständig gegenüber Gesellschaftern.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthielten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer, aus Lohn und Gehalt sowie aus Lohn- und Kirchensteuer.

In den sonstigen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden stille Beteiligungen in Höhe von 7,4 Mio. € ausgewiesen, die im Rang hinter den vorrangigen Verbindlichkeiten zurücktraten. Die stillen Beteiligungen werden 2022 fällig.

4.11 Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Die R+S Group AG, Fulda, hat sich gegenüber den folgenden Gesellschaften verpflichtet, sicherzustellen, dass die Gesellschaften bis zum 31. Dezember 2020 in der Weise geleitet und finanziell ausgestattet werden, dass sie in der Lage sind, ihren bis zum 31. Dezember 2019 eingegangenen Verpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern nachzukommen. Diese Zusage endet mit Ablauf des 31. Dezember 2020 und kann vorher nicht gekündigt werden.

Neuenberg-Terrassen GmbH & Co. KG, Fulda

R + S Objekt Erfurt Besitz GmbH & Co. KG, Fulda

R + S Objekt Lübeck Besitz GmbH & Co. KG, Fulda

R + S Verwaltungs Gesellschaft mbH, Erfurt

Solutions One Personalvermittlungs GmbH, Fulda

RUF Gebäudetechnik GmbH, Kleinheubach

Die R + S solutions GmbH, Hanau, hat sich gegenüber den folgenden Gesellschaften verpflichtet, sicherzustellen, dass die Gesellschaften bis zum 31. Dezember 2020 in der Weise geleitet und finanziell ausgestattet werden, dass sie in der Lage sind, ihren bis zum 31. Dezember 2019 eingegangenen Verpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern nachzukommen. Diese Zusage endet mit Ablauf des 31. Dezember 2020 und kann vorher nicht gekündigt werden.

• R + S solutions Stuttgart GmbH, Stuttgart

Ebenso hat die RÜBSAM Beteiligungs Holding GmbH, Fulda, sich gegenüber den folgenden Gesellschaften verpflichtet, sicherzustellen, dass die Gesellschaften bis zum 30. Dezember 2020 in der Weise geleitet und finanziell ausgestattet werden, dass sie in der Lage sind, ihren bis zum 31. Dezember 2019 eingegangenen Verpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern nachzukommen. Diese Zusage endet mit Ablauf des 31. Dezember 2020 und kann vorher nicht gekündigt werden.

RÜBSAM CuraVita GmbH & Co. KG. Fulda

RÜBSAM Fachkräfte GmbH & Co. KG. Fulda

Rübsam Fachkräfte Verwaltung GmbH, Fulda

WBZ - Weiterbildung mit Zukunft GmbH & Co. KG, Fulda

WBZ Verwaltung GmbH, Fulda

Des Weiteren hat die RUF Gebäudetechnik GmbH, Kleinheubach, sich gegenüber den folgenden Gesellschaften verpflichtet, sicherzustellen, dass die Gesellschaften bis zum 31. Dezember 2020 in der Weise geleitet und finanziell ausgestattet werden, dass sie in der Lage sind, ihren bis zum 31. Dezember 2019 eingegangenen Verpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern nachzukommen. Diese Zusage endet mit Ablauf des 31. Dezember 2020 und kann vorher nicht gekündigt werden.

• RUF + SOKO Gebäudetechnik GmbH. Kleinheubach

Das Risiko der Inanspruchnahme schätzen wir niedrig ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB).

4.12 Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultierten aus unterschiedlichen bilanziellen Wertansätzen der Rückstellung für Aufbewahrungspflichten in der Handels- und Steuerbilanz.

Die passiven latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:

EUR
Stand zum 1. Januar 2019 35126,67
Zuführung -35.126,67
Stand zum 31. Dezember 2019 0,00

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im Konzern setzten sich wie folgt zusammen:

31.12.2019 31.12.2018
TEUR TEUR
Elektrotechnik 85.065 117.318
Elektrotechnik Schiffbau 33.827 16.398
Energie- & Steuerungstechnik 30.464 30.599
Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär 25.274 37.552
Projektentwicklung, Revitalisierung 2.571 9.455
Handel 69.831 63.680
Personaldienstleitungen 70.679 70.531
Industriedienstleistungen 10.264 10.698
übrige 777 871
328.751 357.102

Nach Absatzmärkten gliedert sich der Umsatz wie folgt:

31.12.2019 31.12.2018
TEUR TEUR
Deutschland 325.416 353.634
EU 2.895 2.583
übriges Europa 148 241
USA 21 230
sonstige Länder 271 414
328.751 357.102

5.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Wesentlichen Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von 404.529,12 € (Vorjahr: 337.609,20 €), Erträge aus Sachbezügen in Höhe von 1.233.074,45 € (Vorjahr: 1.406.024,83 €) sowie periodenfremde Erträge im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 757.889,28 € (Vorjahr: 522.943,40 €) und aus der Herabsetzung von Wertberichtungen auf Forderungen in Höhe von 564.921,07 € (Vorjahr 413.760,09 €).

Die Erträge aus der Währungsumrechnung betrugen 7.647,31 € (Vorjahr: 14.751,18 €) und sind gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen worden.

5.3 Personalaufwand

Im Personalaufwand waren Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 1.339.170,09 € (Vorjahr: 1.598.685,17 €) enthalten.

5.4 Außerplanmäßige Abschreibungen

Auf Geschäfts- oder Firmenwerte wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 565.168,25 € (Vorjahr: 0,00 €) vorgenommen.

5.5 Sonstiger betrieblicher Aufwand

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten eine Vielzahl von Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit der Gesellschaft anfallen. Im Wesentlichen waren dies Raumkosten, Fahrzeugkosten. Werbe- und Reisekosten sowie Versicherungen, Beiträge und Abgaben.

Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betrugen 7.867,40 € (Vorjahr: 18.283,14 €) und sind gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen worden.

5.6 Zinsaufwand

Die Zinsaufwendungen enthielten Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 61.981,00 € (Vorjahr: 63.569,00 €) sowie Aufwendungen aus der Abzinsung von Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 6.247,00 € (Vorjahr: 7.811,00 €).

6. Konzernkapitalflussrechnung

Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme im Geschäftsjahr und im Vorjahr für die laufende Geschäftstätigkeit, die Investitionstätigkeit und die Finanzierungstätigkeit.

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2019 31.12.2018
TEUR TEUR
Liquide Mittel (Kassenbestände, kurzfristige Bankguthaben) 3.984.752,16 8.640.031,36
3.984.752,16 8.640.031,36

7. Konzerneigenkapitalspiegel

Die sonstigen Veränderungen der Anteile fremder Gesellschafter in Höhe von 125.234,07 € resultierten im Wesentlichen aus dem Kauf weiterer 9 % an der Solutions One Personalvermittlung GmbH, Fulda, durch die Tochtergesellschaft R + S Group AG.

8. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr wurden Zinsswaps zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus variabel verzinslichen (EURIBOR) Darlehen im Zusammenhang mit dem Konsortialkreditvertrag verwendet.

Die Zeiträume der Sicherungsbeziehungen enden jeweils mit Endfälligkeit der zugrundeliegenden Darlehen. Diese haben eine Laufzeit bis zum 30. August 2022. Die Swaps haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von fünf Jahren. Da es sich bei den Zinssicherungskontrakten um Mikro-Hedge-Beziehungen handelte, erfolgte eine Messung von deren Wirksamkeit regelmäßig anhand eines einfachen Vergleichs der Bedingungen und Parameter der Grund- und Sicherungsgeschäfte. Das, mit der aus dem Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft gebildeten Bewertungseinheit nach § 254 HGB gesicherte Kreditvolumen betrug zum Bilanzstichtag 12.500.000,00 € (Vorjahr: 12.500.000,00 €) Der Marktwert der enthaltenen Zinsswaps betrug zum 31. Dezember 2018 -543.596,01 € (Vorjahr: -301.631,70 €).

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende finanzielle sonstige Verpflichtungen:

2020 2021 - 2024 2025 ff.
TEUR TEUR TEUR
Mietaufwand 3.816 8.423 6.443
Leasingaufwand 2.250 2.805 0
6.066 11.228 6.443

Im Jahresdurchschnitt waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Anzahl
Arbeiter 2.315
Angestellte 687
3.002

Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 waren Herr Markus Röhner, Fulda (bis 18.12.2019), Herr Matthias Heck, Waldeck (bis 18.12.2019), Herr Ralph Burkhardt, Gersfeld (seit 20.11.2019) und Herr Rudolf Mennigen, Weinbach (seit 18.12.2019). Die ausgeübten Berufe der Geschäftsführer sind mit ihrer Organstellung identisch.

Die Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Zum Stichtag bestanden Forderungen gegen Geschäftsführer in Höhe von 0,00 € (Vorjahr: 126.000,00 €).

Gemäß § 313 Abs. 2 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anmerkungen Anteilsbesitz Beteilgung bei lfd. Nr.
%
1 Holding R + S Beteiligungs GmbH, Fulda Anteilsbesitz
2 R+S Group AG, Fulda 1, 2 100,00 1
3 Bachner & R + S solutions GmbH, Mainburg 50,00 2
4. Franke + Pahl GmbH, Hamburg 1, 2 100,00 2
5 hiko Systems GmbH, Darmstadt 45,00 2
6 Nauenberg-Terrassen GmbH & Co. KG, Fulda 1 94,00 2
7 Newa Vertriebs GmbH, Sörgenloch 1, 2 100,00 2
8 R + S builiding solutions GmbH, Fulda 1, 2 100,00 2
9 R + S Group d.o.o., Banja Luca/Bosnien 100,00 2
10. R + S Group d.o.o., u Slavorksi Brod/Kroatien 100,00 2
11 R + S Group Hungary Kft., Budapest/Ungarn 100,00 2
12 R + S Group Sp. Z.o.o., Wroclaw/Polen 100,00 2
13 R + S Mesterheide Inhouse Broker GmbH, Fulda 49,00 2
14 R + S Objekt Erfurt Besitz GmbH & Co. KG, Fulda 1 94,00 2
15 R + S Objekt Lübeck Besitz GmbH & Co. KG, Fulda 1 94,00 20
16. R + S POWER solutions GmbH, Fulda 1, 2 100,00 2
17 R + S solutions GmbH, Hanau 1, 2 100,00 2
18 d.o.o. Novi Sad, Novi Sad/Serbien 100,00 2
19 R + S solutions Stuttgart GmbH, Stuttgart 1 80,00 17
20 R + S Stolze GmbH, Lübeck 100,00 2
21 R + S Verwaltungsgesellschaft mbH, Erfurt 1 100,00 2
22 Rübsam Beteiligungs Holding GmbH. Fulda 1, 2 90,00 2
23 RÜBSAM CuraVila GmbH & Co. KG, Fulda 1 100,00 22
24 RÜBSAM Fachkräfte GmbH & Co. KG, Fulda 1 100,00 22
25 Rübsam Fachkräfte Verwaltung GmbH, Fulda 1 100,00 24
26 RUF Gebäudetechnik GmbH, Kleinheubach 1 99,42 2
27 RUF + SOKO Gebäudetechnik GmbH, Kleinheubach 1 51,00 26
28 Scholl Energie- und Steuerungstechnik GmbH, Fulda 1, 2 100,00 2
29 Solutions One Personalvermittlung GmbH, Fulda 1 100,00 2
30 Stolze Incorporated, Philadelphia/USA 100,00 20
31 VVM Verwaltungs-, Vertriebs- und Marketing GmbH, Fulda 1, 2 100,00 2
32 WBZ- Weiterbildung mit Zukunft GmbH & Co. KG, Fulda 1 100,00 22
33 WBZ Verwaltung GmbH, Fulda 1 100,00 22

Anmerkungen

1 Diese Gesellschaften machen aufgrund ihrer Einbeziehung in den Konzernabschluss der R . S Beteiligungs GmbH für das Geschäftsjahr 2019 teilweise von den Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB beziehungsweise § 264b HGB Gebrauch..
2 Diese Gesellschaften haben einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

Folgende Gesellschaften wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen:

Firmenname / Sitz Anteilsbesitz Jahresergebnis Eigenkapital
% TEUR TEUR
AM Alied Maintenance GmbH, Hamburg 25 188 295

Die Angaben sind dem vorläufigen Jahresabschluss 2019 entnommen.

Folgende Gesellschaften waren zum 31. Dezember 2019 persönlich haftende Gesellschafter:

Die R + S Verwaltungsgesellschaft mbH, Erfurt war Komplementärin der Neuenberg Terrassen GmbH & Co. KG, Fulda, der R + S Objekt Erfurt Besitz GmbH & Co. KG, Fulda, und der R + S Objekt Lübeck Besitz GmbH & Co. KG, Fulda.

Die Rübsam Fachkräfte Verwaltung GmbH, Fulda war Komplementärin der RÜBSAM CuraVita GmbH & Co. KG, Fulda, und der RÜBSAM Fachkräfte GmbH & Co. KG, Fulda. Die WBZ Verwaltung GmbH, Fulda, war Komplementärin der WBZ -Weiterbildung mit Zukunft GmbH & Co. KG, Fulda.

Weiterhin wird auf die Schutzklausel des § 313 Abs. 3 HGB verwiesen.

Der Konzernabschluss der R + S Beteiligungs GmbH wird im elektronischen Bundesanzeiger unter der Nummer HRB 7177 des Amtsgerichts Fulda veröffentlicht.

Das Honorar des Konzernabschlussprüfers belief sich auf 510 TEUR. Davon 130 TEUR für Abschlussprüfungsleistungen und 380 TEUR für sonstige Leistungen.

Nachtragsbericht

Im Sommer 2019 wurden personelle Veränderungen beim Finanzvorstand und dem Leiter Finanzen und Controlling der R+S Gruppe vorgenommen. Die neuen Verantwortlichen erlangten Kenntnis davon, dass in den Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2017 und zum 31. Dezember 2018 einiger Konzerntöchter teilweise manipulierte beziehungsweise unvollständige Daten verarbeitet worden waren. Dies führte zu Überbewertungen von Vermögensgegenständen und Unterbewertungen von Schulden.

Um die Fehler in der Darstellung der Abschlusspositionen zu beheben, wurden die betroffenen Jahresabschlüsse korrigiert und die Änderungen einer Nachtragsprüfung unterzogen, die Anfang 2020 abgeschlossen wurde.

Nach der Feststellung der Bilanzierungsfehler wurde ein Gutachten zur Fortführungsprognose (IDW S6-Gutachten) für die R+S Gruppe notwendig. Dieses wurde ab November 2019 durch die Struktur Management Partner GmbH, Köln, erstellt und liegt aktuell als finale Version vor. Die Fortführungsprognose ist positiv.

Im Juni ging die Klage eines Kunden wegen angeblicher Schlechtleistungen und Verzugsschäden über 2.045 T€ ein. Eine finale Prüfung der umfangreichen Klageschrift konnte bis zur Erstellung des Abschlusses noch nicht vorgenommen werden. Nach ersten Einschätzungen dürften die Ansprüche durch den Kläger nur schwer nachzuweisen sein. Aus diesem Grund gehen wir davon aus, dass mit einer Belastung aus der Klage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht gerechnet werden muss. Wir haben daher keine Rückstellung für diesen Sachverhalt im Abschluss für 2019 berücksichtigt.

Die Corona-Pandemie wirkt sich seit März 2020 auf die laufende Geschäftstätigkeit des Konzerns aus. Dabei werden derzeit die verschiedenen Dachmarken unterschiedlich beeinflusst.

In der TGA sind derzeit Corona Einflüsse primär in Form von Bauzeitverschiebungen zu verzeichnen, sodass sich Gesamtleistungen verschieben. Bezüglich der Auftragslage deuten Marktstudien eine Investitionsunsicherheit bei Industriekunden eher im Jahr 2021 an. Das Investitionsverhalten der öffentlichen Auftraggeber kann z. Zt., trotz steigendem ifo Geschäftsklimaindex, noch nicht verlässlich eingeschätzt werden. Im Bereich Personaldienstleistungen sind Corona-induzierte Defizite zu verzeichnen. Hier werden Mitarbeiter weiterhin in Kurzarbeit gesendet. Laut IGZ (Interessensgemeinschaft Deutscher Zeitarbeitsunternehmen) sind fast 90 % Zeitarbeitsunternehmen von Auftragseinbußen betroffen. Der Bereich Handel verzeichnet derzeit keinerlei negative Einflüsse durch die Corona-Pandemie und liegt im Umsatz und im Ergebnis voll auf Plan.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung für die R + S Beteiligungs GmbH vor:

Das Jahresergebnis in Höhe von 4.316.537,67 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

10.12 2020

R+S Solutions Beteiligungs GmbH - Konzern

Herr Ralph Burkhardt, Geschäftsführer

Herr Rudolf Menningen, Geschäftsführer

KONZERNANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2019

R + S Beteiligungs GmbH - Konzern

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2019 Zugänge It. Erstkonsolidierung Zugänge
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.770.817,90 0,00 212.458,05
2. Geschäfts- oder Firmenwert 29.950.297,02 0,00 18.142,81
3. Geleistete Anzahlungen 70.585,00 0,00 118.135,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 32.791.699,92 0,00 348.736,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.060.216,95 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 578.648,18 0,00 11.551,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.149.414,09 0,00 1.332.875,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 171.156,08 0,00 83.447,68
Summe Sachanlagen 21.959.435,30 0,00 1.427.873,89
III. Finanzanlagen
1. Abteile an verbundenen Ubnternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 16.926,17 0,00 0,00
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 487.732,68 0,00 84.140,79
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
5. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
6. Genossenschaftsanteile 240,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 504.898,85 0,00 84.140,79
Summe Anlagevermögen 55.256.034,07 0,00 1.860.751,04
Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.291,35 39.240,00 3.018.224,60
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 29.968.439,83
3. Geleistete Anzahlungen 51.385,00 -39.240,00 98.095,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 55.676,35 0,00 33.084.759,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 253.943,50 0,00 7.806.273,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 184,18 0,00 590.015,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 643.363,97 156.257,91 13.995.183,24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.536,48 -156.257,91 88.809,37
Summe Sachanlagen 907.028,13 0,00 22.480.281,06
III. Finanzanlagen
1. Abteile an verbundenen Ubnternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 16.926,17
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 4.520,05 0,00 567.353,42
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
5. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
6. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 240,00
Summe Finanzanlagen 4.520,05 0,00 584.519,59
Summe Anlagevermögen 967.224,53 0,00 56.149.560,58
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2019 Zugänge lt. Erstkonsolidierung Abschreibungen lfd. Jahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.113.692,61 0,00 303.933,28
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.217.985,36 0,00 2.967.562,71
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 16.331.677,97 0,00 3.271.495,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.201.863,64 0,00 295.558,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 417.514,39 0,00 35.106,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.774.031,74 0,00 1.522.099,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 10.393.409,77 0,00 1.852.764,50
III. Finanzanlagen
1. Abteile an verbundenen Ubnternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 534,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
5. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
6. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 534,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 26.725.621,74 0,00 5.124.260,49
Abgänge Umbuchungen Abschreibungen kumuliert 31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.289,35 0,00 2.413.336,54
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 17.185.548,07
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.289,35 0,00 19.598.884,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 1.497.422,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 35.729,88 452.620,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 593.514,96 -35.729,88 9.702.616,23
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 593.514,96 0,00 11.652.659,31
III. Finanzanlagen
1. Abteile an verbundenen Ubnternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 534,00
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
5. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
6. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 534,00
Summe Anlagevermögen 597.804,31 0,00 31.252.077,92
Buchwert 31.12.2019 Buchwert 31.12.2018
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 604.888,06 657.125,29
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.782.891,76 15.732.311,66
3. Geleistete Anzahlungen 98.095,50 70.585,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 13.485.875,32 16.460.021,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.308.851,31 6.858.353,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 137.394,06 161.133,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.292.567,01 4.375.382,35
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 88.809,37 171.156,08
Summe Sachanlagen 10.827.621,75 11.566.025,53
III. Finanzanlagen
1. Abteile an verbundenen Ubnternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 16.392,17 16.392,17
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 567.353,42 487.732,68
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
5. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
6. Genossenschaftsanteile 240,00 240,00
Summe Finanzanlagen 583.985,59 504.364,85
Summe Anlagevermögen 24.897.482,66 28.530.412,33

Konzernkapitalflussrechnung der R + S Beteiligungs GmbH, Fulda, für das Geschäftsjahr 2019

2019 2018
TEUR TEUR
+ Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnis nicht beherrschender Anteile -2.231 -23.881
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.124 4.610
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -5.625 6.668
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -47 7
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 30.158 8.010
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -8.778 7.479
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 65 -23
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 3.895 2.499
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -5.492 670
-/+ Ertragsteuerzahlungen -1.551 5.296
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 15.518 11.335
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -330 -599
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 207 101
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.428 -1.719
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 5.000
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -62 -5.000
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -9 -1.694
+ Erhaltene Zinsen 617 352
+ Erhaltene Dividenden 121 35
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -884 -3.524
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 0 12
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 1.630 5.000
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -16.408 -3.220
- Gezahlte Zinsen -4.511 -2.863
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -19.289 -1.071
+ Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -4.655 6.739
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 123
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 8.640 1.778
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.985 8.640

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr Veränderungen des Konzerneigenkapitals im Zeitraum 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnvortrag
Euro Euro Euro
Konzernbilanz zum 1. Januar 2018 50.000,00 17.848.754,84 0,00
Eigene Anteile 0,00 0,00 0,00
Rückkauf eigene Anteile 0,00 0,00 0,00
Konzernergebnis lfd. Jahr 0,00 0,00 0,00
Verwendung für Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernbilanz zum 1. Januar 2019 50.000,00 17.848.754,84 0,00
Eigene Anteile 0,00 0,00 0,00
Rückkauf eigene Anteile 0,00 0,00 0,00
Konzernergebnis lfd. Jahr 0,00 0,00 0,00
Verwendung für Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019 50.000,00 17.848.754,84 0,00
Jahresüberschuss Konzernbilanzgewinn Anteile fremder Gesellschafter Summe Eigenkapital
Euro Euro Euro Euro
Konzernbilanz zum 1. Januar 2018 0,00 7.264.973,99 1.365.649,99 26.529.423,82
Eigene Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Rückkauf eigene Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernergebnis lfd. Jahr 0,00 -23.764.497,22 -116.088,88 -23.880.586,10
Verwendung für Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 -453.420,74 -453.420,74
Konzernbilanz zum 1. Januar 2019 0,00 -16.499.523,23 796.185,37 2.195.416,98
Eigene Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Rückkauf eigene Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernergebnis lfd. Jahr 0,00 -2.018.424,09 -212.503,83 -2.230.927,92
Verwendung für Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 -125.234,07 -125.234,07
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019 0,00 -18.517.947,32 458.447,47 -160.745,01

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019

1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Konzernstruktur

Die R+S-Group mit der Zentrale in Fulda ist bundesweit einer der größten Komplettanbieter auf dem Gebiet der Gebäudetechnik. Die Obergesellschaft des Konzerns bildet die R + S Beteiligungs GmbH, deren Unternehmensgegenstand die Verwaltung von Beteiligungen sowie Erbringung von Dienstleistungen für Gesellschaften ist, an denen eine direkte oder indirekte Beteiligung besteht. Die Erbringung der entgeltlichen Dienstleistungen wird in Managementverträgen zwischen der R + S Beteiligungs GmbH (vormals M. Röhner Beteiligungs GmbH) und der R+S Group AG, die den Kern der Center-Services darstellt, geregelt. Die Kosten werden in Form von Konzernumlagen weiterberechnet. Die wirtschaftliche Entwicklung der R+S-Group und damit auch der R + S Beteiligungs GmbH wird maßgeblich durch die direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestimmt.

Die R+S-Group tritt als Komplettanbieter in der Gebäudetechnik in den Geschäftsfeldern Elektro-, Industrie-, Daten-, Sicherheits- und Kommunikationstechnik auf. Zusammen mit den Bereichen Energie- und Steuerungstechnik, Heizungs-/Klima-/Lüftungs-/Sanitärtechnik und Projektentwicklung/Revitalisierung sind wir in der Lage, das komplette Leistungsspektrum in der Gebäudetechnik anzubieten. Durch die R + S Stolze GmbH mit Sitz in Lübeck decken wir zusätzlich den Geschäftsbereich Elektrotechnik im Schiffbau ab. Im Geschäftsbereich Handel sind wir als Elektrofachhandel sowohl für Geschäfts- als auch Privatkunden tätig.

Die Rübsam-Gruppe verantwortet mit ihrer seit über 25 Jahren kontinuierlich aufgebauten Kompetenz den Personalservice durch die Arbeitnehmerüberlassung qualifizierter technischer Fachkräfte. Die Franke + Pahl GmbH konzentriert sich innerhalb der R+S-Group auf den Geschäftsbereich Industriedienstleistungen.

Die R+S-Group bietet ihre Leistungen in Fulda, Bad Salzungen, Berlin, Bremen, Darmstadt, Eching (München), Erfurt, Frankfurt, Gießen, Hamburg, Hanau, Hannover, Kaltenkirchen, Kassel, Kiel, Kleinheubach, Lübeck, Mannheim, Nürnberg, Radebeul (Dresden), Remscheid, Rostock, Schkeuditz (Leipzig), Sörgenloch (Mainz) und Stuttgart an. An folgenden Standorten betreiben wir Ausbildungsstätten von Fachkräften und rekrutieren darüber hinaus ausländische Fachkräfte: Banja Luka (Bosnien und Herzegowina), Budapest (Ungarn), Novi Sad (Serbien), Slavonski Brod (Kroatien), Wroclaw (Polen).

Geschäftsführer der R + S Beteiligungs GmbH im Geschäftsjahr 2019 waren Herr Markus Röhner, Fulda (bis 18.12.2019), Herr Matthias Heck, Waldeck (bis 18.12.2019), Herr Ralph Burkhardt, Gersfeld (seit 20.11.2019) und Herr Rudolf Mennigen, Weinbach (seit 18.12.2019). Der Mitarbeiterstand zum 31.12.2019 belief sich auf insgesamt 3.096 (Vorjahr 3.474) Mitarbeiter. Darunter befanden sich 262 (Vorjahr 295) Auszubildende.

Für die R+S-Group ist der andauernde Fachkräftemangel, die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte und deren Weiterbildung weiterhin ein kritisches und strategisch wichtiges Thema. Unter anderem in den Personalthemen Recruiting und Weiterbildung übernimmt die Rübsam-Gruppe nach wie vor eine wichtige Position innerhalb der R+S-Group.

Die R+S-Akademie bietet uns zusätzlich die Möglichkeit, unsere Fachkräfte gezielt und bedarfsgerecht zu schulen. Hierbei hat sich eine starke Kooperation zwischen der R+S-Akademie und der WBZ - Weiterbildung mit Zukunft GmbH & Co. KG entwickelt, die mit einer Integration der Akademie in die Struktur der WBZ sich vollzog. Für unsere Kunden bedeutet das, dass wir auf technische Neuerungen und auch auf deren spezielle Anforderungen schnell und flexibel reagieren können.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Wachstumsraten und Wachstumsaussichten der Weltwirtschaft haben sich nach den Einschätzungen der OECD im OECD-Wirtschaftsausblick (AUSGABE 2019/2) in den letzten zwei Jahren kontinuierlich verschlechtert. Die Weltwirtschaft ist in 2019 nach 3,7 % des Vorjahres deutlich geringfügiger nämlich um 2,9 % gewachsen. Die projizierten Wachstumsraten der Folgejahre 2020-2021 werden weiterhin unter 3,0% liegen. Die größte Sorge ist jedoch, dass sich die Aussichten kontinuierlich weiter verschlechtern - nicht so sehr aufgrund etwaiger Konjunkturschocks, sondern aufgrund nicht bewältigter struktureller Herausforderungen.

Bereits im dritten Quartal 2018 hat sich ein deutlich schwächeres Wachstum der Wirtschaft im Euroraum gegenüber den Vorjahren abgezeichnet und es wird unverändert fortgesetzt. Das Wirtschaftswachstum 2019 ist unter dem Niveau von 2015. Mit 1,2 % auf Basis des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegt es erneut unter dem Vorjahresniveau von 1,8 %.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2019 um 0,6 % höher als im Vorjahr. Das Wachstum hat in 2019 erheblich an Schwung verloren. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP deutlich stärker gestiegen, 2017 um 2,5 % und 2018 um 1,5 %. Verglichen mit dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von +1,3 % ist die deutsche Wirtschaft 2019 wesentlich schwächer gewachsen.

Die positive wirtschaftliche Wachstumsdynamik wurde vor allem durch die Binnenwirtschaft getragen. Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 1,6 % höher als ein Jahr zuvor und die Konsumausgaben des Staates stiegen um 2,5 %. Auch die Bruttoanlageinvestitionen sind kräftig gestiegen: In Bauten wurde preisbereinigt 3,8 % mehr investiert als ein Jahr zuvor. Besonders stark war der Anstieg im Tiefbau und im Wohnungsbau. Die sonstigen Anlagen, zu denen unter anderem die Investitionen in Forschung und Entwicklung gehören, lagen mit +2,7 % ebenfalls weit über dem Vorjahresniveau. Die Ausrüstungsinvestitionen - darunter fallen hauptsächlich Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - entwickelten sich dagegen weniger dynamisch und stiegen nur um 0,4 %. Die preisbereinigten Bruttoinvestitionen insgesamt, zu denen neben den Bruttoanlageinvestitionen noch die Vorratsveränderungen (einschließlich des Nettozugangs an Wertsachen) zählen, gingen 2019 im Vorjahresvergleich um 1,7 % zurück. Der merkliche Vorratsabbau ist unter anderem die Folge einer schwachen Industrieproduktion und gestiegenen Exporten.

Die deutschen Exporte nahmen im Jahresdurchschnitt 2019 weiter zu, aber nicht mehr so stark wie in den Vorjahren: Preisbereinigt exportierte die deutsche Wirtschaft 0,9 % mehr Waren und Dienstleistungen als 2018. Die preisbereinigten Importe stiegen mit +1,9 % stärker.

Den stärksten Zuwachs verzeichnete das Baugewerbe mit einem Plus von 4,0 %. Überdurchschnittlich entwickelten sich auch die Dienstleistungsbereiche Information und Kommunikation sowie die Finanz- und Versicherungsdienstleister mit jeweils +2,9 %. Im Gegensatz dazu gab es in weiten Teilen der Industrie starke Rückgänge: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe ohne Bau, das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, ging um 3,6 % zurück Insbesondere die schwache Produktion in der Automobilindustrie trug zu diesem Rückgang bei.

Branchenbezogene Geschäftsfelder

Bauindustrie

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie meldete für das Jahr 2019 einen herausragenden Umsatz von 135 Mrd. Euro, was ein Umsatzwachstum von nominal 6,7 % bedeutet. Das war der höchste gesamtdeutsche Wert. Der starke Anstieg ist auch auf gestiegene Baupreise (+ 4,8 %) zurückzuführen. Neben höheren Preisen für Bauprodukte hat dazu auch die deutliche Tariflohnerhöhung im Jahr 2018 beigetragen.

Die Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten meldeten ein Umsatzplus von nominal 8,2 %. Der Hauptverband führt die überdurchschnittliche Entwicklung gegenüber der gesamten Branche darauf zurück, dass die kleineren Baubetriebe mit 1 bis 19 Beschäftigten mittlerweile an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen sind.

Für die kleineren Betriebe des Bauhauptgewerbes mit bis zu 19 Beschäftigten ist der Wohnungsbau die dominierende Bausparte. Auf ihn entfallen nahezu zwei Drittel des Umsatzes. Da diese Betriebe zur Auftragseingangsstatistik im Bauhauptgewerbe nicht meldepflichtig sind, ist der Wohnungsbau in dieser Statistik deutlich unterrepräsentiert.

Mit der wachsenden Betriebsgrößenklasse geht die Bedeutung des Wohnungsbaus drastisch zurück, bei den größeren Betrieben des Bauhauptgewerbes mit 200 und mehr Beschäftigten machte er im Juni 2019 nur knapp 14 % des Umsatzes aus. In dieser Kategorie überwiegt der Wirtschaftsbau mit einem Anteilswert von 50 %.

Die Bausparte Wohnungsbau hat nach wie vor von den niedrigen Hypothekenzinsen, der guten Arbeitsmarktlage, dem steigenden Wohnraumbedarf aufgrund der zunehmenden Bevölkerungswanderung und dem Wunsch von Kapitalanlegern nach einer wertbeständigen Investition profitiert und verzeichnet ein Wachstum von 5,1 % gegenüber dem Vorjahr.

Am dynamischsten hat sich der Wirtschaftsbau entwickelt, der um 9,0 % über dem Vorjahresniveau lag. Der Umsatz in diesem Sektor betrug bei den Betrieben des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten 32,9 % ihres Jahresumsatzes. Hier machen sich die steigenden Investitionen der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes und der Dienstleister bemerkbar. In den Betrieben mit 50 und mehr Beschäftigten überwiegt der Wirtschaftsbau im März 2019 mit einem Anteil von 40,5 % ihres Jahresumsatzes.

Auch der Öffentliche Bau schloss das Baujahr in den Betrieben des Bauhauptgewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten mit einem Anteil von rund 36,5 % an dem Gesamtumsatz dieser Sparte gut ab. Bei den Betrieben mit 200 und mehr Beschäftigten betrug der Anteil 49,4 %.

"Die BAUINDUSTRIE ist sehr optimistisch und mit vollen Auftragsbüchern in das Baujahr 2020 gestartet. Sie hat, auch während des coronabedingten Lockdowns, ihre Leistungsfähigkeit als Motor der deutschen Volkswirtschaft eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dennoch erwarten wir für 2020 eine nominale Stagnation des baugewerblichen Umsatzes, d.h. real einen Rückgang um 3 %. Die Corona-Pandemie wird damit auch in unserer Branche deutliche Spuren hinterlassen." Mit diesen Worten bewertet der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Peter Hübner, die durch die Folgen der Corona-Pandemie stark eingetrübte baukonjunkturelle Aussicht des Verbandes auf das Geschäftsjahr 2020. Er geht allerdings davon aus, dass die Beschäftigtenzahlen in der Branche mit 870.000 stabil bleiben werden.

Im Vorjahresvergleich war der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im April 2020 kalenderbereinigt 5,3 % niedriger. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank der reale Auftragseingang in den ersten vier Monaten des Jahres 2020 kalenderbereinigt um 3,6 %. Neben Basiseffekten aufgrund der außergewöhnlich hohen Auftragseingänge zum Jahresbeginn 2019 kann für diese Entwicklung auch ursächlich sein, dass Unternehmen geplante Bauvorhaben aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit in der Corona-Krise zurückgestellt haben.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima im Juni 2020 verbessert - wenn auch nicht mit dem Ausschlag wie der allgemeine ifo-Geschäftsklimaindex. Zurückzuführen ist der Aufwärtstrend erneut auf die weniger pessimistischen Erwartungen. Auch bewerteten die Baufirmen ihre aktuelle Lage im Vergleich zum Vormonat wieder etwas besser.

Zeitarbeit

Die Bundesagentur für Arbeit hat im Januar 2020 im Rahmen der Arbeitsmarktberichterstattung die Broschüre "Blickpunkt Arbeitsmarkt - Aktuelle Entwicklungen der Zeitarbeit" veröffentlicht, auf die im Folgenden Bezug genommen wird.

Der Anteil der Leiharbeitnehmer an der Gesamtbeschäftigung liegt in 2019 bei knapp 2,5 %. Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und ist daher ein Frühindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt.

In 1993 gab es 114.000 Leiharbeitnehmer, 5 Jahre später hatte sich die Zahl verdoppelt und im Juni 2017 waren 1.010.000 Leiharbeitnehmer in Deutschland beschäftigt. Im gleitenden Jahresdurchschnitt Juli 2017 bis Juni 2018 gab es in Deutschland etwas mehr als eine Million Leiharbeitnehmer. Per Ende Juni 2019 kam die Zahl der Leiharbeitnehmer auf 0,95 Millionen.

Über 93 % waren sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr sank ihre Zahl um 83.000 (-9 %). Mit einem Anteil von 71 % (672.000) stellten Männer unverändert das Gros der Zeitarbeitnehmer, der Anteil der Frauen betrug 29 % (276.000). Dagegen ist das Geschlechterverhältnis bei den Beschäftigten insgesamt nahezu ausgeglichen.

Fast die Hälfte der Männer ist in Produktionsberufen tätig. Ein gutes Drittel arbeitet in sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungsberufen Frauen arbeiten hingegen vor allem in Dienstleistungsberufen. Mit jeweils gut einem Viertel stehen die Personenbezogenen Dienstleistungsberufe und die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungsberufe an der Spitze. Ein knappes Viertel der Leiharbeitnehmerinnen arbeitet in kaufmännischen und unternehmensbezogenen Dienstleistungsberufen. Bei männlichen wie weiblichen Leiharbeitnehmern ging der Rückgang vor allem auf Produktionsberufe zurück (Männer -42.000 bzw. -11 %; Frauen -11.000 bzw. -17 %).

Die Arbeitnehmerüberlassung ist durch eine große Zahl begonnener und beendeter Beschäftigungsverhältnisse geprägt. Im ersten Halbjahr 2019 begründeten insgesamt 677.000 Arbeitnehmer ein Arbeitsverhältnis mit einem Verleiher. Nach Anstiegen bis zum 1. Halbjahr 2018 auf den Höchststand von 777.000 begonnenen Beschäftigungsverhältnissen liegt deren Zahl aktuell mit -13 % deutlich unter dem Niveau des Vorjahres.

Die Mehrzahl der Zeitarbeitnehmer ist unter 35 Jahre. Während ein Drittel aller Beschäftigten jünger als 35 Jahre ist, beträgt die entsprechende Quote bei Zeitarbeitnehmern 49 %. Dagegen ist lediglich jeder achte Leiharbeitnehmer 55 Jahre oder älter. Bei allen Beschäftigten ist in etwa jeder Vierte so alt. Bei den Leiharbeitnehmern ist der Anteil der Personen ohne Berufsabschluss mit 31 % fast doppelt so hoch wie der entsprechende Anteil von 16 % bei allen Beschäftigten.

Im Juni 2019 gab es in Deutschland 51.100 Verleihbetriebe. Im Vergleich zum Vorjahr ist ihre Anzahl um 1.200 (-2,4 %) gesunken. Von allen Verleihbetrieben hatten 11.600 bzw. 23 % den Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung. Der Wert lag damit geringfügig unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Der Rückgang bei den Verleihbetrieben ist zum überwiegenden Teil auf die Entwicklung bei den Mischbetrieben zurückzuführen. Deren Zahl verringerte sich gegenüber Juni 2018 um fast 1.100 (-2,8 %) auf 39.500.

Gut drei Viertel aller Verleihbetriebe beschäftigten weniger als zehn Leiharbeitnehmer. In 14 % der Betriebe arbeiteten 10 bis 49 Zeitarbeitnehmer und 10 % beschäftigten 50 oder mehr Leiharbeitnehmer. Seit 2016 sind die Anteile der Betriebsgrößenklassen weitestgehend konstant.

Handel

Mit einem Plus von 11,6 % auf 72,6 Mrd. Euro ist der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce im Jahr 2019 weiterhin zweistellig gewachsen. Die Top 5 der Kategorien nach Wachstum wird von der Kategorie "Lebensmittel" mit dem stärksten Wachstum von 17,3 % angeführt. Haushaltswaren & -geräte sind mit 15,3 % auf dem 2. Platz, gefolgt von den Haus- & Heimtextilien mit 14,2 %.

Aus den Daten der Jahrespräsentation "Jahresgespräch 2020" des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) zeigt sich, dass die Pure-Player um 10,7 % bzw. mehr als 1 Mrd. Euro zusätzlichen Umsatz auf 10,8 Mrd. Euro zulegen konnten. Multichannel-Händler wuchsen am stärksten mit 13,3 % ebenfalls zweistellig. Ihre Umsätze sind auf 25,7 Mrd. Euro gestiegen. Die Online-Marktplätze konnten ihr Volumen in 2019 um 10,8 % auf 33,9 Mrd. Euro steigern und bleiben der größte Vertriebskanal im deutschen E-Commerce.

Für den Gesamtmarkt des Interaktiven Handels mit Waren und Dienstleistungen rechnet der bevh mit einem Brutto-Umsatz von mehr als 100 Mrd. Euro. Der E-Commerce-Umsatz mit Waren wird voraussichtlich rund 80 Mrd. Euro brutto (+10 %) erreichen.

Schiffbau

Die Folgen des seit 2008 fast kontinuierlich sinkenden globalen Auftragsbestands sind eine unzureichende Auslastung der Produktionskapazitäten vieler Werften. Konsolidierung ist ein ständiges Thema. Die weltweite Produktion von Neubauten schrumpfte in den letzten neun Jahren um mehr als ein Drittel gemessen in CGT. Die Lage ist insbesondere in Asien dramatisch. Laut der chinesischen und koreanischen Branchenverbände standen 2019 allein in diesen beiden Ländern im Vergleich zu 2011 rund 350.000 Menschen weniger auf den Lohnlisten der Werften.

Der Ausbruch der Pandemie hat den Weltschiffbau in einer denkbar schlechten Verfassung getroffen. 2019 prägte ein weiteres Jahr mit schwacher Nachfrage den Weltschiffbau. Die Auftragseingänge fielen mit 21 Mio.

CGT um fast 30% geringer aus als im Vorjahr und blieben rund 40% hinter den weltweiten Ablieferungen von rund 34 Mio. CGT. Das Schrumpfen des globalen Auftragsbuchs setzte sich damit auch in 2019 weiter fort. Bis Ende Dezember 2019 sank der Auftragsbestand auf 79,7 Mio. CGT, 6% weniger als Ende 2018. China ist dabei weiterhin führend und hält einen Marktanteil von 34%. Es folgen Südkorea (26%), Japan (15%) und Europa (EU28 + Norwegen) (15%). Die bestehenden Überkapazitäten in den meisten Frachtschiffsektoren samt sich nur verhalten erholender Frachtraten hielten die Nachfrage nach neuen Schiffen auf einem niedrigen Niveau. Eine Trendwende ist bisher nicht in Sicht.

Mit einer geringen Zahl an neuen Aufträgen und massiven unausgelasteten Produktionskapazitäten der Werften bieten einige Werften ihre Leistungen zu Dumpingpreisen an, um im Wettbewerb bestehen zu können. So lag der Newbuilding-Price-Index von Clarksons Research Ende 2019 bei 130 Punkten (178 Punkte in 2008) und verharrt damit das elfte Jahr infolge auf dem Niveau von 2003, als hätten sich 16 Jahre Lohnkostensteigerungen und sonstige Inflation in Luft aufgelöst. Durch Angebotspreise unterhalb der Gestehungskosten wird eine Erholung der Märkte auf ein nachhaltiges Niveau verhindert. Das globale Wettbewerbsumfeld der Schiffbauindustrie wird immer härter.

B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Konzern setzen sich unter anderem wie folgt zusammen: Elektrotechnik Gebäude Euro 85,1 Mio. (Vorjahr Euro 117,3 Mio.), Elektrotechnik Schiffbau Euro 33,8 Mio. (Vorjahr Euro 16,4 Mio.), Energie- und Steuerungstechnik Euro 30,5 Mio. (Vorjahr Euro 30,6 Mio.), Heizung-Klima-Lüftung-Sanitär Euro 25,3 Mio. (Vorjahr Euro 37,6 Mio.), Projektentwicklung/Revitalisierung Euro 2,5 Mio. (Vorjahr Euro 9,5 Mio.), Handel Euro 69,8 Mio. (Vorjahr Euro 63,7 Mio.), Personalservice/Arbeitnehmerüberlassung Euro 70,7 Mio. (Vorjahr Euro 70,5 Mio.), Industriedienstleistungen Euro 10,3 Mio. (Vorjahr Euro 10,7 Mio.) und übrige Euro 0,8 Mio. (Vorjahr Euro 0,9 Mio.). Die Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr 2019 zu 99 % und somit über Euro 325,4 Mio. im Inland erzielt.

Der Bestand der in Ausführung befindlichen Bauaufträge hat sich um Euro 48,3 Mio. erhöht. Die aktivierten Eigenleistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEuro 237,7 auf TEuro 311,1 vermindert. Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2019 liegt mit Euro 377,4 Mio. um Euro 11,1 Mio. oder 3 % über dem Vorjahr.

Die Materialaufwandsquote hat sich von 50,9 % auf 49,2 % verringert, der Materialaufwand ist in Summe jedoch absolut um TEuro 170 auf Euro 185,8 Mio. gestiegen. Die Steigerung des Materialaufwands resultiert grundsätzlich aus dem Leistungswachstum.

Der Personalaufwand ist insgesamt von Euro 156,9 Mio. (43,0 %) auf Euro 148,5 Mio. (39,3 %) gesunken. Die Quote aus Material- und Personalaufwand ist um 5,4 %punkte auf 88,5 % gesunken (Vorjahr 93,9 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 11,8 % bzw. Euro 44,4 Mio. (Vorjahr 11,1 % bzw. Euro 40,6 Mio.). Der absolute Anstieg resultiert u. a. aus gestiegenen verschiedenen betrieblichen Kosten (+ Euro 4,4 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEuro -772 oder -0,2 % (Vorjahr TEuro -22.654 oder -6,2 %) erwirtschaftet. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf Euro 2,2 Mio., im Vorjahr betrug der Jahresfehlbetrag Euro 23,9 Mio., somit ist eine Veränderung von Euro 21,7 Mio. zu verzeichnen.

Das Geschäftsjahr 2019 verlief nicht zufriedenstellend. Das operative Ergebnis war generell erfolgreich, in Bezug auf die Planerreichung. Jedoch wurde dies überkompensiert durch hohe Aufwendungen im Zusammenhang mit der Notwendigkeit der Erstellung von zwei Sanierungsgutachten und den dadurch resultierenden Rechts- und Beratungsaufwendungen und der Abwertungsnotwendigkeit bei den Handelswarenbeständen.

Die Gesellschaften der R+S-Group in den Geschäftsbereichen Elektrotechnik Gebäude, Elektrotechnik Schiffbau, Energie- und Steuerungstechnik, Heizung-Klima-Lüftung-Sanitär und Projektentwicklung/ Revitalisierung verfügen per Ende Oktober 2020 über einen Auftragsbestand von ca. Euro 177,8 Mio. Per Ende Oktober 2019 lag der Wert bei ca. Euro 221,8 Mio.

Finanzlage

Die R + S Beteiligungs GmbH verantwortet über die R+S Group AG das zentrale Finanz- und Cash- Management der R+S-Group, ist als solches darin integriert und verfügt über ausreichend Liquidität und Substanz, um jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können. Das Guthaben beträgt zum Bilanzstichtag Euro 4,0 Mio. (Vorjahr Euro 8,6 Mio.).

Die R+S-Group hat mit einem Bankenkonsortium eine langfristige Finanzierungsvereinbarung getroffen. Die Finanzierung basiert auf Financial Covenants. Durch unvorhergesehene, hohe Verluste im Bereich Schiffbau wurden an zwei Quartalstichtagen in 2018 Covenantsgrenzen überschritten. Dadurch bedingt erhöhten sich die Finanzierungskonditionen temporär und dem Konzern wurde auferlegt, eine Fortführungsprognose (IDW S6-Gutachten) erstellen zu lassen. Das Gutachten wurde ab Dezember 2018 durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erarbeitet und am 17. Juni 2019 vorgelegt. Das Gutachten bescheinigt eine positive Fortführungsprognose.

Im Sommer 2019 wurden personelle Veränderungen beim Finanzvorstand und dem Leiter Finanzen und Controlling der R+S Gruppe vorgenommen. Die neuen Verantwortlichen erlangten Kenntnis davon, dass in den Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2017 und zum 31. Dezember 2018 einiger Konzerntöchter teilweise manipulierte beziehungsweise unvollständige Daten verarbeitet worden waren. Dies führte zu Überbewertungen von Vermögensgegenständen und Unterbewertungen von Schulden.

Um die Fehler in der Darstellung der Abschlusspositionen zu beheben, wurden die betroffenen Jahresabschlüsse korrigiert und die Änderungen einer Nachtragsprüfung unterzogen, die Anfang 2020 abgeschlossen wurde.

Nach der Feststellung der Bilanzierungsfehler wurde ein weiteres Gutachten zur Fortführungsprognose (IDW S6-Gutachten) für die R+S Gruppe notwendig. Dieses wurde ab November 2019 durch die Struktur Management Partner GmbH, Köln, erstellt und liegt aktuell als finale Version vor. Die Fortführungsprognose ist positiv.

Im Dezember 2020 wurde über die Tochtergesellschaft R+S Group AG ein Konsortialkreditvertrag in Höhe von Euro 61,8 Mio. mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) als Konsortialführer abgeschlossen. Die Vertragslaufzeit ist bis 31. Dezember 2023 befristet. Durch diese Konzernfinanzierung ist die R+S-Group finanziell sehr gut aufgestellt. Die freie Kreditlinie beträgt zum Stichtag 31.12.2019 Euro 56,1 Mio. Der Vertrag kann unter anderem bei verschuldetem Zahlungsverzug der R+S-Group gegenüber dem Bankenkonsortium, Einleitung des Insolvenzverfahrens gegen eine wesentliche Gesellschaft der R+S-Group und Kontrollwechsel der kontrollierenden Gesellschafter an der Obergesellschaft gekündigt werden.

Die Kapitalflussrechnung als Instrument des Rechnungswesens erläutert die Ein- und Auszahlungen eines Geschäftsjahres und ermittelt die Liquidität zum Periodenstichtag.

Der Cashflow des R + S-Konzerns aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr in der Summe Euro 15,5 Mio. (Vorjahr Euro 11,3 Mio.). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beziffert einen Finanzmittelabfluss in Höhe von Euro -0,9 Mio. (Vorjahr Euro -3,5 Mio.) im Berichtsjahr. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf Euro -19,3 Mio. (Vorjahr Euro -1,1 Mio.).

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
Liquide Mittel 3.984.752,16 8.640.031,36
Kontokorrentverbindlichkeiten 0 0
3.984.752,16 8.640.031,36

Vermögenslage

Der Rückgang der Bilanzsumme um Euro 29,5 Mio. auf Euro 124,6 Mio. resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung der mit erhaltenen Anzahlungen saldierten in Ausführung befindlichen Bauaufträge um Euro 21,6 Mio. und aus der Reduzierung der sonstigen Rückstellungen sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um insgesamt Euro 8,6 Mio.

Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge belaufen sich netto - saldiert mit den erhaltenen Anzahlungen - auf Euro 13,5 Mio. (Vorjahr Euro 35,1 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahresniveau von Euro 55,1 Mio. auf Euro 49,5 Mio. leicht gesunken.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um Euro 1,0 Mio. im Wesentlichen durch die Zunahme der Forderungen aus Boni auf rund Euro 15,0 Mio. gestiegen.

Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote beträgt im Berichtsjahr 2019 5,8 % und liegt bei gesunkener Bilanzsumme unter dem Vorjahreswert (Vorjahr 6,2 %).

Die sonstigen Rückstellungen sind vorwiegend auf Grund geringerer Rückstellungen für Personalkosten und Rückstellungen für Nachlaufkosten von Euro 26,0 Mio. auf Euro 20,3 Mio. gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken von Euro 63,0 Mio. auf Euro 48,2 Mio.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr von Euro 33,9 Mio. auf Euro 31,0 Mio. gesunken.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken von Euro 24,4 Mio. auf Euro 22,2 Mio.

Zur weiteren Darstellung der Vermögenslage verweisen wir auf die beiliegende Bilanz.

C. Nachtragsbericht

An dieser Stelle wird auf den Anhang verwiesen.

D. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die R+S-Group führt keine klassische Forschung und Entwicklung durch. Es erfolgt eine anwenderorientierte Fortentwicklung von Technologien.

E. Chancen- und Risikenbericht, Prognose

Risiken

Die Geschäftspolitik der R+S-Group hat das Ziel, den Bestand der Unternehmensgruppe zu sichern, dauerhaft risikoadäquate Renditen zu erwirtschaften und den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Zur Erreichung dieses Ziels erfordern unsere Geschäftsaktivitäten ein permanentes, verantwortungsvolles Identifizieren und Abwägen von Risiken und Chancen. Unter Risiken verstehen wir das potenzielle Eintreten interner wie externer Ereignisse, die das Erreichen unserer kurzfristigen und strategischen Ziele negativ beeinflussen und im Extremfall zu einer Bestandsgefährdung führen können. Die Gesamtverantwortung für ein effektives Chancen- und Risikomanagement trägt die Geschäftsführung, insofern ist dieses integraler Bestandteil der Unternehmensführung.

Wesentliche Aufgabe des Risikomanagements ist die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Kommunikation von Risiken. Zur Unternehmenssteuerung und Risikominimierung sind prozessintegrierte und -unabhängige, reagible und differenzierte Kontrollinstrumentarien- und -mechanismen im Risikomanagementsystem der R+S-Group vorhanden. Auf etwaige auftretende Risiken kann hiermit kurzfristig reagiert werden.

Die mit den Verlusten im Bereich Schiffbau entstandene Risiken wurden durch die Geschäftsführung eingeschätzt, notwendige Sicherungsmaßnahmen eingeleitet und im Jahr 2018 entsprechende Vorsorgen getroffen. In den Stellungsnahmen im Zusammenhang mit dem Fortführungsgutachten wurde die Einschätzung der Geschäftsführung bestätigt. Derzeit sind aus Sicht der Geschäftsführung bestandsgefährdende Risiken weder vorhanden noch erkennbar.

Ein weiterhin schwieriges und kritisches Thema ist der Fachkräftemangel in unserer Branche. Mit den eigenen Rekrutierungs- und Schulungszentren in Osteuropa steuert die R+S-Group dieser Herausforderung entgegen.

Die Risiken auf der Absatzseite sind aufgrund der erreichten Marktposition der R+S-Group und bundesweiten Präsenz begrenzt und kalkulierbar. Die Beschaffungsseite ist durch volatile Rohstoffpreise geprägt. Der Zentraleinkauf der R+S-Group beobachtet die Preisentwicklungen aufmerksam und trifft ggf. langfristige Beschaffungsvereinbarungen, um diesem Risiko zu begegnen und eine kostensichere Kalkulation zu gewährleisten, die ansonsten gestiegene Einstandspreise in Form höherer Kalkulationsansätze berücksichtigt. Zum Teil werden zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken gezielt derivative Finanzinstrumente bei der R+S Group AG eingesetzt. Die Sicherungsinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Spekulationszwecken eingesetzt.

Sonstige rechtliche Risiken sind durch Versicherungen wirtschaftlich sinnvoll abgedeckt.

Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Situation in Folge der Corona-Pandemie weiter abkühlen, ist von deutlichen Umsatzrückgängen auszugehen. Eine verlässliche und abschließende Risikoeinschätzung ist derzeit jedoch aufgrund der unsicheren Entwicklung der Corona-Pandemie nicht möglich. Das Ausmaß der Auswirkungen, vor allem auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns, kann nicht genau beziffert werden und wird maßgeblich von der Dauer und dem Ausmaß der Krise beeinflusst werden.

Chancen

Chancen sehen wir in unserer klaren strategischen Positionierung am Markt als Komplettanbieter in der Gebäudetechnik mit der Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen Elektro-, Industrie-, Daten-, Sicherheits- und Kommunikationstechnik. Megathemen wie Energiewende, -verteuerung und - effizienz, Nachhaltigkeit, Urbanisierung und Digitalisierung bedeuten für unsere relevanten Märkte einen stetig steigenden Bedarf an hochwertiger und intelligenter Gebäudetechnik. Diese Entwicklung betrifft sowohl Neubauten als auch die Sanierung bestehender Objekte.

Eine zentrale Aufgabe der Konzernleitung zur Sicherstellung weiteren erfolgreichen Wachstums ist die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte. Hierzu sind in der R+S-Group diverse Konzepte und Maßnahmen in Umsetzung wie z. B. Schulungsmaßnahmen durch die R+S-Akademie, da motivierte und hochqualifizierte Mitarbeiter ein immer wichtiger werdender Erfolgsfaktor sind.

Wir sehen die Kontinuität des Erfolges unseres Unternehmens positiv und auch zukünftig gesichert. Generelles oberstes Ziel ist unverändert die Erzielung eines profitablen Wachstums zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Wir arbeiten daher konsequent an der Optimierung unserer Systeme und Prozesse und richten alle weiteren Ziele an der Erhaltung und Stärkung der Ertragskraft aus.

Prognose

Für das Geschäftsjahr 2020 wird auf Grund der getroffenen Annahmen mit einem Jahresfehlbetrag von Euro -13,8 Mio. deutlich unter dem Vorjahr gerechnet. In der TGA sind derzeit Corona Einflüsse primär in Form von Bauzeitverschiebungen zu verzeichnen, sodass sich Gesamtleistungen verschieben. Bezüglich der Auftragslage deuten Marktstudien eine Investitionsunsicherheit bei Industriekunden eher im Jahr 2021 an. Das Investitionsverhalten der öffentlichen Auftraggeber kann z. Zt., trotz steigendem ifo Geschäftsklimaindex, noch nicht verlässlich eingeschätzt werden. Im Bereich Personaldienstleistungen sind Corona-induzierte Defizite zu verzeichnen. Hier werden Mitarbeiter weiterhin in Kurzarbeit gesendet. Laut IGZ (Interessensgemeinschaft Deutscher Zeitarbeitsunternehmen) sind fast 90% Zeitarbeitsunternehmen von Auftragseinbußen betroffen. Der Bereich Handel verzeichnet derzeit keinerlei negative Einflüsse durch die Corona-Pandemie und liegt im Umsatz und im Ergebnis voll auf Plan.

 

Fulda, 10.12.2020

R + S Beteiligungs GmbH

Herr Ralph Burkhardt, Geschäftsführer

Herr Rudolf Menningen, Geschäftsführer

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die R + S Beteiligungs GmbH, Fulda

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der R + S Beteiligungs GmbH, Fulda, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der R + S Beteiligungs GmbH, Fulda, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) fest- gestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Frankfurt, 10. Dezember 2020

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Marcus Grzanna, Wirtschaftsprüfer

Dr. Volker Hecht, Wirtschaftsprüfer

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