Doctor Placement GmbHLiquidiert

Frankfurter Allee 31A, 10247 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 153238
Vorher
Blitz 18-375 GmbH
Eingetragen
13.3.2018
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen jeglicher Art, der Erwerb, das Halten und Verwalten von sonstigen Vermögensgegenständen, die Übernahme der persönlichen Haftung, der Geschäftsführung und die Vertretung von Gesellschaften sowie die Erbringung von Dienstleistungen an verbundene Unternehmen und Dritte, insbesondere in Bezug auf das strategische Management, das Finanzwesen, das Personalwesen und sonstige Dienstleistungen. Ausgenommen sind Bankgeschäfte oder erlaubnispflichtige Finanzdienstleistungen nach dem Kreditwesengesetz.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Cai-Nicolas Ziegler
seit 5.5.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Doctor Placement GmbH

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht 2021

Generelle Hinweise

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir das traditionelle generische Maskulinum, z. B. "der Arzt". Wir meinen immer alle Geschlechter im Sinne der Gleichbehandlung. Die Unternehmensgruppe mit der Doctor Placement GmbH, Hamburg ("DP GmbH"), als Muttergesellschaft, wird im Folgenden auch "DP Gruppe" genannt.

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1 Vorbemerkungen

Die Geschäftstätigkeit der DP Gruppe umfasst die unbefristete und befristete Arbeitnehmerüberlassung (im Rahmen der Bestimmungen des Gesetzes zur Regelung der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung (AÜG)) und die Personalvermittlung von Ärzten und Pflegefachkräften an Kliniken, Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen sowie vergleichbarer Einrichtungen, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Die DP GmbH hat im Jahr 2018 Beteiligungen an sechs inländischen und einer ausländischen Tochter erworben. Im Jahr 2021 hat die DP GmbH zudem Beteiligungen an drei inländischen Töchtern erworben sowie eine ausländische Tochter gegründet. Durch die Erwerbe ist die Gruppe zusätzlich im Bereich Entwicklung, Vermarktung und Vertrieb von Software- und Hardwarelösungen sowie Service- und Beratungsdienstleistungen für Ressourcen- und Dienstplanung aktiv geworden.

Für die Abbildung des Erwerbs verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang des Konzernabschlusses 2021.

1.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft wuchs, speziell nach der Rezession in 2020, im Geschäftsjahr 2021 wieder. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020 (auch kalenderbereinigt). Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP in 2021 noch um 2,0 % niedriger 1 .

Nachdem der ifo Geschäftsklimaindex im Jahresdurchschnitt 2020 mit 89,1 Punkten deutlich unter dem Wert von 2019 lag (97,1), konnte er sich 2021 wieder erholen und lag mit 97,3 sogar etwas über dem Vor-Pandemie-Wert 2 .

Hochrechnungen ergeben, dass das preisbereinigte BIP des Euroraums 2021 ein Wachstum von 5,2% verzeichnete. Vor allem stabilisierte sich die Entwicklung nach starken Schwankungen im Jahr 2020. Im vierten Quartal legte der BIP im Vorjahresvergleich um 4,6% im Euroraum und 4,8% in der EU zu. Ähnlich fiel bereits das Wachstum im Vorjahresvergleich im dritten Quartal aus (3,9% Euroraum; 4,1% EU) 3 .

Die durch die Pandemie bedingte wirtschaftliche Situation sowie die zugehörige Einschätzung der Marktentwicklung und der Entwicklung auf das Geschäft der DP Gruppe haben wir im Risikobericht (3.2) und Prognosebericht (4.) näher dargestellt.

Im Jahresdurchschnitt 2021 waren rund 44,9 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2021 auf gleichem Niveau (+7 000 Personen; 0,0 %) wie im Vorjahr. Im Jahr 2020 hatte die Corona-Krise den zuvor über 14 Jahre anhaltenden Anstieg der Erwerbstätigkeit beendet und zu einem Rückgang um 370 000 Personen (-0,8 %) geführt 4 .

Die Auswirkungen der Corona-Krise spiegeln sich auch in den Zahlen zur Leiharbeit wider. Für den gesamten Wirtschaftszweig der Zeitarbeit zeigten sich seit Frühjahr 2020 bereits deutliche Einbußen. Gegen Ende des Jahres zeichnete sich allerdings bereits eine positive Tendenz ab, die sich bis ins erste Halbjahr 2021 erstreckt 5 . Medizinische Sektoren wie Pflege oder die Vermittlung von Ärzten sowie das Baugewerbe verzeichneten im Gegensatz zu allen anderen Branchen bereits 2020 einen höheren Bedarf. 6

Die Entwicklung der DP Gruppe als Arbeitgeber für hoch qualifizierte medizinische Fachkräfte mit einem überdurchschnittlichen Vergütungsniveau ist allerdings weniger der Entwicklung von Zeitarbeitsfirmen zuzuordnen als vielmehr von der Entwicklung des Gesundheitswesens und der Unternehmensstrategie abhängig. Speziell die Anzahl der Leiharbeitnehmer in der Pflege stieg im langfristigen Vergleich an5.

Die Zahl der Pflegekräfte, die sich für eine Beschäftigung über ein Leiharbeitsunternehmen entscheiden, ist tendenziell bis Anfang Januar 2020 gestiegen. Im Zuge der Corona-Krise sank diese Zahl bis August 2020 allerdings wieder. Zuletzt lag sie bei 48.000 und damit über dem Vorkrisenniveau5.

Insbesondere bei den Arbeitnehmern findet die Zeitarbeit durch eine flexiblere Gestaltung von Arbeitszeiten und Entgelt viel Anklang 7 . Die medizinischen Einrichtungen wie Kliniken nutzen Zeitarbeit zur Überbrückung von saisonalen Schwankungen und zur kurzfristigen Bedarfsabdeckung sowie gezielte Einstellungen zur Erfüllung ihrer Bedarfsplanung. 7 Unsere Kunden (Kliniken und Pflegeeinrichtungen) stehen nicht nur in den COVID-19 geprägten Krisenjahren 2020 und 2021, sondern auch auf lange Sicht im Normalbetrieb, vor großen Herausforderungen. Hier sehen wir uns bestätigt, mit der Gruppe durch unsere Kompetenzen, unser Netzwerk und unseren Bekanntheitsgrad einen qualitätserfüllenden Mehrwert am Markt anzubieten.

1.3 Geschäftsverlauf des abgeschlossenen Geschäftsjahres

Die DP-Gruppe hat zum 31. Mai 2021 die Viantro GmbH, zum 30. Juni 2021 die Planerio GmbH und zum 31. Juli 2021 die Lichtfeld GmbH erworben. Zur Finanzierung der Kaufpreise wurden im Wesentlichen Darlehen aufgenommen (siehe dazu unsere Ausführungen in "Finanzlage"). Um die technische und digitalen Kompetenzen gruppenweit auszubauen und zu unterstützen wurde in 2021 die doctari group technologies S.R.L. in Timisoara, Rumänien, gegründet. Es ist geplant, in dieser Gesellschaft mit mehr als 30 hoch spezialisierten IT-Entwicklern ein zentrales IT- und Digitalisierungszentrum für die DP-Gruppe aufzubauen. Mit dieser Gründung wirkt die Geschäftsführung auch aktiv dem Risiko der begrenzten Kapazitäten an qualitativ hochwertigen Entwicklern in Deutschland entgegen.

Unsere Erwartungen als Geschäftsführung an das Geschäftsjahr 2021 lagen über dem coronabedingt reduziertem Geschäftsverlauf in 2020. Zusätzlich erwarteten wir weitergehende Impulse aus den im Rahmen der Transaktionen übernommenen Geschäften. Durch die auch im Verlauf des Jahres 2021 weiter präsente Covid-19 Krise entwickelte sich der Geschäftsverlauf der gesamten Gruppe inklusive der neu hinzugekommenen Gesellschaften leicht unter den ursprünglichen Erwartungen; mit Blick auf die Gesamtumstände durch die Geschäftsführung sehen wir diese aber dennoch als sehr zufriedenstellend an.

Auch in 2021 führte die pandemische Lage dazu, dass aufgrund der Reorganisation der Kliniken, welche sich auf intensivmedizinisch zu betreuende Covid-19 Patienten eingestellt haben, planbare Behandlungen verschoben wurden. Zudem fielen auch in 2021 durch lock-down-bedingte Bewegungseinschränkungen und Zurückhaltungen bei den Patienten in Bezug auf Klinikaufenthalte auch viele geplante Behandlungen weg. Dem wurde klinikseitig durch Umstrukturierung der Klinikmitarbeiter begegnet, was zu einer Reduktion der Bedürfnisse in Bezug auf externe Mitarbeiter führte. Der DP-Gruppe gelang es jedoch, mit hohem Einsatz aller verfügbaren Ressourcen die gesellschaftlich hoch relevanten Impfkampagnen in Deutschland mitzugestalten. Dadurch konnten auch einige Rückgänge im regulären Geschäft kompensiert werden.

Wir sind sehr engagiert, die Synergien zwischen der ursprünglichen DP-Gruppe und den drei neuen Gesellschaften weiter auszubauen. Im Zuge der Transaktionen folgte eine Umstrukturierung der Gruppe und der Verantwortlichkeiten innerhalb der Gruppe nach den neuen Geschäftsbereichen: Zeitliche Vermittlung, Permanente Vermittlung und IT-Lösungen. Der DP-Gruppe ist es durch die Transaktionen gelungen, den Marktanteil für Arbeitnehmerüberlassung zu steigern. 8

Es ist uns gelungen, die Umsatzerlöse der Gruppe im Berichtsjahr auf EUR 215,1 Mio, und damit 47% über dem Vorjahr zu steigern 9 . Das liegt im Wesentlichen an den in 2021 stattgefundenen Transaktionen.

Die DP Gruppe hat im Geschäftsjahr Entwicklungstätigkeiten für eigene Zwecke durchgeführt. Es wurden im Geschäftsjahr Herstellungskosten in Summe von EUR 4,4 Mio (Vorjahr: EUR 1,3 Mio) aktiviert, davon betreffen EUR 1,4 Mio (Vorjahr: EUR 0,6 Mio) andere aktivierte Eigenleistungen. Dies entspricht ca. 2% der Umsatzerlöse der Gruppe. Im Geschäftsjahr wurden die angefallenen internen und externen Entwicklungskosten aktiviert. In der Entwicklung waren im Geschäftsjahr mit wechselnden Einsatzzeiten und -intensitäten insgesamt 49 Mitarbeiter beschäftigt. Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten wurden in Höhe von EUR 216 T verbucht (Vorjahr: EUR 69 T). Die Entwicklungstätigkeiten betrafen die doctari-Buchungsplattform sowie die Dienstplansoftware der Planerio GmbH. Die doctari-Plattform bietet ihre Dienste sowohl für die Ärzte und Pflegekräfte einerseits ("meindoctari") und die Krankenhäuser ("doctariPro") andererseits an. Im Vordergrund der Lösungen stehen dabei digitale zugeschnittene Vermittlungs- und Management-Lösungen für unsere Ärzten und Pflegekräften sowie die Management und Buchungslösungen für unsere Kunden.

Die DP Gruppe ist weiterhin der Linie treu geblieben, das angestellte Personal als eines unserer wichtigsten Werte zu betrachten. Wir haben daher auch in Covid-Zeiten in das Personal weiter investiert, was konsequenterweise in Bezug auf die Personalaufwandsquote zu einer Abweichung zu den ursprünglichen Erwartungen führte.

Der Konzernjahresfehlbetrag ist gestiegen, welcher i.W. aber durch nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf transaktionsbezogene immaterielle Vermögensgegenstände bestimmt ist. Aus diesem Grunde wird auch gruppenweit das EBITDA als entscheidende Größe der Unternehmensentwicklung angesehen.

Wie erwähnt haben wir als Investition in die Zukunft weiterhin in einen qualitativ hochwertigen Aufbau auf 1.967 (Vorjahr: 1.147) Mitarbeiter über alle Bereiche investiert (zur Berechnung der Mitarbeiteranzahl verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang des Konzernabschlusses 2021).

Die unterstützenden Strukturen, personeller wie technischer Art, wurden zukunftsorientiert zur Entlastung des Vertriebs in der Arbeitnehmerüberlassung nach den internen und externen Erfordernissen neu aufgestellt bzw. für die gesamte DP-Gruppe erweitert. Nach unserem Fokus einer optimalen Kunden- und Arbeitnehmerbetreuung wurden und werden auch weiterhin die Betreuung der Ärzte und Pflegefachkräfte, der Vertrieb und das Recruiting konsequent weiter ausgebaut. Durch die neuen Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2021 zudem neue Impulse der digitalen Entwicklung gesetzt, sowie das Geschäftsmodell nachhaltig weiterentwickelt. Es ist und bliebt unser Ziel, fachlich exzellente Arbeitskräfte mit jeweils einem maßgeschneiderten und besten Angebot mit zielgerichteter Betreuung am Markt vermitteln zu können.

Nicht finanzielle Erfolgsfaktoren

Die DP Gruppe verfügt über sehr gut ausgebildete, leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter. Um diesen Zustand zu halten und weiter auszubauen, sieht die Gruppe es als wichtige Aufgabe an, ihren externen und internen Mitarbeitern neben interessanten und fordernden Aufgaben sowie flexiblen Arbeitszeitmodellen auch eine leistungsgerechte Vergütung mit Zusatzleistungen anzubieten. Wir fühlen uns ethischen Standards verpflichtet, so dass Equal Pay und Equal Treatment nicht erst wie tariflich nach 9 Monaten, sondern ab dem 1. Einsatztag angewandt werden. Ebenso ist es für uns ein Wettbewerbsfaktor, überdurchschnittliche Vergütungen zu zahlen sowie ein positives und motivierendes Arbeitsumfeld in der Gruppe als auch den einzelnen Standorten zu schaffen.

Es ist uns in der DP Gruppe ebenso ein Anliegen, dass keine Diskriminierungen jeglicher Art akzeptiert werden. Für diesen Zweck sind Regularien entwickelt worden und werden regelmäßig im gesamten Unternehmen geschult. Wir passen kontinuierlich unser Compliance Hinweisgeber-Systeme (Prozess und Meldewege) an, ebenso haben wir eine an unsere juristische Fachabteilung angegliederte Abteilung "Compliance & Data Protection" ins Leben gerufen, um diese Strukturen zu stärken und zu optimieren.

Wir sind ebenso stolz, einen sehr ausgewogenen Mitarbeiterstamm zu haben: wir weisen in 2021 einen Anteil weiblicher Mitarbeiter von 59,0% bei den internen Mitarbeitern und 47,0% bei den externen Fachkräften aus.

Wir verpflichten uns zusätzlich der Initiative für nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung durch den Beitritt zum UN Global Compact 10 in 2022. Zunächst wird die Doctor Placement GmbH dem UN Global Compact beitreten, anschließend die Tochtergesellschaften der doctari group unter dem Schirm der Muttergesellschaft.

Im Zusammenhang mit dem Beitritt zum UN Global Compact wird innerhalb der doctari group eine ESG-Richtlinie ausgerollt. Ziel ist die weitere und strukturierte Sicherstellung einer umweltbewussten, nachhaltigen und sozialverantwortlichen Unternehmensführung.

In der DP Gruppe ist uns der Ausbau der Abteilung Arbeitssicherheit ein Anliegen, um die Einhaltung der einschlägigen arbeitssicherheitsrelevanten Bestimmungen für all unsere Mitarbeiter sicherzustellen. Dafür arbeiten wir auch mit unseren Kunden eng zusammen und unterstützen diese bei ihren Bemühungen.

2. Darstellung der Lage des Konzerns

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage stellt sich solide dar. Die vorliegenden Finanzzahlen spiegeln eine stabile Ertrags- und Finanzkraft wider.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme liegt bei EUR 333,6 Mio (Vorjahr: 247,9 Mio), wobei EUR 17,0 Mio. auf die neuen Konzerngesellschaften zurückzuführen sind. Der Anstieg rührt im Wesentlichen aus dem im Rahmen der Akquisition in 2021 entstandenem Geschäfts- und Firmenwert(EUR 167,9 Mio, Vorjahr: EUR 133,2 Mio) sowie der ebenfalls in diesem Zusammenhang erworbenen sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände (EUR 91,6 Mio, Vorjahr: EUR 67,7 Mio). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt auf EUR 35,7 Mio (Vorjahr: EUR 18,5 Mio) gestiegen, wobei EUR 7,0 Mio. auf die neuen Konzerngesellschaften zurückzuführen sind. Sonstige Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen durch nicht abgerufene Mittel aus dem Factoring gestiegen. Auf der Passivseite sind im Wesentlichen die durch die Gesellschafter eingebrachten Kapitalrücklagen in Höhe von EUR 209,1 Mio (Vorjahr: EUR 187,8 Mio) bilanziert. Die zum Erwerb aller Tochtergesellschaften aufgenommenen Darlehensverbindlichkeiten schlagen auf der Passivseite mit EUR 98,0 Mio (Vorjahr: EUR 53,0 Mio) zu Buche. Sonstige Verbindlichkeiten von EUR 40,5 Mio (Vorjahr: EUR 14,7 Mio) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern. Passive latente Steuern in Höhe von EUR 28,9 Mio. (Vorjahr: EUR 21,1 Mio) wurden im Wesentlichen infolge der Transaktionen in 2021 um EUR 9,4 Mio zugeführt und im laufenden Geschäftsjahr planmäßig aufgelöst. Im Geschäftsjahr wurden zudem passive latente Steuern aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen gebildet.

Wir beobachten zusammen mit unseren Kunden unsere Forderungen stetig. Insgesamt beliefen sich die Forderungsverluste im Geschäftsjahr 2021 auf EUR 0,0 Mio (Vorjahr: EUR 0,3 Mio).

Es ist uns wichtig zu erwähnen, dass wir unseren umfangreichen Verpflichtungen, insbesondere aus Lohn- und Gehalts-, Umsatzsteuer- und weiteren personenbezogenen Steuer- und Sozialversicherungsverpflichtungen stets pünktlich und korrekt nachgekommen sind.

Finanzlage

Die Liquiditätslage der DP Gruppe war im Berichtsjahr stabil. Die flüssigen Mittel lagen zum Ende des Geschäftsjahres bei EUR 15,7 Mio (Vorjahr: EUR 23,2 Mio) und wir konnten und können die finanziellen Verpflichtungen unserer Konzernunternehmen jederzeit erfüllen.

Aufgrund der in 2018 und 2021 eingebrachten Kapitalrücklagen in Höhe von EUR 209,1 Mio liegt die Eigenkapitalquote bei 46%. Die DP GmbH als Muttergesellschaft der DP Gruppe hat zur Finanzierung des Kaufpreises in 2018 ein Darlehen über EUR 60,0 Mio aufgenommen, von denen bereits in 2019 EUR 7,0 Mio zurückgezahlt wurden. Zur Finanzierung der Erwerbe in 2021 wurden weitere EUR 47 Mio aufgenommen, von denen im Dezember 2021 bereits EUR 2,0 Mio getilgt wurden.

Ebenso ist der DP GmbH für die DP Gruppe ein revolvierendes Betriebsmitteldarlehen in Höhe von EUR 5,0 Mio eingeräumt. Von diesem wurde im Geschäftsjahr 2021, wie auch in den Vorjahren, kein Gebrauch gemacht.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr liegen bei EUR 215,1 Mio (Vorjahr: EUR 146,6 Mio), wobei EUR 19,4 Mio auf die neuen Konzerngesellschaften zurückzuführen sind. Die Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt. Die in den Vorjahren noch aktive Schweizer Gesellschaft war in 2021 nicht mehr aktiv. Die neu gegründete Gesellschaft in Timisoara, Rumänien, erbringt nur Leistungen innerhalb der DP-Gruppe. Auf den Tätigkeitsbereich der Befristeten Anstellung entfielen dabei ca. 0,7%, auf die Festanstellung 1%, auf die Arbeitnehmerüberlassung ca. 98% und auf den Vertrieb und die Vermietung von Software 0,3% der Umsatzerlöse. Insbesondere die Impfkampagnen in Zusammenhang mit COVID-19 haben sich positiv auf die Umsatzerlöse der Gruppe ausgewirkt.Personalaufwendungen fielen über EUR 184,8 Mio (Vorjahr: EUR 122,1 Mio) für die internen (Verwaltung und Vertrieb) und externen (Ärzte und Pflegefachkräfte) Mitarbeiter der DP Gruppe an. Abschreibungen wurden im Wesentlichen für den Geschäfts- oder Firmenwert und die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 29,0 Mio (Vorjahr: EUR 24,0 Mio) getätigt. Sonstige betriebliche Aufwendungen fielen in Höhe von EUR 17,0 Mio (Vorjahr: EUR 9,2 Mio) an, wobei EUR 2,4 Mio auf die neuen Konzerngesellschaften zurückzuführen ist.

Die Quote des Personalaufwands in Bezug zu den Umsatzerlösen lag durch unsere starke Investition in unsere Mitarbeiter bei hohen 85,9% (Vorjahr: 83,3%). Der Anstieg des Personalaufwands entfällt mit EUR 20,6 Mio auf die neuen Konzerngesellschaften. Insbesondere aufgrund der oben genannten planmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und die immateriellen Vermögensgegenstände ergibt sich ein Konzernjahresfehlbetrag von EUR -19,2 Mio (Vorjahr: EUR -12,4 Mio). Das Konzern-EBITDA (Konzernergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern) lag im Geschäftsjahr bei EUR 17,6 Mio (Vorjahr: EUR 17,4 Mio).

Das Geschäft entwickelte sich wie oben beschrieben insbesondere aufgrund der anhaltenden COVID-19 Krise nicht ganz wie geplant, aber dennoch positiv. Insbesondere durch die Transaktionen entwickelten sich die Umsätze deutlich über dem Plan, der noch ohne die Transaktionen verabschiedet wurde. Die Umsatzerlöse stiegen um 47% (ursprünglicher Plan 29%) an. Der Konzernjahresfehlbetrag konnte nicht wie geplant leicht verringert werden, sondern stieg im Wesentlichen aufgrund der zusätzlichen Abschreibungen des im Rahmen der Akquisitionen entstandenen Geschäfts- und Firmenwerte um 54% an gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern stieg um 1% gegenüber dem Vorjahr an. Wir haben weiterhin stark in den strategischen organischen und anorganischen Aufbau unserer Organisation investiert. Die Geschäftsleitung schätzt insgesamt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr als stabil und robust ein.

3. Chancen- und Risikobericht

Die DP Gruppe ist einer Vielzahl von externen und internen Einflüssen ausgesetzt. Die konstante Identifikation der damit verbundenen Veränderungen, die Minderung von Risiken und das schnelle Ergreifen von Chancen sind fest in die unternehmerischen Entscheidungen der Gruppe eingebunden. Im folgenden Bericht werden die wesentlichen Risiken und Chancen dargestellt. Dabei ist zu beachten, dass die Prognose auf der Zusammensetzung der heute existierenden Gruppe basiert.

3.1. Chancenbericht

3.1.1. Chancenmanagement Prozess

Die frühzeitige Identifikation von Chancen ist für die DP Gruppe ebenso wichtig wie die Identifikation von Risiken. Im Rahmen von Strategie- und Planungsprozessen bewertet die DP Gruppe kontinuierlich neue potenzielle Marktchancen. Basierend auf dem Wertbeitrag der Chance werden effektiv Ressourcen allokiert. Trends und Marktentwicklungen, die sich positiv auf unser Geschäftsmodell auswirken und potenziell strategische Chancen ergeben, werden im folgenden Bericht dargestellt.

3.1.2 Darstellung der wesentlichen Chancen

1. Die Gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Gesundheitssystems

Die Corona-Pandemie hat verstärkt gezeigt, wie sehr Deutschlands gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben von einem gut funktionierenden Gesundheitswesen abhängt. Gesamtwirtschaftlich gesehen kommen dem Gesundheitswesen zwei bedeutende Rollen zu: Der Kern der Gesundheitswirtschaft ist die solide Grundversorgung. Diese Rolle wurde durch die Pandemie in den vergangenen zwei Jahren deutlich ins Bewusstsein von Politik und Gesellschaft gerückt. Darüber hinaus ist das Gesundheitswesen ein wenig konjunkturanfälliger Wachstums- und Beschäftigungstreiber und wirkt sich dadurch als Stabilisator auf die deutsche Wirtschaft aus.

2. Der Ausbau des ambulanten Angebots erfordert weiteren Personalaufbau

Die Pandemie beschleunigt die Veränderung der deutschen Krankenhauslandschaft und hat den Trend von stationären hin zu ambulanten Therapien weiter verstärkt 11 .

Kliniken planen auf diese Verschiebung durch den Ausbau des ambulanten Angebots zu reagieren. Der Rückgang kleiner Kliniken fördert den Ausbau Medizinischer Versorgungszentren (MVZ) sowie mögliche Konsolidierungen, Kooperationen und die Optimierung des Medizinportfolios einzelner Kliniken 12 .

Diese Veränderungen verlangen gerade in neu geschaffenen Bereichen den Auf- und Ausbau von medizinischem Personal. Die DP Gruppe sieht hier die Chance, sehr gezielt die Beziehung zu größeren Partnern zu intensivieren, Neukunden zu akquirieren und mit seinen medizinischen Fachkräften sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich das Gesundheitswesen zu entlasten.

3. Entwicklung & Trends: Personalbedarf im medizinischen Bereich

Das Bundesgesundheitsministerium geht aufgrund seiner Prognosen über Morbidität, Verhaltensrisiken und Mortalität in Deutschland weiterhin von einer Zunahme des Behandlungsbedarfs aus 13 . Durch die gestiegene Nachfrage nach Teilzeitarbeitsmodellen, das steigende Durchschnittsalter, der absehbare Renteneintritt vieler Ärzte (20%) sowie die zunehmenden administrativen Aufgaben werden in Zukunft, auch bei Normalbetrieb, der Ärztemangel weiter steigen 14 . Verschärfend kommt hinzu, dass die anhaltende Corona-Pandemie den Trend der vergangenen Jahre ausbremste, in denen die absolute Anzahl an Medizinern kontinuierlich anstieg. Auch in den Pflegeberufen fehlen pandemie-unabhängig akut Fachkräfte 15 . Die Wiedereinführung der Pflegepersonaluntergrenze in pflegesensitiven Krankenhausbereichen im Februar 2021 hat zu einer weiteren Verschärfung der ohnehin schon angespannte Personalsituation geführt 16 . Unter anderem durch die anhaltende Belastung durch die Pandemie, sowie die durch die Pflegekräfte vielfach kritisierte fehlende Wertschätzung der Berufsgruppe deutet eine bevorstehende Personalflucht aus der Pflege an 17 . Leiharbeit wird seitens der Fachkräfte verstärkt als Option wahrgenommen 18 . Die Gruppe verfügt über ein breites Portfolio an medizinischem Spitzenpersonal und wird gerade unter den verschärften Bedingungen Kliniken helfen Personalengpässe auszugleichen.

Besonders hervorzuheben ist der Wunsch und Anstieg bei Ärzten und Pflegekräften an Teilzeitarbeit, Arbeitszeitreduktionen und individueller beruflicher Verwirklichung (z.B. in sozialen Projekten). Das Geschäftsmodell der Gruppe ist optimal darauf zugeschnitten, diese individuellen Bedürfnisse des medizinischen Fachpersonals zu bedienen. Dies wird der DP Gruppe auch weiterhin helfen qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und eine für beide Seiten gewinnbringende Vermittlung zu leisten.

4. Die Förderung der Digitalisierung birgt Chancen für effizientere Prozesse und neue Absatzmärkte

Auch die Notwendigkeit der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens wurde durch die Corona Pandemie in den vergangenen zwei Jahren verstärkt in den Fokus gerückt. Das ab Januar 2021 in Kraft getretene Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) soll die bisher schleppend verlaufene Digitalisierung deutscher Kliniken vorantreiben 19 . Der Kostendruck und die wachsende Bedeutung der Digitalisierung begünstigen Disruption. Digitalisierung hat für Kliniken gar den höchsten Fokus aller strategischer Maßnahmen 12. Dieses Umdenken, die auftretende Relevanz von effizienten Prozessen und flexibler Personalplanung, wird sich voraussichtlich auch positiv auf den Wandel Richtung HR-Professionalisierung in deutschen Kliniken auswirken 20 . Die DP Gruppe, als zunehmend digitales Unternehmen, insbesondere auch durch die in 2021 durchgeführten Transaktionen, ist auch im Bereich der digitalen Transformation als verlässlicher Partner sehr gut aufgestellt und treibt technische Innovationen und deren Implementierung sowohl für die Bedürfnisse der Einrichtungen des Gesundheitswesens als auch für die der Ärzte und Pflegepersonal dauerhaft voran.

Wegen der gesamtwirtschaftlichen Bedeutung des Gesundheitssystems sowie durch den Ausbau des ambulanten Angebots und dem auch zukünftig steigenden Bedarf im medizinischen Bereich und der damit einhergehenden Nachfrage nach medizinischem Personal sieht die DP Gruppe unverändert Chancen für weiteres Wachstum.

5. M&A Transaktionen im Sektor Zeitarbeit und Health-Tech

Die Konsolidierung des deutschen Marktes für Arbeitnehmerüberlassung ist bereits vorangeschritten. 21 Die DP Gruppe selbst konnte in 2021 zwei Transaktionen im Geschäftsbereich der Arbeitnehmerüberlassung und -vermittlung tätigen. Das führt zu einem größerem Marktanteil der DP-Gruppe sowie strategischen Vorteilen gegenüber anderen Marktteilnehmern durch Größe, geografischer Marktabdeckung und Verfügbarkeit von hochqualifizierten Mitarbeitern. Zusätzlich bedient die neu hinzugewonnene Planerio GmbH mit Ihren digitalen Lösungen für die Dienstplanung und Zeiterfassung den zunehmenden Wunsch der Kliniken und Praxen nach deutlichem Fortschritt in der Digitalisierung und der Verbesserung des Arbeitsumfelds für fest angestelltes Personal. Durch die Verbindung der verschiedenen Geschäftsbereiche sowie der individuellen Stärken der Gesellschaften ergeben sich zudem interessante strategische Optionen für die DP-Gruppe.

3.2. Risikobericht

3.2.1 Risikomanagement-Prozess

Die frühzeitige Identifikation von Risiken ist für die Geschäftsführung wichtig. Es gilt vorrangig, den Bestand der Gruppe zu sichern, in zweiter Priorität aber auch, die systematische und kontinuierliche Weiterentwicklung der DP Gruppe sowie die Steigerung des Unternehmenswerts voranzutreiben. Die internen Systeme zur Risikoüberwachung werden kontinuierlich ausgebaut.

Ziel ist es, wirtschaftliche Einbußen durch rechtzeitige Einleitung von Gegensteuerungsmaßnahmen zu vermeiden. Umgekehrt werden angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken genau analysiert und nach Abwägung bewusst eingegangen, wenn sie einen angemessenen Ertrag erwarten lassen.

3.2.2 Darstellung der wesentlichen Risiken

1. Einfluss der Corona Pandemie auf die Konjunktur

Durch den Ausbruch der weltweiten Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen wurde die deutsche Wirtschaft nach zehnjähriger Wachstumsphase 2020 von einer starken Rezession getroffen, konnte sich aber schon 2021 wieder etwas erholen. Das preisbereinigte BIP lag Ende 2021 2,7% über dem Vorjahr. Damit blieb die wirtschaftliche Leistung 2021 etwas unter der Prognose des Wirtschaftsministeriums, welches zu Beginn des Jahres noch von 3% Wachstum ausgegangen war 22 .

Für das laufende Jahr 2022 geht das BMWK für ein Wachstum des BIP von 1,8% im Vergleich zu 2021 aus, während es im Herbst 2021 noch von einem deutlichen Zuwachs von 4,6% ausgegangen war. Als Gründe nennt das BMWK das Pandemiegeschehen, die stark gestiegenen Preise für Rohstoffe und Energie sowie den Ausbruch des Kriegs in der Ukraine 23 .

2. Die Auswirkung der Corona Pandemie auf das deutsche Gesundheitssystem

Das deutsche Gesundheitssystem hat seit Beginn der Corona-Krise eine außerordentliche Stellung im Kampf gegen die Corona-Pandemie eingenommen. Durch die starke Fokussierung auf COVID-19 Patienten in Phasen von besonders hohem Infektionsgeschehen im Frühjahr 2020, im Herbst/ Winter 2020/21 sowie erneut seit Herbst 2021 waren viele Kliniken nicht in der Lage, den umfassenden Krankenhausbetrieb aufrechtzuerhalten und haben entsprechend andere, vor allem elektive Behandlungen, auf spätere Zeiten verschoben. Dies führte zu erheblichen Rückgängen in der Nachfrage nach unseren Zeitarbeitskräften oder zu einer Verschiebung der Nachfrage hinzu einzelnen Fachrichtungen und Spezialisierungen.

Gleichzeitig führte die im Dezember 2020 einsetzende Impfkampagne zu einem erfreulichen Anstieg der Nachfrage nach Impfpersonal. Die Einsätze unserer Mitarbeiter in bis zu 12 Impfzentren in Deutschland - noch dazu unter anderem im größten Impfzentrum in Europa in Hamburg - waren für die DP Gruppe das ganzjährig bestimmende Ereignis im Zuge der Corona-Pandemie.

Wie schon 2020 stieg gleichermaßen die Nachfrage nach Zeitarbeitskräften für den Normalbetrieb auf Stationen und beispielsweise im OP-Bereich in den Monaten mit niedrigem Infektionsgeschehen wieder an.

Der Bedarf an Zeitarbeitskräften in medizinischen Einrichtungen sowie auch in den nach wie vor oder erneut geöffneten Impfzentren lässt sich nach wie vor schwer planen. Die DP Gruppe muss hier zu jedem Zeitpunkt schnell und flexibel agieren und die bestehende Planung dem möglichen Infektionsgeschehen anpassen. Neue Varianten, weiterhin notwendige Booster-Impfungen oder Grundimmunisierungen sowie mögliche erneute Lockdowns machen eine valide langfristige Prognose schwer möglich.

Durch die unabsehbaren Entwicklungen besteht bis zum Eintritt des Normalbetriebs weiterhin ein hohes Risiko an Rückgängen in der Nachfrage unserer Zeitarbeitskräfte. Die Geschäftsführung, alle Führungskräfte, Mitarbeiter und der Beirat der Gruppe beobachten und analysieren die Pandemie Entwicklungen konstant und evaluieren neue Maßnahmen, in denen die DP Gruppe mit seinen Fachkräften das angespannte Gesundheitssystem entlasten kann. Die DP Gruppe wird auch weiterhin seine Arbeitskräfte einsatzbereit halten, um Gesundheitsversorger in jeglicher Lage und bei der Rückkehr zum Normalbetrieb zu unterstützen.

Die pandemiebedingten Verschiebungen planbarer Operationen und der Rückgang stationärer Behandlungen haben aber auch die wirtschaftliche Lage vieler deutscher Kliniken weiter verschärft 24 . Das Krankenhausentlastungsgesetz hat die Umsatzrückgänge in vielen Kliniken nicht vollständig ausgeglichen. Der starke Ergebnis- und Liquiditätsdruck wird voraussichtlich auch nach der Pandemie weiter auf den Kliniken lasten und durch die fortwährende Abnahme stationärer Behandlungen verstärkt werden. Es besteht das Risiko, dass es zu Zahlungsengpässen kommt und die Anzahl kleinerer Kliniken weiter abnehmen wird 25 26 . Die Gruppe verfügt über einen sehr diversifizierten Kundenstamm. Konsolidierungen und eine Reduktion im Bereich der kleineren Kliniken sind als geringes Risiko für die Gruppe zu bewerten. Trotzdem werden die Entwicklung in der Krankenhauslandschaft fortgehend beobachtet, zukunftsträchtige Partnerschaften vertieft und die Diversifizierung des Kundenstammes von der DP Gruppe konstant weiterentwickelt.

3. Die Ukraine Krise und ihre wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen in Deutschland

Seit Beginn der Auseinandersetzungen in der Ukraine Ende Februar 2022 müssen auch deutsche Unternehmen sich auf zusätzliche Risiken einstellen. Da die DP-Gruppe keine direkten oder indirekten Geschäftsbeziehungen nach Russland oder die Ukraine unterhält, sind die direkten Risiken aus der Krise für die DP Gruppe zunächst als gering zu bewerten. Das Signifikantere Risiken sind die möglicherweise beeinträchtigte Energieversorgung in Deutschland, die einhergehende Inflation sowie die nicht quantifizierbaren Auswirkungen auf die Gesamtkonjunktur. Für die DP-Gruppe ergeben sich daraus Risiken für Umsatzerlöse, Kosten und den Wegfall von Kunden und Personal.

4. Regulierungen, die zur Eindämmung von medizinischen Leiharbeitskräften führen

Die Risiken liegen insbesondere in den stärkeren und ggf. weiteren Regulierungen in der Zeitarbeit. Im Jahre 1972 wurde die Arbeitnehmerüberlassung gesetzlich geregelt. Seit der Einführung gab es eine Vielzahl von Novellierungen des entsprechenden Gesetzes. Während die seit 2012 eingeführten Tarifverträge über Branchenzuschläge in der Arbeitnehmerüberlassung im Bereich der Überlassungen von Ärzten und Pflegekräften in medizinische Einrichtungen keine Anwendung finden, betreffen die zum 1. April 2017 eingeführten Änderungen auch die Gruppe. Dazu zählen v.a. die Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten und das Schriftformerfordernis. Die für März 2020 geplante Bundesratsinitiative des Berliner Senats, die eine Reduzierung und mittelfristig ein generelles Unterbinden der Leiharbeit in der Pflege zum Ziel hatte, ist weiterhin auf Wiedervorlage verschoben worden.

Die Bundestagswahl am 26. September 2021 brachte zudem eine neue Regierungsbildung mit den Koalitionspartnern SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP. Der Koalitionsvertrag deutet grundsätzlich keine geplante Einschränkung der Leiharbeit in der Pflege an 27 . Im Vorfeld der Wahl hatte sich aber insbesondere das Bündnis 90/Die Grünen in ihren Wahlprogrammen entsprechend kritisch gegenüber Leiharbeit und für eine grundlegende Überarbeitung der Strukturen in der Pflege positioniert 28 .

Die Entwicklungen werden von uns aufmerksam überwacht und auf die potenziellen Auswirkungen bei den Hamburger Pflege-Gesellschaften untersucht.

Ein weiteres potenzielles Risiko birgt das seit Januar 2020 geltende MDK-Reformgesetz: Die Kosten für Leiharbeit im Pflegebereich werden nur noch bis zur Höhe des Tariflohns vergütet und die Vermittlungsprovision wird nicht durch die Pflegepersonalkostenvergütung refinanziert 29 . Dies kann sich durch den verstärkten Kostendruck auf Klinik Seite negativ auf die Nachfrage nach Zeitarbeitskräften auswirken. Auf Grund der hohen Personalnachfrage im Pflegebereich ist dieses Risiko derzeit als gering zu bewerten. Wir sehen uns insgesamt in der Gruppe gut aufgestellt, alle Regelungen zu überwachen sowie die daraus resultierenden Anforderungen umzusetzen, mit unseren Kunden die Konsequenzen zu managen und die Umsetzung zu gewährleisten.

5. Fachkräftemangel führt zu einem regen Wettbewerb

Der medizinische Fachkräftemangel in deutschen Kliniken und Pflegeeinrichtungen dauert weiter an 30 . Dies birgt für die DP Gruppe in erster Linie Chancen, auf die der Chancenbericht näher eingeht. Jedoch sind mehrere aktive Wettbewerber sowie die Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen ebenfalls sehr aktiv, Kandidaten für temporäre Einsätze und Festanstellungen zu gewinnen, während sich die Anzahl der Ärzte für temporäre Einsätze verringert 31 . Der Fachkräftemangel ist derzeit als geringes Risiko für die Gruppe zu bewerten. Die DP Gruppe verfolgt weiterhin den Anspruch sich dem Wettbewerb mit dem besten Service zu stellen und so seine führende partnerschaftliche Position zu Kliniken und zu Fachkräften weiter auszubauen.

Wir fühlen uns ethischen Standards verpflichtet, so dass Equal Pay und Equal Treatment nicht erst wie tariflich nach 9 Monaten, sondern ab dem 1. Einsatztag angewandt werden. Ebenso ist es für uns ein Wettbewerbsfaktor, überdurchschnittliche Vergütungen zu zahlen. Preislicher Wettbewerb bei den Kunden in Verbindung mit diesen Ansprüchen können zu finanziellen Einbußen führen, die wir sorgfältig überwachen.

Neben den medizinischen Fachkräften sind die in der Gruppe angestellten Mitarbeiter in ihren Bereichen ebenso hoch qualifiziert und erfahren. Durch eine starke Fokussierung auf die Belange der Mitarbeiter, überdurchschnittliche Vergütungen und ergänzende Mitarbeitervorteile sowie ein positives Arbeitsklima ist die DP-Gruppe in der Lage, dem starken Wettbewerb um diese Arbeitnehmer stand zu halten sowie zusätzliche Arbeitnehmer an allen Standorten zu gewinnen.

6. Möglicher Ausfall der IT-Systeme würde den Wertschöpfungsprozess bedrohen

Der gesamte Wertschöpfungsprozess der Gruppe wird maßgeblich über bestehende IT-Systeme abgewickelt. Ein Ausfall entsprechender Systeme könnte zu einer Störung des Wertschöpfungsprozesses führen. Um diesem Risiko entgegen zu wirken, hat die Gruppe entsprechende Sicherungsmaßnahmen wie elektronische Archive und serverbasierte IT-Systeme implementiert und arbeitet mit anerkannten Dienstleistern zusammen.

Des Weiteren wird sukzessive in die Erneuerung und Modernisierung der internen IT-Prozesse investiert. Zusätzlich werden neue Systeme zur weiteren Unterstützung bestehender analoger Prozesse wo sinnvoll und notwendig implementiert.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf die bereits angestoßene, vollzogene oder möglicherweise noch geplante Verschmelzung der Systemlandschaften von doctari, lichtfeld, Viantro und Planerio. Ein potenzielles Risiko birgt die zeitweise Doppelbelastung der IT-Landschaft durch parallel genutzte Systeme. Das birgt zudem das Risiko, dass die DP Gruppe langsamer und schwerfälliger ist bis zum Abschluss der Integration. Dies könnten Wettbewerber nutzen, um der DP Gruppe gegenüber Marktanteilen zu gewinnen.

Die Gruppe setzt daher weiterhin einen starken Fokus nicht nur auf die kulturelle Integration, sondern insbesondere auch auf die schnelle technische Verschmelzung.

7. Fremdfinanzierung birgt Zinsrisiko

Im Rahmen der Fremdkapitalfinanzierung besteht grundsätzlich ein Zinsrisiko für den variablen Zinsanteil in Abhängigkeit zur Entwicklung des EURIBOR, welches die Gesellschaft jedoch teilweise mit einem Zinsderivat (Cap) abgesichert hat. Zudem sind im Rahmen der Fremdkapitalfinanzierung Financial Covenants vereinbart, die bei Nichteinhaltung umfangreiche vorzeitige Rückzahlungsverpflichtungen auslösen können. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Financial Covenants erfüllt und die Planung der Gruppe ist darauf ausgerichtet, diese Financial Covenants auch zukünftig nachhaltig einzuhalten.

8. Sonstige Risiken

Weitere nennenswerte Risiken stellen das Unternehmenswachstum, die Qualifikation der Arbeitnehmer, die Arbeitssicherheit sowie die Datensicherheit und der hohe Datenschutz dar. Diese Themen werden von Experten innerhalb der DP Gruppe konstant überwacht und proaktiv gehandhabt.

Diese Punkte gewinnen insbesondere an Bedeutung, da durch die neu gekauften Unternehmen auch neue Prozesse und unterschiedliche Standards in Bezug auf Arbeitnehmer-Qualifikation, Arbeitssicherheit, Datenschutz und Datenschatz bestehen. Die Geschäftsführung und das leitende Management der DP-Gruppe ist fokussiert, die kulturelle und technische Integration der DP-Gruppe inklusive der neuen Gesellschaften zu steuern und zu führen sowie das Wachstum und die Weiterentwicklung der Unternehmen mit Augenmaß zu gestalten.

Wo dies angemessen und wirtschaftlich sinnvoll erscheint, werden Risiken auch auf Versicherer mit dem Abschluss von Konzernversicherungsverträgen transferiert.

Es sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

4. Prognosebericht

Für das Jahr 2022 geht die Geschäftsführung von einem positiven Wachstum der Umsatzerlöse um ca. 13% gegenüber einem Gesamtjahresgeschäft 2021 aller Gesellschaften der DP-Gruppe aus. Die Umsätze werden voraussichtlich weiterhin ausschließlich im Inland erzielt werden. Wir gehen davon aus, dass der Rückgang des Impfgeschäfts mit einer Lockerung der pandemischen Situation in Deutschland und damit einem wieder erstarkendem regulären Vermittlungs- und Arbeitnehmerüberlassungsgeschäft einhergeht.

Die Prognose zur wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft innerhalb des Geschäftsjahres 2022 steht weiterhin unter dem Vorbehalt möglicher unabsehbarer negativer Auswirkungen des Markt- und Geschäftsumfeldes in Zusammenhang mit der bis voraussichtlich Mitte 2022 andauernden Covid-19-Pandemie sowie der seit Februar 2022 bestehenden Ukraine-Krise und der damit verbundenen Auswirkungen auf Energieversorgung, Inflation und die Aufnahme von Flüchtlingen. Negative Auswirkungen können sich insbesondere hinsichtlich Rückgänge bei Umsatzerlösen, der Auslastung von Zeitarbeitskräften, überproportional steigenden Personalkosten sowie steigenden Forderungsausfällen ergeben. Auf Basis der derzeitigen Berechnungen und der aktiv eingeleiteten Maßnahmen gehen wir jedoch davon aus, dass wir die Liquiditätslage positiv entwickeln können und sich diese nicht, auch durch die vorliegende Finanzierung, zu einer bestandsbedrohenden Situation verändern wird.

Durch die Investitionen ins Personal wird die Personalaufwandsquote bei ca. 87% erwartet, der Konzernjahresfehlbetrag sollte in 2022 leicht geringer ausfallen und das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern sollte leicht steigen. Aufgrund der oben genannten Risiken kann sich diese Prognose jedoch noch deutlich ändern, insbesondere wenn inflationsbedingte Lohnanpassungen nicht durch adäquate preisliche Anpassungen kompensieren lassen oder eine deutliche Veränderung der Nachfrage wie in 2020 auftreten sollte.

Es wird erwartet, dass die Nachfrage auf Klinikseite und die Anzahl der vermittelten Ärzte und Pflegefachkräfte weiterhin steigen wird. Bedürfnisse auf beiden Kundenseiten (Arzt bzw. Pfleger und Klinik) werden durch zielgerichtete, von doctari entwickelte, IT-Lösungen und neue Produkte schneller in Einklang gebracht.

Die Gruppe hat sowohl in der Geschäftsführung als auch in allen Geschäftsbereichen sehr qualifizierte Mitarbeiter. Fachliche Kompetenzen werden weiter ausgebaut, um Chancen zu ergreifen und Risiken zu beherrschen. Zum 1. Mai 2022 wurde die Position des Sprechers der Geschäftsführung der DP-Gruppe durch Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler übernommen. Durch seine Erfahrung mit schnell wachsenden Unternehmen und Plattformgeschäft sowie seiner ausgeprägten Expertise als Professor für Informatik an der Universität Freiburg mit Schwerpunkten in Recommender Systems, Social Network Analysis, Big Data und Spieltheorie wird er die DP-Gruppe deutlich in den Entwicklungsschritten der nächsten Jahre voran bringen.

Unser Fokus im Jahr 2022 liegt auf dem fortlaufenden Management der Krisen in der Ukraine und den damit verbundenen gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen sowie der fortbestehenden COVID-19 Krise. Auch wenn es unser Anliegen ist, Gesundheitsversorger bei der Rückkehr zum normalen Geschäftsbetrieb zu begleiten gehen wir davon aus, dass beide Krisen die Geschäftsentwicklung der DP-Gruppe in 2022 maßgeblich beeinflussen werden. Für die DP Gruppe ist weiterhin die Integration der neuen Tochterunternehmen in 2022 sowie die andauernde Weiterentwicklung hin zu einem Healthcare-Tech Unternehmen im Blickfeld.

Es ist weiterhin unser Anliegen, hoch qualifiziertes internes und externes Personal für unseren Geschäftsbetrieb zu gewinnen sowie unsere Kunden bestmöglich und individuell zu betreuen. Durch den Aus- und Umbau unserer Strukturen und unserer Plattform werden wir laufend die Bereiche Vermittlung, Recruiting, Marketing- und IT stärken, die Digitalisierung vorantreiben und uns den Herausforderungen am Markt stellen.

 

Hamburg, den 13. Juni 2022

Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, Geschäftsführer Vors.

Silke Oltrogge, Geschäftsführerin

Torsten Blaschke, kfm., Geschäftsführer

1 Destatis (2022). Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html
2 Ifo Institut (2022). Ifo Geschäftsklimaindex erholt sich. https://www.ifo.de/node/67662
3 Eurostat (2022). GDP up by 0.3 % and employment up by 0.5 % up in the euro area.
https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/14245715/2-15022022-AP-EN.pdf/ee77aaf4-8c77-b003-a93d-636530784cda?t=1644916981830
4 Destatis (2022). Pressemitteilung Nr. 001 vom 03. Januar 2022
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_001_13321.html
5 Bundesagentur für Arbeit (Januar 2022). Entwicklung in der Zeitarbeit.
https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Themen-im-Fokus/Zeitarbeit/generische-Publikation/Arbeitsmarkt-Deutschland-Zeitarbeit-Aktuelle-Entwicklung.pdf
6 PwC Studie 2021. Zeitarbeitsbranche aktuell - Licht am Ende des Tunnels.
https://www.pwc.de/de/industrielle-produktion/pwc-zeitarbeitsbranche-aktuell-2021.pdf
7 SSC Consult: "Sektor-Update: Arbeitnehmerüberlassung im Pflegesektor Ausgabe 01/2022
8 doctari-interne Berechnung, 2021
9 Das inkludiert die neu zur Gruppe gehörigen Gesellschaften ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt.
10 https://www.globalcompact.de/
11 PwC (2020). Krankenhäuser im Vergleich. https://www.pwc.de/de/gesundheitswesen-und-pharma/pwc-studie-krankenhaus-vergleich-2020.pdf
12 Roland Berger (2020). Krankenhausstudie 2020. https://www.rolandberger.com/publications/publication_pdf/roland_berger_krankenhausstudie_covid.pdf
13 Bundesministerium für Gesundheit. Ärztliche Vorsorge. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/krankenversicherung/ambulante-versorgung/aerztliche-versorgung.html
14 Bundesärztekammer (2021). Corona-Pandemie bremst ärztliche Nachwuchsgewinnung. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/127565/Trend-zu-Teilzeit-und-Anstellung-verschaerft-Aerztemangel
15 Tagesspiegel (2020). Anteil der Zeitarbeit in der Pflege steigt. https://background.tagesspiegel.de/gesundheit/anteil-der-zeitarbeit-in-der-pflege-steigt
16 Bundesministerium für Gesundheit (2020). Personaluntergrenzen.
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/personaluntergrenzen.html
17 Tagesschau (2021). Pflegekräfte hadern mit ihrem Job.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/pflege-arbeitsplatz-kuendigungen-101.html
18 FAZ (2021). Klinikverbund fürchtet um Stammpersonal in der Pflege.
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/klinikverbund-fuerchtet-um-stammpersonal-in-der-pflege-17463709.html
19 Bundesministerium für Gesundheit (2020). Krankenhauszukunftsgesetz für die Digitalisierung von Krankenhäusern.
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/krankenhauszukunftsgesetz.html
20 Tagesspiegel (2022). Das braucht das Gesundheitssystem 2022.
https://background.tagesspiegel.de/gesundheit/das-braucht-das-gesundheitssystem-2022
21 Sektor Update: Arbeitnehmerüberlassung im Pflegesektor, SSC Consult; 01/2022
22 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2021). Jahreswirtschaftsbericht 2021.
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-2021.html
23 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im April 2022 - neue Prognosen für die deutsche Konjunktur.
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2022/20220413-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-april-2022.html
24 PwC (2020). Krankenhäuser im Vergleich. https://www.pwc.de/de/gesundheitswesen-und-pharma/pwc-studie-krankenhaus-vergleich-2020.pdf
25 PlusMinus (2021). Kliniksterben in der Pandemie. https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/sr/Sendung-vom-17-02-2021-Kliniksterben-in-der-Pandemie-100.html
26 Süddeutsche Zeitung (2021). Wenn kleine Kliniken sterben.
https://www.sueddeutsche.de/bayern/gesundheitspolitik-wenn-kleine-kliniken-sterben-1.5322453
27 Koalitionsvertrag zwischen SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und FDP 2021-2025
https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/gesetzesvorhaben/koalitionsvertrag-2021-1990800
28 Wahlprogramm zur Bundestagswahl am 26. September 2021. Bündnis 90/ Die Grünen 2021
https://www.gruene.de/artikel/wahlprogramm-zur-bundestagswahl-2021
29 Bundesministerium für Gesundheit (2019). Neuregelungen im Bereich der Gesundheit und Pflege.
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/2019/4-quartal/neuregelungengesundheit-und-pflege.html
30 Bundesärztekammer (2020). Reinhardt: "Ärztinnen und Ärzte sind systemrelevant".
https://www.bundesaerztekammer.de/ueber-uns/aerztestatistik/aerztestatistik-2019/
31 Tagesspiegel (2020). Ohne Leihärzte kommen Kliniken nicht mehr über die Runden.
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/nothelfer-oder-rosinenpicker-ohne-leihaerzte-kommen-kliniken-nicht-ueber-die-runden/26663584.html

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2021 (Pro Forma) *
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte;
a) fertig gestellte 1.294.543,00 1.294.543,00 163.258,00
b) in der Entwicklung befindliche 3.112.989,28 1.537.331,86 1.185.229,62
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 91.624.193,83 91.065.688,40 67.693.148,63
3. Geschäfts- oder Firmenwert 167.904.967,59 167.904.967,59 133.156.561,19
4. geleistete Anzahlungen 251.255,05 170.866,35 6.900,00
264.187.948,75 261.973.397,20 202.205.097,44
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 310.633,56 306.656,00 354.118,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.266.424,74 839.478,00 997.084,00
1.577.058,30 1.146.134,00 1.351.202,00
B. Umlaufvermögen 265.765.007,05 263.119.531,20 203.556.299,44
I. Vorräte
Geleistete Anzahlungen 8.325,68 8.324,75 7.189,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.701.003,02 28.693.477,05 18.484.457,37
2. sonstige Vermögensgegenstände 13.374.044,94 10.120.366,24 967.659,64
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 265.172,59; Vorjahr: EUR 183.843,04)
49.075.047,96 38.813.843,29 19.452.117,01
III. Guthaben bei Kreditinstituten 15.669.448,19 11.660.657,12 23.216.256,99
64.752.821,83 50.482.825,16 42.675.563,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.059.699,06 2.963.246,84 1.722.752,32
333.577.527,94 316.565.603,20 247.954.614,94

Passiva

31.12.2021
EUR
31.12.2021 (Pro Forma) *
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 33.506,00 33.506,00 32.192,00
II. Kapitalrücklage 209.102.082,78 203.484.958,03 187.841.475,00
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -18.022,84 -18.022,84 -16.170,70
IV. Verlustvortrag -34.994.820,04 -34.992.581,81 -22.552.032,60
V. Konzernjahresfehlbetrag -19.161.307,23 -12.313.642,72 -12.442.787,44
154.961.438,67 156.194.216,66 152.862.676,26
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.207.268,45 1.664.072,96 1.473.891,73
2. sonstige Rückstellungen 7.518.592,39 6.554.150,12 3.967.823,93
9.725.860,84 8.218.223,08 5.441.715,66
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 97.953.391,66 97.941.251,62 53.002.297,56
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 16.391,66; Vorjahr: EUR 2.297,56)
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren EUR 97.937.000,00; Vorjahr: EUR 53.000.000,00)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen; 14.086,60 0,00 22.720,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.487.606,10 1.077.235,84 896.400,60
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.487.606.10; Vorjahr: EUR 896.400,60)
4. sonstige Verbindlichkeiten 40.479.475,19 33.142.347,94 14.668.807,73
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 40.479.475,19; Vorjahr: EUR 14.668.807,73)
(davon aus Steuern EUR 11.447.046,04; Vorjahr: EUR 9.148.139,04)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 584.429,01; Vorjahr EUR129.938,43)
139.934.559,55 132.160.835,40 68.590.225,89
D. Rechnungsabgrenzungsposten 92.260,04 3.242,54 6.878,30
E. Passive latente Steuern 28.863.408,84 19.989.085,52 21.053.118,83
333.577.527,94 316.565.603,20 247.954.614,94

*) Die Pro Forma Spalte stellt die aktuellen an den zum 31.12.2020 gültigen Konsolidierungskreis angepassten Zahlen dar.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

01.01.2021 -31.12.2021 01.01.2021 -31.12.2021 (Pro Forma) 01.01.2020 -31.12.2020
1. Umsatzerlöse 215.068.995,32 195.679.603,92 146.595.889,00
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.946.915,99 1.724.799,09 1.478.547,17
(davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 513,96, Vorjahr: EUR 48,89)
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.369.287,52 1.096.495,25 618.824,49
Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 0,00
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 165.838.482,01 147.629.950,92 110.906.005,39
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 18.989.283,44 16.625.024,13 11.224.011,77
(davon für Altersversorgung EUR 148.515,44; Vorjahr: EUR 54.793,37)
184.827.765,45 164.254.975,05 122.130.017,16
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 29.004.987,80 24.096.790,49 23.971.137,41
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.959.273,72 14.608.812,06 9.191.119,52
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 3.165,91; Vorjahr: EUR 4.226,15)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.617,10 20.122,48 5.841,30
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.950.855,84 4.913.068,65 3.208.997,70
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.791.660,39 2.940.554,21 2.623.873,81
10. Konzernergebnis nach Steuern -19.140.727,27 -12.293.179,72 -12.426.043,64
11. Sonstige Steuern 20.579,96 20.463,00 16.743,80
12. Konzernjahresfehlbetrag -19.161.307,23 -12.313.642,72 -12.442.787,44

*) Die Pro Forma Spalte stellt die aktuellen an den zum 31.12.2020 gültigen Konsolidierungskreis angepassten Zahlen dar

Konzernanhang

A) Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Doctor Placement GmbH, Hamburg ("DP GmbH")
Firmensitz laut Registergericht: Hamburg
Registergericht: Hamburg
Register-Nr.: HRB 153238

Die Geschäftstätigkeit der DP GmbH und ihrer sieben bisherigen Tochterunternehmen umfasst die unbefristete und befristete Arbeitnehmerüberlassung (im Rahmen der Bestimmungen des Gesetzes zur Regelung der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung (AÜG)) und die Personalvermittlung von Ärzten und Pflegefachkräften an Kliniken, Krankenhäuser und Seniorenheime sowie vergleichbare Einrichtungen, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Im Jahr 2021 hat die DP GmbH zu den bestehenden Beteiligungen weitere Anteile an drei inländischen Töchtern erworben sowie eine ausländische Tochter gegründet ("DP Gruppe"). Durch die Erwerbe hat die Gruppe die Geschäftstätigkeit auf den Bereich Entwicklung, Vermarktung und Vertrieb von Software- und Hardwarelösungen sowie Service- und Beratungsdienstleistungen für Ressourcen- und Dienstplanung ausgedeht.

Mit notarieller Urkunde vom 25. Mai 2021 hat die DP GmbH 72,2% der Anteile (31.789 von 44.016 à je 1 EUR) an der Viantro GmbH, Heidelberg ("Viantro"), erworben. Von den bisherigen Gesellschaftern KB Holding GmbH und Breaking Rules GmbH wurden die verbleibenden 12.227 Anteile (27,8%) zum Buchwert eingebracht. Somit hält die DP GmbH 100% der Anteile an der Viantro.

Mit notarieller Urkunde vom 2. und 3. Juni 2021 hat die DP GmbH 44,5% der Anteile (18.463 von 41.697 à je 1 EUR) an der Planerio GmbH, München ("Planerio"), erworben. Von den bisherigen Gesellschaftern W&B Sommer GmbH, Cheiron Consulting GmbH, Robert Grüter, WCap GmbH, W3Cap GmbH, KaSi Invest GmbH, Martin Schnaack, rf-ventures GmbH & Co KG sowie A Round Capital GmbH wurden weitere 23.026 Anteile (55,5%) zum Buchwert eingebracht. Mit notarieller Urkunde vom 17. August 2021 hat die DP GmbH zudem die verbleibenden 208 eigenen Anteile der Planerio (à je 1 EUR) erworben. Somit hält die DP GmbH 100% der Anteile an der Planerio.

Mit notarieller Urkunde vom 23. Juni 2021 hat die DP GmbH 100% der Anteile an der lichtfeld GmbH, Hockenheim ("lichtfeld"), erworben.

Die DP GmbH als Muttergesellschaft der DP Gruppe hat zur Finanzierung der Kaufpreise ein Darlehen über EUR 100 Mio erhalten (siehe dazu auch die Ausführungen unter Abschnitt E). Ebenso wurde der DP GmbH für die DP Gruppe ein revolvierendes Betriebsmitteldarlehen in Höhe von EUR 5 Mio eingeräumt, welches per 31. Dezember 2021 nicht genutzt wurde.

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen eines Konzerns im Sinne von § 290 HGB. Die Gesellschaft ist gemäß § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht aufzustellen und nach §§ 316 ff. HGB prüfen zu lassen. Konzernabschluss und Konzernlageberichtsind nach § 325 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch einzureichen und im Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen.

Die Altgesellschafter der Viantro und der Planerio haben in weiteren Schritten Ihre durch Stammkapitalerhöhung und die beschriebene jeweilige Einbringung der Anteile erworbene Beteiligung an der DP GmbH in die Doctor Placement Germany Holding GmbH, Hamburg ("DPGH"), eingebracht. Im Ergebnis hält die DPGH am Bilanzstichtag weiterhin 100% der Anteile an der DP GmbH. Die DPGH stellt damit den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, dem das Mutterunternehmen als Tochterunternehmen angehört. Der Konzernabschluss der DPGH wird ebenfalls im Bundesanzeiger offengelegt.

In den vorliegenden Konzernabschluss der DP GmbH sind neben dem Mutterunternehmen die Abschlüsse von neun inländischen und zwei ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen (Vollkonsolidierung).

Dem Konzernabschluss liegt die nach § 297 Abs. 3 Satz 1 HGB vorgeschriebene Einheitstheorie zugrunde. Die folgenden Unternehmen sind im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:

doctari Pflege GmbH, Hamburg ("doctari Pflege");

doctari GmbH, Berlin ("doctari");

doctari Ärzte ANÜ GmbH, Berlin ("doctari Ärzte ANÜ");

doctari Pflege ANÜ GmbH, Hamburg ("doctari Pflege ANÜ");

doctari med ANÜ GmbH (vormals: doctari Ärzte Plus GmbH), Berlin ("doctari med ANÜ");

doctari Fachpflege GmbH, Hamburg ("doctari Fachpflege");

doctari Schweiz GmbH, Allschwil (Schweiz) ("doctari CH");

Viantro GmbH, Heidelberg ("Viantro");

Planerio GmbH, München ("Planerio");

lichtfeld GmbH, Hockenheim ("lichtfeld"); und

doctari group technologies S.R.L., Timisoara (Rumänien) ("doctari tech").

Die DP GmbH hält jeweils 100% der Anteile der vorgenannten Gesellschaften. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes an den Tochterunternehmen der DP Gruppe ist Bestandteil einer gesonderten Anlage zum Konzernanhang.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Zur besseren Vergleichbarkeit werden die Vorjahreszahlen gegen "pro-forma" Zahlen per 31. Dezember 2021 gestellt, die den Konzern mit den Gesellschaften, so wie diese per 31. Dezember 2020 bestanden, darstellt.

B) Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss der DP Gruppe wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Konzernrechnungslegung aufgestellt.

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

Den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Aus rechentechnischen Gründen können in den in diesem Konzernabschluss dargestellten Informationen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten.

C) Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss der Gesellschaft sind die DP GmbH und sämtliche Tochtergesellschaften, die unter der rechtlichen und tatsächlichen Kontrolle der Gesellschaft stehen, einbezogen.

Stichtag des Konzernabschlusses sowie aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2021. Die Erstkonsolidierung erfolgte grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung des Vermögens und der finanziellen und operativen Handlungen des erworbenen Unternehmens auf den Konzern übergeht.

Die Kapitalkonsolidierung der vollkonsolidierten Tochterunternehmen erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durch Verrechnung des Beteiligungsansatzes des Mutterunternehmens mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Bei der Ermittlung des Zeitwertes der Vermögensgegenstände und Schulden führte die Geschäftsführung eine Kaufpreisallokation im Rahmen des Anteilserwerbes durch. Als Zeitpunkt für die Erstkonsolidierung wurde der Erwerbszeitpunkt gemäß § 301 Abs. 2 HGB gewählt.

Ergeben sich aus der Erstkonsolidierung nach der Kaufpreisallokation verbleibende aktive Unterschiedsbeträge, so werden diese als Geschäfts- oder Firmenwert gezeigt und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital von vollkonsolidierten Tochterunternehmen sind in diesem Konzernabschluss nicht vorhanden.

Bei der Schuldenkonsolidierung wurden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Konzernunternehmen verrechnet.

Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden Innenumsätze, Kostenumlagen sowie Zinsbelastungen zwischen den Konzernunternehmen vollständig verrechnet.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Bilanzen erfolgt zum Abschlussstichtag - mit Ausnahme des Eigenkapitals - zum Devisenkassamittelkurs. Das Eigenkapital (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag) der ausländischen Gesellschaft wird zu historischen Kursen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zu jährlichen Durchschnittskursen in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" gesondert ausgewiesen.

D) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die für die Aufstellung des Abschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Erwerb angesetzt und zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden in den Folgeperioden mit ihren individuellen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und gegebenenfalls vorliegender kumulierter Wertminderungsaufwendungen ausgewiesen. Immaterielle Vermögensgegenstände mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen. Die jeweilige Abschreibungsdauer und -methode wird mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Immaterielle Vermögensgegenstände werden linear über Nutzungsdauern von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte enthalten sowohl externe als auch interne Herstellungskosten, wobei letztere anhand von Stundensätzen vorliegenden Aktivitätsaufzeichnungen bewertet werden.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend § 253 Abs. 3 S. 4 linear über 10 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen und Aufwendungen aus Wertminderungen, angesetzt. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden linear über Nutzungsdauern von 3 bis 13 Jahren abgeschrieben. Die Restbuchwerte sowie die verwendete Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden überwiegend im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringbarkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben und ausgebucht.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und berücksichtigen alle bis zur Konzernabschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Soweit die Rückstellungen eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen, werden sie entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zum jeweiligen Erfüllungsbetrag bilanziert.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung von der bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung der Beträge werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden in Übereinstimmung mit § 256a HGB das Anschaffungskostenprinzip und das Realisationsprinzip nicht angewandt.

Latente Steuern können grundsätzlich aus temporären Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften sowie aus Konsolidierungsvorgängen resultieren.

Umsätze werden realisiert, wenn die Leistung nachweislich erbracht ist. Mögliche Rabatte werden als Erlösschmälerungen erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfolgswirksam erfasst.

Zinsaufwendungen werden erfasst, wenn die Zinsansprüche der Darlehensgeber entstanden sind.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen worden, die sich auf die Bewertung der bilanzierten Vermögensgegenstände, Schulden, Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Kaufpreisallokation, die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Realisierbarkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Höhe und die Eintrittswahrscheinlichkeit von ungewissen Verbindlichkeiten.

E) Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Jahr 2021 sind im Konzern-Anlagespiegel dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen die durch die Erstkonsolidierungen aufgedeckten und bewerteten immateriellen Vermögensgegenstände sowie angeschaffte EDV-Software und gewerbliche Schutzrechte. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind mit ihren Entwicklungskosten von EUR 4.408 T (Vorjahr: EUR 1.348 T) bilanziert.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen verrechnet. Das jeweilige Eigenkapital ist dabei mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht, der diesen am Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen war. Entsprechend sind auch die zum Buchwert eingebrachten Anteile zum Zeitwert in die Erstkonsolidierung eingegangen.

Im Rahmen der Ermittlung der Zeitwerte wurden im Jahr der Erstkonsolidierung (2018) der doctari Gesellschaften folgende nicht bilanzierte immaterielle Vermögensgegenstände identifiziert und mit marktkonformen Bewertungsmethoden auf Basis der durch die Unternehmensführung vorlegten Geschäftspläne bewertet:

die Marke doctari,

die vorhandene Datenbank, sowie

Auftragsbestände und in Arbeit befindliche EDV-Lösungen.

Im Anhang des Abschlusses des Geschäftsjahres 2018 wurden die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten und zum Stichtag wesentlichen Vermögensgegenstände sowie die zugrunde gelegten Bewertungsmethoden näher erläutert. Im Geschäftsjahr wurden an Ansatz, Bewertung und Ausweis dieser immateriellen Vermögensgegenständen keinerlei Veränderungen vorgenommen, allein die laufende lineare Abschreibung des Geschäftsjahres wirkte sich wertmindernd aus.

Der im Geschäftsjahr aus der Erstkonsolidierung der doctari Gesellschaften verbliebene Unterschiedsbetrag wurde im Jahr der Erstkonsolidierung als Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 177,5 Mio erfasst und wird mit EUR 115,4 Mio (Vorjahr: 133,2 Mio) zum Stichtag bilanziert.

Aufgrund der drei Zukäufe im Jahr 2021 erfolgte die Ermittlung der Zeitwerte der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, welche am jeweiligen Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen waren, für Viantro, Planerio und Lichtfeld einzeln.

Für die Gesellschaften wurden die folgenden bilanzierte und nicht bilanzierte immaterielle Vermögensgegenstände identifiziert und mit marktkonformen Bewertungsmethoden auf Basis der durch die Geschäftsführung vorgelegten Geschäftspläne bewertet:

die Software "ATS" (Viantro);

die Marke "Viantro";

die vorhandene Viantro-Datenbank;

die Software "Time Tracking and Planning" (Planerio);

die Marke "Planerio";

die bestehenden Planerio-Verträge inklusive Kundenbeziehungen;

die vorhandene Lichtfeld-Datenbank;

die Marke "lichtfeld"; sowie

die bei Lichtfeld im Einsatz befindliche selbst entwickelte Software.

Nachfolgend werden für die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten und zum Stichtag wesentlichen Vermögensgegenstände die zugrunde gelegten Bewertungsmethoden erläutert:

a)

Bewertung der Software "ATS" (Viantro) und "Time Tracking and Planning" (Planerio)

Die Bewertung der bereits bilanzierten Software erfolgte unter Anwendung eines kapitalmarktorientierten Verfahrens in Form der Lizenzpreisanalogiemethode. Die dabei angewendete Lizenzrate wurde in Analogie an marktkonforme Lizenzraten bei Softwarelizenzierungen ermittelt. In die Bewertung der Software ist das aktuell in der Entwicklung befindliche und zum Bewertungsstichtag bereits als "in Entwicklung befindlicher immaterieller Vermögensgegenstand" aktivierte Softwareupdate mit eingeflossen.

b)

Bewertung der Marken "Viantro", "Planerio" und "lichtfeld"

Die Bewertung der bisher nicht bilanzierten Marke "Viantro" erfolgte unter Anwendung eines kapitalmarktorientierten Verfahrens in Form der Lizenzpreisanalogiemethode. Die dabei angewendete Lizenzrate wurde in Analogie an marktkonforme Lizenzraten bei Markenlizenzierungen ermittelt.

c)

Bewertung der Viantro-Datenbank

Die Bewertung der bisher nicht bilanzierten Datenbank erfolgte unter Anwendung der Residualwertmethode. Bei der Ermittlung der dafür zugrunde gelegten Bartwerte der Ein- und Auszahlungen wurde eine Anmietung/Leasing der sog. unterstützenden Vermögensgegenstände samt angemessener Verzinsung berücksichtigt.

d)

Bewertung der bestehenden Planerio-Verträge inklusive der Kundenbeziehungen

Die Bewertung der bisher nicht bilanzierten Verträge inklusive der Kundenbeziehungen erfolgte unter Anwendung der Residualwertmethode. Bei der Ermittlung der dafür zugrunde gelegten Bartwerte der Ein- und Auszahlungen wurde eine Anmietung/Leasing der sog. unterstützenden Vermögensgegenstände samt angemessener Verzinsung berücksichtigt.

a)

Bewertung der Lichtfeld-Datenbank

Die Bewertung der bisher nicht bilanzierten Datenbank erfolgte unter Anwendung der Residualwertmethode. Bei der Ermittlung der dafür zugrunde gelegten Bartwerte der Ein- und Auszahlungen wurde eine Anmietung/Leasing der sog. unterstützenden Vermögensgegenstände samt angemessener Verzinsung berücksichtigt.

b)

Bewertung der Lichtfeld-Software

Die Bewertung der bisher nicht bilanzierten Software erfolgte unter Anwendung eines kostenorientierten Verfahrens auf Basis der Reproduktionskostenmethode.

Der im Geschäftsjahr aus der Erstkonsolidierung verbliebenen Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwerte bei der Erstkonsolidierung wie folgt erfasst und am Stichtag bilanziert:

Viantro: EUR 13,8 Mio und EUR 13,0 Mio (Stichtag);

Planerio: EUR 28,0 Mio und EUR 26,6 Mio (Stichtag); und

Lichtfeld: EUR 13,5 Mio und EUR 12,9 Mio (Stichtag).

Der Kapitalisierungszinssatz aller Bewertungen wurde aus dem auf Basis der Svensson-Methode ermittelten Basiszinssatz von 0,30% und einer vom Fachausschuss Unternehmensbewertung erarbeiteten Bandbreite für Marktrisikoprämien (zwischen 6,0%-8,0%) ermittelt und jeweils laufzeitspezifisch angewendet.

Bestimmte immaterielle Vermögensgegenstände (im Wesentlichen: Domains, Marke) sind an Darlehensgeber der Gruppe verpfändet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Das Ausfallrisiko ist bei den in der Bilanz angesetzten Forderungen entsprechend berücksichtigt.

Für den weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Forderungsbestand ist zum Abschlussstichtag nicht ersichtlich, dass den Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden wird. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind üblicherweise nicht zinstragend und generell innerhalb von 14 bis 21 Tagen zu begleichen.

Im Geschäftsjahr 2021 entstanden Forderungsverluste aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1 T (Vorjahr: EUR 276 T).

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um mit dem Factoring zusammenhängende Verrechnungskonten, Umsatzsteuerforderungen und Kautionen, wovon EUR 855 T (Vorjahr: EUR 184 T) eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gruppe in Höhe von EUR 35,7 Mio (Vorjahr: EUR 13,0 Mio) am Bilanzstichtag sind an Darlehensgeber oder die Factoringgesellschaft verpfändet.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (EUR 3.060 T; Vorjahr: EUR 1.723 T) beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Gebühren für die langfristige Finanzierung für Zeiträume nach dem Bilanzstichtag sowie Vorauszahlungen für Versicherungsbeiträge.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021.

Die DP GmbH, doctari, doctari Pflege, doctari Ärzte ANÜ, doctari Pflege ANÜ, doctari Fachpflege und die doctari Med ANÜ sind seit 1. Oktober 2018 in einer umsatzsteuerlichen Organschaft finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch eingegliedert.

Seit dem 1. Januar 2019 hat die DP GmbH Ergebnisabführungsverträge mit der doctari, der doctari Ärzte ANÜ, der doctari Ärzte Plus, der doctari Fachpflege, der doctari Pflege und der doctari Pflege ANÜ geschlossen und ist damit auch Organträger einer körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft.

Seit dem 1. Oktober 2021 besteht durch deren finanzielle, wirtschaftliche und organisatorische Eingliederung auch mit der Viantro, der Planerio und auch mit der lichtfeld ein umsatzsteuerliches Organschaftsverhältnis.

Die Viantro als auch die Planerio haben ab dem 1. Oktober 2021 auf ein vom Kalender abweichendes Wirtschaftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 umgestellt. Daneben wurden für diese beiden Gesellschaften Ergebnisabführungsverträge mit der DP GmbH ab 1. Oktober 2021 geschlossen und damit die Gesellschaften ebenfalls in eine körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft eingebunden. Beide Geschäftsjahre wurden zum 1. Januar 2022 wieder auf Kalenderjahr zurück gestellt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Prüfungs- und Abschlusskosten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die DP GmbH als Muttergesellschaft der DP Gruppe hat in 2018 eine Darlehensfinanzierung über EUR 60,0 Mio erhalten, von denen bereits in 2020 EUR 7,0 Mio zurückgezahlt wurden.

In 2021 hat die DP GmbH die verbleibenden EUR 53,0 Mio zurückgezahlt und eine neue Darlehensfinanzierung über EUR 100 Mio erhalten, von der bereits in 2021 EUR 2,1 Mio zurückgezahlt wurden. Ebenso wurde der DP GmbH für die DP Gruppe ein revolvierendes Betriebsmitteldarlehen in Höhe von EUR 5,0 Mio eingeräumt von dem per 31. Dezember 2021 nicht Gebrauch gemacht wurde.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Verpfändung der Finanzanlagen, immateriellen Vermögensgegenstände, Forderungen und Bankguthaben der DP GmbH sowie der deutschen Tochtergesellschaften besichert.

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten und personalbezogenen Verbindlichkeiten.

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 98,0 Mio (Vorjahr: EUR 53,0 Mio), dabei handelt es sich um langfristige Darlehen gegenüber Kreditinstituten. Weitere Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr bestehen nicht.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern beruhen zum einen auf Differenzen im Rahmen des Erwerbs der doctari Gesellschaften und betrugen zu den jeweiligen Erwerbszeitpunkten EUR 25,8 Mio und per 31. Dezember 2021 EUR 18,9 Mio (Vorjahr: EUR 20,6 Mio). Zum anderen betragen die passiven latenten Steuern, die auf Differenzen im Rahmen der Erwerbe in 2021 beruhen, für Viantro EUR 1.497 T, für Planerio EUR 2.588 T und für lichtfeld EUR 4.719 T jeweils per 31. Dezember 2021.

Passive latente Steuern auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände betrugen zum Stichtag EUR 1 Mio (Vorjahr: EUR 415 T). Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 30,7%.

F) Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaften im Konzern erbringen die Dienstleistungen Zeitarbeit und Personalvermittlung von Ärzten und Pflegefachkräften auf der Basis von Dienstverträgen mit der jeweiligen Gesundheitseinrichtung. Durch den Zukauf der Planerio sind Umsätze aus dem Verkauf von Saas-Lösungen hinzugekommen. Die Umsätze wurden im Inland erwirtschaftet. Auf den Tätigkeitsbereich der Befristeten Anstellung entfielen dabei 0,7%, die Festanstellung 1%, auf Planerio 0,3% und auf die Arbeitnehmerüberlassung ca. 98% der Umsatzerlöse.

Sonstige betriebliche Erträge enthalten unter anderem periodenfremde Erträge aus der Erstattung von Lohn- und Gehaltszahlungen sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 232 T (Vorjahr: EUR 188 T).

Andere aktivierte Eigenleistungen sind im Geschäftsjahr für aktivierte Personalaufwendungen für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände angefallen in Höhe von EUR 1.369 T (Vorjahr: EUR 619 T).

Die Position Personalaufwendungen beinhaltet die aufgewandten Löhne und Gehälter sämtlicher Mitarbeiter der Gruppe.

Die planmäßigen Abschreibungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 29.001 T (Vorjahr: EUR 23.971 T).

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Rechts- und Beratungskosten, Werbe- und Reisekosten sowie um Miet- und Leasingzahlungen. Der Posten enthält periodenfremde Aufwendungen von EUR 360 T (Vorjahr: EUR 290 T) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von EUR 3 T (Vorjahr: EUR 4 T).

Zinsaufwendungen betreffen i.W. Zinsen für langfristige Darlehensverbindlichkeiten.

Der Aufwand aus Ertragsteuern in der Gruppe beträgt insgesamt EUR 2.792 T (Vorjahr: EUR 2.624 T). Darin enthalten sind Erträge aus der Veränderung bilanzierter passiver latenter Steuern in Höhe von EUR 1.664 T (Vorjahr: EUR 1.249 T).

G) Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Guthaben bei Kreditinstituten". Ein Betrag von EUR 15,7 Mio (Vorjahr: EUR 8,7 Mio) der Bestände an Zahlungsmitteln am Bilanzstichtag ist an die Darlehensgeber der Gruppe verpfändet.

H) Sonstige Angaben

Arbeitnehmerzahl

Die Mitarbeiteranzahl nach §§ 314 Abs. 1 Nr. 4 i.V.m. 267 Abs. 5 HGB ergibt einen Durchschnitt von 2.218 (Vorjahr: 807) Mitarbeitern für die DP Gruppe. Aufgrund der Geschäftstätigkeit von Tochtergesellschaften im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung spiegelt diese Ermittlung jedoch aus Sicht der Geschäftsführung nicht die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse wider. Deshalb wurde eine alternative Berechnung vorgenommen, bei der die Ermittlung für die Arbeitnehmerüberlassung zeitanteilig anhand der geleisteten Arbeitsstunden erfolgte und sich für 2021 durchschnittlich 1.967 (Vorjahr: 1.147) Arbeitnehmer ergeben.

Von den handelsrechtlich ausgewiesenen 2.218 (Vorjahr: 807) Mitarbeitern sind 389 (Vorjahr: 193) Mitarbeiter bei den Gesellschaften in Deutschland, Rumänien und der Schweiz in der Verwaltung angestellt, 770 (Vorjahr: 368) Mitarbeiter sind in der Pflege sowie 1.056 (Vorjahr: 243) Mitarbeiter im ärztlichen Bereich tätig. Hinzu kommen drei (Vorjahr: 3) Geschäftsführer.

Geschäftsführung und Beirat im Geschäftsjahr

Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft erfolgte im Geschäftsjahr durch die Geschäftsführer:

Sang-Woo Pai, München, Vorsitzender der Geschäftsführung

Silke Oltrogge, Berlin, Geschäftsführerin

Torsten Blaschke, Hamburg, Geschäftsführer

Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt. Alle Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Der Beirat des Mutterunternehmens setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Rolf Hagemann, München, Vorsitzender des Beirats, Unternehmensberater

Daniel Schenk, Berlin, Mitglied des Beirats, Unternehmensberater

Antti Ylikorkala, Bäch (CH), Mitglied des Beirats, Unternehmensberater

Prof.Dr. Wieland Sommer, München, Mitglied des Beirats, Unternehmer

(seit 5. August 2022)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge für die Geschäftsführung und die Beiratsmitglieder und die Angabe von Bezügen von ehemaligen Organmitgliedern wurde in Anwendung von §§ 314 Abs. 3 i.V.m 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt.

Befreiungen gemäß § 264 Absatz 3 HGB

Die DP GmbH hat als Alleingesellschafterin am 30. November 2021 für die doctari, die doctari Med ANÜ, die doctari Ärzte ANÜ, die doctari Fachpflege, die doctari Pflege, die doctari Pflege ANÜ sowie für die Viantro, die Planerio und die lichtfeld den Beschluss gefasst, für das Geschäftsjahr 2021 die Erleichterungen gemäß § 264 Absatz 3 HGB in Anspruch zu nehmen. Die jeweilige Gesellschaft wird somit für das Geschäftsjahr 2021 von der Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses einschließlich des Lageberichtes 2021 sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses 2021 befreit.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr entfällt auf Honorare für Abschlussprüfungen (EUR 135 T; Vorjahr EUR 85 T) sowie auf sonstige Beratung (EUR 60 T, Vorjahr EUR 47).

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens hat der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, den Jahresüberschuss der DP GmbH iHv EUR 9,2 Mio auf neue Rechnung vorzutragen.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für 2022 in Höhe von EUR 1.542 T (Vorjahr: EUR 879 T), für die Jahre 2023 bis 2025 von EUR 3.626 T (Vorjahr: EUR 2.509 T) und nach dem Jahr 2025 von EUR 493 T (Vorjahr: EUR 196 T) aus Büromieten. Veränderungen ergeben sich hierbei i.W. aus dem für 2021 neu abgeschlossenen Mietvertrag für den Standort München sowie aus den Mietverträgen der im Jahr 2021 zugekauften Töchter.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr 2021 fanden keine wesentlichen, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene, Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen statt, welche gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB HGB berichtspflichtig gewesen wären.

Nachtragsbericht

Ukraine Krise

Seit Beginn der Auseinandersetzungen in der Ukraine Ende Februar 2022 müssen auch deutsche Unternehmen sich auf zusätzliche Risiken einstellen. Da die DP-Gruppe keine direkten oder indirekten Geschäftsbeziehungen nach Russland oder die Ukraine unterhält, sind die direkten Risiken aus der Krise für die DP Gruppe zunächst als gering zu bewerten. Signifikantere Risiken sind die möglicherweise beeinträchtigte Energieversorgung in Deutschland, die einhergehende Inflation sowie die nicht quantifizierbaren Auswirkungen auf die Gesamtkonjunktur. Für die DP-Gruppe ergeben sich daraus Risiken für Umsatzerlöse, Kosten und den Wegfall von Kunden und Personal.

Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Sang-Woo Pai, München, Frau Silke Oltrogge, Berlin, und Herrn Torsten Blaschke, Hamburg, wahrgenommen. Herr Sang-Woo Pai ist mit Wirkung des 29. April 2022 als Geschäftsführer zurückgetreten und wurde entsprechend abberufen. Mit Wirkung zum 2. Mai 2022 wurde Herr Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler zum Geschäftsführer (Vors.) bestellt.

 

Hamburg, den 13. Juni 2022

Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, Geschäftsführer Vors.

Silke Oltrogge, Geschäftsführerin

Torsten Blaschke, kfm., Geschäftsführer

Konzern-Anlagenspiegel

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
EUR Beginn der Periode 1. Jan 2021 Zugänge Zugänge Unternehmensakquisition
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.417.791,74 1.457.907,97 830.698,80
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 84.837.729,62 148.027,78 31.349.408,42
3. Geschäfts- oder Firmenwert 177.542.078,93 - 55.269.067,25
4. geleistete Anzahlungen 6.900,00 1.203.085,07 74.917,70
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 263.804.500,29 2.809.020,82 87.524.092,17
1. Technische Anlagen und Maschinen 700.608,46 138.323,20 -
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.477.448,18 472.636,68 328.323,05
3. geleistete Anzahlungen - - -
II. Sachanlagen 2.178.056,64 610.959,88 328.323,05
Summe Anlagevermögen 265.982.556,93 3.419.980,70 87.852.415,22
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
EUR Umbuchungen Abgänge Ende der Periode 31. Dez 2021
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.014.097,72 - 4.720.496,23
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - - 116.335.165,82
3. Geschäfts- oder Firmenwert - - 232.811.146,18
4. geleistete Anzahlungen -1.014.097,72 -19.550,00 251.255,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände - -19.550,00 354.118.063,28
1. Technische Anlagen und Maschinen - -504,16 838.427,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - -39.702,43 2.238.705,48
3. geleistete Anzahlungen - - -
II. Sachanlagen - -40.206,59 3.077.132,98
Summe Anlagevermögen - -59.756,59 357.195.196,26
Abschreibungen
EUR Beginn der Periode 1. Jan 2021 Zugänge Abgänge Ende der Periode 31. Dez 2021
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 69.304,12 243.659,83 - 312.963,95
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.144.580,99 7.566.390,99 - 24.710.971,98
3. Geschäfts- oder Firmenwert 44.385.517,69 20.520.660,75 - 64.906.178,44
4. geleistete Anzahlungen - - - -
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 61.599.402,80 28.330.711,57 - 89.930.114,37
1. Technische Anlagen und Maschinen 346.490,46 181.303,48 - 527.793,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 480.364,18 492.972,75 -1.056,19 972.280,74
3. geleistete Anzahlungen - - - -
II. Sachanlagen 826.854,64 674.276,23 -1.056,19 1.500.074,68
Summe Anlagevermögen 62.426.257,44 29.004.987,80 1.056,19 91.430.189,05
Buchwerte
EUR Beginn der Periode 1. Jan 2021 Ende der Periode 31. Dez 2021
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.348.487,62 4.407.532,28
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 67.693.148,63 91.624.193,83
3. Geschäfts- oder Firmenwert 133.156.561,19 167.904.967,59
4. geleistete Anzahlungen 6.900,00 251.255,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 202.205.097,44 264.187.948,75
1. Technische Anlagen und Maschinen 354.118,00 310.633,56
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 997.084,00 1.266.424,74
3. geleistete Anzahlungen - -
II. Sachanlagen 1.351.202,00 1.577.058,30
Summe Anlagevermögen 203.556.299,44 265.765.007,05

Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21 (Indirekte Methode)

2021
TEUR
2020
TEUR
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschl. Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -19.161 -12.443
2. Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 29.005 23.971
3. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 2.005 443
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 51 0
5. Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -17.877 1.836
6. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 16.538 -799
7. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 27 0
8. Zinsaufwendungen/Zinserträge 4.942 3.203
9. Ertragsteueraufwand/-ertrag 2.792 2.624
10. Ertragsteuerzahlungen -1.514 -2.989
11. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 16.808 15.847
12. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.809 -1.672
13. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -572 -1.202
14. Auszahlung für Zugänge zum Konsolidierungskreis -59.389 0
15. Erhaltene Zinsen 9 6
16. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -62.761 -2.868
17. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 1 0
18. Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 97.423 0
19. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -55.563 -18
20. Gezahlte Zinsen -3.623 -2.887
21. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 38.238 -2.906
22. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -7.716 10.074
23. Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 155 2
24. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 23.214 13.138
25. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 15.653 23.214

Konzerneigenkapitalspiegel 2021

in EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Differenz aus Währungsumrechnung
Stand am 1. Januar 2020 32.192,00 187.841.475,00 -18.041,02
Währungsumrechnung - - 1.870,32
Konzernjahresfehlbetrag - - -
Stand am 31. Dezember 2020 32.192,00 187.841.475,00 -16.170,70
Ergebnisverwendung
Stand am 1. Januar 2021 32.192,00 187.841.475,00 -16.170,70
Barkapitalerhöhung 1.314,00
Einbringung Anteile 21.260.607,78
Währungsumrechnung (1.852,14)
Konzernjahresfehlbetrag
Stand am 31. Dezember 2021 33.506,00 209.102.082,78 -18.022,84
in EUR Verlustvortrag Konzernjahresfehlbetrag Konzerneigenkapital
Stand am 1. Januar 2020 -22.552.032,60 - 165.303.593,38
Währungsumrechnung - - 1.870,32
Konzernjahresfehlbetrag - -12.442.787,44 -12.442.787,44
Stand am 31. Dezember 2020 -22.552.032,60 -12.442.787,44 152.862.676,26
Ergebnisverwendung -12.442.787,44 12.442.787,44 -
Stand am 1. Januar 2021 -34.994.820,04 - 152.862.676,26
Barkapitalerhöhung 1.314,00
Einbringung Anteile 21.260.607,78
Währungsumrechnung -1.852,14
Konzernjahresfehlbetrag -19.161.307,23 -19.161.307,23
Stand am 31. Dezember 2021 -34.994.820,04 -19.161.307,23 154.961.438,67

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Doctor Placement GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Doctor Placement GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Doctor Placement GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 24. Juni 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Philipp Medrow, Wirtschaftsprüfer

ppa. Laurent Griffoul, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 22. Juli 2022 gebilligt.

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