Ganske Digital GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Anstrichmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kathrin Susanne Jacob seit 4.3.2019 | Prokura |
Sebastian Ganske seit 12.5.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Thomas GanskeGANSKE VERLAGSGRUPPE GmbH+2 | 99.58% |
S******** G*****GANSKE VERLAGSGRUPPE GmbH | 0.43% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GANSKE VERLAGSGRUPPE GmbHHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022INHALTSVERZEICHNIS Bestätigungsvermerk
Besondere Auftragsbedingungen Allgemeine Auftragsbedingungen Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GANSKE VERLAGSGRUPPE GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der GANSKE VERLAGSGRUPPE GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerngewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der GANSKE VERLAGSGRUPPE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 21. März 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Zickmann, Wirtschaftsprüfer Dr. Nommensen, Wirtschaftsprüfer Handelsregister Hamburg: HRB 52443Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine Erläuterungen Die GANSKE VERLAGSGRUPPE GmbH mit Sitz in Hamburg ist beim Amtsgericht Hamburg unter der Nummer HRB 52443 geführt. Der Konzernabschluss der GANSKE VERLAGSGRUPPE GmbH zum 31. Dezember 2022 wird wie in den Vorjahren nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden folgen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Gliederung, Ansatz und Bewertung werden im Konzernabschluss einheitlich nach den von der GANSKE VERLAGSGRUPPE GmbH angewendeten Methoden vorgenommen. Im Einzelnen wird nach den folgenden Grundsätzen bewertet: Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode, bewertet. Die Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 5 Jahre, für Kundenadressen 5 bis 10 Jahre und für Verlagsrechte und Firmenwerte bis 20 Jahre. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden im Wesentlichen linear, beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen. Ein Gebäude wird degressiv abgeschrieben. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden gemäß den §§ 311, 312 HGB nach der Equity-Methode bewertet, soweit die Beteiligungen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Das sonstige Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, sofern eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei den Bewertungsvereinfachungen ergeben sich keine wesentlichen Unterschiede zu den Tageswerten. Die Bestände werden zu Einzelkosten unter Berücksichtigung angemessener Gemeinkostenzuschläge und Verwaltungsgemeinkosten angesetzt. Für Über- und Altbestände werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand werden zum Nominalwert angesetzt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag aktiviert, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren auf Basis eines Zinsfußes von 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %), bei einer Rentendynamik von 2,15 % (Vorjahr: 1,51 %), errechnet. Den Pensionsgutachten liegen die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zugrunde. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde das Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in Anspruch genommen, den Unterschiedsbetrag auf 15 Jahre zu verteilen, so dass sich im Berichtsjahr eine Zuführung in Höhe von T€ 43 (Vorjahr: T€ 43) ergibt. Der verbleibende Zuführungsbedarf zum 31. Dezember 2022 beträgt T€ 87 (Vorjahr: T€ 130). Der Zinssatz zur Abzinsung der Pensionsrückstellungen wird danach mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre statt der letzten 7 Jahre (1,44 %; Vorjahr: 1,35 %) angesetzt. Die Anwendung des 10-Jahresdurchschnittszinssatzes führt zu einem ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB von T€ 74 (Vorjahr: T€ 108). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Remittendenrückstellung wurde nach gewichteten Erfahrungswerten gebildet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Lizenzeinnahmen werden im Jahr der Vergabe ertragswirksam vereinnahmt. 3. Konsolidierungskreis Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind auf Anlage 3/Seite 12 zum Konzernanhang ersichtlich. Befreiende Wirkung nach § 264b HGB und nach § 264 Abs. 3 HGB Die folgenden Gesellschaften machen von den Befreiungen nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
*3 - vormals Daheim Liefer-Service GmbH
Die AGV Alster Grundstücks- und Verwaltungsges. mbH & Co. KG, Hamburg macht von den Befreiungen nach § 264b HGB Gebrauch. Die GANSKE VERLAGSGRUPPE Beteiligungs GmbH macht von den Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch und ist aufgrund der Erfüllung der Vorgaben nach § 291 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 Nr. 1 bis 4 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines (Teil-) Konzernabschlusses befreit. 4. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden Eigenkapitalanteil nach Zuordnung von stillen Reserven. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 31. Dezember 2001. Die bei der Neubewertung der Aktiva und Passiva der Tochterunternehmen aufgedeckten stillen Reserven wurden den Grundstücken und Bauten sowie den Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten zugeordnet. Die nach der Kapitalkonsolidierung verbleibenden aktiven Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte ausgewiesen und über eine Laufzeit bis zu 20 Jahren gem. § 309 Abs. 1 HGB abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2022 werden Firmenwerte in Höhe von T€ 544 (Vorjahr: T€ 674) ausgewiesen. Das Konzept sowie die Geschäftsmodelle wurden und werden langfristig durch die Verlagsgruppe fortgeführt, weswegen den Firmenwerten eine Nutzungsdauer bis 20 Jahren zugrunde gelegt wurde. Die in dem Konzernabschluss als Anteile an assoziierten Unternehmen ausgewiesene Beteiligung ist in der Anlage aufgeführt. Der Wertansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt gemäß § 312 HGB nach der Buchwertmethode. Es wurden die Wertverhältnisse zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss als assoziiertes Unternehmen zugrunde gelegt. Bei der Bewertung der Beteiligung an der dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, München, nach der Equity-Methode ist bei der Erstkonsolidierung zum 31. Dezember 2001 ein Firmenwert in Höhe von T€ 2.350 entstanden. Dieser hat sich aufgrund nachträglicher Anschaffungskosten um T€ 3.187 erhöht. Diese Firmenwerte werden jeweils über insgesamt 20 Jahre abgeschrieben und betragen zum Bilanzstichtag kumuliert T€ 786 (Vorjahr: T€ 933). Die Firmenwerte sind mit der Beteiligung zusammengefasst. Das Beteiligungskonzept wurde und wird langfristig durch die Gesellschaft fortgeführt, weswegen dem Firmenwert eine Nutzungsdauer von 20 Jahren zugrunde gelegt wurde. Für die Beteiligung an der dtv Geschäftsführungs-GmbH, München, wurde gemäß § 311 Abs. 2 HGB auf den Ausweis als assoziiertes Unternehmen verzichtet, da die Gesellschaft ausschließlich als Komplementärin tätig ist und somit für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Bei der Erstkonsolidierung der Ganske Digital GmbH zum 27.04.2021 ergaben sich keine Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung. Bei der Erstkonsolidierung der Vitalissimo GmbH zum 28.04.2022 ergaben sich keine Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung. Der operative Geschäftsbetrieb der Daheim-Liefer Service GmbH (nunmehr: Lesezirkel Ganske Verwaltungs GmbH) wurde im Geschäftsjahr 2021 auf die neu gegründete Daheim-Liefer Service 2 GmbH ausgegliedert. Aus dieser konzerninternen Umstrukturierung ergaben sich keine Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Dies umfasst auch innerhalb des Konsolidierungskreises bestehende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden sämtlich auf den 31. Dezember 2022 aufgestellt. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr i. H. v. T€ 2.207 (Vorjahr: T€ 2.210) enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind mit T€ 134 (Vorjahr: T€ 103) Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Außerdem bestehen Forderungen gegen Gesellschafter i. H. v. T€ 209 (Vorjahr: T€ 111). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der GANSKE VERLAGSGRUPPE GmbH beträgt T€ 5.026. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter In diesem Posten sind die Fremdanteile an den Konzerngesellschaften Frölich & Kaufmann Verlag und Versand GmbH mit T€ 296 (Vorjahr: T€ 296) und GANSKE VERLAGSGRUPPE Beteiligungs GmbH mit T€ -3.937 (Vorjahr: T€ -3.494) enthalten. Nach Saldierung verbleibt ein passiver Ausgleichposten von T€ 3.641 (Vorjahr: T€ 3.198). Latente Steuern Künftige Steuerbe- bzw. -entlastungen wurden auf Bewertungsdifferenzen insbesondere im Anlagevermögen, in den Rückstellungen sowie in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten zwischen Konzernbilanz und Steuerbilanz angesetzt. Des Weiteren wurden innerhalb von 5 Jahren nutzbare Vorteile aufgrund vorhandener steuerlicher Verlustvorträge bei der Ermittlung der latenten Steuern berücksichtigt. Es existieren weitere Verlustvorträge, die nach dem 5-Jahreszeitraum genutzt werden können. Die der Bewertung steuerlicher Latenzen zugrunde gelegten Steuersätze betragen für Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag 15,825 % sowie für Gewerbesteuer je nach Gewerbesteuerhebesatz der jeweiligen Gesellschaft zwischen 15,702 % und 16,869 %. Der Konzernsteuersatz wurde insgesamt mit 31,527 % beziffert. Die latenten Steuern des § 306 Satz 6 HGB wurden mit denen des § 274 HGB zusammengefasst. Insgesamt wurden aktive mit passiven Latenzen verrechnet, sodass insgesamt keine latenten Steuern auszuweisen sind. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgebeträge für Risiken aus dem Verkaufsgeschäft (insbesondere erwartete Remittenden und ausstehende Rechnungen), Jahresabschlusskosten, Wiederherstellungsverpflichtungen sowie aus dem Personalbereich. Verbindlichkeiten Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten hinsichtlich Zusammensetzung und Fälligkeit sind im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. 6. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse nach geographischen Märkten gliedern sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse beinhalten Kommissionserlöse in Höhe von € 9.970 (Vorjahr: T€ 8.036). Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen außergewöhnliche Erträge aus Anlagenverkäufen in Höhe von T€ 4.015, Erträge aus Kostenerstattungen sowie Auflösungen von Rückstellungen enthalten. Es werden periodenfremde Erträge von insgesamt T€ 1.099 (Vorjahr: T€ 1.311) ausgewiesen. Personalaufwand Der Posten beinhaltet außergewöhnliche Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von T€ 655 (Vorjahr: T€ 370).
Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für Werbung und Marktforschung, Vertriebskosten, Mietaufwendungen, allgemeine Verwaltungskosten, Fremdarbeiten sowie außergewöhnliche Aufwendungen für die Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz bei der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 43. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Hier werden im Wesentlichen Lieferantenskonti in Höhe von T€ 558 (Vorjahr: T€ 580) ausgewiesen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Erträge und Aufwendungen für Körperschafts- und Gewerbesteuer des laufenden Geschäftsjahres sowie Vorjahre i. H. v. T€ 160 (Vorjahr: T€ 592). 7. Sonstige Angaben Angaben zum Mutterunternehmen und zu verbundenen Unternehmen Die GANSKE VERLAGSGRUPPE GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (HRB 52443). Die Hoheliethe Beteiligungs GmbH, Hamburg, ist Mehrheitsgesellschafterin der GANSKE VERLAGSGRUPPE GmbH. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus nicht zu bilanzierenden Verpflichtungen erwachsen dem Konzern künftig folgende Aufwendungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen:
Geschäftsführung der Obergesellschaft
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr insgesamt T€ 1.107 (Vorjahr: T€ 1.294). Die Pensionsrückstellung für die Mitglieder der Geschäftsführung beträgt zum 31.12.2022 T€ 282 (Vorjahr: T€ 277). Für ehemalige Geschäftsführer und ihre Hinterbliebenen wurde eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 771 (Vorjahr: T€ 768) gebildet. Die jährliche Rentenzahlung beläuft sich wie im Vorjahr auf T€ 59. Abschlussprüferhonorare Für Leistungen, die der Konzernabschlussprüfer für das Mutterunternehmen und konsolidierte Tochterunternehmen erbracht hat, wurde für das Geschäftsjahr 2022 folgendes Honorar als Aufwand erfasst:
Nachtragsbericht Im Laufe des Jahres 2023 verschlechterten sich die makroökonomischen Rahmenparameter in Deutschland aufgrund der inflationsbedingten Kaufzurückhaltung. Der hierdurch bedingte Umsatz- und Ergebnisrückgang führte in 2023 zu einem deutlichen Konzernverlust und einem negativen Eigenkapital, welches jedoch unter Berücksichtigung von stillen Reserven aus Immobilien weiterhin positiv ist. Die mit den finanzierenden Banken vereinbarten Financial Covenants wurden teilweise nicht eingehalten. In Abstimmung mit den finanzierenden Banken erfolgte die Erstellung eines Gutachtens unter Berücksichtigung des Prüfungsstandards IDW S 6 für die Unternehmensgruppe. Das Gutachten bescheinigt der Gruppe eine positive Fortführungsprognose und war Grundlage für den Neuabschluss der Konsortialfinanzierung, die am 25.01.2024 mit einer dreijährigen Laufzeit bis zum 31.12.2026 unterzeichnet wurde. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den gemäß Jahresabschluss erzielten Jahresüberschuss in Höhe von T€ 633 (Vorjahr: T€ 6.435) auf neue Rechnung vorzutragen.
Hamburg, den 04.März 2024 GANSKE VERLAGSGRUPPE GmbH Geschäftsführung Thomas Ganske Sebastian Ganske Carsten Tegeler Inhaltsverzeichnis BILANZ AKTIVA Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten PASSIVA Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzernverbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022
Übersicht über vollkonsolidierte Unternehmen zum 31. Dezember 2022
1) Diese Gesellschaften sind Tochterunternehmen
der GANSKE VERLAGSGRUPPE Beteiligungs GmbH.
Übersicht über nicht konsolidierte Unternehmen zum 31. Dezember 2022
Assoziierte Unternehmen zum 31. Dezember 2021
Konzernkapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Im Jahresabschluss der Muttergesellschaft wird neben dem gezeichneten Kapital eine Kapitalrücklage von € 11.829.302,65 ausgewiesen. Zudem besteht ein Bilanzgewinn von € 44.012.945,66 (Vorjahr: € 43.379.818,45). Diese Beträge stehen, mit Ausnahme ausschüttungsgesperrter Beträge von € 9.070,00 (Vorjahr: € 14.025,00) aufgrund der Bewertung der Pensionsrückstellungen, zur Ausschüttung zu Verfügung. Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell Gegenstand der GANSKE VERLAGSGRUPPE GmbH als Konzernobergesellschaft ist der Erwerb, das Halten, die Verwaltung sowie die Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen und Gesellschaften im eigenen Namen für eigene Rechnung, die Herausgabe, der Verlag, der Vertrieb und die Verbreitung von Inhalten, wie z.B. Texten und Bildern, im In- und Ausland, unabhängig von der dabei genutzten Technik sowie der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Grundvermögen im In- und Ausland. Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit des Hamburger Konzerns bilden Zeitschriften- und Buchverlage, Verlage für elektronische Medien, Versandbuchhandlungen und ein Lesezirkel. Die wesentlichen operativen Tochterunternehmen im Konzern sind die JAHRESZEITEN VERLAG GmbH, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, Hatje Cantz Verlag GmbH, Hoffmann und Campe Verlag GmbH, Frölich & Kaufmann Verlag und Versand GmbH sowie Daheim Liefer-Service 2 GmbH, (nicht operative Teile verblieben in der Lesezirkel Ganske Verwaltungs GmbH). Hauptabsatzmarkt ist der deutsche Sprachraum. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2022 gegenüber dem Jahr 2021 um 1,9 % 1 gestiegen. Im gleichen Zeitraum ist nach Angaben des statistischen Bundesamtes der Einzelhandelsumsatz gegenüber 2021 nominal um +7,8 % 2 gestiegen. Aufgrund der gestiegenen Verbrauchpreise, insbesondere für Energie und Lebensmittel, sind die Erlöse der Einzelhandelsunternehmen real (preisbereinigt) um 0,6 % geringer ausgefallen. Der Krieg in der Ukraine, die Unsicherheit über die Entwicklung der Strom- und Gaspreise führten in Verbindung mit der allgemein stark gestiegenen Inflation zu einer ausgeprägten Kaufzurückhaltung.
1
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html
2
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_039_45212.html
2.2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Der Buchmarkt konnte sich den globalen negativen Einflussfaktoren, die zu einer Konsumzurückhaltung geführt haben, nicht entziehen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. hat in einer Pressemitteilung des Branchen-Monitors Buch mitgeteilt, dass der Umsatz über alle Vertriebswege um -2,1 % zurückgegangen ist. Der Absatz ist im Vergleichszeitraum um 3 % gesunken, aber die Durchschnittspreise sind um +0,9 % gestiegen. Für den Vertriebsweg Sortimentsbuchhandel wurde ein Umsatzzuwachs von 4,8 % gemeldet. Der Umsatz resultiert aus der Absatzsteigerung von 4,8 % bei gleichzeitig konstanten Preisen. Über alle Vertriebswege konnte die Warengruppe Reise wegen einer Sonderkonjunktur nach den beiden Corona-Jahren um 13,4 % im Umsatz zulegen, die Erlöse in der Warengruppe Ratgeber sind hingegen um -6,8 % 3 gesunken. Die Umsätze mit Büchern, E-Books und Hörbüchern im E-Commerce in Deutschland waren mit -12,8 % stark rückläufig und haben ein Niveau von 3,9 Mrd. Euro 4 erreicht. Die Umsätze im deutschen E-Commerce konnten 2022 nicht an die hohen Vorjahresumsätze anknüpfen. Nominal fiel der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce im Gesamt-jahr 2022 um knapp 9 % auf 90,4 Mrd. Euro nach noch 99,1 Mrd. Euro im Vorjahr. Erstmals seit Beginn der Messungen im Jahr 2014 schrumpfte dabei der Versandhandel mit Waren gegenüber dem Vorjahr: Die Gesamtumsätze der Onlinehändler vom 1. Oktober bis 30. November lagen über alle Branchen hinweg im üblicherweise starken Vorweihnachtsgeschäft fast 17 % unter dem Vergleichszeitraum 2021. Der Markt für Publikumszeitschriften (PZ) 5 war auch 2022 von signifikanten Strukturveränderungen in den B2B- und B2C Märkten geprägt. Im deutschen B2B Werbemarkt lag 2022 der Brutto-Werbeumsatz nach den Analysten von AdVision bei 34,5 Mrd. Euro für die dort ausgewerteten Werbeträger. Im Vergleich zum Corona-bedingt bereits schwachen Jahr 2021 entspricht dies einem signifikanten Rückgang von 10,9 %. Den deutlichsten Anteil am Gesamtmarkt verzeichnet weiterhin das Fernsehen - mit 16,6 Mrd. Euro wurde hier im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 5,5 % erzielt. Positiv entwickelten sich ausschließlich die Gattungen Plakat (+4,4 %) und Fachzeitschriften (+5,3 %). Umsatz-Verluste gegenüber dem Vorjahr verzeichnen die Publikumszeitschriften (-3,5 %), die Onlinemedien (-27,7 %), die Tageszeitungen (-8,4 %) und das Radio mit einem Minus von 3,6 %. Die digitalen Angebote, hier vor allem die Tech-Konzerne Alphabet (Google, Youtube), Facebook und Amazon, vereinnahmen mittlerweile den größten Teil nicht nur der digitalen Werbeumsätze weltweit, sondern auch insgesamt im Vergleich der Mediengattungen. Dem klassischen Werbemarkt geht somit im Zuge des nun beschleunigten "Shifts" zu digitalen Werbeplattformen substanziell Netto-Umsatzvolumen verloren und auch die Brutto-Netto-Schere öffnet sich in der Folge weiter. Im klassischen B2C Markt sinken die Auflagen der Zeitschriften ebenfalls kontinuierlich. Publikumszeitschriften und Zeitungen verzeichneten im vierten Quartal 2022 in der Summe erneut eine rückläufige Entwicklung. Für die Publikumspresse beläuft sich im Schlussquartal 2022 der Rückgang ihrer Gesamtverkäufe im Vergleich zum Vorjahr auf ein Minus von 8,5 % (4/2022: 51,33 Mio. verkaufte Exemplare gegenüber 56,06 Mio. abgesetzter Stücke in 4/2021). 6 Im Zuge dieser Entwicklung und dem Bedeutungsgewinn digitaler Verbreitungswege gewinnen Diversifizierungs- und Kompensationsstrategien für die Verlage erheblich an Bedeutung. Laut einer Befragung 148 Medienunternehmen durch bitcom verändern 72 % von ihnen durch die Digitalisierung ihre Geschäftsmodelle. 85 % passen bestehende Produkte und Dienstleistungen an. Ganze 80 % erstellen für digitale Kanäle neue Produkte und Dienstleistungen, wobei 18 % bisherige Produkte vom Markt nehmen. 7 Für die Branche der Lesezirkel zeigten die Coronamaßnahmen auch noch im Jahr 2022 deutliche Auswirkungen. Erst mit Ablauf des ersten Quartals 2022 normalisierte sich die Lage erkennbar. Die dramatischen Preissteigerungen im Energiesektor, u.a. auch bei Kraftstoffen, erhöhten die Logistikkosten deutlich und die sehr energieintensive Produktion von grafischen Papieren belastete die Branche unmittelbar beim Einkauf der Lesezirkel Umschläge und mittelbar durch erhebliche Preissteigerungen im Zeitschrifteneinkauf. 2.3. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 war gekennzeichnet durch einen unerwartet hohen Umsatzrückgang in Folge der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten stark energiepreisgetriebenen Inflation und die daraus resultierende Kaufzurückhaltung der Endverbraucher. In der Gruppe war vor allem bei den Buchverlagen und dem E-Commerce-Unternehmen Frölich & Kaufmann ein Nachfragerückgang zu spüren. Nach der Corona-Pandemie hat sich hingegen das Lesezirkelgeschäft erwartungsgemäß positiv entwickelt. Ein Kundenabgang während der Pandemie konnte zwar nicht verhindert werden, aber der DLS konnte in 2022 wieder positive Ergebnisse erwirtschaften. . Beim Konzernumsatz hatte die Unternehmensgruppe Umsatzeinbußen wegen der geschilderten inflationsbedingten Kaufzurückhaltung gegenüber dem Vorjahr von 3,4 % um T€ 4.846 auf T€ 138.602 zu verzeichnen. Zeitgleich gab es im Berichtsjahr deutliche Preissteigerungen bei Papier- und Druckkosten, so dass vor allem der Materialaufwand um 4,8 % bzw. T€ 2.902 anstieg. Die Personalkosten stiegen im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 10,4 % an, was im Wesentlichen durch die Kurzarbeit in mehreren Gesellschaften im Vorjahr begründet ist. Den beschriebenen inflationsbedingten Kostensteigerungen konnte teilweise durch Preisanpassungen auf der Produktseite entgegengewirkt werden, jedoch wirkt diese Maßnahme zeitversetzt und konnte somit die Kostensteigerungen nicht kompensieren. Entgegen der Prognose im Lagebericht des Vorjahres schloss das Berichtsjahr 2022 dementsprechend mit einem deutlich schlechteren Konzernergebnis von T€ - 6.167 ab (Vorjahr Konzerngewinn T€ 3.285). 2.4. Lage 2.4.1. Ertragslage Der Konzern generiert seine Umsatzerlöse im Wesentlichen in den Bereichen Buchverkäufe, Anzeigenvermarktung, Vertrieb von Zeitschriften, Buchversand und Lesezirkel. Im Geschäftsjahr 2022 lag die Gesamtleistung mit T€ 140.331 unter dem Vorjahr (T€ 143.729). Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus der negativen Umsatzentwicklung der Gräfe und Unzer Verlag GmbH und Frölich und Kaufmann Verlag und Versand GmbH. Im Konzernabschluss der GANSKE VERLAGSGRUPPE waren im Geschäftsjahr 2022 Umsatzeinbußen von 3,4 % auf T€ 138.602 zu verzeichnen. Verstärkte Umsatzreduktion waren im Bereich des Buchhandels zu verzeichnen. Dazu gegenläufig entwickelten sich die Lesezirkelumsätze mit einem Plus von 20,3 % sowie Zeitschriften- und Lizenzumsätze mit einem Plus von 10,6 % bzw. 6,8 %. Der Rohertrag von der Gesamtleistung liegt im Geschäftsjahr mit 54,4 % um 3,1 % unter dem Vorjahr (57,5 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf T€ 6.435 (Vorjahr: T€ 5.258). Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelte es sich im Wesentlichen um Erträge aus Anlageverkäufen. Des Weiteren sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und um periodenfremde Erträge in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die Materialaufwendungen erhöhten sich aufgrund der Preissteigerungen im Zuge der Ukraine-Krise sowie Lieferengpässen gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.901. Dies entspricht einem Anstieg von 4,8 %. Im Geschäftsjahr 2022 lag der Personalaufwand mit T€ 44.943 über dem Vorjahr (T€ 40.709), welches durch die pandemiebedingte Kurzarbeit niedrigere Personalaufwendungen aufwies. Das Verhältnis von Personalaufwand zur Gesamtleistung stieg unter anderem durch das Auslaufen der pandemiebedingten Kurzarbeit im März 2022 in einigen Unternehmensbereichen um 3,7 %-Punkte auf 32,0 % zum Vorjahr (28,3 %). Die Anzahl der Mitarbeiter lag im Jahresdurchschnitt mit 907 unter dem Vorjahresniveau (917). Die Abschreibungen reduzierten sich um T€ 119 auf T€ 2.320. Dies ist im Wesentlichen auf verminderte Abschreibungsbedarfe zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 187 auf T€ 43.970 gesunken. Dies begründet sich vor allem durch gesunkene Marketing-, Werbungs- sowie Vertriebskosten. Der Beitrag der assoziierten Unternehmen zum Konzernergebnis betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 2.720 (Vorjahr: T€ 4.236). Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf T€ -7.336 gegenüber dem Vorjahr T€ 2.654. Der Konzernjahresfehlbetrag lag nach Abzug der auf andere Gesellschafter entfallenden Gewinnanteile mit T€ - 6.167 unter dem Vorjahr und unter dem Plan. 2.4.2. Vermögenslage Die Bilanzsumme lag im Berichtsjahr mit T€ 90.375 (Vorjahr: T€ 97.316) unter dem Vorjahresniveau. Die wesentlichen Gründe waren der Abbau des Working Capital, die Veräußerung einer Sachanlage sowie höhere Rückstellungen zum Stichtag. Das Anlagevermögen verringerte sich um T€ 3.956 von T€ 38.400 auf T€ 34.444. Das Bruttoinvestitionsvolumen lag bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen mit T€ 1.031 um T€ 437 über dem Vorjahr (T€ 594). Die Ganske-Gruppe investierte im Rahmen der Digitalisierung in den Ausbau der Informationssysteme. Diese Entwicklung resultiert zusätzlich aus Abgängen bei den Sachanlagen von T€ 5.142 (Vorjahr: T€ 13.168) sowie Abschreibungen von insgesamt T€ 2.467 (Vorjahr: T€ 2.717). Die Vorräte erhöhten sich um T€ 1.616 von T€ 23.576 auf T€ 25.192. Hauptgrund für die Erhöhung sind erhöhte Lagerbestände bei den Fertigerzeugnissen sowie Preissteigerungen aufgrund der Beschaffungskrise wegen Lieferengpässen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen umsatzbedingt mit T€ 29.893 um T€ 2.399 unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: T€ 32.292). Zum Bilanzstichtag wird ein Eigenkapital in Höhe von T€ 2.907 (Vorjahr: T€ 9.516) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote beträgt demnach 3,2 % (Vorjahr: 9,8 %). Die Verminderung des Eigenkapitals resultiert im Wesentlichen aus den Jahresfehlbeträgen der Tochtergesellschaften und geringeren Erträgen aus assoziierten Unternehmen. Die Rückstellungen stiegen von T€ 13.326 um T€ 961 auf T€ 14.287. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die Steuerlast des Geschäftsjahrs 2022 sowie des Vorjahres. Die Rückstellungen des operativen Geschäfts und aus dem Personalbereich liegen mit T€ 10.379 (Vorjahr: T€ 9.589) deutlich über dem Vorjahr. Die Gesamtverbindlichkeiten reduzierten sich von T€ 73.563 um T€ 1.594 auf T€ 71.969. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die der Finanzierung der Tochtergesellschaften dienen, sanken von € 50.660 auf T€ 48.401. Zur Finanzierung des Geschäfts standen und stehen der Ganske-Gruppe ausreichende Kreditlinien zur Verfügung. Im Gegenzug erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt von T€ 15.565 um T€ 1.438 auf T€ 17.002. Die erhaltenen Anzahlungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich von T€ 7.339 um T€ 773 auf T€ 6.566. 2.4.3. Finanzlage Die Forderungen haben zu etwa 90 % eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, die Verbindlichkeiten sind zu annähernd 2/3 innerhalb eines Jahres fällig. Aus nicht zu bilanzierenden Verpflichtungen erwachsen dem Konzern innerhalb der nächsten fünf Jahre Aufwendungen von T€ 7.504 (Vorjahr: T€ 7.134), die vor allem aus Miet- und Leasingverträgen beruhen. Der Cashflow nach DVFA/SG des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf T€ -5.045 (Vorjahr: T€ 5.089). Die Financial Covenants der Konsortialfinanzierung wurden ab September 2022 aufgrund der sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen teilweise nicht eingehalten und in Abstimmung mit den finanzierenden Banken ausgesetzt. Durch rechtzeitig eingeleitete Liquiditätsmaßnahmen war die Durchfinanzierung des Konzerns jederzeit sichergestellt. 2.4.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Unternehmens werden finanzielle Leistungsindikatoren (Umsätze, Ergebnisentwicklung, Cashflow, etc.) herangezogen. Diese werden im Rahmen des Berichtswesens und der Planung analysiert und zur Steuerung verwendet. 3. Chancen- und Risikobericht 3.1. Beschaffungsrisiken, Umfeld- und Branchenrisiken, Absatzrisiken Für die künftige Entwicklung der Gräfe und Unzer Verlag GmbH werden mit Ausnahme der sich möglicherweise weiter eintrübenden Kundennachfrage durch exogene Schocks wie z.B. dem Ukraine-Krieg und inflationäre Tendenzen keine wesentlichen Umsatzrisiken gesehen. Die Entwicklung der Papier- und Druckkosten sowie die steigende Energie- und Rohstoffkosten können zu einem verstärkten Margendruck bei allen Buchverlagen führen, da sich die Wirkung von Preisanpassungen erst mit einem Zeitversatz voll entfaltet. Im Beschaffungsbereich konkurrieren die Hoffmann und Campe Verlag GmbH und der Hatje Cantz Verlag GmbH mit starken Marktteilnehmern, sodass in der Akquise von Autoren und Werken kontinuierlich eine fundierte Abwägung zwischen Anschaffungskosten und potenzieller Vermarktung zu erfolgen hat. Risiken liegen weiterhin in den anhaltenden Konzentrationsprozessen. Durch den Ausbau der Marktmacht einzelner Buchhändler entstehen höhere Konditionsforderungen. Die gruppenweite Bündelung von Vertriebsaktivitäten stärkt in diesem Punkt die Verhandlungsposition der Verlage gegenüber den Handelspartnern. Die gesteigerte Kostensituation wirkt sich auf alle Branchenteilnehmer aus. Verlage sind im Bereich der Produktion von anhaltendem Kostendruck betroffen. Steigende Löhne, Logistikkosten und instabile Lieferzeiten von Rohstoffen bewirken eine angespannte Situation, die sich auf Auflagenhöhe und Bevorratung auswirken. Neben den für Hatje Cantz im internationalen Geschäft zusätzlich zu beobachtenden Situationen im Hinblick auf Logistikkosten und verlangsamte Lieferzeiträume sowie Vertreterprovisionen durch Distributionspartner in GB, US sowie im außereuropäischen Ausland sind zunehmend auch Währungsschwankungen sowie die allgemeine Kostenstruktur zu beobachten. Vor allem im Bereich der Ausschreibungen von Großprojekten durch Museen oder andere Institutionen zeichnet sich ein Rückgang von Projekten im Jahr 2023 ab. Hierauf reagiert der Verlag mit einer klaren Programmstruktur und alternativen Geschäftsmodellen. Die Frölich & Kaufmann Verlag und Versand GmbH ist bei ihren Aktivitäten typischen Geschäftsrisiken, wie beispielsweise Nachfragerückgängen, Preisdruck, sowie Verlust von Marktanteilen an Wettbewerber ausgesetzt. Nachfragerückgänge spiegeln sich dabei automatisch in Rückgängen von Bestellungen und aktiven Kunden wider. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch gesonderte Vertriebsaktionen und einem breit aufgestellten Marken- und Angebotsportfolio. Eine Fortsetzung der Stabilisierung der gestörten Lieferketten für Verkaufswaren und eine weitere Beruhigung der Preise für Papier und Wellpappe erwartet die Gesellschaft im Verlauf des Jahres 2023. Der Branchentrend rückläufiger Vertriebs- und Anzeigenerlöse wird sich auch in den Folgejahren fortsetzen und vermutlich an Intensität kaum abnehmen. Allerdings wird der Jahreszeiten Verlag GmbH mit der Konzentration auf die vier Kompetenzfelder Food, Design & Living, Travel und Luxury die Chancen im Premiumsegment mit einer Diversifizierungsstrategie weiter nutzen und sich damit dem Massenmarkttrend weitestgehend entziehen. Zusätzlich wird der Ausbau der Marken-Communities mit entsprechenden Subscription-Modellen gestärkt, um sich in den nächsten Jahren unabhängiger vom volatilen Werbemarkt zu positionieren. Ein wesentliches Risiko für die Daheim Liefer-Service 2 GmbH stellt die Preisentwicklung im Bereich der grafischen Papiere und deren Auswirkungen auf die Einkaufspreise der Zeitschriften dar. Ferner bestehen Risiken durch den Konsolidierungsprozess im Bereich der deutschen Zeitschriftenverlage. Diesen Risiken begegnet der DLS als Lesezirkel-Marktführer mit der Ausweitung des Marktanteils durch Zukäufe, der damit gestiegenen Bedeutung für die Verlage und mit Preisanhebungen auf der Kundenseite. 3.2. Risikopolitik und Risikomanagement Das Risikomanagementsystem wurde auch im Berichtszeitraum weiter optimiert. Das KPI-System wurde unter anderem um weitere geschäftsspezifische Kennzahlen erweitert. 3.3. Informationstechnische Risiken Die IT-Systeme der GANSKE VERLAGSGRUPPE sind gegen unberechtigte Zugriffe von außen geschützt. Antivirenprogramme werden regelmäßig aktualisiert und Datenbestände werden täglich als Backup gesichert und gespiegelt. Es erfolgen regelmäßig Security Checks, um die Sicherheit und Leistungsfähigkeit der IT-Systeme zu steigern und die Grundlagen für die weiteren Digitalisierungsaktivitäten der Gruppe zu schaffen. 3.4. Finanzwirtschaftliche Risiken Im Geschäftsjahr 2022 standen der GANSKE VERLAGSGRUPPE ausreichende Kreditlinien zur Verfügung. Die Financial Covenants der Konsortialfinanzierung wurden ab September 2022 aufgrund der sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen teilweise nicht eingehalten und in Abstimmung mit den finanzierenden Banken ausgesetzt. Forderungen werden systemtechnisch verwaltet und überwacht. Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen werden regelmäßig Kreditauskünfte eingeholt und eine stringente Mahn- und Kündigungsbearbeitung durchgeführt. 3.5. Personalrisiken Wir sehen unsere Mitarbeiter als einen wesentlichen Erfolgsfaktor des Unternehmens. In den jährlichen Personalentwicklungsgesprächen werden die Anforderungsprofile und Weiterentwicklungsmöglichkeiten regelmäßig überprüft und gezielt angepasst. Regelmäßige Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sind neben variablen Vergütungsbestandteilen für Führungskräfte die Basis, unsere Mitarbeiter für die sich in vielen Tätigkeiten verändernden Anforderungen zu qualifizieren und langfristig an das Unternehmen zu binden. Der in einigen Bereichen bereits zu spürende Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel führt zu größeren Herausforderungen im Recruiting, so dass es auch phasenweise zu einer Verzögerung von Nachbesetzungen kommen kann. 3.6. Rechtliche und sonstige Risiken Rechtliche und weitere Risiken liegen zum Stichtag nicht vor. 3.7. Chancen Die erfolgreich angestoßene neue Programmpolitik des Gräfe und Unzer Verlag GmbH im Bereich Ratgeber wird in den Folgejahren fortgesetzt und ausgebaut. Weiterhin wird der Verlag die neu adressierten Märkte im Bereich Ratgeber und Sachbuch mit Programm weiter ausbauen. Damit wird die Gräfe und Unzer Verlag GmbH in den Folgejahren weiter Marktanteile gewinnen und die Position des Marktführers wieder ausbauen. Im Bereich Reise wird mit Einzeltiteln und neuen Reihen im Markt Präsenz weiter ausgebaut und durch höhere Margen die Ertragskraft gesteigert. Zudem werden weiter Investitionen in digitale Projekte getätigt, um zukünftig eine weitere Säule für Umsatz und Ergebniszuwachs zu etablieren. Das Geschäftsjahr 2023 ist ein wichtiges Transformationsjahr für die Gräfe und Unzer Verlag GmbH, das die Basis für eine positive Ertragsentwicklung in den Folgejahren legen soll. Es wird ein Umsatzzuwachs und eine signifikante Ergebnisverbesserung erwartet. Die gestiegenen technischen Herstellkosten werden sich nur mittelfristig wieder reduzieren. Deshalb sind die eingeleiteten Stabilisierungsmaßnahmen notwendige Gegenmaßnahmen, die Ertragsperspektiven zu verbessern. Ein ganzheitliches Kostenmanagement und die Fokussierung auf die zu realisierenden Deckungsbeiträge sind weitere essenzielle Maßnahmen. Die Optimierung der Programmauswahl und Festlegung einer realistischen Auflage bleibt auch weiterhin das wichtigste Ziel in der Abstimmung zwischen den Programm- und Vertriebsbereichen. Die nachhaltige Vermarktung der Backlist soll zukünftig verstärkt in den Fokus gerückt werden. Die Sanierung bzw. Reorganisation der Programmbereiche und die Reduzierung des Abwertungsaufwands sind wichtigste kaufmännische Ziele im nächsten Geschäftsjahr. Das umfasst auch eine weiterhin intensive und restriktive Nach- und Druckauflagenplanung, um die Liquidität und zukünftige Ertragskraft zu sichern. Die Gräfe und Unzer Verlag GmbH geht für 2023 von einem weitgehend stagnierenden Print-Ratgebermarkt aus. Im Bereich Reise rechnen wir mit einer weiterhin positiven Marktentwicklung, da keine Reiserestriktionen zu erwarten sind. Für den Vertrieb der Produkte kommt es auf die optimale Sichtbarkeit im Handel an. Die Flächen im Buchhandel reduzieren sich seit Jahren, sodass der Wettbewerb um die Präsentationsflächen stark zugenommen hat. Der Verlag begegnet dem mit engerer Bindung der wichtigsten Vertriebspartner durch zusätzliche Services und Effizienz. Zudem wird der Verlag seine Onlinepräsenz weiterhin ausbauen mit dem Ziel, die digitale Vermarktung gegenüber dem Endkunden und Leser durch verbesserte Auffindbarkeit, Sichtbarkeit und Reichweite weiterhin zu optimieren. Weiter bleiben Amazon und Thalia die bedeutendsten Kunden, auch deswegen wurde der gesamte Vertriebsbereich in den vergangenen Jahren neu organisiert und setzt nun verstärkt auf Betreuung durch Key Accounts und weniger auf Betreuung durch den Außendienst. So kann der Markt optimal bearbeitet werden. Für das Jahr 2023 plant der Hoffmann und Campe Verlag eine Umsatzsteigerung, die auf Basis von Akquise von Titeln mit Bestseller-Potential und gezieltem Budget-Einsatz zur Absatzsteigerung erzielt werden soll. Mit einer 2022 implementierten Änderung der Vertriebsstruktur, einer Fortsetzung der Effizienz- und Kostenprogramme sowie einer neuen Preisstrategie sowohl im Bereich Print als auch E-Book strebt der Verlag eine weitere deutliche Ergebnisverbesserung an. Im Fokus steht dabei auch ein optimiertes Auflagenmanagement zur Senkung von Lagerkosten und Überbeständen. Die Fokussierung auf eine Stärkung des Umsatzpotentials in der Programgestaltung, gepaart mit konsequenter Kostenreduktion wird auch im Jahr 2023 weiterverfolgt und über ein entsprechendes Monitoring engmaschig begleitet. Die Geschäftsleitung von Hatje Cantz beurteilt die Perspektiven des Geschäfts weiterhin positiv und ist überzeugt, dass der Verlag an der Normalisierung der Marktbedingungen einerseits und an der Transformation der Verlagsbranche in zunehmend digitale Absatzkanäle andererseits überdurchschnittlich partizipieren wird. Auf Grund der erfolgten strategischen Neuausrichtung des Unternehmens (in der Programmarbeit, der Anpassung der Kostenbasis sowie der strategischen Neuausrichtung digital und Nebenmärkte) hat sich Hatje Cantz 2022 weiter positiv entwickelt. Die Umsatzplanung für das Geschäftsjahr 2023 geht wegen Sonderprojekten im Vorjahr z.B. durch die documenta in Kassel und nach der Sonderkonjunktur bei pandemiebedingt geschobenen B2B-Projekten aus Vorperioden von einem leichten Umsatz- und Ergebnisrückgang gegenüber dem Jahr 2022 aus. Die Frölich & Kaufmann Verlag und Versand GmbH kann in den folgenden Geschäftsjahren auf den vorhandenen großen Kundenstamm aufsetzen und durch optimierte Vertriebsmaßnahmen und die fortschreitende digitale Weiterentwicklung der Onlineshops Umsatzchancen heben. Das Produktportfolio bietet dabei durch seine hohe Diversität und der damit verbundenen Kombinationsmöglichkeiten sowohl innerhalb der angebotenen Produktklassen als auch Kategorie übergreifend Chancen die adressierbare Nachfrage je Kunde zu erhöhen. Die neue Vertriebsmarke Feinschmecker Shop ermöglicht es dabei zusätzlich, bisher nicht adressierte Waren- und Kundengruppen mit hoher Wachstumsdynamik zu erschließen. Die weltweit ständig zunehmende Bedeutung des digitalen Handels führt dazu, dass sich neue digitale Vertriebskanäle auch über internationale Marktplätze auftun (z.B. amazon.com, amazon.fr, ebay.com). Aus dieser Entwicklung heraus können sich auch für die Gesellschaft weitere Vertriebskanäle zur Umsatzausweitung als geeignet herausstellen. Im Wirtschaftsjahr 2022 hat die Geschäftsführung der Jahreszeiten Verlag GmbH fünf strategische Stoßrichtungen definiert: Optimierung und Sicherung des Kerngeschäftes, Ausbau des markennahen Geschäftes, Ausbau und Monetarisierung des Digitalgeschäftes, Aufbau markenübergreifenden Geschäftes sowie eine laufende Organisationsentwicklung. Die jeweils mit konkreten Maßnahmen hinterlegten Stoßrichtungen dienen allesamt dazu, die langfristige Ertragskraft des Jahreszeiten Verlages zu sichern. Der Branchentrend rückläufiger klassischer Vertriebs- und Anzeigenerlöse wird sich auch 2023 weiter fortsetzen und dies auf dem Niveau der Vorjahre. Das Luxus- und Premiumsegment zeigt sich im Vergleich zu anderen Segmenten krisenresistenter. Die konsequente Ausrichtung des Portfolios auf das Luxus- und Premiumsegment verbunden mit der Konzentration auf die vier Kompetenzfelder Food, Design & Living, Travel und Luxury bietet eine gute Ausgangsposition, um sich in den Kategorien B2C und B2B an den Kundenbedürfnissen auszurichten und weiter in neue Geschäftsfelder zu diversifizieren. Der Verlag nutzt die Kraft seiner Marken auch außerhalb des Magazingeschäfts. Erfolgversprechende neue Geschäftsfelder sind aus heutiger Sicht: Lizenzenzgeschäft, Siegelvermarktung, Events, Club-Community-Aktivitäten, Content Solutions sowie das Digitalgeschäft. Der exklusive Kundenzugang, differenzierte Zielgruppen und die Qualität der Angebote und Services stehen dabei im Fokus. Die neue Aufbauorganisation folgt auch in den neuen Geschäftsfeldern, wie bisher in Vertrieb und Sales, einer Matrixorganisation und hat damit klare Verantwortlichkeiten. Hinsichtlich der anhaltenden Gesamtsituation (Ukraine-Krieg, Medienwandel, Klimawandel) befindet sich das Unternehmen in der laufenden Transformation. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen (Inflation und steigende Rohstoff- und Energiepreise, Lieferengpässe, volatiles Konsumverhalten) können eine erhebliche Auswirkung auf die Umsatz- und Ergebnissituation auch im Jahr 2023 haben. Die daraus resultierenden Risiken und Auswirkungen für das laufende Geschäftsjahr sind weiterhin nur schwer absehbar bzw. quantifizierbar. Für das Geschäftsjahr 2023 wird für den Lesezirkel Daheim Liefer-Service im Vergleich zu 2022 nach den durch die Corona-Maßnahmen starken Umsatzrückgängen der Vorperioden von einer deutlichen Steigerung des Umsatzes und des Ertrages ausgegangen. Unterstützend wurden in der Berichtsperiode weitere Lesezirkel in den Regionen Stuttgart, Wetzlar und Essen erworben. Der Erwerb oder die Pacht weiterer Lesezirkel ist zur Kundenverdichtung im heutigen Vertriebsgebiet beabsichtigt, um zudem die bereits bestehende Marktführerschaft abzusichern und weiter auszubauen. 4. Prognosebericht 4.1. Konjunktur und Branchenentwicklung in Deutschland Der Deutsche Buchmarkt wird weiterhin von dynamischen Entwicklungen des Konsumverhaltens bestimmt, die sich auf die Vertriebswege niederschlagen. Die bisherige Verlagerung des Einkaufverhaltens vom stationären Buchhandel zum Onlinehandel wird auch in Zukunft weiter zunehmen. Ebenso wird sich der Trend zu digitalen Medienformaten, wie E-Books und digitalen Hörbüchern, auch künftig fortsetzen. Demgegenüber wird der Umsatzanteil der gedruckten Bücher und physischen Hörbücher am Gesamtmarkt leicht rückläufig sein. Die Deutschen greifen laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) wieder häufiger zu einem Buch oder zum E-Book. Trotz konkurrierender digitaler Medienangebote konnten während der Pandemie Bücher und E-Books die Aufmerksamkeit zurückgewinnen. Die mittelfristigen Prognosen beim Leseverhalten von Jugendlichen lassen jedoch einen graduellen Abwärtstrend erkennen. 8
8 PWC: German Entertainment and Media Outlook
2022-26, Seite 32
Für den deutschen Buchmarkt unterstellt die Marktanalyse von PwC, dass der Gesamt-umsatz in den nächsten Jahren leicht rückläufig sein wird. Diese leicht negative Entwicklung bei den Umsatzerlösen gilt auch für den Zeitschriften- und Zeitungsmarkt. Der Anteil der digitalen Erlöse in diesem Segment wird aber in den nächsten Jahren weiter zunehmen, sodass sich der Anteil von derzeit 12,9 % auf 16,4 % im Jahr 2026 erhöhten wird. 9
9 PWC: German Entertainment and Media Outlook
2022-26, Seite 34
4.2. Entwicklung der GANSKE VERLAGSGRUPPE Die Ganske Verlagsgruppe hat im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der inflationsbedingten anhaltenden Konsumschwäche eine Kaufzurückhaltung erlebt, die zu einem leichten Rückgang des Konzernumsatzes geführt hat, bei dem ein deutlicher operativer Verlust nicht zu vermeiden war, durch den ein negatives Konzerneigenkapital entstanden ist. Das Konzerneigenkapital ist jedoch unter Berücksichtigung von stillen Reserven aus Immobilien weiterhin positiv. Es wurden im Rahmen eines Restrukturierungskonzepts verschiedene Maßnahmen zur Stabilisierung des Ergebnisses bereits in 2023 eingeleitet und teilweise abgeschlossen, die positive Umsatz- und Ergebniseffekte in den Folgeperioden sicherstellen sollen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird aufgrund einer leichten Abschwächung der Kaufzurückhaltung und der zunehmenden Wirkung der eingeleiteten Maßnahmen mit einem leicht negativen operativen Ergebnis gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein positives operatives Ergebnis erwartet. Für die Folgejahre wird von einem weiteren Anstieg der Ergebnisse ausgegangen. Zusätzlich wurde mit den finanzierenden Banken die Konsortialfinanzierung im Februar 2024 vertraglich neu vereinbart (siehe Nachtragsbericht im Anhang) und somit eine ausreichende Liquiditätsausstattung der Ganske Verlagsgruppe sichergestellt, so dass von einer Unternehmensfortführung ausgegangen wird. Risiken können sich aus Planabweichungen, insbesondere aus unvorhersehbaren äußeren Effekten oder Krisen, ergeben.
Hamburg, 04. März 2024 GANSKE VERLAGSGRUPPE GmbH Geschäftsführung Thomas Ganske Sebastian Ganske Carsten Tegeler |
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