Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 223694
Eingetragen
31.5.2022
Branche
Erbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.Erbringung von haushaltsbezogenen DienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Die Erbringung von erlaubnisfreien Dienstleistungen jeder Art für gesellschaftsrechtlich verbundene Unternehmen, insbesondere in den Bereichen allgemeine Unternehmensverwaltung, Haus- und Fuhrparkservice, Einkauf (Lieferantenauswahl, Konditionen), Accounting (Rechnungswesen) und Unternehmensprozesse (Controlling, Marketing und Arbeitsorganisation) sowie sämtliche damit im Zusammenhang stehende Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Fred Höfer
seit 16.9.2022
Geschäftsführer
Micha Ulrich Erz
seit 31.5.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Neumüller Becker Unternehmerstiftung
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Labora Holding GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Labora Holding GmbH

Garbsen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der Labora Holding GmbH, Garbsen

1. Grundlage des Konzerns

1.1 Struktur und Geschäftsmodell

Der Labora Konzern ist ein europaweit tätiger Mischkonzern, mit Tätigkeitsschwerpunkt in Deutschland. Neben Deutschland ist der Konzern auch in Österreich, Polen, Frankreich, England, Schweiz und Ungarn tätig. Zum Kreis der konsolidierten Konzerngesellschaften gehören grundsätzlich alle Gesellschaften, an denen die Labora Holding GmbH direkt oder indirekt mit 50% oder mehr beteiligt ist. Die operativen Geschäfte können in mehrere Sparten gegliedert werden. Die OMS Prüfservice GmbH, Lorch (Deutschland), die OMS Inventuren GmbH, Garbsen (Deutschland) die Frenus AG, Schaffhausen (Schweiz), die OMS Prüfservice GmbH, Wien (Österreich), die OMS Solutions SAS, Steinseltz (Frankreich), die OMS Testing Ltd, Uxbridge (England) und die OMS Inventories SP. Z O.O., Wroclaw (Polen) sind mit ihren bis zu 1600 Mitarbeitern sowohl als Inventurdienstleister für Unternehmen in Deutschland und Europa als auch als Dienstleister zur Abnahme von verschiedenen in Unternehmen anfallenden technischen Prüfungen tätig (Sparte Unternehmensdienstleistungen). Mit den Inventurdienstleistungen zählt der Konzern aufgrund der nunmehr 20-jährigen Erfahrung zu einem der führenden Anbieter von Dienstleistungen im Bereich der Artikel- und Anlageninventur auf dem deutschen Markt. Die technischen Prüfungen wurden seit dem Jahr 2008 konstant ausgebaut und stellen sich heute als Wachstumsmotor des Konzerns, aufgrund der etablierten hochqualitativen Prozesse im Bereich der elektrotechnischen Prüfung von ortsveränderlichen Betriebsmitteln, ortsfesten Betriebsmitteln und technischen Anlagen und Maschinen dar. Neben der Prüfung von Ladeinfrastruktur wird das Dienstleistungsportfolio in diesem Bereich durch die OMS E-Mobility GmbH, Garbsen erweitert, welche die Errichtung und Service der Ladeinfrastruktur, als auch von Photovoltaikanlagen, für die Kunden übernimmt. Die Munit Solutions GmbH, Leinfelden-Echterdingen verstärkt den Konzern in dem Segment IT Services, sowie mit Hard- und Software Expertise speziell in dem Umfeld der Energieüberwachung und Beratung.

Die OMS Vertriebsgesellschaft mbH vermarktet die Dienstleistungen des Konzerns in der Sparte Unternehmensdienstleistungen. Die ALPHATOP HR GmbH sowie die Alphatop SP. Z O.O. Wroclaw (Polen) vermittelt hauptsächlich Arbeitnehmer innerhalb des Konzerns in der Sparte Unternehmensdienstleistungen. Mit dem wachsenden Bedarf an Fachkräften ist dieser Bereich im Jahr 2022 mit der Gründung der ALPHATOP Hr Kft, Budapest (Ungarn) weiter gestärkt worden. Durch die Integration der MAC Service GmbH konnte ein weiterer Pool an Fachkräften erschlossen und die Wertschöpfungstiefe im Bereich Human Ressources ausgebaut werden. Ferner wird durch die Arbeitnehmerüberlassung das Portfolio um eine weitere Dienstleistung ergänzt.

Als assoziiertes Unternehmen erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen wurde die NBL Immobilienholding GmbH, Garbsen welche Geschäfts- und Wohnimmobilien für Mitarbeiter beinhaltet. Hier hält die Labora Holding eine 50% Beteiligung.

Die Labora Holding GmbH und die Labora Service GmbH, Garbsen selbst erbringen Beratungsleistungen an die Konzerngesellschaften.

Vornehmliches Ziel des Konzerns ist der Erhalt und die Stärkung von Marktanteilen im Bereich Inventurdienstleistungen sowie die dauerhafte Steigerung des Marktanteils im Bereich Prüfservice.

1.2 Forschung und Entwicklung

Der Konzern betreibt in der Munit Solutions GmbH Hard- und Software Entwicklung in dem Umfeld Energie im abgeschlossenen Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 1.282.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Darstellung der gesamtwirtschaftlichen Lage

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine dämpfte seit Jahresbeginn 2022 weltweit das Wachstum und trieb die Inflation. Die verhängten Sanktionen gegen Russland und deren versiegende Gaslieferungen nach Europa trieben die Energiepreise in die Höhe. Hohe Inflationsraten haben die US-Notenbank, die Europäische Zentralbank und weitere Zentralbanken zu einer restriktiven Geldpolitik veranlasst.

In unserem Kernmarkt Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % gewachsen. Gleichzeitig erlebte Deutschland 2022 eine historisch hohe Inflationsrate von durchschnittlich 7,9 Prozent; insbesondere die Preise für Energie und Nahrungsmittel verzeichneten eine merkliche Steigerung.

Die Konjunkturelle Ausganslage stellt sich in Deutschland im ersten Quartal 2023 besser da als zum Jahreswechsel erwartet auch durch einen milden Winter und sich stabilisierende Energiepreise. Für das laufende Jahr rechnet die Bundesregierung und der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem minimalen Wachstum von +0,2 % des BIP. Dennoch bestehen spürbare Belastungen und Risiken für die weitere konjunkturelle Entwicklung, insbesondere die derzeit noch sehr schwache Entwicklung der privaten Konsumausgaben, die Verschlechterung der Rahmenbedingungen in der Bauindustrie, jüngsten Problemen in einzelnen Finanzinstituten und nicht zuletzt die geopolitischen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.

(Quellen: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2023)

2.2 Entwicklung der Branche

Der Konzern ist mit seinen Leistungen überwiegend in der Dienstleistungsbranche tätig. Diese ist allgemein der größte und am schnellsten wachsende Wirtschaftsbereich in Deutschland. Mit den angebotenen Leistungen "technische Prüfungen" lassen sich die Gesellschaften in den Sektor "Erbringung von technischen Dienstleistungen" einordnen. Die "Inventurdienstleistungen" finden sich im Bereich der "sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen" wieder. Beide Dienstleistungssektoren konnten in der Vergangenheit gute Wachstumsraten verzeichnen. Neben den Tätigkeiten in der Dienstleistungsbranche ist der Konzern mit seiner jüngsten Geschäftseinheit OMS E-Mobility GmbH im Segment der erneuerbaren Energien und elektrischen Ladeinfrastruktur aktiv.

Das Marktvolumen im Bereich Inventurdienstleistungen stagniert. Dies ist vor allem auf die Fortschritte im Bereich der besseren Lagerhaltung und betriebswirtschaftlichen Software zurückzuführen. Es ist auch damit zu rechnen, dass sich der Markt konsolidiert. Für diesen Prozess sieht sich der Konzern gerüstet und sieht diesem positiv entgegen. Neben der Artikelinventur wird das Dienstleistungsspektrum um angrenzende Bereiche im Handel ergänzt. Unter der Marke OMS Retail bietet das Unternehmen passende Lösungen für eine komfortable Umstellung auf digitale Electronic Shelf Labels (ESL) an. Durch den Einsatz elektronischer Preisetiketten (ESL) können Handelsunternehmen jederzeit mit minimalem Aufwand auf Preisveränderungen reagieren und sich auf diese Weise signifikante Vorteile verschaffen.

Das Marktvolumen im Bereich "technische Prüfungen" steigt, vornehmlich aufgrund des anhaltenden Trends der Elektrifizierung. Jährlich sind weltweit Hunderte von Todesfällen und Tausende von Verletzungen zu verzeichnen, welche durch Stromschläge im Zusammenhang mit der Nutzung elektrischer und elektronischer Geräte stehen. Diese Unfall- und Schadenszahlen veranlassen die Versicherungen und Aufsichtsorgane anhaltend und zunehmend, auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Prüfungen zu drängen.

Der Bereich Energie hat durch den Krieg Russlands in der Ukraine in Deutschland stark an Bedeutung gewonnen und den Ausbau erneuerbarer Energien stark forciert, ebenso wie das Monitoring und Managen von Energie verstärkt.

2.3 Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2022

Ertragslage

Der Konzern konnte seine in den Vorjahren erreichte Position als einer der führenden Dienstleister für Inventuren und technische Prüfungen in Deutschland im Geschäftsjahr 2022 festigen.

Ursächlich für die positive Entwicklung der Gesellschaft im volatilen Umfeld, geprägt von Corona-Herausforderungen und Personalengpässen, war die realisierte Steigerung der Anzahl von technischen Prüfungen und Inventuraufnahmen im schwierigen Marktumfeld.

Im Geschäftsjahr 2022 verminderte sich die Konzerngesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung) von TEUR 82.405 um 2,6 % auf TEUR 80.227. Der Rückgang resuliert aus der Entkonsolidierung der BBS Bau Service GmbH. Die Umsatzerlöse steigen demgegenüber um TEUR 4.779 bzw. 6 % der TEUR 84.426. Der Umsatzanstieg ist mengen- und preisbedingt. Die geplanten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 80.000 bis TEUR 85.000 wurden erreicht.

Bedingt durch eine Ausweitung der technischen Prüfungen und durchgeführten Inventuren konnte die Gesellschaft ihren Rohertrag (Gesamtleistung./. Materialaufwand./. Personalaufwand) von TEUR 23.194 um 9,4 % auf TEUR 25.367 steigern. Die Rohertragsmarge (Rohertrag/ Gesamtleistung) verbesserte sich von 28,1 % im Vorjahr auf 31,6 % im Geschäftsjahr 2022. Die Verbesserung der Rohertragsmarge ist im Wesentlichen auf die Portfoliomaßnahme (Trennung vom Bau Segment) zurückzuführen. Die verminderten Materialaufwendungen resultieren aus der Entkonsolidierung der BBS Bau Service GmbH.

Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 1.282 (i.V. TEUR 0) betreffen ausschließlich die selbsterstellte Software.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 2.313 (i. V. TEUR 1.210) beinhalten insbesondere Erträge aus verrechneten Sachbezügen in Höhe von TEUR 797 (i. V. TEUR 774) sowie Zuschüsse von staatlichen Stellen zur Förderung der E-Mobilität in Höhe von TEUR 339 (i. V. TEUR 110).

Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr absolut um TEUR 9.235 bzw. um 21,6 %, was im Wesentlichen damit zusammenhängt, dass im Geschäftsjahr 2022 weiterhin wesentliche Investitionen in die Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter getätigt wurden, insbesondere im Bereich der festangestellten Fachkräfte. Die Quote des Personalaufwands im Verhältnis zu den Umsatzerlösen erhöhte sich von 51,9 % im Vorjahr auf 64,9 % im Geschäftsjahr 2022. Die Gesellschaft verstärkt sich auch im Geschäftsjahr 2022 zunehmend mit qualifizierten Mitarbeitern, um auch zukünftig den ständig steigenden technischen wie internationalen Herausforderungen gewachsen zu sein, sowie die weiteren Expansionen im europäischen Ausland umsetzen zu können. Der Anstieg ist dazu auch mit den Corona Herausforderungen und damit einhergehenden erhöhtem Krankenstand sowie den weiteren Investitionen in Fachkräfte begründet.

Die Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 4.446 (i. V. TEUR 4.083) sind wie in Vorjahren im Wesentlichen geprägt durch die Abschreibungen des Geschäfts- und Firmenwertes, der Betriebs- und Geschäftsausstattung und der sog. geringwertigeren Vermögensgestände. Der Anstieg der Abschreibungen resultiert im Wesentlichen aus den hohen Investitionen im Geschäftsjahr 2022.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern stiegen insgesamt um TEUR 7.440 an (von TEUR 17.331 auf TEUR 24.771 im Jahr 2022) und liegen bezogen auf die Gesamtleistung mit 30,9 % (i. V. 21,0 %) über dem Vorjahresniveau. Die wesentlichen Kostenpositionen im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden wie in den Vorjahren durch die Lizenzgebühren und die branchentypischen Kfz- und Reisekosten eingenommen, welche sich im Verhältnis zu den Umsatzerlösen erhöhten. Für die KfZ-Kosten belastend wirkte sich der Krieg Russlands in der Ukraine aus, da hierdurch die Energiepreise in der Folge erheblich stiegen und deutlich über dem Vorjahresniveau lagen. Hinsichtlich der Lizenzkosten gilt es zu beachten, dass im Vergleichsjahr 2021 ein positiver Einmaleffekt von über TEUR 800 berücksichtigt wurde, da in 2021 eine Verzugsstrafe gegenüber dem Softwarelieferanten durchgesetzt werden konnte. Zudem wurde das bezogene Softwarespektrum in 2022 erweitert, was zu einer überproportionalen Kostensteigerung in dem Bereich führte. Ferner wurde erheblich in den Niederlassungsaufbau investiert (deutschlandweit ca. 40 Niederlassungen), was zu einem überproportionalen Anstieg der Mietkosten führte.

Das Finanzergebnis TEUR -2.217 (i. V. TEUR -500) resultiert überwiegend aus der Verzinsung einer langfristigen Akquisitionsfinanzierung.

Das EBITDA des Geschäftsjahres 2022 betrug TEUR 4.194 (i. V. TEUR 7.227). In diesem Zusammenhang beträgt die auf die Gesamtleistung bezogene EBITDA-Marge 5,0% im Konzerngeschäftsjahr 2022 nach 8,8% im Vorjahr. Das verschlechterte EBITDA resultiert aus den Investitionen in das Personal des Konzerns sowie den gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die nur teilweise an die Kunden weiterberechnet werden konnten. Das Vorjahr im mittlerem bis niedrigen siebenstelligen Bereich prognostizierte EBITDA wurde erreicht.

Das Konzernjahresergebnis beträgt TEUR -2.511 (i. V. TEUR 976).

Vermögenslage

Wie im Vorjahr sind die zum Bilanzstichtag auf der Aktivseite ausgewiesenen Bilanzposten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" mit TEUR 13.106 (i. V. TEUR 12.524), Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.889 (i. V. TEUR 5.490) und der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 26.951 (i.V. TEUR 29.794) ausschlaggebend für die Bilanzsumme von TEUR 57.909 (i. V. TEUR 59.464).

Im Geschäftsjahr 2022 lässt sich eine Erhöhung des Anlagevermögens verzeichnen. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen / Bilanzsumme) erhöhte sich in Folge getätigter Investitionen von 54,9 % im Vorjahr auf 55,1 % zum 31. Dezember 2022.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund einer verbesserten Geschäftstätigkeit TEUR 582 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 13.106 zum 31. Dezember 2022 i. V TEUR 12.524 zum 31. Dezember 2021).

Die sonstigen Vermögensgegenstände liegen um TEUR 2.521 über dem Vorjahresniveau (TEUR 4.821 zum 31. Dezember 2022 i. V TEUR 2.300 zum 31. Dezember 2021) und beinhalten insbesondere Umsatzsteuerforderungen (TEUR 177; i.V. TEUR 674), Kautionen (TEUR 400; i.V. TEUR 227) und Darlehensforderungen (TEUR 1.630; i. V. TEUR 578).

Die liquiden Mittel weisen zum 31. Dezember 2022 einen Bestand von TEUR 3.889 (i. V. TEUR 5.490) aus. Wir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt "Finanzlage".

Das Trade Working Capital (Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen./. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) verringerte sich von TEUR 14.712 im Vorjahr auf TEUR 11.166 zum 31. Dezember 2022. Trotz Rückgang können die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vollständig durch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bedient werden.

Das Konzerneigenkapital verschlechterte sich aufgrund des Konzernjahresfehlbetrag. Der Konzern weist einen nicht durch Eigenlapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR -1.239 aus.

Die Rückstellungen liegen mit TEUR 3.624 um TEUR 78 über dem Vorjahreswert. Die "Sonstigen Rückstellungen" betreffen im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 951 (i. V. TEUR 830), Rückstellungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von TEUR 262 (i. V. TEUR 207). Im Geschäftsjahr musste eine Rückstellung für nachlaufende Lizenzkosten in Höhe von TEUR 1.561 neu gebildet werden, woraus sich der überwiegende Anteil des Anstiegs der Rückstellungen erklären lässt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bewegen sich mit TEUR 46.665 deutlich über dem Vorjahresniveau (TEUR 41.174). Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf Darlehen zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag valutieren diese Darlehen in Höhe von TEUR 39.877.

Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte der Konzern einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 541 (i. V. TEUR 3.783).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR -3.870 (i. V. TEUR 2557).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 1.545 (i. V. TEUR -91). Ursächlich hierfür waren an die Berichtsgesellschaft im Berichtsjahr erhaltenen Darlehen.

Der Saldo der verschiedenen Cashflow-Ströme über das Geschäftsjahr 2022 führt zu einem um TEUR 1.784 niedrigeren Bestand des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 3.780.

2.4 Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Auch das Jahr 2023 wird kein gewöhnliches Jahr, sondern steht weiter im Zeichen von Geopolitischen Herausforderungen und signifikanter Inflation. Die weltweiten Auswirkungen werden in der Prognose für das Jahr 2023 berücksichtigt, soweit sie für die Gesellschaft relevant sind. Der darüber hinaus gehende Ausblick unterliegt unter Berücksichtigung des Ukrainekriegs einer Vielzahl von gesamtwirtschaftlichen und operativen Risiken und Unbekannten, welche nachfolgend unter Chancen und Risiken dargestellt werden. Unseren Wachstumskurs setzten wir auch im Jahr 2023 in einem herausfordernden makroökonomischen Umfeld erfolgreich fort. Die starke Entwicklung der vergangenen Jahre wollen wir weiter fortführen und die Unternehmensgruppe mit gesundem Wachstum in die Zukunft führen.In den Prognoseerwartungen geht die Labora Holding auch in dem schwierigen Umfeld davon aus, ein Umsatzwachstum in den Bereichen Unternehmensdienstleistungen zu erzielen und plant mit einem Umsatz von größer EUR 100 Mio. in 2023. Bei dem Ergebnis geht die Gesellschaft von einem positiven EBITDA im mittlerem bis hohen siebenstelligen Bereich aus.

2.5 Entwicklung der Mitarbeiterzahlen und Arbeitnehmerbelange

Die durchschnittliche Anzahl von beschäftigten Personen beläuft zum 31.12.2022 auf 1.538.

Grundlage der operativen Tätigkeit des Konzerns und der Aus- sowie Fortbildung der Mitarbeiter sind ständige Fortbildungen in den arbeitsbezogenen Prozessen und im Bereich Sicherheit. So besuchte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein hoher Anteil der beschäftigten Personen interne wie auch externe Schulungen und Fortbildungsmaßnahmen (zusätzlichen zu den Pflichtschulungen).

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Konzern verwendet verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des operativen Geschäftes. Zentrale Kriterien zur Beurteilung der operativen Geschäftsentwicklung sind der Rohertrag und der Finanzmittelfonds. Wir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt 2.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren unterstützen die Konzernleitung bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Konzerns. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren dienen jedoch nicht vorrangig zur Steuerung des Konzerns. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf aufbauende Entscheidungen zu. Demnach sind im Konzern keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren vorhanden die für die Geschäftstätigkeit des Konzerns von wesentlicher Bedeutung sind.

4. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Aus derzeitiger Sicht lassen sich folgende wesentlichen interne und externe Chancen und Risiken, denen die Konzerngesellschaft ausgesetzt ist, erkennen:

Externe Risiken

Die Unsicherheit über die weltwirtschaftliche Entwicklung ist weiterhin hoch. Der Krieg in der Ukraine hat den Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung deutlich verschlechtert. Eine Konsequenz sind die stark volatilen Energiepreise, welche zu höheren Energie-, Transport- und Herstellungskosten führen. Die generelle Knappheit von Energieträgern könnte zu weltweit steigenden Energiepreisen und Versorgungsengpässen v. a. für Deutschland und Europa führen. In diesem Zusammenhang stellt die zentrale Rolle Chinas für die globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten ein besonderes Risiko dar. Durch gestiegene und wahrscheinlich noch steigende Zinsen in den USA und Europa könnten gesamtwirtschaftliche Investitionen und der Konsum sinken. Auch kann die Anzahl von Unternehmensinsolvenzen in einem so drastisch verändertem Zinsumfeld zunehmen. Zusätzliche Risiken könnten aus weiteren geopolitischen Konflikten, z. B. zwischen China und Taiwan, und der Unsicherheit aus internationalen Handelskonflikten resultieren.

Aufgrund des starken Wachstums der Gesellschaft ist es erforderlich den Personalbestand kontinuierlich und qualitativ zumindest gleichbleibend aufzubauen. Das Nichtgelingen der Akquisition von geeigneten Mitarbeitern in der benötigten Anzahl, der Qualität und Flexibilität könnte ein Risiko für die Gesellschaft darstellen. Diesem begegnet die Berichtsgeselschaft dadurch, dass sie ihre Mitarbeitersuche nicht ausschließlich auf den deutschen Arbeitsmarkt beschränkt, sondern über Dienstleister und vor allem vermehrt über eigens Personal und Standorte auf ganz Europa ausweitet.

Grundsätzlich ist der Markt für "technische Prüfungen" generell weniger vom makroökonomischen Umfeld beeinflusst. Da die Durchführung von Sicherheitsprüfungen gesetzlich vorgeschrieben ist, werden diese auch in Zeiten negativer makroökonomischer Entwicklungen durchgeführt und die Dienstleistung benötigt. Das Unternehmen begegnet den Risiken auch durch den forcierten Aufbau einer elektrischen Fahrzeugflotte sowie dem Aufbau eigener regenerativer Energieressourcen wie Photovoltaik. Mit einem umfassendem Corona-Schutzkonzept für die eigene Belegschaft sind die technischen Prüfungen trotz erschwerter Bedingungen auch unter Coronaauflagen jederzeit weiterhin möglich.

Ein weiteres Risiko besteht darin, dass bestehende gesetzliche Vorschriften zur Elektrogeräteprüfung (bzw. weiterer Prüfungen im Bereich "Prüfservice") zum Nachteil der Berichtsgesellschaft geändert werden oder sich die Anforderungen an solche Prüfungen erhöhen. Um gesetzliche Änderungen frühzeitig identifizieren zu können und diesen in geeigneter Weise zu begegnen, ist die Berichtsgesellschaft aktiv in internationalen und nationalen Gremien zur Umsetzung und Regulierung von Elektrogeräteprüfungen vernetzt. Entsprechend führt die Gesellschaft ein aktives Monitoring der gesetzlichen Vorschriften und der Rechtsprechung hierzu durch, dass ein zeitnahes Agieren auf alle aktuellen Entwicklungen ermöglicht. Kurzfristig sind aus Sicht der Geschäftsleitung keine größeren Veränderungen der rechtlichen Situation zu erwarten, welche eine negative Auswirkung auf das Geschäft der Berichtsgesellschaft haben.

Betriebliche Risiken

Ein Risiko stellt die Abhängigkeit des Leistungsprozesses der Gesellschaft von EDV-gestützten Softwareprogrammen dar, die der Gesellschaft zur Nutzung überlassen werden. Eine Kündigung oder Wegfall des Softwareüberlassungsvertrages durch den Rechteinhaber der Software würde die Berichtsgesellschaft vor eine fachliche und zeitliche Herausforderung stellen. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko dadurch, dass sie im Gegenzug den Rechteinhaber aufgrund des gemeinsamen Geschäftsvolumens sowie der intensiven Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Individualsoftware über Exklusivvereinbarungen an sich bindet. Darüber hinaus ist sie stets in intensiven Verhandlungen mit dem Rechteinhaber betreffend die Verlängerung von bestehenden Verträgen.

Aufgrund des starken Wachstums der Gesellschaft ist es erforderlich den Personalbestand kontinuierlich und qualitativ zumindest gleichbleibend aufzubauen. Das Nichtgelingen der Akquisition von geeigneten Mitarbeitern in der benötigten Anzahl, Qualität und Flexibilität könnte ein Risiko für die Gesellschaft darstellen. Diesem begegnet die Berichtsgesellschaft dadurch, dass sie ihre Mitarbeitersuche nicht ausschließlich auf den deutschen Arbeitsmarkt beschränkt, sondern über konzerninterne Dienstleister diese auf ganz Europa ausweitet.

Finanzwirtschaftliche und sonstige Risiken

Der Konzern unterliegt im normalen Umfang einem Forderungsausfallrisiko. Aufgrund der langjährigen Kundenbeziehungen und der Fokussierung auf renommierte, ertragsstarke Unternehmen ist dieses jedoch auch ohne Absicherungsmechanismen für die Unternehmung akzeptabel. Umfangreiche Bonitätsbeurteilungen im Neukundengeschäft führen darüber hinaus zu einem wesentlich gesunkenen Risiko von Forderungsausfällen bei Neukunden. Der Konzern unterliegt mangels Fremdwährungsgeschäftsvorfällen keinen Währungsrisiken. Ebenfalls liegen aufgrund der vorliegenden vertraglichen Bindungen keine wesentlichen Zinsänderungs- wie auch Preisänderungsrisiken vor.

Chancen

Die wesentliche Chance der Gesellschaft liegt in der Kundenöffnung des Marktes für "technische Prüfungen". Die Marktentwicklung der Vergangenheit und das Verhalten von Versicherern bei der Schadensregulierung im Schadensfall haben gezeigt, dass sich die Dienstleitung "technische Prüfungen" in einem stark wachsenden Markt bewegt. Dieser wird durch vielfältige Marketingmaßnahmen und Vertriebsinvestitionen der Gesellschaft intensiv bearbeitet, was zukünftiges Umsatzpotential heben wird. Die Ausweitung des Produktangebotes auch auf die elektrotechnische Prüfung von ortsunveränderlichen Anlagen birgt darüber hinaus weiteres Wachstumspotential für Labora Konzern ebenso wie die Ausweitung von Dienstleistungen im Bereich der Ladeinfrastruktur und erneuerbaren Energien. Die makroökonomische Situation und Inflation bietet der Gesellschaft auch große Chancen ihr Dienstleistungsportfolio zu erweitern. Durch den Einsatz elektronischer Preisetiketten (ESL) können Handelsunternehmen jederzeit mit minimalem Aufwand auf Veränderungen reagieren und sich auf diese Weise signifikante Vorteile verschaffen, insbesondere in einem volatilem und Inflationsgetriebenem Umfeld. Unter der Marke OMS Retail bietet das Berichtsunternehmen passende Lösungen für eine komfortable Umstellung auf digitale Electronic Shelf Labels (ESL) an.

Auch vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität des Konzerns sieht man zurzeit keine Risiken, die die Entwicklung des Konzerns beeinträchtigen oder dessen Bestand nachhaltig gefährden.

Die Gesamtbewertung für den Konzern zeigt keine Bedrohung aufgrund individueller Risiken oder aggregierter Risikopositionen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Darüber hinaus wurden keine realistischen Chancen identifiziert, die dazu führen könnten, dass der Konzern seine Prognose deutlich übertrifft.

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 31.891.913,75 32.668.673,39
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 28.239.596,38 30.121.740,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.104.114,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 179.925,63 327.950,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 26.950.597,00 29.793.790,00
4. geleistete Anzahlungen 4.959,75 0,00
II. Sachanlagen 3.646.914,67 2.496.933,39
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.673,00 37.686,00
2. technische Anlagen und Maschinen 256.548,95 43.594,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.333.765,57 2.356.873,87
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.927,15 58.779,52
III. Finanzanlagen 5.402,70 50.000,00
1. Beteiligungen 3.202,70 50.000,00
2. Genossenschaftsanteile 2.200,00 0,00
B. Umlaufvermögen 23.138.583,26 25.868.566,99
I. Vorräte 1.322.147,35 5.555.045,67
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 31.989,05
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 247.146,51 5.383.642,02
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.037.984,22 100.661,75
4. geleistete Anzahlungen 37.016,62 38.752,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 17.927.655,51 14.823.842,63
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.106.486,96 12.523.504,98
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.821.168,55 2.300.337,65
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.888.780,40 5.489.678,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.589.430,65 915.913,41
D. Aktive latente Steuern 50.792,00 10.492,00
E. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.238.942,95 0,00

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
B. Kapitalrücklage 86.886,63 86.886,63
C. Bilanzverlust 1.350.986,52 -1.159.700,29
D. nicht gedeckter Fehlbetrag 1.238.942,95 0,00
E. Nicht beherrschende Anteile 156,94 122,96
F. Rückstellungen 3.624.201,64 3.545.999,01
1. Steuerrückstellungen 37.647,91 1.721.885,80
2. sonstige Rückstellungen 3.586.553,73 1.824.113,21
G. Verbindlichkeiten 52.871.928,81 54.315.578,11
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.750.405,12 4.119.905,47
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 193.766,49 5.655.330,63
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.262.497,26 3.366.760,91
4. sonstige Verbindlichkeiten 46.665.259,94 41.173.581,10
davon aus Steuern 3.409.243,02 3.387.386,41
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 112.008,38 40.610,48
H. Rechnungsabgrenzungsposten 1.023.998,16 330.358,79
I. Passive latente Steuern 389.534,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 57.909.662,61 59.463.645,79

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 84.426.453,30 79.647.601,21
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4.199.173,04 2.757.814,34
3. andere aktivierte Eigenleistungen 1.282.197,97 0,00
4. sonstige betriebliche Erträge 2.312.771,12 1.210.328,43
davon Erträge aus Währungsumrechnung 0,00 8.243,86
5. Materialaufwand 2.823.269,74 16.410.737,47
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.367.281,63 8.470.585,56
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.455.988,11 7.940.151,91
6. Personalaufwand 52.036.520,50 42.801.803,74
a) Löhne und Gehälter 42.804.602,04 34.998.441,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.231.918,46 7.803.362,73
davon für Altersversorgung 816,15 628,09
7. Abschreibungen 4.446.264,67 4.083.335,84
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.446.264,67 4.083.335,84
davon außerplanmäßige Abschreibungen 0,00 578,83
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 2.881,12 530,38
8. Miet- und Pachtaufwendungen für unbewegliche Wirtschaftsgüter 2.640.616,11 1.497.022,47
9. Versicherungsprämien, Gebühren und Beiträge 299.615,86 268.834,19
10. Aufwendungen für den Fuhrpark 5.464.374,82 5.841.244,14
11. Werbeaufwand 2.254.194,82 1.670.227,02
12. Frachten / Verpackung 53.216,03 85.461,55
13. andere ordentliche sonstige betriebliche Aufwendungen 13.429.816,48 7.675.795,73
14. andere sonstige betriebliche Aufwendungen 513.989,06 142.506,28
15. übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 295.137,98 88.058,13
16. Erträge aus Beteiligungen -96.797,30 5.000,00
a) aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -96.797,30 0,00
17. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 59.092,26 9.185,66
18. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.179.390,28 509.208,66
19. Steuern vom Einkommen und Ertrag 38.530,58 1.517.425,67
20. Ergebnis nach Steuern -2.395.254,64 1.126.326,88
21. sonstige Steuern 115.398,19 149.983,05
Jahresfehlbetrag 2.510.652,83 -976.343,83
davon anderen Gesellschaftern zustehende Gewinne 33,98 77,86

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

der Labora Holding GmbH, Garbsen

2022
TEUR
2021
TEUR
Periodenergebnis -2.511 976
+Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.447 4.083
+/- Zunahme/Abnahme Rückstellungen 1.762 957
+/-sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -339 -109
-/+Zunahme/Abnahme der Vorräten, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktive, die nicht der Investitions- oder Finazierungstätigkeit zuzuordnen sind 417 -11.094
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finazierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.377 7.534
-/+Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.354 0
+/-Zinsaufwendungen/Zinserträge 2.179 509
-Sonstige Beteiligungserträge 0 -5
+/-Ertragsteueraufwand/-ertrag 39 1.528
-/+ Ertragsteuerzahlung -1.722 -596
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 541 3.783
-Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.305 -185
+Einzahlungen aus Abgänge des Sachanlagevermögen 0 35
-Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.320 -1.144
-Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -102 0
-Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 -1.268
+Einzahlung für Abgänge vom Konsolidierungskreis 857 0
+Erhaltene Dividenen 0 5
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.870 -2.557
+Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und Aufnahme von Krediten 4.303 3.284
-Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -1.010 -2.976
+Einzahlung aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 339 110
-gezahlte Zinsen -2.087 -509
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.545 -91
Zahlungswirksame Veränderungen -1.784 1.135
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finazmittelfonds 74 721
+Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.490 3.634
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.780 5.490

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022

der Labora Holding GmbH, Garbsen

Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Gesetzliche Rücklage
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung
Erwirtschaftetes Konzernkapital
Konzerneigenkapital
Stand 31.12.2021 25.000,00 86.886,63 0,00 0,00 1.159.700,29 1.271.586,92
Kapitalerhöhung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Abgang 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 -2.510.529,87 -2.510.529,87
25.000,00 86.886,63 0,00 0,00 -1.350.829,58 -1.238.942,95

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

der Labora Holding GmbH, Garbsen

Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der Labora Holding GmbH zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ausnahmslos den 31. Dezember als Bilanzstichtag. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert.

Die Labora Holding GmbH hat ihren Sitz in Garbsen. Sie wird beim Amtsgericht Hannover unter der Handelsregisternummer HRB 218259 geführt.

Konsolidierungskreis

Gem. § 294 Abs. 1 HGB sind in den Konzernabschluss neben dem Mutterunternehmen alle Tochterunternehmen i.S.d. § 290 HGB einzubeziehen (Vollkonsolidierung), die von dem Mutterunternehmen beherrscht werden, sofern die Einbeziehung nicht nach § 296 HGB unterbleibt.

Der Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2022 umfasst nachfolgend aufgeführte Tochtergesellschaften der Labora Holding GmbH:

• OMS Prüfservice GmbH, Lorch

• Frenus AG, Schaffhausen (Schweiz)

• OMS Prüfservice GmbH, Wien (Österreich)

• OMS Solutions SAS, Steinseltz (Frankreich)

• OMS Testing Limited, Uxbridge (England)

• OMS Inventuren GmbH, Garbsen

• OMS Vertriebsgesellschaft mbH, Garbsen

• ALPHATOP HR GmbH, Backnang

• OMS Inventories SP. Z O.O., Wrcolaw (Polen)

• ALPHATOP SP. Z O.O., Wrcolaw (Polen)

• Munit Solutions GmbH, Leinfelden-Echterdingen

• MAC Service GmbH, Lorch

• OMS E-Mobility GmbH, Garbsen

• Labora Service GmbH, Garbsen

• ALPHATOP HR Kft, Budapest (Ungarn)

Die Labora Holding GmbH hält zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 jeweils 100 % der Anteile an den Tochtergesellschaften mit Ausnahme der OMS Inventories SP. Z O.O. und der ALPHATOP SP. Z O.O.

Die OMS Inventuren GmbH hält 99,90 % der Anteile an der Inventories SP. Z O.O. und die ALPHATOP HR GmbH hält 99,90 % der Anteile an der ALPHATOP SP. Z O.O.

Die 50 % Beteiligung an der NBL Immobilienholding GmbH und deren Tochtergesellschaften wurden per der Equity-Methode als Teilkonzern berücksichtigt.

Zwischen der Muttergesellschaft, der Labora Holding GmbH, und den Tochtergesellschaften OMS Prüfservice GmbH, der OMS Vertriebsgesellschaft mbH, OMS Inventuren GmbH, OMS E-Mobility mbH sowie Labora Service GmbH liegt im Berichtsjahr eine ertragsteuerliche Organschaft vor.

Offenlegungserleichterungen

Für folgende Gesellschaft wird die Offenlegungserleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:

• OMS Prüfservice GmbH, Lorch

• OMS Inventuren GmbH, Garbsen

• OMS Vertriebsgesellschaft mbH, Garbsen

• ALPHATOP HR GmbH, Backnang

• Munit Solutions GmbH, Leinfelden-Echterdingen

• MAC Service GmbH, Lorch

• OMS E-Mobility GmbH, Garbsen

• Labora Service GmbH, Garbsen

• Labora Holding GmbH, Garbsen

Konsolidierungsmethoden

Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde.

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode.

Hierbei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 Satz 3 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Aus der Erstkonsolidierung ergab sich ein Zugang zu den Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von TEUR 1.

Die Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung mit Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 33.927 werden über einen Zeitraum zwischen vier und 15 Jahren bzw. auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Ursächlich für die Schätzung der Nutzungsdauer des Firmenwerts war die langjährige Marktpräsenz des Unternehmens sowie die prognostizierte zukünftige Lebensdauer des verhafteten und erworbenen Know-how's.

Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 31. Dezmber 2022 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis.

Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 enthält der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile außerdem Anteile an den aufgedeckten stillen Reserven und Lasten sowie die anteiligen Ergebnisbestandteile aus der Folgekonsolidierung der entsprechend der Neubewertungsmethode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung der konzerninternen Schuldverhältnisse im Jahresabschluss der einbezogenen Unternehmen wurden erfolgswirksam eliminiert.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll konsolidiert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in Euro umgerechnet. Sich ergebende Umrechnungsdifferenzen sind innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen Wesentliche Bewertungsabweichungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehen nicht. In dieser Hinsicht besteht kein Anpassungsbedarf.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Labora Holding GmbH auf Ebene des Einzelabschlusses gelten auch für den Konzernabschluss.

Im Konzerngeschäftsjahr wurden erstmalig Entwicklungsleistungen in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB in Höhe von EUR 1.282.197,97 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile zugehöriger Gemeinkosten. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren vorgenommen.

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, linerarer Abschreibungen. Die jeweilige Nutzungsdauer bemisst sich anhand der Laufzeit des zu Grunde liegenden Vertrags oder der voraussichtlichen Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände.

Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene entgeltlich erworbene Firmenwert setzt wie wie folgt zusammen:

Geschäfts- oder Firmenwert OMS Inventuren KG 166.526,00 €
Geschäfts- oder Firmenwert OMS Prüfservice GmbH, Lorch 3.905.427,00 €
Geschäfts- oder Firmenwert Frenus AG, Schaffhausen (Schweiz) 1.785,00 €
Geschäfts- oder Firmenwert OMS Prüfservice GmbH, Wien (Österreich) 320.844,00 €
Geschäfts- oder Firmenwert OMS Solutions SAS, Steinseltz (Frankreich) 3.504,00 €
Geschäfts- oder Firmenwert OMS Testing Limited, Uxbridge (England) 360,00 €
Geschäfts- oder Firmenwert ALPHATOP HR GmbH, Backnang 67.986,00 €
Geschäfts- oder Firmenwert OMS Inventories SP. Z O.O., Wrcolaw (Polen) 3.401,00 €
Geschäfts- oder Firmenwert ALPHATOP SP. Z O.O., Wrcolaw (Polen) 1.971,00 €
Geschäfts- oder Firmenwert MAC Service GmbH, Lorch 2.794.224,00 €
Geschäfts- oder Firmenwert Munit Solutions GmbH, Leinfelden-Echterdingen 19.683.635,00 €
Geschäfts- oder Firmenwert Alphatop Kft, Budapest (Ungarn) 934,00 €
26.950.597,00 €

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert OMS Inventuren KG wird seit dessen Zugang sowohl handels- als auch steuerrechtlich über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Ursächlich für die Schätzung der Nutzungsdauer des Firmenwerts war die langjährige Marktpräsenz des erworbenen Teilgeschäftsbetriebs sowie die prognostizierte zukünftige Lebensdauer des im Teilgeschäftsbetrieb verhafteten und erworbenen Know -how's.

Die anderen entgeltich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden ab dem Zugang handelsrechtlich über eine Nutzungsdauer von 4 bis 15 Jahren abgeschrieben. Ursächlich für die Schätzung der Nutzungsdauern der Firmenwerte war die langjährige Marktpräsenz der Unternehmen sowie die prognostizierte zukünftige Lebensdauer des in den Unternehmen verhafteten und erworbenen Know-how's bzw. die geschätzten Restnutzungsdauern von Vermögensgegenständen.

Das Sachanlagevermögen sowie die Finanzanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibung bewertet. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Vorräte wurden zum Bilanzstichtag mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung angesetzt.

Die i n Arbeit befindlichen Aufträge betreffen die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen und nicht schlussgerechneten Projekte, die sich aus Aufstellungen der Berichtsgesellschaft ergeben. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit Nennwerten angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5% der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die ausgewiesenen Kassenbestände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Auf fremde Währung lautende liquide Mittel werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Aufwendungen erfasst, die das Folgejahr betreffen.

Die aktiven latenten Steuern betreffen die zukünftigen zu erwartenden Steuererstattungen aufgrund unterschiedlicher Wertansätze von Vermögensgegenständen und Schulden in Handels- und Steuerbilanz.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischen Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten erfasst Erträge, die das Folgejahr betreffen.

Die passiven latenten Steuern betreffen die zukünftigen zu erwartenden Steuerzahlungen aufgrund unterschiedlicher Wertansätze von Vermögensgegenständen und Schulden in Handels- und Steuerbilanz.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftjahres im Konzern-Anlagespiegel dargestellt.

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Ausweis betrifft im Wesentlichen den von der Muttergesellschaft Labora Holding GmbH im Jahr 2018 entgeltlich erworbenen Firmenwert der OMS Prüfservice GmbH, Lorch, den im Jahr 2021 erworbenen Firmenwert der MAC Service GmbH und der Munit Soltutions GmbH. Die entgeltich erworbenen Firmenwerte werden ab dem Zugang handelsrechtlich über eine Nutzungsdauer von 4 bis 15 Jahren abgeschrieben.

Der Firmenwert wird mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibung in Höhe von 26.950.597,00 Euro bilanziert.

b) Sachanlagen

Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattungen, die durch die Muttergesellschaft oder die Tochtergesellschaften erworben wurden.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibung in Höhe von 3.333.765,57 Euro bilanziert.

c) Finanzanlagen

Der Ausweis betrifft die 50 % Beteiligung der NBL Immobilienholding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften als Teilkonzern nach der Equity-Methode sowie die Genossenschaftsanteile der Volksbank Salzburg eG.

d) Eigenkpaital

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1.104.114,00 einer Ausschüttungssperre. Passive latente Steuern infolge der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände sind in der Bilanz in Höhe von EUR 389.534,00 ausgewiesen. Aus Bilanzgewinn und Gewinnrücklage stehen somit für Ausschüttungszwecke EUR 772.879,80 nicht zur Verfügung.

e) Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten Erfüllungsrückstände aus Nachzahlungsverpflichtungen zur Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, Garantieverpflichtungen sowie ungewisse Verbindlichkeiten.

f) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fälligkeitsstruktur auf:

bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 871.789,20 € 1.878.615,92 € 0,00 € 2.750.405,12 €
Erhaltene Anzahlungen 193.766,49 € 0,00 € 0,00 € 193.766,49 €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.262.497,26 € 0,00 € 0,00 € 3.262.497,26 €
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 € 14.251.126,50 € 24.429.022,72 € 46.665.259,94 €
4.328.052,95 € 16.129.742,42 € 24.429.022,72 € 52.871.928,81 €

Für die Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Umsatzerlöse

Der Labora Holding Konzern erzielt seine Umsatzerlöse in folgenden Märkten:

Inland EUR 80.558.797,25
Europäische Union EUR 2.399.926,60
Übriges Ausland EUR 1.467.729,45
Summe EUR 84.426.453,30

Die Umsatzerlöse verteilen sich dabei auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche des Konzerns wie folgt:

Unternehmensdienstleistungen (Inventurdienstleistungen, Etikettierung, technische und elektronische Prüfungen) EUR 81.935.411,48
HR und zugehörige Dienstleistungen EUR 778.377,50
sonstige Tätigkeiten EUR 1.712.664,32
Summe EUR 84.426.453,30

b) Übrige sonstige betriebliche Erträge

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Posten enthalten:

Sonstige betriebliche Erträge EUR 739.658,07
Erträge aus der Herabsetzung EWB EUR 689,99
Sachbezüge EUR 797.110,82
Erträge aus Währungsumrechnungen EUR 2,24
Periodenfremde Erträge EUR 106.481,95
Versicherungsentschädigung EUR 140.146,40
Erstattung AAG EUR 188.784,15
Zuschüsse EUR 339.897,50
Summe EUR 2.312.771,12

c) Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen

In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Posten enthalten:

Periodenfremde Aufwendungen EUR 262.561,15
Zuwendungen EUR 2.500,00
Aufwendungen aus Währungsumrechnungen EUR 21.465,56
Sonstige unregelmäßige Aufwendungen EUR 945,91
Summe EUR 287.472,62

d) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Aufwandsposition betrifft die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer einschließlich der Berücksichtigung der Veränderung latenter Steuern gegenüber dem Vorjahr.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige Angaben

a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:

2023
T€
2024
T€
>2025
T €
Miet- und Pachtverträge unbewegliches Anlagevermögen 1.294 714 880
Sonstige 1.599 930 82
- davon aus Altersvorsorgeverpflichtungen 0 0 0

b) Beschäftigte

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 1.538 Arbeitnehmer beschäftigt.

c) Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr 2022 als Aufwand erfasste Honorar für den Konzernabschlussprüfer beträgt TEUR 45.

d) Geschäftsführung

Geschäftsführer der Muttergesellschaft Labora Holding GmbH ist

Herr Micha Erz, Garbsen

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Dem Geschäftsführer wurde keine unmittelbaren Vorschüsse oder Kredite gewährt. Haftungsverhältnisse sind ebenfalls nicht eingegangen worden. Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

e) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag der Labora Holding GmbH in Höhe von 596.879,68 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 4.482.826,33 auf neue Rechnung vorzutragen.

f) Nachtragsbericht

Das Hauptzollamt Ulm hat am 24. Februar 2023 bei der OMS Prüfservice GmbH und OMS Inventuren GmbH gemäß §§ 2 ff. Schwarzarbeiterbekämpfungsgesetz mit einer Prüfung von Geschäftsunterlagen begonnen. Der Prüfungszeitraum umfasst die Geschäftsjahre 2019 bis 2021. Wesentliche feststellungen aus der Prüfung sind gegenwärtig nicht bekannt, so dass mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht quantifizierbar sind.

Konzernanlagespiegel

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2022 Zugänge Abgänge Abschreibungen kummuliert
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 1.282.197,97 178.083,97
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 632.142,28 18.121,60 36.327,85 434.010,40
Geschäfts- oder Firmenwert 34.106.746,70 1.150,00 181.010,38 6.976.289,32
geleistete Anzahlungen 4.959,75
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 34.738.888,98 1.306.429,32 217.338,23 7.588.383,69
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 53.188,15 29.500,00 25.867,15 8.148,00
technische Anlagen und Maschinen 48.344,68 247.043,27 12.703,72 26.135,28
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.768.048,49 3.043.510,07 1.407.261,71 3.070.531,28
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.779,52 7,73 50.860,10
Summe Sachanlagevermögen 4.928.360,84 3.320.061,07 1.496.692,68 3.104.814,56
Beteiligungen 100.000,00 96.797,30
Genossenschaftsanteile 2.200,00
Sonstige Ausleihungen 50.000,00 50.000,00
Summe Finanzanlagevermögen 50.000,00 102.200,00 50.000,00 96.797,30
Summe Anlagevermögen 39.717.249,82 4.728.690,39 1.764.030,91 10.789.995,55
Abschreibungen Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2022
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 178.083,97 1.104.114,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 147.643,62 179.925,63
Geschäfts- oder Firmenwert 2.717.637,00 26.950.597,00
geleistete Anzahlungen 4.959,75
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 3.043.364,59 28.239.596,38
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.934,00 48.673,00
technische Anlagen und Maschinen 21.855,99 256.548,95
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.376.110,09 3.333.765,57
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.927,15
Summe Sachanlagevermögen 1.402.900,08 3.646.914,67
Beteiligungen 96.797,30 3.202,70
Genossenschaftsanteile 2.200,00
Sonstige Ausleihungen 0,00
Summe Finanzanlagevermögen 96.797,30 5.402,70
Summe Anlagevermögen 4.543.061,97 31.891.913,75

sonstige Berichtsbestandteile

 

Garbsen, 31.08.2023

Micha Erz, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.08.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Labora Holding GmbH, Garbsen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Labora Holding GmbH, Garbsen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Labora Holding GmbH, Garbsen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

§ entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

§ vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungs- legung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

§ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

§ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

§ beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

§ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

§ beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

§ holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

§ beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

§ führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, 31. August 2023

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Torsten Janßen, Wirtschaftsprüfer

Tobias Schmelter, Wirtschaftsprüfer

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