Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 70952
Vorher
Elastogran Schwarzheide GmbHBASF Polyurethane Licensing GmbH
Eingetragen
19.7.2005
Branche
Erbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für PatentePatentanwaltskanzleienVerwertungsgesellschaften zur Wahrnehmung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten
Gegenstand
Der Erwerb, die Verwaltung und die Verwertung von gewerblichen Schutzrechten und technischen und kommerziellen Kenntnissen aller Art, der Erwerb und die Verwaltung von Nutzungsrechten an solchen Schutzrechten und Kenntnissen sowie die Vergabe bzw. Weitergabe von Rechten und Lizenzen zur technischen und wirtschaftlichen Nutzung dieser Schutzrechte und Kenntnisse.

Historie

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Management

NameRolle
Sven Dr. Crone
seit 10.3.2025
Geschäftsführer
Roald Güßgen
seit 3.9.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
BASF Handels- und Export-Gesellschaft mbH
90.00%
10.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
BASF Polyurethanes GmbH
Germany
562.500 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

BASF IP Licensing GmbH

Monheim

Jahresabschluss zum 31.12.2019

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 der BASF IP Licensing GmbH wurde am 08. Juni 2020 festgestellt.

 

Lemförde, den 08.06.2020

gez. Sajdak

gez. Katholing

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
A. Finanzanlagen
Anteile an verbunden Unternehmen 25.000.099,99 25.000.099,99
B. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 145.543.830,58 158.589.961,42
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 366.699,08 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.874.843,03 151.785.372,69 4.092.843,51 162.682.804,93
C. Aktive latente Steuern 1.855.647,00 1.086.048,00
178.641.119,68 188.768.952,92

Passiva

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 562.500,00 562.500,00
II. Gewinnvortrag 1.201.568,00 378.143,00
III. Jahresüberschuss 149.811.057,35 163.456.687,14
151.575.125,35 164.397.330,14
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 138.505,00 131.992,00
2. Steuerrückstellungen 5.984.918,88 3.193.208,16
3. Sonstige Rückstellungen 65.194,08 6.188.617,96 28.080,00 3.353.280,16
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.853.799,11 21.017.619,84
2. Sonstige Verbindlichkeiten 23.577,26 20.877.376,37 722,78 21.018.342,62
178.641.119,68 188.768.952,92

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

1.1. - 31.12.2019
EUR
1.1. - 31.12.2018
EUR
1. Umsatzerlöse 186.068.171,79 194.597.852,55
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.935.310,20 4.005.370,80
-- davon aus der Währungsumrechnung EUR 765.222,48 (i.Vj. EUR 2.129.643,81) --
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.905.589,93 4.571.206,41
-- davon aus der Währungsumrechnung EUR 329.077,19 (i.Vj. EUR 1.628.546,99) --
4. Erträge aus Beteiligungen 999.900,00 0,00
-- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 999.900,00 (i.Vj. EUR 0,00) --
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.145,00 11.205,00
-- davon aus Aufzinsung EUR 11.145,00 (i. Vj. EUR 11.205,00) --
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 36.275.589,71 30.564.124,80
-- davon Ertrag (i.Vj Aufwand) aus der Veränderung latenter Steuern EUR 769.599,00 (i.Vj. EUR 721.964,00)
7. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 149.811.057,35 163.456.687,14

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Nummer HBR 70952 ins Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbHG aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung folgt den allgemeinen Gliederungsvorschriften des HGB und den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Finanzanlagen werden zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu ihren Nominalwerten angesetzt worden. Kurzfristige Forderungen in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Sofern die Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, wird das Höchstwertprinzip des § 253 Abs. 1 S. 1 HGB beachtet.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen.

Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) analog IAS 19 mit dem Barwert der anteilig erworbenen, planmäßigen Anwartschaften ("projected unit credit method") ermittelt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Finanzanlagevermögen

Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert (s. Anlage).

Die Gesellschaft hält 99,99 % der Anteile an der im Jahr 2016 gegründeten BASF IP Management C.V., Arnheim/NL. Der letzte vorliegende Abschluss der Gesellschaft wurde zum 31. Dezember 2018 erstellt. Die Gesellschaft weist darin ein Eigenkapital von TEUR 32.470 (Vorjahr TEUR 27.364) und einen Jahresüberschuss von TEUR 5.106 (Vorjahr TEUR 2.364) aus.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind nahezu sämtlich kurzfristig und resultieren in Höhe von TEUR 37.923 (i. Vj. TEUR 14.856) aus ausstehenden Lizenzzahlungen sowie Geldanlagen in Höhe von TEUR 107.621 (i. Vj. TEUR 143.734) bei Gruppengesellschaften.

Forderungen gegen verbundene chinesische Unternehmen mit einer Laufzeit über ein Jahr betragen TEUR 1.793 (i. Vj. TEUR 1.365).

Bei den Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen (TEUR 367; i.Vj. TEUR 0), besteht Mitzugehörigkeit zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Latente Steuern

Im Berichtsjahr werden aktive latente Steuern von TEUR 1.856 (i. Vj. TEUR 1.086) aufgrund von unterschiedlichen Wertansätzen von Verbindlichkeiten (unrealisierte Kursverluste- und -gewinne) sowie Pensionsrückstellungen ausgewiesen.

Die Veränderung der latenten Steuern zum Vorjahr in Höhe von TEUR 770 wurde als latenter Steuerertrag erfasst. Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 30% (im Vorjahr 30 %) berechnet.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 563. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags besteht insgesamt ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von TEUR 1.867, der aus den aktiven latenten Steuern und den ausschüttungsgesperrten Beträgen des § 253 Nr. 6 HGB zusammensetzt.

Pensionsrückstellungen

Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde eine Rentensteigerung von 1,50 % p. a. zu Grunde gelegt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 2,71 % (i.Vj. 3,21) ; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag aus der Bewertungsänderung (Nutzung eines Zins ermittelt über sieben Jahre, vorher zehn Jahre) beträgt gemäß § 253 Nr. 6 HGB am 31. Dezember 2019 TEUR 24 (i. Vj. TEUR 13).

Für die Pensionsverpflichtungen, die über die BASF Pensionskasse VVaG erteilt wurden, werden keine Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Der nach Art. 28 Abs. 2 bzw. Art. 48 Abs. 6 EGHGB anzugebende Unterdeckungsbetrag beläuft sich zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 28 (i.Vj. TEUR 18).

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die Rückstellung für Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 2.615 (i. Vj. TEUR 2.822) und für Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 3.339 (i. Vj. TEUR 372).

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellung für sonstige Risiken in Höhe von TEUR 40 (i. Vj. TEUR 16) beinhaltet die Rückstellungen für Jahresabschluss, Archivierung und IHK Umlage.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr sämtlich kurzfristig. Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Liefer- und Leistungsbeziehungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielt im Wesentlichen Lizenzerlöse von Gruppengesellschaften. Davon betreffen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 23) das Inland und TEUR 186.068 (i. Vj. TEUR 194.575) das Ausland. Mit Dritten erzielte Lizenzerlöse betragen TEUR 135 (i. Vj. TEUR 135).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.935 (i. Vj. TEUR 4.005) beinhalten im Wesentlichen Währungsgewinne in Höhe von TEUR 765 (i. Vj. TEUR 2.130) sowie Erträge aus Kurssicherungsgeschäften in Höhe von TEUR 1.167 (i. Vj. TEUR 1.761).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.906 (i. Vj. TEUR 4.571) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Kurssicherungsgeschäften in Höhe von TEUR 1.982 (i. Vj. TEUR 2.763), sowie Währungsverlusten in Höhe von TEUR 329 (i. Vj. TEUR 1.629).

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr, wie im Vorjahr, keine Mitarbeiter.

Angaben zum Mutterunternehmen

Die BASF IP Licensing GmbH ist eine unmittelbare 100 %ige Tochtergesellschaft der BASF Polyurethanes GmbH, Lemförde, und gehört über ihre Muttergesellschaft dem BASF Konzern an.

Die BASF SE, Ludwigshafen am Rhein, erstellt einen IFRS-Konzernabschluss nach § 315a HGB für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Durch diese Veröffentlichung entfällt gemäß § 291 HGB Abs. 2 unsere Verpflichtung, einen eigenen Konzernabschluss aufzustellen.

Geschäftsführung

Dr. Utz Krüsselberg, Köln, Geschäftsführer der BASF Personal Care and Nutrition GmbH (BPCN), Monheim am Rhein

Roald Güßgen, Langenfeld, Leiter Finanzen der BPCN.

Die Geschäftsführer haben von der BASF IP Licensing GmbH für ihre Geschäftsführertätigkeit keine Bezüge erhalten.

Gesamthonorar des Wirtschaftsprüfers

Die Angabe hinsichtlich des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgt im Konzernabschluss der BASF SE, Ludwigshafen am Rhein, zum 31. Dezember 2019.

Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Die Einschränkungen in Folge der Corona-Epidemie betreffen inzwischen sämtliche Staaten weltweit. Insofern können sich erhebliche Einbußen an Lizenzeinnahmen ergeben, deren Auswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht seriös quantifiziert werden können. Auswirkungen auf unsere Gesellschaft erwarten wir nicht.

Im Übrigen sind Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, nicht eingetreten.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, einen Betrag von TEUR 149.146 an die Gesellschafterin auszuschütten. Dies entspricht der höchstmöglichen Ausschüttung unter Berücksichtigung der Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 1.867.

 

Monheim am Rhein, den 31. März 2020

Die Geschäftsführung

Dr. Utz Krüsselberg

Roald Güßgen

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

Grundlage der Gesellschaft

Die BASF IP Licensing GmbH (BILG) ist eine unmittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der BASF Polyurethanes GmbH, Lemförde, und gehört über ihre Muttergesellschaft dem BASF Konzern an. Die Gesellschaft hält Lizenzen aus sämtlichen Produktbereichen, welche von den BASF Gruppengesellschaften genutzt werden. Die BILG erzielt fast ausschließlich Lizenzerlöse von verbundenen Unternehmen und ist damit abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der entsprechenden Gesellschaften der BASF Gruppe.

Die Gesellschaft beschäftigt im Berichtsjahr keine aktiven Mitarbeiter. Sämtliche im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit anfallenden Dienstleistungen werden für die BILG von verbundenen BASF Unternehmen wahrgenommen. Diese Dienstleistungen umfassen insbesondere die Bereiche Berichterstattung, Buchführung, Controlling, Abrechnungen und Fakturierungen, Recht und Steuern sowie Jahresabschlussarbeiten.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2019 war ein schwieriges Jahr für die chemisch-pharmazeutische Industrie. Der Umsatz in Deutschlands drittgrößter Branche verringerte sich um 5 Prozent auf 193 Milliarden Euro, berichtet der Verband der Chemischen Industrie (VCI).

Unter dem weltweiten Abschwung der Konjunktur und den Handelsstreitigkeiten zwischen China und den USA litt das Auslandsgeschäft der Branche in Übersee und Europa. Gleichzeitig sank im Inland die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen von den Industriekunden. Dadurch ging die Produktion insgesamt um 7,5 Prozent zurück. Dieser Wert ist stark von einem statistischen Sondereffekt in der Pharmasparte (-16,5 Prozent) geprägt. Chemie ohne Pharma verbuchte ein Produktionsminus von 2,5 Prozent. Bis auf konsumnahe Produkte wie Wasch- und Körperpflegemittel (+1,0 Prozent) sowie anorganische Grundchemikalien (+1,0 Prozent) weisen alle übrigen Sparten 2019 einen Mengenrückgang aus.

Trotz der schwachen Chemiekonjunktur erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter noch leicht (+0,5 Prozent) auf 464.800 Personen. Das ist der höchste Beschäftigungsstand seit 2001, so der VCI. Exakt 50.000 Arbeitsplätze sind in der Branche in den letzten neun Jahren zusätzlich entstanden.

(Quelle: VCI - Jahresbilanz der chemisch-pharmazeutischen Industrie, Pressemitteilung 03.12.2019)

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Im Zuge der Neuordnung der KU (Polyurethane)-Forschung und Entwicklung wurden zum 1. Januar 2006 Verwertungsrechte für KU-Technologien von der BASF SE auf die BILG durch unentgeltliche Lizenz übertragen. Infolge organisatorischer Veränderungen zum 1. Januar 2013 ist der Großteil der Aktivitäten aus den Bereichen KU (PU-Systeme, TPU, Cellasto, Polyol), KT (Biopolymere, technische Kunststoffe, funktionale Schäume, Styropor, Neopor, Styrodur, Styrol) und CZ (Epoxy-Systeme) in die beiden neuen Bereiche PM (Performance Materials) und CM (Monomers) überführt worden. Hierbei wurde das Material-Business von KU (PU-Systeme, TPU, Cellasto, Polyol) mit einem starken Fokus auf Branchen und Kunden sowie materialbasierter Wachstumsfelder in den neuen PM-Bereich übertragen.

Im Sinne der Übertragung ist die Gesellschaft Lizenzgeber und vergibt Rechte und Lizenzen auf den Gebieten Polyurethan-Systeme, TPU, PESOL und Cellasto. Letzteres Produktgebiet ist im Jahr 2013 neu hinzugekommen. Die Lizenzvereinbarungen umfassen das Recht zur technischen und wirtschaftlichen Nutzung von Informationen und Know-how in den genannten Gebieten.

Zum 1. Januar 2014 wurden zusätzlich die Verwertungsrechte für Alt-KT-Technologien (Biopolymere, technische Kunststoffe, funktionale Schäume, Styropor, Neopor, Styrodur, Styrol) von der BASF SE auf die BILG durch unentgeltliche Lizenz übertragen.

Innerhalb des BASF-Konzerns wurden die Lizenzierungen der gewerblichen Schutzrechte ("IP") im Jahr 2016 neu organisiert. Nach der Übertragung von weiteren unentgeltlichen Lizenzen aus mehreren Geschäftsbereichen seitens der BASF SE an die BILG zum 1. November 2016 wurden diese unterlizensiert und über eine neugegründete Tochtergesellschaft verwertet. Darüber hinaus wurden in den Jahren 2017 und 2018 weitere Lizenzen unentgeltlich von der BASF SE auf die BILG übertragen.

Als Lizenznehmer fungieren weiterhin im Wesentlichen BASF-Gruppengesellschaften. Die durch die Lizenznehmer an die BILG abzuführenden Lizenzgebühren bemessen sich an den realisierten Verkaufspreisen bzw. Volumina für die dem Vertrag zu Grunde liegenden Produkte.

Leistungsindikatoren

Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatzerlöse und Ergebnis vor Steuern die für die interne Steuerung der Gesellschaft verwendeten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Steuerungsrelevante nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden durch die Gesellschaft nicht verfolgt.

Darstellung der Ertrags-, Vermögens und Finanzlage

Im Jahr 2019 wurde ein Umsatz in Höhe von EUR 186,1 Mio (i. Vj. EUR 194,6 Mio) generiert. Der Rückgang um EUR 8,5 Mio oder 4,4% ist bei unveränderten Lizenzkonditionen im Wesentlichen die Folge von mengenbedingten Rückgängen der BASF-Lizenznehmer. Daher lagen die tatsächlich erreichten Umsatzerlöse unter unseren Erwartungen des Vorjahres.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt EUR 186,0 Mio. Es liegt damit 4,1 % unter dem Vorjahresergebnis und ebenfalls unterhalb unseren Erwartungen. Die Gründe für diese Entwicklung liegen in dem bereits erläuterten Umsatzrückgang.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich um EUR 2,1 Mio, ebenso sanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 1,7 Mio.

Die Gesellschaft verzeichnet im Berichtsjahr einen positiven Gesamteffekt aus der Währungsumrechnung. Erträgen in Höhe von EUR 0,8 Mio (Vorjahr: EUR 2,1 Mio) stehen geringere Verluste aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 0,3 Mio (Vorjahr: EUR 1,6 Mio) gegenüber. Den Gewinnen aus Kursicherungsgeschäften in Höhe von EUR 1,2 Mio (Vorjahr EUR 1,8 Mio) stehen Verluste in Höhe von EUR 2,0 Mio (Vorjahr EUR 2,8 Mio) gegenüber.

Im Berichtsjahr wurden EUR 1,0 Mio Beteiligungserträge unserer im Jahr 2016 gegründeten Tochtergesellschaft vereinnahmt (Vorjahr EUR 0)

Bei Steuern vom Einkommen und Ertrag von EUR 36,3 Mio (Vorjahr EUR 30,6 Mio) beträgt der Jahresüberschuss EUR 149,8 Mio (Vorjahr EUR 163,5 Mio) und hat sich entsprechend dem Umsatz entwickelt. Dabei ist zu erwähnen, dass der Jahresüberschuss des Vorjahres positiv beeinflusst war durch einmalige periodenfremde Steuergutschriften.

Die Bilanzsumme 2019 ist im Vergleich zu 2018 um EUR 10,1 Mio gesunken. Auf der Aktivseite reduzierten sich insbesondere die Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Das Eigenkapital der Gesellschaft sank um EUR 12,8 Mio infolge des geringeren Jahresüberschusses.

Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich über Verrechnungskonten mit der BASF SE. Zum Ende des Geschäftsjahres beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf EUR 21,0 Mio (Vorjahr EUR 21,0 Mio). Der innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesene Zahlungsmittelbestand betrug EUR 107,6 Mio (Vorjahr EUR 143,7 Mio).

Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Die zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsjahres 2019 lässt den Schluss einer insgesamt zufriedenstellenden Entwicklung der Gesellschaft zu.

Nachhaltigkeit

Die Gesellschaft vergibt Lizenzen im Bereich Polyurethane und Dispersions & Pigmente. Polyurethan wird als nachhaltiger Wertstoff angesehen und kann auf vielfältige Weise wiederverwendet werden. Neben der thermischen Verwertung der PU-Produkte spielt das Recycling von Produktionsabfällen eine wichtige Rolle. Folgende Verfahren werden eingesetzt: Flockenverbund, Partikelverbund, Chemisches Recycling, Rohstoffliche Verfahren. Kunststoffe sind energieeffizient und schonen unsere Ressourcen.

Im Pigmentbereich werden durch das Formulierungs-Know-how und den Portfolio-Synergien umweltfreundliche und nicht-toxische Lösungen für Kunden entwickelt.

Nachhaltigkeit ist der Kern des Unternehmenszwecks der BASF "We create chemistry for a sustainable future", übertragen ins Deutsche "Chemie, die verbindet - für eine nachhaltige Zukunft".

Dabei stehen die folgenden drei Säulen "ökonomisches Wachstum", "Umweltschutz" und "soziale Verantwortung" im Mittelpunkt: Wirtschaftlichkeit soll mit gesellschaftlicher Verantwortung und dem Schutz der Umwelt in Einklang gebracht werden. In der Praxis bedeutet das oftmals das Abwägen von Optionen, um die bestmögliche Lösung zu erzielen.

Prognose-, Chancen-, Risikobericht

Prognose 2020: "Zurzeit erwarten unsere Unternehmen auch für die kommenden Monate keine Verbesserung ihrer Geschäfte. Die geringe wirtschaftliche Dynamik wird sich noch weit ins kommende Jahr ziehen. Auch von den Auslandsmärkten dürften keine starken Impulse für eine Trendwende der Chemiekonjunktur kommen", sagte VCI-Präsident Hans Van Bylen. Für 2020 geht der VCI daher in der chemisch-pharmazeutischen Industrie nur von einer leichten Zunahme der Produktion von 0,5 Prozent aus, die vom erwarteten Wachstum in der Pharmasparte (+2,0 Prozent) getragen wird. Bei stagnierenden Preisen sollte der Gesamtumsatz der Branche um 0,5 Prozent auf rund 194 Milliarden Euro steigen.

Um sich gegen konjunkturelle Schwankungen oder widrige politische Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel Handelskonflikte, zu wappnen und ihre Zukunft am Standort Deutschland zu sichern, will die Branche ihre Anstrengungen bei Innovationsfähigkeit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit verstärken, betonte VCI-Präsident Van Bylen. Mit derzeit 12 Milliarden Euro im Jahr zählt die Branche bei den Forschungsaufwendungen bereits zum nationalen wie globalen Spitzenfeld. Und die Ausgaben sollen weiter steigen: Der VCI geht davon aus, dass die reale Zunahme für Investitionen in FuE im langfristigen Durchschnitt bei 2,5 Prozent pro Jahr liegen wird. Die Branche wird sich zudem in Zukunft noch intensiver mit den Anforderungen der Kunden auseinandersetzen und die Zusammenarbeit vertiefen müssen, um für sie individuelle Lösungen für nachhaltigere Produkte zu entwickeln. (Quelle: VCI - Jahresbilanz der chemisch-pharmazeutischen Industrie, Pressemitteilung 03.12.2019)

Aufgrund der im Jahr 2016 etablierten, neuen Lizenzstruktur innerhalb der BASF erhält die BILG seitdem Unternehmensbereichübergreifend Lizenzerträge aus sämtlichen Regionen. Alle Unternehmensbereiche der BASF, für die wir als Lizenzgeber agieren, verfolgen in allen Regionen eine Wachstumsstrategie, entsprechend erwarten wir für das Jahr 2020 einen leichten Umsatzanstieg.

Im Einklang mit diesen Planungen sah die ursprüngliche Prognose leicht steigende Umsatzerlöse aus Lizenzeinnahmen sowie eine entsprechende leichte Steigerung des Ergebnisses vor Steuern vor. In Folge der Corona-Epidemie, und in Abhängigkeit der Dauer der weltweiten staatlichen Reaktionen auf diese Epidemie erwarten wir zum jetzigen Zeitpunkt insgesamt einen Rückgang von Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr, können diese Effekte jedoch derzeit nicht seriös prognostizieren.

Die wesentlichen finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen in der Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung der BASF Gesellschaften und der Rohstoffpreisentwicklung. Trotz erwarteter höherer Absatzmengen könnte die Entwicklung der Rohstoffpreise einen negativen Einfluss auf die Umsätze ausüben, was sich unmittelbar auf die Höhe der Lizenzerlöse auswirken könnte.

Die Risiken der ggf. fehlenden Weiterentwicklung von Lizenzen, der Produktpiraterie in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen sowie der möglichen Vergabe von patentrechtlich angreifbaren Lizenzen sind eher von untergeordneter Bedeutung.

Da die Abrechnung der Lizenzentgelte zum großen Teil in US-$ fakturiert wird, besteht ein Fremdwährungsrisiko. Wir begegnen diesem Risiko durch den Abschluss von fristenkongruenten Devisentermingeschäfte. Diese Absicherung des Währungsrisikos bei Rechnungsstellung in fremder Währung erfolgt ausschließlich durch Devisentermingeschäfte mit der BASF SE, ebenso werden Geldanlagen nur bei der BASF SE vorgenommen. Dadurch sind die Währungsrisiken ebenfalls von untergeordneter Bedeutung.

Aufgrund der Einbeziehung in die BASF Gruppe ergeben sich weitere Chancen. Die BASF SE forscht weiterhin in erheblichem und noch verstärktem Umfang in sämtlichen Geschäftsbereichen und beabsichtigt, die Verwertung der Ergebnisse auch zukünftig indirekt, gemäß der neuen Lizenzstruktur, über die BILG abzuwickeln.

 

Monheim am Rhein, den 31. März 2020

Die Geschäftsführung

Dr. Utz Krüsselberg

Roald Güßgen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BASF IP Licensing GmbH, Monheim am Rhein

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BASF IP Licensing GmbH, Monheim am Rhein - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BASF IP Licensing GmbH, Monheim am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 31. März 2020

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Uhde, Wirtschaftsprüfer

van der Lake, Wirtschaftsprüfer

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