Livenca AGLiquidiert

81677 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 188840
Eingetragen
18.11.2010
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Planvolle Gründung und Erwerb, das langfristige Halten und die strategische Vermarktung/Veräußerung von Beteiligungen an anderen börsennotierten und nicht börsennotierten Gesellschaften, die Beratung von Unternehmen - auch bei deren Transaktion -, sowie die Verwaltung eigenen Vermögens.

Historie

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Management

NameRolle
Liquidator

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Livenca AG

Starnberg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

Einzelabschluss

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 26. OKTOBER BIS 31. DEZEMBER 2010

Anhang 2010
EUR
Sonstige betriebliche Erträge 1 49.369,20
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2 67.081,43
Operatives Ergebnis (EBIT) -17.712,23
Finanzielle Erträge 325.770,00
Finanzergebnis 3 325.770,00
Ergebnis vor Ertragsteuern 308.057,77
Ertragsteuern 4 89.179,54
Jahresüberschuss 218.878,23

GESAMTERGEBNISRECHNUNG
FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 26. OKTOBER BIS 31. DEZEMBER 2010

Anhang 2010
EUR
Jahresüberschuss 218.878,23
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 5 2.824.500,00
Ertragsteuern 4 38.660,34
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags (Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) 2.785.839,66
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen 2.785.839,66
Summe aus Ergebnis nach Steuern und der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen 3.004.717,89

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2010

AKTIVA

Anhang 31.12.2010
EUR
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5, 11 2.880.500,00
Langfristige Vermögenswerte 2.880.500,00
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5, 11 329.303,30
Sonstige Forderungen 6, 11 610,43
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7, 11 245.589,97
Kurzfristige Vermögenswerte 575.503,70
Gesamtvermögen 3.456.003,70

PASSIVA

Gezeichnetes Kapital 250.000,00
Sonstige Rücklagen 2.785.839,66
Jahresüberschuss 218.878,23
Eigenkapital 8 3.254.717,89
Latente Steuern 4 127.839,88
Langfristiges Fremdkapital 127.839,88
Andere Rückstellungen 9 19.570,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10, 11 53.875,93
Kurzfristiges Fremdkapital 73.445,93
Gesamtkapital 3.456.003,70

KAPITALFLUSSRECHNUNG
FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 26. OKTOBER BIS 31. DEZEMBER 2010

Anhang 2010
EUR
Jahresüberschuss 218.878,23
Ertragsteuern 89.179,54
Finanzergebnis -325.770,00
Brutto-Cash Flow -17.712,23
Zunahme der sonstigen Forderungen -610,43
Zunahme der anderen Rückstellungen 19.570,00
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 53.875,93
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cash Flow) 12 55.123,27
Ausgaben für langfristige finanzielle Vermögenswerte -56.000,00
Ausgaben für kurzfristige finanzielle Vermögenswerte -3.533,30
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 13 -59.533,30
Einzahlung Gründungskapital 250.000,00
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 14 250.000,00
Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit 245.589,97
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 26. Oktober 2010 0,00
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2010 7 245.589,97

EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 26. OKTOBER BIS 31. DEZEMBER 2010

Gezeichnetes Kapital
EUR
Erwirtschaftetes Eigenkapital der laufenden Periode
EUR
Kumuliertes übriges Comprehensive Income Marktbewertung Wertpapiere
EUR
Eigenkapital
EUR
Stand 26.10.2010 0,00 0,00 0,00 0,00
Eigenkapital-Transaktionen mit Anteilseignern
- Einzahlung Gründungskapital 250.000,00 0,00 0,00 250.000,00
Gesamtergebnis
- Erfolgsneutral erfasste Veränderungen 0,00 0,00 2.785.839,66 2.785.839,66
- Periodenergebnis 0,00 218.878,23 0,00 218.878,23
0,00 218.878,23 2.785.839,66 3.004.717,89
Stand 31.12.2010 250.000,00 218.878,23 2.785.839,66 3.254.717,89

ANHANG FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 26. OKTOBER BIS 31. DEZEMBER 2010

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Livenca Aktiengesellschaft (AG) wurde am 30. September 2010 gegründet und am 18. November 2010 in das Handelsregister München, Abt. B, Nr. 18 88 40 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist in Starnberg/Deutschland, Gautinger Straße 10, Block D.

Die Tätigkeit der Livenca AG besteht in der planvollen Gründung und dem Erwerb, dem langfristigen Halten und der strategischen Vermarktung/Veräußerung von Beteiligungen an anderen börsennotierten und nicht börsennotierten Gesellschaften, der Beratung von Unternehmen - auch bei deren Transaktionen-, sowie der Verwaltung eigenen Vermögens. Die Livenca AG betreibt keine Geschäfte, die einer staatlichen Genehmigung bedürfen.

Der von der Livenca AG aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 ist nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee erstellt worden.

In der Gewinn- und Verlustrechnung und der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Kapitalflussrechnung sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung der Livenca AG werden einzelne Posten zusammengefasst, sofern dies zur Verbesserung der Klarheit beiträgt. Diese Posten werden dann im Anhang erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Bilanzgliederung erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind oder veräußert werden sollen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich als kurzfristig angesehen. Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten werden grundsätzlich als langfristig dargestellt.

Aufgrund der Gründung der Gesellschaft liegt ein Rumpfgeschäftsjahr vom 26. Oktober bis 31. Dezember 2010 vor. Grundsätzlich entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt.

Der Einzelabschluss wurde am 24. Juni 2011 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

II. ANWENDUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Das IASB bzw. IFRS Interpretations Committee hat nachfolgende Standards sowie Änderungen von Standards bzw. Interpretationen herausgegeben, deren Anwendung jedoch bislang nicht verpflichtend ist. Die Anwendung dieser IFRSs bzw. Interpretationen setzt voraus, dass sie im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens (Endorsement) durch die EU angenommen werden.

Titel Bezeichnung Anwendungspflicht * Datum Endorsement
IFRS 1 Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7 1. Jul. 2010 30. Jun. 2010
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben (Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte) 1. Jul. 2011 geplant Q2/2011
IFRS 9 Finanzinstrumente 1. Jan. 2013 verschoben
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (überarbeitete Fassung) 1. Jan. 2011 19. Jul. 2010
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung (Klassifizierung Bezugsrechte) 1. Feb. 2010 23. Dez. 2009
IFRIC 14 Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften 1. Jan. 2011 19. Jul. 2010
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten 1. Jul. 2010 23. Jul. 2010
Improvements to IFRSs (2008-2010) 1. Jan. 2011 ** geplant Q4/2011

* Für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Datum beginnen.
** Verschieden, teilweise ab 1. Juli 2010 (betrifft IFRS 3 und IAS 27).

Die genannten Standards bzw. Interpretationen werden bei erstmaliger Anwendung voraussichtlich zu keiner wesentlichen Änderung der gegenwärtigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gesellschaft führen, mit Ausnahme folgender Änderungen:

Der Standard IFRS 9 (Finanzinstrumente), mit dem die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten abgedeckt wird, wurde am 12. November 2009 veröffentlicht. Der Standard ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Dies stellt die erste Phase eines Projekts zur Ersetzung von IAS 39 dar. Eine Anwendung durch Unternehmen in Europa kann erst nach Übernahme für die Anwendung in Europa erfolgen. Diese steht derzeit noch aus.

III. GRUNDLAGEN UND METHODEN SOWIE UNSICHERHEITEN AUFGRUND VON SCHÄTZUNGEN

Allgemein

Der Jahresabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungskosten, mit der Ausnahme der Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie insbesondere Finanzinstrumente der Kategorien "zur Veräußerung verfügbar" und "zu Handelszwecken gehalten".

Im Jahresabschluss müssen durch das Management in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die einen erheblichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben können. Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Sie werden laufend überprüft, können aber von den tatsächlichen Werten abweichen.

Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus gegebenen Krediten und Forderungen, erworbenen Eigenkapital- und Schuldtiteln sowie Zahlungsmitteln bzw. Zahlungsmitteläquivalenten mit positiven beizulegenden Zeitwerten zusammen.

Die Bilanzierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nach IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement). Demnach werden finanzielle Vermögenswerte in der Bilanz angesetzt, wenn der Gesellschaft ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den nachstehenden Kategorien nach IAS 39, für die jeweils unterschiedliche Bewertungsregeln gelten. Wenn Handelstag und Erfüllungstag (d.h. Tag der Lieferung) auseinanderfallen, wählt die Livenca AG den Handelstag für die erstmalige bilanzielle Erfassung bzw. den bilanziellen Abgang.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Dieser Bewertungskategorie werden insbesondere die in den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Eigenkapitaltitel zugeordnet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte dieser Kategorie werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung bzw. Wertminderung erfolgswirksam erfasst.

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die sonstigen Forderungen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugeordnet.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfassen diejenigen nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die nicht einer der zuvor genannten Kategorien zugeordnet wurden. Dies sind insbesondere Eigenkapitaltitel, die unter den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden erfolgsneutral im Eigenkapital abgegrenzt. Eine erfolgswirksame Erfassung einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt erst bei Veräußerung. Liegt der beizulegende Zeitwert über einen längeren Zeitraum bzw. wesentlich unter den fortgeführten Anschaffungskosten, wird eine Wertminderung erfolgswirksam erfasst. In Fällen, in denen der Marktwert von Eigenkapital- und Schuldtiteln bestimmt werden kann, wird dieser als beizulegender Zeitwert angesetzt.

Liegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorie Kredite und Forderungen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte objektive, substanzielle Anzeichen für ein Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden, übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine erfolgswirksame Wertberichtigung in Höhe der Differenz vorgenommen.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden.

Steuern

Als Ertragsteuern werden die erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich zu bezahlen sind.

Gemäß IAS 12 (Income Taxes) werden latente Steuern auf zeitlich begrenzte Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS- und der Steuerbilanz sowie auf wahrscheinlich realisierbare Verlustvorträge ermittelt.

Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen, Steuergutschriften und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein zu versteuerndes Ergebnis zukünftig verfügbar sein wird und die Verlustvorträge genutzt werden können. Passive latente Steuern werden gebildet auf zukünftig noch zu versteuernde temporäre Differenzen. Der Berechnung liegen die zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Eine Erfassung über das Eigenkapital erfolgt bei latenten Steuern, die vormals über das übrige Comprehensive Income gebildet wurden.

Werden Gewinne oder Verluste direkt im Eigenkapital erfasst, so gilt dies ebenfalls für die darauf abgegrenzten aktiven und passiven latenten Steuern.

Andere Rückstellungen

Andere Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einer künftigen wirtschaftlichen Belastung führen und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Bewertung der anderen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets).

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten ausschließlich originäre Verbindlichkeiten, die in der Bilanz angesetzt werden, wenn die Gesellschaft eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich gegebenenfalls angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den originären Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND BILANZ GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 49.369,20 ergeben sich vollständig aus der Veräußerung kurzfristig gehaltener finanzieller Vermögenswerte (vgl. Gliederungspunkt 5).

(2) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt EUR 67.081,43 setzten sich wie folgt zusammen:

EUR
Rechts- und Beratungskosten -32.785,18
Reisekosten -11.937,07
Abschluss- und Prüfungskosten -10.000,00
Bewirtung -4.490,52
Wartung und Instandhaltung -3.570,00
Übrige betriebliche Aufwendungen -4.298,66
-67.081,43

(3) Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2010 auf EUR 325.770,00 und ergibt sich ausschließlich aus der Bewertung kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte mit dem Marktwert (Börsenkurs) zum Stichtag.

(4) Ertragsteuern

Die Ertragsteuern in Höhe von EUR 89.179,54 entfallen vollständig auf passive latente Steuern aus temporären Bewertungsdifferenzen zwischen IFRS- und Steuerbilanz und resultieren aus dem Bilanzposten kurzfristige finanzielle Vermögenswerte.

Erfolgsneutrale Veränderungen beizulegender Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten hatten einen eigenkapitalreduzierenden Effekt aus latenten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von EUR 38.660,34.

Die passiven latenten Steuern betragen insgesamt EUR 127.839,88.

Der erwartete Steuersatz 2010 der Gesellschaft liegt bei 27,375 %.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand sowie dem erwarteten und dem effektiven Steuersatz stellen sich wie folgt dar:

EUR %
Erwarteter Steueraufwand und erwarteter Steuersatz 84.330,81 27,375
Steuermehrung aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen 348,74 0,113
sonstige 4.499,99 1,461
Ausgewiesener Steueraufwand und effektiver Steuersatz 89.179,54 28,949

BILANZ

(5) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die Zusammensetzung und Entwicklung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2010 ergibt sich wie folgt:

Für Handelszwecke gehaltene finanzielle Vermögenswerte
EUR
Kredite und Forderungen
EUR
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
EUR
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
EUR
Gesamt
EUR
Buchwert 26.10.2010 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Akquisitionen 4.053,30 0,00 0,00 56.000,00 60.053,30
Abgänge -520,00 0,00 0,00 0,00 -520,00
Fair Value-Änderung 325.770,00 0,00 0,00 2.824.500,00 3.150.270,00
Buchwert 31.12.2010 329.303,30 0,00 0,00 2.880.500,00 3.209.803,30

Der Ausweis in den Kategorien "für Handelszwecke gehaltene finanzielle Vermögenswerte" und "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" betrifft ausschließlich Eigenkapitaltitel.

Die Eigenkapitaltitel der Kategorie "für Handelszwecke gehaltene finanzielle Vermögenswerte" sind im Freiverkehr (Open Market) quotiert und wurden mit dem Börsenkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Hierdurch ergab sich eine Erhöhung auf den beizulegenden Zeitwert von EUR 325.770,00. Aus dem Abgang im Berichtsjahr entstanden insgesamt Gewinne in Höhe von EUR 49.369,20.

Die Eigenkapitaltitel der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" sind im Freiverkehr (Open Market) quotiert und wurden mit dem Börsenkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Hierdurch ergab sich eine Erhöhung auf den beizulegenden Zeitwert von EUR 2.824.500,00.

(6) Sonstige Forderungen

Die sonstigen Forderungen in Höhe von EUR 610,43 bestehen vollständig gegen Mitarbeiter und sind nicht wertgemindert. Die Fälligkeit liegt innerhalb von drei Monaten.

(7) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von EUR 245.589,97 umfassen ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten.

(8) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Livenca AG, Starnberg, betrug im Rumpfgeschäftsjahr vom 26. Oktober bis 31. Dezember 2010 EUR 250.000,00 und ist in 250.000 nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Das gezeichnete Kapital war voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht.

Im kumulierten übrigen Comprehensive Income wird die Veränderung der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten erfasst. Der Ausweis erfolgt in den sonstigen Rücklagen und beträgt zum 31. Dezember 2010 EUR 2.785.839,66. Die Entwicklung wird in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

(9) Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Jahresabschluss und Prüfung
EUR
Personal
EUR
Sonstiges
EUR
Gesamt
EUR
26.10.2010 0,00 0,00 0,00 0,00
Zuführung 10.000,00 3.000,00 6.570,00 19.570,00
31.12.2010 10.000,00 3.000,00 6.570,00 19.570,00

Mit den entsprechenden Mittelabflüssen wird in der Folgeperiode gerechnet.

(10) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 53.875,93 bestehen gegenüber Dritten und sind innerhalb eines Jahres fällig.

(11) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dar und leitet diese auf den entsprechenden Bilanzposten über.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
EUR
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet Auf Basis öffentlich notierter Marktpreise
EUR
Buchwert in der Bilanz
EUR
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
- Für Handelszwecke gehaltene finanzielle Vermögenswerte 0,00 329.303,30 329.303,30
- Ausleihungen und Forderungen 0,00 0,00 0,00
- Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0,00 2.880.500,00 2.880.500,00
- Bis zur Endfälligkeit zu haltende Vermögenswerte 0,00 0,00 0,00
Sonstige Forderungen
- Ausleihungen und Forderungen 0,00 0,00 610,43
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
- Ausleihungen und Forderungen 245.589,97 0,00 245.589,97
Finanzielle Vermögenswerte (gesamt) 245.589,97 3.209.803,30 3.456.003,70
davon: Ausleihungen und Forderungen 245.589,97 0,00 245.589,97
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 53.875,93 0,00 53.875,93
Finanzielle Verbindlichkeiten (gesamt) 53.875,93 0,00 53.875,93
davon: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 53.875,93 0,00 53.875,93

Für den beizulegenden Zeitwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden die entsprechenden Börsenkurse herangezogen.

Die für die Bewertung verwendeten Kurse ergeben sich aus einem aktiven Markt (Stufe 1 Bewertung).

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Erträge aus Finanzinstrumenten lassen sich den folgenden Kategorien zuordnen:

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
EUR
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte
EUR
Gesamt
EUR
Fair Value-Änderungen 2.824.500,00 325.770,00 3.150.270,00
Gewinne aus Abgängen 0,00 49.369,20 49.369,20
Nettoergebnis 2.824.500,00 375.139,20 3.199.639,20

V. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Liquidität) der Livenca AG, Starnberg, im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Statement of Cash Flows) wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Ermittlung des Cash Flows aus der operativen Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Das Ergebnis nach Steuern stellt den Aufsatzpunkt für die Kapitalflussrechnung dar.

(12) Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit

Der Brutto-Cash Flow zeigt den betrieblichen Einnahmenüberschuss vor jeglicher Mittelbindung. Im Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden die Veränderungen im Working Capital und im übrigen Nettovermögen sowie sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge berücksichtigt.

(13) Cash Flow aus Investitionstätigkeit

Im Rahmen der Investitionstätigkeit sind im Jahr 2010 insgesamt Mittel in Höhe von EUR 59.533,30 abgeflossen. Die Abflüsse entfallen vollständig auf die sonstigen finanziellen Vermögenswerte.

(14) Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich in voller Höhe aus der Einzahlung des Gründungskapitals durch die Gesellschafter.

VI. SONSTIGE ANGABEN

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

Angaben zu Geschäften mit nahe stehenden Personen und Unternehmen

Es wurde eine Beteiligung von einem Vorstand in Höhe von EUR 1.000,00 erworben. Das getätigte Geschäft erfolgte dabei zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit Dritten vereinbart werden.

Es wurde eine Beteiligung mittelbar von Aufsichtsräten in Höhe von EUR 25.000,00 erworben. Das getätigte Geschäft erfolgte dabei zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit Dritten vereinbart werden.

Organe der Gesellschaft

Mitglieder des Vorstands

Herr Dr. Holger Friedrich, Meerbusch, - Vorsitzender -

Herr Dr. Stefan Hagemann, Starnberg, - stellvertretender Vorsitzender -

Mitglieder des Aufsichtsrats

Herr Hans Herbert Weiß, München, Kaufmann, - Vorsitzender - (ab 4. Mai 2011)

Herr Klaus Martin Schwerdtfeger, Wien/Österreich, Kaufmann, - stellvertretender Vorsitzender

Herr Michael Guy Lister Curle, Guildford/United Kingdom, Kaufmann

Herr Aken Alexander Wilhelm Deniz, Kreuzlingen/Schweiz (bis 4. Mai 2011)

In der Aufsichtsratssitzung vom 10. Mai 2011 wurde Herr Hans Herbert Weiß, München, zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Zu seinem Stellvertreter wurde Herr Klaus Martin Schwerdtfeger, Wien/Österreich, bestellt. Bis zu diesem Zeitpunkt war Herr Klaus Martin Schwerdtfeger, Wien/Österreich, Vorsitzender des Aufsichtsrats und Herr Michael Guy Lister Curle, Guildford/United Kingdom, sein Stellvertreter.

Honorar des Abschlussprüfers

Das gemäß § 285 Nr. 17 HGB für das Geschäftsjahr anzugebende Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt EUR 7.800 und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

 

Starnberg, den 24. Juni 2011

Livenca AG

Dr. Holger Friedrich, Vorstandsvorsitzender

Dr. Stefan Hagemann, Vorstand

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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