AFK-Geothermie GmbH

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 172992
Eingetragen
2.4.2008
Branche
Wärme- und KältehandelElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur VerteilungEnergetische Verwertung von Abfällen
Gegenstand
Energieversorgung, insbesondere Wärmeversorgung durch Erschließung regenerativer Energiequellen und damit verbundenes Energiemanagement in den Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim b. München. Die Energieversorgung soll in erster Linie gestützt werden auf die Förderung von Erdwärme im Erlaubnisfeld "Ascaim" und den Einsatz von Biomasse. Das Energiemanagement soll insbesondere durch Aufbau und Betrieb eines Nahwärmenetzes und Vertrieb von Nahwärme sowie durch Planung, Einrichtigung und Betrieb der hierzu erforderlichen Anlagen und Werke erfolgen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martina Dr. Serdjuk
seit 8.10.2019
Geschäftsführer
Thomas Fröhlich
seit 9.7.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert99.99% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Gemeinde Aschheim
33.33%
Gemeinde Feldkirchen
33.33%
Gemeinde Kirchheim
33.33%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Gemeinde Aschheim
Germany
10.000 €
33.33%
Gemeinde Feldkirchen
Germany
10.000 €
33.33%

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AFK-Geothermie GmbH

Aschheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 78.663.087,52 77.792.036,41
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 102.714,00 133.711,00
II. Sachanlagen 78.560.373,52 77.658.325,41
B. Umlaufvermögen 15.389.432,72 11.208.309,82
I. Vorräte 717.763,15 257.431,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.688.564,36 1.849.189,78
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.983.105,21 9.101.688,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.431,05 81.529,07
Bilanzsumme, Summe Aktiva 94.082.951,29 89.081.875,30

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 53.209.740,63 52.098.979,12
I. gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 61.212.000,00 61.212.000,00
III. Verlustvortrag 9.143.020,88 9.685.413,44
IV. Jahresüberschuss 1.110.761,51 542.392,56
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 13.334.764,19 12.096.292,00
C. Rückstellungen 2.099.642,80 1.787.889,91
D. Verbindlichkeiten 25.438.803,67 23.098.714,27
davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 15.082.630,37 15.868.330,52
Bilanzsumme, Summe Passiva 94.082.951,29 89.081.875,30

Anhang

Allgemeine Angaben    

Die AFK-Geothermie GmbH, Aschheim, Landkreis München, ist beim Amtsgericht München unter Nummer HR B 172992 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Nach Gesellschaftsvertrag sowie gemäß Art. 94 Abs. 1 Nr. 2 BayGO wurde der Jahresabschluss nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso wie die Vermerke die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang dargestellt.

Die Gesellschaft hat seit der Inbetriebnahme der Erweiterung der Energiezentrale Ende 2016 und der damit einhergehenden Überschreitung der Feuerungswärmeleistung von 20 MW eine Emissionsgenehmigung nach § 4 Abs. 1 TEHG und ist damit Emissionshandelspflichtig.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Das Gebäude der Energiezentrale inkl. Außenanlagen bzw. dessen Betriebsvorrichtungen werden über einen Zeitraum von 40 bzw. 15 Jahren abgeschrieben. Für das Fernwärmenetz wird eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 35 Jahren zugrunde gelegt. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten für das Glasfasernetz werden über einen Zeitraum von 30 Jahren abgeschrieben. Hausanschlüsse werden über 30 Jahre bzw. Fernwärmeübergabestationen über 15 Jahre abgeschrieben.

Die Kosten der Bohrung, Thermalwasserleitung, Tauchkreiselpumpe, Absorptionswärmepumpe, Heizcontainer, mobilen Heizzentralen und des Blockheizkraftwerks werden über einen Zeitraum von 5 bis 50 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Vermögensgegenstände werden bis zu einem Betrag von netto € 800,00 sofort aufwandswirksam abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennwert angesetzt. Eine Pauschalwertberichtigung der Forderungen wurde vorgenommen.

Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert passiviert.

Die zugegangenen Baukostenzuschüsse für Fernwärme sind passiviert und werden über die Laufzeit von 30 Jahren zugunsten der Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst.
Die Bildung der Rückstellungen erfolgte in Höhe des voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrages. Die erwarteten, künftigen Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Rückstellungen, mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, wurden mit den von der Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen abgezinst.

Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Vorhandene aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden nach dem Wahlrecht des § 274 HGB nicht angesetzt.

Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit des Anhangs werden zusammengehörige Angaben, die sich sowohl auf Bilanz- als auch auf GuV-Posten beziehen, generell bei den zugehörigen Bilanzposten dargestellt.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel diesem Anhang als Anlage beigefügt.

In den Vorräten sind die Bestände an erworbenen und zugeteilten Emissionszertifikaten in Höhe von 625 T€ nach dem TEHG enthalten.

Die Fristigkeit der Forderungen gliedert sich wie folgt:

Art der Forderung zum
Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
31.12.2023
bis zu 1 Jahr
größer 1 Jahr
 
T€
T€
T€
aus Lieferungen und Leistungen
1.467
1.467
0
sonstige Vermögensgegenstände
1.221
1.221
0
Summe
2.688
2.688
0


Im Wesentlichen betreffen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus den Jahresabrechnungen der Wärmekunden (1.133,8 T€). Demgegenüber stehen in den sonstigen Verbindlichkeiten aber auch Rückzahlungen (601,6 T€).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Ingenieurleistungen, die für den Fernwärmenetzausbau erbracht wurden (1.342 T€) sowie für die Rückbauverpflichtung der Geothermie-Bohrungen (332 T€) und die Abgabe der CO2-Zertifikate für das Berichtsjahr 2023 (312 T€).

Bei der Bewertung der gebildeten Rückstellung für die Rückbauverpflichtung der Geothermie-bohrungen (Nominal T€ 350,0) wurden jährliche Kostensteigerungen von 1,5 % und ein Zinssatz von 1,65 % (Stand August 2024, Laufzeit 36 Jahre) berücksichtigt.

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten gliedert sich wie folgt:

Art der Verbindlichkeit zum
Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit


gesicherte

31.12.2023
31.12.2023
bis zu 1 J.
1 bis 5 J.
größer 5 J.
Beträge

 
T€
T€
T€
T€
T€

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
21.209,1
2.338,8
9.279,8
9.590,5
21.209,1
*)
Vorjahr
 
19.539,9
2.227,7
8.753,1
8.559,1
19.539,9

Erhaltene Anzahlungen
769,5
769,5
0,0
0,0
0,0

Vorjahr
 
1.013,2  
1.013,2
0,0  
0,0  
0,0  

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2.847,2
2.847,2
0,0
0,0
0,0

Vorjahr
 
1.651,3
1.651,3
0,0  
0,0  
0,0  

Sonstige Verbindlichkeiten
613
613
0,0
0,0
0,0

Vorjahr
894,2
894,2
0,0  
0,0  
0,0  

Summe
25.439
6.568,5
9.279,8
9.590,5
21.209,1

*) Bürgschaften der Gesellschafter / Grundschulden sowie Sicherungsübereignung von Teilen des Leitungsnetzes


Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen zum Großteil aus den Rückzahlungen an die Wärmekunden aus der Jahresabrechnung 2023 (601,6 T €).

Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt und entfallen in Höhe von 10.935,2 T€ auf das Geschäftsfeld Wärme und zu 144,7 T€ auf das Geschäftsfeld Glasfasernetz Die Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr resultiert in beiden Bereichen aus Preissteigerung sowie dem weiteren Netzausbau (Steigerung der Kundenanschlüsse).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind neben der Auflösung der Baukostenzuschüsse (+547,9 T€) weitere Erträge angefallen, die die Stromsteuer Erstattungen nach § 9b u. § 10 StromStG u. § 53a Energie StG 2023 (66,9 T €) betreffen sowie die Wärmepreisbremse (89,1 T €). Aufgrund von Sondereffekten im Vorjahr und damit verbundenen erhöhten (unregelmäßigen) sonstigen betrieblichen Erträgen (doppelte Stromsteuererstattung aus den Jahre 2021 und 2022 sowie Erstattung von Baukosten durch Verursacher) ist im Geschäftsjahr 2023 ein Rückgang festzuhalten.

Zum Bilanzstichtag bestehen aktive latente Steuern, die im Wesentlichen aus der abweichenden steuerbilanziellen Bewertung im Bereich der Rückstellungen sowie aus den vorhandenen Verlustvorträgen resultieren. Vom Wahlrecht des Ansatzes aktiver latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Für die Bewertung der latenten Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz in Höhe von 21 % herangezogen.

Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus schwebenden Gasbezugsverträgen für die Jahre 2024 und 2025 in Höhe von insgesamt 4.904 T € (vertragliche Annahme 46.000 MWh Gasbezug / a, Terminmarktpreise). Aufgrund der Möglichkeit des Verkaufs von bereits gesichertem Erdgas am Spotmarkt, war die reelle finanzielle Verpflichtung jedoch deutlich geringer.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Arbeitnehmergruppen zum 31.12.2023

Anzahl
Leitende Angestellte (Geschäftsführung)
  1



Angestellte
davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter
 
 
6
4
6

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt
7



Vergütungen

Auf Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9a HGB) wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden im Jahr 2023 mit € 12.000,00 vergütet.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2023 zurückgestellte Honorar des Abschlussprüfers betrifft Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von € 13.975,00 sowie sonstige Bestätigungsleistungen in Höhe von € 8.600,00.

Nachtragsbericht gem. § 285 Nr. 33 HGB

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, welche Auswirkungen auf die Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.

Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss von T€ 1.111 auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung
Dr. Martina Serdjuk- Mayer

Aufsichtsrat

Andreas Janson (Aufsichtsratsvorsitzender)
1. Bgm. Feldkirchen
Maximilian Böltl (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender)
1. Bgm. Kirchheim
Robert Ertl (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender)
2. Bgm. Aschheim
Ulrich Bittner
Consultant
Eugen Egetenmeir
Consultant



Im laufenden Berichtsjahr hat ein Wechsel im Aufsichtsrat stattgefunden. Nachdem Hr. Maximilian Böltl seit dem 30.10.2023 nicht mehr im Bürgermeisteramt war, hat Hr. Stephan Keck als 2. Bürgermeister von Kirchheim seinen Posten übernommen.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterzeichner:
Dr. Martina Serdjuk-Mayer


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 15.03.2025 festgestellt.

Nachrichten & Medien

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