Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 16138
Vorher
KARSTADT Hypothekenbank AG
Eingetragen
19.12.2001
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem VersicherungsgeschäftKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
Der geordnete Rückbau des im Bestand befindlichen Bankgeschäftes und der Finanzdienstleistungen. Der Abschluss von Neugeschäft sowie die Anlage eigenen Vermögens können getätigt werden, soweit dies der Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorschriften oder einer geordneten Anlage von Finanzmitteln dient und hierfür die erforderlichen Erlaubnisse vorliegen.

Historie

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Management

NameRolle
Frank Birke
seit 7.4.2017
Prokura
Thomas Martin Dewner
seit 25.1.2017
Vorstandsmitglied
Stephan Loerke
seit 10.8.2015
Prokura
Thomas Hugo Schädle
seit 10.8.2015
Prokura
Josef Schomberg
seit 6.2.2014
Prokura
Björn Grunwald
seit 10.9.2013
Prokura
Gerrit Raupach
seit 19.12.2012
Vorstandsmitglied
Prokura
Elmar Appel
seit 5.3.2007
Prokura

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

VALOVIS BANK AG

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

GESCHÄFTSBERICHT 2015

Auf einen Blick

Angaben
in Tausend €
31.12.2015 31.12.2014
Angaben zur Bilanz Bilanzsumme 875.741 1.249.212
  Hypothekendarlehen 447.781 579.383
  Eigenkapital 74.738 87.024
31.12.2015 31.12.2014
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Zins- und Provisionsergebnis 33.915 50.181
  Verwaltungsaufwendungen -31.842 -51.715
  Ergebnis vor Steuern -11.602 -25.687
  Ergebnis nach Steuern -12.286 -25.675

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionäre, Geschäftspartner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

die wirtschaftliche Situation war im Jahr 2015 vom Niedrigzinsumfeld geprägt. Die konjunkturelle Erholung im Euro-Raum setzte sich fort.

Seit Anfang 2013 verfolgt die VALOVIS BANK AG eine Strategie des geordneten Rückbaus im Going Concern. Hiernach werden die Aktiva und Passiva stetig reduziert und Risiken gezielt abgebaut. Darüber hinaus wird die Komplexität im Geschäftsbetrieb durch entsprechende Maßnahmen reduziert. Strenge Nebenbedingung aller Aktivitäten ist, dass die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen stets erfüllt werden.

Nach der im Oktober 2015 erfolgreich durchgeführten Datenmigration an den Erwerber des Retailgeschäfts sind die Dienstleistungen für den Erwerber Ende Dezember 2015 beendet worden. In diesem Zuge wurde auch die Marke "VALOVIS" an den Erwerber des Retailgeschäfts verkauft und eine Lizenzvereinbarung geschlossen. Die VALOVIS BANK AG hat zum Ende des abgeschlossenen Geschäftsjahres ihren Standort Neu-Isenburg planmäßig geschlossen. Die Bank betreibt ihre Geschäfte seither nur noch vom Standort Essen.

Die Bank hat im Dezember 2015 eine Kapitalstärkungsmaßnahme vom Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken erhalten. Dies hat erheblich zur Verminderung der risikogewichteten Positionen und damit zur Verbesserung der Kapitalquoten beigetragen. Trotz eines Jahresfehlbetrags von 12,3 Mio. € haben sich daher die Kernkapitalquoten von 14,1 % auf 19,5 % und die Gesamtkapitalquote von 19,8 % auf 26,7 % deutlich erhöht. Diese Quoten liegen deutlich über den gesetzlichen Mindestanforderungen, allerdings hat die Bank historisch bedingt einzelne Großrisiken, zu deren Abschirmung die Kapitalpuffer erforderlich werden könnten.

Alle internen und externen Liquiditätslimite wurden und werden eingehalten. Zum 31. Dezember 2015 lag die Liquiditätskennzahl gemäß LiqV bei 10,7 und die Liquidity Coverage Ratio bei 46,5. Der Zugang zu Refinanzierungsmitteln im Interbankenmarkt und bei institutionellen Anlegern ist weiterhin gewährleistet. Die Risikotragfähigkeit war sowohl im bankaufsichtsrechtlichen Gone Concern- als auch im Going Concern-Szenario in Bezug auf die Einhaltung der Kernkapitalquote von 6,0 % und der Gesamtkapitalquote von 8,0 % im gesamten Berichtsjahr gut gegeben.

Alle Teilportfolios der Bank konnten - sei es durch Fälligkeit, einzelvertragliche Vereinbarung oder Verkauf an Dritte - weiter deutlich abgebaut werden. Dies soll auch in 2016 fortgeführt werden.

Die Bank hat im Kalenderjahr 2015 Pfandbriefe mit Fälligkeiten von 2017 bis 2024 in einem Nominalvolumen von 106,0 Mio. € zurückgekauft. Es wurden keine Pfandbriefe neu emittiert. Die spätesten Fälligkeiten der Eigenemissionen (Pfandbriefe und Schuldscheindarlehen) liegen nun in 2019.

Der Bestand an Immobiliendarlehen konnte durch planmäßige und außerplanmäßige Tilgungen bzw. Fälligkeiten von 579,4 Mio. € auf 447,8 Mio. € verringert werden.

Der Forderungsbestand aller B2C-Factoring Portfolios ist von 159,5 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 85,2 Mio. € per 31. Dezember 2015 zurückgegangen. Teilportfolios wurden erfolgreich veräußert. Neugeschäft oder weitere Portfolioankäufe wurden nicht getätigt.

Das Wertpapierportfolio der Bank mit einem Nominalvolumen in Höhe von 377,3 Mio. € zum 31. Dezember 2014 ist insbesondere durch Fälligkeiten im Geschäftsjahr 2015 auf 201,8 Mio. € zurückgegangen. Es besteht ein dem Rückbau der Bank entsprechendes Limitsystem. Wertpapierkäufe werden ausschließlich zur Steuerung der Liquidität getätigt. Die Bank hält nur Wertpapiere deutscher (nahezu ausschließlich öffentliche Schuldner), skandinavischer und eines Schweizer Emittenten (jeweils ausschließlich Pfandbriefe) im Bestand. Die Bestandskonzentrationen bei Wertpapieren deutscher und skandinavischer Emittenten werden aufgrund der guten Bonitäten (100 % der gehaltenen Wertpapiere mit Rating von mindestens AA-) und der kurzen Restlaufzeiten (längstens bis Ende 2018) akzeptiert.

Durch die aktive Steuerung der vorbeschriebenen Portfolios konnte die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2015 von 1,25 Mrd. € um 30 % auf 876 Mio. € reduziert werden und unterschreitet damit den Schwellenwert von 1 Mrd. € deutlich. Die risikogewichteten Positionen verringerten sich von 616 Mio. € um 38 % auf 383 Mio. €.

Das Jahresergebnis von -12,3 Mio. € ist deutlich besser als das des Vorjahres von -25,7 Mio. € und auch besser als die Prognose von Anfang des Jahres 2015. Das Jahresergebnis ist durch eine Vielzahl rückbaubedingter Sondereffekte geprägt.

Entsprechend dem rückläufigen Geschäftsvolumen und der Standortschließung Neu-Isenburg hat sich die Anzahl der Mitarbeiter von 107 Mitarbeitern (per 31. Dezember 2014) auf 79 Mitarbeiter (per 31. Dezember 2015) weiter deutlich reduziert. Per Ende Februar 2016 beschäftigte die Bank - auf Basis einer Berechnung nach Vollzeitäquivalenten - noch rd. 47 aktive (d. h. ohne die in Elternzeit befindlichen oder freigestellten) Arbeitnehmer. Die Bank hat Personalabgänge in kritischen Funktionen durch Neueinstellungen ersetzt und sich in einzelnen Fachbereichen, wo erforderlich durch externe Dienstleister, verstärkt.

Die für die VALOVIS BANK AG relevanten aufsichtsrechtlichen Anforderungen wurden im Jahr 2015 erfüllt. Der geordnete Rückbau der VALOVIS BANK AG im Going Concern wird auch im Jahr 2016 fortgesetzt. Die derzeit bereits bekannten, künftigen aufsichtsrechtlichen regulatorischen Anforderungen werden fristgerecht umgesetzt. Für 2016 wird ein gegenüber 2015 leicht negativeres Ergebnis erwartet. Die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen können dennoch erfüllt werden.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dankt der Vorstand für das auch im Geschäftsjahr 2015 gezeigte hohe Engagement, ihre Loyalität und die besonderen Leistungen bei den anspruchsvollen Aufgaben im Rahmen des Rückbaus der Bank.

 

Gerrit Raupach, Vorsitzender

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres seine ihm insbesondere nach Gesetz, Satzung, den Geschäftsordnungen und den aufsichtsrechtlichen Vorgaben obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand während des Geschäftsjahres regelmäßig über die Geschäftsentwicklung, die Risiken sowie über die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen und die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überwacht. Die Protokolle der in der Regel zweiwöchentlich stattfindenden Vorstandssitzungen hat der Vorstand dem Aufsichtsrat zeitnah in Kopie überlassen.

Der Aufsichtsrat hat sich in 2015 zu sieben Sitzungen getroffen. Er befasste sich u.a. ausführlich mit der Geschäfts- und Risikostrategie, der fortgeschriebenen dreijährigen Unternehmensplanung sowie der laufenden wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung des geordneten Rückbaus der Bank im Going Concern. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit der Risikotragfähigkeit der Bank und deren Großkrediten. Dem im Dezember 2015 mit dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken geschlossenen Vertrag über eine Kapitalstärkungsmaßnahme hat der Aufsichtsrat zugestimmt. Vierteljährlich erörterte der Aufsichtsrat den Risikobericht, die Berichte der Internen Revision und des Compliancebeauftragten sowie den Bericht zur Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung oder sonstiger strafbarer Handlungen. Der Aufsichtsrat setzte sich jährlich auseinander mit den Berichten des Beauftragten für Business Continuity Management, des IT-Sicherheitsbeauftragen und des Datenschutzbeauftragten, dem Personalbericht einschließlich des Vergütungssystems der Bank sowie dem Bericht zur Arbeitssicherheit und arbeitsmedizinischen Betreuung. Ergänzend hat sich der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen insbesondere vom Leiter Risikocontrolling, dem Leiter der Internen Revision, dem Geldwäschebeauftragten, dem Compliancebeauftragten, dem IT-Sicherheitsbeauftragten, dem Datenschutzbeautragten und dem Leiter Personal zusätzliche Erläuterungen geben lassen. Sofern erforderlich, fasste der Aufsichtsrat die notwendigen Beschlüsse. Bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden und wurde zwischen den Sitzungen regelmäßig über wichtige Vorgänge schriftlich informiert. Beschlüsse wurden, soweit zwischen den Sitzungen erforderlich, im Umlaufverfahren herbeigeführt. Die Vorsitzenden von Aufsichtsrat und Vorstand standen laufend mündlich, schriftlich oder elektronisch im Kontakt und unterrichteten sich gegenseitig umfassend über aktuelle Entwicklungen der Bank und deren Verhältnisse.

Der Aufsichtsrat befasste sich mit den Ergebnissen der Effizienz- und Eignungsprüfung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Die Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen aufgrund ihrer hauptberuflichen Verantwortung eigenverantwortlich wahr. Eine Unterstützung durch die VALOVIS BANK AG war gegeben.

An allen Sitzungen haben sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats sowie die Mitglieder des Vorstands mitgewirkt.

PERSONALANGELEGENHEITEN DES AUFSICHTSRATS

Herr Dr. Marcus Chromik hat sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit Ablauf des 31. Dezember 2015 niedergelegt. Die Hauptversammlung hat am 15. Dezember 2015 Herrn Fredun Mazaheri als seinen Nachfolger mit Wirkung ab 1. Januar 2016 gewählt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Chromik für sein vorbildliches Engagement und seinen klugen Rat.

Der Aufsichtsrat schlägt der für den 21. April 2016 eingeladenen Hauptversammlung vor, den Mitgliedern des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015 Entlastung zu erteilen.

PERSONALANGELEGENHEITEN DES VORSTANDS

Herr Raupach wurde mit Ablauf der Hauptversammlung am 16. April 2015 zum Vorsitzenden des Vorstands bestellt. Der Aufsichtsrat hatte zuvor dem Wunsch des vorherigen Vorsitzenden des Vorstands, Herrn Dr. Wieandt, entsprochen, seine Bestellung zum 30. Juni 2015 aufzuheben und seinen Dienstvertrag zu beenden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Wieandt, der in einer für die VALOVIS BANK AG Existenz bedrohenden Situation das Ruder in die Hand genommen und die Bank konsequent stabilisiert hat.

JAHRESABSCHLUSS 2015

Die Buchführung und der Jahresabschluss mit Lagebericht für das Jahr 2015 sind von der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Diese war durch die ordentliche Hauptversammlung am 16. April 2015 als Abschlussprüfer gewählt worden. Die Prüfung hat am 9. März 2016 zu einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk geführt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzverlusts im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen geprüft und keine Einwendungen erhoben. Ferner ließ sich der Aufsichtsrat den Jahresabschluss durch den Abschlussprüfer erläutern und nahm nach eigener Prüfung das Ergebnis des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer zur Kenntnis. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss wurde heute vom Aufsichtsrat gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Außerdem hat der Vorstand einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gem. § 312 Abs. 1 AktG aufgestellt und diesen mit dem hierzu von der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, erstatteten Prüfungsbericht vom 9. März 2016 dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands geprüft. Er stimmt ihm zu, ebenso dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers. Dieser hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind."

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands in seinem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bank für ihr unverändert großes Engagement.

 

Essen, 21. April 2016

Der Aufsichtsrat

Dr. Thomas A. Lange, Vorsitzender

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

GESCHÄFTSMODELL

Die VALOVIS BANK AG ist am Standort Essen in den Geschäftsfeldern Immobilienfinanzierung und Versandhandelsfactoring tätig. Bis Ende Mai 2014 hat die Bank am Standort Neu-Isenburg das Retailgeschäft betrieben. Per Ende Mai 2014 wurde dieses Geschäftsfeld veräußert; bis Ende 2015 wurden noch Dienstleistungen an den Erwerber des Retailgeschäfts erbracht. Zum Jahresende 2015 wurde der Standort Neu-Isenburg geschlossen.

Die Geschäftstätigkeit der Bank war 2015 unverändert auf den geordneten Abbau von Risikoaktiva und auf die Rückführung von Passivmitteln ausgerichtet. Aufgrund der Situation der Bank wird grundsätzlich kein Neugeschäft getätigt. Deckungsfähiges Neugeschäft wird allenfalls eingegangen, um die Einhaltung der bankaufsichtsrechtlichen Vorschriften und insbesondere die Vorgaben des Pfandbriefgesetzes sicherzustellen.

STRATEGISCHE ZIELE

Im zurückliegenden Jahr hat der Vorstand den seit Anfang 2013 betriebenen geordneten, wertschonenden Rückbau der VALOVIS BANK AG im Going Concern konsequent fortgesetzt.

Die strategischen Ziele im Einzelnen lauten:

Geordneter Bankbetrieb: Die Bank hat das Ziel, einen geordneten Bankbetrieb aufrechtzuerhalten und alle bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen einzuhalten. Hierfür ist jederzeit eine ausreichende personelle und technische Ausstattung der Bank sicherzustellen. Daher können die Kosten des Bankbetriebs zunächst nicht so schnell vermindert werden, wie sich die Erträge durch Ablauf und Rückbau reduzieren. Zwar entstehen durch den beschleunigten Rückbau erhöhte Kosten, es wird jedoch versucht, die Kostenbasis weiter zu reduzieren und zu flexibilisieren, soweit dies im Rahmen der steigenden bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen möglich ist.

Rückbau der Bank: Die Bank hat das Ziel, die Bilanzsumme, die besicherte und unbesicherte Refinanzierung sowie die risikogewichteten Positionen (RWP) weiter wertschonend zu reduzieren. Konzentrationsrisiken sollen weiter abgebaut werden. Optionen für eine beschleunigte Durchführung des Rückbaus werden weiterhin laufend geprüft und, sofern möglich, insbesondere durch Ablösung bzw. Verkauf von Aktiva sowie Rückkauf ausstehender Verbindlichkeiten realisiert.

Going Concern: Die Bank hat das Ziel, auch während des Rückbauprozesses die bankaufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen, insbesondere die Kernkapital- und Gesamtkapitalquote (zusammen: die Kapitalquoten), einzuhalten. Das bedeutet, dass der geordnete Rückbau im Going Concern durch die Kapitalausstattung der Bank limitiert ist, da Rückbauentscheidungen oft kapitalreduzierend wirken. Rentabilitäts- und Ertragsaspekte sind im geordneten Rückbau der Bank nachrangige Entscheidungsgrößen. Zentrale Prämisse der Geschäfts- und Risikostrategie ist, dass die Bank mit ausreichend Kapital ausgestattet ist, um den geordneten Rückbau in den Jahren 2016ff. fortzusetzen.

Der Rückbau der VALOVIS BANK AG soll im Wesentlichen mit Fälligkeit der letzten Verbindlichkeiten im Jahr 2019 umgesetzt sein.

GESAMTBANKSTEUERUNG

Der Vorstand steuert die Bank insbesondere über die finanziellen Leistungsindikatoren Höhe des Kernkapitals, Höhe des Gesamtkapitals, Höhe der risikogewichteten Positionen (risikogewichtete Aktiva zzgl. Unterlegung des operationellen Risikos und CVA-Charge für Derivate), Kernkapitalquote, Gesamtkapitalquote, Zinsänderungsrisiko (ZÄR), Liquiditätskennziffer und Liquidity Coverage Ratio (LCR). Über die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Kennziffern sowie intern gesetzter Limite wird dem Vorstand täglich berichtet. Eine detailliertere Analyse der Liquiditätsentwicklung erhält der Vorstand wöchentlich.

Die Erreichung der für das jeweils laufende Geschäftsjahr geplanten quantitativen Ziele wird in der Regel vierteljährlich mittels Plan/Ist-Vergleichen geprüft und dem Vorstand berichtet. Für die Kennzahl ZÄR, die Liquiditätskennziffer und die LCR sind Mindestgrößen bzw. Maximalwerte einzuhalten, sie werden aber nicht geplant. Insofern werden für diese finanziellen Leistungsindikatoren keine Plan/Ist-Vergleiche erstellt. Der Vorstand unterrichtet über die Ist-Zahlen dieser finanziellen Leistungsindikatoren sowie mittels Plan/Ist-Vergleichen der übrigen finanziellen Leistungsindikatoren seinerseits den Aufsichtsrat. Unterjährige Ziele werden bei Bedarf durch Hochrechnungen (Forecasts) des Jahresergebnisses konkretisiert. Sollten im Rahmen der Plan/Ist-Vergleiche wesentliche Zielabweichungen identifiziert werden, werden diese analysiert und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ergriffen.

CORPORATE GOVERNANCE

Die VALOVIS BANK AG verfügt gemäß Aktienrecht mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat über eine duale Führungs- und Kontrollstruktur. Neben den gesetzlichen Bestimmungen für die Führung und Kontrolle einer Aktiengesellschaft enthalten die Satzung und die vom Aufsichtsrat für den Vorstand sowie den Aufsichtsrat erlassene bzw. sich gegebene Geschäftsordnung Regelungen für die Unternehmensführung und -kontrolle.

Der gemäß Satzung aus mindestens zwei Mitgliedern bestehende Vorstand bestand bis zum 30. Juni 2015 aus drei Mitgliedern, den Herren Gerrit Raupach (Vorstandsvorsitzender - seit dem Ablauf der Hauptversammlung am 16. April 2015), Thorsten Drescher und Dr. Axel Wieandt (Vorstandsvorsitzender - bis zum Ablauf der Hauptversammlung am 16. April 2015). Dr. Axel Wieandt hatte den Aufsichtsrat gebeten, seine Bestellung zum 30. Juni 2015 aufzuheben und seinen Dienstvertrag zu beenden. Dem ist der Aufsichtsrat nachgekommen. Der Vorstand besteht seitdem aus den beiden Vorstandsmitgliedern Herrn Gerrit Raupach und Herrn Thorsten Drescher. Der vom Vorstand aufgestellte Geschäftsverteilungsplan regelt die Ressortzuständigkeiten der Vorstandsmitglieder. Herr Gerrit Raupach verantwortet die Ressorts Gesamtbankkoordination, die Marktfolge und Workout, Risikocontrolling, Banksteuerung und Meldewesen, Organisation und IT sowie Personal, Recht und Revision. Herr Thorsten Drescher ist neben der Marktfunktion für das Geld- und Kapitalmarktgeschäft für die Ressorts Finanzen, Compliance, Datenschutz, Geldwäsche / Zentrale Stelle und den IT-Sicherheitsbeauftragten zuständig. Die gemeinsame Verantwortung aller Mitglieder des Vorstands für die Geschäftsführung wird hiervon jedoch nicht berührt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Vorstand seine Sitzungen mindestens im zweiwöchentlichen Turnus durchgeführt.

Der Geschäftsverteilungsplan und etwaige Änderungen hierzu sind vom Aufsichtsrat zu genehmigen. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Bank relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, der Planung, der Risikolage, des Risikomanagements, des Personals, der Geldwäsche / Zentralen Stelle, der Compliance und der Internen Revision. Im Rahmen seiner Berichterstattung geht der Vorstand auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung ein und erläutert sie. Bestimmte Geschäfte erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Zustimmung des Aufsichtsrats ist unter anderem für Grundstücksgeschäfte, Beteiligungserwerbe und -veräußerungen, Neugeschäfte ab einer bestimmten Größenordnung, die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die fortgeschriebene Unternehmensplanung für das jeweilige folgende Geschäftsjahr erforderlich.

Der Aufsichtsrat besteht satzungsgemäß aus drei Mitgliedern. Im zurückliegenden Geschäftsjahr waren dies die Herren Dr. Thomas A. Lange (Vorsitzender), Andreas Dörhöfer (ab 2. März 2015 stellvertretender Vorsitzender) und Dr. Marcus Chromik. Herr Dr. Chromik hat mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2015 sein Mandat niedergelegt. Die Hauptversammlung hat am 15. Dezember 2015 Herrn Fredun Mazaheri zu seinem Nachfolger mit Wirkung ab 1. Januar 2016 gewählt. Der Aufsichtsrat soll gemäß seiner Geschäftsordnung einmal im Kalendervierteljahr, muss aber einmal im Kalenderhalbjahr zusammentreten. Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat sieben Sitzungen abgehalten. Der Aufsichtsrat nimmt seit Anfang Januar 2015 die Aufgaben wahr, die zuvor dem aufgelösten Präsidial-, Nominie-rungs- und Vergütungskontrollausschuss sowie dem Risiko- und Prüfungsausschuss zugefallen waren.

Der Vorstand hat zur Förderung der fachbereichsübergreifenden Zusammenarbeit in wesentlichen Banksteuerungsthemen nachfolgende Gremien eingerichtet:

Das Asset- und-Liability-Committee (ALCo) befasst sich insbesondere mit Aufgaben des Bilanzstrukturmanagements, den Marktpreisrisiken auf Gesamtbankebene sowie der Liquiditätsausstattung der Bank. Zudem wurde das im Vorjahr bestehende Steuerungsgremium Deckungsstock in das ALCo integriert, welches sich mit der Deckungsübersicht und der Entwicklung des Deckungsstocks befasst.

Das Legal & Compliance-Committee tauscht sich regelmäßig über aktuelle Rechtsnormänderungen, die eine Auswirkung auf die VALOVIS BANK AG haben könnten, und aktuelle Rechtsfragen aus.

Das am 12. Mai 2015 etablierte Credit Committee befasst sich im Wesentlichen mit aktuellen Ereignissen und bevorstehenden Entscheidungssituationen von Kreditengagements, der Watch-List, den größten Problemengagements, den Großkrediten, der Veränderung von Einzelwertberichtigungen, Sachverständigengutachten, den Adressrisiken im Geld- und Kapitalmarktgeschäft sowie den entsprechenden Darstellungen im Risikobericht.

Das Finance Committee wurde am 28. April 2015 etabliert. Es unterstützt die Erstellung der Monatsbilanzierung und der Jahresabschlussbilanzierung.

Die Gremien informieren den Vorstand regelmäßig über das Ergebnis ihrer Arbeit und leiten ggf. notwendige Maßnahmen ab, die sie dem Vorstand zum Beschluss vorschlagen.

Wirtschaftsbericht

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen sind für die VALOVIS BANK AG vorrangig hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Risiko ihrer Bestandspositionen von Interesse. Da die Bank grundsätzlich kein Neugeschäft anstrebt, haben die Rahmenbedingungen hierauf einen eher geringen Einfluss. Das Geld- und Kapitalmarktgeschäft ist rückbaubedingt in geringerem Ausmaß von den Entwicklungen an den Geld- und Kapitalmärkten betroffen als in den Vorjahren.

Das tendenziell weiter sinkende Zinsniveau in den kurzen Laufzeiten, das weiter Druck auf die Zinsmargen ausüben wird, und die anhaltend flache Zinsstrukturkurve erschweren insgesamt allen Kreditinstituten in der Eurozone eine nachhaltig profitable Gestaltung ihres zinstragenden Geschäfts sowie ihres Liquiditätsmanagements.

Bei unverändert niedrigen Leitzinsen hat die EZB das im März 2015 begonnene erweiterte Anleihekaufprogramm fortgeführt. Die Aussichten auf eine anhaltend hohe Liquiditätsversorgung und Absenkungen des Einlagesatzes haben die Markterwartungen über die zukünftige Zinsentwicklung gedämpft. Entsprechend bleiben die Zinsen für Bankkredite in Deutschland auf einem sehr niedrigen Niveau. Der Zugang zu Krediten stellt sich laut DIHK-Konjunkturumfrage vom Herbst und ifo Kredithürdenindikator in Deutschland ebenfalls weiterhin als sehr günstig dar.

Die konjunkturelle Erholung in der Eurozone setzte sich fort. Deutliche Wachstumsimpulse gingen von der Inlandsnachfrage aus. Insbesondere die privaten Konsumausgaben profitierten weiterhin vom Beschäftigungswachstum und zusätzlichen Ausgabenspielräumen, die sich aufgrund der anhaltend niedrigen Energiepreise ergaben. Die günstigeren Finanzierungsbedingungen und der erleichterte Zugang zu Krediten begünstigen im Unternehmensbereich Ausgaben für zusätzliche Investitionen, insbesondere in Immobilien. Auch Ablösungen bestehender Finanzierungen werden durch die vorgenannte Entwicklung grundsätzlich erleichtert.

GESCHÄFTSVERLAUF

Finanzielle Leistungsindikatoren (nach Feststellung) 31.12.2015 31.12.2014 Veränderung
Kernkapital in Mio. € 74,7 86,7 -12,0
Gesamtkapital in Mio. € 102,2 121,7 -19,5
Risikogewichtete Positionen in Mio. € 383,1 615,7 -232,6
Kernkapitalquote 19,5 % 14,1 % 5,4 %-Punkte
Gesamtkapitalquote 26,7 % 19,8 % 6,9 %-Punkte
Zinsänderungsrisiko bei + 200 BP (ZÄR) -8,54 % -6,78 % -1,76 %-Punkte
Zinsänderungsrisiko bei - 200 BP (ZÄR) 0,03 % -1,60 % 1,63 %-Punkte
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 46,5 5,2 41,3
Liquiditätskennziffer (LiqV) 10,7 8,0 2,7

Im Geschäftsjahr 2015 ist der geordnete Rückbau der VALOVIS BANK AG weiter gut vorangekommen.

Die risikogewichteten Positionen (RWP) verringerten sich im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch Tilgungen von Kundenforderungen, die Barunterlegung eines Kreditengagements sowie durch Amortisation der B2C-Factoringportfolios von 615,7 Mio. € um 37,8 % auf 383,1 Mio. €. Das Kernkapital und das Gesamtkapital sanken aufgrund von Jahresverlust und verringerter Anrechnung des bestehenden Nachrangdarlehens von 86,7 Mio. € um 12,0 Mio. € auf 74,7 Mio. € bzw. von 121,7 Mio. € um 19,5 Mio. € auf 102,2 Mio. €. Dies hat im Jahresvergleich aufgrund des überproportionalen Rückgangs der RWP zu einer Verbesserung der Kernkapitalquote von 14,1 % um 5,4 %-Punkte auf 19,5 % und der Gesamtkapitalquote von 19,8 % um 6,9 %-Punkte auf 26,7 % geführt.

Die Kennziffer für das Zinsänderungsrisiko bei einer unterstellten Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um +/- 200 Basispunkte bewegte sich jederzeit innerhalb des aufsichtsrechtlichen Limits von - 20 %.

Alle internen und externen Liquiditätslimite wurden im Jahr 2015 eingehalten. Zum 31. Dezember 2015 liegt die Liquiditätskennzahl bei 10,7, die LCR bei 46,5 (aufsichtsrechtliche Mindestanforderung: 0,6). Beide Kennzahlen liegen deutlich oberhalb der Vorjahreswerte. Der Bank stehen selbst im Stress-Szenario liquide Mittel für mehr als elf Monate nach dem Bilanzstichtag zur Verfügung.

Die Risikotragfähigkeit im bankaufsichtsrechtlichen Steuerungsszenario Gone Concern war im gesamten Geschäftsjahr 2015 gegeben, die Auslastung der Risikodeckungsmasse reduzierte sich im Jahresvergleich von 34,9 % um 8,4 %-Punkte auf 26,5 % zum 31. Dezember 2015. Die Risikotragfähigkeit war ebenfalls im Going Concern-Szenario in Bezug auf die Einhaltung der Kernkapitalquote von 6,0 % und in Bezug auf die Einhaltung der Gesamtkapitalquote von 8,0 % im gesamten Jahr gegeben.

Der Personalbestand in der Bank wurde im Berichtsjahr vor allem durch die Schließung des Standorts Neu-Isenburg zum Ende des Geschäftsjahres von 107 Mitarbeitern (per 31. Dezember 2014) auf 79 Mitarbeiter (per 31. Dezember 2015) weiter deutlich reduziert. Die Bank hat Personalabgänge in kritischen Funktionen durch Neueinstellungen ersetzt und sich in einzelnen Fachbereichen, wo erforderlich, durch externe Dienstleister verstärkt, um jederzeit eine angemessene Ressourcenausstattung - auch im Tagesgeschäft - zu gewährleisten. Per Ende Februar 2016 beschäftigte die Bank - auf Basis einer Berechnung nach Vollzeitäquivalenten -noch rd. 47 aktive, d. h. ohne die in Elternzeit befindlichen oder freigestellten, Arbeitnehmer.

Immobilienfinanzierung

Die Geschäftsaktivitäten in der Immobilienfinanzierung wurden auf einem für die Erhaltung der Pfandbrieflizenz erforderlichen Mindestniveau betrieben. Neugeschäft wurde nicht getätigt. Der Bestand an Immobiliendarlehen reduzierte sich durch planmäßige und außerplanmäßige Tilgungen im abgelaufenen Geschäftsjahr von 579,4 Mio. € um 131,6 Mio. € auf 447,8 Mio. €. Die Zinserträge der Bank aus diesem Geschäftsfeld sanken entsprechend von 27,1 Mio. € um 7,1 Mio. € auf 20,0 Mio. €.

Für ein wesentliches Engagement - welches durch eine externe Garantie besichert und nunmehr teilweise bar unterlegt ist - wurde der Verkaufsprozess der Immobilie in enger Zusammenarbeit zwischen deren Eigentümer und der VALOVIS BANK AG eingeleitet. Mit der Vermarktung der Immobilie wurde ein renommiertes Maklerbüro beauftragt. Ansprachen bei potentiellen Investoren sind erfolgt.

Factoring und angekaufte Non Performing Loans (NPL)

Im Bereich des B2C-Factorings hat sich der Forderungsbestand in 2015 von 159,5 Mio. € um 74,3 Mio. € auf 85,2 Mio. € reduziert. Vom Rückgang entfallen 31,6 Mio. € auf das ablaufende Portfolio eines inländischen Versandhandelsunternehmens in Insolvenz sowie 38,2 Mio. € auf ein ablaufendes Portfolio niederländischer Versandhandelsforderungen. Die Zinserträge aus dem Versandhandelsfactoring sind deshalb insgesamt von 10,4 Mio. € um 3,1 Mio. € auf 7,3 Mio. € gesunken.

Das B2B-Factoring befindet sich vollständig im Work-Out. Die bestehenden Engagements in diesem Bereich wurden weiter abgebaut. Zum 31. Dezember 2015 bestehen noch mit 2,0 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) bewertete Aktiva. Mit einer vollständigen Abwicklung des Work-Out-Portfolios, die von dem Abschluss der laufenden Insolvenzverfahren abhängig ist, wird nicht vor Ende 2016 gerechnet.

Die in den Jahren 2008 - 2010 angekauften NPL-Portfolios, die zum 31. Dezember 2015 in Höhe von 5,8 Mio. € (Vorjahr: 10,3 Mio. €) bestehen, entwickeln sich -mit sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 2,4 Mio. € - erwartungsgemäß. Der Bestandsabbau erfolgt planmäßig.

Die Bank hat im 4. Quartal des Berichtsjahres mit der Prüfung strategischer Handlungsalternativen für die Factoring-Portfolios begonnen.

Wertpapierportfolio

Der Wertpapierbestand der Bank reduzierte sich per Saldo von nominal 377,3 Mio. € um 175,5 Mio. € auf 201,8 Mio. €. Fälligkeiten von 176,3 Mio. € und Verkäufen von 39,8 Mio. € standen im abgelaufenen Geschäftsjahr Zukäufe in Höhe von 40,6 Mio. € gegenüber. Die Wertpapierkäufe betrafen im Wesentlichen Covered Bonds skandinavischer Emittenten.

Alle neu erworbenen Wertpapiere sind bis Ende 2018 fällig, die bisher schon gehaltenen Papiere bis Februar 2017. Das Wertpapierportfolio ist insbesondere auf Emittenten aus Deutschland und Skandinavien konzentriert. Für rund 87 % der zum 31. Dezember 2015 gehaltenen Wertpapiere wird mindestens ein Rating von AA gem. CRR angesetzt, kein Wertpapier trägt ein schlechteres Rating als AA-.

Der Rückbau des Wertpapierportfolios führte zu einem Rückgang der Zinserträge aus Wertpapieren und Schuldverschreibungen von 8,3 Mio. € um 4,2 Mio. € auf 4,1 Mio. €.

Die stillen Lasten im Anlagevermögen lagen zum 31. Dezember 2015 mit 90 Tsd. € (Vorjahr: 47 Tsd. €) auf niedrigem Niveau. Dem gegenüber standen stille Reserven im Anlage- und Umlaufvermögen i. H. v. 859 Tsd. € (Vorjahr: 2.843 Tsd. €).

Rückkäufe von Namenshypothekenpfandbriefen und Schuldscheindarlehen sowie Entwicklung des Deckungsstocks

Auch im Jahr 2015 hat die Bank Namenshypothekenpfandbriefe zurückgekauft und aus dem Verkehr gezogen. Dies betraf Fälligkeiten von 2017 bis 2024 und ein Volumen von nominal 106,0 Mio. €. Für die Rückkäufe wurden insgesamt 27,7 Mio. € an Rückkaufprämien gezahlt (sonstiger betrieblicher Aufwand). Diesen Aufwendungen standen 17,3 Mio. € Zinserträge aus Swap-Close-Outs im Rahmen der Zinsbuchsteuerung sowie ca. 4,8 Mio. € Auflösungen von Drohverlustrückstellungen für das Zinsbuch der Bank (sonstiger betrieblicher Ertrag) gegenüber. Das Gesamtergebnis dieser Maßnahmen betrug somit -5,6 Mio. €.

Durch die vorgenannten Maßnahmen und den insgesamt verringerten Refinanzierungsbedarf hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr der Zinsaufwand für Hypothekenpfandbriefe und Schuldscheindarlehen von 41,2 Mio. € um 12,5 Mio. € auf 28,7 Mio. € reduziert.

Zum 31. Dezember 2015 befinden sich noch Namenshypothekenpfandbriefe (Buchwert inkl. Zinsen) in Höhe von 109,7 Mio. € im Umlauf (Vorjahr: 231,7 Mio. €). Die zum 31. Dezember 2015 ausstehenden Namenshypothekenpfandbriefe und Schuldscheindarlehen haben folgendes Fälligkeitsprofil:

Fälligkeiten (Nominalvolumen) Angaben in Tausend
Namenshypothekenpfandbriefe Schuldscheindarlehen
2016 40.000,0 241.810,0
2017 15.000,0 78.000,0
2018 40.669,5 45.400,0
2019 12.000,0 33.520,0
Summe 107.669,5 398.730,0

Die Namenshypothekenpfandbriefe mit spätester Fälligkeit werden nunmehr im Mai 2019, das letzte Schuldscheindarlehen im November 2019, fällig.

Durch Tilgungen und im Zuge des Rückbaus der Bank freiwillig vereinbarte vorfällige Rückzahlungen reduzierten sich die Deckungswerte von 395,4 Mio. € zum 31. Dezember 2014 um 109,3 Mio. € auf 286,1 Mio. € zum 31. Dezember 2015. Aufgrund der Pfandbriefrückkäufe ist die nominelle Überdeckung von 158,7 Mio. € oder 67,0 % zum 31. Dezember 2014 auf 173,4 Mio. € oder 153,9 % zum 31. Dezember 2015 gestiegen. Zum 31. Dezember 2015 beträgt die barwertige Überdeckung im schlechtesten Szenario (- 250 BP) 174,8 Mio. € oder 146,6 % (per 31. Dezember 2014: 128,4 Mio. € oder 43,5 %).

Kapitalstärkungsmaßnahme

Die Bank hat zur Stärkung ihres handels- und aufsichtsrechtlichen Kapitals sowie zur Abschirmung gegen den potentiellen Wertverfall einer Sicherheit bei einem Kreditengagement im Dezember 2015 vom Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (ESF) eine erweiterte Garantie für einen fälligen Immobilienkredit sowie eine Zahlungsgarantie hinsichtlich der Übernahme eines Teils der Rückbaukosten des zinstragenden Geschäfts der Bank erhalten.

Im Zuge dieser Maßnahme wurde das betroffene Kreditengagement zudem vom ESF in wesentlicher Höhe mit Barmitteln unterlegt, was zu einer erheblichen Verminderung der risikogewichteten Positionen und damit zu einer Verbesserung der Kapitalquoten der Bank führte.

Sonstiges

Neben den zuvor beschriebenen Sachverhalten waren im Geschäftsjahr 2015 zu erwähnen:

Die Erbringung von Dienstleistungen an den Erwerber des Retailgeschäfts der Bank sowie die erfolgreiche Datenmigration des verkauften Geschäfts.

Der vollständige Rückbau des Standorts Neu-Isenburg bis Ende 2015, einschließlich der Rückgabe der angemieteten Büroimmobilie.

Über die Beauskunftung der bei einem Dritten eingelagerten Daten des bei der VALOVIS BANK AG verbliebenen Geschäfts wurde ein langfristiger Vertrag geschlossen. Durch eine effiziente Vertragsgestaltung konnten wesentliche Teile einer im Jahresabschluss 2014 für diesen Sachverhalt gebildeten Rückstellung aufgelöst werden.

Eine im Vorjahr gebildete Rückstellung für (gesetzliche und vertragliche) Verpflichtungen aus dem Retailgeschäft konnte durch ein kosteneffizientes Projektmanagement zu einem großen Teil im Jahr 2015 aufgelöst werden.

Die Bank hat die Marke "VALOVIS" an den Erwerber des Retailgeschäfts verkauft. Dieser hat der Bank die Lizenz zur zeitlich begrenzten Nutzung der Marke erteilt.

Im Rahmen der Einführung der neuen europäischen Bankenabgabe stiegen die Beiträge der Bank für die Einlagensicherung überproportional stark an.

ERTRAGSLAGE

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben
in Tausend €
2015 2014 Veränderung
Zinsüberschuss 34.032 45.605 -11.573
Verwaltungsaufwand -31.842 -51.715 19.873
Sonstige betriebliche Erträge 21.841 48.988 -27.147
Sonstige betriebliche Aufwendungen -30.364 -42.227 11.863
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -4.483 -34.980 30.497
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -33 - -33
Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere - 6.166 -6.166
Saldo der übrigen Positionen -753 2.476 -3.229
Ergebnis vor Steuern -11.602 -25.687 14.085
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -685 12 -696
Jahresfehlbetrag -12.286 -25.675 13.389

Die Ertragslage der Bank wurde im laufenden Geschäftsjahr rückbaubedingt vom sonstigen Ergebnis bestimmt, bei einem gleichzeitigen Rückgang des Zinsüberschusses und einem nahezu vollständig entfallenen Provisionsergebnis. Durch den im Vorjahr erfolgten Verkauf des Retailgeschäfts wurde aus diesem Geschäftsfeld kein Zins- und Provisionsergebnis mehr erzielt (Vorjahr: 14.809 Tsd. €). Das Provisionsergebnis in Höhe von -117 Tsd. € (Vorjahr 4.575 Tsd. €) wird nunmehr im Saldo der übrigen Positionen ausgewiesen.

Der Rückgang des Zinsüberschusses von 45.605 Tsd. € um 11.573 Tsd. € auf 34.032 Tsd. € ist im Wesentlichen beeinflusst durch den planmäßigen Rückbau der Bank sowie die Erfassung von Close-Out-Erträgen aus der Schließung von Zinsswaps im Rahmen der Zinsrisikosteuerung in Höhe von 17.253 Tsd. € (Vorjahr: 15.817 Tsd. €). Bereinigt um Close-Out-Erträge und um den Wegfall des Retailgeschäfts (Zinsüberschuss Vorjahr: 9.272 Tsd. €) ist der Zinsüberschuss insgesamt nur um 3.737 Tsd. € gesunken.

Der Rückgang des Verwaltungsaufwands ist im Wesentlichen auf ab Juni 2014 nicht mehr angefallene Aufwendungen aus dem veräußerten Retailgeschäft der Bank sowie geringere Rechts- und Beratungskosten zurückzuführen. Am Standort Neu-Isenburg fielen im Geschäftsjahr noch Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 7.399 Tsd. € an. Diese konnten zum überwiegenden Teil an den Erwerber des Retailgeschäfts weiter belastet werden. Die Personalkosten verringerten sich insgesamt von 15.090 Tsd. € um 4.722 Tsd. € auf 10.368 Tsd. €. Die Rechts- und Beratungskosten sind aufgrund der deutlich verringerten Anzahl und aufgrund des verringerten Umfangs der strategischen und regulatorischen Projekte deutlich auf 7.640 Tsd. € (Vorjahr: 18.861 Tsd. €) gesunken. Im Vorjahr waren im Wesentlichen projektbedingte Rückstellungen von mehr als 7 Mio. € dotiert worden, die das Retail-geschäft betrafen. Diese konnten im Berichtsjahr in Höhe von mehr als 5 Mio. € wieder aufgelöst werden.

Das Risikovorsorge- und Bewertungsergebnis i. H. v. -4.483 Tsd. € (Vorjahr: -34.980 Tsd. €) resultiert insbesondere aus Direktabschreibungen i. H. v. 1.125 Tsd. € in den Factoring-Portfolios und 954 Tsd. € im Bereich der Hypothekendarlehen. Aus der Vereinnahmung von Erträgen aus einem Besserungsschein für eine verkaufte Beteiligung resultierten 1.170 Tsd. € (Vorjahr: 0 €) und aus der dem rückläufigen Geschäftsvolumen geschuldeten Auflösung von Pauschalwertberichtigungen (PWB) 1.465 Tsd. € (Vorjahr: 731 Tsd. €). Im Vorjahr war hier unter anderem eine Bildung pauschalierter Einzelwertberichtigungen i. H. v. 12.328 Tsd. € für das niederländische Factoring-Portfolio erfasst.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere in Höhe von netto 33 Tsd. € (Vorjahr Ertrag: 6.166 Tsd. €) betreffen mit 36 Tsd. € im Wesentlichen Verluste aus dem Verkauf von Schuldverschreibungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben
in Tausend €
2015 2014 Veränderung
Auflösung sonstige Rückstellungen 5.695 7.629 -1.934
Kostenweiterbelastung SLA-Dienstleistungen 5.709 5.017 692
Auflösung der Rückstellung nach IDW RS BFA 3 4.120 13.200 -9.080
Kostenerstattung von Teilen der Rückbaukosten 3.000 - 3.000
Erträge aus den NPL-Portfolios 2.407 2.625 -217
Auflösung einer Forderungsankaufsstruktur 483 15.039 -14.556
Übrige Erträge 426 473 -48
Veräußerung des Retailgeschäfts - 4.760 -4.760
Sonstige Erträge aus dem Kreditgeschäft - 245 -245
Summe sonstige betriebliche Erträge 21.841 48.988 -27.147

Die Auflösung sonstiger Rückstellungen betraf mit 5.032 Tsd. € im Wesentlichen nachlaufende gesetzliche und vertragliche Verpflichtungen und Archivierungskosten aus dem ehemaligen Retailgeschäft.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen insbesondere den Aufwand aus Rückkauf von Pfandbriefen in Höhe von 27.667 Tsd. € (Vorjahr: 31.685 Tsd. €).

Der Saldo der übrigen Positionen in Höhe von -753 Tsd. € (Vorjahr: 2.476 Tsd. €) beinhaltet das Provisionsergebnis, die Erträge aus Beteiligungen sowie die Abschreibungen der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag berücksichtigen Feststellungen aus einer laufenden Betriebsprüfung, die Jahre 2008-2010 betreffend.

VERMÖGEN- UND FINANZLAGE

Aktiva

Veränderung
Angaben
in Tausend €
31.12.2015 31.12.2014 in %
Barreserve 73.614 26.201 47.413 > 100,0
Forderungen an Kreditinstitute 54.983 84.706 -29.722 -35,1
Forderungen an Kunden 529.820 741.681 -211.861 -28,6
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 205.999 387.113 -181.114 -46,8
Übrige Aktiva 11.324 9.510 1.814 19,1
  875.741 1.249.212 -373.470 -29,9

Passiva

       
      Veränderung
Angaben
in Tausend €
31.12.2015 31.12.2014   in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.655 62.755 -19.100 -30,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 674.492 1.003.444 -328.952 -32,8
Rückstellungen 20.546 32.555 -12.009 -36,9
Eigenkapital 74.738 87.024 -12.286 -14,1
Nachrangige Verbindlichkeiten 50.000 50.000 - 0,0
Übrige Passiva 12.310 13.433 -1.122 -8,4
  875.741 1.249.212 -373.470 -29,9

Die Forderungen an Kunden reduzierten sich im Wesentlichen aufgrund planmäßiger und außerplanmäßiger Tilgungen im Immobilienfinanzierungsgeschäft und des Abbaus der Factoring-Portfolios.

Für das Geschäftsfeld Immobilienfinanzierung wurde die Risikovorsorge (Pauschal- und Einzelwertberichtigungen (PWB bzw. EWB) abzüglich Verbrauch von EWB) im Geschäftsjahr per Saldo um 4.244 Tsd. € auf 978 Tsd. € (Vorjahr: 5.222 Tsd. €) reduziert. Die Verringerung des Risikovorsorgebestands ist mit 2.696 Tsd. € im Wesentlichen auf die teilweise Rückzahlung eines wertberichtigten Engagements und die damit verbundene Auflösung bzw. Verbrauch von Wertberichtigungen zurückzuführen.

Für Forderungen aus dem Versandhandelsfactoring (inkl. NPL) bestehen Risikovorsorgen (PWB, pEWB und EWB) in Höhe von 12.668 Tsd. € (Vorjahr: 20.028 Tsd. €) und für das B2B-Work-Out-Portfolio in Höhe von 11 Tsd. € (Vorjahr: 12 Tsd. €). Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf dem Verkauf von Inkassoforderungen und dem damit verbundenen Verbrauch der Risikovorsorge in Höhe von insgesamt 6.124 Tsd. €.

Die Position Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere reduzierte sich überwiegend aufgrund laufender Fälligkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden reduzierten sich vor allem aufgrund des verringerten Refinanzierungsbedarfs der Bank sowie durch erfolgte Pfandbriefrückkäufe.

Die VALOVIS BANK AG refinanziert sich zum Bilanzstichtag wie im Folgenden dargestellt (Bilanzwerte inkl. abgegrenzter Zinsen):

Struktur der Refinanzierung 31.12.2015
in Tausend
31.12.2015
in %
31.12.2014
in Tausend
31.12.2014
in %
Veränderung
in Tausend
Schuldscheindarlehen 407.266 52,7 600.903 53,6 -193.637
Hypothekenpfandbriefe 114.952 14,9 242.274 21,6 -127.322
Tages- und Termingelder 117.452 15,2 139.878 12,5 -22.426
Nachrangige Verbindlichkeiten 50.000 6,5 50.000 4,5 -
Sonstige Verbindlichkeiten 83.680 10,8 87.701 7,8 -4.021
Summe 773.350 100,0 1.120.756 100,0 -347.406

Die nachrangigen Verbindlichkeiten bestehen gegenüber dem ESF aus einer Ende 2012 erhaltenen Stabilisierungsmaßnahme. Die unverzinslichen Verbindlichkeiten sind bis zum Ende der vertraglichen Laufzeit im Jahr 2018 nicht rückzahlbar.

Das Eigenkapital verringerte sich aufgrund des Jahresfehlbetrags. Die bilanzielle Eigenkapitalquote stieg wegen des überproportionalen Bilanzsummenrückgangs von 7,0 % auf 8,5 %.

Die Liquidität der Bank war im gesamten Jahr 2015 und bis zum Aufstellungsstichtag jederzeit gewährleistet.

GESAMTFAZIT 2015

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind weiterhin geprägt von Rückbaumaßnahmen. Diese haben zu einem deutlich stärkeren Rückgang der Bilanzsumme und der RWP geführt als erwartet. Der Verlust der Bank bewegt sich im Zielkorridor der Vorjahresprognose. Die Vermögens- und Finanzlage ist weiterhin stabil.

Da im Rahmen des geordneten Rückbaus und durch die Kapitalstärkungsmaßnahme der Eigentümer die RWP stärker als geplant abgebaut werden konnten, sind die Kapitalquoten deutlich besser als deren Planwerte. Der Vorstand ist mit dieser Entwicklung und dem Erreichten zufrieden.

Chancenbericht

Chancen bestehen für die Bank weiterhin im Wesentlichen darin, dass der geordnete Rückbau schneller und / oder kosteneffizienter und Eigenkapital schonender als geplant vorgenommen werden kann. Dies könnte u. a. aus den nachfolgenden Sachverhalten resultieren:

Wertschonender Abbau von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten,

Rückzahlung eines vollständig abgeschriebenen Finanzinvestments sowie

Rechtskräftigkeit anhängiger Aktivprozesse, verbunden mit den gegebenenfalls dann zu erhaltenden Ausgleichszahlungen.

Risikobericht

RISIKOPOLITISCHE GRUNDSÄTZE

Die Bank befindet sich seit Anfang des Jahres 2013 im geordneten Rückbau im Going Concern. Rentabilitäts- und Ertragsaspekte sind im geordneten Rückbau der Bank nachrangige Entscheidungsgrößen. Um den Rückbau zu beschleunigen, werden bewusst Ertragseinbußen hingenommen, z. B. in Form von Zinsmindereinnahmen beim Abbau von Vermögensgegenständen bzw. in Form von Prämienzahlungen beim Abbau von Verbindlichkeiten.

Folgende Grundsätze stellen die wesentlichen zentralen Verhaltensregeln für den Umgang mit Risiken innerhalb der Bank dar:

Der Vorstand und alle Mitarbeiter verpflichten sich zur Umsetzung der Geschäfts- und Risikostrategie.

Risikovermeidung und -abbau sind priorisiert. Ertragsziele sind untergeordnet.

Risiken werden - unabhängig von einem möglichen Ertrag - nur dann eingegangen, wenn die Risikobewertung möglich und die Risikotragfähigkeit gegeben ist.

Der Vorstand und alle Mitarbeiter fühlen sich diesen risikopolitischen Grundsätzen verpflichtet und treffen ihre täglichen geschäftlichen Entscheidungen unter Einhaltung dieser Leitlinien.

Sofern mit den strategischen Zielen für die Bank der Abschluss von Geschäften in neuen Produkten und auf neuen Märkten vereinbar und erforderlich ist, werden die risikoprozessualen, systemischen und erforderlichenfalls personellen Voraussetzungen im Sinne der MaRisk geschaffen.

Organisation des Risikomanagements

Aufbauorganisation des Risikomanagements

Die aufbauorganisatorische Ausgestaltung des Risikomanagements orientiert sich erstens an den regulatorischen Vorgaben, zweitens an den Risikozielen und drittens an Art, Umfang und Komplexität der Geschäftsaktivitäten.

Der Vorstand der VALOVIS BANK AG trägt die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement und legt im Rahmen der Geschäfts- und Risiko strategie die risikopolitischen Grundsätze, einschließlich der Limitierung der wesentlichen Risiken, fest. Er beschließt jährlich - und bei Bedarf unterjährig - die Geschäfts- und Risikostrategie und legt sie dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vor. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat vierteljährlich über die Lage der Bank einschließlich etwaiger Planabweichungen sowie über die Risikosituation.

Die Prozesse des Risikomanagements und die damit verbundenen Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten sind entsprechend den regulatorischen Anforderungen klar definiert. Dies schließt die Funktionstrennung bis einschließlich der Geschäftsleitungsebene ein. Die Corporate Governance und das interne Kontrollsystem der VALOVIS BANK AG im Hinblick auf das Risikomanagement und das Management von Auslagerungen folgen insgesamt dem "Three-Lines-of-Defense-Model": Die Marktfolgefunktionen zeichnen in erster Linie für die Überwachung der Risiken in den jeweiligen Geschäftsfeldern verantwortlich. Risikocontrolling, Compliance, Geldwäschebeauftragter / Zentrale Stelle und die IT-Sicherheitsfunktion stellen auf Gesamtbankebene die "2nd line" dar. Die dritte Linie bildet die Interne Revision.

Die Bereiche Marktfolge Immobilienfinanzierung sowie Work-Out und Marktfolge Factoring B2C tragen die Verantwortung für die Überwachung des Adressrisikos auf Einzelkreditnehmerebene bzw. in den Factoringportfolios. Hierzu gehören neben der Bonitätsbeurteilung und Votierung die laufende Risikoüberwachung einschließlich Risikofrüherkennung, die Verantwortung für die Einzelnamenslimitierung und die Prozesse des Kreditgeschäfts. Der Bereich Marktfolge Geld- und Kapitalmarkt nimmt diese Aufgaben für die Geld- und Kapitalmarktgeschäfte der Bank wahr. Zudem wird von dieser Abteilung das Liquiditätsrisiko überwacht, die Marktgerechtheitsprüfung durchgeführt und es werden Aufgaben im Zusammenhang mit der Früherkennung von Marktpreis- und Kontrahentenrisiken erfüllt.

Zur übergreifenden Steuerung der Risikopositionen erarbeiten der Bereich Risikocontrolling, Banksteuerung und Meldewesen (RBM) sowie das ALCo Handlungsvorschläge und stellen deren Auswirkungen auf die wesentlichen Steuerungs- und Risikokennziffern der Bank dar. Der Vorstand entscheidet über diese Vorschläge.

Darüber hinaus verantwortet der Bereich RBM die angewandten Methoden und Modelle zur Risikoidentifikation, -messung und -limitierung sowie deren Anwendung, die Einhaltung der bankaufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie die unabhängige Überwachung und das Risikoreporting auf Gesamtbankebene für alle wesentlichen Risikoarten. Zudem unterstützt der Bereich den Vorstand bei der Erarbeitung der Geschäfts- und Risikostrategie sowie deren Quantifizierung im Rahmen der Fortgeschriebenen Unternehmensplanung.

Die Compliance-Funktion ist eine eigenständige Organisationseinheit der Bank. Der Bereich Geldwäsche und Zentrale Stelle gemäß § 25h KWG ist eine Schnittstelle zur Compliance-Funktion nach MaRisk. Dabei sind die Aufgaben des Compliancebeauftragten und der Geldwäschebeauftragten / Zentralen Stelle ausgelagert. Die vorgenannten Funktionen berichten direkt an den zuständigen Ressortvorstand.

Der IT-Sicherheitsbeauftragte unterstützt und berät den Vorstand und ist für den Aufbau und die kontinuierliche Verbesserung der IT-Sicherheit verantwortlich. Um den Anforderungen aus KWG, MaRisk und dem IT-Sicherheitsgesetz gerecht zu werden, hat die VALOVIS BANK AG ein Informationssicherheits-Management-System (ISMS) auf Basis der IT-Grundschutz-Methodik vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) implementiert.

Die Interne Revision ist wesentlicher Bestandteil des unabhängigen Überwachungssystems der Bank und unterzieht insbesondere die am Risikomanagementprozess beteiligten Organisationseinheiten sowie die dort implementierten Prozesse, Systeme und Risiken regelmäßigen und fallweisen sowie teilweise projektbegleitenden, unabhängigen Prüfungen.

Risikoidentifizierung

Das Ziel der Risikoidentifizierung ist die möglichst vollständige, strukturierte Erfassung aller Risiken, welche die Erreichung der Ziele des Instituts oder dessen Existenz gefährden können. Sie dient der MaRisk-konformen Definition der für die VALOVIS BANK AG wesentlichen Risiken im Rahmen der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. Gleichzeitig werden die im Rahmen der definierten Prozesse momentan als nicht wesentlich beurteilten Risiken überprüft, da diese

im Laufe der Zeit Bedeutung für das Institut erlangen können,

zu Verlusten führen können,

im Zusammenhang mit wesentlichen Risiken auftreten können.

Die grundsätzliche Risikoidentifizierung und Überprüfung der Risikoeinschätzung wird in einem regelmäßigen geordneten Prozess jährlich im Rahmen einer Risikoinventur sowie mindestens vierteljährlich im Rahmen der Erstellung des Risikoberichts durchgeführt. Ad hoc auftretende Risiken können aufgrund des Informationsflusses innerhalb der Bank und der etablierten Prozesse zeitnah erkannt und Gegenmaßnahmen erarbeitet sowie umgesetzt werden.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizierten und davon wesentlichen Risikoarten der Bank:

Risikoart Identifizierte Risiken Davon wesentliche Risiken
Marktpreisrisiko ► Zinsänderungsrisiko ► Zinsänderungsrisiko
  ► Credit Spread-Risiko ► Credit Spread-Risiko
  ► Optionspreisrisiko  
  ► Eventrisiko  
Adressrisiko ► Kreditrisiko ► Kreditrisiko
  ► Kontrahentenrisiko ► Kontrahentenrisiko
  ► Emittentenrisiko ► Emittentenrisiko
  ► Sicherheitenrisiko  
  ► Mieterrisiko (Handel, Logistik)  
  ► Veritätsrisiko  
Operationelles Risiko Gefahr des Eintretens von Verlusten durch Gesamte Op-Risk Kategorien Insbesondere
  ► Menschen ► IT-Sicherheit und IT-Betrieb
  ► Prozesse ► Personal
  ► Systeme ► Auslagerungen
  ► Externe Ereignisse  
  ► Rechts-/Compliancerisiko  
Liquiditätsrisiko ► Refinanzierungsrisiko ► Refinanzierungsrisiko
  ► Liquiditätsrisiko (im engeren Sinne) ► Liquiditätsrisiko (im engeren Sinne)
Beteiligungsrisiko ► Buchwertveränderung  
Sonstige Risiken ► Strategisches Risiko  
  ► Vertriebsrisiko  
  ► Reputationsrisiko  
  ► Modellrisiko  

Das Liquiditätsrisiko (im engeren Sinne) unterliegt als wesentliches Risiko einer regelmäßigen Überwachung mittels Risikotoleranz als Frühwarnindikator und Worst-Case-Szenario Rechnungen. Da dieses Risiko nicht sinnvoll mit Kapital unterlegt werden kann, wird es nicht in die Berechnung des Gesamtbankrisikos im Rahmen der Risikotragfähigkeit einbezogen.

Aufgrund der bestehenden Geschäftsstruktur wird das Länderrisiko im Rahmen des Adressrisikos im Geld- und Kapitalmarktgeschäft limitiert und gesteuert. Ein bestehendes ausländisches Factoring-Portfolio wird nicht gesondert limitiert, da es sich im Ablauf befindet. Im Rahmen der Immobilienfinanzierung werden ausschließlich inländische Objekte finanziert.

Risikodeckungspotential und Risikotragfähigkeit

Im Rahmen der Risikotragfähigkeit stellt die VALOVIS BANK AG sicher, dass die wesentlichen Risiken, denen das Institut ausgesetzt ist, durch das Risikodeckungspotential jederzeit abgedeckt sind. Hierzu stellt die VALOVIS BANK AG im aufsichtsrechtlich steuerungsrelevanten Szenario auf ein Gone Concern-Szenario ab. Dieser Ansatz ist unabhängig von der Bilanzierung unter der Going Concern Prämisse.

Die Ableitung des Risikodeckungspotentials erfolgt wertorientiert (barwertiges Vermögen) unter Berücksichtigung der stillen Lasten der fremden Wertpapiere. Nicht im Barwert des zinstragenden Geschäfts enthaltene relevante Positionen werden entweder mindernd angesetzt, wie z. B. Rückstellungen, oder hinzugerechnet. Zudem werden die für eine Bestandsabwicklung erforderlichen Verwaltungskosten barwertig, einschließlich des Wertes sonstiger Vermögensgegenstände und Sachanlagen, abgezogen.

Alle als wesentlich eingestuften Risikoarten, außer dem Liquiditätsrisiko im engeren Sinne (siehe Seite 43), werden in der vierteljährlichen Risikotragfähigkeitsrechnung berücksichtigt. Die einzelnen Risikoarten werden zum Gesamtrisiko der Bank konservativ, ohne Ansatz von Diversifikationseffekten, also mit einer angenommenen Korrelation von eins, aggregiert.

Für die Ermittlung der Risiken im Rahmen der Risikotragfähigkeit mit einem einjährigen Betrachtungshorizont setzt die Bank ein Konfidenzniveau von 99 % an. Für das Marktpreisrisiko wird mit einer Haltedauer von 120 Tagen gerechnet.

Die Risikotragfähigkeit der VALOVIS BANK AG im wertorientierten Sinn ist gegeben, wenn die im Rahmen der Risikoquantifizierung gemessenen Risiken durch das vorhandene Risikodeckungspotential abgedeckt sind.

Die Risikokapitalallokation, d. h. die Verteilung des Risikodeckungspotentials auf Einzellimite je Risikoart, erfolgt im Regelfall jährlich in der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank, basierend sowohl auf der Entwicklung der Geschäftstätigkeit als auch auf der Fortgeschriebenen Unternehmensplanung. Bei signifikanten Änderungen in der Geschäfts- bzw. Risikostruktur kann die Allokation auch unterjährig angepasst werden. Die Höhe des maximal zu allokierenden Risikokapitals wird dabei durch das Risikodeckungspotential sowie die Risikoneigung der Bank vorgegeben. Die Limitsumme wurde für das Jahr 2015 auf maximal 80 % des vorhandenen Risikodeckungspotentials festgesetzt.

Die Entwicklung des Risikodeckungspotentials wurde im Jahresverlauf im Wesentlichen durch den Rückgang des Barwerts des zinstragenden Geschäfts, aber auch gegenläufig durch den Rückgang der Abzugsposten und des Verwaltungskosten-barwerts sowie die Zurechnung der Kostenerstattung für Rückbaumaßnahmen im Rahmen der durchgeführten Kapitalstärkungsmaßnahme, beeinflusst.

Das Risikodeckungspotential entwickelte sich im Jahresverlauf wie folgt:

Risikodeckungspotential Gone Concern-Szenario

Angaben
in Tausend €
31.12.2015 31.12.2014
Barwert zinstragendes Geschäft 102.532 120.963
Summe relevante Abzugsposten 7.834 8.292
Verwaltungskostenbarwert 10.120 17.688
Zurechnung 3.000 0
Risikodeckungspotential 87.578 94.983

Die Risikotragfähigkeit der Bank war mit 26,5 % per 31. Dezember 2015 (Vorjahr: 34,9 %) sowie im gesamten Geschäftsjahr Gone Concern-Szenario gegeben.

Risikotragfähigkeitsberechnung (Gone Concern-Szenario), Stand: 31.12.2015 Angaben
in Tausend €
Auslastung per 31.12.2015 LIMIT * 31.12.2015 Limitauslastung je Risikoart Auslastung per 31.12.2014 LIMIT 31.12.2014 Limitauslastung je Risikoart
Marktpreisrisiko            
Value at Risk 2.620 5.000 52,40 % 4.246 10.000 42,46 %
Adressrisiko            
Unexpected Loss 13.952 40.000 34,88 % 24.399 50.000 48,80 %
Operationelles Risiko            
Basisindikatoransatz 6.555 8.000 81,94 % 4.486 10.000 44,86 %
Liquiditätsrisiko            
Refinanzierungsrisiko 74 2.000 3,70 % 0 1.000 0,00 %
Gesamtrisiko 23.201 55.000 42,18 % 33.131 71.000 46,66 %
Risikodeckungspotential 87.578     94.983    
Verhältnis Risiken / Risikodeckungspotential 26,49 %     34,88 %    

* Limitverteilung gemäß verabschiedeter Geschäfts- und Risikostrategie für 2015 / 2016

Das Marktpreisrisiko, gemessen am Value at Risk (VaR), hat sich im Jahresvergleich von 4,2 Mio. € um 1,6 Mio. € auf 2,6 Mio. € verringert. Dies resultiert im Wesentlichen aus den durchgeführten Pfandbriefrückkäufen in Verbindung mit vorzeitigen Close-Outs von Zinsswaps zur Zinsbuchsteuerung sowie Darlehensrückführungen.

Die Adressrisiken haben sich im Vorjahresvergleich von 24,4 Mio. € um 10,4 Mio. € auf 14,0 Mio. € reduziert. Dies ist insbesondere auf den erfolgreichen Bestands- und Risikoabbau in der Immobilienfinanzierung und im Factoringgeschäft sowie die erhaltene Garantie für einen überfälligen Immobilienkredit zurückzuführen.

Die Limite für das Marktpreisrisiko und das Adressrisiko wurden im Jahresverlauf von 10.000 Tsd. € auf 5.000 Tsd. € bzw. von 50.000 Tsd. € auf 40.000 Tsd. € reduziert, da sich das Risikodeckungspotential unterjährig reduzierte und die vorgesehene Risikoneigung in Höhe von maximal 80 % nicht mehr eingehalten worden wäre. Trotz Limitsenkung liegt die Auslastung für diese Risikoarten weit unter dem Limit.

Auch in der für das Geschäftsjahr 2016 aktualisierten Geschäfts- und Risikostrategie wurde die Risikoneigung so definiert, dass maximal 80 % des verfügbaren Risikodeckungspotentials als Risikolimit auf die wesentlichen Risikoarten allokiert wird.

Ergänzend zum Gone Concern-Szenario wird durch die VALOVIS BANK AG ein Going Concern-Szenario auf Basis eines Konfidenzniveaus von 95,0 % ermittelt. Beim Going Concern-Szenario erfolgt die Bestimmung des ökonomischen Kapitalbedarfs nicht aus der Liquidationsperspektive, sondern aus der Perspektive der Weiterführung des Unternehmens unter Einbezug von haftenden Eigenmitteln und GuV-Positionen. Das wesentliche Risiko besteht darin, aufsichtsrechtliche Kapitalanforderungen zu unterschreiten, falls Risiken schlagend werden. Neben der Kernkapitalquote wird die ebenfalls einzuhaltende Gesamtkapitalquote für den Nach-Risiko-Fall modelliert. Steuerungsimpulse, die sich aus diesem Szenario ergeben, werden im Rahmen des geordneten Rückbaus angemessen beachtet. Die Prämissen dieser Berechnung weichen von den Kriterien des bilanziellen Going Concern ab. Insofern hat dieses Szenario keine Rückwirkung oder Aussagekraft hinsichtlich des bilanziellen Going Concern.

Zum 31. Dezember 2015 betrug die Auslastung im Going Concern-Szenario in Bezug auf das freie Kernkapital 41,7 % und 27,9 % in Bezug auf das freie Gesamtkapital gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) und verringerte sich vor dem Hintergrund des erfolgten Risikoabbaus gegenüber dem Vorjahr (31. Dezember 2014: 53,7 % bzw. 37,6 %).

Zudem ermittelt die Bank vierteljährlich die Risiko tragfähigkeit im Rahmen von Stressfällen mittels eines Basisstresstests sowie eines inversen Stresstests für alle wesentlichen Risikoarten. Auch hierbei werden keine risikomindernden Diversifikationseffekte zwischen den Risikoarten berücksichtigt.

Der Basisstresstest wird in Abhängigkeit von Marktentwicklungen (Konjunktur, Zinsen, Immobilienmarkt) und der Entwicklung der VALOVIS BANK AG mindestens vierteljährlich definiert und berechnet. Im Marktpreisrisiko wird auf ein für die Bank ungünstiges Zinsszenario in Verbindung mit deutlichen Spreadausweitungen bei den Wertpapieranlagen abgestellt. Beim Adressrisiko werden die Ausfallwahrscheinlichkeiten erhöht und gleichzeitig die Erlösquoten reduziert. In Bezug auf das Refinanzierungsrisiko fließen die Kosten erheblich erhöhter Refinanzierungsaufschläge ein und für das operationelle Risiko erfolgt ein pauschaler Aufschlag auf den gemäß aufsichtsrechtlichem Basisindikatoransatz ermittelten Wert. Im Jahresverlauf und zum 31. Dezember 2015 waren die Ergebnisse des Basisstresstests durchgängig durch das vorhandene Risikodeckungspotential gedeckt.

Beim inversen Stresstest wird überprüft, welches für die VALOVIS BANK AG denkbare Szenario das Marktpreis-, Adress-, Refinanzierungs- und operationelle Risiko betreffend zu einem Totalverlust des Risikodeckungspotentials führen würde. Dabei erfolgt eine Aufteilung, welchen Betrag des Risikodeckungspotentials die jeweiligen Risikoarten verzehren können. Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts dieser Szenarien wird mindestens vierteljährlich eingeschätzt. Nach Einschätzung des Vorstands waren als Ergebnis des inversen Stresstests auch zum 31. Dezember 2015 weitergehende Maßnahmen nicht erforderlich.

Unabhängig von den vorgenannten Risikotragfähigkeitsbetrachtungen wird die Erfüllung der regulatorischen Solvabilitätsanforderungen mit der täglichen Ermittlung und Überwachung der Kernkapitalquote und der Gesamtkapitalquote entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorgaben überprüft. Die Berechnung der Eigenmittelanforderungen erfolgt nach dem Kreditrisiko-Standardansatz für das Adressrisiko sowie nach dem Basisindikatoransatz für das operationelle Risiko. Zur Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie zur Abdeckung der bestehenden Risiken verfügt die Bank zum 31. Dezember 2015 über ein aufsichtsrechtliches Gesamtkapital in Höhe von 102,2 Mio. €. Das freie Kernkapital nach Erfüllung einer Mindestquote von 6,0 % beläuft sich auf 51,7 Mio. €. Das freie Gesamtkapital, nach Erfüllung einer Gesamtkapitalquote von 8,0 %, beträgt 71,6 Mio. €. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen gemäß CRR / CRD IV waren zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres sowie mit einer Kernkapitalquote von 19,5 % (aufsichtsrechtliche Mindestanforderung: 6,0 %) und einer Gesamtkapitalquote von 26,7 % (aufsichtsrechtliche Mindestanforderung: 8,0 %) per 31. Dezember 2015 erfüllt.

Als Ergänzung zu den risiko gewichteten Eigenkapitalanforderungen wurde die Leverage Ratio als einfache und transparente Verschuldungskennziffer eingeführt. Diese setzt das regulatorische Eigenkapital in Beziehung zu der weitgehend ungewichteten Summe der bilanziellen und außerbilanziellen Geschäfte. Die Leverage Ratio der VALOVIS BANK AG per 31. Dezember 2015 beträgt 8,8 %. Diese liegt somit deutlich über der vorläufigen Mindesthöhe von 3,0 %.

Mit den Vorgaben zu der neu eingeführten Kennziffer "Asset Encumbrance" hat die EBA eine einheitliche Grundlage für die Ermittlung und Offenlegung von belasteten und unbelasteten Vermögenswerten geschaffen. Ermittelt werden die durch vertragliche Vereinbarungen belasteten Vermögenswerte, die im Falle einer Insolvenz nicht allen Gläubigern zur Befriedigung zur Verfügung stehen, in Relation zur Summe aller Vermögenswerte.

Das Asset Encumbrance Level der VALOVIS BANK AG beträgt 39,6 % per 31. Dezember 2015. Eine aufsichtsrechtliche Höchstgrenze ist bisher nicht vorgegeben worden.

Risikoüberwachung und Risikoreporting

Die VALOVIS BANK AG misst im laufenden Risikocontrolling-Prozess festgelegte Risikokennzahlen und Steuerungsgrößen. Durch eine regelmäßige Analyse der Limitauslastung soll sichergestellt werden, dass die Risikosituation mit der risikostrategischen Zielausrichtung einhergeht und damit die Risikotragfähigkeit der Bank gegeben ist. Die Überwachung von nicht quantifizierbaren Risiken erfolgt über die Vergabe von qualitativen Grenzwerten und prozessualen Vorgaben.

Die Resultate der Überwachung werden im Rahmen des Risikoreportings kommuniziert und ggf. mit Handlungsempfehlungen für die Risikosteuerung versehen, so dass entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können.

Die Bestandteile des standardisierten Risikoreportings an den Vorstand sind:

Tagesreport Meldewesen / Marktpreisrisikocontrolling,

wöchentliche Liquiditätsvorschau,

Monatsbericht,

monatlicher Bericht ALCo,

monatlicher Bericht Credit Committee,

monatlicher Bericht der Internen Revision,

vierteljährlicher Risikobericht nach MaRisk für die Gesamtbank,

vierteljährlicher Compliance Bericht,

vierteljährlicher Bericht Geldwäsche / Zentrale Stelle,

vierteljährlicher Bericht über die Entwicklung des Wertpapierbestands,

Jahresberichte Compliance, Geldwäsche, Business Continuity Management, IT-Security, Interne Revision,

jährliche Portfolioanalyse Immobilienfinanzierung, Wertpapiere und Factoring.

Darüber hinaus wird der Vorstand im Bedarfsfall ad hoc über risikorelevante Sachverhalte informiert. Für alle relevanten Entscheidungssachverhalte werden die Effekte auf die Risiko- und Steuerungskennziffern der Bank vorab mittels Simulationskalkulationen analysiert.

Der Aufsichtsrat der Bank, die Aufsichtsbehörden sowie die Anteilseigner der Bank werden regelmäßig, unter anderem mittels des Monatsberichts und des vierteljährlichen Risikoberichts, über die Risikosituation und wesentliche risikorelevante Themen informiert. Über besondere Ereignisse wird ad hoc informiert.

RISIKOMANAGEMENT UND RISIKOSTEUERUNG IN DEN EINZELNEN RISIKOARTEN

Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko resultiert aus Änderungen der Bewertungsparameter von Finanzinstrumenten. Es erfasst vor allem Vermögenseinbußen oder -steigerungen aufgrund von möglichen Veränderungen der Marktpreise beziehungsweise preisbildender Parameter. Marktpreisrisiken der VALOVIS BANK AG können vor allem Zinsänderungs- und Credit Spread-Risiken sein. Optionspreisrisiken sind aufgrund der Portfoliostruktur der Bank nicht wesentlich, werden aber gleichwohl in der Berechnung des Value at Risk berücksichtigt.

Das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko, welches aus der Möglichkeit einer Änderung des Marktzinses erwächst. Es ist ein wesentliches Risiko der VALOVIS BANK AG, da das zinsinduzierte Geschäft den Großteil der Bilanzsumme ausmacht.

Das Credit Spread-Risiko, als ebenfalls wesentliches Risiko aufgrund des Anteils der Wertpapieranlagen am Geschäftsvolumen der Bank, bezeichnet die Gefahr, dass sich der zu berücksichtigende Credit Spread erhöht und infolgedessen der Wertpapierkurs sinkt. Dies kann entweder aus einer Bonitätsverschlechterung des Kontrahenten / Emittenten oder aus einer veränderten Marktbewertung von Bonitäten resultieren.

Risikomessung und Risikoüberwachung

Die Messung der Marktpreisrisiken erfolgt täglich mit Hilfe eines geeigneten Risikoquantifizierungssystems, primär über die Berechnung des Value at Risk. Es wird das Modell der Historischen Simulation verwendet. Die Berechnung basiert auf der realen Entwicklung produktspezifischer Zins- und Spreadkurven der letzten 250 Tage bei einem Konfidenzniveau von 99 %.

Während der auf täglicher Basis bestimmte Value at Risk eine Prognose für den maximalen Verlust unter normalen Marktbedingungen bei einer Haltedauer von 10 Tagen liefert, werden extreme Marktbewegungen durch Stresstests simuliert. Zusätzlich wird vierteljährlich der Value at Risk auf Basis einer Historie von 750 Tagen für eine Haltedauer von 10 Tagen ermittelt.

Zur Überprüfung der Prognosegüte, d. h. ob die Berechnung im Risikomesssystem das Gesamtbankrisiko korrekt abbildet, erfolgt täglich eine Berechnung, ob die tatsächlich gemessene Performance schlechter ist, als das Modell "vorhergesagt" hat (Clean Backtesting). Dies sollte beim gewählten Konfidenzniveau von 99 % nicht häufiger als durchschnittlich 2-3 Mal pro Jahr der Fall sein (1 % von 250 Ereignissen).

Das Limit für den täglich ermittelten Value at Risk wird konsistent aus dem im Rahmen der Risikotragfähigkeit allokierten Limit für das Marktpreisrisiko abgeleitet und die Einhaltung wird täglich überwacht. Bei einer Überschreitung der Vorwarnstufe (80 % der Limitauslastung) oder einer Überschreitung der Limitgrenze erfolgt ein gesonderter Hinweis im Tagesreport, und es werden gegebenenfalls geeignete Steuerungsmaßnahmen erarbeitet.

Neben dem Value at Risk analysiert die Bank regelmäßig im Rahmen von Stressrechnungen die Auswirkung definierter Szenarien der Zinskurvenentwicklung, wie z. B. Inversität, Versteilung, Drehung etc. Darunter fallen auch die gemäß BaFin-Rundschreiben 11/2011 von der Bankenaufsicht vorgegebenen Stresstests von +/- 200 Basispunkten.

Die interne Limitierung für eine Parallelverschiebung der Zinskurve um + 100 Basispunkte wurde im Geschäftsjahr aufgegeben. Stattdessen hat die Bank auch in Bezug auf den oben genannten BaFin-Stresstest von +/- 200 Basispunkten eine interne Frühwarnstufe eingeführt. Diese liegt mit 16 % bei 80 % der aufsichtsrechtlich vorgegebenen zulässigen Schwankungsbreite des haftenden Eigenkapitals.

Zusätzlich hat die Bank einen Prozess zur täglichen Überwachung von Veränderungen der Zinsstruktur sowie der Wertpapierkurse installiert. Bei einer Verschiebung der Zinsstrukturkurve um mindestens 10 Basispunkte sowie bei einer Kursveränderung von Wertpapieren um mindestens 100 Basispunkte erfolgt eine automatische Information der betroffenen Fachbereiche. Bei einer Kursveränderung von Wertpapieren um +/- 1 % innerhalb eines Tages, +/- 2 % innerhalb einer Woche oder +/- 3 % innerhalb eines Monats wird der Vorstand ad hoc informiert.

Werden die Frühwarnschwellen bzw. die gesetzten Limite überschritten, erarbeitet das ALCo ad hoc Handlungsoptionen, die dem Vorstand unverzüglich zur Entscheidung vorgelegt werden.

Risikoreporting

Das tägliche Risikoreporting erfolgt durch den Tagesreport Meldewesen / Marktpreisrisikocontrolling. Im monatlich tagenden ALCo wird die vergangene Entwicklung der Steuerungskennziffern, der aktuelle Status und die Prognose für die Zinsmärkte erörtert und zusammen mit eventuellen Handlungsempfehlungen an den Vorstand berichtet. Auch der Monatsbericht enthält die Stichtagskennziffern des Marktpreisrisikocontrollings.

Marktpreisrisiken zum 31. Dezember 2015

Die Bank ist im Jahr 2015 weiterhin keine größeren Zinsänderungsrisiken eingegangen und hat die aktivische Zinspositionierung im Jahresverlauf reduziert. Veränderungen im Jahresverlauf resultierten insbesondere aus der Ablösung von Immobilienkrediten, Rückkäufen von Passiva sowie der vorzeitigen Schließung von Zinsswaps zur Zinsbuchsteuerung.

Der Value at Risk für 10 Tage Haltedauer beläuft sich gemäß den oben angegebenen Parametern zum Stichtag auf 0,8 Mio. €; für eine Haltedauer von 120 Tagen ergibt sich rechnerisch ein Wert von 2,6 Mio. € (31. Dezember 2014: 4,2 Mio. €). Im Geschäftsjahr wurden 5 Ausreißer im Rahmen des Backtesting festgestellt. Aus diesem Grund wurde das Berechnungsmodell hinsichtlich seiner Annahmen überprüft mit dem Ergebnis, dass die VaR-Ermittlung um einen Anpassungsfaktor korrigiert wurde. Gemäß dem Baseler Ampelansatz wurde der berechnete VaR um 40 % erhöht. Im Anschluss waren bis Ende 2015 keine weiteren Backtestingausreißer zu verzeichnen.

Die Entwicklung des Value at Risk ist nachfolgend dargestellt:

VALUE AT RISK IM JAHRESVERLAUF 2015

Angaben in Tausend €

Die Entwicklung der Kennziffern für das Zinsänderungsrisiko bei einer unterstellten Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve ist nachfolgend tabellarisch dargestellt. Dabei ist zu beachten, dass die Zinskurve im Szenario - 200 Basispunkte konzeptgemäß bei Null abgeschnitten wird. Im Fall negativer Zinsen hätte dies positive Auswirkungen auf das Ergebnis.

Risikokennziffern Angaben
in Tausend €
31.12.2015 31.12.2014
VaR (10 Tage Haltedauer) 756,5 1.225,7
Kennziffer ZÄR + 200 BP -8,54 % -6,78 %
Kennziffer ZÄR - 200 BP 0,03 % -1,60 %

Die aufsichtsrechtlich vorgegebenen Limite für eine Parallelverschiebung der Zinskurve um +/- 200 Basispunkte wurden zu jeder Zeit während des Geschäftsjahres eingehalten. Die interne Frühwarnstufe in Höhe von 16 % in Bezug auf eine Zinsverschiebung um + 200 Basispunkte wurde in Folge eines Pfandbriefrückkaufs temporär geringfügig überschritten. Dies war auf Basis der im Vorfeld erstellten Analysen erwartet und vorab genehmigt worden. Das interne Value at Risk-Limit wurde zu jeder Zeit während des Geschäftsjahres eingehalten.

Zinsänderungsrisiken in Bezug auf die verlustfreie Bewertung des Zinsbuchs Die gemäß IDW RS BFA 3 durchzuführende verlustfreie Bewertung des Bankbuchs reagiert auf Änderungen der Zinskurve (Swap-Mitte auf Basis des 3-Monats-EURIBOR). Ausgehend von der zum 31. Dezember 2015 gebildeten Drohverlustrückstellung würde z. B. eine Parallelverschiebung der Zinskurve um + 10 BP zu einer Zuführung um ca. 3,4 % und eine Parallelverschiebung um - 10 BP zu einer Auflösung von ca. 3,2 % führen.

Adressrisiken

Das Adressrisiko entsteht aus der Bonitätsverschlechterung (inklusive Ausfall) einer Adresse (d. h. Kreditnehmer, Kontrahent oder Emittent). Hierbei besteht das Risiko, dass Zahlungsverpflichtungen gegenüber der VALOVIS BANK AG nicht bzw. nicht zeitgerecht erfüllt werden.

Die VALOVIS BANK AG hat in Abhängigkeit von Geschäftsart und Adresse das Kredit-, Kontrahenten- und Emittentenrisiko als wesentlich identifiziert. Aufgrund der Struktur der Geschäfte ist eine separate Betrachtung der oben angeführten Risiken nicht sinnvoll, daher werden diese als Gesamtheit im Adressrisiko abgebildet.

Entsprechend den Anforderungen der MaRisk und für Zwecke der eigenen betriebswirtschaftlichen Steuerung hat die VALOVIS BANK AG ein Risikoklassifizierungsverfahren für die erstmalige bzw. turnusmäßige oder anlassbezogene systematische Beurteilung ihrer Adressenausfallrisikopositionen im Immobilienkreditgeschäft eingerichtet. Das System ermöglicht eine nachvollziehbare Zuweisung in die jeweiligen Risikoklassen anhand fest definierter quantitativer und qualitativer Kriterien.

Das Risikoklassifizierungssystem ist in die Kreditprozesse, die Kompetenzordnung und die Konditionengestaltung der Bank eingebunden. Die Verantwortung für die Entwicklung und jährliche Überprüfung der Risikoklassifizierungen obliegt einem marktunabhängigen Bereich der Bank.

Über die Adressausfallrisiken hinaus bestehen Sicherheiten- und Veritätsrisiken sowie in der Immobilienfinanzierung Mieterrisiken.

Das Sicherheitenrisiko beinhaltet insbesondere das Immobilienpreisrisiko als mögliche negative Abweichung des Marktwerts einer Immobilie vom im Rahmen der Sicherheitenbewertung ermittelten Wert.

Das Veritätsrisiko existiert für die VALOVIS BANK AG in der Form, dass beim Forderungsankauf das grundsätzliche Risiko des fehlenden rechtlichen Bestands der angekauften Forderung besteht.

Mieterrisiken beinhalten die Gefahr, dass wesentliche Mieter eines von der Bank beliehenen Objekts ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Kreditnehmer nicht mehr nachkommen können oder wollen und somit die Kapitaldienstfähigkeit für den Kredit nicht mehr gewährleistet ist. Dies kann insbesondere im Hinblick auf Risikokonzentrationen von Bedeutung werden.

Risikomessung und -Überwachung

Die Messung des Adressrisikos erfolgt grundsätzlich in einem vierteljährlichen Turnus. Liegen Indizien vor, die eine erhebliche Änderung des Risikos wahrscheinlich erscheinen lassen, werden die Intervalle entsprechend verkürzt bzw. es erfolgen ad hoc Berechnungen.

Die Berechnung des erwarteten Verlusts für das Kredit- und Derivategeschäft erfolgt generell auf Basis der Risikoparameter Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default, "PD") und Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, "LGD"). Im Geld- und Kapitalmarktbereich werden externe Ratings herangezogen; für die Immobilienfinanzierung ist die interne Risikoklassifizierung maßgeblich. Im Factoring wird der erwartete Verlust, der sich aus Insolvenzabgabequote und -beitreibungsquote für jedes Factoringportfolio individuell ermittelt, über eine (pauschalierte) Einzelwertberichtigung ergebniswirksam dargestellt. Bei der Berechnung des Adressrisikos werden die Exposures der Portfolios gegebenenfalls um vorhandene Sicherheiten (insbesondere Holdbacks) vermindert. Für die im Bestand befindlichen Zinsswaps wird das Derivate-Netting auch in der Adressrisikomessung angewandt.

Das Adressrisiko in Form des unerwarteten Verlusts wird ermittelt, indem der erwartete Verlust mit einem Faktor multipliziert wird, der aus einer Kreditportfoliosimulation (CreditRisk+) resultiert (Ausnahme B2C Factoring). Die Kreditportfoliosimulation wird seit 2015 i. d. R. halbjährlich durchgeführt. Die Höhe des Faktors wird insbesondere durch Struktur, Branchendiversifikation und Granularität (Größenklassen) aller eingehenden Forderungen respektive Portfolios determiniert. Da die hohe Granularität der B2C-Factoringportfolios unberücksichtigt bleibt, führt diese Vorgehensweise zu einer konservativen Schätzung des unerwarteten Verlusts für die bewerteten Forderungsbestände.

Im Berichtsjahr hat die Bank ein Projekt zur Validierung der Angemessenheit der zur Ermittlung des Unexpected Loss (UL) im Adressrisiko eingesetzten Kreditportfoliosimulation durchgeführt. Das Projekt bestätigte die Angemessenheit der Vorgehensweise und unterlegte die Annahme, dass sich der oben genannte Effekt der Nicht-Linearität zwischen Portfoliorückgang und ermitteltem Adressrisiko fortsetzen wird. Die Ergebnisse aus Szenariorechnungen innerhalb des Projekts werden in den Stressrechnungen für das Adressrisiko im Rahmen der vierteljährlichen Risikoberichterstattung berücksichtigt.

Im B2C-Factoring - alle verbliebenen Bestände befinden sich im Ablauf - werden zur Ermittlung des unerwarteten Verlusts die Inkassoabgaben mit einem Stressfaktor erhöht und die Inkassobeitreibungen mit einem Stressfaktor vermindert.

Für die regelmäßig durchgeführten Stressrechnungen werden insbesondere die Parameter PD und LGD erhöht. Zudem werden teilweise theoretische Verkaufsabschläge bzw. Beleihungswertreduzierungen für einzelne Vermögensgegenstände auf Basis von Expertenschätzungen simuliert.

Darüber hinaus werden in den Geschäftsfeldern nachfolgende weitere operative Instrumente zur Risikoidentifizierung, -überwachung und -vermeidung angewendet:

Im Geschäftsfeld Immobilienfinanzierung hat die Bank für Neugeschäft im Rahmen der Geschäfts- und Risikostrategie detaillierte Rahmenbedingungen insbesondere zu Laufzeit, Besicherung und weiteren risikoprägenden Merkmalen definiert. Es finden den gesetzlichen Vorgaben folgend regelmäßige Überprüfungen zur Werthaltigkeit der angesetzten Sicherheiten statt. Der Vorstand wird turnusmäßig vierteljährlich im Rahmen des Risikoberichts über den Bestand bemerkenswerter Engagements informiert. Außerdem werden Vorstand und Gremien umgehend über risikorelevante Veränderungen der Engagements unterrichtet.

Die turnusmäßige bzw. anlassbezogene Überprüfung der Werthaltigkeit von Sicherheiten ist durch Kreditprozesse geregelt. Im Rahmen kleinerer Beleihungen nutzt die Bank statistische Methoden (Marktschwankungskonzept) sowie eigene Objektbesichtigungen zur Identifikation von Objekten mit signifikanter Verschlechterung ihres Werts, deren Bewertung dann anschließend durch einen unabhängigen Sachverständigen überprüft wird. Für größere Beleihungen werden die von unabhängigen Sachverständigen erstellten Bewertungsgutachten in regelmäßigem Turnus überprüft.

Im Geschäftsfeld Factoring werden die wesentlichen Portfolios im Rahmen regelmäßig tagender Servicermeetings analysiert. Zudem wird über die Portfolios im Rahmen des Risikoberichts berichtet. Bei risikorelevanten Veränderungen der Portfolios oder der Factoringpartner wird umgehend der Vorstand informiert.

Neue Geld- und Kapitalmarktanlagen erfolgen ausschließlich im Rahmen des durch den Vorstand genehmigten, im abgelaufenen Geschäftsjahr neu strukturierten Limitsystems. Das Limitsystem stellt auf Euro als Währung, Nominalvolumina pro Emittent, Produktkategorie, Ratings sowie Länder ab und wird regelmäßig überprüft. In Abhängigkeit vom geplanten Kernkapital werden laufzeitabhängige Limite festgelegt. Innerhalb dieses vorgegebenen Rahmens können Limite für einzelne Adressen vergeben werden, sofern definierte Mindestratings vorliegen. Das System soll sicherstellen, dass die qualitativen Anforderungen eingehalten werden und die Geld- und Kapitalmarktanlagen im Einklang mit der Eigenkapitalausstattung der Bank stehen und somit Risikokonzentrationen so weit wie möglich vermieden werden.

Neben den bereits dargestellten Frühwarnprozessen betreffend Kurswertänderungen und Nachrichten erfolgt auch bei Ratingveränderungen eine umgehende Information des Vorstands.

Risikoreporting

Wesentliches Instrument des Adressrisikoreportings ist der vierteljährliche Risikobericht gemäß MaRisk, welcher für das Adressrisiko unter anderem folgende Informationen beinhaltet:

Strukturbetrachtung der einzelnen Teilportfolios für die VALOVIS BANK AG auf Basis

der Exposure at Default sowie erwarteter und unerwarteter Verluste,

der Kreditinanspruchnahme im Berichts- und Vorquartal sowie der Rückstände bzw. Überziehungen,

Entwicklung des Kreditportfolios nach Bundesländern, Regionen, Risikoklassen, Größenklassen, Objektarten und Laufzeiten

Risikobewertung und Handlungsempfehlungen

Ggf. Umfang und Entwicklung des Neugeschäfts und der einzelnen Segmente

Großkredite

Sonstige bemerkenswerte Engagements

Entwicklung der Risikovorsorge

Turnusmäßig wird darüber hinaus gesondert über die Entwicklungen des Wertpapierportfolios und der Factoringportfolios berichtet.

Adressrisiken zum 31. Dezember 2015

Das Adressrisiko zum 31. Dezember 2015 stellt sich für die VALOVIS BANK AG im Wesentlichen als Unexpected Loss des Kreditgeschäfts und des Factoringgeschäfts dar. Der Rückgang des Adressrisikos der Bank im Jahresverlauf von 24,4 Mio. € per 31. Dezember 2014 auf 14,0 Mio. € per 31. Dezember 2015 resultiert aus dem erfolgreichen Bestands- und Risikoabbau in der Immobilienfinanzierung und im Factoringgeschäft sowie der Erweiterung der erhaltenen Garantie für einen überfälligen Immobilienkredit und gliedert sich nach Portfolios wie folgt:

Adressrisiko Angaben
in Tausend €
31.12.2015 31.12.2014
Unexpected Loss gesamt 13.952,4 24.398,8
Kreditgeschäft Essen 8.733,7 10.659,5
Factoring 4.287,2 12.177,0
OTC-Derivate / Sonstiges 144,0 113,4
angekaufte NPL-Portfolios 731,4 1.381,1
Emittenrisiko FWP 56,1 67,8

Gehaltene Sicherheiten

Die VALOVIS BANK AG hat zwecks Kreditrisikominderung mit den Kreditnehmern grundsätzlich Sicherheiten vereinbart. Dies sind finanzielle und andere werthaltige Sicherheiten, die es ermöglichen, das ausstehende Engagement vollständig oder in Teilen zurückzuführen, indem der als Sicherheit hinterlegte Vermögenswert verwertet wird, wenn der Kreditnehmer seine Hauptverpflichtungen nicht erfüllen kann oder will.

Zu dieser Kategorie gehören aufgrund der Geschäftsstruktur der Bank hauptsächlich die Grundschulden für die Geschäfte des Immobilienbereichs. Sie stellen zusammen mit den Barsicherheiten im Derivategeschäft die wesentlichen Sicherheiten der Bank dar.

Bei den Versandhandelsfactoring-Portfolios dienen im Wesentlichen die sogenannten Holdbacks (Sicherungseinbehalte) aus den angekauften Forderungen als Sicherheit.

Des Weiteren nutzt die Bank Barsicherheiten, Bürgschaften und Garantien, die zum Teil auch von Dritten bereitgestellt werden.

Zur Sicherstellung der rechtlichen Wirksamkeit und Durchsetzbarkeit von Kreditsicherungsverträgen verwendet die Bank grundsätzlich juristisch geprüfte Musterverträge. Beim Einsatz von Individualverträgen wird die bankinterne Rechtsabteilung und ggf. eine Rechtsanwaltskanzlei zur Vermeidung bzw. Minderung möglicher Rechtsrisiken eingebunden. Die Sicherheiten werden mit allen wesentlichen Angaben im zentralen Kreditsystem der Bank erfasst.

Risikovorsorge zum 31. Dezember 2015

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft umfasst Einzelwertberichtigungen, pauschalierte Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen. Die Einzelwertberichtigung eines Kredits erfolgt, wenn es aufgrund objektiv beobachtbarer Kriterien unter Berücksichtigung der Sicherheiten überwiegend wahrscheinlich ist, dass nicht alle vertraglichen Zins- und Tilgungsverpflichtungen störungsfrei geleistet werden.

Pauschalierte Einzelwertberichtigungen werden regelmäßig für kleinvolumige und hinsichtlich ihres Ausfallrisikos in homogene Gruppen zusammengefasste Einzelforderungen (im Factoringgeschäft) gebildet. Zur Berechnung des Wertberichtigungsbedarfs wird auf Verlustquoten und Ausfallwahrscheinlichkeiten abgestellt.

Pauschalwertberichtigungen werden regelmäßig für latente Risiken auf Portfolioebene auf Basis von Ausfallwahrscheinlichkeiten und Erlösquoten gebildet.

Die Berechnung des Risikovorsorgebedarfs für die Factoringportfolios erfolgt unter Zugrundelegung der erwarteten Zahlungseingänge auf die Forderungen. Hierbei handelt es sich um einen Prozess, der in jedem Einzelfall eine Gesamtbeurteilung der Erfolgsaussichten der zur Verfügung stehenden Mittel zur Rückführung des ausstehenden Betrags berücksichtigt. Sofern Zahlungsströme aus angekauften Forderungen zweifelhaft erscheinen, wird für diese eine Wertberichtigung gebildet.

Die gebildete Risikovorsorge zum 31. Dezember 2015 stellt sich wie folgt dar:

Risikovorsorgespiegel (HGB) Angaben
in Tausend €
Immobilienfinanzierung & sonst. Darlehen Factoring (B2C) Factoring (Work-Out) Factoring (NPL) Pauschalwertberichtigungen Gesamt
Stand 01.01.2015 3.213 14.328 12 5.447 2.308 25.308
Zuführungen - - - - - -
Verbrauch 2.204 6.124 - - - 8.328
Auflösungen 809 461 1 579 1.468 3.318
Stand 31.12.2015 200 7.743 11 4.868 840 13.662

Liquiditätsrisiken

Mit Liquiditätsrisiko wird in der VALOVIS BANK AG zum einen das Risiko bezeichnet, dass Geldmittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen (Liquiditätsrisiko im engeren Sinne). Zum anderen besteht die Gefahr, dass zusätzliche Geldmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschafft werden können (Refinanzierungsrisiko).

Risikomessung und -Überwachung

Das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne wird täglich anhand einer Liquiditätsvorschau überwacht. Durch Gegenüberstellung von erwarteten Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen wird überprüft, ob die VALOVIS BANK AG jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Hierfür wurde die freiwillige Risikotoleranz für das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne wie folgt definiert: Aus der Liquiditätsvorschau muss hervorgehen, dass die Bank alle geplanten Auszahlungen der nächsten vier Monate erfüllen kann. Bei dieser Szenariorechnung wird aus Sicherheitsgründen stets von einem Worst-Case-Szenario ausgegangen, in dem keine Cashflows aus dem Factoring und aus Immobiliendarlehen (mit Ausnahme fest avisierter Rückzahlungen) berücksichtigt werden. Des Weiteren wird unterstellt, dass keine neue Liquidität am Markt generiert wird. Eine Unterschreitung der Risikotoleranz führt zu einer Meldung an die zuständigen Fachbereiche, durch die eine Beurteilung der Situation erfolgt. Bei Bedarf legt das ALCo dem Vorstand Handlungsempfehlungen zum Beschluss vor.

Zudem ist ein zweites Liquiditätslimit etabliert, das auf den mittel- bis längerfristigen Refinanzierungsbedarf der Bank abstellt. Das Limit wird mindestens jährlich überprüft und ggf. aktualisiert, die Überprüfung bezüglich der Auslastung erfolgt wöchentlich.

Im Rahmen der vierteljährlichen Risikotragfähigkeitsrechnung wird das Refinanzierungsrisiko quantifiziert. Hierzu wird ein Refinanzierungsaufschlag auf den zum Berichtsstichtag bestehenden durchschnittlichen Refinanzierungsbedarf (nach Ausschöpfung des verfügbaren Tendervolumens) der nächsten zwölf Monate unter Berücksichtigung der Einhaltung der 4-Monats-Liquiditätstoleranzgrenze angewandt.

Für Stressrechnungen werden die unterstellten Refinanzierungsaufschläge basierend auf Marktindikatoren deutlich erhöht.

Risikoreporting

Das Ergebnis der Überwachung wird wöchentlich im Rahmen der Liquiditätsvorschau, monatlich im Rahmen des ALCo, im quartärlichen Risikobericht sowie bei Bedarf auch ad hoc an den Vorstand berichtet.

Notfallplanung

Die MaRisk fordern eine Festlegung von Maßnahmen, die im Fall eines Liquiditätsengpasses ergriffen werden können. Zudem müssen die im Falle eines Liquiditätsengpasses zu nutzenden Kommunikations- sowie Entscheidungswege festgelegt sein. Gemäß der im abgelaufenen Geschäftsjahr intern gewählten Definition besteht ein Liquiditätsengpass bei Unterschreitung der 4-Monats-Risikotoleranzgrenze. Für diesen Fall existiert ein Notfallplan, der im Risikohandbuch definiert ist und der die zu ergreifenden Maßnahmen darstellt.

Liquidität zum 31. Dezember 2015

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres und zum 31. Dezember 2015 war die Liquiditätsausstattung der VALVIS BANK AG jederzeit komfortabel. Die freiwillige Risikotoleranzgrenze von vier Monaten wurde während des gesamten Berichtsjahres, per 31. Dezember 2015 und auch zum Aufstellungsdatum des Jahresabschlusses eingehalten. Unter den gegebenen Annahmen der Worst-Case-Betrachtung hätte die freie Linie per 31. Dezember 2015 für mehr als 11 Monate zur Deckung der Zahlungsverpflichtungen ausgereicht. Um die Risikotoleranzgrenze von 4 Monaten einzuhalten wären Mittelaufnahmen erst in der zweiten Jahreshälfte 2016 zu tätigen.

Das Refinanzierungsrisiko zum 31. Dezember 2015 beläuft sich nahezu auf Null.

Die Entwicklung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennziffern ist nachfolgend dargestellt:

Entwicklung der Liquiditätskennzahlen im Jahr 2015 31.12.2015 31.12.2014
LiqV 10,71 8,00
LCR 46,52 5,24

Bis zum 31. Dezember 2015 hatte die EBA u. a. einheitliche Definitionen und Methoden der Betragsfestlegung, insbesondere Kategorien und Gewichtung verfügbarer und erforderlicher Quellen der stabilen Refinanzierung festzulegen. Auf Basis der aktuell veröffentlichten ASF- und RSF-Faktoren beläuft sich die NSFR per 31. Dezember 2015 auf 135,3 % (Vorjahr: 109,3 %).

Operationelle Risiken

Unter operationellem Risiko versteht die Bank die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von Menschen, internen Verfahren und Systemen oder in Folge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechts- und Compliancerisiken ein.

Operationelle Risiken stellen eine der wesentlichen Risikoarten der VALOVIS BANK AG dar, insbesondere aufgrund des geordneten Rückbaus. Demzufolge ist das Management der operationellen Risiken unter Beachtung der Kosten-Nutzen-Aspekte Bestandteil der gesamten Risikomanagementstrategie. Grundprinzip des Risikomanagements für operationelle Risiken ist ihre weitgehende Vermeidung.

Zur Ermittlung der notwendigen Gesamtkapitalanforderungen für operationelle Risiken von Kreditinstituten wendet die VALOVIS BANK AG den Basisindikatoransatz gemäß Art. 315 ff. CRR an.

Die Bank ist bei Nutzung des Basisindikatoransatzes verpflichtet, zur Abdeckung des operationellen Risikos 15 % ihres durchschnittlichen jährlichen Bruttoertrags (jährlicher Ertrag vor Verwaltungsaufwand und Risikovorsorge) der vergangenen drei Jahre als Eigenkapital vorzuhalten. Da sich der jährliche Bruttoertrag mit dem abnehmenden Geschäftsumfang tendenziell rückläufig entwickelt, im Rahmen des geordneten Rückbaus aber eine spezielle Risikosituation besteht, hat die Bank im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Untergrenze von € 5 Mio. für die Höhe des operationellen Risikos im Rahmen der Risikotragfähigkeitsermittlung definiert. Zudem wurde ein pauschaler Aufschlag für Rückbaurisiken festgelegt, der sich aktuell auf € 1,5 Mio. beläuft, regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst wird.

In die Erfassung und Steuerung operationeller Risiken sind sämtliche Bereiche der Bank eingebunden. Das Risikomanagementsystem für operationelle Risiken der VALOVIS BANK AG stellt sich in seiner wesentlichen Struktur wie folgt dar:

Risikomessung und -Überwachung

Zur Erfassung und Identifikation der operationellen Risiken verfügt die VALOVIS BANK AG über zwei wesentliche Bausteine:

Zum einen führt die Bank einmal jährlich (mit Validierung zum Halbjahr) und bereichsübergreifend ein Risk Self Assessment durch. Risiken, die mehrere Fachbereiche bzw. die Gesamtbank betreffen, werden von einem bereichsübergreifenden Team bewertet. Für die IT-spezifischen Risiken findet eine zentrale Einschätzung durch den IT-Sicherheitsbeauftragten statt.

Das Risk Self Assessment wird differenziert nach den Risikoursachen "System", "Mensch", "Prozess" und "externe Faktoren" durchgeführt. Das Ergebnis des Prozesses ist ein Risikoinventar, in dem die Einzelrisiken nach Risikokategorien mit allen wesentlichen Zusatzinformationen dargestellt werden. Die Einzelrisiken werden mit Eintrittswahrscheinlichkeiten vor bzw. nach Gegenmaßnahmen sowie einer Schätzung der potenziellen Schadenshöhe bei Eintritt versehen. Aus der Multiplikation ergeben sich bewertete Einzelrisiken und als deren Summe der erwartete Verlust aus dem operationellen Risiko. Die bewerteten Einzelrisiken werden durch ein Scoringverfahren priorisiert.

Den zweiten Baustein der Risikoidentifizierung stellt die systematische Aufnahme von wesentlichen Schadensereignissen dar. Als wesentlich ist ein Fall einzuordnen, der die Regelarbeitsabläufe stört und / oder zu dessen Behebung oder zukünftigen Vermeidung monetäre oder personelle Ressourcen eingesetzt werden müssen.

Neben tatsächlich eingetretenen Schäden werden auch operationelle Risiken aufgenommen, die nicht im Rahmen des jährlichen Self Assessments abgedeckt waren bzw. neu hinzugekommen sind (ad hoc-Risiken).

Daneben hat die Bank im Rahmen des Notfallmanagements die Instrumente einer Business Impact Analyse und des Business Continuity Managements implementiert, mit denen kritische Prozesse identifiziert und dokumentiert werden. Für diese werden entsprechende Notfallpläne erarbeitet und installiert, die turnusmäßigen Tests und Notfallübungen unterzogen werden.

Verbleibende Risiken werden durch eine umfassende und detaillierte Dokumentation aller Geschäftsprozesse, durch klare Kompetenzregelungen und eine angemessene personelle und infrastrukturelle Ausstattung der Bank gemindert. In wirtschaftlich vertretbarem Umfang hat die VALOVIS BANK AG Versicherungen gegen potentielle Schadensfallereignisse abgeschlossen.

Outsourcing

Der geordnete Rückbau beinhaltet unter anderem auch die Auslagerung von Prozessen an Dienstleister, wenn Spezial-Know-how erforderlich ist, es der Sicherstellung der operativen Stabilität oder der Kosteneffizienz dient und es sich nicht um Funktionen des Kerngeschäfts handelt.

Die Auslagerung von Aktivitäten und Prozessen auf andere Unternehmen zur Durchführung von Bankgeschäften, Finanzdienstleistungen oder sonstigen institutstypischen Dienstleistungen darf weder die Ordnungsmäßigkeit dieser Geschäfte oder Dienstleistungen noch die Geschäftsorganisation beeinträchtigen und nicht zu einer Delegation der Verantwortung der Geschäftsleitung an das Auslagerungsunternehmen führen. Das Institut bleibt auch bei einer Auslagerung für die Einhaltung der vom Institut zu beachtenden gesetzlichen Bestimmungen verantwortlich.

Für ein erfolgreiches Outsourcing müssen die damit einhergehenden Risiken identifiziert, adäquat gemessen und gesteuert werden. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Abhängigkeiten, Verlust von unternehmensspezifischem Wissen (Know-how-Verlust) sowie der Qualität und dem Umfang der erbrachten Leistungen oder der Kommunikation.

Die VALOVIS BANK AG erfüllt insbesondere die gesetzlichen Anforderungen gemäß § 25b Kreditwesengesetz und MaRisk AT 9 und begrenzt die mit Auslagerungen verbundenen Risiken im Rahmen eines strukturierten Prozesses.

Die laufende operative Steuerung und Überwachung erfolgt über ein dezentrales Dienstleistermanagement durch die Fachbereiche, die Funktionen auslagern. Der Bereich RBM fungiert als zentrale Kontroll- und Überwachungsstelle und hat die Verantwortung für die Methoden und Instrumente sowie das Reporting, insbesondere im Rahmen des vierteljährlichen Risikoberichts. Darüber hinaus erfolgt eine regelmäßige / fallweise Prüfung durch die Interne Revision inklusive Reporting an den Vorstand und an den Aufsichtsrat.

Die Bank verfügt über zwei zentrale Instrumente des Risikomanagements von Funktionsauslagerungen:

Zum einen wird bei der Auslagerung von Prozessen durch eine Risikoanalyse die Wesentlichkeit der Auslagerung unter Risikogesichtspunkten bestimmt. Zum anderen erfolgt jährlich eine bankweite standardisierte Befragung zur Erfassung und Überprüfung der dezentralen Steuerungs- und Überwachungsmaßnahmen der Fachbereiche, die auch eine Überprüfung der Risikoeinwertung bestehender Auslagerungen beinhaltet. Maßnahmen zur Steuerung und Minderung von Auslagerungsrisiken werden im Bedarfsfall entwickelt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Review der Prozesse, Instrumente und Methoden im Rahmen des Auslagerungsmanagements durchgeführt. Die Ergebnisse in Form von Erweiterungen und Verfeinerungen der aktuellen Standards wurden zeitnah umgesetzt.

Die VALOVIS BANK AG ist sich bewusst, dass die dezentrale Steuerung der Auslagerungen in den jeweiligen Fachbereichen von hoher Bedeutung ist. Daher wird auch im geordneten Rückbau der Bank das Know-how zur Steuerung von Auslagerungen gesichert bzw. bei Bedarf ersetzt. Vor dem Hintergrund der Bedeutung des Outsourcings hat die Bank auch im Geschäftsjahr eine Outsourcinginventur durchgeführt, in der die Risikosituation jeder wesentlichen Auslagerung mit dem Vorstand erörtert wurde.

Risikoreporting

Im Rahmen des Risikoberichts wird der Vorstand turnusmäßig über bedeutende Schadensfälle der Berichtsperiode, ad hoc-Risikomeldungen inklusive Gegensteuerungsmaßnahmen sowie bestehende Auslagerungen informiert. Auch der Jahresbericht des BCM-Beauftragten ist Bestandteil des Risikoberichts der Bank.

Wesentliche operationelle Risiken 2015

Im Jahr 2015 wurden in der VALOVIS BANK AG operationelle Risiken ergebniswirksam, die aus Sachverhalten der Vorjahre resultierten. Der wesentliche Teil ist auf einen Sachverhalt im Immobilienkreditgeschäft zurückzuführen. Im Vorjahresvergleich sind die eingetretenen Schäden zurückgegangen. Des Weiteren wurde aufgrund einer als hoch klassifizierten Risikomeldung ein Projekt initiiert und noch im Jahr 2015 erfolgreich abgeschlossen, wodurch das Risiko mitigiert werden konnte.

Unverändert bestehen Personalrisiken durch den Rückbau der Bank. Es wird durch Vertretungsregelungen innerhalb der Bereiche, Neueinstellungen, der zeitlich befristeten Kontrahierung von Spezialisten und weiteren Personalmaßnahmen kontinuierlich an der Absicherung der Know How-Verfügbarkeit gearbeitet. Gegebenenfalls erforderliche Ersatz- und ad hoc-Maßnahmen können jedoch die Kosten erhöhen. Bisher konnten Vakanzen immer zeitnah geschlossen werden. Die präventive Doppelbesetzung von Funktionen ist keine wirtschaftlich vertretbare Alternative für die VALOVIS BANK AG.

Zudem können Änderungen der Rechtsprechung oder die Auslegung von Vertragsklauseln auch rückwirkend Risiken beinhalten bzw. zu Schäden führen.

Strukturrisiko (Risikokonzentrationen)

Definition und Risikoansatz Risikokonzentrationen

Die Bank unterscheidet zwischen Intra- und Inter-Risikokonzentrationen. Intra-Risikokonzentrationen bezeichnen den Gleichlauf von Risikopositionen innerhalb einer Risikoart. Unter Inter-Risikokonzentrationen versteht man den Gleichlauf von Risikopositionen über verschiedene Risikoarten hinweg.

Die Bestandskonzentrationen im Immobilienfinanzierungsportfolio ergeben sich aus der bisherigen Geschäftsstrategie der Bank, sich als Finanzspezialist und Dienstleister für den Handel im Markt zu positionieren. Das Portfolio ist ausschließlich auf den deutschen Markt konzentriert. Der Kreditbestand konzentriert sich im Wesentlichen auf Handels- und Logistikimmobilien sowie Wohnungsbaufinanzierungen. Die größten Einzelnamenskonzentrationen aufgrund des im Verhältnis hohen Forderungsvolumens bestehen in zwei Logistikobjekten sowie in der Finanzierung eines großen Verwaltungsgebäudes. Letztere ist allerdings durch eine Garantieerklärung vollständig gedeckt. Die Risikokonzentrationen innerhalb des Immobilienkreditgeschäfts werden tendenziell mit voranschreitendem Rückbau des Portfolios zunehmen, was jedoch vor dem Hintergrund der strategischen Ausrichtung akzeptiert wird. Gegensteuerungsmaßnahmen werden regelmäßig geprüft.

Im Geschäftsfeld Factoring bestehen aufgrund der Granularität keine Adressrisikokonzentrationen. Die Homogenität der Forderungen und das Servicing der Portfolios durch jeweils einen Servicer begründen allerdings eine hohe Anfälligkeit für konjunkturelle Einflussfaktoren sowie u. a. Risiken der Rechtsprechung (Verbraucherschutz o. ä.), operationelle und vertragsrechtliche Risiken. Letzteren begegnet die Bank, sofern noch möglich, insbesondere durch entsprechende Vertragsgestaltung sowie durch die Etablierung von Ersatzservicern, sofern wirtschaftlich vertretbar.

Im Geld- und Kapitalmarktgeschäft werden keine neuen Einzelnamensrisikokonzentrationen aufgebaut, da ein Limitsystem etabliert ist, welches entsprechend dem Rückbau der Bank regelmäßig überprüft wird. Es bestehen Bestandskonzentrationen in Deutschland und Skandinavien, die aufgrund der guten Bonität der Emittenten (i. W. deutsche Bundesländer) bzw. der Besicherung (skandinavische Pfandbriefe) und der kurzen Laufzeiten der Positionen akzeptiert werden.

Die Bestands- und Risikokonzentrationen sowie Risiken aus Mieterkonzentrationen werden im Rahmen des vierteljährlichen Risikoberichts analysiert und berichtet. Bei rückläufiger Bilanzsumme und rückläufigem Eigenkapital können die historisch bestehenden Risikokonzentrationen an Bedeutung zunehmen.

Risiko aus dem Deckungsportfolio

Die VALOVIS BANK AG ist eine Pfandbriefbank im Sinne des Pfandbriefgesetzes (PfandBG). Ihr liegt die Genehmigung vor, Hypothekenpfandbriefe zu emittieren.

Das Pfandbriefgesetz verlangt ein geeignetes Risikomanagementsystem mit der Einrichtung von geeigneten Regeln und Instrumenten zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der Risiken. Die VALOVIS BANK AG verfügt über ein Risikomanagementsystem, welches den Anforderungen des § 27 PfandBG und den entsprechenden Verordnungen entspricht.

Die Deckungsrechnung für die Hypothekenpfandbriefe, einschließlich der Stressszenarien sowie der Anforderungen aus dem PfandBG bezüglich der Sicherstellung der Liquidität im Deckungsstock für 180 Tage gemäß § 4 Abs. ia PfandBG, wurde auch im Jahr 2015 zu jedem Zeitpunkt erfüllt. Per 31. Dezember 2015 betrug die nominelle Überdeckung rund 173,4 Mio. € bzw. 153,9 %; der Anteil der weiteren Deckung betrug 0 %.

Das bereichsübergreifende, monatlich tagende ALCo koordiniert die Steuerungsprozesse für das deckungsstockrelevante Kreditportfolio (Fälligkeiten, Ablösungen, Verkäufe, Neugeschäftsbedarf) und den Pfandbriefbestand (Fälligkeiten, Rückkäufe) und erarbeitet Vorschläge für Steuerungsmaßnahmen, die dem Vorstand zur Entscheidung vorgelegt werden.

Den erweiterten Informationspflichten gemäß den Vorschriften des § 28 PfandBG wird regelmäßig durch entsprechende Veröffentlichungen auf der Internetseite der Bank nachgekommen.

RISIKOLAGE UND AUSBLICK

Das bestehende Risikomanagement und die Risikosteuerung der VALOVIS BANK AG wurden im Jahr 2015 überprüft und an die sich im Rahmen des geordneten Rückbaus entwickelnde Risikolage in Teilen angepasst.

Die Risikotragfähigkeit der VALOVIS BANK AG hat sich im Gone Concern-Szenario im Jahr 2015 im Vorjahresvergleich verbessert. Das Verhältnis von Risiken zu Risikodeckungspotential liegt per 31. Dezember 2015 bei 26,5 % (Vorjahr: 34,9 %). Die gesunkene Auslastung liegt insbesondere daran, dass der Rückgang im Marktpreisrisiko und im Adressrisiko die leichte Verminderung des Risikodeckungspotentials übersteigt. Auch während des Jahresverlaufs war die Risikotragfähigkeit zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die Risikotragfähigkeit im Going Concern-Szenario war ebenfalls während des gesamten Geschäftsjahres in Bezug auf das Kernkapital und das Gesamtkapital erfüllt. Zum 31. Dezember 2015 lag die Auslastung in diesem Szenario bei 41,7 % in Bezug auf das freie Kernkapital (Vorjahr: 53,7 %) bzw. bei 27,9 % in Bezug auf das freie Gesamtkapital (Vorjahr: 37,6 %). Die VALOVIS BANK AG geht davon aus, dass die Risikotragfähigkeit auch im kommenden Geschäftsjahr gegeben sein wird und die gesetzten Limite eingehalten werden. Vor jeder Entscheidung, Transaktionen durchzuführen, werden deren Auswirkungen analysiert und ggf. Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Risikokonzentrationen, insbesondere im Geschäftsfeld Immobilienfinanzierung, werden tendenziell mit dem weiteren angestrebten Portfolioabbau zunehmen. Dies ist unvermeidlich und wird im Rahmen der Geschäftsstrategie akzeptiert. Der weitere aktive Abbau wird insbesondere von den einzuhaltenden Grenzen des Pfandbriefgesetzes bestimmt bzw. ist davon abhängig, inwieweit ausstehende Pfandbriefemissionen zurückerworben werden können.

Die Versandhandelsfactoringportfolios befinden sich durchweg im Ablauf. Den derzeit erkennbaren Risiken wurde durch entsprechende Bildung bzw. Zuführung von Risikovorsorge begegnet. Die verbliebenen B2B-Abwicklungsbestände im Work-Out sind nur noch in der Höhe bewertet, wie sie auch durch Assets unterlegt sind. Sie werden im Rahmen der noch laufenden Insolvenzverfahren sukzessive abgebaut. Nachlaufende und derzeit nicht erkennbare Risiken, resultierend aus umfangreichen Beständen zum Zeitpunkt der Insolvenz der Versandhandelsunternehmen, können jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Die Risiken im Geld- und Kapitalmarktgeschäft, insbesondere im Wertpapierportfolio, sind durch die in den letzten Jahren durchgeführte grundlegende Portfoliobereinigung weitestgehend abgebaut. Das in 2015 neu strukturierte Limitsystem soll dazu führen, dass keine relevanten Risikopositionen mehr aufgebaut werden können. Gleichwohl sind regionale Konzentrationen (Deutschland und Skandinavien) unvermeidlich, die aufgrund der guten Bonität der Emittenten (i. W. deutsche Bundesländer) bzw. der Besicherung (skandinavische Pfandbriefe) sowie der kurzen Laufzeiten der Positionen von der Bank akzeptiert werden.

Die aufsichtsrechtlichen Vorgaben zum Eigenkapital gemäß CRR waren mit einer Kernkapitalquote von 19,5 % (aufsichtsrechtliche Mindestanforderung: 6,0 %) und einer Gesamtkapitalquote von 26,7 % (aufsichtsrechtliche Mindestanforderung: 8,0 %) für die VALOVIS BANK AG am 31. Dezember 2015, nach Aufstellung des Jahresabschlusses sowie während des gesamten Jahres 2015, erfüllt. Zur Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie zur Abdeckung der bestehenden Risiken verfügt die VALOVIS BANK AG zum 31. Dezember 2015 über ein Kernkapital in Höhe von 74,7 Mio. € (Vorjahr 86,7 Mio. €), ein Gesamtkapital in Höhe von 102,2 Mio. € (Vorjahr: 121,7 Mio. €) und über ein bilanzielles Eigenkapital nach HGB in Höhe von 74,7 Mio. € (Vorjahr: 87,0 Mio. €). Das über die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen hinausgehende Kernkapital nach Erfüllung einer Mindestquote von 6,0 % beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 51,7 Mio. € (Vorjahr 52,8 Mio. € nach Erfüllung einer Mindestquote von 5,5 %) Das über die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen hinausgehende Gesamtkapital nach Erfüllung einer Gesamtkapitalquote von 8,0 % beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 71,6 Mio. € (Vorjahr: 72,4 Mio. €). Auch für das Geschäftsjahr 2016 erwartet die Bank weiterhin solide Kapitalquoten.

Die ab Oktober 2015 erstmals einzuhaltende Kennzahl für die Liquidity Coverage Ratio (LCR) gemäß CRR wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr in den Steuerungskreis der Bank implementiert; mit den ermittelten Ergebnissen wurde der ab Oktober 2015 zu beachtende Mindestwert von 0,6 mit einem Wert von 46,5 deutlich übererfüllt.

Die Bank ist zum Bilanzstichtag weiterhin komfortabel mit Liquidität ausgestattet. Laut Liquiditätsvorschau hat die Bank zum Bilanzstichtag liquide Mittel (unter Ausnutzung des bestehenden Tendervolumens) bis gegen Ende des folgenden Jahres. Um die Risikotoleranzgrenze von 4 Monaten einzuhalten, sind Mittelaufnahmen am Markt frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2016 zu tätigen.

Das operationelle Risiko hat sich durch den Verkauf des Retailgeschäfts und die Schließung des Standorts Neu-Isenburg deutlich reduziert. Allerdings ist der Eintritt von operationellen Risiken auch im Jahr 2016 aufgrund des weiteren Rückbaus der Bank nicht auszuschließen. Entsprechende Maßnahmen wie die Neueinstellung von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen, der zeitlich befristeten Kontrahierung von Spezialisten und weitere Personalmaßnahmen zur Begrenzung des Risikos und zur Sicherung des erforderlichen Know-hows wurden ergriffen.

Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Berichtszeitraums mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank eingetreten.

Prognosebericht

KÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION

Die Bank erwartet für das kommende Jahr 2016 eine wieder steiler werdende Zinskurve im Wesentlichen durch die Entwicklung der kurzen Laufzeiten. Auf der einen Seite ist davon auszugehen, dass die EZB ihr Quantitative Easing (QE) weiter intensiviert und den Einlagenzins weiter absenkt. Auf der anderen Seite sollte die allgemein erwartetete Zinswende in den USA lediglich dazu führen, dass sich allenfalls sehr moderate Zinssteigerungen am langen Ende der Euro-Zinskurve durchsetzen werden.

ENTWICKLUNG DER FÜR DIE VALOVIS BANK AG RELEVANTEN MÄRKTE

Die nachfolgenden Aussagen zur Entwicklung der relevanten Märkte sind zukunftsbezogene Aussagen der VALOVIS BANK AG. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Bank im Rahmen des geordneten Rückbaus Neugeschäft im Bereich der Immobilienfinanzierung und im Geld- und Kapitalmarktbereich nur tätigt, um regulatorische Anforderungen weiterhin einzuhalten bzw. um die Liquiditätsausstattung sicherzustellen.

Das Immobilienfinanzierungsgeschäft der deutschen Pfandbriefbanken wird sich weiterhin positiv entwickeln. Grund dafür ist die andauernde Nachfrage nach in Deutschland gelegenen Wohn- und Gewerbeimmobilien. Ursächlich hierfür ist unverändert die sehr hohe Nachfrage von Seiten institutioneller Anleger nach geeigneten Investitionsobjekten in Deutschland. Dieser auf hohem Niveau wachsende Markt bewirkt einen anhaltenden Margendruck sowie weitere Nachfrage nach Objekten, die nicht in 1A Lagen gelegen sind, und hat somit ein für die Bank geringeres Bewertungsrisiko sowie gute Verkaufschancen von Performing Loans zur Folge.

Das Versandhandelsfactoring ist insbesondere abhängig von der Gesamtkonjunktur, der Entwicklung der Arbeitslosenquote und der Einkommensentwicklung sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden. Für das laufende Geschäftsjahr 2016 wird keine negative konjunkturelle Entwicklung an diesen beiden Regionalmärkten erwartet. Auch die verbraucherbezogene Rechtsprechung kann einen Einfluss haben.

REFINANZIERUNGSSITUATION

Die Liquiditätsausstattung der Bank war im vergangenen Geschäftsjahr 2015 weiterhin komfortabel. Liquiditätsaufnahmen über den Geld- und Kapitalmarkt waren trotz der getätigten Rückkäufe von Hypothekenpfandbriefen nicht erforderlich und wurden nur vereinzelt zur Kundenpflege durchgeführt. Die Liquiditätsplanung und die operative Liquiditätsvorausschau lassen für 2016 erwarten, dass die Bank im kommenden Jahr Mittel über den Markt aufnehmen wird. Die Höhe wird insbesondere davon abhängig sein, inwieweit die Bank längerfristige Passiva vorzeitig zurückkaufen kann und wie schnell der Rückbau der Darlehensbestände und Factoringportfolios erfolgt. Die Auswirkungen jeder einzelnen Maßnahme auf die Liquidität der Bank wird vorausschauend analysiert und ist Bestandteil der jeweiligen Entscheidung.

ERWARTETE GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Die erwartete Geschäftsentwicklung basiert auf der aktuellen, im letzten Quartal 2015 beschlossenen Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie der Fortgeschriebenen Unternehmensplanung für die Jahre 2016 bis 2018.

Das Jahr 2016 wird unverändert durch Maßnahmen des geordneten Rückbaus bestimmt werden. Dies betrifft die Geschäftsfelder Immobilienfinanzierung und Versandhandelsfactoring. Die Bank setzt den Rückbau ebenfalls durch das Angebot zum Rückerwerb von Hypothekenpfandbriefen sowie ungedeckter Verbindlichkeiten weiter fort. Dabei ist es für die Bank wichtig, den Geschäftsbetrieb jederzeit ordnungsgemäß aufrecht zu erhalten und die regulatorischen Anforderungen weiterhin zu erfüllen, damit die Stabilität der Bank gewährleistet bleibt.

Das Geschäftsfeld Immobilienfinanzierung ist weiterhin auf den Rückbau des Darlehensportfolios ausgerichtet. Deckungsfähiges Neugeschäft wird allenfalls eingegangen, um die Einhaltung der bankaufsichtsrechtlichen Kennziffern und der Vorgaben des Pfandbriefgesetzes sicherzustellen.

Im Geschäftsfeld Factoring wird die Bank keine neuen Factoring-Programme aufsetzen oder Portfolios ankaufen. Alle im Bestand befindlichen Factoring-Portfolios befinden sich im Ablauf. Die Bank prüft strategische Handlungsalternativen für alle Factoring-Portfolios. Dies beinhaltet neben der Abrechnung bzw. dem Verkauf von Portfolios auch eine Auslagerung des Servicings. In einigen Fällen ist die Bank auf die Kooperation der Insolvenzverwalter und einvernehmliche Lösungen angewiesen.

Das B2B-Factoring befindet sich vollständig im Work-Out. Die nach Schlussbewertungen und Exitregelungen verbliebenen Bestände sind durch Forderungen an die Insolvenzmasse unterlegt und werden im Rahmen der noch laufenden Insolvenzverfahren sukzessive abgebaut.

Die VALOVIS BANK AG erwartet, dass aufgrund des rückläufigen Geschäftsvolumens der Personalbestand leicht reduziert werden kann. Mit unplanmäßigen Personalabgängen muss gerechnet werden.

Die Bank plant für das Geschäftsjahr 2016 einen weiteren Rückgang der Bilanzsumme und strebt, einhergehend mit den Rückbauaktivitäten, eine weitere Reduktion der risikogewichteten Positionen an. Für 2016 rechnet die Bank mit einem gegenüber 2015 leicht negativeren Ergebnis. In Verbindung mit der Ergebniserwartung plant die Bank mit Kapitalquoten deutlich oberhalb der gesetzlichen Anforderungen.

Entscheidend für die Planerreichung ist, dass der Abbau der risikogewichteten Positionen derart wertschonend gelingt, dass das Eigenkapital nicht wesentlich stärker belastet wird als geplant, und keine erheblichen Wertkorrekturen bzw. Abschreibungen erforderlich werden. Bereits relativ kleine Wertkorrekturen können einen wesentlichen Ergebniseinfluss haben. Aufgrund des weiteren Rückbaus und der im Verhältnis zum Eigenkapital der Bank bestehenden Risikokonzentrationen kann, ohne dass aktuell konkrete Indizien hierfür vorliegen, auch unerwartet hoher Wertberichtigungsbedarf auftreten und der aktuelle Eigenkapitalpuffer aufgezehrt werden. Der Risikovorsorgeaufwand wird für 2016 im mittleren einstelligen Millionenbereich geplant.

Der für das Geschäftsjahr 2016 geplante Zinsüberschuss wird auch im Vergleich mit dem um die Einmalerträge bereinigten Vorjahreswert deutlich abnehmen. Dies ist im Wesentlichen in den ablaufenden Portfolios zinstragender Geschäfte, aber auch durch den aktuellen Marktzins, begründet.

Im Vorjahresvergleich geht die Bank von deutlich rückläufigen Personal- und Sachaufwendungen aus, da durch die Schließung des Standorts Neu-Isenburg die entsprechenden Personal- und Sachaufwendungen nicht mehr anfallen.

Schlusserklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die VALOVIS BANK AG ist seit dem 1. Oktober 2012 ein von der Resba Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Die Geschäftsanteile der Resba werden vom Bundesverband deutscher Banken e. V. -Einlagensicherungsfonds - gehalten.

Der Vorstand der VALOVIS BANK AG hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält:

"Berichtspflichtige Vorgänge haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen."

Glossar

A

Abs Absatz
AG Aktiengesellschaft
ALCo Asset and Liability Committee; Gremium der Bank, das Entscheidungen zur Aktiv-Passiv-Steuerung vorbereitet.
AktG Aktiengesetz
Asset Encumbrance Level Anteil der Vermögenswerte, der für ein Kreditinstitut gem. EBA-Leitlinien belastet oder gebunden und somit nicht frei verfügbar ist im Verhältnis zur Summe aller Vermögenswerte.
ASF Available Stable Funding; die verfügbare stabile Refinanzierung (englisch: Available Stable Funding, ASF) wird ermittelt, indem der Gesamtbetrag verschiedener Kategorien liquider Mittel der Bank aggregiert wird. Dabei wird der Betrag mancher Kategorien nur anteilig angerechnet. Für diese wird ein sogenannter ASF-Faktor festgelegt, der den maximal anrechenbaren Anteil definiert.
Art Artikel
AT Allgemeiner Teil

B

B2B Business to Business
B2C Business to Consumer
Backtesting Zur Validierung des simulierten Value at Risk wird im Rahmen des Backtesting der vorab ermittelte VaR mit dem tatsächlich realisierten Ergebnis verglichen.
BaFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Baseler Ampelansatz Bei einer Simulation des Value at Risk mit 250 historischen Daten (= 1 Jahr) werden bei einem Konfidenzniveau von 99 % im Durchschnitt 2-3 Backtesting-Ausreißer pro Jahr erwartet.
BdB Bundesverband deutscher Banken e.V
BFA Bankenfachausschuss
BP / bp Basispunkt

C

CRD IV / CRR Die Capital Requirements Directive IV (CRD IV) und die Capital Requirements Regulation (CRR) bezeichnen die EU-Richtlinie und die EU-Verordnung, welche auf europäischer Ebene die bankaufsichtlichen Regelungen umsetzen, die im Wesentlichen auf dem Basel III-Regelwerk beruhen.
CVA-Charge Credit Valuation Adjustment; Gesamtrisikobetrag aufgrund der Anpassung der Kreditbewertung von Derivaten

E

EBA European Banking Authority
EL Erwarteter Verlust eines einzelnen Kreditengagements (Abkürzung EL, englisch: Expected Loss), auch als Standardrisikokosten bezeichnet.
ESF Einlagensicherungsfonds (ESF); Privatbanken können ihre Kundengelder über den ESF des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (BdB) zusätzlich absichern.
EU Europäische Union
EURIBOR Euro InterBank Offered Rate (EURIBOR); ist ein Referenz-Zinssatz für Termingelder in Euro im Interbankengeschäft. Seit dem 1. November 2013 werden nur noch die Werte für die Laufzeiten 1 Woche, 2 Wochen, 1 Monat, 2, 3, 6, 9 und 12 Monate veröffentlicht.
EWB Einzelwertberichtigung
EZB Europäische Zentralbank
GuV Gewinn- und Verlustrechnung

H

HGB Handelsgesetzbuch

I

i. d. R. in der Regel
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V.
IDW RS BFA 3 Stellungnahme des Bankenfachausschusses (BFA) zur Rechnungslegung: Einzelfragen der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs) (IDW RS BFA 3).
i. H. v. in Höhe von
i. S. d. im Sinne des
IT Informationstechnik
ITS Implementing Technical Standards
i. W. im Wesentlichen

K

KWG Kreditwesengesetz

L

LCR Liquidity Coverage Ratio (LCR); die Liquiditätsdeckungskennziffer (LCR) ist eine durch das Basel III-Rahmenwerk neu eingeführte Kennziffer der Bankenaufsicht zur Messung der Ausstattung einer Bank mit kurzfristig verfügbarer Liquidität (Liquiditätsdeckungsgrad). Die LCR-Vorschrift soll sicherstellen, dass jede Bank in der Lage ist, ein schweres Stressszenario über einen Zeitraum von 30 Kalendertagen selbstständig zu überstehen. Die Kennziffer entspricht dem Verhältnis des Bestands an hochliquiden Vermögenswerten zu den kumulierten Nettozahlungsmittelabflüssen nach 30 Tagen. Die hochliquiden Vermögenswerte und die Nettozahlungsmittelabflüsse berechnen sich aus dem im Rahmenwerk dargelegten Stressszenario. Nach vollständiger Einführung beträgt die Mindestquote für die Liquiditätskennziffer 100 %, sie kann aber zur Bewältigung einer akuten Stressphase vorübergehend unterschritten werden. Die LCR soll von Oktober 2015 an schrittweise eingeführt werden.
LiqV Verordnung über die Liquidität der Institute (Liquiditätsverordnung - LiqV)

M

MaRisk Mindestanforderungen an das Risikomanagement

N

Netting Unter Netting werden im Finanzsektor alle Methoden zur Verminderung von Zahlungs-, Fremdwährungs-, Kreditoder Liquiditätsrisiken zwischen zwei Vertragsparteien innerhalb eines vertraglich vereinbarten Verrechnungsverfahrens (bilaterales Netting) oder mehreren Vertragsparteien innerhalb eines institutionalisierten Abrechnungssystems (multilaterales Netting) verstanden, die den Einsatz bilateraler oder multilateraler Verrechnungsalgorithmen zum Inhalt haben.
NPL Non Performing Loans (NPL); notleidende Kredite, bei denen die Rückzahlung ungewiss ist. Eine deutsche Legaldefinition des Begriffs existiert nicht. In Deutschland werden hierunter sowohl wertberichtigte Kredite als auch in Zahlungsverzug geratene Kredite bezeichnet.
NSFR Net Stable Funding Ratio (NSFR); die stabile Finanzierungskennziffer (NSFR) ist eine durch das Basel III-Rahmenwerk neu eingeführte Kennziffer zur Messung der strukturellen Finanzierung einer Bank. Die NSFR-Vorschrift soll eine nachhaltige und stressresistente Finanzierung der Aktivgeschäfte sowie der außerbilanziellen Aktivitäten einer Bank sicherstellen. Die Kennziffer entspricht dem Verhältnis der tatsächlichen, stabilen, d. h. dauerhaft verfügbaren Finanzierung zu der gemäß der Dauer ihrer Liquiditätsbindung gewichteten erforderlichen stabilen Refinanzierung. Als dauerhafte stabile Finanzierung gelten Passiva, die aufgrund von vertraglichen Laufzeiten oder Verhaltensannahmen für mindestens 6 Monate bzw. 1 Jahr zur Verfügung stehen. Die Mindestquote beträgt 100 %. Die NSFR-Regelung soll im Jahr 2018 in Kraft treten.

P

pEWB pauschalierte Einzelwertberichtigung
PfandBG Pfandbriefgesetz
PWB Pauschalwertberichtigung

R

RSF Required Stable Funding (RSF); zur Berechnung des Betrags der erforderlichen stabilen Refinanzierung (englisch: Required Stable Funding) werden alle Aktiva eines Kreditinstituts bewertet, zusätzlich auch außerbilanzielle Positionen sowie andere Geschäftsfelder. Dabei werden Kategorien gebildet und diesen sogenannte RSF-Faktoren zugeordnet, die ausdrücken, mit welchem Anteil die Beträge dieser Kategorie zu berücksichtigen sind. Die RSF-Faktoren, die den verschiedenen Kategorien der Aktiva zugeordnet werden, entsprechen dabei näherungsweise dem Anteil eines bestimmten Vermögenswerts, der nicht durch den Verkauf oder Einsatz als Sicherheit bei einer besicherten Kreditaufnahme auf erweiterter Basis innerhalb eines Jahres flüssig gemacht werden kann. Da auch außerbilanzielle Positionen in Krisenzeiten erhebliche Liquiditätsabflüsse auslösen können, werden auch für verschiedene außerbilanzielle Geschäfte RSF-Faktoren festgelegt.
RWP Risk Weighted Positions; (unterlegungspflichtige) risikogewichtete Aktiva zzgl. Unterlegung des operationellen Risikos und CVA-Charge für Derivate

S

SEPA Single Euro Payments Area (SEPA); der Einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum (Single Euro Payments Area) ist ein Gebiet, in dem einheitliche Standards für bargeldlose EuroZahlungen gelten. Neben allen EU-Mitgliedsstaaten gehören dem SEPA-Raum auch Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz an. Mit SEPA wird im Massenzahlungsverkehr nicht mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Euro-Zahlungen unterschieden, auch nicht bei den Gebühren. Die standardisierten SEPA-Instrumente (Überweisung, Lastschrift und Kartenzahlungen) lassen sich im gesamten SEPA-Raum einsetzen. Die SEPA-Instrumente werden seit 2008 schrittweise eingeführt, die Umstellung soll 2016 abgeschlossen sein.
SolvV Solvabilitätsverordnung; die Solvabilitätsverordnung (SolvV) regelt seit 2008 Zulassungsvoraussetzungen, Eigenmittelanforderungen und Risikomessverfahren für Banken sowie Zulassungsvoraussetzungen für externe Rating-Agenturen. Die SolvV setzt die Vorgaben von Basel II in deutsches Recht um. Die Umsetzung von Basel III im CRD IV / CRR-Paket zog ab 2014 Änderungen der SolvV nach sich.

U

UL Unerwarteter Verlust (Abkürzung UL, englisch: Unexpected Loss) Als unerwarteten Verlust definiert man im Rahmen der Risikosteuerung und aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalbestimmungen nach Basel II bei Finanzinstituten den möglichen Verlustbetrag von Kreditrisikopositionen, der den erwarteten Verlust überschreitet.

V

VaR Value at Risk (VaR); der Begriff "Wert im Risiko" (englisch: Value at Risk) bezeichnet ein Risikomaß, das angibt, welchen Wert der Verlust einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von Wertpapieren) mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit innerhalb eines gegebenen Zeithorizonts nicht überschreitet.

Z

ZÄR Zinsänderungsrisiko Das Zinsänderungsrisiko (Kursrisiko) gehört zu den speziellen Risiken bei der Vermögensanlage in verzinslichen Wertpapieren und ist ein marktzinsbedingtes Vermögensrisiko. Es definiert das Risiko der Zinsänderung der Vermögensanlage und damit des Wertverlusts in Abhängigkeit von Veränderungen des allgemeinen Marktzinsniveaus.

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

Textziffer Angaben
in Tausend €
2015 2014
1 Zinserträge aus    
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 74.357 98.805
darunter negative Zinsen aus Aktiva -140 -29
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 4.129 8.270
  78.486 107.075
Zinsaufwendungen -44.454 -61.470
darunter positive Zinsen aus Passiva 134 0
Zinsüberschuss 34.032 45.605
2 Laufende Erträge aus    
b) Beteiligungen 1 0
3 Provisionserträge 6 5.675
Provisionsaufwendungen -123 -1.100
Provisionsüberschuss -117 4.575
4 Sonstige betriebliche Erträge 21.841 48.988
darunter Aufzinsungsbeträge 0 53
5 Allgemeine Verwaltungsaufwendungen    
a) Personalaufwand    
aa) Löhne und Gehälter -9.345 -13.412
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -1.023 -1.678
darunter für Altersversorgung -176 -210
b) andere Verwaltungsaufwendungen -21.473 -36.625
  -31.842 -51.715
14 Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -636 -2.099
6 Sonstige betriebliche Aufwendungen -30.364 -42.227
7 Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -4.483 -34.980
8 Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -33 0
8 Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0 6.166
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -11.602 -25.688
9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -685 12
Jahresfehlbetrag -12.286 -25.676
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -10.876 -29.837
Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0 8.636
Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 0 36.000
Bilanzverlust -23.162 -10.876

Bilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

Textziffer Angaben
in Tausend €
31.12.2015 31.12.2014
10 Barreserve    
a) Kassenbestand 1 23
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 73.613 26.178
darunter bei der Deutschen Bundesbank 73.613 26.178
  73.614 26.201
11 Forderungen an Kreditinstitute    
c) andere Forderungen 54.983 84.706
darunter täglich fällig 22.309 26.533
  54.983 84.706
12 Forderungen an Kunden    
a) Hypothekendarlehen 447.781 579.383
c) andere Forderungen 82.040 162.298
  529.820 741.681
13 / 14 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere    
b) Anleihen und Schuldverschreibungen ba) von öffentlichen Emittenten 143.587 256.647
darunter beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 143.587 256.647
bb) von anderen Emittenten 62.412 130.466
darunter beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 57.265 130.466
  205.999 387.113
14 / 15 Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 0
14 / 16 Beteiligungen 0 19
darunter an Kreditinstituten 0 19
14 / 17 Anteile an verbundenen Unternehmen 3 3
18 Treuhandvermögen 1.480 1.480
14 Immaterielle Anlagewerte 36 326
14 Sachanlagen 3.341 3.646
19 Sonstige Vermögensgegenstände 4.592 1.432
20 Rechnungsabgrenzungsposten    
a) aus dem Emissions-und Darlehensgeschäft 136 360
b) andere 1.736 2.245
  1.872 2.604
Summe der Aktiva 875.741 1.249.212

Passiva

   
Textziffer Angaben
in Tausend €
31.12.2015 31.12.2014
21 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten    
c) andere Verbindlichkeiten 43.655 62.755
darunter täglich fällig 36.151 55.190
  43.655 62.755
22 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden    
a) begebene Hypotheken-Namenspfandbriefe 109.749 237.071
d) andere Verbindlichkeiten 564.743 766.373
darunter täglich fällig 295 1.438
  674.492 1.003.444
23 Verbriefte Verbindlichkeiten    
a) begebene Schuldverschreibungen aa) Hypothekenpfandbriefe 5.203 5.203
  5.203 5.203
18 Treuhandverbindlichkeiten 1.480 1.480
24 Sonstige Verbindlichkeiten 4.378 5.017
25 Rechnungsabgrenzungsposten    
b) andere 1.249 1.732
  1.249 1.732
26 Rückstellungen    
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.220 1.090
27 b) Steuerrückstellungen 688 2
28 c) andere Rückstellungen 18.638 31.464
  20.546 32.555
29 Nachrangige Verbindlichkeiten 50.000 50.000
30 Eigenkapital    
a) Gezeichnetes Kapital 89.000 89.000
31 b) Kapitalrücklage 5.578 5.578
32 c) Gewinnrücklagen ca) gesetzliche Rücklage 3.322 3.322
d) Bilanzgewinn / Bilanzverlust -23.162 -10.876
  74.738 87.024
Summe der Passiva 875.741 1.249.212
33 Eventualverbindlichkeiten    
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 58 1.323

Anhang

Grundlagen des Jahresabschlusses

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der VALOVIS BANK AG für das Geschäftsjahr 2015 wurde entsprechend den handels- und aktienrechtlichen Vorschriften (HGB und AktG) in Verbindung mit den Vorschriften des Pfandbriefgesetzes (PfandBG) sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Der Jahresabschluss besteht aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz sowie Anhang. Darüber hinaus wurde nach § 289 HGB ein Lagebericht aufgestellt.

Die VALOVIS BANK AG ist ein Nichthandelsbuchinstitut im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) und hat im Geschäftsjahr die institutsintern festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand nicht geändert.

Ein Konzernabschluss wird gemäß § 290 Abs. 5 HGB nicht aufgestellt, da das Tochterunternehmen der VALOVIS BANK AG gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht einbezogen wird.

Auf Fremdwährung lautende Positionen bestanden zum 31. Dezember 2015 nicht.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit auftreten.

Maßgebend für die Erstellung dieses Jahresabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert wurden:

Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, gegebenenfalls unter Berücksichtigung anteiliger Zinsen, angesetzt worden. Unterschiedsbeträge zwischen Anschaffungskosten und Nennbetrag, denen Zinscharakter zukommt, sind unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und werden planmäßig über die Laufzeit der Geschäfte verteilt.

Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen, latente Risiken durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Der Vorstand der VALOVIS BANK AG nutzt die Möglichkeiten einer Vorsorge für allgemeine Bankrisiken nach § 340f Abs. 1 HGB.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere des Umlaufvermögens werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips und des Wertaufholungsgebots mit ihren Anschaflungskosten bilanziert. Fremde Wertpapiere, die auf Grund dauerhafter Halteabsicht als Anlagevermögen behandelt werden, werden nur dann auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben, wenn von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist. Von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird ausgegangen, wenn sich zum Bilanzstichtag abzeichnet, dass vertragsgemäße Leistungen nicht oder nicht in dem zum Erwerbszeitpunkt erwarteten Umfang erbracht werden. Zur Beurteilung werden jährlich aktualisierte Bonitätsbeurteilungen herangezogen. Bei eingetretenen Wertminderungen gelten diese bis zum Rückzahlungsdatum stets als dauerhaft. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaflungskosten und dem Rückzahlungsbetrag wird zeitanteilig über die Restlaufzeit ab- bzw. zugeschrieben und in der Position "Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldverschreibungen" ausgewiesen.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere des Anlagevermögens sind nach dem gemilderten Niederstwertprinzip unter Berücksichtigung voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen bewertet. Die Bewertung für Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet werden, erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip mit dem Börsen- bzw. Marktpreis vom letzten Börsentag des Jahres 2015. Ist ein Börsen- oder Marktpreis nicht festzustellen oder übersteigen die Anschaflungskosten den Wert, der dem Vermögensgegenstand am Abschlussstichtag beizulegen ist, so wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaflungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung werden Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen.

Die Bilanzierung des Treuhandvermögens erfolgt mit dem Nennwert, die Treuhandverbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur dann vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt oder die Restnutzungsdauer verkürzt ist.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ist aus der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Voraussichtliche Nutzungsdauer In Jahren
Immaterielle Anlagewerte (Software) 1 - 6
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 - 15
Gebäude 50

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen am Standort Neu-Isenburg hatten zum 31. Dezember 2015 keinen Restbuchwert mehr, da der Standort Ende 2015 geschlossen wurde.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (GwG) mit einem Anschaffungswert bis 410,- € werden im Jahr des Zugangs sofort voll abgeschrieben.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte und nachrangige Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen einschließlich der bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Zinsen passiviert. Aktivische und passivische Unterschiedsbeträge zwischen Rückzahlungs- und Auszahlungsbetrag werden in den Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und planmäßig aufgelöst.

Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Die Rückstellungen für Pensionen werden zum 31. Dezember 2015 versicherungsmathematisch nach der Projected Unit Credit-Methode auf der Basis eines Rechnungszinses von 3,89 % (Vorjahr: 4,53 %) unter Anwendung der Richttafeln von Klaus Heubeck (2005 G) ermittelt. Der Rechnungszins ist der nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung durch die Deutsche Bundesbank zum 31. Dezember 2015 veröffentliche Diskontierungszinssatz für Verpflichtungen mit einer vereinfachten Restlaufzeit von 15 Jahren laut § 253 Abs. 2 S. 2 HGB. Des Weiteren sind voraussichtliche Renten anpassungen (1,75 % unverändert zum Vorjahr) und Gehaltssteigerungen (2,25 % unverändert zum Vorjahr) sowie eine erwartete Personalfluktuation (5 % unverändert zum Vorjahr) berücksichtigt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich zur Erfüllung von Altersversorgungszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger der Bank entzogen sind (Deckungsvermögen), werden mit ihrem Zeitwert bewertet und mit den Verpflichtungen verrechnet. Erträge und Aufwendungen im Deckungsvermögen werden in den Zins- bzw. Personalaufwendungen miteinander verrechnet.

Zinsbezogene Finanzinstrumente (einschließlich Derivate) des Bankbuchs (Zinsbuchs) sind auf der Grundlage des vom IDW veröffentlichten Rechnungslegungsstandards IDW RS BFA 3 bewertet ("verlustfreie Bewertung"). Die VALOVIS BANK AG wendet dabei die GuV-orientierte Methode an. Die Bestände der Aktiv- und der Passivseite werden mit ihren vertraglich festgelegten Zinsen und Fälligkeiten abgebildet. Neugeschäft wird hierbei nicht berücksichtigt. Treten innerhalb des Betrachtungszeitraums Aktiv- oder Passivüberhänge auf, werden diese fiktiv geschlossen. Im Falle von Passivüberhängen werden diese mit Forward-Rates zuzüglich eines individuellen Spreads fiktiv refinanziert. Bei der Bewertung wird den Verwaltungs- und Risikokosten angemessen Rechnung getragen. Bei der Berücksichtigung der Verwaltungskosten wird nur der Teil der voraussichtlich noch anfallenden Aufwendungen verwendet, der auf die Bestandsverwaltung des Bankbuchs in seiner am Abschlussstichtag bestehenden Höhe und Struktur entfällt. Risikokosten werden gemäß IDW RS BFA 3 in Höhe der erwarteten zukünftigen Verluste angesetzt.

Zum 31. Dezember 2015 besteht ein Verpflichtungsüberschuss, so dass die Bildung einer Rückstellung gemäß § 340a i. V. m. § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB erforderlich war.

Sonstige Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Eventualverbindlichkeiten werden in Höhe der maximalen Auszahlungsverpflichtung ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente dienen der Absicherung von Zinsrisiken und werden als schwebende Geschäfte nicht bilanziert. Drohende Verluste aus Zinstermingeschäften werden passiviert.

Aufgrund bestehender unterschiedlicher Wertansätze von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz sind grundsätzlich latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 HGB in der Handelsbilanz anzusetzen, sofern die Unterschiedsbeträge sich voraussichtlich in den nachfolgenden Jahren abbauen. Sofern sich daraus eine Steuerbelastung ergibt, erfolgt unter Berücksichtigung des Saldierungswahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 3 HGB der Ausweis passiver latenter Steuern in der Bilanz. Anderenfalls wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Zinszahlungen für Aktiva, sog. negative Zinserträge, werden innerhalb der Zinserträge ausgewiesen. Analog dazu werden erhaltene Zinsen für Passiva, sog. positive Zinsaufwendungen, innerhalb der Zinsaufwendungen ausgewiesen. Die negativen Zinserträge und positiven Zinsaufwendungen stammen im Wesentlichen aus den zur Zinsrisikosteuerung bestehenden Zinsswaps und aus dem Bundesbankguthaben.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Zinserträge / Zinsaufwendungen

Von den Zinserträgen in Höhe von 78.486 Tsd. € (Vorjahr: 107.075 Tsd. €) resultieren 74.357 Tsd. € (Vorjahr: 98.805 Tsd. €) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie 4.129 Tsd. € (Vorjahr: 8.270 Tsd. €) aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen. In den Zinserträgen sind negative Zinsen aus Aktiva in Höhe von 140 Tsd. € (Vorjahr: 29 Tsd. €) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus dem Bundesbankguthaben.

In den Zinsaufwendungen in Höhe von 44.454 Tsd. € (Vorjahr: 61.470 Tsd. €) stammen 20.769 Tsd. € (Vorjahr: 26.407 Tsd. €) aus Verpflichtungen aus Schuldscheindarlehen. Des Weiteren sind in den Zinsaufwendungen 7.977 Tsd. € (Vorjahr: 14.810 Tsd. €) für die Bedienung von Verpflichtungen aus begebenen Pfandbriefen enthalten. Die positiven Zinsen aus Passiva in den Zinsaufwendungen in Höhe von 134 Tsd. € (Vorjahr: 0 €) stammen aus Zinsswaps.

Im Zinsergebnis sind Erträge aus Vorfälligkeitsentschädigungen in Höhe von 692 Tsd. € (Vorjahr: 1.034 Tsd. €) enthalten. Durch das vorzeitige Beenden von Zinsswaps (Close Outs) im Rahmen der Zinsrisikosteuerung sind Zinserträge in Höhe von 17.253 Tsd. € (Vorjahr: 15.817 Tsd. €) angefallen.

2. Laufende Erträge aus Beteiligungen

Unter dieser Position werden die Erträge aus der Beteiligung an der Liquiditäts-Konsortialbank GmbH i. L., Frankfurt am Main, in Höhe von 1 Tsd. € (Vorjahr: 0 Tsd. €) ausgewiesen.

3. Provisionserträge / Provisionsaufwendungen

Die Provisionserträge im Geschäftsjahr belaufen sich auf 6 Tsd. € (Vorjahr: 5.675 Tsd. €) und stammen aus Gebühren für das Hypothekendarlehensgeschäft. Im Vorjahr bestanden die Provisionserträge im Wesentlichen mit 5.614 Tsd. € aus Erträgen aus dem 2014 veräußerten Retailgeschäft.

Demgegenüber stehen Provisionsaufwendungen in Höhe von 123 Tsd. € (Vorjahr: 1.100 Tsd. €). Diese resultieren im Wesentlichen aus nachlaufenden Provisionszahlungen aus dem Bestandsgeschäft der Hypothekendarlehen.

4. Sonstige betriebliche Erträge

Die Höhe der sonstigen betrieblichen Erträge beträgt für das Geschäftsjahr 21.841 Tsd. € (Vorjahr: 48.988 Tsd. €) und enthält überwiegend Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 9.815 Tsd. € (Vorjahr: 20.829 Tsd. €). Diese stammen mit 4.120 Tsd. € (Vorjahr: 13.200 Tsd. €) aus der Teilauflösung der Rückstellung für die verlustfreie Bewertung des Bankbuchs nach IDW RS BFA 3 und mit 3.009 Tsd. € (Vorjahr: 130 Tsd. €) aus der Auflösung einer Archivierungsrückstellung für das ehemalige Retailgeschäft am Standort Neu-Isenburg. Aus dem Dienstleistungsgeschäft für den Erwerber des Retailgeschäfts wurden aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten Erträge in Höhe von 5.709 Tsd. € (Vorjahr: 5.018 Tsd. €) erzielt.

Aus den NPL-Portfolios wurden Erträge in Höhe von 2.407 Tsd. € (Vorjahr: 2.625 Tsd. €) generiert. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 386 Tsd. € (Vorjahr: 111 Tsd. €) periodenfremde Erträge enthalten, die im Wesentlichen (287 Tsd. €) aus Erstattungen der Umsatzsteuer aus Vorjahren stammen.

Im Vorjahr waren zudem noch wesentliche sonstige betriebliche Erträge aus der Auflösung einer Forderungsankaufsstruktur mit einem ausländischen Versandhandelsunternehmen in Höhe von 15.039 Tsd. € angefallen.

5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der Schließung des Standorts Neu-Isenburg (Abgang von 50 Mitarbeitern bis zum 31. Dezember 2015) auf 10.368 Tsd. € (Vorjahr: 15.090 Tsd. €) gesunken.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind von 36.625 Tsd. € per 31. Dezember 2014 um 41,4 % auf 21.473 Tsd. € per 31. Dezember 2015 gesunken, da deutlich weniger strategische und regulatorische Projekte durchzuführen waren.

Honorare für Abschlussprüfer

Angaben
in Tausend €
2015 2014
Abschlussprüfungsleistungen 207 211
Andere Bestätigungsleistungen 16 10
Steuerberatungsleistungen 75 89
Sonstige Leistungen 88 46
Gesamtaufwand KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 386 356

Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare für die Abschlussprüfung beinhalten Kosten in Höhe von 5 Tsd. € (Vorjahr: 0 €) für Leistungen, die noch im Zusammenhang mit der Jahresabschlussprüfung zum 31. Dezember 2014 stehen.

Die Steuerberatungsleistungen betreffen im Wesentlichen die Erstellung der Steuererklärungen und Begleitung der laufenden steuerlichen Außenprüfung.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Höhe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beträgt 30.364 Tsd. € (Vorjahr: 42.227 Tsd. €) und beinhaltet überwiegend Aufwendungen aus barwertigem Zinsausgleich in Höhe von 27.667 Tsd. € (Vorjahr: 36.578 Tsd. €), die im Zusammenhang mit dem Rückkauf von eigenen Hypotheken-Pfandbriefen (Vorjahr: 31.685 Tsd. €) stehen. In diesem Jahr wurden keine eigenen Schuldscheindarlehen (Vorjahr: 4.893 Tsd. €) zurückgekauft:.

7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

In dem Posten sind die Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren mit den Abschreibungen und Wertberichtigungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft saldiert ausgewiesen.

8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere

In dem Posten (- 33 Tsd. €; Vorjahr: Ertrag in Höhe von 6.166 Tsd. €) sind das Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren und Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von - 36 Tsd. € (Vorjahr: Ertrag in Höhe von 6.115 Tsd. €) sowie Bewertungsanpassungen auf wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere in Höhe von 3 Tsd. € (Vorjahr: 51 Tsd. €) saldiert ausgewiesen.

9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von 685 Tsd. € (Vorjahr: Steuerertrag 12 Tsd. €) resultiert im Wesentlichen aus Feststellungen einer laufenden Betriebsprüfung der Geschäftsjahre 2008-2010.

Passivische latente Steuern bestehen zum 31. Dezember 2015 in der VALOVIS BANK AG nicht. Auf den Ausweis von aktiven latenten Steuern wird gemäß § 274 Abs. 1 HGB verzichtet.

Erläuterungen zur Bilanz

10. Barreserve

Die Barreserve in Höhe von 73.614 Tsd. € (Vorjahr: 26.201 Tsd. €) besteht bei der Deutschen Bundesbank. Darüber hinaus enthält dieser Posten einen Kassenbestand in Höhe von 1 Tsd. € (Vorjahr: 23 Tsd. €).

11. Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 54.983 Tsd. € (Vorjahr: 84.706 Tsd. €) enthalten 42.200 Tsd. € (Vorjahr: 66.300 Tsd. €) Tagesgelder und Termingelder zuzüglich abgegrenzter Zinsen in Höhe von 9 Tsd. € (Vorjahr: 3 Tsd. €), täglich fällige Sichteinlagen in Höhe von 103 Tsd. € (Vorjahr: 231 Tsd. €) sowie Zinsabgrenzungen aus Zinssicherungsgeschäften in Höhe von 12.678 Tsd. € (Vorjahr: 18.183 Tsd. €).

In dem Gesamtposten sind Forderungen in Höhe von 9.700 Tsd. € (Vorjahr: 8.700 Tsd. €) zuzüglich anteiliger Zinsen an ausländische Kreditinstitute (Großbritannien) enthalten.

Die ausgewiesenen Forderungen an Kreditinstitute setzen sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt zusammen:

Angaben
in Tausend €
2014
täglich fällig 22.309 26.533
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist    
- bis 3 Monate 32.674 58.173
  54.983 84.706

12. Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden in Höhe von 529.820 Tsd. € (Vorjahr: 741.681 Tsd. €) betreffen zum Stichtag mit 447.781 Tsd. € (Vorjahr: 579.383 Tsd. €) Hypothekendarlehen einschließlich abgegrenzter Zinsen und abzüglich Wertberichtigungen. Die einzelnen Forderungen sind durch erstrangige Grundschulden besichert.

Die Hypothekendarlehen betreffen in Höhe von 160.876 Tsd. € (Vorjahr: 187.427 Tsd. €) zuzüglich anteiliger Zinsen in Deutschland finanzierte Objekte ausländischer Unternehmen (im Wesentlichen Niederlande und Luxemburg).

Unter den anderen Forderungen in Höhe von 82.040 Tsd. € (Vorjahr: 162.298 Tsd. €) sind insbesondere 81.767 Tsd. € (Vorjahr: 158.080 Tsd. €) aus dem Ankauf von Forderungen abzüglich Wertberichtigungen ausgewiesen. Alle Factoring-Portfolios befinden sich in der Amortisation.

Die ausgewiesenen Forderungen an Kunden setzen sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt zusammen:

Angaben
in Tausend €
2015 2014
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist    
- bis 3 Monate 89.494 90.255
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 91.049 170.609
- mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 59.937 81.734
- mehr als 5 Jahre 289.340 399.083
  529.820 741.681

Forderungen mit unbestimmter Laufzeit bestehen wie im Vorjahr nicht.

In den Forderungen an Kunden sind nachrangige Forderungen in Höhe von 200 Tsd. € (Vorjahr: 2.896 Tsd. €) inkl. aufgelaufener Zinsen enthalten, die vollständig wertberichtigt sind.

13. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Der Bilanzposten in Höhe von 205.999 Tsd. € (Vorjahr: 387.113 Tsd. €) beinhaltet Schuldverschreibungen öffentlicher und anderer Emittenten in Höhe von nominal 201.800 Tsd. € (Vorjahr: 377.300 Tsd. €). Sämtliche Schuldverschreibungen sind wie im Vorjahr börsenfähig und börsennotiert.

Dem Anlagebestand sind nominal 177.200 Tsd. € (Vorjahr: 269.300 Tsd. €) zugeordnet, diese werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Weitere nominal 24.600 Tsd. € (Vorjahr: 108.000 Tsd. €) sind der Liquiditätsreserve zugeordnet und unterliegen dem strengen Niederstwertprinzip.

Von den Anleihen und Schuldverschreibungen von öffentlichen und anderen Emittenten werden im Jahr 2016 nominal 150.800 Tsd. € (2015: 186.300 Tsd. €) fällig.

Zum 31. Dezember 2015 werden festverzinsliche Wertpapiere des Anlagevermögens mit einem Buchwert von 58.028 Tsd. € (Vorjahr: 68.563 Tsd. €) über ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 57.938 Tsd. € (Vorjahr: 68.516 Tsd. €) ausgewiesen.

Die stillen Lasten in Höhe von 90 Tsd. € (Vorjahr: 47 Tsd. €) betreffen Wertpapiere von Emittenten aus Deutschland (36 Tsd. €), Finnland (30 Tsd. €) und Norwegen (24 Tsd. €). In diesen Fällen sind außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB unterblieben, da es sich um festverzinsliche Schuldverschreibungen und besicherte Anleihen mit einer erwarteten Rückzahlung zu 100 % und mit einer Bonität (Emittenten-Rating) von mindestens AA- handelt.

Zusammenfassend setzt sich der Bestand an fremden Wertpapieren zum 31. Dezember 2015 wie folgt zusammen:

Aufteilung des Buchwerts nach der Restlaufzeit
Angaben
in Tausend €
Nominalwert Kurswert Buchwert bis 3 Monate 3 Monate bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre
Öffentliche Emittenten            
Deutschland 141.200 142.526 141.721 28.027 93.547 20.147
  141.200 142.526 141.721 28.027 93.547 20.147
Andere Emittenten            
Norwegen 27.600 28.163 28.187 4.609 - 23.578
Deutschland 20.000 20.050 20.031 - 20.031 -
Finnland 8.000 8.702 8.732 - - 8.732
Großbritannien 5.000 5.061 5.061 - 5.061 -
  60.600 61.976 62.011 4.609 25.092 32.310
  201.800 204.502 203.732 32.636 118.639 52.457

14. Anlagespiegel

Angaben
in Tausend €
Stand zum 01.01.2015 Zugang lfd. Jahr Abgang lfd. Jahr Stand zum 31.12.2015
Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten        
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 273.933 17.029 110.709 180.253
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - - - -
Beteiligungen 19 - 19 -
Anteile an verbundenen Unternehmen 25 - - 25
Grundstücke und Gebäude 3.885 - - 3.885
Immaterielle Anlagewerte 13.730 5 9.850 3.885
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.073 38 3.259 852
  295.665 17.072 123.837 188.900
Kumulierte Abschreibungen        
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.490 1.505 1.481 1.514
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - - - -
Beteiligungen - - - -
Anteile an verbundenen Unternehmen 22 - - 22
Grundstücke und Gebäude 664 37 - 701
Immaterielle Anlagewerte 13.404 295 9.850 3.849
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.648 306 3.259 695
  19.228 2.143 14.590 6.781
Angaben
in Tausend €
Stand zum 31.12.2015 Stand zum 31.12.2014
Buchwerte    
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 178.739 272.443
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - -
Beteiligungen - 19
Anteile an verbundenen Unternehmen 3 3
Grundstücke und Gebäude 3.184 3.221
Immaterielle Anlagewerte 36 326
Betriebs- und Geschäftsausstattung 157 425
  182.119 276.437

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen des Standorts Neu-Isenburg weisen zum 31. Dezember 2015 keinen Restbuchwert mehr auf, da der Standort Ende Dezember 2015 geschlossen wurde.

Die Grundstücke und Gebäude sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden vollständig eigengenutzt.

15. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Zum 31. Dezember 2015 beinhaltet der Posten unverändert Anteile an einem Luxemburger Investmentfonds mit einem beizulegenden Wert von 1 € (Vorjahr: 22.000 Tsd. €). Die Anteile an diesem Fonds werden dem Umlaufvermögen zugerechnet und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Der Fonds ist weder börsennotiert noch börsenfähig. Im Geschäftsjahr wurden die Fondsanteile auf einen Erinnerungswert von 1,- € abgeschrieben. Gleichzeitig wurde die bestehende freiwillige Vorsorge für allgemeine Bankrisiken nach § 340f HGB in Höhe von 22.000 Tsd. € aufgelöst.

Der Luxemburger Investmentfonds ist ein marktneutrales, alternatives Investment, welches zum Ziel hat, die Anlagemittel der Anleger nachhaltig zu steigern. Dies erfolgte durch die Anlage von bis zu 100 % des Gesellschaftsvermögens nach dem Grundsatz der Risikomischung in Equity Performance Verträgen mit US-amerikanischen Pensionsfonds. Inwieweit und wann eine Rückzahlung aus diesem Investment erfolgt, ist von dem Ergebnis einer Prüfung von Steuererstattungsansprüchen der US-amerikanischen Pensionsfonds durch das Bundeszentralamt für Steuern und vom Ausgang der rechtsanhängigen Gerichtsprozesse in den USA zwischen dem Luxemburger Investmentfonds und den US-amerikanischen Pensionsfonds abhängig.

Angaben
in Tausend €
Nominal Wert i. S. d. § 36 InvG beizulegender Wert Ausschüttungen
31.12.2015        
Luxemburger Investmentfonds 45.000 n/a - -
31.12.2014        
Luxemburger Investmentfonds 45.000 n/a 22.000 -

Für den Luxemburger Investmentfonds wird von der Fondsgesellschaft kein Wert i. S. d. § 36 InvG mehr berechnet, da sich der Fonds in Liquidation befindet.

Eine tägliche Rückgabe der Anteile des Investmentfonds ist nicht möglich.

16. Beteiligungen

Zum 31. Dezember 2015 hat die VALOVIS BANK AG keine Beteiligung mehr im Portfolio. Die im Vorjahr bestehende Beteiligung an der Liquiditäts-Konsortialbank GmbH i. L., Frankfurt am Main, in Höhe von 19 Tsd. € existiert nicht mehr. Im Dezember 2015 erhielt die VALOVIS BANK AG den Buchwert aus der Schlussverteilung.

17. Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungsspiegel Buchwert
Tsd. €
direkter Anteilsbesitz indirekter Anteilsbesitz Eigenkapital
Tsd. €
Jahresergebnis
Tsd. €
Geschäftsjahr
zum 31.12.2015            
VN-Retail Komplementär GmbH i.L., Essen 3 100 %   10 - 2015
zum 31.12.2014            
VN-Retail Komplementär GmbH i.L., Essen 3 100 %   10 - 14 2013/2014

Die Liquidationsschlussbilanz der VN-Retail Komplementär GmbH i.L., Essen, wurde zum 31. Juli 2015 erstellt. Die Schlussverteilung und damit die Löschung der Gesellschaft erfolgt voraussichtlich im ersten Halbjahr 2016.

18. Treuhandgeschäfte

Hierbei handelt es sich um ein verkauftes Wertpapier, das noch nicht an den Käufer übertragen wurde.

Treuhandvermögen Angaben
in Tausend €
31.12.2015 31.12.2014
Schuldverschreibungen u. a. festverzinsliche Wertpapiere 1.480 1.480
  1.480 1.480
Treuhandverbindlichkeiten Angaben
in Tausend €
31.12.2015 31.12.2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.480 1.480
  1.480 1.480

19. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 4.592 Tsd. € (Vorjahr: 1.432 Tsd. €) enthalten im Wesentlichen (3.000 Tsd. €) eine Kostenerstattungsforderung aus einer Garantievereinbarung. Weiterhin sind in diesem Posten Steuerforderungen in Höhe von 1.177 Tsd. € (Vorjahr: 456 Tsd. €) aus Steuervorauszahlungen und eine Forderung in Höhe von 377 Tsd. € (Vorjahr: 416 Tsd. €) aus der Erstattung des Beitrags für den Einlagensicherungsfonds ausgewiesen.

Beträge für Vermögensgegenstände, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen, sind in diesem Posten nicht enthalten.

20. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1.872 Tsd. € (Vorjahr: 2.604 Tsd. €) ist im Wesentlichen die Abgrenzung von Kosten in Höhe von 1.075 Tsd. € (Vorjahr: 1.667 Tsd. €), die im Zusammenhang mit der Auflösung einer Forderungsankaufsstruktur aus dem Jahr 2014 angefallen sind, ausgewiesen. Weiterhin enthält der Posten anteilige Emissionsdisagien in Höhe von 101 Tsd. € (Vorjahr: 241 Tsd. €) auf begebene Schuldscheindarlehen und 35 Tsd. € (Vorjahr: 119 Tsd. €) auf Schuldverschreibungen sowie über die Laufzeit abgegrenzte Forderungen in Höhe von 661 Tsd. € (Vorjahr: 578 Tsd. €).

21. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 43.655 Tsd. € (Vorjahr: 62.755 Tsd. €) enthalten Tagesgelder in Höhe von 36.150 Tsd. € (Vorjahr: 55.190 Tsd. €) zzgl. anteiliger Zinsen. Des Weiteren sind unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Zinsabgrenzungen aus Zinssicherungsgeschäften in Höhe von 7.504 Tsd. € (Vorjahr: 7.565 Tsd. €) ausgewiesen.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt zusammen:

Angaben
in Tausend €
2015 2014
täglich fällig 36.151 55.190
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist    
- bis 3 Monate 7.504 7.565
  43.655 62.755

22. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 674.492 Tsd. € (Vorjahr: 1.003.444 Tsd. €) enthalten im Wesentlichen Schuldscheindarlehen in Höhe von 407.266 Tsd. € (Vorjahr: 600.903 Tsd. €), Hypotheken-Namenspfandbriefe in Höhe von 109.749 Tsd. € (Vorjahr: 237.071 Tsd. €) sowie Termingelder in Höhe von 73.797 Tsd. € (Vorjahr: 77.123 Tsd. €).

Sämtliche Werte sind inklusive anteiliger Zinsen.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

Angaben
in Tausend €
2015 2014
täglich fällig 295 1.438
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist    
- bis 3 Monate 130.896 177.658
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 318.711 202.249
- mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 224.590 552.099
- mehr als 5 Jahre - 70.000
  674.492 1.003.444

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Hypotheken-Namenspfandbriefe in Höhe von nominal 106.000 Tsd. € (Vorjahr: 180.300 Tsd. €) zurückgekauft.

Von den begebenen Hypotheken-Namenspfandbriefen sind im Jahr 2016 40.000 Tsd. € (Vorjahr: 18.000 Tsd. €) fällig.

23. Verbriefte Verbindlichkeiten

Unter den verbrieften Verbindlichkeiten in Höhe von 5.203 Tsd. € (Vorjahr: 5.203 Tsd. €) sind 5.000 Tsd. € (Vorjahr: 5.000 Tsd. €) Inhaber-Hypothekenpfandbriefe zzgl. anteiliger Zinsen ausgewiesen.

Die ausgewiesenen verbrieften Verbindlichkeiten setzen sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

Angaben
in Tausend €
2015 2014
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist    
- bis 3 Monate 203 203
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr - -
- mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 5.000 5.000
  5.203 5.203

Der begebene Inhaber-Hypothekenpfandbrief ist im Jahr 2017 fällig.

24. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 4.378 Tsd. € (Vorjahr: 5.017 Tsd. €) und resultieren im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Personal (Abfindungen) in Höhe von 2.136 Tsd. € (Vorjahr: 2.509 Tsd. €). Weiterhin enthält der Posten Verbindlichkeiten aus noch abzuführenden Steuern in Höhe von 769 Tsd. € (Vorjahr: 875 Tsd. €) und aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 624 Tsd. € (Vorjahr: 881 Tsd. €).

25. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Zum 31. Dezember 2015 bestehen passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1.249 Tsd. € (Vorjahr: 1.732 Tsd. €). Die bestehende Rechnungsabgrenzung betrifft im Rahmen der Auflösung einer Forderungsankaufsstruktur erhaltene Kostenzuschüsse für das zukünftige Servicing der Forderungen.

26. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2015 bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.220 Tsd. € (Vorjahr: 1.090 Tsd. €). Ein Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 345 Tsd. € (Vorjahr: 374 Tsd. €) wurde mit den Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1.564 Tsd. € (Vorjahr: 1.464 Tsd. €) verrechnet. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 336 Tsd. € (Vorjahr: 364 Tsd. €). Das Deckungsvermögen übersteigt somit mit einen Betrag in Höhe von 9 Tsd. € (Vorjahr: 10 Tsd. €) die Anschaffungskosten, daher gilt für diesen Betrag die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.

Die Pensionsrückstellungen haben sich im Jahr 2015 wie folgt entwickelt:

Pensionsrückstellungen Angaben
in Tausend €
Stand zum 31.12.2014 1.090
Zuführung -
Verbrauch - 61
Wertänderung Deckungsvermögen - 1
Zuführung zum Deckungsvermögen -
Verbrauch des Deckungsvermögens 31
Zinsaufwand 161
Stand zum 31.12.2015 1.220

27. Steuerrückstellungen

Zum 31. Dezember 2015 bestehen Steuerrückstellungen in Höhe von 688 Tsd. € (Vorjahr: 2 Tsd. €). Diese beinhalten im Wesentlichen die Feststellungen einer laufenden Betriebsprüfung die Geschäftsjahre 2008-2010 betreffend.

28. Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen in Höhe von 18.638 Tsd. € (Vorjahr: 31.464 Tsd. €) betreffen im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen in Höhe von 12.108 € (Vorjahr: 16.141 Tsd. €), davon betreffen 11.680 Tsd. € (Vorjahr: 15.800 Tsd. €) die Drohverlustrückstellung nach IDW RS BFA 3 für das Zinsbuch. Die Rückstellung für Aufwendungen aus dem Sozialplan für den Standort Neu-Isenburg wurde im Geschäftsjahr 2015 fast komplett verbraucht und beträgt zum 31. Dezember 2015 noch 15 Tsd. € (Vorjahr: 2.102 Tsd. €).

Darüber hinaus wurden Rückstellungen in Höhe von 1.085 Tsd. € für Prozesskosten neu gebildet.

Des Weiteren bestanden zum 31. Dezember 2015 Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 1.589 Tsd. € (Vorjahr: 4.370 Tsd. €), für Archivierungskosten in Höhe von 647 Tsd. € (Vorjahr: 3.890 Tsd. €), für ausstehende Rechnungen in Höhe von 403 Tsd. € (Vorjahr: 849 Tsd. €) und für Prüfungskosten in Höhe von 312 Tsd. € (Vorjahr: 388 Tsd. €).

29. Nachrangige Verbindlichkeiten

Unter den nachrangigen Verbindlichkeiten ist unverändert ein unverzinsliches Nachrangdarlehen mit einer Fälligkeit zum 30. Juni 2018 in Höhe von 50.000 Tsd. € (Vorjahr: 50.000 Tsd. €) ausgewiesen. Die Bedingungen für diese von der VALOVIS BANK AG eingegangene nachrangige Verbindlichkeit entsprechen den Anforderungen des § 10 Abs. 5a Satz 1 KWG. Die Umwandlung dieser Mittel in bilanzielles Eigenkapital oder eine andere Schuldform ist nicht vereinbart.

Ein außerordentliches Kündigungsrecht ist keiner Vertragspartei eingeräumt.

Für die in diesem Posten ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr keine Aufwendungen angefallen.

30. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 89.000.000 auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag. Ein Anteil von 94 % am gezeichneten Kapital wird von der Resba Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, und ein Anteil von 6 % am gezeichneten Kapital von der Einlagensicherungs- und Treuhandgesellschaft mbH, Köln, gehalten.

31. Kapitalrücklage

Zum 31. Dezember 2015 besteht eine Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 5.578 Tsd. € (Vorjahr: 5.578 Tsd. €).

Angaben
in Tausend €
2015 2014
Kapitalrücklage    
Stand 01.01 5.578 14.214
Entnahmen aus der Kapitalherabsetzung - - 8.636
Stand 31.12 5.578 5.578

32. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen in Höhe von 3.322 Tsd. € (Vorjahr: 3.322 Tsd. €) gliedern sich in gesetzliche Rücklagen und in die anderen Rücklagen. In der gesetzlichen Rücklage ist die gemäß § 150 Abs. 2 AktG zwingend zu bildende Rücklage erfasst. Die Gewinnrücklagen bestehen wie im Vorjahr unverändert allein aus der gesetzlichen Rücklage.

33. Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 58 Tsd. € (Vorjahr: 1.323 Tsd. €) resultieren aus einer Bürgschaft der Bank zu Gunsten eines (Vorjahr: sechs) Kunden. Die abgegebene Garantieerklärung in Höhe von 1.257 Tsd. € (Vorjahr: 1.257 Tsd. €) für ein ehemaliges verbundenes Unternehmen lief im Jahr 2015 ohne Inanspruchnahme aus.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit für die Inanspruchnahme der eingegangenen Verpflichtungen aus der Bürgschaft wird von der Bank als gering eingestuft.

34. Verpfändungen und Verfügungsbeschränkungen

Die Bank führt grundpfandrechtlich besicherte Forderungen im Deckungsstock nach §§ 12 bzw. 30 PfandBG.

Zum 31. Dezember 2015 belief sich die Deckungsmasse auf 286.088 Tsd. € (Vorjahr: 395.369 Tsd. €) bei einem Umlauf an Hypotheken-Pfandbriefen in Höhe von 112.669 Tsd. € (Vorjahr: 236.670 Tsd. €).

Zur Absicherung von Zinsswapgeschäften sind Tagesgelder bei Kreditinstituten in Höhe von 22.200 Tsd. € (Vorjahr: 26.300 Tsd. €) hinterlegt.

Sonstige Angaben

36. Angaben nach § 28 PfandBG

2015 2014
Hypothekenpfandbriefe Hypothekenpfandbriefe
Angaben
in Tausend €
31.03.2015 30.06.2015 30.09.2015 31.12.2015 31.12.2014
Umlauf          
Nennwert 186.670 186.670 176.670 112.670 236.670
Barwert der Pfandbriefe 219.268 214.507 203.638 124.430 290.419
Deckungsmasse 368.814 338.831 347.471 286.088 395.369
davon Derivate - - - - -
Barwert der Deckungsmasse 393.653 359.752 367.477 300.930 422.943
davon Derivate - - - - -
saldierter Risikobarwert (bei + 250 BP) 176.899 148.286 166.845 174.790 146.584
saldierter Risikobarwert (bei - 250 BP) 173.692 143.835 162.935 176.480 128.415
Umlauf nach Restlaufzeiten          
bis zu 6 Monate - 18.000 8.000 10.000 -
mehr als 6 Monate bis zu 12 Monaten 18.000 10.000 20.000 30.000 18.000
mehr als 12 Monate bis zu 18 Monaten 20.000 30.000 20.000 15.000 10.000
mehr als 18 Monate bis zu 2 Jahren 25.000 15.000 15.000 5.000 30.000
mehr als 2 Jahre bis zu 3 Jahren 35.000 43.170 48.670 40.670 40.000
mehr als 3 Jahre bis zu 4 Jahren 53.670 45.500 45.000 12.000 49.670
mehr als 4 Jahre bis zu 5 Jahren 15.000 5.000 - - 19.000
mehr als 5 Jahre bis zu 10 Jahren 20.000 20.000 20.000 - 70.000
mehr als 10 Jahre - - - - -
  186.670 186.670 176.670 112.670 236.670
Deckungsmasse nach Zinsbindungsfristen          
bis zu 6 Monate 144.091 134.293 146.356 100.451 165.520
mehr als 6 Monate bis zu 12 Monaten 19.436 17.881 34.381 67.789 11.210
mehr als 12 Monate bis zu 18 Monaten 36.229 69.596 66.890 46.472 16.738
mehr als 18 Monate bis zu 2 Jahren 56.985 36.604 20.302 32.052 71.393
mehr als 2 Jahre bis zu 3 Jahren 66.507 47.947 48.233 29.217 73.847
mehr als 3 Jahre bis zu 4 Jahren 32.806 23.086 22.685 7.042 31.642
mehr als 4 Jahre bis zu 5 Jahren 7.159 6.962 6.198 1.862 14.653
mehr als 5 Jahre bis zu 10 Jahren 3.334 2.463 2.427 1.205 8.056
mehr als 10 Jahre 2.266 - - - 2.310
  368.814 338.832 347.471 286.088 395.369

Rückzahlungen auf Hypotheken

2015 2014
Angaben
in Tausend €
planmäßig außerplanmäßig planmäßig außerplanmäßig
Objektart        
wohnwirtschaftlich 5.279 33.292 9.358 66.039
gewerblich 28.121 64.066 11.355 74.644
  33.400 97.358 20.713 140.683

Deckungsrechnung Hypothekenpfandbriefe

2015
Angaben
in Tausend €
31.03.2015 30.06.2015 30.09.2015 31.12.2015 2014
Forderungen an Kunden          
a) Hypothekendarlehen Ordentliche Deckung 358.814 328.831 307.471 256.088 385.369
weitere / sichernde Deckung 10.000 10.000 40.000 30.000 10.000
Deckungswerte insgesamt 368.814 338.831 347.471 286.088 395.369
Summe der deckungspflichtigen Hypothekenpfandbriefe 186.670 186.670 176.670 112.670 236.670
Überdeckung 182.144 152.162 170.802 173.419 158.699

Zum 31. Dezember 2015 beträgt der gemäß § 28 Abs. 1 Nr. 9 PfandBG prozentuale Anteil der festverzinslichen Deckungswerte an der entsprechenden Deckungsmasse 68,2 % (Vorjahr: 72,1 %). Der prozentuale Anteil der festverzinslichen Pfandbriefe an den zu deckenden Verbindlichkeiten beläuft sich auf 100 % (Vorjahr: 100 %).

Die weitere Deckung enthält ausschließlich auf EURO lautende Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere.

Im Hypothekenregister eingetragene Hypothekendarlehen

Angaben
in Tausend €
2015 2014
a) Betrag 256.088 385.369
b) nach Größe    
bis 300 Tsd. € 2.687 7.322
bis 1.000 Tsd. € 19.604 46.068
bis 10.000 Tsd. € 135.707 215.720
über 10.000 Tsd. € 98.091 116.259
  256.088 385.369
c) nach Ländern    
Baden-Württemberg - 3.519
Bayern 2.663 10.729
Berlin 18.228 29.589
Brandenburg 28.508 47.028
Bremen - 4.050
Hamburg - -
Hessen 20.829 41.438
Mecklenburg-Vorpommern 5.864 8.962
Niedersachsen 24.467 28.317
Nordrhein-Westfalen 98.095 123.626
Rheinland-Pfalz 10.935 12.181
Saarland 3.006 3.336
Sachsen 7.292 30.045
Sachsen-Anhalt 11.017 13.775
Schleswig-Holstein 22.278 22.317
Thüringen 2.907 6.457
  256.088 385.369
d) nach Objektart    
gewerblich - Bürogebäude 17.295 53.580
gewerblich - Handelsgebäude 76.985 116.643
gewerblich - sonstige 79.597 88.838
Wohnungsbau - Einfamilienhaus - 3.014
Wohnungsbau - Mehrfamilienhaus 82.211 123.294
  256.088 385.369

Zum 31. Dezember 2015 beträgt gemäß § 28 Abs. 1 Nr. 11 PfandBG die für die zur Deckung nach § 12 Abs. 1 PfandBG verwendeten Forderungen seit der Kreditvergabe verstrichene Laufzeit 8 Jahre und 3 Monate (Vorjahr: 7 Jahre und 5 Monate).

Gemäß § 28 Abs. 2 Nr. 3 PfandBG beträgt der durchschnittliche, anhand des Beleihungswerts gewichtete Beleihungsauslauf 57,7 % (Vorjahr: 56,9 %).

Der Gesamtbetrag der zum 31. Dezember 2015 rückständigen Leistungen (über 90 Tage rückständig) gemäß § 28 Abs. 2 Nr. 2 PfandBG betrug 0 € (Vorjahr: 319 Tsd. €) und betraf keine Objekte (Vorjahr: 2). Im Vorjahr entfielen auf Zinsen 43 Tsd. € und die den rückständigen Zinsen zugrunde liegenden Kredite betrafen 2 Objekte, die sich in Deutschland befanden.

2015 2014
Angaben
in Tausend €
gewerblich genutzt wohnwirtschaftlich gewerblich genutzt wohnwirtschaftlich
Zwangsverwaltungsverfahren zum 31.12. 0 0 0 0
Zwangsversteigerungsverfahren zum 31.12. 1 0 0 0
Im Geschäftsjahr durchgeführte Zwangsversteigerungen 0 0 0 0
Übernahme von Grundstücken zur Vermeidung von Verlusten 0 0 0 0
Gesamtbetrag der rückständigen Zinsen in Tsd. € - - 43 -

36. Derivative Finanzinstrumente

Restlaufzeit Summe 2015 2014
Nominalbetrag Angaben
in Tausend €
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 2015 2014 positive Marktwerte negative Marktwerte positive Marktwerte negative Marktwerte
Zinsbezogene Geschäfte                  
Zinsswaps (gleiche Währung) 265.000 727.000 - 992.000 1.183.000 54.622 - 29.670 102.886 - 43.421
            12.678 - 7.504 18.183 - 7.565
            24.952 59.465

Finanzderivate nach Kontrahenten

Angaben
in Tausend €
2015 2014
OECD-Banken 992.000 1.183.000

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte mit derivativen Produkten bestehen in Zinsswaps zur Zinsabsicherung zum 31. Dezember 2015 mit einem Nominalvolumen von 992.000 Tsd. € (Vorjahr: 1.183.000 Tsd. €). Der Marktwert der abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte beträgt zum 31. Dezember 2015 inklusive anteiliger Zinsen 24.952 Tsd. € (Vorjahr: 59.465 Tsd. €). Die anteiligen Zinsen werden unter den Forderungen an Kreditinstituten bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Für die Zinsswaps wurden die Zeitwerte als Barwert zukünftiger Zinszahlungsströme auf Basis der Marktzinsmethode ermittelt. Dabei fanden die SwaZinskurven per 31. Dezember 2015 Verwendung. Auf Grund der Positionierung der Bank ergibt sich bei einem Rückgang des Zinsniveaus tendenziell ein Anstieg des Zinsüberschusses, wogegen ein Anstieg des Zinsniveaus zu einem Rückgang des Zinsüberschusses führt.

Für drohende Verluste aus dem Zinsbuch der VALOVIS BANK AG besteht eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 11.680 Tsd. € (Vorjahr: 15.800 Tsd. €).

37. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für die von der Bank getätigten Inanspruchnahmen im Rahmen der vom Einlagensicherungsfonds im Jahr 2011 gewährten Garantie besteht gemäß den Statuten des Einlagensicherungsfonds grundsätzlich eine Rückzahlungsverpflichtung durch die Bank. Diese wird jedoch erst nach signifikanter Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Bank und durch einen dann zu fassenden Vorstandsbeschluss des Einlagensicherungsfonds konkret.

Im Zusammenhang mit dem 2013 vereinbarten und 2014 vollzogenen Verkauf des Retailgeschäfts am Standort Neu-Isenburg hat die VALOVIS BANK AG den Käufer von der Nachhaftung gemäß § 133 Abs. 1 und 3 UmwG für die zum Stichtag der Ausgliederungsbilanz bei der VALOVIS BANK AG bestehenden Verbindlichkeiten freigestellt. In diesem Zusammenhang hat der Einlagensicherungsfonds gegenüber dem Käufer in Form eines selbstständigen Zahlungsversprechens garantiert, dass der Käufer von der Nachhaftung gemäß § 133 UmwG freigestellt ist. Für etwaige vom Einlagensicherungsfonds geleistete Zahlungen unter diesem Garantievertrag entsteht ein Anspruch des Einlagensicherungsfonds gegenüber der VALOVIS BANK AG aus einer entsprechenden Besserungsabrede.

Im Zusammenhang mit der 2015 vom Einlagensicherungsfonds erhaltenen kapitalstärkenden Maßnahme entsteht auch für die daraus resultierenden Zahlungen des Einlagensicherungsfonds an die VALOVIS BANK AG ein Anspruch des Einlagensicherungsfonds aus einer entsprechenden Besserungsabrede.

Auf Grund der Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. besteht eine grundsätzliche Erstattungspflicht von Kosten, die beim Einlagensicherungsfonds anfallen, die im Zusammenhang mit der Betreuung sowie mit ergriffenen Maßnahmen hinsichtlich der VALOVIS BANK AG stehen.

38. Länderspezifische Berichterstattung (Art. 89 CRD IV)

Die VALOVIS BANK AG kommt ihrer Verpflichtung zur Länderspezifischen Berichterstattung durch Veröffentlichung der Firma und Art der Tätigkeit, des Umsatzes und der Anzahl der Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten (gem. § 267 Abs. 5 HGB) per 31. Dezember 2015 wie folgt nach:

Der Umsatz wird als Summe aus folgenden Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung per 31. Dezember 2015 gemäß HGB definiert:

Zinsüberschuss

Provisionsüberschuss

Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Land Sitz Art der Tätigkeit Umsatz
in Tausend
Mitarbeiter
Deutschland 45133 Essen, Theodor-Althoff-Str. 7 Kreditinstitut 25.392 79

Der Verlust vor Steuern der VALOVIS BANK AG beträgt im Geschäftsjahr 2015 11.602 Tsd. €, aus Vorjahren wurde im Jahr 2015 ein Steueraufwand in Höhe von 685 Tsd. € erfasst.

39. Verwendung des Jahresergebnisses

Der Vorstand der VALOVIS BANK AG schlägt vor, den Bilanzverlust 2015 in Höhe von 23.162 Tsd. € (Vorjahr: 10.876 Tsd. €) auf neue Rechnung vorzutragen.

40. Mitarbeiter

Die VALOVIS BANK AG beschäftigte zum Jahresende 79 (Vorjahr: 107) Angestellte. Von den 79 Mitarbeitern sind 64 (Vorjahr: 82) vollzeitbeschäftigt, 10 (Vorjahr: 14) teilzeitbeschäftigt und 5 (Vorjahr: 11) Mitarbeiter in Elternzeit bzw. langzeiterkrankt.

Im Durchschnitt der Quartale waren 74 (Vorjahr: 153) Mitarbeiter (auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet 64; Vorjahr: 143) bei der Bank beschäftigt, darunter 32 (Vorjahr: 83) weibliche und 42 (Vorjahr: 70) männliche.

41. Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die im Geschäftsjahr ausgezahlten Bezüge des Vorstands beliefen sich auf 2.047 Tsd. € (Vorjahr: 2.200 Tsd. €). Darin enthalten sind variable Bezüge in Höhe von 927 Tsd. € (Vorjahr: 970 Tsd. €), die das Geschäftsjahr 2014 betreffen und aus Rückstellungen gezahlt wurden. Für die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2015 wurden Rückstellungen in Höhe von 580 Tsd. € (Vorjahr: 970 Tsd. €) gebildet. Die tatsächliche Höhe der variablen Vergütung ist noch nicht entschieden worden.

Pensionszusagen bestehen gegenüber den Mitgliedern des Vorstands nicht. Für ein ehemaliges Vorstandsmitglied besteht eine Pensionsrückstellung in Höhe von 38 Tsd. € (Vorjahr: 41 Tsd. €) für eine Anwartschaft, die aus Gehaltsumwandlung resultiert.

Für die Vergütung des Aufsichtsrats wurden Rückstellungen gebildet, Aufwandsersatz wurde gezahlt. Insgesamt entstanden in 2015 Aufwendungen in Höhe von 230 Tsd. € (Vorjahr: 321 Tsd. €).

Gremien

VORSTAND

Gerrit Raupach, Friedrichsdorf / Taunus

Vorsitzender des Vorstands - ab 16. April 2015

Thorsten Drescher,

Neuss Mitglied des Vorstands

Mitgliedschaft in anderen Gremien:

EIS Einlagensicherungsbank GmbH, Geschäftsführer, Berlin

Dr. Axel Wieandt, Königstein / Taunus

Vorsitzender des Vorstands - bis 16. April 2015

Mitglied des Vorstands - bis 30. Juni 2015

AUFSICHTSRAT

Dr. Thomas A. Lange, Meerbusch

Vorsitzender

Ausgeübter Beruf:

Vorsitzender des Vorstands der NATIONAL-BANK AG, Essen

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

Düsseldorfer Hypothekenbank AG, Düsseldorf - ab 25. März 2015

(Vorsitzender ab 28. April 2015)

HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH, Hamburg

OVB Holding AG, Köln, stellvertretender Vorsitzender

Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien:

CredaRate Solutions GmbH, Köln, Aufsichtsrat, Vorsitzender - bis 3. Juli 2015

Andreas Dörhöfer, Erding

Stellvertretender Vorsitzender - ab 2. März 2015

Ausgeübter Beruf:

Managing Director, Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

Düsseldorfer Hypothekenbank AG, Düsseldorf - ab 28. April 2015

Deutsche Bank Nederland N.V., Amsterdam, stellvertretender Vorsitzender

Fredun Mazaheri, Frankfurt am Main

Mitglied des Aufsichtsrats - ab 1. Januar 2016

Ausgeübter Beruf:

Managing Director, Commerzbank AG, Frankfurt am Main

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

Düsseldorfer Hypothekenbank AG, Düsseldorf - ab 1. Januar 2016

Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien:

Argor Heraeus SA, Verwaltungsrat - ab 1. Januar 2016

Dr. Marcus Chromik, Frankfurt am Main

Mitglied des Aufsichtsrats - bis 31. Dezember 2015

Ausgeübter Beruf:

Mitglied des Vorstands, Commerzbank AG, Frankfurt am Main

Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

Düsseldorfer Hypothekenbank AG, Düsseldorf - 28. April bis 31. Dezember 2015

Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien:

Argor Heraeus SA, Verwaltungsrat - bis 31. Dezember 2015

TREUHÄNDER

Jürgen Kalfhaus, Bochum

Dietrich Henke, Düsseldorf

Stellvertretender Treuhänder

 

Essen, 8. März 2016

VALOVIS BANK AG

Der Vorstand

Raupach, Vorsitzender

Drescher

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VALOVIS BANK AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der VALOVIS BANK AG. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Bank sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der VALOVIS BANK AG. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der VALOVIS BANK AG und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 9. März 2016

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kügler, Wirtschaftsprüfer

Schulz, Wirtschaftsprüfer

Impressum

Herausgeber:

VALOVIS BANK AG

Theodor-Althoff-Straße 7

45133 Essen

Tel. (0201) 24 65 - 98 00

Fax (0201) 24 65 - 98 99

Internet: www.valovisbank.de

Gestaltung und Produktion:

vE&K Werbeagentur GmbH & Co. KG, Essen

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