Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 154163
Vorher
vimba GmbH
Eingetragen
18.11.2013
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Die Entwicklung, Erstellung, Vermarktung von und der Handel mit Hardware- und Software-Lösungen sowie die Erbringung von nichthandwerklichen Dienstleistungen, allesamt im Rahmen der Fahrzeug-Telematik für Privatund Geschäftskunden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wouter Hendriks
seit 17.1.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Shiftmove GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Shiftmove GmbH
Germany
81.975 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vimcar GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

BILANZ zum 31. Dezember 2022

Vimcar GmbH, Berlin

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.759,00 19.771,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.267.094,15 4.996.215,25
Summe Anlagevermögen 4.283.853,15 5.015.986,25
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 855.792,42 1.094.667,20
2. sonstige Vermögensgegenstände 827.676,52 941.321,81
1.683.468,94 2.035.989,01
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.871.735,81 2.815.824,13
Summe Umlaufvermögen 5.555.204,75 4.851.813,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 319.711,49 384.646,33
10.158.769,39 10.252.445,72

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 81.975,00 81.975,00
eigene Anteile -1.105,00 -1.105,00
ausgegebenes Kapital 80.870,00 80.870,00
II. Kapitalrücklage 17.369.155,05 17.369.155,05
III. Verlustvortrag 15.975.516,81 13.008.294,19
IV. Jahresfehlbetrag 945.553,01 2.967.222,62
Summe Eigenkapital 528.955,23 1.474.508,24
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 803.323,83 822.583,51
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 427,17 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 770.846,85 1.122.551,64
3. sonstige Verbindlichkeiten 689.990,33 867.967,84
1.461.264,35 1.990.519,48
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.365.225,98 5.964.834,49
10.158.769,39 10.252.445,72

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 23.415.844,49 18.386.359,42
2. sonstige betriebliche Erträge 1.062.054,89 3.487.282,38
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -203,81 -115.674,69
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -346.794,56 -196.866,30
-346.998,37 -312.540,99
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -12.328.040,26 -10.435.680,32
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.216.615,24 -1.876.525,58
-14.544.655,50 -12.312.205,90
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.014.853,82 -1.060.648,90
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -9.527.635,95 -11.166.323,98
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.691,25 10.823,35
8. Ergebnis nach Steuern -945.553,01 -2.967.254,62
9. sonstige Steuern 0,00 32,00
10. Jahresfehlbetrag -945.553,01 -2.967.222,62

Anhang

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist unter der Nummer HRB 154163 in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden daher größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen.

Die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 274a, 288 HGB wurden bei der Aufstellung des Anhangs teilweise in Anspruch genommen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Wahlrecht bei der Ermittlung der zu aktivierenden Kosten nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurde nicht in Anspruch genommen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen vorgenommen. Hierbei wurden die zulässigen Höchstsätze zugrunde gelegt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennwert oder ihren Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen wurden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgte nach § 272 HGB. Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Der Nennwert oder rechnerische Wert der erworbenen eigenen Anteile wird offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennwert oder rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der erworbenen eigenen Anteile wurde im Jahr des Erwerbs mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken gebildet. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 2 HGB Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. Dabei handelt es sich um Zahlungseingänge aus der jährlichen Vermietung des elektronischen Fahrtenbuches in 2022 für 2023.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 wird im Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Jahresabschluss als Anlage beigefügt ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 229.545,30 (Vorjahr: Euro 229.545,30).

Eigenkapital

Vimcar hat im Geschäftsjahr 2019 eigene Anteile im Nennwert von Euro 1.105,00 zu einem Kaufpreis von Euro 325.000,00 zurückgekauft. Der Nennbetrag der eigenen Anteile ist vom Gezeichneten Kapital in Abzug gebracht worden. Der verbleibende Teil in Höhe von Euro 323.895,00 ist mit der Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) verrechnet worden.

Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen setzt sich wie folgt zusammen:

Art der Rückstellung zum 31.12.2022 Stand zum 01.01.2022 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand zum 31.12.2022
Euro Euro
Ausstehender Urlaub 273.009,68 -273.009,68 0,00 254.900,00 254.900,00
Rückstellung für sonstige Personalkosten 83.700,00 -83.680,83 -19,17 121.900,00 121.900,00
Prüfung und Abschlusskosten 40.000,00 -40.000,00 0,00 58.700,00 58.700,00
Ausstehende Rechnungen 425.873,83 -331.092,40 -67.907,60 340.950,00 367.823,83
Summe 822.583,51 -727.782,91 -67.926,77 776.450,00 803.323,83

Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten gemäß § 268 Abs. 5 HGB:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 Gesamtbetrag 31.12.2022 davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr
Euro Euro Euro
gegenüber Kreditinstituten 427,17 427,17 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 770.846,85 770.846,85 0,00
Vorjahr 1.122.551,64 1.122.551,64 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 689.990,33 689.990,33 0,00
Vorjahr 867.967,84 867.967,84 0,00
Summe 1.461.264,35 1.461.264,35 0,00
Vorjahr 1.990.519,48 1.990.519,48 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 2022 Vorjahr
Euro Euro
davon aus Steuern 577.495,69 726.311,98
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.934,58 46.435,69

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Geographisch bestimmter Markt 2022 Vorjahr
Euro Euro
Deutschland 22.608.935,64 96,55% 18.002.427,48 97,91%
Europäische Union 268.240,96 1,15% 90.763,98 0,49%
Drittland 538.667,89 2,30% 293.167,96 1,59%
23.415.844,49 100,00% 18.386.359,42 100,00%

Sonstige betriebliche Erträge

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 6.816,35 (Vorjahr: Euro 4.802,70).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 30.865,26 (Vorjahr: Euro 9.912,54).

Sonstige Pflichtangaben

Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

Die Gesellschaft hat ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm für Optionen zum Erwerb von (Stamm-)Geschäftsanteilen ("ESOP") mit Option zum Barausgleich durch die Gesellschaft aufgesetzt. Die teilnehmenden Geschäftsführer und Mitarbeiter partizipieren an der Steigerung des Unternehmenswerts im Falle des Eintritts eines einheitlich in den Programmen definierten Exit-Events und in Abhängigkeit der vertraglichen Dienstzeitbedingung sowie des jeweils pro Programm festgelegten Strike Price. Durch den Verkauf der Geschäftsanteile an der Gesellschaft im I. Quartal 2023 kommt es in 2023 zu einem hinsichtlich des ESOP auszahlungsrelevanten Ereignis. Da die Gesellschafter sämtliche Kosten der ESOP-Auszahlung tragen, wurde auf die Bildung einer Rückstellung verzichtet. Die ESOP-Auszahlung wurde durch die Übernahme der Kosten durch die Gesellschafter in 2023 ohne Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft abgebildet. Aus diesem Grund besteht kein Risiko einer gesamtschuldnerischen Haftung für die Gesellschaft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 7.635.831,39 (Vorjahr: Euro 7.860.541,85) sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Bezeichnung Laufzeit Betrag in Euro
Büromiete 01.12.2030 7.396.466,60
Tiefgaragen Stellplätze 01.12.2030 64.537,92
Officegeräte 31.05.2028 157.165,99
Leasingfahrzeuge 30.04.2023 17.660,88
7.635.831,39

Im Geschäftsjahr wurde ein Zuschuss der Investitionsbank Berlin (IBB) in Höhe von Euro 734.940,00 vereinnahmt und in voller Höhe ertragswirksam als lohnkostenbezogener Aufwandszuschuss erfasst. Der Zuschuss dient der Förderung neugeschaffener Dauerarbeitsplätze in Berlin. Für bezuschusste Dauerarbeitsplätze, welche nicht den gesamten Förderzeitraum von 5 Jahren bestehen, besteht zum Ende des Förderprojekts eine anteilige Rückzahlungsverpflichtung an die IBB.

Haftungsverhältnisse

Die Shiftmove GmbH, die Muttergesellschaft von Vimcar, unterhält eine Darlehensfazilität, die ursprünglich zur Finanzierung der Übernahme von Vimcar und der Schwestergesellschaft Avrios International im Januar 2023 abgeschlossen wurde. Kürzlich hat die Shiftmove GmbH das Kreditvolumen erhöht, um den Erwerb eines weiteren Unternehmens zu finanzieren.

Um die vierteljährlichen Zinsverpflichtungen im Rahmen dieser Fazilität zu erfüllen, ist der Hauptkreditnehmer (Shiftmove GmbH) auf die Beiträge der Vimcar GmbH angewiesen. Die Vimcar GmbH steuert den Großteil dieser Verpflichtung aus dem operativen Ergebnis bei. Sowohl die Shiftmove GmbH als auch ihre Tochtergesellschaften, einschließlich der Vimcar, sind als Bürgen für das Darlehen verpflichtet. Im Falle eines Zahlungsausfalls der Shiftmove GmbH könnte daher die von Vimcar gestellten Sicherheiten in Anspruch genommen werden. Als Pfandrechte ist das Recht am geistigen Eigentum, die IT-Nutzungsrechte sowie die Bankkonten von Vimcar hinterlegt.

Die Geschäftsführung schätzt das Risiko eines Zahlungsausfalls, basierend auf der finanziellen Leistung der gesamten Unternehmensgruppe sowie der einzelnen Tochtergesellschaften, als gering ein. Aus diesem Grund sieht die Geschäftsführung kein signifikantes Haftungsrisiko und ein geringes Risiko dafür, dass die gestellten Sicherheiten zur Erfüllung der Verpflichtung herangezogen werden müssen.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Das Jahresergebnis in Höhe von Euro -945.553,01 wird gemeinsam mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung in das Folgejahr vorgetragen.

Namen der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt von:

Name: Andreas Schneider ausgeübter Beruf: kaufmännischer Geschäftsführer - Vertrieb
Name: Christian Siewek ausgeübter Beruf: kaufmännischer Geschäftsführer - Produkt

Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB betrug 208 (Vorjahr: 194).

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2022 2021
Angestellte 201 187
leitende Angestellte 7 7
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 162 167
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 46 27
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 208 194

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Mit notarieller Beurkundung vom 26. Januar 2023 wurden sämtliche Anteile an der Gesellschaft durch die Shiftmove GmbH (ehemals aptus 2099. GmbH), Berlin, übernommen. Der Anteilseignerwechsel hat zu keinen wesentlichen Änderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der personellen Struktur der Gesellschaft geführt. Die Gesellschaft hat ihr Wachstum im Jahr 2023 fortgesetzt und erstmals ein positives Jahresergebnis erzielt.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, 12. November 2024

Francine Veloni Gervazio

Wouter Hendriks

Angaben zur Fertigstellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.11.2024 festgestellt.

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022

Vimcar GmbH, Berlin

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022 kumulierte Abschreibung 01.01.2022
Euro Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 791.192,57 0,00 0,00 0,00 791.192,57 771.421,57
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 791.192,57 0,00 0,00 0,00 791.192,57 771.421,57
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.708.338,14 407.231,86 345.902,13 0,00 7.769.667,87 2.712.122,89
Summe Sachanlagen 7.708.338,14 407.231,86 345.902,13 0,00 7.769.667,87 2.712.122,89
Summe Anlagevermögen 8.499.530,71 407.231,86 345.902,13 0,00 8.560.860,44 3.483.544,46
Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2022 Zuschreibung Geschäftsjahr
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.012,00 0,00 0,00 774.433,57 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.012,00 0,00 0,00 774.433,57 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.011.841,82 221.390,99 0,00 3.502.573,72 0,00
Summe Sachanlagen 1.011.841,82 221.390,99 0,00 3.502.573,72 0,00
Summe Anlagevermögen 1.014.853,82 221.390,99 0,00 4.277.007,29 0,00
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022 Buchwert Vorjahr 31.12.2021
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.759,00 19.771,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 16.759,00 19.771,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.267.094,15 4.996.215,25
Summe Sachanlagen 4.267.094,15 4.996.215,25
Summe Anlagevermögen 4.283.853,15 5.015.986,25

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Grundlagen der Vimcar GmbH

Die Vimcar GmbH (im Folgenden kurz: Vimcar) hat ihren Hauptsitz in Berlin in der Warschauer Straße 57, 10243 Berlin. Vimcar wurde im Jahr 2013 gegründet. Vimcar entwickelt und vertreibt digitale und hardware-gestützte Lösungen für das Führen von Fahrtenbüchern und die Verwaltung von betrieblich genutzten Firmenfahrzeugen. Neben rein auf die Verwaltung (z. B. Fahrzeugakte und Kostenmanagement) ausgelegten Lösungen bietet Vimcar mit Hilfe jeweils in den Fahrzeugen installierter Hardware auch Produkte rund um Fahrzeuglokalisierung und Routennachweise sowie das Fahrtenbuchführen an. Die dafür beim Kunden eingesetzte Hardware wird aus Frankreich und Litauen bezogen.

Sowohl die Kunden in der Zielgruppe der Selbständigen als auch der kleinen und mittelständischen Unternehmen schließen überwiegend jährliche und mehrjährige Nutzungsverträge ab. Regional gesehen ist Deutschland der für Vimcar mit Abstand größte Absatzmarkt. In Bezug auf die Rahmenbedingungen in Deutschland für das Fahrtenbuchprodukt ist insbesondere die nationale Steuergesetzgebung für Dienst- und Poolfahrzeuge relevant, da in ihr einer der Gründe liegt, warum in Deutschland Fahrtenbücher geführt werden.

Im Dezember 2022 unterzeichneten die bisherigen Gesellschafter der Vimcar einen Vertrag über den Verkauf aller Anteile an die aptus 2099. GmbH, Berlin. Die aptus 2099. GmbH wurde als Investitionsvehikel des Private-Equity-Investors Battery Ventures genutzt, um die Transaktion im Januar 2023 abzuschließen. Die aptus 2099. GmbH (jetzt Shiftmove GmbH, Berlin) erwarb parallel dazu den ehemaligen Wettbewerber Avrios International AG, Zürich (Avrios).

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach +2,6 % in 2021 ist das Jahreswachstum der Wirtschaftsleistung in Deutschland mit +1,9% in 2022 wieder geringer ausgefallen als im Vorjahr. Das Wachstum sank insbesondere im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal (+0,4%), parallel zu einem Leitzinsanstieg von 0 % auf 2,5% bis Ende des Jahres 2022.

Diese gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren in der Vergangenheit direkt relevant für Vimcar, denn das Umsatzwachstum des Unternehmens im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahren lag in den beiden Geschäftsjahren 2021 und 2022 deutlich über dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland in den gleichen Zeiträumen.

Die Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr nur minimal verbessert, mit einem Anstieg des Digitalisierungsindex von 107,9 auf 110,5 Punkte. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz konnte das Digitalisierungsmomentum aus der Coronapandemie nicht gehalten werden, u. a. aufgrund der gegenwärtigen Unsicherheiten (Zinsen, Energiekosten), denen sich Unternehmen derzeit gegenübersehen.

Als Anbieter von IoT-basierten Softwarelösungen profitiert Vimcar grundsätzlich von einer voranschreitenden Digitalisierung und dem ungenutzten Potential kleiner und mittelständischer Unternehmen und ist weiterhin optimistisch, dass auch die Digitalisierung von operativen und administrativen Fuhrparkthemen weiter zunehmen wird.

Forschung und Entwicklung

Für Vimcar stellt die Weiterentwicklung der digitalen Produkte wie z. B. (mobile) Applikationen einen wesentlichen Teil der heutigen und zukünftigen Leistungserbringung dar. Vimcar hat aus diesem Grund im Berichtsjahr weiter in die eigenen Produkte investiert. Ausgaben für Gehälter in Produkt- und Entwicklungsteams sind in 2022 dabei um 23,97 % gestiegen. Ende 2022 waren 53 (Vorjahr: 55) Mitarbeitende in Produkt- und Entwicklungsabteilungen beschäftigt. In 2022 wurde weiterhin ein Fokus auf die Fleet-Produkte Admin, Geo und Fleet Fahrtenbuch gelegt. Dabei wurden, wie auch im Vorjahr, zentrale Funktionen weiterentwickelt (Kostenmanagement, Nutzer- & Fahrzeugadministration, Routendokumentation, Vertragsverwaltung), die Anwenderfreundlichkeit verbessert sowie die technische Infrastruktur auf anhaltendes Wachstum vorbereitet. Forschung und Entwicklung erfolgt, mit wenigen Ausnahmen, ohne die Inanspruchnahme von Fremddienstleistern. Vimcar plant auch in den kommenden Geschäftsjahren in diesem Umfang in die Weiterentwicklung der Produkte zu investieren. Es wurden keine selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände in der Bilanz aktiviert.

Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf von Vimcar im Geschäftsjahr 2022 war - wie geplant - durch ein weiter anhaltendes deutliches Umsatzwachstum geprägt. Im Geschäftsjahr 2022 belief sich der Umsatz auf Euro 23.415.844,49 (Vorjahr: Euro 18.386.359,42). Die Anzahl der Kunden und damit auch die Anzahl der Verträge mit überwiegend fahrzeuggebundenen Lizenzen konnte deutlich gesteigert werden. Damit wurde ein Wachstum der monatlich wiederkehrenden Umsätze ("Monthly Recurring Revenue, in kurz: MRR") in allen relevanten Zielgruppen erzielt.

In der Zielgruppe der Selbständigen konnte der MRR im kleinen zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr erhöht werden. Dieses Wachstum ist sowohl durch einen Zuwachs an Neukunden als auch durch preisbezogene Faktoren getrieben. Der MRR in der Flottenzielgruppe erhöhte sich im mittleren zweistelligen Prozentbereich, ebenfalls getrieben durch eine deutliche Steigerung der Anzahl der Kunden, aber auch durch die Ausweitung bestehender Verträge bei Bestandskunden um weitere Lizenzen. Regional betrachtet wurden mehr als 98 % der Umsätze in Deutschland, Österreich und der Schweiz realisiert.

Vimcar hat in 2022 weiter in die Kundenakquise und Produktentwicklung investiert und sich dabei auch zum Ziel gesetzt, über das Jahr hinweg das EBITDA deutlich zu verbessern. Das Wachstum für Aufwendungen in den Personalaufbau in Höhe von rund 18,13 % lag in 2022 deutlich unter dem Umsatzwachstum (27,35 %). Darüber hinaus wurden zwar weiterhin zahlreiche Marketingaufwendungen getätigt, um sowohl den Kundenstamm als auch die monatlich wiederkehrenden Umsätze zu steigern. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Marketingaufwendungen um rund 59 % gesenkt worden. Durch gesteigerte Kosteneffizienz im Marketing als auch durch das reduzierte Wachstum der Personalaufwendungen konnte das EBITDA in 2022 auf Euro 58.609,56 (Vorjahr: Euro -1.917.429,07) erheblich gesteigert werden. Vor dem Hintergrund einer in 2021 vorgenommenen Nachaktivierung der Hardwarekomponenten und eines damit einhergehenden sonstigen betrieblichen Ertrags von Euro 3.134.181,89 in 2021 ist die Profitabilitätsentwicklung sogar noch positiver zu bewerten. Der Umsatz entwickelte sich damit gemäß der Prognose für 2022 im zweistelligen Bereich (+27,35 %) und auch das EBIT verbesserte sich wie prognostiziert sowohl absolut von Euro -2.978.077,97 auf Euro -956.244,26, als auch noch deutlicher relativ zum gestiegenen Umsatz.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Vimcar GmbH

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Erreichung der Unternehmensziele werden folgende wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren im Unternehmen zur Unternehmenssteuerung herangezogen:

Umsatzerlöse

EBITDA

Ertragslage

Im Geschäftsjahr wurde ein Umsatzwachstum von 27,35 % von Euro 18.386.359,42 in 2021 auf Euro 23.415.844,49 in 2022 erzielt. Umsatzsteigerungen konnten in allen relevanten Umsatzkanälen erzielt werden. Regional betrachtet wurden mehr als 98 % der Umsätze in Deutschland, Österreich und der Schweiz realisiert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten einen lohnkostenbezogenen Zuschuss der Investitionsbank Berlin (IBB) im Zusammenhang mit der Schaffung von Dauerarbeitsplätzen in Höhe von Euro 734.940,00 (GRW-Förderung).

Der Personalaufwand ist insgesamt im Vergleich zum Vorjahr von Euro 12.312.205,90 auf Euro 14.544.655,50 gestiegen. Dies ergibt eine Erhöhung um 18,13 %. Ursächlich hierfür waren der Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 194 im Geschäftsjahr 2021 auf durchschnittlich 208 im Geschäftsjahr 2022 sowie gestiegene Gehälter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 14,67 % auf Euro 9.527.635,95 reduziert, was hauptsächlich aus der Verringerung der Marketingaufwendungen resultiert. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBITDA) von Vimcar liegt bei Euro 58.609,56 gegenüber dem Vorjahr von Euro -1.917.429,07. Der Grund für den Anstieg liegt sowohl im Umsatzwachstum als auch in der Reduzierung der Marketingaufwendungen begründet. Im Berichtsjahr ergibt sich ein Jahresergebnis von Euro -945.553,01.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von Euro 5.015.986,25 auf Euro 4.283.853,15 verringert. Der Reduktion resultiert im Wesentlichen aus der planmäßigen Abschreibung der Hardwarekomponente.

Die Zunahme des Umlaufvermögens von Euro 4.851.813,14 im Geschäftsjahr 2021 auf Euro 5.555.204,75 in 2022 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg des Guthabens bei Kreditinstituten von Euro 2.815.824,13 zum 31.12.2021 auf Euro 3.871.735,81 zum 31.12.2022.

Das Eigenkapital ging, bedingt durch den Jahresfehlbetrag von Euro 945.553,01 auf Euro 528.955,23 zurück. Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2022 reduzierte sich damit auf 5,21 % zum Bilanzstichtag (Vorjahr: 14,38 %).

Die Verringerung der sonstigen Rückstellungen von Euro 822.583,51 auf Euro 803.323,83 resultiert im Wesentlichen aus den gesunkenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (- Euro 58.050,00) die teilweise durch die gestiegenen Rückstellungen für Personalkosten (+ Euro 38.200,00) ausgeglichen wurden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken im Zusammenhang mit der Kostenreduktion um Euro 351.704,79 auf Euro 770.846,85.

Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen bedingt durch eine Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (- Euro 208.655,33).

Der Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungspostens steht im Zusammenhang mit dem Wachstum des Geschäftsvolumens der Gesellschaft und den hieraus erhaltenen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag 31.12.2022, welche Umsatzerlöse für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das Gesamtvermögen sank im Geschäftsjahr 2022 geringfügig von Euro 10.252.445,72 auf Euro 10.158.769,39 und damit um -0,91 %.

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Finanzierung ausschließlich über Eigenkapital und kurzfristiges Fremdkapital erfolgt. Mittel- und langfristige Finanzverbindlichkeiten bestehen zum Abschlussstichtag 31.12.2022 nicht.

Für einen Großteil der abgeschlossenen Kundenverträge erfolgt die Zahlung im Vorfeld für die zu erbringenden Leistungen. Für einen hohen Anteil der Kundenverträge erfolgt die Zahlung hierbei zu Beginn eines Geschäftsjahres, weshalb die Bestände an liquiden Mitteln in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2022 erwartungsgemäß deutlich angestiegen sind.

Die Bankguthaben der Gesellschaft stiegen im Geschäftsjahr 2022 von Euro 2.815.824,13 auf Euro 3.871.735,81 und damit um +37,5 %. Der Anstieg der liquiden Mittel resultierte aus der positiven Geschäftsentwicklung hinsichtlich Umsatz und der Steigerung des passiven Rechnungsabgrenzungsposten zum Stichtag um Euro 1.400.391,49 und dem Erhalt einer Auszahlung der GRW-Förderung.

Gesamtaussage der Geschäftsführung der Vimcar GmbH

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Verlauf des Geschäftsjahres 2022 vor dem Hintergrund der gestiegenen Umsatzerlöse und der deutlichen Verbesserung des EBITDA als positiv. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben Einsparungen in Marketingaufwendungen einen positiven Effekt gehabt, ohne die Umsatzsteigerungen groß zu beeinträchtigen. Daraus resultierte ebenfalls eine positive Entwicklung der Finanzlage, bei der die liquiden Mittel in im Vergleich zum Jahresbeginn um Euro 1.055.911,68 erhöht werden konnte. Das Gesamtvermögen bleibt dabei in der Summe im Jahr 2022 nahezu unverändert.

Chancen- und Risikobericht

Das bewusste Abwägen von Chancen und Risiken steht im Vordergrund des unternehmerischen Handelns von Vimcar. Interne Überwachungs- und Frühwarnsysteme werden an die Anforderungen des Marktes angepasst. Die Gesamtrisikosituation von Vimcar setzt sich aus verschiedenen Einzelrisiken zusammen. Im Folgenden werden die Risiken erläutert, die eine wesentliche negative Auswirkung auf das Erreichen unserer Unternehmensziele haben können. Die Risikosituation zeigt keine Gefährdung des Fortbestandes der Gesellschaft. Nachfolgend werden die Risiken und Chancen absteigend nach ihrer Bedeutung dargestellt. Die Risiken werden als Nettorisiken dargestellt.

Risikobericht

a) Markt- & regulatorische Risiken

Das Fahrtenbuchprodukt, als wesentlicher Teil unseres Produktangebots, basiert auf der deutschen Steuergesetzgebung für Dienst- und Poolfahrzeuge. Wesentliche Änderungen in d Dienstwagenversteuerung könnten damit den Bedarf an Teilen der Vimcar-Produkte negativ beeinflussen oder zu ungeplanten Investitionen führen, um diesen Änderungen wiederum zu entsprechen. Daraus ergibt sich ein Marktgrößenrisiko, welches sich negativ auf die Umsatzerlöse und zukünftiges Wachstum auswirken könnte. Wesentliche Gegenmaßnahme ist hier im Produktentwicklungsfokus verankert und hat zum Ziel, die fahrtenbuchunabhängigen Produkte insbesondere im Bereich der kleinen und mittelständischen Unternehmen weiter auszubauen und zu vertreiben, um langfristig auch den Umsatz fahrtenbuchunabhängiger Produkte zu gestalten. Derzeit sind Vimcar keine unmittelbaren und für das Fahrtenbuchprodukt relevanten Steuergesetzgebungsänderungen bekannt.

Insgesamt werden die markt- und regulatorischen Risiken als mittelmäßig eingestuft.

b) Ausfallrisiken

Ein Ausfallrisiko ergibt sich hauptsächlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dieses kann sich negativ auf die Liquiditätslage der Gesellschaft auswirken. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko mit einem aktiven Forderungsmanagement. Aufgrund der Kundenstruktur und einer breiten Industrieabdeckung besteht nur ein geringes Klumpenrisiko. Basierend auf Erfahrungswerten besteht unserer Einschätzung nach grundsätzlich zwar insgesamt weiterhin kein erhebliches Ausfallrisiko, aber aus Vorsichtsgründen ist ein mittelmäßiges Risiko anzunehmen.

Gegenmaßnahmen sind hier die Re-Evaluierung von Zahlungsmitteln, die unseren derzeitigen Kunden zur Verfügung stehen, sowie Optimierungen im Mahnprozess.

c) Personalrisiken

Die Personalfluktuation stellt ein operatives Risiko für unsere Wachstumsambitionen dar. Es wird erwartet, dass durch die Übernahme von aptus 2099. GmbH (jetzt Shiftmove GmbH, Berlin) und gleichzeitig die enge Kooperation mit Avrios die Mitarbeiterfluktuation erhöhen wird. Eine erhöhte Fluktuation, vor allem in den absatznahen Teams (z.B Marketing, Vertrieb), kann hierbei einen negativen Einfluss auf die Umsatzerlöse durch Neukunden- als auch Bestandskunden haben.

Erhöhte Investitionen in die Personalentwicklung sollen dieses Risiko teilweise abmildern. Dazu gehören Maßnahmen der Personalabteilung wie Gehaltsabgleiche mit dem Markt, Sicherstellung interner Gleichheit bei Gehältern und höhere Budgets für die Personalentwicklung.

Darüber hinaus hat die enge Zusammenarbeit mit der Avrios operative Synergien geschaffen, die es Vimcar ermöglichen, bestimmte Funktionen effizienter abzudecken, was den Bedarf an zusätzlichen Mitarbeitenden verringert. Außerdem werden Schwesterunternehmen von Vimcar nun bestimmte Dienstleistungen für Vimcar und die Muttergesellschaft im Rahmen einer Management- und Dienstleistungsvereinbarung erbringen. Auch hier verringert sich der Bedarf an zusätzlichen Kapazitäten. Insgesamt werden die Personalrisiken als gering eingestuft.

d) Produktentwicklungs- und Wettbewerbsrisiken

Vimcar befindet sich im Wettbewerb mit anderen Anbietern. Der Markt entwickelt sich schnell, ist fragmentiert und unterliegt wechselnden Technologien sowie sich entwickelnden Kundenbedürfnissen. Wie bei vielen anderen überwiegenden digitalen Produkten können neue innovative Wettbewerber auf den Markt treten und dabei die Neukundenakquise generell erschweren oder teurer machen. Das hätte wiederum einen negativen Einfluss sowohl auf das Umsatzwachstum als auch das EBITDA.

Ein gewisses Produktentwicklungsrisiko besteht immer auch bei der Entwicklung oder fehlenden Entwicklungen von neuen Funktionalitäten. Zum einen kann beim Ausbleiben von weiteren Entwicklungen die Produktattraktivität und damit Neukundenzuwachs und wiederum Umsatz negativ beeinflusst werden. Zum anderen haben ausbleibende oder fehlerhafte Entwicklungen einen negativen Einfluss auf Kundenzufriedenheit der Bestandskunden und können damit auch die Kundenabwanderungsrate und damit den Umsatz negativ beeinflussen. Vimcars Innovations- und Produktentwicklungsfähigkeiten sind deshalb von zentraler Bedeutung, um einem Verlust von Wettbewerbsfähigkeit entgegenzuwirken. Dafür ist bei Vimcar eigens ein Produktteam zuständig, das regelmäßig sich verändernde Kundenbedürfnisse identifiziert, Produktanpassungen entwirft und diese in der Umsetzung und Einführung begleitet. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die zukünftige enge Kooperation mit Avrios Vimcars Wettbewerbsposition im Markt stärken wird. Insgesamt werden die Produktentwicklungs- und Wettbewerbsrisiken als gering eingestuft.

e) Liquiditätsrisiken

Gemäß der Finanzplanung gehen die gesetzlichen Vertreter für den Prognosezeitraum und darüber hinaus davon aus, dass die vorhandenen finanziellen Mittel ausreichen, um die Gesellschaft vor dem Hintergrund ihrer Wachstumsambitionen zu finanzieren. Wir sehen im Allgemeinen kein Liquiditätsrisiko aus betrieblicher Sicht.

Es ist jedoch anzumerken, dass Vimcar seit der Übernahme durch Aptus 2099. GmbH, Berlin (jetzt Shiftmove GmbH, Berlin) im Januar 2023 als Bürge den Liquiditätsrisiken der Muttergesellschaft ausgesetzt ist. Die Muttergesellschaft, die derzeit jeweils nur unwesentliche Umsatzerlöse und Aufwendungen aufweisen kann, wird zur Tilgung und Zahlung von Zinsen überschüssige Barmittel aus Vimcars operativem Geschäft nutzen. Umgekehrt verfügt die Muttergesellschaft über eine revolvierende Kreditlinie, die für Investitionen in Vimcar genutzt werden könnte. Das Risiko der Inanspruchnahme gestellter Sicherheiten durch die Vimcar GmbH sind als sehr gering zu betrachten.

Die Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Muttergesellschaft wurden in der aktuellen Finanzplanung berücksichtigt. Unter Beachtung der geplanten Mittelzu- und -abflüsse werden sich im Prognosezeitraum und darüber hinaus voraussichtlich keine Liquiditätslücken ergeben. Daher werden die aufgeführten Liquiditätsrisiken insgesamt als gering eingestuft.

f) Interne IT-System-Risiken

Der Zusammenschluss mit Avrios erfordert technische Änderungen von internen Systemen zum Zweck der Vereinheitlichung von Prozessen, z. B. im Rahmen von Marketing- und Vertriebsprozessen, aber auch hinsichtlich der Kundendatenbank (CRM) oder des Subscription Management Systems. Diese Änderungen können zu operativen Störungen führen und damit auch finanzielle Auswirkungen haben und sich somit auf das Jahresergebnis auswirken. Insgesamt werden die Risiken als gering eingeschätzt, da es keinen extern getriebenen Zeitdruck für Integrationsvorhaben gibt und Vimcar hierbei entsprechend kontrolliert und risikoavers vorgehen kann und wird. Insgesamt werden interne IT-System-Risiken als gering eingestuft.

Chancenbericht

a) Marktpotenzial

Das Marktpotenzial in der DACH-Region und darüber hinaus ist sehr groß und ein Großteil des Potenzials ist noch völlig ungenutzt. Die Zahl der betrieblich genutzten Fahrzeuge in der DACH-Region übersteigt die Zahl der von Vimcar ausgestatteten Fahrzeuge um ein Vielfaches und ermöglicht damit grundsätzlich nachhaltig jährliche Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich. Darüber hinaus erhöht die zunehmende Digitalisierung insbesondere im Bereich kleiner und mittelständischer Unternehmen das Marktpotential zunehmend. Gemäß unseren Informationen und Einschätzungen aus der Vertriebspraxis nutzt ein Großteil der kleinen und mittelständischen Unternehmen bisher keine Telematik oder Fuhrparkmanagementsoftware zur Verwaltung und Steuerung ihrer Fuhrparks. Das weiterhin große und wachsende Marktpotential stellt Vimcars wichtigste Chance und einen Treiber für ein nachhaltiges Umsatz- und damit auch EBITDA-Wachstum dar.

b) Strategisches Produktpotenzial

Zusätzlich zum grundsätzlichen Marktpotential, das durch die zunehmende Digitalisierung getrieben wird, sieht Vimcar weiteres Potential in einer aktiven Weiterentwicklung des Produktangebots. Zunehmendes Marktbewusstsein, die weitere Produktentwicklung, Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb und der Historie sowie starke Beziehungen mit Kunden und Partnern wirken sich geschäftsfördernd aus und schaffen mit Produkterweiterungen und neuen Produkten sowohl neue Preispunkte als auch zusätzliche Angebote, um diese im Kundenbestand erfolgreich zu platzieren sowie damit auch das Marktpotential aktiv zu vergrößern.

Ein konsequentes Investment in die Produktentwicklung hat für Vimcar daher weiterhin eine hohe Priorität und die Schaffung neuer Alleinstellungsmerkmale sollen derzeit noch ungenutztes Marktpotenzial eröffnen, sowohl bestehende Produkte als auch neue Produkte und Services betreffend. Produktinvestitionen haben zunächst einen negativen Einfluss auf das EBITDA, da sich daraus ergebende Umsatzpotentiale in der Regel erst zeitverzögert realisiert werden können. Langfristig stellen diese aber Wettbewerbsfähigkeit bei der Neukundenakquise sicher und binden ebenfalls Bestandskunden. Beide Effekte haben einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des zukünftigen Wachstums.

Prognose 2024/Voraussichtliche Entwicklung

Nach Einschätzung des Managements steigt die Nachfrage nach digitalen und hardwaregestützten Lösungen zur Führung von Fahrtenbüchern und zur Verwaltung von dienstlich genutzten Firmenfahrzeugen weiter an. Die Marktdurchdringung ist derzeit noch weiterhin gering und bietet daher großes Wachstumspotential. Unter neuer Eigentümerschaft, gemeinsam mit dem ehemaligen Wettbewerber Avrios, konnten das Wachstumspotenzial der beiden Unternehmen erhöht und operative Synergien gehoben werden.

Der Umsatz konnte 2023 im niedrigen zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zu 2022 erhöht werden. Für den gleichen Vergleichszeitraum erhöhte sich dabei das EBITDA überproportional zum Umsatz auf einen mittleren siebenstelligen Betrag. Dieses Wachstum konnte durch einen mit 2022 vergleichbaren Neukundenakquiseaufwand sowie zusätzlichen Umsatz aus dem Bestandskundenstamm realisiert werden. Die betriebliche Effizienz konnte über Synergieeffekte durch die enge Kooperation mit Avrios sowie eine konservative Planung der Personalkosten, insbesondere durch eine langsame Nachbesetzung offener Vakanzen, realisiert werden. Im Ergebnis konnte erstmals ein positives Jahresergebnis erzielt werden.

Der Prognosezeitraum bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2024. Es wird ein weiteres Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zu 2023 erwartet. Dieses Wachstum soll durch Neukundenakquise und hauptsächlich durch Umsatz aus dem Bestandskundenstamm, überwiegend durch den Abschluss von jährlichen und mehrjährigen Nutzungsverträgen, realisiert werden. Das Umsatzwachstum in 2024 wird voraussichtlich etwas geringer als das Wachstum in 2023 ausfallen. Durch eine weiterhin konservative Planung der Personalkosten, soll 2024 das EBITDA im Vergleich zu 2023 im mittleren zweistelligen Bereich wachsen. Für 2024 sind keine Finanzierungen und außergewöhnlichen Investitionsausgaben geplant.

 

Berlin, 12. November 2024

Francine Veloni Gervazio

Wouter Hendriks

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Vimcar GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vimcar GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vimcar GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 14. November 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marius Sternberg, Wirtschaftsprüfer

Stefan Krayl, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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