Abwicklungsgesellschaft Amberg Guss GmbHLiquidiert
92224 Amberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Josef Auer jun. seit 19.12.2003 | Geschäftsführer |
Jutta Auer seit 19.12.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AUER GUSS GmbHAmbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens1.1 GeschäftsmodellDie AUER GUSS GmbH, Amberg, wird in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach § 1 GmbHG geführt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße GmbH gem. § 267 Abs. 2 HGB und unterliegt damit der Prüfungspflicht gem. § 316ff. Abs. 1 HGB. Die AUER GUSS GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen und betreibt im Wesentlichen folgende Geschäftszweige: Herstellung von Aluminium- und Magnesiumdruckgussteilen, mechanische Bearbeitung, Oberflächenfinish, Montagen und Beratungsleistungen. 1.2 Ziele und StrategienDie AUER GUSS GmbH, Amberg, zeichnet sich durch ihr besonderes Know-How im dünnwandigen Guss mit dekorativen Oberflächen aus. Diese Kompetenz möchte die Auer Guss GmbH nutzen, um vor allem im Nischenmarkt des Magnesiumdruckgusses neue Kunden zu gewinnen. 1.3 Forschung und EntwicklungForschungsaktivitäten werden nicht durchgeführt. Entwicklungen beziehen sich auf kundenspezifische Projekteinsätze. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen[Quelle: Auszüge und inhaltliche Wiedergaben aus dem Jahresgutachten 2017/2018 "Für eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik" - Kapitel "Internationale Konjunktur: Weltwirtschaft im Aufwind" - des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung; Veröffentlicht am 8. November 2017] Die Weltwirtschaft befindet sich im Aufschwung. Die Investitionen und der Handel entwickeln sich seit dem zweiten Halbjahr 2016 wieder dynamischer, und die Arbeitslosigkeit geht zurück. Zugleich sieht sich die Weltwirtschaft verringerten Risiken ausgesetzt als erwartet, da der befürchtete zunehmende Protektionismus bisher nicht eingetreten ist. In europäischen Wahlen konnten sich in diesem Jahr vorwiegend proeuropäische Parteien durchsetzen, sodass Sorgen um den Zusammenhalt der Europäischen Union nachließen. In China blieb ein Wachstumseinbruch aus. Die verbesserte Stimmung der Unternehmen und Haushalte zeugt von einem gefestigten Vertrauen in die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Die expansive Geldpolitik treibt das Wachstum zusätzlich an. Vor allem der Euro-Raum verzeichnet einen beachtlichen konjunkturellen Aufschwung. Auch in Japan hat sich das Wachstum beschleunigt. Die Vereinigten Staaten zeigen weiterhin einen anhaltenden Aufschwung. Fiskalische Maßnahmen, die die US-amerikanische Wirtschaft möglicherweise zusätzlich ankurbeln könnten, wurden bislang von der Regierung nicht umgesetzt. Im Vereinigten Königreich hat sich das Wachstum spürbar verlangsamt. Dies dürfte nicht zuletzt der politischen Unsicherheit zur Folge des Brexit-Votums geschuldet sein. Die Energie- und Rohstoffpreise haben sich stabilisiert und dürften dazu beigetragen haben, dass viele rohstoffexportierende Schwellenländer ihre Wachstumsschwäche überwunden haben. Den größten Beitrag zum globalen Wachstum liefert China, dessen Wirtschaft unvermindert stark wächst. Die Wirtschaft wächst deutlich schneller als ihr Potenzial. Dies ist zum Teil zurückzuführen auf die sehr expansiv ausgerichtete Geldpolitik. Jedoch dürften die strukturellen Anpassungen in vielen Mitgliedstaaten seit der Finanzkrise zum Aufschwung entscheidend beigetragen haben. Zudem steigen die Investitionen deutlich. Vor diesem Hintergrund scheint eine anhaltend positive Entwicklung im Euro-Raum möglich. Auch Mitgliedstaaten, die sich in den vergangenen Jahren nur wenig dynamisch entwickelt haben, können ein beachtliches Wachstum verzeichnen. Trotzdem bestehen weiterhin strukturelle Probleme. Die Arbeitslosigkeit und die öffentliche Verschuldung sind teilweise anhaltend hoch. Zudem ist die Produktivität im Euro-Raum seit einiger Zeit nur schwach gestiegen. Dies dürfte zur relativ verhaltenen Lohnentwicklung beigetragen haben. 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen[Quelle: Branchenverband BDG] Im Jahr 2017 konnten die deutschen Gießereien das Fertigungsniveau des Vorjahres deutlich ausbauen. Die Eisen- und Stahlgießereien meldeten einen Produktionsanstieg von 6,2 % auf 4,162 Mio. t. Die NE-Metallgießereien registrierten demgegenüber ein Plus von 1,1 % mit einer Tonnage von 1,278 Mio. t. Die Gießereiindustrie erwirtschaftete im Jahr 2017 7,083 Mrd. Euro Umsatz auf der Fe-Seite sowie 6,017 Mrd. Euro auf der NE-Metallseite. Insgesamt verbuchten die Gießereien einen Umsatzanstieg von 5,7 %. Die Kapazitätsauslastung lag im vierten Quartal 2017 bei 85 % und damit rein rechnerisch über dem Durchschnittsniveau des gesamten Jahres 2016 von 79 %. 2.3 GeschäftsverlaufDie Geschäftsentwicklung ist nicht zufriedenstellend verlaufen. Der Planumsatz 2017 wurde nicht erreicht. In Folge hat sich das Betriebsergebnis negativ entwickelt. Gründe hierfür sind Umsatzverschiebungen von Dezember 2017 in den Monat Januar 2018 und erst im Februar und Mai 2018 abrechenbare Werkzeug-Umsätze für Neuprojekte. Das Ergebnis war auch durch geleistete Entwicklungsarbeiten für diese Neuprojekte belastet. Belastet wurde das Ergebnis durch periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 87, resultierend aus der Betriebsprüfung im Jahr 2017 für die Jahre 2010 bis 2015. 2.4 Lage2.4.1 Ertrags-, Vermögens-, FinanzlageGrundlage für die Analyse des Geschäftsergebnisses stellt das Jahresergebnis dar. Das Jahresergebnis lässt sich in folgende Komponenten gliedern:
Der Anstieg der Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen um T€ 1.452 auf T€ 26.403 wird durch den Anstieg der Personalaufwendungen um T€ 81 auf T€ 7.034, den Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um T€ 818 auf T€ 220 und den Anstieg des Materialaufwandes um T€ 1.312 auf T€ 14.492 überkompensiert. Die Ertragslage ist in Anbetracht des gestiegenen Materialaufwandes nicht zufriedenstellend. Nachfolgend werden wesentliche Veränderungen von Vermögenskomponenten dargestellt:
Die Bilanzsumme erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,45 % bzw. T€ 184 auf T€ 12.905 (Vj. T€ 12.721). Die Finanzlage des Unternehmens stellt sich wie folgt dar:
Der Cash-Flow im engeren Sinn beträgt T€ 791. Es handelt sich hierbei um das Jahresergebnis in Höhe von T€ -298 korrigiert um die nicht zahlungswirksamen Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 1.076 und die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (T€ 13). Das Unternehmen kommt den Tilgungsverpflichtungen wie vereinbart nach. 2.4.2 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageUnter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann festgestellt werden, dass zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts die wirtschaftliche Lage des Unternehmens als nicht zufriedenstellend anzusehen ist. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über einen Kontokorrentrahmen von T€ 3.800. Dem steht eine Inanspruchnahme von T€ 3.310 zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts gegenüber. 3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht3.1 PrognoseberichtWir weisen darauf hin, dass es sich um zukunftsbezogene Aussagen handelt mit der Konsequenz, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Hinsichtlich der im Rahmen des Prognoseberichts darzustellenden Risiken verweisen wir auf den Risikobericht. Dem nachfolgenden Prognosebericht liegt ein Prognosezeitraum von einem Jahr zugrunde. 3.1.1 Prognose der Rahmenbedingungen[Quelle: Auszüge und inhaltliche Wiedergaben aus dem Jahresgutachten 2017/2018 "Für eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik" - Kapitel "Internationale Konjunktur: Weltwirtschaft im Aufwind" und "Zunehmende Überauslastung der deutschen Wirtschaft" - des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung; Veröffentlicht am 8. November 2017] Für das zweite Halbjahr 2017 deuten die Frühindikatoren auf weitere Zuwachsraten oberhalb des Potenzialwachstums hin. Eine Kurzfristprognose anhand der Frühindikatoren ergibt, dass das saison-, kalender- und preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im dritten und vierten Quartal um voraussichtlich 0,7 % beziehungsweise um 0,6 % zunehmen wird. Der Sachverständigenrat rechnet unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse mit einer jahresdurchschnittlichen Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2017 von 2,0 %. Die Kapazitätsauslastung dürfte weiter steigen und die Wirtschaft allmählich in eine Boomphase führen. In den Jahren 2017 und 2018 wächst die Wirtschaft deutlich schneller als ihr Potenzial. Dieses verzeichnet aktuell eine Wachstumsrate von rund 1,4 %. Aufgrund der hohen Nettozuwanderung wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt je Einwohner mit einer Zuwachsrate von 1,4 % deutlich schwächer zunehmen als das gesamte Bruttoinlandsprodukt. Der kräftige Aufschwung der deutschen Wirtschaft beruht auf einer robusten Binnennachfrage, der konjunkturellen Erholung im Euro-Raum sowie einer weiterhin expansiven Wirtschaftspolitik. Zudem steht der Aufschwung auf einem zunehmend breiter werdenden Fundament. Der private Konsum, die Staatsausgaben sowie die Bauinvestitionen sind bereits seit längerem anhaltend steigend. Zudem investieren die Unternehmen zwischenzeitlich stärker in Ausrüstungen sowie Forschung und Entwicklung. Dies spiegelt zum einen die immer knapper werdenden Produktionskapazitäten sowie optimistische Zukunftserwartungen wider. Den größten Beitrag zum Aufschwung liefert nach wie vor der private Konsum, der sich dauerhaft auf einem sehr hohen Niveau hält. Dies ist eng verbunden mit steigenden verfügbaren Einkommen sowie einem anhaltenden Beschäftigungsaufbau. Vom Außenbeitrag ist hingegen kein Wirtschaftswachstum zu erwarten, da die Importe aufgrund des hohen Importgehalts der Konsumgüter deutlich stärker gestiegen sind als die deutschen Exporte. Die Verbraucherpreisinflation stieg zu Beginn des Jahres 2017 erwartungsgemäß auf über 2 %, hat sich allerdings zur Jahresmitte wieder etwas normalisiert und lag im September 2017 bei 1,8 %. Auch die Kerninflationsrate, die als Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel definiert ist, verzeichnet einen Anstieg auf rund 1,6 % im dritten Quartal 2017 und liegt dabei deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 1,1 % seit dem Jahr 1999. Dies ist auf die überdurchschnittliche Auslastung der gesamten Kapazitäten zurückzuführen. Insgesamt rechnet der Sachverständigenrat für das Jahr 2017 mit einer Beschleunigung des Wachstums der Weltwirtschaftsleistung von 2,6 % auf 3,2 %, das auch im Jahr 2018 auf demselben Niveau erwartet wird. Trotz der positiven konjunkturellen Entwicklungen bestehen Probleme, die sich negativ auf die Wachstumsaussichten der Weltwirtschaft auswirken. Seit der Finanzkrise hat sich die weltweite Verschuldung erhöht und liegt auf einem historisch hohen Niveau. Bei den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ist insbesondere die Verschuldung der öffentlichen Haushalte weiter gestiegen. Dies kann zu Unstabilitäten im Finanzsystem beitragen und engt die Spielräume des Staates ein, mit fiskalischen Maßnahmen auf künftige, mögliche konjunkturelle Eintrübungen zu reagieren. 3.1.2 Prognose der Branchenentwicklung[Quelle: BDG Volkswirtschaft] 2018 ist das Halten des hohen Niveaus zu erhoffen. Der US-Markt (Light Vehicles) dürfte 2018 leicht ins Minus rutschen bei weiteren Anteilsgewinnen der Pickups. China dürfte 2018 bedingt durch das Auslaufen des MwSt.-Supportprogramms nur leicht zulegen können. Europa (EU28 + EFTA) hat Chancen den hohen Vorjahreswert leicht zu überschreiten (+2 %). Allerdings dürfte die Produktion in Deutschland eher stagnieren, u.a. aufgrund des erwarteten wiederholten Absatzminus in Großbritannien! Zu berücksichtigen sind Verlagerungstendenzen der OEMs. Effekte der laufenden Nafta Verhandlungen sind kaum seriös kalkulierbar. Das trifft auch auf Entscheidungen der chinesischen Regierung zu, welche kurzfristig Stützungsprogramme auch im Fahrzeugbau aktiveren kann. Die Einführung der Elektroquote 2019 dürfte 2018 wohl keine deutlich messbaren Auswirkungen haben. 3.1.3 Prognose der UnternehmensentwicklungDie Prognose des Vorjahres konnte nicht erreicht werden. Ein ausgeglichenes bzw. leicht positives Ergebnis wird angestrebt. Mehrere zusätzliche Neuprojekte konnten im ersten Halbjahr 2018 generiert werden und werden bereits im zweiten Halbjahr 2018 anlaufen. Der Anlauf der Neuprojekte wird zu einer Verbesserung der Ertragssituation beitragen. 3.2 Risikoberichta) Unternehmensstrategische Risiken Es bestehen keine unternehmensstrategischen Risiken, da die Geschäftsleitung weiterhin den Ausbau der Kernkompetenzen des Unternehmens forciert und keine Erweiterung des Unternehmens auf völlig neue und unbekannte Bereiche plant. b) Leistungswirtschaftliche Risiken Die Produktion ist hinsichtlich der Abwicklung der Aufträge flexibel, so dass vereinzelte zeitliche Verschiebungen ohne wesentliche wirtschaftliche Nachteile abgefangen werden können. Planunterschreitungen, wie im Jahr 2017 sollen vermieden werden. Mit dem Ziel der Produktivitätssteigerung werden die Produktionsprozesse analysiert. c) Preisänderungsrisiken Risiken aus Rohstoffpreisschwankungen bei Aluminium und Magnesium sind von untergeordneter Bedeutung, da hieraus resultierende Kostensteigerungen gegebenenfalls über vertraglich vereinbarte Materialteuerungszuschläge an die Kunden weiterbelastet werden können. d) Ausfallrisiken Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Mahnwesen und Debitorenmanagement. Forderungsausfälle sind nicht eingetreten. e) Personalrisiken Mehr- und Minderauslastungen werden über Leiharbeiter abgedeckt. Wesentliche Risiken aus der Änderung der geltenden Tarifverträge für eigene Mitarbeiter bestehen nicht. f) Informationstechnische Risiken Informationstechnische Risiken bestehen nicht. g) Liquidität Die Kontokorrent-Finanzierungsrahmen der Gesellschaft in Höhe von T€ 3.800 werden laufend überwacht. Die Geschäftsleitung geht von einer langfristigen Verfügbarkeit dieses Finanzrahmens aus. Liquiditätsengpässe werden durch zusätzliches Factoring ausgeglichen. Aufgrund von Neuprojekten war es notwendig, bei den Betriebsmitteln wie Druckgussformen und Entgratwerkzeugen in Vorleistung zu gehen. Dies führte zu einer angespannten Liquiditässituation. Nach Abrechnung der Vorleistungen gegenüber den Kunden wird sich die Liquidität wieder entspannen. Bei planmäßiger Umsetzung dieser Maßnahmen geht die Geschäftsleitung von einer nachhaltig abgesicherten Liquiditätslage aus. h) technischer Fortschritt Das Unternehmen produziert überwiegend Produkte, die im Interior der Fahrzeuge eingesetzt werden. Eine Zunahme der Elektromobilität ist daher keine Gefahr bei der Substitution von Verbrennungsmotoren durch Elektromotoren. Zusammenfassend - und insbesondere unter Einbezug vorgenannter Liquiditätsmaßnahmen - erkennen wir derzeit keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden oder die zukünftige Entwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten. 3.3 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von FinanzinstrumentenDie Risikobereitschaft der Gesellschaft ist als risikoavers einzustufen. In diesem Zusammenhang wird die Erfassung von Risiken betreffend Finanzinstrumenten ab einer Wesentlichkeitsgrenze durchgeführt. In der Regel wird auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten für Spekulationszwecke verzichtet. Die Elemente zur Risikovermeidung und Risikobegrenzung bestehen in effizient und flach ausgerichteten Führungs- und Verwaltungsstrukturen. Dadurch hat die Geschäftsführung bei der Sicherung und Gestaltung der Unternehmensentwicklung stets zeitnah ein genaues Bild von der wirtschaftlichen Lage und den möglichen Risiken der Geschäftstätigkeit. 3.4 ChancenberichtDas Unternehmen zeichnet sich bereits lange durch sein Know How im dünnwandigen Guss mit dekorativen Oberflächen aus. Neben dem Aluminiumdruckguss zählt seit 2001 auch der Magnesiumdruckguss zur Kernkompetenz. Den zunehmenden Leichtbautrend in der Automobilindustrie, um weitere deutliche Gewichtseinsparungen zu erzielen, sehen wir als große Chance. Daneben erkennen wir wichtige neue Absatzmöglichkeiten in der starken Zunahme von Multimediabildschirmen, Instrumententrägern und Komponenten für die Elektromobilität aus Aluminium und Magnesium.
Amberg, den 24. Mai 2018 AUER GUSS GmbH, Amberg Die Geschäftsführer Jutta Auer Josef Auer jun. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangOffenzulegende Fassung gem. § 327 Nr. 2 HGB 1. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Die AUER GUSS GmbH, Amberg, gilt gemäß § 267 Abs. 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Amberg im Register B unter der Nummer 3442 eingetragen. 1.1. Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde wie in den Vorjahren nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches, der weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften sowie des Gesellschaftsvertrags erstellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegegenstände werden nach dem tatsächlichen Wertverzehr teils linear, teils degressiv vorgenommen. Bei beweglichen Anlagegütern erfolgt die Abschreibung im Jahr des Zugangs pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 150,00 werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Für geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von € 150,00 bis € 1.000,00 wird ein sogenannter Sammelposten gebildet, der auf fünf Jahre verteilt linear abgeschrieben wird. Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bedingt verwendungsfähige Vermögensgegenstände bleiben außer Ansatz. Die unfertigen Erzeugnisse sind entsprechend ihrem Fertigungsgrad mit den anteiligen Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Die Herstellungskosten enthalten alle direkt zurechenbaren Fertigungs- und Materialeinzelkosten zuzüglich eines angemessenen Zuschlags für notwendige Gemeinkosten sowie den auf den Zeitraum der Fertigung entfallenden Wertverzehr des Anlagevermögens. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Die Herstellungskosten enthalten alle direkt zurechenbaren Fertigungs- und Materialeinzelkosten zuzüglich eines angemessenen Zuschlags für notwendige Gemeinkosten sowie den auf den Zeitraum der Fertigung entfallenden Wertverzehr des Anlagevermögens. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Abwertungen zur verlustfreien Bewertung wurden - soweit notwendig - vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 3,68 % bewertet. Wie im Vorjahr wird das Wahlrecht zur Abzinsung der Rückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre ausgeübt (§ 253 Abs. 2 und Abs. 6 HGB n. F., Art. 75 Abs. 6 und 7 EGHGB). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen wird kein Gebrauch gemacht. 3. Angaben zur Bilanz 3.1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Beilage zu diesem Anhang dargestellt. 3.2. Beteiligungen im Sinne des § 271 HGB
3.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind vereinbarungsgemäß innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit einem Betrag in Höhe von € 893.135,48 (Vj. € 1.101.362,26) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 969,85 (Vj. € 1.369,40) enthalten. 3.4. Ausschüttungssperre Ein Gesamtbetrag in Höhe von T€ 222 unterliegt der Ausschüttungssperre des § 268 Abs. 8 HGB. Dieser Gesamtbetrag gliedert sich wie folgt: - Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Pensionsrückstellung unter Anwendung des 10-Jahresdurchschnittszinssatzes und des 7-Jahresdurchschnittszinssatz: T€ 222 3.5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Es wurde vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Die aufgrund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen erforderliche Zuführung wurde in Höhe von € 13.369 (1/15) berücksichtigt. Der noch zuzuführende Betrag gem. Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt € 93.579. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe eines durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt T€ 222. 3.6. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 42 (Vj. T€ 34). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 4.765 (Vj. T€ 4.792) sind in Höhe von T€ 4.765 (Vj. T€ 4.792) mit Grundschulden, durch die Sicherungsübereignung von beweglichem Anlagevermögen, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, die Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie durch Bürgschaften besichert. Sonstige Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen in Höhe von T€ 1.040 (Vj. T€ 1.333) sind dadurch abgesichert, dass das zivilrechtliche Eigentum an den erworbenen Anlagegütern bis zur vollständigen Vertragserfüllung beim jeweils finanzierenden Vertragspartner verbleibt. 3.7. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen am Bilanzstichtag nicht. 3.8. sonstige finanzielle Verpflichtungen Mit Vertrag vom 3. April 2017 wurde durch einen Darlehensgeber ein Forderungsverzicht in Höhe von T€ 679 für die gegenüber der Gesellschaft ausgereichten Darlehen gegen Besserungsschein ausgesprochen. Aus abgeschlossenen Leasing- und Mietverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen für die Restlaufzeit in Höhe von netto T€ 1.099 (Vj. T€ 1.087). Die Verträge haben noch Restlaufzeiten zwischen 3 und 60 Monaten. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1. sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 27 enthalten. Die in diesem Betrag enthaltenen Posten bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus den Anpassungen durch die Betriebsprüfung (T€ 14). 4.2. sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 103 enthalten. Die in diesem Betrag enthaltenen Posten bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen aus den Anpassungen durch die Betriebsprüfung (T€ 103). 5. Ergänzende Angaben 5.1. Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt Die Anzahl der Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt ergibt sich entsprechend der Ermittlung nach § 267 Abs. 5 HGB wie folgt:
Des Weiteren sind für die Gesellschaft zwei (Vj. 2) Geschäftsführer tätig. 5.2. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst haben. 5.3. Geschäftsführung Jutta Auer, Diplom-Betriebswirtin (FH) Josef Auer jun., Schlosser In Anlehnung an § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer verzichtet.
Amberg, den 24. Mai 2018 AUER GUSS GmbH, Amberg Die Geschäftsführer Jutta Auer Josef Auer jun.
BestätigungsvermerkFür den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der AUER GUSS GmbH, Amberg, mit einer Bilanzsumme von € 12.905.459,71 und einem Jahresfehlbetrag von € 298.167,04 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Den Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AUER GUSS GmbH, Amberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diesen Bestätigungsvermerk einzuschränken, weisen wir auf das Kapitel 3 des Lageberichts hin. Dort ist ausgeführt, dass der Grundsatz der Unternehmensfortführung von der planmäßigen Umsetzung und Einhaltung der genannten liquiditätsschöpfenden Maßnahmen abhängig ist."
Kelheim, den 25. Mai 2018 MTG
Mittelbayerische Treuhandgesellschaft mbH
Matthias Baier, Wirtschaftsprüfer Dr. Bernd Waffler, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 17.7.2018. |
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