ELEATIS Asset Management GmbH

Dorotheenstraße 48, 22301 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 107510
Eingetragen
3.12.2008
Branche
FondsmanagementErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Beratung privater und institutioneller Anleger, hierbei vornehmlich Kapitalanlagegesellschaften oder Versicherungsgesellschaften, in allen Fragen der Vermögensanlage, sowie die Vermögensverwaltung. Dabei erbringt die Gesellschaft auch erlaubnispflichtige Leistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Nr. 1 KWG (Anlagevermittlung), des § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG (Anlageberatung), des § 1 Abs. la Nr. 2 KWG (Abschlussvermittlung) und des § 1 Abs. 1a Nr. 3 KWG (Finanzportfolioverwaltung).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Heinneccius
seit 3.12.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Eleatis AG
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ELEATIS Asset Management GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

ELEATIS Asset Management GmbH, Hamburg

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 42.712,50 36.990,46
2. Forderungen an Kunden 65.431,53 69.184,49
darunter an Finanzdienstleistungsinstitute EUR 0,00 (Vj. TEUR 0)
3. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
4. Sachanlagen 1,00 1,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 6.788,79 3.578,69
darunter Forderungen gegen Gesellschafter EUR 0,00 (Vj. TEUR 0)
6. Rechnungsabgrenzungsposten 1.231,62 2.606,62
Summe Aktiva 116.166,44 112.362,26

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1 Sonstige Verbindlichkeiten
darunter Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter EUR 1.966,34 (Vj. TEUR 3) 10.917,73 7.483,61
2. Rückstellungen
Andere Rückstellungen 15.550,00 17.050,00
3. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
Andere Gewinnrücklagen 1.500,00 1.500,00
Bilanzgewinn 36.328,65 33.754,57
davon Gewinnvortrag EUR 36.328,65 (Vj. TEUR 34)
Jahresüberschuss 1.870,06 2.574,08
Summe Passiva 116.166,44 112.362,26

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Eleatis Asset Management GmbH Finanzdienstleistung, Hamburg

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Provisionserträge 134.856,10 188.657,58
2. Provisionsaufwendungen 77.090,78 62.436,99
57.765,32 126.220,59
3. Sonstige betriebliche Erträge 10,00 369,99
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 0,00 51.346,20
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 151,91 8.620,33
151,91 59.966,53
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 53.543,56 62.821,39
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 1.333,75 0,00
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.746,10 3.802,66
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 876,04 1.228,58
8. Jahresüberschuss 1.870,06 2.574,08

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der ELEATIS Asset Management GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes sowie, auf Grund der Qualifizierung zum Finanzdienstleistungsinstitut, nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Entsprechend erfolgte die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung nach der RechKredV.

Die ELEATIS Asset Management GmbH hat ihren Firmensitz in Hamburg und ist unter der Handelsregisternummer HRB 107510 im Handelsregister, Registergericht Hamburg, eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform gem. Formblatt 3 zur RechKredV aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen dem Vorjahresverfahren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Bestände in Fremdwährung bestehen nicht.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden gem. § 6 Abs. 2 a EStG in einen Sammelposten eingestellt und mit 20% p.a. linear abgeschrieben.

Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbeträgen bilanziert. Bestände in Fremdwährung bestehen nicht.

Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen an Kreditinstitute beinhalten ein bei der Commerzbank AG geführtes Girokonto.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten in voller Höhe Forderungen an das Finanzamt aus Ertrag- und Vorsteuer.

Die restlichen Forderungen weisen eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten auf.

Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
01.01.23 Zugang 31.12.23
I. Immater. Anlagewerte
1. entegeltlich erworbene Lizenzen, Rechte 1.200,00 0,00 1.200,00
1.200,00 0,00 1.200,00
II. Sachanlagen
1. Geringwertige Vermögensgegenstände 1.609,06 0,00 1.609,06
1.609,06 0,00 1.609,06
2.809,06 0,00 2.809,06
Abschreibungen Nettobuchwerte
01.01.23 Zugang 31.12.23 31.12.23 31.12.22
I. Immater. Anlagewerte
1. entegeltlich erworbene Lizenzen, Rechte 1.199,00 0,00 1.199,00 1,00 1,00
1.199,00 0,00 1.199,00 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Geringwertige Vermögensgegenstände 1.608,06 0,00 1.608,06 1,00 1,00
1.608,06 0,00 1.608,06 1,00 1,00
2.807,06 0,00 2.807,06 2,00 2,00

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten. In Höhe von 1.873,45 EUR (im Vorjahr 3.001,19 EUR) beinhalten sie Verbindlichkeiten gegenüber dem Alleingesellschafter Eleatis AG.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Jahresabschluss- und Prüfungskosten.

Eigenkapital

Das gezeichnete Eigenkapital beträgt EUR 50.000,00 und ist voll eingezahlt.

Alleiniger Gesellschafter war im Berichtsjahr unverändert die Eleatis AG, Hamburg.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die ELEATIS Asset Management GmbH hat ihre Provisionserträge durch Beratung und Betreuung privater und weiterer institutioneller Kunden erzielt.

Die Provisionsaufwendungen resultieren aus der Tätigkeit als Finanzportfolioverwalter.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Prüfungs- und Beratungskosten, Raumkosten, sowie Aufwendungen für Outsourcing-Service.

IV. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr neben dem Geschäftsführer keine Arbeitnehmer.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 4,8 / Quartal aus einem zum Quartalsende kündbaren Büronutzungs- und Büroservicevertrag.

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen nicht.

Organe des Instituts

Die Organe der Gesellschaft sind Gesellschafterversammlung und Geschäftsführung.

Mitglieder der Geschäftsführung

Alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Jens Heinneccius, MBA, Hamburg.

Abschlussprüferhonorar

Im Geschäftsjahr wurden vom Abschlussprüfer Abschlussprüferleistungen sowie andere Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 14 erbracht.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung hat es nach dem Abschluss des Geschäftsjahres nicht gegeben.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.870,06 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, den 27. März 2024

gez. Jens Heinneccius

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ELEATIS Asset Management GmbH (im Weiteren auch "EAM") ist ein Finanzdienstleistungsinstitut und unterliegt der kreditwesenrechtlichen Bankenaufsicht.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat der Gesellschaft in 2008 die Erlaubnis zur Erbringung von Anlage- und Abschlussvermittlungen sowie zur Erbringung von Anlageberatungen erteilt. Die Erlaubnis schließt das Recht aus, sich bei der Erbringung der Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen oder mit Finanzinstrumenten auf eigene Rechnung zu handeln. Im Geschäftsjahr 2010 wurde die Erlaubnis auf den Tatbestand der Finanzportfolioverwaltung erweitert.

Da die Gesellschaft als Finanzportfolioverwalter nicht befugt ist, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen oder auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten zu handeln, wird sie als kleines Wertpapierinstitut eingestuft.

Das Kerngeschäft der EAM ist seit ihrer Gründung die Vermögensverwaltung für institutionelle Kunden und seit 2012 außerdem auch die Vermögensverwaltung für Privatkunden im Rahmen von individuellen oder standardisierten Betreuungsmodellen. Daneben erbringt die Gesellschaft seit 2012 auch Beratungs- und Betreuungsleistungen im Wealth Management und im Rahmen von Family Office Services.

1.2 Forschung und Entwicklung

Branchenbedingt ergeben sich für die EAM im Bereich Forschung und Entwicklung keine Erfordernisse.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 stand weiter unter dem Eindruck starker geopolitischer Spannungen und eines anspruchsvollen Inflations- und Zinsumfeldes. Der andauernde Krieg in der Ukraine sowie die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China in der Taiwanfrage, sowie wieder aufflammender Terrorismus an wichtigen Handelsruten führen weiterhin zu Störungen in Lieferketten und Produktionsprozessen. Die weiter hohe Inflation und entsprechende Preissteigerungen führten zu einer verstärkten Zurückhaltung bei den Konsumausgaben mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung. In Zeiten mit hoher Unsicherheit waren auch die Anleger trotz der gestiegenen Verzinsungen für festverzinste Anlagen insgesamt zurückhaltend.

Die hohe Inflation in Kombination und die deutlich nachlassenden Wirtschaftsdynamik verbunden mit Sorgen über mögliche Rezessionen in den westlichen Wirtschaftsräumen führte zu einer Neubeurteilung verschiedener Anlageklassen wie Immobilien, Aktien und anderen Sachwerten.

Dieses weiterhin schwierige Marktumfeld hat auch den Wettbewerb in der Vermögensverwaltung weiter verschärft. Obwohl in den Aktienmärkten eine gute Performance erzielt werden konnte, haben viele Privatanleger davon nicht profitiert. Der Fokus lag auf Neuanlagen im festverzinsten Bereich und dem Abbau von Cashbeständen. Vor dem Hintergrund der hohen Inflation wurden auch wieder Anlagen im Gold stärker nachgefragt. Insgesamt besteht weiter ein Druck auf die Margen in der Vermögensverwaltung der durch die Tendenz zu "sicheren" Anlagen, die typischer Weise geringere Margen erlauben, verstärkt wird.

Insgesamt war auch das Geschäftsjahr 2023 ein Jahr mit schwierigen Markt- und Wettbewerbsentwicklungen.

2.2 Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 kam das Ausscheiden einer Mitarbeiterin erstmalig voll zum Tragen, was sich in entsprechenden Rückgängen bei den Provisionseinnahmen und den Personalkosten niedergeschlagen hat. Die Gesellschaft konnte trotz eines Rückgangs der Provisionseinnahmen um rund 28% und einer Erhöhung der Provisionsaufwendungen von rund 23% durch den starken Rückgang der Verwaltungsaufwendungen um rund 56% ein stabiles Ergebnis erzielen.

Die größten Rückgänge der Provisionsergebnisse waren im Bereich des Beratungsgeschäftes zu verzeichnen (-74%), während die Vermögensverwaltung nur um etwa 10% rückläufig war. Durch die deutlich reduzierten Aufwendungen für Personal und im Bereich weiterer Verwaltungsaufwendungen konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 aber dennoch einen Jahresüberschuss von TEUR 1,9 erzielen.

2.3 Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

2.3.1 Ertragslage

Die Provisionserträge der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 sind um rund TEUR 54 auf TEUR 135 (VJ 189) gefallen. Die Provisionsaufwendungen erhöhten sich um TEUR 15 auf TEUR 77 (Vj. 62). Die Personalaufwendungen reduzierten sich auf TEUR 0 (Vj. TEUR 60). Die anderen Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich auf TEUR 54 ggü. TEUR 63 im Vorjahr.

Für das Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft ein Jahresergebnis von TEUR 1,9 nach TEUR 2,6 im Vorjahr.

2.3.2 Finanzlage

Am 31. Dezember 2023 stehen kurzfristigen Forderungen in Höhe von TEUR 108 kurzfristigen Verbindlichkeiten inklusive Rückstellungen in Höhe von TEUR 26 gegenüber.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich auf TEUR 116 gegenüber dem Vorjahr erhöht (TEUR 112). Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr (78,17%) leicht auf 77,22% zum Geschäftsjahresende reduziert.

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der für die Gesellschaft maßgebliche, nichtfinanzielle Leistungsindikator liegt im Bereich der Mitarbeiterressourcen. Einerseits gilt es neben der organisatorischen Abwicklung des Geschäftes auch den regelmäßig steigenden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden, andererseits kommt der Begleitung des im Wesentlichen für die Kundenakquisition- und betreuung zuständigen vertraglich gebundenen Vermittlers eine hohe Bedeutung zu.

Zum 31.12.2023 beschäftigte die EAM neben dem Geschäftsführer 1 vertraglich gebundenen Vermittler. Die Gesellschaft versucht weiterhin einen Ersatz für die ausgeschiedene Mitarbeiterin zu gewinnen und damit die die Personalressourcen wieder zu erhöhen. Die Personalakquisition gestaltet sich aber weiterhin sehr schwierig.

Durch regelmäßige interne Abstimmungs- und Fortbildungsmaßnahmen sowie durch geförderte externe Weiterbildungsveranstaltungen wird die fachliche Qualifikation der Mitarbeiter regelmäßig aktualisiert und untermauert.

Die EAM erbringt keine nennenswert umweltbelastenden Leistungen und legt großen Wert auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Produktions- und Verbrauchsmitteln.

3 Risikobericht

Die EAM hat als Finanzdienstleistungsinstitut die Mindestanforderungen an das Risikomanagement der BaFin insoweit zu beachten, wie dies vor dem Hintergrund der Institutsgröße sowie von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten zur Einhaltung der gesetzlichen Pflichten aus § 45 WpIG geboten erscheint.

Das übergeordnete Ziel des Risikomanagements ist dabei die permanente Sicherstellung der Risikotragfähigkeit und damit die Sicherung des Unternehmensfortbestandes. Dazu ist es erforderlich, neu entstehende Risiken zeitnah zu identifizieren sowie bestehende Risiken und mögliche finanzielle Konsequenzen daraus zu ermitteln.

Im Rahmen der jährlichen Unternehmensplanung werden durch den Geschäftsführer regelmäßig auch Risikobeurteilungen vorgenommen. Dabei werden sowohl externe Einflussfaktoren, als auch interne Einflussfaktoren, wie die Risikotragfähigkeit, die Ertragslage, die Liquidität etc. berücksichtigt.

Die wesentlichen geschäftsspezifischen Risiken der EAM sind neben den weniger bedeutenden Marktpreisrisiken die operationellen Risiken. Diese und mögliche weitere Risiken werden identifiziert, beobachtet und gezielt gesteuert.

3.1 Marktpreisrisiken

Die EAM hält selber keine Marktpositionen. Sie ist weder im Eigenhandel tätig, noch erbringt es Eigengeschäfte. Vermögenswerte von Kunden nimmt die EAM es nicht entgegen. Das Institut unterliegt daher keinen direkten Marktpreisrisiken. Da die Einnahmen der EAM im Bereich der Portfolioverwaltung an die Höhe des verwalteten Vermögens gebunden sind und darüber hinaus teilweise auch erfolgsabhängige Vergütungen vereinbart werden, wirken sich Veränderungen der Marktpreise für Anlageinstrumente auch auf die Ertragssituation der Gesellschaft aus. Hieraus können sowohl positive als auch negative Effekte entstehen. Daneben können Ertragseinbußen durch Abflüsse von Kundengeldern entstehen. Die marktpreisabhängigen Teile der Portfolioverwaltung machen aber nur einen Teil der Umsatzerlöse der EAM aus und könnten durch Einsparungen bei den Verwaltungsaufwendungen kompensiert werden. Größere Abgänge von Kundengeldern sind in der Vergangenheit saldiert nicht eingetreten bzw. konnten in anderen Geschäftsbereichen kompensiert werden. Eine breite Streuung der Kundenbasis und die Verteilung der betreuten Volumina auf eine Vielzahl von Kunden reduzieren das Risiko von größeren Mittelabflüssen.

3.2 Operationelle Risiken:

Die operationellen Risiken der Gesellschaft bestehen insbesondere durch einen möglichen Ausfall der EDV. Darüber hinaus bestehen operationelle Risiken durch Fehldispositionen bei Wertpapiertransaktionen und durch Haftungsrisiken aus Verträgen.

Im laufenden Geschäftsbetrieb besteht kein wesentliches Risiko eines EDV-Ausfalls, da regelmäßige Datensicherungen auf externen Datenträgern erstellt werden, die einen Ausfall der eigenen Systeme mit geringem Aufwand kurzfristig wieder behebbar machen. Daneben werden für die wesentlichen Anwendungen im Bereich des Portfoliomanagements internetbasierte EDV Systeme der depotführenden Banken genutzt, die jederzeit ortsunabhängig erreichbar sind.

Mögliche Haftungsrisiken aus geschlossenen Verträgen sind, soweit möglich, auf Vorsatz und auf grobe Fahrlässigkeit begrenzt. Die maßgeblichen Verträge der Gesellschaft wurden unter fachanwaltlicher Beratung erstellt und werden regelmäßig einer Kontrolle unterzogen, so dass Haftungsrisiken weitgehend ausgeschlossen sein sollten.

3.3 Risiko aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft setzt grundsätzlich keine Finanzinstrumente ein und hat keine Finanzinstrumente im Bestand.

4 Prognose- und Chancenbericht

Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Geschäftsführung wieder von einer stabilen Entwicklung der Gesellschaft aus. Die Provisionseinnahmen stabilisieren sich bei gleichzeitig geringerem Verwaltungsaufwand.

In einem schwierigem Marktumfeld, das durch eine angespannte geopolitische Lage und Unsicherheiten im Hinblick auf Inflations- und Zinsentwicklung geprägt ist, bleibt auch das Wettbewerbsumfeld sehr kompetitiv. Aufgrund der weiterhin noch reduzierten Personalressourcen geht die Geschäftsführung auch für 2024 nicht von einem größeren Wachstum der Geschäftsaktivitäten aus. Umsatz und Ergebnis der Gesellschaft werden auf Vorjahresniveau erwartet.

5 Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft am Sitz in Hamburg; Zweigniederlassungen existieren nicht.

 

Hamburg, den 27. März 2024

gez. Jens Heinneccius

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ELEATIS Asset Management GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ELEATIS Asset Management GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ELEATIS Asset Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir : sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unterangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Herford, 31. Mai 2024

Vereinigte Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Schrahe, Wirtschaftsprüfer

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