Loick Bioenergie GmbH

Heide 26, 46286 Dorsten, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 6585
Vorher
ENR Energiegesellschaft nachwachsender Rohstoffe mbH
Eingetragen
26.2.1999
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernWärme- und KältehandelBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
a) Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Biogas aus geeigneten Reststoffen und Substanzen sowie zur energetischen Nutzung des Biogases. Weiterhin bietet die Gesellschaft auch Distribution und Verkauf der erzeugten Energieträger (Strom, Warmwasser, Kaltwasser u. ä. m.) sowie Beratung, Planungs- und Finanzierungsdienstleistungen zu diesem Themenkomplex an. b) Projektentwicklung von Bioenergieanlagen und Erbringung von Serviceleistungen für Bioenergieanlagen. c) Verkauf von Know-how und Technologie betr. a). d) Die Gesellschaft ist berechtigt, weitere gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu errichten oder bestehende zu erwerben oder sich an diesen zu beteiligen und die Geschäftsführung an solchen Unternehmen auszuüben sowie sämtliche Geschäfte zu betreiben, die geeignet sind, den Zweck und die Unternehmung der Gesellschaft zu fördern. Sie darf Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tim Josten
seit 13.2.2025
Geschäftsführer
Hubertus Loick
seit 3.2.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Loick Bioenergie GmbH

Dorsten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

LOICK Bioenergie GmbH, Dorsten

Grundlagen des Geschäfts

Die Loick Bioenergie GmbH mit Sitz in Dorsten (LBE) wurde im Jahr 1998 gegründet und ist eine 100 %ige Tochter der Loick AG für nachwachsende Rohstoffe aus Teterow. Die Konzernmutter ist gem. § 293 HGB von der Pflicht, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit. Gleichwohl wird ein freiwilliger Konzernabschluss aufgestellt, in den die Loick Bioenergie GmbH einbezogen wird.

Die Loick Bioenergie GmbH übernimmt das Management, die Projektentwicklung sowie den Kauf und Verkauf von Anlagen zur Erzeugung von Biogas aus geeigneten Reststoffen und Substanzen sowie zur energetischen Nutzung des Biogases.

Die Loick Bioenergie GmbH verwaltet im Berichtsjahr 2022 rund 40 Bioenergieanlagen mit durchschnittlich 16 Mitarbeiter*innen. Die Anlagen versorgen mit einer Energieproduktion von ca. 430.200.000 KW/h zurzeit 115.000 Haushalte.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft war im Geschäftsjahr 2022 stark beeinträchtigt durch den Krieg in der Ukraine, hohe Inflationsraten und die Konjunkturabschwächung in China im Zuge der Zero-Covid-Strategie. Gleichzeitig zeigte sich die Weltwirtschaft deutlich robuster als zwischenzeitliche Prognosen hatten befürchten lassen. Insgesamt belief sich nach aktuellen Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) das globale Wachstum im Gesamtjahr 2022 auf 3,4 %. In den Industriestaaten betrug das Wachstum des Bruttoinlandprodukts rund 2,7 %, in den Schwellen- und Entwicklungsländern rund 4,0 %. In den Staaten der Eurozone legte die Wirtschaft um 3,5 % zu. In Deutschland war ungeachtet der politischen und makroökonomischen Turbulenzen mit einem Wachstum von 1,8 % eine positive Entwicklung zu verzeichnen.

Geschäftsverlauf des Unternehmens 2022

Das Geschäftsjahr 2022 bei der LBE war geprägt von den Auswirkungen der durch den Ukrainekrieg hervorgerufenen Gaspreisentwicklung und dem Bestreben den Umsatz nach Auslaufen der pandemiebedingten Einschränkungen der Wirtschaft wieder zu erhöhen.

Zu den finanziellen Leistungsindikatoren der Loick Bioenergie GmbH gehören die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern (EBT). Als nichtfinanzieller Leistungsindikator wird die Anzahl von Mitarbeitern berichtet.

Ertragslage

Die Loick Bioenergie GmbH weist im Berichtsjahr einen Umsatz von € 14,5 Mio. aus (i. VJ € 12,4 Mio.).

Zum Jahresende weist die LBE ein positives Ergebnis nach Steuern von € 0,42 Mio. aus (i. VJ positives Ergebnis in Höhe von € 0,36 Mio.).

Im Geschäftsjahr betrug die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Mitarbeiter in Elternzeit) 16. Zum Bilanzstichtag sind 15 Mitarbeiter beschäftigt (i. VJ Durchschnitt 16, Stichtag 15).

Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen beträgt zum 31.12.2022 € 17,3 Mio. (i. VJ € 16,2 Mio.). Darin enthalten sind ein Sachanlagevermögen in Höhe von € 1,4 Mio. und Vorräte von € 9,8 Mio. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in betragen € 4,7 Mio. Das Eigenkapital liegt zum Jahresabschluss bei € 2,6 Mio. (i. VJ € 2,6 Mio.).

Die Rückstellungen von € 0,88 Mio. bestehen im Wesentlichen aus Steuerrückstellungen, Rückstellungen für Urlaub und Personalkosten sowie sonstige Rückstellungen. Die LBE war stets in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Chancen- und Risikobericht

Entwicklung des Biogasmarkts und Auswirkungen auf die Loick Bioenergie GmbH

Rohstoffmarkt

Die Preise am deutschen Agrarmarkt waren im Berichtszeitraum allen voran von den Auswirkungen des Ukraine-Krieges geprägt. So stieg der Agrarrohstoff-Index der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) im Verlauf des Jahres 2022 auf einen zwischenzeitlichen Rekordwert von 214 Punkten und lag zu Ende des Jahres 2022 bei 206 Punkten und damit weiterhin deutlich über den Werten der Vorjahre. Zuletzt schwächte sich die Entwicklung jedoch etwas ab. So setzten beispielsweise verbesserte Vegetationsbedingungen in Europa und die Aussicht auf anhaltende Exporte aus der Ukraine die Weizenpreise massiv unter Druck. Die Ernteerträge für Energiepflanzen waren in Deutschland laut Situationsbericht des Deutschen Bauernverbands (DBV) im Jahr 2022 heterogen. Vor allem die Silomaisernte fiel deutlich schlechter als üblich aus und lag aufgrund extremer Trockenheit um rund ein Drittel unter dem Ertrag des Vorjahres. Die Loick Bioenergie GmbH konnte die Preissteigerungen und volatilen Marktbedingungen im Berichtszeitraum nur bedingt durch langfristige Lieferverträge und gute Lagerbevorratung und der engen Zusammenarbeit mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben abfedern und musste zum Teil zu Preisen über dem Zielwert Agrarrohstoffe einkaufen. Auch im laufenden Geschäftsjahr 2023 haben wir neben der allgemeinen Knappheit an Silomais auch mit der teils sehr schlechten Qualität zu kämpfen und müssen kleinere Silomaismengen und Getreidemengen oberhalb der Zielpreise einkaufen. Zudem sind viele Lieferkontrakte ausgelaufen und vorerst nicht verlängert worden.

Insgesamt werden die in der landwirtschaftlichen Produktion allseits gestiegenen Kosten (u. a. für Diesel, Dünger, Löhne) und der zunehmend spürbare Einfluss der Klimaveränderungen (u. a. Trockenheit) in den kommenden Jahren für die Gesellschaft zu höheren Aufwendungen im Rohstoffeinkauf führen.

Marktentwicklung Deutschland

Der weltweite energiebedingte CO 2 -Ausstoß ist nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 % auf einen historischen Rekordwert von 36,8 Mrd. t gestiegen (Deutschland/AG Energiebilanzen e. V.: -1,3 %).

Diese Entwicklung verdeutlicht, wie bedeutend der Einsatz erneuerbarer Energieträger wie Bioenergie für die Bewältigung des Klimawandels ist. Dafür sind in Deutschland wie international günstige regulatorische Rahmenbedingungen notwendig.

Für Biogasanlagenbetreiber spielen dabei die gesetzlichen Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz.

Die aktuelle am 1. Januar 2023 in Kraft getretenen EEG-Novelle soll zur Beschleunigung der Energiewende in Deutschland beitragen. Dabei ist vorgesehen, den Anteil von Wind-, Solar- und Wasserkraft am Bruttostrom bis 2030 auf 80 % zu erhöhen. Für den Biogas-Sektor ist lediglich eine Fokussierung der Biomassenutzung auf hochflexible Spitzenlastkraftwerke vorgesehen. Außerdem sollen die Ausschreibungsmengen für Biomasse stufenweise reduziert und die für Biomethan ab 2023 auf 600 MW pro Jahr erhöht werden. Unabhängig von der restriktiven Strategie der Bundesregierung gehen Experten davon aus, dass allein die Bestandsanlagen in Deutschland bei einer Umstellung auf Gaseinspeisung kurzfristig bis zu 132 TWh Gas im Jahr erzeugen könnten. Mittelfristig seien sogar 160 TWh möglich. Das entspricht etwa einem Drittel der russischen Gasimporte.

Nach Prognosen des Fachverbands Biogas wurden zum Jahresende 2022 9.879 Biogasanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung von 5.926 MW (inklusive Überbauung) in Deutschland betrieben. Das entspricht einer Stromproduktion von 33,56 TWh oder 9,59 Mio. mit Biogas versorgten Haushalten. Der Netto-Zubau beläuft sich damit im Jahr 2022 auf geschätzte 109 Biogasanlagen. Bei einem weiter deutlich steigenden Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Bruttostromerzeugung in Deutschland stagnierte der Anteil von Biogas laut Daten des Statistischen Bundesamts im Jahr 2022 bei 5,8 % (2021: 5,8 %). Ebenfalls vielversprechend entwickelt sich neben der Kraft-Wärme-Verstromung von Biogas in Deutschland der Markt für Biomethan z. B. für den Einsatz im Verkehrs- und Wärmesektor. Hier trat im November 2020 das Gesetz zur Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude (GEG) in Kraft. Es dient der Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie, die dazu verpflichtet, seit 2021 alle Neubauten als Niedrigstenergiegebäude zu errichten. Demnach muss der Energiebedarf jedes Gebäudes sehr gering sein und soll zu wesentlichen Teilen aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.

Im Verkehrssektor schreibt seit dem 1. Januar 2022 das Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote (THG-Gesetz) ebenfalls eine Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energien vor. Mit dem THG-Gesetz hat der deutsche Gesetzgeber die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien im Verkehr (RED II) umgesetzt. Demnach muss der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch im Verkehrssektor bis 2030 bei mindestens 14 % liegen.

In Deutschland will die Regierung die Quote deutlich übertreffen und gibt eine kontinuierliche Steigerung der THG-Minderungspflicht auf 25 % im Jahr 2030 vor. Dieser Marktansatz wird vom Management eng verfolgt und könnte für die Gesellschaft künftig eine interessante Fortführungsoption darstellen.

Ende 2022 wurde außerdem das Strompreisbremsengesetz (StromPBG) verabschiedet, das unter anderem eine Abschöpfung sogenannter Überschusserlöse von Erneuerbare-Energien-Anlagen vorsieht. Erst nach teils intensiven Diskussionen und zeitweise erheblichen Unsicherheiten für den gesamten Biogas-Sektor konnte Rechtssicherheit für die Branche im Rahmen einer Ausnahmeregelung für einen Großteil der Anlagen geschaffen werden. Die Anlage der Gesellschaft ist vom StromPBG nicht betroffen.

 

Dorsten, den 2. August 2023

gez. Hubertus Loick

gez. Ulrich Nettelnbreker

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 1.456.363,60 1.457.476,60
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.534,00 7.676,00
II. Sachanlagen 1.444.796,25 1.449.767,25
III. Finanzanlagen 33,35 33,35
B. Umlaufvermögen 15.795.187,41 14.604.888,63
I. Vorräte 9.844.451,99 9.752.742,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.722.023,40 4.576.610,15
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.228.712,02 275.535,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 90.112,65 95.187,30
Summe Aktiva 17.341.663,66 16.157.552,53

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 2.568.154,70 2.568.154,70
I. Gezeichnetes Kapital 1.500.000,00 1.500.000,00
II. Kapitalrücklage 34.721,38 34.721,38
III. Gewinnvortrag 1.033.433,32 1.033.433,32
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. andere Sonderposten 0,00 6.750,00
C. Rückstellungen 884.027,59 662.555,48
D. Verbindlichkeiten 13.887.231,37 12.920.092,35
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.250,00
Summe Passiva 17.341.663,66 16.157.552,53

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 3.203.371,25 3.041.266,97
2. Personalaufwand 1.444.194,49 1.321.805,05
a) Löhne und Gehälter 1.244.326,09 1.143.671,73
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 199.868,40 178.133,32
davon für Altersversorgung 2.676,90 5.219,98
3. Abschreibungen 172.310,72 242.723,56
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 172.310,72 242.723,56
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.311.281,82 1.154.163,88
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 641.460,90 459.029,25
davon aus verbundenen Unternehmen 35.472,51 30.642,35
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 271.679,10 226.907,10
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 224.392,86 184.170,69
8. Ergebnis nach Steuern 420.973,16 370.525,94
9. sonstige Steuern 2.386,63 2.293,50
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 418.586,53 368.232,44
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Loick Bioenergie GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft nimmt für Zwecke der Offenlegung des Jahresabschlusses die Erleichterungen des § 326 HGB in Anspruch. Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 276 HGB und § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma: Loick Bioenergie GmbH
Sitz: Dorsten
Registergericht: Amtsgericht Gelsenkirchen
Register-Nr.: HRB 6585

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

- unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 Euro (Vorjahr: 84.612,91 Euro), davon der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 Euro (Vorjahr: 4.898,20 Euro).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2022
TEuro
Stand zum 31.12.2021
TEuro
Abschluss- und Prüfungskosten 10,5 9,5
sonstige Rückstellungen 241,6 166,3
- davon Urlaubsrückstellung 119.423,0 77.788,0
- davon Rückstellung für Personalkosten 15.000,0 13.500,0
- davon Rückstellung für Aufbewahrungspflicht 3.300,0 3.300,0
- davon BG-Rückstellung 12.000,0 11.000,0
- davon Rückstellung WP 21.000,0 0,0
- davon Rückstellung Betriebsführung 70.857,0 60.723,0
Sonstige Rückstellungen 252,1 175,8

Restlaufzeitvermerke zu Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 13.631.161,15 Euro (Vorjahr: 12.210.657,85 Euro).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 256.070,22 Euro (Vorjahr: 709.434,50 Euro).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 1.705.221,83 Euro (Vorjahr: 1.279.440,72 Euro).

Gesonderter Ausweis zusätzlicher Posten

Die nachfolgenden Angaben vervollständigen die in der Form der kleinen Kapitalgesellschaft erstellte Bilanz.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Es wurden 15 Arbeitnehmer beschäftigt.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 3,00
Angestellte 11,00
leitende Angestellte 2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 16,0
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 10,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 6,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Hubertus Loick

Ulrich Nettelnbreker

Konzernzugehörigkeit

Die Loick AG für nachwachsende Rohstoffe ist Muttergesellschaft der Loick Bioenergie GmbH. Das Mutterunternehmen ist gemäß § 293 HGB von der Pflicht, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit. Gleichwohl wird ein freiwilliger Konzernabschluss aufgestellt, in den die Loick Bioenergie GmbH einbezogen wird.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 418.586,53 Euro. Gemäß § 1 des Ergebnisabführungsvertrags vom 06.11.2017 (UR-Nr. 912/2017 des Notars Gereon Felderhoff mit Amtssitz in Dorsten) wird der gesamte Jahresüberschuss an die Loick AG für nachwachsende Rohstoffe abgeführt.

 

Dorsten, 02. August 2023

gez. Hubertus Loick

gez. Ulrich Nettelnbreker

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.03.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Loick Bioenergie GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Loick Bioenergie GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Loick Bioenergie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

̈ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

̈ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerkes weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

̈ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

̈ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

̈ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

̈ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerkes erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

̈ beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

̈ beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung feststellen.

 

Kiel, 27. Januar 2025

wetreu NTRG
Norddeutsche Treuhand- und
Revisions-Gesellschaft mbH
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