General Atomics AeroTec Systems GmbH

Galileostraße 396, 82131 Gauting, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 145060
Vorher
Blitz 02-197 GmbHRUAG Aerospace Services GmbH
Eingetragen
7.11.2002
Branche
Luft- und Raumfahrzeugbau für zivile ZweckeBetrieb von Flughäfen und Landeplätzen für LuftfahrzeugeErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Wartung, Vertrieb von Erzeugnissen und Dienstleistungen auf dem Gebiet der Luftfahrttechnik sowie auf allen damit zusammenhängenden und ähnlichen Gebieten.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Gregor Hüttel
seit 18.2.2026
Prokura
Florian Rohe
seit 18.8.2022
Geschäftsführer
Olaf Kaufer
seit 15.3.2021
Prokura
Andreas Klameth
seit 15.3.2021
Prokura
Erik Bollen
seit 15.3.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

3.00% identifiziert97.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
L***** B***
1.50%
K****** B***
1.50%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
GENERAL ATOMICS EUROPE HOLDINGS, INC.USA
80.10%
Points Four World Travel, Inc.USA
16.90%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
General Atomics Europe GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

RUAG Aerospace Services GmbH

Oberpfaffenhofen, Gde. Weßling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Organisatorische und wirtschaftliche Grundlagen des Unternehmens

Die RUAG Aerospace Services GmbH (im Folgenden auch kurz "die Gesellschaft" oder "RAO" genannt) mit dem Sitz in Oberpfaffenhofen ist ein Unternehmen des schweizerischen RUAG Konzerns, dessen oberste Muttergesellschaft die RUAG Holding AG, Bern, ist. Die RUAG Aerospace Services GmbH gehört im Konzern der Division Aviation an.

RUAG Aviation ist führende Anbieterin, Betreuerin und Integratorin von Systemen und Komponenten für die zivile und militärische Luftfahrt. Aufgrund ihres breiten Spektrums an technischen Dienstleistungen, Produktentwicklungen und Testverfahren im Rahmen modernster Infrastruktur, ihrer Erfahrung und ihres umfangreichen Know-Hows ist RUAG Aviation ein kompetenter Partner für Kunden aus diversen Bereichen der Luftfahrt.

Sie ist autorisiertes Service Center für namhafte Original Equipment Manufacturers (OEM´s, wie z.B. Airbus Helicopters, Bell, Cirrus, Dassault Aviation, Embraer, Pilatus) und ist auch Partnerin der Schweizer und der Deutschen Luftwaffe, internationaler Luftstreitkräfte sowie ziviler Flugzeugbetreiber. Außerdem ist sie Herstellerin (OEM) der Dornier 228, eines vielseitigen Flugzeugs für anspruchsvolle Spezialmissionen sowie Passagier- und Cargotransporte.

Zu den Kernkompetenzen des Bereichs RUAG Aviation zählen des Weiteren umfassende Reparatur-, Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten, Upgrades sowie die Entwicklung, Herstellung und Integration von Subsystemen an Flugzeugen, Helikoptern und Triebwerken bis hin zu Innenausstattungs- und Lackierleistungen für Besitzer und Betreiber von Business Jets. Die autorisierten Service-Center für ausgewählte Flugzeugtypen in Oberpfaffenhofen (D) und in der Schweiz (Genf, Bern, Lugano) arbeiten als One-Stop-Shop-Netzwerk um die Kunden optimal zu bedienen.

Der Hauptsitz von RUAG Aviation befindet sich in Emmen bei Luzern, Schweiz. Das Unternehmen ist heute an verschiedenen Standorten in der Schweiz, Deutschland, Australien, Brasilien und den USA präsent und beschäftigt rund 2.000 Mitarbeitende.

Im Windkanal in Emmen werden aerodynamische Tests und Analysen für die Automobil- und Flugzeugindustrie durchgeführt.

Die RUAG Aerospace Services GmbH hat folgende Tätigkeitsschwerpunkte:

Systembetreuung von militärischen Fluggeräten über den kompletten Life-Cycle,

Instandhaltung & Betreuung von Business Jets und Turboprop Flugzeugen, sowie von dazugehörigen Avionikkomponenten und Lackierungen von Fluggeräten aller Art,

Modifikationen der Kabine und Systeme von Business Jets,

Entwicklung, Herstellung, Instandhaltung und Betreuung des 2-motorigen, 19-sitzigen Turboprop Flugzeugs "Dornier Do 228 New Generation",

Instandhaltung, Fertigung und zerstörungsfreie Prüfungen von Flugzeugkomponenten in Metall- und Composite-Bauweise, Ersatzteillieferungen, Refurbishment von Flugzeugkabinen,

Ersatzteil- und Warehouse-Management-Dienstleistungen,

Ingenieursdienstleistungen, Entwicklung und Zulassung von ergänzenden Musterzulassungen für zivile und militärische Fluggeräte sowie Erstellung und Anpassung von für den Betrieb von Fluggeräten notwendiger Dokumentationen.

Wirtschaftsbericht

Markt und Branche

Im Berichtsjahr 2018 zeigte sich eine positivere Entwicklung des Marktes gegenüber dem Vorjahr, was sich in der guten Auslastung bei den regulären Wartungsarbeiten sowie der Vergabe von Modifikationen und Refurbishments zeigte.

Für 2019 werden keine grundlegenden Veränderungen im Markt und in der Branche gegenüber des Vorjahres erwartet.

Unternehmensentwicklung im Allgemeinen

Die Entwicklung der Gesellschaft im Betrachtungszeitraum ist durch nachfolgende wesentliche Aspekte gekennzeichnet:

Weitere Stabilisierung und Ausbau des Business Aviation Geschäftes, d.h. Wachstum im Kerngeschäft der Wartung, sowie Aufbau neuer Geschäftsfelder im Bereich der Kabinenmodifikationen und Systemerweiterungen; weiterer Ausbau der One-Stop-Shop Strategie (all in One Produkt); Stabilisierung der Kapazitäten für das Produkt Embraer Lineage (MRO und Interior) und Aufbau Embraer Legacy 450/500 sowie Gulfstream MRO. Zusätzlich werden neue Produkte / OEMs angestrebt.

Verstärkte Marketing und Vertriebsanstrengungen im Bereich Dornier Do 228 NG und militärische Systembetreuung.

Deutliche Ausweitung der Systembetreuung sowie MRO Tätigkeiten für Hubschrauber des deutschen ÖAG.

Einstieg in MRO Tätigkeiten am NH90 des deutschen ÖAG.

Mit ihrem Leistungsportefeuille steht die Gesellschaft in starkem Wettbewerb mit diversen anderen, z.T. namhaften Anbietern derartiger Leistungen.

Der Auftragseingang der Gesellschaft stieg gegenüber dem Vorjahr (€ 124,4 Mio.) auf insgesamt € 168,3 Mio.

Entwicklung einzelner Geschäftsfelder (Umsatz, Auftragseingang)

Die Aufteilung der Umsätze nach Geschäftsbereichen bzw. nach geographischen Märkten ist aus dem Anhang ersichtlich.

Im Bereich militärische Systembetreuung nahmen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr 2018 bedingt durch die gestiegene Beauftragung im Hubschraubergeschäft aufgrund der Verlängerung des Bell UH-1D Programms erneut deutlich zu.

Des Weiteren gelang der Einstieg in die Betreuung (MRO) von NH 90 Hubschraubern der Bundeswehr mit mehrjährigen Aufträgen. Am Vergabeverfahren "SILV" für einen 10-jährigen Instandhaltungsvertrag NH90 der Bundeswehr mit hohem Auftragsvolumen nahm die Gesellschaft mit einem sehr wettbewerbsfähigen Angebot teil. Zum Ende des Berichtszeitraums ist die Vergabe noch ausstehend.

Die Umsatz- und Ergebnisziele im Bereich militärische Systembetreuung konnten erreicht werden.

Aufgrund der weiterhin zurückhaltenden Auftragsvergabe der Kundschaft wurden die Auftrags- und Ergebnisziele in der Betreuung von Business Jets für das Geschäftsjahr 2018 nicht erreicht. Im Bereich Bombardier (MRO) konnte der Umsatz um 24 % (von € 14,2 Mio. auf € 17,7 Mio.) gesteigert werden. Der Gesamtumsatz der Business Aviation hat sich in den beiden letzten Jahren bei etwa € 32 Mio. stabilisiert. Im sonstigen Bereich, u.a. in der Versorgung des Alpha Jets konnte der Umsatz von € 6,9 Mio. realisiert werden.

Das Geschäftssegment der "full cabin refurbishment" ist weiterhin im Aufbau und hat sich erneut weiter stabilisiert. Die Vermarktung der neuen Geschäftsfelder "Conversion" und "Completion" befindet sich ebenfalls weiterhin im Aufbau. Im Jahre 2018 konnten weitere Projekte hinzugewonnen werden. Für das Geschäftsjahr 2019 ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Bombardier "Completion Center" in den Tätigkeitsfeldern Flugzeuglackierung und Fertigstellung Innenausbau geplant.

Das Interesse an neuen sowie gebrauchten Do 228 Flugzeugen ist weiterhin vorhanden.

Produktion und Beschaffung

Wettbewerbsfähige Einkaufskonditionen sind eine Basis für nachhaltigen Unternehmenserfolg. In Kooperation mit anderen Bereichen sowie die Nutzung eines divisionsübergreifenden Materialgruppenmanagements werden Synergiepotentiale im Beschaffungsbereich identifiziert und realisiert. Andauernde Anstrengungen werden im Lieferantenqualitätsmanagement unternommen, um die Qualität und die Liefertreue zu erhöhen.

Mitarbeiter

Das Unternehmen beschäftigt erfahrene und qualifizierte Mitarbeiter, die dem Unternehmen bereits langjährig angehören.

Seit 1. Januar 2005 besteht zwischen dem Unternehmen und der Industriegewerkschaft Metall, Bezirk Bayern, ein Werktarifvertrag, in dem die Vergütungen und weitere Rahmenvereinbarungen geregelt sind. In 2014 wurde mit der Umsetzung des Ende 2013 verhandelten Sanierungstarifvertrages begonnen. Dieser hatte eine Laufzeit bis 31.12.2018 und wurde bis 31.03.2019 verlängert. In der Folge wurde ein Werktarifvertrag mit Laufzeit von 01. April 2019 bis 31. Dezember 2023 verhandelt.

Umwelt

Umweltauflagen werden konsequent überwacht und eingehalten. Die notwendigen personellen und organisatorischen Vorkehrungen und Maßnahmen sind getroffen.

Regelmäßige Emissionserklärungen und Lösemittelbilanzen gegenüber den zuständigen Behörden sind obligatorisch.

Für das Unternehmen ist die weitere Entwicklung des Standorts Oberpfaffenhofen mit dem Ziel der Optimierung von Rahmenbedingungen für die Geschäftsaktivitäten ein wichtiges Element. Unter Berücksichtigung von berechtigten Interessen der anliegenden Gemeinden werden die diesbezüglichen Aktivitäten ausdrücklich unterstützt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist seit Jahren vom Do 228-NG Programm geprägt. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.088 auf T€ 145.000 leicht erhöht.

Das Anlagevermögen beträgt T€ 19.508 (Vorjahr T€ 16.773). Die Investitionen ins Anlagevermögen in Höhe von T€ 4.506 (Vorjahr T€ 3.231) betreffen neben der Ersatzbeschaffungen der Werkstatteinrichtungen und Prüf- und Messgeräte vor allem die Neubeschaffung der Anlagen und Werkzeuge für die Do 228-Produktion (T€ 3.690). Die Investitionen liegen somit über dem Vorjahreswert und gleichzeitig auch über den Normalabschreibungen von T€ 1.674 (Vorjahr T€ 1.695). Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen waren im Berichtsjahr nicht vorzunehmen.

Das Umlaufvermögen beläuft sich auf T€ 122.666 (Vorjahr T€ 124.269) und besteht insbesondere aus Vorräten in Höhe von T€ 86.359 (Vorjahr T€ 86.169); aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 19.688 (Vorjahr T€ 23.866), aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 13.313 (Vorjahr T€ 11.832) sowie sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 3.285 (Vorjahr T€ 2.351).

Der Bruttobestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erhöhte sich vor allem aufgrund der Steigerung der Materialbestände für die Do 228-Produktion zum Vorjahr um T€ 6.840; die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie Waren nahmen um T€ 2.643 zum Vorjahr ab. Die Wertabschläge auf das Vorratsvermögen haben sich im Berichtsjahr um T€ 471 auf T€ 16.985 leicht reduziert. Die geleisteten Anzahlungen haben sich um T€ 4.007 auf T€ 2.859 verringert. Die Minderung des Postens ist durch die vollständige Lieferung/Abnahme und Bezahlung der werthaltigen Großteile für die Do 228-Produktion bedingt. Die Inventur der Tools und Materialien, die von TASL im Rahmen des Settlement Agreements gekauft wurden, konnte nicht bis 28.02.2019 abgeschlossen werden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (sämtliche innerhalb eines Jahres fällig) liegen zum Bilanzstichtag wegen der Forcierung des Forderungsmanagements im Berichtsjahr um T€ 4.178 unter dem Vorjahreswert. Das Kundenziel (Forderungen/(Umsatzerlöse/12)) beträgt im laufenden Geschäftsjahr 3,0 Monate (Vorjahr 4,0 Monate). Eine grundsätzliche Ausfallgefährdung der Forderungen ist nicht gegeben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um T€ 934 auf T€ 3.285 erhöht.

Die Kapitalstruktur weist unverändert zum Vorjahr eine Eigenkapitalquote von 8,3 % (Vorjahr 8,3 %) auf, die vor allem durch die hohen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verursacht ist. Die Fremdkapitalquote ohne Konzernverbindlichkeiten beläuft sich hauptsächlich aufgrund der hohen erhaltenen Anzahlungen auf 53,8 % (Vorjahr 54,6 %).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich zum Vorjahr um T€ 1.661 erhöht. Im Wesentlichen ist dieser Anstieg durch die Beanspruchung des Cash-Pool Kontos verursacht (T€ 1.626; Vorjahr T€ 17.772).

Höhere Abschlagszahlungen auf die Projekte im Bereich des Do 228-NG-Programms von Kunden führten zu einem mäßigen Anstieg der Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen um T€ 1.924 auf T€ 55.515 im Berichtsjahr.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich zum Vorjahr um T€ 1.447 (T€ 13.554; Vorjahr T€ 15.001) reduziert. Die Abnahme resultiert überwiegend aus dem niedrigeren Ansatz der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Abnahmeverpflichtungen (T€ -463) sowie aus der niedrigeren Bewertung der Drohverlustrückstellung aus Termingeschäften (T€ -473) und aus der Senkung der notwendigen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ -998).

Finanzlage

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2008 besteht ein Cash-Pool-Vertrag mit der RUAG Deutschland GmbH. Durch die Einbindung in das Konzern-Cash-Pooling ist die Liquidität für alle notwendigen Investitionen und Fremdleistungen für Projekte jederzeit sichergestellt. Die hieraus resultierenden Verbindlichkeiten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf € 54,4 Mio. (Vorjahr € 52,7 Mio).

Der Free Cash Flow hat sich zum Vorjahr verbessert und beträgt im Berichtsjahr T€ 1.816 (Vorjahr T€ -7.412). Diese Veränderung beruht im Wesentlichen auf dem Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie dem Abbau der geleisteten Anzahlungen. Gleichzeitig wirken sich die erhöhte Bevorratung sowie die notwendigen Investitionen für das Do 228-Produktionsprogramm negativ aus. Im Vorjahr sind moderate Verschlechterungen des Free Cash Flow prognostiziert worden.

Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit wird durch konzerninterne Kreditvereinbarungen sichergestellt.

Ertragslage

Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2018 hat sich nicht erwartungsgemäß entwickelt. In Bezug auf Umsatzerlöse, Betriebs- (EBIT) und Jahresergebnis, ist die Geschäftsentwicklung deutlich hinter den Erwartungen zurück geblieben. Gründe dafür sind im Wesentlichen die schwache Auftragslage im Bereich Business Jets sowie die Verzögerungen in der Produktion des Do 228-NG-Programms wegen Qualitätsproblemen bei Zulieferern. Die Beauftragungen durch Öffentliche Auftraggeber (ÖAG) bewegten sich bei den militärischen Flugzeugen in etwa über und bei den militärischen Hubschraubern unter Vorjahresniveau.

Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von T€ 78.670 (Vorjahr T€ 71.199) erzielt, wobei das Umsatzplus von T€ 7.471 (10,5 %) hauptsächlich aus den Auslieferungen im Bereich des Do 228-NG Programms und aus der im Berichtsjahr positiven Umsatzentwicklung des Wartungs- und Betreuungsgeschäftes im zivilen Bereich resultiert.

Die Aufwendungen aus der Senkung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von T€ -2.653 sind überwiegend durch die Auslieferung eines bereits im Vorjahr in Herstellung befindlichen Do 228 NG-Flugzeugs verursacht.

Die Minderung bei den sonstigen betrieblichen Erträge um T€ 261 von T€ 3.312 im Vorjahr auf T€ 3.051 im Berichtsjahr beruht im Wesentlichen auf den niedrigeren Versicherungsentschädigungen (T€ -1.232) und den niedrigeren realisierten Kursgewinnen (T€ -309). Gleichzeitig tragen die höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ +1.168) sowie aus der Wertberichtigungen (T€ +132) zu der Erhöhung der Position bei.

Der Materialaufwand reduzierte sich um T€ 6.344 auf T€ 30.901. Gemessen an der Gesamtleistung (Saldo aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und aktivierten Eigenleistungen) ist der Materialaufwand gegenüber dem Vorjahr von 43,7 % auf 40,6 % verringert.

Der Personalaufwand - gemessen an der Gesamtleistung - liegt mit 45,2 % um 7,0 % - Punkte unter dem Vorjahresniveau (38,2 %). Aufgrund der wachsenden Mitarbeiterzahl ist der Personalaufwand im Berichtsjahr um T€ 1.826 von T€ 32.555 auf T€ 34.381 gestiegen. Dies ist hauptsächlich durch den verstärkten Produktionsaufbau des Do - 228 Programms sowie durch die gestiegene Beauftragung durch Öffentliche Auftraggeber (ÖAG) bedingt.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 24.119 (Vorjahr T€ 27.276) sind in erster Linie neben den Aufwendungen für Mieten der Geschäfts- und Büroräume, die Dienstleitungen Dritter, die Kosten für Fremdarbeitskräfte, die Managementleistungen der RUAG Deutschland GmbH (Erbringung von Leistungen in den Bereichen Infrastruktur und Rechtsberatung) sowie die Informatikleistungen der RUAG Corporate Service AG, Thun, und die Managementleistungen der RUAG Schweiz AG, Emmen, enthalten. Bezogen auf die betriebliche Gesamtleistung (Saldo aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung sowie aktivierten Eigenleistungen) liegt die Aufwandsquote - bei rd. 31,7 % (Vorjahr rd. 32,0 %). Diese Kostensenkung ist im Wesentlichen durch die niedrigeren Zuführungen zu projektbezogenen Rückstellungen (T€ -5.043), durch die rückläufigen Kosten für Fremdpersonal (T€ -781) sowie durch die niedrigeren Reisekosten (T€ -371) verursacht. Gleichzeitig tragen die höheren Dienstleistungsgebühren Dritter (T€ +1.069), die einmaligen Vertragstrafen (T€ +615), die höheren Prüfungs- und Beratungskosten (T€ +405) sowie durch die höheren Wertberichtigungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ +390) zu dem Anstieg der Position bei.

Die Gesellschaft weist somit im Berichtsjahr mit T€ -11.921 ein niedrigeres Betriebsergebnis (EBIT) aus als im Vorjahr (T€ -10.325).

Im Zinsergebnis wirken sich neben den lfd. Zinszahlungen aus den von der Konzerngesellschaft, RUAG Holding AG, Bern, über die RUAG Deutschland GmbH zur Verfügung gestellten Darlehen auch die Zinsaufwendungen und die Zinserträge aus dem Cash-Pool aus. Bei einem relativ stabilen Zinssatzniveau erhöhte sich der Zinsaufwand um T€ 146 von T€ 1.002 im Vorjahr auf T€ 1.148 im Berichtsjahr. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den höheren Cash-Pool Verbindlichkeiten.

Der ansonsten auszuweisende Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 13.097 (Vorjahr T€ 11.351) wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags von der RUAG Deutschland GmbH getragen.

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die strategischen Ziele der RUAG Aerospace Services GmbH werden in einer mittelfristigen Unternehmensplanung abgebildet. Die finanziellen Leistungsindikatoren sind die Kennzahlen Umsatzerlöse, EBIT, sowie Free Cash Flow. Diese werden unter Zugrundelegung von Swiss GAAP FER Rechnungslegungsgrundsätzen regelmäßig an die Mitglieder der Konzernleitung berichtet. In Abweichung von der Berichterstattung nach Swiss GAAP FER bestehen in der Rechnungslegung nach HGB Unterschiede insbesondere bei der Bilanzierung des Anlagevermögens sowie bei der Bewertung von den langfristigen Personalverpflichtungen.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind im Wesentlichen die Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit sowie die Lieferantentreue. Auf der Grundlage von sowohl internen anonymen Befragungen der Mitarbeiter als auch Analysen unter Einbeziehung der Schlüsselkunden und Lieferanten werden die einzelnen Kriterien ausgewertet und zielorientiert entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Darüber hinaus stehen Prozessqualität und -sicherheit im Focus.

Chancen- und Risikobericht

Markt und Geschäftsbereiche im Geschäftsjahr 2018

Das Jahr 2018 war für die Business Aviation ein weiteres Jahr der Vorsicht bei den Betreibern von Geschäftsflugzeugen sowohl hinsichtlich Neuanschaffungen als auch der Vergabe von Modifikationen, Upgrades oder Refurbishments.

Chancen

Für 2019 zeigt sich eine deutlich positivere Einstellung, was sich in der guten Auslastung bei den regulären Wartungsarbeiten sowie der Vergabe von Modifikationen und Refurbishments zeigt.

Im Bereich der Modifikationen zeichneten sich, wie im Berichtjahr auch, neuerlich leicht positive Tendenzen ab. Ziel wird es sein, an der erwarteten Markterholung durch Neukunden-Akquisition und der Gewinnung von Marktanteilen bei Großflottenbetreibern zu partizipieren.

Langfristig steigende Stückzahlen der Flugzeughersteller werden sich auch in 2019 nicht unmittelbar auf das Maintenance, Repair and Overhaul (MRO) -Volumen auswirken. Die langfristige Chance für das Unternehmen liegt weiterhin in der Möglichkeit, sich durch Portfolio-Erweiterungen, Stärkung des Serviceprofils sowie durch Partnerschaften und Kooperationen (speziell im Interior-Bereich) als Alternative europaweit im After-Market-, MRO-, Modifikations- und Refurbishmentmarkt zu etablieren.

Im Bereich der militärischen Systembetreuung werden im laufenden Geschäft mit den Altbaumustern aufgrund der bestehenden Verträge sowie mit dem Einstieg in die NH90 Betreuung keine Ertragsrisiken gesehen. Jedoch muss die absehbare Außerdienststellung der Bell UH-1D durch neue Projekte mit der Bundeswehr kompensiert werden. Aktuell sind dies der Einstieg in die Instandhaltung des NH90 Hubschraubers der Bundeswehr auf Basis des langjährigen Instandhaltungsrahmenvertrags, die Ausschreibung für einen 10-jährigen Instandhaltungsvertrag NH90 Bundeswehr sowie die angekündigte Ausschreibung für Beschaffung und Betreuung eines neuen Schweren Transporthubschraubers (STH) der Bundeswehr.

Im Kundendienst der Dornier Do 228 Flotte werden aufgrund der bestehenden Verträge nach wie vor keine gravierenden Risiken gesehen. Auch hier müssen die Marketing- und Vertriebsaktivitäten bei und mit den Bestandskunden weiter vorangetrieben werden. Eine intensive Diskussion mit den Bestandskunden ist auch deshalb von Nöten, um evtl. die Dornier Do 228 NG als Nachfolgebeschaffung der Bestandskunden zu platzieren. Die verantwortliche Vertriebsabteilung wird auch ein besonderes Augenmerk auf den Gebrauchtmarkt der Dornier Do 228 legen, um aus evtl. Flugzeugan- und -weiterverkäufen entsprechenden Nutzen zu ziehen. Aktuell ist eine leichte Steigerung der Nachfrage für das Modell Dornier 228 NG zu verzeichnen.

Die Zielmärkte der Dornier Do 228 NG sind vor allem Nischenmärkte. Hierbei haben zwei Nischen eine besondere Bedeutung:

Der Special Mission Markt: Hierbei geht es um Flugzeuge, die ein vielseitiges Einsatzspektrum aufweisen und insbesondere zu Aufklärungsflügen im Rahmen von Grenzschutz-, Umweltschutz- und Seeüberwachungsmissionen als auch zu Transportzwecken eingesetzt werden.

Der Advances Commuter Markt: Hierbei geht es um Flugzeuge, die über eine begrenzte Anzahl von Passagiersitzen verfügen und die bezogen auf Lage (geografisch, klimatisch) und Infrastruktur (Beschaffenheit der Landepiste) anspruchsvolle Flugplätze anfliegen.

Risiken

Generell: Wettbewerb, Preiskämpfe, Strategien, Wechselkurse

Restrisiken bestehen nach wie vor im Wesentlichen durch einen weiter verstärkten Wettbewerb und die damit verbundenen Preiskämpfe sowie durch die sich verändernden Rahmenbedingungen sowie After Sales Support-Strategien der Flugzeughersteller. Auch ein sinkender Wert des US Dollars gegenüber dem Euro beeinträchtigt die Wettbewerbsfähigkeit der RUAG in der interkontinentalen Ausschreibung von großen Wartungs- und Modifikationsprojekten.

Einzelrisiken

Im Folgenden werden die Risiken in Reihenfolge der abnehmenden Bedeutung dargestellt.

Preisänderungsrisiken, Derivate

Preisänderungsrisiken, die sich aus einer Volatilität der Wechselkurse ergeben können, sind überschaubar, da sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten überwiegend auf Euro lauten und Einzelprojekte in Fremdwährungen bei Bedarf über den RUAG-Konzern abgesichert werden können. Insbesondere wurden die teilweise in USD-lautenden Beschaffungsverträge für die Produktion der Do 228 über Devisentermingeschäfte bei der RUAG Holding AG, Bern, Schweiz, abgesichert. Gleichwohl bestehen in Abhängigkeit von der künftigen Volatilität des USD und der Effektivität der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte sowohl Chancen als auch Risiken für das Unternehmen.

Die in Bezug auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehenden latenten Preisänderungsrisiken, welche sich aus nachgelagerten Preisprüfungen der sog. öffentlichen Auftraggeber ergeben können, werden fortlaufend analysiert und über entsprechende Rückstellungsbildungen abgedeckt.

Ausfallrisiken

Wesentliche Ausfallrisiken sind unter Berücksichtigung der Kundenstruktur, welche zu einem großen Teil öffentlichen Auftraggebern besteht, nicht erkennbar. Bestehende Einzelrisiken sowie allgemeine Wertminderungsrisiken im Debitorenbestand wurden durch entsprechende Abwertungen berücksichtigt.

Liquiditätsrisiken

Infolge der Konzerneinbindung und der insoweit sichergestellten Finanzierung des Liquiditätsbedarfs über konzerninterne Darlehen und einen Cash-Pool sind derzeit keine nennenswerten Liquiditätsrisiken erkennbar.

Sonstige Risiken

Der Betrieb unseres Geschäfts setzt das Vorliegen einer Vielzahl nationaler und internationaler behördlicher Zulassungen und Zertifizierungen voraus. Das hierauf aufbauende Qualitätsmanagementsystem sowie die in der Vergangenheit erworbenen Marktkenntnisse und die damit verbundenen Qualifizierungen unserer Mitarbeiter reduzieren geschäftsinhärente Risiken, wie beispielsweise technische und haftungsrechtliche Risiken. Bestehende Gewährleistungsrisiken werden fortlaufend überwacht und durch entsprechende Rückstellungsbildungen abgedeckt.

Gesamtbeurteilung

Aufgrund der breiten Marktaufstellung der RUAG Aerospace Services GmbH (RAO) als Hersteller und Betreuer sowohl militärischer als auch ziviler Flugzeuge und einer ausgeglichenen Risikoverteilung sind unter Berücksichtigung der sich für die RAO bietenden Chancen keine kritischen Auswirkungen aus den vorstehend beschriebenen Risikopotentialen erkennbar. Bestandsgefährdende Risiken bestehen auch angesichts des mit der Muttergesellschaft abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages und der Konzernfinanzierung daher nicht.

Prognosebericht

Das Unternehmen ist mit seinem Leistungs- und Produktportfolio sowohl im Bereich der zivilen als auch der militärischen Luftfahrt sowie der Produktion von Luftfahrzeugen breit aufgestellt. Dieser Grundsatz wird - orientiert an Markt und Kunden sowie den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und industriepolitischen Rahmenbedingungen - konsequent mit Fokus auf Margenorientierung weiterverfolgt.

Dies bedeutet im Einzelnen:

Die begonnene Positionierung als Flugzeughersteller in den zuvor genannten Nischenmärkten für Turboprop-Flugzeuge bis 19 Sitze bzw. 2 Tonnen Zuladung durch das Programm Dornier Do 228 NG soll weiter ausgebaut werden. Gezielte Vertriebsaktivitäten zur Bearbeitung entsprechender Märkte sind weiter zu lancieren bzw. zu forcieren; auch hier werden internationale Zusammenarbeiten angestrebt.

Die Betreuung der weltweit operierenden Flotte bleibt dabei ein wesentliches Element des Geschäfts des Unternehmens. Mittel- und langfristig ergeben sich durch die neu in den Markt kommenden Flugzeuge weitere Chancen in diesem Bereich.

Der Bereich Betreuung Business Aviation wird in Kooperation mit Partnern sowie den Flugzeugherstellern an der konsequenten Weiterentwicklung des "One-Stop-Shop" Konzepts (MRO, Painting und Modifikationen) arbeiten. Zunehmende Fokussierung auf Großprojekte und margenträchtige Modifikationen tragen dabei nachhaltig zur Ergebnisverbesserung bei. Zusehends Bedeutung gewinnt hier das Produkt der Embraer und Gulfstream Produktserie.

Die militärische Systembetreuung wird weiterhin einen signifikanten Beitrag zum Geschäft leisten. Langfristig wird dieser Bereich durch Ausweitung der Leistungen (MRO) auf andere Systeme des deutschen ÖAG sowie durch Kooperationen mit anderen Unternehmen weiterentwickelt.

Langfristig wird erwartet, dass das Unternehmen eher stärker im Markt auftreten kann.

Die mittelfristige Unternehmensplanung 2019-2022 geht für das Geschäftsjahr 2019 von einer leichten Umsatzsteigerung aus. Unter Berücksichtigung der in der Vergangenheit initiierten Strukturmaßnahmen ist im kommenden Geschäftsjahr mit einem leicht besseren EBIT zu rechnen. Beim Free Cash Flow rechnen wir genauso mit einer leichten Verbesserung.

Die Erwartungen für 2019 in Bezug auf die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sind die weitere Steigerung der Qualität und der Kundenzufriedenheit sowie die Aufrechterhaltung/ Verbesserung der Lieferantentreue.

 

Oberpfaffenhofen, den 30. September 2019

Die Geschäftsführung

Volker Wallrodt

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Werte in Euro

Aktiva

31.12.2018 31.12.2017
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.173.400,73 7.318.150,71
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.055.128,19 1.269.094,31
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.589.208,47 8.095.329,74
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.690.222,37 90.600,00
  12.334.559,03 9.455.024,05
  19.507.959,76 16.773.174,76
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe 49.910.220,43 43.070.015,96
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 25.372.840,51 27.699.098,72
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.217.188,78 8.534.213,34
4. Geleistete Anzahlungen 2.858.556,88 6.865.428,55
  86.358.806,60 86.168.756,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.687.889,13 23.865.965,29
2. Forderungen gg. verbundene Unternehmen 13.313.177,99 11.832.284,92
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.285.001,75 2.351.198,51
(davon aus Steuern € 3.004.157,76 / Vorjahr € 0,00)    
  36.286.068,87 38.049.448,72
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 21.239,94 50.357,16
  122.666.115,41 124.268.562,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.825.826,10 2.869.730,10
  144.999.901,27 143.911.467,31

Passiva

   
31.12.2018 31.12.2017
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklagen 11.000.000,00 11.000.000,00
  12.000.000,00 12.000.000,00
B. Rückstellungen    
Sonstige Rückstellungen 13.553.953,41 15.001.094,79
  13.553.953,41 15.001.094,79
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 55.514.848,78 53.590.692,51
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.919.534,83 8.900.507,13
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 55.036.484,00 53.375.006,97
4. Sonstige Verbindlichkeiten 975.080,25 1.044.165,91
(davon aus Steuern € 488.783,63 / Vorjahr € 678.913,35) 119.445.947,86 116.910.372,52
  144.999.901,27 143.911.467,31

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018

Werte
in Euro
2018 2017
1. Umsatzerlöse 78.669.965,03 71.198.564,07
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.653.028,28 11.321.977,90
3. andere aktivierte Eigenleistung 85.970,99 2.613.587,71
4. Gesamtleistung 76.102.907,74 85.134.129,68
5. Sonstige betriebliche Erträge 3.050.972,73 3.311.934,20
(davon Fremdwährungsgewinne € 754.586,34 / Vorjahr € 1.063.730,99)    
  79.153.880,47 88.446.063,88
6. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -16.513.110,31 -17.651.558,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -14.387.691,43 -19.593.592,31
  -30.900.801,74 -37.245.151,18
7. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -29.351.502,81 -27.751.716,31
b) soziale Abgaben -5.029.123,27 -4.803.721,95
  -34.380.626,08 -32.555.438,26
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.674.160,70 -1.694.641,63
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -24.119.327,04 -27.275.904,23
(davon Fremdwährungsverluste € -853.628,96 / Vorjahr € -830.702,35)    
10. Betriebsergebnis -11.921.035,09 -10.325.071,42
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 966,44
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00 / Vorjahr € 0,00)    
(davon aus Abzinsung der Rückstellungen € 0,00 / Vorjahr € 0,00)    
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.148.394,89 -1.001.935,50
(davon an verbundenen Unternehmen € -1.062.190,27 / Vorjahr € -937.140,89)    
(davon aus Aufzinsung der Rückstellungen € -14.062,00 / Vorjahr € -56.520,61)    
13. Finanzergebnis -1.148.394,89 -1.000.969,06
14. Ergebnis nach Steuern -13.069.429,98 -11.326.040,48
15. sonstige Steuern -27.288,81 -24.599,90
  -13.096.718,79 -11.350.640,38
16. Erträge aus Verlustübernahme 13.096.718,79 11.350.640,38
17. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

I. Allgemeine Hinweise

Die RUAG Aerospace Services GmbH (nachfolgend und Kurz als "RAO" bezeichnet) hat ihren Sitz in Oberpfaffenhofen, Deutschland, und ist beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 145060 eingetragen.

Die RUAG Aerospace Services GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften der GmbH aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, auch im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

1. Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Aktivposten

2.1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und linear unter Zugrundelegung einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren (Lizenzen), drei bis zehn Jahren (Software, Baurechte) sowie einer geplanten Produktionsmenge (Produktionsrechte) abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen wurden ebenfalls zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Einbeziehung von Nebenkosten aktiviert. In Bezug auf den Umfang der Herstellungskosten wird auf die nachfolgenden Erläuterungen zu den Vorräten verwiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen, denen eine Nutzungsdauer von überwiegend drei bis vierzehn Jahren zugrunde liegt, werden in Anlehnung an die amtlichen AfA-Tabellen für die Zugänge bis zum 31. Dezember 2007 linear bzw. - soweit steuerlich zulässig - nach der degressiven Methode vorgenommen; sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen (Übergangsregel gemäß § 7 Abs. 3 EStG). Ausgenommen von dieser Regel sind:

aktivierte Mieteinbauten: lineare Abschreibung über den Zeitraum des im Zeitpunkt der Aktivierung geltenden Mietvertrages

aktivierte Eigenflugzeuge Do 228: lineare Abschreibung über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren

Zugänge zum Sachanlagevermögen ab dem 1. Januar 2008 werden grundsätzlich linear abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen pro rata temporis (zeitanteilig). Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertige Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Danach werden abnutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ohne den darin enthaltenen Vorsteuerbetrag EUR 250,00 (bis Ende 2017 EUR 150,00) - nicht aber EUR 1.000,00 - übersteigen, in einen jährlichen Sammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Jahren planmäßig abgeschrieben. Die geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungswert bis zu EUR 250,00 (bis Ende 2017 EUR 150,00) werden in voller Höhe sofort als Aufwand erfasst.

2.2. Umlaufvermögen

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden mit gleitenden Durchschnittspreisen bzw. entsprechend dem Niederstwertprinzip zu ihren niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet. Dem Wertminderungsrisiko aus bspw. langer Lagerdauer wird durch einen Reichweitenabschlag Rechnung getragen, wobei für Flugzeugbaumuster mit vertraglich fixierter Bevorratung gesonderte Abwertungssätze gewählt werden, da hier eine längerfristige Bevorratung nicht zwangsläufig zu einer höheren Abwertung führt.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden mit Herstellungskosten bewertet. In die Berechnung der Herstellungskosten fließen Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, der allgemeinen Verwaltung sowie des durch die Fertigung verursachten Werteverzehrs des Anlagevermögens ein. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt.

Auf die Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse, die nach der gleichen Methode wie die unfertigen Erzeugnisse ermittelt werden, werden Wertberichtigungen vorgenommen, die die Altersstruktur der fertigen Erzeugnisse angemessen berücksichtigen.

Die Bewertung der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten zum Bilanzstichtag.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennwert (Anschaffungskosten) angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert (Anschaffungskosten) bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Alle nicht einzelwertberichtigten Forderungen mit einem ähnlichen Ausfallsrisiko werden in Gruppen zusammengefasst und mittels von der Altersstruktur der Forderungen abhängiger, gestaffelter Wertberichtigungssätze abgewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen werden saldiert ausgewiesen, soweit eine Aufrechnungslage nach § 387 BGB gegeben ist.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

2.3. Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Passivposten

3.1. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

3.2. Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Die im Vorjahr erstmalig entstandenen Verpflichtungen aus dem zum Bilanzstichtag nach Maßgabe des Blockmodells abgeschlossenen Altersteilzeitvertrag wird auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Zugrundelegung der "Richttafel 2018 G" von Heubeck Richttafeln GmbH sowie eines Rechnungszinssatzes von 2,32 % p.a. (Vorjahr 2,80 % p.a.) bewertet; der Einkommenstrend wird mit 2,75 % p.a. (Vorjahr 2,75 % p.a.) berücksichtigt. Beim Rechnungszinssatz wurde die Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen, d.h. der zum 31. Dezember 2018 von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren.

Der zum Bilanzstichtag bestehende Erfüllungsrückstand aus Altersteilzeitarbeitsverhältnissen wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der ATZ - Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremden Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die passivierten Jubiläumsverpflichtungen wurden auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Zugrundelegung der "Richttafel 2018 G" (Aktivensterbetafel) von Heubeck Richttafeln GmbH sowie eines Rechnungszinssatzes von 2,32 % p. a. (Annahme einer Duration von 15 Jahren; Vorjahr 2,80 % p.a.) bewertet. Der Einkommenstrend wurde in der Bewertung mit 2,75 % p.a. (Vorjahr 2,75 % p.a.) und die Fluktuation mit 2,50 % p.a. (Vorjahr 2,50 % p.a.) berücksichtigt. Der Rechnungszins entspricht dem von der Deutschen Bundesbank für Oktober 2018 veröffentlichten Rechnungszins.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbauverpflichtungen aus Mietverhältnissen wird eine entsprechende Rückstellung in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Die zu erwartenden Gesamtkosten werden bis zum 30. Juni 2020 ratierlich angesammelt, voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerung werden mit 1,50 % p.a. berücksichtigt. Die Rückstellung wird mit einem ihrer Restlaufzeit kongruenten durchschnittlichen Markzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Urlaubs- und Gleitzeitansprüche der Arbeitnehmer werden auf Vollkostenbasis unter Berücksichtigung der individuellen Zeitguthaben pro Mitarbeiter und einer sog. Ist-Jahresarbeitszeit von 206 Tagen (Vorjahr 208 Tage) sowie einer voraussichtlichen Tarifanpassung von 0,0 % p.a. (Vorjahr 1,50 % p.a.) bewertet.

3.3. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie geleistete Anzahlungen oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden ebenfalls zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

5. Laufende und latente Steuern

Aufgrund des mit der RUAG Deutschland GmbH, Oberpfaffenhofen, bestehenden Ergebnisabführungsvertrages und der insoweit bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft ist nach formaler Betrachtungsweise die RUAG Deutschland GmbH als Organträgerin alleinige Steuerschuldnerin. Dementsprechend sind neben den tatsächlichen auch die latenten Steuern auf die temporären Differenzen zwischen den Bilanzansätzen der Handels- und der Steuerbilanz der RAO im Abschluss der RUAG Deutschland GmbH zu erfassen.

III. Aufgliederungen und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018 und seine Aufteilung sind in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind - sofern nachfolgend keine gesonderte Angabe erfolgt - unverändert zum Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 19.688 (Vorjahr T€ 23.866).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen insgesamt T€ 13.313 (Vorjahr T€ 11.832) und resultieren im Berichtsjahr neben der Forderung gegen die Gesellschafterin RUAG Deutschland GmbH (RD), Oberpfaffenhofen, aus der Verlustübernahme in Höhe von T€ 13.097 (Vorjahr T€ 11.351) überwiegend aus (Netto-) Forderungen des laufenden Leistungsverkehrs mit den weiteren RUAG-Konzerngesellschaften in Höhe von T€ 216 (Vorjahr T€ 481).

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 3.285 (Vorjahr T€ 2.351) beinhalten neben den debitorischen Kreditoren (T€ 90, Vorjahr T€ 97) hauptsächlich das Guthaben aus der Umsatzsteuervoranmeldung sowie aus der Auslandsvorsteuer des Geschäftsjahres (T€ 3.004), Schadenersatzansprüche (T€ 72, Vorjahr T€ 233), Ansprüche gegenüber der Mitarbeiter aus der Gleitzeitregelung (T€ 79, Vorjahr T€ 66).

Das Guthaben auf dem im Jahr 2015 eröffneten Bürgschaftskonto (Vorjahr T€ 1.902) wurde im laufenden Geschäftsjahr ausbezahlt.

Sämtliche sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 2.826 (T€ 2.870) beinhaltet im Berichtsjahr überwiegend abgegrenzte Provisionszahlungen (T€ 2.826; Vorjahr T€ 2.826), die für die künftige Abwicklung von Kundenaufträgen für die Serienproduktion "Do 228 NG" gezahlt wurden.

4. Eigenkapital

Mit der RUAG Deutschland GmbH (RD) besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, der festlegt, dass die jeweiligen Jahresgewinne an RD abzuführen bzw. die jeweiligen Jahresverluste durch RD zu übernehmen sind.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen neben personalbezogenen Rückstellungen unter anderem Beträge für ausstehende Rechnungen abgerechneter Projekte (T€ 5.116; Vorjahr T€ 6.114) und für allgemeine Nachlaufkosten (T€ 772; Vorjahr T€ 730), für drohende Verluste aus den Abnahmeverpflichtungen (T€ 3.496; Vorjahr T€ 3.958) sowie aus Termingeschäften (T€ 69; Vorjahr T€ 542), für Gewährleistungsrisiken (T€ 534; Vorjahr T€ 404), für Preisnachlässe (T€ 81; Vorjahr T€ 85) und für bestehende mietvertragliche Rückbauverpflichtungen (T€ 712; Vorjahr T€ 576).

Die passivierten Verpflichtungen aus dem Personalbereich von insgesamt T€ 2.294 (Vorjahr T€ 2.153) berücksichtigen neben Urlaubs- und Gleitzeitguthaben (T€ 1.083; Vorjahr T€ 1.026) und Jubiläumszuwendungen (T€ 522; Vorjahr T€ 495) die Verpflichtung für Tantiemen (T€ 351; Vorjahr T€ 385). Die um das Deckungsvermögen von T€ 102 (Vorjahr T€ 32) gekürzten Verpflichtungen aus Altersteilzeitarbeitsverträgen belaufen sich auf T€ 39 (Vorjahr T€ 22).

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 belaufen sich unverändert zum Vorjahr auf weniger als ein Jahr.

Die zum 31. Dezember 2018 passivierten Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von insgesamt T€ 55.515 (Vorjahr T€ 53.591) enthalten hauptsächlich Anzahlungen auf die in der Fertigung befindlichen Serienflugzeuge Do 228-NG (T€ 52.212; Vorjahr T€ 50.392).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 55.036; Vorjahr T€ 53.375) beinhalten überwiegend (Netto) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin RUAG Deutschland GmbH (RD) von T€ 54.999 (Vorjahr T€ 53.249), diese resultieren aus der Verbindlichkeit aus Liquiditätsüberlassung im Rahmen des konzernweit etablierten Cashpoolings (T€ 54.355; Vorjahr T€ 52.729) und aus dem laufenden Leistungsverkehr über T€ 643 (Vorjahr T€ 519). Darüber hinaus bestehen gegenüber weiteren Unternehmen des RUAG-Konzerns (Netto) Verbindlichkeiten aus dem laufenden Leistungsverkehr von T€ 37 (Vorjahr T€ 126).

Mit Pfandrechten oder ähnlichen Rechten gesicherte Verbindlichkeiten bestehen nicht.

7. Kurssicherungsgeschäfte

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit insbesondere Währungs- und Preisrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte und Optionen. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Marktpreisen zurückgehen.

Zwecks Reduzierung von USD-Wechselkursrisiken für die Herstellung und den Verkauf von den bereits bestellten Serienflugzeugen "Do 228 NG" wurden im Berichtsjahr die künftigen Netto-Cashflows über Devisenterminkäufe an die Konzernobergesellschaft RUAG Holding AG, Bern, Schweiz, abgesichert. Zum 31. Dezember 2018 bestehen aus den für das Geschäftsjahr 2018 kontrahierten Sicherungsgeschäften Verpflichtungen zum Kauf von TUSD 8.620 mit einem Gegenwert von T€ 7.580. Eine Bewertung der Termingeschäfte unter Zugrundelegung der am Bilanzstichtag gültigen Terminkurse (Marktbewertung) würde einen Gegenwert von T€ 7.511 ergeben. Der Unterschiedsbetrag von T€ 69 stellt einen nicht realisierten Verlust dar, der entsprechend dem Imparitätsprinzip als drohender Verlust bilanziert wurde. Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB wurden nicht gebildet.

Der über die Absicherung der Produktion von Serienflugzeugen Do 228-NG hinaus gehende Bedarf an Fremdwährungsmitteln wurde kurzfristig über die RUAG Aerospace Deutschland GmbH in Abstimmung mit der RUAG Holding AG, Bern, Schweiz, zum jeweiligen Tageskurs gedeckt.

IV. Angaben nach § 251; 285 Nr. 3; 3a HGB und Nr. 21 HGB (nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse sowie Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen)

a) Verbundene Unternehmen

Im Zusammenhang mit dem allgemeinen Geschäftsbetrieb unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen auch zu verbundenen Unternehmen, die als nahe stehende Unternehmen zu qualifizieren sind, insbesondere in folgenden Bereichen:

Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen

Bezug/Erbringung von Dienstleistungen

An-/Untervermietung von Büro- und Betriebsflächen

Finanzierungen (inkl. Cash-Pooling)

Da alle Geschäfte mit und zwischen den mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der RUAG Holding AG, Bern, Schweiz, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. Die Verrechnung basiert auf marktüblichen Preisen.

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus bestehenden Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen hat die Gesellschaft finanzielle Verpflichtungen pro Jahr in Höhe von ca. T€ 10.903 (Vorjahr T€ 10.551). Hierin sind Verpflichtungen aus dem mit der RUAG Deutschland GmbH bestehenden Dienstleistungsvertrag in Höhe von ca. T€ 616 (Vorjahr T€ 573) sowie aus dem Mietvertrag für Büro- und Betriebsflächen gegenüber der RUAG Deutschland GmbH in Höhe von T€ 4.827 (Vorjahr T€ 4.746) enthalten. Aus den übrigen Miet- und Dienstleistungsverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen pro Jahr von ca. T€ 5.459 (Vorjahr T€ 5.232), davon T€ 4.514 (Vorjahr T€ 4.677) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die überwiegend kurzfristigen Verträge (Restlaufzeit von weniger einem Jahr) beinhalten eine automatische Verlängerungsklausel, sofern die vorgegebenen Kündigungsfristen nicht genutzt werden.

Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen über den vorstehend angegebenen Umfang hinaus keine weiteren finanziellen Verpflichtungen.

Daneben bestehen Verträge zur Energiever- und Abfallentsorgung mit regional ansässigen Unternehmen, aus denen auch künftig variable, verbrauchsabhängige finanzielle Verpflichtungen entstehen.

Zudem bestanden zum 31. Dezember 2018 Verpflichtungen aufgrund von bereits erteilten Bestellungen (Bestellobligo) in Höhe von T€ 14.061 (Vorjahr T€ 50.446), wobei auf das Baumuster Do 228-NG (Do 228-NewGeneration) ca. T€ 9.637 (Vorjahr T€ 30.954) entfallen.

Weitere Verpflichtungen, die von Bedeutung der Finanzlage der Gesellschaft wären, sind nicht gegeben.

c) Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine nach § 251 HGB angabepflichtigen Haftungsverhältnisse.

V. Aufgliederungen und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden in folgenden Geschäftsbereichen, geographischen Märkten bzw. nach Baumustern erzielt:

2018
T€
2017
T€
Umsätze nach Geschäftsbereichen    
Wartung und Betreuung Zivilflugzeuge 32.727 31.712
Betreuung und Instandhaltung militärischer Hubschrauber 17.079 20.652
Betreuung und Instandhaltung militärischer Flugzeuge 13.461 11.217
Produktion und Verkauf Do 228 NG 8.540 151
Sonstige (A-Jet, Hubschrauber, andere) 6.863 7.467
  78.670 71.199
Umsätze nach geographischen Märkten    
Deutschland 28.039 30.216
Übriges Europa 37.703 30.140
Asien 6.673 4.388
Nord-Südamerika 4.812 4.626
Übrige 1.443 1.829
  78.670 71.199
Umsätze nach Baumustern    
Do 228 29.081 17.357
Bombardier 17.680 14.209
Helikopter 17.234 20.717
übrige betreute Baumuster 8.477 10.687
Embraer 4.427 6.303
sonstige Regionalflugzeuge 1.771 1.926
  78.670 71.199

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 3.051; Vorjahr T€ 3.312) beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 2.150 (Vorjahr T€ 851), insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.932; Vorjahr T€ 765) sowie aus der Auflösung von Einzelwertberichtigung auf Forderungen (T€ 218; Vorjahr T€ 86).

Zudem berücksichtigt der Posten im Wesentlichen realisierte Kursgewinne (T€ 755; Vorjahr T€ 1.064) und Erträge aus Versicherungsentschädigungen (T€ 46; Vorjahr T€ 1.278).

3. Personalaufwand

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres beträgt T€ 34.381 (Vorjahr T€ 32.555).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 24.119; Vorjahr T€ 27.276) beinhalten im Wesentlichen Dienstleistungen der RUAG Corporate Service AG Thun/Schweiz (T€ 2.825; Vorjahr T€ 2.543), Dienstleistungen der RUAG Schweiz AG, Emmen/Schweiz (T€ 1.288; Vorjahr T€ 1.561), Dienstleistungen RUAG Holding AG Bern/Schweiz (T€ 758; Vorjahr T€ 791), Dienstleistungen der RUAG Deutschland GmbH (T€ 597; Vorjahr T€ 513), Dienstleistungen Dritter (T€ 3.805; Vorjahr T€ 2.737) sowie Miet- und Leasingaufwendungen (T€ 5.169; Vorjahr T€ 5.085). Der Aufwand für Fremdpersonal beträgt im Berichtsjahr (T€ 1.152; Vorjahr T€ 1.933). Weiterhin beinhaltet der Posten neben Vertriebsprovisionen (T€ 487; Vorjahr T€ 242) primär Reisekosten (T€ 745; Vorjahr T€ 1.116), realisierte Kursverluste (T€ 854; Vorjahr T€ 831) und Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 770; Vorjahr T€ 380).

Im Berichtsjahr sind darüber hinaus periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 12 (Vorjahr T€ 17) angefallen.

5. Ergebnisabführung

Der ansonsten auszuweisende Jahresfehlbetrag von T€ 13.097 (im Vorjahr T€ 11.351) wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag von der RUAG Deutschland GmbH getragen.

VI. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer setzt sich wie folgt zusammen:

2018 2017
Angestellte 292 292
Gewerbliche Arbeitnehmer 158 149
  450 441

2. Leistungen des Abschlussprüfers

Das Honorar für die von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführte Abschlussprüfung betrug T€ 61.

3. Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2018 und danach war als Geschäftsführer bestellt:

Volker Wallrodt, Dipl.-Wirtschaftsing., Luzern, Schweiz

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Auf die Angabe der Bezüge des amtierenden Geschäftsführers wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält.

4. Aufsichtsrat

Aufgrund der Tatsache, dass die regelmäßige Beschäftigung dauerhaft bei weniger als 500 Arbeitnehmern liegt, wurde der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2013 aufgelöst.

5. Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Die Gesellschaft gehört über ihren Alleingesellschafter RUAG Deutschland GmbH, Oberpfaffenhofen, zum Konzernkreis der RUAG Holding AG, Bern, Schweiz. Die RUAG Holding AG stellt unter Anwendung der Swiss GAAP FER Standards für den kleinsten und zugleich größten Konsolidierungskreis der Unternehmen einen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Konzernobergesellschaft erhältlich. Als verbundene Unternehmen werden alle direkten und indirekten Mehrheitsbeteiligungen der RUAG Holding AG angesehen.

6. Nachtragbericht

Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

 

Oberpfaffenhofen, den 30. September 2019

Die Geschäftsführung

Volker Wallrodt

Entwicklung des Anlagevermögens 2018

in Euro Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2018 Zugänge Abgänge 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.264.797,48 2.799,55 4874,44 12.262.722,59
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.279.751,00 0,00 0,00 7.279.751,00
  19.544.548,48 2.799,55 4.874,44 19.542.473,59
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.617.933,60 47.555,70 23837,06 3.641.652,24
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.147.532,44 764.933,21 332.879,61 23.579.586,04
3. Geleistete Anzahlungen und        
Anlagen im Bau 90.600,00 3.690.222,37 90.600,00 3.690.222,37
  26.856.066,04 4.502.711,28 447.316,67 30.911.460,65
  46.400.614,52 4.505.510,83 452.191,11 50.453.934,24
in Euro Abschreibungen
01.01.2018 Zugänge Abgänge 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.946.646,77 147.546,53 4.871,44 5.089.321,86
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.279.751,00 0,00 0,00 7.279.751,00
  12.226.397,77 147.546,53 4.871,44 12.369.072,86
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.348.839,39 258.459,86 20.775,20 2.586.524,05
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.052.202,60 1.268.154,31 329.979,34 15.990.377,57
3. Geleistete Anzahlungen und        
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  17.401.041,99 1.526.614,17 350.754,54 18.576.901,62
  29.627.439,76 1.674.160,70 355.625,98 30.945.974,48
in Euro RBW
31.12.2018 01.01.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.173.400,73 7.318.150,71
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
  7.173.400,73 7.318.150,71
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.055.128,19 1.269.094,31
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.589.208,47 8.095.329,74
3. Geleistete Anzahlungen und    
Anlagen im Bau 3.690.222,37 90.600,00
  12.334.559,03 9.455.024,05
  19.507.959,76 16.773.174,76

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RUAG Aerospace Services GmbH, Oberpfaffenhofen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RUAG Aerospace Services GmbH, Oberpfaffenhofen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RUAG Aerospace Services GmbH, Oberpfaffenhofen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 30. September 2019

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hutzler, Wirtschaftsprüfer

Vedernykova, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.Dezember 2018 wurde am 22. Oktober 2019 festgestellt.

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