Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 56504
Eingetragen
30.9.2004
Branche
Bauträger für WohngebäudeBauträger für andere Gebäude und BauwerkeKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Der Erwerb von Baudenkmälern, die Sanierung, Renovierung, Restaurierung, Modernisierung denkmalgeschützter Bauten oder historischer Gebäude, der Erwerb von Grundstücken für die Errichtung von Neubauten oder der Erwerb von Wohn- oder Geschäftshäusern, um diese um- und auszubauen, zu sanieren, renovieren und modernisieren, das Projektmanagement u.a. mit der Projektentwicklung, der Durchführung von Baugenehmigungsverfahren und die Baureifmachung von Grundstücken, das Aufteilen von Wohnhäusern in Wohnungseigentum-Einheiten bzw. von Geschäftshäusern in Sondereigentum, der Verkauf selbst entwickelter Immobilien. Die Vermittlung von Immobilien, die Finanzierungsberatung von Grundstücksund WEG-Käufern, das Verwalten und Halten von Grundstücksobjekten, die Vermietung und das Verwerten von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten, ferner Dienstleistungs-Tätigkeiten nach § 34c Gewerbeordnung als Bauträger auszuführen, insbesondere Bauvorhaben als Bauherr im eigenen Namen und für eigene oder fremde Rechnung vorzubereiten und durchzuführen oder als Bauherr im fremden Namen für fremde Rechnung Bauvorhaben vorzubereiten oder durchzuführen und das Erbringen von damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Dazu gehört auch die Durchführung von Bauvorhaben als Baubetreuer im fremden Namen für fremde Rechnung. Ferner der Erwerb und das Halten von Beteiligungen an anderen operativ tätigen Immobilienunternehmen mit ähnlichem Geschäftsprofil, soweit hierfür keine behördlichen Genehmigungen nach dem Kreditwesengesetz (KWG) oder dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) erforderlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Angela Thamm
350.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Thamm & Partner GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

BILANZ zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.513,51 1.522,51
II. Sachanlagen 21.843.491,06 48.184.875,40
III. Finanzanlagen 1.687.778,48 23.532.783,05 1.470.441,25
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 35.789.655,51 13.743.657,16
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 21.151.971,99 20.489.869,22
-davon eingeforderte noch ausstehende Kapitaleinlagen in EUR 20.806.674,81 (Vorjahr EUR 20.093.957,39)
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in EUR 20.835.258,84 (Vorjahr EUR 20.122.541,42)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.560.041,40 65.501.668,90 9.941.420,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.089,23 26.210,01
89.063.541,18 93.857.995,91

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 350.000,00 350.000,00
II. Kapital der atypisch stillen Gesellschafter 79.227.690,07 79.620.379,62
III. Verlustvortrag -886.372,97 78.691.317,10 -886.372,97
B. Rückstellungen 367.415,00 190.850,00
C. Verbindlichkeiten 10.000.739,08 14.579.069,26
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 8.401.817,63 (Vorjahr EUR 12.881.142.06)
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 673.721.68 (Vorjahr EUR 556.119.86)
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren EUR 1.036.512,32 (Vorjahr EUR 1.140.052,66 )
-davon gegenüber Gesellschaftern EUR 83.626,95 (Vorjahr EUR 81.987,21)
-davon aus Steuern EUR 130.093,76 (Vorjahr EUR 14.324,05)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.070,00 4.070,00
89.063.541,18 93.857.995,91

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 2.116.743,73 3.757.375,61
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 626.529,10 627.157,16
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 101.038,11 83.732,26
- davon für Altersversorgung: EUR 2.009,40 (Vorjahr EUR 2.364,00)
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermermögens und Sachanlagen 421.216,16 424.305,23
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.696.423,79 8.142.691,86
5. Erträge aus Beteiligungen 2.130,70 2.324,40
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des 6. Finanzanlagevermögens 10,40 9,10
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 930,52 73,73
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 73.622,55 32.577,61
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Erstattung aus Vorjahr) -0,79 -0,28
10. Ergebnis nach Steuern -8.799.013,57 -5.550.681,56
11. Sonstige Steuern 404,38 820,6
12. Erträge aus Verlustübernahme 8.799.417,95 5.551.502,16
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Im Ergebnis - 8.799 TEUR sind Abfindungsbeträge für die ausgeschiedene stillen Gesellschafter i.H.v. - 5.435 TEUR und Raumkosten/Renovierungskosten i.H.v. - 1.072 TEUR enthalten.

ANHANG zum 31. Dezember 2022

Thamm & Partner GmbH, Berlin

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Thamm & Partner GmbH, Berlin ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter der Nummer HRB 56504.

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 Handelsgesetzbuch. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Satz 1 Handelsgesetzbuch sowie § 274a Handelsgesetzbuch hinsichtlich der Angaben im Anhang wird Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss 2022 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände nach linearer bzw. degressiver Methode vorgenommen. Steuerliche Sonderabschreibungen werden nur in einer steuerlichen Überleitungsrechnung berücksichtigt, nicht jedoch als Abschreibung gebucht. Fremdfinanzierungszinsen wurden zum teil aktiviert.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt und bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

3. Angaben zur Bilanz

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 1.036.512,44 EUR (Vorjahr: 1.140.052,66 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 1.155.234,32 EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1.155.234,32 EUR sind durch Grundschulden besichert.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 20.435.258,84 EUR (Vorjahr: 20.122.541,42 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 8.401.817,63 EUR (Vorjahr: 12.881.142,06 EUR).

Verbindlichkeiten i.H.v. 210.528,22 EUR (Vorjahr: 208.218,45 EUR) bestehen gegenüber Gesellschaftern.

Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Thamm & Partner GmbH, Berlin, mittelbar oder unmittelbar Anteile hält:

Name Adresse Handelsregister Beteiligung 31.12.2022 in % Eigenkapital d. Gesellschaft 31.12.2022 Jahresergebnis 2022
Hotel zur Post Thamm KG Weinhartstr. 13 Amtsgericht München 72,53 499.237,60 EUR 90.649,18 EUR
82211 Herrsching HRA 7022

Das Beteiligungsverhältnis weist den Stand zum 31.12.2022 aus. Die Wertangaben des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses betreffen das Jahr 2022.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Die in 2022 Periodenfremden Aufwendungen sind im Wesentlichen durch Nachlaufkosten aus den Veräußerungen der Immobilien entstanden.

4. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 8.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere aus Mietverhältnissen und Leasingverträgen. Verpflichtungen aus unbefristeten Mietverhältnissen betragen pro Jahr 68 TEUR. Des Weiteren bestehen Mietverhältnisse mit einer Laufzeit von weniger als 5 Jahren mit einem verbleibenden Aufwand in Höhe von 4 TEUR. Aus Leasingverhältnissen bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von 6 TEUR.

Nachtragsbericht

Vorgänge von wesentlicher Bedeutung lagen nach Schluss des Geschäftsjahres 2022 bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nicht vor.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass der Jahresabschluss der Gesellschaft unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft darstellt.

Unterschrift der Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführerin der Gesellschaft ist

Frau Angela Thamm, Kauffrau

 

Berlin, den

Angela Thamm, Geschäftsführerin

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der Thamm & Partner GmbH, Berlin

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen

1. Allgemeines

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft in 2022 umfasste im Wesentlichen die Planung und Aufbereitung sowie die Durchführung von Bauprojekten und die Vermietung von Bestandsimmobilien.

Daneben bietet die Gesellschaft die Möglichkeit zur Beteiligung am Unternehmen mittels stiller Beteiligungen an. Im Geschäftsjahr 2022 konnte die Gesellschaft 385 (Vorjahr: 287) neue atypisch stille Gesellschafter mit einem Beteiligungs- Volumen von insgesamt TEUR 10.102 (Vorjahr: TEUR 8.016) gewinnen und sich damit auf dem Markt gut positionieren - trotz des schwierigen Marktumfeldes im Bereich des Private Equity. Von den Beitritten entfielen 183 auf Einmaleinzahler und 202 auf Rateneinzahler. Die bedungene Einlage betrug bei den Beitritten der Einmaleinzahler TEUR 4.786 und bei den Rateneinzahlern TEUR 5.316.

Die Immobilien-Tätigkeit der Gesellschaft lässt sich in drei Geschäftsbereiche unterteilen:

(a) Bestandsimmobilien, aus denen Mieterträge zu erzielen sind

Hierbei handelt es sich um 5 Objekte in Berlin, um 4 Objekte in Potsdam, 0 Objekte in Leipzig und um 11 Objekte in Görlitz.

(b) Bauträgergeschäft mit Immobilien, die zur Entwicklung bereitstehen

Hierbei handelt es sich um 1 Objekt in Berlin, 4 Objekte in Potsdam, um 4 Objekte in Leipzig und um 22 Objekte in Görlitz.

(c) Bauträgergeschäft mit Immobilien im Bau

Hierbei handelt es sich um 2 Objekte in Berlin, um 0 Objekt in Potsdam, um 1 Objekt in Leipzig und um 4 Objekte in Görlitz.

Die bereits fertig gestellten Objekte, welche in 2022 bereits verkauft worden sind und Objekte die sich aktuell zum Verkauf befinden sind nicht in den o. g. Aufzählungen enthalten. Dies betrifft 3 Objekte in Leipzig, 1 Objekt in Görlitz und 1 Objekt in Potsdam.

2. Umsatzentwicklung

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Jahr 2022 rd. 1,8 Mio € Umsatzerlöse (Vorjahr 5,3 Mio €). Dabei entfielen 760 Tausend € Umsatzerlöse auf Verkaufsmaßnahmen (4,2 Mio. € im Vorjahr) und 1,0 Mio auf Mieteinnahmen aus Bestandsobjekten. Wir verweisen zusätzlich auf die Darstellung der Ertragslage.

3. Branchen- und Marktsituation

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2022 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Trotz des gestiegenen Bruttoinlandsprodukts war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen.

Die Wohnimmobilienpreise sind zum ersten Mal seit 2010 rückläufig. Die Preise sind im 4. Quartal 2022 um durchschnittlich 3,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal gesunken. Ausschlaggebend für den Rückgang der Kaufpreise dürfte eine gesunkene Nachfrage infolge gestiegener Finanzierungskosten und der anhaltend hohen Inflation sein. Im Jahresdurchschnitt 2022 stiegen die Preise für Wohnimmobilien aufgrund der Zuwächse in den ersten drei Quartalen insgesamt um 5,3 % gegenüber 2021. Im Jahr 2021 waren die Preise für Wohnimmobilien mit + 11,5 % so stark gestiegen wie noch nie gegenüber einem Vorjahr seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000.

4. Verlauf des Geschäftsjahres

Das Unternehmen mochte sich im Jahr 2022 mehr auf das Baugeschäft der eigenen Immobilien konzentrieren, um die Preissteigerungen im eigenen Bestand zu generieren, anstatt wie in den Vorjahren auf das operative Bauträgergeschäft.

Die Objekte in Leipzig, Lindenauer Hafen, Cunnersdorfer Str. 2 + 2a und Wurzner Str. 156a, stehen nach abgeschlossenen Bau- und Sanierungsarbeiten zum Verkauf an. Im Bau mit wesentlichen Baufortführungen befinden sich die Objekte Beifußweg 32 in Berlin, Dresdner Str. 18, 18a, Jauernicker Str. 31 und Theodor- Körner Str. 10 in Görlitz. Weitere Gebäudesicherungsmaßnahmen wurden an den Objekten Bismarckstr. 22, Sattigstr, 23, Löbauer Str. 30 und Sohrstr. 1 in Görlitz durchgeführt.

Eine Wohneinheit in der Leiblstr. 22-24 in Potsdam wurde mit Kaufvertrag im Geschäftsjahr 2022 veräußert und bilanziell verbucht.

Das erzielte operative Ergebnis von -8.799 TEUR weicht von der Vorjahresprognose ab. Der Verkauf des Objektes Jägerstr. 23 in Potsdam konnte bis heute nicht final abgeschlossen werden. Hieraus wird ein niedriger siebenstelliger Überschuss voraussichtlich in 2025 erwartet.

Der Geschäftsverlauf in Bezug auf die erzielten Mieteinnahmen, neues Beteiligungsvolumen und auch Investitionsvorhaben in bestehende Objekte erfolgte wie erwartet.

5. Investitionen

Für die Sanierung bzw. Herstellung von Objekten wurden im Geschäftsjahr Mio. EUR 2,3 aufgewendet. Nach wie vor kommt es - und wie es auch künftig zu erwarten ist - zu nicht plangemäßen Baukostenerhöhungen. Ursache dafür ist das ungewöhnlich hohe Bauaufkommen und dadurch bedingt volle Auftragsbücher bei den Baufirmen und steigende Preise bei den Baumaterialien. Die hohe Nachfrage nach Bauleistungen führt dementsprechend zu steigenden Baukosten.

Im Rahmen der Abstimmung der in Vorjahren verbuchten Anzahlungsrechnungen zeigte sich, dass in einer Größenordnung von Mio. 5,5 EUR Anschaffungskosten und Verbindlichkeiten aus Gründen der Vorsicht zu hoch erfasst wurden, ohne dass die Gesellschaft liquiditätsmäßig dadurch in Anspruch genommen wurde.

Im Geschäftsjahr wurden keine Objekte hinzuerworben.

6. Personalbereich

Die Personalstruktur stellt sich in 2022 wie folgt dar: Neben der Geschäftsführerin Frau Angela Thamm hatte die Gesellschaft zum Jahresende 2022 noch sechs Vollzeit-Mitarbeiter und drei Aushilfskräfte in der Verwaltung und freie Mitarbeiter, die bei den vielfältigen und qualifizierten Aufgabenstellungen als externe Fachleute dem Unternehmen zur Verfügung stehen. Zudem sind einzelne Fachgebiete des Unternehmens ausgelagert, wie z.B. Vermietung, Verkauf, Hausverwaltung, Bauabwicklung usw.

B. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Auf der Vermögensseite sind die Sachanlagen um rd. TEUR 26.341 gesunken. Die Vorräte sind um rd. TEUR 22.046 gestiegen. Die Forderungen aus ausstehenden Einlagen gegenüber atypisch stiller Gesellschafter erhöhten sich um TEUR 713. Die flüssigen Mittel sind um rd. TEUR 1.381 gesunken.

Auf der Kapitalseite hat sich das Eigenkapital um TEUR 393 gemindert. Dem langfristig gebundenen Anlagevermögen in Höhe von TEUR 23.533 (rd. 26,42 % der Bilanzsumme) stehen Eigenmittel vor Berücksichtigung der ausstehenden Einlagen in Höhe von TEUR 78.691 (rd. 88,35 % der Bilanzsumme) gegenüber. Unter Berücksichtigung der ausstehenden Einlagen in Höhe von TEUR 20.807 stehen dem langfristig gebundenen Anlagevermögen damit Eigenmittel in Höhe von TEUR 57.885 (rd. 64,99 % der Bilanzsumme) gegenüber. Das Sachanlagevermögen ist somit vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Aufgrund der günstigen Marktpreisentwicklung bei Immobilien ist der Immobilienbestand werthaltig.

2. Finanzlage

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich in 2022 durch planmäßige Tilgungen um TEUR 96 gegenüber dem Vorjahr vermindert.

Die flüssigen Mittel betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 8.560 und die kurzfristig fälligen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände TEUR 289. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie kurzfristigen Rückstellungen in Höhe von rd. TEUR 8.630 sind vollständig durch Barmittel und kurzfristig fällige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände gedeckt.

3. Ertragslage

Das im Geschäftsjahr 2022 erzielte Ergebnis vor Verlustausgleich durch die stillen Gesellschafter beträgt TEUR -8.799 (Vorjahr: TEUR -5.552). Der Verlust ist in Höhe von TEUR 5.435 auf das vertragsgemäße Ausscheiden von Investoren zurückzuführen.

Unter der Berücksichtigung, der Unterteilung in die drei Geschäftsbereiche "Bestandsimmobilien, aus denen teilweise Mieterträge zu erzielen sind (Bestandsobjekte)", "Bauträgergeschäft mit Immobilien, die zur Entwicklung bereitstehen (unsanierte und in Planung befindliche Objekte)" und "Bauträgergeschäft mit Immobilien im Bau oder mit Baugenehmigung", lässt sich die Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr wie folgt darstellen:

Die Bestandsobjekte beinhalten vermietete Gebäude bzw. Wohnungen. Das Ergebnis aus dem Bereich Bestandsobjekte war im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 236 positiv.

Die zur Entwicklung stehenden Objekte beinhalten unsanierte Objekte welche sich in Planung bzw. Entwicklung befinden. Das Ergebnis aus dem Bereich zur Entwicklung stehende Objekte war im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 98 negativ.

Bei den Objekten im Bau ergab sich insgesamt ein Ergebnis in Höhe von TEUR 38 negativ.

Für die Objekte in Abwicklung (stehen bereits zum Verkauf) und bereits veräußerte Objekte ergab sich ein Ergebnis in Höhe von TEUR -290 negativ.

4. Geschäftsführung

Geschäftsführerin der Gesellschaft war im Berichtsjahr Frau Angela Thamm.

5. Angabe zu den Vergütungen

Die Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlten Vergütungen betrug EUR 606.829,10. In diesem Betrag enthalten sind variable Vergütungen i.H.v. EUR 26.000,00. An Führungskräfte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 366.487,48 bezahlt. Mitarbeiter, deren berufliche Tätigkeit sich wesentlich auf das Risikoprofil der Gesellschaft auswirkt, gibt es keine. Die Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlten variablen Vergütungen für die Eigenkapitalbeschaffung und die Emissionskosten betrug EUR 2.329.002,38.

C. Risikobericht

1. Risiken der laufenden Geschäftstätigkeit

Zukünftige Risiken bestehen darin, dass die angenommenen Zuflüsse von Beteiligungskapital/Investitionskapital nicht in der vorgesehenen Höhe und/oder in der angenommenen Zeitschiene dem Unternehmen zur Verfügung stehen. Damit könnten geplante Investitionen nicht realisiert, geplante Umsätze später, stille Reserven in nicht geplanter Höhe realisiert und dadurch geringere Ergebnisse als geplant eintreten. Bei Bauprojekten handelt es sich um langfristige Projekte. Bei einem plötzlichen Einbruch der Immobilienpreise müssen unter Umständen Verkäufe mit Verlust vorgenommen werden.

2. Risiken im Gesellschafterbestand

Der atypisch stille Gesellschaftsvertrag wird grundsätzlich auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Mindestlaufzeit beträgt zehn Jahre. Der atypisch stille Gesellschafter ist bei vertragsgemäßem Ausscheiden am Vermögen, den stillen Reserven und dem Geschäftswert der Thamm & Partner GmbH beteiligt. Die stillen Reserven sind in Grundstücken und Gebäuden gebunden. Es besteht daher das Risiko, dass eine Vielzahl von Investoren von ihrem vertragsgemäßen Kündigungsrecht Gebrauch macht und dadurch Beteiligungskapital in erheblicher Höhe abfließt. Zwar wird dieses Risiko begrenzt durch einen gesellschaftsvertraglichen Auszahlungsvorbehalt; gleichwohl wären bei einem unerwartet hohen Anteil der Kündigungen geplante Investitionsvorhaben und künftige Ergebnisse gefährdet. Die künftige Entwicklung der Gesellschaft wäre dann beeinträchtigt.

Auch unter Berücksichtigung, dass die Kündigungsfrist ein Jahr beträgt, lassen sich die künftigen bereits bekannten vertragsgemäßen Austritte wie folgt quantifizieren: 257 Kündigungen zum 31.12.2020, 322 Kündigungen zum 31.12.2021 und 433 zum 31.12.2022. Die Zahl der quantifizierten Kündigungen zum Stichtag 31.12.2020, 31.12.2021 und 31.12.2022 korrespondieren mit dem Platzierungsstand in den Jahren zum 31.12.2010, 31.12.2011 und 31.12.2012.

3. Risiken aus Vertragsumsetzungen

Es besteht das Risiko, dass für die Gesellschaft Bauarbeiten nicht zeitgerecht und auch über den mit Bauunternehmen vertraglich vereinbarten finanziellen Rahmen hinaus ausgeführt werden. Als Gegenmaßnahme soll ein weiterer Ausbau des Baustellen- Controllings erfolgen.

4. Risiken aus operativer Tätigkeit

Aufgrund des Fehlens eines mittleren Managements und weiterer Führungskapazitäten, besteht eine Abhängigkeit des Erfolgs der Gesellschaft von der Gesellschafter- Geschäftsführerin. Bereits in 2013 wurden Maßnahmen entsprechend eingeleitet. Diese werden auch heute fortgesetzt. Es erfolgten diesbezüglich insbesondere strukturelle Veränderungen sowohl im Personalbereich als auch im täglichen Geschäftsablauf.

5. Risiken aus geopolitischer Sicht und Marktsituation

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 gut behaupten.

Die Preisentwicklung im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führte auf Grund Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen zu einem deutlichen Rückgang der Bauinvestitionen. Dabei wirkten sich die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Baumaterial vor allem im Baugewerbe aus. Zunehmende Auftragsstornierungen der Bauvorhaben im Zuge der hohen Baupreise bei steigenden Bauzinsen verstärken den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022.

Weitere Kostensteigerungen aus Modernisierungsbedarf (energetische Sanierungen).

Aufgrund der Preisentwicklung im Wohnbaubereich im zweiten Halbjahr 2022 wird von einer Fortsetzung der Preisentwicklung im ganzen Jahr 2023 ausgegangen.

D. Prognosebericht

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im November 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,7 % zurückgegangen. Der nominale Umsatz erhöhte sich aufgrund der stark gestiegenen Baupreise um 11,5 %. Im Jahr 2022 sanken die Auftragseingänge im Baugewerbe gegenüber Vorjahreszeitraum um 8,2 % (DESTASIS.DE). Die Immobilienpreise sind in den vergangenen Jahren bundesweit gestiegen. Dies zeigt der vorliegende Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamtes, welcher ausgehend vom Jahr 2015 (Index=100) im Jahr 2022 bei etwa 162,9 Punkten lag. Somit haben die Preise gegenüber dem Basisjahr 2015 um 62,9 % zugenommen.

In Ballungszentren besteht weiterhin eine hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien. Die Thamm & Partner GmbH entwickelt Wohnimmobilien fast ausschließlich in Ballungszentren und kann daher von dieser Entwicklung profitieren.

Das Unternehmen plant für das Objekt Graßdorfer Str. 9, Leipzig (unsaniertes Denkmalobjekt) die Baugenehmigung einzuhalten. Die Objekte Gutenbergstr. 24 und Jägerstr. 23 in Potsdam (unbebautes Grundstück) sollen bebaut werden. Die Gesellschaft plant die Objekte Jauernickerstr. 31 und Dresdner Str. 18+18a in Görlitz zu verkaufen.

Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein vom Jahr 2022 abweichendes, eher verbessertes Jahresergebnis erwartet. Im Ergebnis wird davon ausgegangen, dass die Mieteinnahmen analog zum Jahr 2022 stabil bleiben. Die sonstigen Betriebsausgaben wie Raumkosten, Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen werden sich ebenfalls analog dem Jahr 2022 darstellen.

Die Eigenkapitalbeschaffungskosten sind gegenüber 2022 gesunken.

Einzelne Veräußerungen von Objekten sind nicht erfolgt.

 

Berlin, den

Thamm & Partner GmbH

Angela Thamm, Geschäftsführerin

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Thamm & Partner GmbH, Berlin:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Thamm und Partner GmbH, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022, sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Thamm & Partner GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des Vermögensanlagengesetzes (VermAnIG) sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022,

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des VermAnIG und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 25 VermAnIG i.V.m. § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 25 VermAnIG i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des VermAnIG sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrags in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 25 VermAnIG i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insb. die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen u.a. den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der ordnungsgemäßen Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten

Prüfungsurteil

Wir haben auch die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse erfolgte die Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der ordnungsgemäßen Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in Übereinstimmung mit § 25 Abs. 3 VermAnIG unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised) "Assurance Engagements Other than Audits or Reviews of Historical Financial Information" (Stand Dezember 2013) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ordnungsgemäßen Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten" unseres Vermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu der ordnungsgemäßen Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit diesen Vorschriften als notwendig bestimmt haben, um die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten zu ermöglichen.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ordnungsgemäßen Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten ordnungsmäßig ist, sowie einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zu der ordnungsgemäßen Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 25 Abs. 3 VermAnIG unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised) "Assurance Engagements Other than Audits or Reviews of Historical Financial Information" (Stand Dezember 2013) durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Zuweisung stets aufdeckt. Falsche Zuweisungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage der ordnungsgemäßen Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Zuweisungen von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Zuweisungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

beurteilen wir die Ordnungsmäßigkeit der Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Prüfung des relevanten internen Kontrollsystems und von aussagebezogenen Prüfungshandlungen überwiegend auf Basis von Auswahlverfahren.

 

Köln, 29. April 2024

Ypsilon GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Klein, Wirtschaftsprüfer

Mirko Gössing, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

Der Jahresabschluss der Thamm & Partner GmbH zum 31. Dezember 2022 wurde mit dem Gesellschafterbeschluss am 12.06.2024 festgestellt.

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