Saxonia LEASING GmbHLiquidiert

08527 Plauen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 12624
Eingetragen
6.3.1996
Branche
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenLeasing von nichtfinanziellen immateriellen Vermögensgütern, ohne CopyrightsVermittlungstätigkeiten für die Vermietung und das Leasing von sonstigen beweglichen Sachen und nichtfinanziellen immateriellen Vermögensgütern
Gegenstand
Abschluß und Abwicklung von Leasing- und Mietkaufgeschäften im Bereich von mobilen Wirtschaftsgütern aller Art, Vermittlung dieser Verträge sowie Vornahme aller sonstigen Geschäfte, die diesen Gesellschaftszweck mittelbar oder unmittelbar dienen oder ihn fördern.

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Saxonia LEASING GmbH

Plauen

Jahresabschluss
zum Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2009

Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2009

A. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2009

Das Geschäftsjahr 2009 verlief für Saxonia LEASING GmbH überdurchschnittlich erfolgreich. Während der Umsatz im Branchendurchschnitt um 23% sank (Quelle: Ifo-Institut in: "Finanzierung Leasing Factoring", Nr. 2/2010, S. 53), konnten wir unser Vorjahresergebnis von 15.695 TEUR mit 14.889 TEUR (-5%) nahezu halten. Dabei ist der Fahrzeugbereich mit über 75% unverändert stärkstes Segment.

Die Anzahl der Neuverträge entwickelte sich von 499 auf 473 (-5%).

Der betriebliche Rohertrag konnte trotz der eingetretenen Wirtschaftskrise von 930 TEUR auf 962 TEUR (+3,3%) gesteigert werden.

Zum Vergleich mit den hier genannten Vorjahreswerten ist zu bemerken, dass sich die Werte kurz nach Erstellung des Jahresabschlusses 2008 wegen der Korrektur eines Eingabefehlers innerhalb unseres Verwaltungsprogramms auf die jetzt genannten Zahlen verändert haben. Nach Erfassung einer Sondertilgung wurde der betreffende Vertrag mit der alten und neuen Abrechnung gleichzeitig in unserer internen Umsatzauswertung erfasst. Es handelte sich dabei um eine spezielle Konstellation, welche so bisher noch nicht aufgetreten ist. Wir haben daraufhin alle ähnlich gelagerten Vorgänge geprüft und keine weiteren Fehler festgestellt. Die programminternen Plausibilitätsprüfungen wurden unverzüglich dahingehend geändert, dass ein derartiger Eingabefehler nicht mehr zur doppelten Erfassung führen kann.

Diese Abweichung betraf ausschließlich unsere internen Umsatzauswertungen, welche u.a. für den Bericht der Geschäftsleitung herangezogen werden. Die für die Buchhaltung relevanten Werte waren davon nicht betroffen.

Hauptgeschäftsfeld der Saxonia LEASING GmbH ist nach wie vor das Leasinggeschäft mit Fahrzeugen, Maschinen und Ausrüstungen für klein- und mittelständische Unternehmen sowie Kommunen der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Es werden vorwiegend Teilamortisations-Leasingverträge mit Andienungsrecht abgeschlossen. Mietkaufverträge kommen ausschließlich mit mittelständischen Unternehmen zu Stande, wenn die Gewährung von Fördermitteln und Investitionszulagen bzw. die Auflösung von Ansparabschreibungen dies erforderlich machen. Neben eigenen Vertriebsaktivitäten am Hauptsitz sowie der Niederlassung Leipzig arbeiten wir partnerschaftlich mit den Vertriebsgesellschaften Saxonia CARS & FINANCE Dresden, Saxonia CARS & FINANCE Vogtland sowie mit Repräsentanzen in Chemnitz und Zwickau zusammen.

Die aus der Banken- und Kapitalmarktkrise für die Branche entstandenen Finanzierungsengpässe betreffen Saxonia LEASING GmbH jedoch nicht, weil wir uns statt über internationale Großbanken überwiegend über regional tätige Sparkassen und Volksbanken sowie Landesbanken refinanzieren. Diese breite Refinanzierungsbasis ermöglicht uns auch in Zukunft eine Ausweitung des Geschäftsbetriebes.

Mit einer konsequenten Serviceorientierung ist es uns gelungen, über Jahre hinweg eine sehr hohe Kundenbindung aufzubauen. Dieses Stammkundenpotential führt wiederum zu Folge- und Empfehlungsgeschäften. Durch eine Verstärkung der Zusammenarbeit mit Herstellern und Händlern konnte auch die Neukundengewinnung gesteigert werden.

Wie es sich bereits im vergangenen Geschäftsjahr zeigte, hat die Umstrukturierung des Firmenverbundes unsere Marktposition in den Hauptvertriebsgebieten weiter gefestigt.

II. Lage des Unternehmens

Für die Bewertung der Vermögenslage unseres Unternehmens ist die Betrachtung des Substanzwertes von zentraler Bedeutung. Dieser konnte im Vergleich zum Vorjahr auf 2.376 TEUR (+ 460 TEUR) gesteigert werden.

Unsere Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Sowohl die Forfaitierungen als auch die Refinanzierungen von Leasingverträgen erfolgen ausschließlich laufzeitkongruent, so dass kein Zinskonversionsrisiko besteht.

Im Geschäftsjahr 2009 haben mehrere bankengebundene Wettbewerber mit extrem niedrigen Zinskonditionen am Markt agiert. Trotzdem ist es uns durch eine straffe Margenpolitik und unsere gefestigte Kundenbindung gelungen, die Ertragslage des Unternehmens erneut zu verbessern.

Nach Abzug des Margen- und Provisionsanteils für unsere Vertriebspartner beträgt der bei Saxonia LEASING GmbH verbleibende Margenanteil 717 TEUR. Das entspricht einer Steigerung von 1,3%.

Unsere wirtschaftliche Lage ist, bezogen auf den Substanzwert und unter Berücksichtigung der allgemeinen Branchenentwicklung, als überdurchschnittlich gut zu bezeichnen.

B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Voraussichtliche Unternehmensentwicklung

Eine grundlegende Umstrukturierung des Unternehmensverbundes haben wir in 2007 vorgenommen. Die im Branchenvergleich überdurchschnittliche Geschäftsentwicklung der Jahre 2008 und 2009 bestätigt uns in unserem Weg und der von uns verfolgten Strategie. Wir haben unsere Marktposition weiter gefestigt und werden unsere erfolgreiche Geschäftspolitik weiter verfolgen.

Die geplante Errichtung einer Niederlassung am Standort Leipzig wurde in der zweiten Jahreshälfte 2009 vollzogen. Bereits Ende 2009 konnte ein weiterer erfahrener Vertriebsmitarbeiter mit guter Branchenkenntnis gewonnen werden, so dass für die Umsätze im Vertriebsgebiet Leipzig mit einem starken Wachstum zu rechnen ist.

II. Risikobericht

1. Allgemeiner Risikobericht

Die rezessive gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat wesentlichen Einfluss auf das Investitionsverhalten und damit auch auf die Leasingbranche. Wie bereits dargestellt konnten wir jedoch dem allgemeinen Trend wirksam entgegentreten.

Unsere aktuellen Refinanzierungspartner stehen uns unverändert zur Verfügung. Mehrere Refinanzierungsbanken haben eine Erhöhung der eingeräumten Refinanzierungsrahmen bzw. Forfaitierungsvolumina angekündigt bzw. bereits bestätigt. Zusätzlich sind wir mit weiteren, neuen Bankpartnern im Regionalbereich in fortgeschrittenen Verhandlungen über eine Zusammenarbeit.

Der erwartete und nun auch eingetretene Einbruch bei den Pkw-Neuzulassungen im Privatkundenbereich betrifft Saxonia LEASING nicht. Einer vor Jahren von der Geschäftsleitung getroffenen Grundsatzentscheidung zufolge liegt das Privatkundengeschäft nahe Null.

2. Spezieller Risikobericht

Die Liquiditätslage ist gut, es stehen ausreichende Kreditlinien sowie Vorfinanzierungslinien zur Verfügung.

Dem Debitorenmanagement kommt im Unternehmen eine vorrangige Bedeutung zu. Wir verfügen über ein hocheffizientes Mahnwesen. Die Beitreibung offener Forderungen nach der zweiten Mahnung erfolgt durch einen spezialisierten Mahnanwalt. Diese Verfahrensweise hat sich bewährt und wird auch im Falle einer sich verschlechternden Zahlungsmoral den Stand der offenen Forderungen begrenzen.

Unsere Verbindlichkeiten werden zumeist vor Fälligkeit beglichen, weil die zügige Abwicklung des Leasinggeschäfts dies erfordert. Wo immer es möglich ist, wird Skonto vereinbart und ausgenutzt.

Dem Ausfallrisiko auf Seiten der Leasingnehmer begegnen wir mit einer konsequenten und strengen Bonitätsprüfung sowie Prüfung der Werthaltigkeit und Fungibilität der Vertragsobjekte. Unsere Vertriebspartner werden konsequent in die Übernahme des unternehmerischen Risikos eingebunden. Die vertraglich vereinbarte Stornohaftung wird ausnahmslos durchgesetzt. Die Vertriebspartner sind vertraglich zur kostenlosen Mitarbeit bei Sicherstellung und Verwertung von Objekten verpflichtet. Wir schulen unsere Vertriebspartner regelmäßig mit dem Fokus, bereits bei Geschäftsanbahnung ein besonderes Augenmerk auf die Verhältnisse und das Umfeld des Kunden zu legen.

Unsere Geschäftspolitik ist schon immer auf den jeweiligen Objekten und Laufzeiten angemessene Restwerte ausgerichtet. Damit heben wir uns besonders von der Kalkulation markengebundener Fahrzeug-Leasinggesellschaften ab. Eine Analyse des Fahrzeugbestandes hat uns die Richtigkeit unserer Restwertfestlegungen bestätigt, so dass trotz des Preisverfalls auf dem Fahrzeugmarkt kein Anpassungsbedarf im Portfolio besteht.

Beim Forderungsbestand wurde erkennbaren Ausfallrisiken durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Als Ergebnis unserer strengen Bonitätsprüfung vor Vertragsschluss liegen die vorzunehmenden Wertberichtigungen des Geschäftsjahres 2009 mit 40 TEUR (62 TEUR als Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre) weit unter dem Branchendurchschnitt. Selbst bei einer Verfünffachung dieser Quote könnte dies die Gesellschaft durch den kontinuierlich gestiegenen Substanzwert abdecken.

III. Prognosebericht

Für das aktuelle Geschäftsjahr 2010 beurteilen wir die weitere Unternehmensentwicklung als konstant. Die Analyse unseres Vorlaufgeschäftes lässt bisher noch keine Anzeichen eines Geschäftsrückganges erkennen.

Jedoch kann auf Grund der Vielzahl nationaler und internationaler Einflussfaktoren die tatsächliche Entwicklung auch für unsere Branche nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Mit dem Ausbau der Niederlassung Leipzig sehen wir auch sehr gute Chancen für die Zeit nach der wirtschaftlichen Stagnation, denn diese Region wird durch die ansässige Automobilindustrie und deren Zulieferer früher als andere Regionen von einem Aufschwung profitieren.

Eine kontinuierlich aufgebaute hohe Kundenbindung wird für unsere weitere Entwicklung eine solide Basis darstellen.

Die vollzogene Umstrukturierung wurde durch ein im Branchenvergleich erfolgreiches Geschäftsjahr bestätigt und stellt auch die weitere stabile Unternehmensentwicklung sicher.

Wir streben an, die Ertragslage auf dem erreichten Niveau zu halten und werden ungünstigen Entwicklungen mit einem straffen Kostenmanagement begegnen.

C. Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres haben sich keine Geschäftsvorfälle von Bedeutung ereignet.

D. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Im EDV-Bereich arbeiten wir seit Jahren mit zwei externen Dienstleistern zusammen. Die Programmierarbeiten an unserem EDV-Programm "Leascom" zum Meldewesen gemäß KWG wurden planmäßig abgeschlossen. Hinsichtlich der Pflichten gemäß Geldwäschegesetz werden wir im Laufe des Jahres 2010 auf eine neue Programmversion der "Creditreform" umsteigen, welche es uns ermöglicht, eine Vereinfachung bei der Erfüllung der gesetzlichen Auflagen zur Identifikation des Kunden und Bestimmung des wirtschaftlich Berechtigten zu erzielen.

Die per 01.04.2010 geänderten Anforderungen an online-Schufa-Anfragen wurden bereits in einer Programmanpassung berücksichtigt, so dass ein kontinuierlicher Einsatz unserer EDV-Tools gewährleistet ist.

Im Jahr 2009 wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom eine moderne innerbetriebliche Telekommunikationsanlage mit Computeranbindung in Betrieb genommen, welche erhebliche Vorteile bei der Rationalisierung und Transparenz der Arbeitsabläufe bietet.

E. Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen unterhält seit 1.7.2009 eine Zweigniederlassung in Leipzig, Wiesenring 2. Die dortigen Büroräume werden zur Miete in einem Gebäude des TÜV SÜD GmbH (Verwaltungs- und Schulungszentrum) unterhalten. Durch den Vermieter wird eine hohe Sicherheit (Zugangskontrollsystem) gewährleistet.

Neben zwei Vertriebsmitarbeitern im Außendienst wird eine Mitarbeiterin im Sekretariat beschäftigt. Das Büro verfügt über alle modernen Kommunikations- und Arbeitsmittel.

Die Niederlassung hält engen Kunden- und Lieferantenkontakt vor Ort und verwirklicht damit unseren hohen Serviceanspruch.

Die Datenübertragung zum Hauptsitz über unser Programm "Leascom" ermöglicht rationelle und dokumentierte Arbeitsabläufe.

Die sehr positive Umsatzentwicklung mit bereits einem Vertriebsmitarbeiter lässt uns nunmehr ein stabiles Umsatzwachstum für die Niederlassung Leipzig erwarten.

F. Anmerkungen zur geänderten Bilanzdarstellung

Für die Erstellung des Jahresabschlusses 2009 unterliegt unser Unternehmen als bei der BaFin registriertes Finanzdienstleistungsunternehmen den speziellen Regelungen der §§ 340 ff. HGB in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV). Diese gesetzlichen Regelungen erfordern eine grundlegende Änderung der Bilanzdarstellung und deren Gliederung. Der Jahresabschluss wird unter den Maßgaben für große Kapitalgesellschaften aufgestellt und geprüft.

 

Plauen, im März 2010

Willy Paul Dreise

Sven Brückner

Matthias Fuchs

  

Bilanz
zum 31.12.2009

Aktiva

Euro Euro
1. Barreserve
a. Kassenbestand 40.003,41
3. Forderungen an Kreditinstitute
a. täglich fällig 219.138,66
4. Forderungen an Kunden 391.649,25
a. Forderungen aus Leasing/Mietkauf 7.264.938,61
b. einzelwertberichtigte Forderungen 64.550,32
c. debitorische Kreditoren 26.033,52
4. Forderungen an Kunden 7.747.171,70
7. Beteiligungen 602.000,00
11. Immaterielle Anlagewerte 72.522,00
12. Sachanlagen
a. Vermietvermögen 25.437.881,00
b. eigenes Anlagevermögen 192.221,65
c. Grundstücke 340.000,00
12. Sachanlagen 25.970.102,65
14. Sonstige Vermögensgegenstände 2.777.712,25
15. Rechnungsabgrenzungsposten 468.709,37
18. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
a. gezeichnetes Kapital 500.000,00
d. Bilanzverlust 1.683.389,11 1.183.389,11
Aktiva 39.080.749,15

Passiva

Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a. täglich fällig 1.957.100,76
b. mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 21.650.375,26
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
b. andere Verbindlichkeiten 77.951,42
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.365.329,51
a. aus Lieferungen und Leistungen 1.122.787,56
b. kreditorische Debitoren 22.246,92
c. kreditorische Debitoren Rechtsfälle 363,67
d. Verbindlichkeiten gg. Verbundene Unternehmen 40.442,92
6. Rechnungsabgrenzungsposten 10.706.235,38
7. Rückstellungen
c. sonstige Rückstellungen 137.915,75
Passiva 39.080.749,15

  

Gewinn- und Verlustrechnung
für den Zeitraum vom 1.1.2009 bis 31.12.2009

1. Zinsaufwendungen 4.443.097,53
2. Provisionsaufwendungen 337.336,21
3. Aufwand des Handelsbestandes
a. sonstiger Wareneinkauf 2.962,83
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a. Personalaufwand
aa. Löhne und Gehälter 285.669,51
bb. Soziale Aufwendungen u. Aufwendungen f. Altersvorsorge 48.473,96
b. andere Verwaltungsaufwendungen 495.446,37
5. Abschreibungen auf immat. Anlagewerte u. Sachanlagen 6.569.489,14
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.183,27
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag -6.453,60
13. Sonstige Steuern 490,78
Summe Aufwendungen 12.205.696,00
1. Zinserträge aus
a. Kredit- und Geldmarktgeschäften 3.405.685,04
2. Laufende Erträge aus:
b. Beteiligungen 80
8. Sonstige betriebliche Erträge 8.478.938,23
10. Außerordentliche Erträge 14.736,97
12. Jahresfehlbetrag 306.255,76
Summe Erträge 11.899.440,24

  

Anhang
für das Geschäftsjahr 2009

A. Grundsätzliche Angaben

Der Jahresabschluss der Saxonia LEASING GmbH zum 31. Dezember 2009 ist entsprechend den Vorschriften des Handelsrechts erstellt worden, gleichzeitig wurden die Sondervorschriften für Finanzdienstleistungsunternehmen beachtet.

Dabei wurde das gesetzliche Gliederungsschema für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Hinblick auf die Besonderheiten des Leasinggeschäfts gemäß § 265 Abs. 5 HGB modifiziert.

Die wahlweise bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke und Angaben sind grundsätzlich im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Besonderheiten des Leasinggeschäfts sind wie nachfolgend beschrieben berücksichtigt.

Das Leasingvermögen wird innerhalb des Anlagevermögens gesondert ausgewiesen.

Bei der Forfaitierung von Leasingforderungen werden die Erlöse (Einnahmen) aus dem Verkauf zukünftig fälliger Leasingraten an Kreditinstitute innerhalb des passiven Rechnungsabgrenzungspostens und die Auflösungsbeträge innerhalb der Umsatzerlöse ausgewiesen.

Der Ausweis "Forderungen aus Mietkaufverträgen" enthält die Objektwerte zuzüglich des Mietkaufzinses, der den Fremdzins enthält.

Gleichzeitig wird ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe der Mietkaufzinsen gebildet. Die Mietkaufzins-Abgrenzung wird degressiv aufgelöst und unter den Umsatzerlösen vereinnahmt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist um die Positionen "Erträge und Aufwendungen aus Vermietungen" erweitert; sie enthalten die dem Leasinggeschäft direkt zurechenbaren Aufwendungen, insbesondere die Abschreibungen auf das Leasingvermögen sowie die Aufwendungen aus der Ausbuchung der Restbuchwerte beim Verkauf der Objekte.

In die Umsatzerlöse werden die Erlöse aus Verkäufen von Gegenständen des Leasingvermögens einbezogen. Diese gehören zur gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einer Leasinggesellschaft.

Die Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf das eigengenutzte Anlagevermögen erfolgen unter Zugrundelegung branchenüblicher Nutzungsdauern.

Zugänge werden im Zugangsjahr monatsgenau abgeschrieben.

Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter wurden über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Bei Wegfall der Gründe für eine frühere außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen.

Im Jahresabschluss zum 31.12.2009 wurde erstmals ein Grundstück sowie Gebäude bilanziert. Es handelt sich dabei um ein Betriebsanwesen in Weischlitz.

Der Kauf aus der Insolvenzmasse wurde zur Vermeidung eines jahrelangen Rechtsstreites realisiert, da von Saxonia verleaste Maschinen durch den Immobiliengläubiger im Haftungsverbund eingeklagt waren. Das Betriebsanwesen ist komplett vermietet (notarieller Mietvertrag mit Kaufoption). Der Mieter hat eine Anzahlung auf die Kaufoption von 100.000,00 Euro (rd. 30 %) geleistet. Grundlage des Kaufpreises bildet ein aktuelles Gutachten der VR Bank Hof.

Das Gutachten geht von einem Wert in Höhe von ca. 600 T Euro aus. Das Objekt wurde mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Das Leasingvermögen, das sich im wirtschaftlichen Eigentum der Gesellschaft befindet, wird mit den Anschaffungskosten aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bei Neuanschaffungen des Jahres 2009 nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben.

Die lineare Abschreibung wird auch auf in Vorjahren zugegangenes Vermietvermögen angewandt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt, erkennbare Ausfallrisiken werden durch individuelle Abschläge berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung von den Forderungen abgesetzt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die Unterschiedsbeträge gemäß § 250 Abs. 3 HGB ausgewiesen.

Die Auflösung der Zinsanteile erfolgt nach der Barwertmethode.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Bei der Bemessung von Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Die unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzten Einnahmen aus dem Verkauf von Leasingforderungen bzw. die Marge aus verkauften Mietkaufforderungen werden linear aufgelöst; die abgegrenzten Mietsonder- und Mietvorauszahlungen werden ebenfalls linear über die Vertragslaufzeit der jeweiligen Verträge aufgelöst.

Die sich beim Verkauf der Leasingforderungen als Differenz zwischen Nominalwert und Barwert ergebenden Zinsanteile werden entsprechend der Laufzeit der betreffenden Verträge aktivisch abgegrenzt.

Gemäß BMF-Schreiben vom 19. Februar 1992 löst die Gesellschaft den abgegrenzten Zinsanteil aus der Forfaitierung dieser Verträge linear auf. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Auflösungsbeträge (Zinsanteile) mit den Bruttoumsatzerlösen verrechnet.

C. Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anlagepositionen im Geschäftsjahr 2009 ist dem Anlagespiegel, als Anlage zur Bilanz, zu entnehmen.

2. Forderungen aus Mietkaufverträgen

Mietkaufforderungen in Höhe von EUR 4.121,6 (Vorjahr EUR 3.920.1) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das zum Bilanzstichtag im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt EUR 500.000,00.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen gebildet für Abschluss- und Prüfungskosten, für die Bestandssicherungsverpflichtung der Leasinggegenstände und das Bonitätsrisiko sowie für Beitreibungs- und Verwaltungskosten.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind überwiegend durch Sicherungsübereignung von Leasingobjekten und Forderungsabtretung gesichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

Verbindlichkeiten in T-EUR

mit Restlaufzeiten
bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.390,4 18.382,3 834,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.185,8 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 3.443,3 0,0 0,0
9.019,5 18.382,3 834,8

C. Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss

I. Bestätigungsvermerk

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 und dem Lagebericht 2009 der

 

Saxonia LEASING GmbH

unter dem Datum vom 21.4.2010 den nachfolgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

  

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

,,Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechtrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes der Saxonia LEASING GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.1.2009 bis 31.12.2009 geprüft.

Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften - und ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages - liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Essen, den 21.4.2010

ks auditing GmbH,
Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kffr. Steffi Krätzschmar, Wirtschaftsprüferin

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