Stammdaten

Register
Amtsgericht Wittlich HRB 40286
Eingetragen
7.11.2006
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenBeteiligungsgesellschaftenVerlegen von Zeitungen
Gegenstand
Die Organisation der Verteilung von Zeitungen, Zeitschriften, Anzeigenblättern und anderen Druckwerken, von Werbe- und Informationsmaterial sowie die Erbringung und Organisation von Logistik-Dienstleistungen im Post-Geschäft. Das Unternehmen führt Tochtergesellschaften und erbringt in diesem Rahmen Holding-Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Nußbaum
seit 27.7.2016
Geschäftsführer
Andreas Schilirò
seit 8.4.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (11)

NameAnteil
C******* S*********
4.59%
E***** M***
4.59%
T***** S******** M***
4.59%

Ungelöste Beteiligungen (8)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

NameAnteil
16.61%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TV-Logistik GmbH

Trier

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

TV-Logistik GmbH, Trier

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.248,00 4.770,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.005.612,00 1.043.315,00
1.019.860,00 1.048.085,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 95.709,66 82.974,62
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.343.467,31 1.405.226,99
3. Sonstige Vermögensgegenstände 79.455,38 97.638,57
1.518.632,35 1.585.840,18
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 22.543,42 3.469,17
2.561.035,77 2.637.394,35

PASSIVA

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 347.079,81 347.079,81
III. Gewinnvortrag (Vj. Verlustvortrag) 5.820,04 -65.716,85
IV. Jahresüberschuss 360.201,91 71.536,89
743.101,76 382.899,85
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 0,00 7.167,17
2. Sonstige Rückstellungen 619.875,00 782.327,00
619.875,00 789.494,17
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 129.564,40 191.903,64
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 435.778,24 596.245,79
3. Sonstige Verbindlichkeiten 632.716,37 676.850,90
davon aus Steuern EUR 185.617,47 (Vj. EUR 151.209,35)
davon im Rahmen sozialer Sicherheit EUR 3.795,71 (Vj. EUR 28.519,84)
1.198.059,01 1.465.000,33
2.561.035,77 2.637.394,35

Gewinn- und Verlustrechnung

TV-Logistik GmbH, Trier

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 15.133.103,63 14.968.305,19
2. Sonstige betriebliche Erträge 224.267,25 275.948,31
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 0,00 -13.193,62
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -153.977,01 -178.263,66
-153.977,01 -191.457,28
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.264.041,26 -8.257.112,36
b) Soziale Abgaben -1.629.383,68 -1.560.455,76
-9.893.424,94 -9.817.568,12
5. Abschreibungen auf Sachanlagen -407.395,58 -444.789,01
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.527.562,67 -4.693.941,64
7. Betriebsergebnis 375.010,68 96.497,45
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.615,83 806,38
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -33.858,77 -10.543,49
davon an verbundene Unternehmen EUR -18.796,77 (Vj. EUR -2.641,57)
10. Finanzergebnis -21.242,94 -9.737,11
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.434,17 -15.223,45
12. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 360.201,91 71.536,89

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

TV-Logistik GmbH, Trier

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls teilweise im Anhang gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Es werden größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft ist unter der Firma TV-Logistik GmbH mit Sitz in Trier im Handelsregister des Amtsgerichts Wittlich unter der Nummer HRB 40286 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungsdauer entspricht der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern vorgenommen:

Sachanlagen Nutzungsdauern
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5 bis 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 410,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird grundsätzlich durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird das allgemeine Kreditrisiko grundsätzlich durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen wie im Vorjahr aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.343 (Vj. TEUR 1.405).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin Trierischer Volksfreund Medienhaus GmbH, Trier, in Höhe von TEUR 1.342 (Vj. TEUR 1.404) aus Lieferungen und Leistungen.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Beiträge zur Berufsgenossenschaft (TEUR 115), Gratifikationen (TEUR 201), Arbeitnehmerjubiläen (TEUR 3), Resturlaubsverpflichtungen (TEUR 39), Altersteilzeit (TEUR 67), drohende Verluste (TEUR 18), Schwerbeschädigtenausgleichsabgabe (TEUR 44), Prüfungs- und Steuerberatungskosten (TEUR 16), ausstehende Rechnungen (TEUR 112).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Sämtliche anderen Verbindlichkeiten sind ungesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in Höhe von TEUR 29 (Vj. TEUR 27) auf Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 407 (Vj. TEUR 569) auf sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Trierischer Volksfreund Medienhaus GmbH, Trier, betragen insgesamt TEUR 407 (Vj. TEUR 582) und resultieren mit TEUR 0 (Vj. TEUR 12) aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 407 (Vj. TEUR 570) aus Cash-Pooling (Sonstige Verbindlichkeiten).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 224 (Vj. TEUR 276) sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 93 (Vj. TEUR 63) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.528 (Vj. TEUR 4.694) sind periodenfremde Aufwendungen aus Anlageabgängen enthalten (TEUR 18 /Vj. TEUR 42).

Weiterhin enthalten sind TEUR 44 für sonstige Steuern.

Sonstige Angaben

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 360.201,91 auf neue Rechnung vorzutragen.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestanden in Höhe von TEUR 8 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betrafen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

in TEUR 2023 2022
Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen 8 174
Sonstiges 0 0
8 174

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen einem und fünf Jahren.

Geschäftsführer

• Andreas Schiliro, Industriemechaniker, Vertriebsmanager, Wadgassen

• Stefan Nussbaum, Buchhändler, Bernkastel-Kues

Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführer entspricht ihrer Organstellung.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Angestellte 19 22
Auszubildende 0 0
Zusteller 241 245
260 267

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der Trierischer Volksfreund Medienhaus GmbH, Trier. Der Abschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Saarbrücker Zeitung Medienhaus GmbH, Saarbrücken, welche den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis aufstellt, einbezogen. Der Abschluss wird darüber hinaus in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Rheinische Post Mediengruppe GmbH, Düsseldorf, welche den Konzernabschluss für den größten Kreis aufstellt, einbezogen. Die Konzernabschlüsse zum 31. Dezember 2023 werden durch Einreichung beim Unternehmensregister offengelegt.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Trier, den 20. März 2024

TV Logistik GmbH

Geschäftsführung

Stefan Nussbaum, Geschäftsführung

Andreas Schiliro, Geschäftsführung

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 14. Juni 2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

TV-Logistik GmbH, Trier

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die TV-Logistik GmbH erbringt Logistikdienstleistungen für Dritte fast ausschließlich im Postleitzahlbereich 54. Als wesentliche Geschäftsfelder sind die tägliche Auslieferung und Zustellung der Tageszeitung Trierischer Volksfreund inklusive etwaiger Beilagen, die Zustellung von Zeitungen und Zeitschriften für überregionale Verlage, sowie die Zustellung von Anzeigenblättern zu nennen.

2. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen wir unser Unternehmen steuern, sind Umsatzerlöse sowie Jahresergebnis. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren berücksichtigen die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen und die gerechte Lohnentwicklung. Diese nicht-finanziellen Leistungsindikatoren werden nicht zur Steuerung eingesetzt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Folgen der globalen Krisen haben die deutsche Wirtschaft im Geschäftsjahr 2023 stark belastet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3% gesunken; im Vorjahr wurde noch ein Wachstum von 1,9% verzeichnet. Durch die weiterhin auf hohem Niveau stagnierten Preise, die gestiegenen Zinsen und die geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland ist die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und damit auch die Fortsetzung der Erholungsfahrt der deutschen Wirtschaft von den coronabedingten Einbrüchen ins Stocken geraten. Die Bruttowertschöpfung ging preisbereinigt um 0,1% zurück. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024).

Die Konsumausgaben des Staates gingen erstmalig seit etwa 20 Jahren wieder zurück und lagen preisbereinigt bei -1,7%. Als Ursache für den Rückgang ist vor allem der Wegfall der staatlich finanzierten Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichzahlungen für freie Bettkapazitäten in Krankenhäusern zu nennen (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024). Im Vorjahresvergleich fielen die Verbraucherpreise mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 5,9% zwar geringer (2022 waren es noch 6,9%), allerdings weiterhin signifikant hoch aus. Die Preisentwicklung war vor allem von krisen- und kriegsbedingten Effekten getrieben, die sich primär auf die Preise für Energie und Nahrungsmittel auswirkten (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16.01.2024). Die hohen Verbraucherpreise führten zu einem erheblichen Kaufkraftverlust und damit zu einer Abnahme des privaten Konsums um preisbereinigt 0,8% gegenüber dem Vorjahr (BMWK,

Pressemitteilung vom 15.01.2024). Besonders stark gingen die Ausgaben für langlebige Güter (z.B. Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte) zurück. Die Beschäftigungslage hingegen erreichte mit durchschnittlich 45,9 Mio. Erwerbstätigen (0,7% über dem Vorjahr) einen neuen Höchststand in Deutschland (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024).

Die Inflation und die geopolitischen Unsicherheiten trübten auch das Verhalten der Konsumenten auf dem deutschen Werbemarkt. Die Netto-Werbeeinnahmen der deutschen Medien sind zwar weiterhin um 1,4% auf insgesamt EUR 26,1 Mrd. gestiegen, ausschlaggebend für den Zugewinn war allerdings erneut vor allem das überproportionale Wachstum der digitalen Werbung (Quelle: ZAW, Pressemitteilung vom 21.12.2023). Nach Angaben der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) sollen die Umsatzerlöse des Zeitungs- und Zeitschriftenmarkts um 1,6% zurückgegangen sein; im Vorjahr hatte der Rückgang noch 0,1% betragen. Hingegen sollen die Segmente Außenwerbung (4,16%), Onlinewerbung (7,0%), Musik, Radio und Podcast (7,5%), Internetvideo (15,8%), Kino (17,2%), Datenkonsum (21,8%), Augmented und Virtual Reality (28,53%) Umsatzsteigerungen erzielt haben (Quelle: PwC, German Entertainment and Media Outlook 2023-2027).

Ein analoger Trend spiegelt sich in den Konsumgewohnheiten der Bevölkerungen, insbesondere in der Nutzung der Printangebote wider. Rund 67% der 14- bis 69-Jährigen in Deutschland lesen gelegentlich eine Tageszeitung. Im Vorjahresvergleich mit noch rund 72% bildet dies den stärksten Rückgang seit 2019. Darüber hinaus ist die Zeit, die Kunden mit dem Konsum eines Mediums verbringen, ein weiterer wesentlicher Indikator. Die Mediennutzung in Deutschland bliebt mit 12 Stunden täglich (Vorjahr: 13 Stunden) auf einem sehr hohen Niveau. Davon entfallen mit rund 203 Minuten, mehr als ein Drittel, auf TV, gefolgt von Radio mit einem Rückgang von 91 auf 77 Minuten sowie Online-Aktivitäten mit rund 52 Minuten, darin erfasst ist unter anderem das Lesen von Online-Artikeln und -Beiträgen, wenngleich mit einem abnehmenden Konsum von rund 14% im Vergleich zum Vorjahr. Dagegen profitiert die erstmalig einbezogene Kategorie der Social Media von einer steigenden Popularität und erreicht eine Nutzungsdauer von 37 Minuten. Den letzten Platz belegen Zeitungen (inkl. ePaper) und Zeitschriften mit einem täglichen Konsum von 11 bzw. 4 Minuten (Vorjahr: 14 bzw. 5 Minuten (Quelle: SevenOne Media, Media Activity Guide 2023).

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Entwicklung der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellt sich im Überblick wie folgt dar:

IST GJ 2023 Budget GJ 2023 IST GJ 2022
Umsatz TEUR 15.133,1 16.389,5 14.968
Jahresergebnis TEUR 360,2 72,8 71,5

a) Geschäftsverlauf

Die Planung der Gesellschaft sah für das Geschäftsjahr 2023 Umsätze in Höhe von TEUR 16.389,5 und ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR 72,8 vor. Das Jahresergebnis wurde um TEUR 287,4 überschritten. Die Ergebnissteigerung resultiert zum Einen aus der Zustellung von neu akquirierten Fremdprodukten. Im Bereich der Fremdproduktzustellung wurde zwar der geplante Umsatz 2023 aufgrund niedrigerer Zustellmengen nicht erreicht. Die niedrigeren Zustellmengen führten aber zu niedrigeren Zustellkosten, wodurch ein Ergebnis beim Fremdgeschäft erreicht wurde, das über dem Etatansatz liegt. Zum Anderen liegen Plan-Abweichungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen vor (u.a. durch Rückstellungsauflösungen). Insgesamt blickt die TV-Logistik GmbH auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr zurück.

Die Anzahl der zugestellten Zeitungen (TV) ist in 2023 im Vorjahresvergleich um 7,4 % zurückgegangen.

Der gesetzliche Mindestlohn wurde zum 1. Oktober 2022 auf 12,00 Euro erhöht und war in dieser Höhe im gesamten Jahr 2023 gültig. Betroffen von der Mindestlohnerhöhung sind somit auch die Zeitungszusteller.

Neben der Mindestlohnerhöhung gelten auch in 2023 deutliche Preissteigerungen auf Sachkostenebene, insbesondere bei Reparaturen, Ersatzteilen, Reifen. Den entstandenen Mehrkosten konnten durch eine Vielzahl von Maßnahmen wie stetige Optimierung von Bezirksstrukturen, der optimierte Einsatz der firmeneigenen Zustellfahrzeuge sowie Verbesserungen in der Transportlogistik, u. a. durch permanente Überprüfung und daraus resultierend Anpassung sowie Reduzierung von Depotstrukturen und Standorten entgegengewirkt werden.

b) Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis sind die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz von TEUR 15.133,1 (Vj. TEUR 14.968,3) erzielt, davon entfielen auf das Geschäftsfeld "Zustellung Tageszeitung TV" ein Umsatz von TEUR 12.950,0 (Vj. TEUR 12.796,9). Auf das Geschäftsfeld "eigene Verlagsprodukte" entfiel ein Umsatz von TEUR 1.359,7 (Vj. TEUR 1.279,8). Des Weiteren wurden im Geschäftsfeld "Fremdzeitungen" TEUR 597,7 Umsatz erzielt (Vj. TEUR 648,7). Der ggü. Vorjahr rückläufige Umsatz resultiert aus niedrigeren Zustellmengen im sogen. Kataloggeschäft.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen bei TEUR 224,3 (Vj. TEUR 275,9). Die Differenz zum Vorjahr erklärt sich v.a. durch die in 2022 gebuchten Erträge aus Erstattung der Energiepauschale (77,7 TEUR) sowie BAFA-Prämien für e-Fahrzeuge (36 TEUR).

Der Materialaufwand liegt bei TEUR 154,0 (Vj.TEUR 191,5). Die Differenz zum Vorjahr resultiert vor allem aus niedrigeren Stromkosten ggü. Vorjahr; des Weiteren wurden in 2022 Transportboxen gekauft, die in 2023 weiterhin Verwendung finden.

Der Personalaufwand liegt bei TEUR 9.893,4 (Vj. TEUR 9.817,6). Der Zustellerlohn (inkl. Sozialabgaben) liegt in 2023 insgesamt bei TEUR 8.580,8 und in 2022 bei 8.130,0 TEUR. Der Zustellerlohn ist insgesamt also in 2023 um TEUR 450,8 zum Vj. gestiegen. Die Mehrkosten aus der in 2023 ganzjährig geltenden Mindestlohnerhöhung auf 12 € in Höhe von +1,1 Mio. € können damit durch Optimierungen bei der Wegezeit und den Mehrstunden sowie durch die stetige Optimierung der Bezirksstrukturen deutlich reduziert werden.

Die übrigen Personalkosten (hiervon Bereiche Innendienst, Gebietsleiter) sinken mit TEUR 1.312,6 ggü. Vorjahr (TEUR 1.687,5) um TEUR 374,9. Hier ist die in 2022 gebuchte Inflationsausgleichs-Rückstellung (TEUR 76,6) sowie die Buchung der Energiepauschale (77,7 TEUR) hervorzuheben. Des Weiteren entfielen in 2023 TEUR 14,1 auf Abfindungen (Vorjahr 175,7 TEUR). Im Innendienst liegen die Personalkosten um 33,4 TEUR unter Vorjahr durch eine in 2023 nichtbesetzte Stelle.

Die Abschreibungen liegen bei TEUR 407,4 (Vj. TEUR 444,8) und resultieren weitestgehend aus dem Fuhrpark. Im Vergleich zum Vorjahr sind 13 Fahrzeuge in der Zustellung weniger im Einsatz.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei TEUR 4.527,5 (Vj. TEUR 4.693,9). Für die niedrigeren Kosten von TEUR 166,4 sind vor allem folgende Ursachen verantwortlich:

- Geringere Kosten für Weiterbildungen und Seminare.

- Der sonstige Personalaufwand reduziert sich vor allem durch geringere Kosten für Gutscheine für die Zusteller.

- Niedrigere Versicherungsprämien durch niedrigeren Fahrzeugbestand

- Die laufenden Unterhaltungs-/Renovierungsaufwendungen sinken durch geringere Nebenkosten der Depots und Zustellerwohnungen.

- Die Kraftstoffkosten sind rückläufig durch einen niedrigeren Fahrzeugbestand bei den Verbrennermotoren in der Zustellung.

Gegenläufig sind gestiegene Kosten bei folgenden Positionen zu verzeichnen:

- Die Kündigung einzelner Außendepots und Nutzung von Flächen im Druckhaus Trier führt zu steigenden Mietkosten in 2023.

- Die gestiegenen Reparaturkosten sind überwiegend dem Fuhrpark der Zusteller zuzuordnen. Grund ist zum einen ein höherer Reparaturbedarf älterer Fahrzeuge, aber auch eine allgemeine Preissteigerung von Ersatzteilen und Reparaturleistungen.

- Allgemeine Verwaltungskosten: höhere Umlagen von verbundenen Unternehmen.

- Sonstige Steuern, die aus einer Lohnsteuerprüfung resultieren.

Nach Berücksichtigung der Ertragssteuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 360,2 (Vj. TEUR 71,5).

Finanzlage

Das benötigte Kapital wurde im Wesentlichen aus dem Cashflow finanziert. Weiterhin ist die Gesellschaft in das Cashpooling ihrer Muttergesellschaft einbezogen und war somit jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Investitionen

Die TV-Logistik GmbH nahm im Berichtszeitraum Investitionen in Höhe von TEUR 413,7 vor. Diese Investitionen betreffen weitestgehend Fahrzeuge zur Zeitungsauslieferung.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 2.561,0 (Vj. TEUR 2.637,4) und hat sich somit um TEUR 76,4 verringert.

Das Anlagevermögen ist um TEUR 28,2 ggü. Vj. gesunken. Dies rührt vor allem aus den Abschreibungen (TEUR 314,7 ggü Vj.) und Anlagenzugängen (TEUR 277,0 ggü. Vj.) des Zustellerfuhrparks. Die Forderungen unterschreiten das Vorjahr um TEUR 67,2. Ursächlich hierfür sind die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen, die um TEUR 61,8 zurückgehen.

Das Eigenkapital erhöht sich durch den Jahresüberschuss 2023 auf TEUR 743,1. Die Eigenkapitalquote beträgt 29,0 % (Vj. 14,5 %). Die Steuerrückstellungen sinken um TEUR 7,2 auf TEUR 0. Die sonstigen Rückstellungen sinken um TEUR 162,4 vor allem durch die Bildung einer Rückstellung für den Inflationsausgleich in 2022 (TEUR 76,6) sowie Rückstellungen in 2022 für Abfindungsverpflichtungen (109,3 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sinken um TEUR 62,3. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sinken um TEUR 160,5 vor allem bedingt durch eine Reduzierung der Cashpool-Verbindlichkeiten.

3. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

In Kalenderjahr 2023 waren durchschnittlich 19 Angestellte und 241 Zusteller bei der TV-Logistik GmbH beschäftigt. Flexible Arbeitszeitkonzepte und mobiles Arbeiten bieten die Chance, Erwerbs- und Sorgearbeit ausgewogen zwischen Frauen und Männern zu verteilen. Ungerechte Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen existieren nicht, da die Vergütungen sich nach dem Mindestlohn und den Positionen, nicht nach den Stelleninhabern richten. Die Vergütung erfolgt also völlig unabhängig vom Geschlecht.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die SZ-Unternehmensgruppe verfügt im Rahmen ihres Risikomanagements über detaillierte Planungs-, Controlling- und Berichterstattungssysteme. Ziel dieser Systeme ist es, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern bzw. in höchstem Umfang Vorkehrungen zur Sicherung des Unternehmens zu treffen. Für das operative Geschäft werden monatlich Berichte mit Soll-/Ist-Abweichungen erstellt. Mindestens zweimal pro Jahr wird eine Jahresprognose für alle Umsatz-, Kosten- und Bilanzpositionen sowie für die Kennzahlen analog der Etatplanung durchgeführt.

Die Risiken in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung sehen wir im Wesentlichen wie folgt:

Dem Risiko steigender Zustellkosten aufgrund der Entwicklung des gesetzlichen Mindestlohnes und der Verknappung auf dem Arbeitsmarkt kann nur durch die Suche neuer Geschäftsfelder, die Abschaltung defizitärer Geschäftsfelder und der Schaffung von Synergien entgegengetreten werden.

Letztlich ist die TV-Logistik GmbH, wie andere Unternehmen, auch globalen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen Risiken, die die Funktionsfähigkeit des globalen Finanz- und Wirtschaftssystems betreffen, Naturkatastrophen und die fortbestehende Gefahr terroristischer Anschläge sowie kriegerischer Auseinandersetzungen in Osteuropa und dem Nahen Osten.

Das konjunkturelle Risiko im Zusammenhang mit potenziellen zukünftigen wirtschaftlichen Krisen und die hieraus resultierende Gefahr von Umsatzeinbußen sind als Risiko zu nennen.

In die Risikobetrachtung werden auch die verwendeten Finanzinstrumente einbezogen. Zu den verwendeten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen die Forderungen und Verbindlichkeiten, die sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergeben. Die Forderungen unterliegen grundsätzlich einem grundsätzlichen Ausfallrisiko, das heißt dem Risiko, dass Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können und somit ein Ausfall der Forderung zu verzeichnen ist. Auf den Einsatz derivativer Finanzinstrumente wird vollständig verzichtet.

Die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens und auch Vermögensverluste drohen nicht, auch, da der Verrechnungspreis verschiedener Auftraggeber angepasst wurde. Die Risiken aus dem operativen Geschäft sind über Versicherungen abgedeckt. Auf Veränderungen und Tendenzen wird frühzeitig reagiert. Alle versicherbaren Risiken sind nach unserer Auffassung durch entsprechende Verträge abgedeckt.

Die Risikolage schätzen wir insgesamt als moderat ein.

2. Chancen- und Prognosebericht

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie den derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.

Die Aussichten für die Entwicklung der Weltkonjunktur im Jahr 2024 bleiben aufgrund der anhaltenden geopolitischen Krisen weiterhin getrübt und dämpfen somit auch die deutsche Konjunkturprognose. Wirtschaftsinstitute und Banken haben ihre Erwartungen für die deutsche Wirtschaft zum Jahresende 2023 noch einmal gesenkt und gehen von einem kaum spürbaren BIP-Wachstum von unter einem Prozent aus (Quelle: Statistisches Bundesamt, Mitteilung vom 30.01.2024). Neben den Folgen der Kriege in der Ukraine und Israel (hohe Energiekosten, gestiegene Inflation, Rückgang der Aufträge und Exporte), sorgten zusätzlich die Diskussionen um die Aufstellung des Bundeshaushalts für Verunsicherungen vieler Unternehmen, die ihre Investitionsentscheidungen vorerst zurückstellten (Quelle: Business Insider, Veröffentlichung vom 27.01.2024). Angesicht der anhaltenden erhöhten Verbraucherpreise zu Jahresbeginn sowie der bestehenden geopolitischen Lage, die zu weiterhin steigenden Transportkosten und Verzögerungen in den Lieferketten führen können, ist für das erste Jahresquartal 2024 noch nicht mit einem konjunkturellen Aufschwung zu rechnen. Erst im weiteren Jahresverlauf soll durch einen Rückgang der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer allmählichen Belebung der Weltwirtschaft auch die binnenwirtschaftliche Erholung einsetzen (Quelle: BMWK, Pressemitteilung vom 15.01.2024).

Auf internationaler Ebene prognostiziert die EU-Kommission für das Jahr 2024 eine Besserung der wirtschaftlichen Lage und einen BIP-Anstieg um 1,3% sowie ein weiteres stabiles Wachstum von 1,7% im Jahr 2025 (Quelle: Europäische Kommission, Pressemitteilung vom 15.11.2023). Eine Abschwächung des hohen Preisdrucks für Nahrungsmittel, Industrieerzeugnisse und Dienstleistungen soll darüber hinaus einen Rückgang der Inflation auf 3,2% bewirken (Quelle: Europäische Kommission, Pressemitteilung vom 15.11.2023). Das Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut ifo rechnet im Frühsommer 2024 mit einer Leitzinssenkung durch die Europäische Zentralbank (Quelle: ifo, Konjunkturprognose Winter 2023). Infolgedessen sollen Handel und Konsum wieder zulegen und den Konjunkturaufschwung vorantreiben. Die Wirtschaftsaussichten bleiben allerdings aufgrund der Unsicherheiten in Verbindung mit dem anhaltenden Angriffskrieg Russlands sowie dem eskalierten Konflikt im Nahen Osten weiterhin verhalten (Quelle: Europäische Kommission, Pressemitteilung vom 15.11.2023).

Die oben genannten Wachstumsimpulse sollen sich insgesamt positiv auf den deutschen Werbemarkt auswirken und zu einem Plus von rund 1,2% der Netto-Werbeeinnahmen auf knapp EUR 26 Mrd. Gesamtvolumen beitragen. (Quelle: JOM Group, Werbemarktprognose 2024). Der Treiber der Medienbranche wird dabei allerdings unverändert die Digitalisierung sein, mit einem jährlich durchschnittlichen Wachstum von 4,8% (Quelle: PwC, German Entertainment and Media Outlook 2023-2027). Bis zum Jahr 2027 soll Onlinewerbung mit 21,5% den größten Anteil am Gesamtumsatz ausmachen und damit den bisher umsatzstärksten, aber rückläufigen Bereich Bücher, Zeitungen und Zeitschriften überholen, der hingegen voraussichtlich jährlich um 1,8% abnehmen wird. Folglich setzt sich die Verlagerung der Werbe- und Vertriebskanäle ins Digitale weiter fort. Trotz der hohen Dynamik, die die digitale Transformation in der Zeitungs- und Zeitschriftenbranche in den letzten Jahren erfahren hat, konnten die Einnahmen im Bereich Digital die Rückgänge im Printbereich bisher noch nicht kompensieren. Zusätzlich sind die Verlage einem andauernden Kostendruck ausgesetzt.

Die gute Arbeitsmarktlage (Vollbeschäftigung) führt zu Engpässen bei der Gewinnung neuer Zusteller. Eine konsequente und strukturierte Mitarbeiterakquisition über alle relevanten Kanäle hat daher eine hohe Priorität.

Dem Risiko steigender Zustellkosten aufgrund der Entwicklung des gesetzlichen Mindestlohnes und der Verknappung auf dem Arbeitsmarkt kann nur durch die Suche neuer Geschäftsfelder, die Abschaltung defizitärer Geschäftsfelder und der Schaffung von Synergien entgegengetreten werden.

Im Rahmen des Planungsprozesses werden für das Unternehmen die Jahreswerte 2024 budgetiert. Dabei wurden auf Basis der erwarteten Mengen- und Preisgerüste Umsatz, Kosten und Ergebnisse prognostiziert. Die Kostenentwicklung für die Zustellung der Produkte wird maßgeblich durch folgende Faktoren und Chancen bestimmt:

• Entwicklung der Zustellmengen

• Weiterentwicklung der Depotstruktur

• Benzinpreisentwicklung

• Kosten für Fahrzeugreparaturen

• Mindestlohnerhöhungen

• effektive Steuerung von Arbeitszeiten und Spesen der Zusteller

• erfolgreiche Personalrekrutierung

Im Bereich der Zeitungszustellung erwarten wir eine rückläufige Menge an zugestellten Zeitungen.

Für das Jahr 2024 sind ein Umsatz von TEUR 15.099,6 und ein Jahresergebnis vor Ertragssteuern von TEUR 219,1 geplant. Die Weiterentwicklung alternativer Geschäftsfelder für Drittkunden sowie des Lettershopbereichs und weiterer logistischer Dienstleistungen werden in den nächsten Jahren voraussichtlich einen steigenden Anteil an den Gesamterlösen haben.

 

Trier, den 20. März 2024

Stefan Nussbaum, Geschäftsführung

Andreas Schiliro, Geschäftsführung

Anlagespiegel

TV-Logistik GmbH, Trier

ANLAGENSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.895,00 0,00 0,00 6.895,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.057,00 12.720,45 0,00 35.777,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.678.336,63 400.948,13 123.918,81 2.955.365,95
2.708.288,63 413.668,58 123.918,81 2.998.038,40
Abschreibungen
Stand 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.895,00 0,00 0,00 6.895,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.287,00 3.242,45 0,00 21.529,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.635.021,63 404.153,13 89.420,81 1.949.753,95
1.443.988,23 407.395,58 89.420,81 1.978.178,40
1.660.203,63 407.395,58 89.420,81 1.978.178,40
Restbuchwert
31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.248,00 4.770,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.005.612,00 1.043.315,00
1.019.860,00 1.048.085,00
1.019.860,00 1.048.085,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TV-Logistik GmbH, Trier

PRÜFUNGSURTEILe

Wir haben den Jahresabschluss der TV-Logistik GmbH, Trier - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TV-Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 20. März 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Winkler, Wirtschaftsprüfer

gez. Wetzel, Wirtschaftsprüfer

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