Volksbank Dillingen e.G.Liquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken GnR 94
Eingetragen
9.1.2004
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen, die Annahme von sonstigen Einlagen, die Gewährung von Krediten aller Art, die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften, die Durchführung des Zahlungsverkehrs, die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten, die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung, der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten, die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen, Immobiliengeschäft.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Dillingen eG

Saarwellingen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

Volksbank Dillingen eG, Saarwellingen

I. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

In 2011 hat sich die deutsche Wirtschaft weiter von der schweren globalen Rezession der Jahre 2008 und 2009 erholt. Nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlands- produkt Deutschlands preisbereinigt um kräftige 3,0 Prozent expandiert, nachdem es bereits 2010 um 3,7 Prozent gestiegen war. Zum Jahresende haben die konjunkturellen Auftriebskräfte dann aber, angesichts der zunehmenden Unsicherheit über den Fortgang der Staatsschuldenkrisen in einigen Euro Ländern und den USA sowie eines geringeren Expansionstempos der Weltwirtschaft, merklich nachgelassen. Stärker noch als in 2010 war das Wirtschaftswachstum 2011 durch die hohe inländische Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern getrieben.

Die Konsumausgaben der privaten Haushalte haben preisbereinigt um 1,5 Prozent zugenommen und sind damit so stark expandiert wie seit 2006 nicht mehr. Für den Anstieg waren vor allem die aufgrund der günstigen Arbeitsmarktentwicklung und der guten Konjunktur insgesamt verbesserten Einkommensperspektiven, die gestiegenen Nettoverdienste sowie die höheren Selbständigen- und Vermögenseinkommen verantwortlich. Der Privatkonsum hätte jedoch noch stärker expandieren können, wenn die Kaufkraft der Haushalte nicht durch den vergleichsweise hohen Anstieg der Verbraucherpreise vermindert worden wäre. Die Konsumausgaben des Staates wurden ebenfalls spürbar erhöht.

Das Investitionsklima blieb 2011 insgesamt günstig. Die Bruttoanlageinvestitionen wurden in 2011 kräftig ausgeweitet und haben mit einem Beitrag von 1,1 Prozentpunkten ähnlich stark zum Wirtschaftswachstum beigetragen wie die Konsumausgaben. Die Investitionsaktivitäten waren insbesondere im ersten Quartal, begünstigt durch Nachholeffekten nach dem strengen Winter, sehr lebhaft. Im Unternehmenssektor führten Faktoren wie die insgesamt verbesserte Ertragslage, die zunehmende Auslastung der betrieblichen Produktionskapazitäten und die vergleichsweise günstigen Finanzierungsbedingungen dazu, dass erheblich mehr in Ausrüstungen und Bauten investiert wurde.

Die deutsche Wirtschaft hat ihren grenzüberschreitenden Handel in 2011 abermals ausweiten können. Die Zuwächse im Export- und Importgeschäft fielen bei einer schwächeren Gangart der Weltwirtschaft mit 8,2 Prozent bzw. 7,4 Prozent aber geringer aus als im Vorjahr (13,7 Prozent bzw. 11,7 Prozent). Das Exportgeschäft wurde dabei insbesondere durch eine rege Nachfrage aus den osteuropäischen Ländern, der Türkei, Russland und China stimuliert. In den von Staatsschuldenkrisen betroffenen Ländern Griechenland und Portugal nahm hingegen die Nachfrage nach deutschen Exportgütern merklich ab. Das Importgeschäft erhielt sowohl aus der Exportdynamik als auch aus dem Anziehen der inländischen Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern Impulse. Insgesamt trug der Außenhandel mit 0,8 Prozentpunkten zum Wirtschaftswachstum bei.

In 2011 hat sich die Lage der öffentlichen Haushalte merklich entspannt. Die Staatseinnahmen sind infolge des hohen Wirtschaftswachstums und aufgrund gesetzlicher Änderungen wie die Einführung der Luftverkehrsabgabe oder der Anhebung der Beitragssätze zur Arbeitslosen- und Krankenversicherung kräftig gestiegen. Der Finanzierungssaldo des Staates hat sich nach ersten Angaben des Statistischen Bundesamtes in Relation zum Bruttoinlandsprodukt von 4,3 Prozent in 2010 auf 1,0 Prozent vermindert. Die Neuverschuldungsquote lag damit erstmals seit 2008 wieder unter der Maastrich-Grenze von 3 Prozent.

Begünstigt durch die gute Konjunktur hat sich die Arbeitsmarktlage in 2011 weiter verbessert. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind deutlich gestiegen, während die Arbeitslosigkeit erheblich zurückging. Die Erwerbstätigkeit nahm in fast allen Wirtschaftsbereichen zu. Die Arbeitslosenzahl ist nach aktuellen Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Durchschnitt des Jahres 2011 gegenüber dem Vorjahr um 263.000 auf 2,98 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote nahm im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent ab.

Der allgemeine Preisdruck hat 2011 merklich zugenommen. Die Inflationsrate, gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahr, hatte ausgehend von 2,0 Prozent im Januar im weiteren Jahresverlauf deutlich zugenommen und erreichte im September mit 2,6 Prozent einen Höhepunkt, bevor sie zum Jahresende wieder sichtlich zurückging. Im Jahresdurchschnitt sind die Verbraucherpreise um 2,3 Prozent gestiegen. Der Anstieg fiel damit etwa doppelt so stark aus wie im Vorjahr (1,1 Prozent). Maßgeblich für die Teuerung waren vor allem die Energiepreise, die um 10,0 Prozent zunahmen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) leitete im ersten Halbjahr die Zinswende im Währungsraum ein. Auf seinen geldpolitischen Sitzungen im April und Juli beschloss der EZB-Rat insgesamt zwei Zinserhöhungen von jeweils 0,25 Prozentpunkten auf 1,5 Prozent. Es waren die ersten Zinserhöhungen seit Sommer 2008. Ausschlaggebend für die Straffung der europäischen Geldpolitik waren zum einen aufwärtsgerichtete Preisrisiken im Euro-Raum sowie ein positiv bewertetes konjunkturelles Umfeld. Zum anderen waren die Hoffnung auf nachhaltige Stabilisierungsfortschritte an den Finanzmärkten gestiegen. Bereits im August 2011 zeichnete sich jedoch angesichts der sich wieder zuspitzenden Schuldenkrise ein geldpolitischer Kurswechsel im Währungsraum ab. So beschloss der EZB-Rat sowohl neue langfristige Refinanzierungsgeschäfte mit einer Dauer von sechs Monaten aufzulegen als auch Anleihen unter Druck geratener Euro-Staaten am Sekundärmarkt wieder aufzukaufen. Bis zum Jahresende fragte die EZB Staatsanleihen der Peripheriestaaten im Wert von rund 138 Milliarden Euro nach. Ihre zinspolitische Kehrtwende vollzog die EZB im November unter ihrem neuen Präsidenten dem früheren italienischen Notenbankchef Mario Draghi. In den letzten beiden Monaten des Jahres 2011 senkte der EZB-Rat den Leitzins in zwei Schritten um insgesamt einen halben Prozentpunkt auf 1,0 Prozent. Die EZB reagierte damit auf die anhaltend hohe Verunsicherung auf dem europäischen Rentenmarkt sowie sich abzeichnenden Verschlechterung der konjunkturellen Situation. Die Preisstabilität sah der EZB-Rat durch die wieder expansivere Geldpolitik trotz einer erhöhten Teuerungsrate nicht gefährdet.

Die Lage um die hoch verschuldeten Staaten der Währungsunion entspannte sich in 2011 nicht. Vielmehr kam es zu einer Ausweitung der Refinanzierungsprobleme der finanzschwächeren Euro-Staaten. Infolgedessen sah sich Portugal nach mehreren Bonitätsherabstufungen durch die führenden Ratingagenturen und der gescheiterten Regierung Socrates Anfang Mai 2011 gezwungen, Hilfsgelder des Euro-Rettungsschirms (EFSF) zu beantragen, um einer Zahlungsunfähigkeit zu entgehen. Doch konnten die Aufstockung des EFSF auf 780 Milliarden Euro sowie ein weiteres milliardenschweres Hilfsprogramm für Griechenland die angespannte Lage nicht nachhaltig beruhigen.

Die sich eintrübenden Konjunkturaussichten, eine zunehmend aussichtslos erscheinende Verschuldungslage Griechenlands sowie des gesamten Währungsraumes und das Risiko eines Überspringens der Staatsschuldenkrise auf dem europäischen Finanzsektor ließen die Verunsicherung an den Märkten in der zweiten Jahreshälfte steigen. Vor diesem Hintergrund verschlechterte sich auch die Refinanzierungsbedingungen Italiens und Spaniens. Die zahlreichen Gipfel der Europäischen Union konnten jeweils nur kurzfristig etwas zur Entspannung der Lage beitragen. Die unter Druck geratenen Euro-Staaten reagierten mit der Implementierung umfassender Sparprogramme, um die eigenene öffentlichen Finanzen wieder auf den Pfad der Tugend zurück zu bringen.

Die Hoffnung auf eine nachhaltige Abschwächung der Turbulenzen an den Finanzmärkten ließ die Investoren im ersten Jahresdrittel mutiger werden. Bundesanleihen waren in dieser Zeit als sicherer Hafen weniger stark gefragt. Vor diesem Hintergrund stiegen die Renditen von Bundesanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit bis Mitte April auf knapp 3,5 Prozent. Erst mit einer wieder zunehmenden Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Schuldenkrise und einer wachsenden Enttäuschung über das Krisenmanagement der Regierungen nahm die Nachfrage der Investoren nach besonders sicheren Anlageformen, und damit auch nach Bundesanleihen, zu. Die verstärkte Nachfrage ließ deren Kurse im weiteren Jahresverlauf ansteigen, was einem ebenso kräftigen Rückgang der Renditen gleichkam. Von Juli bis September kam es dabei zu einem besonders scharfen Kursanstieg, in deren Verlauf die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen um 1,3 Prozentpunkte zurückging und mit 1,69 Prozent ein neues Allzeittief erreichte. Binnen Jahresfrist sank die Rendite von Bundesanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit um 1,13 Prozentpunkte auf 1,83 Prozent.

Gestiegene Zinserwartungen sowie Konjunkturhoffnungen im Währungsraum bescherten der europäischen Gemeinschaftswährung einen starken Jahresauftakt. Der Euro-Dollar Kurs folgte in dieser Phase einem deutlichen Aufwärtstrend. Seinen selbstbewussten Auftakt beendete der Euro im Mai 2011, als anhaltende Diskussionen um die Umschuldung Griechenlands, das Vertrauen der Händler in die Stabilität des Währungsraumes zunehmend belasteten. Zum Jahresultimo notierte der Euro-Dollar Kurs bei 1,29 US-Dollar.

Das Jahr 2011 war für den DAX unterm Strich kein erfolgreiches Jahr, auch wenn der deutsche Leitindex in der ersten Jahreshälfte noch eine ausgeglichene Bilanz aufzuweisen hatte. So erreichte der DAX im Februar zwischenzeitlich ein 3-Jahres-Hoch. Erst Ende Juli kam es am DAX zu einer äußerst scharfen Kurskorrektur. Der deutsche Leitindex verlor innerhalb von zwei Wochen knapp ein Viertel seines Wertes. Zum einen entlud sich die Furcht der Anleger vor einer weltweiten Rezession an den Aktienmärkten. Zum anderen trieb die europäische Schuldenkrise die Sorgen der Anleger um die Zukunft Europas auf die Spitze. Die griechische Schuldentragödie hielt dabei in besonderer Weise die europäischen Aktienmärkte in Atem. Zum Jahresultimo lag der DAX bei einem Stand von 5.898 Punkten, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt von 15 Prozent entspricht.

2. Entwicklung der Volksbank Dillingen eG

  Berichtsjahr 2010 Veränderung
  TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 274.098 255.427 18.671 7,3
Außerbilanzielle Geschäfte *) 11.164 15.511 -4.347 -28,0

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vorjahresvergleich um TEUR 18.671 oder 7,3 %. Ursächlich hierfür sind die gestiegenen Kundeneinlagen, insbesondere in Spareinlagen sowie die Aufnahme von Refinanzierungen bei der DZ-Bank. Darüber hinaus wurde der Fonds für Allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB durch Umwidmung stiller Reserven gestärkt. Dadurch hat sich der Ausweis in der Position Kundenforderungen erhöht, was gleichzeitig eine Verlängerung der Bilanzsumme bewirkt.

Die zugeflossene Liquidität wurde sowohl für die Vergabe von Kundenkrediten als auch zur Anlage in Wertpapieren verwendet. Das Geschäftsvolumen, die Addition von Bilanzsumme und außerbilanziellen Geschäften, erhöhte sich um TEUR 14.324 oder 5,3 %.

Aktivgeschäft

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2010 Veränderung
  TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 167.877 160.666 7.211 4,5
Wertpapieranlagen 49.437 32.739 16.698 51,0
Forderungen an Banken 41.498 48.019 -6.521 -13,6

Das Kundenforderungsvolumen stieg um 4,5 % oder TEUR 7.211 auf TEUR 167.877. Neu bewilligt wurden sowohl Kredite an Privatpersonen als auch an gewerbliche Investoren. TEUR 106.503 oder 63,4 % unserer Kundenforderungen weisen eine Restlaufzeit von 5 Jahren und länger aus. Bei Kreditvergabe wurden die internen Richtlinien zur Adressrisikosteuerung stets beachtet. Darüber hinaus wurden Teile der Vorsorgereserve gem. § 340f HGB zur Stärkung des Fonds für Allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB aufgelöst.

Der Anteil der Wertpapieranlagen an den Gesamtanlagen der Bank ist um TEUR 16.698 gestiegen, während sich die Forderungen an Banken um TEUR 6.521 reduzierten. Die gesamten Wertpapieranlagen sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet und bis auf TEUR 522 der Liquiditätsreserve zugeordnet.

Passivgeschäft

Passivgeschäft Berichtsjahr 2010 Veränderung
  TEUR TEUR TEUR %
Bankrefinanzierungen 24.478 14.125 10.353 73,3
Spareinlagen 106.651 102.720 3.931 3,8
andere Einlagen 105.945 104.972 973 0,9
verbriefte Verbindlichkeiten 5.220 8.670 -3.450 -39,8
Nachrangverbindlichkeiten 4.000 3.000 1.000 33,3
Genussrechtskapital 4.797 3.133 1.664 53,1

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich insbesondere durch die Aufnahme von Refinanzierungmittel bei der DZ Bank zur Zinsbuchsteuerung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.353 erhöht. Die Spareinlagen konnten aufgrund des Anlageverhaltens unserer Kunden um TEUR 3.931 oder 3,8 % gesteigert werden. Zur Stärkung des haftenden Eigenkapitals wurden sowohl Nachrangverbindlichkeiten als auch Genussrechtskapital aufgelegt. Dem gegenüber reduzierten sich durch Fälligkeiten die Verbindlichkeiten aus Inhaberschuldverschreibungen um TEUR 3.450. Die Wiederanlage erfolgte hauptsächlich in Spar- und anderen liquiden Einlagen. Ferner wurden Nachrangverbindlichkeiten und Genussrechte gezeichnet.

Dienstleistungsgeschäft

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2010 Veränderung
  TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 673 719 -46 -6,4
Vermittlungserträge 670 571 99 17,3
Erträge aus Zahlungsverkehr 1.197 1.199 -2 -0,2

Im Saldo konnten die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft um TEUR 51 gesteigert werden. Während sich die Erträge im Vermittlungsgeschäft um TEUR 99 erhöhten, fielen die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft um 6,4 % oder TEUR 46 geringer aus, was den Turbulenzen an den Geld- und Kapitalmärkten geschuldet ist.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2011 haben wir alle notwendigen Ersatzinvestitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen. Unsere Geschäftsstelle in Rehlingen und unsere Hauptstelle in Dillingen haben wir durch großzügige Umbaumaßnahmen an die neuesten Anforderungen an eine moderne und funktionale Bank angepasst und damit die Voraussetzung für einen geordneten kundenorientierten Bankbetrieb geschaffen.

Personal- und Sozialbereich

Zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigten wir 48 Mitarbeiterinnen und 31 Mitarbeiter. Ferner bildeten wir 5 Personen zu Bankkaufleuten aus und gaben 8 Praktikanten die Möglichkeit, die Arbeit in der Bank kennen zu lernen. Mit 3 Mitarbeiter/innen bestanden Altersteilzeitverträge.

Um den hohen Qualitätsansprüchen an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerecht zu werden, wird von externen Fortbildungsmöglichkeiten Gebrauch gemacht. Darüber hinaus führen wir regelmäßig interne Schulungsmaßnahmen für unsere Mitarbeiter durch.

Langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Mitglied im "Versorgungswerk Saarländischer Genossenschaften" und erhalten bei Ablauf der Versicherung eine zusätzliche Altersversorgung. Die Beiträge werden teilweise von unserer Bank übernommen.

II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Volksbank Dillingen eG Volksbank Dillingen eG

1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement

In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagenfragen sicherstellt.

Mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von großer Wichtigkeit. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand.

Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Adress-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationellen Betriebsrisiken, wobei die Adress-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationellen Risiken einen Schwerpunkt bilden. Das Kreditrisikomanagement, d. h. die Steuerung und Kontrolle der Adressrisiken nach den Grundsätzen und Leitlinien für die Kreditpolitik des Vorstandes, obliegt der Stelle UPS Unternehmenscontrolling in Zusammenarbeit mit der Abteilung Marktunterstützung Aktiv. Hierbei ist die Stelle UPS Unternehmenscontrolling insbesondere für die strategische und die Abteilung Marktunterstützung Aktiv vor allem für die operative Steuerung und Kontrolle verantwortlich. Daneben nimmt eine spezielle Kundenbetreuungsgruppe in Zusammenarbeit mit dem Vorstand die intensive Betreuung problembehafteter Engagements sowie die Sicherheitenverwertung und Engagementabwicklung von gekündigten bzw. insolventen Krediten vor. Den Vorsorgebedarf für Adressrisiken können wir in voller Höhe aus dem ordentlichen Betriebsergebnis abdecken. Die bestehenden erhöhten latenten Risiken haben wir durch angemessene Pauschalwertberichtigungen gesichert.

Für die Steuerung der Marktpreisrisiken, die im Wesentlichen aus Zinsänderungs- und Kursrisiken bestehen, ist der Bereich UPS Unternehmenscontrolling verantwortlich. Mit Hilfe eines Limitsystems, dessen Kriterien strenger als die Vorschriften des KWG sind, werden die Marktpreisrisiken der Gesamtbank gesteuert. Turbulenzen an den Finanzmärkten, berühren uns kaum, weil wir im Rahmen unserer Steuerung die Risikopositionen gering halten.

Das Liquiditätsrisiko wird durch Einhaltung der Vorschriften der Liquiditätsverordnung begrenzt. Darüber hinaus hat die Bank Cash-Flow-Szenarien definiert, die in der Steuerung der Liquiditätsströme zu beachten sind. Im Geschäftsjahr 2011 war die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben.

Neben den vorgenannten Risiken hat sich unsere Bank auch auf operationelle Risiken (z.B. Betriebsrisiken im EDV-Bereich, fehlerhafte Beratungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken) einzustellen. Für den Ausfall technischer Einrichtungen besteht ein Notfallplan. Den unterschiedlichen operationellen Risiken begegnen wir mit laufenden Investitionen in die fachliche Ausbildung unserer Mitarbeiter/innen sowie in neue DV-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale. Ferner optimieren wir ständig unsere Arbeitsabläufe unter Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung. Das Rechtsrisiko minimieren wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare. Bei Rechtsstreitigkeiten schalten wir unseren Verband ein oder nehmen die Hilfe externer Juristen in Anspruch. Ferner verfügt die Bank über einen ausreichenden Versicherungsschutz zur Minimierung der Folgen aus operationellen Risiken. Im Rahmen der Umsetzung der MaRisk wurde das systematische Regelwerk zur Steuerung und Begrenzung von operationellen Risiken weiter ausgebaut.

Die dargestellten Risiken werden nach derzeitiger Einschätzung die künftige Entwicklung der Bank nicht beeinträchtigen.

Über die Steuerung bzw. Minimierung dieser Risikoarten hinaus prüft die eigene interne Revision regelmäßig die Systeme und Verfahren sowie die wichtigsten Arbeitsabläufe. Ihre Tätigkeit richtet sich nach den Richtlinien der Internen Revision von Kreditgenossenschaften und dem internen Prüfungsplan. Die Mindestanforderungen an die interne Revision haben wir schriftlich fixiert.

Dieser umfassende Steuerungsansatz erlaubt sowohl die frühzeitige Identifikation von Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, als auch die frühzeitige Einleitung von entsprechenden Gegenmaßnahmen.

2. Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Solvabilität gemäß § 10 KWG stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Eigenmittel, Solvabilität Berichtsjahr 2010 Veränderung
  TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz *) 28.022 21.114 6.908 32,7
Haftendes Eigenkapital 27.919 24.831 3.088 12,4
Eigenmittel 27.919 24.831 3.088 12,4
Solvabilitätskennziffer 24,6 % 21,4 %    

*) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 10 (Genussrechtskapital), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Ein angemessenes haftendes Eigenkapital, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bildet neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach den Bestimmungen des KWG aufgestellten Anforderungen über die Eigenmittelausstattung wurden von uns im Geschäftsjahr 2011 gut eingehalten.

Unter Berücksichtigung einer vom Vorstand und Aufsichtsrat zur kontinuierlichen Stärkung des Eigenkapitals beschlossenen Vorwegzuweisung von 0,4 Mio. EUR zu den Ergebnisrücklagen, die noch der Zustimmung der Vertreterversammlung bedarf, beträgt unser Kernkapital 14,9 Mio. EUR; das sind 5,4 % der Bilanzsumme.

Die Eigenkapitalausstattung unserer Bank hat sich gegenüber dem Vorjahr durch Dotierung der Rücklagen und der Zuführung zum Fonds für Allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB nach Zustimmung durch die Vertreterversammlung weiter verbessert. Darüber hinaus wurde durch Umwidmung von Vorsorgereserven gem. § 340f HGB in den Fonds für Allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB das Eigenkapitalt erhöht. Desweiteren haben wir durch die Neuaufnahme von Nachrangverbindlichkeiten und Genussrechten unser haftende Eigenkapital gestärkt.

Durch die geplante Rücklagendotierung aus den Geschäftsergebnissen der kommenden Jahre ist nach unserer Unternehmensplanung von einer Einhaltung der Solvabilitätskennziffer bei dem erwarteten Geschäftsvolumenzuwachs auch zukünftig auszugehen.

Kundenforderungen

Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen.

Die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditrichtlinien des KWG wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2011 wieder mit besonderer Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer mittelständischen Kundschaft entsprechen.

Für das Geschäftsjahr 2012 rechnen wir mit Adressausfallrisiken, welche aus dem ordentlichen Ergebnis abgedeckt werden können. Darüber hinaus haben wir ein effizientes Frühwarnsystem implementiert.

Zur Steuerung der Kreditrisiken setzen wir die vom BVR und den Genossenschaftsverbänden entwickelten Rating- und Controllingverfahren ein.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2010 Veränderung
  TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 522 564 -42 -7,4
Liquiditätsreserve 48.914 32.175 16.739 52,0

Die eigenen Wertpapiere haben insgesamt einen Anteil von 18,0 % an der Bilanzsumme. Hiervon entfallen 98,9 % auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere erstklassiger Emittenten. Die restliche Anlage ist eine Anleihe mit Nachrangabreden unseres Verbundpartners.

Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Zum Bilanzstichtag hatten wir TEUR 196.706 zinsgebundene Aktiva. Dieser standen TEUR 85.383 zinsgebundene Passiva gegenüber. Der Aktivüberhang betrug TEUR 111.324.

Derivatgeschäfte

Es bestehen 2 Zinsswaps als Micro-Hedge zur Absicherung von Zinsrisiken aus 2 strukturierten Inhaberschuldverschreibungen im Kundengeschäft.

Zinsänderungsrisiko

Wir rechnen an den Geld- und Kapitalmärkten mit sinkenden Zinsen in den kurzfristigen Laufzeitbän- dern. Während wir bei den mittleren Laufzeiten von steigenden Zinsen ausgehen, werden sich die langfristigen Zinsen eher seitwärts entwickeln. Diese Annahme haben wir in unseren Vorschaurechnungen entsprechend beachtet. Sofern die tatsächliche Zinsentwicklung von dem unterstellten Zinsszenario abweicht, kann es zu Zinsänderungsrisiken bzw. -chancen kommen. Hierzu haben wir Steuerungsszenarien festgelegt, um die Zinsänderungsrisiken bzw. -chancen zu simulieren. Hierbei ergibt sich für 2012 in den Standardszenarien eine Spannbreite von -0,14 % bis +0,05 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. In unseren definierten Stressszenarien erwarten wir eine Spannbreite im Zinsänderungsrisiko bzw. -chancen von -0,23 % bis +0,07 % der durchschnittlichen Bilanzsumme, wobei die Risiken aufgrund unserer Bilanzstruktur vor allem bei steigenden Marktzinsen und Chancen vor allem bei fallenden Marktzinsen auftreten. Aufgrund der liquiden Märkte und unserer Steuerungsinstrumentarien erwarten wir, die Risiken auf ein geringeres Maß reduzieren zu können.

Währungsrisiko

Währungsrisiken bestehen nur in geringen Sortenbeständen gängiger Währungen zur Versorgung unserer Kunden mit Auslandswährungen im Reiseverkehr. Währungsrisiken sind von untergeordneter Bedeutung.

Sonstige Risiken

Wesentliche sonstige Risiken, die auf die Lage der Bank Einfluss haben, sind nicht vorhanden.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Unsere Genossenschaft ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht.

3. Finanz- und Liquiditätslage

Die Zahlungsfähigkeit der Bank war im Berichtsjahr zu jeder Zeit gegeben. Sowohl die Mindestreservebestimmungen als auch die Liquiditätskennzahl der Liquiditätsverordnung (LiqV) wurden zu jeder Zeit eingehalten und bieten ausreichend Freiräume für die Abwicklung des Bankgeschäftes im Rahmen unserer strategischen Bankplanung. Bei Bedarf stehen Refinanzierungsmöglichkeiten des genossenschaftlichen Verbundes sowie der EZB zur Verfügung.

Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist auch in den folgenden Jahren nicht zu rechnen.

4. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2010 Veränderung
  TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 6.450 6.527 -77 -1,2
Provisionsüberschuss 2) 2.454 2.406 48 2,0
Verwaltungsaufwendungen 5.833 5.630 203 3,6
a) Personalaufwendungen 3.728 3.636 92 2,5
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.104 1.994 110 5,5
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 2.784 2.928 -144 -4,9
Bewertungsergebnis 4) 2.523 -699 3.222 -460,9
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 5.306 2.229 3.077 138,0
Steueraufwand 803 829 -26 -3,1
Jahresüberschuss 1.003 691 312 45,2

1) GuV-Posten 1abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Der Zinsüberschuss hat sich gegenüber dem vergangenen Jahr leicht verringert, dies konnte durch ein verstärkten Provisionsüberschuss teilweise kompensiert werden. Der Zinsüberschuss wurde von der Entwicklung an den Geld- und Kapitalmärkten tangiert. Die Entwicklung des Geld- und Kapitalmarktes war im Jahr 2011 zweigeteilt. Bis zur Mitte des Jahres lagen die Marktzinsen in allen Laufzeiten über den Jahresultimowerten 2010. Dies hatte sich mit der Verschärfung der Euro- und Finanzkrise deutlich geändert. Zum Jahresende 2011 lagen die mittel- und langfristigen Marktzinsen deutlich unter den Werten zum 31.12.2010. Die kurzfristigen Marktzinsen sind hingegen gestiegen, so dass die Marktzinsen am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve sich leicht invers darstellt .Die Rückgänge der Marktrenditen seit 2009 machen sich auch in den Durchschnittsverzinsungen der Kundenforderungen mit rückläufigen Kundenzinsen bemerkbar. Aufgrund des Festzinsüberhangs auf der Aktivseite wirken sich diese langfristigen Renditerückgänge nun verzögert aus. Die Kundenverzinsung auf der Passivseite findet sich leicht über dem Vorjahresniveau. Der verbesserte Provisionsüberschuss ist u.a. auf eine breite Verbesserung des Vermittlungsgeschäftes zurückzuführen. Die Entwicklung der Personalaufwendungen sind den tariflichen Lohnerhöhungen in 2011 geschuldet. Um den hohen Anforderungen an das Bankgeschäft gerecht zu werden, wurden in 2011 verstärkt in die Weiterbildung unserer Mitarbeiter investiert. Darüber hinaus haben wir unsere Geschäftsstelle in Rehlingen und unsere Hauptstelle in Dillingen durch großzügige Umbaumaßnahmen an die neuesten Anforderungen an eine moderne und funktionale Bank angepasst und damit die Voraussetzung für einen geordneten kundenorientierten Bankbetrieb geschaffen, was zur Erhöhung der Verwaltungsaufwendungen beigetragen hat. Saldiert ergab sich in 2011 ein Betriebsergebnis vor Bewertung von TEUR 2.784. Dieses liegt mit 4,9 % unter dem Vorjahresergebnis. Im Bewertungsergebnis ist die teilweise Umwidmung der Vorsorgereserven § 340f HGB in Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB enthalten.

5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit bereinigt um die Auflösung von § 340f HGB und Zuführung zu 340g HGB in Höhe von TEUR 3.000 lag um 3,5 % über dem Vorjahresergebnis.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung ist durch die um 1,2 % reduzierten Zinsüberschüsse, die um 2,0 % erhöhten Provisionsüberschüsse sowie die um 3,6 % höheren Verwaltungsaufwendungen gekennzeichnet.

Die Risikolage der Bank ist geordnet.

Die Eigenkapitalausstattung insbesondere das Kernkapital der Bank konnte durch Dotierung der Rücklagen und Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken weiter verbessert werden.

Das Risiko im Neugeschäft wurden konsequent an den Risikotragfähigkeitspotenzialen der Bank ausgerichtet.

III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Es liegen keine Vorgänge vor, die von besonderer Bedeutung sind.

IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Die globale Staatsschuldenkrise hat die Vertrauenskrise an den Finanzmärkten weiter vertieft. Die Konjunkturprognosen der Wirtschaftsforscher sind deshalb entsprechend belastet.

Seit Sommer 2011 hat sich die Weltwirtschaft merklich abgekühlt und die Stimmung in der Wirtschaft präsentierte sich zu Beginn des neuen Jahres entsprechend eingetrübt. Trotzdem sollte die deutsche Wirtschaft spätestens im 2. Quartal 2012 diese Schwächephase überwinden, so dass das Bruttoinlandsprodukt bis zum Jahresende zwischen 0,5 % bis 1 % steigen wird. Ein sich belebender Export sowie ein Plus bei den Konsumausgaben werden wieder unseres Erachtens das Wachstum auch im Jahr 2013 weiter festigen. Von einer Rezession gehen wir nicht aus.

Der Arbeitsmarkt wird durch die kurze wirtschaftliche Stagnation nicht belastet. Die Arbeitslosenquote wird sich weiter verringern und die 7 % Marke unterschreiten.

Der Inflationsdruck wird sich nicht zuletzt aufgrund des schwachen Wirtschaftswachstums in der Eurozone reduzieren. Die Inflationsrate im Jahr 2012 und 2013 wird auf unter 2 % fallen.

Die vorstehenden Prognosen setzen jedoch voraus, dass die Probleme im Euroraum dauerhaft gelöst werden. Sollte sich die Staatskrise weiter verschärfen, würde sich das Vertrauen der Unternehmen und der Verbraucher weiter abschwächen und zu einer wesentlichen Verschlechterung der konjunkturellen Entwicklung als prognostiziert führen.

Unabhängig davon schätzen wir die Wachstumsmöglichkeiten in den kommenden Jahren vor dem Hintergrund des hohen Konsolidierungsdrucks in vielen europäischen Ländern als eher gering ein. Auch Deutschland wird sich dieser Entwicklung nicht entziehen können.

Die Jahre 2012 und 2013 werden auch die Bankbranche vor große Herausforderungen stellen. Das Vertrauen in den Bankensektor hat sich erneut stark eingetrübt. Die Refinanzierungskosten an den Kapitalmärkten sind stark gestiegen. Immer mehr Wettbewerber sehen in den Kundeneinlagen eine alternative Refinanzierungsquelle und verstärken durch ihren aggressiven Marktauftritt den Wettbewerb erneut und tragen somit neben dem historisch niedrigen Zinsniveau maßgeblich zu einem weiteren Verfall der Zinsmargen bei.

Bei diesem gesamtwirtschaftlichen Hintergrund haben wir uns strategisch auf die Bedürfnisse unserer Privatkunden und die heimische Wirtschaft ausgerichtet. Nach wie vor sehen wir uns auch in den kommenden Jahren als strategisch starker und zuverlässiger Anbieter in den Geschäftsfeldern "Privatkunden", "Geschäftskunden" und "Handwerkern" in der Region rund um Dillingen.

Hierbei erwarten wir für das gesamte betreute Kundenkreditvolumen ein Wachstum von je ca. 3 % für die Jahre 2012 und 2013. Schwerpunkt der privaten Kreditnachfrage werden Kredite mit langfristigen Zinsbindungen im Wohnungsbau und der Wohnungsmodernisierung sein. Zur Vermeidung zu hoher Zinsrisiken wird die Bank daher künftig vermehrt Kredite an die Verbundpartner vermitteln.

Das gewerbliche Kreditgeschäft wird geprägt durch die Nachfrage nach Investitionskrediten. Zur Risikosteuerung der Adressrisiken wird die Volksbank Dillingen eG verstärkt auf das Metakreditgeschäft zurückgreifen.

Durch eine risikoorientierte Kreditvergabepolitik werden wir auch in Zukunft unseren qualitativen Ansprüchen einen hohen Stellenwert beimessen.

Dem harten Wettbewerb um Kundeneinlagen, der zunehmend auch zu einer Margenerosion führt, werden wir auch in Zukunft mit gezielten kundenorientierten und bedarfsorientierten Angeboten aktiv durch gut ausgebildete Mitarbeiter entgegentreten.

Wir gehen davon aus, dass das betreute Kundeneinlagevolumen in den Jahren 2012 und 2013 um 3-4% wachsen wird. Hierbei müssen wettbewerbsbedingte Mindererträge aus Konditionszugeständnissen durch Provisionen aus dem Vermittlungsgeschäft oder dem Mehrproduktvertrieb ausgeglichen werden.

Der Zinsüberschuss ist auch in 2012 und 2013 die wichtigste Ertragskomponente unserer Bank.

Wir rechnen an den Geld und Kapitalmärkten mit sinkenden Zinsen in den kurzfristigen Laufzeitbändern. Während wir bei den mittleren Laufzeiten von steigenden Zinsen ausgehen, werden sich die langfristigen Zinsen eher seitwärts entwickeln. Dies haben wir in unseren Vorschaurechnungen entsprechend beachtet. Dadurch sehen wir das Zinsergebnis für 2012 bei 2,34 % der durchschnittlichen Bilanzsumme, für 2013 bei ca. 2,25 % der durchschnittlichen Bilanzsumme.

Die Erträge an dem Provisionsgeschäft können nach unserer Planung in den Jahren 2012 und 2013 auf je 0,93 % der durchschnittlichen Bilanzsumme gesteigert werden.

Die Verwaltungsaufwendungen werden sich in 2012 planmäßig um ca. TEUR 100 erhöhen und sind auf gestiegenen Lohnkosten und höhere Sachkosten zurückzuführen. Ursächlich hierfür sind neben der prognostizierten tariflichen Lohnsteigerungen, die inflationsbedingt höhere Sachkosten und zusätzliche Kosten zur Abbildung der regulatorischen Anforderungen. Für 2013 erwarten wir ähnlich hohe Verwaltungsaufwendungen wie 2012.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung der Volksbank Dillingen eG prognostizieren wir auf 0,89 % der durchschnittlichen Bilanzsumme, für 2013 auf 0,88 % der durchschnittlichen Bilanzsumme.

Unter Berücksichtigung unserer geringen inhärenten Adressrisiken in den Kundenforderungen und bei den Eigenanlagen wird die Bank voraussichtlich ein Ergebnis nach Bewertung von ca. 0,71 % der durchschnittlichen Bilanzsumme für 2012 und 0,72 % für 2013 erwirtschaften.

Bestandsgefährdende Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage unserer Bank haben, sehen wir nicht. Unsere Steuerung der Marktpreis- und Adressrisiken sieht, unterstützt durch effiziente Messmethoden, eine laufende Beobachtung der zu steuernden Risiken vor.

Risiken in der Prognose der Ertragslage sehen wir vor allem im Zinsänderungsrisiko. Szenariorechnungen zeigen aber, dass in allen Szenarien in den nächsten beiden Jahren ein Zinsergebnis von mindestens 2,14 % der durchschnittlichen Bilanzsumme erzielt wird, das deutlich über der Mindestzinsspanne liegt und eine Dotierung der Rücklagen der Bank zulässt. Auch in allen Stressszenarien liegt in den nächsten beiden Jahren der errechnete Zinsüberschuss über der Mindestzinsspanne. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen in Form der Eigenkapitalkennziffern werden wir auch zukünftig einhalten.

V. Zweigniederlassungen

Die Genossenschaft unterhält keine Zweigniederlassungen gemäß § 14 Genossenschaftsgesetz.

 

Saarwellingen, 11. April 2012

Volksbank Dillingen eG

Der Vorstand

Hans-Joachim Meyer

Axel Straßer

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Volksbank Dillingen eG, Saarwellingen

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 1.003.266,68 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 2.641,02 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 350.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 655.907,70) - wie folgt zu verwenden:

  EUR
Ausschüttung einer Dividende von 4,00 % 196.811,96
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen  
a) Gesetzliche Rücklage 50.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 360.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 49.095,74
  655.907,70

 

Saarwellingen, 11. April 2012

Volksbank Dillingen eG

Der Vorstand

Hans- Joachim Meyer

Axel Straßer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 26.06.2012 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2011 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 1.003.266,68 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 2.641,02 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2011

Volksbank Dillingen eG, Saarwellingen

Aktivseite

      Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     3.874.499,35   3.820
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken     5.008.265,37   4.002
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 5.008.265,37       (4.002)
c) Guthaben bei Postgiroämtern     0,00 8.882.764,72 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0,00   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00       (0)
b) Wechsel     0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     10.453.967,19   17.722
b) andere Forderungen     31.044.517,69 41.498.484,88 30.297
4. Forderungen an Kunden       167.876.946,58 160.666
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 110.405.713,02       (107.458)
Kommunalkredite 7.188.118,87       (6.114)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
ab) von anderen Emittenten   0,00 0,00   15.031
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (15.031)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba) von öffentlichen Emittenten   7.502.649,58     4.003
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 7.502.649,58       (4.003)
bb) von anderen Emittenten   41.878.053,88 49.380.703,46   13.419
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 40.042.311,20       (11.565)
c) eigene Schuldverschreibungen     55.924,99 49.436.628,45 245
Nennbetrag 56.000,00       (245)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       0,00 42
6a. Handelsbestand       0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften          
a) Beteiligungen     1.961.016,57   1.961
darunter:          
an Kreditinstituten 256.538,52       (257)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     9.050,00 1.970.066,57 9
darunter:          
bei Kreditgenossenschaften 0,00       (0)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       0,00 0
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
9. Treuhandvermögen       91.962,82 118
darunter: Treuhandkredite 91.962,82       (118)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch       0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte:          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     4.358,00   3
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0
d) geleistete Anzahlungen     0,00 4.358,00 0
12. Sachanlagen       3.487.484,18 3.342
13. Sonstige Vermögensgegenstände       832.647,85 742
14. Rechnungsabgrenzungsposten       16.561,10 6
Summe der Aktiva       274.097.905,15 255.427

Passivseite

         
      Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     0,00   0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     24.478.284,46 24.478.284,46 14.125
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   99.438.600,19     91.652
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   7.212.348,11 106.650.948,30   11.068
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   92.237.547,27     86.585
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   13.707.004,07 105.944.551,34 212.595.499,64 18.387
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     5.220.394,16   8.670
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00 5.220.394,16 0
darunter:          
Geldmarktpapiere 0,00       (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00       (0)
3a. Handelsbestand       0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten       91.962,82 118
darunter: Treuhandkredite 91.962,82       (118)
5. Sonstige Verbindlichkeiten       626.502,76 562
6. Rechnungsabgrenzungsposten       94.286,03 123
6a. Passive latente Steuern       0,00 0
7. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen     2.170.020,00   2.034
b) Steuerrückstellungen     0,00   119
c) andere Rückstellungen     798.626,22 2.968.646,22 870
8. [gestrichen]       0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       4.000.000,00 3.000
10. Genussrechtskapital       4.797.000,00 3.133
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 2.377.000,00       (1.000)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       4.000.000,00 500
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00       (0)
12. Eigenkapital          
a) Gezeichnetes Kapital     5.019.421,36   5.027
b) Kapitalrücklage     0,00   0
c) Ergebnisrücklagen          
ca) gesetzliche Rücklage   3.910.000,00     3.700
cb) andere Ergebnisrücklagen   5.640.000,00 9.550.000,00   5.044
d) Bilanzgewinn     655.907,70 15.225.329,06 709
Summe der Passiva       274.097.905,15 255.427
      Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten          
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln   0,00     0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   919.617,42     1.233
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten   0,00 919.617,42   0
2. Andere Verpflichtungen          
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften   0,00     0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen   0,00     0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen   6.244.116,55 6.244.116,55   9.937
darunter: Lieferverpflichtungen          
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00       (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011

      Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   9.090.517,13     9.528
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   985.922,60 10.076.439,73   651
2. Zinsaufwendungen     3.703.592,02 6.372.847,71 3.724
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     0,00   0
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     76.898,78   72
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00 76.898,78 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     2.646.445,99   2.607
6. Provisionsaufwendungen     192.719,36 2.453.726,63 201
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       184.756,22 263
9. [gestrichen]       0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   2.967.092,76     2.882
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   761.192,80 3.728.285,56   754
darunter: für Altersversorgung 209.084,90       (222)
b) andere Verwaltungsaufwendungen     2.104.266,01 5.832.551,57 1.994
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       320.938,10 314
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       151.192,25 324
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00   699
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     2.522.888,10 2.522.888,10 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     0,00   0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     0,00 0,00 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       0,00 0
18. [gestrichen]       0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       5.306.435,52 2.229
20. Außerordentliche Erträge     0,00   0
21. Außerordentliche Aufwendungen     0,00   209
22. Außerordentliches Ergebnis       0,00 (-209)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     792.532,60   819
darunter: latente Steuern 0,00       (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     10.636,24 803.168,84 10
24a. Einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken       3.500.000,00 500
25. Jahresüberschuss       1.003.266,68 691
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr       2.641,02 18
        1.005.907,70 709
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen          
a) aus der gesetzlichen Rücklage     0,00   0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
        1.005.907,70 709
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen          
a) in die gesetzliche Rücklage     110.000,00   0
b) in andere Ergebnisrücklagen     240.000,00 350.000,00 0
29. Bilanzgewinn       655.907,70 709

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2011

Volksbank Dillingen eG, Saarwellingen

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die auf EUR lautenden Barreserven wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig aufgelöst.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Für die latenten Kreditrisiken wurde unter Berücksichtigung der steuerlichen Richtlinien eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Der gesamte Wertpapierbestand ist nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die Wertpapiere werden im Girosammeldepot verwahrt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei gleicher Wertpapiergattung erfolgt nach der Durchschnittsmethode.

Dienen derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand der Absicherung von Vermögensgegenständen, Schulden, schwebenden Geschäften oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen, werden Bewertungseinheiten gebildet, sofern hierfür die erforderlichen Voraussetzungen vorliegen. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach den Vorschriften von § 254 HGB.

Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten wird die Einfrierungsmethode angewandt.

Die nachfolgende Tabelle weist für jede Art von Grundgeschäften das Volumen der in Bewertungseinheiten einbezogenen Grundgeschäfte aus:

Angaben zu Bewertungseinheiten gemäß § 285 Nr. 23a HGB

Grundgeschäfte Buchwerte/Volumina
(in EUR)
1. Vermögensgegenstände 0
2. Schulden 4.000.000
3. schwebende Geschäfte 0
4. mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen 0
Summe 4.000.000

Bei den gebildeten Bewertungseinheiten handelt es sich um perfekte Micro-Hedges. Sie dienen der Absicherung von Zinsrisiken. Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente stimmen jeweils in allen relevanten Ausstattungsmerkmalen überein ("Critical Term Match"). Daher haben sich die gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko am Bilanzstichtag vollständig ausgeglichen.

Aufgrund der übereinstimmenden relevanten Ausstattungsmerkmale erwarten wir auch künftig für die festgelegte Dauer der Sicherungsbeziehung einen vollständigen Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko.

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bzw. einheitliche Verbindlichkeit nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung sind sie mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Bewertung der Sachanlagen und der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde. Es werden lineare Abschreibungen verrechnet. Anlagenzugänge werden im Anschaffungsjahr pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen.

Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem niedrigeren Ausgabebetrag wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Den Pensionsrückstellungen und den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften und Altersteilzeitrückstellungen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 5,14 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Für die Rückstellungen für Altersteilzeit wurde die Vereinfachungsregel nicht angewandt.

Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,30 % (Vorjahr 2,30 %) und eine Rentendynamik in Höhe von 2,30 % (Vorjahr 2,30 %) zugrunde gelegt.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Aktive latente Steuern sind in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt worden. Passive Steuerlatenzen bestehen nicht (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D).

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Als besonders gedeckt werden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2011

(volle EUR)

  Anschaffungs-\
Herstellungs-
kosten
Zugänge
Zuschreibung
(a)
(b)
Umbuchungen
Abgänge
(a)
(b)
Abschreibungen
(kumuliert)
Buchwerte
am
Bilanz-
stichtag
Abschreibungen
Geschäftsjahr
    des Geschäftsjahres      
  EUR EUR   EUR   EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagenwerte                
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 (a) 0 (a) 0 0 0
    0 (b) 0 (b)      
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.327 3.390 (a) 0 (a) 33.619 4.358 2.441
    0 (b) 1.740 (b)      
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0 0 0
    0 (b) 0 (b)      
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0 0 0
    0 (b) 0 (b)      
Sachanlagen                
a) Grundstücke und Gebäude 5.235.527 6.813 (a) 0 (a) 2.640.757 2.601.583 149.458
    0 (b) 0 (b)      
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.530.730 460.987 (a) 0 (a) 2.494.632 885.902 169.039
    0 (b) 611.183 (b)      
a 8.802.584 471.190 (a) 0 (a) 5.169.008 3.491.843 320.938
    0 (b) 612.923 (b)      
  Anschaffungskosten
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 540.903 -40.903 500.000
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.969.888 179 1.970.067
Anteile an verbundenen Unter- nehmen 0 0 0
b 2.510.791 -40.724 2.470.067
Summe a und b 11.313.375   5.961.910

D. Erläuterungen zur Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 39.416.341 Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

  bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 4.500.000 2.000.000 24.000.000 0
Forderungen an Kunden (A 4) 2.678.114 10.061.737 42.965.069 106.503.229

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 5.661.115 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 12.007.900 fällig.

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

  Forderungen an
  verbundene Unternehmen Beteiligungsunternehmen
  Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0 0 82.144 52.214
Forderungen an Kunden (A 4) 0 0 221.287 201.204

In folgenden Posten sind enthalten:

  davon: nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
  börsenfähig börsennotiert nicht börsennotiert
  EUR EUR EUR EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 49.436.628 48.858.372 578.256 0

In den Bilanzposten "Treuhandvermögen" und "Treuhandverbindlichkeiten" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten.

Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 1.949.933 und Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von EUR 885.902 enthalten.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 16.561 (Vorjahr EUR 5.594) enthalten.

In den folgenden Posten bzw. Unterposten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
3b) Namensgenussrechte DZ-Bank 0 639.028
5 Anleihe DZ-Bank 522.331 522.393
6 Genussrechte Bausparkasse Schwäbisch Hall AG 0 41.957

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 3.823.515 enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 18.228.902 Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

  bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 180.112 2.658.915 8.263.266 13.218.379
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) 1.245.259 4.656.004 1.188.254 122.832
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 6.545.942 5.692.766 1.101.420 248.593

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 94.286 (Vorjahr EUR 123.227) enthalten.

Zu den nachrangigen Verbindlichkeiten (Passivposten 9) ergeben sich folgende Angaben:

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 158.562 an.

Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgen zu folgenden Bedingungen:

Betrag Währung Zinssatz
in %
Fälligkeit
1.500.000 EUR 3,75 bis 4,35 Januar 2012
1.000.000 EUR 5,25 bis 5,50 Januar 2015
500.000 EUR 3,40 Januar 2016
1.000.000 EUR 3,30 Februar 2017

Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich.

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 3.809.504 enthalten.

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Die aktiven latenten Steuen beruhen auf Differenzen zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Wertansatz bei den Forderungen an Kunden (Aktiva 4), Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (Aktiva 7), sonstigen Vermögensgegenständen (Aktiva 13), Rückstellungen (Passiva 7) und Fonds für allgemeine Bankrisiken (Passiva 11).

Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

  EUR
Geschäftsguthaben  
a) der verbleibenden Mitglieder 4.885.790
b) der ausscheidenden Mitglieder 133.163
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 468

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:

  Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2011 3.700.000 5.044.239
Einstellungen    
aus Bilanzgewinn des Vorjahres 100.000 355.761
aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 110.000 240.000
Stand 31.12.2011 3.910.000 5.640.000

Die im Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden.

Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Zinsswaps, die ausschließlich der Absicherung von Zinsänderungsrisiken dienen.

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte (Nichthandelsbestand einschließlich der in Bewertungseinheiten einbezogenen Derivate), die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst. (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge angegeben.

  Nominalbetrag Restlaufzeit beizulegender
Zeitwert
(inkl. Stückzinsen)  
  <= 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe
Zinsbezogene Geschäfte          
OTC Produkte          
- Zins-Swap (gleiche Währung) 0 4.000 0 4.000 72

Zinsswaps des Nichthandelsbestands werden anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag nach der Barwertmethode bewertet.

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 6.345.789

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Bausparverträgen sowie die Vermittlung von Versicherungen nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein.

Die sonstige betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 106.815 (Vorjahr EUR 106.866) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 41.378 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 207.116 enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.

Die Höhe des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit ist durch die Umwidmung von stillen Vorsorgereserven (§ 340f HGB) in den Fonds für allgemeine Bankrisiken beeinflusst.

F. Sonstige Angaben

Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene erhielten EUR 83.443.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen EUR 22.131.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31.12.2011 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 778.788.

Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 63.534 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 407.261.

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 372.668.

Die Zahl der 2011 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

  Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 1 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 45 25
Gewerbliche Mitarbeiter 0 2
  46 27

Außerdem wurden durchschnittlich 4 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung

  Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2011 8.778 96.406 5.013.112
Zugang 2011 167 2.068 107.536
Abgang 2011 242 3.014 156.728
Ende 2011 8.703 95.460 4.963.920
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 46.861
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 49.192
Höhe des Geschäftsanteils EUR 52
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 52

Das vom Abschlussprüfer Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt, aufgeschlüsselt in das Honorar für

- die Abschlussprüfungsleistungen EUR 91.196
- andere Bestätigungsleistungen EUR 438
- Steuerberatungsleistungen EUR 6.222

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genossenschaftsverband e.V.

Wilhelm-Haas-Platz

63263 Neu-Isenburg

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Hans-Joachim Meyer, Vorstandssprecher

Axel Straßer

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Prof. Dr. Andy Junker, - Vorsitzender - , Professor für Betriebswirtschaftslehre an der HTW des Saarlandes, (Vorsitzender seit 12.08.2011)

Rudi Alger, - stellvertretender Vorsitzender - , Teamleiter im Bereich Arbeitsvermittlung beim Arbeitsamt Saarlouis, (stellvertretender Vorsitzender seit 12.08.2011)

Dipl. Ing. Werner Freydag, Geschäftsführer, Freydag Heizung und Sanitär GmbH

Manfred Krein, Betriebswirt (WA), Inhaber des Nalbacher Druckhaus

Dipl. Ing. Stefan Schmitt, Angestellter, H+K Industrieanlagen GmbH

Georg Söther, Jurist, Angestellter, Landwirtschaftliche Sozialversicherung für Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland

Bernd Alexander, - Vorsitzender - , selbständiger Rechtsanwalt, (bis 11.8.2011)

Berthold Lambert, Rentner, (bis 11.8.2011)

 

Saarwellingen, 11. April 2012

Volksbank Dillingen eG

Der Vorstand

Hans-Joachim Meyer

Axel Straßer

Bestätigungsvermerk des Prüfungsverbandes

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Volksbank Dillingen eG, Saarwellingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Saarbrücken, 14. Mai 2012

Genossenschaftsverband e.V.

Heim, Wirtschaftsprüfer

Aubart, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Volksbank Dillingen eG, Saarwellingen

Der Aufsichtsrat der Volksbank Dillingen eG hat im Berichtsjahr 2011 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Ferner wurde über die Risikosituation der Bank sowie die Ergebnisse der internen und externen Revision berichtet. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat über die Entwicklung an den Geld- und Kapitalmärkten und die Eigenanlagen der Bank berichten lassen. Die strategische Ausrichtung der Bank wurde hinreichend erörtert und die Umsetzung überwacht. Zudem stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Von seinem Auskunfts- und Informationsrecht hat der Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen Gebrauch gemacht.

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hatte der Aufsichtsrat aus seiner Mitte einen Personal-, einen Prüfungs-, einen Kredit- und einen Bauausschuss eingerichtet. Über die Arbeit der Ausschüsse wurde immer in der darauffolgenden Aufsichtsratssitzung berichtet.

Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2011 einmal und thematisierte dabei die Ergebnisse der UDM-Studie des BVR zu der IT-Kostensituation der Volksbank Dillingen eG. Der Kreditausschuss trat zweimal zusammen. Er beschloss über Kreditanträge und beriet die Hinweise der externen Kreditprüfung. Ferner wurden Themen der internen Risikosteuerung besprochen. Der Bauausschuss beschloss in einer Sitzung notwendige bauliche Investitionen und genehmigte die Umsetzung erforderlicher Baumaßnahmen. Der Personalausschuss tagte einmal und befasste sich mit dem Thema der Institutsvergütungsverordnung.

Der vorliegende Jahresabschluss 2011 mit Lagebericht wird vom Genossenschaftsverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2011 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Herr Werner Freydag, Herr Manfred Krein und Herr Stefan Schmitt aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig und wird von der Verwaltung empfohlen.

In Anerkennung des guten Geschäftsergebnisses 2011 bedankt sich der Aufsichtsrat bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand der Bank. Ein besonderer Dank gilt den Mitgliedern, Kunden und Geschäftspartnern für das entgegengebrachte Vertrauen.

 

Saarwellingen, im April 2012

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Andy Junker, Vorsitzender

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