Großhandel mit Sportartikeln und -zubehör
cynora GmbHLiquidiert
77793 Gutach (Schwarzwaldbahn), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Bächle seit 20.3.2023 | Liquidator |
Thomas Dr. Baumann seit 7.9.2016 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 6 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
cynora GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.12.2022Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 2022A. Grundlagen des UnternehmensAngaben zum Geschäftsmodell Die cynora GmbH, i.L., (im folgenden "CYNORA") entwickelte Materialien zur Herstellung ORGANISCHER LEDs (OLED), welche ihren Einsatz in der Display Technologie wiederfinden. Bei den Materialien handelte es sich um Emitter Materialien, in denen es basierend auf die Rekombination von Ladungsträgern zur Erzeugung von Licht in den Wellenlängen rot, grün und blau kommt. Der Fokus der CYNORA lag auf der Kommerzialisierung von hoch-effizienten Emitter Materialien für die Farben grün und blau. Dabei verwendete die CYNORA ihre Expertise im Bereich von fluoreszierenden Materialien. Das firmeneigene Know-How wurde mit entsprechenden Patenten und Schutzrechten / Intellectual Property abgesichert. Mit Beschluss durch die Gesellschafter am 16.05.2022 wurde der Unternehmensgegenstand auf die Verwaltung des eigenen Vermögens geändert und der operative Geschäftsbetrieb zum 30.06.2022 eingestellt. Des Weiteren wurde die Gesellschaft mit Beschluss vom 28.12.2022 zum Ablauf des 30.12.2022 aufgelöst und befindet sich in Liquidation. Mit Beendigung der Liquidation wir das verbleibende Vermögen an die Gesellschafter ausgeschüttet und die Gesellschaft im Handelsregister gelöscht. Forschung und Entwicklung Der zentrale Fokus des Unternehmens lag auf der Forschung und Entwicklung von OLED Materialien. Aufgrund der fast vollständigen Auslegung des gesamten Unternehmens auf die Forschung und Entwicklung neuer Produkte sind auch ein Großteil der Aufwendungen diesem Bereich zuzuschreiben. Durch den Beschluss der Gesellschaft, das operative Geschäft einzustellen, sind darüber hinaus höhere Kosten im Zuge der Abwicklungstätigkeiten angefallen. Für das Rumpfgeschäftsjahr 2022 betrugen die operativen Kosten TEUR 20.743. Für eine detailliertere Aufteilung verweisen wir auf Abschnitt B, "Geschäftsverlauf und Ertragslage" Durch den Verkauf der wesentlichen Patente und Schutzrechte wurde die gesamte Forschung und Entwicklung zum 30.06.2022 eingestellt. B. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Geschäftsverlauf In den ersten Monaten fokussierte sich das Unternehmen noch auf die Weiterentwicklung seiner Produkte und stand im Austausch mit potentiellen Kunden über Testversuche. Hierbei wurden keine neuen Investitionen in die Entwicklung mehr getätigt sondern lediglich versucht, mit bestehenden Ressourcen Verbesserungen in den Materialeigenschaften zu erzielen. Umsätze konnten durch die Testversuche nicht generiert werden. Mit Beschluss durch die Gesellschafterversammlung vom 16.05.2022 wurde die Veräußerung der wesentlichen Vermögensgegenstände beschlossen. Nach der Veräußerung des immateriellen Vermögens (Patente und Schutzrechte) war eine Weiterführung der Gesellschaft aufgrund mangelnder Geschäftsgrundlage nicht mehr möglich. Aus diesem Grund wurde in der Gesellschafterversammlung vom 16.05.2022 beschlossen, den operativen Geschäftsbetrieb zum 30.06.2022 einzustellen. Mit Einstellung des operativen Geschäftsbetriebes wurden sämtliche Mitarbeiter des Unternehmens entlassen und die Veräußerung der verbleibenden Vermögensgegenstände fokussiert. Wesentliche Geschäftsbeziehungen der Gesellschaft wurden im Anschluss bis zum Bilanzstichtag aufgelöst oder beendet. Mit Beschluss vom 28.12.2022 wurde die Gesellschaft zum Ablauf des 30.12.2022 aufgelöst und befindet sich in Liquidation. Ertragslage Das Jahresergebnis vor Kapitalrückführung an die Gesellschafter hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 37.612 (Vorjahr: TEUR -19.245) stark positiv entwickelt. Die positive Entwicklung ist vor allem auf die Veräußerung des immateriellen Vermögens zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich auf TEUR 66.398 (Vorjahr: TEUR 210) erhöht. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Erträge aus dem Verkauf des Anlagevermögens i.H.v. TEUR 65.994 (Vorjahr: TEUR 29) zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die operativen Kosten durch die Abwicklung der Gesellschaft erhöht und betrugen TEUR 20.743 (Vorjahr: TEUR 16.220). Der Grund für die Erhöhung sind höhere Kosten durch die vorzeitige Abwicklung von Leasing-, Mietverträgen sowie Dienstleistungs- und Serviceverträgen. Als operative Kosten sehen wir die Materialaufwendungen TEUR 1.412 (Vorjahr: TEUR 1.786), Personalaufwendungen TEUR 7.142 (Vorjahr: TEUR: 8.520), sonstige betriebliche Aufwendungen TEUR 10.457 (Vorjahr: TEUR 5.045) sowie die Abschreibungen an. Aufgrund der Auflösung der Gesellschaft haben sich durch außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen die Abschreibungen mit TEUR 1.732 (Vorjahr: TEUR 870) deutlich erhöht. Die Anzahl der Mitarbeiter verringerte sich im Berichtszeitraum von 104 auf 4 zum Jahresende. Der Zinsaufwand verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 700 auf TEUR 2.537. Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung des Disagios für den Unterschiedsbetrag aus dem Erfüllungsbetrag und dem erwarteten Auszahlungsbetrag der im Berichtszeitraum zurückgezahlten Wandeldarlehen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen im Berichtszeitraum TEUR 5.508 (Vorjahr: EUR 0). Vermögenslage Im Laufe des Rumpfgeschäftsjahres wurde der Großteil des immateriellen und materiellen Vermögens des Unternehmens veräußert. Der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände verringerte sich dadurch zum Bilanzstichtag auf TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 4.426). Der Wert des Sachanlagevermögens verringerte sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 2.422). Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 7.126 (Vorjahr: TEUR 1.241). Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Vermögen auf einem Notaranderkonto im Zusammenhang mit der oben genannten Veräußerung des immateriellen und materiellen Vermögens. Aufgrund der Veräußerung der Vermögensgegenstände erhöhte sich der Bestand der flüssigen Mittel auf TEUR 10.642 (Vorjahr: TEUR 166). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten verringerte sich im Wesentlichen aus der Auflösung des Disagios für den Unterschiedsbetrag aus dem Erfüllungsbetrag und dem erwarteten Auszahlungsbetrag der im Berichtszeitraum zurückgezahlten Wandeldarlehen im Berichtszeitraum auf TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 4.069). Die Rückstellungen erhöhten sich auf TEUR 6.640 (Vorjahr: TEUR 1.751), was im Wesentlichen auf Steuerrückstellungen i.H.v. TEUR 5.508 zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft verringerten sich deutlich auf TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 19.240). Der wesentliche Grund für den Rückgang der Verbindlichkeiten war die vollständige Rückzahlung der aufgenommen Wandeldarlehen aus den Vorjahren. Der Jahresüberschuss betrug zum Bilanzstichtag TEUR 37.612 (Vorjahr Jahresfehlbetrag TEUR 19.245). Nach den Barkapitalerhöhungen in 2022 beträgt das gezeichnete Kapital (Stammkapital) der Gesellschaft TEUR 846 (Vorjahr: TEUR 814). Die Kapitalrücklage beträgt aufgrund einer zusätzlichen Wandlung von Wandeldarlehen i.H.v. TEUR 3.984, Einzahlungen in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafter i.H.v. TEUR 2.140 sowie einer Ausschüttung an die Gesellschafter i.H.v. TEUR 24.130 zum Bilanzstichtag TEUR 73.873 (Vorjahr: TEUR 91.879). Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 62,1% (Vorjahr: -69,0%). Finanzlage Zur Sicherstellung der zur Finanzierung der Gesellschaft erforderlichen Liquidität wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2022 Barkapitalerhöhungen i.H.v. insgesamt TEUR 2.151 getätigt, von denen TEUR 11 das gezeichnete Kapital erhöht haben und der Restbetrag in die Kapitalrücklage eingezahlt wurde. Ebenfalls wurden im Rumpfgeschäftsjahr Wandeldarlehen mit einem Nominalbetrag von TEUR 21 und einem Rückzahlungsbetrag von TEUR 3.984 gewandelt. Darüber hinaus wurden durch den Verkauf der Vermögensgegenstände finanzielle Mittel i.H.v TEUR 65.994 eingenommen, welche im Anschluss zur Finanzierung der Abwicklungstätigkeiten eingesetzt wurden. Verbleibende Vermögensgegenstände sollen nach Abschluss der Liquidation an die Gesellschafter ausbezahlt werden. In 2022 wurde den Gesellschaftern eine Rückzahlung aus der Kapitaleinlage i.H.v. TEUR 24.130 gewährt. Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von TEUR 10.642 (Vorjahr: 166 TEUR). Investitionen und Produktion Die Summe der Investitionen für Sachanlagen betrug im Rumpfgeschäftsjahr TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 673). Nach dem starken Infrastrukturausbau der vergangenen Jahre haben sich die Investitionen vor dem Beschluss der Stilllegung des Betriebes in 2022 auf einzelne Bereiche zur Erhaltung der Produktivität beschränkt. Um die Liquidität zu schonen, wurden üblicherweise größere Investitionen über Leasing- oder Mietkaufgeschäfte abgewickelt. Gesamtaussage zu Geschäftsverlauf und Lage Insgesamt wurde das Rumpfgeschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 37.612 abgeschlossen. Im Mai 2022 hat das Unternehmen die Stilllegung des Geschäftsbetriebes beschlossen. Nachdem im Zuge der Vermögensveräußerung die Grundlage für mögliche Produktentwicklungen verkauft wurde, werden auch in Zukunft keine weitere Produktentwicklung durchgeführt. Die Gesellschaft ist mit Ablauf des 30.12.2022 in die Liquidation gegangen und wird nach Abschluss das verbleibende Vermögen an die Gesellschafter auskehren. C. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtAufgrund des Beschlusses zur Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit zum 30.6.2022 und der mit Ablauf des 30.12.2022 begonnen Liquidation der Gesellschaft gehen wir aktuell von einem Fortbestand des Unternehmens von zwei Jahren aus. In diesem Zeitraum ist die Abwicklung der Gesellschaft, die Begleichung der verbleibenden Verpflichtungen sowie die Ausschüttung des verbleibenden Vermögens an die Gesellschafter geplant. Das Vermögen auf dem Notaranderkonto soll in zwei Tranchen an das Unternehmen ausbezahlt werden. Die erste Tranche wird Ende Mai 2023 fällig, die zweite Tranche Ende Mai 2024. Das verbleibende Vermögen soll dann nach Begleichung der verbleibenden Verpflichtungen aus der Liquidation Mitte 2024 an die Gesellschafter ausbezahlt werden. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Besondere Risiken aus den verbleibenden Abwicklungstätigkeiten sehen wir für die Gesellschaft nicht. Für alle identifizierten Abwicklungsrisiken wurde ausreichend bilanzielle Vorsorge getroffen. Es liegen keine wesentlichen Liquiditäts- und Ausfallrisiken vor. Der Großteil der Geschäftsbeziehungen wurde bereits zum Stichtag beendet. Gewährte Darlehen wurden zum Bilanzstichtag entweder vollständig zurückgezahlt oder in Eigenkapital gewandelt. Miet- und Leasingverträge wurden zu einem wesentlichen Teil beendet und vorzeitig aufgelöst. Laufende Verpflichtungen der Gesellschaft können aus dem Restbestand der liquiden Mittel bedient werden und sollen im Zuge der Liquidation schrittweise abgebaut werden. Risiken aus den Verkaufsverträgen werden über die sonstigen Vermögensgegenstände abgesichert und betreffen daher nicht die liquiden Mittel der Gesellschaft, welche für die weitere Liquidation der Gesellschaft notwendig sind. Die Auszahlung des Vermögens auf dem Notaranderkonto hängt an vertraglich definierten Vorgaben. Das Risiko, das dieses Vermögen nicht an die Gesellschaft ausgezahlt wird, wird als gering eingestuft.
München, 30.05.2023 cynora GmbH, i.L. Die Geschäftsführung Bilanz zum 30. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Dezember 2022
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr 2022A. Allgemeine AngabenDie cynora GmbH, i.L., ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 228138 eingetragen. Der Registersitz der Gesellschaft ist München. Die Geschäftsräume befinden sich in der Werner-von-Siemens-Straße 2-6, 76646 Bruchsal. Der vorliegende Jahresabschluss der cynora GmbH, i.L., wurde nach den einschlägigen Vorschriften des HGB sowie des GmbHG aufgestellt. Nach den Größenmerkmalen des § 267 HGB handelt es sich bei der Gesellschaft um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Die Betragsangaben erfolgen - soweit nicht anders vermerkt - in Euro. Gegenstand der cynora GmbH, i.L., München, ist die Verwaltung von eigenem Vermögen. Im Mai 2022 hat das Unternehmen die Stilllegung des Geschäftsbetriebes beschlossen. Nachdem im Zuge der Veräußerung der wesentlichen Vermögensgegenstände die Grundlage für mögliche Produktentwicklungen verkauft wurde, werden auch in Zukunft keine weiteren Produktentwicklungen durchgeführt. Die Gesellschaft wurde mit Beschluss vom 28.12.2022 zum Ablauf des 30.12.2022 aufgelöst und befindet sich in Liquidation. Mit Beendigung der Liquidation wird das verbleibende Vermögen an die Gesellschafter ausgeschüttet. Aus diesem Grund waren für die Aufstellung des Rumpfgeschäftsjahresabschlusses abweichend von der Going-Concern-Annahme die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Zur Sicherstellung der zur Finanzierung der Gesellschaft erforderlichen Liquidität wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2022 Barkapitalerhöhungen i.H. von insgesamt 3,8 Mio EUR getätigt. Darüber hinaus wurde durch den Verkauf der Vermögensgegenstände finanzielle Mittel i.H.v. 64,2 Mio EUR eingenommen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Einnahmen aus dem Verkauf der Vermögensgegenstände für die Liquidation der Gesellschaft ausreichen werden. Nach Beendigung der Liquidation wird die Gesellschaft gelöscht. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDas Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten (zuzüglich Nebenkosten), vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Liegt der Veräußerungswert als beizulegender Wert am Bilanzstichtag unter den fortgeführten Anschaffungskosten, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen planmäßig linear entsprechend mit einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 1 und 25 Jahren ermittelt. Eine Berichtigung der Nutzungsdauern ist nicht notwendig, da die verbliebenen Anlagegüter bis zur Abwicklung der Gesellschaft vollständig abgeschrieben sein werden. Der Abschreibungsbeginn erfolgt im Zugangsmonat. Vom Wahlrecht zur Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen wird hinsichtlich extern anfallender direkt zuordenbarer Kosten (z.B. Patentanwaltsgebühren) Gebrauch gemacht, welche als Herstellungskosten zum Nennwert aktiviert werden. Der Ausweis erfolgt gesondert unter der Position "Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte". Die verbleibenden Entwicklungsaufwendungen wurden aufgrund der Stilllegung des Unternehmens komplett abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter i. S. von § 6 Abs. 2 EStG werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und sind in der Entwicklung des Anlagevermögens jeweils als Zu- und Abgang ausgewiesen. Die geleisteten Anzahlungen im Anlagevermögen werden mit dem Nennwert angesetzt. Das Vorratsvermögen war zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Im Jahr 2021 wurde bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ein Festwert in Höhe von TEUR 100 gebildet. Im Zuge der Einstellung des Geschäftsbetriebes wurde dieser Festwert im Rumpfgeschäftsjahr aufgelöst. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Kassenbestände und Bankguthaben werden mit dem Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Barwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für vor dem Stichtag erfolgte Zahlungen zum Nennbetrag gebildet, sofern dieser Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungs-verordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Wandeldarlehen, welche im Fall der Nichtwandlung eine Rückzahlung in Höhe des doppelten Nominalbetrags vorsehen, wurden aus Vorsichtsgründen mit dem Erfüllungsbetrag bei Nichtwandlung angesetzt. Für den Unterschiedsbetrag aus dem Erfüllungsbetrag und dem erwarteten Auszahlungsbetrag wurde nach § 250 Abs. 3 Satz 1 HGB ein Disagio angesetzt und unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. Die Tilgung des Disagios erfolgt durch planmäßige, monatsgenaue Abschreibung über die Darlehenslaufzeit. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. C. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im RumpfgeschäftsjahrAufgrund der im Rumpfgeschäftsjahr beschlossenen Einstellung des Geschäftsbetriebs waren für die Aufstellung des Jahresabschlusses abweichend von der bisherigen Bewertung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit die nachfolgenden Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Liegt der Veräußerungswert des Anlagevermögens als beizulegender Wert am Bilanzstichtag unter den fortgeführten Anschaffungskosten (zuzüglich Nebenkosten), werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. D. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Rumpfgeschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Rumpfgeschäftsjahr 2022 wurde der Großteil der immateriellen und materiellen Vermögensgegenstände veräußert oder außerplanmäßig vollständig abgeschrieben. 2. Sonstige Vermögensgegenstände Der Posten enthält im Wesentlichen Vermögen auf einem Notaranderkonto i.H.v. TEUR 7.000 (Vorjahr: EUR 0). Dieses Vermögen soll nach Erfüllung vertragsgemäßer Bedingungen, die als erfüllbar eingeschätzt werden, in zwei Tranchen an das Unternehmen ausbezahlten werden. Die erste Tranche i.H.v. TEUR 2.000 wird Ende Mai 2023 fällig, die zweite Tranche i.H.v. TEUR 5.000 Ende Mai 2024. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist auf EUR 44 gefallen (Vorjahr: TEUR 4.069). Aufgrund der Rückzahlung oder Wandlung aller bestehender Wandeldarlehen wurden alle aktivierten Disagien aus den Unterschiedsbeträgen zwischen Erfüllungsbetrag und Auszahlungsbetrag in Höhe von TEUR 3.942 ausgebucht. 4. Eigenkapital Im Rumpfgeschäftsjahr entwickelte sich der Bilanzverlust wie folgt:
Nach den Barkapitalerhöhungen in 2022 beträgt das gezeichnete Kapital (Stammkapital) der Gesellschaft TEUR 846 (Vorjahr: TEUR 814). Die Kapitalrücklage beträgt aufgrund einer zusätzlichen Wandlung von Wandeldarlehen i.H.v. TEUR 3.984, Einzahlungen in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafter i.H.v. TEUR 2.140 sowie einer Rückzahlung an die Gesellschafter i.H.v. TEUR 24.130 zum Bilanzstichtag TEUR 73.873 (Vorjahr: TEUR 91.879). 5. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen die Personalrückstellungen i.H.v. TEUR 984 (Vorjahr: TEUR 1.454) sowie Rückstellungen für Jahresabschlusserstellung bzw. -prüfung und Aufbewahrungskosten insgesamt i.H.v. TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 44) und Rückstellungen für Renovierungsarbeiten aufgrund der Auflösung von Mietflächen i.H.v. TEUR 85 (Vorjahr: EUR 0). Im Rumpfgeschäftsjahr bestehen keine langfristigen Rückstellungen. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
7. Verbindlichkeiten aus Wandeldarlehen Der Posten enthielt im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Wandeldarlehen mit einem Nominalbetrag von TEUR 9.600 und einem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag von TEUR 16.700 sowie aufgelaufene Zinsen aus Wandeldarlehen i.H.v. TEUR 41. Den Darlehensgebern wurde das Recht eingeräumt, vor dem Fälligkeitszeitpunkt die Darlehensverbindlichkeit in Vorzugsgeschäftsanteile an der Gesellschaft in Höhe des Nominalbetrags zuzüglich aufgelaufener Zinsen umzuwandeln. Aufgrund des Verkaufs der immateriellen Vermögensgegenstände und der Stilllegung des Geschäftsbetriebs wurden im Rumpfgeschäftsjahr alle Wandeldarlehen zurückgezahlt oder in Eigenkapital umgewandelt. 8. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten sind auf TEUR 26 gefallen (Vorjahr: TEUR 899), darin sind Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 461) mit einer Restlaufzeit von einem Jahr und EUR 0 (Vorjahr: TEUR 437) mit einer Restlaufzeit bis zu 5 Jahren enthalten. Der Rückgang ist hauptsächlich auf den Wegfall der im Vorjahr bestehenden Verbindlichkeiten aus Mietkaufverpflichtungen für technische Anlagen und Maschinen i.H.v. TEUR 755 geschuldet. Wie im Vorjahr existieren zum Stichtag keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre. 9. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB lagen zum 30.12.2022 nicht vor. E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren hauptsächlich aus den außergewöhnlichen Erträgen aus dem Verkauf des Anlagevermögens i.H.v. TEUR 65.994 (Vorjahr: TEUR 29), Erträgen aus der Auflösung der Wandeldarlehen i.H.v. TEUR 283 (Vorjahr: EUR 0) und Erträgen aus der Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 19). 2. Materialaufwand Im Rumpfgeschäftsjahr gliedern sich die Materialaufwendungen wie folgt:
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
3. Personalaufwand Durch eine niedrigere durchschnittliche Mitarbeiteranzahl sind im Jahr 2022 die Personalaufwendungen auf TEUR 7.142 gesunken (Vorjahr: TEUR 8.520) und setzen sich wie folgt zusammen:
4. Abschreibungen Die Abschreibungen im Anlagevermögen setzen sich wie folgt zusammen:
In den Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen wurden hauptsächlich andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschrieben. Aufgrund der abweichenden Bilanzierung von der Going-Concern-Prämisse wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2022 außerplanmäßige Abschreibungen i.H.v. TEUR 23 auf immaterielle Vermögensgegenstände und i.H.v. TEUR 1.152 auf Sachanlagen vorgenommen. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus den Aufwendungen für Raumkosten i.H.v. TEUR 3.075 (Vorjahr: TEUR 1.421), Rechts- und Beratungskosten welche im Zusammenhang mit der Veräußerung der Vermögensgegenstände angefallen sind i.H.v TEUR 5.217 (Vorjahr: TEUR 694), Miete beweglicher Vermögensgenstände i.H.v TEUR 431 (Vorjahr: TEUR 336), Patentverwaltungskosten TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 122) sowie Aufwendungen für Lizenzen i.H.v. TEUR 319 (Vorjahr: TEUR 319) zusammen. Darüber hinaus enthält der Posten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 128 (Vorjahr: TEUR 12) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 96). 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsaufwendungen sind hauptsächlich Zinsen aus Wandeldarlehen i.H.v. TEUR 2.519 (Vorjahr: TEUR 3.199) enthalten. F. Sonstige Angaben1. Mitarbeiter Während des Rumpfgeschäftsjahres wurden durchschnittlich 59 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 104). Hierbei handelt es sich ausschließlich um angestellte Mitarbeiter. Allen Mitarbeitern wurde, mit Ausnahme von Mitarbeitern mit einer aufgrund von gesetzlichen Vorgaben verlängerten Kündigungsfristen, zum 31.05.2022 gekündigt. 2. Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein langfristiges Mitarbeiterbeteiligungsprogram mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2023 begeben. Zu diesem Zweck wurden fiktive Beteiligungen am Stammkapital als reine Rechengrößen in einer Größenordnung von TEUR 20 an bestimmte Mitarbeiter ausgegeben. In 2020 wurde ein weiteres Mitarbeiterbeteiligungsprogram mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2030 geschaffen. Analog zum Programm von 2015 wurden auch hier fiktive Beteiligungen am Stammkapital als reine Rechengrößen in einer Größenordnung von weiteren TEUR 68 gebildet und an bestimmte Mitarbeiter ausgegeben. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm berechtigt diese Mitarbeiter im Falle einer vollständigen oder mehrheitlichen Veräußerung der Geschäftsanteile (Exit) der derzeitigen Gesellschafter eine erfolgsabhängige Tantieme von der Gesellschaft zu erhalten. Aufgrund von getroffenen befreienden Schuldübernahmevereinbarungen übernehmen die Gesellschafter die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft an die Mitarbeiter im Exit-Fall. Aufgrund der Liquidation des Unternehmens ist mit keiner Auszahlung aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zu rechnen 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es besteht mit einem Entwicklungsberater der Gesellschaft eine Genussrechtsoptionsvereinbarung, die diesen im Wesentlichen dazu berechtigt, im Falle einer vollständigen oder mehrheitlichen Veräußerung der Geschäftsanteile (Exit) an der cynora GmbH bei Einhaltung bestimmter Kriterien einen erfolgsabhängigen Exit-Bonus von der Gesellschaft zu erhalten. Zu weiteren Exit-Boni- Vereinbarungen verweisen wir auf "F.2. Mitarbeiterbeteiligungsprogramm" dieses Anhangs. Aufgrund der Liquidation des Unternehmens ist mit keiner Auszahlung aus der Genussrechtsoptionsvereinbarung zu rechnen. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. 4. Vergütung der Geschäftsführung und des Beirats Als nicht börsennotiertes Unternehmen wird § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen und auf die Angabe der Vergütung für die Geschäftsführung bzw. des Liquidators verzichtet. Der Beirat hat im Berichtsjahr keine Bezüge erhalten. 5. Angaben zur Geschäftsführung Während des abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:
6. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr Wandeldarlehen mit einem Nominalbetrag von TEUR 7.750 und einem Erfüllungsbetrag von TEUR 13.050 mit Personen, welche im Management der Gesellschaft eine Schlüsselposition bekleideten und Unternehmen, die unter der Führung einer Person stehen, welche im Management der Gesellschaft eine Schlüsselposition bekleidete, zurück bezahlt. 7. Angaben zum Abschlussprüferhonorar Die Gesellschaft verzichtet auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach §285 Nr. 17 HGB. Die Gesellschaft verpflichtet sich, diese Angabe auf schriftliche Anforderung der Wirtschaftsprüferkammer mitzuteilen (§ 288 Abs. 2 Satz 3 HGB). 8. Nachtragsbericht Weitere operative oder strukturelle Veränderungen und Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der cynora GmbH haben, liegen nicht vor. 9. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 37.611.874,86 auf neue Rechnung vorzutragen.
München, 30. Mai 2023 cynora GmbH, i.L. Michael Bächle, Liquidator Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1.1. bis 30.12.2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die cynora GmbH i.L., München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der cynora GmbH i.L., München, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 30. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der cynora GmbH i.L. für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 30. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Liquidation der Gesellschaft und Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt "A. Allgemeine Angaben" des Anhangs und die Angaben im Abschnitt "B. Wirtschaftsbericht" des Lageberichts, welche den Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 28. Dezember 2022 zur Liquidation der Gesellschaft zum 30. Dezember 2022 und die darauf basierende Bilanzierung zu Liquidationswerten aufgrund der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Liquidation der Gesellschaft zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der geordneten Liquidation, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 30. Mai 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
ppa. Stefan Sigmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Johann Horz, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 30.12.2022 wurde am 29.08.2023 festgestellt. |
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