Seetronic Europe GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Kernbichl seit 8.5.2014 | Geschäftsführer |
Marco Kroner seit 8.5.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Merkkur GmbHKarlsfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Laut dem Statistischen Bundesamt verzeichnete das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2023 einen Rückgang um 0,3%, was hauptsächlich auf die Verunsicherung von Produzenten, Investoren sowie Konsumenten zurückzuführen ist. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wurde im Jahr 2023 durch ein krisengeprägtes Umfeld negativ beeinflusst. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom Einbruch während der Corona-Krise hat sich nicht weiter fortgesetzt. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 lediglich um 0,7 % höher. Für die Merkkur GmbH wegweisend ist die Entwicklung auf den Konsumgütermärkten. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. 1.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Merkkur GmbH, ansässig in 85757 Karlsfeld, ist vor allem im Online-Vertrieb von Schuhen und Bekleidung tätig. Der Onlinehandel schwankt: Durch die Krisen der letzten Jahre hat sich das Kaufverhalten von Konsumentinnen und Konsumenten stark verändert - und damit auch die Rolle des Onlinehandels. Während die Umsätze sich während der Pandemie-Jahre 2020 und 2021 stiegen, gingen sie im Jahr 2022 um -2,6 auf 99,5 Mrd. Euro zurück. Nun prognostiziert das IFH Köln in seinem „Branchenreport Onlinehandel“ wieder eine Rückkehr zum Aufstiegstrend. So sollen die Umsätze um 0,9% auf 100,4 Mrd. ansteigen. Zwar sei der Onlinehandel zwar weiterhin von den Umsätzen der Pandemiejahre entfernt, im Vergleich zum Vor-Coronajahr 2019 liegt aber ein Anstieg von 30 Mrd. Euro vor. 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf ist als sehr zufriedenstellend zu bezeichnen. Die auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Strategie der Merkkur GmbH hat sich besonders positiv in den gesteigerten Umsatzerlösen niedergeschlagen. Der Jahresüberschuss ist dagegen im Vorjahresvergleich um 125 TEUR auf 739 TEUR zurückgegangen, jedoch muss dieser Rückgang vor dem Hintergrund eines schwierigen wirtschaftlichen Gesamtumfeldes gesehen werden. Zur Verbesserung des Kundenservice und zur Anpassung an die gestiegenen Anforderungen des Marktumfeldes sind erhebliche Kosten für die Optimierung der Logistikprozesse und der Personalentwicklung angefallen, die vollständig aus dem laufenden Cashflow finanziert wurden. 3. Finanzbericht 3.1 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Merkkur GmbH ist wegen der nachhaltig verfolgten Wachstumsstrategie auch im Jahr 2023 weiter angestiegen. Der Anstieg des Vorratsvermögens wurde vor allem durch zusätzliche Fremdfinanzierungen aber auch durch das weiter steigende Eigenkapital refinanziert. Die solide Eigenkapitalquote der Merkkur GmbH von 30,6 % signalisiert langfristige finanzielle Stabilität. Die Liquidität war zu jeder Zeit ausreichend, um den Geschäftsbetrieb ordnungsgemäß abzuwickeln. Aufgrund des zu erwartenden positiven Cashflows sind weitere Finanzierungsmaßnahmen im laufenden Geschäftsjahr 2024 nicht geplant. Maßnahmen zur Optimierung unserer betrieblichen Prozesse wurden vollständig aus dem laufenden Cashflow finanziert. 3.2 Ertragslage Die Merkkur GmbH konnte ihre Umsatzziele für 2023 übertreffen und verzeichnete im Vorjahresvergleich einen mehr als soliden Anstieg. Trotz erhöhter Kosten für Logistikdienstleistungen und Personalaufwendungen konnte ein zufriedenstellender Jahresüberschuss von 739 TEUR erzielt werden, der auf der einen Seite unter dem des Vorjahres liegt (864 TEUR) aber andererseits die positiven Auswirkungen der im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossenen strategischen Maßnahmen und die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens unter Beweis stellt. 4. Chancen und Risiken 4.1 Chancen Die Erweiterung des Online-Angebots und die fortschreitende Digitalisierung sind wesentliche Wachstumstreiber. Partnerschaften mit bestehenden und neuen Lieferanten sowie die Erschließung neuer Marktsegmente durch diversifizierte Produktkategorien bieten weitere Expansionsmöglichkeiten. 4.2 Risiken Zielsetzung unseres Risiko- und Chancenmanagements ist es, frühzeitig Risiken und Chancen zu identifizieren, die die Ertragskraft des Unternehmens beeinflussen können. In der Folge werden rechtzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen, um bei einem in der Regel nicht vorhersehbarem Eintritt von Risikosituationen notwendige Entscheidungen zu treffen. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenrisiken Die wirtschaftliche Unsicherheit bleibt eine Herausforderung. Laut Angaben von de.statista.com lagen die Konsumausgaben für Schuhe in Deutschland so hoch wie noch nie. Laut Marktprognose wird das Volumen auch in den nächsten Jahren weiter anwachsen. Unerwartete Krisen wie die Corona-Pandemie oder der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine mit all seinen Folgen können diese Trends aber auch unvorhergesehen umkehren. Zudem ist der Schuhmarkt stark trendabhängig, woraus sich ständig Risiken aus unerwarteten Veränderungen des Konsumverhaltens ergeben. Die Merkkur GmbH passt ständig aktiv die Sortimente an die Kundenwünsche an, was natürlicherweise mit Akzeptanzrisiken verbunden ist. Deren Minimierung erfordert kontinuierliche Marktbeobachtung, Kreativität und das frühzeitige Erkennen und Aufgreifen von neuen Trends. Markt- und Wettbewerbssituation Der anhaltende Preiswettbewerb könnte ebenfalls Druck auf die Margen ausüben. Insgesamt stellen wir auch im Jahr 2023 einen sich verstärkenden Preiswettbewerb fest. Um unsere Wettbewerbsposition weiter zu verbessern, haben wir uns im Laufe des Jahres 2023 darauf konzentriert, die Logistikprozesse und die Personalentwicklung zu optimieren. Damit werden wir den gestiegenen Anforderungen gerecht und verbessern unseren Kundenservice weiter. Finanzwirtschaftlichen Risiken Als finanzwirtschaftliche Risiken sehen wir Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken an. Grundsätzlich begegnen wir diesen Risiken mit einer Strategie aus Finanzplanung, insbesondere einer kurz- und langfristige Liquiditätsplanung, Absicherung gegenüber Risiken und Vermeidung von Risiken. Das Liquiditäts- und Zinsrisiko haben wir durch den Abschluss von teilweise langfristigen Finanzierungen für unseren fast ausschließlich kurzfristigen Kapitalbedarf deutlich minimiert. Es stehen zudem ausreichende kurzfristige Finanzierungslinien zur Verfügung, so dass die Zahlungsfähigkeit der Merkkur GmbH jederzeit sichergestellt ist. Dazu kommt eine verantwortungsvolle Thesaurierungspolitik, wodurch auch erhebliche Anteile unseres Kapitalbedarfs durch langfristig zur Verfügung stehendes Eigenkapital abgedeckt werden. Der Großteil unserer Umsätze wird in Euro abgewickelt, daher sehen wir das Währungsrisiko trotz grundsätzlich bestehender Risiken jedoch als unwesentlich an. IT-Risiken Die Abhängigkeit von digitalen Plattformen birgt technologische Risiken. Dazu kommt, dass die Gefährdungslage im Cyber-Raum hoch ist und auch dauerhaft hoch bleiben wird. Die Merkkur GmbH hat zur Vermeidung dieser Risiken ausreichende organisatorische und technische Maßnahmen zum Schutz der IT-Sicherheit eingeführt. Insbesondere die standardisierte Absicherung der mobilen Arbeitsweise der Mitarbeiter bedarf im Geschäftsmodell der Merkkur GmbH größter Aufmerksamkeit. 5. Ausblick und Prognose Für das Jahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einer Fortsetzung der positiven Unternehmensentwicklung, basierend auf den getätigten Investitionen und der strategischen Ausrichtung. Ein weiteres Umsatzwachstum wird erwartet, wobei die Personalanzahl stabil gehalten wird und keine zusätzlichen Finanzierungsmaßnahmen geplant sind. 6. Abschlussbemerkung Die Geschäftsführung der Merkkur GmbH beurteilt das Geschäftsjahr 2023 als erfolgreich. Die strategischen Entscheidungen und Anpassungen haben zu einer robusten Wettbewerbsposition und zu einer optimistischen Prognose für die Zukunft geführt. Die Gesamtlage des Unternehmens wird positiv bewertet, und es sind keine besonderen Vorgänge nach dem Ende des Geschäftsjahres 2023 eingetreten.
Karlsfeld, den 20. März 2024 Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht. Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf: Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:
Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 1.706.519,53 EUR (Vorjahr: 100.000,00 EUR). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss beträgt 738.787,05 EUR. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von 3.230.725,42 EUR, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden 3.230.725,42 EUR vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Merkkur GmbH, Karlsfeld VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Merkkur GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Merkkur GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Oberhausen, den 28. Juni 2024 Niederrhein GmbH Stefan Hesse, Wirtschaftsprüfer |
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