e² Leasing AGLiquidiert

66121 Saarbrücken, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 17707
Eingetragen
30.3.2009
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen
Gegenstand
Der Handel mit und das Verleasen von Immobilien und Investitionsgütern aller Art.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

e² Leasing AG

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Bedingt durch das schwierige, insbesondere europäische, Umfeld ist das Wachstum der deutschen Wirtschaft nach einem bereits schwachen Jahr 2012 in 2013 weiter gebremst worden. Für das Jahr 2014 geht die Bundesregierung von einem deutlich stärkeren Wachstum, verglichen mit den beiden Vorjahren aus. Für das Jahr 2015 wird mit einem Ansteigen des Wirtschaftswachstums auf 2,0% gerechnet. Zurückzuführen ist dies auf die gesunkene Unsicherheit über die weitere Bewältigung der Krise im Euro-Raum. So dürfte auch die Erholung der Weltkonjunktur mit einem Anstieg von 2,2% in 2013 und einem Ausblick auf eine Steigerung von 3,0% in 2014 zu einer Stützung der Investitionsbereitschaft und der Entwicklung der Industrieproduktion führen.

Die Leasingbranche konnte Ihre positive Entwicklung derweil nicht fortsetzen. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung bewegen sich die Leasing-Investitionen in Deutschland eher seitwärts. allerdings mit 0,5% nicht mehr so stark wie in 2011 (4%). Die Investitionen blieben mit 48,50 MRD Euro ungefähr gleich und liegen damit immer noch unter dem Niveau der Jahre 2006 bis 2008, haben sich aber nach dem starken Einbruch 2009 wieder erholt. Die Leasingquote an den gesamtwirtschaftlichen Investitionen ist in etwa gleich geblieben. Mittlerweile wird gut die Hälfte der außenfinanzierten Investitionen über Leasing realisiert. Im laufenden Jahr und für die kommenden Jahre wird mit einer Steigerung der Ausrüstungsinvestitionen von sechs bis elf Prozent gerechnet. Dies sollte sich auch auf die Leasinginvestitionen auswirken.

Die Bundesregierung geht in Ihrer Prognose vom April 2014 von einem Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts für 2014 in Höhe von 1,8% und für 2015 in Höhe von 2,0% aus. Auch die Leasingbranche rechnet ab 2014, mit steigendem Geschäft, so dass sich die Erholung des Leasingmarktes seit dem zweiten Halbjahr 2010 weiter fortsetzen wird.

Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Die e 2 Leasing AG kann von der Erholung im Leasinggeschäft weiterhin nur bedingt profitieren. Sie leidet noch immer unter den Folgen des Wegfalls des Hauptrefinanzierungspartners. Dadurch konnten im Jahr 2013 hauptsächlich nur vermitteltes Leasinggeschäft abgeschlossen werden. Vereinzelt wurde auch Leasinggeschäft über PKW's abgeschlossen, die über die betreffenden Herstellergesellschaften angeleast wurden. Insgesamt konnte das Geschäftsvolumen auf TEUR 1.204 von TEUR 543 im Vorjahr gesteigert werden.

Diese erfreuliche Tendenz hat sich in 2014 bisher weiter fortgesetzt. Die Gesellschaft hat im laufenden Geschäftsjahr bereits Verträge über ein Volumen in Höhe von TEUR 422 vertraglich fixiert, die auch bereits vollständig in Rateneinzug genommen wurden.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2013 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 30 aus. Der Jahresüberschuss kommt fast ausschließlich aus Erträgen durch den Abschluss eines gerichtlichen Vergleichs am 17. Dezember mit dem ehemaligen Refinanzierer.

Darüber hinaus wurde am 5. November 2013 ein Vertrag über die Zeichnung von Genussrechtskapital in Höhe von TEUR 3.000 abgeschlossen.

Durch die in 2013 durchgeführten Maßnahmen ist die Gesellschaft in die Lage versetzt worden, das Leasinggeschäft neu zu strukturieren. Neben dem Vermittlergeschäft steht das eigene Leasinggeschäft dabei im Vordergrund. Erste Verhandlungen mit neuen Refinanzierungspartnern wurden hierzu bereits geführt.

Die Gesellschaft hat einen detaillierten Businessplan erstellt, der den Aufbau des Geschäfts ab Mitte des laufenden Jahres aufzeigt.

Darstellung der Lage der Gesellschaft

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 3.380 (Vorjahr: TEUR 604). Es wird ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 2.949 ausgewiesen, im Vorjahr bestand ein nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 81.

Den Forderungen an Kunden (TEUR 34; Vorjahr: TEUR 356), stehen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 211 (Vorjahr: TEUR 579) gegenüber. Diese betreffen mit TEUR 76 Verbindlichkeiten gegenüber einem Kreditinstitut aus Leasingrefinanzierung und mit TEUR 62 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die e 2 Leasing AG hat im November 2013 Genussrechtskapital in Höhe von TEUR 3.000 begeben. Dieses wurde durch die Einlage von festverzinslichen Wertpapieren erbracht. Zur Finanzierung der Neustrukturierung der Gesellschaft ist im Juni 2014 ein Austausch der Wertpapiere in liquide Mittel vorgesehen.

Ertragslage

Die e 2 Leasing AG hat in 2013 ein Ergebnis aus dem Leasinggeschäft (Leasingerträge abzgl. der Leasingaufwendungen) in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 3) erzielt. Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 25 sowie die Zinserträge in Höhe von TEUR 6 resultieren überwiegend aus dem Mietkaufgeschäft. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich insbesondere durch den Abschluss eines gerichtlichen Vergleichs mit dem ehemaligen Refinanzierer gegenüber dem Vorjahr um TEUR 108 auf TEUR 357 erhöht. Die allgemeinen Verwaltungskosten sind um TEUR 63 auf TEUR 146 angestiegen.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr einen Gewinn in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr TEUR 162) erwirtschaftet.

Personal

Die e 2 Leasing AG beschäftigte im Berichtsjahr neben dem Vorstand kein Personal. Die Gesellschaft beabsichtigt, im laufenden sowie den kommenden Jahren verstärkt Personal im Vertrieb, als auch im Innendienst, einzustellen.

Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Der Aufbau des Leasinggeschäfts der Gesellschaft wird das Neugeschäft erst langsam wieder in Gang bringen. Das Vermittlungsvolumen konnte in den zurück liegenden Monaten, auch im laufenden Geschäftsjahr, weiter gesteigert werden. Im laufenden Geschäftsjahr hat die Gesellschaft begonnen, das Geschäftsmodell auf den Abschluss von Leasingverträgen vorzubereiten und das Vermittlungsvolumen zu verringern. Aufgrund der notwendigen Investitionen, insbesondere in personeller Hinsicht, und der notwendigen Anlaufzeit, wird ein deutlich negatives Geschäftsergebnis erwartet.

Risikobericht

a.) Risikomanagement, Ziele und Risikomanagementmethoden

Im Zusammenhang mit der Verabschiedung des Jahressteuergesetzes 2009 erfolgte eine Anpassung des Kreditwesengesetzes, wodurch Leasinggesellschaften, die Finanzierungsleasingverträge abschließen oder Objektgesellschaften verwalten, als Finanzdienstleistungsinstitute klassifiziert werden und somit in wesentlichen Bereichen einer Aufsicht durch BaFin und Deutsche Bundesbank unterliegen. Teil der aufsichtsrechtlichen Verpflichtungen ist, dass nunmehr auch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) von Leasinggesellschaften zu erfüllen sind.

Die Gesellschaft wurde als erlaubnispflichtiges Finanzdienstleistungsunternehmen des Kreditwesengesetzes zugelassen. Vor dem Hintergrund der sich daraus ergebenden zusätzlichen Anforderungen, insbesondere die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk), wurden die im Jahr 2009 begonnenen Anpassungen der organisatorischen und technischen Voraussetzungen zur Umsetzung der MaRisk in wesentlichen Bereichen umgesetzt.

Die Geschäftsführung ist bestrebt, die Risiken des operativen Geschäfts zu minimieren. Insbesondere durch den Abschluss von Voll-Amortisationsverträgen und Teil-Amortisationsverträgen mit Andienungsrecht werden die Restwertrisiken nahezu vollständig ausgeschlossen. Das Ertragspotential durch Nachmieterlöse wird dadurch nicht geschmälert. Alle Kundenverträge wurden fristenkongruent refinanziert, so dass ein Zinsänderungsrisiko nicht besteht.

b.) Risiken der künftigen Entwicklung

Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist durch die Entwicklung des Neugeschäfts beeinflusst. Um nach dem Wegfall der Refinanzierungsmöglichkeiten erneut Geschäft abzuschließen, hat die Gesellschaft im laufenden Jahr Gespräche mit neuen Refinanzierungspartnern aufgenommen. So soll das Geschäftsmodell neben der Vermittlung von Leasingverträgen im Rahmen von Kooperationen hauptsächlich wieder auf den Abschluss von Leasingverträgen umgestellt werden. Die Gesellschaft strebt ein jährliches Netto-Kredit-Volumen von TEUR 50.000 in den Jahren ab 2017 an.

Das Erreichen der Planung der Gesellschaft hängt ausschließlich vom Volumen des akquirierten Neugeschäfts ab. Aufgrund der Größe der Gesellschaft und der wieder erwachenden Investitionsbereitschaft der Industrie gehen wir von einem für die Gesellschaft ausreichendem Neugeschäft aus.

Auf die wesentlichen Risiken wird nachfolgend eingegangen:

Adressenausfallrisiko

Im Rahmen der abgeschlossenen Leasingverträge hat sich die Gesellschaft eines Scoring-Systems bedient. Zu allen Engagements über TEUR 50 liegen aktuelle Unterlagen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen der Kunden zum Zeitpunkt der Kreditentscheidung vor. Diese werden weiterhin überwacht. Die Gesellschaft bedient sich auch Auskünften von Dritten, insbesondere Wirtschaftsauskunfteien und Banken. Neben der Beurteilung der Bonität des Leasingnehmers werden auch die Art und die Werthaltigkeit der zu finanzierenden Leasing- und Mietkaufobjekte berücksichtigt. Adressrisiken können sowohl in Beziehung zu Kunden als auch Lieferanten entstehen. Aufgrund der von der Gesellschaft festgelegten, individuellen Obligo-Obergrenzen, ergibt sich für die Gesellschaft beim Zahlungsausfall eines einzelnen Kunden keine existenzielle Bedrohung.

Durch nachteilige Veränderungen von Marktpreisen oder Preis beeinflussenden Parametern sieht die Gesellschaft derzeit kein Marktrisiko. Ein Währungsrisiko besteht derzeit nicht, da die Gesellschaft ausschließlich im Inland aktiv ist. Durch die fristenkongruente Refinanzierung hat die Gesellschaft eventuelle Zinsänderungsrisiken ausgeschlossen. Die Gesellschaft hat keine Verträge mit offenen Restwerten abgeschlossen, so dass ein Risiko aus Restwerten nicht besteht. Die Anschaffungswerte und die kalkulierten Restwerte werden bei Kreditentscheidung auf Angemessenheit geprüft, um die Objektrisiken zu minimieren. Die Instandhaltungs- und Sachversicherungspflichten werden grundsätzlich an den Leasingnehmer bzw. Mietkäufer weitergegeben. Zur Überwachung des laufenden Versicherungsschutzes werden von der Gesellschaft beim Versicherer des Kunden Sicherungsscheine angefordert. In einzelnen Fällen ist das Leasingobjekt auch über die Gesellschaft versichert.

Operationelle Risiken

Durch konsequente Prüfung der Legitimation der handelnden Personen und einer vorsichtigen Beurteilung der Bonität begegnet die Gesellschaft dem Betrugsrisiko. Im Rahmen der SALB-Geschäfte hat die Gesellschaft die Anforderungen durch das Einreichen von Eigentumsnachweisen weiter erhöht, um Betrugsfälle auch weiterhin auszuschließen.

Zur Abwicklung der Geschäfte wird eine Leasing-Standardsoftware verwendet, die im Rahmen eines Wartungsvertrags dem aktuellen Stand entspricht. Die wesentlichen Risiken sind versichert und werden jährlich angepasst. Der Datenbestand wird durch verschiedene technische und organisatorische Maßnahmen geschützt.

Die Arbeitsabläufe wurden im Rahmen eines Organisationshandbuches optimiert und seit dem Jahr 2009 nach und nach umgesetzt.

Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft steuert die Liquiditätsrisiken durch eine permanente Liquiditätsplanung. Diese ist im Wesentlichen durch das Volumen des Neugeschäfts und des Vermittlungsgeschäfts beeinflusst. Sofern die Planungen erreicht werden, sind auch keine Liquiditätsengpässe zu erwarten. Sofern das geplante Volumen nicht erreicht werden kann, wäre ein entsprechender Bedarf durch anderweitige Maßnahmen zu decken.

Bestandsgefährdende Sachverhalte

Im Rahmen der Neustrukturierung der Gesellschaft hat der Vorstand eine Planungsrechnung erstellt. Die Planungsrechnung beruht auf einem Beginn des Abschlusses von Leasinggeschäften zum April 2015. Da die Gesellschaft nicht auf vorhandenes, regelmäßiges Geschäft aufbauen kann, muss das geplante Volumen neu akquiriert werden. Branchenauswertungen zeigen, dass im von der Gesellschaft betriebenen Mid-Ticket-Geschäft durchschnittlich TEUR 10.000 Vertragsvolumen p.a. pro Vertriebsmitarbeiter als Maßgabe gelten. Um die besondere Situation der Gesellschaft zu berücksichtigen, hat die Gesellschaft konservativ mit deutlichen Abschlägen geplant. Aus diesem Grund geht die Gesellschaft von einer Zielerreichung der Planungsvorgaben aus.

Als Ertrag aus dem geplanten Leasingvolumen kalkuliert die Gesellschaft mit einem %-Satz der Netto-Anschaffungskosten. Alle Kosten sind auf Basis der vorhandenen Verträge bzw. Erfahrungswerten angesetzt. Auf Basis der Planung sowie des derzeit ansteigenden Geschäftsvolumens geht der Vorstand von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.

Sollten entscheidende Parameter der Planungsrechnung nicht erreicht werden, insbesondere das zu vermittelnde Geschäftsvolumen bzw. die geplanten Vermittlungserträge, dann ist der Bestand der Gesellschaft nicht sichergestellt. Zur Erreichung der Planungsziele ist die Gesellschaft auf die Einstellung von Personal angewiesen. Darüber hinaus können sich aus der noch stark eingeschränkten Liquidität bestandsgefährdende Risiken ergeben. Für das Erreichen der Planung und den Fortbestand der Gesellschaft, ist eine Zufuhr von Liquidität notwendig. Hierzu ist im Juni 2014 seitens der Genussrechtsinhaberin ein Austausch der Wertpapiere in liquide Mittel vorgesehen.

Chancenbericht

Die Gesellschaft hat im November 2013 eine Kapitalmaßnahme durchgeführt. Bedingt durch die Kapitalisierung und Liquiditätszuführung wird sie in die Lage versetzt, das Geschäftsmodell auf den Abschluss eigener Leasingverträge umzustellen. Insbesondere im Hinblick auf den Ertrag pro abgeschlossenem Geschäft ist dies eine deutliche Verbesserung zum aktuellen Stand. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit, das Kundenpotential erheblich zu steigern und dauerhaft an die Gesellschaft zu binden. Auch im Wettbewerbsumfeld wird sich diese Entwicklung positiv bemerkbar machen.

 

Saarbrücken, den 28. Mai 2014

e2 Leasing AG

Der Vorstand

gez. Oliver Schwarz

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

EUR Vorjahr
EUR
1. Barreserve      
Kassenbestand   4,22 11,36
2. Forderungen an Kreditinstitute      
täglich fällig   2.075,20 5.294,67
3. Forderungen an Kunden   33.947,70 335.618,79
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere      
von anderen Emittenten   3.000.000,00 0,00
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR      
5. Leasingvermögen   107.872,32 21.915,96
6. Immaterielle Anlagewerte   5.802,54 8.710,36
7. Sachanlagen   53.263,20 36.470,34
8. Sonstige Vermögensgegenstände   176.775,04 108.183,27
9. Rechnungsabgrenzungsposten   0,00 6.105,85
10. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   0,00 81.229,49
    3.379.740,22 603.540,09

Passiva

     
  EUR EUR Vorjahr
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten      
a) täglich fällig 4.855,41   7.075,42
b) mit vereinbarter Laufzeit 125.472,20   29.596,22
    130.327,61 36.671,64
2. Sonstige Verbindlichkeiten   85.185,91 549.816,55
3. Rechnungsabgrenzungsposten   260,24 4.051,90
4. Rückstellungen      
Andere Rückstellungen   215.268,58 13.000,00
6. Eigenkapital      
a) Gezeichnetes Kapital 100.000,00   100.000,00
b) Kapitalrücklage 2.022,00   2.022,00
c) Genussrechtskapital 3.000.000,00   0,00
d) Verlustvortrag, soweit durch Eigenkapital gedeckt -183.251,49   -263.954,24
e) Jahresüberschuss 29.927,37   161.932,24
    2.948.697,88 0,00
    3.379.740,22 603.540,09

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013

EUR EUR EUR Vorjahr
EUR
1. Leasingerträge   42.146,60   55.390,28
2. Leasingaufwendungen   -30.419,33   -52.425,02
      11.727,27 2.965,26
3. Zinserträge (inklusive Zinsanteil Mietkauf) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften   6.020,47   25.789,07
4. Zinsaufwendungen   -24.634,29   -16.751,97
      -18.613,82 9.037,10
5. Provisionserträge   34.378,26   17.329,02
6. Provisionsaufwendungen   -20.597,95   -2.560,34
      13.780,31 14.768,68
7. Sonstige betriebliche Erträge     356.978,96 249.063,76
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen        
a) Personalaufwand        
aa) Löhne und Gehälter -1.200,00     0,00
ab) Soziale Abgaben -442,91     0,00
    -1.642,91   0,00
b) andere Verwaltungsaufwendungen   -145.509,28   -82.520,57
      -147.152,19 -82.520,57
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen        
a) auf Leasingvermögen   -23.788,47   -11.141,51
b) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen   -14.719,30   -9.161,77
      -38.507,77 -20.303,28
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen     -175.559,24 -19.549,26
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     2.653,52 153.461,69
12. Sonstige Steuern     27.273,85 8.470,55
13. Jahresüberschuss     29.927,37 161.932,24
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr     -183.251,49 -345.183,73
15. Bilanzverlust     -153.324,12 -183.251,49

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 der e 2 Leasing AG, Saarbrücken, ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des HGB in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) und unter Beachtung des Aktiengesetzes aufgestellt worden.

Der Jahresabschluss besteht aus Jahresbilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang. Darüber hinaus wurde nach § 289 HGB ein Lagebericht aufgestellt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung.

Die Barreserve ist zum Nennbetrag bilanziert.

Die Forderungen an Kreditinstitute, die Forderungen an Kunden und die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennbetrag bewertet. Erkennbaren Risiken ist durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Von der Möglichkeit zur Bildung stiller Reserven für allgemeine Bankrisiken i.S.d. § 340f HGB wurde bis dato kein Gebrauch gemacht.

Festverzinsliche Wertpapiere sind zum Nennwert bewertet.

Das Leasingvermögen sowie die immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen bewertet. Bei den zugrunde liegenden Nutzungsdauern und Abschreibungssätzen orientieren wir uns an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Tabellen. Bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach den steuerlichen Vereinfachungsregelungen bilanziert. Da die Bilanzgliederung nach dem Formblatt 1 der RechKredV keinen Posten zur Erfassung des Leasingvermögens vorsieht, wurde zur Erfassung der Branchenspezifika von Leasinggesellschaften die Bilanzgliederung in Übereinstimmung mit dem Rundschreiben des Bundesverbands Deutscher Leasingunternehmen e.V. vom 22. Dezember 2009, Az. 2/038, gem. § 265 Abs. 5 HGB um einen Posten "Leasingvermögen" erweitert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthielt im Vorjahr Leasingsonderzahlungen. Er wurde im Geschäftsjahr aufgelöst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Darlehen mit vereinbarter Laufzeit werden im Geschäftsjahr 2013 unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde analog angepasst.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Leasingsonderzahlungen ausgewiesen, die ratierlich über die Restlaufzeit der Verträge aufgelöst werden.

Die Rückstellungen sind in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die ungewissen Verpflichtungen und Risiken in Höhe des voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrags abzudecken.

Von dem Wahlrecht zur Bildung eines "Fonds für allgemeine Bankrisiken" nach § 340g HGB wurde bis dato kein Gebrauch gemacht.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Formblatt 3 der RechKredV wurde in Übereinstimmung mit dem Rundschreiben des Bundesverbands Deutscher Leasingunternehmen e.V. vom 22. Dezember 2009, Az. 2/038, gem. § 265 Abs. 5 HGB um die Posten "Leasingerträge" und "Leasingaufwendungen" erweitert.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Restlaufzeitengliederung der Forderungen

Fristengliederung (31.12.2013) bis 3 Monate
TEUR
4 bis 12 Monate
TEUR
13 bis 60 Monate
TEUR
Summe
TEUR
Forderungen an Kunden 34 0 0 34
Fristengliederung (31.12.2012) bis 3 Monate
TEUR
4 bis 12 Monate
TEUR
13 bis 60 Monate
TEUR
Summe
TEUR
Forderungen an Kunden 235 68 33 336

3.2. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen im Geschäftsjahr 2013 sind auf dem nachfolgenden Blatt 4 dieses Anhangs dargestellt.

Anlagenspiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2013
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2013
EUR
1. Leasingvermögen 55.713,44 109.744,83 923,53 164.534,74
2. Immaterielle Anlagewerte 9.455,40 320,04 156,13 9.619,31
3. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 46.165,81 28.284,30 5.821,95 68.628,16
  111.334,65 138.349,17 6.901,61 242.782,21
Abschreibungen
Stand am 1.1.2013
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2013
EUR
1. Leasingvermögen 33.797,48 23.788,47 923,53 56.662,42
2. Immaterielle Anlagewerte 745,04 3.227,86 156,13 3.816,77
3. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.695,47 11.491,44 5.821,95 15.364,96
  44.237,99 38.507,77 6.901,61 75.844,15
Buchwerte
Stand am 31.12.2013
EUR
Stand am 31.12.2012
EUR
1. Leasingvermögen 107.872,32 21.915,96
2. Immaterielle Anlagewerte 5.802,54 8.710,36
3. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53.263,20 36.470,34
  166.938,06 67.096,66

3.3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 178 (Vorjahr TEUR 108) enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen nahestehende Personen (TEUR 173; Vorjahr TEUR 102).

3.4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Diese enthalten Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 21 und mit einer Laufzeit von einem bis fünf Jahren in Höhe von TEUR 109.

3.5. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr TEUR 549) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 62; Vorjahr TEUR 182).

3.6. Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Provisionen sowie für die Prüfung des Jahresabschlusses.

3.7. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 100.000 (Vorjahr: 100.000) Stückaktien, je mit einem rechnerischen Anteil von 1 Euro je Aktie am Grundkapital, zusammen.

Die Kapitalrücklage enthält unverändert andere Zuzahlungen im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 2.

Mit Vertrag vom 5. November 2013 über die Zeichnung von Genussrechtskapital wurde der Gesellschaft ein Genussrechtskapital (TEUR 3.000) von der ValueLoop Holding LTD., Kenilworth Warwickshire/UK, eingeräumt. Das Genussrechtskapital wurde als Wertpapiere der "Veritiplex Invest Ltd. 6 % Collateralized Bond 2013-2023" in das Vermögen der Gesellschaft eingelegt.

Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von TEUR 183 enthalten.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.5. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres enthalten im Wesentlichen Erträge aus dem Abschluss eines Vergleichs (TEUR 322, Vorjahr TEUR 179), periodenfremde Erträge sowie Erträge aus Kostenweiterverrechnung (TEUR 157; Vorjahr TEUR 27).

4.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Vermittlung des Genussrechtskapitals TEUR 165.

5. Sonstige Angaben

5.5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte zum Zwecke der Finanzierung (Leasing) getätigt. Vorteile diesbezüglich bestehen in dem Wegfall der Vorfinanzierung von Vermögensgegenständen. Risiken bestehen in den in diesen Verträgen vereinbarten Leasingzahlungen und dem daraus resultierenden Abfluss von liquiden Mitteln.

Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 18, die vollständig im Geschäftsjahr 2014 bedient werden.

5.6. Haftungsverhältnisse

Im Zuge eines Vergleichs der Instrument Lease GmbH hat die e 2 Leasing AG eine Mithaftung in Höhe von TEUR 530 übernommen. Aufgrund einer ausstehenden Liquiditätszufuhr wurde mit einer Inanspruchnahme hieraus nicht gerechnet.

5.7. Vorstand, Aufsichtsrat und Aufwendungen für Organe

Vorstand war im Geschäftsjahr 2013 Herr Oliver Schwarz. Die Angabe der Bezüge des Vorstands unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

Zwischen der Gesellschaft und dem Vorstand besteht ein Leasingvertrag.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2013 folgende Personen an:

Dr. Till Ergenzinger, Vorsitzender, Diplom-Kaufmann;

Manfred Schranz, stellvertretender Vorsitzender, Bankkaufmann;

Frank Schwarz, Bankkaufmann.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2013 auf ihre Bezüge verzichtet.

5.8. Honorar des Abschlussprüfers

Das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer beträgt TEUR 14.

 

Saarbrücken, 28. Mai 2014

e2 Leasing AG

Der Vorstand

gez. Oliver Schwarz

N. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung

281. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 (Anlagen 1 bis 3) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 (Anlage 4) der e 2 Leasing AG, Saarbrücken, unter dem Datum vom 28. Mai 2014 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der e 2 Leasing AG, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands im Lagebericht hin. Dort ist im Risikobericht unter dem Abschnitt "Bestandsgefährdende Sachverhalte" ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft ohne die Zufuhr von Liquidität sowie bei Verfehlen der Unternehmensplanung nicht sichergestellt ist."

282. Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450) sowie der Verordnung über die Prüfung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute sowie die darüber zu erstellenden Berichte (Prüfungsberichtsverordnung - PrüfBV).

283. Unsere grundsätzlichen Feststellungen einschließlich einer Zusammenfassung der Prüfungsergebnisse enthält Abschnitt B.

284. Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

 

Saarbrücken, den 28. Mai 2014

PKF Gottschalk, Becker & Partner
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Kramer, Wirtschaftsprüfer

Mock, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2013

Allgemeines zur Tätigkeit des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und sich umfassend mit der operativen und der strategischen Entwicklung des Unternehmens befasst. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Auswirkungen der Finanzkrise standen erneut die Refinanzierungsmöglichkeiten sowie die Liquiditätsausstattung der Gesellschaft im Mittelpunkt der Diskussionen und Erörterungen sowie Rechtsstreitigkeiten mit der Albis Gruppe. Ferner wurde die Aufnahme von Eigenkapital zur Stabilisierung der Gesellschaft und des Ausbaus der Geschäftsaktivitäten diskutiert und beschlossen.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Während der Berichtsperiode setze sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen: Dr. Till Ergenzinger (Vorsitzender), Manfred Schranz (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Frank Schwarz.

Zusammenarbeit mit dem Vorstand

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten wahrgenommen - die Abstimmung mit und Kontrolle des Vorstands erfolgte hierbei überwiegend außerhalb formal abgehaltener Aufsichtsratsitzungen. So hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung des Vorstands zeitnah und kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Die Grundlage hierfür bildeten zahlreiche mündliche, fernmündliche und schriftliche Berichte des Vorstands. Der Aufsichtsratvorsitzende hat sich darüber hinaus in weiteren Einzelgesprächen vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen informieren lassen. Er unterstützte weiterhin aktiv die Einwerbung neuen Kapitals durch Investoren sowie den Aufbau neuer Refinanzierungsbeziehungen in gemeinsam mit dem Vorstand wahrgenommenen Terminen. Die Einwerbung neuen Genussrechtskapitals in Höhe von Euro 3 Mio. in Form von Wertpapieren konnte im November 2013 erfolgreich umgesetzt werden. Die Umwandlung in liquide Mittel wird für Anfang Juli 2014 erwartet.

Schwerpunkte der Beratung im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr zu vier formalen Sitzungen zusammengekommen - teilweise in Form einer Telefonkonferenz. An diesen Sitzungen nahmen überwiegend alle Mitglieder des Aufsichtsrats teil. Dem Aufsichtsrat wurde umfassend berichtet über die Lage der Gesellschaft, die Liquiditätssituation, die Refinanzierungsmöglichkeiten, den Stand der Umsetzung der MaRisk sowie die Vertriebsplanung. Die Themen wurden eingehend diskutiert und erörtert. Ebenso wurde die Aufnahme des Geschäftsfeldes Immobilienleasing intensiv diskutiert.

Darüber hinaus wurde ausführlich über einen Rechtstreit mit der Albis Capital informiert und diskutiert. Der Rechtstreit ist mittlerweile beigelegt.

Jahres- und Konzernabschluss

Der von der ordentlichen Hauptversammlung gewählte und durch den Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die Gottschalk, Becker & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Saarbrücken, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 und den Lagebericht des Vorstands geprüft und einen mit einem hinweisenden Zusatz versehenen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

In seiner Sitzung am 24. Juni 2014 hat sich der Aufsichtsrat mit dem Vorstand und dem Vertreter des Abschlussprüfers mit den genannten Vorlagen des Vorstands eingehend auseinandergesetzt. Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers waren allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zuvor rechtzeitig zugeleitet worden. Der Vertreter des Abschlussprüfers berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Alle Fragen der Aufsichtsratsmitglieder wurden durch den Vorstand und den Abschlussprüfer umfassend beantwortet, insbesondere zur Liquidität der Gesellschaft, der Planungsrechnung und den bestandsgefährdenden Risiken.

Der Aufsichtsrat schließt sich den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers nach eigener Prüfung an und erhebt auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keinerlei Einwendungen gegen den Jahresabschluss. Dem Lagebericht für die Gesellschaft, insbesondere seine Aussagen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens stimmt der Aufsichtsrat zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 gebilligt; der Jahresabschluss ist somit festgestellt.

 

Saarbrücken, den 24. Juni 2014

Für den Aufsichtsrat

Dr. Till Ergenzinger, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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