fibre one networks GmbH
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
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Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
myLoc managed IT AGDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die myLoc managed IT AG hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf (HRB 48531) eingetragen. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften der §§242 ff. HGB sowie der ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des §267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen nach §288 Abs. 2 HGB sowie §§ 325 Abs. 1 i.V.m. 327 ff. HGB wurde Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen Mit notarieller Urkunde vom 1. März 2022 wurde die Verschmelzung der Mivitec GmbH, München, auf die myLoc managed IT AG, Düsseldorf, rückwirkend zum 1. Januar 2022 beschlossen. Die ausgewiesenen Vorjahresangaben beziehen sich auf den Jahresabschluss der myLoc managed IT AG zum 31. Dezember 2021 und enthalten insofern keine Werte der in diesem Abschluss unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Tochtergesellschaft Mivitec GmbH. Im vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist aus diesem Grund ein Vergleich zum Vorjahr nur eingeschränkt möglich. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich lauteten, wurden nach § 256a HBG zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Entgeltlich erworbene Kundenlisten wurden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (5 Jahre) abgeschrieben. Der im Rahmen der Verschmelzung der Mivitec GmbH bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden konnte. Im Rahmen der Verschmelzung wurde zudem ein Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der 2 Net IT GmbH, Nandlstadt, zum 30. November 2013 übernommen, welcher über eine Laufzeit von 15 Jahren abgeschrieben wird. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu historischen Anschaffungskosten, vermindert um die kumulierten planmäßigen linearen Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der Anschaffungskosten zeitanteilig verteilt auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen 250 € und 800 € betragen, werden in analoger Anwendung des § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände unter 250 € werden sofort als Aufwand gebucht. Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen werden Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten nebst Anschaffungsnebenkosten bewertet. Ausleihungen sind zum Nennwert aktiviert. Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten sind durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Kassenbestand und Bankguthaben Kassenbestand und Bankguthaben sind zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgewiesen werden Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Passiva Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgewiesen werden vor dem Bilanzstichtag erhaltene Zahlungen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der Ansatz erfolgte zum Nennwert. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der Zugänge aus Verschmelzung ist im Anlagenspiegel dargestellt. Finanzanlagen Die myLoc managed IT AG ist an der Denic eG mit Sitz in Frankfurt am Main beteiligt. Der Wert der Beteiligung per 31. Dezember 2022 beträgt 1.500,00 €. Zusätzlich wurden im Rahmen der Verschmelzung der Mivitec GmbH zum 1. Januar 2022 weitere Genossenschaftsanteile in Höhe von 2.500,00 € übernommen. Die Anteile werden zusammengefasst ausgewiesen. Mit notarieller Urkunde vom 2. September 2022 hat die myLoc managed IT AG 100% der Anteile an der LANSOL Datacenter GmbH, Limburgerhof, erworben. Das Eigenkapital der LANSOL Datacenter GmbH per 31. Dezember 2022 beträgt 2.699.095,20 €. Der Jahresfehlbetrag 2022 beläuft sich auf 95.028,21 €. Mit notarieller Urkunde vom 16. Januar 2023 hat die myLoc managed IT AG 100% der Anteile an der Global Access Internet Services GmbH, München, erworben. In den Finanzanlagen sind zum 31. Dezember 2022 bereits Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 147.035,15 € aktiviert. Bei den Ausleihungen handelt es sich um auf Festgeldkonten angelegte Mietkautionen für die gemieteten Geschäftsräume der Gesellschaft. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt 3.000.000,00 €. Es gliedert sich in 3.000.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von je 1,00 € mit vollem Stimmrecht. Diese sind vollständig im Besitz der WIIT S.p.A., Mailand, Italien. Bei den Kapitalrücklagen und der gesetzlichen Rücklage ist keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Rückstellungen Die Rückstellungen setzen sich insgesamt wie folgt zusammen.
Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 420.767,62 € sind in mehr als einem Jahr fällig. Sie werden daher mit dem entsprechenden Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst. Ein Teilbetrag in Höhe von 391.623,80 € ist in mehr als 5 Jahren fällig. Verbindlichkeiten Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten auf:
Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 82.580,30 € (Vorjahr 0,00 €). Latente Steuern Die latenten Steuern beruhen auf einer temporären Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz, die sich aus dem Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwerts aus dem Erwerb der Anteile an der Mivitec GmbH ergibt. Die Verschmelzung der Anteile an der Mivitec GmbH erfolgte steuerrechtlich zu Buchwerten. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 31,255 %. Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 7.160.394,05 € sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den laufenden Mietverträgen sowie KFZ-Leasingverträgen für die Jahre 2023 bis 2032. Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing von Servern mit einer Laufzeit von 1 bis 3 Jahren in Höhe von 3.577.439,24 €. Außerbilanzielle Geschäfte Zur Beschaffung liquider Mittel wurden zuvor erworbene Server veräußert und hierfür 1.704.765,39 € im Geschäftsjahr erlöst. Über dieselben Server wurden gleichzeitig Leasingverträge mit einer 32- monatigen Laufzeit geschlossen, für die insgesamt Leasingzahlungen in Höhe von 1.482.811,4 € zu leisten sind. Zum Ende der Vertragslaufzeit besteht ein Andienungsrecht der Leasinggesellschaft. Diese Verträge werden abgeschlossen, um die Liquiditätsabflüsse über den jeweiligen Vertragszeitraum verteilen zu können. Dadurch erfolgt keine Ausweitung der Fremdfinanzierung und kein Liquiditätsentzug zum Investitionszeitpunkt, allerdings erfolgt der Liquiditätsabfluss kontinuierlich über die Laufzeit des Vertrages. Demgegenüber stehen Planungssicherheit und ein aktueller technischer Stand. Arbeitnehmer Im Berichtszeitraum waren durchschnittlich 80 Angestellte (Vorjahr: 58) und 19 Auszubildende bzw. Praktikanten/innen (Vorjahr: 17) für die myLoc managed IT AG tätig. Konzernkreis Die Gesellschaft gehört zum Konzern der WIIT S.p.A., Mailand, Italien, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss der WIIT S.p.A. stellt den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen dar, für die ein Konzernabschluss aufgestellt wird. Der Konzernabschluss wird auf der Homepage der WIIT S.p.A. veröffentlicht. Vorstand
Auf die Angabe der Bezüge des Vorstands wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitglieder des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat erhält keine Bezüge von der Gesellschaft. Verwendung Bilanzgewinn Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.640.519,00 € und den Gewinnvortrag in Höhe von 3.418.804,80 € auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit notarieller Urkunde vom 16. Januar 2023 hat die myLoc managed IT AG 100% der Anteile an der Global Access Internet Services GmbH, München, erworben. Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Düsseldorf, den 15. August 2023 myLoc managed IT AG Christoph Herrnkind, Vorstand Peter Hansen, Vorstand Sascha Prütz, Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022Geschäftstätigkeit Die myLoc managed IT AG betreibt seit 1999 Rechenzentren am Standort Düsseldorf sowie seit 2022 am Standort München und entwickelt innovative Hosting-Lösungen für Privat- und Geschäftskunden. Die myLoc managed IT AG ist eine 100 %-Tochter WIIT S.p.A. mit Sitz in Mailand, Italien. Die WIIT S.p.A. ist einer der führenden Anbieter für private und hybride Cloud-Dienste für Unternehmen, mit besonderem Fokus auf geschäftskritisches Anwendungsmanagement und Business Continuity Services. Mit dem Betrieb von sieben Rechenzentren am Standort Düsseldorf mit ISO 27001 Zertifizierung stehen über 3.000 m 2 ausgebaute Rechenzentrumsfläche zur Verfügung. In der weltgrößten Lampertz-Sicherheitszelle nach LSR18.6-Bauweise werden im Rahmen der Colocation-Produkte sensible Systeme von Kunden vor äußeren Einflüssen geschützt. Am Standort München werden drei Rechenzentren betrieben, in denen die myLoc managed IT AG über ihren Geschäftsbereich MIVITEC überwiegend Managed Hosting für Kunden mit individuellen Lösungen betreibt. Die oberste Priorität der myLoc managed IT AG ist die Verfügbarkeit der Rechenzentren. Durch nachhaltige und redundante Auslegung aller relevanten Systeme und einem ausgeklügelten, proaktiven Monitoring-System wird eine hervorragende Verfügbarkeit erreicht, welche über 300 Colocation-Kunden seit vielen Jahren sehr zu schätzen wissen. Durch umfangreiche Service-Angebote, welche von unseren hochqualifizierten Technik-Mitarbeitern vor Ort realisiert werden, können sich unsere Kunden im Bereich Colocation auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Die Tätigkeitsbereiche der myLoc managed IT AG sind in die vier Felder Colocation, Individual Hosting, Standardisiertes Hosting und Cloud Hosting gegliedert. Im Bereich Individual Hosting setzt die myLoc managed IT AG stets auf Markenhardware und die optimale Betreuung ihrer Kunden. Der Qualitätsanspruch ist hierbei nicht minder gering gegenüber einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Lage Die weltwirtschaftliche Aktivität ist gemäß des Kieler Konjunkturberichtes "Weltwirtschaft im Frühjahr 2023" Nr. 102 (2023/Q1) des Instituts für Weltwirtschaft (im Weiteren IFW) im Jahr 2022 um 3,2 % gestiegen. Dies bedeutet im Vergleich zum Jahr 2021 einen Rückgang um 3,0 %, welcher im Wesentlichen, in den im Jahre 2022 stark gestiegenen Energiekosten und der Rohstoffknappheit begründet ist. Gemäß des IFW wird für das Jahr 2023 mit einem weiteren Rückgang auf 2,5 % Wachstum der Weltproduktion gerechnet. Die Ukraine Krise dämpft das Pro-Kopf-Wachstum laut IFW nur vorübergehend. Resultierend auf den umfangreichen Stützungsmaßnahmen im Rahmen der Corona Pandemie wird bis Ende des kommenden Jahres noch mit einer hohen Inflation und damit einhergehend mit einem hohen Leitzins der EZB von um die 4 % gerechnet. Mit einer Erholung wird erst ab dem Jahre 2025 gerechnet in Bezug auf eine nachhaltig sinkende Inflation und niedrigere Zinsen. Als starke Exportnation hatte die Entwicklung der Weltwirtschaft auch substantielle Auswirkungen auf Deutschland. Gemäß des Kieler Konjunkturberichtes "Deutsche Wirtschaft im Frühjahr 2023" Nr. 102 (2023/Q1) des IFW betrug das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2022 1,8 %, nachdem im Jahr 2021 noch ein Wachstum von 2,6 % zu verzeichnen war. Für das Jahr 2023 rechnet das IFW mit einer Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes von 0,5%. Die Arbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 % von 5,7 % auf 5,3 % gesunken. Es wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote über 2022 hinaus stabil bleibt. Branchenentwicklung Der Gesamtumsatz des ITK-Marktes in Deutschland wird in 2023 gemäß der ITK-Marktzahlen der Bitkom e.V. auf 203,4 Mrd. € steigen. Dies entspricht einem Wachstum von 3,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die Internetwirtschaft wird damit stärker wachsen als die gesamtdeutsche Wirtschaft, für welche ein Wachstum von 0,5 % für das Jahr 2023 prognostiziert wird. Im Jahr 2022 haben laut "Cloud-Monitor 2022" (erstellt von der Bitkom Research GmbH im Auftrag der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) 84 % (2021 82 %) der befragten Unternehmen Cloud-Dienste in Anspruch genommen. Für die kommenden Jahre wird gemäß der Studie mit einem weiteren Wachstum gerechnet. Dafür spricht die weiterhin hohe Zahl an Unternehmen, die eine Nutzung von Cloud-Diensten diskutieren und planen (13 %) sowie die geringe Anzahl an Unternehmen, für die dieses Thema nicht auf der Agenda steht (3 %). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das Wachstumspotential im Cloud Markt verschiebt. Zwar versprechen 13 % der Unternehmen, die den Cloud Einsatz planen oder diskutieren, bezogen auf die Grundgesamtheit der Unternehmen in Deutschland ab 20 Beschäftigten noch immer reichlich Neukundengeschäft, aber gleichzeitig offenbart der Cloud-Monitor 2022 auch, dass die 84 % der Unternehmen, die bereits Cloud Lösungen nutzen, enormen Bedarf haben, das Potential der Cloud abseits von der Kosteneffizienz zu verstehen und zu heben. Für die Unternehmen geht es neben einer besseren Skalierbarkeit zunehmend um mehr Agilität, Innovationskraft und Nachhaltigkeit. Diese Faktoren zahlen zudem auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und ihre Resilienz für zukünftige Krisen ein. Geschäftsverlauf Zum 1. Januar 2022 erfolgte die rückwirkende Verschmelzung der bisherigen Tochtergesellschaft Mivitec GmbH, München, auf die myLoc managed IT AG. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 (Vorperiode) stellt ausschließlich die Geschäftsjahreszahlen der myLoc managed IT AG dar. Aus diesem Grund ist ein Vergleich zum Vorjahr nur eingeschränkt möglich. Ungeachtet der Schwankungen in der unterjährigen Dynamik der weltwirtschaftlichen Aktivitäten war die Geschäftsentwicklung der myLoc managed IT AG im Jahr 2022 positiv und umsatzseitig sehr zufriedenstellend. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gelang es uns sowohl auf Grundlage von Bestandskunden als auch durch Akquisition von Neukunden ein Umsatzwachstum von ca. 36,4 % zu erzielen. Darin enthalten ist der Effekt aus der Verschmelzung der Mivitec GmbH auf die myLoc managed IT AG mit rund 14,3 %. Gesamthaft lag der Schwerpunkt aufgrund der anhaltend guten Nachfragesituation und der Sensitivität des Datenschutzes im B2B-Bereich auf nationalen Kunden. Im Rahmen der Betreiberverträge mit Rechenzentrumskunden rechnet die Gesellschaft die Kosten des Stromverbrauchs teilweise direkt mit ihren Kunden ab. Aufgrund des erheblichen Stromverbrauches im Rechenzentrumsgeschäft hat die Strompreisentwicklung einen Einfluss auf die Umsätze und das Ergebnis. Aufgrund des eigenen Blockheizkraftwerkes, welches durch Gas betrieben wird, setzt die myLoc managed IT AG auf eine weitere Energiequelle. Um dem steigenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, hat die myLoc managed IT AG auch im Geschäftsjahr 2022 wieder eigenes Personal ausgebildet. Dabei profitiert die Gesellschaft von der engen Zusammenarbeit mit der IHK. In Folge der Übernahme von Auszubildenden in eine Festanstellung ist die Mitarbeiterzahl der myLoc managed IT AG weiter gestiegen. Ebenso erhöhte sich die Zahl der Arbeitnehmer aufgrund der Verschmelzung der Mivitec GmbH auf die myLoc managed IT AG um insgesamt 18 Personen zum 1. Mai 2022. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Hosting- und Cloud Lösungen hat die myLoc managed IT AG im Jahr 2022 weiter in den Ausbau ihrer bestehenden und neuen Rechenzentren investiert. Im Jahr 2021 wurde mit dem Neubau des Rechenzentrums DUS7 begonnen. Zudem wurde mit der Planung des ersten, durch das Uptime Institut zertifizierte Tier IV Rechenzentrum, DUS 2 - Tier IV, begonnen. Zur Finanzierung der beiden neuen Rechenzentren wurde Fremdkapital aufgenommen. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss vor Steuern. Der Jahresüberschuss vor Steuern lag der Vorjahresprognose entsprechend unter dem des Jahres 2021 (4,2 Mio. €), übertraf mit 3,5 Mio. € die Erwartungen jedoch deutlich, im Wesentlichen bedingt durch niedrigere IST-Kosten sowie ein höheres Umsatzwachstum als ursprünglich geplant Die im Vorjahr prognostizierte Steigerung der Umsatzerlöse bzw. deren Höhe konnte ebenfalls übertroffen werden. Forschung und Entwicklung Die myLoc managed IT AG betreibt Forschung und Entwicklung (F&E) nicht im herkömmlichen Sinne eines Industrieunternehmens. Daher entsprechen die Aktivitäten in diesem Bereich auch nicht der klassischen Definition von F&E, sodass nähere Angaben im Lagebericht entfallen. Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage Ertragslage Die Umsatzerlöse der Berichtsperiode betragen 25,9 Mio. € und liegen damit 36,4 % über den Umsatzerlösen des Vorjahreszeitraums von 19,0 Mio. €. Die Umsatzerlöse setzen sich aus der Vermietung von Servern (14,1 Mio. €), der Vermietung von Stellflächen für Server (7,5 Mio. €), den Umsätzen der ehemaligen Tochtergesellschaft Mivitec GmbH (3,7 Mio €) sowie sonstigen Erlösen (0,6 Mio. €) zusammen. Der größte Teil des Umsatzes wird mit in Deutschland ansässigen Kunden generiert. Der Materialaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 80,3 % von 5,7 Mio. € auf 10,3 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch stark gestiegene Energiekosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vergleichszeitraum um 1,3 Mio. € bzw. 28,2 % auf 5,8 Mio. € gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Server-Leasing Aufwendungen sowie Intercompany Marketingkosten. In Bezug auf die Gesamtjahresplanung 2022 liegen die Kosten unter Plan. Zum 31. Dezember 2022 waren 105 Angestellte bei der Gesellschaft beschäftigt. Die Personalaufwendungen stiegen im Berichtszeitraum um 59,1 % von 3,5 Mio. € auf 5,6 Mio. €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der erhöhtet Arbeitnehmeranzahl aufgrund der Verschmelzung der Mivitec GmbH auf die myLoc managed IT AG. Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt 1,6 Mio. € und liegt damit um 1,2 Mio. € unter dem Ergebnis der Vorperiode. Der Jahresüberschuss minderte sich demnach um 41,6 %. Finanz- und Vermögenslage Der Wert des Anlagevermögens ist aufgrund von Investitionen in Rechenzentren sowie der Akquisition von 100% der Anteile an der LANSOL Datecenter GmbH, Limburgerhof, um 23,0 Mio. € bzw. 213,8 % gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum 31. Dezember 2022 um 2,3 Mio. € gegenüber dem 31. Dezember 2021 gestiegen. Der Kassenbestand und die Bankguthaben haben sich um 2,9 Mio. € verringert. Es bestehen weiterhin ausreichend liquide Mittel, um die zukünftigen Verpflichtungen zu bedienen. Die Finanzierung der Investitionen führte auf der Passivseite zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1,7 Mio. € auf 3,8 Mio. € sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 16,1 Mio. € auf 19,3 Mio. €. Des Weiteren erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,7 Mio. € auf 3,1 Mio. € sowie passive latente Steuern um 0,7 Mio. €, während sich die Rückstellungen um 0,9 Mio. € auf 1,7 Mio. € verringerten. Die dargelegten Entwicklungen haben zur Folge, dass die Bilanzsumme von 16,4 Mio. € zum 31. Dezember 2021 auf 38,9 Mio. € zum 31. Dezember 2022 ansteigt. Die Veränderungen im Eigenkapital betreffen in voller Höhe den Jahresüberschuss. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der Erhöhung der Bilanzsumme um 22,2 %-Punkte von 45,8 % auf 23,6 % gemindert. Im Berichtsjahr sind die aus dem "sale-and-lease-back"-Geschäft stammenden finanziellen Verpflichtungen gesunken. Diese werden bilanziell, in Übereinstimmung mit den spezifischen Vorgaben des HGB, nicht abgebildet. Die Investitionsmaßnahmen in die neuen Rechenzentren DUS 7 und DUS 2 - TIER IV wurden durch einen Investitionskredit finanziert. Darüber hinaus konnten weitere Investitionen durch Darlehen aus dem Konzernverbund finanziert werden. Die laufenden Aufwendungen aus dem operativen Geschäft sowie der Kapitaldienst der Kredite und Darlehen konnte aus dem laufenden Cash-Flow bestritten werden. Die Investitionen dienen der langfristigen Stärkung der Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft. Insgesamt ist der Vorstand mit dem Ergebnis im Berichtsjahr zufrieden. Risikobericht Die Zielsetzung des Risikomanagements der myLoc managed IT AG ist die Erkennung von Chancen und Risiken, die verbesserte Abschätzung ihrer Auswirkungen sowie die Einleitung geeigneter Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen. Auf diesem Wege wird die Basis für verantwortliches unternehmerisches Handeln im Sinne einer Balance zwischen Sicherheitsinteressen und Wertschöpfungszielen geschaffen. Eine wesentliche Funktion im Rahmen des Risikomanagements bildet eine hochprofessionelle Systemadministration. Diese überwacht den fortlaufenden Betrieb der technischen Systeme in den Rechenzentren. Betriebsrisiken sowie Abweichungen vom erwarteten Serviceverhalten werden frühzeitig mittels geeigneter Frühwarnmechanismen und 24/7 Überwachung erkannt. So können zeitnah angemessene Gegenmaßnahmen aus den Bereichen Infrastruktur, Personal, Organisation, Hard- und Software, Kommunikation oder Notfallvorsorge ergriffen werden. Im Rahmen des Risikomanagements lassen wir die Rechenzentren durch externe Sachverständige zertifizieren. Somit wurden im Jahr 2022 die Zertifizierung der Geschäftskundenbereiche Colocation, Managed Hosting, Server Hosting und Cloud Hosting nach dem ISO Standard 27001 im Rahmen des Überwachungsaudits durch den TÜV Saarland erneut bestätigt. Risiken Das Geschäftsfeld der myLoc managed IT AG ist auch auf den Massenmarkt ausgerichtet. Die meisten Umsätze werden in Deutschland erzielt. Insofern hätte ein Einbrechen der hiesigen Konjunktur sowohl auf das Colocation und Individual Hosting- als auch auf das standardisierte Hosting-Geschäft erhebliche negative Auswirkungen. Die globale Ausrichtung der Gesellschaft führt jedoch zu einer Diversifikation des Umsatzrisikos in Hinblick auf spezifische Märkte. Die andauernde Krise in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland stellen somit auch weiterhin kein bedrohliches Risiko in Bezug auf den Umsatz für das Unternehmen dar. Eine Konzentration auf bestimmte Kundengruppen findet ebenfalls nicht statt. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie des Krieges in der Ukraine wirken sich weiterhin auf Grund der stark gestiegenen Energiepreise und dem anhaltenden Rohstoffmangel negativ auf den globalen Handel aus, stellen aber für die myLoc managed IT AG aufgrund der Unternehmensstruktur und der Branche nur ein sehr geringes Risiko dar. Trotz der neuen Energiepreise, die sich im Jahre 2022 bereits sowohl in den Einkaufs- als auch in den Verkaufspreisen ausgewirkt haben ist die Nachfrage nach Colocation, Server Hosting und Cloud Hosting Leistungen weiterhin gegeben und auch die Forderungsstruktur gegenüber Bestandskunden erweist sich als stabil. Durch die globale Ausrichtung muss die myLoc managed IT AG in ihrem Risikomanagement die gesetzliche Entwicklung in den jeweiligen Ländern betreffend ihrem Geschäftsmodell überwachen. Hierzu zählen vor allem steuerliche Entwicklungen. Durch die Überwachung werden Änderungen frühzeitig erkannt und daraus resultierende Anpassungen vorgenommen. Für die Kunden der myLoc managed IT AG bedeutet das, dass sie die Leistungen nicht mehr zum Nettopreis beziehen können, sondern dass die myLoc managed IT AG die jeweilige Umsatzsteuer ebenfalls in Rechnung stellen muss. Diese nicht unbedeutende Preissteigerung durch steuerrechtliche Entwicklungen könnte künftig zu Umsatzeinbußen auf den ausländischen Märkten führen. Aufgrund des relativ geringen Umsatzanteils der einzelnen Länder sind die Auswirkungen jedoch überschaubar. Das Kundensegment der myLoc managed IT AG besteht im Wesentlichen aus kleinen und mittleren Unternehmen sowie Privatkunden. Um die hohe Skalierung des Geschäftsmodells aufrecht zu erhalten, ist der Eingang eines gewissen Forderungsausfallrisikos unabdingbar. Zur Minimierung der Forderungsausfallrisiken haben wir Prozesse im Bereich Forderungsmanagement implementiert, um zeitnah auf Gefahren reagieren zu können. Hochqualifizierte Mitarbeiter bilden die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der myLoc managed IT AG. Der Wettbewerb um kompetente und spezialisierte Fachkräfte ist am Unternehmenssitz in Düsseldorf und auch am Standort München intensiv. Wenn es nicht gelingt, Mitarbeiter mit speziellem Fach- und Technologiewissen zu gewinnen bzw. auszubilden, weiterzuentwickeln und an die Gesellschaft zu binden, könnte die Gesellschaft nicht in der Lage sein, die Geschäftstätigkeit effektiv auszuüben und die eigenen Wachstumsziele zu erreichen. Die myLoc managed IT AG wirkt diesem Risiko durch die intensive Aus- und Weiterbildung geeigneter Kräfte entgegen. Für den Betrieb von Rechenzentren ist die Ressource "Strom" die wichtigste und zugleich kostenintensivste. Als international agierendes Unternehmen in Deutschland ist der immense Energiekostenunterschied auf dem europäischen Markt ein bedeutender Wettbewerbsnachteil und ein Standortrisiko. Dieses ist vor allem bedingt durch hohe Steuern, Abgaben und Umlagen, die zusammen mit den Netznutzungsentgelten mittlerweile den höchsten Anteil an den Energiekosten ausmachen. Zur Absicherung der auch durch die Ukraine-Krise stark steigenden Energiekosten wurden langfristige Lieferverträge mit fixen Preisen mit den Stadtwerken Düsseldorf abgeschlossen. Sämtliche Risiken werden als gering eingeschätzt. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Chancen Auch im Jahr 2022 ist der Einsatz von Cloud Lösungen in Unternehmen, trotz zurück gehender COVID Restriktionen und stark gestiegener Energiepreisen weiter gestiegen. Für die die Zukunft wird der Bedarf an unternehmensweisen Cloud-Lösungen steigen. Hierbei werden Software und Daten in Unternehmen nicht mehr lokal verarbeitet und gespeichert, sondern in einer externen Infrastruktur. Dies bietet der myLoc managed IT AG weiterhin Wachstumschancen. Um diese Chancen zu nutzen, wird die myLoc im Rahmen gemeinsamer Aktivitäten der deutschen WIIT Gruppe Ihre Private Cloud Lösungen im Bereich "Infrastructure as a Service (laaS)" weiter ausbauen und das Portfolio deutlich erweitern. Durch den Betrieb von sieben Rechenzentren am Standort Düsseldorf verfügt die myLoc über eine optimale Grundlage für den Ausbau der bestehenden Geschäftsfelder und der Einführung neuer Cloud Services. Das Tier IV Rechenzentrum der myLoc (DUS 2 - Tier IV) wird im Laufe des Jahres 2023 in Betrieb genommen werden und es wird hiermit ein neuer Standard in Bezug auf Verfügbarkeit und Sicherheit als Grundlage für zukünftige Cloud Services geschaffen werden. Am Standort München werden drei Rechenzentren betrieben, mitwelchen das geplante Wachstum in Süd-Deutschland realisiert werden soll. Durch den Erwerb der LANSOL Datacenter GmbH im September 2022 konnte zudem ein Standort in Zentral-Deutschland inklusive Rechenzentrum erschlossen werden, so dass die myLoc managed IT AG nun mit ihren Töchtern an den Standorten Düsseldorf, Limburgerhof und München vertreten ist. Mit dem Erwerb der Global Access Internet Services GmbH, München, konnte im Januar 2023 zudem der Standort München weiter gestärkt werden. Prognose Die myLoc managed IT AG strebt in den nächsten Jahren mit ihrem Anteilseigner, der WIIT S.p.A., Mailand, Italien, den Ausbau ihres Cloud Produktportfolios mit dem Fokus auf geschäftskritisches Anwendungsmanagement und Business Continuity Services an. Hierfür wurde mit dem Aufbau einer deutschlandweiten Sales Organisation im Jahre 2022 begonnen, welcher im Jahre 2023 weiter voranschreiten wird. Weiterhin setzt sich die myLoc zum Ziel, die Marktposition als namhaftes deutsches Cloud Hosting Unternehmen zu festigen und rechnet auf dieser Grundlage mit einem Umsatzvolumen zwischen 28 Mio. € und 29 Mio. €. Trotz der stark gestiegenen Energiekosten und des weiteren Ausbaus des Cloud Produktportfolios und den damit verbundenen Investitionen in neue Rechenzentren und den Personalaufbau wird für das kommende Jahr 2023 mit einem Jahresüberschuss vor Steuern zwischen 1,5 Mio. € und 2,5 Mio. € gerechnet. Schlusserklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG Die myLoc managed IT AG war im Berichtszeitraum ein von der WIIT S.p.A., Mailand, Italien, abhängiges Unternehmen i.S.d. § 312 AktG. Der Vorstand der myLoc managed IT AG hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält: "Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde."
Düsseldorf, den 15. August 2023 myLoc managed IT AG Christoph Herrnkind, Vorstand Peter Hansen, Vorstand Sascha Prütz, Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die myLoc managed IT AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der myLoc managed IT AG, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der myLoc managed IT AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg i. Br., 16. August 2023 Ernst
& Young GmbH
NIETZER ANDREAS, Wirtschaftsprüfer BARNER ANNELIESE, Wirtschaftsprüferin
Düsseldorf, den 06. September 2023 Alessandro Cozzi, Aufsichtsratsvorsitzender |
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