Magna Exteriors Modulcenter GmbH
Erlenbachweg 1a, 76870 Kandel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Deibert seit 14.9.2022 | Geschäftsführer |
Cordula Sasse seit 17.7.2019 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Magna Exteriors Modulcenter GmbHKandelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen des Unternehmens Die Gesellschaft hat ihren Sitz am Standort Kandel und eine Betriebsstätte in Bremen. Gegenstand des Unternehmens ist die Montage und Sequenzierung von Modulen für die Automobilindustrie sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr wurden keine eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durchgeführt. Produktbezogene Entwicklungsleistungen wurden von einem verbundenen Unternehmen bezogen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2023 leicht erholt und die Wachstumsaussichten wurden nach oben korrigiert. Insgesamt gebe es positive Überraschungen und eine unerwartet hohe Widerstandsfähigkeit in zahlreichen Volkswirtschaften, so der IWF. Nach wie vor liegt das globale Wachstum im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahrzehnten unter dem historischen Durchschnitt, doch Chinas Abkehr von der Null-Covid-Strategie könne den Weg zu einer Erholung der weltweiten wirtschaftlichen Lage ebnen, heißt es in dem Bericht des IWF. Laut IWF stieg die weltweite Wirtschaftsleistung um 3,2 %. In der Eurozone wird laut IWF ein Wachstum von 0,4 % erwartet. Jedoch gehen die gestiegenen Zinsen, mit denen die Inflation bekämpft wird, zulasten von Investitionen. Geopolitische Spannungen wie der Krieg in der Ukraine oder der wiederaufgeflammte Nahost-Konflikt bremsen den internationalen Handel aus. Für das Jahr 2023 wurde laut Statistischem Bundesamt ein Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes in Deutschland um 0,3 Prozent registriert. Der Rückgang für das Jahr 2023 lässt sich auf verschiedene Faktoren zurückführen. Insbesondere wirkte sich die hohe Inflation negativ auf die Kaufkraft der privaten Haushalte aus, was zu erheblichen Veränderungen in der Wirtschaftsführung führte. Die deutsche Wirtschaft befindet sich derzeit in einer schwierigen Lage. Deutschland leidet als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Positive Signale kommen vom Arbeitsmarkt in Deutschland, der sich weiterhin stabil zeigt. Zusätzlich blieb trotz gesunkener Energiepreise eine merkliche Erholung in energieintensiven Industriezweigen in Deutschland aus. Im Jahr 2024 rechnet das ifo Institut nach neuester Herbstprognose mit einer Stagnation des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts. Gemäß Auskunft des Statistisches Bundesamtes lag die Inflationsrate in Deutschland im Jahr 2023 bei 5,9 Prozent. Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland hat sich somit weiter verlangsamt. Die sinkenden Energie- und Importpreise sowie die restriktive Geldpolitik der europäischen Zentralbank haben zu sinkenden Inflationsraten geführt. Die Wirtschaftsinstitute prognostizieren generell eine Beruhigung der Preisanstiege, insbesondere aufgrund des erheblichen Rückgangs der Energierohstoffpreise. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnet beim nationalen Verbraucherpreisindex in den Jahren 2024 und 2025 mit Steigerungsraten von lediglich 2,4 % bzw. 2,1 %. Die Inflation im Euro-Raum ist ebenfalls deutlich zurückgegangen. Daher ist davon auszugehen, dass die geldpolitische Straffung ihren Höhepunkt erreicht hat und es im Jahresverlauf zu weiteren Zinssenkungen kommen wird. Damit dürften sich die Finanzierungsbedingungen im Prognosehorizont verbessern. Die Automobilindustrie, als eine der wichtigsten Stützen der deutschen Wirtschaft, verzeichnete im Inland Im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr laut Statista einen Anstieg bei den produzierten Kraftfahrzeugen. Den größten Teil machten dabei die Personenkraftwagen aus. Damit beschleunigte sich die Erholung von der Pandemie im Vergleich zu den Vorjahren zwar deutlich, insgesamt lag der Wert aber weiterhin unter dem Niveau aus 2019. Die Neuzulassungen lagen im Berichtsjahr in Deutschland mit 7,3 % über denen des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes, in Europa wiederum sind sie deutlich um insgesamt 13,9 % gestiegen. In Europa stieg im Jahr 2023 die Anzahl der produzierten Personenkraftfahrzeuge laut ACEA (European Automobile Manufacturers Association) um 11,3 % auf 12,1 Millionen Einheiten. In Deutschland wurde laut ACEA in diesem Zeitraum ebenfalls ein Anstieg verzeichnet, und zwar um 18,7 % auf 4,0 Millionen Fahrzeuge. Weltweit stieg die Anzahl der produzierten Personenkraftfahrzeuge im Jahr 2023 um 10,2 % auf 75,6 Millionen Fahrzeuge gegenüber 2022. 2.2 Vermögenslage Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar:
Das Anlagevermögen verringerte sich um Abschreibungen. Im Jahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 310 T€ in Sachanlagen getätigt. Das Umlaufvermögen ist im Berichtsjahr um 1.662 T€ im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (von 8.549 T€ auf 10.211 T€). Dabei erhöhte sich das Vorratsvermögen durch Preissteigerungen im Material um 340 T€. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr auf vergleichbarem Niveau (von 4.910 T€ auf 4.778 T€). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund gesteigerter Kundenabrufe um 1.415 T€ auf 3.949 T€ gestiegen und somit der wesentliche Grund für den Anstieg der Bilanzsumme in Höhe von 1.704 T€ auf 10.505 T€. Die Konzernverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 beinhalten im Wesentlichen Lieferungen und Leistungen und haben sich um 349 T€ nur moderat erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind bedingt durch die gestiegenen Preise im Materialbereich um 248 T€ gestiegen. Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 905 T€ gestiegen (von 2.504 T€ auf 3.409 T€). Dies resultiert im Wesentlich aus der Erhöhung einer Rückstellung aus Lieferantenkonflikte. 2.3 Ertragslage Das in dem Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Rohergebnis (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand) beträgt 16.668 T€. Zum Vorjahreswert ergibt sich eine Verbesserung um 3.681 T€. Dies resultiert primär aus einem Anstieg der Kundenabrufe und den damit gestiegenen Umsatzerlösen. Das prognostizierte Rohergebnis in Höhe von 15.500 T€ konnte somit übertroffen werden. Der Personalaufwand beträgt im Berichtsjahr 7.230 T€ und hat sich damit um 994 T€ gegenüber dem Vorjahr erhöht (Vj.: 6.236 T€). Diese Erhöhung resultiert aus den gestiegenen Mitarbeiterzahlen aufgrund des gestiegenen Personalbedarfs infolge der erhöhten Montagevolumen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 6.917 T€ und sind im Vergleich zum Vorjahr (7.456 T€) um 538 T€ gesunken. Grund hierfür waren im Vergleich zu 2022 gesunkene Instandhaltungsaufwendungen sowie gesunkene externe Beratungsaufwendungen und Aufwendungen für Leiharbeitnehmer. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung hat sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um 3.486 T€ auf 2.434 T€ verbessert. Dies resultiert aus dem erhöhten Volumen und der damit verbundenen Umsatzsteigerung. Das prognostizierte Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 1.500 T€ wurde um 934 T€ übertroffen. Die Prognose von Rohergebnis und Ergebnis vor Ergebnisabführung konnte übertroffen werden, da die Kundenabrufe höher als prognostiziert ausgefallen sind. 2.4 Finanzlage Der nach der vereinfachten Methode (Ergebnis vor Ergebnisabführung zzgl. Abschreibungen) ermittelte Cashflow des Geschäftsjahres beträgt 2.700 T€ (Vj.: -765 T€). Die Gesellschaft finanziert sich innerhalb des Magna-Konzerns auf Grundlage einer Cash-Pool-Vereinbarung. Dieser Vertrag ist kurzfristig zum Monatsende kündbar, bisher aber ungekündigt. Wir gehen von der Fortführung dieser Vereinbarung aus. 3 Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung unter anderem die Kennzahlen Rohergebnis bzw. Rohergebnis pro Mitarbeiter, das Working Capital und das Ergebnis vor Ergebnisabführung heran. Das Working Capital berechnet sich aus der Summe des Umlaufvermögens abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten, wobei sich diese aus den kurzfristigen Bestandteilen der Rückstellungen und der Verbindlichkeiten zusammensetzen. Das Rohergebnis pro Mitarbeiter beträgt 132 T€ und ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund der stabilen Personallage und der moderat gesunkenen Materialaufwendungen auf Grund gesunkener Energie- und Rohstoffpreise gestiegen (Vj.: 116 T€). Das Working Capital beträgt -269 T€ und ist im Vergleich zum Vorjahreswert um 922 T€ (VJ.: 695 T€) gesunken. Diese Reduzierung ist im Wesentlichen auf die Veränderung der Fristigkeit der sonstigen Rückstellungen für Lieferantenkonflikte zurückzuführen. Im Vorjahr wurde die Rückstellung für Lieferantenkonflikte als langfristig eingestuft, welche zum 31. Dezember 2023 unter die kurzfristigen sonstigen Rückstellungen fällt. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung beträgt 2.434 T€ (Vj.: -1.051 T€). Der positive Effekt resultiert aus dem verbesserten Rohergebnis sowie die Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. 4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Leistungsindikatoren sind Arbeitnehmerbelange und Nachhaltigkeit wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Am 31. Dezember 2023 waren ohne Leihpersonal 126 Mitarbeiter (31. Dezember 2022: 122) beschäftigt. Es werden kontinuierlich Weiterbildungsmaßnahmen angeboten. innerhalb des Konzerns werden regelmäßig Schulungen im Bereich Security, Magna Ethics und Legal Compliance durchgeführt. Alle zum 31. Dezember 2023 zur Gesellschaft gehörenden Werke konnten die Zertifizierung nach TS 16949 im Jahr 2023 aufrechterhalten. 5 Prognosebericht Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft wird neben der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung in der Automobilindustrie vor allem von den wirtschaftlichen Folgen der Inflation und den geopolitischen Spannungen gekennzeichnet sein. Wir gehen davon aus, dass im Jahr 2024 die globale Wirtschaftsleistung und insbesondere auch deutsche Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2023 mit einer verringerten Dynamik wachsen wird. Die Entwicklung der Automobilbranche ist eng an den Verlauf der Weltwirtschaft gekoppelt wir rechnen hier mit einer weiter zunehmend Wettbewerbsintensität. Die Lieferkette der OEM unterliegt nach wie vor Schwankungen, sodass es weiterhin zu volatilen Produktionsauslastungen kommen kann. Der entwickelte Plan für das Geschäftsjahr 2024 sieht, ausgehend von einem rückläufigen Umsatz auf Grund sinkender Nachfrage im Automobilbereich und unseres Kunden, für das Gesamtjahr 2024 ein Rohergebnis in Höhe von ca. 9,0 Mio. € sowie einem Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 0,2 Mio. € vor. 6 Chancen- und Risikobericht Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen. Die Gesellschaft ist in das Berichts- und Risikomanagement-System des Magna- Konzerns eingebunden. Wir haben für die Früherkennung wesentlicher Risiken ein umfassendes Kontrollmanagement in unserer Unternehmensplanung integriert. Die eingesetzten Überwachungssysteme werden fortlaufend optimiert und weiterentwickelt. Wesentliche Chancen und Risiken für die Gesellschaft sehen wir in folgenden Bereichen:
Der Effekt des Ukraine Krieges und des neu entflammten Nahost-Konfliktes ist hinsichtlich der langfristigen Auswirkungen noch unbekannt. Ein länger anhaltender Konflikt könnte folgende Auswirkungen und Risiken, denen die Gesellschaft unterliegt, noch verstärken:
Darüber hinaus ergibt sich ein erhöhtes Risiko aus sog. Cyberangriffen, die erhebliche negative Auswirkungen für unser Unternehmen haben könnten. Wir begegnen diesem Risiko durch verschärfte IT-Sicherheitsmaßnahmen. All diese Risiken könnten rasche, unerwartete und signifikante negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, finanzielle Lage und unser Geschäftsergebnis haben. Unabhängig von der Dauer des Krieges werden die bis heute erkennbaren signifikanten Auswirkungen auf die globale Ökonomie und der Verlust von Arbeitsplätzen wahrscheinlich das verfügbare Einkommen und Vermögen der Konsumenten über 2024 hinaus beeinflussen, was eine direkte Auswirkung auf die Absatzzahlen und somit auf die Produktion von Fahrzeugen haben könnte. Die Überprüfung der aktuellen Risikosituation in Verbindung mit einer längerfristigen Planungsrechnung ergab, dass im Jahr 2024 keine den Fortbestand der Gesellschaft wesentlich gefährdenden Risiken bestanden haben und auch für die Zukunft bestandsgefährdende Risiken bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussende Risiken nicht erkennbar sind. Wesentlich für diese Beurteilung ist die Sicherstellung der Liquidität durch die Gesellschafter.
Kandel, den 20. November 2024 Oliver Deibert Cordula Sasse Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Allgemeine Hinweise: Der Sitz der Magna Exteriors Modulcenter GmbH ist Kandel. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Landau unter der Registernummer HRB 32296 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Es handelt sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des HGB. Die Bezeichnungen der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß § 265 HGB teilweise dem Inhalt der Posten angepasst worden. 1.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Es waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Aufstellung des Jahresabschlusses maßgebend: Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten bewertet. Sie werden unter Zugrundelegung der linearen Methode abgeschrieben. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 800 € sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnitt) bzw. sofern erforderlich zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag aktiviert. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Einer verlustfreien Bewertung wurde Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten ungewisse Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) passiviert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden nach handelsrechtlichen Vorschriften abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 2. Angaben zur Bilanz 2.1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. 2.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 4.778 T€ (Vj.: 4.910 T€) enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 4.766 T€ (Vj.: 4.907 T€). Diese resultieren aus dem gemeinsamen Cash-Pool. Zudem sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12 T€ (Vj.: 3 T€) enthalten. 2.3 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten neben Rückstellungen für Lieferantenkonflikte aus Preisdifferenzen (1.466 T€) im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (800 T€) und ausstehende Rechnungen (690 T€). 2.4 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.462 T€ (Vj.: 2.113 T€) enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 2.304 T€ (1.833 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultieren im Wesentlichen aus dem Gewinnabführungsvertrag. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zudem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 157 T€ (Vj.: 280 T€) enthalten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 2.5 Latente Steuern Die Gesellschaft ist eine ertragsteuerliche Organgesellschaft. Eventuell aktivierungsfähige latente Steuern bzw. passivierungspflichtige latente Steuern werden beim Organträger bilanziert. 3. Sonstige Angaben 3.1 Geschäftsführung und Organbezüge Zu Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr bestellt:
Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. 3.2 Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gemeinsam mit anderen Unternehmen des Magna-Konzerns gesamtschuldnerisch und unbegrenzt aus einer Cash-Pool-Vereinbarung, an die sich die Gesellschaft als Poolteilnehmer angeschlossen hat. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der gesamtschuldnerischen Haftung wird als sehr gering angesehen, da der Konzern über ausreichend Liquidität verfügt und das Cash-Pool-Konto bei der verwaltenden Bank grundsätzlich ausgeglichen wird. 3.3 Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
3.4 Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Magna International Inc., Aurora, Ontario, Kanada, einbezogen. Die Magna International Inc. Aurora, Ontario, Kanada, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Magna International Inc. zum 31. Dezember 2023 ist am Sitz der Gesellschaft und auf der Internetseite der SEC einsehbar und wird im elektronischen Bundesanzeiger unter MAGNA Automotive (Germany) GmbH offengelegt. 3.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 895 T€ für das Geschäftsjahr 2024 sowie in Höhe von 674 T€ für die Geschäftsjahre von 2025 bis 2028. 3.6 Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 38 T€ und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 3.7. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ergaben sich nicht.
Kandel, den 20. November 2024 Die Geschäftsleitung Oliver Deibert Cordula Sasse Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Magna Exteriors Modulcenter GmbH, Kandel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Magna Exteriors Modulcenter GmbH, Kandel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Magna Exteriors Modulcenter GmbH, Kandel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 20. November 2024 Deloitte
GmbH
Dirk Hällmayr, Wirtschaftsprüfer Florian Senel, Wirtschaftsprüfer |
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