Haeger & Schmidt Logistics GmbH

Vinckeweg 22, 47119 Duisburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 8940
Vorher
Haeger & Schmidt International GmbH
Eingetragen
12.4.2002
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenGüterbeförderung in der Hochsee- und KüstenschifffahrtGüterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Gegenstand
sind internationale Logistik, Schifffahrt, Fluss-See-Verkehr, Spedition, Frachtführer, Umschlag/Lagerung, An- und Verkauf von Schiffen, Versicherung sowie die Vornahme aller Geschäfte, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen. Der Gesellschaftszweck wird im In- und Ausland auch in Form von Beteiligungen oder durch Betriebsführung für Dritte verfolgt. Die Gesellschaft führt das bisher unter der Firma Haeger & Schmidt GmbH mit dem Sitz in Duisburg geführte Handelsgeschäft fort.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Tim Schumann
seit 16.5.2025
Prokura
Stefan Hütten
seit 20.9.2024
Geschäftsführer
René Kohlhause
seit 7.8.2023
Prokura
Felix Zocher
seit 14.12.2018
Prokura
Jens Möller
seit 23.5.2018
Prokura
Maik Bastian
seit 28.6.2017
Prokura
Peter Stöttinger
seit 13.8.2013
Geschäftsführer
Heiko Brückner
seit 3.1.2013
Geschäftsführer
Ralf Tietze
seit 9.12.2009
Prokura
Stefan Schumacher
seit 12.4.2002
Prokura
Thorsten Koch
seit 12.4.2002
Prokura
Claudia Harlinghaus
seit 12.4.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Felbermayr Holding GmbHAUT
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Haeger & Schmidt Logistics GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Haeger & Schmidt Logistics GmbH, Duisburg

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 239.315,17 286.823,39
2. Geleistete Anzahlungen 45.000,00 30.000,00
284.315,17 316.823,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.548.586,33 12.104.079,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.276.941,06 5.212.708,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.052.992,70 805.659,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77.580,30 65.028,61
17.956.100,39 18.187.476,39
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 231.416,67 231.416,67
18.471.832,23 18.735.716,45
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 593.332,14 523.181,17
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 19.670,35 39.700,66
613.002,49 562.881,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.429.509,43 12.826.703,26
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.744.734,06 7.931.061,48
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 669.652,53 356.664,64
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.183.149,82 627.399,59
19.027.045,84 21.741.828,97
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.615.725,44 2.636.078,35
22.255.773,77 24.940.789,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 305.480,80 179.565,75
D. Aktive latente Steuern 898.465,00 897.477,00
41.931.551,80 44.753.548,35

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 75.000,00 75.000,00
II. Kapitalrücklage 5.964.085,87 5.964.085,87
III. Gewinnrücklagen 288.581,36 288.581,36
IV. Bilanzgewinn
1. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.799.301,93 11.756.941,60
2. Jahresüberschuss 4.536.212,33 4.042.360,33
13.335.514,26 15.799.301,93
19.663.181,49 22.126.969,16
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.631.258,00 5.535.135,00
2. Steuerrückstellungen 427.154,00 485.245,58
3. Sonstige Rückstellungen 5.526.783,92 6.091.549,93
11.585.195,92 12.111.930,51
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.500.941,53 8.784.828,56
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 490.286,95 328.324,64
3. Sonstige Verbindlichkeiten 691.945,91 1.401.495,48
- davon aus Steuern: EUR 458.313,48 (Vorjahr: EUR 1.112.228,16)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 87.388,41 (Vorjahr: EUR 97.757,64)
10.683.174,39 10.514.648,68
41.931.551,80 44.753.548,35

Gewinn- und Verlustrechnung 2023

Haeger & Schmidt Logistics GmbH, Duisburg

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 125.372.542,36 137.811.325,22
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.825.853,24 1.398.636,07
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 118,70 (Vorjahr: EUR 2.767,42)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.636.349,43 7.921.367,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 96.982.579,27 108.843.832,27
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.569.634,97 10.469.264,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.500.700,43 2.534.870,68
- davon für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung: EUR 261.877,64 (Vorjahr: EUR 470.474,24)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.240.829,96 1.209.030,68
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.262.200,49 4.087.646,42
7. Erträge aus Beteiligungen 2.723.332,57 1.425.291,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.723.332,57 (Vorjahr: EUR 1.425.291,00)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 157.367,85 29.254,91
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 157.331,04 (Vorjahr: EUR 29.254,91)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 117.360,98 116.698,01
- davon aus der Aufzinsung: EUR 117.360,98 (Vorjahr: EUR 116.698,01)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.188.407,14 1.387.561,64
- davon latente Steuern: EUR 988,00 (Vorjahr: EUR 32.326,00)
11. Ergebnis nach Steuern 4.581.033,35 4.094.235,05
12. Sonstige Steuern 44.821,02 51.874,72
13. Jahresüberschuss 4.536.212,33 4.042.360,33
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.799.301,93 11.756.941,60
15. Bilanzgewinn 13.335.514,26 15.799.301,93

Anhang 2023

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Abschluss des Geschäftsjahres

Die Haeger & Schmidt Logistics GmbH hat ihren Sitz in 47119 Duisburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg (HRB 8940).

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Haeger & Schmidt Logistics GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert in Höhe von € 250,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Anlagegüter mit einem Wert zwischen € 250 und € 1.000 werden gemäß §6 Abs.2a ESTG in einem Sammelposten aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bilanziert. Niedrigere Ansätze werden gewählt, wenn besondere Umstände vorliegen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Bestände an Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigen Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos erfolgt durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt unter Verwendung der HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G von Klaus Heubeck - Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln (RT 2018 G) auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method).

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 2 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 1,75 % p.a. unterstellt. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Der Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 1,83 %.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,76 %) und zehn Geschäftsjahren (1,83 %) beträgt T€ 50.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbauverpflichtungen aus Mietverhältnissen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die (jeweilige) Restmietdauer und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 1,5 % p.a. zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern seit dem 1. Januar 2010 wird in einer Erläuterung im Anhang separat ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 33,5895 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 17,7645 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 507,5561 %.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch, so dass ein Ausweis des Aktivüberhangs in der Bilanz unter dem Posten "Aktive latente Steuern" erfolgt. Die ermittelten aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen bei den Personal-, insbesondere den Pensionsrückstellungen.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital
% in Tausend
Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen
HSW Logistics GmbH, Duisburg 50,0 T€ 2.203
Best Logistics Sp.z.oo., Stettin/Polen 40,0 T€ 481
C3C B.V., Sliedrecht, Niederlande 33,3 T€ 0
ETK Euro Terminal Kehl GmbH 50,0 T€ 1.027
Haeger & Schmidt Logistics B.V. 100,0 T€ 271
Lauterbourg Rhine Terminal S.A.S. 15,0 T€ 194
Name und Sitz Ergebnis des letzten Geschäftsjahres Stichtag der vorliegenden Information
in Tausend
Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen
HSW Logistics GmbH, Duisburg EUR 2.099 31.12.2023
Best Logistics Sp.z.oo., Stettin/Polen EUR 168 31.12.2023
C3C B.V., Sliedrecht, Niederlande EUR 0 31.12.2023
ETK Euro Terminal Kehl GmbH EUR 378 31.12.2023
Haeger & Schmidt Logistics B.V. EUR -40 31.12.2023
Lauterbourg Rhine Terminal S.A.S. EUR 68 31.12.2023

Das Eigenkapital und das Ergebnis des Geschäftsjahres der ausländischen Gesellschaften wurden mit dem Mittelkurs der jeweiligen Währung zum 31. Dezember 2023 umgerechnet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren neben Lieferungen und Leistungen (T€ 745; VJ T€ 831) aus dem Cashpool gegen die Felbermayr Holding GmbH (T€ 5.000; VJ T€ 7.100).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 670 (Vorjahr T€ 357).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 978.

Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Pensionsrückstellungen

Durch den zum 01. Januar 2001 durchgeführten Asset Deal sind sowohl die laufenden Leistungen der betrieblichen Altersversorgung als auch die unverfallbaren Anwartschaften ausgeschiedener Mitarbeiter bei der Haeger & Schmidt GmbH (Verkäufer) bzw. nach einer durchgeführten Verschmelzung bei der DSV Road GmbH (vormals ABX Logistics (Deutschland) GmbH) verblieben. Gemäß dem Kaufvertrag verpflichtet sich Haeger & Schmidt Logistics GmbH, die Verkäuferin im Innenverhältnis von der Inanspruchnahme aus den laufenden Leistungen und unverfallbaren Anwartschaften freizustellen. Der aufgrund dieser Regelung von der Gesellschaft zu passivierende Teil der Pensionsrückstellungen wird ebenfalls unter diesem Posten ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von T€ 2.509 (Vorjahr T€ 3.251), Abbruchverpflichtungen mit T€ 872 (Vorjahr T€ 758) sowie Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von T€ 450 (Vorjahr T€ 459).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 458 (Vorjahr T€ 1.112).

Alle übrigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und sind unbesichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Sparten

2023 2022
T€ T€
Inland Navigation 30.753 44.923
Intermodal 61.364 64.091
Projects 15.637 15.504
Port Logistics 13.662 10.510
Trucking 1.011 1.938
Sonstige 2.946 845
Gesamt 125.373 137.811

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.480; Vorjahr T€ 1.060).

Personalaufwand

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für die Altersversorgung von T€ 262 (Vorjahr T€ 470).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen.

Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten T€ 117 (Vorjahr T€ 117) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Für das Geschäftsjahr 2023 belasten die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag mit T€ 1.188 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein latenter Steuerertrag von T€ 1 (Vorjahr T€ 32) enthalten.

V. Ergänzende Angaben

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Die Geschäftsführer während des Geschäftsjahres waren

Peter Stöttinger, Felbermayr Transport- und Hebetechnik GmbH & Co KG, Wels (Österreich)

Heiko Brückner, Vorsitzender - CEO, Rheurdt

Per Nyström, CFO, Mülheim an der Ruhr.

Da nur zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Angaben über den Beschäftigungsstand

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 118 111
gewerbliche Mitarbeiter 78 74
Aushilfen 4 3
Summe 200 188

Haftungsverhältnisse

Wir haben eine Bürgschaft in Höhe von € 500.000 ,gegenüber dem Zoll sowie eine Bürgschaft in Höhe von € 500.000 ,gegenüber der V&M France ausgesprochen. Letztere dient als Absicherung im Rahmen eines Rechtsgeschäftes zwischen der Schwestergesellschaft Haeger & Schmidt Logistics Belgium N.V. (vorm. RKE N.V.) und V&M France.

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der begünstigten Unternehmen wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in folgender Höhe:

Fällig 2024 24.327
Fällig 2025 501
Fällig 2026 450
Fällig 2027 409
Fällig nach 2027 406

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Charterverträge für Schiffe, Bahn und Trucking sowie Miet-, Pacht- und Leasingverträge. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen.

Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfasste Gesamthonorar beträgt TEUR 21,5 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB

In Höhe der aktiven latenten Steuern sowie des entstandenen Unterschiedsbetrags aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen besteht eine Ausschüttungssperre.

Konzernzugehörigkeit

Die Haeger & Schmidt Logistics GmbH wird in den Konzernabschluss der Felbermayr Holding GmbH, Wels (Österreich), einbezogen.

Darunter werden keine weiteren Konzernabschlüsse aufgestellt, in welche unsere Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Felbermayr Holding GmbH wird im Firmenbuchgericht Wels (Österreich) offengelegt.

Gewinnverwendung

Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Duisburg, den 13. März 2024

Haeger & Schmidt Logistics GmbH

Die Geschäftsführung

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 22. März 2024.

Entwicklung des Anlagevermögens

Haeger & Schmidt Logistics GmbH, Duisburg

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.027.328,20 64.800,00 18.000,00 0,00 1.110.128,20
2. Geleistete Anzahlungen 30.000,00 15.000,00 0,00 0,00 45.000,00
1.057.328,20 79.800,00 18.000,00 0,00 1.155.128,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.016.650,04 0,00 3.820,13 0,00 15.020.470,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.806.072,58 396.159,75 26.980,64 0,00 8.229.212,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.045.780,69 423.405,69 16.227,84 0,00 3.485.414,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 65.028,61 77.580,30 -65.028,61 0,00 77.580,30
III. Finanzanlagen 25.933.531,92 897.145,74 -18.000,00 0,00 26.812.677,66
Beteiligungen 231.416,67 0,00 0,00 0,00 231.416,67
27.222.276,79 976.945,74 0,00 0,00 28.199.222,53
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 740.504,81 130.308,22 0,00 870.813,03
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
740.504,81 130.308,22 0,00 870.813,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.912.570,70 559.313,14 0,00 3.471.883,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.593.363,78 358.908,13 0,00 2.952.271,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.240.121,05 192.300,47 0,00 2.432.421,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 7.746.055,53 1.110.521,74 0,00 8.856.577,27
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
8.486.560,34 1.240.829,96 0,00 9.727.390,30
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 239.315,17 286.823,39
2. Geleistete Anzahlungen 45.000,00 30.000,00
284.315,17 316.823,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.548.586,33 12.104.079,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.276.941,06 5.212.708,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.052.992,70 805.659,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77.580,30 65.028,61
III. Finanzanlagen 17.956.100,39 18.187.476,39
Beteiligungen 231.416,67 231.416,67
18.471.832,23 18.735.716,45

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Geschäftsmodell und organisatorische Struktur

Die Haeger & Schmidt Logistics GmbH ist ein auf multimodale Gütertransporte spezialisierter Logistikdienstleister mit Stammsitz in Duisburg-Ruhrort. Alleinige Anteilseignerin der Gesellschaft war zum Bilanzstichtag weiterhin die Felbermayr Holding GmbH, Wels/Österreich.

Wir bieten unseren Kunden entlang des Rheines bis zu den Seehäfen Rotterdam und Antwerpen- Brügge und auf den anderen europäischen Binnenschifffahrtstrassen umfangreiche Logistikdienstleistungen an.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war 2023 geprägt von einer geringen Nachfrage aus dem In- und Ausland. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen mit steigenden Zinsen, die die Erholungsphase nach dem tiefen Einbruch infolge der Covid-Krise unterbrach. Die deutsche Wirtschaftsleistung - gemessen am BIP - sank daher im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3%. Der dadurch bedingte Rückgang der Industrieproduktion führte zu etwas niedrigeren Energiepreisen. Das resultierte in einer Inflationsrate von 5,9%, etwas niedriger als im Jahr 2022 mit 7,9%. Positive Impulse kamen aus der Automobilindustrie, während alle energieintensiven Industriezweige wie Chemie- und Metallindustrie sinkende Produktions- und Wertschöpfungswerte zu verzeichnen hatten. Des Weiteren war es hinsichtlich der Wasserlage ein Jahr mit weniger starken Ausschlägen.

Mit über 3 Millionen Beschäftigten rangiert die Logistik auf Platz 3 nach der Automobilindustrie und dem Handel in Deutschland. Der Umsatz der Branche im Jahr 2023 konnte gemäß der Bundesvereinigung Logistik (BVL) leicht auf € 327 Milliarden gesteigert werden und lag somit mit 2,5% nur etwas höher als das Vorjahr mit € 319 Milliarden. In Europa liegt der Umsatz der Logistik über € 1.180 Billionen, wovon der deutsche Anteil weiterhin bei über 25% liegt.

Die Logistik-Branche kann durch seine enge Verzahnung mit den Lieferzeiten als Frühindikator für Konjunkturschwankungen angesehen werden.

2. Lage der Gesellschaft

a) Geschäftsverlauf und Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr sind durch obige Faktoren stark im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Insgesamt war ein Rückgang um T€ 12.438 auf T€ 125.373 zu verzeichnen.

In folgenden Bereichen werden Leistungen für unsere Kunden erbracht:

Division Inland Navigation

Division Projects

Division Port Logistics/Trucking

Division Intermodal.

Bei der Division Inland Navigation sank das Mengenaufkommen im Vergleich zum Vorjahr abermals um 5%, da die Importmengen rückläufig waren. Durch das fehlende Mengenaufkommen fielen die Frachtraten für Neuvergaben zum Jahresende merklich. Durchfallende Einkaufsraten konnte trotz einer Hochwasserlage zum Jahresende hin eine gute Ergebnissteigerung erzielt werden.

Das Mengenaufkommen in der Division Projects stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht an. Die restriktive Vergabe von Genehmigungen von Straßentransporten ist ein Faktor für die erzielte Ergebnissteigerung. Ebenso konnte die Division von stabilen Einkaufsraten profitieren und gleichzeitig eine Vielzahl an Spotaufträgen schließen.

Die Division Port Logistics/Trucking konnte eine Steigerung der Mengen im konventionellen Stahlbereich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Gegenläufig hierzu ging das Container Stuffing vom niedrigen Vorjahresniveau weiter um 5,9% zurück. Insgesamt konnte das Ergebnis der Division verbessert werden.

Bei der Division Intermodal zeigten sich die Auswirkungen einer sich abzeichnenden Rezession durch einen erneuten Rückgang der Containermengen als erstes, was in einem Minus von 61.351 T€ bzw. 17,5% entspricht. Somit litt das ganze Schiffssystem unter einer deutlich zu niedrigen Auslastung. Durch Kostenremanenz konnten alle Bemühungen um Ergebnisverbesserungen nicht zu einem positiven Jahresergebnis führen.

Trotz stark rückläufiger Umsatzerlöse und korrespondierender Aufwendungen, steigt das Rohergebnis der Gesellschaft Haeger & Schmidt von T€ 22.445 im Vorjahr auf T€ 23.579.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 1.826 (Vorjahr T€ 1.399) enthalten im Wesentlichen Erträge aus Auflösung von Rückstellungen.

Personalaufwendungen stiegen auf T€ 14.071 von T€ 13.004 im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung der Mitarbeiteranzahl sowie von üblichen Lohn- und Gehaltssteigerungen.

Im Berichtsjahr wurden Beteiligungserträge in Höhe von T€ 2.723 vereinnahmt (Vorjahr T€ 1.425).

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (T€ 1.188) wurde ein latenter Steuerertrag aus aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 1 saldiert (Vorjahr T€ 32).

Die Gesellschaft weist ein positives Finanzergebnis von T€ 40 (Vorjahr T€ -87) aus.

Insgesamt ergibt sich ein Jahresüberschuss von T€ 4.536 gegenüber dem Vorjahr mit T€ 4.042.

b) Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich durch den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und einbehaltenen Überschüssen. Die Gesellschaft ist seit 2017 im Cashpooling des Mutterkonzerns Felbermayr Holding GmbH, Wels, eingebunden. Innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 5.745 (Vorjahr T€ 7.931) sind somit auch diese Darlehensforderungen enthalten.

Bankkredite wurden im Berichtsjahr somit unverändert nicht in Anspruch genommen. Die Bankguthaben belaufen sich am Jahresende auf T€ 2.616 (Vorjahr T€ 2.636).

c) Vermögenslage

Am 31. Dezember 2023 lag die Bilanzsumme bei T€ 41.932 und damit um T€ 2.822 unter dem Vorjahr.

Das Anlagevermögen sank mit T€ 18.472 gegenüber dem Vorjahr von € T 18.736.

Das Verhältnis Anlagevermögen zum Gesamtvermögen beträgt 44,1% (Vorjahr 41,9%) und das Umlaufvermögen zum Gesamtvermögen 53,1% (Vorjahr 55,7%).

Die Anlagendeckung I (Eigenkapital/Anlagevermögen) liegt bei 106,4% (Vorjahr 118,1%), die Anlagendeckung II (Eigenkapital + langfristige Rückstellungen/Anlagevermögen) bei 144,1% (Vorjahr 154,1%).

Die Liquidität 2. Grades (flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen/kurzfristiges Fremdkapital) beträgt 149,5% (Vorjahr 162,1%).

Das Eigenkapital verminderte sich durch die Saldierung einer durchgeführten Ausschüttung an unsere Muttergesellschaft sowie die Einstellung des Jahresüberschusses um T€ 4.536 zum 31. Dezember 2023 auf T€ 19.663.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Berichtsjahr um T€ 565 auf T€ 5.527 (Vorjahr T€ 6.092) gesunken. Hier sind Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Abbruchverpflichtungen sowie die Urlaubs- und Prämienrückstellungen die wichtigsten Positionen.

Die Eigenkapital-Quote (Eigenkapital/Gesamtkapital) beträgt 46,9% (Vorjahr 49,4%), der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals am Gesamtkapital 36,5% (Vorjahr 35,4%).

Der kurzfristige Verschuldungsgrad in Höhe von 75,7% (Vorjahr 69,5%) errechnet sich aus dem Verhältnis kurzfristiges Fremdkapital (inkl. kurzfristige Rückstellungen) zum Eigenkapital.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um T€ 716 auf T€ 9.501 (Vorjahr T€ 8.785) gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ebenfalls um T€ 162 auf T€ 490 (Vorjahr T€ 328) gestiegen.

d) Zweigniederlassung

Unsere Präsenz in Frankreich durch die Zweigniederlassung in Strasbourg wurde fortgesetzt und trägt zur Stärkung unserer Position im europäischen Logistiknetzwerk bei.

3. Personal

HSL beschäftige 2023 im Durchschnitt 200 Mitarbeiter (Vorjahr 188 Mitarbeiter).

Am Stichtag 31. Dezember 2023 befanden sich insgesamt 21 Jugendliche in Ausbildung.

Es wird kontinuierlich eine mittel- bis langfristige Personalplanung durchgeführt, um intern und extern die besten Kandidaten für die Besetzung von Stellen gewinnen zu können. Im Rahmen von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden unsere Mitarbeiter in die Lage versetzt, die Herausforderungen eines sich stetig verändernden Umfeldes stellen zu können. Wir haben in folgenden Berufen jeweils Ausbildungsstellen angeboten: Fachkraft für Hafenlogistik (m/w/d), Binnenschiffer (m/w/d), Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung (m/w/d) sowie Informatikkaufmann (m/w/d).

4. Investitionen

Die Investitionen in Höhe von insgesamt T€ 977 betreffen mit T€ 65 Investitionen für Software, mit T€ 15 für geleistete Anzahlungen für Software, mit T€ 423 Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung und mit T€ 396 in technische Anlagen sowie geleistete Anzahlungen in Höhe von T€ 78. Die getätigten Investitionen spiegeln unsere Verpflichtung zu Innovation und Effizienzsteigerung wider. Insbesondere wurde in Technologien und Anlagen investiert, die unsere operative Leistungsfähigkeit und unseren Nachhaltigkeitsansatz unterstützen.

5. Umweltschutz

Für uns als Unternehmen ist Umweltschutz und damit Nachhaltigkeit sehr wichtig. Weltweit verursacht die Logistikbranche ca. 5,5% der gesamten CO 2 -Emissionen. Daher stellt deren kontinuierliche Reduktion einen wichtigen Schwerpunkt unserer wirtschaftlichen Tätigkeit dar. Auch von Kundenseite werden von uns Pläne und Maßnahmen zur Reduktion des CO 2 -Ausstoßes pro Tonnenkilometer gewünscht. Mittelfristig werden die zurzeit verwendeten Antriebssysteme der Binnenschiffe durch andere ersetzt werden müssen.

Alle im Unternehmen genutzten Fahrzeuge werden regelmäßig erneuert, um den Stand der Technik abzubilden. Wo sinnvoll einsetzbar, kommen PKW mit Plug-in-Hybrid-Antrieb bzw. reinem Elektroantrieb zum Einsatz.

6. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren spielen neben den finanziellen Kennzahlen eine wichtige Rolle bei der Steuerung unserer Gesellschaft. Diese umfassen soziale, ökologische und ökonomische Aspekte. Es geht beispielsweise um faire und gesetzeskonforme Geschäftspraktiken (Compliance), eine mitarbeiterorientierte Personalpolitik oder den Schutz von Klima und Umwelt.

Um die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter auf die Einhaltung der wichtigsten Themen von Compliance zu lenken, werden diese in unserem hauseigenen Schulungssystem jedes Jahr geschult. Im Rahmen der Umsetzung des Hinweisgebergesetzes haben wir unsere bereits bestehende externe Meldestelle für anonyme Anzeigen um ein richtlinienkonformes und anonymes Internetportal erweitert.

Im Unternehmen hat die Vermeidung von Arbeitsunfällen höchste Priorität für alle Mitarbeiter. Es werden alle notwendigen Schulungen und Unterweisungen der Mitarbeiter durchgeführt und elektronisch dokumentiert. Unser Ziel bleibt es, Arbeitsunfälle vollständig zu verhindern.

Neben dem Fokus auf Arbeitssicherheit leben wir eine familienfreundliche Unternehmenskultur, die für gegenseitige Wertschätzung steht. Dazu gehört es, unsere Mitarbeitenden bei der Pflege von Angehörigen zu unterstützen und die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten sowie flexible Arbeitszeitmodelle mit Gleitzeit anzubieten. Weitere Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit wie aktive Teilnahme an Sportveranstaltungen, Jobrad und Gesundheitstage bilden unser betriebliches Gesundheitsmanagement.

Haeger & Schmidt Logistics hat folgende gültige Zertifizierungen:

ISO 9001:2015

GMP + FC Scheme = Küsten- und Binnenschifffahrtstransporte von Futtermitteln

GMP B4 = Befrachtung mit Futtermitteln, Binnenschifffahrt

ISO 45001:2018 = Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

ISPS = Internationaler Code für die Gefahrenabwehr auf Schiffen und Hafenanlagen

AEO = Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter - Zollrechtliche Vereinfachungen/Sicherheit

EFB = Entsorgungsfachbetrieb.

III. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

1. Risikobericht

a) Risikomanagementsystem

Neben der Wahrnehmung von unternehmerischen Chancen müssen wir als europaweit agierendes Logistikunternehmen besonderes Augenmerk auf die Risikofrüherkennung legen. Wir bewegen uns in einem volatilen Markt, in dem externe Störfaktoren sehr schnell zu großen Ergebnisauswirkungen führen können. Als Teil der weltweiten Logistikwirtschaft ist unser Unternehmen vielen Risiken ausgesetzt. Gleichzeitig können Veränderungen auch Chancen für wirtschaftlichen Erfolg darstellen. Um hier rechtzeitig agieren zu können, haben wir ein Chancen- und Risikomanagementsystem aufgesetzt.

Unser zertifiziertes Qualitätsmanagement-System hilft uns, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, um entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Das Risikomanagement ist in unsere gesamte Unternehmensführung integriert. Wir versuchen Risiken möglichst früh zu erkennen und zu bewerten. Einmal erkannte Risiken werden durch geeignete und rechtzeitige Abhilfemaßnahmen entweder vollständig eliminiert oder auf ein Minimum reduziert. In regelmäßigen Abständen werden Szenariorechnungen durchgeführt, um Chancen und Risiken von zukünftigen Entwicklungen abzuschätzen. Die Erkenntnisse hieraus werden mit den Führungskräften diskutiert.

b) Risiken

Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft haben. Je nach Ausprägung können zum Ausgleich starke Eingriffe und Maßnahmen notwendig werden. Unsere Systematik der Risiken lautet wie folgt:

• Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Gefahr einer Ausweitung des Ukrainekrieges auf benachbarte Länder ist nach wie vor gegeben. Ebenso kann der Krieg in Nahost empfindliche Störungen der Seewege durch den Suezkanal bedeuten.

• Konjunkturelle und Branchenrisiken

Während fast alle Länder der Welt im Jahr 2023 ein positives Wirtschaftswachstum aufwiesen, hatte Deutschland als einziges führendes Industrieland mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung zu kämpfen. Bisher wurde die Logistikbranche von diesem Rückgang hauptsächlich in einem Gebiet getroffen - nämlich bei den Containerverkehren. Der weltweite Megatrend zu mehr Transportleistungen hat in Deutschland eine Pause eingelegt.

• Absatz- und Beschaffungsrisiken

Unser Geschäftsmodell basiert sehr stark auf dem gut durchgeführten Einkauf von Logistikleistungen. Durch langfristige Kundenverträge sind wir gehalten, zumindest eine Basisversorgungssicherheit mit externen Kapazitäten sicherzustellen. Daneben werden Leistungen auf dem Spotmarkt eingekauft. Die richtige Einschätzung von kurz- und mittelfristigen Markttrends wird täglich von unseren Experten gefordert.

Unser aktives, zentrales Forderungsmanagement reduziert das Ausfallrisiko von Forderungen bislang. Turnusmäßige Bonitätsprüfungen von Neu- und Bestandskunden mittels einer Auskunftei tragen wesentlich dazu bei. Das allgemeine Wechselkursrisiko wird durch die Rechnungstellung in Euro minimiert. Darüber hinaus wird eine Kreditversicherung für größere Debitoren vorgehalten.

• Bestandsgefährdende Risiken

Derzeit sieht die Geschäftsführung keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft.

2. Chancenbericht

Wir betrachten Innovationen z.B. in der Künstlichen Intelligenz für die Zukunft der Logistik als wichtig und sehen darin auch für unser Unternehmen eine große Chance. Daher beschäftigen wir uns in einigen Gebieten mit dem Einsatz von KI. Neben den naheliegenden Themen wie Effizienzsteigerung und Erhöhung von Qualität sehen wir die Möglichkeiten zur Schaffung von Dienstleistungen und Geschäftsmodellen.

Die Chancen überwiegen nach Ansicht der Geschäftsführung die Risiken und somit wird mit Zuversicht im Jahr 2024 gearbeitet.

3. Prognosebericht

Das Jahr 2024 wird aus unserer Sicht keine Verbesserung der Lage im Bereich der Containerverkehre erbringen. Es gibt Hochseereedereien, die eine Erholung erst für das Jahr 2025 vorhersagen.

Die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen sind noch nicht dazu geeignet, um eine Konjunkturwende herbeiführen zu können. Somit ist von einem eher schwachen Marktumfeld mit niedriger Nachfrage und einem ausreichenden Angebot an Transportkapazitäten auszugehen. Diese Einschätzungen haben wir in unsere Budgeterstellung miteinfließen lassen, Auswirkungen von Extremwasserphasen wurden hingegen nicht berücksichtigt. Diese Annahmen führen zu einem geplanten Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 1.089 für 2024.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Umsatz von ca. € 115,1 Mio.

Die Prognosen für den Beginn der Erholung der deutschen Wirtschaft für 2024 ist aufgrund der Unsicherheit im weiteren Verlauf des Ukraine-Konflikts sowie die geopolitischen Auswirkungen in China, den USA und anderen Regionen schwierig abzuschätzen. Zusätzlich zu diesen Faktoren stehen auch die Herausforderungen der wirtschaftlichen Erholung in Deutschland und Europa im Zusammenhang mit globalen Handelsverträgen und anderen geopolitischen Entwicklungen im Mittelpunkt.

4. Nachtragbericht

Nach dem Abschlussstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die unsere Einschätzungen und Prognosen signifikant beeinflussen würden.

 

Duisburg, den 13. März 2023

Haeger & Schmidt Logistics GmbH

Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Haeger & Schmidt Logistics GmbH, Duisburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Haeger & Schmidt Logistics GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Haeger & Schmidt Logistics GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Duisburg, den 13. März 2024

VINKEN · GÖRTZ · LANGE · UND PARTNER
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dipl. - Kfm. Stephan Lange, Wirtschaftsprüfer

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