Arztpraxen für Allgemeinmedizin
310Klinik GmbH
Neumeyerstraße 46, 90411 Nürnberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Calina, geb. Curescu Dr. Librimir seit 10.6.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Elfriede Seitlinger | 30.00% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Syncotech-Invest B. V. | 60.00% |
SYNTOS Beteiligungs GmbH | 10.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
![]() 310Klinik GmbHNürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht 2022der 310Klinik GmbH1. Grundlage des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der 310Klinik GmbH, die aktuell im Bayerischen Krankenhausplan mit 41 chirurgischen Planbetten aufgenommen ist. Das chirurgische Spektrum der Klinik umfasste im Berichtsjahr 2022 Operationen der Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Wirbelsäulenchirurgie, der Fußchirurgie, der Schulterchirurgie sowie endoprothetische Eingriffe an Hüfte und Knie. In den Jahren 2021 bis 2024 hat sich das Spektrum der Klinik folgendermaßen entwickelt: weiterer Ausbau der bestehenden Abteilungen „Allgemeinchirurgie und Orthopädie“ und Erweiterung des medizinischen Spektrums auf die Plastische Chirurgie. Ab Juni 2022 kam es - auf Basis einer betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Due Diligence - zu einem alternativlosen Change in Bezug auf die Strategie des Hauses. Dieser machte die Neuordnung der 310Klinik in unterschiedlichen Bereichen notwendig. In der Phase 1 kam es zu einer Neuordnung bei den bestehenden Ärzteverträgen, die im Jahr 2023 mit Erfolg konsequent weiterverfolgt wurde. Parallel dazu wurden ab dem Jahr 2023 eine Vielzahl an Maßnahmen zur Restrukturierung des Unternehmens angestoßen. Diese setzten sich im Jahr 2024 fort, insbesondere in den Bereichen OP-Management, Reorganisation Einkauf, Kosteneinsparungsprogrammen, Gewinnung neuer Ärzte und Intensivierung der Marketingaktivitäten insbesondere bei den Stakeholdern Ärzten. In diesem Zusammenhang wurde eine Kurz- bis Mittelfriststrategie entwickelt, die mittels Szenario-Rechnungen, Forecast-Bewertungen, der Abwägung aller Chancen und Risiken und auf Basis der maximalen Möglichkeiten die Basis für zukünftiges Handeln darstellt. Die Gesellschaft befindet sich in Privatbesitz. Die Gesellschafter der Klinik waren im Geschäftsjahr 2022 wie folgt:
Bis zum Datum der Verfassung dieses Lageberichts gab es keine Veränderung der Gesellschafterstruktur. 2. Wirtschafts- und Finanzbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung1) Im Vergleich zum Vorjahr war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2022ff weiterhin von erheblichen Herausforderungen geprägt. Der Angriff Russlands auf die Ukraine Anfang 2022 verschärfte bestehende Probleme in den globalen Lieferketten und führte zu einer Energiekrise, die sich spürbar auf die Industrie- und Produktionskosten auswirkte. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahr 2022 dennoch um 1,8 %. Die Erholung der deutschen Wirtschaft setzte sich damit fort, wenn auch abgeschwächt. Besonders die hohen Energiepreise infolge der geopolitischen Lage sowie weiterhin bestehende Engpässe bei Vorprodukten belasteten die wirtschaftliche Entwicklung. Die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) - lag im Jahresdurchschnitt bei 7,9 % und erreichte damit den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Diese Entwicklung war insbesondere auf stark gestiegene Preise für Energie und Nahrungsmittel zurückzuführen. 2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen2) Die Rahmenbedingungen für deutsche Krankenhäuser waren im Jahr 2022ff weiterhin äußerst anspruchsvoll. Zwar ebbte die akute Belastung durch die Corona-Pandemie allmählich ab, doch die Nachwirkungen waren im Klinikbetrieb deutlich spürbar. Hinzu kamen neue Belastungsfaktoren, wie stark steigende Energiepreise, hohe Inflationsraten und anhaltende Personalengpässe. Viele Krankenhäuser konnten elektive Behandlungen auch im Jahr 2022ff nur eingeschränkt durchführen. Die Zahl stationärer Fälle stieg zwar leicht auf rund 16,8 Millionen an, lag damit aber immer noch deutlich - um etwa 13 % - unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Die Personalsituation in den Kliniken verschärfte sich weiter. Corona-bedingte Ausfälle führten auch 2022 dazu, dass Stationen zeitweise geschlossen oder Behandlungskapazitäten reduziert werden mussten. Besonders im Pflegebereich war die Personaldecke vielerorts kritisch. Viele Beschäftigte verließen den Beruf oder reduzierten ihre Arbeitszeit infolge der anhaltenden hohen Belastung. In der Folge konnten vorhandene Betten in zahlreichen Kliniken nicht belegt werden, obwohl der Bedarf vorhanden war. Auch wirtschaftlich standen viele Krankenhäuser 2022ff unter erheblichem Druck. Stark gestiegene Sach- und Energiekosten trafen auf ein Finanzierungssystem, das kurzfristige Kostensteigerungen kaum auffangen kann. Laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft konnten rund 96% der Kliniken im Herbst 2022 ihre laufenden Kosten nicht mehr aus den regulären Einnahmen decken. In der Folge mussten bundesweit über 40 Krankenhäuser Insolvenz anmelden. Besonders stark betroffen waren kleinere Kliniken sowie Einrichtungen im ländlichen Raum - auch in Bayern. Dort berichteten nach Angaben der Bayerischen Krankenhausgesellschaft rund 71 % der Kliniken von einem Jahresdefizit. Die wirtschaftlichen Aussichten wurden von einem Großteil der bayerischen Krankenhäuser bereits im Jahresverlauf 2022 als besorgniserregend eingeschätzt. Vor diesem Hintergrund rückte die im Jahr 2022 intensiv diskutierte und Anfang 2025 auf den Weg gebrachte Krankenhausreform zunehmend in den Fokus. Ziel der geplanten Reform ist es, eine stärker bedarfsorientierte, qualitätsgesicherte und wirtschaftlich tragfähige Krankenhausstruktur zu schaffen. Welche konkreten Auswirkungen die Reform für einzelne Standorte, insbesondere kleinere Krankenhäuser im ländlichen Raum, tatsächlich haben wird, ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts noch nicht vollumfänglich absehbar. Vor dem Hintergrund aktueller politischer und wirtschaftlicher Umbrüche besteht zudem Unsicherheit darüber, ob und in welchem Umfang die Reformmaßnahmen in den kommenden Jahren wie geplant umgesetzt werden können. 2.3 Ergebnisentwicklung Wir blicken auf ein Geschäftsjahr mit hohem Defizit zurück. Die Bilanzsumme erhöht sich von 33.383.729,05 € zum 31.12.2021 auf 34.798.774,57€ zum 31.12.2022. Die Umsatzerlöse erhöhten sich von 13.841.875,18 € in 2021 auf 16.845.444,10 € in 2022. Die Mitarbeiterzahl veränderte sich wie folgt:
Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 873.670,85 €. Dieser ist gegenüber dem Vorjahr um 5.673 T€ vermindert. Aufgrund der, in diesem Lagebericht angeführten Umstände und unabdingbaren, notwendigen Change-Aktivitäten war die Ergebnisveränderung prognostiziert und mit dem Eigentümer akkordiert. Im Folgenden werden die Ist-Ergebnisse und -Umsatzerlöse den Vorjahreswerten von 2021 sowie den ungeprüften Prognosewerten für die Jahre 2023 und 2024 gegenübergestellt:
Die Gesellschaft kennzeichnet - bedingt durch die geschilderten Rahmenbedingungen - ein strukturelles Kosten- und Erlösproblem. Den angeführten Erlösen des Jahres 2022 stehen Personalaufwendungen für Löhne und Gehälter (inkl. Sozialabgaben) von 9.464.245,80 € gegenüber. Dies stellt eine fast gleichbleibende Personalkostenquote von 56,18 % gegenüber dem Vorjahr (56,13 %) dar. Die Kosten für Materialaufwand betrugen 6.258.127,89 €, was einer Materialkostenquote von 37,15 % entspricht (VJ: 38,30 %). Im Folgenden werden die Personal- und Materialaufwendungen den Vorjahreswerten von 2021 sowie den ungeprüften Prognosewerten für die Jahre 2023 und 2024 gegenübergestellt:
2.4 Geschäftsentwicklung bis 2022 und ungeprüfte Prognoseangaben für die Jahre 2023 und 2024 Im Verlauf des Jahres 2021 wurde die Klinik im Rahmen der wirtschaftlichen und personellen Möglichkeiten konsolidiert. Aufbauend auf diesen Maßnahmen wurde ab 2022 die strategische Ausrichtung der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie weiter geschärft. So wurde ab dem 1.1.2020 das Behandlungsspektrum von hochkomplexen und komplikationsbeladenen Operationen hin zu kalkulierbaren Hernien- und Schilddrüseneingriffen bereinigt. Weiters wurden intensive Analysen der Abteilung, insbesondere in Hinblick auf die betriebswirtschaftlichen Optimierungsmöglichkeiten, unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen und Aufgaben für die Patienten erstellt. Ergebnisse daraus werden kontinuierlich verbessert bzw. berücksichtigt. Damit erhofften wir uns eine weitere Etablierung der Klinik in diesem Bereich als Hernien- und Schilddrüsenzentrum. Um die kontinuierliche Weiterentwicklung zu forcieren ist es gelungen, für die Abteilung eine Weiterbildungsermächtigung zu erhalten, die es uns möglich machte, kostengünstig personell aufzustocken, um diese Hauptabteilung weiterzuentwickeln. Auch über das Jahr 2022ff wurden gezielte Schritte eingeleitet, diesen neuen Entwicklungen Rechnung zu tragen und die operativen Ergebnisse positiv zu gestalten. Erwartungsgemäß haben Change-Maßnahmen einen zeitlichen Vorlauf, dieser wird von der Geschäftsführung mit ca. 2-3 Jahren festgelegt. In dieser Aufbau- und Umorientierungsphase sind keine wesentlichen, wirtschaftlichen Effekte zu erwarten. Weiters wurde eine Erweiterung der bereits vorhandenen zwei Pflegestationen und Modernisierung der Privatstation durchgeführt. Dadurch wurde eine bessere Auslastung und eine Erhöhung der Patientenzahlen erzielt. Zwar konnten die Fallzahlen gesteigert werden, bedingt durch die geschlossenen Verträge mit den betroffenen Ärzten konnte aber keine wesentliche betriebswirtschaftliche Ergebnisverbesserung erreicht werden. Durch die erwähnte, notwendige strategische Änderung musste im Change-Prozess erwartet und planmäßig eine Fallzahlenminimierung im Jahr 2023 hingenommen werden, die zu hohen FDA-Rückforderungen führte. Der klaren strategischen Ausrichtung folgend konnte wie prognostiziert ab dem Q2/2023 eine Stabilisierung und im Q4/2023 eine 80% Auslastung der OP-Kapazitäten erreicht werden. Als wesentliche Steuerungsgröße und Key-Performance-Indikator wurde die Auslastung der einzelnen Abteilungen sowie die Verweildauer und Belegungstage und Fallzahlen festgelegt. In diesen wurden die in den ersten Quartalen bereits angestrebten Effekte erkennbar. Klar ist, dass die Potentiale aber aufgrund mehrerer Faktoren noch nicht voll und zufriedenstellend erreicht werden konnten. Diese Key-Performance-Indikatoren haben sich in den Jahren 2021 bis 2024 folgendermaßen entwickelt:
Die Kapazitäten der 310Klinik haben sich in den Jahren 2020 bis heute folgendermaßen entwickelt: Erhöhung der Planbetten von 29 auf 38 im Jahr 2020 und 41 im Jahr 2021. Erhöhung der Ist-Betten von 49 im Jahr 2020 auf 63 im Jahr 2021. Im Jahr 2023 und 2024 wurden im Mittel 64 aufgestellte Betten betrieben. Erweiterung der OP-Kapazitäten durch Neubau von zwei 1A-OPs im 2. OG im Jahr 2020 und jeweils einem 1A- und 1B-OP im EG im Jahr 2021. Dadurch erhöhte sich die OP-Kapazität auf 5 OP-Säle. Festzuhalten ist, dass die, in diesem Lagebericht 2022 angeführten Jahresabschlusszahlen auf Basis der derzeit vorliegenden Unterlagen und Informationen angegeben wurden. Im Zuge der derzeitigen Bilanzerstellung für das Geschäftsjahr 2023 werden sich die Werte noch einmal verändern. Für weitere Angaben in Bezug auf konkrete Leistungszahlen verweisen wir auf die Qualitätsberichte 2021 und 2022. Zukünftige Liquiditätsengpässe können abgesichert werden. Eine Patronatserklärung und ein entsprechender Forderungsverzicht stellen die zukünftige Zahlungsfähigkeit und den Bestand der Gesellschaft sicher. 3. Chancen- und Risikobericht Die bestehende Patronatserklärung und Forderungsverzichte für Darlehen der Gesellschafter sowie laufende Rangrücktrittserklärungen für sonstige Darlehen auf Basis des aktuellen Überschuldungsstatus ermöglichen das Fortbestehen und die damit notwendige Sanierung der Gesellschaft. Ein Risiko ergibt sich aus einem weiteren Kapitalbedarf der Gesellschaft zur Umsetzung der weiteren Re- und Umstrukturierungsmaßnahmen, wobei das Risiko von der Liquidität des mittelbaren Hauptgesellschafters abhängig ist und relativiert werden kann. Seitens des unmittelbaren und mittelbaren Eigentümers gibt es eine klare Absichtserklärung und Beauftragung an die Geschäftsführung, die Klinik zu sanieren. Im Rahmen dieses Lageberichts wurde die Planung bewusst konservativ vorgenommen. Ziel ist es, den Eigentümern - aus Sicht der Geschäftsführung - durch realistische Szenarienrechnungen und transparente Darstellungen eine belastbare Grundlage zur Einschätzung des zukünftigen finanziellen Unterstützungsbedarfs der Gesellschaft zu geben. Die entsprechenden Berechnungen liegen den Eigentümern in vollem Umfang vor. Die derzeitige Situation im deutschen Gesundheitswesen ist geprägt durch die konkrete Umsetzung der bereits in Kraft getretenen gesetzlichen Vorgaben - sowohl aus dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG), dessen Fristen und Sanktionsmechanismen nun wirksam werden, als auch durch die fortschreitende Umsetzung der Krankenhausreform auf Landes- und Bundesebene. Besonders die Einführung der neuen Leistungsgruppensystematik, strukturbezogene Prüfverfahren und veränderte Finanzierungsmechanismen stellen die Klinikbranche vor substanzielle Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund bleibt die operative Entwicklung der 310Klinik - trotz der eingeleiteten strukturellen und strategischen Maßnahmen - mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Externe Einflüsse wie nicht vollständig gegenfinanzierte Digitalisierungsmaßnahmen, laufende Budgetverhandlungen mit Kostenträgern sowie die steigenden Personal- und Sachkosten wirken weiterhin dämpfend auf die wirtschaftliche Stabilisierung. Insofern ist auch in den kommenden Jahren mit einer anspruchsvollen Ertragssituation zu rechnen. Für den Prognosezeitraum liegt eine Patronatserklärung des unmittelbaren und mittelbaren Gesellschafters bis zum 31.12.2029 vor. Die finanzielle Ausstattung erfolgt hierbei auf schriftliche Anforderung der Geschäftsführung hin in der Höhe, die erforderlich ist, um die Verbindlichkeiten der Gesellschaft, sobald sie fällig geworden sind, in dem Umfang zu erfüllen, als dies zur Beseitigung der Überschuldung oder zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit erforderlich ist. Die wirtschaftliche Bonität des mittelbaren Eigentümers ist nachweislich gegeben. Weiteres kam es, wie bereits erwähnt zu einem Forderungsverzicht. Ab 2023ff hat die Gesellschaft ein umfangreiches Risikomanagement entwickelt, das im zweiten Halbjahr 2024 zur Umsetzung gebracht worden ist und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Ziel des Systems ist es, potenzielle Risiken in sämtlichen Bereichen der Klinik frühzeitig zu erkennen, systematisch zu bewerten und geeignete Maßnahmen zur Risikobegrenzung zu initiieren. Grundlage ist das Bestreben der 310Klinik, eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung zu gewährleisten und dabei ein wirtschaftlich sowie rechtlich stabiles Fundament zu sichern. Ein zentraler Bestandteil bei der Einführung des Systems war ein begleitender Change-Prozess, mit dem Ziel, ein gemeinsames Verständnis für Risikomanagement als festen Bestandteil der Organisationskultur zu etablieren. In den verschiedenen Fachbereichen wurde gezielt daran gearbeitet, die Denkweise im Umgang mit Risiken zu einem systematischen, vorausschauenden Handeln zu verändern. Das Risikomanagementsystem ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgebaut. In jeder Abteilung wurden dezidierte Risikoverantwortliche benannt, die regelmäßig - sowie bei Bedarf ad-hoc - über erkannte Risiken berichten. Die Verantwortung für das Gesamtsystem liegt bei der Geschäftsführung, welche über standardisierte Berichtswege jederzeit vollumfänglich informiert ist. Ein interdisziplinär besetztes Risikoteam aus ärztlicher, pflegerischer (Station, Anästhesie- & OP-Pflege) und administrativer Leitung sowie der Geschäftsführung tauscht sich quartalsweise zur Überprüfung, Bewertung und Weiterverfolgung von Risiken aus. ![]() Ein zentrales Steuerungsinstrument ist das Risikohandbuch, das sämtliche Prozesse, Bewertungsmaßstäbe und Berichtsformate dokumentiert. Im gemeinsamen Dialog führen Fachbereiche dazu eigene Risikoanalysen durch, erfassen und bewerten Risiken und definieren Maßnahmen. Die Ergebnisse werden regelmäßig in ein Risikoinventar überführt, ergänzt durch eine Risikomatrix mit Schnittstellen zum Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS). ![]() Neben den beeinflussbaren Risiken, die aktiv gemanagt werden, bestehen allgemeine externe Risikofelder, wie makroökonomische Einflüsse, krankenhausspezifische Rahmenbedingungen oder technologische Veränderungen. Diese unterliegen zwar nur begrenzter Steuerbarkeit, werden jedoch fortlaufend überwacht, dokumentiert und im Risikobericht dargestellt. Einen wesentlichen Teilbereich des Risikomanagements stellt das klinische Meldesystem (CIRS) dar. Dieses ermöglicht es Mitarbeitenden, Beinahe-Ereignisse und sicherheitsrelevante Vorfälle niedrigschwellig zu melden - anonym und vertraulich über einen Briefkasten. Die Bearbeitung erfolgt durch das Risikomanagement in enger Abstimmung mit dem internen CIRS-Team. Maßnahmen werden strukturiert abgeleitet und bei Bedarf mit der Geschäftsführung abgestimmt. Betroffene Fachbereiche erhalten Rückmeldung, und alle internen Fälle werden anonymisiert sowohl an das externe CIRS-Netzwerk „kh-cirs.de“ gemeldet als auch intern veröffentlicht. Ergänzt wird dieses System durch regelmäßige Schulungen und einen monatlichen Newsletter mit Fallbeispielen und Hintergrundinformationen. So entsteht eine gelebte Fehler- und Sicherheitskultur im klinischen Alltag. 3.1 Chancenbewertung für die Jahre 2025ff Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der 310Klinik und vor dem Hintergrund eines herausfordernden gesundheitspolitischen und wirtschaftlichen Umfelds wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teilweise bereits erfolgreich abgeschlossen. Diese bilden die Grundlage für mittel- und langfristige Chancen, die das Unternehmen strukturell, medizinisch und wirtschaftlich nachhaltig stärken können. Ein wichtiger Meilenstein bildet die Einführung eines neuen Warenwirtschaftssystems, dessen Etablierung bis Ende 2025 vollumfänglich abgeschlossen sein wird. In Kombination mit der bereits umgesetzten Reorganisation des Einkaufs und dem Beitritt zur PEG-Einkaufsgenossenschaft eröffnen sich hierdurch nachhaltige Potenziale zur Effizienzsteigerung. Die angestrebte Standardisierung, verbunden mit optimierten Konditionen und verbessertem Mengentransparenzmanagement, soll nicht nur zu einer stabileren Steuerbarkeit der Warenflüsse führen, sondern auch dazu beitragen, inflationsbedingte Kostensteigerungen im Bereich der Sachmittel gezielt auszugleichen. Auch in der medizinischen Leistungsentwicklung zeigen sich deutliche Chancen. Durch die strategische Gewinnung von acht zusätzlichen Operateuren in den vergangenen vier Jahren konnte das OP-Portfolio inhaltlich und quantitativ bereits deutlich gestärkt werden - insbesondere im Bereich der plastischen und chirurgischen Eingriffe. Dieser Kurs wird kontinuierlich fortgesetzt. Vor dem Hintergrund des bereits erreichten Status Level F als Fachkrankenhaus liegt der strategische Schwerpunkt weiterhin auf dem Bereich der Hüft- und Knieendoprothetik. Derzeit befinden sich zwei weitere externe Operateure in konkreten Verhandlungsprozessen zu möglicher Anbindung an den Standort. Ziel ist es, die vorhandenen Kapazitäten in 2025ff. möglichst voll auszuschöpfen und gleichzeitig die medizinische Angebotsbreite zu sichern. Im Kontext der Krankenhausstrukturveränderungen bedeutet dies auch, sich als verlässlicher und spezialisierter Leistungserbringer zu positionieren, der Versorgungsaufträge dauerhaft und wirtschaftlich tragfähig übernehmen kann. Die Digitalisierung bleibt ein weiterer Eckpfeiler der Zukunftsstrategie. Die erfolgreiche Anbindung der OP- und Anästhesiedokumentation an das KIS sowie der Aufbau des Leistungsberichtswesens, das in 2025 vollumfänglich operativ genutzt wird, versetzen die Klinik in die Lage, operative Kennzahlen in Echtzeit zu erfassen und für die Steuerung heranzuziehen. Dies ermöglicht nicht nur eine proaktive Ressourcenplanung, sondern fördert auch die Vergleichbarkeit, Zielsteuerung und Ableitung medizinischer sowie wirtschaftlicher Maßnahmen. Eine weitere zentrale Chance ergibt sich aus der vollständigen Etablierung der digitalen Pflege- und Behandlungsdokumentation im Rahmen des Fördertatbestands 3 des KHZG. Die standardisierte und strukturierte Erfassung pflegerischer Leistungen trägt nicht nur zur Qualitätssteigerung bei, sondern ermöglicht auch eine bessere interprofessionelle Zusammenarbeit, Entlastung des Personals und eine umfassendere Auswertung pflegerischer Daten im Kontext der Versorgungssteuerung. Darüber hinaus ermöglicht eine moderne, digital unterstützte Arbeitsumgebung ein zusätzliches Argument im Wettbewerb um qualifiziertes Pflegepersonal - insbesondere im Hinblick auf die jüngere Generation, die zunehmend digital geprägte Arbeitsprozesse erwartet. Besondere Chancen liegen auch im Bereich der Informationssicherheit: Der Aufbau eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS), eingeleitet auf Basis einer umfangreichen GAP-Analyse, stellt einen wichtigen Schritt dar, um sowohl regulatorische Anforderungen als auch die steigenden IT-Sicherheitsbedarfe zu adressieren. Die begonnene Umsetzung des ersten PDCA-Zyklus (Plan - Do - Check - Act) sowie die geplante Etablierung eines Security Operation Centers (SOC) schaffen eine strukturierte Sicherheitsarchitektur, die nicht nur Risiken minimiert, sondern mittelfristig als Qualitätsmerkmal im Markt wahrgenommen werden kann. Die Klinik stärkt damit ihre digitale Resilienz und positioniert sich als moderner, vertrauenswürdiger Akteur im digitalen Gesundheitswesen. Nicht zuletzt zeigen sich Chancen durch eine bewusste Bündelung der vorhandenen Stärken. Das Zusammenwirken aus schlanken Entscheidungswegen, enger ärztlicher Einbindung, hoher Anpassungsfähigkeit und einem medizinisch klar profilierten Leistungsangebot bildet die Grundlage, um auf sich wandelnde Versorgungsbedarfe schnell und strukturiert zu reagieren. Gerade im Kontext der laufenden Krankenhausreform und der damit verbundenen Konzentration von Leistungsgruppen liegt in dieser Agilität ein strategischer Vorteil, den es weiterhin gezielt auszubauen gilt. 3.2. Risikoeinschätzung für die Jahre 2025ff Für die Jahre ab 2025 ergeben sich weiterhin Risiken, die sich aus strukturellen, regulatorischen sowie betriebswirtschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre ableiten lassen und nach wie vor Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der 310Klinik nehmen. Ein latentes Risiko stellt unverändert - wie in allen Häusern - die generelle Personalsituation im Bereich Pflege dar. Trotz erfolgreicher Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung der 310Klinik und einem bislang stabil gehaltenen Personalstand besteht angesichts des deutschlandweiten Fachkräftemangels weiterhin Unsicherheit. Durch das etablierte HR-Cockpit erfolgt daher ein permanentes Monitoring der IST-Situation im Haus. Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG), dessen Umsetzungsfristen ab 2025 greifen, stellt die Klinik, nach wie vor, vor finanzielle und personelle Herausforderungen. Die bewilligten Fördermittel decken die tatsächlich notwendigen Ausgaben zur Erfüllung der Muss-Kriterien in mehreren Fördertatbeständen nicht vollständig ab. Hinzu kommt der hohe personelle Aufwand zur Umsetzung und Dokumentation der Projekte. Um mögliche Sanktionen zu vermeiden, wurde ein strukturiertes Projektmanagement mit klaren Steuerungsebenen (Lenkungsausschuss, Steuerungskreis) implementiert. Ein interdisziplinäres Expertenteam aus Klinikleitung, ärztlichem Dienst, Pflege, Administration, IT und Patientenmanagement verantwortet die Umsetzung in Teilprojekten mit definierten Zuständigkeiten. Ein zusätzliches Risiko besteht zunehmend in der Lieferfähigkeit externer Anbieter: Viele der am KHZG beteiligten IT- und Systemhäuser sind derzeit mit Aufträgen überlastet, was zu Verzögerungen bei der Umsetzung oder zu Engpässen in der Projektdurchführung führen kann. Diese Abhängigkeit von externen Partnern kann sich negativ auf die fristgerechte Umsetzung der Projekte und damit mittelbar auch auf die Förderfähigkeit der Maßnahmen auswirken. Diesem Risiko ist man sich seitens der Geschäftsführung bewusst, kann es aber nur bedingt steuern. Ein weiterer wirtschaftlicher Risikofaktor ergibt sich aus den rückwirkenden Budgetverhandlungen der Jahre 2021 und 2022. Aufgrund des damaligen Leistungsvolumens ergibt sich für die 310Klinik eine Rückzahlungsverpflichtung infolge des Fixkostendegressionsabschlags in Höhe von insgesamt 3,68 Mio. EUR. Die Tilgung erfolgt seit September 2024 über einen vereinbarten Abschlag von 20% je Abrechnung gegenüber den Kostenträgern. Weitere Verhandlungen in Bezug auf die weitere Rückforderungsmodalität wurden im 1. Quartal 2025 geführt. Nach Genehmigung des Pflegebudgets für das Jahr 2025, wird der Abschlag in Höhe von 20% weiterhin gelebt. Entsprechende Auswirkungen dieses Umstandes (FDA) wurden in den Plänen der 310Klink berücksichtigt. Gleichzeitig zu den bereits beschriebenen Risiken verfolgen wir die Entwicklung im Zuge der geplanten Krankenhausreform. Wir haben im Jahr 2023ff eine umfassende Prüfung unserer Leistungsgruppen sowie der damit einhergehenden verpflichtenden Ausstattungsmerkmale vorgenommen und haben die Ergebnisse in unsere strategischen Überlegungen integriert. Unser stringentes Ziel ist es dabei die 310Klinik auch zukünftig als chirurgische Fachklinik zu positionieren. Im April 2025 wurde bereits der Antrag zum Level F - Fachkrankenhaus für Orthopädie der Regierung eingereicht. Ebenso streben wir die Zertifizierung für Schilddrüsen- und Hernien Zentrum an. 4. Prognosebericht Im Kalenderjahr 2023 haben sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr geplant auf insgesamt 12,2 Mio. € vermindert. Trotz einer Reduzierung der Kosten, vor allem im Bereich Materialaufwand, ergibt sich für das Kalenderjahr 2023 ein vorläufiger Verlust von 5,0 Mio. € vor Darlehensverzichten. Durch die im Kalenderjahr 2023 durchgeführten Umstrukturierungsmaßnahmen hat sich der Umsatz für das Kalenderjahr 2024 auf 13,1 Mio. € erhöht. Die Kosten konnten im Zuge der Harmonisierung des Personalbestands - insbesondere im Pflege- und Verwaltungsdienst - in Relation zur Leistungsentwicklung um rund 0,6 Mio. EUR gesenkt werden, sodass sich für das Jahr 2024 ein vorläufiger Jahresverlust in Höhe von 3,1 Mio. EUR ergibt. Für das Jahr 2025 wird mit einem Umsatz von EUR 12,8 Mio. und einem Verlust von EUR 4,6 Mio. gerechnet. Dies unter der Berücksichtigung der angeführten Umstände, insbesondere des möglichen, aber summenmäßig noch nicht feststehenden FDA- Abschlags. Das prognostizierte Ergebnis wird noch beeinflusst durch:
Trotz der eingeleiteten Maßnahmen zur Restrukturierung und Effizienzsteigerung bleibt die wirtschaftliche Situation der 310Klinik auch zu Beginn des Jahres 2025 weiterhin angespannt. Bis die angestrebten Sanierungseffekte - insbesondere durch konkrete Kostensenkungen sowie die Optimierung zentraler Prozesse wie des OP- Managements und des Einkaufs - vollumfänglich wirksam werden, ist mit einem fortbestehenden Bedarf an Gesellschafterzuschüssen und -haftungen zu rechnen. Zudem kommen die bereits angesprochenen Mehraufwendungen im Zuge des KHZG. Auch im Jahr 2025 wird mit einem sukzessiven Eintritt der Sanierungseffekte - unter Annahme stabiler Rahmenbedingungen - gerechnet. Die Eigentümer sind in diese Entwicklungen laufend und eng eingebunden. Eine kontinuierliche, mindestens vierteljährliche Berichterstattung zur Geschäftsentwicklung erfolgt strukturiert und nachvollziehbar. Darüber hinaus werden die Gesellschafter über alle wesentlichen, die Gesellschaft betreffenden Sachverhalte ad hoc und sowohl schriftlich als auch mündlich informiert. Die Geschäftsführung prognostiziert, dass die 310Klinik in den kommenden 24 Monaten fortbestehen wird. Die Zahlungsfähigkeit ist aufgrund einer Patronatserklärung und der Bereitschaft von Forderungsverzichten des unmittelbaren und mittelbaren Gesellschafters sichergestellt. Darüber hinaus möchten wir betonen, dass uns der Ernst der aktuellen Lage vollumfänglich bewusst ist. Eine konsequente Fortführung sowie enge Nachverfolgung der eingeleiteten (Sanierungs)Maßnahmen ist zwingend erforderlich. Als Geschäftsführung haben wir die relevanten Handlungsfelder identifiziert und arbeiten diese - im Rahmen der gegebenen Ressourcen - strukturiert und priorisiert ab.
Nürnberg, den 8.09.2025 Dr. Calina Librimir, Geschäftsführerin Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
ANHANG zum 31.12.2022310Klinik GmbH, NürnbergAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und nach den Vorschriften der Verordnung über die Rechnungs- und Buchführungspflichten von Krankenhäusern (KHBV) aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erfolgte trotz des Ausweises eines nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags in Höhe von TEUR 29.363 unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens. Mit Erklärung vom 22.01.2025 verpflichtete sich der mittelbare Gesellschafter in einer Patronatserklärung gegenüber der Gesellschaft, im Falle der Zahlungsunfähigkeit sowie im Falle der Überschuldung der Gesellschaft, Verbindlichkeiten der Gesellschaft in dem Umfang zu erfüllen, als dies zur Beseitigung der Überschuldung oder zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit erforderlich ist. Die Patronatserklärung läuft bis 31.12.2029 und deckt damit den Prognosezeitraum ab. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, erfolgte die Angabe im Anhang. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden aktiviert und linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Das Bankguthaben wurde zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzung zur Periodenabgrenzung waren Euro 25.909,42 auszuweisen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022310Klinik GmbH, Nürnberg
Finanzanlagen Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2022 an folgenden Gesellschaften zu 100% beteiligt:
Vorräte Per 31.12.2022 erfolgte eine Aufnahme der Vorräte für den medizinischen Bedarf. Für die anderen Vorräte wurde der Festwert beibehalten. Forderungen - gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Es handelt sich hierbei um 8 Mitgliedsanteile a € 50,00 an der P.E.G. Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft eG in München. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 Euro (Vorjahr 0,00 Euro). gezeichnetes Kapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt lt. Handelsregister € 1.000.000,00. Sonderposten aus Fördermitteln nach dem KHG Der Saldo von 433.379,00 Euro ergibt sich aus den bis 31.12.2022 bewilligten Fördermitteln zur Finanzierung des Sachanlagevermögens abzüglich der für die geförderten Sachanlagen bis 31.12.2022 vorgenommenen Abschreibungen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen mit 733.337,80 Euro gliedern sich wie folgt:
Verbindlichkeitenspiegel
Erläuterungen zum Verbindlichkeitenspiegel: - gegenüber Gesellschaftern Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass die Voraussetzungen zur Bewertung unter der Annahme der Unternehmensfortführung gegeben sind, da von Herrn Dr. Knud Klingler als mittelbarer Gesellschafter gegenüber der Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben wurde, in der er die Verbindlichkeiten der Gesellschaft erfüllt, soweit sie zur Überschuldung und Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit erforderlich sind. - gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhaltet laufende Verrechnungen. - sonstige Verbindlichkeiten Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind kreditorische Debitoren mit 10.908,33 Euro (Vorjahr 42.121,26 Euro) enthalten. Des weiteren sind Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen mit 772.473,28 Euro (Vorjahr 1.672.500,23 Euro) enthalten. Der Saldo hat sich aufgrund von Erträgen aus Gewinnabführungen um 900.026,95 € vermindert. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1.000,00 Euro vorgenommen. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG aufgrund einer Rückforderung der AOK: Erhöhung Ausgleichsbetrag nach § 5 Abs. 4 KHEntgG i. H. v. 1.476.069 Euro Pauschale Fördermittel i. H. v. 137.411 Euro Erträge aus der Herabsetzung von Verbindlichkeiten durch Forderungsverzichte mit Besserungsschein mit 3.184.304,12 €. Erläuterung der periodenfremden Erträge In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 60.711,69 Euro (Vorjahr 192.564,18 Euro) enthalten. Die Erträge wurden im Posten Umsatzerlöse erfasst. Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 826.157,37 Euro (Vorjahr 154.817,24 Euro) enthalten. Wesentliche Aufwendungen davon sind die Rückzahlung von Ausgleichszahlungen nach § 21 KHG i. H. v. 542.404 Euro und der Beitragsrückstand 2021 der AOK Bayern i. H. v. 101.473 Euro. Die Aufwendungen wurden im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Haftungsverhältnisse /Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB. Es bestanden sonstige Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen i. H. v. 1.268 T Euro. Die InnoTec Verwaltungs-GmbH & Co. Beteiligungs KG vermietet die Räume an die 310Klinik GmbH. Die Em&C GmbH vermietet die Einrichtung der neu hinzugekommenen Op-Säle und Betriebsvorrichtungen. Die Miete für das Geschäftsjahr 2022 wurde von beiden Gesellschaften gestundet. Es besteht insgesamt ein Bestand von 14.354.609 Euro an Besserungsscheinen aus Forderungsverzichten an Unternehmen. Die Besserungsscheine sind aus künftigen Gewinn- oder Liquidationserlösen zurückzuzahlen, soweit sämtliche übrigen Gläubiger der Gesellschaft bereits befriedigt sind. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Von den Angaben der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag beträgt 873.670,85 Euro. Auf neue Rechnung werden 873.670,85 Euro vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Nürnberg, 8.09.2025 gez. Dr. Carina Librimir, Geschäftsführerin Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.10.2025 festgestellt. 6.1.5 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die 310Klinik GmbH, Nürnberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der 310Klinik GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 310Klinik GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreterin für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzliche Vertreterin der 310Klinik GmbH ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der KHBV in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses vermittelt. Ferner ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigung) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die gesetzliche Vertreterin dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat Sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 8. September 2025 Rödl & Partner GmbH Kießling, Wirtschaftsprüfer Hahn, Wirtschaftsprüfer |
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