Zambelli RIB-ROOF GmbH & Co. KGLiquidiert

94569 Stephansposching, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Passau HRA 11956
Eingetragen
31.8.2007

Finanzübersicht

Historie

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Gesellschafter

2 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany
Kommanditist
Germany
500.000 €

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Zambelli Holding GmbH (vormals: Zambelli Verwaltungs GmbH)

Grafenau, Stadtteil Haus im Wald

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Organisation und Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Zambelli Holding GmbH mit Sitz in Haus im Wald, Grafenau ist seit dem Geschäftsjahr 2020 erstmals das Mutterunternehmen der Zambelli Unternehmensgruppe. Sie hält alle Beteiligungen und Tochterunternehmen und erbringt innerhalb der Unternehmensgruppe zentrale Dienstleistungen. Neben dem Bereich IT-Technik sind das Qualitätsmanagement, das Personalwesen, das Marketing und der Strategische Einkauf als Servicebereiche der Holding zu nennen. Im kaufmännischen Bereich werden die Themen der Finanzierung, der Bilanzierung und des Controlling zentral abgedeckt und geführt.

Eine in 2020 durchgeführte Umstrukturierung der Unternehmensgruppe wandelte dabei die Komplementär-GmbH (Zambelli Verwaltungs GmbH) der früheren Holding (Zambelli GmbH & Co. KG) selbst zum Mutterunternehmen:

Über das Schaubild hinaus hält die Unternehmensgruppe die inaktiven und auslaufenden Beteiligungen Szolnok KAS Kft. (Ungarn) und Infiniti Concept AG (Schweiz) sowie das zur Liquidation anstehende Tochterunternehmen Zambelli OOO (Russland).

Bei der in 2020 durchgeführten Umstrukturierung wurden folgende Schritte durchgeführt:

Im ersten Schritt wurde die Zambelli Dienstleistungs GmbH, die auch bisher im Konsolidierungskreis einbezogen war, mit der früheren Konzernmutter Zambelli GmbH & Co. KG verschmolzen.

Im zweiten Schritt ist die Zambelli GmbH & Co. KG zusammen mit der bisher nicht konsolidierten Zambelli Finanzierungs GmbH & Co. KG an die gemeinsame Komplementärgesellschaft Zambelli Verwaltungs GmbH angewachsen.

Die Zambelli Verwaltungs GmbH wurde in Zambelli Holding GmbH umfirmiert und steht nun in der Gesamtrechtsnachfolge für die gelöschten Unternehmen.

Darüber hinaus wurden die Beteiligungen Zambelli - technik, spol. s r.o. (Tschechien) und Zambelli metal s.r.l. (Rumänien) zu 100%igen Töchtern der Holding und im Konzernabschluss 2020 auch erstmalig konsolidiert. Da die ermittelten Zeitwerte nicht im Wesentlichen von den Buchwerten abweichen, wurden diese nicht aufgedeckt und die Erstkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode.

Zambelli hat damit aktive Tochterunternehmen und Standorte in Deutschland, Tschechien, Ungarn und Rumänien. Operativ ist die Zambelli Gruppe in der Herstellung, im Vertrieb und im Einbau von Metallprodukten tätig. Bedient werden Unternehmen der Baubranche, der Heiz- und Klimabranche und der Caravanindustrie sowie Maschinen- und Anlagenbauer, Einrichtungen der öffentlichen Hand und Unternehmen anderer Branchen.

Dabei ist die Unternehmensgruppe in sechs Geschäftsbereichen aktiv, diese sind in obiger Übersicht bei den im jeweiligen Geschäftsbereich tätigen Unternehmen angemerkt:

• DE Dachentwässerung,
• GH Gebäudehülle,
• RS Regalsysteme,
• IMB Industrielle Metallbearbeitung,
• HT Heiztechnik und
• CV Caravaning.

Die beiden letztgenannten Geschäftsbereiche wurden im Jahre 2019 organisatorisch auf Grund Ihrer strategischen Bedeutung für die Unternehmensgruppe als eigenständige Geschäftsbereiche aus dem Geschäftsbereich Industrielle Metallbearbeitung herausgelöst.

Im Bereich der Zulieferung ist Zambelli so mit den Geschäftsbereichen Industrielle Metallbearbeitung, Caravaning und Heiztechnik in verschiedenen Tochterunternehmen aktiv. Die Gruppe ist hier kundenorientierter Lieferant, innovativer Entwickler sowie Hersteller von Konstruktionen, Baugruppen und Fertigprodukten aus Metallblechen, Profilen und anderen Materialien. Hierzu hält das Unternehmen eine breite und tiefe Expertise in vielen Fertigungstechniken der Metalltechnik, wie Blechbearbeitung, Umform-, Schweiß- und Oberflächentechnik sowie in der Baugruppenmontage.

Mit dem Geschäftsbereich Industrielle Metallbearbeitung beschäftigen sich die Tochterunternehmen Zambelli Metalltechnik GmbH & Co. KG, Zambelli - technik, spol. s r.o. (Tschechien), sowie Zambelli metal s.r.l. (Rumänien). Jedes der genannten Unternehmen spezialisiert sich auf eine bestimmte Herstellungsart. Das tschechische Produktionswerk beschäftigt sich mit der Herstellung aus Blechen und Profilen bis zu 4 mm Stärke, während das deutsche Produktionswerk sich auf großformatige Bleche spezialisiert. Das rumänische Werk ist dagegen auf die Produktion mit einem großen Handarbeitsanteil orientiert. Aus der Sicht der Produktionsphase gehört das tschechische Produktionswerk gemeinsam mit dem deutschen Produktionswerk zu Herstellern von finalen Produkten, während das rumänische Produktionswerk auch Halbfabrikate für die weitere Produktion in den anderen verbundenen Unternehmen liefert. Die Zambelli-Gruppe nutzt die bestmögliche Wettbewerbsfähigkeit durch Synergien in allen genannten Standorten.

Im Geschäftsbereich Heiztechnik werden komplette Baugruppen im Auftrag unserer Kunden hergestellt. Zu den Zambelli-Kunden zählen mehrere namhafte europäische Heiztechnik-Marken. Die finalen Produkte finden ihren Einsatz vor allem auf dem Markt der Endverbraucher, aber auch in der Industrie. Das Portfolio umfasst sowohl Designkamine, Kamineinsätze als auch Zentralheizungsanlagen. Das Kompetenzzentrum dieses Geschäftsbereiches ist in Rumänien bei der Zambelli metal s.r.l. und eine Fertigung ist auch in den Betrieben Zambellitechnik, spol. s r.o. und Zambelli Metalltechnik GmbH & Co. KG gegeben.

Im Geschäftsbereich Caravaning ist Zambelli Entwickler, Zulieferer und Produzent von Metall-Komponenten und Klappen & Türen für die Caravan-Industrie. Den Zambelli-Kundenstamm bilden namhafte Caravan-Marken aus dem europäischen Mid- und Highend-Stream. Das Produktportfolio beinhaltet sowohl unterschiedlich bearbeitete Blechkomponenten als auch komplette Serviceklappen und fertige Eingangstüren inklusive der Schließmechanismen. Das Kompetenzzentrum befindet sich in Tschechien bei der Zambelli - technik, spol. s r.o.. Für den tschechischen Hauptfertigungsstandort in Ceske Budějovice werden Teillieferungen der Metall-Komponenten aus dem tschechischen Werk in Český Krumlov und aus der Fertigung bei der Zambelli metal s.r.l. (Rumänien) realisiert.

Im Geschäftsbereich der Dachentwässerung ist die Zambelli Gruppe Komplettanbieter von Dachentwässerungssystemen sowie -zubehör in allen gängigen Baumetallen. Die Zambelli Fertigungs GmbH & Co. KG und die Zambelli COLORFERR Kft. (Györköny, Ungarn) bilden mit Ihren jeweiligen Kompetenzzentren den Kern dieses Geschäftsbereiches. Die Zambelli - technik, spol s r.o. ist als Vertriebseinheit für Tschechien, die Slowakei und Polen aktiv. Das Unternehmen Zambelli Color + Systeme GmbH & Co KG (St. Valentin, Österreich) wurde zum Jahresende 2019 stillgelegt und folgend in 2020 die Immobilie verkauft und das Unternehmen liquidiert.

Im Geschäftsbereich Gebäudehülle bietet die Zambelli RIB-ROOF GmbH & Co. KG montagefreundliche RIB-ROOF Metalldachsysteme mit komplettem Systemprogramm sowie Fassadensysteme an. Die Zambelli Dach + Fassadentechnik GmbH hat Ihre Aktivitäten herabgefahren und führt keine Montageprojekte der Gebäudehülle mehr aus. Die ungarische Beteiligung Baumetall Design Kft. wurde in 2020 verkauft. Für eine weitere Beteiligung in Ungarn, die Szolnok KAS Kft., soll ebenso ein Ausstieg gefunden werden. Darüber hinaus ist die russische Zambelli OOO inaktiv und soll liquidiert werden.

Im Geschäftsbereich Regalsysteme ist die Zambelli Metalltechnik GmbH & Co. KG Komplettanbieter von stationären und fahrbaren Regalanlagen für Bibliotheken, Archive, Museen und Bürobereiche. Das schweizerische Joint Venture Infiniti Concept AG wird voraussichtlich in 2021 stillgelegt.

2. Forschung, Entwicklung und Weiterentwicklung

Die operativen Unternehmen der Zambelli-Gruppe arbeiten ständig an der Verbesserung ihrer Produkte und Dienstleistungen. Ebenso wird die Produktionstechnik der Unternehmen laufend überprüft, verbessert und gegebenenfalls erneuert. Digitalisierung und Automatisierung sind hier wichtige Ansatzpunkte und erklärte Ziele. Diese kontinuierlichen Verbesserungen werden durch das "ZPS Zambelli-Production-System" unterstützt, welches die Kerngedanken von Lean Production und Lean Management beinhaltet.

Daneben arbeitet die Unternehmensgruppe auch an der stetigen Verbesserung und Vereinfachung der Prozesse in den Unternehmen, innerhalb der Gruppe und in der Zusammenarbeit mit den Geschäftspartnern. Hierbei unterstützt die Zambelli Holding GmbH die Tochterunternehmen mit ihren zentralen Dienstleistungen. Die Zielsetzung ist, hierbei schlank und modern aufgestellt zu sein und eine kontinuierliche Verbesserung dieser Servicebereiche zu bieten.

Die Definition unseres Geschäftsbereichsmodells beinhaltet die ständige Suche und Entwicklung von innovativen Lösungen. Die Unternehmensgruppe fordert und fördert Innovationen. Je Geschäftsbereich sind bis zu 3 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. In 2020 wurde erstmalig der "ZIA Zambelli Innovation Award" unter den Mitarbeitern der Unternehmensgruppe ausgelobt. Preisträger gab es in den Kategorien Produktinnovation, Prozessinnovation und neue Ideen als Zukunftschancen.

3. Personal

In der Zambelli Unternehmensgruppe waren nach der erfolgten Umstrukturierung im Durchschnitt 2020 insgesamt 1.085 Mitarbeiter (Vorjahr: 468) beschäftigt. Davon waren 299 Mitarbeiter im Inland und 786 Mitarbeiter an den ausländischen Standorten beschäftigt. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert hauptsächlich durch die Aufnahme der Zambellitechnik, spol. s r.o. mit 407 Mitarbeiter und in der Zambelli metal s.r.l. mit 207 Mitarbeitern zum 01.01.2020.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltweit wurden 2020 die branchenbezogenen Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie stark geprägt. Lokal waren die Ausbreitung des Virus und die Gegenmaßnahmen äußerst unterschiedlich. Wenn auch die Corona-Pandemie verschiedene Teile der Wirtschaft stark getroffen hat, waren die Auswirkungen auf die für die Unternehmensgruppe wichtige Baukonjunktur im abgelaufenen Geschäftsjahr allerdings vergleichsweise gering. Aufgrund behördlich verordneter Restriktionen zur Pandemiebekämpfung wurden Baustellen nur vereinzelt oder kurzfristig stillgelegt bzw. Baufortschritte geringfügig gebremst.

Durch die Corona-Pandemie wurden internationale Lieferketten empfindlich gestört. Der Ausfall und Terminverzug in Zulieferprozessen durch Grenzkontrollen, Lockdowns und kurzfristigen Kapazitätsanpassungen legte komplette Wertschöpfungsketten lahm. Das darauf folgende Wiederanläufen und Hochfahren von Wirtschaftszweigen nach dem ersten Lockdown führte in Kombination mit unterschiedlichen Auswirkungen und zeitlichen Verläufen der Pandemie zu weiteren Störungen und Unterbrechungen in Lieferketten. Sprunghafte Preisentwicklungen in Rohmaterialen (Vgl. Stahl) und Verfügbarkeitsengpässe waren daraus folgende Resultate.

Während sich im Industrie- und Gewerbebau seit Eintreten der Corona-Pandemie eine Abschwächung der Nachfrage und ein Aufschieben von Neuprojekten feststellen lässt, konnte der deutsche Wohnungsbau laut ersten Hochrechnungen des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB) im Geschäftsjahr 2020 ein Umsatzwachstum von 4% erreichen. Der Wohnungsbau und dort insbesondere der Einfamilienhausbau trägt unseren Geschäftsbereich Dachentwässerung und führte zu einem Wachstum in 2020. Die Geschäftsbereiche Gebäudehülle und Regalsysteme sind im Industrie- und Gewerbebau bzw. für Bauten der öffentlichen Hand aktiv und wurden durch die Investitionszurückhaltung im Rahmen der Pandemie gebremst.

Seit Beginn der Pandemie im März 2020 entwickelte sich der Trend, dass sich Konsumenten stärker in ihr Eigenheim zurückziehen. Urlaub und Freizeit wurden im Geschäftsjahr 2020, gefördert durch die Restriktionen zur Pandemiebekämpfung, überwiegend zu Hause verbracht. Privathaushalte investierten dabei verstärkt in Do-it-yourself (DIY) Heimwerkerprojekte. Durch die Auftragsrückgänge im Industrie- und Gewerbebau waren zudem kurzfristig Handwerkskapazitäten für den Privatkunden leichter verfügbar. Somit stieg in diesem Segment auch die Nachfrage nach Dachentwässerungsartikeln. Diese Tendenz war bis zum Ende des Geschäftsjahres ungebrochen und konnte sowohl national als auch international bei Schlüsselkunden beobachten werden. Unterschiedliche Entwicklungen lassen sich eher auf die Vertriebswege und Positionierungen der Auslandskunden zurückführen als auf das jeweilige Exportland. Der Absatz über e-Commerce an Konsumenten gewann dabei an Bedeutung.

Deutschland soll bis 2050 klimaneutral werden und hat dafür Grundsätze und Ziele festgelegt. Ein Meilenstein ist das Erreichen der Klimaschutzziele 2030. Darin verankert ist eine deutliche Verringerung der Emissionen. Um den Wandel für alle Bürger verträglich zu gestalten, hat die Bundesregierung Förder- und Anreizprogramme aufgesetzt, die Hausbesitzer beim Wechsel auf erneuerbare Energien und bei Maßnahmen zu Steigerung der Energieeffizienz finanziell entlasten. Hintergrund ist, dass der Gebäudebestand in Deutschland 35 Prozent des Energieverbrauchs ausmacht und ein enormes Einsparpotenzial birgt. Erklärtes Ziel ist es deshalb, durch energieeffiziente Sanierung des Gebäudebestandes bis 2030 den Energieverbrauch in Deutschland signifikant zu senken.

Für die Erreichung dieser Energie- und Klimaziele sind vor allem die energetische Sanierung und Umstellung älterer Gebäude auf eine nachhaltige Wärmeversorgung und Wärmedämmung wichtig. Dies kam unserem Geschäftsbereich Heiztechnik, der in der Zulieferung Unternehmen dieser Branche bedient, zugute. Aber auch Sanierungsmaßnahmen am Dach haben hierbei eine entscheidende Wirkung und stärken die Nachfrage nach den Produkten des Geschäftsbereiches Dachentwässerung. Die Sanierungsrate des gesamten Gebäudebestandes in Deutschland muss von derzeit 1 auf mind. 1,5 Prozent ansteigen, um die anvisierten ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen.

Der positive Trend der Caravan- und Reisemobilbranche scheint durch die Corona-Pandemie in 2020 leicht verzögert aber insgesamt eher verstärkt worden zu sein. Flug- und Pauschalreisen waren kaum möglich und von den Konsumenten auch nicht mehr bevorzugt. Sofern erlaubt, kam es verstärkt zu Individualreisen im eigenen Land. Dabei liegen Reisen mit Van, Wohnmobil oder Wohnwagen zunehmend hoch im Kurs. Die entsprechende Infrastruktur an Campingplätzen bzw. öffentlichen Stellplätzen ist europaweit in einer Ausbauphase. Von diesem Trend konnte der Geschäftsbereich Caravaning profitieren, der als Zulieferer für Hersteller von Reisefahrzeugen agiert. Corona-bedingte Produktionsausfälle bei den Herstellern im April und Mai 2020 konnten im weiteren Verlauf des Jahres wieder wettgemacht werden.

Der Geschäftsbereich Industrielle Metallbearbeitung ist als Zulieferer für unterschiedlichste Branchen aktiv. Hier gab es kein einheitliches Bild. Das Kundensegment Büromöbel zeigte sich schwach. Auf Grund des Pandemie-bedingten Trends zum Home Office gab es hier stark rückläufige Investitionen. Branchen wie die Landtechnik zeigten sich von Corona eher unberührt.

2. Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

Der konsolidierte Umsatz der Unternehmensgruppe entwickelte sich vor allem durch die Veränderung des Konsolidierungskreises nach oben. Er lag im Jahr 2020 bei 115,1 Mio. Euro. Das Umsatzwachstum der Unternehmensgruppe ohne Berücksichtigung des veränderten Konsolidierungskreises betrug ca. + 1,0 Mio. Euro (+ 0,9 %).

Der Anteil des Inlandsumsatzes beträgt 54,3 %, der Auslandsumsatz wird vorrangig in Österreich, Tschechien, Ungarn und weiteren Ländern der EU erzielt.

Der Umsatz der Unternehmensgruppe teilt sich dabei wie folgt auf die Geschäftsbereiche auf:

2019 2020 Anteil
in T€ in T€
Dachentwässerung 34.107 41.948 36,42%
Gebäudehülle 14.632 9.122 7,92%
Regalsysteme 9.530 8,27%
Industrielle Metallbearbeitung 21.337 15.620 13,56%
Caravaning 0 20.959 18,20%
Heiztechnik 0 17.981 15,61%
Übrige 577 22 0,02%
Konzernumsatzerlöse 70.653 115.182 100,0%

Projekte im Bereich der Gebäudehülle und Regalsysteme

Das Geschäftsjahr 2020 war für den Geschäftsbereich Gebäudehülle ein Jahr der Konsolidierung mit spürbaren Auswirkungen der Pandemie. Gegen Ende des Jahres kam es erfreulicher Weise zu einer spürbaren Verbesserung des Auftragseinganges, unter anderem durch ein größeres Lieferprojekt in Polen.

Im Geschäftsbereich Regalsysteme war das Jahr ebenso durch die Corona-Pandemie gebremst. Erneut haben sich Projekte verzögert. Doch auch hier kam es noch zu einem guten Auftragseingang.

Damit starten beide im Projektgeschäft tätigen Geschäftsbereiche mit einem sehr guten Auftragsbestand ins Jahr 2021.

Entwicklung der Rohstoffpreise

Die Zambelli Unternehmensgruppe beschafft als wesentliche Rohstoffe Aluminium, Zink und Stahl. Hierbei kam es im Jahr 2020 durch die Pandemie bedingt zu Störungen der Lieferketten und zu Materialpreissteigerungen. Die Unternehmensgruppe konnte Ihren Bedarf allerdings weitestgehend termingerecht decken.

Im Geschäftsbereich Dachentwässerung kommt ein börsenabhängiges Pricing zum Einsatz, das die Schwankungen direkt in die Preise einrechnet. Die weiteren Geschäftsbereiche geben die Materialpreissteigerungen möglichst zeitnah an die Kunden weiter.

Die verhaltene Prognose 2020 konnte signifikant übertroffen werden. Insgesamt war der Geschäftsverlauf mehr als zufriedenstellend.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Ertragslage der Unternehmensgruppe Zambelli kann in 2020 als durchaus zufriedenstellend bezeichnet werden. In Summe erzielte die Unternehmensgruppe einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von 3,3 Mio. Euro.

Der Konzernjahresüberschuss enthält einen außerordentlichen Ertrag in Höhe von 846 T€ aus dem Verkauf der Liegenschaft in St. Valentin von der Zambelli Color + Systeme GmbH & Co KG. Bereinigt um diesen Betrag beläuft sich die Umsatzrendite auf 2,2% (anstelle 2,9%).

Ergebnisbelastend wirkte die Bildung einer Rückstellung in Höhe von 490 T€ auf Grund einer anhängenden Klage sowie die Bildung einer Steuerrückstellung in Höhe von 886 T€ aufgrund einer Betriebsprüfung. Ansonsten ergaben sich aus dem operativen Geschäft keine besonderen Belastungen.

Der in 2020 vollzogene Verkauf der Anteile an der Baumetall Design Kft. beeinflusste das Jahresergebnis nicht. Die entsprechenden Bewertungen waren mit dem Konzernabschluss 2019 bereits durchgeführt worden.

In der Unternehmensgruppe belief sich die Materialaufwandsquote auf 54,1 % (VJ: 60,2 %), die Personalkostenquote sank auf 24,4 % (VJ: 25,3 %) und die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 14,5 % (VJ: 10,0 %), jeweils in Bezug auf die Betriebsleistung (Umsatzerlöse zzgl./abzgl. Erhöhung/Verminderung der Bestände an unfertigen/fertigen Leistungen zzgl. Andere aktivierte Eigenleistungen). Diese Vorjahresangaben sind bezogen auf den 31.12.2019 inklusive der in 2020 erstmalig konsolidierten Gesellschaften.

Hauptgrund für diese wesentliche Verbesserung im Bereich der Materialquote liegt in den angestiegenen Absatzmengen im Bereich der Dachentwässerung und Gebäudehülle. Zudem wirkt sich das gesteigerte Umsatzvolumen positiv auf die Personalkostenquote aus. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist zum einen durch die umsatzabhängigen Kosten und zum anderen durch neutrale Aufwendungen begründet.

Bei den Abschreibungen ist eine Sonderabschreibung in Höhe von 78,0 T€ für ein Wohnhaus, das in 2021 abgerissen wurde, zu erwähnen. Damit soll am Standort Grafenau (Haus im Wald) Platz für weiteres perspektivisches Wachstum des Unternehmens geschaffen werden.

b) Finanzlage

Die Mittelzu- und -abflüsse im Geschäftsjahr 2020 sind aus der Konzernkapitalflussrechnung ersichtlich und stellen sich wie folgt dar:

31.12.2020
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 13.430
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.183
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.157
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 10.404
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -1.731
Wechselkursbedingte und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -665
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -9.805
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -1.797

Der Free Cashflow belief sich in 2020 auf 8.247 T€.

In der Konzernbilanz spiegeln sich die durch die Einlage der Gesellschafter:innen erfolgten Änderungen des Konsolidierungskreises, der Sachanlagen, insbesondere Grundstücke und Bauten, sowie die damit auch übernommenen Finanzierungen wider.

Der operative Cashflow wurde im Geschäftsjahr 2020 positiv vom Konzernjahresüberschuss im Jahr 2020 beeinflusst.

Die zahlungswirksamen Investitionen in das Sachanlagevermögen und den immateriellen Vermögensgegenständen lagen mit TEUR 6.946 unter dem Vorjahresniveau von TEUR 8.656 (ermittelt auf Basis der Eröffnungsbilanzwerte zum 1.1.2020). Im Konzernanlagespiegel wurden die Grundstücke in Höhe von TEUR 5.560, die im Rahmen der Anwachsung an die Zambelli Holding GmbH übergegangen sind, unter den Zugängen ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden langfristige Bankdarlehen in Höhe von 3.024 T€ getilgt. Den Tilgungen standen Kreditaufnahmen von 5.859 T€ gegenüber. Diese erfolgten unter Berücksichtigung der durchgeführten Corona-Planung und stellen eine mittelfristige Verbesserung der Liquidität dar.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden kurzfristige Kontokorrentkredite in Höhe von TEUR 9.419 zurückgeführt. Dies bewirkt eine deutliche Erhöhung des Finanzmittelfonds im Geschäftsjahr 2020.

Die Zambelli Unternehmensgruppe ist über lang- und mittelfristige Darlehen sowie über Kontokorrentlinien finanziert. Die kurzfristigen Kontokorrentkredite der Zambelli Holding GmbH finanzieren über das Cash Pooling auch die Schwankungen des Working Capital Bedarfes der Unternehmensgruppe, da die in Euro geführten Kontokorrentkonten der Tochterunternehmen täglich bei der Holding gepoolt werden. Zum 31.12.2020 bestanden freie kurzfristige Linien in der Unternehmensgruppe in Höhe von 19,3 Mio. €. Die mittel- und langfristigen Darlehen sind als Tilgungsdarlehen aufgenommen und weisen Laufzeiten bis zwischen 2023 und 2030 auf.

Für die Finanzierung eines Investitionsvorhaben in ein neues Blechbearbeitungszentrums mit einem Volumen von rd. 2,5 Mio € wurde im Geschäftsjahr 2021 ein Darlehen in Höhe von 2,5 Mio € aufgenommen.

Die Zambelli Holding GmbH und die Tochterunternehmen der Gruppe waren jederzeit in 2020 in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen unter Skontoausnutzung nachzukommen.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Konzernbilanz liegt bei 65,6 Mio. Euro (VJ: 37,9 Mio. Euro) und damit auf Grund der Umstrukturierung um 73,2 % über dem Vorjahr. Auf Basis der Eröffnungswerte zum 1.1.2020 sank die Bilanzsumme von TEUR 66.244 auf TEUR 65.582. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um nahezu TEUR 1.250 zurückzuführen.

Infolge der Erstkonsolidierung der Zambelli-technik, spol. s r.o. und Zambelli metal s.r.l. wurde ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 23.351 in den Gewinnrücklagen erfasst. Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 44,1 %.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen haben sich im Vergleich zu den Eröffnungsbilanzwerten zum 1.1.2020 um TEUR 2.835 erhöht. Dies ist unter anderem auf eine Bildung einer Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 886 sowie aus der Bildung einer Rückstellung für Rechtstreitigkeiten in Höhe von TEUR 410 zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Geschäftsjahr 2020 um TEUR 6.591 verringert (Vergleichsbasis: Eröffnungsbilanzwerte zum 1.1.2020). Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass kurzfristige Kontokorrentkredite in Höhe von TEUR 9.419 zurückgeführt wurden.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der Unternehmensgruppe dienen ausgewählte Positionen der Gewinn- und Verlustrechnungen sowie der Bilanzen sowie entsprechende Kennzahlen. Monatliche Soll/Ist-Vergleiche auf Ebene der Unternehmen und der Geschäftsbereiche zeigen Abweichungen zeitnah auf. Insbesondere die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind hier die wichtigsten Maßstäbe.

III. Prognosebericht

Konjunkturaussichten

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall beurteilt die Situation in 2020 als tiefe Rezession durch die Corona-Krise. Die Lage habe sich aber wieder merklich erholt, in 2021 befinde sich die M+E Industrie auf dem Pfad der Erholung. Für 2021 werden Auftragseingänge auf hohem Niveau und eine konsolidierte Kapazitätsauslastung erwartet. Eine Behinderung des Aufholprozesses sieht der Verband in fehlenden Teilen und der Knappheit beim Material. Das Vorkrisenniveau von 2018 wird voraussichtlich erst im Jahresverlauf 2022 wieder erreicht.

Seit April 2019 habe die M+E Industrie per Saldo rund 207.500 Arbeitsplätze verloren, so der Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Den wichtigsten Grund sieht man in der weiterhin schwierigen Situation der Automobilindustrie. Dennoch bestünde hier Hoffnung, da im Aufschwung nach der Krise 2008/09 die Branche 619.400 Arbeitsplätze schaffen konnte und so die Verluste der Krise mehr als wettgemacht hat.

Die Bauwirtschaft wiederum habe in der Corona-Krise laut dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie die Gesamtwirtschaft gestützt. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe sei im Jahr 2020 nominal um 5,9 % und real um 4,5 % gestiegen. Auch die Zahl der Beschäftigten habe im Baugewerbe - im Gegensatz zur Gesamtwirtschaft - weiter zugelegt. Trotz einem Auftragsbestand in Rekordhöhe zum Jahresende 2020 rechnet der Verband mit einem nicht so erfolgreichen Baujahr 2021. Obwohl nachfrageseitig die Baukonjunktur abgesichert sei, würden sich die Firmen auf ein härteres Baujahr einstellen. Der Anstieg vieler Baumaterialpreise und die Verfügbarkeit könnten 2021 zu einer Behinderung der Produktion führen.

Aktivitäten der Zambelli Unternehmensgruppe

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik und den Geschäftsbereichen der Unternehmensgruppe geplant.

Die Tochterunternehmen werden weiterhin in den bestehenden Märkten und Geschäftsbereichen aktiv sein. Diese sind in Bezug auf die Nachfrage durch die Corona-Pandemie eher positiv beeinflusst. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Rohstoffversorgung und die Weitergabe der Materialpreiserhöhungen gelingen.

Wir erwarten einen Umsatzanstieg im zweistelligen Prozentbereich. Das Ergebnis vor Steuern wird aufgrund des deutlichen Umsatzwachstums und entsprechenden Kostendegressionen ebenso im zweistelligen Prozentbereich ansteigen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Eventuelle Risiken der Unternehmen der Zambelli Unternehmensgruppe werden mit einem Risikomanagementsystem aufgespürt, erfasst und zur Abarbeitung ausgewiesen. Nachfolgend wird auf die identifizierten Risiken eingegangen. Bestandsgefährdende Risiken bestehen für die Zambelli Gruppe nicht.

Die vorhandenen Controllingsysteme werden laufend ausgebaut und verbessert, die Istwerte fortlaufend mit den Planzahlen verglichen und als Steuerungselement für die Führungsebene genutzt. Es gibt ein Kennzahlensystem, das die Entwicklung der relevanten Kennzahlen des Unternehmens verfolgt.

Finanzierungs-/Liquiditätsrisiken

Der gruppenweite Finanzbedarf insbesondere über die internen Cash Pooling Linien ist ein im Fokus zu behaltendes Risiko. Dies ist in Maßnahmenplanungen im Rahmen der Liquiditätssicherung z.B. im Investitionsverhalten und bei Bestandsplanungen einbezogen. Der Eintritt des Risikos wird als wahrscheinlich, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe werden als moderat angesehen.

Die Unternehmensgruppe arbeitet mit verschiedenen Banken zusammen. Es bestehen ausreichende Kontokorrentlinien. Das Risiko von größeren Zinserhöhungen bzw. Kürzung der Kontokorrentlinien wird als gering gesehen.

Forderungsausfallrisiken

Die Unternehmen der Gruppe verfügen über ein effizientes Mahnwesen, Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Die Geschäftsführung schätzt insbesondere unter der bestehenden Corona-Sondersituation den Eintritt von Forderungsausfällen als durchaus denkbar ein. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe ordnen wir auf Grund der Maßnahmen als moderat ein.

Währungsrisiken

Die Unternehmensgruppe ist einem Währungsrisiko nur bei den Tochterunternehmen in Tschechien, Rumänien und Ungarn ausgesetzt. Bei der Zambelli - technik, spol. s r.o. stellen den größten Kostenblock in lokaler Währung die Löhne und Gehälter dar. Für 2020 und 2021 wurden ca. 50% dieses Kostenblockes mittels Forward Hedging abgesichert. In den deutschen Unternehmen werden die Rechnungen in Euro fakturiert, sowohl auf der Ausgaben- wie Einnahmenseite. Der Eintritt des Risikos wird als wahrscheinlich, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe werden als gering angesehen.

Beschaffungsrisiken

Die Zambelli-Gruppe ist mit ihren produzierenden Unternehmen von der Entwicklung der Rohstoffpreise abhängig. Insbesondere hat die Entwicklung der Stahl-, Aluminium- und Zinkpreise Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns. Im Zuge der Corona-Pandemie kam es ab Herbst 2020 zu Verwerfungen beim Vormaterial, insbesondere beim Stahl. Deutliche Preiserhöhungen und teilweise sogar Lieferengpässe haben hier Auswirkungen auf das laufende Geschäft der Unternehmensgruppe, insbesondere in den Unternehmen, die als Zulieferer aktiv sind. Dieser Situation wird durch enge Kooperation mit den Lieferanten und entsprechenden Absicherungen der Materialzulieferung begegnet. Vertriebsseitig ist es die Aufgabe, die Preiserhöhungen des Vormateriales mit erhöhten Verkaufspreisen abzudecken. Durch die Koppelung der Verkaufspreise an die Börsennotierung bei Zink und Kupfer und einen zeitnahen Nachkauf des Bedarfes ist im Geschäftsbereich Dachentwässerung eine sehr gute natürliche Sicherung des Materialpreisrisikos gegeben. Insgesamt werden der Eintritt des Risikos als wahrscheinlich und die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmen als mittel angesehen.

Konjunkturrisiken/ Risiken aus der Corona Pandemie

Im Rahmen des gruppenweiten Risikomanagements wurden Notfallpläne und Infektionsschutzmaßnahmen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes während der Corona-Pandemie erarbeitet und akribisch umgesetzt. Konkrete bzw. langfristige Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft sind kaum abschätzbar, zumal ein Ende der Pandemie und deren mittel- und langfristigen wirtschaftlichen Folgen nicht absehbar sind. Die Situation wird von den Geschäftsführern eng verfolgt und entstehende Risiken werden laufend neu bewertet und in Planungen und Szenarien aufgearbeitet.

Wichtige Absatzmärkte hat die Unternehmensgruppe im Baubereich sowie in der Caravanbranche. Diese Märkte erleben durch die Corona-Pandemie derzeit eine starke Nachfrage. Ein deutlicher Rückgang würde ein mittleres Risiko für die Ertragslage der Unternehmensgruppe bedeuten.

Wettbewerbsrisiken

Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der unsicheren Konjunktur und den weltwirtschaftlichen Problemen zugenommen. Neue Produkte, sechs unterschiedliche Geschäftsbereiche, die breiten Produktprogramme, eine verbesserte Logistik und eine weiterhin starke Lieferperformance schaffen hier allerdings eine gute und stabile Position der Unternehmensgruppe. Wettbewerbsrisiken sehen wir als gegeben, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe werden jedoch als gering eingeschätzt.

Risiken aus Rechtstreitigkeiten

Als Vorgänge von besonderer Bedeutung wertet die Geschäftsführung zwei Klageerhebungen im Geschäftsbereich Gebäudehülle. Zum einen eine gestellte Rückforderung eines russischen Kunden. Bezugnehmend auf den Liefervertrag vom 27.11.2017 wird eine Rückzahlung von TEUR 410 gefordert. Am 29.01.2021 wurde eine entsprechende Klage am Arbitragegericht in Moskau eingereicht. Hierfür wurde eine Rückstellung gebildet. Eine weitere Klage ist von einem Kunden vor dem Landgericht Karlsruhe erhoben worden. Die Klägerin begehrt den Schadensersatz von TEUR 334 aus einem Werkliefervertrag aus dem Jahr 2002. Die Geschäftsführung schätzt die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aber als gering ein.

2. Chancenbericht

Durch die internen kontinuierlichen Verbesserungsprozesse in der Holding und den Unternehmen der Zambelli-Gruppe werden Verbesserungsvorschläge in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern über alle Organisationsebenen umgesetzt. Die Verbesserungen erstrecken sich über die Produkte, Arbeitsprozesse, Organisationsthemen bis hin zur Mitarbeiterführung.

Durch die Einkaufsoptimierung im Rahmen der Gruppe werden Einsparpotenziale aufgedeckt und umgesetzt. Es werden quantitative und qualitative Verbesserungen in den unterschiedlichen Teilbereichen des Beschaffungsmanagements gesucht.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin Erfahrung, Innovationsgeist, Zuverlässigkeit und Qualitätsdenken entgegensetzen. Mit dem ZIA Zambelli Innovations Award wurde in 2020 ein interner Wettbewerb zur gruppenweiten Förderung von Ideen und Innovationen erstmals ausgetragen. Dieser Wettbewerb basiert auf dem Innovationsgeist des Gründers Franz Zambelli und wird auch zukünftig Zambelli-Innovationen in den Vordergrund unserer Aktivitäten stellen.

3. Gesamtaussage

Die aktuelle weltweite Corona-Pandemie konnte von den Unternehmen der Unternehmensgruppe bislang sehr gut gemeistert werden. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen der Pandemie sind noch unbekannt. Die Gruppe sieht sich dennoch für die weitere Bewältigung dieser Krise gut auf gestellt.

Risiken der zukünftigen Entwicklung sehen wir in der konjunkturellen Lage, dem Wettbewerbsumfeld und den Preiserhöhungen und Versorgungsengpässen beim Vormaterial. Die belastenden Projektrisiken der vergangenen Jahre sowie das Thema der unprofitabel agierenden Tochterunternehmen und Beteiligungen sind bilanziell bereinigt, die Trennung von diesen Einheiten ist teilweise noch im Gange.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und der Verankerung auf mehreren Produktsäulen sehen wir die Unternehmensgruppe Zambelli für die Bewältigung der zukünftigen Risiken gut aufgestellt. Einzel- oder Gesamtrisiken, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Haus im Wald, 31.08.2021

Andreas von Langsdorff

Dr. Martin Dvořák

Josef Miggisch

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

Zambelli Holding GmbH

(vormals Zambelli Verwaltungs GmbH)

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 391.179,63 253.781,98
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 6.915,39 10.688,38
3. geleistete Anzahlungen 6.529,00 6.529,00
404.624,02 270.999,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 22.965.232,01 5.771.574,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.082.681,61 6.816.917,29
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.647.501,06 1.524.528,68
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 777.449,49 1.558.762,35
36.472.864,17 15.671.782,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 86.132,18 86.131,17
2. Beteiligungen 0,00 206.226,72
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 1.265.012,94
86.132,18 1.557.370,83
36.963.620,37 17.500.152.69
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.409.964,66 7.258.405,99
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.511.785,66 787.972,20
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.833.147,58 6.183.682,07
4. Erhaltene Anzahlungen -862.037,08 -1.639.565,16
5. Geleistete Anzahlungen 296.559,63 61.558,05
22.189.420,45 12.652.053,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.317.753,17 3.487.603,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 65.331,19 155.041,35
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 34.542,75 3.402.673,43
4. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 37.977,24
5. sonstige Vermögensgegenstände 626.590,29 447.364,83
5.044.217,40 7.530.660,56
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.079.968,93 103.442,25
28.313.606,78 20.286.155,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 171.221,34 79.365,31
D. Aktive latente Steuern 133.702,63 0,00
65.582.151,12 37.865.673,96

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 51.129,19
II. Kapitalrücklage 3.880.819,45 4.948.870,81
III. Gewinnrücklagen 26.385.629,52 15.278,36
IV. Konzernbilanzgewinn 99.266,29 -3.239.953,49
V. Währungsausgleichsposten -1.467.944,00 -407.869,06
28.923.771,26 1.367.455,81
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 24.354,40 24.795,88
2. Steuerrückstellungen 2.225.415,94 38.248,24
3. sonstige Rückstellungen 3.547.097,78 1.785.590,85
5.796.868,12 1.848.634,97
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.360.413,78 19.686.930,52
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.581.760,19 1.063.364,62
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 364.477,58 309.691,37
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 8.697.220,91
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.388.220,21 2.287.860,74
6. sonstige Verbindlichkeiten 3.932.058,32 2.481.584,00
30.626.930,08 34.526.652,16
D. Rechnungsabgrenzungsposten 234.581,66 117.838,02
E. Passive latente Steuern 0,00 5.093,00
65.582.151,12 37.865.673,96

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2020 bis 31.12.2020

Zambelli Holding GmbH

(vormals Zambelli Verwaltungs GmbH)

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 115.181.570,42 70.653.012,89
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -721.301,57 -2.548.472,15
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 592.743,87 161.862,98
4. sonstige betriebliche Erträge 2.525.359,69 719.215,24
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -59.461.141,20 -34.483.097,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.806.096,96 -4.609.090,54
-62.267.238,16 -39.092.188,09
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -23.129.168,65 -15.337.147,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.996.391,88 -3.184.249,98
davon für Altersversorgung: Euro 80.370,91 (Vj. 79.275,10)
-28.125.560,53 -18.521.397,00
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.028.023,65 -2.234.060,96
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvemögens, soweit diese die übliche Abschreibung überschreiten 0,00 -1.225.000,00
-4.028.023,65 -3.459.060,96
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -16.645.442,48 -8.712.971,89
9. Erträge aus Beteiligungen 13.938,13 131.660,47
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.951,29 110.903,12
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -328.911,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -712.797,84 -526.070,19
13. Zwischensumme (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) 5.839.199,17 -1.412.416,58
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.275.800,15 -310.786,36
15. Ergebnis nach Steuern 3.563.399,02 -1.723.202,94
16. sonstige Steuern -224.179,24 -16.939,71
17. Konzernjahresüberschuss 3.339.219,78 -1.740.142,65

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

Zambelli Holding GmbH, Grafenau

(vormals Zambelli Verwaltungs GmbH)

I. Allgemeine Angaben

Das Mutterunternehmen, die Zambelli Holding GmbH (vormals Zambelli Verwaltungs GmbH) mit Sitz in Grafenau ist beim Registergericht Passau unter der Handelsregisternummer HRB 1292 registriert.

Der Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2020 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§ 264a i.V.m. §§ 290 ff. und 264c HGB) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB wurde im Rahmen der BilRUG-Umstellung aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit um die Zwischenzeile "Zwischensumme (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit)" ergänzt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der Zambelli Holding GmbH (vormals Zambelli Verwaltungs GmbH), Haus im Wald, und der übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauern belaufen sich zwischen drei und fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Erwerbsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet, soweit es sich um bewegliche Vermögensgegenstände handelt. Die Abschreibungen wurden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände nach der linearen und degressiven Methode vorgenommen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Die Nutzungsdauern belaufen sich zwischen fünf und 15 Jahren und bei Gebäuden bis max. 33 Jahre.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bewertet. Soweit die Gängigkeit nicht mehr gewährleistet war, wurden pauschale Bewertungsabschläge vorgenommen.

Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen beinhalten Einzel- sowie Gemeinkosten.

Die erhaltenen Anzahlungen werden von den Vorräten offen abgesetzt.

Die Forderungen sind zum Nominalwert abzüglich Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für die Handelsbilanz wird unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" durchgeführt. Als Rechnungsgrundlagen dienen die Richttafeln 2018 G für die Pensionsversicherung von Dr. Heubeck. Der Rechnungszinsfuß beträgt 2,41 % p.a. Ein Gehaltstrend wird nicht berücksichtigt, da dieser keinen Einfluss auf die Rentenhöhe hat. Nicht ausgewiesene Fehlbeträge bestehen nicht. Es erfolgt eine Verrechnung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB. Der Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände beläuft sich auf TEUR 72 und der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden auf TEUR 96. Aufwendungen in Höhe von TEUR 2 wurden mit Erträgen in Höhe von TEUR 5 verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Bewertung von auf fremder Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr erfolgt nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs.

III. Konzernaufstellungspflicht

Die Zambelli Holding GmbH, Grafenau, stellt für den größten und den kleinsten Kreis der Zambelli Gruppe den Konzernabschluss auf. Im Vorjahr wurde der Konzernabschluss von der Zambelli GmbH & Co. KG, Grafenau, aufgestellt. Im Zuge der nachstehend dargestellten Umstrukturierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2020 ist die Zambelli Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2020 erstmals verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen.

Im ersten Schritt wurde die Verschmelzung der Zambelli Dienstleistungs GmbH (Registergericht Passau, HRB 1274) in die Zambelli GmbH & Co. KG (Registergericht Passau, HRA 7210) rückwirkend zum Stichtag 01.01.2020 zu Buchwerten vollzogen.

Im zweiten Schritt wurde die Anwachsung der Zambelli GmbH & Co. KG (Registergericht Passau, HRA 7210) und der Zambelli Finanzierungs GmbH & Co. KG (Registergericht Passau, HRA 11982) auf die Zambelli Holding GmbH, die bis dahin als Zambelli Verwaltungs GmbH die Komplementärgesellschaft der Zambelli GmbH & Co. KG sowie der Zambelli Finanzierungs GmbH & Co. KG war, rückwirkend zum 01.01.2020 zu Buchwerten vollzogen.

Die Auswirkung auf die Vermögenslage der Zambelli Holding GmbH ergab sich im Wesentlichen durch die Einbringung des Anlagevermögens der Zambelli Finanzierungs GmbH & Co. KG mit einem Buchwert in Höhe von EUR 5.386.011,39 zum 01.01.2020 und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 2.284.378,17.

Am 03.12.2020 wurden die restlichen 76% der Anteile an der Zambelli-technik, spol. s r.o. und an der Zambelli metal s.r.l. zu 100% in die Zambelli Holding GmbH eingelegt. Seit diesem Zeitpunkt übt die Zambelli Holding GmbH die Beherrschung über die beiden Gesellschaften aus.

Am 03.12.2020 wurde eine Kapitalerhöhung der Zambelli Holding GmbH (früher Zambelli Verwaltungs GmbH) auf EUR 500.000 notariell festgelegt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte zum 01.02.2021 mit der Umfirmierung der Zambelli Verwaltungs GmbH in die Zambelli Holding GmbH. Die Anpassung des Stammkapitals erfolgt dementsprechend im Geschäftsjahr 2021.

Die Umstrukturierungsmaßnahmen haben zur Folge, dass der Vorjahresvergleich zum Konzernabschluss der Zambelli GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2019 nur eingeschränkt möglich ist. Folgende wesentliche Auswirkungen (in TEUR) auf die Vermögenslage haben sich ergeben:

Bilanzposition Wert zum 31.12.2019 Anwachsung Erstkonsolidierung Eröffnungsbilanzwert zum 1.1.2020
Sachanlagen 15.672 5.386 13.715 34.773
Finanzanlagen 1.557 -1.468 0 89
Vorräte 12.652 0 9.859 22.511
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.531 58 -204 7.385
Liquide Mittel 103 0 656 759
Steuerrückstellungen 38 183 0 221
Sonstige Rückstellungen 1.786 5 926 2.717
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.687 2.284 5.980 27.951
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.063 251 1.122 2.436
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.697 0 -8.697 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.482 0 1.018 3.500

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Personenhandelsgesellschaften nach § 264b Nr. 4 HGB nehmen die Befreiungsvorschriften für die Offenlegung der Jahresabschlussunterlagen in Anspruch (vgl. die in IV. Konsolidierungskreis aufgeführten Gesellschaften).

IV. Konsolidierungskreis und Stichtag

In den Konzernabschluss wurden neben der Zambelli Holding GmbH (früher Zambelli Verwaltungs GmbH), Haus im Wald, folgende Unternehmen einbezogen:

Unternehmen Konsolidierungsart Anteil in %
Zambelli Metalltechnik GmbH & Co. KG, Wegscheid, voll 100,00
Zambelli Dach + Fassadentechnik GmbH, Haus im Wald voll 100,00
Zambelli Fertigungs GmbH & Co. KG, Haus im Wald voll 100,00
Zambelli RIB-ROOF GmbH & Co. KG, Haus im Wald voll 100,00
Zambelli COLORFERR Kft., Györköny, Ungarn voll 100,00
Zambelli metal s.r.l., SF. Gheorghe, Rumänien voll 100,00
Zambelli-technik, Spol. s r.o., Krumau, Tschechien voll 100,00

Von der Einbeziehung in den Konzernabschluss wurde in Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB für folgende Tochtergesellschaften abgesehen, da sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind:

Unternehmen Konsolidierungsart Anteil in %
Zambelli GmbH, Wegscheid (Komplementärin der Zambelli Metalltechnik GmbH & Co. KG) nicht einbezogen 100,00
Zambelli GmbH Grafenau (Komplementärin der Zambelli Fertigungs GmbH & Co. KG) nicht einbezogen 100,00
Zambelli RR GmbH Grafenau (Komplementärin der Zambelli RIB-ROOF GmbH & Co. KG) nicht einbezogen 100,00
Zambelli Solar GbR, Grafenau nicht einbezogen 25,00
Zambelli OOO, Russland nicht einbezogen 100,00
Infiniti Concept AG, Schweiz nicht einbezogen 50,00
Szolnok KAS Kft., Ungarn nicht einbezogen 50,10

Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember.

V. Konsolidierungsgrundsätze

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung für Neuzugänge im Konsolidierungskreis erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB. Die Differenz zwischen der Umrechnung des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Kapitalerstkonsolidierung (historischer Kurs) und zum aktuellen Stichtagskurs wurde nach § 308a HGB in der Eigenkapitalposition "Währungsausgleichposten" erfasst.

Die Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften Zambelli-technik, Spol. s r.o. und Zambelli metal s.r.l, über die im Geschäftsjahr 2020 die Beherrschung erlangt wurde, erfolgte zu den jeweils in den Einzelabschlüssen angesetzten Buchwerten, da die Zeitwerte von den angesetzten Buchwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 1.1.2020 nicht wesentlich abweichen.

Die Voraussetzung für eine Transaktion unter gemeinsamer Beherrschung ("transaction under common control") sind bei der Umstrukturierung gegeben und es konnte auf die Erstkonsolidierung für die in den ursprünglichen von der Zambelli GmbH & Co. KG aufgestellten Konzernabschluss bis 2019 einbezogenen Tochtergesellschaften verzichtet werden. Aufgrund der qualifizierten Anwachsung der Zambelli GmbH & Co. KG an die Zambelli Holding GmbH (vormals Zambelli Verwaltungs GmbH) haben sich keine Anteilsveränderung ergeben. Selbst die weiteren Einbringungen und qualifizierten Anwachsungen haben nur geringfügige Anteilsveränderungen ergeben, ohne dass sich die Mehrheitsverhältnisse geändert haben. Zudem wurde im Gesellschafterkreis ein Poolvertrag mit der Maßgabe abgeschlossen, in Gesellschafterversammlungen einheitlich abzustimmen.

Die Zambelli Color & Systeme GmbH & Co. KG wurde zum 31.12.2020 liquidiert und entkonsolidiert.

Der Konzern wird unter einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen erstellt.

Unterschiedsbetrag

Die sich zum 01.01.2020 aus der Verrechnung der Beteiligungsansätze mit den auf sie entfallenden Eigenkapitalanteilen ergebenden passiven Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 23.351 werden in der Gewinnrücklage ausgewiesen. Die negativen Unterschiedsbeträge haben Eigenkapitalcharakter und resultieren im Wesentlichen aus Gewinnthesaurierungen bei den jeweiligen Tochtergesellschaften.

Schuldenkonsolidierung

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen eliminiert.

Aufwendungs- und Ertragskonsolidierung

Erträge und Aufwendungen zwischen den verbundenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet.

Zwischenerfolge

Im Rahmen konzerninterner Liefer- und Leistungsbeziehungen realisierte Zwischengewinne werden gem. § 304 HGB erfolgswirksam eliminiert, ebenso wie konzerninterne Beteiligungserträge.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern

Im Geschäftsjahr 2020 wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 38 gewinnerhöhend erfasst.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Unterschieden zwischen der Handels- und Steuerbilanz der einbezogenen Tochterunternehmen zusammen sowie aus der Zwischengewinneliminierung (in TEUR):

Unterschiede Differenz Steuersatz
Sonstige Rückstellungen 101 19 %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16 15 %
Zwischengewinneliminierung 131 25,2 %

Im Inland wird für die Bewertung der latenten Steuern ein Steuersatz von 15 % herangezogen.

Soweit bei Auslandsgesellschaften aktive oder passive latente Steuern bilanziert wurden, wurde dabei der im jeweiligen Land geltende Steuersatz herangezogen.

Auf Konzernebene ermittelt sich ein durchschnittlicher Steuersatz von 25,2 %.

VI. Währungsumrechnung

Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro.

Im Konzernabschluss erfolgte die Umrechnung der in der jeweiligen Landeswährung erstellten Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften in Euro nach der modifizierten Stichtagsmethode. Die Bilanzposten werden mit den Devisenkassamittelkursen - veröffentlicht von der EZB - zum Bilanzstichtag umgerechnet. Für Aufwendungen und Erträge wurden die Jahresdurchschnittskurse der EZB zur Umrechnung herangezogen. Die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung wurden erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet.

Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr erfolgsneutral erfassten Währungsdifferenzen beträgt TEUR -1.468. Der Unterschiedsbetrag hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR - 1.060 erhöht. Dies ist zum einen auf die Entwicklung der ungarischen Forint bedingt mit einem Betrag in Höhe von TEUR -486 und zum anderen durch die Erstkonsolidierung der Zambelli- technik, Spol. s r.o. und der Zambelli metal s.rl. mit einem Betrag in Höhe von TEUR -574 zurückzuführen.

Die Umrechnungskurse je Euro stellen sich wie folgt dar:

2020 2019
Währung Stichtagskurs Durchschnittskurs Stichtagskurs
HUF 393,89 351,25 330,53
CZK 26,245 26,455 25,41
RON 4,8694 4,8383 4,7793

In der Entwicklung des Anlagevermögens werden die umrechnungsbedingten Änderungen unter "Währungsdifferenzen" ausgewiesen.

VII. Bilanzerläuterung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in Anlage 1.4 dargestellt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Als Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden Forderungen in Höhe von TEUR 65 ausgewiesen, die ebenfalls innerhalb eines Jahres fällig sind.

Eigenkapital

Mit notariellem Vertrag vom 3. Dezember 2020 wurde das Stammkapital der Gesellschaft von TEUR 26 um TEUR 474 auf TEUR 500 erhöht.

Die Einlagen für die zu übernehmenden Geschäftsanteile wurden durch Einbringung

a.

der Kommanditanteile an der Zambelli GmbH & Co. KG;

b.

der gesamten Kommanditanteile an der Zambelli Finanzierungs GmbH & Co. KG;

c.

aller Anteile an der Zambelli - technik, spol. s r.o. und an der Zambelli metal s.r.l;

d.

eines Grundstücks in der Gemarkung Wegscheid

erbracht.

Da die Kapitalerhöhung erst nach dem Bilanzstichtag am 1. Februar 2021 im Handelsregister eingetragen wurde, wird das Stammkapital zum 31. Dezember 2020 in Höhe von TEUR 26 ausgewiesen.

Kapitalrücklage

Die oben beschriebenen Einlagen erfolgten zu Anschaffungskosten bzw. Buchwerten. Der den Ausgabebetrag der gewährten Anteile übersteigende Betrag in Höhe von TEUR 3.881 wurde in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt.

Konzernbilanzgewinn

Der Konzernbilanzgewinn hat sich in Höhe des Konzernjahresüberschuss von TEUR 3.339 verändert.

Betreffend der Darstellung der Veränderungen des Konzerneigenkapitals wird auf den Konzerneigenkapitalspiegel (Anlage 1.6) verwiesen.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 95 wurde mit dem Rückdeckungsversicherungsanspruch in Höhe von TEUR 72 nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB saldiert.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen folgende Rückstellungen in TEUR:

Rückstellung 31.12.2020 31.12.2019
für Personalverpflichtungen 1.740 1.064
für Gewährleistungen 622 91
für anhängige Rechtstreitigkeiten 490 0
Für Vergleichszahlungen 0 208
für Grunderwerbsteuer 237 0
für ausstehende Rechnungen 72 202
Sonstige 386 220
Summe 3.547 1.785

Verbindlichkeiten

Die Erläuterungen zu den Verbindlichkeiten sind der folgenden Darstellung zu entnehmen:

Art der Verbindlichkeit Gesamt bis 1 Jahr über 1 Jahr mehr als 5 Jahre Gesicherte Beträge
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.360 7.725 13.635 3.700 13.265
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.582 2.582 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 365 365 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.388 2.388 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.932 3.932 0 0 0
30.627 16.991 13.635 3.700 13.265

Art der Sicherheiten:

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt eine Besicherung mittels
Grundpfandrechten und Sicherungsübereignung bei der Finanzierung von Maschinen.

VIII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse:

Die Umsatzerlöse entfallen mit TEUR 61.656 auf das Inland und mit TEUR 52.460 auf das Ausland.

Sonstige betriebliche Erträge:

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 12 enthalten. Diese entfallen mit TEUR 12 auf die Auflösung von Rückstellungen.

Aus der Fremdwährungsumrechnung belaufen sich die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 885.

Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung:

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus dem Anlagenverkauf der ehemaligen österreichischen Liegenschaft in St. Valentin in Höhe von TEUR 846 enthalten.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen:

Im Geschäftsjahr 2020 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung für ein Gebäude in Höhe von TEUR 78 vorgenommen, da dieses Gebäude in 2021 abgerissen wurde.

Sonstige betriebliche Aufwendungen:

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 585. Davon entfallen TEUR 575 auf die Bildung von Rückstellungen und TEUR 10 auf die Rückzahlung einer Entschädigungsleistung an die Warenkreditversicherung.

Auf die Währungsumrechnung entfallen sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.039.

Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung

Infolge einer Betriebsprüfung einer ausländischen Tochtereinheit wurde ein zusätzlicher Aufwand in Höhe von TEUR 879 erfasst, wovon TEUR 566 als Steueraufwand ausgewiesen wird.

IX. Ergänzende Angaben und Erläuterungen

Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds umfasst die Position "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" in Höhe von TEUR 1.080 sowie kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.877.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 653 sowie Leasing- und Serviceverträgen in Höhe von TEUR 1.753.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen weisen eine durchschnittliche Laufzeit von 1-5 Jahren auf; innerhalb eines Jahres sind TEUR 1.258 fällig.

Haftungsverhältnisse (Angaben in TEUR)

Haftungsverhältnis aus 31.12.2020 31.12.2019
Bürgschaften 1.848 1.880
Garantien 1.156 1.591
Summe 3.004 3.471

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität der Begünstigten als gering ein. Wir kommen zu dieser Einschätzung, da im Laufe des Geschäftsjahres jederzeit den Zahlungsverpflichtungen nachgekommen wurde.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2020 2019
Anzahl Anzahl
Gewerbliche Arbeitnehmer 822 293
Angestellte 263 170
Gesamt 1.085 468

Die erstmals einbezogenen Gesellschaften Zambelli metal s.r.l, SF. Gheorghe, Rumänien und Zambelli-technik, Spol. s r.o., Krumau, Tschechien beschäftigten zum 1. Januar 2020 516 Gewerbliche Arbeitnehmer und 98 Angestellte.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2020 beläuft sich auf TEUR 114 und teilt sich wie folgt auf:

Leistungen 31.12.2020
Abschlussprüferleistungen 111
Steuerberatungsleistungen 3
Sonstige Leistungen 0

Organe

Im Geschäftsjahr erfolgt die Geschäftsführung durch Herrn Andreas von Langsdorff und Herrn Martin Dvořák. Herr Josef Miggisch wurde mit Wirkung 01.07.2021 in die Geschäftsführung berufen.

Die Geschäftsführer sind je einzelvertretungsberechtigt.

Die Angabe der Gesamtbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird mit Verweis auf § 314 Abs. 3 HGB unterlassen.

Ergebnisverwendung

Im Berichtsjahr entstand bei der Zambelli Holding GmbH ein Jahresüberschuss von 7.189 T€ und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Aufgrund einer anhängigen Steuerprüfung ergeben sich Steuerrisiken in Höhe von 886 T€, wofür entsprechend Zuführungen zu den Steuerrückstellungen vorgenommen wurde.

Als Vorgänge von besonderer Bedeutung wertet die Geschäftsführung zwei Klageerhebungen im Geschäftsbereich Gebäudehülle. Zum einen eine gestellte Rückforderung eines russischen Kunden. Bezugnehmend auf den Liefervertrag vom 27.11.2017 wird eine Rückzahlung von TEUR 410 gefordert. Am 29.01.2021 wurde eine entsprechende Klage am Arbitragegericht in Moskau eingereicht. Hierfür wurde eine Rückstellung gebildet. Eine weitere Klage ist von einem Kunden vor dem Landgericht Karlsruhe erhoben worden. Die Klägerin begehrt den Schadensersatz von TEUR 334 aus einem Werkliefervertrag aus dem Jahr 2002. Die Geschäftsführung schätzt die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aber als gering ein.

Die für 2021 angestrebten Trennungen von der Beteiligungen Infiniti Concept AG sowie die Liquidation der Zambelli OOO lassen keine nennenswerten Auswirkungen auf die Ertragslage erwarten. Die Unternehmen bzw. die Forderungen an diese Unternehmen sind entsprechend bewertet. Der Verkauf der Beteiligung Szolnok KAS Kft. konnte im August 2021 bereits durchgeführt werden.

 

Haus im Wald, 31.08.2021

DIE GESCHÄFTSFÜHRER

Andreas von Langsdorff, M.B.A. Univ, of Louisville, Dipl.-Betriebswirt (FH)

Martin Dvořák, Dr.rer.soc.oec. Johannes Kepler Universität Linz

Dipl.Ing. Südbömische Universität in České Budějovice

M.B.A. Jan Amos Komenský Universität in Prag

Josef Miggisch, Technischer Betriebswirt, Maschinenbautechniker

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2020 Währungsdiff. Zugang Erstkonsolidierung
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Rechte, EDV-Software 1.291.962,42 -3.816,31 709.680,87
2. Firmenwert 428.894,51 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 6.529,00 0,00 14.286,72
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.727.385,93 -3.816,31 723.967,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 8.751.522,50 -277.676,85 12.630.248,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.660.848,68 -412.814,09 14.216.035,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.064.876,76 -54.177,45 277.016,35
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.558.762,35 -3.825,84 305.218,83
Summe Sachanlagen 42.036.010,29 -748.494,23 27.428.519,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 171.926,06 0,00 0,00
2. Beteiligungen 565.927,68 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.265.012,94 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 2.002.866,68 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 45.766.262,90 -752.310,54 28.152.486,74
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2020
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Rechte, EDV-Software 140.777,72 72.750,72 91.206,90 2.120.148,52
2. Firmenwert 0,00 0,00 413.812,26 15.082,25
3. Geleistete Anzahlungen 124.556,85 -72.750,72 66.092,85 6.529,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 265.334,57 0,00 571.112,01 2.141.759,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 8.044.800,42 2.171.040,43 1.264.765,71 30.055.169,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.594.313,28 903.201,82 1.031.357,37 40.930.228,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 430.212,69 111.493,54 404.728,65 6.424.693,24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.171.310,93 -3.185.735,79 68.280,99 777.449,49
Summe Sachanlagen 12.240.637,32 0,00 2.769.132,72 78.187.539,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1,00 0,00 171.927,06
2. Beteiligungen 0,00 -1,00 565.926,68 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 1.265.012,94 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 1.830.939,62 171.927,06
Summe Anlagevermögen 12.505.971,89 0,00 5.171.184,35 80.501.226,65
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2020 Afa kum. Währungsdiff. Afa kum. Zugang Erstkonsolidierung
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Rechte, EDV-Software 1.038.180,44 -3.720,22 559.368,13
2. Firmenwert 418.206,13 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.456.386,57 -3.720,22 559.368,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.979.948,32 -42.302,70 4.162.562,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.843.931,39 -295.209,82 9.773.168,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.540.348,08 -30.323,38 160.534,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 26.364.227,79 -367.835,90 14.096.265,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 85.794,89 -0,01 0,00
2. Beteiligungen 359.700,96 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 445.495,85 -0,01 0,00
Summe Anlagevermögen 28.266.110,21 -371.556,13 14.655.633,47
Kumulierte Abschreibungen
Afa kum. Zugang Afa kum. Abgänge Stand 31.12.2020
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Rechte, EDV-Software 220.237,55 85.097,01 1.728.968,89
2. Firmenwert 3.772,99 413.812,26 8.166,86
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 224.010,54 498.909,27 1.737.135,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 807.569,09 817.839,98 7.089.937,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.526.970,26 1.001.313,62 29.847.546,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 469.473,76 362.841,09 4.777.192,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.804.013,11 2.181.994,69 41.714.675,65
587.138,03
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 85.794,88
2. Beteiligungen 0,00 359.700,96 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 359.700,96 85.794,88
Summe Anlagevermögen 4.028.023,65 3.040.604,92 43.537.606,28
Buchwerte
Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Rechte, EDV-Software 391.179,63 253.781,98
2. Firmenwert 6.915,39 10.688,38
3. Geleistete Anzahlungen 6.529,00 6.529,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 404.624,02 270.999,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 22.965.232,01 5.771.574,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.082.681,61 6.816.917,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.647.501,06 1.524.528,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 777.449,49 1.558.762,35
Summe Sachanlagen 36.472.864,17 15.671.782,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 86.132,18 86.131,17
2. Beteiligungen 0,00 206.226,72
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 1.265.012,94
Summe Finanzanlagen 86.132,18 1.557.370,83
Summe Anlagevermögen 36.963.620,37 17.500.152,69

Konzernkapitalflussrechnung Zambelli Holding GmbH

(vormals: Zambelli Verwaltungs GmbH)

Angaben in TEUR

31.12.2020 31.12.2019
1. Konzernjahresüberschuss (VJ: -fehlbetrag) 3.339 - 1.740
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.028 2.563
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 830 - 1.544
4. +/- Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions-
5. -/+ oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder 2.640 1.610
6. +/- Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des 813 645
7. -/+ Anlagevermögens - 857 0
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 687 415
9. - Sonstige Beteiligungserträge - 14 - 132
10. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 2.276 311
11. +/- Ertragsteuerzahlungen - 311 - 297
12. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 13.430 1.831
13. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens/immateriellen Anlagevermögens Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen/ 1.723 141
14. - immaterielle Anlagevermögen - 6.946 - 3.072
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 - 440
16. + Erhaltene Zinsen 26 111
17. + Erhaltene Dividenden/Gewinnausschüttungen 14 132
18. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 5.183 - 3.128
19. + Einzahlungen von Gesellschaftern 755 321
20. - Auszahlungen an Gesellschafter - 719 - 444
21. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 5.859 2.163
22. - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten - 3.024 - 1.607
23. - Gezahlte Zinsen - 713 - 526
24. - Gezahlte Gewinnanteile an Gesellschafter 0 - 3
25. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.157 - 97
26. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds Wechselkursbedingte und bewertungsbedingte Änderungen des 10.404 - 1.394
27. +/- Finanzmittelfonds - 665 118
28. +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds - 1.731 0
29. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode - 9.805 - 8.529
30. Finanzmittelfonds am Ende der Periode - 1.797 - 9.805

Konzerneigenkapitalspiegel (Zahlenangaben in EUR) zum 31.12.2020

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
Stand am 01.01.2019 51.129,19 4.948.870,81
Entnahmen bei der Zambelli GmbH & Co. KG 0,00 0,00
Einlagen bei der Zambelli GmbH & Co. KG 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00
Einstellungen/Entnahme Gewinnrücklage 0,00 0,00
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00
Stand zum 31.12.2019 51.129,19 4.948.870,81
Konzernjahresergebnis 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00
Änderung des Konsolidierungskreises 29.000,00 0,00
Übrige Veränderungen -54.129,19 -1.068.051,36
Stand am 31.12.2020 26.000,00 3.880.819,45
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital EK-Differenz aus Währungsumrechnung Konzerneigenkapital
Gewinnrücklagen Bilanzgewinn
Stand am 01.01.2019 15.278,36 -1.499.810,84 -282.912,74 3.232.554,78
Entnahmen bei der Zambelli GmbH & Co. KG 0,00 0,00 0,00 0,00
Einlagen bei der Zambelli GmbH & Co. KG 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis 0,00 -1.740.142,65 0,00 -1.740.142,65
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellungen/Entnahme Gewinnrücklage 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 -124.956,32 -124.956,32
Stand zum 31.12.2019 15.278,36 -3.239.953,49 -407.869,06 1.367.455,81
Konzernjahresergebnis 0,00 3.339.219,78 0,00 3.339.219,78
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderung des Konsolidierungskreises 23.350.582,59 0,00 -580.909,05 22.798.673,54
Übrige Veränderungen 3.019.768,57 0,00 -479.165,89 1.418.422,13
Stand am 31.12.2020 26.385.629,52 99.266,29 -1.467.944,00 28.923.771,26

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Zambelli Holding GmbH, Grafenau

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der Zambelli Holding GmbH, Grafenau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Zambelli Holding GmbH, Grafenau, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Passau, den 7. September 2021

KPWT Kirschner Wirtschaftstreuhand AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft
Passau

Stefan Heipertz, Wirtschaftsprüfer

Alexander Bernauer, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss wurde am 27. September 2021 gebilligt.

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